2023/0202
Feststellung des Jahresabschlusses 2019 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
2023/0202
2534 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
21.06.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Eigenbetrieb
Darmstädter Werkstätten OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0202
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: Investitionsnummer:
Kostenträger: Sachkonto:
Betreff: Feststellung des Jahresabschlusses 2019 des Eigenbetriebes Darmstädter
Werkstätten und Wohneinrichtungen
Vorlage vom: 05.06.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Jahresabschluss 2019 und der Lagebericht des Eigenbetriebes werden mit dem Testat
der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PricewaterhouseCoopers GmbH öffentlich bekannt
gemacht und zur Einsichtnahme ausgelegt.
2. Der Jahresverlust 2019 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und
Wohneinrichtungen wird in Höhe von EUR 1.217.947,96 festgestellt.
3. Der Jahresverlust wird auf neue Rechnung übertragen.
4. Die Betriebsleitung wird für das Wirtschaftsjahr 2019 entlastet.
Anlagen:
- 2 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.06.2023
Die Betriebskommission des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
(EDW) hat in der Sitzung vom 02.06.2023 den Bericht der Betriebsleitung zur Kenntnis
genommen, den mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk des
Wirtschaftsprüfungsinstitutes versehenen Jahresabschluss 2019 festgestellt und die
Betriebsleitung entlastet.
Die Betriebskommission empfiehlt dem Magistrat die Kenntnisnahme und der
Stadtverordnetenversammlung die Entlastung der Betriebsleitung für das Wirtschaftsjahr
2019.
Der EDW schließt das Wirtschaftsjahr 2019 mit einem Jahresverlust von 1.217.947,96 Euro.
Der sich auch für die Folgejahre abzeichnende Trend von Jahresverlusten wurde durch den
Abschluss neuer Kostensätze mit dem Kostenträger ab 2021 gebremst. Hinweise au f eine
Umkehr des Trends werden sichtbar.
Darmstadt, 05.06.2023
Dezernat II Dezernat IV
Barbara Akdeniz André Schellenberg
Bürgermeisterin Stadtkämmerer
anlage 2
932 Zeichen
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen Darmstadt, 02. Juni 2023 Betriebskommission des Eigenbetriebes „Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen‘“ Vorlage 03/2023 vom 02.06.2023 Betreff: Genehmigung des Jahresabschlusses 2019 Übertragung des Jahresfehlbetrages 2019 auf das Folgejahr 2020 Beschlussvorschlag: . Die Betriebskommission genehmigt den Jahresabschluss 2019 und beschließt die Über- tragung des Jahresfehlbetrages 2019 auf das Folgejahr 2020. . Der Jahresabschluss und der Lagebericht zum Wirtschaftsjahr 2019 werden offen gelegt. . Die Betriebsleitung wird für den Zeitraum 01. Januar bis 31. Dezember 2019 entlastet. Anlage: Bericht über die Prüfung des Jahresabschlusses zum 31. Dezember 2019 [Folgekosten: IO Ja &X Nein I Beschluss der Betriebskommission vom 02.06.2023 Dem Beschlussvorschlag wurde einstimmig zugestimmt. Darmstadt, den 02.06.2023 kl Wolfram Cuntz Betriebsleiter
anlage 4
415 Zeichen
Punkt 10: Feststellung des Jahresabschlusses 2019 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (V-Nr. 2023/0202) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung einstimmig, der Vorlage zuzustimmen. Stadtv. Franke (Die Linke.) bittet um Klärung, wie die Mehrkosten für Leiharbeit in Höhe von 700.000 Euro zustande kommen. Die Beantwortung wird nachgereicht.
anlage 5
210 Zeichen
Punkt 17: Feststellung des Jahresabschlusses 2019 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (V-Nr. 2023/0202) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: SPD und Stadtv. Klett
anlage 1
77944 Zeichen
Testatsexemplar
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen
Darmstadt
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019
und Lagebericht für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum
31. Dezember 2019
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN
ABSCHLUSSPRÜFERS
Inhaltsverzeichnis Seite
LAGEBERICHT FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 2019 1....................................................................
Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019 1..............................
1.Bilanz zum 31. Dezember 2019 2..............................................................................................
2.Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2019 5...................................................
3.ANHANG FÜR DAS WIRTSCHAFTSJAHR 2019 7......................................................................
Entwicklung des Anlagevermögens 2019 19..............................................................................
Ermittlung des Arbeitsergebnisses gemäß § 12 WVO 23............................................................
Erfolgsübersicht nach Geschäftsbereichen 25..........................................................................
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS 1....................................
M4GenPDF V2.20
Anlage I
1
E I G E N B E T R I E B D A R M S T Ä D T E R W E R K S T Ä T T E N U N D
W O H N E I N R I C H T U N G E N , D A R M S T A D T
L A G E B E R I C H T F Ü R D A S W I R T S C H A F T S J A H R 2 0 19
Vorbemerkung
Nach § 26 Eigenbetriebsgesetz (EigBGes) mit Verweis auf § 289 Abs. 2 HGB ist mit dem Jah-
resabschluss ein Lagebericht aufzustellen, der nach § 27 EigBGes der Betriebskommission vor-
zulegen ist.
Gründung des Eigenbetriebs
Mit Wirkung vom 01.01.2005 wurden die bisherigen Betriebszweige „Darmstädter Werkstätten
für Behinderte“ und Wohneinrichtung „Kurt-Jahn-Anlage“ zu einem neu gegründeten Eigenbe-
trieb als Sondervermögen der Wissenschaftsstadt Darmstadt zusammengeführt.
Nach § 19 Hessische Gemeindeordnung hat die Gemeinde in den Grenzen ihrer Leistungsfähig-
keit die für ihre Einwohner erforderlichen wirtschaftlichen, sozialen, sportlichen und kulturellen
Einrichtungen bereitzustellen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt kommt dieser Aufgabe durch
den Betrieb der Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen nach.
Zweck und Aufgabe
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt verfolgt mit den Geschäftsbereichen des Eigenbetriebs
Werkstätten
• Werkstatt für Menschen mit Behinderung im Schreberweg 2 sowie
• Werkstatt für berufliche Rehabilitation im Heimstättenweg 99
Wohneinrichtungen
• Wohneinrichtung “Kurt-Jahn-Anlage“ sowie
• Betreutes Wohnen
ausschließlich und unmittelbar mildtätige Zwecke gemäß der Abgabenordnung.
Der gesamte EDW ist nach DIN EN ISO 9001:2015 zertifiziert.
Umweltschutz und Nachhaltigkeit
Der Eigebetrieb leistet durch den Bezug von Ökostrom ebenso wie im Bereich der selbst herge-
stellten Produkte, z. B. die umweltfreundliche und biologisch abbaubare Teeverpackung , einen
Beitrag zum aktiven Umweltschutz.
Die Mitarbeiter*innen unterstützen mit der Benutzung des Jobtickets und Fahrrädern den CO2
Ausstoß in der Stadt zu verringern. Seit 2021 wird die Mittagsverpflegung an Wochentagen ent-
sprechend der Vorgaben des Magistratsbeschlusses 0375 aus 2019 hinsichtlich des Anteiles
an Bio/Fair Trade/Regional umgesetzt.
Die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit sind fester Bestandteil der pädagogischen Ar-
beit.
Anlage I
2
Ertragslage
Der für das Wirtschaftsjahr 2019 geplante Jahresverlust von TEUR 701 wurde mit einem tat-
sächlichen Jahresverlust von TEUR 1.218 (davon Werkstätten TEUR -511 und Wohnungsein-
richtungen von TEUR -707) überschritten. Die Gründe hierfür liegen in der Verschiebung des
Abrufs einer für 2019 geplanten Kostenersatzerstattung in das Folgejahr, dem Rückgang der
Einnahmen aus Dienstleistungen und Produktion, einem leichten Rückgang der Werkstattbe-
schäftigten, einer zur Planaufstellung nicht in der Höhe absehbaren Tarifsteigerung im T VöD
sowie periodenfremde Aufwendungen.
Soll-/Ist-Vergleich Wirtschaftsplan 2019
Wirtschaftsplan Gewinn- und
Verlustrechnung Abweichung
Euro Euro Euro
Erträge
Umsatzerlöse 968.600,00 1.108.065,65 139.465,65
Sonstige betriebliche Erträge 9.268.200,00 8.405.141,13 -863.058,87
Bestandsveränderungen -500,00 3.146,08 3.646,08
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 9.900,00 63.847,55 53.947,55
Erträge aus Wertpapieren des Umlauf-
vermögens 0,00 0,00 0,00
Summe Erträge 10.246.200,00 9.580.200,41 -665.999,59
Aufwendungen
Materialaufwand
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Be-
triebsstoffe und für bezogene Waren 489.925,00 56.279,70 -433.645,30
Aufwendungen f. bezogene Leistungen 243.825,00 4.884,90 -238.940,10
Personalaufwand
Löhne und Gehälter 4.564.460,00 4.483.265,78 -81.194,22
Soziale Abgaben und Aufwendungen f.
Altersversorgung und f. Unterstützung 1.280.640,00 1.383.447,02 102.807,02
Löhne für Menschen mit Behinderung 3.420.100,00 3.353.491,78 -66.608,22
Übriger Personalaufwand 6.970,00 0,00 -6.970,00
Abschreibungen auf immaterielle Ver-
mögensgegenstände des Anlagevermö-
gens und Sachanlagen
318.308,33 245.908,74 -72.399,59
Sonstige betriebliche Aufwendungen 577.770,00 1.185.072,40 607.302,40
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 45.640,00 82.953,88 37.313,88
Sonstige Steuern 0,00 2.844,17 2.844,17
Summe Aufwendungen 10.947.638,33 10.798-148,37 -149.489,96
Jahresergebnis -701.438,33 -1.217.947,96 -516.509,63
Anlage I
3
Bei der Planung erfolgte eine von der Gewinn- und Verlustrechnung abweichende Zuordnung
der Konten zu den Aufwandsarten, die im Soll-Ist-Vergleich zu Verschiebungen zwischen den
Materialaufwendungen und den sonstigen betrieblichen Aufwendungen führen.
Entwicklung des Geschäftsbereichs Werkstätten:
Werkstätten Delta
2019 2018
Euro Euro Euro
1 Erlöse aus Kostensätzen 5.989.890,26 5.941.048,54 48.841,72
2 Umsatzerlöse 1.079.965,22 1.153.677,32 -73.712,10
3 Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 3.146,08 12.243,95 -9.097,87
4 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens 67.313,00 68.047,04 -734,04
5 Sonstige betriebliche Erträge 8.580,47 105.136,40 -96.555,93
6 Materialaufwand 61.018,45 61.379,89 -361,44
7 Personalaufwand 6.697.252,07 6.586.557,10 110.694,97
8 Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegen-
stände und Sachanlagen 193.210,01 212.865,80 -19.655,79
9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 702.735,18 665.244,76 37.490,42
10 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 48.394,93 45.137,94 3.256,99
11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 52.011,07 56.067,70 -4.056,63
12 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -508.936,82 -256.824,06 -252.112,76
13 Sonstige Steuern 2.328,25 1.858,25 470,00
14 Jahresgewinn -511.265,07 -258.682,31 -252.582,76
Die Werkstätten sind nach § 136 Abs. 1 SGB IX Einrichtungen zur Teilhabe und zur Eingliede-
rung in das Arbeitsleben, um den behinderten Menschen eine angemessene Berufliche Bildung
und eine Beschäftigung zu einem ihrer Leistung angemessenen Arbeitsentgelt anzubieten.
