2019/0380
Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' Pallaswiesen- / Mornewegviertel: Mobilitäts- und Verkehrskonzept für das Pallaswiesen- / Mornewegviertel
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
anlage 2
9999 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
11.12.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Mobilitätsamt
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 68
III 61
IV 20
V 50
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0380
Magistratsbeschluss-Nr.
491
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-001-2010 Investitionsnummer: 17061-4202
Kostenträger: 5110-51 Sachkonto: 0953010
Betreff: Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' Pallaswiesen - / Mornewegviertel:
Mobilitäts- und Verkehrskonzept für das Pallaswiesen - / Mornewegviertel
Vorlage vom: 20.11.2019
Beschlussvorschlag:
Der Magistrat stimmt der Finanzierung der Maßnahme des Förderprogramms
‘Soziale Stadt‘ Pallaswiesen- / Mornewegviertel in Höhe von 120.000 Euro zu. Fördermittel in
entsprechender Höhe stehen unter der Kostenstelle 061 -001-2010, Inv.Nr. 17061-4202 zur
Verfügung.
Anlagen: Soz. Stadt_Pallaswiesen-_Mornewegviertel_Mobilitäts -
_Verkehrskonzept_Untersuchungsraum
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja, Nein
Beschluss des Magistrats vom 18.12.2019
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.11.2019
Anlass / Ausgangssituation
In dem am 17.05.2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Integrierten
städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) ist das Thema ’Verkehr und Mobilität’ als wichtiges
Handlungsfeld benannt.
Das Fördergebiet weist aufgrund der großen Gewerbeare ale in seinem Umfeld und den damit
verbundenen Pendler- und LKW-Verkehren ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Absehbare
wohnbauliche Arrondierungen werden vermutlich zu weiteren Verkehrsaufkommen sowohl im
fließenden als auch im ruhenden motorisierten Individ ualverkehr (MIV) führen.
Im gesamten Fördergebiet bilden sich zudem nahezu alle Straßenräume funktional und
gestalterisch mängelbehaftet ab. Insbesondere die Nutzbarkeit für Radfahrende, Fußgängerinnen
und Fußgänger ist durch Straßenschäden sowie Lücken in Geh- und Radwegen eingeschränkt.
Hinzu kommt, dass der ruhende Verkehr vielfach in Gehwege eingreift und insgesamt einer Neuord -
nung bedarf.
Vor dem Hintergrund der Komplexität der Gesamtanforderungen, in die auch die Erschließung der
umliegenden Industriebetriebe einzubeziehen ist, ist eine qualifizierte Bestands - und
Problemanalyse sowie die Erarbeitung eines integrierten Gesamtkonzeptes mit Aussagen zur
optimierten Vernetzung von MIV, ÖPNV, Rad - und Fußverkehr sowie dem Aufzeigen von
Handlungsbedarfen in den Straßenräumen eine wichtige Voraussetzung für die Definition konkret
umzusetzender Maßnahmen. In der Zusammenschau ist aufzuzeigen, wie das Verkehrsgeschehen
im Fördergebiet nachhaltig und für alle Verkehrsteilnehmer ausgewogen gestaltet und die
Aufenthaltsqualität in den Straßenräumen deutlich erhöht werden kann.
Aufgabenstellung
Im Rahmen des zu erarbeitenden Mobilitätskonzeptes ist nach einer vertiefenden Analyse des
Status Quo in Bezug auf alle Verkehrsarten darzustellen, ob und wie über eine Vernetzung
planerischer und verkehrsrechtlicher Instrumente auto - bzw. verkehrsreduziertes Wohnen und
Arbeiten gefördert werden kann. Analyseabhängig ist darzustellen, welchen Beitrag hierzu
verkehrslenkende Maßnahmen, eine Umgestaltung von Straßenräumen, eine verbesserte
Stellplatzorganisation, flächendeckendes Carsharing und Elektromobilität, die Optimierung der
Bedingungen für Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger etc. sowie Maßnahmen des
Mobilitätsmanagements (z.B. Jobticket) leisten können.
