Mandari Insight

2020/0200

Leistungsbeschreibung der Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 14.07.2020

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

2020/0200

157.6 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 6

25.9 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 7

25.9 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 5

25.9 KB · application/pdf

Ansehen

anlage 4

90.4 KB · application/pdf

Ansehen

2020/0200

9027 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
16.07.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0200 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 561010 
Kostenstelle:  056-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5610-41 Sachkonto:       
 
Betreff: Leistungsbeschreibung der Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 14.07.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Die Leistungsbeschreibung für die Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und die inhaltlichen Schwerpunkte, welche gemeinsam mit dem 
Klimaschutzbeirat entwickelt wurden, werden  zur Kenntnis genommen  
 
Die Mittel ste hen im Ergebnishaushalt unter der o.g. Kostenstelle zur Verfügung.  
 
Anlagen: Leistungsbeschreibung Neuaufstellung KSK und Moderation  
 
Datenschutzrelevante Anlage :  
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.07.2020 
 
 
1. Hintergrund 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant die Neuaufstellung eines Klimaschutzkonzeptes, 
welches das aktuelle Klimaschutzkonzepts aus dem Jahr 2013 ersetzt. 
Der Umsetzungsstand des bisherigen Konzepts wurde 2019 extern evaluiert und die 
CO2-Bilanzierung aktualisiert. Die Ergebnisse wurden dem Magistrat und der 
Stadtverordnetenversammlung in der Magistrats-Vorlage 2020/0197 vorgelegt. 
Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2013 und die 
Rückrechnung auf das Basisjahr 1990 zeigen, dass die Ziele des bisherigen 
Klimaschutzkonzeptes (bis zum Jahr 2030 um 35 bis 40 %) bereits erreicht wurden 
(Minderung bis 2018: 37,7 %) bzw. bei einer aktuell jährlichen Minderung um 1,8 % in naher 
Zukunft und damit deutlich vor 2030 erreicht werden (40 % Minderungsziel).  
Allerdings ist klar, dass die Zielsetzungen bisheriger Klimaschutzkonzepte sowohl auf  
internationaler, nationaler und auch auf lokaler Ebene nicht ambitioniert genug waren, um die  
Pariser Klimaziele und somit die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung  
auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu erreichen. 
Auch vor diesem Hintergrund wurden mit dem Beschluss des Antrags SV-2019/0043 „Höchste 
Priorität für Klimaschutz- Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ mit großer Mehrheit neue 
Festlegungen bezüglich der Ziele der Minderung der Treibhausgasemissionen getroffen; die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt das Ziel, da wo der Magistrat Handlungsoptionen und 
Einfluss hat, bis 2035 ihre Netto-CO2-Emissionen auf null zu senken. 
Weiterhin wurde in Antrag SV-2019/0043 auch die Neuaufstellung des integrierten 
Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschlossen. 
2. Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts 
Das Klimaschutzkonzept soll die geänderten Rahmenbedingungen sowohl auf lokaler Ebene 
(Klimaneutralität im Einflussbereich des Magistrats bis 2035) als auch auf internationaler und 
nationaler Ebene berücksichtigen. Hierzu gehören beispielsweise das Klimapaket der 
Bundesregierung (Kabinettsbeschluss Oktober 2019) oder die Pariser Klimaschutzziele. 
Im Vergleich zum alten Klimaschutzkonzept aus 2013 bedeutet dies durch die beschlossene 
Aufstellung von Sektorenzielen eine deutliche Konkretisierung und Verschärfung der 
Zielvorgaben, welche sich u.a. im Maßnahmenkatalog niederschlagen wird. Die folgenden 
inhaltlichen Schwerpunkte wurden u.a. gemeinsam mit dem Klimaschutzbeirat der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelt. 
Das neu aufzustellende Klimaschutzkonzept soll vom Ende her gedacht werden 
(Budgetorientierung) und angesichts der immensen Herausforderungen für die einzelnen 
Emissionssektoren Transformationspfade aufzeigen. Diese Transformationspfade werden 
aufzeigen, welche infrastrukturellen Maßnahmen sich mit den erforderlichen 
ordnungsrechtlichen Anpassungen und ergänzenden Förderinstrumenten kombinieren und 
jeweils mit greifbaren Maßnahmen hinterlegen lassen. Es soll im neuen Klimaschutzkonzept 
bildlich beschrieben werden, welcher Wandel in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft 
notwendig ist, um die Ziele zu erreichen. So sollen abstrakte Ziele möglichst einfach 
verständlich gemacht werden. Bei der Beschreibung der Transformationspfade bzw. der

