V/0275/2025
Bebauungsplan Nr. 517 - 2. Änderung - Stellungnahmen - Satzung
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V-0275-2025-Anlage-1-Abwaegung
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Anlage 1 zur Vorlage Nr. V/275/2025 Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 1 von 10 Vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517 Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Von der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 Baugesetzbuch (BauGB) wurde abgesehen (§ 13a Abs. 2 Nr. 1 i.V.m. § 13 Abs. 2 Nr. 1 BauGB). Zusammenfassung der Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit und der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 3 Abs. 2 und § 4 Abs. 2 BauGB. 1 Stellungnahmen aus der Beteiligung der Öffentlichkeit gemäß § 3 Abs. 2 BauGB Beteiligungszeitraum vom 10.03.2025 bis einschließlich 10.04.2025 Es sind keine Stellungnahmen der Öffentlichkeit eingegangen. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 2 von 10 2 Stellungnahmen aus der Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB Beteiligungszeitraum vom 10.03.2025 bis einschließlich 10.04.2025 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag 2.1 Bauordnungsamt vom 10.03.2025 2.1.1 Es wird der Hinweis gegeben, dass in der textlichen Festsetzung 1.3.3 festgesetzt wird, dass je 6 Stellplätze ein standortgerechter Laubbaum zu pflanzen ist. Es werden Bedenken geäußert, dass nicht deutlich wird, ob dies nur bei der Neuanlage von Stellplätzen gilt oder auch vorhandene Stellplatzanlagen bei Nutzungsänderun- gen oder Umbauten der Gebäude betrifft. Die Bedenken werden nicht geteilt. Die Festsetzung 1.3.3 stammt bereits aus dem seit 2009 rechtskräftigen Ursprungs-Bebauungsplan Nr. 517 und war Bestandteil der 1.Änderung im Jahr 2015. Die Festsetzung soll nun auch Gegenstand dieser Be- bauungsplanänderung werden. Für Altfälle greifen die zuvor genannten Bebauungspläne, für Neuplanungen die 2.Änderung. Somit ist eine lückenlose Sicherstel- lung gewährleistet und die Festsetzung gilt nicht nur bei Neuanlage und Änderung von Stellplätzen, sondern auch für die bereits vorhandene Stellplatzanlage. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.1.2 Es wird der Hinweis gegeben, dass gemäß § 48 BauO NRW bei der Errichtung einer für eine Solarnutzung geeigneten Stellplatzfläche mit mehr als 35 Stellplätzen für Kraftfahrzeuge, die einem Nichtwohnge- bäude dient über dieser eine Anlage zur Erzeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie zu errichten ist und alternativ zur Erfüllung der Pflicht je fünf Stellplätze auf der Stellplatzfläche ein geeigneter Laubbaum gepflanzt werden kann. Es wird der Hinweis gegeben, dass gemäß der textlichen Festset- zung Nr. 1.3.3 die Bäume der Beschattung der Stellplätze dienen und unmittelbar im Bereich der Stellplätze zu pflanzen sind. Dies bedeu- tet, dass eine Photovoltaikanlage wahrscheinlich aufgrund der Bäume nicht möglich ist. Es wird angeregt, daher gleich je 5 Stell- plätze einen Baum zu fordern (analog § 48(1a) BauO NRW). Der Hinweis auf § 48 BauO NRW wird zur Kenntnis ge- nommen. Der Hinweis, dass gemäß der textlichen Festsetzung Nr. 1.3.3 die Bäume der Beschattung der Stellplätze dienen und unmittelbar im Bereich der Stellplätze zu pflanzen sind und dies bedeutet, dass eine Photovolta- ikanlage wahrscheinlich aufgrund der Bäume nicht möglich ist, wird zur Kenntnis genommen. Die Überdachung mit Solar, bzw. die ersatzweise Pflan- zung von Bäumen ist jedoch in diesem Planfall irrele- vant, da es sich um eine bereits bestehende Stellplatz- anlage handelt. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 3 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag 2.1.3 Es wird § 4 Abs. 1 und 2 der Solaranlagenverordnung NRW zitiert. Es wird der Hinweis gegeben, dass abweichend davon der Bebau- ungsplan eine Überdeckung mit Photovoltaikanlagen von 50 % der Grundfläche fordert. Es wird angeregt, sich analog zu der Solaranla- genverordnung NRW auf die Bruttodachfläche zu beziehen, bzw. auch (nur) die 30 % festzusetzen. Die Hinweise auf die Solaranlagenverordnung NRW und die entsprechende Festsetzung im Bebauungsplan werden zur Kenntnis genommen. Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 14.06.2022 beschlos- sen, dass die Anlagengröße bei Nichtwohngebäuden eine Größe von mindestens 50 % der Grundfläche des Gebäudes haben muss (Beschlussvorlage V/0319/2022). Dementsprechend wurde die textliche Festsetzung im Bebauungsplan getroffen. Der Stellungnahme, die Größe der Photovoltaikanla- gen analog zu der Solaranla- genverordnung NRW bzw. auf nur 30 % der Fläche fest- zusetzen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.1.1 2.2 Stadtwerke Münster GmbH (Nahverkehrsmanagement) vom 11.03.2025 Es wird der Hinweis gegeben, dass der ÖPNV von der Änderung des B-Plans 517 nicht betroffen ist. Es wird darauf hingewiesen, dass die Anbindung des Planbereichs an den ÖPNV über die bestehende Haltestelle Loddenheide / Beresa auf dem Albersloher Weg erfolgt. Dort verkehren die Linie 6 und 8 im Tagesnetz jeweils im 20 Minuten-Takt und die Linie N85 im Nacht- netz. Zudem wird die Haltestelle von der Schnellbuslinie S30 ange- fahren. Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.3 Handelsverband NRW – Westfalen-Münsterland e.V. vom 17.03.2025 Der Handelsverband NRW hat die Unterlagen zur Kenntnis genom- men und mitgeteilt, dass keine Bedenken bestehen. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.4 Stadtnetze Münster GmbH (Grundsatzplanung) vom 25.03.2025 2.4.1 Es wird der Hinweis gegeben, dass sich im Umfeld des Plangebietes vorhandene und in Betrieb befindliche Wärme- und Wasserversor- Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen und zu gegebener Zeit beachtet. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 4 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag gungsleitungen, sowie Stromkabel (Mittelspannung und Niederspan- nung) und Telekommunikationskabel der Stadtnetze Münster GmbH befinden und diese bei anfallenden Arbeiten entsprechend zu sichern sind. Darüber hinaus wird darauf hingewiesen, dass die Zuwegung zur Infrastruktur der Stadtnetze auch während der Umbauphase möglich sein muss. 2.4.2 Es wird der Hinweis gegeben, dass grundsätzlich für alle bestehen- den Versorgungsanlagen gilt, dass vorhandene Anlagen / Betriebs- mittel der Stadtnetze Münster GmbH bei anfallenden Tiefbauarbeiten fachgerecht zu schützen bzw. zu sichern und vorher zu lokalisieren sind (Lage in den Bestandsplänen sind nicht verbindlich) .Es wird der Hinwies gegeben, dass es unbedingt erforderlich ist, dass die vor- handenen Leitungstrassen frei von Anlagen / Gebäuden und Bäumen bleiben, um die Betriebssicherheit der Anlagen weiterhin zu gewähr- leisten sowie eine sichere Versorgung der Gebäude aufrecht zu hal- ten. Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen und zu gegebener Zeit beachtet. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.5 Stadt Münster: Abfallwirtschaftsbetriebe Münster vom 27.03.2025 Es wird der Hinweis gegeben, dass seitens der Abfallwirtschaftsbe- triebe Münster keine Bedenken gegen die vorgelegten Planungen bestehen. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.6 Deutsche Telekom Technik GmbH: Richtfunk-Trassenauskunft vom 10.03.2025 Es wird der Hinweis gegeben, dass bei den ausgewiesenen Bedarfs- flächen die Firma Ericsson bezüglich ihres Richtfunks keine Ein- wände oder spezielle Planungsvorgaben hat. Der Hinweis, dass bei den ausgewiesenen Bedarfsflä- chen die Firma Ericsson bezüglich ihres Richtfunks keine Einwände oder spezielle Planungsvorgaben hat, wird zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 5 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag Diese Stellungnahme gilt für Richtfunkverbindungen des Ericsson Netzes und für Richtfunkverbindungen des Netzes der Deutschen Telekom. 2.7 Deutsche Telekom Technik GmbH: West PTI 15 vom 28.03.2025 2.7.1 Es wird der Hinweis gegeben, dass gegen den vorgelegten Bebau- ungsplan Nr.517 - 2. Änderung: Albersloher Weg / Egbert-Snoek- Straße grundsätzlich keine Einwände bestehen. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.7.2 Es wird darauf hingewiesen, dass sich im Planbereich Telekommuni- kationslinien der Telekom befinden, die aus den beigefügten Lage- plänen ersichtlich sind. Diese versorgen die vorhandene Bebauung. Es wird der Hinweis gegeben, dass die Belange der Telekom - z. B. das Eigentum der Telekom, die ungestörte Nutzung ihres Netzes so- wie ihre Vermögensinteressen betroffen sind und es nicht ausge- schlossen ist, dass diese Telekommunikationslinien in ihrem Bestand und in ihrem weiteren Betrieb gefährdet sind. Es wird der Hinweis ge- geben, dass die Aufwendungen der Telekom bei der Verwirklichung des Bebauungsplanes so gering wie möglich gehalten werden müs- sen. Deshalb bitten wir, unsere Belange wie folgt zu berücksichtigen: Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.7.3 Es wird der Hinweis gegeben, dass der Bestand und der Betrieb der vorhandenen Telekommunikationslinien weiterhin gewährleistet blei- ben müssen. Es wird angeregt, konkrete Maßnahmen so auf die vorhandenen Te- lekommunikationslinien abzustimmen, dass eine Veränderung oder Verlegung der Telekommunikationslinien vermieden werden kann. Es wird angeregt, dass bei der Bauausführung darauf zu achten ist, dass Beschädigungen der vorhandenen Telekommunikationslinien vermieden werden und aus betrieblichen Gründen (z. B. im Falle von Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Den Anregungen wird im Rahmen späterer Baumaßnahmen gefolgt. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 6 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag Störungen) der ungehinderte Zugang zu den Telekommunikationsli- nien jederzeit möglich ist. Es wird angeregt, dass insbesondere Abdeckungen von Abzweigkäs- ten und Kabelschächten sowie oberirdische Gehäuse soweit freige- halten müssen, dass sie gefahrlos geöffnet und ggf. mit Kabelzieh- fahrzeugen angefahren werden können. Es wird der Hinweis gege- ben, dass es deshalb erforderlich ist, dass sich die Bauausführenden vor Beginn der Arbeiten über die Lage der zum Zeitpunkt der Bau- ausführung vorhandenen Telekommunikationslinien der Telekom in- formieren. Es wird der Hinweis gegeben, dass die Kabelschutzanwei- sung der Telekom ist zu beachten ist. Weitere Kabelauskünfte erhalten Sie unter der E-Mail-Adresse Plan- auskunft.West1@telekom.de oder im Internet unter https://trassenauskunftkabel.telekom.de. 2.8 Feuerwehr vom 03.04.2025 Seitens der Feuerwehr bestehen zu der vorhabenbezogenen Ände- rung des BP Nr. 517 keine Bedenken. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.9 Handwerkskammer Münster (Wirtschaftsförderung) vom 04.04.2025 Seitens der Handwerkskammer werden keine Anregungen vorgetra- gen. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.10 Stadt Münster: Untere Denkmalbehörde vom 08.04.2025 Es wird der Hinweis gegeben, dass aus Sicht der Städtischen Denk- malbehörde (Baudenkmalpflege) keine Bedenken bestehen. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 7 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag 2.11 Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit vom 08.04.2025 2.11.1 Seitens der städtebaulichen Grünplanung werden keine Bedenken geäußert. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.11.2 Seitens der Umweltprüfung werden keine Bedenken geäußert. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.11.3 Es wird der Hinweis gegeben, dass In der Begründung zum Bebau- ungsplan 517 - 2. Änderung durch die ASP I dargelegt wurde, dass artenschutzrechtliche Belange bei dem Vorhaben nicht betroffen sind. Um gänzlich auszuschließen, dass Verbotstatbestände nach § 44 Abs. 1 BNatSchG eintreffen, wird angeregt, folgenden Hinweis aufzu- nehmen: Der Bauherr ist verpflichtet, sicherzustellen, dass durch Bauarbeiten keine geschützten Tierarten beeinträchtigt oder geschädigt werden. Besonders geschützt sind viele gebäudebewohnende Arten, darunter Vögel (z.B. Schwalben, Mauersegler, Turmfalken und Schleiereulen) und alle Fledermausarten. Nach § 44 Abs. 1 BNatSchG ist es verbo- ten, diese Tiere zu verletzen, zu töten, erheblich zu stören. Es ist ebenfalls verboten, ihre Nester, Höhlen oder Schlafplätze zu zerstö- ren. Sollten bei den Bauarbeiten geschützte Tiere oder ihre Nester, Brut- stätten oder Verstecke (auch wenn sie leer oder verlassen wirken) gefunden werden, müssen die Arbeiten zunächst gestoppt werden. Das weitere Vorgehen ist mit der unteren Naturschutzbehörde (Frau Kaiser, 0251 492 6727) abzustimmen. Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen. Der Anregung den zitierten Hinweis aufzunehmen, um grundsätzlich auszuschließen, dass Verbotstatbe- stände nach § 44 Abs. 1 BNatSchG eintreffen, wird mit der Aufnahme auf die Planurkunde und in die Begrün- dung gefolgt. Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 8 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag Nach § 39 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 BNatSchG besteht zudem das generelle Verbot, Gehölze in der Zeit vom 01. März bis zum 30. September zu entfernen. 2.11.4 Seitens der Unteren Immissionsbehörde werden keine Bedenken ge- äußert. Es wird der Hinweis gegeben, dass Im Verfahren die Anlieferung des Topraks-Marktes in Bezug auf die planerisch verfestigte nachbar- schaftliche Nutzung des Polizeipräsidiums diskutiert wurde und auf eine nächtliche Anlieferung zur Vermeidung von Konflikten verzichtet wird. Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.11.5 Seitens der Unteren Bodenschutzbehörde / Abfallwirtschaftsbehörde werden keine Bedenken geäußert. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.11.6 Es wird der Hinweis gegeben, dass die Entwässerung wie im Be- stand erfolgt. Es wird darauf hingewiesen, dass die Parkplatznutzung voraussichtlich verringert wird und daher seitens der Unteren Was- serbehörde (Gewässerbenutzungen) keine Bedenken gegen die 2. vorhabenbezogene Änderung des B-Planes 517 bestehen. Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.12 LWL- Archäologie für Westfalen, Außenstelle Münster vom 08.04.2025 Eine Stellungnahme zu den Belangen der Bodendenkmalpflege er- folgt über die Stadtarchäologie Münster (Ansprechpartner: Bodendenkmalpflege und Archäologie Dr. Jan Markus, Tel. 02 51/492-6148, Markus@stadt-muenster.de; Dr. Esther Lehnemann, Tel. 02 51/492-61 96, Lehnemann@stadt-mu- enster.de) Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen, Keine Beschlussfassung erforderlich. Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 9 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag 2.13 Stadt Münster: Stabsstelle Klima vom 08.04.2025 Seitens der Stabsstelle Klima werden keine Bedenken geäußert. Kein Abwägungserfordernis Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.14 Städtische Bodendenkmalpflege vom 09.04.2025 Es wird der Hinwies gegeben, dass aus Sicht der Bodendenkmal- pflege die Hinweise entsprechend der Stellungnahme der Boden- denkmalpflege vollständig und richtig umgesetzt und eingepflegt sind und von daher keine Einwände oder Ergänzungen vorgetragen wer- den. Der Hinweis wird zur Kenntnis genommen. Keine Beschlussfassung erforderlich. 2.15 Industrie- und Handelskammer Nordrhein-Westfalen zu Münster vom 09.04.2025 Es wird der Hinweis gegeben, dass die IHK die Absicht durch die 2. Änderung des Bebauungsplanes eine neue Nutzung für ein beste- hendes Gebäude planungsrechtlich abzusichern grundsätzlich be- grüßt. In diesem Zuge soll eine Nutzungsänderung des bisherigen Bau- und Gartenfachmarktes hin zu einem Großmarkt für Gastrono- mie erfolgen, das aktuell ausgewiesene Sondergebiet soll hin zu ei- nem Gewerbegebiet überplant werden. Es wird darauf hingewiesen, dass hinsichtlich der Art der baulichen Nutzung in den Gewerbegebieten GE1 und GE2 auf Seite 10 der Be- gründung ausgeführt wird, dass die ohnehin knappen Gewerbeflä- chen dem konkreten Ziel einer gewerbegebietstypischen Nutzung zur Verfügung stehen sollen. Aus diesem Grund sollen u.a. Anlagen für sportliche Zwecke ausgeschlossen werden. Es wird der Hinweis ge- geben, dass diese Planungsabsicht ausdrücklich begrüßt wird. Es wird daher angeregt, dass der Begründung folgend, in den Textli- chen Festsetzungen im GE1 unter 1.1.1/4. und im GE2 unter 1.1.3/3 Die Hinweise werden zur Kenntnis genommen. Der Anregung die Anlagen für sportliche Zwecke im GE 1 und GE 2 auszuschließen, wird nicht gefolgt. Es be- steht kein Grund sportliche Zwecke grundsätzlich aus- zuschließen und wäre auch unverhältnismäßig. Kon- krete Nutzungen der Fläche werden entsprechend der planerischen Zielsetzung im Durchführungsvertrag ge- nauer geregelt. Dort ist eine Nutzung durch sportliche Zwecke nicht vorgesehen. Der Stellungnahme, Anlagen für sportliche Zwecke auszu- schließen, wird nicht gefolgt. Beschlussvorschlag 1.1.2 Vorhabenbezogener Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung Münster – Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Stellungnahmen zur Öffentlichkeits- und Behördenbeteiligung / Seite 10 von 10 Nr. Einge- bende Stellungnahme Abwägung Beschlussvorschlag die Anlagen für sportliche Nutzungen in den Gewerbegebieten aus- geschlossen werden.
V-0275-2025-Anlage-2-Begruendung
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B e g r ü n d u n g
zur vorhabenbezogenen 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Inhalt Seite
1. Planungsgrundlagen ......................................................................................................................................2
1.1 Planungsanlass und Planverfahren ....................................................................................................2
2. Geltungsbereich ............................................................................................................................................3
3. Planungsrechtliche Situation .........................................................................................................................3
3.1 Ziele der Raumordnung und Landesplanung .....................................................................................3
3.2 Vorbereitende Bauleitplanung, Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan .....................................4
3.3 Verbindliche Bauleitplanung, Festsetzungen in rechtskräftigen Bebauungsplänen ...........................5
3.4 Sonstige Satzungen, Verordnungen, rechtliche Vorgaben .................................................................6
4. Räumliche und strukturelle Situation .............................................................................................................6
5. Planungsziele ................................................................................................................................................7
6. Inhalte des vorhabenbezogenen Bebauungsplans .......................................................................................8
6.1 Grundzüge der Planung ......................................................................................................................8
6.2 Bauliche Nutzung und Baugestaltung .................................................................................................9
6.2.1 Art der baulichen Nutzung........................................................................................................9
6.2.2 Maß der baulichen Nutzung ...................................................................................................10
6.2.3 Überbaubare Grundstücksfläche ...........................................................................................11
6.2.4 Ansichten ...............................................................................................................................11
6.2.5 Nebenanlagen, Stellplätze .....................................................................................................11
6.2.6 Freiflächen und Begrünung ....................................................................................................12
6.2.7 Werbeanlagen ........................................................................................................................12
6.2.8 Solarenergienutzung auf Dachflächen ...................................................................................13
6.3 Verkehrsflächen / Erschließung ........................................................................................................14
6.3.1 Verkehrliche Situation und Erschließung ...............................................................................14
6.3.2 ÖPNV-Anbindung...................................................................................................................14
6.4 Ver- und Entsorgung / technische Infrastruktur ................................................................................14
6.5 Immissionsschutz .............................................................................................................................14
6.6 Altlasten, Altstandorte und Kampfmittel ............................................................................................15
6.6.1 Altlasten und Altstandort ........................................................................................................15
6.6.2 Kampfmittel ............................................................................................................................16
6.7 Denkmalschutz / Archäologie ...........................................................................................................16
6.7.1 Bodendenkmale .....................................................................................................................16
6.7.2 Baudenkmale .........................................................................................................................16
6.8 Ausgleichsflächen .............................................................................................................................16
6.9 Artenschutz .......................................................................................................................................17
7. Flächenbilanz ..............................................................................................................................................20
8. Auswirkungen auf die Umwelt .....................................................................................................................20
8.1 Mensch .............................................................................................................................................20
8.2 Pflanzen und Tiere / biologische Vielfalt ...........................................................................................21
8.3 Boden ...............................................................................................................................................22
8.4 Wasser ..............................................................................................................................................22
8.5 Klimaschutz / Luft .............................................................................................................................23
8.6 Landschaft ........................................................................................................................................23
8.7 Kulturgüter und sonstige Sachgüter .................................................................................................23
8.8 Wechselwirkungen ............................................................................................................................23
8.9 Zusammenfassung ...........................................................................................................................23
9. Referenzliste der Quellen / Gutachten ........................................................................................................25
10. Realisierung der Planung / Durchführungsmaßnahmen .............................................................................25
Anlage 2 zur Vorlage Nr. V/0275/2025
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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1. Planungsgrundlagen
1.1 Planungsanlass und Planverfahren
Der Änderungsbereich befindet sich im Stadtteil Gremmendorf-West innerhalb des Gewerbege-
bietes Loddenheide südlich der Egbert-Snoek-Straße innerhalb des rechtskräftigen Bebauungs-
plans Nr. 517.