Abhängig von den Ergebnissen ist der Einsatz eines Mobilitätsmanagements vor Ort zur Beratung
von Unternehmen und Arbeitnehmern, von Wohnungswirtschaft sowie Bewohnerinnen und
Bewohnern zu prüfen.
Im Rahmen des Konzeptes sind auch die Schwerpunktsetzungen der verkehrlichen Entwicklung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (u.a. Leitlinien Radverkehr, Nahmobilität) und die Anregungen aus
dem Masterplanprozess Darmstadt 2030+ für den Bereich Pallaswiesen -/ Mornewegviertel
aufzugreifen.
Das zu untersuchende Kerngebiet (ca. 60 ha) ist deckungsgleich mit dem Fördergebiet ’Soziale
Stadt’ Pallaswiesen- / Mornewegviertel. Die Verflechtungen des Fördergebiets mit den
angrenzenden Gebieten sind in die Analyse einzubeziehen. Der gesamte Untersu chungsraum aus
Kern- und Mantelzone umfasst eine Fläche von ca. 209 ha.
Zu beantworten sind insbesondere die Fragen:
- Wie kann erreicht werden, dass die Veränderungen im Fördergebiet (u.a. die Nachnutzung
untergenutzter Flächen) nicht mit einem Kfz -Verkehrswachstum einhergehen?
- Wie kann eine verkehrsverträgliche Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer mit
positiven Folgen für das Stadtbild gestaltet werden?
- Wie können Wirtschafts- und Lieferverkehre so organisiert werden, dass sie stadtverträglich
sind?
- 5 -
- Wie kann Verkehr umwelt- und flächengerechter sowie stadtverträglicher mit weniger Luft -
und Lärmemissionen gestaltet werden?
- Wo bilden sich überdimensionierte Verkehrsflächen ab und wie können diese zukünftig
anders genutzt werden?
Leistungsbild
Gegenstand des Verkehrs- und Mobilitätskonzeptes sind folgende Leistungsbausteine:
Ergänzende Bestandsanalyse
- Zu untersuchen sind alle Verkehrsträger und ihre Vernetzung. Einzugehen ist auf die
Qualität der verschiedenen Angebote sowie auf Zielkonflikte und Nutzungskonkurrenzen. Im
ruhenden Verkehr sind dem Parkraumangebot auf Basis von Erhebungen Aussagen zur
Parkraumnachfrage gegenüber zu stellen und zu bewerten.
Integration vorliegender Planungen
- Für Teilbereiche des Fördergebietes (z.B. Pallaswiesenst raße, Dolivostraße / Julius -Reiber-
Straße) liegen Planungen zur Umgestaltung vor.
- Zu prüfen ist, ob sie den im Rahmen der Bestandsanalyse ermittelten Anforderungen und
Standards genügen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, sind geeignete Hinweise zur
Überarbeitung zu geben.
Maßnahmenkonzept
- Darzustellen ist, wie das Verkehrsgeschehen im Untersuchungsgebiet nachhaltig gestaltet,
die Unabhängigkeit vom eigenen Auto gefördert und eine Stadt der kurzen Wege umgesetzt
werden kann.
- In diesem Kontext ist u.a. aufzuzeigen, wie Straßenräume unter Sicherstellung der
Erschließung angrenzender Gewerbebetriebe umgestaltet, Lücken im Radverkehrsangebot
geschlossen und ausreichende Bewegungs - und Aufenthaltsflächen für den Fußverkehr zur
Verfügung gestellt werden könne n. Im Bereich ÖPNV ist aufzuzeigen wie dieser gestärkt
und mit multimodalen Angeboten ergänzt werden kann. Für den ruhenden Verkehr,
insbesondere in Bereichen mit hohem Parkdruck, ist darzustellen, wie dieser neu geordnet
werden und ggf. bewirtschaftet wer den kann.
- Dabei ist sowohl die Vernetzung des Fördergebietes mit seiner Umgebung und den
angrenzenden Quartieren als auch die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs und wichtiger
Einrichtungen sowie Umschlagpunkte in der Stadt zu beachten.