- 4 - 
einzelnen Handlungssektoren sollen sich möglicherweise ergebende Konflikte, beispielsweise 
sozialer Art (potentiell steigende Mieten durch energetische Modernisierungen) benannt und 
Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.  
 
Für die einzelnen Emissionssektoren sollen jeweils Sektorenziele abgeleitet werden. Für die 
einzelnen Sektoren (z.B. Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, 
Stadtentwicklung, usw.) wiederum sollen jeweils die Einfluss- und Reduktionsmöglichkeiten 
durch direkte Handlungsmöglichkeiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschrieben werden.  
Die Zielvorgaben sollen auf die Anwendbarkeit für die Wissenschaftsstadt Darmstadt herunter 
gebrochen werden. Insbesondere soll gemäß des aktuellen Stands der wissenschaftlichen 
Forschung geprüft werden, ob sich der Ansatz der CO 2-Budgetierung (Verteilung des 
Restbudgets gemäß des Pariser Übereinkommens) auch für Kommunen anbietet. 
Aus den Zielvorgaben bis 2035 und 2050 sollen zweckmäßig kurzfristigere Zielvorgaben 
formuliert werden. Ebenfalls soll beschrieben werden, welche Auswirkungen sich durch die 
Netto-Null Zielvorgaben ergeben, beispielsweise die Anwendung negativer Emissionen 
(Technologien zur Rückholung von Kohlenstoffdioxid). Bei der Neuaufstellung des 
Klimaschutzkonzepts soll weiterhin darauf geachtet werden, dass eine inhaltliche 
Verschränkung des neuen Klimaschutzkonzepts mit anderen städtischen Planungswerken 
durchgeführt wird.  
Das neu aufgestellte Klimaschutzkonzept soll regelmäßig anhand einer CO2-Bilanzierung 
fortgeschrieben bzw. überprüft werden. Daher wird auch die „Fortschreibbarkeit“ des Konzepts 
wichtiges Kriterium bei der Vergabe und der Erstellung. Es soll weiterhin eine aktuelle 
Potentialanalyse hinsichtlich der Einsparungsmöglichkeiten in den verschiedenen 
Emissionssektoren sowie der Nutzungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Erneuerbaren 
Energien im Stadtgebiet durchgeführt werden. 
Das Konzept soll mit ausgeprägter Öffentlichkeitsbeteiligung und in enger Zusammenarbeit mit 
dem Klimaschutzbeirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt erstellt werden. Dieses Gremium, 
welches ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft abbildet (Wirtschaft, Wissenschaft, 
Zivilgesellschaft sowie Politik und Verwaltung) soll aktiv in die Neuaufstellung eingebunden 
werden und bei der Erstellung mitwirken zum Beispiel im Rahmen von verschiedenen 
Arbeitsgruppen. Ein erster Vorschlag für die Gliederung der Arbeitsgruppen wurde bereits im 
Rahmen des Beirats besprochen:  
 Wirtschaft (Gewerbe/Handel/Dienstleistung und Industrie) 
 Stadtentwicklung / Energieeffizientes Bauen und Sanieren 
 Energieversorgung und -infrastruktur, Erneuerbare Energien 
 Mobilität 
 Bildung/Beratung/Öffentlichkeitsarbeit und klimafreundlicher Alltag/ Landwirtschaft  
 Klimaneutrale Stadtverwaltung 
Die Arbeitsgruppen werden von Mitgliedern des Klimaschutzbeirats gebildet, welche jeweils 
einen Vorsitzenden/ eine Vorsitzende wählen. Gleichzeitig soll der breiten Öffentlichkeit 
ebenfalls die Möglichkeit gegeben werden, sich im Rahmen von Veranstaltungen und über 
Online-Beteiligungsformate einzubringen.

