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2017/0064

Zweiter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 01.03.2017

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„Es ist wichtig, in allen Beteiligungsprozessen    
früh transparent zu machen, auf welcher 
 Stufe die Bürgerbeteiligung ange siedelt ist.“
Imke Jung-Kroh, 
Bürgerbeauftragte
Bürgerbeteiligung in Darmstadt 
– Welche Gestaltungs- und 
 Einflussmöglichkeiten bestehen 
für Bürgerinnen und Bürger? 
Bei der Bürgerbeteiligung gibt es unterschied­
liche  Beteiligungsstufen: Geht es bei einem 
Beteiligungs angebot ums Informieren, um das 
Einholen von Ideen und Hinweisen oder die 
 Mitgestaltung von  Prozessen? Dies zu unter­
scheiden ist wichtig, um die Erwartungen an 
das  Angebot klar einzugrenzen. Alle wissen von 
Anfang an, „wo sie dran sind“.
Beilage im Rahmen des 2. Bürgerbeteiligungsberichts, 
Jahresbericht 2016
Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik

Stufe „Information“: Beteiligungsangebote, die auf dieser Stufe angesiedelt 
sind, dienen der Information, der Übermittlung von Inhalten zu Planungen 
und Vorhaben. Die Kommunikation verläuft vorwiegend in eine Richtung: 
von der Verwaltung zur Öffentlichkeit. Ein Beispiel für diese Stufe ist eine 
Informationsveranstaltung mit öffentlichen Vorträgen und Informationsständen. 
Ein Darmstädter Beispiel ist die Informationsveranstaltung zur Gewässer­
sanierung des Großen Woogs mit Fachvorträgen und der Möglichkeit zu 
Rückfragen. Fragen und Antworten wurden aufbereitet und die Dokumentation 
im Internet für alle Interessierten zur Verfügung gestellt.
Stufe „Anhören“: Bei Beteiligungsangeboten auf der Stufe „Anhören“ können 
 Bürgerinnen und Bürger zu einer konkreten Frage oder einem Entwurf 
Stellung nehmen und Hinweise und Anregungen einbringen. Bürgerinnen und 
Bürger kommen untereinander und mit Vertreterinnen und Vertretern aus 
Verwaltung und Politik ins Gespräch, hören sich gegenseitig zu und tauschen 
Meinungen aus. Dies geschieht zum Beispiel im Rahmen einer Veranstal­
tung mit unterschiedlichen Diskussionsecken und schriftlichen Kommentar­
möglichkeiten. Die Anregungen und Hinweise werden dokumentiert und 
von der Verwaltung geprüft. Sie können die Entscheidung beeinflussen, wobei 
der Grad der Einflussnahme sehr unterschiedlich sein kann.
Ein Darmstädter Beispiel für einen Beteiligungsprozess auf der Stufe des 
Anhörens ist der Prozess zum Welterbeantrag Mathildenhöhe. Bei den 
 Veranstaltungen werden die verschiedenen Planungsstände vorgestellt und 
es gibt die Möglichkeit, diese Planungen zu kommentieren und mit Hinweisen 
zu versehen. Die Kommentare werden protokolliert und in den Fachgremien 
zur Mathildenhöhe weiterbearbeitet. 
Stufe „Mitgestalten“: Im Prozess des Mitgestaltens werden die Vorschläge 
und Wünsche aller Beteiligten aufgenommen und fließen in den Möglichkei­
ten 
und Grenzen der jeweiligen Verfahrensebene in das Endprodukt ein. 
Der Grad der Einflussnahme ist groß. Die Beteiligten ringen um die beste 
Lösung und beschäftigen sich intensiv mit dem Vorhaben, zum Beispiel 
in regelmäßigen Arbeitsgruppen. Im Anschluss kann auch eine gemeinsame 
Umsetzung der Ergebnisse erfolgen.
Ein Darmstädter Beispiel sind die Stadtteilforen. Hier ist es möglich, eigene 
Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil einzubringen, 
in einer Gruppe mit weiteren interessierten Bürgerinnen und Bürgern auszu­
arbeiten und in Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung umzusetzen. 
Außerdem können frühe Planungen durch den Magistrat vorgestellt und sich 
intensiv mit möglichen Varianten beschäftigt werden. Ziel ist das Finden 
einer besten Lösung oder das Verfassen einer abgestimmten Empfehlung.
© 2017 Wissenschaftsstadt Darmstadt

2017/0064

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
07.03.2017 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat V 
Dezernat IV 
Dezernat III 
Dezernat II 
Dezernat I 
 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2017/0064 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  715-001-1001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  1117-13 Sachkonto: 6179000 
 
Betreff: Zweiter Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 01.03.2017  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der zweite Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis 
genommen.  
 
 
 
 
Anlagen: 2. Bürgerbeteiligungsbericht der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
Beilage im Rahmen des 2. Bürgerbeteiligungsberichts  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.03.2017 
 
Der Magistrat wurde beauftragt, regelmäßig einen Bürgerbeteiligungsbericht vorzulegen, auf  
dessen Grundlage die Leitlinien zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger bei Bedarf  
kontinuierlich  weiterentwickelt werden können (Magistratsbeschluss Nr. 55/2015).  
Der vorliegende zweite Bürgerbeteiligungsbericht stellt eine Zwischenbilanz der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt zwei Jahr nach dem Magistratsbeschluss zum Thema 
Bürgerbeteiligung dar und baut auf dem ersten Bürgerbeteiligungsbericht auf, der im 
Februar 2016 veröffentlicht wurde. Der zweite Bürgerbeteiligungsbericht wird auf der 
Bürgerbeteiligungsplattform unter www.da-bei.darmstadt.de  eingestellt und in einer 
Druckfassung herausgegeben.  
 
An diesem Bericht haben die Fachämter und Eigenbetriebe mitgewirkt, die im Jahr 2016  
freiwillige Bürgerbeteiligungsverfahren durchgeführt haben. Der Bericht enthält eine  
Zusammenschau der Dokumentationen aller 21 B ürgerbeteiligungsverfahren, die im Jahr  
2016 durchgeführt wurden. Weitere Hinweise und Anregungen der Verwaltung zur 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt wurden im Rahmen eines Workshops gesammelt.  
Außerdem wurde gemeinsam mit dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung im Rahmen zweier 
Sitzungen das Kapitel „Empfehlungen aus dem Arbeitskreis Bürgerbeteiligung“ entwickelt. 
Die letzte Sitzung im Dezember 2016 beinhaltete einen Sitzungsteil, in dem die anwesenden 
Bürgerinnen und Bürger Anmerkungen und Hinweise zu den gesamm elten Empfehlungen 
abgeben und eigene Ideen einbringen konnten. Diese wurden beraten  und teilweise in das 
Kapitel übernommen. Alle Hinweise der Bürgerinnen und Bürger sind dem veröffentlichten 
Sitzungsprotokoll zu entnehmen.  
Außerdem enthält der Bericht di e Ergebnisse der externen Evaluation, die aus den 
Rückmeldebögen bei Beteiligungsveranstaltungen und aus den Interviews von 
Stadtverordneten, Verwaltungsmitarbeiterinnen und –mitarbeitern zusammengefasst wurden. 
Auch auf dieser Grundlage wurden Empfehlunge n zur Weiterentwicklung der 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt ausgesprochen und in den Bericht aufgenommen.  
Schließlich wird ein Sachstandsbericht aus Sicht der Bürgerbeauftragten gegeben, der einen 
Eindruck von den Aktivitäten im letzten Jahr und den zukünftigen Arbeitsschwerpunkten und 
Maßnahmen vermittelt. Der Jahresbericht enthält eine  Beilage zu den untersc hiedlichen 
Beteiligungsstufen des Informierens, des Anhörens und des Mitgestaltens mit Darmstädter 
Beispielen.  
 
Darmstadt, den 01.03.2017 
 
Dezernat I     Dezernat II     Dezernat III 
 
 
 
Jochen Partsch    Rafael Reißer     Dr. Barbara Bo czek  
Oberbürgermei ster    Bürgermeister    Stadträtin 
 
 
Dezernat IV     Dezernat V 
 
 
 
André Schellenberg    Barbara Akdeniz  
Stadtkämmerer    Stadträtin

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www.da-bei.darmstadt.de
2. Bürgerbeteiligungsbericht
Jahresbericht 2016

Verfasserinnen und Verfasser
Imke Jung-Kroh  Bürgerbeauftragte 
Anke Vollmer  IFOK GmbH 
Dr. Rolf Hackenbroch teleReserach GmbH  
Sarah Perry  teleResearch GmbH
Mitarbeit
Mitglieder des Arbeitskreises Bürgerbeteiligung 
Dezernat I, II, III, IV und V

1
Inhaltsverzeichnis
1. Grußwort des Oberbürgermeisters  ............................................................. 2
2. Sachstandsbericht aus Sicht der  Bürgerbeauftragten und Ausblick ............. 4
3. Vorhaben mit Bürgerbeteiligung im Jahr 2016 ......................................... 16
4. Kurzbericht zu den Ergebnissen der externen Evaluation .......................... 20
5. Empfehlungen aus dem Arbeitskreis  Bürgerbeteiligung ............................ 28
Anlage:  
Dokumentationen der Bürgerbeteiligungsverfahren im Jahr 2016 ................. 32

2
Darmstadt wächst und befindet sich im Aufbruch. Und Darmstadt ist so lebendig 
wie nie zuvor. Dies ist gut so, denn wir sind alle aufgerufen, die Zukunft Darmstadts 
zu gestalten und gemeinsam Zukunftsbilder für Darmstadt zu entwickeln!
Herausforderungen gibt es in vielen Bereichen: Wir brauchen mehr Wohnraum für 
alle, wir brauchen ein neues Mobilitätskonzept, wir brauchen eine bessere Qualität 
der Luft und viel Grün, mehr Schulen und Kindergärten, Ausbildungs- und Arbeits-
plätze, Treffpunkte in den Vierteln, Menschen, die anderen helfen und vieles mehr. 
Der Wille, dass Darmstadt diese Herausforderungen meistert, und dass viele 
 daran mitarbeiten wollen, ist überall spürbar. In den Stadtteilforen, im Prozess   
////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+, bei der Vorbereitung der Landes-
gartenschau 2022, bei unserer Suche nach einem neuen Standort für das Stadion, 
bei der Entwicklung der Konversionsflächen, bei den Informationsveranstaltungen 
zum Thema Flüchtlinge und bei vielen weiteren Themen. 
Ich freue mich sehr, dass wir in Darmstadt gute Grundlagen geschaffen haben, dass 
sich die Bürgerinnen und Bürger mit ihren Ideen und Vorstellungen in die Planungen 
der Stadt einbringen können. Für mich und den gesamten Magistrat entspricht dies 
einer Grundhaltung, die wir in einer modernen demokratischen Stadtgesellschaft 
unbedingt brauchen. Bürgerbeteiligung gehört mittlerweile zum Verwaltungshandeln 
dazu, und das aus gutem Grund. Auch im letzten Jahr haben sich Tausende Bürge-
rinnen und Bürger engagiert und ihre Meinung und Ideen eingebracht. Ihnen allen 
möchte ich danken! In vielen Fällen hat das Einmischen und Mitwirken zu konkreten 
Ergebnissen oder Veränderungen geführt, wie beispielsweise beim Planungswettbe-
werb zur Quartiersmitte in der Lincoln-Siedlung. 
1. Grußwort des Oberbürgermeisters

3
Insgesamt haben im letzten Jahr über 20 Informations- und Beteiligungsverfahren 
stattgefunden, teils als einmalige Angebote, teils als mehrjährige Prozesse angelegt. 
Durch die Leitlinien zur Bürgerbeteiligung werden diese Prozesse immer weiter 
verbessert – auch der Magistrat lernt immer weiter dazu. Denn Bürgerbeteiligung 
ist mehr als Projektbeteiligung, es geht um die Beteiligung an der Entwicklung der 
Stadt insgesamt. 
Wir werden in Darmstadt als „Stadt der Zukunft“ weiter daran arbeiten, dass das 
Vertrauen zwischen den Menschen und in die Verwaltung und die politisch Handeln-
den wächst. Wir werden das Feld weder den Wutbürgern noch Antidemokraten oder 
Populisten überlassen. 
Ich bin überzeugt, dass wir mit dieser Grundhaltung, den geschaffenen Grundlagen 
der Bürgerbeteiligung, der offenen Stadtgesellschaft und dem Anspruch, Bürger-
beteiligung für alle zu ermöglichen, auf einem sehr guten Weg in eine zukunftsfähige 
Stadt sind. 
Ihr
Jochen Partsch
Oberbürgermeister

4
Quelle: Deutsches Institut für Urbanistik
Das Jahr 2016 war geprägt von vielen großen 
Beteiligungsprozessen, die fortgeführt oder 
neu begonnen wurden (siehe Kapitel 3 „Vor-
haben mit Bürgerbeteiligung im Jahr 2016“). 
Es gab somit eine Vielzahl an Planungen und 
Verfahren, an denen die „Wetterfestigkeit“ der 
Leitlinien zur Bürgerbeteiligung weiter erprobt 
werden konnte. 
Der Schritt zur stärkeren Strukturierung von 
Bürgerbeteiligung in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt wurde im Frühjahr 2015 mit der 
Verabschiedung der Leitlinien zur Bürgerbetei-
ligung vollzogen. Mit der Veröffentlichung der 
ersten Vorhabenliste wurde bereits im Herbst 
2015 ein zentrales Instrument der Leitli-
nien umgesetzt. Die Vorhabenliste dient der 
frühzeitigen Information über Vorhaben und 
Planungen der Wissenschaftsstadt Darmstadt, 
bei denen eine Beteiligung der Bürgerinnen 
und Bürger geplant ist oder generell möglich 
erscheint. Alle Meilensteine und Strukturen, 
die 2015 erarbeitet bzw. zur Umsetzung der 
Leitlinien neu geschaffen wurden, sind im 
1. Bürgerbeteiligungsbericht erläutert
1. 
1  Den 1. Bürgerbeteiligungsbericht finden Sie unter  
www.da-bei.darmstadt.de. 
Die Zusammenarbeit zwischen den Fachäm-
tern, den Eigenbetrieben und der Bürgerbeauf-
tragten konnte im Jahr 2016 weiter ausgebaut 
werden. Insbesondere die Verfahren, in denen 
sich aufgrund von Thema und Fragestellung 
fachlich gemischte Vorbereitungsteams zur 
Konzeption und Organisation der Beteiligungs-
prozesse bilden, profitieren von den Erfahrun-
gen und dem Austausch innerhalb der Gruppe. 
Bei vielen Planungen wird die Stabsstelle der 
Bürgerbeauftragten frühzeitig zur Unterstüt-
zung einbezogen. Die Qualitätskriterien, die 
in den Leitlinien formuliert wurden, können 
somit frühzeitig im Verfahren platziert und 
berücksichtigt werden. Ein weiteres gutes 
Signal für den Weg hin zu einer gemeinsamen 
Beteiligungskultur ist, dass auch Bürgeriniti-
ativen und aktive Gruppen im Gemeinwesen 
stärker als bisher Beratung und Unterstützung 
in Anspruch nehmen, um Fragen zu klären und 
oder eigene Projekte umzusetzen. 
In diesem Kapitel möchten wir aus der Per-
spektive der Bürgerbeauftragten diese und 
weitere Entwicklung bei der Umsetzung der 
Leitlinien zur Bürgerbeteiligung darstellen und 
einen Ausblick auf das Jahr 2017 geben. Mit 
der Stabsstelle der Bürgerbeauftragten verfügt 
die Wissenschaftsstadt über eine zentrale 
Anlaufstelle für das Thema Bürgerbeteiligung 
2. Sachstandsbericht aus Sicht der 
 Bürgerbeauftragten und Ausblick

5
Ihre Ansprechpartnerin ist
Imke Jung-Kroh  
Bürgerbeauftragte der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt
Neues Rathaus
Luisenplatz 5a
64283 Darmstadt  
Telefon (0 61 51) 13-23 00 
E-Mail buergerbeauftragte@darmstadt.de
Informationen im Internet unter
www.da-bei.darmstadt.de und  
www.darmstadt.de
und die Umsetzung der Leitlinien. Außerdem 
unterstützt die Stabsstelle Verwaltung, Politik 
und Bürgerschaft bei der Planung und Umset-
zung von Bürgerbeteiligungsprozessen zu 
konkreten Vorhaben. 
Darüber hinaus ist die Bürgerbeauftragte auch 
Ansprechpartnerin für Bürgeranregungen, Bür-
gerfragen, Lob und Beschwerden.
Vorhabenliste zur frühzeitigen 
Information
Die Vorhabenliste mit Informationen zu 
 Planungen der Stadt, bei denen bereits 
Bürgerbeteiligung geplant ist oder angeregt 
werden kann, wird kontinuierlich fortgeschrie-
ben und alle sechs Monate um neue Vorhaben 
ergänzt und politisch beraten. Die Vorhaben-
liste fördert die Transparenz, die Möglichkeit 
zur frühzeitigen Mitgestaltung und den Dialog 
zwischen Politik, Verwaltung und Bürgerschaft 
über städtische Vorhaben und Planungen. 
Im Dezember 2016 wurde bereits die dritte 
Vorhabenliste im Magistrat beschlossen, eine 
Veröffentlichung unter www.vorhabenliste.
darmstadt.de und als Druckbroschüre ist im 
Februar 2017 geplant. Die Vorhaben können 
auf der Beteiligungsplattform nach Stadtteilen 
und Themen gefiltert werden. Außerdem ist 
ein Abonnement per E-Mail möglich, so dass 
interessierte Bürgerinnen und Bürger automa-
tisiert über neu eingestellte Vorhaben benach-
richtigt werden.
Die dritte Vorhabenliste beinhaltet die Fort-
schreibung der bestehenden Vorhabenliste und 
voraussichtlich 16 neue Vorhaben der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt. Ab dem Zeitpunkt 
der Veröffentlichung der Vorhaben können alle 
Bürgerinnen und Bürger zwei Monate lang 
Bürgerbeteiligung anregen, wenn bislang keine 
freiwillige Bürgerbeteiligung bei einem Vorha-
ben vorgesehen ist (Quorumsantrag). Über die 
Anregung zur Bürgerbeteiligung entscheiden 
der Magistrat und die Stadtverordnetenver-

6
sammlung. Die Möglichkeiten zur Anregung 
und die Formulare sind ebenfalls auf der Bür-
gerbeteiligungsplattform verfügbar. 
Zur ersten Vorhabenliste der Wissenschafts-
stadt Darmstadt ist im Januar 2016 ein Antrag 
zur Anregung von Bürgerbeteiligung eingegan
-
gen. Der Magistratsvorlage zur Entscheidung 
über den Antrag zur Anregung von Bürgerbetei-
ligung (Quorumsantrag) wurde im Mai 2016 in 
den politischen Gremien beraten und beschlos-
sen2. Es wird geprüft, bei künftigen Anträgen 
zur Anregung von Bürgerbeteiligung (Quorums-
antrag) analog zu Großen Anfragen an die 
2 Startseite der Vorhabenliste unter  
www.vorhabenliste.darmstadt.de  
Stadtverordnetenversammlung zu verfahren, 
d.h. innerhalb von 4 Wochen eine Magistrats
-
vorlage in den Geschäftsgang einzubringen. 
Eine Überprüfung der Praktikabilität der Vor-
habenliste ist kontinuierlich erfolgt und 
Verbesserungen wurden bereits vorgenommen. 
Darüber hinaus soll die Vorhabenliste im Jahr 
2017 im Arbeitskreis Bürgerbeteiligung noch 
einmal in den Blick genommen werden.