Die RATIO Immobilien GmbH, vormals RATIO Handel GmbH, als traditionsreiches Handelsun-
ternehmen aus dem Münsterland, betrieb seit den sechziger Jahren am Standort Münster-Lod-
denheide ein Einkaufszentrum als SB-Warenhaus sowie einen Baufachmarkt und trug somit über
Jahrzehnte an dem eingeführten Standort Loddenheide / Albersloher Weg zur Versorgung der
Bevölkerung bei. Über die zusätzlich am Standort errichteten Verwaltungsgebäude der Firma
RATIO hat der Standort Loddenheide darüber hinaus eine traditionell hohe unternehmerische
und logistische Bedeutung für die RATIO-Handelsgruppe. Seit 2011 hat RATIO das operative
Handelsgeschäft aufgegeben, sodass die Märkte nun durch andere Unternehmen betrieben wer-
den. Die RATIO Immobilien GmbH ist Inhaberin der gesamten Fläche des Geltungsbereichs die-
ses Bebauungsplans.
Gegenstand der Planung ist der Gebäudeteil des bestehenden Baufachmarktes, welcher bereits
für die aktuelle Nutzung des Baufachmarktes 2016 im Rahmen der 1. Änderung des Bebauungs-
plans Nr. 517 erweitert wurde. Der Betreiber des Baufachmarktes möchte sich aufgrund einer
betriebsinternen Entscheidung künftig von diesem Standort zurückziehen. Geplant ist die Nach-
nutzung des Gebäudeteils durch eine Verlagerung eines Großmarktes für Gastronomie innerhalb
des Gewerbegebietes.
Zentrales Ziel der vorliegenden Bauleitplanung ist es, auf dem Bestandsgrundstück südwestlich
der Egbert-Snoek-Straße die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Verlagerung des na-
hegelegenen Großmarktes zu schaffen und somit die Flächen des bisherigen Baufachmarktes
sinnvoll nachzunutzen. Das Konzept sieht vor, im Wesentlichen im Innenbereich des vorhande-
nen Baukörpers Umstrukturierungen vorzunehmen.
Des Weiteren werden die zudem bestehenden Nutzungen im Geltungsbereich durch die Bauleit-
planung in Art und Maß der baulichen Nutzung und die Ansichten gesichert.
Das Plangebiet liegt innerhalb des Geltungsbereichs des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
Nr. 517 (Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße / Loddenheide / Bertha-von-Suttner-Weg / Rös-
nerstraße) von 2009 sowie innerhalb der vorhabenbezogenen 1. Änderung von 2015. Innerhalb
der bestehenden Festsetzungen (u.a. SO mit der Zweckbestimmung „Bau- und Gartenmarkt /
Verwaltungsgebäude) ist eine Umsetzung der Entwicklungsziele – insbesondere im Hinblick auf
die geplante Nutzung – (s. a. Kapitel 6.2) nicht möglich, so dass mit der nun vorliegenden vorha-
benbezogenen 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 517 die Inhalte in die verbindliche Bauleit-
planung übertragen werden sollen.
Die Ratio Immobilien GmbH hat als Vorhabenträgerin einen Antrag auf eine vorhabenbezogene
Änderung des Bebauungsplans gestellt. Der Vorhabenträger ist bereit und in der Lage, das Vor-
haben durchzuführen und wird sich zur Durchführung innerhalb einer bestimmten Frist und zur
Übernahme der Planungs- und Erschließungskosten im Durchführungsvertrag verpflichten.
Die Stadt Münster beabsichtigt, die vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen
Bebauungsplans Nr. 517 „Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße“ auf der Grundlage des § 13a
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 3 von 25
BauGB und den danach geltenden Verfahrensvorschriften als „Bebauungsplan der Innenentwick-
lung” im beschleunigten Verfahren durchzuführen. Die Voraussetzungen des § 13a BauGB sind
hierbei erfüllt: Das Plangebiet der 2. Änderung befindet sich innerhalb des bebauten Siedlungs-
zusammenhangs, verfügt über eine zulässige Grundfläche gemäß § 19 Abs. 2 BauNVO von we-
niger als 20.000 m2. Durch die Änderung des Bebauungsplans wird die Zulässigkeit von Vorha-
ben, die der Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen, nicht be-
gründet und Beeinträchtigungen der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH) oder der
Europäischen Vogelschutzgebiete im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes sind nicht zu be-
fürchten.
Aufgrund der geringen Größe der zulässigen Grundfläche von weniger als 20.000 m 2 finden auf
den Bebauungsplan die Vorschriften des § 13a Abs. 2 Nr. 4 BauGB Anwendung. Demnach gelten
Eingriffe, die aufgrund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten sind, als im Sinne des
§ 1a Abs. 3 Satz 6 BauGB vor der planerischen Entscheidung erfolgt oder zulässig.
Der Bebauungsplan Nr. 517, 2. Änderung wird als Vorhaben- und Erschließungsplan gemäß § 12
BauGB, der in dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan (VBP) aufgeht und einem ergänzenden
Durchführungsvertrag aufgestellt.
2. Geltungsbereich
Das südöstlich der Innenstadt gelegene Plangebiet umfasst den Gebäudeteil des Baufachmark-
tes, die Tankstelle mit Betankungsfläche, das RATIO Verwaltungsgebäude sowie die umliegen-
den Frei- und Grünstrukturen.
Der ca. 3,07 ha große Geltungsbereich der vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhabenbe-
zogenen Bebauungsplans Nr. 517 wird wie folgt begrenzt:
Im Nordwesten durch die Egbert-Snoek-Straße,
im Nordosten durch den Albersloher Weg,
im Süden durch die südliche Flurstücksgrenze des Flurstücks 384 sowie
im Südwesten durch die westliche Grenze der Tankstelle.
Innerhalb des Geltungsbereiches liegen die folgenden Grundstücke: Gemarkung Münster, Flur
178, Flurstücke 54, 126, 127, 128, 129, 205, 206, 384, 575, 593, 594 und Teile des Flurstücks
436. Die Grenze des räumlichen Geltungsbereiches des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
ist in der Planzeichnung durch einen grauen Farbstreifen gekennzeichnet.
3. Planungsrechtliche Situation
3.1 Ziele der Raumordnung und Landesplanung
Der Regionalplan Münsterland (Bezirksregierung Münster, Regionalplan für den Regierungsbe-
zirk Münster, Teilabschnitt Münsterland, Münster, 2014) stellt die Fläche als „Allgemeinen Sied-
lungsbereich“ (ASB) dar. Im Plangebiet sind lediglich die festgesetzten Nutzungen zulässig, zu
denen sich der Vorhabenträger gemäß textlicher Festsetzung 1.1.7 im Durchführungsvertrag ver-
pflichtet hat. Dies sind nicht erheblich belästigende Gewerbebetriebe, wie Handels- und Verwal-
tungsnutzungen sowie eine Tankstelle. Des Weiteren werden keine Betriebe aus der Abstands-
liste des Abstandserlasses NRW vorgesehen.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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Die in der Nähe befindliche Umgehungsstraße B 51 ist als „Straße für den vorwiegend großräu-
migen Verkehr“, der Albersloher Weg als „Straße für den vorwiegend überregionalen und regio-
nalen Verkehr“ dargestellt.
Am 01.09.2021 ist der länderübergreifende Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz
(BRPH) in Kraft getreten. Der neue BRPH hat das Ziel, länderübergreifend die von Starkregen
und Hochwasser ausgehenden Gefahren zu verringern. Von besonderer Bedeutung sind die Si-
cherung und Rückgewinnung natürlicher Überschwemmungsflächen, die Risikovorsorge in po-
tenziell überflutungsgefährdeten Bereichen (z.B. hinter Deichen) und der Rückhalt des Wassers
in der Fläche des gesamten Einzugsgebiets. Der Plan soll das Wasserrecht unterstützen und
ergänzen und dient dazu, den Hochwasserschutz u.a. durch vorausschauende Planung zu ver-
bessern.
Die Ziele des BRPH sind im Rahmen der kommunalen Bauleitplanung gem. § 1 Abs. 4 BauGB
zu beachten. Auch vor Inkrafttreten des BRPH waren die Belange des Hochwasserschutzes und
der Hochwasservorsorge, insbesondere die Vermeidung und Verringerung von Hochwasser-
schäden gem. § 1 Abs. 6 Nr. 12 BauGB, bei der Aufstellung der Bauleitpläne grundsätzlich zu
berücksichtigen. Eine - wie nun mit den Zielen und Grundsätzen des BRPH vorgesehene - allge-
meine Prüfpflicht der Belange des Hochwasserschutzes geht über § 1 Abs. 6 Nr. 12 BauGB hin-
aus. § 1 Abs. 4 BauGB verpflichtet, die im BRPH festgelegten Ziele zu beachten. Die Grundsätze
sind im Rahmen der Abwägung zu berücksichtigen.
Das Vorhabengebiet und sein Umfeld befinden sich gem. Kommunensteckbrief Münster1, der im
Rahmen der Hochwasserrisikomanagementplanung NRW erstellt wurde, nicht im Einflussgebiet
eines Risikogewässers. Ein Hochwasser- und Überschwemmungsrisiko besteht demnach nicht.
Eine Überprüfung der Starkregengefahrenkarte der Stadt Münster 2 zeigt, dass im Bereich der
nördlichen, südöstlichen und westlichen Frei- und Grünflächen sowohl bei einem seltenen (30-
jährliches Ereignis, hN = 37-40 mm/h), als auch bei einem außergewöhnlichen Ereignis (100-
jährliches Ereignis, hN = 44-48 mm/h) und einem extremen Ereignis (hN = 90 mm/h) Über-
schwemmungen entstehen können.
3.2 Vorbereitende Bauleitplanung, Entwicklung aus dem Flächennutzungsplan
Der wirksame Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Münster stellt für den Geltungsbereich der
2. Änderung „Sondergebiet – Bau- und Gartenmarkt, Verwaltung“ dar. Die Darstellung des Flä-
chennutzungsplans widerspricht damit den Zielsetzungen des Bebauungsplans. Da der Bebau-
ungsplan gemäß § 13a BauGB geändert wird, erfolgt die Anpassung des Flächennutzungsplans
im Wege einer Berichtigung.
1Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW: Hochwasserrisikomanagement-pla-
nung in NRW – Hochwasserrisiko und Maßnahmenplanung Münster. Dezember 2021
2 Stadt Münster (2024): Starkregen: Gefahrenkarte. Online unter:
https://www.stadt-muenster.de/wasser/starkregengefahrenkarten
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 5 von 25
3.3 Verbindliche Bauleitplanung, Festsetzungen in rechtskräftigen Bebauungsplänen
Bebauungspläne
Die durch die vorhabenbezogene 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 517 überplanten Flächen
liegen im Geltungsbereich des rechtskräftigen Bebauungsplans Nr. 517 „Albersloher Weg / Eg-
bert-Snoek-Straße / Loddenheide / Bertha-von-Suttner-Weg / Rösnerstraße“, rechtsverbindlich
seit 09.10.2009 sowie im Bereich der 1. Änderung, rechtsverbindlich seit dem 02.10.2015.
Der Bebauungsplan Nr. 517 trifft südlich der Egbert-Snoek-Straße für den Baufachmarkt mit sei-
nen umliegenden Bereichen eine Festsetzung als „Sondergebiet“ mit der Zweckbestimmung „SB-
Warenhaus, Bau- und Gartenmarkt“ mit einer maximal zweigeschossigen Bauweise, einer GRZ
von 0,8 und einer GFZ von 1,6 fest. Die maximale Bauhöhe wird mit 15 m und einer Dachneigung
von 0° bis 30° festgesetzt. Im nördlichen Bereich sind Festsetzungen zur Anpflanzung und Erhal-
tung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen getroffen.
Im Änderungsbereich der 1. Änderung trifft der Bebauungsplan Nr. 517 die Festsetzung als „Son-
dergebiet“ mit der Zweckbestimmung „Bau- und Gartenmarkt / Verwaltungsgebäude“ mit einer
GRZ von 0,8 und eine GFZ von 2,4 mit einer maximal sechsgeschossigen Bauweise und einer
maximalen Bauhöhe von 21 m. Im nördlichen Bereich sind Festsetzungen zur Anpflanzung und
Erhaltung von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen getroffen.
Nördlich des Plangebietes jenseits der Egbert-Snoek-Straße befindet sich ebenfalls ein Abschnitt
des Bebauungsplans Nr. 517, für den ein Gewerbegebiet mit einer GRZ von 0,8 und einer Bau-
massenzahl von 10,0 festgesetzt ist. Darüber hinaus werden die Abstandsklassen I – V ausge-
schlossen.
Westlich der Rösnerstraße / nördlich der Straße Loddenheide grenzt ein weiterer Abschnitt des
Bebauungsplans Nr. 517 an. Dort ist ein Gewerbegebiet mit einer GRZ von 0,8 und einer GFZ
von 2,4 mit einer maximal dreigeschossigen Bauweise festgesetzt. Hier sind ebenfalls die Ab-
standsklassen I – V ausgeschlossen.
Nordöstlich des Plangebietes befinden sich der Bebauungsplan Nr. 142 Teilabschnitt I „Alberslo-
her Weg (von Dortmund-Ems-Kanal bis Drolshagenweg)“ sowie der Bebauungsplan Nr. 489. Die
Bebauungspläne sichern in diesem Bereich eine Verkehrsfläche für den Ausbau des Albersloher
Wegs sowie die Gleisanlagen der Strecke Neubeckum - Münster der Westfälischen Landesei-
senbahn (WLE).
Im Südosten grenzt der seit 05.04.2024 rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 604 an, welcher einen
großflächigen Einzelhandelsbetrieb „Möbelhaus / Möbelmitnahmemarkt“ mit einer GRZ von 0,8
festsetzt.
Weiter südwestlich auf Höhe des Dag-Hammarskjöld-Weges befindet sich der seit dem
08.10.2021 rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 611. Festgesetzt sind eine Fläche für Gemeinbe-
darf mit der Zweckbestimmung Öffentliche Verwaltung „Polizeipräsidium“, eine GRZ von 0,8 und
einer GFZ von 2,4 in einer sechsgeschossigen Bauweise und Flachdach.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 6 von 25
3.4 Sonstige Satzungen, Verordnungen, rechtliche Vorgaben
Baumschutzsatzung
Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich der Baumschutzsatzung der Stadt Münster (Satzung
zum Schutz und zur Entwicklung des Baumbestandes in der Stadt Münster [Baumschutzsatzung]
vom 22.09.2023, Stadt Münster 2023). Danach sind geschützte Bäume
Bäume mit Stammumfang von mind. 100 cm (in 100 cm Höhe ab Boden gemessen oder
unmittelbar unterhalb des Kronenansatzes, wenn diese tiefer liegt),
mehrstämmig ausgebildete Bäume, wenn wenigstens ein Stamm einen Umfang von mind.
80 cm aufweist und einer der weiteren Stämme einen Umfang von mind. 30 cm,
Bäume mit einem Stammumfang von mind. 80 cm, wenn sie in einer Gruppe von mind.
fünf Bäumen zusammenstehen, sodass sich die Kronen berühren,
Ersatzpflanzungen gem. Baumschutzsatzung,
Bäume, die im Bebauungsplan zum Erhalt festgesetzt sind.
Geschützte Bäume sind zu erhalten, zu pflegen und vor Gefährdung zu bewahren. Ein Eingriff in
den geschützten Baumbestand führt zu Ersatz- oder Schutzmaßnahmen gemäß der Baum-
schutzsatzung und erfordert einen Antrag auf Befreiung / Ausnahme.
4. Räumliche und strukturelle Situation
Das Plangebiet liegt südlich der Egbert-Snoek-Straße, westlich des Albersloher Wegs auf dem
Areal der Ratio Immobilien GmbH im Stadtbezirk Münster-Südost, Stadtteil Gremmendorf-West.
Der Änderungsbereich ist maßgeblich durch den Baufachmarkt sowie das RATIO-
Verwaltungsgebäude und deren Stellplätze geprägt. Der Baufachmarkt wurde in Verbindung mit
dem SB-Warenhaus im Jahr 2010 errichtet. Erweitert wurde der Baufachmarkt nach Osten hin im
Jahr 2016.
Das Verwaltungsgebäude wurde 1907 in dreigeschossiger Bauweise errichtet und 1960 um eine
vierte Etage erweitert. Der höchste Gebäudeteil ist fünfgeschossig. Innerhalb des Verwaltungs-
gebäudes der Ratio GmbH sind Räumlichkeiten an die Wach- und Schließgesellschaft vermietet.
Nordwestlich befindet sich die 2001 erbaute Ratio-Tankstelle, welche inklusive der Betankungs-
fläche großzügig überdacht ist.
Das Plangebiet ist größtenteils versiegelt und weißt lediglich im nordwestlichen und nordöstlichen
Randbereich eine Begrünung in Form von einer Rasenfläche mit Gehölzstrukturen und Einzel-
bäumen auf. Der Flachdachanbau des Bau- und Gartenmarktes ist mit Dachbegrünung ausge-
stattet. Die Fläche zwischen dem Anbau des Bau- und Gartenmarktes und dem Verwaltungsge-
bäude ist geschottert.
Erschlossen wird das Plangebiet über den Kreisverkehr Egbert-Snoek-Straße / Rösnerstraße /
Loddenheide. Die Egbert-Snoek-Straße bindet an den Albersloher Weg an, der unmittelbar öst-
lich des Plangebietes verläuft. Die Verwaltungsgebäude sind zusätzlich über eine Zu- und Abfahrt
an den Albersloher Weg angebunden. Hier ist ein Rechtsein- und -ausbiegen möglich.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 7 von 25
Im Westen grenzen an den Vorhabenbereich ein SB-Warenhaus und weitere Stellplatzflächen
sowie eine Waschstraße an. Das SB-Warenhaus ist über den Kreisverkehr an das öffentliche
Straßennetz angebunden und hat eine weitere Anbindung über den Bertha-von-Suttner-Weg.
Das Umfeld des Plangebietes ist hauptsächlich durch gewerblich genutzte Flächen nordwestlich
der Egbert-Snoek-Straße (u.a. Autohäuser, Recyclinghof, Verkehrsbetrieb) sowie südlich und
westlich des Plangebietes durch Einzelhandelsbetriebe (u.a. Gartencenter; Lebensmittel-Groß-
markt) geprägt. Südöstlich des Plangebietes befindet sich der Großmarkt für Gastronomie, der
sich künftig im Änderungsbereich ansiedeln möchte. Im Süden befinden sich momentan noch
Grünflächen sowie eine leerstehende Gewerbeimmobilie, welche dort künftig rückgebaut wird
und durch ein neues Polizeipräsidium an dieser Stelle ersetzt wird.
5. Planungsziele
Mit der Aufstellung der vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungs-
plans soll für den Baufachmarkt unter Beibehaltung der bestehenden Bau- und Grünsubstanz
eine neue Nutzung planungsrechtlich vorbereitet werden.
Das städtebauliche Konzept sieht eine Nutzungsänderung des bisherigen Bau- und Gartenfach-
marktes zum Großmarkt für Gastronomie vor. Dieser veräußert betrieblich verwendbare oder ver-
wertbare Waren ausschließlich an Gewerbetreibende. Somit ist Einzelhandel im Vorhabenbe-
reich künftig nicht mehr vorgesehen.
Das 2010 errichtete und 2016 umgebaute Gebäude bleibt in seiner heutigen Gebäudekubatur
bestehen. Künftige Zielgruppe des Großmarkts sind Gastronomiebetriebe, Hotels, Kantinen, Fir-
men, Gewerbetreibende, Freiberufler, Vereine, Behörden, Schulen und Universitäten. Das Sorti-
ment umfasst die Sparten:
Food
Feinkost
Molkereiprodukte
Fisch- Fischprodukte
Fleisch- Fleischprodukte
Obst / Gemüse
Lebensmittel / Konserven
Tiefkühlprodukte
Getränke / Spirituosen
Non-Food
Verpackung
Hygiene-Artikel / Reinigungsmittel
Haushaltsartikel
Arbeitsbekleidung / Textilien
Bürobedarf
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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Außengastronomie (Outdoormöbel, Sitzkissen, Decken, Heizgeräte, Grill- Grillpro-
dukte, Gasflaschen etc.)
