0935/2025
Sachstandsbericht zum Förderprogramm NRWeltoffen 2024
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Anlage 1 Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten Projekte
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Anlage 1 Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten Projekte InterFemme* InterFemme* x RJM – Intersektionale Tage für Groß und Klein Der Verein InterFemme* e. V. hat gemeinsam mit dem Rautenstrauch-Joest-Museum mithilfe von kreativen Workshops, Lesungen und innovativen Theaterformaten Kin- dern, Jugendlichen und Erwachsenen spielerisch vermittelt, wie gesellschaftliche Viel- falt als Ressource genutzt werden kann. In mehreren Veranstaltungen wurde der kriti- sche Umgang mit Themen wie Sexismus, Rassismus, kulturelle Vielfalt oder soziale Ungleichheit aufgegriffen und durch die Zusammenarbeit mit verschiedenen Commu- nities und Expert*innen an die Teilnehmenden vermittelt. Interaktive Lesungen, Work- shops und Theaterformate haben darauf abgezielt, Groß und Klein für die Vielschich- tigkeit von Diskriminierungen und Vielfalt zu sensibilisieren, sie erlebbar zu machen und Empathie zu fördern. ArtAysl e.V. Antidiskriminierungs-Weiterbildung für Kulturarbeiter*innen Um kulturelle Teilhabe in allen Bevölkerungsgruppen zu gewährleisten, physische wie psychische Barrieren für Nicht-Besucher*innen abzubauen und somit ein diverseres Publikum zu erreichen, sind Freie Kulturarbeiter*innen und Mitarbeitende von Kulturin- stitutionen in antidiskriminierendem Handeln und Kommunizieren weitergebildet wor- den. Dies wurden diese in einer Awareness-Schulung über die unterschiedlichen For- men und Merkmale von Diskriminierung, insbesondere im Hinblick auf die intersektio- nale Problematik, sensibilisiert. Ziel war es, das Programmangebot (in Theatern, Kon- zerthäusern oder Ausstellungsräumen), auf sensible Themen zu prüfen und anzupas- sen. Hierzu gehört auch das große Feld des Diversitätsmanagements innerhalb der Kulturbetriebe oder ausführenden Teams, wo ein diskriminierungsfreier Umgang mitei- nander die Basis für ein vielfältiges, ansprechendes Programm und den Dialog mit dem Publikum bildet. Promo Guinée Afrika e.V. Jugend gegen Rassismus In diesem Projekt ist der Austausch unter Jugendlichen gefördert und ein Raum ge- schaffen worden, um gemeinsam über Themen wie Alltagsrassismus, strukturellen Rassismus, Intersektionalität und Stereotype zu sprechen. In Informationsveranstal- tungen ist dabei Wissen über die Herkunftsländer vermittelt sowie dargelegt worden, wie Rassismus der Gesellschaft schadet. Gleichzeitig war die Sensibilisierung der Ju- gendlichen für die Bedeutung von Zusammenhalt zentral. Um konkrete Unterstützung bei der Bewältigung rassistischer Erfahrungen anzubieten, konnten sich Jugendliche, die in der Schule, am Arbeitsplatz oder in ihrem sozialen Umfeld Diskriminierung erle- ben haben, beraten lassen. In den Gesprächen wurden zum Teil gemeinsam Lösun- gen erarbeitet oder auf weiterführende Beratungsstellen verwiesen. 2 Jugendzentren gGmbH Gemeinsam stark gegen Diskriminierung – Qualifizierung ehrenamtlicher Jugendlicher Die Jugendzentren gGmbH haben mit ihrem Projektvorhaben engagierte Jugendliche ab 15 Jahren, die ehrenamtlich in den Jugendzentren auf Kölner Stadtgebiet mitwir- ken, zu unterschiedlichen Formen von Diskriminierungen geschult. Ziel des Projektes war es, den Jugendlichen Werkzeuge an die Hand zu geben, um eine Sensibilisierung für Diskriminierungsformen und Diskriminierungsarten zu schaffen und ein kritisches Bewusstsein zu Unterdrückungs- und Hierarchiesystemen zu ermöglichen. An mehre- ren Wochenenden wurden die Jugendlichen durch Referierende geschult, empowert und für die Vermittlung der erlernten Inhalte im Sinne des Peer-to-Peer-Formats vor- bereitet. Diese Schulungen tragen dazu bei, dass die Jugendzentren, die in verschie- denen Stadtteilen und Sozialräumen zu finden sind, zu einem Raum für alle werden können. Filminitiativ e.V. Stereotype aufbrechen – schulische Kreativ- und Dialog-Workshops sowie afrodiaspo- rische Perspektiven aus Köln beim 21. Afrika Film Festival Im Rahmen des 21. Afrika Film Festivals hat der Verein Filminitiativ Köln e. V. interak- tive Dialog- und