7
Übergreifende Informationsan­
gebote rund um Bürgerbeteiligung 
in Darmstadt
Das übergreifende Informationsangebot zur 
Bürgerbeteiligung wurde im vergangenen Jahr 
weiter ausgebaut. Es wurden Anpassungen an 
der Darstellung der Vorhabenliste im Internet 
vorgenommen, beispielsweise wurden Pikto-
gramme optimiert. Außerdem wurde der Infob-
rief zur Bürgerbeteiligung regelmäßig versandt, 
insgesamt wurden fünf Infobriefe an interes
-
sierte Bürgerinnen und Bürger verschickt.
Bereits angestoßen wurde auch die Überar-
beitung der Bürgerbeteiligungsplattform unter 
www.da-bei.darmstadt.de, die im ersten Halb-
jahr 2017 erfolgen soll. Als zentrale digitale 
Anlaufstelle für alle Bürgerbeteiligungsange-
bote der Wissenschaftsstadt Darmstadt wird 
der Internetauftritt insgesamt verbessert und 
für die mobile Nutzung optimiert. Ziel ist es, 
dass die Internetseite sowohl in Bezug auf 
die Bedienbarkeit als auch auf das Design 
verbessert wird. Zur Konzeption wird es einen 
gemeinsamen Workshop zwischen Stadtverwal-
tung, dem beauftragten Dienstleister und der 
Werbeagentur im ersten Quartal 2017 geben. 
Unterstützung der Fachverwaltung 
und der Eigenbetriebe durch die 
Bürgerbeauftragte
Die Stabsstelle der Bürgerbeauftragten hat 
Querschnittsaufgaben und eine Querschnitts-
funktion. Daher arbeitet die Bürgerbeauftragte 
mit allen Dezernaten zusammen und beschäf-
tigt sich mit allen Themen, die von Seiten 
des Magistrats oder der Stadtgesellschaft 
eingebracht werden und eine Mitgestaltungs-
möglichkeit bieten. Vor dem Hintergrund der 
breiten Themenpalette und der Aufgabenstel-
lung geht es daher um die Gestaltung guter 
Beteiligungsprozesse im Allgemeinen, eine 
 vertiefte Beschäftigung mit den Inhalten oder 
gar eine inhaltliche Positionierung erfolgt 
nicht. Die Themen reichen von Freiflächenge-
staltungen über die Erstellung von Aktions-
plänen für 
bestimmte Zielgruppen bis hin zu 
 Visionen für die gesamte Stadtentwicklung. 
Auch Bürgerbeteiligung vor und nach Wett-
bewerben stellen ein zunehmend wichtiges 
Thema dar. Ein wichtiger Schritt ist in diesem 
Zusammenhang die Ausstattung der Stabs
-
stelle mit mehr Personalressourcen, die sich 
derzeit in Vorbereitung befindet.
Im Jahr 2016 haben in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt 21 Bürgerbeteiligungsverfahren 
zu städtischen Planungen stattgefunden. Viele 
dieser Prozesse wurden von der Bürgerbe-
auftragten begleitet und unterstützt, wobei 
der Umfang und die Art der Unterstützung 
je nach Verfahren unterschiedlich war. Die 
Bandbreite reicht hier von der methodischen 
Unterstützung und Beratung der Fachämter 
und Eigenbetriebe bei der Erstellung von 
Beteiligungskonzepten, der Unterstützung 
bei der Erstellung von Berichten und Doku
-
mentationen oder der konzeptionellen und 
strategischen Vorbereitung von Informations- 
und Beteiligungsveranstaltungen bis hin zur 
gesamten Durchführung und Nachbereitung 
von Bürgerbeteiligungsprozessen inklusive 
Dokumentation und Pressearbeit. Der Inhalt 
und der Umfang der Unterstützung sind 
immer abhängig vom jeweiligen Verfahren, 
den Bedarfen der federführenden Stelle und 
den Ressourcen der Stabsstelle.
Bei ämterübergreifenden Beteiligungsverfahren 
wirkt die Bürgerbeauftragte in den Koordi-
nierungsrunden mit und übernimmt eigene 
Aufgabenbereiche. Dies betrifft beispielsweise 
die laufenden Projekte zur Landesgartenschau, 
zum Masterplan 2030+, zum Weltkulturerbe, 
zur Lincoln-Siedlung oder zum Aktionsplan 
Gleichstellung.
Die frühe Einbindung der Stabstelle bei der 
Vorbereitung von Beteiligungsprozessen im 
Gesamtprojekt, teilweise schon bei Vergaben,

8
ist sehr erfreulich, da hiermit zum einen die 
Qualitätskriterien zur Bürgerbeteiligung in 
Darmstadt konzeptionell eingebunden werden 
können, zum anderen das Erfahrungswissen 
aus anderen Projekten gut genutzt werden kann. 
Die Einbindung der direkt Betroffenen bzw. die 
Kontaktherstellung zu Multiplikatorinnen und 
Multiplikatoren und möglichen Unterstützerin-
nen und Unterstützern innerhalb der Verwal-
tung nehmen hierbei einen wichtigen Stellen-
wert ein. Die praktische Unterstützung bezieht 
sich auch auf die Bereitstellung von Kontakten 
zu Moderationsbüros, die Suche nach geeig-
neten Räumlichkeiten, die Vorbereitung von 
Plakaten, Pressemitteilungen und Einladungs-
schreiben etc. Die Stabsstelle hat sich somit 
als Netzwerkerin nach innen in die Verwaltung 
gut etabliert. Sofern keine externe Moderation 
eingesetzt werden kann, wird teilweise auch 
die Moderation in diesen Veranstaltungen 
übernommen. Ein besonderes Augenmerk liegt 
auf der Dokumentation der Beteiligungspro-
zesse und der Rückmeldung zum Umgang mit 
den Beteiligungsergebnissen. Das Feedback 
an die Bürgerinnen und Bürger, die Ideen und 
Anregungen eingereicht haben, muss weiter 
intensiviert werden, hier kann die Stabsstelle 
unterstützen. Der Umgang mit den Ergebnis-
sen aus Beteiligungsprozessen durch Verwal-
tung und Politik soll im Jahr 2017 weiter in 
den Blick genommen werden.
Unterstützen von Bürgerinitiativen 
und ­engagement
Initiativen aus der Bürgerschaft können bei 
der Stabsstelle Unterstützung anfragen. Dies 
wird von verschiedenen Initiativen in unter-
schiedlichem Umfang genutzt. Eine intensive 
Zusammenarbeit findet beispielsweise mit den 
Themengruppen der Lokalen Agenda21, mit 
der Initiative Urban Garden Darmstadt e.V . und 
den Thementischen im Rahmen des Stadtteil-
forums Eberstadt statt.
Die Unterstützung zivilgesellschaftlicher Orga-
nisationen reicht von der Bereitstellung von 
Räumlichkeiten, über die Unterstützung bei 
der Erstellung von Anträgen und die Weiter-
gabe von Informationen und Ansprechpart-
nern bis hin zur Durchführung gemeinsamer 
Veranstaltungen wir beispielsweise den ersten 
Arheilger Aktionstag „Mucker macht mit!“ und 
den zweiten Aktionstag „Sinn+FairStand“ im 
Carree und der Centralstation. 
Inklusive Bürgerbeteiligung
Das Thema inklusive Bürgerbeteiligung stand 
auch 2016 weiter im Mittelpunkt, um Zugänge 
zur Beteiligung für bisher wenig erreichte 
Menschen in Darmstadt zu erleichtern. Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt das 
Ziel, dass Bürgerbeteiligung allen offensteht 
und will hierfür die entsprechenden Bedingun-
gen schaffen.
Um ein Pilotprojekt zu identifizieren
3, also ein 
städtisches Vorhaben, anhand dessen Inklu-
sion in Beteiligungsverfahren gut erprobt und 
neue Methoden angewendet werden können, 
hat sich eine verwaltungsinterne Arbeits-
gruppe gebildet. Parallel zur Suche nach 
einem geeigneten Pilotprojekt wird die Arbeits-
gruppe eine praxisorientierte Arbeitshilfe für 
inklusive Beteiligungsprozesse erstellen, die 
Erfolgsfaktoren, Checklisten u.ä. enthält und 
die Umsetzung von inklusiven Beteiligungspro-
zessen in der Verwaltung weiter unterstützt. 
Außerdem sollen im Rahmen des Prozesses 
zur interkulturellen Öffnung der Verwaltung 
die Partizipationschancen von Menschen mit 
Migrationshintergrund in Darmstadt erhöht 
werden. Hierzu wurde im Bereich Bürgerbe-
teiligung ein Projekt vorbereitet, dass im Jahr 
2017 umgesetzt wird. Nach einer qualitativen 
Bestandsaufnahme, die durch das Praxislabor 
des Instituts für Allgemeine Pädagogik und 
3  Vgl. Bürgerbeteiligungsbericht 2015, Seite 21.

Das Inforad der Stadt Darmstadt. Quelle: La Mina
9
Berufspädagogik der TU Darmstadt erhoben 
wird, ist die Entwicklung eines Maßnahmenka-
talogs geplant. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt erhofft sich 
von beiden Projekten eine Unterstützung des 
inklusiven Handelns in der Stadtverwaltung 
und konkrete Lösungsansätze zum Abbau von 
Schwellen in der Bürgerbeteiligung.
Aufsuchende  Bürgerbeteiligung
Aufsuchende Ansprache und Beteiligungsme-
thoden sollen künftig verstärkt eingesetzt wer-
den. Mit Angeboten der aufsuchenden Betei-
ligung sollen Menschen unterstützt werden, 
ihre Interessen selbstbewusst zu vertreten und 
Beteiligungsmöglichkeiten zu nutzen. 
Hierzu wurde von der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt bereits ein Inforad angeschafft, 
welches ermöglicht, über Vorhaben und Pla-
nungen vor Ort niedrigschwellig zu informieren 
und ins Gespräch zu kommen. 
Außerdem werden intensive Kontakte mit 
der Gemeinwesenarbeit in den verschiede-
nen Stadtteilen und Quartieren Darmstadts 
gepflegt, um Hinweise aus der Bewohner-
schaft aufnehmen zu können und in Bezug 
auf die Netzwerke vor Ort gut zusammen zu 
arbeiten. Als Beispiele seien hier die Koordi-
nationsteams im Rahmen der Stadtteilforen 
genannt, in denen sich die Gemeinwesenarbeit 
intensiv einbringt, oder das Sommerfest in der 
Lincoln-Siedlung. Beim Sommerfest konnte 
gemeinsam mit dem Eigenbetrieb Immobilien-
management und dem wettbewerbsbetreuen-
den Büro Bäumle ein Informationsstand zum 
Wettbewerbsergebnis „Quartiersmitte Lincoln“ 
angeboten wurde. Das vor Ort aufgebaute 
Modell machte die Planungen greifbar und bot 
zahlreiche Anknüpfungspunkte für Fragen und 
Gespräche in lockerer Atmosphäre.

10
Erwartungen an Beteiligungspro­
zesse und Gestaltungsspielräume
Ein weiteres wichtiges Thema im Jahr 2016 
war die Beschäftigung mit den Erwartungen 
an Bürgerbeteiligungsprozesse von Seiten 
Verwaltung, Politik und Bürgerschaft. In einem 
Workshop mit Mitarbeiterinnen und Mitarbei-
tern der Verwaltung im November 2016 sowie 
im öffentlichen Teil des Arbeitskreises Bür-
gerbeteiligung im Dezember wurde deutlich, 
dass es einen Handlungsbedarf in Bezug auf 
die Erwartungen an Beteiligungsprozesse gibt. 
Um bei Veranstaltungsformaten mehr Klarheit 
und eine Vereinfachung für alle zu erreichen, 
wurde vorgeschlagen, dass freiwillige Beteili-
gungsveranstaltungen künftig eine einheitliche, 
einfache Bezeichnung im Titel erhalten sollen, 
die die Beteiligungsstufe deutlich macht. 
Hierzu gehört auch, dass die jeweiligen Betei-
ligungsstufen bei Veranstaltungen verbindlich 
eingehalten werden. Die Beteiligungsstufe gibt 
Aufschluss über die Einflussmöglichkeiten im 
Rahmen des Beteiligungsverfahrens und reicht 
von der Information bis zum Mitgestalten bei 
der Umsetzung eines Beteiligungsergebnis-
ses
4. Hierzu ist ein Vorschlag von der Stabs-
stelle zu entwickeln.
4  Eine nähere Erläuterung der Beteiligungsstufen finden 
Sie auf Seite 18 und im Einleger.
Qualifizierungs­ und  
Schulungsangebote
In Bezug auf die Qualifizierung der Verwal-
tung, der Politik und der Bürgerschaft im 
Bereich Bürgerbeteiligung ist weiter zu konkre-
tisieren, wo die jeweiligen Bedarfe liegen, um 
passgenaue Angebote entwickeln zu können. 
Erste Erkenntnisse konnten im Rahmen der 
Evaluation von Bürgerbeteiligungsprozessen 
gesammelt werden, diese müssen nun weiter 
vertieft werden (siehe Kapitel 4 „Kurzbericht 
zu den Ergebnissen der externen Evaluation“). 
Eine Zusammenarbeit mit dem Freiwilligenzen-
trum Darmstadt, der Volkshochschule und der 
Landeszentrale für politische Bildung soll in 
diesem Rahmen angestrebt werden.
Fortführung des Arbeitskreises 
Bürgerbeteiligung
Der Arbeitskreis Bürgerbeteiligung hat seit 
dem Beschluss zur Umsetzung der Leitli-
nien weiter regelmäßig getagt. Im Jahr 2016 
haben insgesamt vier Treffen stattgefunden. 
Aufgabe des Arbeitskreises ist die Begleitung 
der Umsetzung der Leitlinien für Bürgerbetei-
ligung. Das Augenmerk seiner Mitglieder liegt 
auf den in den Leitlinien für Bürgerbeteiligung 
enthaltenen übergreifenden Spielregeln zur 
Vorbereitung, Durchführung und Nachberei-
tung von Bürgerbeteiligung. Konkrete laufende 
oder geplante Beteiligungsverfahren zu Einzel-
vorhaben fallen dagegen nicht in den Zustän-
digkeitsbereich des Gremiums.
Der Arbeitskreis setzt sich weiterhin trialogisch 
aus Mitgliedern der Politik, der Bürgerschaft 
und der Verwaltung zusammen. Außerdem 
hat das mit der externen Evaluation betraute 
wissenschaftliche Institut an den Treffen teil-
genommen. Die Sitzung werden von der IFOK 
GmbH moderiert und die Sitzungsprotolle auf  
www.da-bei.darmstadt.de veröffentlicht.

Arbeitskreis Bürgerbeteiligung am 08.12.16,  
Quelle: Ulrich Matthias
11
Bei der ersten Sitzung im Februar 2016 gab es 
einen öffentlichen und einen nicht-öffentlichen 
Sitzungsteil, in dem die Empfehlungen des 
Arbeitskreises für den Bürgerbeteiligungsbe-
richt 2015 beraten wurden. 
In der zweiten Sitzung im Juli 2016 wurde 
das Thema „Initiativmöglichkeiten“ in den 
Mittelpunkt gestellt. Hierbei geht es um die 
Frage, wie Bürgerinnen und Bürger eigene 
Vorschläge und Projektideen in den Magistrat 
einbringen können
5. 
Bei der dritten Sitzung im November 2016 
wurden die ersten Ergebnisse der externen 
Evaluation vorgestellt, diskutiert und Empfeh-
lungen abgeleitet. 
5  Siehe Ausführungen zum Thema Initiativmöglichkei-
ten auf S. 13.
Die vierte Sitzung im Dezember 2016 enthielt 
zum dritten Mal einen öffentlichen Sit-
zungsteil. Hier bestand für die Bürgerinnen 
und Bürger die Gelegenheit, im Austausch mit 
den Mitgliedern des Arbeitskreises die Emp-
fehlungen kennen zu lernen und zu ergänzen. 
Im Vorfeld zur Dezember-Sitzung fand 
außerdem auf Anregung des Arbeitskreises 
ein Besuch im Mehrgenerationenhaus in 
Darmstadt statt, um die Arbeit des Arbeits-
kreises vorzustellen, über Bürgerbeteiligung in 
Darmstadt zu berichten und ins Gespräch zu 
kommen. Dieses aufsuchende Veranstaltungs-
format soll als zusätzliches Angebot im Blick 
behalten werden. Denkbar sind beispielsweise 
Besuche in Schulklassen, Jugendhäusern, 
Familien- und Begegnungszentren, Migranten-
selbsthilfeorganisationen etc.

12
Verwaltungsworkshop
Zur Halbzeit des Pilotzeitraums von drei 
Jahren, in der die Umsetzung der Leitlinien 
zur Bürgerbeteiligung auf den Weg gebracht 
werden soll, hat im November 2016 ein dritter 
interner Verwaltungsworkshop stattgefunden. 
Der Verwaltungsworkshop hatte zum Ziel, die 
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwal-
tung und der Eigenbetriebe über den derzeiti-
gen Umsetzungsstand der Leitlinien zur Bür-
gerbeteiligung zu informieren, Ergebnisse der 
externen Evaluation vorzustellen und Fragen 
und Empfehlungen aus Sicht der Verwaltung in 
den weiteren Prozess einzubinden. Denn die 
Leitlinien verstehen sich als „lernendes Sys-
tem“, das sich kontinuierlich weiterentwickelt. 
Am Verwaltungsworkshop nahmen 20 Mitar-
beiterinnen und Mitarbeiter aus allen Dezerna-
ten der Verwaltung teil, die Bezug zum Thema 
Bürgerbeteiligung haben. Die Ergebnisse der 
externen Evaluation wurden von der teleRese-
arch GmbH vorgestellt. Der Verwaltungswork-
shop wurde von der IFOK GmbH vorbereitet, 
moderiert und dokumentiert. 
Beim Verwaltungsworkshop wurde zunächst 
gesammelt, was bereits gut läuft und an 
welchen Stellen es Verbesserungsbedarf im 
Bereich Bürgerbeteiligung gibt. Nachdem das 
wissenschaftliche Institut erste Ergebnisse der 
externen Evaluation vorgestellt und Anregun-
gen für mögliche Verbesserungen eingebracht 
hatte, wurden diese im Plenum diskutiert 
und gemeinsam weitere Verbesserungs- und 
Lösungsvorschläge erarbeitet. Der Verwal-
tungsworkshop hat sich als Format sehr gut 
etabliert und soll fortgesetzt werden, da er 
eine gute dezernatsübergreifende Informa-
tions- und Austauschplattform zum Thema 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt darstellt.

13
Initiativmöglichkeiten für  
Bürgerinnen und Bürger
Der Beschluss zur Umsetzung der Leitlinien 
beinhaltete auch den Punkt, die Möglichkeiten 
zur Einbringung von eigenen Vorschlägen und 
Projektideen durch Bürgerinnen und Bürger 
auszuarbeiten und dem Magistrat vorzulegen. 
Im Rahmen eines Vorbereitungstreffens im 
Juni 2016 wurde aufbauend auf den Ideen 
aus 
den Leitlinien zur Bürgerbeteiligung weitere 
Empfehlungen zur Umsetzung dieses Themas 
erarbeitet. In der Sitzung des Arbeitskreises 
Bürgerbeteiligung im Juli 2016 wurden diese 
Empfehlungen zusammengefasst, diskutiert und 
weitere Anregungen für die inhaltliche Ausge
-
staltung von Initiativmöglichkeiten gesammelt. 
Die Hinweise und Anregungen bezogen sich 
insbesondere auf die Notwendigkeit von 
qualitativ guten und schnellen Rückmeldungen 
zu eingebrachten Ideen und eine Verbindung 
aus Möglichkeiten auf einer Plattform
6. Die 
Empfehlungen sollen in diesem Jahr zu einem 
Konzept weiterentwickelt werden. Nach Erstel-
lung des Konzeptentwurfs soll im Jahr 2017 
eine Bürgerbeteiligung zur Vorstellung des 
Entwurfs und zur weiteren Mitwirkung an der 
Konzeption stattfinden. Nach der Beteiligung 
wird das Konzept weiter ausgearbeitet und den 
politischen Gremien zur Beratung vorgelegt.
6  Alle Hinweise und Anregungen aus dem Arbeitskreis 
Bürgerbeteiligung sind im Protokoll vom 5. Juli 2016 einzu-
sehen (ab S. 6), zu finden unter www.da-bei.darmstadt.de 
Evaluation von   
Beteiligungsprozessen
Eine Evaluation der Beteiligungsverfahren ist 
Bestandteil der Leitlinien. Nachdem im Jahr 
2016 ein Rückmeldebogen und ein Intervie-
wleitfaden entwickelt wurde und erste Erkennt-
nisse aus den Blickwinkeln der beteiligten 
Bürgerinnen und Bürger, der Politik und der 
Verwaltung gewonnen werden konnten (siehe 
Kapitel 4 „Kurzbericht zu den Ergebnissen 
der externen Evaluation“), werden die Rück-
meldebögen auch im Jahr 2017 weiter einge-
setzt, um ein Feedback der Teilnehmenden 
an städtischen Bürgerbeteiligungsangeboten 
zu erhalten. Die Auswertung übernimmt das 
Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, 
Abteilung Statistik und Stadtforschung. Die 
Ergebnisse sind ein wichtiger Anhaltspunkt 
für Anpassungs- und Verbesserungsbedarf 
im Bereich Bürgerbeteiligung. Zentrale Ergeb-
nisse und daraus abgeleitete Empfehlungen 
zum weiteren Vorgehen werden in den jährlich 
erscheinenden Bürgerbeteiligungsbericht auf-
genommen und verwaltungsintern zur Verbes-
serung von Beteiligungsangeboten genutzt. 
Die folgende Grafik zeigt das Vorgehen zur 
Ableitung der Empfehlungen für diesen Bür-
gerbeteiligungsbericht im Überblick (siehe u.a. 
Kapitel 5 „Empfehlungen aus dem Arbeitskreis 
Bürgerbeteiligung“).

Vorbereitung der  
Evaluation  
bis Juli 2016
Durchführung der  
Evaluation  
Juli – Okt.2016
Auswertung der Evaluation 
und Ableitung  
von Empfehlungen 
Nov. – Dez. 2016
Aufnahme der Empfehlungen in den  
Bürgerbeteiligungsbericht 2016
Entwicklung von Methodik und 
Erhebungsinstrumenten: 
Rückmeldebogen und  
Interviewleitfaden teleResearch
Befragungen von Bürgerinnen 
und Bürgern teleResearch
Diskussion der Ergebnisse und  
Ableitung von Empfehlungen  
Verwaltungsworkshop
Diskussion der Ergebnisse und  
Ableitung von Empfehlungen  
Arbeitskreis Bürgerbeteiligung
Diskussion der Empfehlungen 
im öffentlichen Sitzungsteil und  
Finalisierung der Verbes-
serungsvorschläge Arbeits-
kreis Bürgerbeteiligung und 
 Bürgerschaft
Interviews mit Vertreterinnen 
und Vertretern aus Politik und 
Verwaltung teleResearch
Vorstellung und Diskussion im  
Arbeitskreis Bürgerbeteiligung
Finalisierung von Rückmeldebo-
gen und Interviewleitfaden
Magistratsbeschluss
Abbildung 1: Ableitung von Empfehlungen für den Bürgerbeteiligungsbericht 
basierend auf den Evaluationsergebnissen im Überblick 
14
Interkommunaler 
 Erfahrungsaustausch
Häufig wird die Stabsstelle darauf angespro-
chen, wie Herausforderungen der Bürgerbetei-
ligung in anderen Kommunen gelöst werden 
oder ob es gute Beispiele zu bestimmten 
 Themen der Bürgerbeteiligung gibt. Hierfür 
ist es nützlich, mit anderen Kommunen im 
Gespräch zu sein, um Prozesse zu verbes-
sern oder dabei von anderen zu lernen. Der 
interkommunale Erfahrungsaustausch wird 
insbesondere über das Netzwerk der kommu-
nalen Partizipationsbeauftragten der Stiftung 
Mitarbeit organisiert. Die Bürgerbeauftragte 
nimmt an den regelmäßigen Netzwerktreffen 
teil und es findet auch ein informeller Aus-
tausch zwischen den Treffen statt. Das nächste 
Netzwerktreffen der kommunalen Partizipa-
tionsbeauftragten fand im Februar 2017 auf 
Einladung der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
in Darmstadt statt
7. Die Bürgerbeauftragte ist 
außerdem Mitglied im Netzwerk Bürgerbeteili-
gung der Stiftung Mitarbeit.
Aufgrund der inhaltlichen Schwerpunktsetzung 
in Darmstadt – Inklusion in Beteiligungsver-
fahren – engagiert sich die Bürgerbeauftragte 
auch als Leitung des Arbeitskreises „Breite 
Beteiligung“ gemeinsam mit Herrn Dr. Kuder 
vom Bundesverband für Wohnen und Stadtent-
wicklung e. V . (VHW). 
Der Arbeitskreis hat sich im Jahr 2015 im 
Rahmen der Allianz für vielfältige Demokratie 
gegründet und wird im Jahr 2017 seine Arbeit 
abschließen. Im Arbeitskreis hat zunächst eine 
intensive Beschäftigung mit der Forschungs-
7  Weitere Informationen zum Netzwerk kommunale 
Partizipationsbeauftragte und zur Stiftung Mitarbeit sind 
unter www.netzwerk-buergerbeteiligung.de zu finden.