- Da das Quartier Pallaswiesenstraße / Mornewegstraße im Masterplan prozess Darmstadt
2030+ sowie im damit verbundenen in Bearbeitung b efindlichen Mobilitätskonzept
Darmstadt2030+ als Schlüsselquartier für Transformation identifiziert wurde, ist auch auf
die hier aufgezeigten verkehrlichen Maßnahmen einzugehen.
Hierzu gehört insbesondere die Empfehlung einer Straßenbahnerschließung mit
Weiterführung Richtung Westen bis nach Weiterstadt. Die Tragfähigkeit der bereits
vorliegenden Empfehlungen (Verkehrsführung, Flächenverfügbarkeit , Anschlüsse /
Übergänge, etc.) ist zu prüfen und zu bewerten.
Vertiefende Aussagen zu ’Schlüsselräumen’
Vor dem des ISEK sind die im Folgenden dargestellten ’Schlüsselräume’ vertieft zu behandeln:
- Kirschenallee / Feldbergstraße / Mornewegstraße (geplant e Aufwertung der Straßenräume
für Radfahrer und Fußgänger)
- Kreuzungsbereich Kirschenallee / Mainzer Straße / Landwehrstraße (geplanter Stadtplatz)
- Kreuzungssituation Dolivostraße / Feldbergstraße (geplanter Quartiersplatz)
- Rößlerstraße / Dolivostraße (geplanter Grünzug)
- Umfeld von Steubenplatz und Kunsthalle (geplante Aufwertung Grünfläche /
Kultureinrichtung)
- 6 -
Kommunikation
Vorgesehen sind zwei öffentlichen Präsentationen (Analyse / Maßnahmen) im Stadtteil, vier
Abstimmungstermine mit der Auftragge berin und dem Stadtteilmanagement, zwei Termine für die
Abstimmung mit weiteren Beteiligten sowie zwei Präsentationstermine in städtischen Gremien.
Vor dem Hintergrund der Verwendungsnotwendigkeit bereitgestellter Fördermittel wird eine
zeitnahe Bearbeitung verfolgt.
Ziel ist, das Mobilitäts- und Verkehrskonzept im Rahmen des Bund-Länder-Programms 'Soziale
Stadt' umzusetzen. Die hierfür benötigten Fördermittel stehen bereit.
Vergabevorschlag
Das Angebot des Ing.-Büros Durth Roos Consulting GmbH enthält nach Angebotsprüfung mit einer
Angebotsendsumme von 116.828,25 EUR den niedrigsten Angebotspreis und ist unter
Berücksichtigung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten das annehmbarste. Vorgeschlagen wird,
das Ing.-Büro Durth Roos Consulting GmbH mit den dargestellten Leistungen zu beauftragen.
Darmstadt, 20.11.2019
Der Dezernent I Die Dezernentin III
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Stadträtin
Der Dezernent IV Die Dezernentin V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 1
513 Zeichen
M 1 : 7.700 GRUNDLAGENSZENARIENKONZEPTENTWURFTYPOLOGIE UNTERSUCHUNGSRAUMVERKEHRSKONZEPT SOZIALE STADTPALLASWIESENVIERTELMORNEWEGVIERTEL AUFTRAGGEBER: PLANUNG UND ARCHITEKTURFREISCHLAD + HOLZPLANUNG: STADT DARMSTADTS T A D T P L A N U N G S A M TBESSUNGER STRASSE 125TEL. 06151 / 133643 64283 DARMSTADTFAX 06151 / 132670 SPREESTRASSE 3ATEL. 06151 / 33131 64295 DARMSTADTFAX 06151 / 33132 Kamera-1 01050100200300 Untersuchungsraum Verkehrskonzept ca. 209 ha STAND: 21.08.2018 BESTAND Fördergebiet 'Soziale Stadt'
anlage 3
239 Zeichen
Punkt 7: Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' Pallaswiesen- / Mornewegviertel: Mobilitäts- und Verkehrskonzept für das Pallaswiesen- / Mornewegviertel (V-Nr. 2019/0380) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
anlage 5
256 Zeichen
Punkt 9: Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' Pallaswiesen- / Mornewegviertel: Mobilitäts- und Verkehrskonzept für das Pallaswiesen- / Mornewegviertel - Kenntnisnahme - (V-Nr. 219/0380) Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
2019/0380
9963 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
11.12.2019
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Mobilitätsamt
Amt: Stadtplanungsamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2019/0380
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511020
Kostenstelle: 061-001-2010 Investitionsnummer: 17061-4202
Kostenträger: 5110-51 Sachkonto: 0953010
Betreff: Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' Pallaswiesen - / Mornewegviertel:
Mobilitäts- und Verkehrskonzept für das Pallaswiesen - / Mornewegviertel
Vorlage vom: 20.11.2019
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Finanzierung der Maßnahme des Förderprogramms
‘Soziale Stadt‘ Pallaswiesen - / Mornewegviertel in Höhe von 120.000 Euro zu.
