2024/0109
Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+)
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Projektskizze / Vorhabensbeschreibung SUMP 2035+ Darmstadt und Region Stand: 09.11.2023
Grobzeitplan SUMP 2035+ Darmstadt (Entwurfsfassung vom 09.11.2023)
1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24
AP 1a Bestandsanalyse
a) Analyse der Bestandssituation
c) Online-Beteiligung der Bürgerschaft
d) SWOT-Analyse
AP 1b Verkehrsmodell (optional)
a) Kalibrierung/ Fortschreibung Verkehrsmodell
b) Entwicklung Analyse- und Prognosefall
(1x Analysefall, 2 Planfälle)
c) Verkehrserhebungen
AP 2 Leitbildentwicklung
a) Erarbeitung Gesamtstrategie
b) Öffentlichkeitsbeteiligung (Workshops)
- optional zusätzliche Online-Beteiligung -
c) Entwicklung Leitbild 2035+ und Planungsziele
d) Szenarienentwicklung (3x Szenarien)
AP 3 Maßnahmenentwicklung
a) Entwicklung Maßnahmenkatalog
b) Erarbeitung von Maßnahmensteckbriefen
(Angaben zur Zielerreichung, Finanzierung, Förderung,
Zuständigkeiten etc.)
c) Identifikation von Schlüsselmaßnahmen
d) Umsetzungskonzept
e) Evaluationskonzept und -möglichkeiten
AP 4 Dokumentation
a) Zwischendokumentation je AP ❶ ❷ ❸
b) Schlussdokumentation
c) Abschlusspräsentation vor politischem Gremium ❶
AP 5 Beteiligung und Öffentlichkeitsarbeit
a) interner Kick-Off ❶
b) Auftaktveranstaltung (öffentlich) ❶
c) Aufbau und Betreuung einer
projektbegleitenden Homepage
d) projektbegelitende Öffentlichkeitsarbeit
(Branding/ Flyer/ Poster / Print etc.)
j) interne Arbeitsgruppe (15 Sitzungen)
e) politische Lenkungsgruppe (4x) ❶ ❷ ❸ ❹
f) Steuerungsgruppe (6x) ❶ ❷ ❸ ❹ ❺ ❻
g) Bürgerworkshops (3x in DA; 3x in LADADI) ❶ ❷ ❸
weitere Informationsveranstaltungen
h) Zwischen-/ Schlusspräsentation der Ergebnisse
(ggf. öffentlich) ❶ ❷ ❸
i) politsche Beschlüsse / Stavo ❶ ❷
Vorbereitungszeit (Konkretisierung Leistungsverzeichnis, Ausschreibung und Vergabe, Personal- und Ressourcenplanung etc.): rd. 6 Monate
Arbeitsprogramm (Grobablauf) Bearbeitungszeit in Monaten
Vorhabensbeschreibung zum Förderaufruf für nachhaltige urbane Mobilitätspläne
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11328 Zeichen
- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
21.05.2024
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat III
Dezernat IV
Amt: Mobilitäts- und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
I 10.1 10.2
III 69
IV VI 66
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2024/0109
Magistratsbeschluss -Nr.
178
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511060
Kostenstelle: 066-000-0510 Investitionsnummer: -/-
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 6779120
Betreff: Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban
Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+)
Vorlage vom: 21.05.2024
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Erarbeitung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplan für
Darmstadt und die Region (SUMP Darmstadt und Region 2035+) im Rahmen des
Förderaufrufs zur „ Erstellung und Weiterentwicklung von nachhaltigen urbanen
Mobilitätsplänen nach Vorbild der SUMPs und die dazugehörigen Begleitmaßnahme n“ des
Förderprogramms „Digitalisierung kommunaler Verkehrssystems“ des
Bundesministeriums für Digitales und Verkehr zu und begrüßt die Erarbeitung
ausdrücklich. Der Förderzeitraum erstreckt sich gemäß den Vorgaben des Fördergebers
vrs. über den Zeitraum v om 01.07.2024 bis 30.06.2026.
- 3 -
2. Der Zuwendungsbescheid über Fördermittel (s. nicht öffentliche Anlage 4 und 5) wird zur
Kenntnis genommen. Der Finanzierung des unter 1. genannten Planwerks über das
Förderprojekt mit einer Förderquote von 80 % der Gesamtkosten und einem Eigenanteil
von 20 % der Gesamtkosten wird zugestimmt.