Auftaktveranstaltung Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+,
Quelle: Stadtplanungsamt
15
lage zum Themenfeld Breite Beteiligung und 
dessen Mehrwert stattgefunden. Ziel des 
Arbeitskreises „Breite Beteiligung“ ist es, 
Lösungen für die Praxis zu entwickeln, die 
Argumente für breite Beteiligung zu bündeln 
und über verschiedene Strategien zu vermit-
teln. Die Ergebnisse des Arbeitskreises und 
der gesamten Allianz werden Ende 2017 
öffentlich vorgestellt. Die Allianz für vielfältige 
Demokratie ist ein bundesweites Austauschfo-
rum zur Entwicklung und Umsetzung praxis-
tauglicher Lösungen
.8. 
8  Weitere Informationen zur Allianz vielfältige Demo-
kratie sind unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/
unsere-projekte/vielfaeltige-demokratie-gestalten/projekt-
themen/allianz-vielfaeltige-demokratie zu finden. 
Die Bürgerbeauftragte nimmt außerdem am 
Erfahrungsaustausch des Deutschen Instituts 
für Urbanistik (DIFU) zum Thema Bürgerbe-
teiligung und an Veranstaltungen der Scha-
der-Stiftung zum Thema teil und referiert in 
Kommunen. Im Jahr 2016 war dies ein The-
menabend Bürgerbeteiligung in Marburg und 
eine Veranstaltung zu Leitlinien in Mainz.

16
3. Vorhaben mit Bürgerbeteiligung 
im Jahr 2016
In diesem Kapitel finden Sie Informationen 
zu den Beteiligungsverfahren, die im Jahr 
2016 durchgeführt wurden. Außerdem haben 
wir in den Blick genommen, wie viel Einfluss-
möglichkeiten im Rahmen der Beteiligungs-
prozesse bestanden. Das Kapitel endet mit 
einem Überblick der Lernerfahrungen, die 
in den verschiedenen Prozessen über das Jahr 
gesammelt wurden.

17
Bezeichnung Dokumentation 
Jugendbeteiligung zum Grünzug Karlsruher Straße in der Lincoln-Siedlung Seite 33
Informationsveranstaltung Jugendhaus Oetinger Villa Seite 34
Informationsabend Lärmsanierung Schiene Seite 35
Infoveranstaltung Breitbandausbau Darmstadt-Wixhausen Seite 36
Neue Infrastruktur rund um den Willy-Brandt-Platz Seite 37
Gewässersanierung Großer Woog Seite 39
Sportentwicklung in der Heimstättensiedlung Seite 40
Veranstaltung „Ankommen – Aufnehmen – Mitmachen“ am Weltfrauentag Seite 42
Stadtteilforum Eberstadt Seite 43
Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ Seite 45
Umgestaltung Frankfurter Straße im Bereich der Firma Merck Seite 47
Planungswettbewerb „Quartiersmitte in der Lincoln-Siedlung“ Seite 49
Einführung der Parkraumbewirtschaftung Seite 51
Informationsangebote „Flüchtlinge in Darmstadt“ Seite 53
Stadtteilforum Arheilgen Seite 55
Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplans Seite 57
Runde Tische „Gepflegt Leben im Alter“ Seite 58
Ausbau des Strahringer Platzes im Baugebiet K6 in Kranichstein Seite 60
Welterbeantrag Künstlerkolonie Mathildenhöhe Seite 62
Bürgerhaushalt Seite 63
Neuordnung und grundhafte Erneuerung des Straßenraums der  
Klappacher Straße
Seite 65
Übersicht der Beteiligungsprozesse im Jahr 2016
Die Dokumentationen der Bürgerbeteiligungsverfahren aus dem Jahr 
2016 sind im Anhang aufgeführt.

Informieren: Beteiligungsangebote dienen der Übermittlung von Inhalten an die 
Bürgerinnen und Bürger. Ein Beispiel ist die klassische Informationsveranstaltung 
mit Vorträgen und Informationsständen.
Anhören: Hier werden Hinweise und Anregungen zu einem geplanten   
Vorhaben eingeholt. Bürgerinnen und Bürger kommen untereinander und mit Ver-
treterinnen und Vertretern aus Verwaltung und Politik ins Gespräch. Dies geschieht 
zum Beispiel im Rahmen einer Veranstaltung mit unterschiedlichen Themenecken 
und schriftlichen Kommentarmöglichkeiten.
Mitgestalten: Vorschläge und Anregungen von Bürgerinnen und Bürgern werden 
aufgenommen und fließen in die Ausgestaltung eines Vorhabens ein. Die Beteiligten 
ringen um die beste Lösung und beschäftigen sich intensiv mit dem Vorhaben, zum 
Beispiel in regelmäßigen Arbeitsgruppen. Im Anschluss kann auch die Umsetzung 
gemeinsam erfolgen.
Abbildung 2: Stufen der Beteiligung
Mitgestalten 28%
Informieren 24%
Anhören 48%
Abbildung 3: Einordnung der Beteiligungsprozesse aus dem Jahr 2016 
in die Stufenleiter der Beteiligung
18
Die folgende Grafik zeigt die Einordnung der 
Beteiligungsprozesse aus dem Jahr 2016 
in die Stufenleiter der Beteiligung. Bei 24 
Prozent der Bürgerbeteiligungsprozesse und 
-veranstaltungen handelte es sich um Informa-
tionsangebote. 48 Prozent fallen in die Kate-
gorie „Anhören“ und 28 Prozent der Prozesse 
und Veranstaltungen sind auf der Stufe „Mitge-
stalten“ anzusiedeln.

Abbildung 4: Erfolgsfaktoren für Bürgerbeteiligung abgeleitet aus den Erfahrungen im Jahr 2016
»Best­Practice«  
Erfahrungen aus den Beteiligungsprozessen 2016
Einladung immer per Brief
offene Ansprache
Netzwerke nutzen
Ansprache über viele Kanäle
Beteiligung aller Betroffenen
Einbeziehung von Multiplikatoren/innen
Dialog auf Augenhöhe
verlässlichen Rahmen schaffen
Benennung von Ansprechpartnern
personelle und finanzielle Ressourcen 
zur Verfügung stellen
Bildung von Koordinationsteams und 
verwaltungsinterner Kooperationen
Erfolge sichtbar machen
projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit
frühzeitige und kontinuierliche Information
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
frühe Einbeziehung
partizipative Vorbereitung von Beteiligungsprozessen
Gestaltungsmöglichkeiten aufzeigen
Gestaltungsspielräume deutlich machen
Beteiligungsverfahren ergebnisoffen umsetzen
niedrigschwellige Beteiligungsangebote
externe Moderation
19
Darstellung: Erfahrungen aus den 
Beteiligungsverfahren 2016 
Die Leitlinien sind grundsätzlich als „lernen-
des System“ zu verstehen, die auf Grundlage 
neuer Erkenntnisse weiterentwickelt werden. 
Die externe Evaluation stellt die notwendigen 
Informationen für ein solches „Nachsteuern“ 
bereit (siehe hierzu auch Kapitel 4 „Kurzbe-
richt zu den Ergebnissen der externen Evalua-
tion“). Auch in den Dokumentationen der 
Beteiligungsverfahren, die durch die Dezer-
nate bzw. die federführenden Fachämter nach 
Abschluss eines Prozesses vorgelegt werden, 
werden Lernerfahrungen und Erfolgsfaktoren 
für Beteiligungsverfahren aufgenommen. Die 
folgende Abbildung gibt einen Eindruck von 
den Erfahrungen des letzten Jahres. Die aus-
führlichen Rückmeldungen finden Sie in den 
Dokumentationen der Bürgerbeteiligungsver-
fahren aus dem Jahr 2016 im Anhang.

20
4. Kurzbericht zu den Ergebnissen der  
externen Evaluation
Die Evaluation städtischer  
Bürgerbeteiligungsprozesse in 
Darmstadt9
Die Umsetzung der Leitlinien für Bürgerbetei-
ligung in Darmstadt wurde unter der Leitung 
von Sarah Perry und Rolf Hackenbroch vom 
Forschungsinstitut teleResearch GmbH von 
Juni 2015 bis Dezember 2016 wissenschaft-
lich begleitet. Zwischen August und Oktober 
2016 untersuchten sie die Qualität der Bür-
gerbeteiligungsprozesse in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt. Dazu wurden die Perspek-
tiven aller für Bürgerbeteiligungsprozesse 
relevanten Akteursgruppen berücksichtigt und 
insgesamt 120 Bürgerinnen und Bürger sowie 
fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus der 
Verwaltung und vier Stadtverordnete befragt. 
Die Befragung der Bürgerinnen und Bürger 
wurde in vier Beteiligungsveranstaltungen 
anhand eines standardisierten Fragebogens 
vorgenommen. Die untersuchten Beteiligungs-
veranstaltungen decken alle drei Beteiligungs-
stufen ab, die in Darmstadt derzeit eingesetzt 
werden: Informieren, Anhören und Mitgestal-
9  Eine ausführliche Dokumentation der Untersuchungs-
ergebnisse kann im Abschlussbericht unter https://da-bei.
darmstadt.de/ eingesehen werden.
ten. Während es bei Informationsangeboten 
um die Informierung der Bevölkerung geht, 
sollen bei Angeboten auf der Stufe „Anhören“ 
die Ideen der Bürgerschaft eingeholt werden. 
Auf der Stufe „Mitgestalten“ geht es um die 
Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger an der 
Ausgestaltung eines Vorhabens, teilweise bis 
hin zur gemeinsamen Umsetzung. Untersucht 
wurden eine Informationsveranstaltung, zwei 
Anhörungsveranstaltungen und eine Mitgestal-
tungsveranstaltung. Die Ergebnisse können 
zwar nicht repräsentativ für alle Bürgerbetei-
ligungsveranstaltungen in der Wissenschafts-
stadt Darmstadt sein. Mit einer sehr guten 
Rücklaufquote der Fragebögen zwischen 50 
und 60 Prozent können die Ergebnisse der 
Befragungen der Bürgerinnen und Bürger 
jedoch als repräsentativ für die Teilnehmenden 
der vier untersuchten Bürgerbeteiligungsveran-
staltungen erachtet werden. 
Die Verwaltungsmitarbeiterinnen und -mit-
arbeiter und die Stadtverordneten wurden 
mithilfe eines Gesprächsleitfadens befragt. 
Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ver
-
waltung setzen sich aus allen fünf Dezernaten 
zusammen und sind mit Aufgaben im Bereich 
Bürgerbeteiligung betraut. Die vier Stadtver-
ordneten, die sich bereit erklärt haben an der 
Studie teilzunehmen, kamen zwar aus unter -

21
schiedlichen Fraktionen, können allerdings 
nicht alle in der Stadtverordnetenversamm-
lung vertretenen Fraktionen vollständig abde-
cken. Die Ergebnisse der Befragungen von 
Verwaltung und Politik bieten zwar kein streng 
repräsentatives Abbild über die Einstellungen 
und Haltungen in Verwaltung und Politik. Da 
jedoch in den durchgeführten Gesprächen 
auch immer auf die Sichtweise der Verwal
-
tung und der Stadtverordneten insgesamt 
Bezug genommen wurde, bieten die gewonne
-
nen Aussagen einen gehaltvollen Einblick in 
beide Akteursgruppen.
Erreichte und nicht erreichte  
Bevölkerungsgruppen
Dass sich an Politik immer die gleichen 
Bürgerinnen und Bürger beteiligen, kann die 
Politikwissenschaft bereits seit Jahrzehnten 
empirisch nachweisen (vgl. Schlozman, Verba, 
& Brady, 2012). Ungleiche Beteiligung kann 
die Akzeptanz von politischen Entscheidungen 
und die Qualität politischer Ergebnisse ein-
schränken (Perry & van Deth, 2015, S. 141; 
van Deth & Tausendpfund, 2012). Die Reprä-
sentativität von politischer Partizipation stellt 
daher eine der größten Herausforderungen in 
Demokratien dar. 
In Abbildung 5 sind die Abweichungen des 
Anteils verschiedener Bevölkerungsgruppen 
in den untersuchten Beteiligungsveranstal-
tungen von ihrem tatsächlichen Anteil in der 
Gesamtbevölkerung in Darmstadt in Prozent-
punkten abgetragen. Die Ergebnisse zeigen, 
dass sowohl Männer als auch Frauen ihrem 
Anteil in der Gesamtgesellschaft entsprechend 
in den untersuchten Beteiligungsveranstaltun-
gen vertreten sind. Es gibt jedoch deutliche 
Abweichungen mit Hinblick auf den Migrati-
onshintergrund der Bürgerinnen und Bürger, 
ihrem Alter und Bildungsstand. Deutsche Per-
sonen ohne Migrationshintergrund sind in den 
untersuchten Bürgerbeteiligungsveranstaltun-
gen gemessen an ihrem Bevölkerungsanteil in 
Darmstadt ebenso überrepräsentiert wie Per-
sonen, die älter sind als 45 Jahre und mindes-
tens über Fachabitur verfügen. Deutsche mit 
Migrationshintergrund und Ausländer nehmen 
im Vergleich zu ihrem Anteil in der Gesamtbe-
völkerung in Darmstadt hingegen weniger an 
den untersuchten Bürgerbeteiligungsveranstal-
tungen teil, ebenso wie Personen, die jünger 
sind als 45 Jahre und über einen niedrigen 
Bildungsstand verfügen. Dieser Befund ist 
nicht Darmstadt-spezifisch, sondern deckt 
sich mit den Erkenntnissen aus einschlägigen 
Forschungsergebnissen (vgl. Schlozman u. a., 
2012). Die Ergebnisse decken sich weitgehend 
mit den Einschätzungen der befragten Verwal-
tungsmitarbeiterinnen und -mitarbeitern und 
den Stadtverordneten. Darüber hinaus fehlen 
in den Bürgerbeteiligungsprozessen ihrer Mei-
nung nach Menschen mit Behinderung.

23
­8
­15
­42,5
42,5
­19,8
19,8
Geschlecht männlich
weiblich
Migrations-
hintergrund
Deutsche ohne Mh.
Deutsche mit Mh.
Ausländische Bevölkerung
Alter jünger als 45 Jahre
älter als 45 Jahre
Bildung
kein (Fach-)Abitur
(Fach-)Abitur
Umfang der Stichprobe 
= mind. 115
-60 -40 -20 0 20 40 60
3,5
­3,5
22
Abbildung 5: Erreichte und nicht erreichte Bevölkerungsgruppen der unter-
suchten Bürgerbeteiligungsveranstaltungen in Darmstadt (Abweichungen 
vom Anteil in der Gesamtbevölkerung in Darmstadt, in Prozentpunkten)
Übergreifende Informationen zu 
Bürgerbeteiligung in Darmstadt
Die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger 
kann nur bedeutungsvoll sein, wenn diese über 
das politische Geschehen ausreichend infor-
miert sind (Schmitt-Beck, 2014, S. 51). Des-
halb nimmt die Informierung der Bürgerinnen 
und Bürger, ihr Informationsverhalten sowie ihr 
Kenntnisstand eine wichtige Rolle ein, wenn es 
um ihre Beteiligung an Politik geht. 
Um die Bürgerinnen und Bürger in Darmstadt 
über Bürgerbeteiligung im Allgemeinen und 
die verschiedenen Bürgerbeteiligungsvorhaben 
im Konkreten zu informieren, werden von der 
Verwaltung viele unterschiedliche Maßnahmen 
umgesetzt. Dazu gehört der Weg über Multi-
plikatoren, das Plakat, Broschüren und Flyer, 
ebenso wie die Pressearbeit und städtische 
Homepage. Die Wirksamkeit dieser Maßnah-
men wird jedoch sowohl von Verwaltung als 
auch Politik kritisch beurteilt, da einzelne 
Bevölkerungsgruppen teilweise nur schwer zu 
erreichen sind. 
Abbildung 6 ist der Kenntnisstand der befrag-
ten Bürgerinnen und Bürger zu übergreifen-
den Informationen zu Bürgerbeteiligung in 
Darmstadt zu entnehmen. Insbesondere vor 
dem Hintergrund, dass die Befragten politisch 
sehr interessiert, motiviert und aktiv sind
10, 
ist ihr Kenntnisstand noch stark ausbaufähig. 
Lediglich die Hälfte der befragten Bürgerinnen 
und Bürger kennen die Online-Beteiligungs-
plattform. Weniger als die Hälfte der Befragten 
kennen den Newsletter für Bürgerbeteiligung 
und die Vorhabenliste. Es kann davon ausge-
gangen werden, dass der Kenntnisstand von 
nicht erreichten Bürgerinnen und Bürgern noch 
geringer ist. 
10  siehe Abschlussbericht, Seite 13,  
auf https://da-bei.darmstadt.de/.

Vorhabenliste
Newsletter Bürgerbeteiligung
Online-Beteiligungsplattform
26 1361
35 1550
26 1559
0% 50% 100%
keine Kenntnis Kenntnis aktiv eingesehen
Umfang der Stichprobe 
= mind. 106
23
Abbildung 6: Kenntnis von übergreifenden Informationen   
zur Bürgerbeteiligung in Darmstadt (Angaben in Prozent)
Ihre Informationen zu spezifischen Bürgerbe-
teiligungsverfahren beziehen mit der Hälfte 
der Befragten die meisten befragten Personen 
aus dem Darmstädter Echo. Aber auch städti
-
sche Internetangebote werden häufig genutzt. 
Darüber hinaus gab etwa jede fünfte Person 
an, die wichtigsten Informationen von persön
-
lichen Kontakten bzw. Einladungen erhalten 
zu haben
11. 
11  Ergebnisse nicht abgebildet, siehe Abschlussbericht, 
Seite 23, https://da-bei.darmstadt.de/.
Beurteilung von Bürgerbeteiligung 
in Darmstadt
Bürgerbeteiligung lässt sich vor dem Hinter-
grund ihrer Quantität sowie Qualität bewerten. 
Dabei geht es auf der einen Seite darum, ob 
es in Darmstadt genügend Bürgerbeteiligungs-
möglichkeiten gibt. Auf der anderen Seite 
geht es darum, wie gut Bürgerbeteiligung in 
Darmstadt funktioniert. 
Die Einschätzungen der Quantität und Qua-
lität von Bürgerbeteiligung in Darmstadt 
durch die befragten Bürgerinnen und Bürger 
können Abbildung 7 entnommen werden. Die 
Ergebnisse zeigen, dass ca. 70 Prozent der 
Befragten die Bürgerbeteiligungsmöglichkeiten 
in Darmstadt als ausreichend erachten und 
mit der Funktionsweise von Bürgerbeteiligung 
zufrieden sind. Die befragten Stadtverord-
neten und Verwaltungsmitarbeiterinnen und 
-mitarbeiter beurteilen die Quantität und 
Qualität von Bürgerbeteiligung in Darmstadt 
im Allgemeinen ebenfalls sehr positiv. Bürger-

Abbildung 7: Beurteilung der Quantität und Qualität von Bürgerbeteiligung 
(Angaben in Prozent)
sehr schlecht eher schlecht eher gut sehr gut
Umfang der Stichprobe = 120 Quantität Qualität
60
40
20
0 3,2
24,7 21,5
50,5
8,6
21,5
5,1
54,8
24
beteiligung ist ihren Einschätzungen zufolge 
in Darmstadt quantitativ breit und qualitativ 
gut aufgestellt. 
Allerdings betonen die Verwaltungsmitarbeite-
rinnen und -mitarbeiter die hohen finanziellen 
und zeitlichen Anforderungen, mit denen sie 
bei der Bewältigung von Bürgerbeteiligungs-
aufgaben konfrontiert sind. In diesem Zusam-
menhang bedarf es der Wahrnehmung der 
realen Arbeitsbelastung und ihrer Wertschät-
zung durch die Vorgesetzten. Außerdem gilt 
es den Ressourcenbedarf zu prüfen und ggf. 
anzupassen. Die Bürgerbeteiligungsaufgaben 
stellen ebenfalls hohe Anforderungen an die 
Fähigkeiten und Kompetenzen der Verwal-
tung. In diesem Zusammenhang wären für die 
befragten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
neben praxisorientierten Schulungsangebo-
ten auch konkrete Hilfsmittel unterstützend, 
anhand derer sie die Organisation von Bürger-
beteiligung vornehmen können, wie z. B. ein 
Handbuch oder ein Leitfaden. Die Zufrieden-
heit der Bürgerschaft mit den einzelnen Betei-
ligungsveranstaltungen wird von einer Reihe 
von Faktoren bestimmt. Einige davon sind in 
Abbildung 8 zusammengefasst. Die Ergebnisse 
zeigen, dass die Bürgerinnen und Bürger die 
Bürgerbeteiligungsveranstaltungen weitgehend 
positiv beurteilen. Lediglich die Veranstal-
tungsdauer erhält vergleichsweise schlechte 
Bewertungen. Künftige Veranstaltungen sollten 
ggf. kürzer angesetzt werden. Die Dauer der 
untersuchten Beteiligungsveranstaltungen liegt 
zwischen drei und vier Stunden.
Verwendung der Bürgerbe­
teiligungsergebnisse und 
 Rückmeldung zur Verwendung 
an die Bürgerschaft
Zwar heißt es in den Beurteilungen der einzel-
nen untersuchten Bürgerbeteiligungsverfahren 
seitens der teilnehmenden Bürgerinnen und 
Bürger oftmals „weiter so“. Diese Aussage 
kommt aber häufig mit dem Zusatz vor: „[...] 
aber eben auch umsetzen!“ Die Verwendung 
der Bürgerbeteiligungsergebnisse im politi-
schen Entscheidungsprozess nimmt folglich 
eine wichtige Position in den Evaluationsergeb-
nissen ein.

