2021/0170
Neubau einer Kindertagesstätte in Eberstadt Süd, Nußbaumallee 6
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Punkt 3: Neubau einer Kindertagesstätte in Eberstadt Süd, Nußbaumallee 6 (V-Nr. 2021/0170) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Bauen, Stadtplanung, Verkehr und Liegenschaften der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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Punkt 3: Neubau einer Kindertagesstätte in Eberstadt Süd, Nußbaumallee 6 (V-Nr. 2021/0170) Einstimmig empfiehlt der Ausschuss für Soziales der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen.
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1 Anlage: Grundriss EG Schnitt A-A 2 Grundriss OG Schnitt B-B
2021/0170
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Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
17.06.2021
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat I
Dezernat IV
Amt: Jugendamt
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2021/0170
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 365010
Kostenstelle: 051-007-1200 Investitionsnummer: 19051-5500
Kostenträger: 3650-10, 3650-30 Sachkonto: 0951010, 6063000
Betreff: Neubau einer Kindertagesstätte in Eberstadt Süd, Nußbaumallee 6
Vorlage vom: 14.06.2021
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Maßnahme „Neubau Kindertagesstätte Eberstadt Süd“ ,
entsprechend der Entwurfsplanung des Architekturbüros Raum Z Architekten zu.
2. Der Magistrat stimmt der Finanzierung der Kosten gemäß der datenschutzrelevanten
Anlage zu.
Anlagen: Datenschutzrelevante Anlage
Grundrisse, Schnitte
Datenschutzrelevante Anlage:
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Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.06.2021
Mit Magistratsbeschluss 2019/399 vom 23.10.2019 wurde ein Vergabeverfahren für die
Vergabe von Planungsleistungen und die Beauftragung der, aus diesen Vergabeverfahren
hervorgehenden, Architekturbüros und der Fachpla nung beschlossen. Beauftragt wurden die
Leistungsphasen 1 bis 3 zur Erarbeitung einer Entwurfsplanung mit einer Kostenberechnung
zum Bau einer Kindertagesstätte in Eberstadt Süd.
Die Planungsleistungen des vorliegenden Entwurfs sind aus einem Ideenwettbewerb im
Rahmen des VGV -Verfahrens hervorgegangen. Das Architekturbüro Rau m Z Architekten hat
nach der Ausschreibung den Zuschlag f ür die Projektumsetzung erhalten.
Die gesamtstädtische Versorgungsquote im Bereich U3 / Ü3 liegt bei 44,2% / 105,9%. In
Eberstadt lag die Quote zum Stichtag 31.12.2020 im Bereich U3 (Krippe) bei 36,5% und im
Bereich Ü3 (Kindergarten) bei 94,7%. Der geplan te Neubau auf dem Gelände der Ludwig
Schwamb-Schule soll diese Lücke schließen. Durch die gemeinsame Unterbringung von
Schule und Kita entstehen Synergien zwischen beiden Bildungsorten. In der Kindertagestätte
wird eine lernfördernde Umgebung für die Kinde r geschaffen, die auf die Bedürfnisse der
Zielgruppen ausgerichtet ist, bauliche sowie pädagogische Standards berücksichtigt sowie
barrierefreie Zugänge und Voraussetzungen für Inklusion erfüllt. Das Außengelände wird als
zusätzlicher Lernort gestaltet, de r Raum für Bewegung und sinnliche Wahrnehmung bietet.
Projektbeschreibung
Allgemein:
Die Kindertagesstätte liegt in direkter Nachbarschaft zur Ludwig -Schwamb-Schule,
Nußbaumallee 6, in Darmstadt Eberstadt Süd. Die Abmessungen der Kindertagesstätte
betragen im Grundriss ca. 29,3 x 32,4 Meter. Sie ist zweigeschossig, mit Flachdach, ohne
Unterkellerung und misst in der Höhe ca. 7,90 m bis zur Oberkante der Attika.