Kreativworkshops sowie Filmformate und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt. Mit zehn Workshops und zwei Filmabenden mit anschließender Diskus- sionsrunde wurden unter anderem am Hansa-Gymnasium Köln Sensibilisierungsfor- mate angeboten. Themen wie "Empowerment und Storytelling" oder "Stereotype auf- brechen" oder Dialog-Workshops zu dem Erbe von Rassismus wurden den unter- schiedlichen Zielgruppen von Expert*innen wie Natascha A. Kelly oder Gina Hitsch nähergebracht. An zwei Filmabenden wurden Kurzfilme zu den Themen "Queer Voices", kuratiert von dem Black & Queer Kollektiv und "Diaspora Shorts: One Heart, Two Homes", kuratiert von Vertreter*innen afrodiasporischer Communities, gezeigt und die Erfahrungen danach in Diskussionen besprochen. Coach e.V. Reflecting Intersections: Begegnungs- und Austauschräume mit Workshops und Kul- turprogramm Das Projekt hat niedrigschwellige Räume geschaffen, in denen Teilnehmende ihre Diskriminierungserfahrungen reflektieren, ihr Selbstbild stärken und sich für andere Betroffene einsetzen können. Es wurden Konzepte wie Allyship und Powersharing vermittelt, die eine solidarische Haltung fördern. Durch kreative Formate wie Perfor- mance Art, Lesungen, Talkrunden, Bodywork sowie Musik- und Kunstbeiträge wurde Wissen abseits akademischer Diskurse vermittelt, um auch Personen zu erreichen, die bisher keine Berührungspunkte mit dem Thema hatten. Ziel war die Identitätsstärkung wie auch die Weitergabe intersektionaler und diskrimi- nierungssensibler Perspektiven. Hierzu haben die Teilnehmenden Machtverhältnisse reflektiert und konkrete Handlungsideen entwickelt. Gleichzeitig wurde ein fehler- freundlicher Raum geschaffen, in dem Fragen gestellt und unterschiedliche Perspekti- ven diskutiert werden konnten. 3 SOFRA – Queer Migrants e.V. SOFRA – Queering Borders Das Projekt hat sich mit der Frage beschäftigt, was es bedeutet in totalitären Regimen queer zu sein und wie es ist, als queerer Mensch zu flüchten. Dazu wurden geografi- sche, politische, soziale, kulturelle, religiöse, materielle und körperliche Grenzen in den Blick genommen und sich mit diesen auseinandergesetzt, welche ebendieser Grenzen überwunden, umgangen oder durchqu(e)ert werden können. In einer Veran- staltungsreihe wurden daher die Schnittmengen aus Flucht, Migration und Queerness beleuchtet, um ein besseres Verständnis für die eigenen Erfahrungen sowie die Ande- rer zu entwickeln und Gemeinsamkeiten wie auch Unterschiede herauszuarbeiten. Im Fokus standen verschiedene Aspekte intersektionaler, queer-migrantischer Lebens- wirklichkeiten und Mehrfachidentitäten in Form von Fachvorträgen, Erfahrungsberich- ten, Diskussionsrunden und Filmgesprächen. Im Anschluss hat es eine gemeinsame Diskussionsrunde gegeben. Durch Austausch und Input sind Empowerment und Al- lyship gestärkt und Diskriminierung kritisch beleuchtet worden. Träger Projekt Fördersumme InterFemme* e.V. InterFemme* x RJM – Intersektio- nale Tage für Groß und Klein 8.027,00 € ArtAsyl e.V. Antidiskriminierungs-Weiterbildung für Kulturarbeiter*innen 8.783,00 € Promo Guinée Afrika e.V. Jugend gegen Rassismus 6.120,00 € Jugendzentren gGmbH Gemeinsam stark gegen Diskrimi- nierung – Qualifizierung ehrenamt- licher Jugendlicher 4.010,00 € Filminitiativ e.V. Stereotype aufbrechen – schuli- sche Kreativ- und Dialog-Work- shops sowie afrodiasporische Per- spektiven aus Köln beim 21. Afrika Film Festival 8.000,00 € Coach e.V. Reflecting Intersections: Begeg- nungs- und Austauschräume mit Workshops und Kulturprogramm 7.200,00 € SOFRA – Queer Migrants e.V. SOFRA – Queering Borders 7.860,00 € 50.000,00 €
