V/0580/2005
Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung
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Antrag der UWG/oedp Nr. A-R/0026/2005
1288 Zeichen
Ratsantrag zu: Senioren
„Aktive Seniorenarbeit ermöglichen“
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt, die Einrichtung einer kommunalen
Koordinierungsstelle für Seniorenfragen zu überprüfen.
Begründung:
Neben der demokratischen Legitimierung des Runden Tisches und ihre Mitglied-
schaft in Ausschüssen geht es den Senioren vornehmlich um aktive Mitarbeit bei
den, die älteren Mitbürger berührenden Fragen. Diese aktive Teilnahme ist über
Ausschüsse allein nicht erreichbar, jedoch über eine kommunale Einrichtung, über
die die Anliegen der Senioren gebündelt und unmittelbar an die zuständigen Ämter
weitergeleitet werden.
Die Fraktion verweist auf das sog. „Arnsberger Modell“, wo eine vom dortigen Rat
eingerichtete Koordinierungsstelle erfolgreich mit einem, von den Seniorenver-
tretungen gewählten Seniorenbeirat zusammenarbeitet, dem gelegentlich Aufgaben,
wie z. B. die Betreuung einer Seniorenwohnanlage, übertragen worden ist.
Fraktionsgemeinschaft UWG/oedp
gez. Fritz Pfau
gez. Gerd Kersting
gez. Hannelore Wiesenack-Hauss
UWG/oedp, Junkerstr. 3, 48153 Münster
Rat der Stadt Münster
c/o Herrn Oberbürgermeister
Dr. Berthold Tillmann
Postfach
48127 Münster
07.06 .2005 /A -1
Beschlussvorlage
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DER OBERBÜRGERMEISTER Dezernat OBM Betrifft Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung - Anregung nach § 24 GO NW des "Runden Tisches" vom 13.06.2005 (39/2005) - Antrag der UWG/ödp-Fraktion "Aktive Seniorenarbeit ermöglichen" vom 07.06.2005 (26/2005) - Antrag der SPD-Fraktion "Demokratisches Mitwirkungsrecht der Seniorinnen und Senioren stärken" vom 21.06.2005 (34/2005) Beratungsfolge 21.09.2005 Rat Entscheidung Beschlussvorschlag Sachentscheidung 1. Der Rat nimmt den bisherigen Stand der Umsetzung der mit der Vorlage V/0071/2005 am 09.02.2005 vom Rat gefassten Beschlüsse und insbesondere den Stand der Vorbereitungen für das geplante Hearing zum Abschluss des Meinungsprozesses bezüglich der möglichen Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung in Münster zur Kenntnis. 2. Der Verwaltung wird beauftragt, dem Rat, unter Einbeziehung der Ergebnisse des Hearings bis Ende des Jahres eine Vorlage mit einem Verfahrensvorschlag zur Frage der Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung vorzulegen. In Rahmen dieser Vorlagen sind auch die o. a. Anträge und Anregungen mit abzuarbeiten. Kosten/Folgekosten Es entstehen keine Kosten und keine Folgekosten. Mittelbereitstellung/Finanzierung Vorlagen-Nr.: V/0580/2005 Auskunft erteilt: Herr Teuteberg Ruf: 492 6002 E-Mail: TeutebeO@stadt-muenster.de Datum: 11.08.2005 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - Begründung Der Rat hat mit der Beschlussfassung über die Vorlage V/0071/2005 am 09.02.2005 vor dem Hin- tergrund verschiedener Anregungen und Anträge aus dem politischen Raum und aus dem Bereich der Seniorenverbände festgestellt, dass - unter den aktuell gegebenen Rahmenbedingungen für das Antragsanliegen der Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung bis auf weiteres noch keine hinreichende Zustim- mungsbasis besteht, die eine Umsetzung des Anliegens zum damaligen Zeitpunkt nahelegen würde, - statt dessen zunächst eine Fortsetzung der Gespräche zwischen den Antragstellern und den Ratsfraktionen angezeigt ist mit dem Ziel, noc h in diesem Jahr die Meinungsbildung abzu- schließen und – im Falle einer antragsgemäßen tragfähigen Einigung – im Jahr 2006 (etwa in Verbindung mit der Bundestagswahl) in geeigneter Form die Wahl einer Seniorenvertretung für Münster zu ermöglichen und sie in die kommunalpolitische Willensbildung einzubeziehen, - unabhängig von diesem Klärungsprozess bereits jetzt vorgesehen werden soll, die Mitwirkung von Seniorinnen und Senioren über das Instrument des „sachkundigen Einwohners“ in ver- schiedenen Ausschüssen des Rates zu eröffnen. Darüber hinaus hat der Rat die Verwaltung beauftragt, - den Prozess der abschließenden Meinungsbildung in geeigneter Weise (z.B. durch Diskussi- onsforen, Hearings o.