3. Die Erstellung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landkreis Darmstadt -Dieburg.
Anlagen: Anlage 1 Letter of Intent
Anlage 2 Zeitplan Förderantrag
Anlage 3 Projektskizze Förderantrag
Anlage 4 Grobkostenschätzung Förderantrag
Anlage 5 Zuwendungsbescheid
Anlage 5a Zuwendungsbescheid Anlagen
Anlage 5b Zuwendungsbescheid Auszug Förderquote Personal
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 22.05.2024
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.05.2024
Der Magistrat wurde durch den Beschluss der Stadtverordneten versammlung (SV -
2023/0032) im Juli 2023 damit beauftragt, einen Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP)
für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Region anzusto ßen.
Ein SUMP oder auch integrierter Verkehrsentwicklungsplan, gilt als moderner Mobilitätsplan,
welcher einen ganzheitlichen (integrierten), nach haltigen und strategischen Ansatz verfolgt.
Ausgehend von der bisherigen Verkehrsentwicklungsplanung (VEP), welche durch die isolierte
Betrachtung der Verkehrsträger eher als klassisches Instrument der Verkehrsplanung gilt,
soll anhand der aktuellen europäischen SUMP -Leitlinien ein umfassender Mobilitätsplan
erstellt werden. Dieser beinhaltet eine integrierte B etrachtung der Anforderungen aus allen
Verkehrsträgern sowie die individuelle Analyse der Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen
und Bürger in Stadt und Umland unter Berücksichtigung kooperativer und partizipativer
Elemente. Dabei werden neben den rein verk ehrlichen konzeptionellen Ansätzen ebenfalls
Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität eingeschlossen. Wichtige Elemente der
Erarbeitung sind außerdem eine nachhaltige Strategieentwicklung für die Verkehrs - und
Mobilitätsplanung (Entwicklung von Szenar ien, Leitbild, Zielen und Indikatoren), der
konkreten und auf das Leitbild abgestimmten Maßnahmenplanung sowie dazugehörige
Monitoring- und Evaluationsprinzipien. Darüber hinaus ermöglicht ein integrierter
Verkehrsentwicklungsplan außerdem die Integration und (strategische) Orientierung bereits
bestehender und neuaufzustellender sektoraler Pläne und Strategien der Wissenschaftsstadt
Darmstadt.
Die Europäische Kommission plädiert für eine verpflichtende Einführung eines
Mobilitätsplans nach den SUMP -Leitlinien für „Urban Nodes“ nach der TEN -V-Verordnung bis
spätestens Ende 2025. Unter „Urban Nodes“ versteht man städtische Knoten des
Transeuropäischen Verkehrsnetzes Europas (TEN -V), zu der auch die Wissenschaftsstadt
Darmstadt zählt. Die verpflichtende Einfüh rung soll dann auch als Voraussetzung an den
Erhalt europäischer Fördermittel gebunden sein. Die Aufstellung eines integrierten
Verkehrsentwicklungsplans nach den SUMP -Leitlinien für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
sollte daher mit einer entsprechend hohe n Priorität forciert werden.
Das Bundesministerium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat die wichtige Bedeutung der
Erstellung von Mobilitätsplänen nach den SUMP -Leitlinien erkannt und im September 2023
einen Förderaufruf zur „ Erstellung und Weiterentwickl ung von nachhaltigen urbanen
Mobilitätsplänen nach Vorbild der „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMPs) und die
dazugehörigen Begleitmaßnahmen“ im Rahmen des Förderprogramms „Digitalisierung
kommunaler Verkehrssysteme“ gestartet. Das Mobilitäts - und Tiefbauamt ist dem
Förderaufruf gefolgt. In dem zweistufigen Verfahren (Skizzenformular, Förderantrag) konnte
die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Fördermittelgeber, das BMDV bzw. den Projektträger
VDI/VDE-Innovation + Technik, von dem Vorhaben zur Erstellung eines integrierten
Verkehrsentwicklungsplan nach den SUMP -Leitlinien für Darmstadt und die Region
überzeugen. Inzwischen liegt dem Mobilitäts - und Tiefbauamt ein positiver
Zuwendungsbescheid (s. nicht öffentliche Anlage 5, 5a und 5b) vor.
