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SV-2022/0004

Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 30. Januar 2022 betr. Beendigung der Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes durch Hessen Forst

Antrag 31.01.2022

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Punkt 25.3: Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 30. Januar 2022 betr. Beendigung der 
Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes durch Hessen Forst 
 (V-Nr. SV-2022/0004) 
 
Der Antrag wird abgelehnt. 
 
Gegen die Ablehnung: SPD, Die Linke., UFFBASSE, FDP, AfD und  
3 Stimmen aus UWIGA/WGD, Stadtve. Dietrich (FW)  
und Stadtve. Neumann (Die Partei)  
Stimmenthaltung: 1 Stimme aus UWIGA/WGD

SV-2022/0004

3202 Zeichen

Vorlage-Nr. SV-2022/0004 
 
 
Antrag der Fraktion UFFBASSE vom 30. Januar 2022 betr. Beendigung der 
Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes durch Hessen Forst 
 
 
 
 
Pützerstraße 6 
64287 Darmstadt 
www.uffbasse-darmstadt.de 
 
 
 
Darmstadt, 30.01.2022 
 
Antrag 
 
Beendigung der Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes durch Hessen Forst 
 
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen, 
 
Der Magistrat wird aufgefordert, 
 die Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes durch Hessen Forst zu beenden.  
 Die Bewirtschaftung des stadteigenen Forsts soll künftig nach Möglichkeit wieder in 
kommunaler Selbstbestimmung realisiert werden. 
 Alternativ zu Punkt 2 sollte eine Prüfung des Beitritts zur Forstbetriebsgemeinschaft 
Rhein-Main (FBG) vorgenommen werden, in der mehrere benachbarte Kommunen 
organisiert sind, um eine Unterstützung bei der fachlich angemessene Pflege und 
Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes zu gewährleisten. 
 
Begründung: 
 
Knapp 2.000 Hektar Darmstädter Stadtwald werden derzeit im Auftrag unserer Kommune von 
Hessen Forst bewirtschaftet. Das Vertrauen in den Landesbetrieb ist nach dem Skandal um die 
Fällungen am Waldkunstpfad jedoch radikal erschüttert. Für eine weitere Zusammenarbeit fehlt 
jede Grundlage. 
 
Im Konflikt um die geplante Fällung von zeitweise bis zu 160 Bäumen am Waldkunstpfad 
(Staatswald des Landes Hessen) verspielte Hessen Forst jede Glaubwürdigkeit. Gegen den 
massiven Einschlag formierte sich in Darmstadt sowohl in Zivilgesellschaft als auch Politik 
deutlicher Widerstand – Oberbürgermeister Jochen Partsch war mit dem Vorhaben des 
Landesbetriebes „keineswegs einverstanden“.  
 
Nach Krisengesprächen mit kommunalen Akteuren verkündeten Hessen Forst und das 
Hessische Umweltministerium einen vermeintlichen Kompromiss und versprachen eine 
deutliche Reduzierung der Fällungen. Nach Abklang des Protestes offenbarten sich diese 
Zusagen jedoch als falsche Versprechungen und bewusste Täuschung der Darmstädter 
Öffentlichkeit durch den Landesbetrieb. 
 
Die unermesslich wertvollen Waldflächen unserer Kommune dürfen wir nicht in die Hände von 
Institutionen legen, die belügen und die Interessen der Bürger*innen ignorieren! Für die Pflege 
und Bewirtschaftung des Darmstädter Stadtwaldes gilt es nun schnellstmöglich Alternativen zu

2 
 
entwickeln. Dabei eröffnen sich womöglich sogar Szenarien mit Potenzial einer 
demokratischeren Waldbewirtschaftung. 
 
Kommunale Freiheiten und Gestaltungsmöglichkeiten der Waldbewirtschaftung stärkt 
beispielsweise die Forstbetriebsgemeinschaft Rhein-Main (FBG). In dieser organisieren sich 
mittlerweile acht benachbarte Kommunen (Bischohfsheim, Riedstadt, Flörsheim, Trebur, 
Rüsselsheim, Raunheim, Kelsterbach und Groß-Gerau) sowie 41 private Waldbesitzer:innen. 
Die FBG gibt individuellen Präferenzen der jeweiligen Mitglieder zur Bewirtschaftung ihrer 
Waldflächen angemessen Raum und ermöglicht eine demokratischere Gestaltung der 
Waldbewirtschaftung, da diese direkt in kommunalen Kompetenzen wurzelt.  
 
 
Wir bitten um wohlwollende Prüfung unseres Antrags.  
 
Vielen Dank.  
 
Kerstin Lau, Marc Arnold, Sebastian Schmitt, Carmen Stockert, Till Mootz

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Orte (1)

  • Pützerstraße 6

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Details

Vorlagen-Nr.
SV-2022/0004
Typ
Antrag
Datum
31.01.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00