A-R/0049/2015
Wohnen + Leben in Münster 2030 - Wachstum braucht Planung
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a-r-0048-2015-Wohnen 2030 AG 150826doc
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Antrag an den Rat Nr.: A-R/0049/2015 FDP-Ratsfraktion Geringhoffstraße 48 48163 Münster Tel. 0251 - 987 30 60 Fax: 0251 - 987 30 61 Email: fraktion@fdp-ms.de Münster, 25.08.2015 Antrag: Wohnen + Leben in Münster 2030 - Wachstum braucht Planung Der Rat möge beschließen: 1. Es wird noch im laufenden Jahr, spätestens in de r ersten Ratssitzung Anfang 2016, eine Planungswerkstatt „Wohnen + Leben in Münster 2 030 - Wachstum braucht Planung“ eingerichtet. Mitglieder dieser Planungswe rkstatt sollen Vertreter der Fachverwaltung, der Politik und auch externe Fachle ute sein. Ergänzt wird die Planungswerkstatt durch Akteure aus dem Wohnungsmar kt (Bauträger etc.). Auch eine Zusammenarbeit mit der münster school oft architecture (msa) kann angestrebt werden (Münster 2030 – Ideenwettbewerb für die Qualifizierung von Raumreserven). 2. Münster ist derzeit nach einer aktuellen Studie des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung (BBSR), Bonn, die Großstadt mit dem g rößten Zuwachs an Neubürgern (+8,9 Prozent). Damit steht die Stadt vo r der großen Herausforderung, als überdurchschnittlich stark wachsende Kommune nicht nur ihre jetzt schon hier lebenden Bürgerinnen und Bürger mit ausreichend attraktivem Wohnraum zu versorgen, sondern nach der jüngsten Prognose von IT-NRW bis zum Jahr 2030 voraussichtlich den Zuzug von zusätzlich ca. 40.000 Menschen zu bewältigen. Auch wenn von der Annahme ausgegangen wird, dass di e im Baulandprogramm aufgelisteten Zahlen den angenommenen Zielwert für 2020 überschreiten sollen, reicht die Planung allein bis 2020 nicht aus. Auch vor dem Hintergrund unterschiedlicher Einflussfaktoren muss die zukünftige Planung flexib el sein und eine größeren Zeithorizont erfassen. Nach den aktuellen Zahlen de s Institutes der Deutschen Wirtschaft (Köln) wird in Münster derzeit 30 Prozen t weniger Wohnraum errichtet als Bedarf besteht. Vor diesem Hintergrund ist es dring end geboten, sich stärker mit den Fragen der Stadtentwicklung zur liegenschaftlichen Sicherung neuer Bauflächen zu befassen um daraus abgeleitet rechtzeitig Weichenst ellungen für alle Bereiche einer zukunftsfähigen Stadtentwicklung vornehmen zu können: • In welchem Maß kann auf zur Verfügung stehenden Fl ächen und der vorhandenen Infrastruktur in den bestehenden Stadtteilen noch e ine Nachverdichtung erfolgen? Welches Konfliktpotenzial kann sich möglicherweise aus diesen Nachverdichtungen ergeben? • Ist die Planung eines komplett neuen Stadtteils mi t allen zusätzlichen Investitionen für eine neue Infrastruktur (z.B. ÖPNV, Bahnhaltepu nkte) notwendig? Wo soll / kann dieser entstehen? Wie soll er später aussehen? - 2 - • Können neue Wohngebiete an die Außenstadtteile „an gedockt“ werden? Wie müsste dafür die vorhandene Infrastruktur (z.B. ÖPNV, Bahn haltepunkte) ausgebaut werden? Welches Konfliktpotenzial kann sich möglich erweise aus Stadtteil- erweiterungen ergeben? • Können Außenstadtteile durch neue Wohngebiete im W ege des Lückenschlusses an das Kern-Stadtgebiet angebunden werden, ohne dass d as ‚grüne Münster‘ allzu sehr darunter leidet oder Frischluftzonen zerstört werde n? Welches Konfliktpotenzial kann sich möglicherweise aus diesen Lückenschlüssen ergeben? • Wie wirkt sich der zu erwartende Zuzug auf die bes tehende städtische Infrastruktur aus? Wie ist diese weiterzuentwickeln? Diese und weitere, ähnlich gelagerte Fragen sollen nicht nur anhand von Planungsvarianten und der Verfügbarkeit von Flächen, sondern auch in ihrer politischen Beurteilung diskutiert werden. Am Ende dieses Proze sses soll ein Konzept stehen, das die Möglichkeiten der städtebaulichen Entwicklung b is 2030 und darüber hinaus aufzeigt. 3. Dieser Vorentwurf von externen Fachleuten, der V erwaltung und der Politik soll im weiteren Verfahren zunächst in einem breit angelegt en Bürgerbeteiligungsverfahren diskutiert werden. In einem nächsten Schritt sollen die Vorschläge und Ideen der Bürger in diesen Vorentwurf eingearbeitet werden. Der dara us entstandene Entwurf soll in einer weiteren Beteiligungsrunde nochmals den Bürge rinnen und Bürgern vorgelegt werden, ehe er dann in den Gremien des Rates behandelt wird. Die Herausforderungen an die wachsende Stadt Münste r müssen von allen Bürgerinnen und Bürgern angenommen, aufgegriffen un d mitgetragen werden können. Denn alle werden in den unterschiedlichsten Formen davon betroffen sein. Nur ein breit angelegter Diskussionsprozess kann gewährleisten, d ass denkbare stadtweite Lösungen auch von einer breiten Mehrheit der Bürger innen und Bürger akzeptiert werden. 4. Ende 2016, spätestens Anfang 2017, soll dem Rat und seinen Gremien ein erster Zwischenbericht vorgelegt werden. Darin werden unte r anderem die weiteren Arbeitsschwerpunkte und -verfahren beschrieben und eine möglichst präzise Zeitschiene für das weitere Vorgehen festgelegt. Begründung: erfolgt mündlich gez. Carola Möllemann-Appelhoff Hans Varnhagen Jörg Berens Jürgen Reuter FDP-Fraktion im Rat
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Geringhoffstraße 48
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0049/2015
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 26.08.2015
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37