0439/2026
Einführung eines einheitlichen Schließtags im System der Stadtbibliothek
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/43 Vorlagen-Nummer 04.03.2026 0439/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 3 (Lindenthal) 09.03.2026 Bezirksvertretung 7 (Porz) 10.03.2026 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 12.03.2026 Bezirksvertretung 5 (Nippes) 12.03.2026 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 12.03.2026 Bezirksvertretung 8 (Kalk) 12.03.2026 Ausschuss Kunst und Kultur 12.03.2026 Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 16.03.2026 Bezirksvertretung 4 (Ehrenfeld) 16.03.2026 Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 16.03.2026 Einführung eines einheitlichen Schließtags im System der Stadtbibliothek Die Stadtbibliothek plant zur Jahresmitte 2026, konkret ab Montag, den 29. Juni 2026, die Einführung eines einheitlichen Schließtages für die Standorte der Stadtbibliothek. Die Stadtbibliothek ist mit ihren Einrichtungen - der Zentralbibliothek (zurzeit im Inte- rim), 11 Stadtteilbibliotheken, der Busbibliothek, dem Sprachraum und der minibib Chorweiler - ein aktiv gelebter „Dritter Ort“, der allen Bürger*innen in einem nichtkom- merziellen Rahmen breiten Zugang zu vielfältigen Angeboten und Aktivitäten bietet. Mit der Bibliothekskarte können außerdem unterschiedlichste Medien (z. B. Bücher, CDs, Noten, Brettspiele, Zeitschriften, aber auch Musikinstrumente, die MINT-Biblio- thek der Dinge, E-Reader und vieles mehr) ausgeliehen und alle digitalen Angebote genutzt werden. Die Bibliothekskarte ermöglicht zudem die Inanspruchnahme vielfälti- ger weiterer Angebote an den Standorten, wie die Nutzung des Makerspace mit allen Geräten, des Musikzimmers zum Musizieren und Üben oder des Social-Media-Stu- dios. Noch gibt es drei unterschiedliche Schließtage im System der Stadtbibliothek: Montag, Dienstag und Mittwoch. 2 Ursprünglich sollten die unterschiedlichen Schließtage den flexiblen Einsatz des Bibli- othekspersonals ermöglichen und den Kund*innen der Stadtbibliothek während des Schließtages die Alternative bieten, andere nahe gelegene Stadtteilbibliotheken nut- zen zu können. In diesem Zug wurden die Stadtteilbibliotheken stufenweise ab 2009 mit der Unterstützung von zusätzlichen Hilfskräften auch samstags geöffnet. Nach der Einführung des bisherigen Schließtagmodells haben sich zwischenzeitlich wichtige Rahmenbedingungen verändert: Durch die Einführung von servicefreien Open-Library-Zeiten k onnten die Öffnungs- zeiten im Gesamtsystem erheblich erweitert werden. Die Möglichkeit der Rückgabe von Medien wurde durch die erweiterten Öffnungs- zeiten und zusätzlichen 24/7-Rückgabeoptionen von außen deutlich verbessert. Nach der Öffnung der Zentralbibliothek im Interim wurden aufgrund erheblicher Ar- beitsverdichtung einige Verbesserungsvorschläge im Rahmen einer Mitarbeitenden- Beteiligung diskutiert. Ein wichtiger Punkt war in diesem Zusammenhang die Verein- heitlichung des Schließtages im Stadtbibliothekssystem. Vorteil dieser Vereinheitlichung für alle Besuchenden der Stadtbibliothek ist, dass die Öffnungs- und Schließzeiten konsistent und sehr viel transparenter werden. Zudem werden intern Personalressourcen gebündelt. Zukünftig können teamweite Fortbildun- gen, interne Konferenzen, Workshops oder die gemeinsame Entwicklung innovativer Konzepte montags ohne