Abbildung 8: Beurteilung der Organisation und Durchführung von Bürgerbeteiligungsveranstaltungen (Mittelwerte)
Der Veranstaltungsort war gut erreichbar.
Die Veranstaltung war gut moderiert.
Ich konnte der Veranstaltung gut folgen.
Es bestand ausreichend Raum für Diskussionen.
Die Veranstaltungsdauer war zu kurz.
Umfang der Stichprobe = min. 89
1
1,8
2,1
2,4
2,5
0 1 2 3
(0 = stimme überhaupt nicht zu; 3 = stimme voll und ganz zu)
25
In den Gesprächen mit Stadtverordneten und 
Verwaltung gibt es eine zweigeteilte Sicht-
weise dahingehend, wie mit den Bürgerbeteili-
gungsergebnissen umgegangen wird. Aus der 
Perspektive der Verwaltung werden die in den 
Beteiligungsprozessen herausgearbeiteten 
Ansichten und Wünsche der Bürgerinnen und 
Bürger sorgfältig und gut aufbereitet und dann 
im weiteren politischen Prozess aufgegriffen. 
Demgegenüber steht die Sichtweise der Stadt-
verordneten, für die der Vorgang des Aufgrei-
fens und Umsetzens der Vorschläge oft wenig 
transparent und verbindlich ist. Die Ergebnisse 
lassen schließen, dass für Akteure außerhalb 
der Verwaltung viel besser vermittelt werden 
muss, auf welchen Wegen und in welchem 
Umfang die Umsetzung der Ergebnisse von 
Bürgerbeteiligung in politische Entscheidungen 
erfolgt. Denn der aus Sichtweise der Verwal-
tung transparente Vorgang wirkt aus einer 
äußeren Perspektive noch wenig transparent 
und verbindlich.
In die gleiche Richtung zielen die Aussagen 
verschiedener befragter Bürgerinnen und 
Bürger. So ist oft unklar, welche Ideen kon-
kret umgesetzt werden. Bei den Bürgerinnen 
und Bürgern lässt sich zusätzlich noch die 
Sorge heraushören, dass überhaupt etwas mit 
dem erarbeiteten Input aus der Bevölkerung 
geschieht. Der Umgang mit den Bürgerbeteili-
gungsergebnissen bedarf deshalb neben einer 
transparenten Aufarbeitung auch einer öffent-
lichkeitswirksamen Verbreitung.

26
Potentiale zur Weiterentwicklung der Bürgerbeteiligung in Darmstadt
Die Ergebnisse der Untersuchung der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an städtischen 
Entscheidungsprozessen zeigen, dass sich die Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits weit 
auf dem Weg zu einer guten Bürgerbeteiligung befindet. Zur Verbesserung von Bürgerbeteili-
gung in Darmstadt lassen sich aus den Evaluationsergebnissen grob vier Handlungsempfeh-
lungen ableiten:
1.  Zur Verbesserung der Repräsentativität von Bürgerbeteiligung in Darmstadt müssen junge 
Bürgerinnen und Bürger, Personen mit Migrationshintergrund und Menschen mit einem 
niedrigen Bildungsstand durch eine gezielte Ansprache auf persönlicher Ebene oder der 
zufälligen Auswahl von Bürgerinnen und Bürgern stärker einbezogen werden.
2.  Zur Verbesserung des Kenntnisstands zu übergreifenden Informationen zu Bürgerbeteili-
gung in Darmstadt gilt es das Internet als Informationsmedium besser zu nutzen, indem 
alle Informationen auf einer Seite gebündelt werden und gleichzeitig verschiedene Informa-
tionskanäle besser genutzt werden, z. B. auch die sozialen Medien.
3.  Zur Verbesserung der Qualität von Bürgerbeteiligungsveranstaltungen bedarf es einer 
Anpassung der finanziellen und personellen Ressourcen der Verwaltungsmitarbeiterinnen 
und -mitarbeiter an die gestiegene Arbeitsbelastung sowie eines Angebots praxisorientierter 
Schulungsangebote und konkreter Hilfsmittel zur Organisation und Durchführung von Bür-
gerbeteiligung, z. B. einem Handbuch oder einem Leitfaden.
4.  Zur Verbesserung des Umgangs mit Bürgerbeteiligungsergebnissen bedarf es einer transpa-
renten Aufarbeitung und öffentlichkeitswirksamen Vermittlung davon, wie die Bürgerbeteili-
gungsergebnisse in den politischen Entscheidungsprozessen und der konkreten Umsetzung 
berücksichtigt werden.
Bibliographie
Perry, S., & van Deth, J. W. (2015). Soziale und politische Beteiligung in Baden-Württemberg. In Baden-Württemberg Stif-
tung (Hrsg.), Demokratie-Monitoring Baden-Württemberg 2013/2014 (S. 120–150). Wiesbaden: Springer VS.
Schlozman, K. L., Verba, S., & Brady, H. E. (2012). The Unheavenly Chorus: Unequal Political Voice and the Broken Promise of 
American Democracy. Princeton: Princeton University Press.
Schmitt-Beck, R. (2014). Wie informieren sich die Bürger über die Politik ihrer Stadt? In J. W. van Deth (Hrsg.), Demokratie 
in der Großstadt. Ergebnisse des ersten Mannheimer Demokratie Audit (S. 51–80). Wiesbaden: Springer VS.
van Deth, J., & Tausendpfund, M. (2012). Politik im Kontext: Ist alle Politik lokale Politik?: individuelle und kontextuelle Deter-
minanten politischer Orientierungen. Wiesbaden: Springer VS.

27
Auftaktveranstaltung Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+, 
Quelle: Stadtplanungsamt

28
Der Arbeitskreis Bürgerbeteiligung hat die 
Erarbeitung der Darmstädter Leitlinien für 
Bürgerbeteiligung maßgeblich begleitet. 
Mit der Umsetzung der Leitlinien wird der 
Arbeitskreis weitergeführt; zunächst für drei 
Jahre. Das Augenmerk seiner Mitglieder aus 
Bürgerschaft, Politik und Verwaltung liegt auf 
den in den Leitlinien für Bürgerbeteiligung 
enthaltenen übergreifenden Spielregeln zur 
Vorbereitung, Durchführung und Nachberei-
tung von Bürgerbeteiligung. Nicht zuständig 
ist das Gremium für konkrete laufende oder 
geplante Beteiligungsverfahren zu Einzelvorha-
ben (siehe Bürgerbeteiligungsbericht 2015). 
Auf Grundlage der Ergebnisse der externen 
Evaluation, der Dokumentation von Betei-
ligungsverfahren durch die Fachämter und 
eigener Erfahrungen unterbreitet der Arbeits-
kreis Vorschläge zur Weiterentwicklung der 
Leitlinien. Außerdem begleitet er die Stadt 
Darmstadt bei der Entwicklung von möglichen 
Wegen der Einbringung von eigenen Vorschlä-
gen und Projektideen durch Bürgerinnen und 
Bürger in den politischen Prozess. Im Rahmen 
eines öffentlichen Sitzungsteils informiert der 
Arbeitskreis anlassbezogen über seine Arbeit 
und holt Hinweise und weitere Anregungen 
von Bürgerinnen und Bürgern zu Bürgerbetei-
ligung in Darmstadt ein (siehe Bürgerbeteili-
gungsbericht 2015). 
5. Empfehlungen aus dem Arbeitskreis 
 Bürgerbeteiligung

29
Empfehlungen des Arbeitskreises 
Bürgerbeteiligung 
Inklusive Bürgerbeteiligung: Vielfalt in 
Beteiligungsprozessen abbilden
Um allen Bürgerinnen und Bürgern eine 
Mitwirkung zu ermöglichen und schwer 
erreichbare Zielgruppen, insbesondere auch 
Personen, die nicht organisiert sind, aktiv 
einzubinden, empfiehlt der Arbeitskreis das 
Thema „inklusive Bürgerbeteiligung” weiter 
mit besonderer Beachtung voranzutreiben. Zur 
Erprobung und Anwendung inklusiver Formate 
und Methoden der Bürgerbeteiligung hat der 
Arbeitskreis die Durchführung und Evaluation 
eines Pilotvorhabens empfohlen (siehe Bürger-
beteiligungsbericht 2015). Zur Konkretisierung 
des Vorschlags und der Identifizierung eines 
geeigneten städtischen Vorhabens hat sich 
eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe gebil-
det. Dabei werden aktuelle Forschungserkennt-
nisse zur Gestaltung inklusiver Bürgerbeteili-
gung und zielgruppenspezifischen Methoden 
einbezogen und eine Abstimmung mit parallel 
laufenden städtischen Aktivitäten im Bereich 
Inklusion sichergestellt. Hierzu zählt bei-
spielsweise die Umsetzung des Aktionsplans 
Inklusion und der Prozess zur interkulturellen 
Öffnung der Verwaltung. 
Grundsätzlich werden inklusive Formate und 
Methoden in den Beteiligungsprozessen der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt bereits in 
der Vorbereitung von Beteiligungskonzepten 
berücksichtigt. 
Im Sinne aufsuchender Bürgerbeteiligung 
werden Arbeitskreismitglieder künftig auch bei 
Akteuren bzw. in Institutionen vor Ort für einen 
Austausch zur Verfügung stehen, wie beispiels-
weise im Rahmen des Familienfrühstücks des 
Hausfrauenbundes im Dezember 2016.
Arbeitskreis Bürgerbeteiligung am 08.12.16,  
Quelle: Ulrich Matthias

30
Bekanntmachung übergreifender 
 Informationen zur Bürgerbeteiligung in 
Darmstadt ausbauen
Der Arbeitskreis hat im Bürgerbeteiligungs-
bericht 2015 verschiedene Anregungen zur 
Bekanntmachung der Vorhabenliste gegeben, 
deren Umsetzung zwischenzeitlich angesto-
ßen wurde. Hierzu zählen beispielsweise das 
Angebot einer gedruckten Fassung und die 
Bekanntmachung über Multiplikatoren sowie 
der Einsatz von Bildschirmwerbung, u.a. im 
ÖPNV . Der durchgängige Einsatz der Wort-Bild-
Marke „Sei DAbei” schafft hierbei einen zusätz-
lichen Wiedererkennungswert und unterstützt 
die Bekanntheit von städtischen Angeboten im 
Bereich Bürgerbeteiligung. 
Mit Blick auf die Ergebnisse der externen 
Evaluation von Bürgerbeteiligung in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt regt der 
Arbeitskreis weitere Maßnahmen zur Bekannt-
machung der Vorhabenliste sowie weiterer 
übergreifender Informationen zur Bürgerbe-
teiligung an. Hierzu zählt beispielsweise der 
Infobrief Bürgerbeteiligung, der unter https://
da-bei.darmstadt.de/newsletter abonniert 
 werden kann und über Termine und Ergeb-
nisse im Bereich Bürgerbeteiligung informiert. 
Um die Bekanntheit und Nutzung übergreifen-
der Angebote weiter auszubauen, soll zudem 
eine übersichtlichere Gestaltung des städti-
schen Internetauftritts im Bereich Bürgerbe-
teiligung sowie der Einsatz von Social Media 
geprüft werden. 
Beteiligungskultur: Gemeinsames 
 Verständnis von Bürgerbeteiligung 
 entwickeln
Die Leitlinien sowie alle konkreten Maßnahmen 
zur Bürgerbeteiligung in Darmstadt haben 
ein übergreifendes, langfristiges Ziel: Die 
Etablierung einer gesamtstädtischen Beteili-
gungskultur und einer lebendigen repräsentati-
ven Demokratie. Die damit verbundenen neuen 
 Rollen und Aufgaben für Bürgerinnen und 
Bürger, der Politik und der Verwaltung gilt es, 
bei der Planung und Umsetzung von Bürgerbe-
teiligung einzuüben. 
Im Jahr 2016 wurden hierfür Schulungsange-
bote für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 
der Verwaltung aufgesetzt. Der Arbeitskreis 
Bürgerbeteiligung regt an, in einem nächsten 
Schritt Angebote für Politik und Bürgerschaft 
in Angriff zu nehmen, die die verschiedenen 
Stufen von Beteiligungsprozessen (Informa-
tion, Konsultation/Anhören, Kooperation/Mit-
gestalten) erläutern und die Etablierung einer 
gesamtstädtischen Beteiligungskultur unter-
stützen. Dabei soll der Austausch zwischen 
den Zielgruppen intensiviert werden, um die 
verschiedenen Sichtweisen kennenzulernen. 
Ein klares Erwartungsmanagement soll zudem 
durch ein verbindliches Einhalten der Beteili-
gungsstufe und durch eine einheitliche, klare 
Bezeichnung für die Veranstaltungen unter-
stützt werden. Auch die transparente Rückmel-
dung zu Ergebnissen aus Beteiligungsprozes-
sen ist in diesem Rahmen wichtig.
Zusätzlich regt der Arbeitskreis an, Ergebnisse 
und Erfolge aus Bürgerbeteiligungsprozessen 
künftig breiter bekannt zu machen, um damit 
über Bürgerbeteiligung zu informieren und 
zum Mitmachen zu motivieren.

31
Operative Arbeitshilfen entwickeln
Um Sicherheit in der Umsetzung der Leitlinien 
für Bürgerbeteiligung zu gewinnen und eine 
effiziente und einheitliche Umsetzung von Bür-
gerbeteiligungsprozessen zu unterstützen, regt 
der Arbeitskreis die Bereitstellung von Arbeits-
hilfen für die Verwaltung an. Diese sollen sich 
durch eine klare Praxisorientierung auszeich-
nen und konkrete Hilfestellung zu zentralen 
Themen geben (z.B. eine Checkliste, um eine 
barrierefreie Veranstaltung durchzuführen). 
Bereits bestehende Praxishilfen und Leitfäden 
zur Bürgerbeteiligung sind dabei zu berück-
sichtigen. Geprüft werden soll dabei auch die 
Möglichkeit, die Bereitstellung bzw. Erstellung 
von Arbeitshilfen mit einem Erfahrungsaus-
tausch zu kombinieren, der die inhaltliche 
Grundlage für die Arbeitshilfe bildet und den 
Bezug zur Zielgruppe sicherstellt.

32
Anlage: Dokumentationen der  
Bürgerbeteiligungsverfahren im Jahr 2016
In der Anlage finden Sie 21 Dokumentationen 
der durchgeführten Bürgerbeteiligungsverfah-
ren aus dem Jahr 2016. Die Dokumentationen 
sind nach dem Beginn des Verfahrens sortiert 
und geben den Sachstand Januar 2017 wieder. 
Alle Dokumentationen sind nach einer Vorlage 
aus den Leitlinien zur Bürgerbeteiligung durch 
das federführende Fachamt bzw. den zuständi-
gen Eigenbetrieb erstellt worden.
Wenn Sie weitere Informationen zu den Bürger-
beteiligungsverfahren wünschen, können Sie 
sich an die jeweils genannte Ansprechperson in 
der Dokumentation oder an die Bürgerbeauf-
tragte wenden.

33
Jugendbeteiligung zum Grünzug Karlsruher Straße in der 
 Lincoln­Siedlung
Kurzbeschreibung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant gemeinsam mit Bauverein AG‚ BVD New Living GmbH 
& Co. KG entlang der Karlsruher Straße zwischen dem Anschluss der Bebauung und der 
Lärmschutzwand zur Karlsruher Straße einen Grünzug zu entwickeln und dort einen Jugend-
spielbereich zu integrieren. Ziel ist es, den Jugendlichen und jungen Menschen, die in der 
Lincoln- Siedlung leben und leben werden, eine höhere Wohnqualität zu ermöglichen. Die Freiflä-
chengestaltung dieses Grünbereiches wird die „Lincoln-Wall“ für legale Graffiti-Kunst gut ergänzen.
Beteiligungsgegenstand
Entwicklung der Freiflächen an der Karlsruher Straße
Ziel
Durch die Beteiligung kann auf die Vorstellungen der Jugendlichen eingegangen werden. Die 
Jugendlichen der Parkour- und SprayerInnenszene haben konkrete Vorstellungen bezüglich der 
Nutzung und Ausgestaltung der Freifläche, damit diese später auch angenommen und genutzt 
wird. Die Beteiligung findet auf der Stufe der Mitgestaltung statt.
Zielgruppen
Für die Beteiligung wurden die Zielgruppe der Parkour- und SprayerInnenszene direkt angespro-
chen. Die Jugendbildungsreferentin steht in engem Kontakt mit interessierten Jugendlichen, so 
dass eine direkte Ansprache erfolgen konnte. Außerdem wurde über die Presse eingeladen. Die 
Zielgruppe konnten beim ersten Beteiligungstermin erreicht werden, es waren VertreterInnen aus 
beiden Szenen anwesend und haben eigene Vorstellungen eingebracht.
Prozessplan
Die Jugenbildungsreferentin stand vor dem ersten Beteiligungstermin in Kontakt mit den Jugend-
lichen der Parkourszene. Erste Rahmenbedingungen wurden durch sie übermittelt und es wurde 
angeregt, bereits erste Ideen, Fotos und Skizzen zum Termin mitzubringen. In der 1. Beteili-
gungsrunde konnten so schon konkrete Ideen und Wünsche der Jugendlichen übermittelt und 
diskutiert werden. Nach dem ersten Beteiligungstermin im November 2016 wird eine überar -
beitete und konkretisierte Entwurfsplanung erstellt. Ein zweiter Beteiligungstermin folgt Ende 
Januar 2017.
Methoden
Inhaltliche Vorbereitung von Ideen und Wünsche durch die Jugendlichen, Gruppendiskussion
Ablauf
Erster Beteiligungstermin im November 2016 zur Information über die Rahmenbedingungen und 
die Vorstellung einer ersten Vorentwurfsplanung. Aufnahme von Hinweisen und Ideen der Jugend-
lichen. Zweiter Beteiligungstermin im Januar 2017 zur Vorstellung der überarbeiteten Vorent-
wurfsplanung und Diskussion. Die Mittel stellt die BVD New Living als Auftraggeber im Rahmen 
eines städtebaulichen Vertrages zur Verfügung.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Es wurde ein Protokoll zur ersten Beteiligungsveranstaltung erstellt und die Skizzen der Jugendli-
chen wurden in den Planungsprozess eingespeist.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Direktes Netzwerk der Jugendbildungsreferentin und des Jugendforums

34
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Nutzen vorhandener Netzwerke.  
Wenn möglich, thematische Vorbereitung/Vorarbeit durch die Zielgruppen.
Fachamt: Grünflächenamt 
Ansprechperson: Ulrike Aloe-Rudolph 
Tel.: 06151 / 13-2142 
E-Mail: gruenflächenamt@darmstadt.de
Informationsveranstaltung Jugendhaus Oetinger Villa
Kurzbeschreibung
Im Rahmen der Weiterentwicklung der Kinder und Jugendarbeit der Stadt Darmstadt (AG 
78) sind immer auch die vorhandenen Strukturen zu überprüfen und gegebenenfalls durch 
bedarfsgerechte Angebote für Kinder und Jugendlichen zu ergänzen. In diesem Kontext lag dem 
Jugendamt ein Prüfauftrag des Magistrats vor das vorhandene städtische Angebot des Jugend
-
hauses Oetinger Villa zu überprüfen. Ergebnis des Prüfauftrages war eine Neuausrichtung des 
städtischen Jugendhauses Oetinger Villa und die Vergabe der neuen Ausrichtung an einen freien 
Träger der Jugendhilfe.
Beteiligungsgegenstand
Umstrukturierungsprozess des Jugendhauses Oetinger Villa
Ziel
Transparenz des Vorhabens und der weiteren Schritte der Umstrukturierung, Fragen beantworten
Zielgruppen
Jugendliche, junge Erwachsene, Interessierte, freie Träger der Jugendhilfe. Die Zielgruppe wurde 
zum größten Teil erreicht, die Ansprache in Form einer Informationsveranstaltung war geeignet. 
Nach der Auftaktveranstaltung schlossen sich zahlreiche Gespräche mit den Beteiligten an.
Prozessplan
Die Prozessphasen waren innerhalb des Dezernat V , dem Jugendamt und der zuständigen 
Fachabteilung abgestimmt
Methoden
offener Austausch, Stuhlkreis, Einzelgespräche, Gespräche mit Jugendgruppen
Ablauf
Erstellung von Einladungs-Flyern und Plakaten, Information über digitale Medien nach Ende des 
Prüfauftrags durch den Magistrat
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse flossen in die weiteren Umstrukturierungsplanungen mit ein, benannte Bedarfe 
wurde berücksichtigt und umgesetzt
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Offene Ansprache, Information über das Vorhaben, Gespräche mit Jugendgruppen
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Ferienzeiten besser berücksichtigen

35
Fachamt: Jugendamt 
Ansprechperson: Kerstin Briese 
Tel.: 06151 / 13-2484 
E-Mail: jugendamt@darmstadt.de
Lärmsanierung Schiene
Kurzbeschreibung
Schienenlärmbelastungen entlang der Strecke, Wiederholte Beschwerden von uns als Stadt im 
Rahmen der Lärmsanierung Schiene, Aufnahme ins Sanierungsprogramm der DB  
Aufnahme ins Sanierungsprogramm aufgrund der hohen Lärmwerte
Beteiligungsgegenstand
Art der Schallschutzmaßnahme
Ziel
Information über Schallschutzmaßnahmen, aktiver und passiver Schallschutz und Finanzierungs-
fragen
Zielgruppen
Betroffene Bürgerinnen und Bürger
Methoden
Fachvortrag Deutsche Bahn
Ablauf
Es handelte sich um eine zweistündige Abendveranstaltung.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung 
Schallschutzwand. Die Bahn wird ein Planfeststellungsverfahren einleiten. Das Ergebnis ent-
spricht Anschreiben der Stadt.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Gute Information der Betroffenen

36
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Wiederholung bei wichtigen Informationen,  
Einladung immer pro Brief, nicht nur per Flyer. 
Fachamt: Umweltamt 
Ansprechperson: Birgitt Kretzschmar 
Tel.: 06151 / 13-3283 
E-Mail: umweltamt@darmstadt.de 
Informationsveranstaltung Breitbandausbau Darmstadt­Wixhausen
Kurzbeschreibung
Unterversorgung mit schnellem Internet im Ortsteil Da.-Wixhausen. Durchschnittlicher Versor-
gungsgrad rund 6 Mbit/s. Ausschreibungsverfahren durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt und 
in der Folge erfolgreicher Ausbau mit der Fertigstellung am 01. Dez. 2016.
Beteiligungsgegenstand
Informationsveranstaltung
Ziel
Die Veranstaltung diente dazu Fragen zum Bau, zur Vermarktung und dem Betrieb des neuen 
Netzes zu beantworten. Der Netzbetreiber sowie die Stadt informierten die Bürgerschaft aber 
auch sehr umfangreich in allgemeiner Weise über Breitandthemen. Daneben bot die ENTEGA-Me-
dianet an Informationsständen auch die Möglichkeit sich über Vertragsbedingungen informieren 
zu lassen.
Zielgruppen
Alle Haushalte und Bürgerinnen und Bürger mit dem Bedarf an schnellen Internetanbindungen. 
Die Zielgruppen und die Beteiligungsziele wurden erreicht.
Prozessplan
Es handelte sich im eine Einzelveranstaltung.
Methoden
Informationsveranstaltung mit der Möglichkeit Fragen zu stellen und eine persönliche Beratung 
durch Fachpersonal in Anspruch zu nehmen.
Ablauf
Eine Abendveranstaltung. Kosten: Raummiete und Plakatierung.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Beteiligung der Bürgerschaft war gut. Evtl. ist bei geringer Annahme des ausgebauten Netzes 
eine weitere Bürgerinformationsveranstaltung denkbar. 
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die enge Zusammenarbeit mit dem Netzbeteiber.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Das Vorgehen kann so wiederholt werden.

