2017/0180
Warnung und Information der Bevölkerung; Übermittlung von Mitteilungen an registrierte Nutzer über Mobilfunkendgeräte
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2017/0180
5934 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
27.09.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Feuerwehr
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0180
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:128010
Kostenstelle: 037-030-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1280-11 Sachkonto:
Betreff: Warnung und Information der Bevölkerung; Übermittlung von Mitteilungen an r e-
gistrierte Nutzer über Mobilfunkendgeräte
Vorlage vom: 18.09.2017
Beschlussvorschlag :
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beschafft zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages zur Warnung
und Information der Bevölkerung - als Ergänzung zu dem bestehenden Sirenennetz - die Software
„BIWAPP“.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.09.2017
Gesetzlicher Auftrag
Das hessische Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz
(HBKG) verpflichtet die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Warnung der Bevölkerung sicherzu-
stellen (§3 Abs.1 Ziffer 5). Als ein mögliches Warnmedium unterhält die Wissenschaftsstadt
Darmstadt ein Sirenennetz, das durch die Untere Katastrophenschutzbehörde im Amt 37 -
betreut wird und kontinuierlich erweitert wird. Nach einer Sirenenwarnung werden nähere I n-
formationen zurzeit nur über Rundfunk und Fernsehen ausgestrahlt.
Das HBKG eröffnet über den Paragrafen 34a mittlerweile auch die zusätzliche Möglichkeit, für
die Warnung und Information der Bevölkerung neue Technologien („WarnApps“) einzusetzen.
Grundsätzlich gibt es derzeit am Markt drei Systeme, die jeder Nutzer auf seinem mobilen
Endgerät als „App“ installieren kann:
1. NINA
Der Bund bietet ein Modulares Warnsystem (MOWAS) an, zu dem eine App mit der Bezeich-
nung „Notfall-Informations-und Nachrichten-App (NINA) gehört. MOWAS ist teilweise in den
Bundesländern als Flächenlösung eingeführt. In Hessen kann derzeit nur eine Auslösestelle im
Hessischen Ministerium des Innern und für Sport genutzt werden. Warnmeldungen aus Darm-
stadt müssten zunächst an das Lagezentrum des HMdIS übermittelt werden. Für die lokale
Installation einer MOWAS-Auslösestelle würden einmalige Kosten in Höhe von 20.000 Euro
entstehen. Jährlich wären Folgekosten in Höhe von 1.500 Euro einzuplanen. Wegen der hohen
Kosten und der umständlichen Übermittlung von ausschließlichen Warnmeldungen wurde
MOWAS als Option für die Stadt Darmstadt nicht weiter verfolgt.
2. Katwarn
Die App „Katwarn“ wird durch die Firma CombiRisk, einer Tochter der Sparkassen-Ver-
sicherung, vertrieben. Entwickelt wurde die Software durch ein Fraunhofer-Institut in Berlin.
Das System ist seit 2011 für den Versand von SMS und Mails verfügbar. Seit 2012 wurden
schrittweise Applikationen für die Betriebssysteme IOS, Adroid und Microsoft entwickelt.
Kosten: Einmalig 15.000 Euro, Folgekosten jährlich 3.000 Euro
3. BIWAPP
Von der Firma Marktplatz GmbH wird seit 2015 eine WarnApp mit der Bezeichnung „Bürger
Info & WarnApp“ angeboten.
Wegen der kürzeren Präsenz am Markt, kann der Anbieter im Vergleich zu Katwarn noch nicht
die gleichen Nutzerzahlen nachweisen.
Kosten: Einmalig 7.990 Euro, Folgekosten jährlich 2.148 Euro
Bildung einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe:
An zwei unabhängigen Terminen hatten die Anbieter von BIWAPP (17.11.2016) und Katwarn
(22.11.2016) Gelegenheit, die jeweilige Software einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe zu
präsentieren. An den Terminen waren Teilnehmer und Gäste der nachfolgenden Organisation s-
einheiten und Institutionen anwesend:
Bürgermeister, städtische Pressestelle, städtische IT, GPR, Ordnungsamt, Schulamt, Gesun d-
heitsamt, Feuerwehr, Koordinierungsgruppe Stäbe (KGS), Organisationsabteilung, Polizeiprä-
sidium Südhessen, Heag Mobilo,
. . .