Finanzschwache Kommunen, dessen Status für die Wissenschaftsstadt Darmstadt im
Förderantrag nachgewiesen werden konnte, erhalten eine Förderquote von 80 %. Die
- 5 -
Eigenmittel von 20 % der Gesamtkosten trägt die Wissenschaftsstadt Darmstadt (Eigenanteil
s. nicht öffentliche Anlage 5).
Im Rahmen des Förderantrags wurde die Aufstellung eines „SUMP 2035+ Darmstadt und die
Region“ beantragt. Für den Erarbeitungszeitraum sind zwei Jahre von Juli 2024 bis Juni
2026 und eine vorläufige Grobkostenschätzung der Gesamt kosten (s. nicht öffentlich Anlage
4) vorgesehen.
In den Gesamtkosten sind die Personalkosten für 24 Monaten im Umfang von 1,00 VZÄ, bis
zur EG 13 2024 – 2026 TVöD enthalten, die durch das Förderprogramm gemäß der
Förderquote ebenfalls gefördert werden. Für den Förderzeitraum wird daher für den
Stellenplan 202 5 eine Stelle im Umfang 1,00 VZÄ, EG 13 kw 2026 TVöD (vorbehaltlich der
abschließenden Bewertung) parallel via Stellenplanverfahren beantragt. Die Kosten der Stelle
werden ebenfalls über das Förderpr ojekt zu 80 % gefördert. Die Kosten sind in den
Gesamtkosten des Förderantrags enthalten.
Der integrierte Verkehrsentwicklungsplan 2035+ Darmstadt und Region soll vor dem
Hintergrund der zunehmenden Bevölkerungsentwicklung im urbanen Raum, der
Verflechtungen im Ballungsraum Frankfurt Rhein -Main und den stetig wachsenden
Anforderungen an das Mobilitäts - und Verkehrssystem in der Region aufgestellt werden. Der
bisher vorliegende Verkehrsentwicklungsplan ( aus dem Jahre 2006) der Wissenschaftsstadt
Darmstadt soll anhand eines nachhaltigen verkehrlichen Leitbildes unter Mitwirkung
gesellschaftspolitischer Partizipation bis zum Zeithorizont 2035 über die Stadtgrenze hinaus
betrachtet und unter Berücksichtigung der SUMP -Leitlinien for tgeschrieben werden. Die
Bearbeitung richtet sich grundlegend an die vorgegeben Arbeitsschritte gemäß der Leitlinien
zur Erstellung eines SUMP.
Dabei soll nach Analyse des bisherigen Mobilitäts - und Verkehrssystems unter
Berücksichtigung aller Verkehrs - und Mobilitätsarten (MIV, Fuß - und Radverkehr, ÖPNV,
SPNV, Wirtschaftsverkehr, Shared Mobility) ein Leitbild und Ziele der Mobilitätsentwicklung
erarbeitet werden. Diese beinhalten Szenarienentwicklungen und Modellbetrachtungen.
Anschließend werden Handlung sfelder identifiziert und ein integriertes Maßnahmenkonzept
entwickelt. Die anschließende Maßnahmenbewertung und Definition von
Schlüsselmaßnahmen dient bis zum Zeitrahmen 2035 als Orientierung für die künftige
Ausrichtung von Verwaltung und Politik . Ein Monitoring- und Evaluationskonzept soll Teil des
Mobilitätsplans sein, damit die Umsetzung von Maßnahmen systematisch und koordiniert
erfolgen kann. Mittels einer entsprechenden Beschlussvorlage des fertiggestellten
Mobilitätsplans soll dieser als wegweisen des Planwerk für eine zielgerichtete Mobilitätspolitik
und –entwicklung eingesetzt werden Die Ergebnisse sollen in die zukünftige städtische und
regionale Mobilitätsplanung integriert werden. Ein Handlungsleitfaden für die Umsetzung der
erarbeiteten Maßnah men soll erstellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Arbeitsaufwand zur Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans nach den
SUMP-Leitlinien ist auf Grund der aktuellen Arbeitsauslastung nicht durch das
Bestandspersonal abzu decken. Die im Förderaufruf geförderte und im Förderantrag
bewilligte Personalstelle, ist für eine erfolgreiche Projektdurchführung und –koordination
daher zwingend erforderlich.