37
Fachamt: Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 
Ansprechperson: Susanne Beck 
Tel.: 06151 / 13-4471 
E-Mail: standort@darmstadt.de
Neue Infrastruktur rund um den Willy­Brandt­Platz
Kurzbeschreibung
Um eine Verbesserung des Verkehrsablaufs im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) zu errei-
chen, beabsichtigen die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die HEAG mobilo GmbH die ÖPNV-
Achse Luisenplatz – Willy-Brandt-Platz – Bismarckstraße umzugestalten sowie die Haltestellen 
barrierefrei herzustellen. Der Willy-Brandt-Platz ist neben dem Luisenplatz, dem Marktplatz und 
dem Hauptbahnhof der Hauptumsteigepunkt im Stadtgebiet von Darmstadt. Hier werden meh-
rere Straßenbahnlinien mit den Stadt- und Regionalbuslinien gebündelt. Ein Umbau der oben 
genannten ÖPNV-Achse ist zwingend erforderlich, da die Anforderungen an eine so stark frequen-
tierte Strecke im derzeitigen Bestand nicht mehr erfüllt werden können. Die Verkehrsführung 
der Bismarckstraße ist über den Drehpunkt Willy-Brandt-Platz mit der Frankfurter Straße eng 
verknüpft. Konzeptionell wurde daher im Zusammenhang mit dem Ausbau der Bismarckstraße 
auch die Frankfurter Straße bis einschließlich der Haltestelle Pallaswiesenstraße überdacht.
Beteiligungsgegenstand
Beteiligung am Planungsprozess vor dem formalen Verfahren (siehe oben).
Ziel
Informieren, anhören, Anregungen aufnehmen. Rechtzeitige Einbindung der Bürgerschaft bereits 
vor dem formalen Beteiligungsverfahren im Rahmen der Planfeststellung, um Anregungen recht-
zeitig mit in den Planungsprozess aufnehmen zu können.
Zielgruppen
Anwohnerinnen und Anwohner. Die Informationsveranstaltung am 20.05.2016 war mit über 100 
Teilnehmenden sehr gut besucht. Zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner konnten erreicht 
werden sowie weitere interessierte Personen.

38
Prozessplan
Die Vorentwurfsplanung Bismarckstraße-Ost und Willy-Brandt-Platz einschließlich Anbindung 
Mathildenplatz und Frankfurterstraße-Süd wurde am 24.07.2014 von der Stadtverordnetenver-
sammlung beschlossen. (MV-Nr. 2014/0180). Ebenso die Vorentwurfsplanung zu der „Maßnahme 
Niederflurgerechter Ausbau der Haltestelle. Pallaswiesenstraße mit Umbau der Frankfurter 
Straße zwischen Schloßgarten- und Emilstraße“, am 12.05.2016 von der Stadtverordnetenver-
sammlung beschlossen (MV-Nr. 2016/0069). Nach dem ersten Beteiligungstermin im November 
2016 wird eine überarbeitete und konkretisierte Entwurfsplanung erstellt. Ein zweiter Beteili-
gungstermin folgt Ende Januar 2017.
Methoden
Informationsabend, Freitag, 20. Mai 2016, um 17.30 Uhr, Rheinstraße 67 (2. Stock). Für Einlei-
tung und Diskussionen zur Verfügung standen die damalige Baudezernentin Cornelia Zuschke 
und Matthias Kalbfuss, Vorsitzender der Geschäftsführung der HEAG mobilo. Darüber hinaus 
Mitarbeitende der planenden Ingenieur-Büros sowie von HEAG mobilo und der Stadtverwaltung.
1. Vortrag mit anschließender Diskussion im Plenum, 2. Information und Diskussion an Pla-
nungstischen mit Büros und Verwaltung. Über 100 Personen nahmen an der Veranstaltung teil.
Ablauf
Mit dem Teilbereich Bismarckstr-Ost soll nach Fertigstellung der laufenden Baumaßnahme Bism-
arckstraße-West nach dem derzeitigen Planungsstand 2019 mit vorbereitenden Arbeiten begon-
nen werden. Insbesondere in der Frankfurter Straße ist mit einer erheblichen Bauzeit zu rechnen, 
wegen der zusätzlich erforderlichen Kanalerneuerung und der Notwendigkeit der teilweisen 
Aufrechterhaltung des Straßenbahnbetriebes, um die ÖPNV-Versorgung der Stadtteile Arheilgen 
und Kranichstein zu sichern. Die Gesamtkosten des Projektes belaufen sich derzeit inklusive 
Planungskosten auf Netto 43,6 Mio. Euro. Wesentliche Kostenanteile werden von der HEAG 
mobilo übernommen, zudem werden Fördermittel nach Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz 
(GVFG) und Finanzausgleichsgesetz (FAG) beantragt, so dass mit städtischen Kosten in Höhe von 
24,4 Mio. Euro zu rechnen ist beziehungsweise nach Abzug der Zuwendungen mit verbleibenden 
Kosten in Höhe von 11,6 Mio. Euro.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Es wurde eine interne Arbeitsdokumentation gefertigt, in der die Anregungen aufgenommen wur -
den. Inhalte werden geprüft und in der weiteren Planung entsprechend soweit möglich berück-
sichtigt. Auf der Internet-Projektseite (www.heagmobilo.de/DAVIA) wurden FAQs (Häufige Fragen) 
aufgenommen und erläutert sowie fortgeschrieben.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Information der Bürgerschaft im Vortrag und Diskussion anschließend an Thementischen
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
ähnlich vorgehen
Fachamt: Stadtplanungsamt, Abteilung 61.4 Mobilität und öffentlicher Raum 
Ansprechperson: Martin Möllmann 
Tel.: 06151 / 13-2610 
E-Mail: stadtplanungsamt@darmstadt.de

Informationsabend am 20. Mai 2016, Quelle: HEAG mobilo
39
Gewässersanierung Großer Woog
Kurzbeschreibung
Zur Sicherung der Wasserqualität und zum Hochwasserschutz wird der Große Woog ent-
schlammt.
Beteiligungsgegenstand
Gewässersanierung des Großen Woogs
Ziel
Informationen zu den geplanten Maßnahmen, zu den Gründen für die Maßnahmen und zu den 
Ansprechpartnern. Aufnahme von Fragen und Anmerkungen der Bürgerinnen und Bürger. Die 
Bürgerbeteiligung fand auf der Stufe der Information statt.
Zielgruppen
Anwohnerinnen und Anwohner rund um den Woog, Gäste des Woog, Verbände und Vereine, Inter-
essierte an den Maßnahmen. Die Veranstaltung war gut besucht.
Prozessplan
Information der Vereine und Verbände im November 2015. Öffentliche Bürgerinformation im April 
2016. Start der Maßnahme nach Abschluss der Badesaison 2016. Die Prozessphasen waren gut 
abgestimmt, der Zeitplan konnte eingehalten werden.
Methoden
Präsentation im Plenum und Aufnahme von Fragen und Anregungen. Baustellenbesichtigungen 
im Januar 2017
Ablauf
Siehe oben. Die Mittel sind im Eigenbetrieb Bäder etatisiert.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung 
Fragen und Anregungen wurden dokumentiert, beantwortet und veröffentlicht.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit unter Einbindung der Fachbüros und ausführenden Firmen
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Projektbegleitende Öffentlichkeitsarbeit

Quelle: Anja Mendel 
40
Fachamt: Eigenbetrieb Bäder 
Ansprechperson: Manfred Rachut 
Tel.: 06151 / 13-2974 
E-Mail: sportamt@darmstadt.de 
Sportentwicklung in der Heimstättensiedlung
Kurzbeschreibung
Die Sportvereine in der Heimstättensiedlung haben sich regelmäßig getroffen, um über die 
Sportentwicklung in der Heimstättensiedlung zu beraten. Es wurden Fragebögen zur Vereins- 
und Sportentwicklung im Stadtteil eingesetzt, die von allen Sportvereinen ausgefüllt wurden. 
Die Auswertung der Fragebögen wurde in drei gemeinsamen Sitzungen von April bis Juni 2016 
vorgenommen. Eine Bürgerinformations- und Dialogveranstaltung wurde in einer erweiterten AG 
im September vorbereitet. Die Ergebnisse sind in einer öffentlichen Veranstaltung im November 
2016 im Stadtteil präsentiert und diskutiert worden.
Beteiligungsgegenstand
Möglichkeiten der künftigen Sportentwicklung in der Heimstättensiedlung
Ziel
Mit Unterstützung der Vereine wurden umfangreiche Ergebnisse zu den Möglichkeiten und 
Erwartungen an die Vereins- und Sportentwicklung in der Heimstättensiedlung gesammelt. Die 
darauf folgende Veranstaltung hatte zum Ziel, alle an der Sportentwicklung im Stadtteil Interes
-
sierten zu informieren und zu beteiligen. Die Bürgerbeteiligung findet auf der Stufe der Mitge -
staltung statt.
Zielgruppen
Die Sportvereine in der Heimstättensiedlung, die Kirchen im Stadtteil, die Schule im Stadtteil, 
weitere Vereine in der Heimstättensiedlung, sportinteressierte Bürgerinnen und Bürger in der 
Heimstättensiedlung wurden mit Plakaten, über Presseinformation und Handzettel angesprochen 
und haben zum großen Teil an der Bürgerinformations- und Dialogveranstaltung teilgenommen.
Prozessplan
Fragebogeneinsatz. Gemeinsame Auswertung der Fragebogen von April bis Juni 2016. Bürgerin-
formation und Dialog am 09. November 2016. Fortsetzung des Sportentwicklungsprozesses.

41
Methoden
Fragebogen an die sechs betroffenen Sportvereine, extern moderierte Fragebogenauswertung in 
Gruppenarbeit mit den Vereinen, Ergebnispräsentation mit anschließender Plenumsdiskussion 
Ablauf
Versand und Ausfüllen der Fragebögen, 4 Arbeitsgruppen-Sitzungen zur Auswertung und Vorbe-
reitung der Bürgerinformations- und Dialogveranstaltung
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Fragen und Anregungen aus der Veranstaltung wurden aufgenommen und werden im weiteren 
Prozess mit verarbeitet bzw. beantwortet werden. Der auf die Ergebnisse der Veranstaltung 
aufbauende Sportentwicklungsprozess unter Beteiligung aller interessierten und betroffenen 
Gruppen und Einzelpersonen soll im Rahmen eines kooperativen Sportentwicklungs-Verfahrens 
2017 durchgeführt werden.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Beteiligung aller „betroffenen“ Sportvereine, externe Moderation, Schaffung von Transparenz, 
Aufheben von Gerüchten, agieren zwischen Verwaltung und Sportvereinen auf Augenhöhe.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Übertragungsmöglichkeit in andere Stadtteile (z. B. Verwendung des Fragebogens und Auswer-
tung) mit anschl. Bürgerdialog
Fachamt: Sportamt 
Ansprechperson: Ralf-Rainer Klatt 
Tel.: 06151 / 13-2941 
E-Mail: sportamt@darmstadt.de

42
Veranstaltung „Ankommen – Aufnehmen – Mitmachen“ am Internatio­
nalen Frauentag 8.3.2016 in der Centralstation für und mit geflüchteten 
Frauen und Darmstädter Fraueneinrichtungen
Kurzbeschreibung
Bei dieser Veranstaltung für und mit weiblichen Flüchtlingen und Darmstädter Fraueneinrich-
tungen wurden erfolgreiche Darmstädter Projekte für und mit geflüchteten Frauen vorgestellt, in 
einem Vortrag die frauenspezifischen Fluchtgründe und ihre Bedeutung im Asylverfahren erläu-
tert sowie in einem World-Café Informationen und Beteiligungsmöglichkeiten im Bereich der 
Existenz sichernden Erwerbsarbeit, des Gewaltschutzes, der gesundheitlichen Versorgung, der 
Asylbeantragung und von ehrenamtlichen Frauenprojekten ausgetauscht (Was gibt es bereits? 
Was braucht es noch?). In einer Info-Zone konnten sich Darmstädter Frauenvereine vorstellen.
Beteiligungsgegenstand
Integrationsprojekte/-möglichkeiten für geflüchtete Frauen in Darmstadt
Ziel
Interessierte Bürgerinnen und Bürger, Menschen, die auf ihrer Flucht nach Darmstadt gekommen 
sind sowie Fachpersonen konnten sich über bereits vorhandene Integrationsprojekte informieren 
und im World-Café neue Bedarfe direkt an die Facheinrichtungen formulieren bzw. relevante Fra-
gestellungen diskutieren. Es wurden neue Kontakte geknüpft.
Zielgruppen
Es waren Darmstädter Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, Menschen, die auf 
ihrer Flucht nach Darmstadt gekommen sind, Fachpersonen aus Darmstädter Frauenvereinen 
sowie der Stadtverwaltung eingeladen und auch anwesend.
Methoden
Präsentationen (Vortrag, Pecha Kucha), World-Cafe, Dolmetscherinnen
Ablauf
Siehe oben.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse wurden auf der Internetseite des Frauenbüros dokumentiert und weitergeleitet in 
die verschiedenen Netzwerke bzw. an die relevanten Institutionen zur weiteren Berücksichtigung/
Umsetzung bei der Arbeit mit und für geflüchtete Frauen.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die intensiven Bemühungen, geflüchtete Frauen und Frauen aus MigrantInnenvereinen an der 
Veranstaltung zu beteiligen (Ansprache der sozialpädagogischen Betreuungen der Flüchtlingsein-
richtungen sowie Ansprache MigrantInnenselbstorganisationen über Amt für Interkulturelles und 
Internationales). Einsatz von Dolmetscherinnen und Kinderbetreuung, so dass die geflüchteten 
Frauen gut partizipieren konnten.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Siehe oben
Fachamt: Frauenbüro 
Ansprechperson: Edda Feess 
Tel.: 06151 / 13-2340 
E-Mail: frauenbuero@darmstadt.de

Veranstaltung „Ankommen – Aufnehmen – Mitmachen“ am 8. März 2016, 
Quelle: Frauenbüro
43
Stadtteilforum Eberstadt
Kurzbeschreibung
Beschluss eines Rahmenkonzepts zur Einrichtung von offenen Stadtteilforen mit bürgerschaft -
licher Beteiligung in 12/2013 (MV-Nr. 2013/0338). Aktionskonzept für das Projekt „Gepflegt 
leben im Alter – gut umsorgt im Stadtteil“ durch die Altenhilfeplanung und Einrichtung von 
Runden Tischen in Eberstadt und Bessungen 2013/2014. Zur Vorbereitung des Stadtteilfo -
rums Eberstadt wurde eine Vorbereitungsgruppe gebildet, bestehend aus Bezirksverwaltung 
Eberstadt, Stadtteilwerkstatt Eberstadt-Süd, Träger der Jugendhilfe, Stadtplanungsamt, Amt 
für Soziales und Prävention und der Bürgerbeauftragten Stadtteil. Es wurden Vorgespräche mit 
vielen Eberstädter Interessengruppen geführt.
Beteiligungsgegenstand
Beteiligungsgegenstände sind alle Themen im Stadtteil, die für die Bürgerschaft von Interesse 
sind.
Ziel 
Mit dem Stadtteilforum Eberstadt wurde eine regelmäßige Dialogplattform auf Augenhöhe 
geschaffen. Das Stadtteilforum stellt einen Rahmen dar, in dem alle Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer zu Wort kommen und eigene Ideen einbringen können. Es wurde ein Koordinationsteam 
gebildet, das aus Bürgerinnen und Bürgern, zivilgesellschaftlichen und hauptamtlichen Akteuren 
aus dem Stadtteil und der Verwaltung besteht. Das Koordinationsteam bereitet die Sitzungen vor 
und nach. Außerdem wurden 6 Thementische gegründet, die zwischen den Stadtteilforen tagen.
Nach dem Auftakt im Februar 2016 haben drei weitere Foren in 2016 stattgefunden und die 
Themen aus der Bürgerschaft wurden weiter bearbeitet. Alle Sitzungen wurden protokolliert und 
die Protokolle gingen zur Kenntnis an den Magistrat. Das Stadtteilforum findet auf der Stufe der 
Mitgestaltung statt.
Zielgruppen
Es wurden alle Bürgerinnen und Bürger Eberstadts angesprochen, u.a. durch eine Einladungsbei-
lage an alle Haushalte in der Pfungstädter/Eberstädter Woche. Außerdem wurden Multiplika tor/-
innen für bestimmte Zielgruppen direkt kontaktiert. Das Interesse zur Mitwirkung ist sehr hoch 
und die Stadtteilforen sind sehr gut besucht. Auch nach den Terminen gibt es viele Nachfragen 
und Anmerkungen. Es nehmen zwischen 100 und 200 Bürgerinnen und Bürger an den Treffen teil.

Stadtteilforum Eberstadt, Auftaktveranstaltung am 16.02.2016,
 Quelle: Stadtplanungsamt
44
Prozessplan
Die Prozessphasen wiederholen sich bei jedem Termin. Es gibt immer ein Vorbereitungstreffen 
des Koordinationsteams und nach der Durchführung des Stadtteilforums findet immer ein Nach-
bereitungstreffen statt. Im Vorfeld wird abgestimmt, wie der Ablauf des Forums sein soll, welche 
Punkte noch offen sind, welche Methoden eingesetzt werden und ob Gäste als Expert/-innen 
gezielt eingeladen werden sollen. Die Prozessphasen sind bisher gut abgestimmt.
Methoden
Abfragen an Metaplanwänden, Gesprächsrunden und Kleingruppenarbeit an Gruppentischen und 
Stehtischen, Thementische, Vortrag
Ablauf
Vorbereitung zur Gründung des Stadtteilforums bis Februar 2016. Durchführung von 4 Stadt-
teilforen im Februar, April, August und November 2016. 6 Treffen des Koordinationsteams im 
März (2 Treffen), Mai, Juli, Oktober und November 2016. Die Mittel für Öffentlichkeitsarbeit, 
Moderation der Auftaktveranstaltung, Raummieten, Catering waren im Budget der Bürgerbeauf-
tragten eingestellt.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse der Stadtteilforen wurden protokolliert und veröffentlicht. Ein regelmäßiger Tages-
ordnungspunkt „Rückmeldungen zu den offenen Fragen beim letzten Stadtteilforum“ stellt sicher, 
dass keine Anliegen verloren gehen. In allen Sitzungen waren hauptamtliche Dezernentinnen und 
Dezernenten dabei, um direkt auf Fragen und Anmerkungen eingehen zu können. Empfehlungen, 
die das Stadtteilforum ausspricht, werden an den Magistrat weitergeleitet und es erfolgt eine 
Rückmeldung in der darauffolgenden Sitzung.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die ausführliche Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch ein Koordinationsteam aus Bürger-
schaft und Verwaltung hat sich sehr bewährt, außerdem die regelmäßigen Sitzungen als verlässli-
cher Rahmen und die Anwesenheit der Dezernenten für einen direkten Dialog.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Die Möglichkeit zum Austausch über Grundsätze und Haltungen im Koordinationsteam ist sehr 
wichtig, gleichzeitig der Fokus auf realisierbare Projekte und konkrete Verbesserungen im Stadt-
teil. Durch die Zusammenarbeit im Koordinationsteam und an den Thementischen entstehen 
viele gute Ideen und es gibt viele Rückmeldungen zum Veranstaltungsformat und den Inhalten.
Fachamt: Dezernat I, Bürgerbeauftragte 
Ansprechperson: Imke Jung-Kroh 
Tel.: 06151 / 13-2300 
E-Mail: buergerbeauftragte@darmstadt.de