ä.) zu organisieren und dem Rat im 4. Quartal einen abgestimmten und tragfähigen Regelungsvorschlag zu unterbreiten. In Konsequenz dieses Ratsbeschlusses hat der Rat mit der Beschlussfassung über die Vorlage V/0041/2005 den Vorschlag des Runden Tisches der Seniorinnen und Senioren aufgegriffen und die vom Runden Tisch vorgeschlagenen Seniorinnen und Senioren als „sachkundige Einwohnerin- nen und Einwohner“ in einige Fachausschüssen des Rates entsandt. Somit wurde die bestehende Antragslage insoweit aufgegriffen, dass Seniorinnen und Senioren nunmehr direkt in die kommu- nale Willensbildung einbezogen werden. Darüber hinaus haben weitere Sondierungsgespräche zwischen Vertretern des „Runden Tisches“, der sich als gemeinsames Organ von 22 Münsteraner Seniorenverbänden gebildet hat, mit den Fraktionen und der Verwaltung stattgefunden. Inhalt der Gespräche der Vertreter des „Runden Tisches“ mit der Verwaltung war die Vorbereitung des mit dem Ratsbeschluss vom 09.02.2005 angeregten Hearings. Über die Ergebnisse dieses Gesprächs und den Referentenkreis, auf den sich Verwaltung und „Runder Tisch“ verständigt ha- ben, sind die Ratsfraktionen mit Schreiben vom 15.April 2005 informiert worden. Gleichzeitig wur- de als Termin für das Hearing der 26. September benannt. Dieser Termin sollte ausdrücklich die Möglichkeit eröffnen – eine entsprechende Beschlussfassung des Rates vorausgesetzt – die Ur- wahl einer möglichen kommunalen Seniorenvertret ung gleichzeitig mit der ursprünglich für den September 2006 geplanten Bundestagswahl zu kombinieren. Die o.a. Anregung des „Runden Tisches“ und der Antrag der SPD-Fraktion greifen das Vorziehen der Bundestagswahl vom September 2006 auf den September 2005 auf, da die Option einer Ur- wahl einer möglichen kommunalen Seniorenvertretung in Kombination mit der Bundestagswahl nun faktisch nicht mehr möglich ist. Der „Runde Tisch“ und die SPD-Fraktion regen daher die Ein- richtung einer kommunalen Seniorenvertretung zum nächstmöglichen Termin an, wobei diese Se- niorenvertretung dann allerdings zunächst nicht nac h dem Urwahlprinzip, sondern nach dem Dele- giertenwahlprinzip gebildet werden soll. Gleichzeitig soll die Option einer Urwahl einer kommuna- len Seniorenvertretung zu einem späteren Zeitpunkt erhalten bleiben. Der Rat hat über die Anregung des „Runden Tisches“ sowie über die Anträge der SPD-Fraktion und der UWG/ödp-Fraktion in seiner Sitzung am 29. Juni 2005 nicht entschieden. - 3 - Die Verwaltung hat daher zugesagt, einen Vorschlag zum weiteren Verfahren zu machen. Eine mögliche Urwahl einer kommunalen Seniorenver tretung in Kombination mit einer „allgemei- nen Wahl“ (Kommunalwahl, Landtagswahl, Bundestagswahl, Europawahl) ist voraussichtlich frü- hestens im Juni 2009 (Europawahl) möglich. Demzufolge verbleiben als mögliche und bislang dis- kutierte Wege zur Bildung einer möglichen kommunalen Seniorenvertretung eine Urwahl, die nicht in Kombination mit einer „allgemeinen Wahl“ stattfindet, sowie eine Bildung nach dem Delegier- tenwahlprinzip, für das bislang verschiedene Varianten diskutiert worden sind. Voraussetzung da- für, dass eine von diesen Optionen zum Zuge kommen kann, ist allerdings eine grundsätzliche Beschlussfassung des Rates für die Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung. Das für den 26. September 2005 geplante und vorbereitete Hearing soll den Meinungsbildungs- prozess bezüglich der Bildung einer kommunalen Seniorenvertretung abschließen, sodass dem Rat Ende 2005/Anfang 2006 eine Vorlage zur Entscheidung vorgelegt werden kann. Das für das Hearing zusammengestellte Podium bietet dabei Gewähr dafür, dass sowohl Erfahrungen aus der kommunalen Praxis in anderen Städten als auch wissenschaftliche Erkenntnisse in die spätere Beschlussfassung durch den Rat einbezogen werden können. Da es faktisch nicht möglich ist, in den nächsten drei bis vier Jahren eine mögliche Urwahl in Kom- bination mit einer „allgemeinen Wahl“ durchzuführen, gleichwohl aber noch mehrere Varianten zur Bildung einer kommunalen Seniorenvertretung denkbar sind, die grundsätzliche Beschlussfassung des Rates aber noch aussteht, empfiehlt die Verwaltung, den bisherigen Zeitplan beizubehalten. Demnach würde die Verwaltung die Ergebnisse des Hearings zusammenfassen und aufbereiten sowie dem Rat möglichst zu seiner Sitzung am 07. Dezember 2005, spätestens aber zu Beginn des Jahres 2006 einen trag- und umsetzungsfähigen Vorschlag unterbreiten. In diesem Zusam- menhang sollte dann auch über die o.a. Anregungen und Anträge in der Sache entschieden wer- den. gez. Dr. Berthold Tillmann