Werbeatelier
Innen- und Außenwerbung
Autobeschriftung
Flyer- Speisekarten
T-Shirt Druck
Tassen- und Tellerdruck
Gastro-Möbel
Gastro-Geräte und Zubehör
Gastroartikel (GN-Behälter, Gedeck, Thermoboxen, etc.)
Dekoartikel / Party & Co.
Um diese Nutzung im vorhandenen Gebäude verwirklichen zu können, besteht die Notwendigkeit
die Verbindung zur Mall zu schließen, die Grundrissgestaltung innerhalb des Gebäudes anzu-
passen (Einbau von Büro-, Kühl- / Tiefkühlräumen und einer Zentrale für Gewerbekühlgeräte)
sowie eine teileingehauste LKW-Rampe neuzubauen.
Die Erschließung des Grundstücks erfolgt über den nordwestlich zum Grundstück gelegenen
Kreisverkehr. Die nachzuweisenden Stellplätze befinden sich bereits im Vorhabenbereich.
Die Anlieferung erfolgt über den im Süden befindlichen Anlieferungsbereich. Die neu zu errich-
tende LKW-Rampe wird teileingehaust.
Für den Großmarkt sind Betriebszeiten von Montag bis Freitag von 07:00 Uhr bis 20:00 Uhr und
samstags von 07:00 Uhr bis 18:00 Uhr vorgesehen.
Die Anlieferungen per Lkw finden werktags in der Zeit von 07:00 Uhr bis 16:00 Uhr mit 15 – 20
LKW pro Tag statt. Zusätzlich verkehren zur Auslieferung ca. 10 Kühlfahrzeuge (2 * 3,5 t; 6 * 7,5
t; 2 * 18 t) in der Zeit zwischen 08:00 Uhr und 18:00 Uhr.
Mit der geplanten Umnutzung der bestehenden Immobilie wird ein wichtiger Beitrag zum sparsa-
men Umgang mit Grund und Boden geleistet, indem das ehemals als Baufachmarkt genutzte
Gebäude umgenutzt wird. Diesem Ziel wird durch die Planung entsprochen. Durch die Umnut-
zung des gewerblich genutzten Gebäudes im bestehenden Siedlungsgebiet wird eine Inan-
spruchnahme bisher nicht baulich genutzter Freiflächen im Sinne des Bodenschutzgebotes ver-
mieden, sie dient der Vermeidung der Zerschneidung des Freiraums an anderer Stelle.
Die vorhandenen Grün- und Freiraumstrukturen sollen erhalten und gesichert werden.
6. Inhalte des vorhabenbezogenen Bebauungsplans
6.1 Grundzüge der Planung
Entsprechend den vorgenannten Planungszielen und um die beabsichtigte städtebauliche Ent-
wicklung und Ordnung zu gewährleisten, stellen die Festsetzungen bezüglich
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 9 von 25
der Art der baulichen Nutzung,
des Maßes der baulichen Nutzung und
der überbaubaren Grundstücksflächen
die Grundzüge der Planung dar.
Die im Bebauungsplan getroffenen Festsetzungen setzen das konkrete Vorhaben planungsrecht-
lich gemäß § 12 Abs. 3 BauGB um. Im Durchführungsvertrag werden weitergehende realisie-
rungsbezogene Vereinbarungen getroffen.
6.2 Bauliche Nutzung und Baugestaltung
6.2.1 Art der baulichen Nutzung
Das Plangebiet wird als Gewerbegebiet (GE) gem. § 8 BauNVO festgesetzt.
Im Gewerbegebiet 1 (GE 1) sind i.V.m. § 8 Abs. 2 BauNVO folgende Gewerbe zulässig: Gewer-
bebetriebe aller Art einschließlich Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer
Strahlungsenergie oder Windenergie, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffentliche Betriebe; Ge-
schäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude; Tankstellen und Anlagen für sportliche Zwecke.
Im Gewerbegebiet 2 (GE 2) sind i.V.m. § 8 Abs. 2 BauNVO folgende Gewerbe zulässig: Gewer-
bebetriebe aller Art einschließlich Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer
Strahlungsenergie oder Windenergie, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffentliche Betriebe; Ge-
schäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude; Anlagen für sportliche Zwecke.
Innerhalb des mit GE 2 gekennzeichneten Bereichs werden Tankstellen ausgeschlossen, da
diese Nutzung in der exponierten Lage im Eingangsbereich zum Gewerbepark Loddenheide städ-
tebaulich nicht gewünscht ist und die Flächen im GE 2 verkehrstechnisch für eine solche Nutzung
ungeeignet sind. Zudem ist die Nutzung im Planbereich insgesamt durch die bereits unmittelbar
westlich (GE 1) bestehende und planungsrechtlich gesicherte Tankstelle ausreichend vorhanden.
In den Gewerbegebieten GE 1 und GE 2 sind die gem. § 8 Abs. 3 Nr. 1, 2, 3 BauNVO sonst
ausnahmsweise zulässigen Nutzungen (Wohnungen für Aufsichts- und Bereitschaftspersonen
sowie für Betriebsinhaber und Betriebsleiter; Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale und ge-
sundheitliche Zwecke sowie Vergnügungsstätten) nicht Bestandteil des Bebauungsplans.
Die Betriebswohnungen werden ausgeschlossen, um gesunde Wohnverhältnisse zu gewährleis-
ten und insbesondere die Betriebe untereinander nicht durch Wohnnutzung einzuschränken. Die
Anlagen für kirchliche, kulturelle, soziale, gesundheitliche und sportliche Zwecke sowie Vergnü-
gungsstätten werden ebenfalls ausgeschlossen. Damit sollen die ohnehin knappen Gewerbeflä-
chen dem konkreten Ziel einer gewerbegebietstypischen Nutzung zur Verfügung stehen.
Im gesamten Vorhabenbereich (innerhalb Sonderstandort Loddenheide) sind Einzelhandelsbe-
triebe ausgeschlossen.
Diese Festsetzung ist aus dem Planungsziel der Stadt Münster auf der Grundlage des Einzel-
handels- und Zentrenkonzeptes3 abzuleiten, dass in den Sonderstandorten im Stadtgebiet eine
3 Stadt Münster (Hg.) 2018: Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster – Fortschreibung 2018.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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restriktive Handhabung zentrenrelevanter und zentren- und nahversorgungsrelevanter Sorti-
mente vorsieht, um schädliche Auswirkungen auf die Zentren- und Nahversorgungsstruktur zu
vermeiden.
Zur Wahrung eines verträglichen Nutzungsprofils und unter Berücksichtigung untergeordneter,
für die Bewertung des Standortes nicht relevanter Betriebsstrukturen, werden jedoch abweichend
von der o. g. Nutzungsbeschränkung Kfz-Einzelhandelbetriebe, Betriebe für Kfz-Zubehör im Gel-
tungsbereich des Bebauungsplans gemäß § 1 Abs. 9 BauNVO als ausnahmsweise zulässig fest-
gesetzt. Bei dem geplanten Vorhaben handelt es sich um einen Großhandelsbetrieb, der betrieb-
lich verwendbare oder verwertbare Waren ausschließlich an Gewerbetreibende veräußert. Somit
ist der Großhandel nicht als Einzelhandelsbetrieb einzustufen und im Gewerbegebiet allgemein
zulässig.
Im Hinblick auf die Vermeidung von Auswirkungen von schweren Unfällen im Sinne von § 50
BImSchG auf die in der Nachbarschaft des Plangebietes befindlichen ausschließlich oder über-
wiegend dem Wohnen dienenden Gebiete sowie auf sonstige schutzbedürftige Gebiete, insbe-
sondere öffentlich genutzte Gebäude und Gebiete, wichtige Verkehrswege und Freizeitgebiete,
werden in den festgesetzten Gewerbegebieten Betriebe und Anlagen mit Bezug auf § 1 Abs. 6
Nr. 7j BauGB, die einen Betriebsbereich im Sinne des § 3 Abs. 5a BImSchG bilden, ausgeschlos-
sen.
Im Rahmen der festgesetzten Nutzungen (s. oben) sind nur solche Vorhaben zulässig, zu deren
Durchführung sich die Vorhabenträgerin im Durchführungsvertrag verpflichtet. Änderungen des
Durchführungsvertrags oder der Abschluss eines neuen Durchführungsvertrags sind zulässig
(§ 9 Abs. 2 BauGB i.V.m § 12 Abs. 3a BauGB).
6.2.2 Maß der baulichen Nutzung
Das Maß der Nutzung wird über die Festsetzung der Grundflächenzahl, der Geschossflächen-
zahl, der zulässigen Zahl der Vollgeschosse und die zulässige Gebäudehöhe definiert.
Die Festsetzungen des Bebauungsplans sichert das konkrete Vorhaben und gibt darüber hinaus
standortverträgliche Erweiterungsmöglichkeiten.
Die Grundflächenzahl (GRZ) wird auf Wunsch des Vorhabenträgers auf 0,6 festgesetzt. Da diese
GRZ bezogen auf den hier maßgeblichen Geltungsbereich jedoch der bestehenbleibenden Bau-
grenze entspricht, entspricht dies auch der vormals und auch künftig beabsichtigten städtebauli-
chen Gestaltung.
Darüber hinaus wird gemäß § 19 Abs. 4 BauNVO festgesetzt, dass eine Überschreitung der fest-
gesetzten Grundflächenzahl durch Stellplätze mit ihren Zufahrten und Nebenanlagen, bis zu einer
Grundflächenzahl von 0,9 im Vorhabenbereich zulässig ist. Diese Überschreitung ist erforderlich,
da bereits heute eine entsprechende Versiegelung vorliegt, um die bauordnungsrechtlich notwen-
digen Pkw-Stellplätze sowie die benötigte Anlieferungssituation und Nebenanlagen (z.B. Fahr-
radabstellplätze, Trafohäuschen) sicherstellen zu können. Da das Plangebiet bereits zu 93 %
versiegelt ist, wird durch kleinflächige Entsiegelungsmaßnahmen die kleinklimatische Situation
zudem verbessert.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 11 von 25
Eine Beeinträchtigung gesunder Wohn- und Arbeitsverhältnisse oder nachteilige Umweltauswir-
kungen sind durch die Überschreitung auch deshalb nicht zu erwarten, da die Oberflächenver-
siegelung durch die festgesetzte Begrünung der Stellplätze und die festgesetzte Begrünung der
Dachflächen und Fassaden (s. Pkt. 6.2.6), die sich positiv auf das Kleinklima auswirkt, gemindert
wird.
Die Gebäudehöhen werden entsprechend des bisher rechtskräftigen Bebauungsplans festge-
setzt.
Die Gebäudehöhe im GE 1 wird mit max. 72,00 m über Normalhöhennull (NHN) festgesetzt, was
einer zulässigen Höhe der baulichen Anlagen von ca. 15 m entspricht. Im GE 2 wird eine zuläs-
sige Höhe der baulichen Anlagen von 78,00 m ü. NHN festgesetzt. Dies entspricht einer Höhe
der baulichen Anlage von ca. 21 m.
Mit den getroffenen Höhenfestsetzungen wird die Kubatur der bestehenden Gebäude und bauli-
chen Anlagen entsprechend dem Vorhaben- und Erschließungsplan planungsrechtlich gesichert
und standortverträgliche Erweiterungsmöglichkeiten hinsichtlich der Höhenentwicklung gegeben.
6.2.3 Überbaubare Grundstücksfläche
Die überbaubaren Grundstücksflächen werden entsprechend des bisher rechtskräftigen Bebau-
ungsplans festgesetzt. Der städtebauliche Leitgedanke einer klaren Ordnung der südlich der Eg-
bert-Snoek-Straße gelegenen Baukörper wird dadurch gewahrt und sichergestellt, dass das städ-
tebauliche Konzept entsprechend umgesetzt wird. Weiterhin sind kleinteilige An- und Ausbaumö-
glichkeiten gegeben.
Für die Festsetzung von Baulinien besteht vor diesem Hintergrund keine städtebaulich begrün-
dete Notwendigkeit.
6.2.4 Ansichten
Die Ansichten des Vorhabens sind Bestandteil der Festsetzungen des vorhabenbezogenen Be-
bauungsplans und somit verbindlich. Darüber hinaus enthält der Durchführungsvertrag konkre-
tere Vereinbarungen hinsichtlich der Gestaltung. Eine abweichende Gestaltung ist zulässig, wenn
sich die Vorhabenträgerin im Durchführungsvertag dazu verpflichtet und diese im Rahmen der
Festsetzungen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans liegt. Diese Festsetzung ist getroffen
worden, da der vorhabenbezogenene Bebauungsplan mit seinen Ansichten zum Albersloher Weg
(GE 2) sowie im nördlichen Baufeld des GE 1 den baulichen sowie gestalterischen Bestand fest-
hält und sichert. Als konkretes städtebauliches bzw. stadtgestalterisches Ziel sind diese Ansich-
ten nicht zu verstehen. Um eine zukünftig nachhaltige Entwicklung für diesen Gewerbestandort
zu sichern, ohne eine städtebaulich – für diesen Standort entlang des Albersloher Wegs gerecht-
fertigte – hohe Qualität aus der Hand zu geben, wird somit die Möglichkeit geschaffen von den
Ansichten, aber im Rahmen der Festsetzungen des vorhabenbezogenen Bebauungsplans abzu-
weichen, wenn eine für den Standort adäquate Qualität vorliegt, die den Anforderungen beider
Vertragsparteien genügen.
6.2.5 Nebenanlagen, Stellplätze
Im gesamten Geltungsbereich des vorhabenbezogenen Bebauungsplans sind Stellplätze – auch
als überdachte Stellplätze – und Nebenanlagen nach den Regelungen der Landesbauordnung
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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grundsätzlich auf den privaten Grundstücken innerhalb und außerhalb der überbaubaren Grund-
stücksflächen zulässig.
Somit wird sichergestellt, dass eine flexible Anordnung und Ausgestaltung der Anlagen für den
ruhenden Verkehr entsprechend den konkreten funktionalen Anforderungen gegeben ist. Da die
nachzuweisenden Stellplätze bereits im Bestand vorhanden sind, entfallen die Vorgaben des § 48
Abs. 1a BauO NRW für die Pflicht zur Überdeckung der Stellplatzfläche für eine Anlage zur Er-
zeugung von Strom aus solarer Strahlungsenergie sowie der Pflanzung eines geeigneten Laub-
baumes je fünf Stellplätze.
6.2.6 Freiflächen und Begrünung
Die Gestaltung der Grundstücksfreiflächen im Vorhabenbereich wird weitestgehend durch die
funktionalen betrieblichen Abläufe um die Gebäude und baulichen Anlagen und die Notwendigkeit
nach einer ausreichenden Anzahl an Kundenparkplätzen geprägt.
Im Bereich der Stellplatzflächen ist je angefangene 6 ebenerdige Stellplätze ein standortgerechter
Laubbaum zu pflanzen und mit Ersatzverpflichtung dauerhaft zu unterhalten (§ 9 Abs. 1 Nr. 25a).
Die Bäume dienen der Beschattung der Stellplätze. Zu pflanzen sind Hochstämme einer mindes-
tens mittelkronigen Baumart in dreimal verpflanzter Qualität mit einem Stammumfang von min-
destens 18 – 20 cm. Die Baumscheiben sind mit einer Größe von mindestens 6 m² oder als
durchgehender Baumstreifen von mindestens 2,00 m Breite einzurichten. Die Baumstandorte
sind mit bodendeckenden Pflanzen zu begrünen und vor dem Befahren und Beparken zu sichern.
Die mit einem Erhaltungsgebot belegten Baumstandorte sind dauerhaft zu erhalten. Ausfall ist
durch Neuanpflanzungen mit heimischen standortgerechten Gehölzen zu ersetzen (§ 9 Abs. 1
Nr. 25a, 25b BauGB).
Beim Neubau, Erneuerungen und Anbau von Gebäuden sind die Dächer flächendeckend mit
mindestens 0,10 m begrünbarem Substrat zu bedecken sowie mit einer standortgerechten Vege-
tation extensiv zu begrünen und als begrünte Fläche dauerhaft zu unterhalten (§ 9 Abs. 1 Nr. 25a
und b BauGB). Hiervon ausgenommen sind Bereiche mit notwendigen technischen Aufbauten.
Bereiche mit Photovoltaik-Anlagen sind nicht ausgenommen. Die Begrünung ist durch Aufstän-
dern der Anlage sicherzustellen.
Die Dachbegrünung wirkt sich positiv auf das Kleinklima aus und leistet einen Beitrag zur Dämp-
fung von Abflussspitzen bei Starkregenereignissen durch Regenwasserrückhalt. Durch die di-
rekte Versickerung des Wassers auf begrünten Dächern und der Retentionswirkung wird die ört-
liche Kanalisation durch verzögertes Einleiten des Niederschlags entlastet.
Für positive kleinklimatische Effekte müssen zudem bei Neubau, Erneuerungen und Anbau alle
Fassaden begrünt werden. Je vollendeter 30 m² dieser Fassaden (abzüglich ihrer Tür- und Fens-
terflächen) muss mindestens eine selbstklimmende, rankende oder schlingende Kletterpflanze
angepflanzt und dauerhaft fachgerecht gepflegt werden. Die hierzu jeweils mindestens 1 m²
große Pflanzfläche kann – wenn per Wurzelkorb o.ä. gesichert – bspw. durch Fahrräder überfah-
ren werden.
6.2.7 Werbeanlagen
Um die Anordnung von Werbeanlagen auf ein stadträumlich vertretbares Maß zu reduzieren und
gestalterisch zu sichern, werden für die Nutzungen im Geltungsbereich des vorhabenbezogenen
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 13 von 25
Bebauungsplans folgende Festsetzungen gemäß § 9 Abs. 4 BauGB i.V.m. § 89 Abs. 1 und
Abs. 4 BauO NRW zur Ausgestaltung von Werbeanlagen getroffen:
Im gesamten Plangebiet sind die Werbeanlagen an den Fassadenflächen nur wie in den Ansich-
ten dargestellt zulässig. Unzulässig sind alle blinkenden und / oder sich bewegenden Anlagen.
Zulässig ist die Aufstellung von sechs Fahnenmasten an den im vorhabenbezogenen Bebau-
ungsplan festgesetzten Standorten. Die Fahnenmasten dürfen eine Höhe von 64,80 m ü. NHN
(ca. 7,50 m über Höhe Stellplatzanlage) nicht überschreiten. Die Werbefahnen sind mit fest und
parallel zur Egbert-Snoek-Straße ausgerichteten Auslegern an den Fahnenmasten anzubringen.
Zulässig ist die Aufstellung von einer Werbetafel (Werbetafel 1) im Format 480 x 210 cm (B x H)
an dem im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Die Werbetafel darf ein-
schließlich der Aufständerung eine Höhe von 59,60 m ü. NHN nicht überschreiten. Zudem ist die
Aufstellung einer weiteren Werbetafel (Werbetafel 2) im Format 300 x 400 cm (B x H) an dem im
vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort zulässig. Die Werbetafel darf ein-
schließlich der Aufständerung eine Höhe von 61,00 m ü. NHN nicht überschreiten. Zulässig ist
ebenfalls die Aufstellung von zwei Preismasten im Format 190 x 750 cm (B x H) an den im vor-
habenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standorten. Die Preismasten dürfen einschließ-
lich der Aufständerung eine Höhe von 65,00 m ü. NHN nicht überschreiten. Zulässig ist die Auf-
stellung eines Gestells mit 2 Aktionsplanen jeweils im Format 400 x 200 cm (B x H) an den im
vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standorten. Die Gestelle mit Aktionsplanen
dürfen einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 59,00 m ü. NHN nicht überschreiten. Zu-
lässig ist die Aufstellung eines Gestells mit Tankkarten (Tankkarte 1) im Format 100 x 335 cm (B
x H) an den im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Das Gestell darf
einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 60,80 m ü. NHN nicht überschreiten. Zulässig ist
die Aufstellung eines Gestells mit Tankkarten (Tankkarte 2) im Format 100 x 345 cm (B x H) an
den im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Das Gestell darf einschließ-
lich der Aufständerung eine Höhe von 60,00 m ü. NHN nicht überschreiten.
Über die benannten Festsetzungen wird eine stadtbildverträgliche Ausgestaltung der Werbean-
lagen sichergestellt, gleichzeitig wird der Notwendigkeit nach einer angemessenen Außendar-
stellung der Betriebe am Standort entsprochen.
Wie bereits unter 6.2.4 beschrieben, ist es auch für Werbeanlage möglich, künftig abweichende
Gestaltungen von Werbeanlagen im Durchführungsvertrag im Rahmen der Festsetzungen des
vorhabenbezogenen Bebauungsplans zu treffen.
