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0935/2025

Sachstandsbericht zum Förderprogramm NRWeltoffen 2024

Mitteilung Ausschuss 11.04.2025

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Anlage 1 Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten Projekte

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Anlage 1 Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten Projekte

7719 Zeichen

Anlage 1 
Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten 
Projekte 
 
InterFemme* 
InterFemme* x RJM – Intersektionale Tage für Groß und Klein 
 
Der Verein InterFemme* e. V. hat gemeinsam mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum 
mithilfe von kreativen Workshops, Lesungen und innovativen Theaterformaten Kin-
dern, Jugendlichen und Erwachsenen spielerisch vermittelt, wie gesellschaftliche Viel-
falt als Ressource genutzt werden kann. In mehreren Veranstaltungen wurde der kriti-
sche Umgang mit Themen wie Sexismus, Rassismus, kulturelle Vielfalt oder soziale 
Ungleichheit aufgegriffen und durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Commu-
nities und Expert*innen an die Teilnehmenden vermittelt. Interaktive Lesungen, Work-
shops und Theaterformate haben darauf abgezielt, Groß und Klein für die Vielschich-
tigkeit von Diskriminierungen und Vielfalt zu sensibilisieren, sie erlebbar zu machen 
und Empathie zu fördern. 
ArtAysl e.V.  
Antidiskriminierungs-Weiterbildung für Kulturarbeiter*innen 
 
Um kulturelle Teilhabe in allen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, physische wie 
psychische Barrieren für Nicht-Besucher*innen abzubauen und somit ein diverseres 
Publikum zu erreichen, sind Freie Kulturarbeiter*innen und Mitarbeitende von Kulturin-
stitutionen in antidiskriminierendem Handeln und Kommunizieren weitergebildet wor-
den. Dies wurden diese in einer Awareness-Schulung über die unterschiedlichen For-
men und Merkmale von Diskriminierung, insbesondere im Hinblick auf die intersektio-
nale Problematik, sensibilisiert. Ziel war es, das Programmangebot (in Theatern, Kon-
zerthäusern oder Ausstellungsräumen), auf sensible Themen zu prüfen und anzupas-
sen. Hierzu gehört auch das große Feld des Diversitätsmanagements innerhalb der 
Kulturbetriebe oder ausführenden Teams, wo ein diskriminierungsfreier Umgang mitei-
nander die Basis für ein vielfältiges, ansprechendes Programm und den Dialog mit 
dem Publikum bildet.  
Promo Guinée Afrika e.V.  
Jugend gegen Rassismus 
 
In diesem Projekt ist der Austausch unter Jugendlichen gefördert und ein Raum ge-
schaffen worden, um gemeinsam über Themen wie Alltagsrassismus, strukturellen 
Rassismus, Intersektionalität und Stereotype zu sprechen. In Informationsveranstal-
tungen ist dabei Wissen über die Herkunftsländer vermittelt sowie dargelegt worden, 
wie Rassismus der Gesellschaft schadet. Gleichzeitig war die Sensibilisierung der Ju-
gendlichen für die Bedeutung von Zusammenhalt zentral. Um konkrete Unterstützung 
bei der Bewältigung rassistischer Erfahrungen anzubieten, konnten sich Jugendliche, 
die in der Schule, am Arbeitsplatz oder in ihrem sozialen Umfeld Diskriminierung erle-
ben haben, beraten lassen. In den Gesprächen wurden zum Teil gemeinsam Lösun-
gen erarbeitet oder auf weiterführende Beratungsstellen verwiesen.