45
Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+
Kurzbeschreibung
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt liegt an der Schnittstelle der beiden dynamischen Ballungs-
räume Frankfurt Rhein-Main und Rhein-Neckar. Der Standort zeichnet sich aus durch hervor-
ragende Qualitäten in Bezug auf den Zugang zu Bildung und Arbeitsplätzen, die vorhandene 
technische Infrastruktur sowie die soziale und medizinische Versorgung. Die genannten positiven 
Eigenschaften führen zu einer seit Jahren anhaltenden Zunahme der Anzahl der Einwohnerin-
nen und Einwohner sowie der Arbeitsplätze. Im Städtevergleich der Zeitung Wirtschaftswoche 
(„Zunkunftsindex 2030“) belegte Darmstadt in den Jahren 2015 und 2016 den ersten Platz als 
zukunftsorientierteste Stadt Deutschlands. Aus dem dynamischen Wachstum ergeben sich Fragen 
nach der zukünftigen Stadtentwicklung und deren Nachhaltigkeit. Hierzu gilt es Entwicklungs-
zenarien und Lösungsansätze gemeinsam zu erarbeiten, die in einer übergeordneten Strategie 
zusammengefasst werden. Zu diesem Zweck hat die Stadtverordnetenversammlung der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt Ende 2015 beschlossen, den mehrjährigen großangelegten Planungspro-
zess ////Darmstadt Masterplan 2030+ zu starten.
Beteiligungsgegenstand
Das Rückgrat des Prozesses Masterplan 2030+ bildet der Austausch mit der gesamten Stadtge-
sellschaft. Dies beinhaltet die kontinuierliche Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, moderiert 
und begleitet durch Fachleute aus unterschiedlichen Disziplinen und Planungsfeldern, Politik und 
Verwaltung. Die Beteiligung umfasst alle Themen der Stadtgesellschaft wie soziale Gerechtigkeit, 
wirtschaftliche Entwicklung, Mobilität, Ökologie, Kultur und regionale Vernetzung. Konkurrierende 
Nutzungsansprüche an den Stadtraum dürfen nicht zu einer Konkurrenz zwischen Gewerbe- 
und Wohnbauflächen führen, die sich negativ auf die Wachstums- und Entwicklungspotenziale 
Darmstadts auswirken würde. Unter dem Stichwort Identität ist zu überprüfen, welches Bild die 
Bürgerinnen und Bürger von ihrer Stadt haben und wie dieses weiterentwickelt werden kann. Im 
gleichen Schritt ist die Außendarstellung zu analysieren und zu gestalten, die das Bild beein-
flusst, das sich Außenstehende von der Stadt machen.
Ziel
Informieren, anhören, mitgestalten. Sammlung von Anregungen und Ideen zur zukünftigen Ent-
wicklung Darmstadts.
Zielgruppen
Beteiligung interessierter Bürgerinnen und Bürger sowie möglichst vieler Interessengruppen 
und Institutionen aus der gesamten Stadtgesellschaft. Durch die Auswahl der Centralstation 
als renommiertem Ort für die Auftaktveranstaltung am 04.02.2016 und einer entsprechenden 
Öffentlichkeitsarbeit konnten ca. 250 Besucherinnen und Besucher gezählt werden. An dem 
attraktiven Programmpunkt Slam-Vorträge zum Thema Darmstadt war eine Schulklasse aktiv 
beteiligt. Bei der anschließenden Zukunftswerkstatt am 06.02.2016 kamen nochmals ca. 150 
Teilnehmende zusammen. Hierbei handelte es sich überwiegend um politisch und fachlich inte-
ressierte Personen. Der Altersdurchschnitt lag deutlich höher als bei der Auftaktveranstaltung. 
Dem Aufruf „Du bist dran! Dein Markt der Ideen“ am 03.09.2016 folgten zahlreiche Initiativen 
und Akteure der Stadtgesellschaft. Dieses Veranstaltungskonzept bot erstmals eine Plattform zur 
Präsentation eigener Themen im Rahmen des Prozesses ////Darmstadt weiterdenken – Master-
plan 2030+. Mit ca. 100 Teilnehmenden war die Veranstaltung gut besucht.
Prozessplan
Vor dem Hintergrund der dynamischen Stadtentwicklung wurde durch das Stadtplanungsamt das 
Büro Planquadrat mit einer Analyse der aktuellen Situation beauftragt. Die Ergebnisse belegen 
einen Wandel der Stadtgesellschaft und die Notwendigkeit, politisches und planerisches Handeln 
entsprechend anzupassen. Demzufolge hat die Stadtverordnetenversammlung am 12.11.2015

46
beschlossen, einen mehrjährigen großangelegten Planungsprozess ////Darmstadt weiterdenken 
– Masterplans 2030+ zu starten. Die Auftaktveranstaltung in der Centralstation im Februar 2016 
stand ganz am Anfang des Prozesses Masterplan 2030+. So konnten Bürgerinnen und Bürger 
sowie Akteure der Stadtgesellschaft zum frühestmöglichen Zeitpunkt an der Planung beteiligt 
werden. Die zweite Veranstaltung „Du bist dran! Dein Markt der Ideen“ fand dann zeitnah im Sep-
tember 2016 statt. 
Prozessphasen: Einleitungsphase (Aktuell) / Phase 0 – Programmierung (Ab 2017) / Phase 1 – 
Analyse / Phase 2 – Konzeptentwicklung / Phase 3 – Leitbild & Projekte
Methoden
Auftaktveranstaltung, 04.02. und 06.02.2016 in der Centralstation: Slam-Vorträge zum Thema 
Darmstadt, „Zukunftspostkarte – Heute ist Morgen – Ein Rückblick aus dem Jahr 2030“, Selbst-
portraitieren im Photoblitzer, Zukunftswerkstatt „Wie planen wir unsere Stadt weiter?“, externe 
Moderation. Du bist dran! Dein Markt der Ideen, 03.09.2016, im Kulturverein „das blumen e.V .“, 
Hügelstraße 77: Präsentationsmöglichkeit für Bürgerinnen und Bürger sowie Akteure der Stadtge-
sellschaft – Marktstände und Vorträge zu selbstgewählten Themen und Projektideen, Moderation 
durch Bürgerbeauftragte
Ablauf
Für die Beauftragung der Rahmenbeauftragten aus Steuerung und Beteiligung für den Master -
plan 2030+ und das Mobilitätskonzept 2030+ sind für 2017 bis 2019 insgesamt nach Angebot 
mit Kosten i.H.v. ca. 160.000,00 EUR (brutto) jährlich zu planen. Hinzu kommen Kosten für 
weitere Beauftragungen externer Planungsteams für die Umsetzung der Themenbausteine, zur 
Durchführung von ergänzender begleitender Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung sowie die 
Fortführung der Prozesskampagne ////Darmstadt weiterdenken von ca. 100.000,00 EUR, die 
jährlich einzuplanen sind.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Anregungen möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger wurden gesammelt und werden  
 fortlaufend in den Planungsprozess aufgenommen. Auf der Internetseite www.darmstadt.de/ 
wei terdenken2030 können Dokumentationen zu den einzelnen Veranstaltungen aufgerufen werden:
  – schriftliche Zusammenfassungen
  – Hörprotokolle
  – Foto-Galerien
  – Gesammelte Scans der von den Teilnehmenden ausgefüllten Zukunftspostkarten
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Für die Auftaktveranstaltung wurde der renommierte Veranstaltungsort Centralstation aus-
gewählt. Hierdurch konnte die öffentliche Aufmerksamkeit zusätzlich erhöht werden und eine 
erfreuliche Anzahl von 250 Teilnehmenden am ersten Tag erreicht werden. Durch den Pro-
grammpunkt Slam-Vorträge zum Thema Darmstadt, bei dem auch eine Schulklasse mitwirkte, 
war die Veranstaltung auch für ein jüngeres Publikum attraktiv. Der Markt der Ideen fand in 
den Räumlichkeiten des Vereins „das blumen e.V .“ statt. Dieser Veranstaltungsort befindet sich 
aktuell in einer Zwischennutzung: Nachdem in der Vergangenheit hier eine Schlosserei und dann 
ein Kfz-Betrieb ansässig waren, wird der Raum heute genutzt als Treffpunkt, Ort und Werkstatt 
für kulturelle Veranstaltungen. Die Symbolik des „Unfertigen“, des im „Umbruch“ befindlichen 
passte ideal zu dem am Anfang stehenden Prozess ////Darmstadt weiterdenken. Mit der Aus-
wahl dieses Veranstaltungsortes wurde der Prozess Masterplan 2030+ auch in das studentisch 
geprägte Umfeld von „das blumen e.V .“ getragen. Die offene Präsentationsbühne „Markt der 
Ideen“ für eigene Ideen und Projekte wurde von verschiedensten Institutionen und Akteuren 
genutzt, so dass insgesamt eine sehr bunte Mischung von Menschen und Themen vertreten war.

47
Fachamt: Stadtplanungsamt 
Ansprechperson: Teresa Trommer-Rosignol 
Tel.: 06151 / 13-2611 
E-Mail: darmstadt2030@darmstadt.de
Umgestaltung Frankfurter Straße im Bereich der Firma Merck –  
2. Bürgergespräch am 09. Juni 2016 und Informationsspaziergang zur 
Umgestaltung am 15. März 2016
Kurzbeschreibung
Der Hauptwasserkanal von Arheilgen verläuft derzeit noch unter dem Gelände der Firma Merck. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt wird diesen Hauptwasserkanal in den öffentlichen Raum 
(Frankfurter Straße) verlegen. In diesem Zuge soll die Frankfurter Straße nach Abschluss der 
Kanalbaumaßnahme wiederhergestellt und zeitgleich saniert werden. Der zentrale Abschnitt der 
Frankfurter Straße 250 im Bereich des Hauptzugangs der Merck KGaA soll zukünftig für alle 
Verkehrsteilnehmer adäquat ausgebaut werden sowie städtebaulich und gestalterisch hohen 
Ansprüchen genügen. Verkehrlich zielt die Planung auf eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für 
alle Verkehrsteilnehmer ab, ohne dabei den flüssigen Verkehrsablauf zu gefährden. Die Planung 
umfasst den Um- und Neubau von Fahrbahn, Geh- und Radwegen, die Herstellung der Straßen-
entwässerung und die erforderlichen Anpassungen der Nebenanlagen und sonstigen Einrichtun-
gen einschließlich aller maßnahmenbedingten Verlegungen von Ver- und Entsorgungsleitungen. 
Der Anlass und Inhalt der Umgestaltung der Frankfurter Straße 250 im Bereich des Hauptzu-
ganges der Merck KGaA wurde ausführlich in der Magistratsvorlage 2015/0478 vom 02.11.2015 
dargestellt. Aufbauend darauf wurde der von der Stadtverordnetenversammlung vorgelegte 
Fragenkatalog zur Magistratsvorlage 2015/0478 mit der Magistratsvorlage 2016/0235 vom 
07.07.2016 ausführlich beantwortet.
Beteiligungsgegenstand
Bei der Veranstaltung am 9. Juni 2016 wurden folgende Inhalte vorgestellt: Ergebnisse der Prü-
faufträge aus dem 1. Informationsgespräch, des Informationsspazierganges für Bürgerinnen und 
Bürger sowie des Verkehrsversuches.
Veranstaltung „Du bist dran! Dein Markt der Ideen“ am 03. September 2016, 
Quelle: Stadtplanungsamt

48
Ziel
Informieren, anhören. Bei der ersten Informationsveranstaltung am 09.12.2015 und auch im 
Anschluss daran wurde ein erweiterter Diskussions- und Informationsbedarf deutlich. Für die 
Fortschreibung der Planung wurde den Fragenstellungen aus der Bürgerschaft sowie den ein-
gegangenen Prüfaufträgen der Stadtverordnetenversammlung nachgegangen. Alle Aspekte, 
Argumente sowie die Ergebnisse der Prüfaufträge wurden im zweiten Bürgergespräch am 9. Juni 
2016 vorgestellt und erläutert. Eine ausführliche Dokumentation der Veranstaltung vom 9. Juni 
2016 ist auf der Internetseite http://www.darmstadt.de/umbau-frankfurter-strasse als pdf-Datei 
bereit gestellt.
Zielgruppen
Zielgruppe waren interessierte Bürgerinnen und Bürger. Es sollten insbesondere Personen 
erreicht werden, die konkrete Fragen und Anregungen zum Projekt hatten. Ziel war es, mit den 
Ergebnissen der Prüfaufträge belegbare Fakten in die Diskussion einzubringen und zu verdeutli-
chen, wie auf dieser Grundlage die Planung weiter ausgearbeitet wurde.
Prozessplan
Ja. Zwischen der ersten Informationsveranstaltung im Dezember 2015 und der folgenden im Juni 
2016 war genügend Zeit den Verkehrsversuch durchzuführen und die Prüfaufträge und Fragestel-
lungen aus der Bürgerschaft zu bearbeiten. Dazwischen fand im März 2016 nochmals ein Aus-
tausch zwischen Fachleuten und Bürgerschaft im Rahmen eines Informationsspaziergangs statt.
Methoden
2. Bürgergespräch am 09. Juni 2016, 18 bis 20 Uhr, im Bürgersaal „Zum Goldenen Löwen“, über 
100 Teilnehmende:
  – Präsentationen
  – 2er-Gespräche mit Sitznachbarn
  – Diskussionen mit Fachleuten im Plenum und in kleinen Gruppen vor Plantafeln
  – externe Moderation
und Informationsspaziergang zur Umgestaltung Frankfurter Straße, Dienstag, 15.03.2016: Bür-
gerinnen und Bürger hatten Gelegenheit mit Fachleuten des Stadtplanungsamtes und des in das 
Projekt involvierten Verkehrsplanungsbüros R+T vor Ort ins Gespräch zu kommen.
Ablauf
In einem Bau- und Erschließungsvertrag zwischen der Merck KGaA und der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt wird die Finanzierung, die Kostenübernahme für den Bau und die Unterhaltung der 
Maßnahmen im öffentlichen Raum geregelt. Die Baukosten sowie die Kosten für die Freimessung 
des Baufeldes werden von der Merck KGaA übernommen. Die Betriebskosten und Instandhal-
tungskosten der Bewässerung für die Grüninseln werden von der Merck KGaA getragen. Die 
Kosten für die Entsorgung kontaminierter Böden und Baustoffe trägt ebenfalls die Merck KGaA. 
Erforderliche Grundstücke für die Baudurchführung werden zwischen der Stadt Darmstadt und 
Merck KGaA getauscht. Nach Zustimmung durch den Magistrat kann der Bau- und Erschließungs
-
vertrag zwischen der Merck KGaA und der Wissenschaftsstadt Darmstadt abgeschlossen werden.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Es wurde versucht die im Rahmen der Beteiligung geäußerten Fragen und Anregungen 
soweit möglich zu bearbeiten. Die Ergebnisse wurden in einer zweiten Informationsveranstal-
tung  vorgestellt.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Mit der Vergabe von Prüfaufträgen sowie der Durchführung eines Verkehrsversuches wurde die 
Diskussion um das Projekt versachlicht und die Grundlagen der Planung veranschaulicht.

Bürgergespräch zur Umgestaltung der Frankfurter-Straße am 09.06.2016, 
Quelle: Stadtplanungsamt
49
Fachamt: Stadtplanungsamt
Tel.: 06151 / 13-2092 
E-Mail: stadtplanung@darmstadt.de
2. Bürgerdialog zum Planungswettbewerb „Quartiersmitte in der 
 Lincoln­Siedlung“
Kurzbeschreibung
Im Rahmen der frühzeitigen Beteiligung der Öffentlichkeit (1. Stufe) fand im Februar 2015 eine 
Bürgerinformationsveranstaltung statt. Für die Quartiersmitte in der Lincoln-Siedlung ist der 
Neubau einer Grundschule, einer Kindertagesstätte und die Entwicklung eines Quartiersparks 
und eines Quartiersplatzes geplant. Zur Vorbereitung der Umsetzung der Planungen wurde ein 
Planungswettbewerb mit integriertem Architekturwettbewerb für das im Bebauungsplanentwurf 
S 25 vorgesehene Baufeld sowie den angrenzenden Quartiersplatz und Quartierspark vorgesehen. 
Vor und nach dem Wettbewerb fanden zwei Bürgerdialoge statt. Im Preisgericht haben Bürgerin-
nen und Bürger als Sachkundige mitgewirkt.
Beteiligungsgegenstand
Die 1. Bürgerbeteiligung im November 2015 bezog sich auf den Entwurf der Aufgabenstellung 
für den Planungswettbewerb. Die 2. Bürgerbeteiligung im Oktober 2016 bezog sich auf die Vor-
stellung der prämierten Wettbewerbsarbeiten und den Dialog mit den Preisträgern des Wettbe-
werbs zu deren Siegerentwürfen.
Ziel
Ziel des Dialogs war es, in angenehmer Atmosphäre konstruktive Gespräche zu führen, um 
  – mit den Planverfassern des 1.Preises ins Gespräch zu kommen,
  – um nachzufragen, hinzuhören und zu verstehen, was hinter der prämierten Idee steckt,
  – um Gedanken mitanderen auszutauschen,
  – neue Erkenntnisse zu gewinnen und
  – um Anregungen für die Weiterentwicklung der Wettbewerbsarbeit einzubringen. 
Außerdem konnten die Bürgerinnen und Bürger die prämierten Wettbewerbsarbeiten durch die 
Preisträger selbst kennen lernen. Die Bürgerbeteiligung findet auf der Stufe der Mitgestaltung statt.

50
Zielgruppen
Plakate und Handzettel wurden in der Lincoln-Siedlung verteilt, um gezielt die Bewohnerinnen 
und Bewohner des Gebiets anzusprechen. Hierbei hat die Gemeinwesenarbeit unterstützt. Außer-
dem wurde im Rahmen des Sommerfests auf Lincoln, welches vor dem Bürgerdialog im Septem-
ber 2016 stattfand, das Modell und die prämierten Wettbewerbsarbeiten gezeigt und durch das 
wettbewerbsbetreuende Büro erläutert. Interessierte konnten sich in eine Liste eintragen und 
wurden gezielt eingeladen. Außerdem wurden MultiplikatorInnen angesprochen.
Prozessplan
Auftakt mit Bürgerbeteiligung zur Aufgabenstellung im Nov. 2015, Auslosung der Bürgervertre-
tung für das Preisgericht im Dez. 2015, Preisrichtervorbesprechung, Kolloquium mit den Teilneh-
merInnen des Wettbewerbs und Preisgerichtssitzung Jan.-Juli 2016, öffentliche Ausstellung im 
Juli 2016, 2. Bürgerdialog zur Anregung und Ergänzung der Wettbewerbsarbeiten im Okt. 2016, 
Vergabe der Planungsaufträge, Planung und Fertigstellung der Quartiersmitte 2020. Die Prozess-
phasen waren bisher gut abgestimmt. Das Bewerbungsverfahren zur Teilnahme als Bürgervertre-
tung am Preisgericht wurde auf der Beteiligungsveranstaltung vorgestellt und gestartet.
Methoden
Bürgerinformation, Vor-Ort-Gespräche mit Modell und Plänen, Dialoge an Themeninseln.
Ablauf
Siehe Prozessplan. Wettbewerb, Bürgerbeteiligung und Gebäudevorentwurfsplanung, Planung, 
Bau von Gebäuden: 20.100.000 Euro, Freiflächen: 3.470.000 Euro
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Anregungen und Ergänzungen zu den prämierten Wettbewerbsarbeiten wurden dokumentiert, 
veröffentlicht und den Preisträgern zur Verfügung gestellt.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die kontinuierliche und konstruktive Zusammenarbeit mit den bestehenden Interessengruppen 
und zivilgesellschaftlichen Akteuren hat sich bewährt. Die Ausstellungseröffnung fand direkt im 
Anschluss an die öffentliche Pressekonferenz statt. Dies war ein sehr gelungener Rahmen. 
Außer-
dem war das zusätzliche Gesprächsangebot im Rahmen des Sommerfests attraktiv, da hier vor Ort 
in entspannter Atmosphäre viele Fragen beantwortet werden konnten. Auch der direkte Kontakt 
zwischen Preisträgern und interessierten Bürgerinnen und Bürgern war sehr gewinnbringend.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Die Bildung einer interdisziplinären Vorbereitungsgruppe zur Erarbeitung des Veranstaltungskon-
zepts und der Inhalte. Niedrigschwellige Gesprächsangebote mit Modellen vor Ort. Die Zusam-
menarbeit mit der Gemeinwesenarbeit und anderen Akteuren vor Ort.
Fachamt: Eigenbetrieb Immobilienmanagement 
Ansprechperson: Georg Gemmel 
Tel.: 06151 / 13-3816 
E-Mail: immobilienmanagement@darmstadt.de

2. Bürgerdialog am 10. Oktober 2016, Quelle: Bürogemeinschaft Sippel Buff
51
Informationsveranstaltung Parkraumbewirtschaftung Kapellplatzviertel. 
Montag 14.11.2016, 19:00 Uhr, Justus­Liebig­Haus
Kurzbeschreibung
Die Stadtverordnetenversammlung hatte 2015 beschlossen, in zwei Modellquartieren nahe 
der Innenstadt mit der Parkraumbewirtschaftung zu starten. In beiden Vierteln gab es danach 
Begehungen mit den Bürgerinnen und Bürgern, bei denen zahlreiche Anregungen und Bedenken 
aufgenommen und gleich vor Ort diskutiert wurden. Auf dieser Grundlage ist ein Konzept zur 
Parkraumbewirtschaftung für das Kapellplatzviertel erarbeitet worden. Es wurde der Anwohner -
schaft in einer Informationsveranstaltung am Montag, 14. November, ab 19 Uhr im Justus-Lie-
big-Haus vorgestellt. Die Veranstaltung wurde vom Stadtplanungsamt, Abteilung Mobilität und 
Öffentlicher Raum, organisiert. Die Anwohnerinnen und Anwohner des Kapellplatzviertels fanden 
Einladungen dazu in ihren Briefkästen. Als Gesprächspartner standen Fachleute der Abteilung 
Mobilität und Öffentlicher Raum des Stadtplanungsamtes sowie der Straßenverkehrsbehörde zur 
Verfügung. Das Kapellplatzquartier ist der westliche Teil des Woogsviertels und reicht von der 
Kirchstraße bis zur Teichhausstraße. 
Beteiligungsgegenstand
Informationen über die Umsetzung des Parkraumbewirtschaftungskonzepts für das Kapellplatz-
viertel. Information, welche Maßnahmen für die Parkraumbewirtschaftung im Kapellplatzviertel 
ergriffen werden. Informationen, was sich für Anwohnerinnen und Anwohner und Besucherinnen 
und Besucher ändert, wann die Veränderungen kommen und wer die zuständigen Ansprechperso-
nen sind.
Ziel 
informieren
Zielgruppen
Anwohnerinnen und Anwohner des Quartiers sowie Gewerbetreibende.
Prozessplan
Im Juli 2015 fand ein Rundgang mit Bürgerinnen und Bürgern im Kapellplatzviertel statt. Darauf 
folgte eine Bearbeitungsphase, in der ein Konzept zur Parkraumbewirtschaftung im Kapellplatz-
viertel erarbeitet wurde. In diesem Arbeitsschritt wurden auch die eingegangenen Anregungen 
ausgewertet und geprüft. Das ausgearbeitete Konzept wurde im November 2016 auf einer Infor -
mationsveranstaltung der Bürgerschaft vorgestellt.