- 5 - 
 
3. Zeitplan 
Die Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts muss ausgeschrieben werden, das 
Vergabeverfahren soll am 03. August 2020 gestartet werden. Die Auftragsvergabe wird 
entsprechend der gesetzlichen Fristen frühestmöglich erfolgen. Für die Durchführung der 
Neuaufstellung sind 12 Monate ab der Auftragsverteilung vorgesehen, sodass Ende 2021 die 
Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts abgeschlossen sein soll. 
4. Kostenschätzung 
Die Kostenschätzung zur Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts, basierend auf den Kosten  
zur Erstellung des alten Konzepts inkl. durchschnittlicher Inflation von 1,1%/ Jahr, beläuft sich 
auf ca. 150.000 €. Es entstehen im Rahmen der Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts keine 
direkten Folgekosten. Maßnahmen, die im Rahmen der Neuaufstellung im Maßnahmenkatalog  
beschrieben werden, werden hinsichtlich des erforderlichen finanziellen und personellen  
Ressourcenbedarfs geprüft und dem Magistrat separat zur Entscheidung vorgelegt. 
 
 
Darmstadt, 15.07.2020 
 
 
 
 
Dezernat IV     Dezernat V 
 
 
 
 
 
André Schellenberg    Barbara Akdeniz  
Stadtkämmerer    Stadträtin

anlage 6

208 Zeichen

Punkt 9: Leistungsbeschreibung der Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2020/0200) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

anlage 7

227 Zeichen

Punkt 35: Leistungsbeschreibung der Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts 
der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2020/0200) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

anlage 5

9110 Zeichen

- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
16.07.2020 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Umweltamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
IV 
V 56 
 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2020/0200 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
196 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 561010 
Kostenstelle:  056-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5610-41 Sachkonto:       
 
Betreff: Leistungsbeschreibung der Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 14.07.2020  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Die Leistungsbeschreibung für die Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt und die inhaltlichen Schwerpunkte, welche gemeinsam mit dem 
Klimaschutzbeirat entwickelt wurden, werden  zur Kenntnis genommen  
 
Die Mittel ste hen im Ergebnishaushalt unter der o.g. Kostenstelle zur Verfügung.  
 
Anlagen: Leistungsbeschreibung Neuaufstellung KSK und Moderation  
 
Datenschutzrelevante Anlage :

- 3 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom 22.07.2020 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage  zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 14.07.2020 
 