Der Geschäftsbereich Werkstätten hat das Berichtsjahr mit einem Jahresverlust von TEUR 511
(Vorjahresverlust TEUR 259) abgeschlossen. Hier fließen einerseits pauschale Kostensatzerhö-
hungen ein, andererseits werden diese durch den höheren Personalaufwand aufgebraucht, und
die übrigen Mehraufwendungen werden nicht durch entsprechende Umsatzerlöse aufgefangen.
Die wesentlichen Veränderungen der Erträge und Aufwendungen zum Vorjahr werden nachfol-
gend erläutert.
Die Kostenerstattungen durch den LWV haben sich leicht durch die Beschäftigung von 279 Per-
sonen (Vorjahr 284) reduziert. Die Finanzierung erfolgt hauptsächlich durch die Kostensätze
der überörtlichen Sozialhilfeträger (Rentenversicherungen oder Agentur für Arbeit und LWV).
Die Leistungen zur Eingliederung der Menschen mit Behinderungen und die Aufwendungen
sind in verschiedenen Leistungsgesetzen geregelt und im Rahmenvertrag vereinbart.
In den Jahren 2018 und 2019 waren in den Werkstätten folgende Plätze belegt:
2019 2018
30 31 Plätze im Eingangs- und Berufsbildungsbereich
222 227 Plätze im Arbeitsbereich
12 11 Plätze in der Tagesförderstätte
15 15 Außenarbeitsplätze
279 284 Werkstattbeschäftigte insgesamt
Anlage I
4
Die Leistungs- oder Kostensätze werden prospektiv gezahlt und betrugen für die Jahre 2018
und 2019 in EUR:
Hilfebedarfs - Tagesförderstätte Arbeitsbereich
Gruppe
(HBG) kalendertäglich kalendertäglich
Darstellung
in Euro 01.04.2019 2018 01.04.2019 2018
HBG 1 31,29 31,29 24,97 24,97
HBG 2 37,25 37,25 28,85 28,85
HBG 3 56,98 56,98 41,79 41,79
HBG 4 76,73 76,73 54,75 54,75
HBG 5 90,54 90,54 63,81 63,81
Die Umsatzerlöse im Arbeitsbereich lagen mit TEUR 1.080 unter dem Vorjahresniveau.
Die Umsatzerlöse entwickelten sich wie folgt:
2016: TEUR 1.065 2017: TEUR 1.102 2018: TEUR 1.154 2019: TEUR 1.080
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Spenden und Erträge aus Vermögensveräußerun-
gen enthalten. Im Vorjahr waren mit TEUR 98 einmalige periodenfremde Erträge aus der Aus-
buchung verjährter Verbindlichkeiten enthalten.
Die Personalaufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um TEUR 111 auf TEUR 6.697
erhöht.
Werkstätten 2019 2018 Veränderung
Aufwendungen für Tarifbeschäftigte 3.599.685,53 3.466.975,05 132.710,48
Aufwendungen für Werkstattbe-
schäftigte 3.097.566,54 3.119.582,05 -22.015,51
6.697.252,07 6.586.557,10 110.694,97
Die Personalkostensteigerung bei den Tarifbeschäftigten resultiert aus der Tariferhöhung zum
1. April 2019: Der Rückgang bei den Werkstattbeschäftigten ist durch die geringere Anzahl von
Beschäftigten bedingt.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 37 auf
TEUR 703 gestiegen. Der Anstieg resultiert aus der Preissteigerung bei den Unterhaltskosten
der Gebäude und technischen Einrichtungen sowie dem Abschluss einer Altersteilzeitvereinba-
rung mit Abfindungscharakter.
Anlage I
5
Entwicklung des Geschäftsbereichs Wohneinrichtungen
Wohnbereich Delta
2019 2018
Euro Euro Euro
1 Erlöse aus Kostensätzen 2.339.357,40 2.730.441,35 -391.083,95
2 Umsatzerlöse 28.100,43 18.315,63 9.784,80
3 Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 0,00 0,00 0,00
4 Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens 0,00 904,00 -904,00
5 Sonstige betriebliche Erträge 0,00 2.231,67 -2.231,67
6 Materialaufwand 146,15 378,55 -232,40
7 Personalaufwand 2.522.952,51 2.654.267,88 -131.315,37
8 Abschreibung auf immaterielle Vermögensgegenstände
und Sachanlagen
52.698,73 54.155,61 -1.456,88
9 Sonstige betriebliche Aufwendungen 482.337,22 408.694,72 73.642,50
10 Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 15.452,62 14.584,97 867,65
11 Zinsen und ähnliche Aufwendungen 30.942,81 22.111,14 8.831,67
12 Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -706.166,97 -373.130,28 -333.036,69
13 Sonstige Steuern 515,92 611,90 -95,98
14 Jahresverlust -706.682,89 -373.742,18 -332.940,71
Die Wohneinrichtungen „Kurt-Jahn-Anlage“ und das Betreute Wohnen bieten Menschen mit
überwiegend geistiger oder psychischer Behinderung die Möglichkeit, unter Anleitung von
Fachpersonal aus unterschiedlichen Berufsgruppen ein weitgehend eigenständiges Leben zu
führen.
Im stationären Wohnbereich stehen 63 Plätze und im Betreuten Wohnen 25 Plätzen für Men-
schen mit geistiger Behinderung zur Verfügung, die ihren Privatbereich selbst gestalten und
weitgehend nach eigenen Vorstellungen leben. Ein Verbleib bis zum Lebensende ist vorgese-
hen. Hierbei handelt es sich um die vom Landeswohlfahrtsverband genehmigten Plätze.
Im Jahr 2019 und in Vorjahren waren folgende Plätze belegt:
2019 2018 2017
Wohneinrichtung 59 58 63
Betreutes Wohnen 16 17 16
Wohneinrichtung insgesamt: 75 75 79
Der Bereich Wohneinrichtungen schloss im Berichtsjahr 2019 mit einem negativen Jahreser-
gebnis in Höhe von TEUR -707 (Vorjahr TEUR -374) ab.
Die Erlöse aus Kostensätzen lagen mit TEUR 2.339 unter dem Vorjahresniveau (TEUR 2.730).
Frei gewordene Wohnplätze in Doppelzimmern konnten nicht wieder belegt werden, da diese
nicht mehr bedarfsgerecht sind.
Anlage I
6
Die Kostensätze entwickelten sich in den Jahren 2019 und 2018 wie folgt in EUR:
Hilfebedarfs-
Gruppe (HBG)
Wohneinrichtung
Wohnbereich kalen-
dertäglich
Wohneinrichtung Ta-
gesstruktur kalender-
täglich
Darstellung in
EURO 2019 2018 2019 2018
HBG 1 59,48 59,48 8,75 8,75
HBG 2 67,68 67,68 12,50 12,50
HBG 3 95,05 95,05 25,03 25,03
HBG 4 122,40 122,40 37,52 37,52
HBG 5 141,57 141,57 46,28 46,28
Die Personalkosten sind zum Vorjahr (TEUR 2.654) um TEUR 131 auf TEUR 2.523 gesunken.
Wohneinrichtung 2019 2018 Veränderung
Aufwendungen für Tarifbeschäftigte 2.267.027,27 2.386.872,35 -119.845,08
Aufwendungen für Werkstattbe-
schäftigte 255.925,24 267.395,53 -11.470,29
2.522.952,21 2.654.267,88 -131.315,37
In der Position Zinsen sind mit TEUR 16 (Vorjahr TEUR 22) die Zinsen aus der Rückstellung
und den Verbindlichkeiten für Pensionen und Beihilfe, und mit TEUR 15 die Zinsen für aufge-
nommene Kredite enthalten.
Vermögens- und Finanzlage
Die Bilanzsumme des Eigenbetriebs ist um TEUR 812 auf TEUR 21.063 gestiegen.
Auf der Aktivseite erhöhte sich das Anlagevermögen um TEUR 1.137 auf TEUR 12.068 durch
die Investitionen (TEUR 1.397; davon entfallen die Anlagen im Bau auf den Neubau Kurt-Jahn-
Anlage TEUR 1.265), denen Abgänge und planmäßige Abschreibungen (TEUR 260) gegenüber-
stehen (siehe Anlagenspiegel).
Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind gegenüber dem Vorjahr um
TEUR 1.266 zurückgegangen. Davon haben die Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt
Darmstadt auf TEUR 4.445 (Vorjahr TEUR 5.535) abgenommen. Es wurde an die Stadt eine
kurzfristige Ausleihung im Rahmen des Cashpooling in Höhe von TEUR 4.400 (Vorjahr
TEUR 5.500) geleistet. Die Forderungen gegen die Eigenbetriebe (TEUR 1.101) haben sich um
TEUR 63 zum Vorjahr (TEUR 1.038) erhöht. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus der
Verzinsung der in Vorjahren von den Eigenbetrieben durch Personalwechsel übertragenen An-
sprüche aus Pensions- und Beihilfeverpflichtungen. Dagegen sind die Forderungen gegen Kos-
tenträger nach SGB um TEUR 319 gesunken. Die Differenz zum Vorjahr resultiert aus Zahlun-
gen von ausstehenden Rechnungen des Vorjahres. Die Forderungen aus Lieferungen und Leis-
tungen haben sich um TEUR 280 im Vergleich zum Vorjahr auf TEUR 554 erhöht. Die Position
der Wertpapiere hat sich im Berichtsjahr um TEUR 15 auf TEUR 253 zum Vorjahr (TEUR 238)
erhöht.
Anlage I
7
Die flüssigen Mittel haben sich zum Vorjahr (TEUR 1.116) um TEUR 919 erhöht auf
TEUR 2.035. Die Erhöhung resultiert aus der Teilrückzahlung der der Wissenschaftsstadt
Darmstadt gewährten kurzfristigen Ausleihung.
Die Passivseite hat sich wie folgt verändert: Das Eigenkapital vermindert sich um den Jahres-
verlust 2019 von TEUR 1.218 auf TEUR 14.141 (siehe Eigenkapitalspiegel im Anhang).
Der Sonderposten für Investitionen verringerte sich durch planmäßige Auflösungen um
TEUR 67 auf TEUR 1.200.