Fördermittel in entsprechender Höhe stehen unter der Kostenstelle 061 -001-2010, Inv.Nr.
17061-4202 zur Verfügung .
Anlagen: Soz. Stadt_Pallaswiesen -_Mornewegviertel_Mobilitäts -
_Verkehrskonzept_Untersuchungsraum
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja, Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 20.11.2019
Anlass / Ausgangssituation
In dem am 17.05.2018 von der Stadtverordnetenversammlung beschlossenen Integrierten
städtebaulichen Entwicklungskonzept (ISEK) ist das Thema ’Verkehr und Mobilität’ als wichtiges
Handlungsfeld benannt.
Das Fördergebiet weist aufgrund der großen Gewerbeare ale in seinem Umfeld und den damit
verbundenen Pendler - und LKW-Verkehren ein hohes Verkehrsaufkommen auf. Absehbare
wohnbauliche Arrondierungen werden vermut lich zu weiteren Verkehrsaufkommen sowohl im
fließenden als auch im ruhenden motorisierten Individ ualverkehr (MIV) führen.
Im gesamten Fördergebiet bilden sich zudem nahezu alle Straßenräume funktional und
gestalterisch mängelbehaftet ab. Insbesondere die Nutzbarkeit für Radfahrende, Fußgängerinnen
und Fußgänger ist durch Straßenschäden sowie Lücken in Geh- und Radwegen eingeschränkt.
Hinzu kommt, dass der ruhende Verkehr vielfach in Gehwege eingreift und insgesamt einer Neuord -
nung bedarf.
Vor dem Hintergrund der Komplexität der Gesamtanforderungen, in die auch die Erschließung der
umliegenden Indus triebetriebe einzubeziehen ist, ist eine qualifizierte Bestands - und
Problemanalyse sowie die Erarbeitung eines integrierten Gesamtkonzeptes mit Aussagen zur
optimierten Vernetzung von MIV, ÖPNV, Rad - und Fußverkehr sowie dem Aufzeigen von
Handlungsbedarfe n in den Straßenräumen eine wichtige Voraussetzung für die Definition konkret
umzusetzender Maßnahmen. In der Zusammenschau ist aufzuzeigen, wie das Verkehrsgeschehen
im Fördergebiet nachhaltig und für alle Verkehrsteilnehmer ausgewogen gestaltet und die
Aufenthaltsqualität in den Straßenräumen deutlich erhöht werden kann.
Aufgabenstellung
Im Rahmen des zu erarbeitenden Mobilitätskonzeptes ist nach einer vertiefenden Analyse des
Status Quo in Bezug auf alle Verkehrsarten darzustellen, ob und wie über eine Vernetzung
planerischer und verkehrsrechtlicher Instrumente auto - bzw. verkehrsreduziertes Wohnen und
Arbeiten gefördert werden kann. Analyseabhängig ist darzustellen, welchen Beitrag hierzu
verkehrslenkende Maßnahmen, eine Umgestaltung von Straßenräumen, eine verbesserte
Stellplatzorganisation, flächendeckendes Carsharing und Elektromobilität, die Optimierung der
Bedingungen für Radfahrende, Fußgängerinnen und Fußgänger etc. sowie Maßnahmen des
Mobilitätsmanagements (z.B. Jobticket) leisten können.