 
1. Hintergrund 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt plant die Neuaufstellung eines Klimaschutzkonzeptes, 
welches das aktuelle Klimaschutzkonzepts aus dem Jahr 2013 ersetzt. 
Der Umsetzungsstand des bisherigen Konzepts wurde 2019 extern evaluiert und die 
CO2-Bilanzierung aktualisiert. Die Ergebnisse wurden dem Magistrat und der 
Stadtverordnetenversammlung in der Magistrats-Vorlage 2020/0197 vorgelegt. 
Die Evaluation des integrierten Klimaschutzkonzeptes aus dem Jahr 2013 und die 
Rückrechnung auf das Basisjahr 1990 zeigen, dass die Ziele des bisherigen 
Klimaschutzkonzeptes (bis zum Jahr 2030 um 35 bis 40 %) bereits erreicht wurden 
(Minderung bis 2018: 37,7 %) bzw. bei einer aktuell jährlichen Minderung um 1,8 % in naher 
Zukunft und damit deutlich vor 2030 erreicht werden (40 % Minderungsziel).  
Allerdings ist klar, dass die Zielsetzungen bisheriger Klimaschutzkonzepte sowohl auf  
internationaler, nationaler und auch auf lokaler Ebene nicht ambitioniert genug waren, um die  
Pariser Klimaziele und somit die Begrenzung der menschengemachten globalen Erwärmung  
auf deutlich unter 2 °C gegenüber vorindustriellen Werten zu erreichen. 
Auch vor diesem Hintergrund wurden mit dem Beschluss des Antrags SV-2019/0043 „Höchste 
Priorität für Klimaschutz- Weltklima in Not – Darmstadt handelt“ mit großer Mehrheit neue 
Festlegungen bezüglich der Ziele der Minderung der Treibhausgasemissionen getroffen; die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt das Ziel, da wo der Magistrat Handlungsoptionen und 
Einfluss hat, bis 2035 ihre Netto-CO2-Emissionen auf null zu senken. 
Weiterhin wurde in Antrag SV-2019/0043 auch die Neuaufstellung des integrierten 
Klimaschutzkonzepts der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschlossen. 
2. Neuaufstellung des integrierten Klimaschutzkonzepts 
Das Klimaschutzkonzept soll die geänderten Rahmenbedingungen sowohl auf lokaler Ebene 
(Klimaneutralität im Einflussbereich des Magistrats bis 2035) als auch auf internationaler und 
nationaler Ebene berücksichtigen. Hierzu gehören beispielsweise das Klimapaket der 
Bundesregierung (Kabinettsbeschluss Oktober 2019) oder die Pariser Klimaschutzziele. 
Im Vergleich zum alten Klimaschutzkonzept aus 2013 bedeutet dies durch die beschlossene 
Aufstellung von Sektorenzielen eine deutliche Konkretisierung und Verschärfung der 
Zielvorgaben, welche sich u.a. im Maßnahmenkatalog niederschlagen wird. Die folgenden 
inhaltlichen Schwerpunkte wurden u.a. gemeinsam mit dem Klimaschutzbeirat der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt entwickelt. 
Das neu aufzustellende Klimaschutzkonzept soll vom Ende her gedacht werden 
(Budgetorientierung) und angesichts der immensen Herausforderungen für die einzelnen 
Emissionssektoren Transformationspfade aufzeigen. Diese Transformationspfade werden 
aufzeigen, welche infrastrukturellen Maßnahmen sich mit den erforderlichen 
ordnungsrechtlichen Anpassungen und ergänzenden Förderinstrumenten kombinieren und 
jeweils mit greifbaren Maßnahmen hinterlegen lassen. Es soll im neuen Klimaschutzkonzept 
bildlich beschrieben werden, welcher Wandel in den verschiedenen Bereichen der Gesellschaft 
notwendig ist, um die Ziele zu erreichen. So sollen abstrakte Ziele möglichst einfach

- 5 - 
verständlich gemacht werden. Bei der Beschreibung der Transformationspfade bzw. der 
einzelnen Handlungssektoren sollen sich möglicherweise ergebende Konflikte, beispielsweise 
sozialer Art (potentiell steigende Mieten durch energetische Modernisierungen) benannt und 
Lösungsmöglichkeiten aufgezeigt werden.  
 