Die Rückstellungen für Pensionen sind um TEUR 175 auf TEUR 2.043 gestiegen. Die sonstigen
Rückstellungen sind um TEUR 45 höher als im Vorjahr. Diese Position beinhaltet die Rückstel-
lungen für Beihilfen, Urlaubsansprüche, Überstunden, sonstige Personalaufwendungen und die
Abschlusskosten. Wir verweisen auf den Rückstellungsspiegel im Anhang.
Die Verbindlichkeiten gegenüber den Kreditinstituten sind um TEUR 1.869 zum Vorjahr auf
TEUR 2.118 angestiegen. Es wurde über die Stadt- und Kreissparkasse Darmstadt, Darmstadt,
bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) ein zweckgebundenes Darlehen in Höhe von
TEUR 1.900 für den Bau der Kurt-Jahn-Anlage aufgenommen. Die in den sonstigen Verbindlich-
keiten enthaltenen Darlehen des LWV sind durch planmäßige Tilgungen um TEUR 20 auf
TEUR 114 zurückgegangen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind um TEUR 68, die Verbindlichkeiten
gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt und den Eigenbetrieben um TEUR 39 zum Vor-
jahr angestiegen. Die sonstigen Verbindlichkeiten sind um TEUR 80 im Vergleich zum Vorjahr
auf TEUR 424 gesunken.
Erläuterung zu den wesentlichen Abweichungen der Erträge und den Aufwendungen
Die wesentlichen Erträge im Jahr 2019 haben sich wie folgt entwickelt:
2019 2018
EUR EUR
Erlöse aus Kostensätzen 8.329.248 8.671.490
Umsatzerlöse 1.108.066 1.171.993
Bestandsveränderung +/- 3.146 12.244
Sonstige betriebliche Erträge 8.580 107.368
Die gesamten Erträge, einschließlich der Zinsen und der Erträge aus der Auflösung der Sonder-
posten, sind gegenüber dem Vorjahr um TEUR 512 gesunken. Überwiegend resultiert die Diffe-
renz aus den Erlösen aus Kostensätzen, den Umsatzerlösen und den sonstigen betrieblichen
Erträgen, in denen Im Vorjahr mit TEUR 98 einmalige periodenfremde Erträge aus der Ausbu-
chung verjährter Verbindlichkeiten enthalten waren.
Die Zahl der Beschäftigten lag hier um knapp 3 % unter der des Vorjahreszeitraums, im Wohn-
bereich wurden 2 Plätze weniger belegt.
Anlage I
8
Die wesentlichen Abweichungen bei den Aufwendungen sind wie folgt:
2019 2018
EUR EUR
Materialaufwand 61.165 61.758
Personalaufwand 9.220.205 9.240.825
Abschreibungen 245.909 267.021
Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.185.072 1.073.939
Die gesamten Aufwendungen einschließlich Zinsaufwendungen und sonstigen Steuern sind ge-
genüber dem Vorjahr um TEUR 74 gestiegen.
Die Veränderung der Personalaufwendungen gegenüber dem Vorjahr resultiert im Wesentlichen
aus den geringeren Aufwendungen für die Werkstattbeschäftigten. Die geringeren Löhne und
Gehälter wurden durch höhere Sozialabgaben mehr als überkompensiert.
Aufwendungen für Beamtenbezüge, Löhne und Gehälter
2019 2018
EUR EUR
Beamtenbezüge 150.724 140.104
Löhne und Gehälter 4.332.542 4.419.298
Löhne und Gehälter für Beschäftigte mit Behinde-
rungen 1.611.859 1.629.960
6.095.125 6.189.362
Aufwendungen für soziale Abgaben, für die Altersvorsorge und für die Unterstützung
2019 2018
EUR EUR
AG- Anteil ges. Sozialversicherung 871.165 805.295
Sozialaufwand für Beschäftigte mit Behinderungen 1.737.475 1.750.516
Beamtenversorgungsbezüge 2.033 3.499
Versorgungskassen 355.419 338.122
Veränderung Pensionsrückstellung 124.773 78.917
Veränderung Beihilferückstellung 3.246 30.648
Beiträge zur Berufsgenossenschaft 17.346 15.986
Aufwendungen für Unterstützung und Personalne-
benkosten 4.158 6.502
Veränderung Lebensarbeitszeitkonto 3.581 -37
Beihilfe an Versorgungsempfänger 5.884 22.015
3.125.080 3.051.463
Wesentliche Chancen und Risiken
Aufgrund der gemeinnützigen Tätigkeit des Eigenbetriebs steht die kontinuierliche Erweiterung
des Arbeitsangebots für Menschen mit Behinderung im Vordergrund sowie die Verbesserung
deren Teilhabe am Arbeitsleben. Demnach wird auch zukünftig an einer Ausweitung des Ange-
bots von Geschäftsfeldern gearbeitet, um noch mehr Möglichkeiten für den Einsatz von Men-
schen mit Behinderung zu schaffen.
Anlage I
9
Die wesentlichen Risiken betrafen nicht geplante Kostensteigerungen beim Bauvorhaben Pul-
verhäuserweg, die sich zwischenzeitlich durch die Fertigstellung der Baumaßnahme minimiert
haben, die mögliche Nichtzertifizierung nach DIN 9001 und AZAV, die zwischenzeitlich erfolgt
sind, der nicht kostendeckende Betrieb des Eigenbetriebs sowie der Fachkräftemangel. Weitere
Risiken bestehen bei verschiedenen betrieblichen Abläufen. Den identifizierten Risiken sind
Maßnahmen zugeordnet, wie z.B. die Akquisition von Neuaufträgen, Preisanpassungen der
Produkte sowie die Erhöhung des Anteils von Mitarbeitern ohne Qualifikation, um zum einen
deren Eintritt und zum anderen deren mögliche Auswirkungen zu minimieren.
Chancen bestehen in der organisatorischen Nähe des Eigenbetriebs zur Stadtverwaltung und
Stadtwirtschaft. Hierdurch entstehen gute Möglichkeiten, die Umsetzung des Bundesteilhabe-
gesetzes und der UN-Behindertenrechtskonvention voranzutreiben und damit eine inklusive
(Stadt-)Gesellschaft zu fördern und Teilhabe für Menschen mit Behinderungen zu verbessern.
Versicherungen
Versicherung Versicherungssumme
Euro
1. Haftpflichtversicherung inkl. Umwelthaftpflicht (Personen-,
Sach- und Vermögens-Drittschäden) unbegrenzt
2a. Eigenschadenversicherung 125.000,00
2b. Für Vertrauenspersonen des Magistrats, Stadtverordnete,
Ausschuss- und Betriebskommissionsmitglieder*innen zusätzlich 125.000,00
3. Strafrechtsschutzversicherung (inkl. Dienstreise-Rechtsschutz
und Verkehrsrechtschutz)
2.000.000,00
4. Sachversicherung "KRISTALL" (Feuer, Leitungswasser, Ein-
bruchdiebstahl Gebäude und Inhalt)
ohne
(jeweils aktueller
Neuwert)
Ausblick auf die folgenden Wirtschaftsjahre
Für das Wirtschaftsjahr 2020 ist mit einem Jahresverlust in Höhe von 1.480 TEUR zu rechnen.
Das Jahr 2021 wird voraussichtlich mit einem Verlust in Höhe von 311 TEUR abschließen. Die
für das Wirtschaftsjahr 2022 geplante weitere Reduzierung des Verlustes wird durch die Ausga-
bensteigerung aufgrund der massiv steigenden Energiepreise und steigender Personalkosten
aufgrund des Fachkräftemangels belastet werden. Um die Betreuungsleistungen im Wohnbe-
reich sicherzustellen, müssen Fachkräfte im Rahmen der Arbeitnehmerüberlassung eingesetzt
werden. Das führt zu Mehrkosten von ca. TEUR 700 im Jahr 2022. Gleichzeitig musste in dem
Zuge die Neu- und Wiederbelegung von Wohnplätzen gestoppt werden, um die Situation nicht
weiter zu verschärfen. Für die Wirtschaftsjahre 2022 bis 2026 sind in den Wirtschaftsplan
2023 kumulierte Verluste von insgesamt TEUR 12.660 eingestellt. Die in diesem Zeitraum ent-
stehende Liquiditätslücke soll durch Kreditaufnahmen gedeckt werden. Die im Wirtschaftsplan
Anlage I
10
2023 enthaltene Kreditaufnahme für das Wirtschaftsjahr 2022 wurde bislang noch nicht in An-
spruch genommen.
Als erste Maßnahme, diesen Trend zu stoppen, werden vom Landeswohlfahrtsverband für den
Bereich der Besonderen Wohnform höhere Kostensätze für die Zeit ab dem 01.02.2021 ge-
zahlt. Einhergehen müssen aber auch strukturelle und inhaltliche Veränderungen in allen Berei-
chen des Eigenbetriebes.
In beiden Werkstätten sind die Betreuungsplätze derzeit voll belegt. Es ist weiterhin mit stei-
gender Nachfrage vor allem von Menschen mit höherem Hilfebedarf zu rechnen. Dies erfordert
künftig eine starke Flexibilisierung und Individualisierung der Angebote.
Das erste Dezentralisierungsprojekt des Eigenbetriebes im Bereich der Besonderen Wohnform
im Pulverhäuserweg 48 wurde im Juni 2021 eröffnet. Weiterhin ist eine vergleichbare Wohnein-
richtung auf dem Gebiet der „Lincolnsiedlung“ geplant und befindet sich seit 2022 in der Um-
setzung. Diese beiden Maßnahmen führen zu einer Neustrukturierung des gesamten Wohnbe-
reiches inkl. der Vermarktung der vorhandenen Gebäude und Grundstücksflächen. So ist für
einen Teilbereich der Kurt-Jahn-Anlage ein Mietwohnungsneubau mit Flächen für die Nutzung
durch den Eigenbetrieb geplant.
Aktuell belegen die Besondere Wohnform überdurchschnittlich viele Bewohner*innen mit den
Hilfebedarfsgruppen 1 bis 3. Um die daraus resultierenden finanziellen Einbußen zu reduzie-
ren, muss in den kommenden Jahren der Ausbau des Betreuten Wohnens mit gleichzeitiger
Neubelegung in der Besonderen Wohnform mit Menschen der Hilfebedarfsgruppen 3 bis 5 for-
ciert werden.
Der Ausbruch Anfang 2020 der COVID 19 Pandemie führte von Mitte März 2020 bis Mitte Juni
2020 zu einer völligen Schließung des Werkstattbereiches mit anschließendem Teilbetrieb in
einem Schichtsystem. Gleichzeitig erfolgte in diesem Zeitraum eine Abschottung des Wohnbe-
reiches gemäß den gesetzlichen Vorgaben des Landes Hessen. Dies führte zu Einbußen bei den
Umsatzerlösen sowie Kostensteigerungen im Wohnbereich (Einhaltung der Hygienestandards,
erhöhter Personaleinsatz). Die Löhne der Beschäftigten wurden auf Grundlage der Finanzierung
durch den Landeswohlfahrtsverband sowie der Lohnausgleichsrücklage (Ertragsschwankungs-
rücklage) weitergezahlt. Kündigungen wurden keine ausgesprochen. Bis heute gelten Schutz-
konzepte, um die Teilhabeangebote in vollem Umfang wieder bereitstellen zu können. Das Auf-
tragsniveau vor der Pandemie konnte noch nicht wieder erreicht werden.