Anregung Nr. 39/2005
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Anregung Nr. 39/2005 Anregung Nr. 39/2005
Antrag des SPD-Fraktion Nr. A-R/0034/2005
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SPD-Fraktion Antrag Nr. A-R/0034/2005 im Rat der Stadt Münster vom 20.06.2005 Antrag zur sofortigen Beschlussfassung 20.06.2005 SPD-Fraktion im Rat der Stadt Münster Münzstr. 15 48143 Münster Telefon: 0251/ 45 314 Fax: 0251/ 511 750 mail: spdfrak@muenster.de Internet: www.spd-muenster.de Demokratische Mitwirkungsrechte der Seniorinnen und Senioren stärken Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 1. Bei einer tatsächlichen Vorverlegung der anstehe nden Bundestagswahl wird zum nächstmöglichen Zeitpunkt, spätestens aber zum 01.0 1.2006, eine kommunale Seniorenvertretung in Münster eingerichtet. Die Wah l erfolgt in Form einer Delegiertenwahl. 2. Die Verwaltung wird beauftragt ein Verfahren zu entwickeln, mit dem gewährleistet ist, dass mit der nächsten politische n Wahl in Münster (Bürgerentscheid o.ä.) nach der Bundestagswahl 2005 eine Urwahl der kommunalen Seniorenvertretung in Münster stattfinden wird. Begründung: Durch die wahrscheinliche Vorverlegung der Bundesta gswahl haben sich die Rahmenbedingungen zur Bildung einer kommunalen Seni orenvertretung in Münster grundlegend verändert. Die Option, die Seniorenvert retung per Urwahl in Kombination mit der Bundestagswahl durchzuführen, b esteht aus zeitlichen und organisatorischen Gesichtspunkten heraus nicht mehr . Das bisher vorgeschlagene Verfahren – Hearing, Entscheidung des Rates über di e Einrichtung einer kommunalen Seniorenvertretung, Entscheidung des Rat es über eine Urwahl der Seniorenvertretung in Kombination mit der Bundestag swahl im September 2006 – ist vor diesem Hintergrund deshalb auch nicht mehr möglich. Mit ihren Schreiben vom 13.06.2005 an den Oberbürge rmeister und an die Ratsfraktionen geht der „Runde Tisch – Seniorinnen und Senioren in Münster“ auf die neue Situation ein und unterbreitet pragmatisch e Lösungsvorschläge zur Einrichtung einer legitimierten kommunalen Senioren vertretung. Dabei schlägt der „Runde Tisch“ vor, zunächst auf eine Urwahl der Seniorenvertretung zu verzicht en und durch eine Delegiertenwahl zu ersetzen. Zur nächsten politischen Wahl soll dann – ein positives Votum des Rates vorausgesetzt – eine Urwahl der Seniorenvertretung in Münster stattfinden. 2 Der Rat der Stadt Münster nimmt die unterbreiteten Vorschläge des „Runden Tisches“ zur Kenntnis und spricht sich dafür aus, m it der nächsten politischen Wahl (Bürgerentscheid o.ä.) nach der Bundestagswahl in d iesem Jahr eine Direktwahl der kommunalen Seniorenvertretung zu ermöglichen. Er be auftragt die Verwaltung auf dieser Basis in enger Kooperation mit dem „Runden T isch – Seniorinnen und Senioren in Münster“ ein Verfahren zur Einrichtung und zur Wahl einer kommunalen Seniorenvertretung zu entwickeln und entsprechende Vorschläge vorzulegen. Darüber hinaus unterstützt der Rat die Idee, dass a m 26.09.2005 vorgesehene Hearing, zu einer „Kick-Off-Veranstaltung“ zum Star t der Seniorenvertretung umzuwidmen. Beanka Ganser Ralf Hubert Udo Reiter Wolfgang Heuer Michael Jung Moritz von Schmelin g Alexander Bercht Marianne Koch Anne Schulze Wint zler Anika Bergner Gaby Kubig-Steltig Joachim Tonn Philipp Gabriel Kurt Pölling Beate Vilhjalmsson Anne Hakenes Karsten Rahn Holger Wigger Marianne Hopmann
Beratungsverlauf (1)
Orte (2)
- Junkerstraße 3
- Münzstraße 15
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0580/2005
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 13.07.2005
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37