6.2.8 Solarenergienutzung auf Dachflächen
Beim Neubau von Gebäuden ist eine Anlage zur Solarenergienutzung zu installieren. Die Anlage
muss eine Größe von mindestens 50 % der Grundfläche des Gebäudes besitzen (§ 9 Abs. 1
Nr. 23b). Dies leistet einen Beitrag zum Klimaschutz und für die Umstellung auf die Nutzung er-
neuerbarer Energien (Energiewende). Durch einen hohen Anteil von gebäudegebundenen Solar-
anlagen wird die Inanspruchnahme von Freiflächen und Landschaft zur Solarenergiegewinnung
geringgehalten und die Energie verbrauchsortnah gewonnen. Den erhöhten Kosten der Installa-
tion von Solaranlagen stehen Kosteneinsparungen im Betrieb durch die Nutzung der gewonne-
nen Energie in das Stromnetz gegenüber.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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Die Möglichkeiten einer klimagerechten Entwicklung ist bei bestehenden Gewerbestandorten
durch den gebauten Bestand bei gleichzeitiger, aber hoher Dringlichkeit der Klimaanpassung ein-
geschränkt. Die Solarpflicht gilt daher neben Neubauten auch für zukünftige Dachsanierungen im
Bestand. Eine grundlegende Dachsanierung liegt vor, wenn für die geplante Baumaßnahme am
Dach eine baurechtliche Zulassung erforderlich ist. Die festgesetzte Solarpflicht trägt so der not-
wendigen Klimaanpassung Sorge und stellt einen wichtigen Baustein zur nachhaltigen Stadtent-
wicklung im Bestand dar. Zur Erfüllung der Pflicht kann die Dachfläche auch an Dritte verpachtet
werden. Von der Verpflichtung können Ausnahmen zugelassen werden, wenn die Solaranlage
nachweislich nicht wirtschaftlich betrieben werden kann.
6.3 Verkehrsflächen / Erschließung
6.3.1 Verkehrliche Situation und Erschließung
Die bestehende verkehrliche Erschließung des Änderungsbereichs wird nicht verändert. Es be-
stehen derzeit drei Zufahrten zum Grundstück. Über den Kreisverkehr an der Egbert-Snoek-
Straße besteht die Hauptanbindung. Weiterhin besteht eine Anbindung des Parkplatzes über eine
Zu- und Abfahrt am Bertha-von-Suttner-Weg (außerhalb des Änderungsbereichs). Eine dritte An-
bindung besteht über eine Zu- und Abfahrt am Albersloher Weg. Hier ist ein Rechtsein- und -
ausbiegen möglich. Die Anbindung genießt Bestandsschutz und war bereits im Bebauungsplan
Nr. 517 durch eine entsprechende Unterbrechung des Zu- und Abfahrtsverbots planungsrechtlich
gesichert. Diese Anbindung trägt vor allem dazu bei, den Kreisverkehr an der Egbert-Snoek-
Straße sowie die Kreuzung von Egbert-Snoek-Straße und Albersloher Weg zu Spitzenzeiten zu
entlasten.
Durch die Nutzungsänderung zu einem Großmarkt verringert sich die Kundenfrequenz gegen-
über des vorherigen Einzelhandelsbetriebes. Somit wird die bestehende Erschließungsfunktion
insgesamt entlastet. Die durch das Vorhaben induzierten Verkehre können somit im Grundsatz
verträglich abgewickelt werden. Stauereignisse in den Nachmittagsspitzenstunden sind aufgrund
der begrenzten Leistungsfähigkeit des Knotens Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße, wie bis-
her, nicht gänzlich zu vermeiden.
6.3.2 ÖPNV-Anbindung
Die nächstgelegene Bushaltestelle „Loddenheide / Beresa“ befindet sich am Albersloher Weg
unmittelbar auf Höhe des Änderungsbereiches in fußläufiger Entfernung und wird regelmäßig von
den Stadtbuslinien 6 und 8 Richtung Coerde bzw. Wolbeck und Hiltrup angefahren.
6.4 Ver- und Entsorgung / technische Infrastruktur
Belange der Ver- und Entsorgung sowie der technischen Infrastruktur sind von der zweiten vor-
habenbezogenen Änderung nicht betroffen.
6.5 Immissionsschutz
Im Rahmen der Aufstellung der vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhabenbezogenen Be-
bauungsplans Nr. 517 wird aufgrund der bereits vorhandenen Bestandssituation (vollflächige Nut-
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 15 von 25
zung des Plangebietes) auf eine Einschränkung der Bauflächen nach der Art der zulässigen Be-
triebe auf der Grundlage des Abstandserlasses NRW 4 verzichtet. Zulässig sind nicht erheblich
belästigende Betriebe gem. § 8 BauNVO. Die Grenzen der gewerblichen Nutzung im Sinne des
Immissionsschutzes werden durch das in § 15 BauNVO verankerte Gebot der Rücksichtnahme
gebildet, wonach Nutzungen im Einzelfall unzulässig sind, „wenn von ihnen Belästigungen oder
Störungen ausgehen können, die nach der Eigenart des Baugebietes im Baugebiet selbst oder
in dessen Umgebung unzumutbar sind …“.
Im Rahmen der Aufstellung des südlich angrenzenden Bebauungsplans Nr. 611 wurde ein Lärm-
gutachten erstellt, in welchem die Auswirkungen der im Süden des Plangebietes der 2. Änderung
bestehenden Anlieferungszone betrachtet wurden. Unter Berücksichtigung der dort ermittelten
Lärmbelastungen kann auch für die gegenüber der bisherigen Situation gesteigerte Anlieferungs-
frequenz des Großmarktes davon ausgegangen werden, dass der Immissionsrichtwert nach TA
Lärm für Gewerbegebiete von 65 dB(A) am Tag weiterhin eingehalten wird. Abschließend erfolgt
der konkrete Nachweis des Immissionsschutzes im Rahmen des Baugenehmigungsverfahrens.
6.6 Altlasten, Altstandorte und Kampfmittel
6.6.1 Altlasten und Altstandort
Im Plangebiet befinden sich die im städtischen Altlast- / Verdachtsflächenkataster geführten Flä-
chen Nr. 8 (Altstandort; Tankstelle) und Nr. 826 (Altstandort; Kaserne).
Altlast-/Verdachtsfläche 8: Die Fläche einer ehemaligen Tankstelle liegt im Eckbereich „Eg-
bert-Snoek-Straße / Albersloher Weg“ im heutigen Geltungsbereich des Bebauungsplans
Nr. 517, 1. Änderung und betrifft vollständig die Flächen der heutigen Verwaltungseinrich-
tungen der RATIO Handel GmbH. Untersuchungen aus dem Jahre 1998 ergaben keine
sanierungsrelevanten Verunreinigungen, der Ausbau der Behälter im Jahr 2001 wurde gut-
achterlich begleitet. Im südlichen Randbereich der Fläche befindet sich zudem die in das
Verzeichnis „schädliche Bodenveränderungen“ unter der Nr. 80013 eingetragene Teilflä-
che. Hier befanden sich drei unterirdische Lagerbehälter. Im Zuge des Ausbaus vorgefun-
dene Verunreinigungen wurden soweit saniert, dass lediglich Restgehalte im Boden ver-
blieben, die aus bautechnischen Gründen nicht entfernt werden konnten.
Altlast-/Verdachtsfläche 826: Als Standort eines ehemaligen Flughafen- und Kasernenge-
ländes betrifft die Fläche das gesamte Grundstück des bestehenden C&C-Großmarktes
sowie die südöstlich und südwestlich angrenzenden Flächen im Geltungsbereich des Be-
bauungsplans Nr. 404. Untersuchungen zur Gefährdungsabschätzung zeigten Verunreini-
gungen des Erdreiches. Entsprechend der planungsrechtlich zulässigen Nutzung als Ge-
werbegebiet wurde eine Sanierung durchgeführt. Eine Sanierungsdokumentation für den
Bereich liegt vor, alle Auflagen der Sanierungsgenehmigung wurden erfüllt. Vor dem Hin-
tergrund der Tatsache, dass nicht ausgeschlossen werden kann, dass in den nicht aufge-
schlossenen Flächen eventuell noch Störstoffe oder geringe Kontaminationen vorhanden
sind, wird ein Hinweis in den vorhabenbezogenen Bebauungsplan aufgenommen, wonach
4 Runderlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz vom 06.06.2007,
Ministerialblatt NRW Nr. 29 vom 12.10.2007, S. 659.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
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der bei Bauarbeiten in diesem Bereich anfallende Erdaushub in Abstimmung mit den zu-
ständigen Fachbehörden der Stadt Münster zu begutachten und gemäß Weisung der Fach-
behörde zu entsorgen ist.
Es wird darauf hingewiesen, dass die Fläche sich in einem auch vor der Nutzung der übrigen
Loddenheide durch die britischen Streitkräfte militärisch genutzten Bereich befindet. Eine Sanie-
rung unter bodenschutzrechtlichen Gesichtspunkten, wie im übrigen Bereich der Loddenheide,
fand aufgrund der gewerblichen Nutzung nicht statt. Ein Bodenbelastungsverdacht für die Fläche
kann daher nicht ausgeschlossen werden. Sämtliche Erdarbeiten sind nach vorheriger Absprache
mit der Unteren Bodenschutzbehörde unter gutachterlicher Begleitung durchzuführen. Im Bebau-
ungsplanentwurf ist eine entsprechende Kennzeichnung gem. § 9 Abs. 5 Nr. 3 sowie ein entspre-
chender Hinweis enthalten.
6.6.2 Kampfmittel
Kampfmittelvorkommen sind nicht zu vermuten. Sollten jedoch bei der Durchführung von Bau-
maßnahmen außergewöhnlich verdächtige Verfärbungen beobachtet werden, ist der Kampfmit-
telbeseitigungsdienst unverzüglich zu benachrichtigen.
6.7 Denkmalschutz / Archäologie
6.7.1 Bodendenkmale
Innerhalb des Plangebiets befinden sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine Bodendenkmäler
im Sinne des Denkmalschutzgesetzes NRW. Bei Bodeneingriffen in einer über Jahrhunderte hin-
weg besiedelten Kulturlandschaft können jedoch jederzeit archäologische Funde und Befunde
auftreten sowie neue Bodendenkmäler (kulturgeschichtliche Bodenfunde, Mauern, Einzelfunde
aber auch Verfärbungen in der natürlichen Bodenbeschaffenheit) entdeckt werden. Den Umgang
mit Bodendenkmälern und das Verhalten bei der Entdeckung von Bodendenkmälern regelt das
Denkmalschutzgesetz. Der Bebauungsplan enthält einen entsprechenden Hinweis.
6.7.2 Baudenkmale
Im Plangebiet befinden sich keine denkmalgeschützten Gebäude.
6.8 Ausgleichsflächen
Die vorliegende vorhabenbezogene Änderung des Bebauungsplans wird auf der Grundlage des
§ 13a BauGB und den danach geltenden Verfahrensvorschriften im beschleunigten Verfahren
durchgeführt. Aufgrund der geringen Größe der zulässigen Grundfläche von weniger als
20.000 m² finden auf den Bebauungsplan die Vorschriften des § 13a Abs. 2 Nr. 4 BauGB Anwen-
dung. Demnach gelten Eingriffe, die aufgrund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten
sind, als im Sinne des § 1a Abs. 3 Satz 6 BauGB vor der planerischen Entscheidung erfolgt oder
zulässig. Eine Eingriffs- Ausgleichsbilanzierung ist in vorliegendem Fall daher nicht erforderlich.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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6.9 Artenschutz
Gemäß Handlungsempfehlung des Landes NRW5 ist im Rahmen der artenschutzrechtlichen Prü-
fung festzustellen, ob Vorkommen europäisch geschützter Arten im Plangebiet aktuell bekannt
oder zu erwarten sind und bei welchen dieser Arten aufgrund der Wirkungen des Vorhabens
Konflikte mit artenschutzrechtlichen Vorschriften potenziell nicht ausgeschlossen werden können
– bzw. ob und welche Maßnahmen zur Vermeidung artenschutzrechtlicher Konflikte erforderlich
werden. Für die Beurteilung möglicher artenschutzrechtlicher Konflikte ist dabei jeweils die aktu-
elle und nicht die planungsrechtliche Situation im entsprechenden Plangebiet ausschlaggebend.
Bestandsbeschreibung
Das ca. 3,07 ha große Plangebiet der vorhabenbezogenen 2. Änderung befindet sich ca. 2,2 km
südöstlich der Innenstadt von Münster. Der Geltungsbereich wird im Nordwesten durch die Eg-
bert-Snoek-Straße und im Nordosten durch den Albersloher Weg begrenzt. Im Süden stellt die
südliche Flurstücksgrenze des Flurstücks 384 und im Südwesten die westliche Grenze der Tank-
stelle die Abgrenzung des Geltungsbereichs dar. Im Nordosten befinden sich Schrebergärten, die
durch den Albersloher Weg von dem Plangebiet abgegrenzt werden. Alle weiteren umliegenden
Flächen abgesehen vom südwestlich angrenzenden Sondergebiet „SB-Warenhaus, Bau- und
Gartenmarkt“ werden als Gewerbegebiet genutzt. Ein Übergang in die freie Landschaft besteht
nicht.
Das Plangebiet ist derzeit nahezu vollständig durch das Gebäude des Baufachmarktes, die Tank-
stelle mit Betankungsfläche, das RATIO Verwaltungsgebäude und deren Stellplätze bebaut. Ent-
lang der Egbert-Snoek-Straße und des Albersloher Wegs befindet sich ein schmaler Grünstreifen
mit niedrigen Heckenstrukturen aus Kirschlorbeer, die regelmäßig zurückgeschnitten werden. Au-
ßerdem ist die Parkfläche mit einzelnstehenden Bäumen bepflanzt. Dabei handelt es sich aus-
schließlich um junge Ahornbäume.
Naturschutzrechtlich geschützte Gebiete oder Objekte sind von der Planung nicht betroffen.
Laut Abfrage des Fachinformationssystems (FIS)6 kommen im Bereich des Plangebietes, Mess-
tischblatt 4011 (Quadrant 4), 33 planungsrelevante Arten vor; dazu gehören unter Berücksichti-
gung der im Plangebiet vorkommenden Lebensraumtypen gemäß FIS-Klassifizierung (Gehölze,
Säume, Gebäude) 9 Fledermaus- und 24 Vogelarten (s. Tab. 1).
5 Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW, Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Land-
wirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz NRW (2010): Artenschutz in der Bauleitplanung und bei der baurechtlichen
Zulassung von Vorhaben, gemeinsame Handlungsempfehlung.
6 Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen (2014): Fachinformationssys-
tem geschützte Arten (FIS) in NRW. Messtischblattabfrage. Online unter: www.naturschutzinformationen- nrw.de/ar-
tenschutz/de/arten/blatt (Messtischblatt 4011) Abgerufen: Oktober 2024.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
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Tabelle 1: Planungsrelevante Arten für Quadrant 4 im Messtischblatt 4011, Stand: Oktober 2024.
Status: B = Brutnachweis ab dem Jahr 2000 vorhanden; N = Nachweis ab dem Jahr 2000 vorhanden.
Erhaltungszustände: G = günstig, U = unzureichend, S = schlecht, -/ + = Te
Weitere Hinweise auf Vorkommen planungsrelevanter Arten liegen gemäß Abfrage der Land-
schaftsinformationssammlung7 für das Plangebiet bzw. das auswirkungsrelevante Umfeld nicht
vor.
Das potenziell denkbare Arteninventar im Bereich des Plangebietes kann unter Berücksichtigung
der tatsächlich erfassten Habitatstrukturen und der Habitatausstattung sowie der -größe einge-
schränkt werden, weil die spezifischen Lebensraumanspr üche der betrachteten Arten voraus-
sichtlich nicht erfüllt werden.
Fledermäuse
In Bezug auf die potenziell denkbaren Fledermausarten gemäß FIS (vgl. Tab. 1) kann eine un-
mittelbare Betroffenheit im Sinne einer Worst-Case-Analyse auf der vorliegenden Bebauungs-
7 Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) Nordrhein-Westfalen (o.J.): Fundortkataster für
Pflanzen und Tiere/ Landschaftsinformationssammlung NRW @LINFOS. Online unter: www.lanuv.nrw.de/natur/ar-
tenschutz/infosysteme/fundortkataster/. Abgerufen: Oktober 2024.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
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planebene nicht ausgeschlossen werden. Das Planvorhaben sieht im Innenbereich des vorhan-
denen Baukörpers Umstrukturierungen vor. Eine potenzielle Funktion der Gebäude als Fortpflan-
zungs- und Ruhestätte für primär an Gebäude gebundene Fledermausarten (insbesondere Breit-
flügel- und Zwergfledermaus) kann jedoch ausgeschlossen werden, da es sich um Gewerbege-
bäude mit glatten Wänden handelt. Die Fassade verhindert jegliche Erschließungsversuche
durch Fledermäuse und bietet somit kein Quartierpotenzial.
Darüber hinaus handelt es sich bei den in der Messtischblattabfrage genannten Arten um Fleder-
mausarten, die unter anderem auch Straßenbeleuchtung als Jagdmöglichkeit nutzen. Aufgrund
des Vorhabens, ohne langfristige Auswirkungen auf die Beleuchtung des Plangebietes und vor-
handenen Ausweichmöglichkeiten gleicher oder höherer Qualität im Umland kann nicht von einer
essenziellen Funktion als Nahrungshabitat ausgegangen werden.
Da bei Umsetzung des Vorhabens keine relevante Verschlechterung des Nahrungsangebotes zu
prognostizieren ist, kann eine artenschutzrechtliche Betroffenheit gem. § 44 Abs. 1 BNatSchG
i. S. eines Verlustes essenzieller Nahrungshabitate ausgeschlossen werden. Maßgebliche Leit-
strukturen liegen nicht vor.
Vögel
In Bezug auf die gemäß Messtischblattabfrage potenziell vorkommenden planungsrelevanten
Vogelarten wird deutlich, dass im Bereich des Plangebietes kein Potential für Vorkommen pla-
nungsrelevanter Vogelarten besteht. Durch die flächendeckende Versiegelung des Plangebietes,
der geringen Größe der Grünstrukturen sowie der wesentlichen anthropogenen Störungen, ist
eine Funktion als Nahrungshabitat oder Fortpflanzungs- und Ruhestätte auszuschließen.
Auswirkungsprognose und Maßnahmen
Der Bauherr ist verpflichtet, sicherzustellen, dass durch Bauarbeiten keine geschützten Tierarten
beeinträchtigt oder geschädigt werden.
Besonders geschützt sind viele gebäudebewohnende Arten, darunter Vögel (z.B. Schwalben,
Mauersegler, Turmfalken und Schleiereulen) und alle Fledermausarten. Nach § 44 Abs. 1
BNatSchG ist es verboten, diese Tiere zu verletzen, zu töten, erheblich zu stören. Es ist ebenfalls
verboten, ihre Nester, Höhlen oder Schlafplätze zu zerstören.
Sollten bei den Bauarbeiten geschützte Tiere oder ihre Nester, Brutstätten oder Verstecke (auch
wenn sie leer oder verlassen wirken) gefunden werden, müssen die Arbeiten zunächst gestoppt
werden. Das weitere Vorgehen ist mit der unteren Naturschutzbehörde abzustimmen.
Mit Umsetzung des Planvorhabens ist keine Entfernung von Gehölzen erforderlich, im Falle einer
zukünftig geplanten Entfernung kann eine artenschutzrechtliche Betroffenheit europäischer Vo-
gelarten / planungsrelevanter Arten jedoch nur unter Einhaltung zeitlicher Vorgaben ausgeschlos-
sen werden. Nach § 39 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 BNatSchG besteht das generelle Verbot, Gehölze in der
Zeit vom 01. März bis zum 30. September zu entfernen.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
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7. Flächenbilanz
Für den Geltungsbereich der vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebau-
ungsplans Nr. 517 ergibt sich folgende Flächenbilanz:
Plangebiet gesamt 30.668 m² 100 %
Vorhabenbereich (Gewerbegebiet)
davon:
30.668 m² 100 %
Überbaute Fläche 11.407 qm 37,2 %
Versiegelte Fläche 16.049 qm 52,3 %
Unversiegelte Fläche 3.212 qm 10,5 %
Tabelle 2: Flächenbilanz vom Vorhaben
8. Auswirkungen auf die Umwelt
Die vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517 „Albers-
loher Weg / Egbert-Snoek-Straße / Loddenheide / Bertha-von-Suttner-Weg / Rösnerstraße“ wird
auf Grundlage des § 13a BauGB und den danach geltenden Verfahrensvorschriften im beschleu-
nigten Verfahren aufgestellt. Die Voraussetzungen des § 13a BauGB sind hierbei erfüllt: Das
Plangebiet des vorhabenbezogenen Bebauungsplans befindet sich innerhalb des bebauten Sied-
lungszusammenhangs und verfügt über eine Grundfläche von weniger als 20.000 m². Durch die
Aufstellung des Bebauungsplans wird die Zulässigkeit von Vorhaben, die der Pflicht zur Durch-
führung einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterliegen, nicht begründet und Beeinträchtigun-
gen der Gebiete von gemeinschaftlicher Bedeutung (FFH) oder der Europäischen Vogelschutz-
gebiete im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes sind nicht zu erwarten. Eine förmliche Umwelt-
prüfung ist damit nicht erforderlich. Gleichwohl werden gemäß dem Standard der Stadt Münster
die Auswirkungen auf die Umwelt in einem „Umweltprotokoll“ gesondert dargelegt.