Der Landeswohlfahrtverband hat im Rahmen der Pandemie im Jahr 2020 zur Aufstockung der
Ertragsschwankungsrücklage TEUR 60 zusätzlich ausgezahlt. Die pandemiebedingten Mehr-
kosten 2020 wurden beim Landeswohlfahrtsverband zur Erstattung angemeldet. Die Mehrkos-
ten der vorzunehmenden Testungen im Bereich Wohnen und Werkstatt werden ebenfalls im
Rahmen der Bundesregelungen übernommen. Kurzarbeitergeld oder die „Novemberhilfen“
konnten nicht in Anspruch genommen werden. Der Betrieb wurde seit November 2020 in ei-
nem eigeschränkten Schichtbetrieb im Bereich der Werkstatt aufrechterhalten. Seit November
2021 wird wieder im Vollbetrieb gearbeitet. Durch die erstellten Hygienekonzepte in allen Be-
reichen des EDW kam es nur vereinzelt zu Corona Infektionen, die jedoch weder zur Quarantä-
neanordnung für die besondere Wohnform noch zur Schließung der Werkstätten führten.
Die durch die Schutzmaßnahmen reduzierten Dienstleistungs- und Produktionsleistungen
konnten nach Beendigung der Maßnahmen nicht wieder auf das Vorpandemieniveau gebracht
werden. In 2 Fällen haben größere Werkstattkunden Ihre Aufträge reduziert. Die Werkstätten
im EDW haben mit der Ausweitung von Akquisetätigkeiten reagiert, um neue Kund*innen und
Aufträge zu gewinnen.
Anlage I
11
Aufgrund des widerrechtlichen Überfalls Russland auf die Ukraine im Jahr 2022 kommt es zu
einer weiteren Verunsicherung der wirtschaftlichen Lage verbunden mit enormen Kostensteige-
rungen im Bereich der Energie. Zurzeit ist noch nicht klar, in welchen Größenordnungen diese
Kostensteigerungen beim EDW ankommen. Aktuell ist von einer Vervielfachung bei den Ener-
giekosten und damit auch einem enormen Anstieg der allgemeinen Kosten auszugehen. Blei-
ben russische Energieimporte weiterhin aus, werden hohe Energiepreise unsere wirtschaftliche
und gesellschaftliche Situation stark belasten. Ergebnisse von Gutachten deuten darauf hin,
dass die Energiepreise vor allem mittelfristig auf einem viel höheren Niveau als noch vor 2021
bleiben werden. Dies stellt unseren Eigenbetrieb, der seit Jahrzehnten vom günstigen Erdgas
profitiert hat, vor eine enorme Herausforderung mit nicht absehbaren Folgen.
Als weitere Folge der hohen Brennstoffpreise könnte sich auch der Trend hoher Strompreise in
Europa künftig fortsetzen. Auch unser Haushalt wird durch die steigenden Energiepreise und
den dadurch verursachten Preisanstieg bei Nahrungsmitteln und anderen Produkten stark be-
lastet.
Infolge dessen kommt der Bezahlbarkeit der Energieversorgung künftig eine noch größere Be-
deutung zu. Energie wird in den kommenden Jahren voraussichtlich deutlich teuer als in den
vergangenen Jahrzehnten. Hier ist eine sozial gerechte Ausgestaltung der Energieversorgung
vor steigenden Energiepreisen gefragt. Dies umfasst finanzielle Unterstützung über sozialpoliti-
sche Aktionen und die Unterstützung bei der Umsetzung von Energiesparmaßnahmen.
Wenn die Einnahmen nicht diesen zu erwartenden Kosten angepasst werden können, können
zumindest Betriebsteile nicht mehr durch eine städtische Einrichtung geführt werden.
Darmstadt, den 15. Mai 2023
Wolfram Cuntz
Betriebsleiter
Jahresabschluss für das Wirtschaftsjahr
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2019
M4PDFUtilities V1.10
1
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Bilanz zum 31. Dezember 2019
AKTIVSEITE
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Rechte und Werte 22.357,74 12.331,00
II. Sachanlagen
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten 9.867.172,50 10.038.233,00
2. Maschinen und maschinelle Anlagen 193.273,00 171.434,00
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 169.882,51 158.414,96
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 1.815.241,65 550.135,02
12.045.569,66 10.918.216,98
12.067.927,40 10.930.547,98
B. Umlaufvermögen
I. Vorräte
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 51.277,97 50.017,73
2. Fertige Erzeugnisse 98.244,43 95.098,35
149.522,40 145.116,08
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 554.007,48 273.585,17
2. Forderungen gegen Kostenträger nach SGB 428.542,37 747.441,06
3. Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt 4.444.571,69 5.535.207,35
4. Forderungen gegen Eigenbetriebe der Wissenschaftsstadt Darmstadt 1.101.471,54 1.038.007,62
5. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 3.910,04 0,00
6. Sonstige Vermögensgegenstände 22.694,81 227.265,62
6.555.197,93 7.821.506,82
III. Wertpapiere 253.256,85 237.767,81
IV. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 2.035.222,84 1.116.256,46
8.993.200,02 9.320.647,17
C. Rechnungsabgrenzungsposten 1.820,86 0,00
21.062.948,28 20.251.195,15
Treuhandvermögen 0,00 74.278,64
2
PASSIVSEITE
31.12.2019 31.12.2018
EUR EUR
A. Eigenkapital
I. Stammkapital 1.000.000,00 1.000.000,00
II. Rücklagen
Allgemeine Rücklagen 15.363.297,02 15.588.731,42
III. Verlustvortrag -1.004.366,68 -597.376,59
IV. Jahresverlust -1.217.947,96 -632.424,49
14.140.982,38 15.358.930,34
B. Sonderposten für Investitionen 1.200.359,00 1.267.672,00
C. Rückstellungen
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2.042.525,00 1.867.152,00
2. Sonstige Rückstellungen 812.287,71 767.507,22
2.854.812,71 2.634.659,22
D. Verbindlichkeiten
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 2.118.274,80 249.255,55
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 123.522,28 55.589,20
3. Verbindlichkeiten gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt 194.895,11 154.744,07
4. Verbindlichkeiten gegenüber Eigenbetrieben 5.617,46 7.236,26
5. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 0,00 18.219,55
6. Sonstige Verbindlichkeiten 424.484,54 504.616,57
davon aus Steuern EUR 72.015,45 (Vorjahr EUR 42.222,99)
davon im Rahmen der sozialen Sicherheit EUR 0,00
(Vorjahr EUR 40.963,00)
2.866.794,19 989.661,20
E. Passive Rechnungsabgrrenungsposten 0,00 272,39
21.062.948,28 20.251.195,15
Treuhandverbindlichkeit 0,00 74.278,64
3
2019 Vorjahr
EUR EUR
1. Erlöse aus Kostensätzen 8.329.247,66 8.671.489,89
2. Umsatzerlöse 1.108.065,65 1.171.992,95
3. Erhöhung des Bestands an fertigen Erzeugnissen 3.146,08 12.243,95
4. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionen 67.313,00 68.951,04
5. Sonstige betriebliche Erträge 8.580,47 107.368,07
9.516.352,86 10.032.045,90
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 56.279,70 48.765,09
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.884,90 12.993,35
61.164,60 61.758,44
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.483.265,78 4.559.402,14
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 1.383.447,02 1.294.445,26
davon für Altersversorgung EUR 480.192,64 (Vorjahr EUR 417.039,35)
c) Aufwendungen für Werkstattbeschäftigte (Menschen mit Behinderung) 3.353.491,78 3.386.977,58
9.220.204,58 9.240.824,98
8. Abschreibung auf immaterierelle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 245.908,74 267.021,41
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.185.072,40 1.073.939,48
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.847,55 59.722,91
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 55.720,60
(Vorjahr EUR 60.815,95) 82.953,88 78.178,84
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.215.103,79 -629.954,34
13. Sonstige Steuern 2.844,17 2.470,15
14. Jahresverlust -1.217.947,96 -632.424,49
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019
Gewinn- und Verlustrechnung für das Wirtschaftsjahr 2019
5
Anlage II
7
E I G E N B E T R I E B D A R M S T Ä D T E R W E R K S T Ä T T E N U N D
W O H N E I N R I C H T U N G E N, D A R M S T A D T
A N H A N G F Ü R D A S W I R T S C H A F T S J A H R 2 0 19
A. Allgemeine Angaben zum Jahresabschluss
Der Jahresabschluss des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen zum
31. Dezember 2019 wird gemäß § 22 EigBGes nach den Vorschriften des Eigenbetriebsgesetzes
(EigBGes) in Verbindung mit den Rechnungslegungsvorschriften für große Kapitalgesellschaften
in den aktuellen Fassungen aufgestellt.
Der Ansatz und die Bewertung der Aktiva und Passiva erfolgen nach den für alle Kaufleu te
geltenden Grundsätzen der §§ 238 bis 256a HGB sowie den ergänzenden Vorschriften für
Kapitalgesellschaften gemäß den §§ 264 bis 288 HGB. Bei der Gliederung der Bilanz und der
Gewinn- und Verlustrechnung wurden Formblätter für den Jahresabschluss der Eigenbetriebe
beachtet, die durch eine Verordnung zum EigBGes Hessen bestimmt wurden. Das
Gliederungsschema der Gewinn- und Verlustrechnung wurde gemäß § 24 Abs1 EigBGes um eine
Anpassung der Postenbezeichnungen erweitert, um die Erlöse aus Kostensätzen zur Förderung
der beruflichen Teilhabe von Mitarbeiter*innen mit Behinderungen transparent darzustellen.
Wirtschaftsjahr ist das Kalenderjahr.
Soweit Berichtspflichten wahlweise in der Bilanz, der Gewinn - und Verlustrechnung oder im
Anhang erfüllt werden können, wurden die Angaben weitestgehend in den Anhang aufgenommen.
Der Eigenbetrieb dient ausschließlich und unm ittelbar mildtätigen Zwecken im Sinne der
§§ 51 ff. AO und ist daher steuerbefreit. Einer Bilanzierung von latenten Steuern kommt daher
keine Bedeutung zu.
B. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden
Die Bilanzierungs - und Bewertungsmethoden sind gegenüber dem Vorjahr unverändert
geblieben.