Nettonutzfläche: 1.461,92 m2
Bruttogrundfläche (BGF r+s): 2.054,87 m2
Bruttorauminhalt (BRI): 8.121,09 m3
Das Zentrum der Kindertagesstätte bildet ein großzügiges, zweigeschossiges Atrium mit
Freitreppe und Oberlichtverglasung. Das Bauwerk wird als Holzbaukonstruktion aus
Brettsperrholzwänden und Brettschichtholz -Elementdecken g eplant. Auf dem Dach wird
neben einer extensiven Dachbegrünung eine Photovoltaikanlage geplant. Weiterhin wird ein
Lüftungsgerät auf dem Dach verortet.
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Perspektive Erdgeschoss
Nutzung:
Das Gebäude wird als Kindertagesstätte mit sieben Gruppenräumen und den dazugehörigen
Funktionsräumen genutzt. Geplant sind 4 Gruppen U3 und 3 Gruppen Ü3, hieraus ergeben
sich insgesamt 110 KiTa -Plätze.
Struktur:
Die Kindertagesstätte wird von Norden über die Kinderpromenade erschlossen. Die U3
Gruppen- und Nebenräume im Erdgeschoss orientieren sich nach Süden und Westen.
Erschlossen werden sie über das Atrium und die vorgelagerten Garderoben. Die Ü3 Gruppen -
und Nebenräume im Obergeschoss orientieren sich nach Süden und werden über die
Innentreppe im Atrium und den vorgel agerten Spiel- und Garderobenflur erschlossen. Die
drei Gruppenräume Ü3 im
Obergeschoss verfügen als Vorbereich über einen vorgesetzten Balkon, der gleichzeitig als
Fluchtbalkon und Verbindung zum Garten fungiert. Die Flucht über den Balkon erfolgt in zwei
Richtungen über zwei Außentreppen.
Beide Geschosse der Kita werden über eine interne Treppe durch einen großzügigen
Luftraum erschlossen, welcher der Begegnung und Bewegung dient. Nördlich des Atriums
befinden sich im Erdgeschoss das Büro der Kitaleitung und ein Elternraum. Auf der Ostseite
gliedert sich ein zum Atrium öffenbarer Mehrzweckraum an.
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Perspektive Foyer
Westlich des Haupteingangs sind Aufzug, Kinderwagenraum und Technikräume und ein
separater Lieferanteneingang angeordnet. Dieser steht mit der Küche im Obergeschoss in
Verbindung.
Küche und Bistroraum im Obergeschoss sind nordöstlich des Atriums angeordnet.
Das Bistro als ein zentraler Ort der Kommunikation ist Treffpunkt und Bildungsraum
zugleich. Es wird im ersten Obergeschoss an eine Dacht errasse angegliedert. Die
Dachterrasse wird als Spielbereich genutzt. Sie nimmt den Sichtbezug zur nahegelegenen
Eberstädter Düne auf.
Gestaltung:
Der Neubau zeigt sich von außen als zurückhaltender, hölzerner Körper. Durch spielerisch
gesetzte Fenster an der Eingangsfassade ist dieser jedoch deutlich als Kindertagesstätte
erkennbar. Im Inneren ist der Neubau durch klare und einfache Strukturen gegliedert. Die
offene Grundrissgestaltung ermöglicht Sichtbeziehungen und erleichtert die Orientierung. Die
einzelnen Gruppen sind farblich unterschiedlich gestaltet. Die farblichen Akzentuierungen
dienen der besseren Orientierung. Das Atrium als Herz des Hauses verbindet beide
Geschosse und dient der Begegnung und als gemeinsame Spiel - und Bewegungsfläche. Es
erhält schräge, farblich abgesetzt Stützen. Die vierläufige, geschwungene Innentreppe holt
die Besucher*innen am Eingang ab und lässt sie den Neubau aus unterschiedlichen
Perspektiven über die Höhe des Atriums erleben.
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Ansicht Süd
Ansicht Nord
Perspektive 1. Obergeschoss
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Termine
Baubeginn: April 2022
Inbetriebnahme: Herbst 2023
Umsetzung der Klimaschutzziele
Zur Erreichung einer CO2- Reduktion werden vordringlich nachwachsende Rohstoffe verwendet.
Das Bauwerk wird als Holzbaukonstruktion aus Brettsperrholzwänden und Brettschichtholz -
Elementdecken geplant. Der in der Herstellung energieintensive Baustoff Beton wird lediglich
zur Erstellung der Bodenplatte verwendet. Die aus Gründen des Schallschutzes erforderliche
Dichte der Geschossdecke wird durch eine Splittschüttung statt mit Beton erreicht.