Einschränkungen des Publikumsbetriebes durchgeführt wer- den. Ab 29. Juni d. J. wird daher der Montag als einheitlicher Schließtag systemweit einge- führt. Fünf Standorte ändern damit ihren Schließtag: Stadtteilbibliothek Haus Balchem (aktuell Dienstag geschlossen) Stadtteilbibliothek Ehrenfeld (aktuell Dienstag geschlossen) Stadtteilbibliothek Sülz (aktuell Dienstag geschlossen) Stadtteilbibliothek Mülheim (aktuell Mittwoch geschlossen) Stadtteilbibliothek Nippes (aktuell Mittwoch geschlossen). Zukünftig sind dann alle Standorte dienstags bis samstags geöffnet drei Standorte (Interim der Zentralbibliothek, Kalk und Rodenkirchen) zusätzlich auch montags, allerdings ohne Service. Die Öffnungszeiten am Montag im Interim der Zentralbibliothek sowie in den Stadtteil- bibliotheken Kalk und Rodenkirchen bleiben unverändert. Kalk und Rodenkirchen set- zen die sogenannte Open-Library-Technik ein, mit deren Unterstützung eine Öffnung der Bibliotheken ohne Fachpersonal möglich ist. Auch die Zentralbibliothek öffnet montags ohne Fachpersonal. Die Busbibliothek fährt weiterhin von Montag bis Freitag, der Fahrplan bleibt ebenfalls unverändert. Die Möglichkeit des Einbaus der Open-Library-Technik (im Wesentlichen mit Zutritts- kontrolle und Videoüberwachung) ist von vielen Faktoren abhängig, wie z. B. dem je- weiligen Umbauaufwand, den Möglichkeiten für eine Videoüberwachung sowie den je- weiligen Eigentumsverhältnissen. Im Rahmen der aktuell laufenden Sanierung der 3 Stadtteilbibliothek Neubrück wird der Einbau einer solchen Technik vorgerichtet. Eine Ausweitung auf zusätzliche Standorte ist aktuell jedoch technisch und mangels Res- sourcen nicht umsetzbar. Angesichts der zunehmend schwierigen Finanzsituation und der besonderen Ein- schränkungen für sog. freiwillige Aufgaben ist es eine große Herausforderung, die be- stehenden Angebote weiter beizubehalten und gleichzeitig bedarfsgerecht weiterzu- entwickeln. So wird es auch zunehmend wichtiger, den Einfluss des Angebotes auf die Gesellschaft zu messen (Social Impact). Auch hier hat sich die Stadtbibliothek Köln auf den Weg gemacht, den spürbaren Effekt der Arbeit der Institution mittelfristig messbar zu machen. Im Rahmen eines Zukunftsprozesses prüft die Stadtbibliothek außerdem, wie sie sich für die Zukunft aufstellen muss. Als eine von 50 Institutionen wurde die Stadtbibliothek ausgewählt für die erste Phase des Förderprogramms der Kulturstiftung des Bundes „Übermorgen – Neue Modelle für Kulturinstitutionen“. Grundsätzlich geht es darum, innovative Nutzungs- und Angebotskonzepte für die Zukunft von Kultureinrichtungen zu entwickeln. Themen wie gesellschaftliche Teilhabe und Bildungsgerechtigkeit, die Stärkung der Demokratie, Nachhaltigkeit, Kooperation und Vernetzung stehen dabei im Vordergrund. Ab 2027 stehen für das Förderprogramm „Übermorgen – Neue Mo- delle für Kulturinstitutionen“ weitere 10 Millionen Euro aus dem Etat der Stiftung zur Verfügung. Ziel der zweiten Förderphase ist es, dass Kulturinstitutionen gemeinsam mit Kulturpolitik und Verwaltung mutige Zukunftsmodelle umsetzen. Die Stadtbiblio- thek wird sich auch für die zweite Förderphase bewerben. Gez. Charles
Beratungsverlauf (10)
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Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0439/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 10.03.2026
- Erstellt
- 11.02.2026 18:03