Für die einzelnen Emissionssektoren sollen jeweils Sektorenziele abgeleitet werden. Für die 
einzelnen Sektoren (z.B. Energiewirtschaft, Industrie, Gebäude, Verkehr, Landwirtschaft, 
Stadtentwicklung, usw.) wiederum sollen jeweils die Einfluss- und Reduktionsmöglichkeiten 
durch direkte Handlungsmöglichkeiten der Wissenschaftsstadt Darmstadt beschrieben werden.  
Die Zielvorgaben sollen auf die Anwendbarkeit für die Wissenschaftsstadt Darmstadt herunter 
gebrochen werden. Insbesondere soll gemäß des aktuellen Stands der wissenschaftlichen 
Forschung geprüft werden, ob sich der Ansatz der CO 2-Budgetierung (Verteilung des 
Restbudgets gemäß des Pariser Übereinkommens) auch für Kommunen anbietet. 
Aus den Zielvorgaben bis 2035 und 2050 sollen zweckmäßig kurzfristigere Zielvorgaben 
formuliert werden. Ebenfalls soll beschrieben werden, welche Auswirkungen sich durch die 
Netto-Null Zielvorgaben ergeben, beispielsweise die Anwendung negativer Emissionen 
(Technologien zur Rückholung von Kohlenstoffdioxid). Bei der Neuaufstellung des 
Klimaschutzkonzepts soll weiterhin darauf geachtet werden, dass eine inhaltliche 
Verschränkung des neuen Klimaschutzkonzepts mit anderen städtischen Planungswerken 
durchgeführt wird.  
Das neu aufgestellte Klimaschutzkonzept soll regelmäßig anhand einer CO2-Bilanzierung 
fortgeschrieben bzw. überprüft werden. Daher wird auch die „Fortschreibbarkeit“ des Konzepts 
wichtiges Kriterium bei der Vergabe und der Erstellung. Es soll weiterhin eine aktuelle 
Potentialanalyse hinsichtlich der Einsparungsmöglichkeiten in den verschiedenen 
Emissionssektoren sowie der Nutzungsmöglichkeiten der unterschiedlichen Erneuerbaren 
Energien im Stadtgebiet durchgeführt werden. 
Das Konzept soll mit ausgeprägter Öffentlichkeitsbeteiligung und in enger Zusammenarbeit mit 
dem Klimaschutzbeirat der Wissenschaftsstadt Darmstadt erstellt werden. Dieses Gremium, 
welches ein breites Spektrum der Stadtgesellschaft abbildet (Wirtschaft, Wissenschaft, 
Zivilgesellschaft sowie Politik und Verwaltung) soll aktiv in die Neuaufstellung eingebunden 
werden und bei der Erstellung mitwirken zum Beispiel im Rahmen von verschiedenen 
Arbeitsgruppen. Ein erster Vorschlag für die Gliederung der Arbeitsgruppen wurde bereits im 
Rahmen des Beirats besprochen:  
 Wirtschaft (Gewerbe/Handel/Dienstleistung und Industrie) 
 Stadtentwicklung / Energieeffizientes Bauen und Sanieren 
 Energieversorgung und -infrastruktur, Erneuerbare Energien 
 Mobilität 
 Bildung/Beratung/Öffentlichkeitsarbeit und klimafreundlicher Alltag/ Landwirtschaft  
 Klimaneutrale Stadtverwaltung 
Die Arbeitsgruppen werden von Mitgliedern des Klimaschutzbeirats gebildet, welche jeweils 
einen Vorsitzenden/ eine Vorsitzende wählen. Gleichzeitig soll der breiten Öffentlichkeit 
ebenfalls die Möglichkeit gegeben werden, sich im Rahmen von Veranstaltungen und über 
Online-Beteiligungsformate einzubringen.

3. Zeitplan 
Die Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts muss ausgeschrieben werden, das 
Vergabeverfahren soll am 03. August 2020 gestartet werden. Die Auftragsvergabe wird 
entsprechend der gesetzlichen Fristen frühestmöglich erfolgen. Für die Durchführung der 
Neuaufstellung sind 12 Monate ab der Auftragsverteilung vorgesehen, sodass Ende 2021 die 
Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts abgeschlossen sein soll. 
4. Kostenschätzung 
Die Kostenschätzung zur Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts, basierend auf den Kosten  
zur Erstellung des alten Konzepts inkl. durchschnittlicher Inflation von 1,1%/ Jahr, beläuft sich 
auf ca. 150.000 €. Es entstehen im Rahmen der Neuaufstellung des Klimaschutzkonzepts keine 
direkten Folgekosten. Maßnahmen, die im Rahmen der Neuaufstellung im Maßnahmenkatalog  
beschrieben werden, werden hinsichtlich des erforderlichen finanziellen und personellen  
Ressourcenbedarfs geprüft und dem Magistrat separat zur Entscheidung vorgelegt. 
 