Die für die Stadt und die Region wichtige Zusammenarbeit wurde mit dem Land kreis
Darmstadt-Dieburg zunächst in einem Letter of Intent (LOI) festgehalten. Die verkehrlichen
Verflechtungen zwischen Stadt und Landkreis sollen im Erarbeitungsprozess verstärkt
berücksichtigt und in die Erarbeitung einfließen. Die genaue Gestaltung der Zusammenarbeit
und Integration in den Prozess soll im Rahmen der Vorbereitung vertieft werden.
Die Erarbeitung des integrierten Verkehrsentwicklungsplans soll durch externe Fachbüros
(Verkehrsplanung, Kommunikation/Beteiligung) erfolgen. Die dazu notwen dige
Ausschreibung zur Vergabe der Dienstleistung soll nach Beschluss der Aufstellung des
integrierten Verkehrsentwicklungsplans nach den SUMP -Leitlinien für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt und die Region erfolgen und wird nach Beschluss vorbereitet und d ie weitere
Vergabe in die Wege geleitet.
Der benötigte Eigenanteil gemäß der datenschutzrelevanten Anlage 5 stehen durch
Mittelverschiebungen beim Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung aus dem
Ergebnishaushalt, Kostenstelle 069 -000-1000, Kostenträger: 5 610-42, Sachkonto 6861000,
in den Haushaltsjahren 2024 bis 2027 zur Verfügung.
Darmstadt, den 21.05.2024
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV Dezernat VI
Hanno Benz Michael Kolmer André Schellenberg Paul Georg Wandrey
Oberbürgermeister Stadtrat Stadtkämmerer Stadtrat
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Darmstadt Mobilitäts- und nd Tiefhauamt WlL GB. NV. 2023 Wissensch Pg Eingang! „A Kreisausschuss EA 3131: Im Landkreises Darmsta ie 2 |3 |4 jSabst, A | tabs S a FR 7777 20 Der Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg, 64276 Darmstadt Wissenschaftsstadt Darmstadt Mobilitäts- und Tiefbauamt Abteilung Mobilität Mina-Rees-Straße 10 64295 Darmstadt Letter of Intent / Absichtserklärung SUMP 2035+ Stadt Darmstadt und Region" Sehr geehrte Damen und Herren, Die Wissenschaftsstadt Darmstadt beabsichtigt die Erstellung eines neuen und überregionalen Mobilitätsplans, eines Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP), welcher sich an den grundsätzlichen Arbeitsschritten der Leitlinie für nachhaltige urbane Mobilitätspläne orientiert und neben dem urbanen Raum ebenfalls die benachbarten Gebietskörperschaften des Landkreis Darmstadt-Dieburgs einbezieht. Ziel der überregionalen Betrachtung ist insbesondere die Identifikation von Wechselwirkungen zwischen Stadt und Land sowie der anschließenden Erarbeitung passgenauer Handlungsempfehlungen und verkehrlicher Maßnahmen auf Basis eines gemeinsam abgestimmten Leitbildes für die Region. Der Landkreis Darmstadt-Dieburg begrüßt die Erstellung eines nachhaltigen Mobilitätsplans für die Region und unterstützt dieses Vorhaben. Mit freun aus Peter Schellhaas Landrat Landkreis Darmstadt-Dieburg Zukunft. Regional. Leben. Fachbereich Klimaschutz, Infrastruktur, Standortförderung Fachgebiet Klimaschutz, Mobilität, Kreisstraßen Frau Girschick 06151 881-1018 06151 881-33018 c.girschick@ladadi.de vo tor www.ladadi.de Service-Nr.: 115 (ohne Vorwahl) (ns) Ihr ZeichenjSchreiben vom ha Zeichen Ei Unser Zeichen 310.1 Datum 27.10.2023 Postanschrift: Der Kreisausschuss des Landkreises Darmstadt-Dieburg 64276 Darmstadt Dienstgebäude/Hausadresse: Kreishaus Darmstadt Jägertorstraße 207 64289 Darmstadt-Kranichstein % 06151 881-0 Fristenbriefkasten: Jägertorstraße 207 64289 Darmstadt Sprechzeiten: Mo.-Fr. 8-12 Uhr Mi. 14-17 Uhr Bankverbindung: Stadt- u. Kreissparkasse Darmstadt BIC HELADEFIDAS IBAN DE47 5085 0150 0000 5490 96 Sparkasse Dieburg BIC HELADEFIDIE IBAN DE21 5085 2651 0033 2001 14 USt-IdNr. DE111608693
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Punkt 4: Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+) (V-Nr. 2024/0109) Der Ausschuss für Klimaschutz, Nachhaltigkeit, Umwelt und Stadtplanung empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD-Fraktion
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Punkt 5: Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+) (V-Nr. 2024/0109) Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: UFFBASSE und AfD
2024/0109
11234 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
21.05.2024
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat III
Dezernat IV
Amt: Mobilitäts- und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2024/0109
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 511060
Kostenstelle: 066-000-0510 Investitionsnummer: -/-
Kostenträger: 5110-61 Sachkonto: 6779120
Betreff: Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban
Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+)
Vorlage vom: 21.05.2024
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt der Erarbeitung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplan für
Darmstadt und die Region (SUMP Darmstadt und Region 2035+) im Rahmen des
Förderaufrufs zur „ Erstellung und Weiterentwicklung von nachhaltigen urbanen
Mobilitätsplänen nach Vorbild der SUMPs und die dazugehörigen Begleitmaßnahmen “ des
Förderprogramms „Digitalisierung kommuna ler Verkehrssystems“ des
Bundesministeriums für Digitales und Verkehr zu und begrüßt die Erarbeitung
ausdrücklich. Der Förderzeitraum erstreckt sich gemäß den Vorgaben des Fördergebers
vrs. über den Zeitraum vom 01.07.2024 bis 30.06.2026.