2 
 
Jugendzentren gGmbH  
Gemeinsam stark gegen Diskriminierung – Qualifizierung ehrenamtlicher Jugendlicher 
 
Die Jugendzentren gGmbH haben mit ihrem Projektvorhaben engagierte Jugendliche 
ab 15 Jahren, die ehrenamtlich in den Jugendzentren auf Kölner Stadtgebiet mitwir-
ken, zu unterschiedlichen Formen von Diskriminierungen geschult. Ziel des Projektes 
war es, den Jugendlichen Werkzeuge an die Hand zu geben, um eine Sensibilisierung 
für Diskriminierungsformen und Diskriminierungsarten zu schaffen und ein kritisches 
Bewusstsein zu Unterdrückungs- und Hierarchiesystemen zu ermöglichen. An mehre-
ren Wochenenden wurden die Jugendlichen durch Referierende geschult, empowert 
und für die Vermittlung der erlernten Inhalte im Sinne des Peer-to-Peer-Formats vor-
bereitet. Diese Schulungen tragen dazu bei, dass die Jugendzentren, die in verschie-
denen Stadtteilen und Sozialräumen zu finden sind, zu einem Raum für alle werden 
können. 
Filminitiativ e.V.  
Stereotype aufbrechen – schulische Kreativ- und Dialog-Workshops sowie afrodiaspo-
rische Perspektiven aus Köln beim 21. Afrika Film Festival 
Im Rahmen des 21. Afrika Film Festivals hat der Verein Filminitiativ Köln e. V. interak-
tive Dialog- und Kreativworkshops sowie Filmformate und Diskussionsveranstaltungen 
durchgeführt. Mit zehn Workshops und zwei Filmabenden mit anschließender Diskus-
sionsrunde wurden unter anderem am Hansa-Gymnasium Köln Sensibilisierungsfor-
mate angeboten. Themen wie "Empowerment und Storytelling" oder "Stereotype auf-
brechen" oder Dialog-Workshops zu dem Erbe von Rassismus wurden den unter-
schiedlichen Zielgruppen von Expert*innen wie Natascha A. Kelly oder Gina Hitsch 
nähergebracht. An zwei Filmabenden wurden Kurzfilme zu den Themen "Queer 
Voices", kuratiert von dem Black & Queer Kollektiv und "Diaspora Shorts: One Heart, 
Two Homes", kuratiert von Vertreter*innen afrodiasporischer Communities, gezeigt 
und die Erfahrungen danach in Diskussionen besprochen. 
Coach e.V.  
Reflecting Intersections: Begegnungs- und Austauschräume mit Workshops und Kul-
turprogramm 
 
Das Projekt hat niedrigschwellige Räume geschaffen, in denen Teilnehmende ihre 
Diskriminierungserfahrungen reflektieren, ihr Selbstbild stärken und sich für andere 
Betroffene einsetzen können. Es wurden Konzepte wie Allyship und Powersharing 
vermittelt, die eine solidarische Haltung fördern. Durch kreative Formate wie Perfor-
mance Art, Lesungen, Talkrunden, Bodywork sowie Musik- und Kunstbeiträge wurde 
Wissen abseits akademischer Diskurse vermittelt, um auch Personen zu erreichen, 
die bisher keine Berührungspunkte mit dem Thema hatten. 
Ziel war die Identitätsstärkung wie auch die Weitergabe intersektionaler und diskrimi-
nierungssensibler Perspektiven. Hierzu haben die Teilnehmenden Machtverhältnisse 
reflektiert und konkrete Handlungsideen entwickelt. Gleichzeitig wurde ein fehler-
freundlicher Raum geschaffen, in dem Fragen gestellt und unterschiedliche Perspekti-
ven diskutiert werden konnten.