 
Darmstadt, 15.07.2020 
 
 
 
 
Dezernat IV     Dezernat V 
 
 
 
 
 
André Schellenberg    Barbara Akdeniz  
Stadtkämmerer    Stadträtin

anlage 4

5833 Zeichen

Seite 1 
Leistungsbeschreibung Neuaufstellung Klimaschutzkonzept inkl. Moderation 
 A Neuaufstellung Klimaschutzkonzept (LOS 1) 
 
 
 
 
 
 
Leistungsbeschreibung 
Vorbereitungsphase 
A. Auftaktgespräch vor Ort 
B. Screening 
Konzepterstellung  (Ausarbeitung eines Konzepts für 
Monitoring und Controlling) 
A. Potentialanalyse: Ermittlung und Darstellung der 
Einsparungsmöglichkeiten und zur Steigerung der 
Energieeffizienz sowie dem Ausbau erneuerbarer 
Energien  
B. Risikoanalyse zu Klimafolgenanpassung 
C. Erstellen eines mittel—und langfristigen 
Entwicklungsszenarios für Wärme, Strom, 
Treibstoffe, und CO2-Emissionen   
D. Partizipative Erstellung eines 
zielgruppenspezifischen Maßnahmen- bzw. 
Aktionsplanes mit konkretem Zeitplan für die Stadt 
unter Berücksichtigung der Grundsätze von 
Ökologie und Ökonomie, Nachhaltigkeit und 
Sozialverträglichkeit. Hierbei sollen Zuständigkeiten 
und Hindernisse ebenfalls benannt werden.  
E. Aufzeigen der Umsetzungsstrukturen zur 
Verstetigung  
Regelmäßige Abstimmungsgespräche vor Ort  nach 
Bedarf aber durchschnittlich 1x  im Monat Besprechungen 
während des Erstellungszeitraumes  
Öffentlichkeitsarbeit Überblick: 2x Öffentliche 
Veranstaltungen, Zuarbeit Online -Beteiligung, 4x 
Klimaschutzbeirat, Teilnahme AGs  
 
(Öffentliche Veranstaltung zu Anfang der Neuaufstellung 
mit Workshop-Charakter) 
Hier sollen in einer großen Veranstaltung zum einen die 
Notwendigkeit der Neuaufstellung des KSK der breiten 
Öffentlichkeit näher gebracht werden und in Workshops zu 
den einzelnen Emissionssektoren die Rückmeldungen und 
Ideen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger für die 
Neuaufstellung z.B. anhand von Thementischen mit 
Themenpatinen/-en aufzunehmen. Die/der AN übernimmt 
hier die Präsentation zum Auftakt und jeweils die fachliche 
Begleitung der Thementische (ca. 6)

Seite 2 
 
 
Öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Arbeit/ des 
neuen Klimaschutzkonzepts 
Nach Abschluss der Neuaufstellung des KSK sollen die 
Ergebnisse des Prozesses in einer öffentlichen 
Veranstaltung präsentiert werden.  
Der AN übernimmt hier die Vorstellung der Ergebnisse 
Online-Beteiligungsmöglichkeit 
Hier soll allen Bürgerinnen und Bürger bei der Erstellung 
des Konzeptes die Möglichkeit eröffnet werden Vorschläge 
für den Maßnahmenkatalog einzubringen, eine 
Bewertungsmöglichkeit ist optional vorzusehen. Nach der 
Erarbeitung des Maßnahmenkatalogs soll dieser online 
kommentiert werden können, eine Bewertungsmöglichkeit 
ist optional vorzusehen. Durch den AN ist hier die 
Betreuung (Moderation) des Online-Angebots, die 
Kommunikation zu den Teilnehmenden und die Auswertung 
der Ergebnisse vorzunehmen.  
 