2. Der Zuwendungsbescheid über Fördermittel (s. nicht öffentliche Anlage 4 und 5) wird zur
Kenntnis genommen. Der Finanzierung des unter 1. genannten Planwerks über das
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Förderprojekt mit einer Förderquote von 80 % der Gesamtkosten und einem Eigenanteil
von 20 % der Gesamtkosten wird zugestimmt.
3. Die Erstellung erfolgt in enger Abstimmung mit dem Landkreis Darmstadt -Dieburg.
Anlagen: Anlage 1 Letter of Intent
Anlage 2 Zeitplan Förderantrag
Anlage 3 Projektskizze Förderantrag
Anlage 4 Grobkostenschätzung Förderantrag
Anlage 5 Zuwendungsbescheid
Anlage 5a Zuwendungsbescheid Anlagen
Anlage 5b Zuwendungsbescheid Auszug Förderquote Personal
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 21.05.2024
Der Magistrat wurde durch den Beschluss der Stadtverordneten versammlung (SV -
2023/0032) im Juli 2023 damit beauftragt, einen Sustainable Urban Mobility Plan (SUMP)
für die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die Region anzustoßen.
Ein SUMP oder auch integrierter Verkehrs entwicklungsplan, gilt als moderner Mobilitätsplan,
welcher einen ganzheitlichen (integrierten), nach haltigen und strategischen Ansatz verfolgt.
Ausgehend von der bisherigen Verkehrsentwicklungsplanung (VEP), welche durch die isolierte
Betrachtung der Ver kehrsträger eher als klassisches Instrument der Verkehrsplanung gilt,
soll anhand der aktuellen europäischen SUMP -Leitlinien ein umfassender Mobilitätsplan
erstellt werden. Dieser beinhaltet eine integrierte Betrachtung der Anforderungen aus allen
Verkehrsträgern sowie die individuelle Analyse der Mobilitätsbedürfnisse der Bürgerinnen
und Bürger in Stadt und Umland unter Berücksichtigung kooperativer und partizipativer
Elemente. Dabei werden neben den rein verkehrlichen konzeptionellen Ansätzen ebenfalls
Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität eingeschlossen. Wichtige Elemente der
Erarbeitung sind außerdem eine nachhaltige Strategieentwicklung für die Verkehrs - und
Mobilitätsplanung (Entwicklung von Szenarien, Leitbild, Zielen und Indikatoren), der
konkreten und auf das Leitbild abgestimmten Maßnahmenplanung sowie dazugehörige
Monitoring- und Evaluationsprinzipien. Darüber hinaus ermöglicht ein integrierter
Verkehrsentwicklungsplan außerdem die Integration und (strategische) Orientierung bereits
bestehender und neuaufzustellender sektoraler Pläne und Strategien der Wissenschaftsstadt
Darmstadt.