- 4 -
Entscheidung:
Die Entscheidung basiert neben der Empfehlung der stadtinternen AG vorrangig auch auf der
Betrachtung der Zukunftsfähigkeit einer WarnApp. Unter dem Blickwinkel einer digitalen Stadt
wird insbesondere die Möglichkeit der Versendung von Informationen zum Ausfall städtischer
Infrastruktur (ohne konkrete Gefahrensituationen) sehr hoch eingeschätzt.
Beispiele:
- Schulausfall
- Straßensperrungen durch ungeplante Ereignisse
- Ausfall städtischer Infrastrukturen (Entsorgung, Erreichbarkeiten, Servicezeiten)
- Auswirkungen eines Streiks
Neben der Feuerwehr, die für die Warnungen der Bevölkerung zuständig ist, soll BIWAPP au s-
schließlich von der Pressestelle für die Information der Bevölkerung genutzt werden.
Die Beteiligungsrechte der Personalvertretung wurden gewahrt.
BIWAPP soll spätestens ab Januar 2018 den Bürgerinnen und Bürgern der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zur Verfügung stehen.
Kosten:
Das Land Hessen wird sich mit einer Zuwendung in Höhe von 11.690 € beteiligen.
Diese Zuwendung wird wie folgt verwendet:
9.508 € für die Beschaffung
Zuwendung für laufende Betriebsmittel in Höhe von 2.180 € (mtl. á 213 €) für die ersten zehn
Monate. Nachdem die laufenden Betriebsmittel aufgebraucht sind, ist der mtl. Betrag in Höhe
von 213 € aus dem Haushalt der Feuerwehr zu begleichen. Entsprechende Mittel sind im
Haushalt 2018 eingeplant (SK 6166210 Wartung und Pflege Software).
Darmstadt, 18. September 2017
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
anlage 2
234 Zeichen
Punkt 30: Warnung und Information der Bevölkerung; Übermittlung von Mitteilungen an registrierte Nutzer über Mobilfunkendgeräte - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2017/0180) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
anlage 1
5994 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
27.09.2017
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Feuerwehr
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 10.3
II 37
IV 20
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2017/0180
Magistratsbeschluss -Nr.
392
Internetfähig
Produkt-Nr.:128010
Kostenstelle: 037-030-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1280-11 Sachkonto:
Betreff: Warnung und Information der Bevölkerung; Übermittlung von Mitteilungen an
registrierte Nutzer über Mobilfunkendgeräte
Vorlage vom: 18.09.2017
Beschlussvorschlag :
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beschafft zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages zur Warnung
und Information der Bevölkerung - als Ergänzung zu dem bestehenden Sirenennetz - die Software
„BIWAPP“.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 3 -
Beschluss des Magistrats vom 18.10.2017
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 18.09.2017
Gesetzlicher Auftrag
Das hessische Gesetz über den Brandschutz, die Allgemeine Hilfe und den Katastrophenschutz
(HBKG) verpflichtet die Wissenschaftsstadt Darmstadt, die Warnung der Bevölkerung
sicherzustellen (§3 Abs.1 Ziffer 5). Als ein mögliches Warnmedium unterhält die
Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Sirenennetz, das durch die Untere
Katastrophenschutzbehörde im Amt 37 - betreut wird und kontinuierlich erweitert wird. Nach
einer Sirenenwarnung werden nähere Informationen zurzeit nur über Rundfunk und Fernsehen
ausgestrahlt.
Das HBKG eröffnet über den Paragrafen 34a mittlerweile auch die zusätzliche Möglichkeit, für
die Warnung und Information der Bevölkerung neue Technologien („WarnApps“) einzusetzen.
Grundsätzlich gibt es derzeit am Markt drei Systeme, die jeder Nutzer auf seinem mobilen
Endgerät als „App“ installieren kann:
1. NINA
Der Bund bietet ein Modulares Warnsystem (MOWAS) an, zu dem eine App mit der
Bezeichnung „Notfall-Informations-und Nachrichten-App (NINA) gehört. MOWAS ist teilweise in
den Bundesländern als Flächenlösung eingeführt. In Hessen kann derzeit nur eine Auslösestelle
im Hessischen Ministerium des Innern und für Sport genutzt werden. Warnmeldungen aus
Darmstadt müssten zunächst an das Lagezentrum des HMdIS übermittelt werden. Für die
lokale Installation einer MOWAS-Auslösestelle würden einmalige Kosten in Höhe von 20.000
Euro entstehen. Jährlich wären Folgekosten in Höhe von 1.500 Euro einzuplanen. Wegen der
hohen Kosten und der umständlichen Übermittlung von ausschließlichen Warnmeldungen
wurde MOWAS als Option für die Stadt Darmstadt nicht weiter verfolgt.