3 
 
SOFRA – Queer Migrants e.V.  
SOFRA – Queering Borders 
 
Das Projekt hat sich mit der Frage beschäftigt, was es bedeutet in totalitären Regimen 
queer zu sein und wie es ist, als queerer Mensch zu flüchten. Dazu wurden geografi-
sche, politische, soziale, kulturelle, religiöse, materielle und körperliche Grenzen in 
den Blick genommen und sich mit diesen auseinandergesetzt, welche ebendieser 
Grenzen überwunden, umgangen oder durchqu(e)ert werden können. In einer Veran-
staltungsreihe wurden daher die Schnittmengen aus Flucht, Migration und Queerness 
beleuchtet, um ein besseres Verständnis für die eigenen Erfahrungen sowie die Ande-
rer zu entwickeln und Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede herauszuarbeiten. Im 
Fokus standen verschiedene Aspekte intersektionaler, queer-migrantischer Lebens-
wirklichkeiten und Mehrfachidentitäten in Form von Fachvorträgen, Erfahrungsberich-
ten, Diskussionsrunden und Filmgesprächen. Im Anschluss hat es eine gemeinsame 
Diskussionsrunde gegeben. Durch Austausch und Input sind Empowerment und Al-
lyship gestärkt und Diskriminierung kritisch beleuchtet worden. 
 
 
Träger Projekt Fördersumme 
InterFemme* e.V. InterFemme* x RJM – Intersektio-
nale Tage für Groß und Klein 
8.027,00 € 
ArtAsyl e.V. Antidiskriminierungs-Weiterbildung 
für Kulturarbeiter*innen 
8.783,00 € 
Promo Guinée Afrika e.V. Jugend gegen Rassismus 6.120,00 € 
Jugendzentren gGmbH Gemeinsam stark gegen Diskrimi-
nierung – Qualifizierung ehrenamt-
licher Jugendlicher 
4.010,00 € 
Filminitiativ e.V. Stereotype aufbrechen – schuli-
sche Kreativ- und Dialog-Work-
shops sowie afrodiasporische Per-
spektiven aus Köln beim 21. Afrika 
Film Festival 
8.000,00 € 
 
 
Coach e.V. Reflecting Intersections: Begeg-
nungs- und Austauschräume mit 
Workshops und Kulturprogramm 
7.200,00 € 
SOFRA – Queer Migrants 
e.V. 
SOFRA – Queering Borders 7.860,00 € 
  50.000,00 €

Mitteilung Ausschuss

4663 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
OB/16/161 
 
Vorlagen-Nummer 11.04.2025 
 0935/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 06.05.2025 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 08.05.2025 
Ausschuss Schule und Weiterbildung 12.05.2025 
Jugendhilfeausschuss 20.05.2025 
Ausschuss Kunst und Kultur 20.05.2025 
Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 23.05.2025 
Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 01.07.2025 
 
Sachstandsbericht zum Förderprogramm NRWeltoffen 2024 
Zusammenfassung in Einfacher Sprache 
 
Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 2017 ein Programm beschlossen.  
Dieses Programm heißt NRWeltoffen.  
Städte können damit Geld für Projekte erhalten, die gegen Rechtsextremismus, Ras-
sismus oder Diskriminierung arbeiten.  
Die Projekte müssen sich an Menschen mit unterschiedlichen Vielfaltsmerkmalen rich-
ten oder unterschiedliche Vielfaltsmerkmale thematisieren.  
Unter Vielfaltsmerkmalen verstehen wir zum Beispiel Herkunft, Kultur, geschlechtliche 
und sexuelle Identität oder Orientierung, Religionszugehörigkeit, Behinderung oder Al-
ter.  
Die Stadt Köln bekommt einen Teil dieses Geldes für eigene Projekte, im Jahr 2024 
waren das 23.500,00 €. 
Der andere Teil des Geldes steht Trägern und Vereinen für Projekte zur Verfügung. 
Dies waren im Jahr 2024 50.000,00 €. 
Damit haben 7 Träger und Vereine Projekte in Köln umgesetzt.

