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SV-2025/0022

Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und Volt vom 16. Juni 2025 betr. Nutzung der Abwärme sowie Aufstellung eines städtebaulichen Ansiedlungskonzeptes von Rechenzentren

Antrag 17.06.2025

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Punkt 23: Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und Volt vom 16. Juni 2025 betr. 
Nutzung der Abwärme sowie Aufstellung eines städtebaulichen 
Ansiedlungskonzeptes von Rechenzentren 
 (V-Nr. SV-2025/0022) 
 
Dem Antrag wird zugestimmt. 
 
Gegenstimmen: UWIGA/WGD, AfD und Stadtv. Uhl  
Stimmenthaltung: 1 Stimme aus UFFBASSE

SV-2025/0022

4025 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2025/0022 
 
 
Antrag der Fraktionen Bü 90/Grüne, CDU und Volt vom 16. Juni 2025 betr. Nutzung 
der Abwärme sowie Aufstellung eines städtebaulichen Ansiedlungskonzeptes von 
Rechenzentren 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Darmstadt, 16.06.2025 
 
Antrag zur Nutzung der Abwärme sowie Aufstellung eines städtebaulichen 
Ansiedlungskonzeptes von Rechenzentren  
 
Die Abwärme von Rechenzentren stellt potentiell eine wichtige Wärmequelle für die lokalen 
Wärmenetze dar. Die Stadtverordnetenversammlung beauftragt daher den Magistrat bei der 
Ansiedlung von neuen Rechenzentren sicherzustellen, dass diese Ressource/Wärmeq uelle auch in 
Darmstadt bestmöglich genutzt werden kann.  
Die Gestaltungsmöglichkeiten der Stadt beim Verkauf von Grundstücken, in städtebaulichen 
Verträgen sowie bei beim Aufstellen von Bauleitplanungen sind so zu nutzen, dass die 
Betreiber*innen der Rechenzentren folgende Punkte gewährleisten:  
  
● Langfristige Bereitstellung der Wärme an einer zentralen Übergabestation  
● Bereitstellung von Flächen auf dem Gelände für Anlagen (üblicherweise 
Großwärmepumpen), die die Abwärme nutzbar machen 
● Bereitstellung von elektrischer Anschlussleistung für Aggregate zur Nutzung der 
Abwärme  
● Effizienter Betrieb: Die Anlagen sollen nach dem neuesten Stand der Technik hinsichtlich 
der Energieverbrauchseffektivität (Power Usage Effectiveness PUE) errichtet werden.  
● Planungs- und Anschlusskosten: Zur Nutzbarmachung der Abwärme sowie zum Anschluss 
an das Wärmenetz wird eine Machbarkeitsstudie erstellt. Bezüglich der Kostenübernahme von 
Planung und Anschluss an das Wärmenetz wird eine Vereinbarung getroffen.  
● Beitrag zum lokalen Klimaschutz: Es werden messbare Nachhaltigkeitsziele für die 
Errichtung und den Betrieb der Anlagen festgesetzt. 
● Der hohe Energiebedarf verschlechtert die Klimabilanz der Stadt. Zum Ausgleich soll 
geprüft werden, ob der Betreiber jährlich einen bestimmten Betrag je verbrauchter 
Kilowattstunde in einen städtischen Klimafonds einzahlen soll.   
Zudem soll ein städtebauliches Konzept zur räumlichen Steuerung der Ansiedlung von Rechenzentren 
erstellt werden – sobald die Haushaltslage dies ermöglicht. Das soll idealerweise im interkommunalen 
Austausch geschehen, um von den Erfahrungen anderer Kommunen im Rhein-Main-Gebiet zu lernen. 
 
Auch beim Bau anderer energieintensiver Anlagen im Stadtgebiet sollen die Nutzung von Abwärme 
und die oben genannten Maßnahmen geprüft werden.

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Begründung: 
Rechenzentren sind relevante Infrastruktur für die Digitalisierung und eine zukunftsfähige Wirtschaft. 
Gleichzeitig benötigen Rechenzentren entsprechende Grundstücke und große Energiemengen. Beim 
Betrieb der Rechenzentren entstehen große Mengen an Abwärme, die zu einer sicheren, 
kostengünstigen und zukunftsfähigen Wärmeversorgung beitragen können. Dafür müssen passende 
Rahmenbedingungen geschaffen werden, wie zum Beispiel ausreichende Flächen und 
Stromnetzkapazität für Großwärmepumpen zur Aufbereitung der Abwärme. Dies kann schon beim 
Verkauf städtischer Flächen oder in der Bauleitplanung sichergestellt werden.  
 
Beispiele in der Region zeigen wie Städte durch entsprechende Planung und Verhandlung sehr gute 
Steuerungsmöglichkeiten haben. In Frankfurt wird über 60% des Wärmebedarfs von ca. 3.000 
Menschen im neuen Viertel Franky durch Abwärme des gegenüberliegenden Rechenzentrums 
gedeckt. Die Stadt Hanau hat erreicht, dass auf dem Grundstück des Rechenzentrums Flächen für 
Großwärmepumpen bereitgestellt wurden, der Betreiber die Planungskosten übernahm sowie 
zukünftig in einen städtischen Klimaschutzfonds einbezahlt. In Heusenstamm wurde eine Zahlung von 
5 Millionen Euro in einen städtischen Klimafonds vereinbart. Zudem soll die Abwärme in ei nem 
Wärmenetz den umliegenden Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung gestellt werden. Auch in 
Offenbach wurden ähnliche Schritte vereinbart.  
Städte können so sicherstellen, dass Rechenzentren einen Beitrag zur Daseinsvorsorge der 
Bürgerinnen und Bürger leisten.

Beratungsverlauf (1)

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2025/0022
Typ
Antrag
Datum
17.06.2025
Erstellt
29.09.2026 00:00