Bei der Bewertung der einzelnen Positionen werden die folgenden Grundsätze angewendet:
1. Immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen sind mit Anschaffungskosten
(Rechnungspreise zuzüglich Nebenkosten abzügli ch Skonti) und, soweit abnutzbar,
vermindert um die linearen planmäßigen Abschreibungen, mit wirtschaftlichen
Nutzungsdauer zwischen drei und 50 Jahren, bewertet . Bei dauernder Wertminderung
wird außerplanmäßig auf den niedrigeren beizulegenden Wert abgesc hrieben. Bei einem
Wegfall der Gründe werden erforderlichenfalls Zuschreibungen vorgenommen.
Geringwertige Anlagegüter von EUR 250,00 bis EUR 1.000,00 werden in einem
Sammelposten erfasst und über fünf Jahre linear abgeschrieben.
2. Die in den Vorräten enthaltenen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Anschaffungskosten
bewertet. Das strenge Niederstwertprinzip wird beachtet.
Die fertigen Erzeugnisse sind zu Herstellungskosten bilanziert. Die Herstellungskosten
umfassen neben den Einzelkosten auch Mat erial- und Fertigungsgemeinkosten sowie
planmäßige Abschreibungen. Gemeinkosten und Abschreibungen sind auf Basis der bei
Anlage II
8
normaler Beschäftigung und unter wirtschaftlichen Bedingungen anfallender Kosten
ermittelt. Zinsen auf Fremdkapital und Verwaltungskos ten werden nicht in die
Herstellungskosten einbezogen.
3. Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände, mit Ausnahme der Forderungen
gegen die Wissenschaftsst adt Darmstadt und andere Eigenbetriebe der
Wissenschaftsstadt Darmstadt aus der Übernahme der Verpflichtungen für Pensionen und
Beihilfen für Beamte, die mit dem Barwert bilanziert sind, werden mit dem Nennwert oder
dem am Bilanzstichtag beizulegenden niedrigeren Wert angesetzt. Bei Forderungen, deren
Einbringlichkeit mit erkennbaren Risiken behafte t sind, werden angemessene
Wertabschläge vorgenommen; uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
4. Die Wertpapiere des Umlaufvermögens werden mit den Anschaffungskosten (Kaufpreis
zuzüglich Kaufnebenkosten abzüglich Preisminderungen (§ 253 Abs. 1 Satz 1
i.V.m. § 255 Abs. 1 HGB)) bzw. mit dem niedrigeren beizulegenden Wert bilanziert
(§ 253 Abs. 4 HGB).
5. Die Bewertung der Kassenbestände so wie der Guthaben bei Kreditinstituten erfolgt zu
Nominalwerten.
6. Als aktive Rechnungsabgrenzungsposten sind Ausgaben vor dem Abschlussstichtag
angesetzt, soweit sie Aufwendungen für eine n bestimmten Zeitraum nach diesem
Zeitpunkt darstellen.
7. Das Stammkapital wird zum Nennwert bilanziert.
8. Erhaltene Investitionszuschüsse werden nach § 23 Abs. 3 EigBGes in den Sonderposten
für Investitionszuschüsse eingestellt und entsprechend der betriebsgewöhnlichen
Nutzungsdauer der bezuschussten Vermögensgegenstände über die sonstigen
betrieblichen Erträge aufgelöst.
9. Die Bewertung der Pensionsrückstellungen und ähnlichen Verpflichtungen erfolgt mit dem
Erfüllungsbetrag, der nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt wurde.
Die Ermittlung der Pensionsverpflichtung erfolgte nach dem
versicherungsmathematischen Anwartschaftsbarwertverfahren unter Verwendung der
Richttafeln 2018 G von Klaus Heubeck.
Das Ruhegeld wird mit Ruhestandseintritt (zwischen dem 65. und dem 67. Lebensjahr)
gemäß § 33 Abs. 1 und 3 HBG oder bei vorzeitiger Invalidität gezahlt.
Die Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussi chtlichen Dynamik der Bezüge der
Aktiven von 2 % und einer voraussichtlichen Rentendynamik von 2 % und ohne die
Berücksichtigung einer Fluktuationsrate.
Die Abzinsung der Pensions verpflichtung erfolgte nach 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal
mit dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit
von fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der
Deutschen Bundesbank verbindlich festgesetzte und veröffentlichte auf Basis des 10 -
Jahres-Durchschnittszins für Dezember 2019 von 2,71 % (Vorjahr 3,21 %) zugrunde.
Bei einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr wurde keine Abzinsung vorgenommen.
Der Eigenbetrieb hat für Pensionen un d ähnliche Verpflichtungen TEUR 2.043
zurückgestellt. Die Entwicklung der Pensionsrückstellung ist im Rückstellungsspiegel
dargestellt. Der Zinsaufwand beträgt TEUR 51.
Anlage II
9
Der Unterschiedsbetrag zwischen der Verzinsung auf der Basis des 7 -Jahres-
Durchschnittszins und der Basis des 10 -Jahres-Durchschnittszins beträgt TEUR 257
(Vorjahr TEUR 289). Der Betrag ist ausschüttungsgesperrt, sofern nicht ausreichend freie
Rücklagen vorhanden sind.
Bei der Ermittlung der Beihilferückstellung wurde ebenfalls das
versicherungsmathematische Anwartschaftsbarwertverfahren angewendet. Die
voraussichtliche Dynamik der Kosten der Beihilfeleistungen wurde mit 2 % berücksichtigt.
Die Fluktuationsrate wurde mit 0 % angenommen.
Die Abzinsung der Beihilfeverpflichtung erfolgte nach 253 Abs. 2 Satz 2 HGB pauschal mit
dem durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von
fünfzehn Jahren ergibt (Vereinfachungsregelung). Der Bewertung liegt der von der
Deutschen Bundesbank verb indlich festgesetzte und veröffentlichte auf Basis des 7 -
Jahres-Durchschnittszins für Dezember 2019 von 1,97 % (Vorjahr 2,32 %) zugrunde.
Die Ermittlung der Rückstellung für Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen erfolgte
nach der Stellungnahme des H auptfachausschusses des Instituts der Wirtschaftsprüfer
vom 19.06.2013 – IDW RS HFA 3. Die Rückstellungen betreffen nur für genehmigte Anträge
auf Altersteilzeit . Die Aufstockungsbeträge für die abgeschlossenen
Altersteilzeitvereinbarungen wurden als solch e mit Abfindungscharakter klassifiziert. Die
Berechnung erfolgte unter Annahme einer voraussichtlichen Dynamik der Bezüge der
Berechtigten von 2 %. Als biometrische Rechengrundlage wurden die Richttafeln 2018 G
von Klaus Heubeck verwendet.
Die Abzinsung der Verpflichtungen aus Altersteilzeitregelungen erfolgte aus Basis des 7 -
Jahres-Durchschnittszins nach S 253 Abs. 2. S. 2 HGB pauschal mit dem
durchschnittlichen Marktzinssatz, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von
fünfzehn Jahren erg ibt (Vereinfachungsregelung).Der Bewertung liegt der von der
Deutschen Bundesbank für Dezember 2019 verbindlich festgesetzte und veröffentliche
Zinssatz von 1,97 % zugrunde.
10 Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und unge wissen
Verbindlichkeiten. Der Ansatz erfolgt in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer
Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags (§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).
Bei den sonstigen Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden
künftige P reis- und Kostensteigerungen mitberücksichtigt und eine Abzinsung auf den
Bilanzstichtag vorgenommen. Als Abzinsungssätze werden die den Restlaufzeiten der
Rückstellungen entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen
sieben Wirtschaftsja hre verwendet, wie sie von der Deutschen Bundesbank gemäß
Rückstellungsabzinsungsverordnung monatlich ermittelt und bekanntgegeben werden.
11 Verbindlichkeiten werden mit ihrem Erfüllungsbetrag bilanziert
(§ 253 Abs. 1 Satz 2 HGB).
10. Als passive Rechnungsabgrenzungsposten sind Einnahmen vor dem Abschlussstichtag
angesetzt, soweit sie Erträge für einen bestimmten Zeitraum nach diesem Zeitpunkt
darstellen.
Anlage II
10
C. Erläuterungen zum Jahresabschluss
I. Erläuterung der Bilanz
Anlagevermögen
Die Aufgliederung der in der Bilanz ausgewiesenen Anlagepositionen und ihre Entwicklung im
Wirtschaftsjahr sind im Anlagenspiegel dargestellt, der als Anlage zum Anhang beigefügt ist.
Die Zugänge zu den immateriellen Vermögensgegenständen sind mit TEUR 12 und die zu den
Sachanlagen sind mit TEUR 1.385 zu beziffern. Die wesentlichen Zugänge betreffen den Neubau
der Wohneinrichtung im Pulverhäuserweg mit TEUR 1.265, eine Spritzgie ßmaschine mit
TEUR 60 und einen Ford Transit Kombi mit TEUR 38.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind überwiegend Forderungen an
Firmenkunden für Dienstleistungen der Werkstattbeschäftigten im Arbeitsbereich enthalten.
Die Forderungen gegen Kostenträger betreffen im Wesentlichen die Erlöse aus Kostensätzen
nach Bedarfsgruppen, Sozialversicherungsanteile Bund/Land und die Erstattung von
Fahrtkosten.
Die Forderungen gegen die Wissenschaftsstadt Darmstadt und anderen Eigenbetriebe beinhalten
mit TEUR 1.102 (Vorjahr TEUR 1.040) Forderungen aus der Übernahme der Verpflichtung für
Pensionen und Beihilfen für Beamt*innen, davon entfallen TEUR 9 (Vorjahr TEUR 8) auf die Stadt
und TEUR 1.093 (Vorjahr TEUR 1.032) auf zwei Eigenbetriebe. Diese Forderungen haben eine
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und werden mit 6 % p.a. (Pensionen) bzw. 5,5 % p.a.
(Beihilfen) verzinst. Der Anstieg im Vergleich zum Vorjahr resultiert ausschließlich aus der
Aufzinsung.
Des Weiteren hat der Eigenbetrieb eine Forderung gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt
durch eine kurzfristige Ausleihung in Höhe von TEUR 4.400 (Vorjahr TEUR 5.500) und
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Forderungen in Höhe von TEUR 36
(Vorjahr TEUR 27).
In den sonstigen Vermögensgegenständen (TEUR 23), die wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von
bis zu einem Jahr haben, sind mit TEUR 7 (Vorjahr TEUR 215) debitorische Kreditoren enthalten.
Wertpapiere
Die Wertpapiere , im Bericht sjahr TEUR 253 (Vorjahr TEUR 238), betreffen einen
Investmentfonds, in dem die Mittel der Mittelmeier Stiftung angelegt sind.
Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten
Die liquiden Mittel beinhalten neben dem Kassenbestand von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 7) das
Guthaben bei der Sparkasse Darmstadt von TEUR 226 (Vorjahr TEUR 1.109) und die
unterjährige Geldanlage bei der VW-Bank von TEUR 1.800.
Anlage II
11
Eigenkapital
Das Stammkapital des Eigenbetriebs beträgt TEUR 1.000.