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/16/161 Vorlagen-Nummer 11.04.2025 0935/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 06.05.2025 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 08.05.2025 Ausschuss Schule und Weiterbildung 12.05.2025 Jugendhilfeausschuss 20.05.2025 Ausschuss Kunst und Kultur 20.05.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik 23.05.2025 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 01.07.2025 Sachstandsbericht zum Förderprogramm NRWeltoffen 2024 Zusammenfassung in Einfacher Sprache Das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) hat 2017 ein Programm beschlossen. Dieses Programm heißt NRWeltoffen. Städte können damit Geld für Projekte erhalten, die gegen Rechtsextremismus, Ras- sismus oder Diskriminierung arbeiten. Die Projekte müssen sich an Menschen mit unterschiedlichen Vielfaltsmerkmalen rich- ten oder unterschiedliche Vielfaltsmerkmale thematisieren. Unter Vielfaltsmerkmalen verstehen wir zum Beispiel Herkunft, Kultur, geschlechtliche und sexuelle Identität oder Orientierung, Religionszugehörigkeit, Behinderung oder Al- ter. Die Stadt Köln bekommt einen Teil dieses Geldes für eigene Projekte, im Jahr 2024 waren das 23.500,00 €. Der andere Teil des Geldes steht Trägern und Vereinen für Projekte zur Verfügung. Dies waren im Jahr 2024 50.000,00 €. Damit haben 7 Träger und Vereine Projekte in Köln umgesetzt. 2 Sachstandsbericht zum Förderprogramm NRWeltoffen 2024 Seit 2017 beteiligt sich die Stadt Köln am Landesprogramm NRWeltoffen. Gemäß Be- willigung des Landes Nordrhein-Westfalen erhält die Stadt Köln aus dem Landespro- gramm jährliche Fördermittel in Höhe von 73.500 €. Diese Gelder werden wie folgt verteilt: 50.000 € stehen für antragstellende Träger*innen des Förderprogramms zur Verfü- gung, weitere 23.500 € für Projekte und Kooperationen des NS-Dokumentationszent- rums, der Volkshochschule Köln und des Amts für Integration und Vielfalt, die die Ziele des Programms NRWeltoffen unterstützen. Die Bewilligung für die Jahre 2024 und 2025 wurde mit Bescheid vom 22.12.2023 erteilt. Im Rahmen des Förderprogramms werden Maßnahmen zum präventiven Umgang mit rechtsextremen und rassistischen Bestrebungen und zur Stärkung eines auf gegen- seitiger Akzeptanz und Anerkennung beruhenden Handelns entwickelt und umgesetzt. Referenzrahmen zur Umsetzung der Maßnahmen sind die zielgruppenspezifischen und zielgruppenübergreifenden Konzepte der Stadt Köln zur Stärkung von Vie lfalt, u.a. Konzept zur Stärkung der integrativen Stadtgesellschaft; Diversity-Konzept „Köln l(i)ebt Vielfalt“; Aktionsplan gegen Homophobie und Transphobie; Handlungskonzept zur Kölner Behindertenpolitik und Gleichstellungsplan. Gemäß Ratsbeschluss 0655/2017 wurde ein Steuerungsgremium eingerichtet. Durch eine Bestands- und Bedarfsanalyse 2022 wurde deutlich, dass es einen Bedarf für eine Förderung intersektional ausgerichteter Projekte gibt, da diese nicht explizit durch klassische Förderprogramme von Stadt, Land oder Bund bedient werden. Aus diesem Grund wurde die Förderung durch NRWeltoffen in Köln neu aufgestellt. Ziel ist es, strukturell zur Stärkung von Diversität aus intersektionaler Perspektive beizutragen. Dazu wurde ein Förderprogramm für intersektionale Projekte entwickelt und das Steu- erungsgremium intersektional ausgerichtet. Über das Vorgehen hat die Verwaltung die Gremien mit der Mitteilung 3557/2022 unterrichtet. Im Steuerungsgremium sind jeweils eine Vertretung der Stadtarbeitsgemeinschaft Queerpolitik, der Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik, des Integrationsrates, des Kölner Forums gegen Rassismus und Diskriminierung und der Interkulturellen Zentren Köln vertreten. Städtische Projekte und Kooperationen In 2024 wurden durch das NS-Dokumentationszentrum Workshops gegen Rechtsext- remismus, Rassismus und Diskriminierung und durch die Volkshochschule Köln Work- shops zum Thema Stammtischparolen durchgeführt. Das Amt für Integration und Viel- falt hat vier Projekte verschiedener Kooperationspartner*innen zu diskriminierungs- sensiblen Therapieangeboten, zu antikolonialer Raumorganisations-entwicklung, zu der Neueröffnung der Theodor-Wonja-Michael Bibliothek sowie zum Kwanzaafest, ein kulturelles Fest vergleichbar dem Erntedankfest, finanziell unterstützt. Förderprogramm für antragstellende Träger*innen Im Rahmen des Förderbudgets wurden am 13.05.2024 durch die Jury sieben inter- sektionale Projekte zur Förderung ausgewählt. Details zu den geförderten Projekten sind der Anlage 1 zu entnehmen. Gez. Reker Anhang Anlage 1: Projektbeschreibung der durch die NRWeltoffen Jury ausgewählten Projekte
Beratungsverlauf (7)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0935/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 11.04.2025
- Erstellt
- 25.03.2025 14:26