Abhängig von den Ergebnissen ist der Einsatz eines Mobilitätsmanagements vor Ort zur Beratung
von Unternehmen und Arbeitnehmern, von Wohnungswirtschaft sowie Bewohnerinnen und
Bewohnern zu prüfen.
Im Rahmen des Konzeptes sind auch die Schwerpunktsetzungen der v erkehrlichen Entwicklung der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (u.a. Leitlinien Radverkehr, Nahmobilität) und die Anregungen aus
dem Masterplanprozess Darmstadt 2030 + für den Bereich Pallaswiesen -/ Mornewegviertel
aufzugreifen.
Das zu untersuchende Kerngebiet ( ca. 60 ha) ist deckungsgleich mit dem Fördergebiet ’Soziale
Stadt’ Pallaswiesen - / Mornewegviertel. Die Verflechtungen des Fördergebiets mit den
angrenzenden Gebieten sind in die Analyse einzubeziehen. Der gesamte Untersuchungsraum aus
Kern- und Mantelzone umfasst eine Fläche von ca. 209 ha.
Zu beantworten sind insbesondere die Fragen:
- Wie kann erreicht werden, dass die Veränderungen im Fördergebiet (u.a. die Nachnutzung
untergenutzter Flächen) nicht mit einem Kfz -Verkehrswachstum einhergehen?
- Wie kann eine verkehrsverträgliche Gleichberechtigung aller Verkehrsteilnehmer mit
positiven Folgen für das Stadtbild gestaltet werden?
- Wie können Wirtschafts - und Lieferverkehre so organisiert werden, dass sie stadtverträglich
sind?
- Wie kann Verkehr umwelt - und flächengerechter sowie stadtverträglicher mit weniger Luft -
und Lärmemissionen gestaltet werden?
- 4 -
- Wo bilden sich überdimensionierte Verkehrsflächen ab und wie können diese zukünftig
anders genutzt werden?
Leistungsbild
Gegenstand des Verkehrs - und Mobilitätskonzeptes sind folgende Leistungsbausteine:
Ergänzende Bestandsanalyse
- Zu untersuchen sind alle Verkehrsträger und ihre Vernetzung. Einzugehen ist auf die
Qualität der verschiedenen Angebote sowie auf Zielkonflikte und Nutzungskonkurrenzen. Im
ruhenden Verkehr sind dem Parkraumangebot auf Basis von Erhebungen Aussagen zur
Parkraumnachfrage gegenüber zu stellen und zu bewerten.
Integration vorliegender Planungen
- Für Teilbereiche des Fördergebietes (z.B. Pallaswiesenst raße, Dolivostraße / Julius -Reiber-
Straße) liegen Planungen zur Umgestaltung vor.
- Zu prüfen ist, ob sie den im Rahmen der Bestandsanalyse ermittelten Anforderungen und
Standards genügen. Falls dies nicht der Fall sein sollte, sind geeignete Hinweise zur
Überarbeitung zu geben.
Maßnahmenkonzept
- Darzustellen ist, wie das Verkehrsgeschehen im Untersuchungsgebiet nachhaltig gestaltet,
die Unabhängigkeit vom eigenen Auto gefördert und eine Stadt der kurzen Wege umgesetzt
werden kann.
- In diesem Kontext ist u.a. aufzuzeigen, wie Straßenräume unter Sicherstellung der
Erschließung angrenzender Gewerbebetriebe umgestaltet, Lücken im Radverkehrsangebot
geschlossen und ausreichende Bewegungs - und Aufenthaltsflächen für den Fußverkehr zur
Verfügung gestellt werden können. Im Bereich ÖPNV ist aufzuzeigen wie dieser gestärkt
und mit multimodalen Angeboten ergänzt werden kann. Für den ruhenden Verkehr,
insbesondere in Bereichen mit hohem Parkdruck, ist darzustellen, wie dieser neu geordnet
werden und ggf. bewirtschaftet werden kann.