Das Eigenkapital verringert sich durch den Jahresverlust in Höhe von TEUR 1.218 (Vorjahr TEUR
632) im Vergleich zum Vorjahr.
Es wurde eine Umgliederun g in Höhe von TEUR -225 nach § 11 EigBGes (Ausgleich des
Verlustvortrag enthaltenen Jahresverlusts 2014 durch Entnahme aus der Allgemeine Rücklage)
durchgeführt. Dadurch verringert sich die Position Verlustvortrag und die Position der
allgemeinen Rücklage wird niedriger.
Die Entwicklung des Eigenkapitals im Berichtsjahr stellt sich wie folgt dar:
Stand Umgliederung
Verlustver-
rechnung gem.
§11(6)
EigBGes für
2014
Jahresverlust Stand
01.01.2019 2019 2019 2019 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
Stammkapital 1.000.000,00 0,00 0,00 0,00 1.000.000,00
Kapitalrücklagen
Allgemeine Rücklage 11.658.175,93 0,00 -225.434,40 0,00 11.432.741,53
Entschuldungshilfe 17.324,44 0,00 0,00 0,00 17.324,44
11.675.500,37 0,00 -225.434,40 0,00 11.450.065,97
Zweckgebundene Rücklagen 3.913.231,05 0,00 0,00 0,00 3.913.231,05
15.588.731,42 0,00 -225.434,40 0,00 15.363.297,02
Verlustvortrag -597.376,59 -632.424,49 225.434,40 0,00 -1.004.366,68
Jahresverlust -632.424,49 632.424,49 0,00 -1.217.947,96 -1. 217.947,96
15.358.930,34 0,00 0,00 -1.217.947,96 14.140.982,38
Sonderposten für Investitionen
Der Sonderposten für Investitionen beinhaltet Zuschüsse vom Land Hessen für Baumaßnahmen
in den besonderen Wohnformen . Der Sonderposten von privaten Personen und Unternehmen
besteht aus Spenden für Sportgeräte, die neu angeschafft wurden. Alle Sonderposten werden
über die Laufzeit der Anlagegüter abgeschrieben.
Darstellung in
Euro
Stand
01.01.2019
Zugang
2019
Umgliederung
2019
Abgang/
Auflösung 2019
Stand
31.12.2019
SoPo vom Land 1.259.653,00 0,00 0,00 66.079,00 1.193.574,00
SoPo priv.
Unternehmen 8.019,00 0,00 0,00 1.234,00 6.785,00
1.267.672,00 0,00 0,00 67.313,00 1.200.359,00
Anlage II
12
Rückstellungen
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Konto Bezeichnung Stand
01.01.2019 Verbrauch Auf-/
Abzinsung Auflösung Zuführung Stand
31.12.2019
3700010 Rü f. Pensionen und
andere Verpfl. 1.867.152,00 15.437,96 50.599,82 0,00 140.211,14 2.042.525,00
Summe 1.867.152,00 15.437,96 50.599,82 0,00 140.211,14 2.042.525,00
Personalrückstellungen
3901000 Überstunden 300.686,50 300.686,50 0,00 0,00 252.558,67 252.558,67
3902000 Urlaubsansprüche 43.698,85 43.698,85 0,00 0,00 47.041,76 47.041,76
3904010 Beihilfen 259.938,00 8.225,48 5.120,78 0,00 11.471,70 268.305,00
3904020 ATZ 0,00 0,00 0,00 0,00 17.699,00 17.699,00
3909030 sonst. Personal-
aufwendungen 108.385,37 90.539,13 0,00 0,00 97.434,91 115.281,15
davon Lebensarbeitszeitkonto 17.846,24 0,00 0,00 0,00 3.580,69 21.426,93
Leistungsentgelte 2018 90.539,13 90.539,13 0,00 0,00 0,00 0,00
Leistungsentgelte 2019 0,00 0,00 0,00 0,00 93.854,22 93.854,22
Summe 712.708,72 443.149,96 5.120,78 0,00 425.206,04 700.885,58
3990000 Rü für sonstige Auf-
wendungen (GBA) 14.830,50 14.830,50 0,00 0,00 20.593,13 20.593,13
3994000/
3994100
Rü für
Abschlusskosten 39.968,00 1.504,00 0,00 0,00 52.345,00 90.809,00
davon Abschluss 2017 21.468,00 764,00 0,00 0,00 27.345,00 48.049,00
Abschluss 2018 18.500,00 740,00 0,00 0,00 11.500,00 29.260,00
Abschluss 2019 0,00 0,00 0,00 0,00 13.500,00 13.500,00
Gesamtsumme 2.634.659,22 474.922,42 55.720,60 0,00 639.355,31 2.854.812,71
Verbindlichkeiten
Die Verb indlichkeiten gegenüber Kreditinstituten beinhalten ausschließlich Darlehen, die
planmäßig getilgt werden.
Die Verbindlichkeiten gegenüber der Wissenschaftsstadt Darmstadt resultieren im Wesentlichen
aus Verpflichtungen durch Personalwechsel von TEUR 164 (Vorjahr TEUR 155). In den sonstigen
Verbindlichkeiten sind Darl ehen des LWV in Höhe von TEUR 114 (Vorjahr TEUR 134) und
Durchlaufende Posten von Löhnen und Gehälter, die sich unterjährig verändern, enthalten.
Die Restlaufzeit der Darlehen und der übrigen Verbindlichkeiten sind aus der nachfolgenden
Tabelle ersichtlich.
Anlage II
13
Alle anderen Verbindlichkeiten sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.
Darstellung in Euro Gesamtbetrag
31.12.2019
Restlaufzeit bis
zu einem Jahr
Restlaufzeit
über einem
Jahr
Restlaufzeit mehr
als fünf Jahre
Verbindlichkeiten
gegenüber
Kreditinstituten
2.118.274,80
(249.255,55)
672.575,06
(45.679,66)
1.445.699,74
(203.575,89)
44.988,09
(73.076,75)
Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und
Leistungen
123.522,28
(55.589,20)
123.522,28
(55.589,20)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
gegenüber der
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
194.895,11
(154.744,07)
40.151,04
(8.637,29)
154.744,07
(146.106,76)
0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
gegenüber anderen
Eigenbetrieben der
Wissenschaftsstadt
Darmstadt
5.617,46
(7.236,26)
5.617,46
(7.236,26)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Verbindlichkeiten
gegenüber
verbundenen
Unternehmen
0,00
(18.219,55)
0,00
(18.219,55)
0,00
(0,00)
0,00
(0,00)
Sonstige
Verbindlichkeiten
424.484,54
(504.616,57)
339.310,59
(400.520,60)
85.173,95
(104.095,97)
43.937,15
(52.410,47)
Summe 2.866.794,19
(989.661,20)
1.181.176,43
(535.882,56)
1.685.617,76
(453.778,64)
88.925,24
(125.487,22)
Treuhandvermögen und Treuhandverbindlichkeiten
Das bis zum Vorjahr unter der Bilanz ausgewiesene Treuhandvermögen (T EUR 74), dem in
gleicher Höhe Treuhandverbindlichkeiten gegenüberst anden, bestand aus dem Taschen - und
Kleidergeld der Bewohner*innen der Kurt-Jahn-Anlage, das treuhänderisch von dem Eigenbetrieb
verwaltet wurde. Aufgrund der Änderung des Bundesteilhabegesetzes nachdem die Menschen
mit Behinderungen in stationären Einrichtungen ab dem 1. Januar 2020 kein Taschengeld und
kein Bekleidungsgeld mehr erhalten , da diese in die Grundsicherung überführt wurden, wurde
das vorhandene Treuhandvermögen in Höhe von TEUR 70 zum Jahresende auf die von den
Betreuern neu eingerichteten Girokonten der einzelnen Bewohner*innen der Kurt-Jahn-Anlage
überwiesen.
II. Erläuterung der Gewinn- und Verlustrechnung
Die Erlöse aus Kostensätzen von TEUR 8.329 (Vorjahr TEUR 8.671) beinhalten die nach SGB
abgerechneten Leistungssatzeinnahmen, die auf der Grundlage von Vergütungsvereinbarungen
nach § 75 ff SGB XII mit dem LWV erzielt wurden.
In den Umsatzerlösen von TEUR 1.108 (Vorjahr TEUR 1.172) sind überwiegend die
Werkstatterlöse und Umsätze aus diversen Dienstleistungen (TEUR 746; Vorjahr TEUR 890),
z. B. Aktenvernichtung, Vermietungen und Grabpflege enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 9 (Vorjahr TEUR 107) setzen sich überwiegend
aus Erträgen von Spenden, Nachlässen und Schenkungen zusammen.
Anlage II
14
Im Wirtschaftsjahr wird eine Bestandserhöhung der Vorräte von TEUR 3 (Vorjahr TEUR 12)
ausgewiesen. Die Bestandserhöhung resultiert aus der Vorratsproduktion von
Dübelverschlussstopfen.
In der Position Materialaufwand von TEUR 61 (Vorjahr TEUR 62) sind unter anderem
Materialien, Transport- und Verpackungskosten zur Ausübung der Dienstleistungen,
Lebensmittel und Handelswaren für den Verkauf enthalten.
Der Personalaufwand in Höhe von TEUR 9.220 (Vorjahr TEUR 9.241) setzt sich aus den
Löhnen und den Gehältern von TEUR 4.483 (Vorjahr TEUR 4.559), aus den Sozialabgaben und
den Aufwendungen für die Altersversorgung von TEUR 1.383 (Vorjahr TEUR 1.294) sowie aus
den Aufwendungen für die Werkstattbeschäftigten mit Behinderung von TEUR 3.353 (Vorjahr
TEUR 3.387) zusammen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen von TEUR 1.185 (Vorjahr TEUR 1.074) beinhalten
hauptsächlich die Verwaltungskostenbeiträge an die Stadt, Energie-, Kommunikationskosten,
Versicherungen und Beratung. Periodenfremde Aufwendungen sind mit TEUR 83 enthalten.
III. Ergänzende Angaben
Sonstige finanzielle Verpflichtungen
Im Rahmen des Bauvorhabens Pulverhäuserweg mit Baubeginn am 3. Dezember 2018 wurden
in 2019 Aufträge in Höhe von TEUR 821 erteilt.
Aus Leasingverträgen für EDV-Geräte bestehen finanzielle Verpflichtungen in Höhe von
TEUR 40 (Vorjahr TEUR 22).
Aufgrund der Mitgliedschaft in der Zusatzversorgungskasse Darmstadt besteht eine mittelbare
Pensionsverpflichtung, die aufgrund der Ausübung des Passivierungswahlrechts nach
Art. 28. Abs. 1 EGHGB nicht in der Bilanz ausgewiesen ist. Gemäß Art. 28
Abs. 1 Satz 2 EGHGB hat der Eigenbetrieb diese mittelbaren Verpflichtungen im
Jahresabschluss nicht passiviert.
Die Beiträge zur Zusatzversicherung werden für alle Tarifbeschäftigten entrichtet.