8.1 Mensch
Der rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 517 setzt für das Plangebiet Sondergebiet mit den Zweck-
bestimmungen „Bau- und Gartenmarkt / Verwaltungsgebäude“ im Nordosten und „SB-
Warenhaus, Bau- und Gartenmarkt“ im Südwesten fest. Eine Bebauung des Plangebietes liegt
somit zum Großteil bereits vor. Im Umfeld des Plangebietes befinden sich weitere Gewerbe- aber
auch Wohnnutzungen. Das Plangebiet ist aufgrund der innerstädtischen Lage, der Nähe zum
Albersloher Weg sowie zu bestehenden gewerblichen Nutzungen deutlich vorbelastet.
Zulässig sind nicht erheblich belästigende Betriebe gemäß § 8 BauNVO. Die Grenzen der ge-
werblichen Nutzung im Sinne des Immissionsschutzes richten sich nach dem Rücksichtnahme-
gebot in § 15 BauNVO, das unzumutbare Belästigungen oder Störungen ausschließt.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
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8.2 Pflanzen und Tiere / biologische Vielfalt
Arten- und Biotopschutz
Im Rahmen der vorliegenden Bauleitplanung ist gemäß der Handlungsempfehlung des Landes
NRW8 die Durchführung einer artenschutzrechtlichen Prüfung (ASP) notwendig. Dabei ist festzu-
stellen, ob im Plangebiet Vorkommen europäisch geschützter Arten aktuell bekannt oder zu er-
warten sind und bei welchen dieser Arten aufgrund der Wirkungen des Vorhabens Konflikte mit
artenschutzrechtlichen Vorschriften gem. § 44 Abs. 1 BNatSchG nicht ausgeschlossen werden
können. Gegebenenfalls lassen sich artenschutzrechtliche Konflikte durch geeignete Vermei-
dungsmaßnahmen, inklusive vorgezogener Ausgleichsmaßnahmen (CEF-Maßnahmen) erfolg-
reich abwenden.
Für die Beurteilung möglicher artenschutzrechtlicher Konflikte ist dabei jeweils die aktuelle und
nicht die planungsrechtliche Situation im Plangebiet ausschlaggebend. Im vorliegenden Fall
wurde eine artenschutzrechtliche Prüfung der Stufe I durchgeführt (vgl. Kap. 6.9). Im Ergebnis
können unter Einhaltung einer Bauzeitenregelung, die potenzielle Entfernung von Gehölzen be-
treffend, artenschutzrechtlicher Konflikte gem. § 44 Abs. 1 BNatSchG ausgeschlossen werden.
Vorkommen planungsrelevanter Farn-, Blütenpflanzen und Flechten liegen für das Plangebiet
bzw. das auswirkungsrelevante Umfeld nicht vor. Aufgrund seiner derzeitigen Ausgestaltung und
Lage im Siedlungsraum bestehen auch keine Anhaltspunkte für entsprechende Vorkommen der
konkurrenzschwachen, zumeist auf nährstoffarme Standorte beschränkten Arten. Darüber hinaus
sind die Standorte planungsrelevanter Pflanzenarten i.d.R. bekannt und auf wenige Schutzge-
biete beschränkt.
NATURA 2000
Gebiete des europäischen Schutzgebietsnetzes NATURA 2000 liegen im Plangebiet und seiner
Umgebung nicht vor. Das nächstgelegene FFH-Gebiet „Wolbecker Tiergarten“ (DE-4012-301)
befindet sich in einer Entfernung von ca. 6,4 km in südöstlicher Richtung. Erhebliche, nachteilige
Beeinträchtigungen des Europäischen Schutzgebietes durch das Vorhaben können u.a. aufgrund
der Entfernung ausgeschlossen werden.
Eingriffs- und Ausgleichsbilanz
Gemäß § 13a Abs. 2 Nr. 4 BauGB gelten für Bebauungspläne mit einer Gesamtfläche von weni-
ger als 20.000 m2 Eingriffe, die aufgrund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten sind,
im Sinne des § 1a Abs. 3 S. 6 BauGB als vor der planerischen Entscheidung erfolgt oder zulässig.
Somit ist in vorliegendem Fall ein Eingriffsausgleich nicht erforderlich.
Wald
Forstliche Belange sind durch das Planvorhaben nicht betroffen. Innerhalb des Plangebietes lie-
gen keine Waldflächen bzw. forstlich genutzten Gebiete.
8 Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW und des Ministeriums für Klimaschutz, Um-
welt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz vom 22.12.2010: Artenschutz in der Bauleitplanung und bei der
baurechtlichen Zulassung von Vorhaben. Gemeinsame Handlungsempfehlungen.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
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Begründung / Seite 22 von 25
8.3 Boden
Eine Bebauung des Plangebietes ist bereits im Rahmen des seit 2009 rechtskräftigen Bebau-
ungsplans Nr. 517 vorgesehen. Dieser setzt für das gesamte Plangebiet des vorhabenbezogenen
Bebauungsplans eine GRZ von 0,8 fest. Das Plangebiet ist bereits zu 93 % versiegelt. Eine wei-
tere Versiegelung ist durch die planungsrechtliche Festsetzung des Maßes der zulässigen Ver-
siegelung nicht gegeben. Durch kleinflächige Entsiegelungsmaßnahmen wird die kleinklimatische
Situation zudem verbessert.
Durch die derzeit im Plangebiet bestehende Bebauung liegen voraussichtlich keine ungestörten
Bodenverhältnisse und -profile mehr vor, sodass baubedingt nicht von einer weiteren, anthropo-
genbedingten Überformung des Bodens auszugehen ist.
Für den Planbereich sind Altlasten- bzw. Altlastenverdachtsflächen bekannt. Im Eckbereich „Eg-
bert-Snoek-Straße / Albersloher Weg“ liegt der Standort einer ehemaligen Tankstelle. Außerdem
umfasst ein Teil des Plangebietes den Standort eines ehemaligen Flughafen- und Kasernenge-
ländes. Teilweise wurden in den betroffenen Bereichen Sanierungen durchgeführt (vgl. Kap. 6.6).
Da nicht ausgeschlossen werden kann, dass in den nicht aufgeschlossenen Flächen eventuell
noch Störstoffe oder geringe Kontaminationen vorhanden sind, wird ein Hinweis in den vorha-
benbezogenen Bebauungsplan aufgenommen, wonach der bei Bauarbeiten in diesem Bereich
anfallende Erdaushub in Abstimmung mit den zuständigen Fachbehörden der Stadt Münster zu
begutachten und gemäß Weisung der Fachbehörde zu entsorgen ist.
Eine Sanierung unter bodenschutzrechtlichen Gesichtspunkten, wie im übrigen Bereich der Lod-
denheide, fand aufgrund der gewerblichen Nutzung nicht statt. Da die Fläche sich in einem ehe-
mals militärisch genutzten Bereich befindet, kann ein Bodenbelastungsverdacht nicht ausge-
schlossen werden. Sämtliche Erdarbeiten sind nach vorheriger Absprache mit der Unteren Bo-
denschutzbehörde unter gutachterlicher Begleitung durchzuführen.
8.4 Wasser
Gemäß Umweltkataster der Stadt Münster9 liegt das Plangebiet im Einzugsgebiet der Werse. Die
Grundwassereinheit (L41121-3) befindet sich vollständig im Stadtgebiet. Das Wasserschutzge-
biet Münster-Geist befindet sich im Südwesten der Einheit. Oberflächengewässer liegen im Plan-
gebiet nicht vor. Ungefähr 420 m südwestlich liegt ein Regenrückhaltebecken. Der Dortmund-
Ems-Kanal verläuft ca. 740 m westlich des Plangebietes. Festgesetzte Überschwemmungsge-
biete bestehen nicht. Im Plangebiet selbst ist eine Verringerung der Grundwasserneubildungsrate
durch die vorhandene Versiegelung bereits anzunehmen. Darüber hinaus können Auswirkungen
durch die im Rahmen der Planumsetzung entstehenden Störungen – z. B. durch Bauverkehre –
entstehen. Bei einem erwartungsgemäß unfallfreien Betrieb der Baufahrzeuge und -maschinen
sind Verschmutzungen des Schutzgutes – z. B. durch Schmier- und Betriebsstoffe – jedoch nicht
anzunehmen. Aufgrund der zukünftigen Nutzung ist nicht von erheblichen Auswirkungen auf das
Schutzgut auszugehen.
Die Ver- und Entsorgung erfolgt weiterhin über das bereits bestehende Leitungsnetz.
9 Stadt Münster (o.J.): Umweltkataster. Online unter: https://geo.stadt-muenster.de/webgis/application/Umweltkatas-
ter?. Abgerufen: Oktober 2024.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
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8.5 Klimaschutz / Luft
Das Plangebiet übernimmt gemäß Grünordnung Münster „Teilplan Freiraumkonzept“ keine rele-
vanten Funktionen als klimaökologischer Ausgleichsraum bzw. Kaltluftleitbahn. Auch Lage und
Größe des Plangebietes sind für relevante Funktionen des Schutzgutes nicht von Bedeutung.
Im Rahmen der vorliegenden Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans wird die zu-
lässige Grundflächenzahl auf 0,6 herabgesenkt. Darüber hinaus wird festgesetzt, dass eine Über-
schreitung der festgesetzten Grundflächenzahl durch Stellplätze mit ihren Zufahrten und Neben-
anlagen, bis zu einer Grundflächenzahl von 0,9 im Vorhabenbereich zulässig ist. Diese Über-
schreitung ist erforderlich, da bereits heute eine entsprechende Versiegelung vorliegt, um die
bauordnungsrechtlich notwendigen Pkw-Stellplätze sowie die benötigte Anlieferungssituation und
Nebenanlagen sicherstellen zu können.
Durch die festgesetzte Begrünung der Stellplätze sowie die festgesetzte Begrünung der Dachflä-
chen und Fassaden werden nachteilige Auswirkungen auf das Klima minimiert. Die Grünfestset-
zungen wirken sich positiv auf das Kleinklima aus, sodass nachteilige Umweltauswirkungen nicht
zu erwarten sind.
8.6 Landschaft
Das Plangebiet befindet sich innerhalb des Siedlungsbereichs und ist von der freien Landschaft
her nicht einsehbar. Dementsprechend sind mit Umsetzung des Planvorhabens auch keine Aus-
wirkungen auf das Landschaftsbild zu prognostizieren.
8.7 Kulturgüter und sonstige Sachgüter
Nach derzeitigem Kenntnisstand kommen im Plangebiet keine Kultur- oder sonstigen Sachgüter
vor. Es finden sich keine Hinweise auf Bodendenkmäler (s. Pkt. 6.7). Dennoch sind im Falle von
kulturhistorisch wichtigen Bodenfunden die Vorschriften des Denkmalschutzgesetzes zu beach-
ten. Der Bebauungsplan enthält einen entsprechenden Hinweis.
8.8 Wechselwirkungen
Die Schutzgüter stehen in ihrer Ausprägung und Funktion untereinander in Wechselwirkung. Do-
minierend wirkt die derzeitige Nutzung als Gewerbegebiet. Hieraus resultieren Auswirkungen auf
die Struktur- und Artenvielfalt von Flora und Fauna, aber auch Einflüsse auf den Boden- und
Wasserhaushalt. Wechselwirkungen zwischen den Schutzgütern, die über diese unmittelbaren
ökosystemaren Zusammenhänge hinausgehen, sind nicht anzunehmen. Es liegen im Plangebiet
keine Schutzgüter vor, die in unabdingbarer Abhängigkeit voneinander liegen, sodass mit Um-
setzung des Planvorhabens indirekte Umweltauswirkungen, die die Erheblichkeitsschwelle über-
schreiten, nicht zu prognostizieren sind (z. B. Absenken des Grundwasserspiegels mit erhebli-
chen Auswirkungen auf Sonderbiotope / Extremstandorte; Entstehung relevanter (Stick)stoffbe-
lastungen mit Überschreitung lebensraumspezifischer Grenzwerte (critical loads) in umliegenden
Natura-2000 Gebieten).
8.9 Zusammenfassung
Ziel der vorliegenden Bauleitplanung ist es, auf dem Bestandsgrundstück südwestlich der Egbert-
Snoek-Straße die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Verlagerung des nahegelegenen
Großmarktes für Gastronomie zu schaffen und somit die Flächen des bisherigen Baufachmarktes
Vorhabenbezogene 2. Änderung
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sinnvoll nachzunutzen. Das Konzept sieht vor, lediglich im Innenbereich des vorhandenen Bau-
körpers Umstrukturierungen vorzunehmen.
Für das Plangebiet liegt der seit 2009 rechtskräftige Bebauungsplan Nr. 517 sowie die seit 2015
rechtskräftige 1. Änderung vor. Dieser trifft für das Plangebiet die Festsetzung als Sondergebiet.
Die Stadt Münster beabsichtigt, die Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517
„Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße / Loddenheide / Bertha-von-Suttner-Weg / Rösner-
straße“ auf der Grundlage des § 13a BauGB und den danach geltenden Verfahrensvorschriften
als „Bebauungsplan der Innenentwicklung” im beschleunigten Verfahren durchzuführen. Dement-
sprechend ist eine förmliche Umweltprüfung nicht erforderlich. Gleichwohl werden gemäß dem
Standard der Stadt Münster die Auswirkungen auf die Umwelt in einem „Umweltprotokoll“ geson-
dert dargelegt.
Aufgrund der Tatsache, dass für das Plangebiet ein rechtskräftiger Bebauungsplan vorliegt und
die Fläche bereits großflächig bebaut bzw. versiegelt ist, aber auch aufgrund der Lage im Sied-
lungsraum, sind mit der vorliegenden Planung keine relevanten Auswirkungen auf die Umwelt-
schutzgüter zu erwarten, die nicht entsprechend im Rahmen der vorliegenden Planung sachge-
recht berücksichtigt werden können.
Die artenschutzfachlichen Anforderungen i.S. des § 44 Abs. 1 BNatSchG wurden durch die Erar-
beitung eines Artenschutzfachbeitrages (Stufe I) berücksichtigt. Im Ergebnis können unter Ein-
haltung von Vermeidungsmaßnahmen die Entfernung von Gehölzen betreffend artenschutzrecht-
liche Konflikte vermieden werden.
Durch die derzeit im Plangebiet bestehende Bebauung liegen voraussichtlich keine ungestörten
Bodenverhältnisse und -profile mehr vor, sodass baubedingt nicht von einer weiteren, anthropo-
genbedingten Überformung des Bodens auszugehen ist. Für den Planbereich sind Altlasten- bzw.
Altlastverdachtsflächen bekannt. Sämtliche Erdarbeiten sind nach vorheriger Absprache mit der
Unteren Bodenschutzbehörde unter gutachterlicher Begleitung durchzuführen, da ein Bodenbe-
lastungsverdacht aufgrund der militärischen Vornutzung der Fläche nicht ausgeschlossen wer-
den kann.
Im Plangebiet ist eine Verringerung der Grundwasserneubildungsrate durch die vorhandene Ver-
siegelung bereits anzunehmen. Mit Umsetzung des Planvorhabens ist keine zusätzliche Versie-
gelung zu erwarten, sodass sich der aktuelle Zustand voraussichtlich nicht verändern wird.
Durch die festgesetzte Begrünung der Stellplätze sowie der festgesetzten Begrünung der Dach-
flächen und Fassaden werden nachteilige Auswirkungen auf das Klima minimiert.
Das Plangebiet befindet sich innerhalb des Siedlungsbereichs und ist von der freien Landschaft
her nicht einsehbar. Dementsprechend sind mit Umsetzung des Planvorhabens keine Auswirkun-
gen auf das Landschaftsbild zu prognostizieren.
Nach derzeitigem Kenntnisstand kommen im Plangebiet keine Kultur- oder sonstigen Sachgüter
mit entsprechender architektonischer Bedeutung vor. Es finden sich keine Hinweise auf Boden-
denkmäler. Im Fall von kulturhistorisch wichtigen Bodenfunden sind die Vorschriften des Denk-
malschutzgesetzes zu beachten.
Vorhabenbezogene 2. Änderung
des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517:
Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße
Begründung / Seite 25 von 25
9. Referenzliste der Quellen / Gutachten
Amt für Grünflächen und Umweltschutz Stadt Münster (2012): Grünsystem Zielkonzept Na-
turraum. Online unter:
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/userupload/stadt-muenster/67umwelt/pdf/gruen-
ordnungzielkonzeptnaturraum.pdf. Abgerufen: 29.10.2024.
Amt für Grünflächen und Umweltschutz Stadt Münster (2012): Freiraumkonzept. Online un-
ter:
https://www.stadt-muenster.de/fileadmin/userupload/stadt-muenster/67umwelt/pdf/gruen-
ordnungfreiraumkonzept2012.pdf. Abgerufen: 29.10.2024.
Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen (o.J.): Fachin-
formationssystem Klima NRW.Plus. Online unter: https://www.klimaatlas.nrw.de/klima-nrw-
pluskarte/. Abgerufen: 29.10.2024.
Ministerium für Wirtschaft, Energie, Bauen, Wohnen und Verkehr NRW und Ministerium für
Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur und Verbraucherschutz (22.12.2010): Arten-
schutz in der Bauleitplanung und bei der baurechtlichen Zulassung von Vorhaben. Gemein-
same Handlungsempfehlungen.
Stadt Münster, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit (o.J.): Umweltkataster
Münster. Online unter:
https://geo.stadt-muenster.de/webgis/application/Umweltkataster. Abgerufen: 29.10.2024.
10. Realisierung der Planung / Durchführungsmaßnahmen
Die 2. Änderung des Bebauungsplans Nr. 517 erfolgt vorhabenbezogen. Weitere Regelungen zur
Durchführung (Realisierungszeitraum, Kostentragung u.ä.) werden im Rahmen eines Durchfüh-
rungsvertrags mit der Vorhabenträgerin getroffen.
Diese Begründung dient gemäß § 9 Abs. 8 Baugesetzbuch
(BauGB) als Anlage zu der vom Rat der Stadt Münster am
__________ als Satzung beschlossenen vorhabenbezogenen
2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Al-
bersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße.
Münster, den __________
Markus Lewe
Oberbürgermeister
Anlage A
1477 Zeichen
Anlage A zur V/0275/2025 Kurzüberblick Mit der Vorlage soll der Satzungsbeschluss zur vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhaben- bezogenen Bebauungsplans Nr. 517 herbeigeführt werden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Durch das Verfahren soll die Ausweisung eines Sondergebietes (SO) in ein Gewerbegebiet (GE) umgewandelt werden. Mit der Änderung ist eine zeitnahe Nachfolgenutzung des durch den bishe- rigen Betreiber genutzten Geländes möglich. Finanzierung Durch den Satzungsbeschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten. Die vorhabenbedingten Kosten werden vom Vorhabenträger getragen. Dazu wurde zwischen der Stadt Münster und dem Vorhabenträger ein städtebaulicher Vertrag (Durchführungsvertrag) geschlossen. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist x vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Rechtliche Grundlage ist § 1 Absatz 3 Satz 1 BauGB. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Für den Bereich liegt ein rechtskräftiger Bebauungsplan vor, die Flächen sind großflächig bebaut bzw. versiegelt. Somit sind mit der vorliegenden Planung keine relevanten Auswirkungen auf die Umweltschutzgüter zu erwarten. Durch die Änderung des Bebauungsplans können für zukünftige Neubauten und genehmigungspflichtige Dachsanierungen die Errichtung von Anlagen zur Solar- energienutzung festgesetzt werden.