- Dabei ist sowohl die Vernetzung des Fördergebietes mit seiner Umgebung und den
angrenzenden Quartieren als auch die Erreichbarkeit des Hauptbahnhofs und wichtiger
Einrichtungen sowie Umschlagpunkte in der Stadt zu beac hten.
- Da das Quartier Pallaswiesenstraße / Mornewegstraße im Masterplan prozess Darmstadt
2030+ sowie im damit verbundenen in Bearbeitung b efindlichen Mobilitätskonzept
Darmstadt2030+ als Schlüsselquartier für Transformation identifiziert wurde, ist auch au f
die hier aufgezeigten verkehrlichen Maßnahmen einzugehen.
Hierzu gehört insbesondere die Empfehlung einer Straßenbahnerschließung mit
Weiterführung Richtung Westen bis nach Weiterstadt. Die Tragfähigkeit der bereits
vorliegenden Empfehlungen (Verkehrsfü hrung, Flächenverfügbarkeit, Anschlüsse /
Übergänge, etc.) ist zu prüfen und zu bewerten.
Vertiefende Aussagen zu ’Schlüsselräumen’
Vor dem des ISEK sind die im Folgenden dargestellten ’Schlüsselräume’ vertieft zu behandeln:
- Kirschenallee / Feldbergstraß e / Mornewegstraße (geplante Aufwertung der Straßenräume
für Radfahrer und Fußgänger)
- Kreuzungsbereich Kirschenallee / Mainzer Straße / Landwehrstraße (geplanter Stadtplatz)
- Kreuzungssituation Dolivostraße / Feldbergstraße (geplanter Quartiersplatz)
- Rößlerstraße / Dolivostraße (geplanter Grünzug)
- Umfeld von Steubenplatz und Kunsthalle (geplante Aufwertung Grünfläche /
Kultureinrichtung)
- 5 -
Kommunikation
Vorgesehen sind zwei öffentlichen Präsentationen (Analyse / Maßnahmen) im Stadtteil, vier
Abstimmungstermine mit der Auftraggeberin und dem Stadtteilmanagement, zwei Termine für die
Abstimmung mit weiteren Beteiligten sowie zwei Präsentationstermine in städtischen Gremien.
Vor dem Hintergrund der Verwendungsnotwendigkeit bereitgestellter Fördermittel wird eine
zeitnahe Bearbeitung verfolgt.
Ziel ist, das Mobilitäts - und Verkehrskonzept im Rahmen des Bund -Länder-Programms 'Soziale
Stadt' umzusetzen. Die hierfür benötigten Fördermittel stehen bereit.
Vergabevorschlag
Das Angebot des Ing. -Büros Durth Ro os Consulting GmbH enthält nach Angebotsprüfung mit einer
Angebotsendsumme von 116.828,25 EUR den niedrigsten Angebotspreis und ist unter
Berücksichtigung von wirtschaftlichen Gesichtspunkten das annehmbarste. Vorgeschlagen wird,
das Ing.-Büro Durth Roos C onsulting GmbH mit den dargestellten Leistungen zu beauftragen.
Darmstadt, 20.11.2019
Der Dezernent I Die Dezernentin III
Jochen Partsch Dr. Barbara Boczek
Oberbürgermeister Stadträtin
Der Dezernent IV Die Dezernentin V
André Schellenberg Barbara Akdeniz
Stadtkämmerer Stadträtin
anlage 4
221 Zeichen
Punkt 15: Bund-Länder-Programm 'Soziale Stadt' Pallaswiesen- / Mornewegviertel: Mobilitäts- und Verkehrskonzept für das Pallaswiesen- / Mornewegviertel (V-Nr. 2019/0380) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
Beratungsverlauf (4)
Orte (11)
- Dolivostraße
- Mornewegstraße
- Kirschenallee
- Mainzer Straße
- Landwehrstraße
- Feldbergstraße
- Rößlerstraße
- Julius-Reiber-Straße
- Pallaswiesenstraße
- Steubenplatz
- Spreestraße
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2019/0380
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 20.11.2019
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00