Versicherungsfrei sind lediglich
• kurzfristig Beschäftigte nach § 8 Abs. 1 SGB IV
• Beschäftigte vor Vollendung des 17. Lebensjahres und
• Beschäftigte, die die Wartezeit von 60 Beitragsmonaten bis zum Rentenbeitritt nicht
mehr erfüllen können.
Die Versorgungszusage regelt sich nach § 18 TV V bzw. nach dem Altersvorsorge TV-
Kommunal (ATV K)
Der derzeitige Umlagesatz beträgt 6,20 %, wobei 5,70 % vom Arbeitgeber und 0,50 % von den
Beschäftigten getragen werden. Zusätzlich führt der Arbeitgeber zur Sicherung der
Rentenauszahlung ein steuerfreies Sanierungsgeld von derzeit unverändert 2,30 % ab. Für
2019 beträgt die Summe der umlagepflichtigen Löhne und Gehälter EUR 4.275.589,95.
Abschlussprüferhonorar
Das vom Abschlussprüfer für das Wirtschaftsjahr 2019 berechnete Gesamthonorar beträgt
TEUR 18. Das Honorar entfällt hauptsächlich auf Abschlussprüfungsleistungen.
Anlage II
15
Personalstand
Die Auswertung der durchschnittlichen Anzahl der Mitarbeitenden wurde auf Basis der Köpfe
zum 31.12.2019 durchgeführt, da eine Auswertung nach Vollzeitäquivalenten jeweils
stichtagsbezogen zum 30.06.2019 durchgeführt wird.
Die Zahl der Mitarbeiter/innen ohne die Betriebsleitung betrug im Jahresdurchschnitt
insgesamt 119 Personen. Diese verteilen sich auf den Bereich Werkstätten mit 56 (Vorjahr 56)
Personen, auf den Bereich Wohnen mit 53 (Vorjahr 54) Personen und 10 (Vorjahr 10) Personen
im Bereich zentrale Verwaltung.
Werkstättenverordnung
Nach § 12 Werkstättenverordnung ist der Eigenbetrieb verpflichtet für den Geschäftsbereich
Werkstätten das Arbeitsergebnis zu ermitteln und die Verwendung des Arbeitsergebnisses
festzulegen (vgl. Anlage 2 zum Anhang).
Sonstige Pflichtangaben
Nicht zu marktüblichen Bedingungen zustande gekommene Geschäfte mit nahestehenden
Unternehmen und Personen nach § 285 Nr. 21 HGB bestanden im Wirtschaftsjahr 2019 nicht.
Vorschlag der Betriebsleitung für die Behandlung des Jahresergebnisses.
Das Jahresergebnis soll wie folgt verwendet werden:
Vortrag auf neue Rechnung gem. § 11 Abs. 6 Satz 2 EigBGes (EUR – 1.217.947,96).
Vorschlag der Betriebsleitung für die Behandlung des Jahresergebnisses aus 201 4
Die Entnahme des im Verlustvortrag enthaltenen Jahresverlusts aus der allgemeinen Rücklage
des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohnungseinrichtungen
(§ 11 Abs. 6 Satz 3 EigBGes) für das Jahr 2014 (EUR -225.434,40) soll im Jahresabschluss
2019 durchgeführt werden
Betriebsleitung
Im Wirtschaftsjahr gehörten der Betriebsleitung an:
Herr Wolfram Cuntz, Diplom-Sozialarbeiter
Bezüge der Betriebskommission und der Betriebsleitung
Die Bezüge der Betriebsleitung betrugen im Wirtschaftsjahr TEUR 72. Ehemalige Mitglieder der
Betriebsleitung erhielten im Wirtschaftsjahr Bezüge (Pensionen) in Höhe von TEUR 90. Zum
31. Dezember 2019 bestanden für ehemalige Mitglieder der Betriebsleitung
Pensionsrückstellungen in Höhe von TEUR 1.494. Die Betriebskommission hat im Berichtsjahr
keine Bezüge erhalten.
Anlage II
16
Mitglieder der Betriebskommission im Berichtsjahr 2019:
Frau Stadträtin Barbara Akdeniz, Vorsitzende der Betriebskommission
Herr Stadtkämmerer André Schellenberg
Herr Stadtrat Gerhard Busch
Herr Stadtverordneter Axel Eppich
Herr Stadtverordneter Alexander Schleith
Herr Stadtverordneter Philip Krämer
Frau Stadtverordnete Sabine Heilmann
Herr Stadtverordneter Karl-Heinz Böck
Frau Personalrätin Inge Egner
Frau Personalrätin Melanie Mohr
Herr Florian Sitzmann, Sportler und Buchautor
Herr Dr. med. Ernst-Ullrich Vorbach, Psychiater
Herr Gerd Wieber, Betriebswirt, Prokurist der HEAG Holding AG (als
wirtschaftlich besonders erfahrene Person gem. § 6 Abs. 3 EigBGes)
Im Berichtsjahr fanden 4 Sitzungen der Betriebskommission statt.
Nachtragsbericht
Der Ausbruch der COVID 19 Pandemie Anfang 2020 führte von Mitte März 2020 bis Mitte Juni
2020 zu einer vollständigen Schließung des Werkstattbereiches mit anschließendem
Teilbetrieb in einem Schichtsystem. Gleichzeitig erfolgte in diesem Zeitraum eine Absc hottung
des Wohnbereiches gemäß den gesetzlichen Vorgaben des Landes Hessen. Dies führte zu
Einbußen bei den Umsatzerlösen sowie Kostensteigerungen im Wohnbereich (Einhaltung der
Hygienestandards, erhöhter Personaleinsatz). Die Löhne der Beschäftigten wurd en auf
Grundlage der Finanzierung durch den Landeswohlfahrtsverband sowie der
Lohnausgleichsrücklage (Ertragsschwankungsrücklage) weitergezahlt. Kündigungen wurden
keine ausgesprochen. Seitens des Landeswohlfahrtsverbandes wurden zur Aufstockung der
Ertragsschwankungsrücklage in 2020 rund 60.000 Euro zusätzlich ausgezahlt.
Seit November 2021 läuft der Betrieb wieder normal. Durch die erstellten Hygienekonzepte in
allen Bereichen des EDW kam es nur vereinzelt zu Corona Infektionen, die jedoch weder zur
Schließung der besonderen Wohnform noch der Werkstätten führten.
Die für das Jahr 2020 beantragten pandemiebedingten Mehrkosten beim
Landeswohlfahrtsverband wurden wegen der in den Bilanzen ausgewiesenen hohen
Kapitalrücklagen nicht übernommen. Mitte 2022 wurde um nochmalige Überprüfung gebeten,
da die ausgewiesenen Kapitalrücklagen laut Beschlüssen der Betriebskommission
zweckgebunden sind.
Die Mehrkosten für die vorzunehmenden Testungen im Jahr 2022 im Bereich Wohnen und
Werkstatt werden ebenfalls im Rahmen der Bundesregelungen übernommen. Zukünftig werden
nur noch anteilige Mehrkosten erstattet.
Der Betrieb wurde seit November 2020 in einem eingeschränkten Schichtbetrieb im Bereich
der Werkstatt aufrechterhalten, so dass im Jahr 2020 Umsatzeinbußen von rund 220.000 €
und 2021 nochmals um weitere 110.000 Euro liegen. Die zu erwartende Umsätze 2022
werden voraussichtlich auf dem Niveau von 2021 liegen.
Anlage II
17
Im März 2022 wurde eine langjährige Kooperation von Seiten der Vertragspartner wegen
firmeninterner Umstrukturierung aufgelöst. Nun werden verstärkt unsere Betriebsfelder
weiterentwickelt. Des Weiteren werden aktiv Kontakte zu potenziellen Kunden aufgenommen,
um deren Interesse an den offerierten Leistungen oder Produkten zu wecken. Das Ziel der
Akquisition ist die Gewinnung von Neukunden.
Das Jahr 2022 ist ein sehr bewegtes Jahr. Am 24. Februar 2022 begann die Invasion
russischer Truppen in die Ukraine. Als Reaktion auf diese Invasion wurden weitreichende
europäische und internationale Sanktionen gegen Russland, russische Unternehmer und
russische Staatsbürger verhängt. Die Folgen des militärischen Konflikts und der bereits
verhängten Sanktionsmaßnahmen sind für den Eigenbetrieb zum derzeitigen Zeitpunkt nur
schwer abzuschätzen Bereits vor dem Angriff Russlands auf die Ukraine war die Preissituation
auf den Energiemärkten angespannt.
Im November 2022 hat die Bundesregierung eine Gaspreisbremse und eine Entlastung für die
Stromverbraucher für 2023 beschlossen. Das Ziel ist es Unternehmen zu entlasten, die die
hohen Energiepreise nicht mehr finanzieren können.
Trotz dem Paket der Bundesregierung wird sich vor allem die Steigerung der Energiekosten in
allen Produkten und Dienstleistungen abzeichnen, die der EDW zur Erbringung seiner
Leistungen benötigt. Hier kann nur durch eine Angleichung der Einnahmen die Existenz der
Leistungserbringung gesichert werden.
Darmstadt, den 15. Mai 2023
Wolfram Cuntz
Betriebsleiter
Anlage II
(Anlage 1 zum Anhang)
19
Entwicklung des Anlagevermögens 2019
Anlage II
(Anlage 1 zum Anhang)
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Entwicklung des Anlagevermögens 2019
1.1.2019 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2019
EUR EUR EUR EUR EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 45.801,81 12.138,28 0,00 0,00 57.940,09
45.801,81 12.138,28 0,00 0,00 57.940,09
II. Sachanlagen
14.051.525,32 2.486,33 0,00 0,00 14.054.011,65
2. Maschinen und maschinelle Anlagen 1.451.696,59 60.209,00 90.621,63 0,00 1.421.283,96
3. Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.272.863,10 56.988,18 1.486,56 0,00 1.328.364,72
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen in Bau 550.135,02 1.265.106,63 0,00 0,00 1.815.241,65
17.326.220,03 1.384.790,14 92.108,19 0,00 18.618.901,98
17.372.021,84 1.396.928,42 92.108,19 0,00 18.676.842,07
1. Grundstücke und grundstücksgleiche Rechte mit
Geschäfts-, Betriebs- und anderen Bauten
Anschaffungs- und Herstellungskosten
20
Anlage II
(Anlage 1 zum Anhang)
1.1.2019 Zugänge Abgänge Umbuchung 31.12.2019 31.12.2019 31.12.2018
Durchschnittl.
Abschreibungs-
satz
Durchschnittl.
Restbuchwert
EUR EUR EUR EUR EUR EUR EUR v.H. v.H.
