A-R/0036/2010
Denkmal Bahnhof Hiltrup erhalten, Kinder- und Jugendarbeit in Hiltrup stärken
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Originalantrag
4881 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0036/2010 1 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Antrag Denkmal Bahnhof Hiltrup erhalten, Kinder- und Jugendarbeit in Hiltrup stärken Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Das unter Denkmalschutz stehende städtische Gebä ude Bahnhof Hiltrup ist zu sanieren und zu erhalten. Dazu wird die Verwaltung wie folgt beauftragt: 2. Für die zukünftige Nutzung des Bahnhofsgebäudes in Hiltrup ist ein Nutzungs- und Belegungskonzept zu erarbeiten. Als möglicher Hauptmieter ist der Verbu nd sozialtherapeutischer Einrichtungen e.V. (VSE) in d ie Belegungsplanung einzubinden. Weiterhin ist zu prüf en, welche weitere Nutzungen, Einrichtungen und Angebot e wie z.B. Kiosk oder Bistro für Bahnreisende, Fahrkartenverkauf, kleine Radstation im Bahnhofsgebäude oder einem Anbau realisiert werden können. 3. Die stadteigene Wohn+Stadtbau Gesellschaft (W+S) ist mit der Erarbeitung eines baulichen Sanierungskonzeptes einschließlich einer Kostenermi ttlung und eines Finanzierungsplanes zu beauftragen. Außerdem ist vo n der W+S auf der Grundlage des Belegungskonzeptes ein Betreiber- bzw . ein Vermietungskonzept zu erstellen. Dabei wird eine so wohl für den VSE als auch die W + S wirtschaftliche Lösung erwartet. Sol lte es für ein wirtschaftliches Gesamtkonzept sinnvoll sein, so ka nn auf einen Kellerausbau ebenso, wie auf eine Nutzung von Anbauten verzichtet werden. 4. Dem Rat ist das Ergebnis zu berichten und zeitna h ein Konzept für die Sanierung und zukünftige Nutzung des Bahnhofsgebäud es Hiltrup zur Entscheidung vorzulegen. 5. Die Verwaltung wird zudem beauftragt, mit dem Zw eckverband Schienenpersonennahverkehr Münsterland Gespräche üb er eine Koordinierung der Sanierungsmaßnahmen mit den Maßna hmen in Hiltrup aus der „Modernisierungsoffensive 2“ aufzunehmen. Begründung: 09.03.2010 Antrag an den Rat Nr. A-R/0036/2010 2 Vor über einem Jahrzehnt hat die Stadt Münster das unter Denkmalschutz stehende Bahnhofsgebäude Hiltrup erworben. Das Bahnhofsgebäu de, über 100 Jahre alt, ist neben der alten und der neuen Clemenskirche eines d er wenigen Zeugnisse der Vergangenheit im Stadtteil Hiltrup. Mit seiner inte nsiven Nutzung als Gebäude des öffentlichen Schienennahverkehrs hat es einen herau sragenden Stellenwert für die Identität des Stadtteils Hiltrup. Leider hat die St adt als Denkmaleigentümerin ihre Instandhaltungsverpflichtung unzureichend wahrgenommen. Der bauliche Zustand des Bahnhofsgebäudes erfordert inzwischen umgehendes Handeln. Bisher fehlten Nutzungskonzepte als Grundl age einer Gebäudesanierung. Zwischenzeitlich hat die Stadt das Gebäude als zu v eräußernde Immobilie für 200.000 € ausgeschrieben. Das Ausschreibungsverfahr en brachte kein Gebot. Weitere Ausschreibungsversuche sind nicht angezeigt . Vielmehr ist die Stadt verpflichtet, das Denkmal zu erhalten und deshalb dort auch baulich tätig zu werden. Inzwischen ist der VSE als möglicher Nutzer eines s anierten Bahnhofsgebäudes auf den Plan getreten. Der VSE führt wesentlich die au fsuchende Kinder- und Jugendarbeit in Hiltrup im Auftrage der Stadt durch und wird entsprechend vergütet. Derzeit ist der VSE in einem Einfamilienhaus an der Straße „Am Klosterwald“ untergebracht. Die beengten Räumlichkeiten reichen nur unzulänglich, die vorhandenen Aufgaben abzuwickeln. Deshalb möchte de r VSE mir einer Unterbringung in einem sanierten Bahnhofsgebäude se ine Aufgabenerledigung endlich auf die gebotene räumliche Situation bringe n. Die Ansiedlung des VSE im Bahnhofsgebäude mit seiner Lage zwischen Hiltrup M itte und Ost ergäbe einen optimalen Standort zur Aufgabenerledigung. Dies sol l erfolgen, ohne die Kinder- und Jugendarbeit anderer Träger in Hiltrup zu beeinträc htigen. Darüber würde dem Bereich des Haltepunktes Hiltrup, der auch zukünfti g einen hohen Stellenwert im Nahverkehrskonzept der Stadt behalten wird, neue Impulse gegeben. Der VSE hat nun ein detailliertes Nutzungskonzept f ür das ehemalige Bahnhofsgebäude vorgelegt, um seiner Stadtteilarbei t eine neue Perspektive zu geben. Darüber hinaus sind in dem Gebäude weitere A ngebote für Hiltrups Bürger zu realisieren. Dadurch könnte die Nutzung des Halt epunktes und damit des öffentlichen Nahverkehrs gesteigert werden. Dies wü rde den Straßenverkehr entlasten und einen guten Beitrag zum angestrebten Klimaschutzziel der Stadt darstellen. Die W+S ist eine städtische Baugesellschaft, die au ch den stadtpolitischen Zielen verpflichtet ist und erhebliche Erfahrungen in der Sanierung von Altgebäuden hat. Sie ist damit hervorragend für die bauliche Reaktiv ierung des Bahnhofsgebäudes in Hiltrup geeignet. Wolfgang Heuer Hery Klas Raimund Köhn Karl-Heinz Winter Helga Bennink und Fraktion und Fraktion und Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Am Klosterwald
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0036/2010
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 10.03.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37