V-0275-2025-Anlage-4-Planzeichnung
35743 Zeichen
+ 6 , 3 4
F h F h
T
S I A
H
H
G
2
1 2
1 a
3 3
I
I
II
I I
I I
F
I I
1 9 6
5 5
5 a
1
A l b e r s l o h e r W e g
R ö s n e
r s t r a
ß e
E g b e r t
- S n o e k -
St r a ß e
1 4 9
2 5 6
2 5 7
6 3
5 7 4
5 7 7
5 9 5
5 9 3
3 8 4
1 2 6
1 2 7
1 2 9
2 0 5
2 0 6 5 7 3
5 7 5
5 7 6
5 9 7
5 9 9
5 9 4
6 2 4
3 8 5
1 2 8
5 4
1 3 3
7 8 9
3 5
5 6 , 0 9 m
5 6 , 1 4 m
5 6 , 1 8 m
5 6 , 2 8 m5 6 , 2 5 m
5 6 , 4 8 m
5 6 , 9 1 m
5 6 , 1 3 m
5 6 , 3 0 m
5 6 , 4 9 m
5 7 , 0 0 m
5 6 , 9 8 m
5 6 , 4 9 m
5 6 , 8 7 m
5 6 , 6 7 m
5 6 , 8 9 m
5 7 , 1 0 m
5 7 , 0 3 m
5 7 , 1 5 m
5 7 , 0 6 m
5 6 , 5 4 m
5 6 , 8 7 m
5 6 , 8 9 m
5 7 , 4 6 m
5 6 , 4 3 m
5 6 , 8 4 m
5 7 , 3 2 m
5 7 , 2 0 m
5 7 , 2 0 m
3 0 °-
7 2 , 0 0 m
G E 1
0 , 6 1 , 2
I I 0 °
G H
G E 2
0 , 6
V I
7 8 , 0 0 mG H
2 , 4
G E 2
0 , 6 2 , 4
W e r b e t a f e l 1
T a n k k a r t e n 1
P r e i s m a s t
W e r b e t a f e l 2
G e s t e l l &
A k t i o n s p l a n e
T a n k k a r t e n 2
P r e i s m a s t
D i e s e r B e b a u u n g s p l a n e n t h ä l t E r g ä n z u n g e n g e g e n ü b e r d e m v o m 1 0 . 0 3 . b i s e i n s c h l i e ß l i c h 1 0 . 0 4 . 2 0 2 5 v e r ö f f e n t l i c h t e n E n t w u r f .
M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r
i m A u f t r a g
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
B r i n k h e e t k e r
G e m a r k u n g :
F l u r :
M a ß s t a b :
B e b a u u n g s p l a n s N r .
5 1 7
5 1 7
v o r h a b e n b e z o g e n e 2 . Ä n d e r u n g
u n d V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n
A l b e r s l o h e r W e g /
E g b e r t - S n o e k - S t r a ß e
M ü n s t e r
1 7 8
1 : 1 . 0 0 0
B e b a u u n g s p l a n N r .
1 :
R e c h t s g r u n d l a g e n :
· B a u g e s e t z b u c h ( B a u G B ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 3 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 6 3 4 ) ,
z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 3 d e s G e s e t z e s v o m 2 0 . D e z e m b e r 2 0 2 3 ( B G B I . 2 0 2 3 I N r . 3 9 4 )
· V e r o r d n u n g ü b e r d i e b a u l i c h e N u t z u n g d e r G r u n d s t ü c k e ( B a u n u t z u n g s v e r o r d n u n g - B a u N V O ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g
v o m 2 1 . N o v e m b e r 2 0 1 7 ( B G B l . I S . 3 7 8 6 ) , z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 2 d e s G e s e t z e s v o m 0 3 . 0 7 . 2 0 2 3 ( B G B l . 2 0 2 3 I N r . 1 7 6 ) .
· B a u o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( L a n d e s b a u o r d n u n g 2 0 1 8 - B a u O N R W 2 0 1 8 ) v o m 2 1 . J u l i 2 0 1 8 ( G V . N R W . S . 4 2 1 ) , ) ,
z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h G e s e t z v o m 3 1 . 1 0 . 2 0 2 3 ( G V . N R W . S . 1 1 7 2 ) .
· G e m e i n d e o r d n u n g f ü r d a s L a n d N o r d r h e i n - W e s t f a l e n ( G O N R W ) i n d e r F a s s u n g d e r B e k a n n t m a c h u n g v o m 1 4 . J u l i 1 9 9 4 ( G V . N W . S .
6 6 6 ) , z u l e t z t g e ä n d e r t d u r c h A r t i k e l 2 d e s G e s e t z e s v o m 0 5 . 0 7 . 2 0 2 4 ( G V . N R W . S . 4 4 4 ) .
Z e i c h e n e r k l ä r u n g
F e s t s e t z u n g e n
G r e n z e d e s r ä u m l i c h e n G e l t u n g s b e r e i c h s d e s
( v o r h a b e n b e z o g e n e n ) B e b a u u n g s p l a n s
G r e n z e d e s r ä u m l i c h e n G e l t u n g s b e r e i c h s d e s
V o r h a b e n - u n d E r s c h l i e ß u n g s p l a n s
A r t d e r b a u l i c h e n N u t z u n g
0 , 6
M a ß d e r b a u l i c h e n N u t z u n g
G e s c h o s s f l ä c h e n z a h l
G r u n d f l ä c h e n z a h l
1 , 2
I I Z a h l d e r V o l l g e s c h o s s e , a l s H ö c h s t m a ß
Ü b e r b a u b a r e G r u n d s t ü c k s f l ä c h e n
B a u g r e n z e
7 5 , 5 5 m G e b ä u d e h ö h e , a l s H ö c h s t m a ß ( i n m ü N H N )G H
G e w e r b e g e b i e t eG E
V e r k e h r
B e r e i c h o h n e E i n - u n d A u s f a h r t
F a h n e n m a s t
0 ° 3 0 ° -
B a u v o r s c h r i f t e n
D a c h n e i g u n g , a l s M i n d e s t - u n d H ö c h s t m a ß
S o n s t i g e F e s t s e t z u n g e n
A b g r e n z u n g u n t e r s c h i e d l i c h e r N u t z u n g o d e r
A b g r e n z u n g d e s M a ß e s d e r N u t z u n g i n n e r h a l b e i n e s
B a u g e b i e t e s
W e r b e a n l a g e n / P r e i s m a s t e n e t c .
I I
1 2 W o h n g e b ä u d e ( h i e r m i t H a u s n u m m e r u n d G e s c h o s s z a h l )
F l u r g r e n z e
F l u r s t ü c k s g r e n z e
T o p o g r a f i s c h e U m r i s s l i n i e
B a u m
Ö f f e n t l i c h e G e b ä u d e
W i r t s c h a f t s g e b ä u d e
B e s t a n d s a n g a b e n
K a n a l d e c k e l
B e s t a n d s h ö h e n ( i n m ü N H N )5 7 , 1 0 m
P l a n v e r f a s s e r :
B a u l i c h e G e s t a l t u n g :
V o r h a b e n t r ä g e r : R A T I O
I m m o b i l i e n G m b H
E g b e r t - S n o e k - S t r a ß e 1
4 8 1 5 5 M ü n s t e r
M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
R A T I O
I m m o b i l i e n G m b H
E g b e r t - S n o e k - S t r a ß e 1
4 8 1 5 5 M ü n s t e r
! "
# $ % &
V o r h a b e n b e z o g e n e r B e b a u u n g s p l a n1 T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n g e m ä ß § § 9 u n d 1 2 B a u g e s e t z b u c h ( B a u G B )
1 . 1 A r t d e r b a u l i c h e n N u t z u n g
1 . 1 . 1 I m G e w e r b e g e b i e t 1 ( G E 1 ) s i n d i . V . m . § 8 ( 2 ) B a u N V O f o l g e n d e N u t z u n g e n
z u l ä s s i g :
1 . G e w e r b e b e t r i e b e a l l e r A r t e i n s c h l i e ß l i c h A n l a g e n z u r E r z e u g u n g v o n S t r o m
o d e r W ä r m e a u s s o l a r e r S t r a h l u n g s e n e r g i e o d e r W i n d e n e r g i e , L a g e r h ä u s e r ,
L a g e r p l ä t z e u n d ö f f e n t l i c h e B e t r i e b e ,
2 . G e s c h ä f t s - , B ü r o - u n d V e r w a l t u n g s g e b ä u d e ,
3 . T a n k s t e l l e n ,
4 . A n l a g e n f ü r s p o r t l i c h e Z w e c k e .
1 . 1 . 2 I m G e w e r b e g e b i e t 1 ( G E 1 ) s i n d d i e g e m . § 8 ( 3 ) N r . 1 , 2 , 3 B a u N V O
a u s n a h m s w e i s e z u l ä s s i g e n N u t z u n g e n u n z u l ä s s i g . ( § 8 A b s . 3 B a u N V O )
1 . 1 . 3 I m G e w e r b e g e b i e t 2 ( G E 2 ) s i n d i . V . m . § 8 ( 2 ) B a u N V O f o l g e n d e G e w e r b e
z u l ä s s i g :
1 . G e w e r b e b e t r i e b e a l l e r A r t e i n s c h l i e ß l i c h A n l a g e n z u r E r z e u g u n g v o n S t r o m
o d e r W ä r m e a u s s o l a r e r S t r a h l u n g s e n e r g i e o d e r W i n d e n e r g i e , L a g e r h ä u s e r ,
L a g e r p l ä t z e u n d ö f f e n t l i c h e B e t r i e b e ,
2 . G e s c h ä f t s - , B ü r o - u n d V e r w a l t u n g s g e b ä u d e ,
3 . A n l a g e n f ü r s p o r t l i c h e Z w e c k e .
1 . 1 . 4 I m G e w e r b e g e b i e t 2 ( G E 2 ) s i n d d i e g e m . § 8 ( 3 ) N r . 1 , 2 , 3 B a u N V O
a u s n a h m s w e i s e z u l ä s s i g e n N u t z u n g e n u n z u l ä s s i g ( § 8 A b s . 3 B a u N V O )
1 . 1 . 5 I m G e l t u n g s b e r e i c h d e s B e b a u u n g s p l a n s s i n d E i n z e l h a n d e l s n u t z u n g e n
g r u n d s ä t z l i c h u n z u l ä s s i g ( § 1 ( 5 ) B a u N V O i n V e r b i n d u n g m i t § 1 ( 9 ) B a u N V O ) .
A b w e i c h e n d s i n d a u s n a h m s w e i s e z u l ä s s i g ( § 1 A b s . 9 B a u N V O ) :
K f z - E i n z e l h a n d e l s b e t r i e b e u n d B e t r i e b e f ü r K f z - Z u b e h ö r .
1 . 1 . 6 I m G e l t u n g s b e r e i c h d e s B e b a u u n g s p l a n s s i n d B e t r i e b e u n d A n l a g e n , d i e e i n e n
B e t r i e b s b e r e i c h i m S i n n e d e s § 3 ( 5 a ) B I m S c h G b i l d e n , a u s g e s c h l o s s e n .
1 . 1 . 7 I m R a h m e n d e r f e s t g e s e t z t e n N u t z u n g e n ( F e s t s e t z u n g 1 . 1 . 1 , 1 . 1 . 3 u n d S a t z 2 a u s
1 . 1 . 5 ) s i n d n u r s o l c h e V o r h a b e n z u l ä s s i g , z u d e r e n D u r c h f ü h r u n g s i c h d i e
V o r h a b e n t r ä g e r i n i m D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g v e r p f l i c h t e t . Ä n d e r u n g e n d e s
D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g s o d e r d e r A b s c h l u s s e i n e s n e u e n D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g s
s i n d z u l ä s s i g ( § 9 A b s . 2 B a u G B i . V . m § 1 2 A b s . 3 a B a u G B ) .
1 . 2 M a ß d e r b a u l i c h e n N u t z u n g
1 . 2 . 1 D i e m a x i m a l z u l ä s s i g e H ö h e v o n b a u l i c h e n A n l a g e n i s t i n d e n v e r s c h i e d e n e n
T e i l e n d e s B e b a u u n g s p l a n s i n M e t e r ü b e r N o r m a l h ö h e n u l l ( m . ü . N H N ) f e s t g e s e t z t .
O b e r e r B e z u g s p u n k t i s t d i e O b e r k a n t e d e r b a u l i c h e n A n l a g e .
( § 9 A b s . 1 N r . 1 B a u G B i . V . m . § 1 6 A b s . 2 N r . 4 u n d § 1 8 A b s . 1 B a u N V O ) .
1 . 2 . 2 I m G e l t u n g s b e r e i c h d e s B e b a u u n g s p l a n s i s t e i n e Ü b e r s c h r e i t u n g d e r
h ö c h s t z u l ä s s i g e n G r u n d f l ä c h e n z a h l ( G R Z ) f ü r S t e l l p l ä t z e m i t i h r e n Z u f a h r t e n
s o w i e N e b e n a n l a g e n i n n e r h a l b d e s P l a n g e b i e t e s b i s z u e i n e r G R Z v o n 0 , 9 0
z u l ä s s i g . ( § 1 9 A b s . 4 B a u N V O )
1 . 2 . 3 M i t A u s n a h m e v o n T r e p p e n h ä u s e r n u n d d e n z u g e h ö r i g e n A u f z u g a n l a g e n m ü s s e n
t e c h n i s c h e A n l a g e n u n d t e c h n i s c h , u n t e r g e o r d n e t e B a u t e i l e a u f d e m D a c h
m i n d e s t e n s 2 , 0 0 m v o n d e n A u ß e n w ä n d e n d e s H a u p t g e b ä u d e s z u r ü c k g e s e t z t
w e r d e n o d e r i n d i e F a s s a d e n g e s t a l t u n g i n t e g r i e r t s e i n . W e r b e a n l a g e n s i n d
a u s g e n o m m e n , e s g r e i f t T F 2 . 1 . 1
( § 9 A b s . 1 N r . 1 B a u G B i . V . m . § 1 6 A b s . 6 B a u N V O ) .
1 . 3 F r e i f l ä c h e n , B e g r ü n u n g
1 . 3 . 1 B e i m N e u b a u , E r n e u e r u n g e n u n d A n b a u v o n G e b ä u d e n s i n d d i e D ä c h e r
f l ä c h e n d e c k e n d m i t m i n d e s t e n s 0 , 1 0 m b e g r ü n b a r e m B o d e n z u b e d e c k e n s o w i e
m i t e i n e r s t a n d o r t g e r e c h t e n V e g e t a t i o n e x t e n s i v z u b e g r ü n e n u n d a l s b e g r ü n t e
F l ä c h e d a u e r h a f t z u u n t e r h a l t e n ( § 9 A b s . 1 N r . 2 5 a u n d b B a u G B ) . H i e r v o n
a u s g e n o m m e n s i n d B e r e i c h e m i t n o t w e n d i g e n t e c h n i s c h e n A u f b a u t e n . B e r e i c h e
m i t P h o t o v o l t a i k - A n l a g e n s i n d n i c h t a u s g e n o m m e n . D i e B e g r ü n u n g i s t d u r c h
A u f s t ä n d e r n d e r A n l a g e s i c h e r z u s t e l l e n .
1 . 3 . 2 B e i N e u b a u , E r n e u e r u n g e n u n d A n b a u v o n G e b ä u d e n i s t j e 3 0 m ² t ü r - /
f e n s t e r l o s e r F l ä c h e v o n A u ß e n f a s s a d e n m i n d e s t e n s e i n e K l e t t e r p f l a n z e
( s e l b s t k l i m m e n d , r a n k e n d o d e r s c h l i n g e n d ) a l s B e g r ü n u n g z u p f l a n z e n u n d
d a u e r h a f t f a c h g e r e c h t z u p f l e g e n . F ü r n i c h t k l i m m e n d e P f l a n z e n i s t e i n e R a n k h i l f e
v o r z u s e h e n . J e K l e t t e r p f l a n z e i s t e i n e P f l a n z f l ä c h e v o n m i n d e s t e n s 1 m ²
h e r z u s t e l l e n .
1 . 3 . 3 I m G e l t u n g s b e r e i c h d e s B e b a u u n g s p l a n s i s t j e a n g e f a n g e n e 6 e b e n e r d i g e
S t e l l p l ä t z e e i n s t a n d o r t g e r e c h t e r L a u b b a u m z u p f l a n z e n u n d m i t
E r s a t z v e r p f l i c h t u n g d a u e r h a f t z u u n t e r h a l t e n ( § 9 A b s . 1 N r . 2 5 a ) . D i e B ä u m e
d i e n e n d e r B e s c h a t t u n g d e r S t e l l p l ä t z e u n d s i n d u n m i t t e l b a r i m B e r e i c h d e r
S t e l l p l ä t z e z u p f l a n z e n .
Z u p f l a n z e n s i n d H o c h s t ä m m e e i n e r m i n d e s t e n s m i t t e l k r o n i g e n B a u m a r t i n
d r e i m a l v e r p f l a n z t e r Q u a l i t ä t m i t e i n e m S t a m m u m f a n g v o n m i n d e s t e n s 1 8 - 2 0
c m . D i e B a u m s c h e i b e n s i n d m i t e i n e r G r ö ß e v o n m i n d e s t e n s 6 m 2 o d e r a l s
d u r c h g e h e n d e r B a u m s t r e i f e n v o n m i n d e s t e n s 2 , 0 0 m B r e i t e e i n z u r i c h t e n . D i e
B a u m s t a n d o r t e s i n d m i t b o d e n d e c k e n d e n P f l a n z e n z u b e g r ü n e n u n d v o r d e m
B e f a h r e n u n d B e p a r k e n z u s i c h e r n . D i e B ä u m e a u f d e r S t e l l p l a t z a n l a g e s i n d m i t
d e r E r s a t z v e r p f l a n z u n g d a u e r h a f t z u u n t e r h a l t e n . ( § 9 A b s . 1 N r . 2 5 a u n d b
B a u G B ) .
1 . 4 S o l a r e n e r g i e n u t z u n g
1 . 4 . 1 N e u b a u
B e i m N e u b a u v o n G e b ä u d e n i s t e i n e A n l a g e z u r S o l a r e n e r g i e n u t z u n g z u
i n s t a l l i e r e n . D i e A n l a g e m u s s e i n e G r ö ß e v o n m i n d e s t e n s 5 0 % d e r G r u n d f l ä c h e
d e s G e b ä u d e s b e s i t z e n ( § 9 A b s . 1 N r . 2 3 b ) .
1 . 4 . 2 B e s t a n d
D i e V e r p f l i c h t u n g d e r I n s t a l l a t i o n v o n A n l a g e n z u r S o l a r e n e r g i e n u t z u n g g e m ä ß
F e s t s e t z u n g 1 . 4 . 1 g i l t a u c h f ü r B e s t a n d s g e b ä u d e , w e n n e i n e g r u n d l e g e n d e
D a c h s a n i e r u n g e r f o l g t . V o n d i e s e r V e r p f l i c h t u n g k a n n e i n e A u s n a h m e z u g e l a s s e n
w e r d e n , w e n n e i n e A n l a g e z u r G e w i n n u n g s o l a r e r S t r a h l u n g s e n e r g i e n a c h w e i s l i c h
n i c h t w i r t s c h a f t l i c h b e t r i e b e n w e r d e n k a n n .
1 . 5 A n s i c h t e n
1 . 5 . 1 D i e A n s i c h t e n d e s V o r h a b e n s s i n d B e s t a n d t e i l d e r F e s t s e t z u n g d e s
B e b a u u n g s p l a n s . D i e A u ß e n w a n d f l ä c h e n d e s g e p l a n t e n B a u k ö r p e r s s i n d a u f
G r u n d l a g e d e r A n s i c h t s p l ä n e z u g e s t a l t e n . E i n e a b w e i c h e n d e G e s t a l t u n g i m
R a h m e n d e s v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n s i s t z u l ä s s i g , w e n n s i c h d i e
V o r h a b e n t r ä g e r i n i m D u r c h f ü h r u n g s v e r t a g d a z u v e r p f l i c h t e t . Ä n d e r u n g e n d e s
D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g s o d e r d e r A b s c h l u s s e i n e s n e u e n D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g s
s i n d z u l ä s s i g ( § 9 A b s . 2 B a u G B i . V . m § 1 2 A b s . 3 a B a u G B ) .
2 T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n g e m ä ß § 8 9 B a u O N R W
2 . 1 Ä u ß e r e G e s t a l t u n g b a u l i c h e r A n l a g e n
2 . 1 . 1 W e r b e a n l a g e n a n d e n F a s s a d e n f l ä c h e n s i n d n u r w i e i n d e n A n s i c h t e n d a r g e s t e l l t
z u l ä s s i g . S a t z 2 u n d 3 a u s F e s t s e t z u n g 1 . 5 . 1 s i n d e n t s p r e c h e n d a n w e n d b a r .
2 . 1 . 2 I m g e s a m t e n G e l t u n g s b e r e i c h d e s P l a n g e b i e t s s i n d b l i n k e n d e u n d / o d e r s i c h
b e w e g e n d e A n l a g e n d e r A u ß e n w e r b u n g u n z u l ä s s i g .
2 . 1 . 3 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g v o n s e c h s F a h n e n m a s t e n a n d e n i m
v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n f e s t g e s e t z t e n S t a n d o r t e n . D i e
F a h n e n m a s t e n d ü r f e n e i n e H ö h e v o n 6 4 , 8 0 m ü . N H N ( c a . 7 , 5 0 m ü b e r H ö h e
S t e l l p l a t z a n l a g e ) n i c h t ü b e r s c h r e i t e n . D i e W e r b e f a h n e n s i n d m i t f e s t u n d p a r a l l e l
z u r E g b e r t - S n o e k - S t r a ß e a u s g e r i c h t e t e n A u s l e g e r n a n d e n F a h n e n m a s t e n
a n z u b r i n g e n .