33.470,81 2.111,54 0,00 0,00 35.582,35 22.357,74 12.331,00 3,64 38,59
33.470,81 2.111,54 0,00 0,00 35.582,35 22.357,74 12.331,00 3,64 38,59
4.013.292,32 173.546,83 0,00 0,00 4.186.839,15 9.867.172,50 10.038.233,00 -1,23 70,21
1.280.262,59 24.789,52 77.041,15 0,00 1.228.010,96 193.273,00 171.434,00 -1,74 13,60
1.114.448,14 45.460,85 1.426,78 0,00 1.158.482,21 169.882,51 158.414,96 -3,42 12,79
0,00 0,00 0,00 0,00 0,00 1.815.241,65 550.135,02 0,00 0,00
6.408.003,05 243.797,20 78.467,93 0,00 6.573.332,32 12.045.569,66 10.918.216,98 -1,31 64,70
6.441.473,86 245.908,74 78.467,93 0,00 6.608.914,67 12.067.927,40 10.930.547,98 -1,32 64,61
Restbuchwerte KennzahlenKumulierte Abschreibungen
21
23
Anlage II
(Anlage 2 zum Anhang)
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Ermittlung des Arbeitsergebnisses gemäß § 12 WVO
Nach § 12 WVO werden Rechnungslegungsvorschriften für Werkstätten für Menschen mit
Behinderungen festgelegt. Außer dass alle Werkstätten unabhängig von ihrer Rechtsform nach
kaufmännischen Grundsätzen zu führen sind, soll nach Abs. 4 eine Ermittlung des Arbeits-
ergebnisses vorgenommen werden, um die Verwendung des Arbeitsergebnisses, insbesondere
die Zahlung der Arbeitsentgelte, festzulegen.
2019 2018
€ €
I. Erträge
1. Umsatzerlöse des Arbeitsbereichs 840.325,06 979.791,52
2. Zins- und sonstige Erträge aus wirtschaftlicher Tätigkeit des Arbeitsbereichs 215.145,38 164.148,33
3. Summe der von den Rehabilitationsträgern im Arbeitsbereich gezahlten Kostensätzen 3.077.332,02 3.061.704,13
Summe der Erträge ( 1. - 3.) 4.132.802,46 4.205.643,98
II. Notwendige Kosten des laufenden Betriebs im Arbeitsbereich der Werkstatt
1. Personalaufwand zur Erfüllung der fachlichen Anforderungen 2.667.111,24 2.582.339,57
2. Personalaufwand zur Erfüllung der werkstattspezifischen wirtschaftlichen Betätigung 0,00 0,00
3. Personalaufwand zur unternehmensüblichen wirtschaftlichen Betätigung 387.622,54 362.368,34
4. Sachkosten zur Erfüllung der fachlichen Anforderungen 836.398,47 793.475,53
5. Sachkosten zur Erfüllung der werkstattspezifischen wirtschaftlichen Betätigung 0,00 0,00
6. Sachkosten zur unternehmensüblichen wirtschaftlichen Betätigung 43.128,45 49.494,75
7. Betrag aus Periodenabgrenzung (sofern entstanden und nicht aus anderen Trägermitteln
ausgleichbar) 0,00 0,00
Summe der notwendigen Kosten ( 1. - 7.) 3.934.260,70 3.787.678,19
III. Ermittlung des Arbeitsergebnisses
1. Summe der Erträge ( Summe I.) 4.132.802,46 4.205.643,98
2. Summe der notwendigen Kosten ( Summe II.) 3.934.260,70 3.787.678,19
Arbeitsergebnis 198.541,76 417.965,79
IV. Verwendung des Arbeitsergebnisses
1. Arbeitsentgelte 524.745,07 536.250,13
2. Entwicklung der Ertragsschwankungsrücklage
2.1. Stand zum 1.1. 53.643,15 171.927,49
2.2. Zuführung zur Rücklage 0,00 0,00
2.3. Entnahme aus Rücklage -53.643,15 -118.284,34
2.4. Stand zum 31.12. 0,00 53.643,15
2.5. 6-Monatsbeitrag der Arbeitsentgelte 268.125,07 263.861,11
3. Entwicklung der Ersatz- und Modernisierungsrücklage
3.1. Stand zum 1.1. 1.087.551,49 1.094.885,64
3.2. Zuführung zur Rücklage 0,00 0,00
3.3. Entnahme aus Rücklage -60.209,00 -7.334,15
3.4. Stand zum 31.12. 1.027.342,49 1.087.551,49
V. Darstellung der Auswirkungen der Vergütung auf das Arbeitsergebnis
1. Summe der Erträge nach I.3. 3.077.332,02 3.061.704,13
2. Aufwendungen der fachlichen Anforderungen sowie werkstattspezifische Aufwendungen der
wirtschaftlichen Betätigung (Summe aus II. 1., 2.,4.,5. und 7.) -3.503.509,71 -3.375.815,10
3. Überschuss / Verlust -426.177,69 -314.110,97
1)
2)
Der Ertragsschwankungsrücklage wurde der Betrag entnommen, um den die gezahlten Arbeitsentgelte das Arbeitsergebnis überschreiten,
bzw. bis diese vollständig aufgebraucht war.
Der Ersatz- und Modernisierungsrücklage wurden die Aufwendungen für Ersatzinvestitionen entnommen.
25
Anlage II
(Anlage 3 zum Anhang)
Eigenbetrieb Werkstätten Wohnbereich
EUR EUR EUR
1. Erlöse aus Kostensätzen 8.329.247,66 5.989.890,26 2.339.357,40
2. Umsatzerlöse 1.108.065,65 1.079.965,22 28.100,43
3. Erhöhung (Vorjahr Minderung) des Bestands an fertigen Erzeugnissen 3.146,08 3.146,08 0,00
4. Erträge aus der Auflösung des Sonderpostens für Investitionen 67.313,00 67.313,00 0,00
aus Zuweisungen und Zuschüssen zur
Finanzierung des Anlagevermögens
5. Sonstige betriebliche Erträge 8.580,47 8.580,47 0,00
9.516.352,86 7.148.895,03 2.367.457,83
6. Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 56.279,70 56.169,18 110,52
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 4.884,90 4.849,27 35,63
61.164,60 61.018,45 146,15
7. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 4.483.265,78 2.746.786,49 1.736.479,29
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen
für Altersversorgung und für Unterstützung 1.383.447,02 852.899,04 530.547,98
davon für Altersversorgung EUR 480.192,64 (Vorjahr EUR 417.039,35)
c) Aufwendungen für Werkstattbeschäftigte (Menschen mit Behinderung) 3.353.491,78 3.097.566,54 255.925,24
9.220.204,58 6.697.252,07 2.522.952,51
8. Abschreibung auf immaterierelle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 245.908,74 193.210,01 52.698,73
9. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.185.072,40 702.735,18 482.337,22
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 63.847,55 48.394,93 15.452,62
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
davon Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen EUR 55.720,60
(Vorjahr EUR 60.815,95) 82.953,88 52.011,07 30.942,81
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.215.103,79 -508.936,82 -706.166,97
13. Sonstige Steuern 2.844,17 2.328,25 515,92
14. Jahresverlust -1.217.947,96 -511.265,07 -706.682,89
Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Jahresabschluss zum 31. Dezember 2019
Erfolgsübersicht nach Geschäftsbereichen
1
DEE00034073.1.1
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS
An den Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen, Darmstadt
Prüfungsurteile
Wir haben den Jahresabschluss des Eigenbetrieb Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtun-
gen, Darmstadt, – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2019 und der Gewinn- und Verlust-
rechnung für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 sowie dem Anhang,
einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber
hinaus haben wir den Lagebericht des Eigenbetriebs Darmstädter Werkstätten und Wohneinrich-
tungen für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 geprüft.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
• entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen han-
delsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften und vermit-
telt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der lan-
desrechtlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Ver-
mögens- und Finanzlage des Eigenbetriebs zum 31. Dezember 2019 sowie seiner Ertragslage
für das Wirtschaftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2019 und
• vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzli-
chen Vorschriften zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs. In allen wesentlichen Be-
langen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen
gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zu-
treffend dar.
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen
die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.
Grundlage für die Prüfungsurteile
Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit
§ 317 HGB und § 27 Abs. 2 EigBGes unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW)
festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere
Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des
Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestäti-
gungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Eigenbetrieb unabhängig in Überein-
stimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben
unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt.
Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet
sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu
dienen.
2
DEE00034073.1.1
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht
Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den
deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden landesrechtlichen Vorschriften
in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung
der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschrif-
ten ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertrags-
lage des Eigenbetriebs vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die in-
ternen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger
Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu er-
möglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstel-
lungen ist.
Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die
Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weite-
ren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unter-
nehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich,
auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit
zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.
Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der
insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzlichen Vorschriften zutreffendes Bild von der
Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss
in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken
der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verant-
wortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben,
um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen
gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aus-
sagen im Lagebericht erbringen zu können.
Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts
Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als
Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist,
und ob der Lagebericht insgesamt ein unter Beachtung der deutschen gesetzlichen Vorschriften
zutreffendes Bild von der Lage des Eigenbetriebs vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen
mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang
steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zu-
künftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der un-
sere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.
3
DEE00034073.1.1
Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in
Übereinstimmung mit § 317 HGB und § 27 Abs. 2 EigBGes unter Beachtung der vom Institut der
Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen
können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen,
wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der
Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidun-
gen von Adressaten beeinflussen.
Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grund-
haltung. Darüber hinaus
• identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtig-
ter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prü-
fungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die
ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das
Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen hö-
her als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beab-
sichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner
Kontrollen beinhalten können.
• gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten inter-
nen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und
Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen ange-
messen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme des
Eigenbetriebs abzugeben.
• beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rech-
nungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern darge-
stellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.
• ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern
angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit so-
wie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im
Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der
Fähigkeit des Eigenbetriebs zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können.
Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir ver-
pflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im
Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser je-
weiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grund-
lage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünf-
tige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Eigenbetrieb seine
Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.
• beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses ein-
schließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvor-
fälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen
4
DEE00034073.1.1
Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung sowie der landesrechtlichen Vorschriften ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Eigenbetriebs vermittelt.
• beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentspre-
chung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Eigenbetriebs.
• führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zu-
kunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prü-
fungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von
den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen
die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein ei-
genständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde lie-
genden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass
künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Um-
fang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich
etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Frankfurt am Main, den 15. Mai 2023
PricewaterhouseCoopers GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Christiane Lawrenz ppa. Michael Neutz
Wirtschaftsprüferin Wirtschaftsprüfer
Leerseite aus bindetechnischen Gründen
20000005533300
M4PDF-Engine V23.30
anlage 3
285 Zeichen
Punkt 7: Feststellung des Jahresabschlusses 2019 des Eigenbetriebes Darmstädter Werkstätten und Wohneinrichtungen (V-Nr. 2023/0202) Der Ausschuss für Soziales empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltungen: Fraktionen SPD und Die Linke.
Beratungsverlauf (4)
Orte (3)
- Schreberweg 2
- Heimstättenweg 99
- Pulverhäuserweg 48
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2023/0202
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 05.06.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00