Die Europäische Kommission plädiert für eine verpflichtende Einführung eines
Mobilitätsplans nach den SUMP -Leitlinien für „Urban Nodes“ nach der TEN -V-Verordnung bis
spätestens Ende 2025. Unter „Urban Nodes“ versteht man städtische Knoten des
Transeuropäischen Verkehrsnetzes Europas (TEN -V), zu der auch die Wissenschaftsstadt
Darmstadt zählt. Die verpflichtende Einführung soll dann auch als Voraussetzung an den
Erhalt europäischer Fördermittel gebunden sein. Die Aufstellung eines integrierten
Verkehrsentwicklungsplans nach den SUMP -Leitlinien für die Wissenschaftsstadt Darmstadt
sollte daher mit einer entsprechend hohen Priorität forciert werden.
Das Bundesministe rium für Digitales und Verkehr (BMDV) hat die wichtige Bedeutung der
Erstellung von Mobilitätsplänen nach den SUMP -Leitlinien erkannt und im September 2023
einen Förderaufruf zur „ Erstellung und Weiterentwicklung von nachhaltigen urbanen
Mobilitätsplänen n ach Vorbild der „Sustainable Urban Mobility Plans“ (SUMPs) und die
dazugehörigen Begleitmaßnahmen“ im Rahmen des Förderprogramms „Digitalisierung
kommunaler Verkehrssysteme“ gestartet. Das Mobilitäts - und Tiefbauamt ist dem
Förderaufruf gefolgt. In dem zwe istufigen Verfahren (Skizzenformular, Förderantrag) konnte
die Wissenschaftsstadt Darmstadt den Fördermittelgeber, das BMDV bzw. den Projektträger
VDI/VDE-Innovation + Technik, von dem Vorhaben zur Erstellung eines integrierten
Verkehrsentwicklungsplan nac h den SUMP-Leitlinien für Darmstadt und die Region
überzeugen. Inzwischen liegt dem Mobilitäts - und Tiefbauamt ein positiver
Zuwendungsbescheid (s. nicht öffentliche Anlage 5, 5a und 5b) vor.
Finanzschwache Kommunen, dessen Status für die Wissenschaftsstadt Darmstadt im
Förderantrag nachgewiesen werden konnte, erhalten eine Förderquote von 80 %. Die
Eigenmittel von 20 % der Gesamtkosten trägt die Wissenschaftsstadt Darmstadt (Eigenanteil
s. nicht öffentliche Anlage 5).
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Im Rahmen des Förderantrags wurde die Aufstellung eines „SUMP 2035+ Darmstadt und die
Region“ beantragt. Für den Erarbeitungszeitraum sind zwei Jahre von Juli 2024 bis Juni
2026 und eine vorläufige Grobkostenschätzung der Gesamt kosten (s. nicht öffentlich Anlage
4) vorgesehen.
In den Gesamtkosten sind die Personalkosten für 24 Monaten im Umfang von 1,00 VZÄ, bis
zur EG 13 2024 – 2026 TVöD enthalten, die durch das Förderprogramm gemäß der
Förderquote ebenfalls gefördert werden. Für den Förderzeitraum wird daher für den
Stellenplan 202 5 eine Stelle im Umfang 1,00 VZÄ, EG 13 kw 2026 TVöD (vorbehaltlich der
abschließenden Bewertung) parallel via Stellenplanverfahren beantragt. Die Kosten der Stelle
werden ebenfalls über das Förderpr ojekt zu 80 % gefördert. Die Kosten sind in den
Gesamtkosten des Förderantrags enthalten.
Der integrierte Verkehrsentwicklungsplan 2035+ Darmstadt und Region soll vor dem
Hintergrund der zunehmenden Bevölkerungsentwicklung im urbanen Raum, der
Verflechtungen im Ballungsraum Frankfurt Rhein -Main und den stetig wachsenden
Anforderungen an das Mobilitäts - und Verkehrssystem in der Region aufgestellt werden. Der
bisher vorliegende Verkehrsentwicklungsplan ( aus dem Jahre 2006) der Wissenschaftsstadt
Darmstadt soll anhand eines nachhaltigen verkehrlichen Leitbildes unter Mitwirkung
gesellschaftspolitischer Partizipation bis zum Zeithorizont 2035 über die Stadtgrenze hinaus
betrachtet und unter Berücksichtigung der SUMP -Leitlinien fortgeschrieben werden. Die
Bearbeitung richtet sich grundlegend an die vorgegeben Arbeitsschritte gemäß der Leitlinien
zur Erstellung eines SUMP.