Flyer Informationsveranstaltung Parkraumbewirtschaftung vom 14.11.16
52
Methoden
1. Rundgang mit Fachleuten vor Ort, 2. Informationsveranstaltung mit Fachleuten aus dem 
Bereich Verkehrsplanung und Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaftsstadt Darmstadt.
Ablauf
Begehung vor Ort im Juli 2015, Informationsveranstaltung am Montag 14.11.2016, 19:00 Uhr, 
Justus-Liebig-Haus
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Anregungen aus der Begehung im Juli 2015 wurden geprüft und soweit möglich berücksichtigt.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Der durchgeführte Rundgang im Quartier ermöglichte das direkte Gespräch mit Bürgerinnen und 
Bürgern vor Ort. Dieses niedrigschwellige Beteiligungsangebot ist eine Alternative zu Diskussio-
nen im Plenum größerer Veranstaltungen.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Die Vorgehensweise mit durchgeführten Rundgängen, bei denen Bürgerinnen und Bürger ihre 
Fragen und Anregungen äußern konnten, und einer Informationsveranstaltung nach Erstellung 
des Konzepts haben sich bisher bewährt.
Fachamt: Stadtplanungsamt – Abt. 61.4 Mobilität und Öffentlicher Raum 
Ansprechperson: Zoé Reitz 
Tel.: 06151 / 13-2131 
E-Mail: stadtplanungsamt@darmstadt.de

53
Bürgerinformationsveranstaltungen Flüchtlinge in Darmstadt
Kurzbeschreibung
Aufgrund der humanitären Notlage hatte die Wissenschaftsstadt Darmstadt 2015 auf Weisung 
des Landes Hessen Gebäude und Notunterkünfte bereitgestellt, um Flüchtlinge in Darmstadt auf-
nehmen zu können. Seit dem Frühjahr 2016 wurden diese Notunterkünfte nicht mehr gebraucht. 
Nach einem festgelegten Schlüssel wird wöchentlich ein Kontingent an Flüchtlingen aus den Erst-
aufnahmeeinrichtungen nach Darmstadt zugewiesen und in Erstwohnhäusern untergebracht, weil 
die Kapazitäten auf dem regulären Wohnungsmarkt, in Form einer dezentralen Unterbringung, 
erschöpft sind. Vor diesem Hintergrund haben im Jahr 2016 zwei Informationsveranstaltungen 
sowie eine Baustellenbegehung zu den geplanten Standorten von Erstwohnhäusern stattgefun-
den. Der hohe Zustrom von Geflüchteten löste in der Stadtgesellschaft nicht nur große Hilfsbe-
reitschaft aus, sondern auch Ängste, Befürchtungen und Unmut. Um dieser Polarisierung ent-
gegen zu wirken, stellte die Stadtverwaltung größtmögliche Transparenz in allen Bereichen der 
Flüchtlingsarbeit her und regte einen offenen Diskurs an sowie Raum, um Ängste und Beschwer-
den zu äußern. Alle Aktionen und Angebote sind unter dem Dach der Kampagne „Darmstadt 
bleibt weltoffen“ zusammengefasst.  
2016 zählten dazu:
  – eine öffentliche und interaktive Podiumsdiskussion anlässlich des Weltflüchtlingstages
  –  Möglichkeiten des direkten Bürgerdialoges: Die Flüchtlingsbeauftragte war beim Tag der Ver-
eine im Darmstadtium und beim Tag der Stadtwirtschaft mit einem eigenen Stand präsent.
  –  Mit dem Info-Fahrrad war sie bei einem Heimspiel vor dem Stadion des SV 98 und bei der 
Eröffnung des Weihnachtsmarktes.
  –  Informationsplattformen mit der Option, Fragen zu stellen und Antworten zu erhalten, via Web 
und Facebook-Seite.
Beteiligungsgegenstand
Die Bürgerinnen und Bürger wurden informiert über 
  – die aktuelle Zahl der in Darmstadt lebenden, geflüchteten Menschen,
  – die verschiedenen Standorte und Objekte zur Unterbringung der Flüchtlinge,
  –  den Bau und die Inbetriebnahme verschiedener Erstwohnhäuser, insbesondere in der 
 Otto-Röhm-Straße 39
Ziel
Die Bürgerinnen und Bürgern sollten zeitnah und umfassend über die aktuelle Situation, die 
verschiedenen, geplanten Standorte und Objekte zur Unterbringung der geflüchteten Menschen 
informiert werden. Die Bürgerinnen und Bürger hatten Gelegenheit, Antworten auf ihre Fragen 
rund um das Thema „Flüchtlinge“ von den politischen Vertreterinnen und Vertretern der Wissen-
schaftsstadt Darmstadt zu erhalten. Die Bürgerinnen und Bürger konnten ihre Sorgen und Ängste 
äußern. Sie wurden animiert, sich solidarisch zu zeigen und ggf. in der ehrenamtlichen Flücht-
lingsarbeit zu engagieren.
Zielgruppen
Alle Bürgerinnen und Bürger wurden angesprochen. Besonders diejenigen aus der näheren Umge-
bung und den angrenzenden Stadtteilen einer geplanten Flüchtlingsunterkunft sowie jene, die der 
Thematik skeptisch gegenüber stehen.
Die Einladungen erfolgten über Pressemitteilungen, Plakate, Handzettel, Werbung im ÖPNV , die 
städtische Homepage und Facebook. Das Interesse an den Informationsveranstaltungen war sehr 
hoch. Der Stand beim Tag der Vereine und beim Tag der Stadtwirtschaft wurde gut besucht.

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Prozessplan
Es handelt sich hier nicht um einen klassischen Prozess mit Anfang und Ende. Vielmehr geht es 
um punktuelle Information.
Methoden
Am 23.05.2016 hat eine Informationsveranstaltung mit Oberbürgermeister Partsch und Stadträ-
tin Akdeniz zu den geplanten Erstwohnhäusern, den integrationspolitischen Maßnahmen und zur 
Vorstellung der Koordinatorinnen und Koordinatoren im Themenfeld stattgefunden.
Bei der Informationsveranstaltung am 10.09.2016 konnten sich die Besucherinnen und Besucher 
der Veranstaltung im Zuge einer Baustellenbegehung vor Ort ein Bild über die Erstwohnhäuser 
machen.
An drei Themen-Tischen: 1. Strategische Stadtplanung, 2. Soziales und Integration, 3. Ehrenamt 
und Freiwilligenzentrum konnten Bürgerinnen und Bürger Fragen stellen.
  – öffentliche Podiumsdiskussion mit Liveübertragung auf Facebook anlässlich des Welt-
flüchtlingstags mit Sozialdezernentin Barbara Akdeniz, Dekanin Ulrike Schmidt-Hesse des 
 Evangelischen Dekanats Darmstadt-Stadt, Vorstandsvorsitzende der Entega  Dr. Marie-Luise 
Wolff-Hertwig und Geschäftsführer Safouh Labane des Deutsch-Syrischen Vereins Darmstadt
  – Stände bei Veranstaltungen  
  – Einsatz des Info-Fahrrades 
  – Information über die Web und Facebook-Seite.
Ablauf
23.05.2016 Informationsabend im Justus-Liebig-Haus 
20.06.2016 Podiumsdiskussion Friedensplatz 
04.09.2016 Stand auf dem Tag der Vereine 
09.09.2016 Relaunch der Web-Seite 
10.09.2016 Informationsveranstaltung mit Baustellenbegehung, Otto-Röhm-Straße 39 
08.10.2016 Info-Fahrrad beim Tag der Stadtwirtschaft 
01.11.2016 Start Facebook-Seite 
19.11.2016 Info-Fahrrad beim Heimspiel des SV Darmstadt 98 
21.11.2016 Info-Fahrrad zur Eröffnung des Weihnachtsmarktes 
Die Finanzierung erfolgte über die Mittel der Kampagne „Darmstadt bleibt weltoffen“.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Auf der Homepage wurden Informationen und Dokumentationen zu den Bürgerinformationsver -
anstaltungen und der Podiumsdiskussion veröffentlicht. Auf Facebook werden Informationen zu 
aktuellen Anlässen gepostet.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Es handelt sich hier ausschließlich um Informationsveranstaltungen. Die zeitnahe Durchführung 
der Informationsveranstaltungen hat sich bewährt, um Fragen der Bürgerschaft aufzunehmen, 
Transparenz zu schaffen, Akzeptanz herzustellen und im direkten Dialog zu bleiben.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Wichtig ist die frühzeitige und kontinuierliche Information der Anwohnerinnen und Anwohner in 
der Umgebung von Erstwohnhäusern und die Benennung von Ansprechpersonen.
Fachamt: Dezernat I, Flüchtlingsbeauftragte 
Ansprechperson: Sylvia Klett 
Tel.: 06151 / 13-4050 
E-Mail: fluechtlinge@darmstadt.de

Veranstaltungsort: EAD (Kantine)
Sensfelderweg 33, 64293 Darmstadt
Eine Veranstaltung mit Oberbürgermeister 
Jochen Partsch und Sozialdezernentin  
Barbara Akdeniz.
darmstadt-bleibt-weltoffen.de
Bürgerinformations­
veranstaltung mit  
Baustellenbesichtigung
Erstwohnhäuser Sensfelderweg / 
Otto-Röhm-Straße
Sa., 10. 09. 16, 10 ­ 13 Uhr
55
Stadtteilforum Arheilgen
Kurzbeschreibung
Nachdem das Stadtteilforum Arheilgen im Mai 2015 konstituiert wurde, befindet sich das Stadt-
teilforum nun in einer Phase der Verstetigung. Die Themen im Stadtteilforum Arheilgen sind viel-
fältig. Im Jahr 2016 haben 2 Stadtteilforen und der 1. Arheilger Aktionstag „Mucker macht mit“ 
stattgefunden. Themen, über die gesprochen wurden, waren der Feuerwehrneubau, der Bericht 
zur Inklusion, die Bedarfe älterer Menschen, der Versorgungsgrad in der Kinderbetreuung, die 
Schulkindbetreuung, die Kanalneubaumaßnahme und der Umbau der Frankfurter Straße, die Auf-
stellung zusätzlicher Abfallbehälter und von Pfandsammelringen, der öffentliche Nahverkehr etc.
Beteiligungsgegenstand
Beteiligungsgegenstände sind alle Themen im Stadtteil, die für die Bürgerschaft von Interesse sind.
Ziel
Mit dem Stadtteilforum Arheilgen wurde eine regelmäßige Dialogplattform auf Augenhöhe 
geschaffen. Das Stadtteilforum stellt einen Rahmen dar, in dem alle Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer zu Wort kommen und eigene Ideen einbringen können. Es wurde ein Koordinationsteam 
gebildet, was aus engagierten Bürgerinnen und Bürgern, zivilgesellschaftlichen und hauptamtli-
chen Akteuren aus dem Stadtteil und der Verwaltung besteht. Das Koordinationsteam bereitet die 
Sitzungen vor und nach. Die Arbeitsgruppen können bei den Stadtteilforen berichten. Alle Sitzun-
gen wurden protokolliert und die Protokolle gehen zur Kenntnis an den Magistrat. Der Arheilger 
Aktionstag wurde erfolgreiche eingeführt, um die vielfältigen Aktivitäten und das Engagement 
in Gruppen, Vereinen und Initiativen sichtbar zu machen. Außerdem wurden damit Bedarfe aus 
dem Stadtteil nach mehr Möglichkeiten für Begegnung und Kennenlernen aufgenommen. Ziel der 
Veranstaltung war es auch, über dieses Angebot die Neubürgerinnen und Neubürger im Stadtteil 
anzusprechen. Das Stadtteilforum findet auf der Stufe der Mitgestaltung statt.

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Zielgruppen
Es wurden alle Bürgerinnen und Bürger Arheilgens angesprochen, u.a. durch Presseartikel, Social 
Media und Plakate. Außerdem wurden Multiplikator/-innen für bestimmte Zielgruppen direkt kon-
taktiert und ein E-Mail-Verteiler aufgebaut. An den Treffen nehmen zwischen 50 und 100 Bürge-
rinnen und Bürger teil. Bisher ist es bis auf einige Ausnahmen noch nicht ausreichend gelungen, 
junge Menschen und Familien zu erreichen. Beim 1. Arheilger Aktionstag wurden die gesetzten 
Beteiligungsziele sehr gut erreicht, 26 Vereinen und Initiativen waren bei dem 1. Arheilger Akti-
onstag als Mitwirkende dabei. Die Besucherzahl war trotz schlechtem Wetter gut. Außerdem ist 
es gelungen, ein Koordinationsteam aufzubauen und kontinuierlich Treffen zur Vor- und Nachbe-
reitung der Sitzungen durchzuführen.
Prozessplan
Die Prozessphasen wiederholen sich bei jedem Termin. Es gibt immer ein Vorbereitungstreffen 
des Koordinationsteams und nach der Durchführung des Stadtteilforums findet immer ein Nach-
bereitungstreffen statt. Im Vorfeld wird abgestimmt, wie der Ablauf des Forums sein soll, welche 
Punkte noch offen sind und ob Gäste als Expert/-innen gezielt eingeladen werden sollen. Die 
Prozessphasen sind gut abgestimmt.
Methoden
  – Gruppendiskussionen
  – Begegnungsfest
  – Vorträge
Ablauf
Durchführung von 2 Stadtteilforen im März und Oktober 2016. Durchführung des 1. Arheilger 
Aktionstags „Mucker macht mit“. 5 Treffen des Koordinationsteams im Februar, Mai, Juli, Sep-
tember und Dezember 2016. Die Mittel für Öffentlichkeitsarbeit, Raummieten, Catering waren 
im Budget der Bürgerbeauftragten eingestellt. Der 1. Arheilger Aktionstag wurde kostenneutral 
durch ehrenamtliches Engagement des Kerbvereins Darmstadt-Arheilgen e.V . und mit Hilfe von 
Sponsoren durchgeführt.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse der Stadtteilforen wurden protokolliert und veröffentlicht. Ein regelmäßiger Tages-
ordnungspunkt „Offene Punkte aus der letzten Sitzung“ stellt sicher, dass keine offenen Anliegen 
verloren gehen. In allen Sitzungen waren hauptamtliche Dezernentinnen und Dezernenten dabei, 
um direkt auf Fragen und Anmerkungen eingehen zu können. Empfehlungen, die das Stadtteilfo-
rum ausspricht, werden an den Magistrat weitergeleitet und es erfolgt eine Rückmeldung in der 
darauffolgenden Sitzung.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die Vor- und Nachbereitung der Sitzungen durch ein Koordinationsteam aus Bürgerschaft und 
Verwaltung, die regelmäßigen Sitzungen als verlässlicher Rahmen und die Kombination von 
Sitzungen und anderen Aktivitäten wie z.B. der Aktionstag im Stadtteil. Denkbar wären zukünftig 
auch Stadtteilspaziergänge oder andere ergänzende Angebote.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Die Einrichtung eines kontinuierlichen Koordinationsteams aus Bürgerschaft, Hauptamtlichen 
im Stadtteil und Verwaltung ist sehr gut, um Stimmungen zu erfassen und gemeinsam zu pla-
nen. 
Außerdem ist die Erstellung ausführlicher, öffentlich einsehbarer Protokolle eine wichtige 
 Anregung, damit Punkte aus der Bürgerschaft dokumentiert und aufgegriffen werden. Außer-
dem kann angeregt werden, dass gemeinsame Aktivitäten durchgeführt und die Erfolge sichtbar 
gemacht werden.

Stadtteilforum Arheilgen, 1. Arheilger Aktionstag 18.6.16, 
Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt
4. Stadtteilforum Arheilgen 03.03.16, 
 Quelle: Wissenschaftsstadt Darmstadt
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Fachamt: Dezernat I, Bürgerbeauftragte 
Ansprechperson: Imke Jung-Kroh 
Tel.: 06151 / 13-2300 
E-Mail: buergerbeauftragte@darmstadt.de 
1. Plenum zur Erstellung eines Gleichstellungsaktionsplan  
am 11. November 2016
Kurzbeschreibung
Ziel der Europäischen Charta zur Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene ist 
es, flächendeckend in Europa die gleichen Handlungsansätze der Gleichstellungspolitik einzuset-
zen und damit der Gleichstellungspolitik eine stärkere Schubkraft und Akzeptanz zu sichern. Mit 
Unterzeichnung der Charta am 29. Mai 2015 hat Darmstadt sich zur Erstellung eines Gleichstel-
lungsaktionsplanes verpflichtet.
Beteiligungsgegenstand
Erarbeitung eines Gleichstellungsaktionsplanes zur Umsetzung der Europäischen Charta zur 
Gleichstellung von Frauen und Männern auf lokaler Ebene
Ziel
Gemeinsam mit ca. 70 Bürgerinnen und Bürgern, Politikerinnen und Politikern, Fachpersonen aus 
Darmstädter Frauenvereinen sowie der Stadtverwaltung wurden Maßnahmen für den Aktionsplan 
vorgestellt und diskutiert, die durch Ideen aus vorhergehenden Veranstaltungen und/oder gesetz-
liche oder politische Rahmenbedingungen bereits gesetzt sind. Dann gab es die Möglichkeit, 
Anregungen für weitere Maßnahmen zu geben. Die Diskussionen zeigten, dass die vorgestellten 
Maßnahmen breite Zustimmung fanden.
Zielgruppen
Es wurden Bürgerinnen und Bürger, Politikerinnen und Politiker, Fachpersonen aus Darmstädter 
Frauenvereinen sowie der Stadtverwaltung eingeladen.
Prozessplan
Das 1. Plenum war der erste Schritt in Richtung Aktionsplan. Es folgen zwei weitere Plena am 
3. März 2017 und am 15. September 2017, in deren Rahmen der Aktionsplan fertig gestellt 
werden soll.
Methoden
Präsentationen, Methoden zur Netzwerkbildung/-stärkung, Arbeitsgruppen

1. Plenum zur Erstellung des Gleichstellungs-Aktionsplans am 11. November 2016, 
Quelle: Frauenbüro
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Ablauf
Das 1. Plenum war der erste Schritt in Richtung Aktionsplan. Es folgen zwei weitere Plena am 3. 
März 2017 und am 15. September 2017, in deren Rahmen der Aktionsplan fertig gestellt werden 
soll. Ende des Jahres 2017 soll der Aktionsplan dem Magistrat und der Stadtverordnetenver-
sammlung zum Beschluss vorgelegt werden.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Ergebnisse des 1. Plenums werden in einem Strukturierungs- und Abwägungsprozess im 
Charta-Beirat überprüft und nach politischen Abstimmungsprozessen in den Aktionsplan entwe-
der aufgenommen oder auch – begründet – nicht aufgenommen.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Frühe Einbeziehung der Fachpersonen aus Verwaltung bzw. Frauenvereinen bei der Formulierung 
von Maßnahmenideen.
Fachamt: Frauenbüro 
Ansprechperson: Edda Feess 
Tel.: 06151 / 13-2340 
E-Mail: frauenbuero@darmstadt.de 
Runde Tische „Gepflegt leben im Alter, gut umsorgt im Stadtteil“
Kurzbeschreibung
Das Beteiligungsformat ist organisatorisch den Stadtteilforen untergliedert und wurde in den 
Stadtteilen Bessungen, Eberstadt und Arheilgen seit 2014 durch die Sozialplanerin, Schwerpunkt 
Ältere, in Kooperation mit anderen Trägern initiiert (siehe Bericht 2015). Entsprechende, z.T . 
schon länger bestehende Beteiligungsforen in den Stadtteilen Kranichstein, Wixhausen und Wald-
kolonie wurden mit den im Rahmen des Projekts entstandenen vernetzt. Hierzu fand bereits ein 
erstes gemeinsames Treffen statt. Zukünftig sind 3 - 5 Netzwerktreffen pro Jahr geplant. Alle neu 
entstehenden Beteiligungsforen für ältere Menschen werden hier einbezogen.

