2727/2024
Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion für den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren (AN/1138/2024) zu gehörlosen Geflüchteten
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
3217 Zeichen
Dezernat, Dienststelle OB/16/161/2 Vorlagen-Nummer 30.09.2024 2727/2024 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 10.10.2024 Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 03.12.2024 Beantwortung einer schriftlichen Anfrage der FDP-Fraktion für den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren (AN/1138/2024) zu gehörlosen Geflüchteten Zusammenfassung in Einfacher Sprache: Die FDP-Fraktion möchten wissen, ob sich gehörlose, geflüchtete Menschen in Köln zurecht- finden und welche Angebote es in Köln gibt. Daher möchte sie wissen, wie viele Geflüchtete in Köln gehörlos sind, ob sie von der Stadt Köln in der Verwaltung und in den Unterkünften unterstützt wer- den und ob sie auch im täglichen Leben unterstützt werden. In den Unterkünften der Stadt Köln leben im Moment 54 geflüchtete Menschen, die gehörlos sind. Die Menschen werden oft von Freund*innen und Familie unterstützt, sie helfen mit Überset- zungen bei Terminen. Oder es werden Übersetzer*innen gesucht und bezahlt. Es gibt in Köln Integrationskurse für gehörlose Menschen und sie werden von der Beratungs- stelle Sharzad e.V. begleitet. In der Unterkunft wurden Klingeln und Rauchmelder mit Licht angebracht. So können die Menschen sehen, wenn es klingelt oder auch ein Alarm ertönt. Fragen und Antworten der Verwaltung: 1. Wie viele gehörlose Geflüchtete hat die Stadt Köln aufgenommen? Antwort der Verwaltung: Es werden derzeit 54 gehörlose Geflüchtete städtisch untergebracht. 2. Wie stellt sich die Situation in der Verwaltung und städtischen Einrichtungen dar, um von der Gebärdensprache des jeweiligen Herkunftslandes in die deutsche Lautsprache zu dolmetschen? Antwort der Verwaltung: Die Kommunikation erfolgt schriftlich und mit Unterstützung durch hörende Familienmit- glieder, Freund*innen oder Bekannte. Teilweise können auch andere Bewohner*innen 2 oder die Heimleitungen etwas Gebärdensprache. Außerdem werden besondere Integrationskurse für gehörlose Menschen durch das Bundesamt für Migration und Flücht- linge (BAMF) und durch das Jobcenter Köln vermittelt. Darüber hinaus werden Kontakte zu Gehörlosenberatungsstellen wie zum Beispiel das Franz-von-Sales-Zentrum oder den Verein Sharzad e.V. geknüpft. Bei Bedarf werden Gebärdensprachdolmetschung in den Herkunftssprachen - soweit ver- fügbar - bereitgestellt. 3. Welche Maßnahmen wurden ergriffen, um Barrierefreiheit für gehörlose Geflüchtete im alltäglichen Leben zu gewährleisten? Antwort der Verwaltung: In einem Beherbergungsbetrieb, in dem gehörlose, geflüchtete Menschen untergebracht sind, hat der Besitzer, der selbst gehörlose Familienmitglieder hat, Umgestaltungen vor- genommen, wie etwa das Anbringen von Lichtklingeln. Es wurden ferner zur Unterbrin- gung vorgesehene Wohnungen durch Anbringung von Lichtklingeln an Haus- und Woh- nungstüren und der Installation von optischen Rauchmeldern in den Wohnräumen gehör- losengerecht umgestaltet. Darüber hinaus werden über die Beratungsstellen für gehörlose Menschen unterstüt- zende Maßnahmen ermittelt und bei Bedarf zur Verfügung gestellt. Gez. Reker
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2727/2024
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 16.10.2024
- Erstellt
- 04.09.2024 15:28