Klimaschutzbeirat 
Das beauftragte Büro berichtet im Rahmen der Sitzungen 
des Klimaschutzbeirats über den aktuellen Auftragsstand 
(ca. 4x) 
 
Teilnahme AGs 
Der Klimaschutzbeirat wird aktiv in die Neuaufstellung des 
KSK eingebunden und bei der Erstellung mitwirken zum 
Beispiel im Rahmen von verschiedenen Arbeitsgruppen. 
Durch das beauftragte Büro ist hier jeweils eine fachlich 
versierte Vertretung in die Arbeitsgruppen-Sitzungen (circa 
18 im Erstellungszeitraum) zu entsenden, um eine 
Verzahnung der Arbeit der Arbeitsgruppen mit der 
Neuaufstellung zu erreichen. Der AN soll auch außerhalb 
der Sitzungen für Rückfragen der Arbeitsgruppen zur 
Verfügung stehen. 
 
Präsentation des integrierten Klimaschutzkonzepts im  
1. Magistrat  
2. Umweltausschuss  
3. Stadtverord netenversammlung

Seite 3 
 
B Moderation Klimaschutzbeirat (LOS 2) 
Leistungsbeschreibung  
Die Moderationsdienstleistung ist zunächst auf 1 Jahr 
begrenzt mit Option auf 3 Jahre Verlängerung  
Moderation Klimaschutzbeirat  
Das beauftragte Büro übernimmt hier die komplette 
Organisation (ohne Raummiete),  Erarbeitung und 
Abstimmung des Veranstaltungs- und 
Moderationskonzeptes (Inhalte, Ablauf und Methodik), 
Moderation, Protokollierung und Auswertung der 
Veranstaltung 
 
Öffentliche Veranstaltung zu Anfang der Neuaufstellung mit 
Workshop-Charakter 
Hier sollen in einer großen Veranstaltung zum einen die 
Notwendigkeit der Neuaufstellung des KSK der breiten 
Öffentlichkeit näher gebracht werden und in Workshops zu 
den einzelnen Emissionssektoren die Rückmeldungen und 
Ideen der anwesenden Bürgerinnen und Bürger für die 
Neuaufstellung z.B. anhand von Thementischen mit 
Themenpatinen/-en aufzunehmen. Das beauftrage Büro 
übernimmt: 
Vorbereitung:  
- Teilnahme an einem Vorbereitungs-/ Abstimmungstermin,  
- Erarbeitung und Abstimmung des Veranstaltungs- und 
Moderationskonzeptes (Inhalte, Ablauf und Methodik) 
- Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung (ohne 
Raummiete) und Durchführung der Moderation der 
Informations- und Diskussionsveranstaltung (Annahme: 6 
Thementische à 6 Moderatoren) 
- Erstellung Protokoll und Fotodokumentation, Erstellung 
und Abstimmung der Ergebnisdokumentation  
Öffentliche Präsentation der Ergebnisse der Arbeit/ des 
neuen Klimaschutzkonzepts 
Nach Abschluss der Neuaufstellung des KSK sollen die 
Ergebnisse des Prozesses in einer öffentlichen 
Veranstaltung präsentiert werden.  
Das beauftragte Büro übernimmt hier: 
  Vorbereitung:  
- Teilnahme an einem Vorbereitungs-/ Abstimmungstermin,  
- Erarbeitung und Abstimmung des Veranstaltungs- und 
Moderationskonzeptes (Inhalte, Ablauf und Methodik) 
- Inhaltliche und organisatorische Vorbereitung (ohne 
Raummiete) und Durchführung der Moderation der 
Informationsveranstaltung

Seite 4 
 
 
- Erstellung Protokoll und Fotodokumentation, Erstellung 
und Abstimmung der Ergebnisdokumentation  
Werbung 
Das beauftragte Büro übernimmt die Bewerbung der 
öffentlichen Veranstaltungen (1 Flyer mit einer Auflage von 
8.000 Flyern, 1 Plakat im A1-Format mit einer Auflage von 
120, 4 Pressemitteilungen im Corporate Design der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt)

Beratungsverlauf (3)

TOP 35 zur Kenntnis
TOP 9
TOP 196

Details

Vorlagen-Nr.
2020/0200
Typ
Magistratsvorlage
Datum
14.07.2020
Erstellt
29.09.2026 00:00