59
Beteiligungsgegenstand
Entwicklung einer Austausch- und Beteiligungsplattform für ältere Menschen auf Stadtteilebene, 
bessere Vernetzung bestehender Angebote, Unterstützung und Förderung neuer, sich aus der 
Beteiligung ergebender Projekte, z.B. Nachbarschaftscafés, Nachbarschaftshilfe, etc.
Ziel
Durch Kooperation der verschiedenen Anbieter/innen in den Stadtteilen sollen gemeinsam nach-
haltige Strukturen entwickelt werden, die Teilhabe im Alter am sozialen Leben auch bei gesund-
heitlichen, sozialen, materiellen oder sonstigen Einschränkungen im Quartier ermöglichen. Betei-
ligungsstufe der Koordinationsteams: informieren, anhören, mitgestalten, mitentscheiden (über 
die weitere Vorgehensweise ihrer Arbeit im Stadtteil). Beteiligungsstufe der Älteren Bürgerinnen 
und Bürger im Stadtteil: informieren, anhören, mitgestalten
Zielgruppen
Bisher konnten überwiegend deutsche ältere Menschen mit mittlerem bis hohem Bildungsgrad 
und, z.B. in Arheilgen, bereits bestehende Institutionen erreicht werden. Da sich dieses Ergebnis 
mit der Evaluation der Bürgerbeteiligung insgesamt deckt, sollten auf dieser Ebene Lösungsan-
sätze für eine breitere Beteiligung eruiert werden.
Prozessplan
Nach der Eingliederung der „Runden Tische für Ältere“ in die Stadtteilforen wurde die Vernet-
zung untereinander initiiert. Das Interesse der Beteiligten ist hierbei groß. Da sich die durch 
das Projekt entstandenen Runden Tische in den Stadtteilen eigene Namen gegeben haben, 
ist die organisatorische Zuordnung für Außenstehende schwer ersichtlich. Hier werden Lösungs-
ansätze gesucht.
Methoden
Siehe oben
Ablauf
Ein transparenter Finanzierungsplan (in Verbindung mit den Stadtteilforen) wird konzeptionell 
im Rahmen der Stadtteilforen erarbeitet werden. Der zeitliche Ablauf für weitere Beteiligungs-
plattformen für Ältere wird mit der Initiierung der Stadtteilforen abgestimmt. Die Vernetzung der 
bestehenden Runden Tische fand erstmalig im November 2016 statt und wird 2017 fortgesetzt.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die entstandenen Beteiligungsplattformen werden nach dem jeweiligen Bedarf im Stadtteil 
terminiert, inhaltlich gestaltet und ggf. mit Politik und Verwaltung rückgekoppelt. Die weitere 
Verselbständigung der Koordinationsteams ist angestrebt.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die Einbeziehung von Multiplikatoren/innen aus dem jeweiligen Stadtteil, Bildung von Koordinati-
onsteams und verwaltungsinternen Kooperationen.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Erforderliche personelle und finanzielle Ressourcen sind zur Verfügung zu stellen. Beteiligungs-
verfahren konsequent und ergebnisoffen umsetzen, Steuerungs- und Koordinationsmodelle durch 
die Verwaltung prüfen und umsetzen.
Fachamt: Amt für Soziales und Prävention 
Ansprechperson: Marion Schmitt 
Tel.: 06151 / 13-2505 
E-Mail: Amt-fuer-soziales-und-praevention @darmstadt.de

Nachbarschaftscafé in Eberstadt, Quelle: Ulla Gooß
60
Ausbau des Strahringer Platzes im Baugebiet K6 
 Informationsveranstaltung am 11.04.2016
Kurzbeschreibung
Informationsveranstaltung am 11.04.2016 im Multifunktionsraum der Bau- und Wohngenos-
senschaft WohnSinn 1, Elisabeth-Selbert-Straße 10 A. Vertreterinnen und Vertreter des Stadt-
planungsamtes, des Grünflächenamtes und des Straßenverkehrs- und Tiefbauamtes stellten 
konkretisierte Planungsvorschläge zur Platzgestaltung vor. Im Darmstädter Stadtteil Kranichstein 
ist die bauliche Entwicklung des Baugebietes K 6/ K 6.1 seit 2015 abgeschlossen. Auch die Her-
stellung der Straßen wurde in den letzten Jahren sukzessive vervollständigt. Als letzter Baustein 
in der rasterförmigen Grundstruktur des Baugebietes fehlt nun noch der Ausbau des Strahringer 
Platzes als zentraler Quartiersplatz, südlich der Haltestelle Borsdorffstraße gelegen. Er bildet 
den Abschluss des grünen Rückgrades, den in Nord-Süd-Richtung verlaufenden Freiraumbereich. 
Parallel mit der Herstellung des Platzes sollen die Grünflächen südlich der Straßenbahnlinie 
zwischen Jägertorstraße und Elsa-Brandström-Weg hergerichtet werden.
Beteiligungsgegenstand
Vorstellung von Planungsvorschlägen zur Platzgestaltung
Ziel
Informieren, Anhören. Verschiedene Varianten zur Platzgestaltung wurden in einer frühen 
Prozess phase vorgestellt. Es bestand zu diesem Zeitpunkt noch Entscheidungsspielraum.
Zielgruppen
Es waren ca. 50 Personen anwesend. Die Zielgruppe waren Anwohnerinnen und Anwohner rund 
um den Strahringer Platz im Wohngebiet Kranichstein K 6. Diese Zielgruppe wurde erreicht.
Prozessplan
Am 07.05.2014 wurden drei Entwürfe in einer Informationsveranstaltungen den Bürgerinnen 
und Bürgern im Quartier vorgestellt. Die in Zusammenarbeit zwischen Stadtplanungsamt, 
Grünflächenamt und Straßenverkehrs- und Tiefbauamt erarbeiteten Entwurfsvorschläge wurden 
diskutiert. Hinweise und Anregungen wurden aufgenommen. In einer zweiten Veranstaltung am 
11.04.2016 wurde die Konkretisierung der Vorschläge vorgestellt; der zusammenfassende Ent-
wurfsvorschlag erhielt die Zustimmung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Strahringer Platz, Quelle: Stadtplanungsamt
61
Methoden
Informationsveranstaltung: Präsentation von Planungsvorschlägen mit anschließender Diskussion 
im Plenum.
Ablauf
Magistrats-Vorlage-Nr. 2016/0408: Die Mittel in Höhe von ca. 600.000 € für beide Maßnahmen 
stehen beim Straßenverkehrs- und Tiefbauamt unter der Kostenstelle 066-100-1000, Invest.Nr. 
08066-6410, Kostenträger 5410-11 zur Verfügung. Zweiter Beteiligungstermin im Januar 2017 
zur Vorstellung der überarbeiteten Vorentwurfsplanung und Diskussion. Die Mittel stellt die BVD 
New Living als Auftraggeber im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages zur Verfügung.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Hinweise und Anregungen aus einer ersten Informationsveranstaltung am 07.05.2014 wurden 
in die Konkretisierung der Planung aufgenommen. Anschließend wurden darauf aufbauende 
Varianten zur Platzgestaltung ausgearbeitet und in einer zweiten Informationsveranstaltung zur 
Diskussion gestellt. Ein zusammenfassender Entwurfsvorschlag erhielt die Zustimmung der Teil-
nehmerinnen und Teilnehmer. Diese Planung wurde vom Magistrat am 02.11.2016 beschlossen 
und wird der Stadtverordnetenversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die Beteiligung der Anwohnerinnen und Anwohner in einer frühen Phase des Projektes hat sich 
bewährt. Durch die Vorstellung von Varianten konnte den Bürgerinnen und Bürgern unterschiedli-
che Gestaltungsmöglichkeiten anschaulich erläutert werden. Die geäußerten Anregungen und das 
generelle Meinungsbild in den Veranstaltungen konnten bei der Ausarbeitung der Planung und 
der anschließenden Entscheidungsfindung im Wesentlichen berücksichtigt werden.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Siehe oben
Fachamt: Stadtplanungsamt 
Ansprechperson: Stefanie Michels 
Tel.: 06151 / 13-2590 
E-Mail: stadtplanungsamt@darmstadt.de

62
Welterbeantrag Künstlerkolonie Mathildenhöhe
Kurzbeschreibung
Es gibt mehrere Fördervereine, die die Entwicklung der Mathildenhöhe unterstützen. Bereits 
heute existiert auf der Mathildenhöhe ein hoher Entwicklungs- und Nutzungsdruck, der sich vor 
allem in der Parkplatzsituation, im touristischen Bereich und städtebaulichen Aspekten äußert.
Beteiligungsgegenstand
Die Beteiligung bezieht sich auf den Erarbeitungsprozess des Welterbeantrags.
Ziel
Das Ziel Darmstadts ist es, für die Künstlerkolonie Mathildenhöhe den UNESCO Weltkulturerbe-
status zu erlangen. Zur Vermittlung der außergewöhnlichen, universellen Bedeutung der Mathil-
denhöhe hat die Stadt eine Reihe von Gremien eingerichtet, die auf den verschiedensten Ebe-
nen eine erfolgreiche Bewerbung sicherstellen sollen. Darüber hinaus ist die Mitarbeit und das 
Engagement der Bürgerschaft unerlässlich – in Form von Anregungen, Ideen und konstruktiver 
Kritik. Die Bürgerbeteiligung zum Welterbeantrag bewegt sich auf der Stufe der Anhörung.
Zielgruppen
Es wurden sachkundige Personen aus Darmstädter Institutionen für die Magistratskommission 
Mathildenhöhe entsandt. In der Koordinierungsrunde kommen die Stakeholder der Kernzone, 
EigentümerInnen von privaten und öffentlichen Gebäuden, NutzerInnen der Gebäude, Förder-
vereine und bürgerschaftliche Gruppen zusammen. Zur Bürgerinformationsveranstaltung am 
02.11.2016 waren alle Darmstädterinnen und Darmstädter eingeladen. Außerdem konnten die 
Fördervereine ihre Arbeit präsentieren. Mit den vorhandenen Gremien und der Bürgerinforma-
tionsveranstaltung konnten die unmittelbar betroffenen AnwohnerInnen und die NutzerInnen 
erreicht werden.
Prozessplan
Die bisherigen Prozessschritte waren gut aufeinander abgestimmt.
Methoden
Informationsveranstaltung, Ausstellung, Koordinierungsrunden
Ablauf
2015-2017: Erarbeitung des Nominierungsdossiers und des Managementplans  
2018: Fertigstellung der Antragsunterlagen, Vorprüfung durch das 
UNESCO Welterbezentrum in Paris 
Feb. 2019: Definitiver Abgabetermin aller Antragsunterlagen 
2020: Entscheidung des Welterbekomitees
Die Mittel stellt die BVD New Living als Auftraggeber im Rahmen eines städtebaulichen Vertrages 
zur Verfügung.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Hinweise und Anmerkungen der BürgerInnen in der Informationsveranstaltung wurden doku-
mentiert und veröffentlicht. Sie werden in den Gremien weiter bearbeitet.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die Koordinierung unterschiedlicher Interessen und Blickwinkel auf das Vorhaben im Rahmen 
einer Koordinierungsrunde hat sich bewährt. Außerdem die Aufteilung der Veranstaltung in einen 
Informations- und einen Anregungsblock.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Eine Einbindung der Gruppen, die sich bereits für das Thema engagieren, ist sehr wichtig. Die 
Gestaltungsspielräume müssen in den verschiedenen Prozessphasen deutlich gemacht werden.

Bürgerinformationsveranstaltung Welterbeantrag 02.11.2016, 
Quelle: Memo-Consulting
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Fachamt: Dezernat I, Projektleitung Mathildenhöhe 
Ansprechperson: Dr. Inge Lorenz 
Tel.: 06151 / 13-3789 
E-Mail: projekt.welterbe@darmstadt.de
Bürgerhaushalt 2016
Kurzbeschreibung
Der Bürgerhaushalt wurde 2012 eingeführt und findet seitdem jährlich statt. Beim Bürger-
haushalt können die Bürgerinnen und Bürger Einspar- und Ausgabevorschläge zum städtischen 
Haushalt machen, die Vorschläge anderer kommentieren und über die eingereichten Vorschläge 
abstimmen. Die Vorschläge werden in der Verwaltung geprüft und politisch beraten. Abschlie-
ßend wird ein Rechenschaftsbericht veröffentlicht. Da Darmstadt ein Haushaltsdefizit hat, wurde 
das Programm „Wirkungsorientierte Haushaltskonsolidierung“ aufgelegt. Mit dem Bürgerhaus-
halt haben die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, ihre Anregungen zur Haushaltsplanung 
oder allgemein Vorschläge für Verbesserungen in Darmstadt einzubringen.
Beteiligungsgegenstand
Die Bürgerbeteiligung findet zur Beratung des Haushalts statt.
Ziel
Einen Überblick über den Haushalt der Stadt Darmstadt vermitteln (auf der Beteiligungsplatt-
form gibt es einen „offenen Haushalt“, außerdem die Broschüre „Haushalt kompakt“) und 
Bürger ideen und -anregungen zum Haushalt einbringen und priorisieren. Die Bürgerbeteiligung 
findet auf der Stufe der Anhörung statt.
Zielgruppen
Alle Darmstädterinnen und Darmstädter waren eingeladen, sich zu beteiligen. Im Jahr 2016 
waren 493 aktive Nutzer beim Bürgerhaushalt dabei, also haben aktiv kommentiert, Beiträge 
geschrieben und/oder bewertet, wobei insgesamt etwas mehr als 2.500 angemeldete Nutzer auf 
der Plattform registriert waren. Die Ansprache erfolgte sowohl über die Bürgerbeteiligungsplatt-
form, über die Homepage und die Presse als auch im direkten Kontakt. In diesem Zuge war der 
Darmstädter Bürgerhaushalt auf dem Fahrradaktionstag und auf dem Wochenmarkt vertreten. 
Außerdem wurde eine Zufallsauswahl von 1.000 Bürgerinnen und Bürgern angeschrieben und 
zur Mitwirkung am Bürgerhaushalt eingeladen. Es fand zudem eine Auftaktveranstaltung in der 
Lichtenbergschule statt. Flyer wurden auch in leichter Sprache produziert. Vorschläge und Stim-
men konnten online über die Plattform und in allen neun Stadtteilen vor Ort abgeben werden.

64
Trotz der Ansprache über viele verschiedene Wege war das Interesse an der Auftaktveranstaltung 
gering, die Erwartungen konnten hier nicht eingelöst werden. Dennoch konnten insgesamt die 
Beteiligungszahlen abermals gesteigert werden und somit die Beteiligungsziele erreicht werden: 
Bis zum Ende der Abstimmungsphase waren auf dem Beteiligungsportal www.da-bei.darmstadt.
de ca. 2.500 Nutzerinnen und Nutzer registriert, was einer Steigerung von 23,7% im Vergleich 
zum Vorjahr entspricht. Die Seite des Bürgerhaushaltes verzeichnete in der Zeit vom 19.04.2016 
bis 07.06.2016 über 8.000 Zugriffe.
Prozessplan
Der Prozess gliedert sich in folgende Prozessphasen: 
  – Informationen über den städtischen Haushalt
  – Ideen einreichen und kommentieren 
  – Abstimmung über die Ideen
  –  Prüfung der Vorschläge durch die Verwaltung 
  – Beratung der Vorschläge in den politischen Gremien 
  – Rechenschaftsbericht
Die Prozessphasen sind gut auf die Haushaltsberatungen abgestimmt. Eine ständige Möglichkeit, 
um Ideen einzureichen, könnte die Bearbeitung der Vorschläge in der Verwaltung erleichtern und 
die Anzahl der Interessierten und die Umsetzungschancen der Vorschläge erhöhen.
Methoden
Auftaktveranstaltung zur Information, Teilnahme mit Aktionsständen an öffentlichen Veranstal-
tungen, Online-Beteiligung über die Plattform
Ablauf
Start des Bürgerhaushalts im April, Ideeneinreichung und Abstimmung April – Juni Prüfung der 
Vorschläge Juni – September, Beratung der Vorschläge September – Dezember Rechenschaft im 
Januar. Für die Bürgerbeteiligungsplattform zum Haushalt und die Betreuung der Seite wurden 
ca. 9.500 € für dieses Jahr benötigt. Die Mittel waren im Haushalt hinterlegt.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die 33 Vorschläge aus 16 Themenbereichen mit den meisten Stimmen pro Stadtteil aus dem 
Beteiligungsportal und aus der Vor-Ort-Abstimmung wurden im Anschluss an die Abstimmungs-
phase von der Verwaltung geprüft und gingen dann im Rahmen der Haushaltsberatungen als 
Magistratsvorlagen wortwörtlich in die politischen Gremien ein. Die Beratungsergebnisse sind 
öffentlich zugänglich und werden im Rechenschaftsbericht ausführlich dokumentiert. Die Teilneh-
merinnen und Teilnehmer des Bürgerhaushalts werden über Rundmails regelmäßig informiert. 
Wenn Vorschläge umgesetzt wurden, erhalten die Einreicher zusätzlich einen Hinweis per E-Mail, 
häufig mit einem Foto, welches die Umsetzung dokumentiert.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die Kombination aus Online- und Vor-Ort-Beteiligung ist gut, um eine breitere Bevölkerung 
zu erreichen.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Eine Ansprache über viele Kanäle ist wichtig, außerdem die kontinuierliche Rückmeldung von 
Zwischenständen und Ergebnissen, insbesondere direkt an die Einreicherinnen und Einreicher 
von Vorschlägen.
Fachamt: Dezernat I, Bürgerbeauftragte 
Ansprechperson: Imke Jung-Kroh 
Tel.: 06151 / 13-2300 
E-Mail: buergerbeauftragte@darmstadt.de

Bürgerhaushalt: Auftaktveranstaltung am 19.4.16, 
Quelle: werdenktwas GmbH
65
Neuordnung und grundhafte Erneuerung des Straßenraums der 
 Klappacher Straße
Kurzbeschreibung
Die Klappacher Straße liegt südlich der Innenstadt der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Sie bildet 
eine wichtige Verbindungsstraße zwischen dem Böllenfalltor und der Karlstraße sowie deren Ver-
längerung zur Nieder-Ramstädter-Straße und stellt die Anbindung des Stadtteils Bessungen an 
die City dar. Der Neubau der Schader-Stiftung auf dem Eckgrundstück Karlstraße / Goethestraße 
– ehemals als Parkplatz genutzt – hatte Auswirkung auf die Situation im gesamten Umfeld. Daher 
wurden Anfang 2006 die Verkehrsflächen in der Klappacher Straße neu geordnet und proviso-
risch markiert. Bei der heutigen provisorischen Verkehrssituation werden immer wieder folgende 
Defizite /Aspekte angemerkt:
  –  Zu hohes Geschwindigkeitsniveau in der Klappacher Straße trotz Beschilderung Tempo 30
  –  Schlechte Sicht beim rückwärts Ein- und Ausparken aus den Senkrechtstellplätzen 
  – Gefährdung des fließenden Kfz- und Radverkehr
  –  Schlecht begreifbare, unübersichtliche Vorfahrt an den Knotenpunkten Wittmannstraße 
und Karlstraße
  –  Schlechte Sichtverhältnisse beim Einbiegen an den Knotenpunkten
  –  Widerrechtlich abgestellte Fahrzeuge auf dem östlichen (weil breiten) Gehweg
Beteiligungsgegenstand
An der Ausführungsplanung zur Neuordnung und grundhaften Erneuerung des Straßenraums 
Klappacher Straße
Ziel
Eine Beteiligung auf der Stufe des Mitgestaltens erfolgte bereits 2007 in einem Workshop und 
2010 im Zuge einer Bürgerversammlung. Ziel der Informationsveranstaltung am 08.07.2016 war 
es, die Bürgerinnen und Bürger über den Planungsstand zu informieren. Zudem wurde über die 
Zeitplanung für die Baumaßnahme und die konkret für die Anwohnerschaft verbundene Auswir-
kungen informiert. Es wurden viele Hinweise und Anmerkungen zu den Planungen eingebracht. 
Dabei wurde u. a. deutlich, dass das Hauptinteresse der Bürgerinnen und Bürger in der Überfüh-
rung der derzeitigen provisorischen Stellplatzanordnung in eine dauerhafte Lösung besteht.
Zielgruppen
Die Anwohner/-innen wurden rechtzeitig über die Veranstaltung per Flyer (Postwurfsendung), 
über die städtische Homepage und über die Presse (Presseartikel im Darmstädter Echo) infor -
miert. Die Eigentümer der Liegenschaften wurden per Post zu der Veranstaltung eingeladen. Die

Informationsveranstaltung Klappacher Straße am 08. Juli 2016, 
Quelle: NH ProjektStadt
66
Belange der behindertengerechten und barrierefreien Führung in der Klappacher Straße und auf 
der neu gestalteten Platzfläche wurden in enger Abstimmung mit dem Club Behinderter und 
ihrer Freunde Darmstadt e.V . im Vorfeld erarbeitet.
Prozessplan
Die Bürgerinformationsveranstaltung wurde im Rahmen einer Ausschusssitzung angeregt. Zu 
diesem Zeitpunkt war der Ausführungsplanung bereits am 20.01.2016 durch den Magistrat der 
Stadt Darmstadt zugestimmt worden.
Methoden
Die Veranstaltung bestand aus einem Informations- und einem Diskussionsteil.
Umgang mit Ergebnissen der Bürgerbeteiligung
Die Anregungen der Bürger wurden geprüft. Ergebnis aus der Beteiligung ist, dass die Maß-
nahme nun in stark reduzierter Form umgesetzt werden soll. Im Magistrat wurde am 12.9.2016 
beschlossen, dass die vorliegende Ausführungsplanung zur Sanierung und Umgestaltung der 
Klappacher Straße im Abschnitt zwischen Karlstraße und Jahnstraße überarbeitet werden soll.
Was hat sich im Beteiligungsverfahren bewährt?
Die externe Moderation der Veranstaltung hat sich sehr gut bewährt, um die Veranstaltung zu 
strukturieren und Spielregeln im Dialog einzuhalten.
Welche Anregungen für ähnliche Prozesse lassen sich ableiten?
Eine Beteiligung parallel zur Ausführungsplanung ist problematisch, Beteiligung sollte künftig frü -
her einsetzen. Auch muss die Stufe der Beteiligung deutlich gemacht werden. Geht es um die Infor-
mation über die Beschlüsse oder um eine Anhörung der Anwohnerschaft zu Planungsvarianten?
Fachamt: Straßenverkehrs- und Tiefbauamt 
Ansprechperson: Dirk Stumpf  
Tel.: 06151 / 13-2703 
E-Mail: verkehr-tiefbau@darmstadt.de

1. Plenum zur Erstellung des Gleichstellungs-Aktionsplans 
am 11. November 2016, Quelle: Frauenbüro
Herausgeberin
Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Dezernat I, Bürgerbeauftragte 
Neues Rathaus 
Luisenplatz 5a 
64283 Darmstadt
Telefon (0 61 51) 13-23 00 
Telefax (0 61 51) 13-22 05 
E-Mail buergerbeauftragte@darmstadt.de 
Internet www.darmstadt.de 
Internet www.da-bei.darmstadt.de
Schutzhinweise
Alle Rechte vorbehalten. Nachdruck – auch auszugsweise – 
ist nur mit Quellenangabe gestattet
© 2017 Wissenschaftsstadt Darmstadt
Stand: Februar 2017 ∙ Gestaltung: Schumacher. Agentur für Design und digitale Medien, www.schumacher-visuell.de

Beratungsverlauf (4)

TOP 86
TOP 4
TOP 25
TOP 36

Orte (26)

  • Klappacher Straße
  • Karlsruher Straße
  • Bismarckstraße
  • Frankfurter Straße 250
  • Pallaswiesenstraße
  • Emilstraße
  • Rheinstraße 67
  • Hügelstraße 77
  • Kirchstraße
  • Teichhausstraße
  • Otto-Röhm-Straße 39
  • Elisabeth-Selbert-Straße 10A
  • Jägertorstraße
  • Karlstraße
  • Nieder-Ramstädter Straße
  • Goethestraße
  • Luisenplatz 5a
  • Marktplatz
  • Mathildenplatz
  • Kapellplatz
  • Sensfelderweg 33
  • Borsdorffstraße
  • Friedensplatz 04
  • Wittmannstraße
  • Im Carree
  • Jahnstraße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2017/0064
Typ
Magistratsvorlage
Datum
01.03.2017
Erstellt
29.09.2026 00:00