2 
 
Sachstandsbericht zum Förderprogramm NRWeltoffen 2024 
Seit 2017 beteiligt sich die Stadt Köln am Landesprogramm NRWeltoffen. Gemäß Be-
willigung des Landes Nordrhein-Westfalen erhält die Stadt Köln aus dem Landespro-
gramm jährliche Fördermittel in Höhe von 73.500 €. Diese Gelder werden wie folgt 
verteilt: 
50.000 € stehen für antragstellende Träger*innen des Förderprogramms zur Verfü-
gung, weitere 23.500 € für Projekte und Kooperationen des NS-Dokumentationszent-
rums, der Volkshochschule Köln und des Amts für Integration und Vielfalt, die die 
Ziele des Programms NRWeltoffen unterstützen. Die Bewilligung für die Jahre 2024 
und 2025 wurde mit Bescheid vom 22.12.2023 erteilt.  
 
Im Rahmen des Förderprogramms werden Maßnahmen zum präventiven Umgang mit 
rechtsextremen und rassistischen Bestrebungen und zur Stärkung eines auf gegen-
seitiger Akzeptanz und Anerkennung beruhenden Handelns entwickelt und umgesetzt. 
Referenzrahmen zur Umsetzung der Maßnahmen sind die zielgruppenspezifischen 
und zielgruppenübergreifenden Konzepte der Stadt Köln zur Stärkung von Vie lfalt, 
u.a. Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft; Diversity-Konzept „Köln 
l(i)ebt Vielfalt“; Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie; Handlungskonzept 
zur Kölner Behindertenpolitik und Gleichstellungsplan.  
 
Gemäß Ratsbeschluss 0655/2017 wurde ein Steuerungsgremium eingerichtet. Durch 
eine Bestands- und Bedarfsanalyse 2022 wurde deutlich, dass es einen Bedarf für 
eine Förderung intersektional ausgerichteter Projekte gibt, da diese nicht explizit durch 
klassische Förderprogramme von Stadt, Land oder Bund bedient werden. Aus diesem 
Grund wurde die Förderung durch NRWeltoffen in Köln neu aufgestellt. Ziel ist es, 
strukturell zur Stärkung von Diversität aus intersektionaler Perspektive beizutragen. 
Dazu wurde ein Förderprogramm für intersektionale Projekte entwickelt und das Steu-
erungsgremium intersektional ausgerichtet. Über das Vorgehen hat die Verwaltung die 
Gremien mit der Mitteilung 3557/2022 unterrichtet.  
Im Steuerungsgremium sind jeweils eine Vertretung der Stadtarbeitsgemeinschaft 
Queerpolitik, der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik, des Integrationsrates, 
des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung und der Interkulturellen 
Zentren Köln vertreten. 
 
Städtische Projekte und Kooperationen 
 
In 2024 wurden durch das NS-Dokumentationszentrum Workshops gegen Rechtsext-
remismus, Rassismus und Diskriminierung und durch die Volkshochschule Köln Work-
shops zum Thema Stammtischparolen  durchgeführt. Das Amt für Integration und Viel-
falt hat vier Projekte verschiedener Kooperationspartner*innen zu diskriminierungs-
sensiblen Therapieangeboten, zu antikolonialer Raumorganisations-entwicklung, zu 
der Neueröffnung der Theodor-Wonja-Michael Bibliothek sowie zum Kwanzaafest, ein 
kulturelles Fest vergleichbar dem Erntedankfest, finanziell unterstützt. 
 
Förderprogramm für antragstellende Träger*innen 
Im Rahmen des Förderbudgets wurden am 13.05.2024 durch die Jury sieben inter-
sektionale Projekte zur Förderung ausgewählt.  
 
Details zu den geförderten Projekten sind der Anlage 1 zu entnehmen. 
 
Gez. Reker 
 
Anhang 
Anlage 1: Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten Projekte

Beratungsverlauf (7)

06.05.2025 Integrationsrat
TOP 5.6 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
08.05.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 2.3.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
12.05.2025 Ausschuss Schule und Weiterbildung
TOP 8.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.05.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.5.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.05.2025 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
23.05.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik
TOP 7.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.07.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik
TOP 4.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0935/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
11.04.2025
Erstellt
25.03.2025 14:26