2 . 1 . 4 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g v o n e i n e r W e r b e t a f e l ( W e r b e t a f e l 1 ) i m F o r m a t 4 8 0 x
2 1 0 c m ( B x H ) a n d e m i m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n f e s t g e s e t z t e n
S t a n d o r t . D i e W e r b e t a f e l d a r f e i n s c h l i e ß l i c h d e r A u f s t ä n d e r u n g e i n e H ö h e v o n
5 9 , 6 0 m ü . N H N n i c h t ü b e r s c h r e i t e n .
2 . 1 . 5 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g v o n e i n e r W e r b e t a f e l ( W e r b e t a f e l 2 ) i m F o r m a t 3 0 0 x
4 0 0 c m ( B x H ) a n d e m i m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n f e s t g e s e t z t e n
S t a n d o r t . D i e W e r b e t a f e l d a r f e i n s c h l i e ß l i c h d e r A u f s t ä n d e r u n g e i n e H ö h e v o n
6 1 , 0 0 m ü . N H N n i c h t ü b e r s c h r e i t e n .
2 . 1 . 6 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g v o n 2 P r e i s m a s t e n i m F o r m a t 1 9 0 x 7 5 0 c m ( B x H ) a n
d e n i m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n f e s t g e s e t z t e n S t a n d o r t e n . D i e
P r e i s m a s t e n d ü r f e n e i n s c h l i e ß l i c h d e r A u f s t ä n d e r u n g e i n e H ö h e v o n 6 5 , 0 0 m ü .
N H N n i c h t ü b e r s c h r e i t e n .
U m g r e n z u n g v o n F l ä c h e n , d e r e n B ö d e n e r h e b l i c h
m i t u m w e l t g e f ä h r d e t e n S t o f f e n b e l a s t e t s i n d
( A l t l a s t e n )
K e n n z e i c h n u n g e n
V o r g e s c h l a g e n e A b g r e n z u n g ( S t e l l p l ä t z e , F a h r b a h n ,
G e b ä u d e , E n t w ä s s e r u n g s f u n k t i o n )
H i n w e i s e
2 . 1 . 7 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g e i n e s G e s t e l l s m i t 2 A k t i o n s p l a n e n j e w e i l s i m F o r m a t
4 0 0 x 2 0 0 c m ( B x H ) a n d e n i m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n
f e s t g e s e t z t e n S t a n d o r t e n . D i e G e s t e l l e m i t A k t i o n s p l a n e n d ü r f e n e i n s c h l i e ß l i c h d e r
A u f s t ä n d e r u n g e i n e H ö h e v o n 5 9 , 0 0 m ü . N H N n i c h t ü b e r s c h r e i t e n .
2 . 1 . 8 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g e i n e s G e s t e l l s m i t T a n k k a r t e n ( T a n k k a r t e 1 ) i m F o r m a t
1 0 0 x 3 3 5 c m ( B x H ) a n d e n i m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n
f e s t g e s e t z t e n S t a n d o r t . D a s G e s t e l l d a r f e i n s c h l i e ß l i c h d e r A u f s t ä n d e r u n g e i n e
H ö h e v o n 6 0 , 8 0 m ü . N H N n i c h t ü b e r s c h r e i t e n .
2 . 1 . 9 Z u l ä s s i g i s t d i e A u f s t e l l u n g e i n e s G e s t e l l s m i t T a n k k a r t e n ( T a n k k a r t e 2 ) i m F o r m a t
1 0 0 x 3 4 5 c m ( B x H ) a n d e n i m v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n
f e s t g e s e t z t e n S t a n d o r t . D a s G e s t e l l d a r f e i n s c h l i e ß l i c h d e r A u f s t ä n d e r u n g e i n e
H ö h e v o n 6 0 , 0 0 m ü . N H N n i c h t ü b e r s c h r e i t e n .
3 K e n n z e i c h n u n g e n g e m ä ß § 9 A b s . 5 B a u G B
3 . 1 A l t l a s t e n / B o d e n s c h u t z
D e r G e l t u n g s b e r e i c h i s t a l s A l t l a s t e n v e r d a c h t s f l ä c h e i m S i n n e d e s § 9 A b s . 5 N r . 3
B a u G B g e k e n n z e i c h n e t . B a u m a ß n a h m e n s i n d i m D e t a i l i m n a c h f o l g e n d e n
B a u a n t r a g s v e r f a h r e n m i t d e r U m w e l t b e h ö r d e d e r S t a d t M ü n s t e r a b z u s t i m m e n .
4 H i n w e i s e
4 . 1 D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g
Z u r R e a l i s i e r u n g d e r v o r h a b e n b e z o g e n e n B e b a u u n g s p l a n ä n d e r u n g w e r d e n
e r g ä n z e n d e ö f f e n t l i c h - r e c h t l i c h e v e r t r a g l i c h e V e r e i n b a r u n g e n z w i s c h e n d e r S t a d t
M ü n s t e r u n d d e r V o r h a b e n t r ä g e r i n a b g e s c h l o s s e n
( D u r c h f ü h r u n g s v e r t r a g g e m . § 1 2 B a u G B ) .
4 . 2 D e r P l a n u n g z u g r u n d e l i e g e n d e V o r s c h r i f t e n
D i e d e r P l a n u n g z u g r u n d e l i e g e n d e n V o r s c h r i f t e n ( G e s e t z e , V e r o r d n u n g e n ,
E r l a s s e u n d D I N - V o r s c h r i f t e n ) k ö n n e n w ä h r e n d d e r D i e n s t z e i t e n b e i d e r S t a d t
M ü n s t e r , i m K u n d e n z e n t r u m „ P l a n e n u n d B a u e n “ i m E r d g e s c h o s s d e s
S t a d t h a u s e s 3 , A l b e r s l o h e r W e g 3 3 , e i n g e s e h e n w e r d e n .
4 . 3 B o d e n d e n k m a l e
B e i B o d e n e i n g r i f f e n k ö n n e n B o d e n d e n k m ä l e r ( k u l t u r - u n d / o d e r
n a t u r g e s c h i c h t l i c h e B o d e n f u n d e , d . h . M a u e r n , a l t e G r ä b e n , E i n z e l f u n d e a b e r a u c h
V e r ä n d e r u n g e n u n d V e r f ä r b u n g e n i n d e r n a t ü r l i c h e n B o d e n b e s c h a f f e n h e i t ,
H ö h l e n u n d S p a l t e n , a b e r a u c h Z e u g n i s s e t i e r i s c h e n u n d / o d e r p f l a n z l i c h e n
L e b e n s a u s E r d g e s c h i c h t l i c h e r Z e i t , F o s s i l i e n ) e n t d e c k t w e r d e n . D i e E n t d e c k u n g
v o n B o d e n d e n k m ä l e r n i s t d e r S t a d t M ü n s t e r a l s U n t e r e D e n k m a l b e h ö r d e u n d / o d e r
d e r L W L - A r c h ä o l o g i e f ü r W e s t f a l e n , A u ß e n s t e l l e M ü n s t e r ( T e l . 0 2 5 1 / 5 9 1 8 9 1 1 ) ,
u n v e r z ü g l i c h a n z u z e i g e n . D a s e n t d e c k t e B o d e n d e n k m a l u n d d i e
E n t d e c k u n g s s t ä t t e s i n d b i s z u m A b l a u f v o n e i n e r W o c h e n a c h d e r A n z e i g e
u n v e r ä n d e r t z u b e l a s s e n , w e n n n i c h t d i e O b e r e D e n k m a l b e h ö r d e d i e
E n t d e c k u n g s s t ä t t e v o r h e r f r e i g i b t o d e r d i e F o r t s e t z u n g d e r A r b e i t e n g e s t a t t e t . D i e
O b e r e D e n k m a l b e h ö r d e k a n n d i e F r i s t v e r l ä n g e r n , w e n n d i e s a c h g e r e c h t e
U n t e r s u c h u n g o d e r d i e B e r g u n g d e s B o d e n d e n k m a l s d i e s e r f o r d e r n u n d d i e s f ü r
d i e B e t r o f f e n e n z u m u t b a r i s t ( § 1 6 A b s . 2 D e n k m a l s c h u t z g e s e t z N W ) . G e g e n ü b e r
d e r E i g e n t ü m e r i n o d e r d e m E i g e n t ü m e r s o w i e d e n s o n s t i g e n
N u t z u n g s b e r e c h t i g t e n e i n e s G r u n d s t ü c k s , a u f d e m B o d e n d e n k m ä l e r e n t d e c k t
w e r d e n , k a n n a n g e o r d n e t w e r d e n , d a s s d i e n o t w e n d i g e n M a ß n a h m e n z u r
s a c h g e m ä ß e n B e r g u n g d e s B o d e n d e n k m a l s s o w i e z u r K l ä r u n g d e r
F u n d u m s t ä n d e u n d z u r S i c h e r u n g w e i t e r e r a u f d e m G r u n d s t ü c k v o r h a n d e n e r
B o d e n d e n k m ä l e r z u d u l d e n s i n d ( § 1 6 A b s . 4 D e n k m a l s c h u t z g e s e t z N W ) .
4 . 4 K a m p f m i t t e l
S o l l t e n w ä h r e n d d e r B a u a r b e i t e n K a m p f m i t t e l g e f u n d e n w e r d e n , s o s i n d d i e
B a u a r b e i t e n u n v e r z ü g l i c h e i n z u s t e l l e n u n d i s t d i e F e u e r w e h r d e r S t a d t M ü n s t e r z u
v e r s t ä n d i g e n .
4 . 5 A r t e n s c h u t z
D e r B a u h e r r i s t v e r p f l i c h t e t , s i c h e r z u s t e l l e n , d a s s d u r c h B a u a r b e i t e n k e i n e
g e s c h ü t z t e n T i e r a r t e n b e e i n t r ä c h t i g t o d e r g e s c h ä d i g t w e r d e n .
B e s o n d e r s g e s c h ü t z t s i n d v i e l e g e b ä u d e b e w o h n e n d e A r t e n , d a r u n t e r V ö g e l ( z . B .
S c h w a l b e n , M a u e r s e g l e r , T u r m f a l k e n u n d S c h l e i e r e u l e n ) u n d a l l e
F l e d e r m a u s a r t e n . N a c h § 4 4 A b s . 1 B N a t S c h G i s t e s v e r b o t e n , d i e s e T i e r e z u
v e r l e t z e n , z u t ö t e n , e r h e b l i c h z u s t ö r e n . E s i s t e b e n f a l l s v e r b o t e n , i h r e N e s t e r ,
H ö h l e n o d e r S c h l a f p l ä t z e z u z e r s t ö r e n .
S o l l t e n b e i d e n B a u a r b e i t e n g e s c h ü t z t e T i e r e o d e r i h r e N e s t e r , B r u t s t ä t t e n o d e r
V e r s t e c k e ( a u c h w e n n s i e l e e r o d e r v e r l a s s e n w i r k e n ) g e f u n d e n w e r d e n , m ü s s e n
d i e A r b e i t e n z u n ä c h s t g e s t o p p t w e r d e n . D a s w e i t e r e V o r g e h e n i s t m i t d e r u n t e r e n
N a t u r s c h u t z b e h ö r d e ( F r a u K a i s e r , 0 2 5 1 4 9 2 6 7 2 7 ) a b z u s t i m m e n .
N a c h § 3 9 A b s . 5 S . 1 N r . 2 B N a t S c h G b e s t e h t z u d e m d a s g e n e r e l l e V e r b o t ,
G e h ö l z e i n d e r Z e i t v o m 0 1 . M ä r z b i s z u m 3 0 . S e p t e m b e r z u e n t f e r n e n .
/gly0001 /gly0002 /gly0003 /gly0004 /gly0005 /gly0005 /gly0006 /gly0007 /gly0008
/gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly000D /gly000E /gly000F /gly0010 /gly000C /gly0011 /gly000C /gly0012 /gly000E /gly000D /gly0010 /gly000C /gly0003
/gly0001 /gly0007 /gly0005 /gly0017 /gly0009 /gly0016 /gly0015 /gly000C /gly0019 /gly001C /gly0009 /gly0018 /gly0005 /gly0004 /gly0017 /gly0015 /gly0004 /gly000C /gly001D /gly0014 /gly001C /gly001B /gly0013 /gly001A /gly0005 /gly0015 /gly000C /gly0001 /gly0007 /gly0005 /gly0017 /gly0009 /gly0016 /gly0015 /gly001E
/gly002C /gly001E /gly0023 /gly0003 /gly000A /gly0008 /gly0004 /gly0021 /gly002D /gly001C /gly000E /gly000C /gly0009 /gly000A /gly000B
/gly001A /gly000B /gly0014 /gly0010 /gly0011 /gly0010 /gly000B /gly0013 /gly0010 /gly0011 /gly001A /gly000B /gly0013 /gly0018 /gly000C /gly0003
/gly0001 /gly0007 /gly001C /gly0004 /gly0007 /gly0007 /gly0004
/gly002E /gly000C /gly002F /gly000C /gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly0010 /gly000E /gly0016 /gly0010 /gly000C /gly0003
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/gly002E /gly000C /gly002F /gly000C /gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly0010 /gly000E /gly0016 /gly0010 /gly000C /gly0003
/gly001D /gly000C /gly002F /gly000C /gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly0012 /gly000E /gly0013 /gly0010 /gly0003 /gly000C /gly0030 /gly000B /gly000C /gly0001 /gly001C /gly001C /gly0023 /gly0025 /gly000A
/gly0001 /gly001E /gly0002 /gly0004 /gly0021 /gly0005 /gly001E /gly0020 /gly001D /gly0004 /gly0021 /gly000C /gly0022/gly0004 /gly0008
/gly0032 /gly0004 /gly001D /gly0033 /gly0004 /gly0008
/gly000D /gly0018 /gly000E /gly0014 /gly0010
/gly001A /gly000B /gly002A /gly0032
/gly0034 /gly0032
/gly0012 /gly000B /gly002A /gly0032
/gly0014 /gly000B /gly002A /gly0032
/gly0001 /gly0002 /gly0003 /gly0004 /gly0005 /gly0005 /gly0006 /gly0007 /gly0008
/gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly0018 /gly000E /gly0014 /gly0010 /gly000C /gly0011 /gly000C /gly001A /gly000E /gly0014 /gly0010 /gly000C /gly0003
/gly0001 /gly0002 /gly0003 /gly0004 /gly0005 /gly0005 /gly0006 /gly0007 /gly0008
/gly0035 /gly0026 /gly001D /gly0004 /gly000C /gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly001A /gly000E /gly0015 /gly000D /gly000C /gly0003
/gly0001 /gly0002 /gly0003 /gly0004 /gly0005 /gly0005 /gly0006 /gly0007 /gly0008
/gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly001A /gly0015 /gly000E /gly0018 /gly0010 /gly000C /gly0011 /gly000C /gly0012 /gly000E /gly0010 /gly0010 /gly000C /gly0003
/gly0001 /gly0002 /gly0003 /gly0004 /gly0005 /gly0005 /gly0006 /gly0007 /gly0008
/gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly001A /gly0014 /gly000E /gly0018 /gly0010 /gly000C /gly0011 /gly000C /gly0014 /gly000E /gly0010 /gly0010 /gly000C /gly0003
/gly000F /gly0016 /gly000B /gly0010 /gly0013 /gly0016 /gly000B /gly0014 /gly0015
/gly0017/gly0019
/gly0010 /gly000B /gly0010 /gly0010
/gly0017 /gly001A /gly000D /gly000B /gly0014 /gly0016
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/gly0017/gly0010 /gly000B /gly0010 /gly0010/gly0019/gly0017/gly0010 /gly000B /gly0010 /gly0010/gly0019
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/gly0017 /gly001A /gly0012 /gly000B /gly001A /gly000D
/gly0017 /gly001A /gly0014 /gly000B /gly001A /gly0018
/gly0017 /gly001A /gly0012 /gly000B /gly001A /gly000D
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/gly0016/gly000B /gly0010 /gly0010
/gly0017 /gly001A /gly0014 /gly000B /gly0010 /gly0010
/gly0017 /gly0016 /gly000B /gly0010 /gly0010
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/gly0001 /gly0007 /gly0005 /gly0023 /gly0009 /gly001D /gly001C /gly000C /gly0037 /gly000A /gly0021 /gly0025 /gly001F /gly001E /gly000A /gly001C /gly003A /gly000C /gly0038 /gly001B /gly0020 /gly0021 /gly002E /gly0019 /gly0022/gly0004 /gly0005 /gly001C /gly000C /gly0001 /gly0007 /gly0005 /gly0023 /gly0009 /gly001D /gly001C /gly0039
/gly0024 /gly001E /gly0004 /gly0007 /gly002E /gly0004 /gly000C /gly002F /gly000C /gly003B /gly0004 /gly0023 /gly0005 /gly001C /gly0006 /gly0007 /gly0008 /gly000C /gly0035 /gly0004 /gly001E /gly001E /gly0033 /gly0004 /gly0008
A n s i c h t e n d e s V o r h a b e n s M . 1 : 2 0 0
A n s i c h t e n d e s V o r h a b e n s M . 1 : 4 0 0
/gly0001 /gly0002 /gly0003 /gly0004 /gly0005 /gly0005 /gly0006 /gly0007 /gly0008
/gly0009 /gly000A /gly000B /gly000C /gly0012 /gly000E /gly000F /gly000F /gly000C /gly0010 /gly000C /gly0013 /gly000E /gly0012 /gly000F /gly000C /gly0003
/gly0014 /gly000B /gly0012 /gly000F /gly0013 /gly0014 /gly000B /gly0014 /gly0014 /gly0013 /gly0012 /gly000B /gly0015 /gly0011
/gly0016 /gly0017 /gly000B /gly0017 /gly0015
/gly000D /gly0013 /gly000B /gly0017 /gly000D /gly0013 /gly0012 /gly000B /gly0017 /gly0017
/gly0016 /gly0014 /gly000B /gly0014 /gly0015
/gly0016/gly000F /gly000B /gly000F /gly000F/gly0018
/gly0016 /gly0012 /gly000B /gly0011 /gly0012
/gly0016 /gly0019 /gly0011 /gly000B /gly0019 /gly0012
/gly0016 /gly0015 /gly000B /gly000F /gly000F
/gly0016/gly000F /gly000B /gly000F /gly000F/gly0018
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/gly0016 /gly0015 /gly000B /gly000F /gly000F
/gly0016 /gly000C /gly0019 /gly0013 /gly000B /gly000F /gly000F
/gly001A /gly0001
/gly001B /gly001C /gly000A /gly001D /gly001E /gly0018
/gly001F /gly0020 /gly0021 /gly001C /gly000A /gly001E /gly0018
/gly0021 /gly000A /gly001D /gly0003 /gly0004 /gly0007
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/gly0025 /gly000A /gly0006 /gly0026 /gly0027 /gly0021 /gly001F /gly0004 /gly0021 /gly000C /gly0028 /gly0001 /gly0029 /gly002A /gly002B /gly0018 /gly002C /gly002D
/gly0001 /gly0007 /gly0005 /gly0023 /gly0009 /gly001D /gly001C /gly000C /gly0030 /gly0020 /gly0007 /gly000C /gly002E /gly0004 /gly0021 /gly000C /gly0028 /gly0001 /gly0029 /gly002A /gly002B /gly0018 /gly002C /gly0004 /gly0007 /gly001C /gly0021 /gly000A /gly001E /gly0030 /gly0004 /gly0021 /gly002F /gly000A /gly001E /gly001C /gly0006 /gly0007 /gly0008 /gly000C /gly0031 /gly001A /gly0020 /gly0021 /gly002E /gly0018 /gly002B /gly0005 /gly001C /gly000C /gly0001/gly0007 /gly0005 /gly0023 /gly0009 /gly001D /gly001C /gly0032
1 3 , 1 5
A n t e n n e
d = c a . 0 , 9 0 m
h = c a . 4 , 4 2 m ü . D a c h
- 1 , 1 0
A l b e r s l o h e r W e g
G e h w e g
5 6 , 2 0
+ 1 4 , 5 0 + 1 4 , 5 0
+ 1 5 , 2 9
+ - 0 , 0 0
A n t e n n e
d = c a . 0 , 9 0 m
h = c a . 3 , 8 0 m ü . A t t i k a
A n t e n n e
d = c a . 0 , 9 0 m
h = c a . 3 , 8 0 m ü . A t t i k a
A t t i k a k a n t e
B E S T A N D
A t t i k a k a n t e
B E S T A N D
A n s i c h t A l b e r s l o h e r W e g ( N o r d - O s t A n s i c h t )
+ 6 , 3 4
A n s i c h t v o n S ü d - W e s t
( E i n g a n g )
A n s i c h t v o n S ü d - O s t
( R ü c k s e i t e )
A n s i c h t v o n N o r d - W e s t
( L o d d e n h e i d e )
A n s i c h t v o n N o r d - O s t
D i e s e r B e b a u u n g s p l a n i s t g e m ä ß § § 2 u n d 1 0 B a u G B u n d § § 7 u n d 4 1 G O N W d u r c h d e n R a t d e r S t a d t M ü n s t e r a m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
a l s S a t z u n g b e s c h l o s s e n w o r d e n .