2. Katwarn
Die App „Katwarn“ wird durch die Firma CombiRisk, einer Tochter der Sparkassen-Ver-
sicherung, vertrieben. Entwickelt wurde die Software durch ein Fraunhofer-Institut in Berlin.
Das System ist seit 2011 für den Versand von SMS und Mails verfügbar. Seit 2012 wurden
schrittweise Applikationen für die Betriebssysteme IOS, Adroid und Microsoft entwickelt.
Kosten: Einmalig 15.000 Euro, Folgekosten jährlich 3.000 Euro
3. BIWAPP
Von der Firma Marktplatz GmbH wird seit 2015 eine WarnApp mit der Bezeichnung „Bürger
Info & WarnApp“ angeboten.
Wegen der kürzeren Präsenz am Markt, kann der Anbieter im Vergleich zu Katwarn noch nicht
die gleichen Nutzerzahlen nachweisen.
Kosten: Einmalig 7.990 Euro, Folgekosten jährlich 2.148 Euro
Bildung einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe:
An zwei unabhängigen Terminen hatten die Anbieter von BIWAPP (17.11.2016) und Katwarn
(22.11.2016) Gelegenheit, die jeweilige Software einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe zu
präsentieren. An den Terminen waren Teilnehmer und Gäste der nachfolgenden
Organisationseinheiten und Institutionen anwesend:
Bürgermeister, städtische Pressestelle, städtische IT, GPR, Ordnungsamt, Schulamt,
Gesundheitsamt, Feuerwehr, Koordinierungsgruppe Stäbe (KGS), Organisationsabteilung,
Polizeipräsidium Südhessen, Heag Mobilo,
. . .
Entscheidung:
Die Entscheidung basiert neben der Empfehlung der stadtinternen AG vorrangig auch auf der
Betrachtung der Zukunftsfähigkeit einer WarnApp. Unter dem Blickwinkel einer digitalen Stadt
wird insbesondere die Möglichkeit der Versendung von Informationen zum Ausfall städtischer
Infrastruktur (ohne konkrete Gefahrensituationen) sehr hoch eingeschätzt.
Beispiele:
- Schulausfall
- Straßensperrungen durch ungeplante Ereignisse
- Ausfall städtischer Infrastrukturen (Entsorgung, Erreichbarkeiten, Servicezeiten)
- Auswirkungen eines Streiks
Neben der Feuerwehr, die für die Warnungen der Bevölkerung zuständig ist, soll BIWAPP
ausschließlich von der Pressestelle für die Information der Bevölkerung genutzt werden.
Die Beteiligungsrechte der Personalvertretung wurden gewahrt.
BIWAPP soll spätestens ab Januar 2018 den Bürgerinnen und Bürgern der Wissenschaftsstadt
Darmstadt zur Verfügung stehen.
Kosten:
Das Land Hessen wird sich mit einer Zuwendung in Höhe von 11.690 € beteiligen.
Diese Zuwendung wird wie folgt verwendet:
9.508 € für die Beschaffung
Zuwendung für laufende Betriebsmittel in Höhe von 2.180 € (mtl. á 213 €) für die ersten zehn
Monate. Nachdem die laufenden Betriebsmittel aufgebraucht sind, ist der mtl. Betrag in Höhe
von 213 € aus dem Haushalt der Feuerwehr zu begleichen. Entsprechende Mittel sind im
Haushalt 2018 eingeplant (SK 6166210 Wartung und Pflege Software).
Darmstadt, 18. September 2017
Dezernat I Dezernat II Dezernat IV
Jochen Partsch Rafael Reißer André Schellenberg
Oberbürgermeister Bürgermeister Stadtkämmerer
Beratungsverlauf (3)
Orte (1)
- Marktplatz
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2017/0180
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.09.2017
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00