Dabei soll nach Analyse des bisherigen Mobilitäts - und Verkehrssystems unter
Berücksichtigung aller Verkehrs - und Mobilitätsarten (MIV, Fuß - und Radverkehr, ÖPNV,
SPNV, Wirtschaftsverkehr, Shared Mobility) ein Leitbild und Ziele der Mobilitätsentwicklung
erarbeitet werden. Diese beinhalten Szenarienentwicklungen und Modellbetrachtungen.
Anschließend werden Handlungsfelder identifiziert und ein integriertes Maßnahmenkonzept
entwickelt. Die anschließende Maßnahmenbewertung und Definition von
Schlüsselmaßnahmen dient bis zum Zeitrahmen 2035 als Orientierung für die künftige
Ausrichtung von Verwaltung und Politik . Ein Monitoring - und Evaluationskonz ept soll Teil des
Mobilitätsplans sein, damit die Umsetzung von Maßnahmen systematisch und koordiniert
erfolgen kann. Mittels einer entsprechenden Beschlussvorlage des fertiggestellten
Mobilitätsplans soll dieser als wegweisendes Planwerk für eine zielgeri chtete Mobilitätspolitik
und –entwicklung eingesetzt werden Die Ergebnisse sollen in die zukünftige städtische und
regionale Mobilitätsplanung integriert werden. Ein Handlungsleitfaden für die Umsetzung der
erarbeiteten Maßnahmen soll erstellt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.
Der Arbeitsaufwand zur Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans nach den
SUMP-Leitlinien ist auf Grund der aktuellen Arbeitsauslastung nicht durch das
Bestandspersonal abzudecken. Die im Förderaufru f geförderte und im Förderantrag
bewilligte Personalstelle, ist für eine erfolgreiche Projektdurchführung und –koordination
daher zwingend erforderlich.
Die für die Stadt und die Region wichtige Zusammenarbeit wurde mit dem Landkreis
Darmstadt-Dieburg zunächst in einem Letter of Intent (LOI) festgehalten. Die verkehrlichen
Verflechtungen zwischen Stadt und Landkreis sollen im Erarbeitungsprozess verstärkt
berücksichtigt und in die Erarbeitung einfließen. Die genaue Gestaltung der Zusammenarbeit
und Integration in den Prozess soll im Rahmen der Vorbereitung vertieft werden.
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Die Erarbeitung des integrierten Verkehrsentwicklungsplans soll durch externe Fachbüros
(Verkehrsplanung, Kommunikation/Beteiligung) erfolgen. Die dazu notwendige
Ausschreibung zur Ver gabe der Dienstleistung soll nach Beschluss der Aufstellung des
integrierten Verkehrsentwicklungsplans nach den SUMP -Leitlinien für die Wissenschaftsstadt
Darmstadt und die Region erfolgen und wird nach Beschluss vorbereitet und die weitere
Vergabe in die Wege geleitet.
Der benötigte Eigenanteil gemäß der datenschutzrelevanten Anlage 5 stehen durch
Mittelverschiebungen beim Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung aus dem
Ergebnishaushalt, Kostenstelle 069 -000-1000, Kostenträger: 5610 -42, Sachkonto 6861000,
in den Haushaltsjahren 2024 bis 2027 zur Verfügung.
Darmstadt, den 21.05.2024
Dezernat I Dezernat III Dezernat IV Dezernat VI
Hanno Benz Michael Kolmer André Schellenberg Paul Georg Wandrey
Oberbürgermeister Stadtrat Stadtkämmerer Stadtrat
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Punkt 3: Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+) (V-Nr. 2024/0109) Stadtrat Wandrey teilt eine kleine redaktionelle Änderung mit, dass es auf Seite 2 der Begründungsseite im zweiten Absatz anstatt Stellenplan 2024 es Stellenplan 2025 heißen muss. Der Ausschuss für Mobilität, Bürgerservice, Ordnungswesen, Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen empfiehlt der Stadtverordneten- versammlung, der Vorlage zuzustimmen. Stimmenthaltung: AfD-Fraktion
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Punkt 14: Erstellung eines integrierten Verkehrsentwicklungsplans (SUMP: Sustainable Urban Mobility Plan Darmstadt und Region 2035+) (V-Nr. 2024/0109) Der Vorlage wird zugestimmt. Stimmenthaltung: AfD
Beratungsverlauf (5)
Orte (2)
- Jägertorstraße 207
- Mina-Rees-Straße 10
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2024/0109
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 18.03.2024
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00