M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
O b e r b ü r g e r m e i s t e r S c h r i f t f ü h r e r
D i e s e r B e b a u u n g s p l a n i s t g e m ä ß § 1 0 B a u G B m i t d e r B e k a n n t m a c h u n g i m A m t s b l a t t d e r S t a d t M ü n s t e r N r . _ _ _ v o m _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
i n K r a f t g e t r e t e n .
M ü n s t e r , _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _ _
D e r O b e r b ü r g e r m e i s t e r
i m A u f t r a g
_ _ _ _ _ _ _ _ _ _
B r i n k h e e t k e r
Anlage 4 zur Vorlage Nr. V/0275/2025
V-0275-2025-Anlage-3-Textliche-Festsetzungen
12587 Zeichen
Textliche Festsetzungen / Seite 1 von 5 T e x t l i c h e F e s t s e t z u n g e n zur vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße 1 Textliche Festsetzungen gemäß §§ 9 und 12 Baugesetzbuch (BauGB) 1.1 Art der baulichen Nutzung 1.1.1 Im Gewerbegebiet 1 (GE 1) sind i.V.m. § 8 (2) BauNVO folgende Nutzungen zulässig: 1. Gewerbebetriebe aller Art einschließlich Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer Strahlungsenergie oder Windenergie, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffent- liche Betriebe, 2. Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, 3. Tankstellen, 4. Anlagen für sportliche Zwecke. 1.1.2 Im Gewerbegebiet 1 (GE 1) sind die gem. § 8 (3) Nr. 1, 2, 3 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Nutzungen unzulässig. (§ 8 Abs. 3 BauNVO) 1.1.3 Im Gewerbegebiet 2 (GE 2) sind i.V.m. § 8 (2) BauNVO folgende Gewerbe zulässig: 1. Gewerbebetriebe aller Art einschließlich Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus solarer Strahlungsenergie oder Windenergie, Lagerhäuser, Lagerplätze und öffent- liche Betriebe, 2. Geschäfts-, Büro- und Verwaltungsgebäude, 3. Anlagen für sportliche Zwecke. 1.1.4 Im Gewerbegebiet 2 (GE 2) sind die gem. § 8 (3) Nr. 1, 2, 3 BauNVO ausnahmsweise zulässigen Nutzungen unzulässig (§ 8 Abs. 3 BauNVO) 1.1.5 Im Geltungsbereich des Bebauungsplans sind Einzelhandelsnutzungen grundsätzlich un- zulässig (§ 1 (5) BauNVO in Verbindung mit § 1 (9) BauNVO). Abweichend sind ausnahms- weise zulässig (§ 1 Abs. 9 BauNVO): Kfz-Einzelhandelsbetriebe und Betriebe für Kfz-Zu- behör. 1.1.6 Im Geltungsbereich des Bebauungsplans sind Betriebe und Anlagen, die einen Betriebsbe- reich im Sinne des § 3 (5a) BImSchG bilden, ausgeschlossen. 1.1.7 Im Rahmen der festgesetzten Nutzungen (Festsetzung 1.1.1, 1.1.3 und Satz 2 aus 1.1.5) sind nur solche Vorhaben zulässig, zu deren Durchführung sich die Vorhabenträgerin im Durchführungsvertrag verpflichtet. Änderungen des Durchführungsvertrags oder der Ab- schluss eines neuen Durchführungsvertrags sind zulässig (§ 9 Abs. 2 BauGB i.V.m § 12 Abs. 3a BauGB). Anlage 3 zur Vorlage Nr. V/0275/2025 Vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Textliche Festsetzungen / Seite 2 von 5 1.2 Maß der baulichen Nutzung 1.2.1 Die maximal zulässige Höhe von baulichen Anlagen ist in den verschiedenen Teilen des Bebauungsplans in Meter über Normalhöhenull (m. ü. NHN) festgesetzt. Oberer Bezugs- punkt ist die Oberkante der baulichen Anlage. (§ 9 Abs. 1 Nr. 1 BauGB i.V.m. § 16 Abs. 2 Nr. 4 und § 18 Abs. 1 BauNVO). 1.2.2 Im Geltungsbereich des Bebauungsplans ist eine Überschreitung der höchstzulässigen Grundflächenzahl (GRZ) für Stellplätze mit ihren Zufahrten sowie Nebenanlagen innerhalb des Plangebietes bis zu einer GRZ von 0,90 zulässig. (§ 19 Abs. 4 BauNVO) 1.2.3 Mit Ausnahme von Treppenhäusern und den zugehörigen Aufzuganlagen müssen techni- sche Anlagen und technisch, untergeordnete Bauteile auf dem Dach mindestens 2,00 m von den Außenwänden des Hauptgebäudes zurückgesetzt werden oder in die Fassaden- gestaltung integriert sein. Werbeanlagen sind ausgenommen, es greift TF 2.1.1 (§9 Abs.1 Nr.1 BauGB i.V.m. §16 Abs.6 BauNVO). 1.3 Freiflächen, Begrünung 1.3.1 Beim Neubau, Erneuerungen und Anbau von Gebäuden sind die Dächer flächendeckend mit mindestens 0,10 m begrünbarem Boden zu bedecken sowie mit einer standortgerech- ten Vegetation extensiv zu begrünen und als begrünte Fläche dauerhaft zu unterhalten (§ 9 Abs. 1 Nr. 25a und b BauGB). Hiervon ausgenommen sind Bereiche mit notwendigen technischen Aufbauten. Bereiche mit Photovoltaik-Anlagen sind nicht ausgenommen. Die Begrünung ist durch Aufständern der Anlage sicherzustellen. 1.3.2 Bei Neubau, Erneuerungen und Anbau von Gebäuden ist je 30 m² tür- / fensterloser Fläche von Außenfassaden mindestens eine Kletterpflanze (selbstklimmend, rankend oder schlin- gend) als Begrünung zu pflanzen und dauerhaft fachgerecht zu pflegen. Für nichtklim- mende Pflanzen ist eine Rankhilfe vorzusehen. Je Kletterpflanze ist eine Pflanzfläche von mindestens 1 m² herzustellen. 1.3.3 Im Geltungsbereich des Bebauungsplans ist je angefangene 6 ebenerdige Stellplätze ein standortgerechter Laubbaum zu pflanzen und mit Ersatzverpflichtung dauerhaft zu unter- halten (§ 9 Abs. 1 Nr. 25a). Die Bäume dienen der Beschattung der Stellplätze und sind unmittelbar im Bereich der Stellplätze zu pflanzen. Zu pflanzen sind Hochstämme einer mindestens mittelkronigen Baumart in dreimal ver- pflanzter Qualität mit einem Stammumfang von mindestens 18 - 20 cm. Die Baumscheiben sind mit einer Größe von mindestens 6 m2 oder als durchgehender Baumstreifen von min- destens 2,00 m Breite einzurichten. Die Baumstandorte sind mit bodendeckenden Pflanzen zu begrünen und vor dem Befahren und Beparken zu sichern. Die Bäume auf der Stellplatz- anlage sind mit der Ersatzverpflanzung dauerhaft zu unterhalten. (§ 9 Abs. 1 Nr. 25a und b BauGB). Vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Textliche Festsetzungen / Seite 3 von 5 1.4 Solarenergienutzung 1.4.1 Neubau Beim Neubau von Gebäuden ist eine Anlage zur Solarenergienutzung zu installieren. Die Anlage muss eine Größe von mindestens 50 % der Grundfläche des Gebäudes besitzen (§ 9 Abs. 1 Nr. 23b). 1.4.2 Bestand Die Verpflichtung der Installation von Anlagen zur Solarenergienutzung gemäß Festsetzung 1.4.1 gilt auch für Bestandsgebäude, wenn eine grundlegende Dachsanierung erfolgt. Von dieser Verpflichtung kann eine Ausnahme zugelassen werden, wenn eine Anlage zur Ge- winnung solarer Strahlungsenergie nachweislich nicht wirtschaftlich betrieben werden kann. 1.5 Ansichten 1.5.1 Die Ansichten des Vorhabens sind Bestandteil der Festsetzung des Bebauungsplans. Die Außenwandflächen des geplanten Baukörpers sind auf Grundlage der Ansichtspläne zu gestalten. Eine abweichende Gestaltung im Rahmen des vorhabenbezogenen Bebauungs- plans ist zulässig, wenn sich die Vorhabenträgerin im Durchführungsvertag dazu verpflich- tet. Änderungen des Durchführungsvertrags oder der Abschluss eines neuen Durchfüh- rungsvertrags sind zulässig (§ 9 Abs. 2 BauGB i.V.m § 12 Abs. 3a BauGB). 2 Textliche Festsetzungen gemäß § 89 BauO NRW 2.1 Äußere Gestaltung baulicher Anlagen 2.1.1 Werbeanlagen an den Fassadenflächen sind nur wie in den Ansichten dargestellt zulässig. Satz 3 und 4 aus Festsetzung 1.5.1 sind entsprechend anwendbar. 2.1.2 Im gesamten Geltungsbereich des Plangebiets sind blinkende und / oder sich bewegende Anlagen der Außenwerbung unzulässig. 2.1.3 Zulässig ist die Aufstellung von sechs Fahnenmasten an den im vorhabenbezogenen Be- bauungsplan festgesetzten Standorten. Die Fahnenmasten dürfen eine Höhe von 64,80 m ü. NHN (ca. 7,50 m über Höhe Stellplatzanlage) nicht überschreiten. Die Werbefahnen sind mit fest und parallel zur Egbert-Snoek-Straße ausgerichteten Auslegern an den Fahnen- masten anzubringen. 2.1.4 Zulässig ist die Aufstellung von einer Werbetafel (Werbetafel 1) im Format 480 x 210 cm (B x H) an dem im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Die Werbeta- fel darf einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 59,60 m ü. NHN nicht überschrei- ten. 2.1.5 Zulässig ist die Aufstellung von einer Werbetafel (Werbetafel 2) im Format 300 x 400 cm (B x H) an dem im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Die Werbeta- fel darf einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 61,00 m ü. NHN nicht überschrei- ten. Vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Textliche Festsetzungen / Seite 4 von 5 2.1.6 Zulässig ist die Aufstellung von 2 Preismasten im Format 190 x 750 cm (B x H) an den im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standorten. Die Preismasten dürfen einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 65,00 m ü. NHN nicht überschreiten. 2.1.7 Zulässig ist die Aufstellung eines Gestells mit 2 Aktionsplanen jeweils im Format 400 x 200 cm (B x H) an den im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standorten. Die Gestelle mit Aktionsplanen dürfen einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 59,00 m ü. NHN nicht überschreiten. 2.1.8 Zulässig ist die Aufstellung eines Gestells mit Tankkarten (Tankkarte 1) im Format 100 x 335 cm (B x H) an den im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Das Gestell darf einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 60,80 m ü. NHN nicht über- schreiten. 2.1.9 Zulässig ist die Aufstellung eines Gestells mit Tankkarten (Tankkarte 2) im Format 100 x 345 cm (B x H) an den im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzten Standort. Das Gestell darf einschließlich der Aufständerung eine Höhe von 60,00 m ü. NHN nicht über- schreiten. 3 Kennzeichnungen gemäß § 9 Abs. 5 BauGB 3.1 Altlasten / Bodenschutz Der Geltungsbereich ist als Altlastenverdachtsfläche im Sinne des § 9 Abs. 5 Nr. 3 BauGB gekennzeichnet. Baumaßnahmen sind im Detail im nachfolgenden Bauantragsverfahren mit der Umweltbehörde der Stadt Münster abzustimmen. 4 Hinweise 4.1 Durchführungsvertrag Zur Realisierung der vorhabenbezogenen Bebauungsplanänderung werden ergänzende öffentlich-rechtliche vertragliche Vereinbarungen zwischen der Stadt Münster und der Vor- habenträgerin abgeschlossen (Durchführungsvertrag gem. § 12 BauGB). 4.2 Der Planung zugrundeliegende Vorschriften Die der Planung zugrundeliegenden Vorschriften (Gesetze, Verordnungen, Erlasse und DIN-Vorschriften) können während der Dienstzeiten bei der Stadt Münster, im Kundenzent- rum „Planen und Bauen“ im Erdgeschoss des Stadthauses 3, Albersloher Weg 33, einge- sehen werden. 4.3 Bodendenkmale Bei Bodeneingriffen können Bodendenkmäler (kultur- und/oder naturgeschichtliche Boden- funde, d.h. Mauern, alte Gräben, Einzelfunde aber auch Veränderungen und Verfärbungen in der natürlichen Bodenbeschaffenheit, Höhlen und Spalten, aber auch Zeugnisse tieri- schen und/oder pflanzlichen Lebens aus Erdgeschichtlicher Zeit, Fossilien) entdeckt wer- den. Die Entdeckung von Bodendenkmälern ist der Stadt Münster als Untere Denkmalbe- hörde und/oder der LWL-Archäologie für Westfalen, Außenstelle Münster (Tel. 0251/591 8911), unverzüglich anzuzeigen. Das entdeckte Bodendenkmal und die Entdeckungsstätte Vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße Textliche Festsetzungen / Seite 5 von 5 sind bis zum Ablauf von einer Woche nach der Anzeige unverändert zu belassen, wenn nicht die Obere Denkmalbehörde die Entdeckungsstätte vorher freigibt oder die Fortsetzung der Arbeiten gestattet. Die Obere Denkmalbehörde kann die Frist verlängern, wenn die sachgerechte Untersuchung oder die Bergung des Bodendenkmals dies erfordern und dies für die Betroffenen zumutbar ist (§ 16 Abs. 2 Denkmalschutzgesetz NW). Gegenüber der Eigentümerin oder dem Eigentümer sowie den sonstigen Nutzungsberechtigten eines Grundstücks, auf dem Bodendenkmäler entdeckt werden, kann angeordnet werden, dass die notwendigen Maßnahmen zur sachgemäßen Bergung des Bodendenkmals sowie zur Klärung der Fundumstände und zur Sicherung weiterer auf dem Grundstück vorhandener Bodendenkmäler zu dulden sind (§ 16 Abs. 4 Denkmalschutzgesetz NW). 4.4 Kampfmittel Sollten während der Bauarbeiten Kampfmittel gefunden werden, so sind die Bauarbeiten unverzüglich einzustellen und ist die Feuerwehr der Stadt Münster zu verständigen. 4.5 Artenschutz Der Bauherr ist verpflichtet, sicherzustellen, dass durch Bauarbeiten keine geschützten Tierarten beeinträchtigt oder geschädigt werden. Besonders geschützt sind viele gebäudebewohnende Arten, darunter Vögel (z.B. Schwal- ben, Mauersegler, Turmfalken und Schleiereulen) und alle Fledermausarten. Nach § 44 Abs. 1 BNatSchG ist es verboten, diese Tiere zu verletzen, zu töten, erheblich zu stören. Es ist ebenfalls verboten, ihre Nester, Höhlen oder Schlafplätze zu zerstören. Sollten bei den Bauarbeiten geschützte Tiere oder ihre Nester, Brutstätten oder Verstecke (auch wenn sie leer oder verlassen wirken) gefunden werden, müssen die Arbeiten zu- nächst gestoppt werden. Das weitere Vorgehen ist mit der unteren Naturschutzbehörde (Frau Kaiser, 0251 492 6727) abzustimmen. Nach § 39 Abs. 5 S. 1 Nr. 2 BNatSchG besteht zudem das generelle Verbot, Gehölze in der Zeit vom 01. März bis zum 30. September zu entfernen.
Beschlussvorlage
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V/0275/2025 V/0275/2025 Öffentliche Beschlussvorlage Betrifft Vorhabenbezogene 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße [Topraks] Beschluss über die Stellungnahmen Satzungsbeschluss Beratungsfolge 03.06.2025 Bezirksvertretung Münster-Südost Anhörung 26.06.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Vorberatung 02.07.2025 Hauptausschuss Vorberatung 02.07.2025 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Über die vorliegenden Stellungnahmen zum Entwurf der vorhabenbezogenen 2.Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße wird wie folgt Beschluss gefasst: 1.1 Nach Abwägung der öffentlichen und privaten Belange gegeneinander und untereinander wird den nachfolgenden Stellungnahmen zum Entwurf der vorhabenbezogenen 2.Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517 nicht gefolgt: 1.1.1 Der Stellungnahme, die Größe der Photovoltaikanlagen analog zu der Solaranla- genverordnung NRW bzw. auf nur 30 % der Fläche festzusetzen (Anlage 1, Punkt 2.1.3). 1.1.2 Der Stellungnahme, Anlagen für sportliche Zwecke auszuschließen (Anlage 1, Punkt 2.15). 2. Der Entwurf der vorhabenbezogenen 2.Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße wird gemäß §§ 2 und 10 Baugesetzbuch (BauGB) und §§ 7 und 41 Gemeindeordnung für das Land Nordrhein-Westfalen (GO NRW) als Satzung beschlossen. Die Begründung zur vorhabenbezogenen 2.Änderung wird ebenfalls beschlossen (Anlage 2). Stadtplanungsamt 09.05.2025 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Bruun Telefon: 492-6177 Bruun@stadt-muenster.de Herr Geitel Telefon: 492-6193 Geitel@stadt-muenster.de - 2 - V/0275/2025 II. Finanzielle Auswirkungen: Durch den Satzungsbeschluss entstehen der Stadt Münster keine Kosten. Die vorhabenbedingten Kosten werden vom Vorhabenträger getragen. Dazu wurde zwischen der Stadt Münster und dem Vorhabenträger ein städtebaulicher Vertrag (Durchführungsvertrag) geschlossen. Begründung: Mit der vorhabenbezogenen Änderung sollen die planungsrechtlichen Voraussetzungen für die An- siedlung eines Großmarktes Topraks im Gewerbepark Loddenheide im Stadtteil Gremmendorf ge- schaffen werden. Das Konzept sieht im Wesentlichen vor, im Innenbereich des vorhandenen Baukör- pers des Bau- und Gartenfachmarktes Umstrukturierungen vorzunehmen. Zudem werden die beste- henden gewerblichen Nutzungen im Geltungsbereich durch die Bauleitplanung in Art und Maß der baulichen Nutzung und die Ansic hten gesichert und darüber hinaus standortverträgliche Erweite- rungsmöglichkeiten gegeben. Der wirksame Flächennutzungsplan (FNP) der Stadt Münster stellt für den Geltungsbereich der 2. Änderung „Sondergebiet – Bau- und Gartenmarkt, Verwaltung“ dar. Die Dar stellung des Flächen- nutzungsplans widerspricht damit den Zielsetzungen d es Bebauungsplans. Da der Bebau ungsplan gemäß § 13a BauGB geändert wird, erfolgt die Anpassung des Flächennutzungsplans im Wege einer Berichtigung. Der Beschluss zur vorhabenbezogenen 2. Änderung des vorhabenbezogenen Bebauungsplans Nr. 517: Albersloher Weg / Egbert-Snoek-Straße wurde vom Rat der Stadt Münster am 26.02.2025 gefasst (V/0782/2024). Von der frühzeitigen Unterrichtung und Erörterung nach § 3 Abs. 1 und § 4 Abs. 1 BauGB wurde ab- gesehen. Der Entwurf wurde vom 10.03. bis einschließlich 10.04.2025 gemäß § 3 Abs. 2 BauGB veröffentlicht (V/0783/2024). In dieser Zeit fand auch die Beteiligung der Behörden und sonstigen Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Abs. 2 BauGB statt. Über die in der Beteiligungszeit eingegangenen Stellungnahmen (Anlage 1) soll ent sprechend der Beschlussvorschläge unter 1. Beschluss gefasst werden. Zum Thema Artenschutz kam von Seiten des Amtes für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit die Anregung, unter Hinweise eine Ergänzung zum Thema artenschutzrechtliche Belange aufzunehmen (Anlage 1, Punkt 2.11.3). Diese Ergänzung erfordert keine Änderungen in der Planzeichnung sowie den Festsetzungen. Von daher kann der Satzungsbeschluss zur 2. Änderung des Bebauung splans Nr. 517 gefasst werden (Beschlussvorschlag 2). Weitere Informationen sind den Anlagen 1 bis 4 zu entnehmen. - 3 - V/0275/2025 In Vertretung gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Anlage 1 – Stellungnahmen Anlage 2 – Begründung Anlage 3 – Textliche Festsetzungen Anlage 4 – Planzeichnung (Verkleinerung)
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (9)
- Egbert-Snoek-Straße 1
- Rösnerstraße
- Albersloher Weg 33
- Drolshagenweg
- Bertha-von-Suttner-Weg
- Umgehungsstraße
- Loddenheide
- Tiergarten
- Werse
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Details
- Aktenzeichen
- V/0275/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 08.05.2025
- Erstellt
- 29.04.2025 09:17