Das Tragwerk wurde im Hinblick auf geringstmöglichen Materialeinsatz optimiert. Die
Spannweiten wurden durch die zusätzliche Stellung von Mikado-Stützen im zweigeschossigen
Foyer auf spielerische Art stark reduziert und geben dem Raum zudem eine kindgerechte
Atmosphäre.
Perspektive Foyer 1.OG
Der Anteil der grauen Energie wird als Grundlage bei Baustoffentscheidungen nachgewiesen.
Zudem wird bei der Auswahl der Baustoffe vordringlich deren Recycelbarkeit bewertet und
nach Möglichkeit auf Verbundbaustoffe verzichtet, um eine Trennung der Materialien nach der
Beendigung des Lebenszyklusses zu erreichen.
Die hochwärmegedämmte Ausführung der Hüllflächen, das günstige Fläche/Volumen -
Verhältnis aufgrund der kompakten Bauweise, der ausgewogene Fensteranteil und eine
Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung ermöglichen, zusammen mit der Photovoltaik-
Anlage, das Erreichen eines Effizienzgebäudes KfW40. Die Förderkriterien der
Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) der BAFA werden damit erfüllt.
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Die anrechenbaren Baukosten werden mit 20 % gefördert. Der Eigenbetrieb
Immobilienmanagement wird die ab dem 1. Juli 2021 zur Verfügung stehende Förderung
beantragen.
Sommerlicher Wärmeschutz durch Textilscreen, der einen Durchblick nach draußen
ermöglicht, in Kombination mit einer Sonnenschutzverglasung verhindert er eine Aufheizung
des Gebäudes im Sommer. Eine extensive Dachbegrünung verhindert die Aufheizung des
Gebäudes und dient der Speicherung von Niederschlägen.
Die Stromversorgung wird durch eine Photovoltaikanlage auf dem Dach des Gebäudes
ergänzt.
Es erfolgt eine Nachhaltigkei tsbetrachtung der Investitionsentscheidungen auf der Grundlage
des Lebenszyklusmodells, das die Investitionskosten mit den Betriebskosten über eine
Laufzeit von 30 Jahren betrachtet.
Bei der Planung der Freianlagen wird versucht, durch eine Modulation des Geländes eine
optimale Regenrückhaltung zu erreichen, um lange Hitzeperioden zu überstehen.
Barrierefreiheit
Alle Höhenversprünge, die durch das vorhandene Gelände entstehen, sollen über Rampen,
deren Neigung nicht mehr als 6 % betragen, überwunden werden, sodass barrierefreie
Zugänge entstehen. Eine akkugepufferte Aufzugsanlage fährt im Brandfall nach unten. Ein WC
für Menschen mit Behinderung ist vorgesehen. Es werden Außentüren mit barrierefreier
Türschwelle mit max. 2cm umgesetzt.
Brandschutzkonzept
Der erste Rettungsweg führt unmittelbar ins Freie. Im 1. Obergeschoss ist hierzu ein
Fluchtbalkon angeordnet worden. Die innenliegenden Treppen und Flure können so von
Fluchtwegs-Funktionen freigehalten werden und dienen als Spielflächen.
Zwei Treppen an b eiden Enden der Fluchtbalkone dienen als erster Rettungsweg ins Freie.
Hierdurch sind jederzeit zwei Fluchtrichtungen möglich und es kann auf eine Abschirmung
der Rettungswege durch Brandschutzverglasungen verzichtet werden.
Projektleitung
Die Projektleitung und das Projektmanagement liegen beim Eigenbetrieb
Immobilienmanagement.
Darmstadt, den 14.06.2021
Dezernat I Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch André Schellenberg Barbara Akdeniz
Oberbürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
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Punkt 14: Neubau einer Kindertagesstätte in Eberstadt Süd, Nußbaumallee 6 (V-Nr. 2021/0170) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.
Beratungsverlauf (5)
Orte (1)
- Nußbaumallee 6
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2021/0170
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 14.06.2021
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00