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Aufbau eines On-Demand-Angebots als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot

Mitteilung Ausschuss 3072/2019 vom 06.09.2019

Stand: Am 10.09.2019 im Verkehrsausschuss beraten. Ergebnis: Kenntnis genommen.

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    Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/661/1 Vorlagen-Nummer 06.09.2019 3072/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 10.09.2019 Aufbau eines On-Demand-Angebots als Ergänzung zum bestehenden ÖPNV-Angebot Gemäß Nahverkehrsplan (NVP) der Stadt Köln, in dem der Aufbau eines Angebots zur Feinerschlie- ßung von Quartieren ggf. durch Bedarfsverkehre definiert ist, plant die Kölner Verkehrs-Betriebe AG (KVB) im Rahmen eines Pilotprojekts einen On-Demand-Verkehr (Ridepooling) in Köln aufzubauen. Dieses bedarfsgesteuerte Angebot soll das bestehende, klassische ÖPNV-Angebot ergänzen und verbessern. Im Rahmen des Projektes sollen zehn Kleinbusse mit elektrischem Antrieb beschafft werden, die flexibel gebucht und genutzt werden können. Diese On-Demand-Verkehre dienen der Feinerschließung von Quartieren (Mo. – Fr. tagsüber) und schaffen ein zusätzliches Angebot in Zei- ten schwacher Verkehrsnachfrage (als Nacht-Shuttle Fr. – Sa. im Innenstadtbereich). Das Projekt verfolgt das Ziel, in einem Piloteinsatz über eine Dauer von ca. 48 Monaten ab Mitte 2020 konkrete Erfahrungen mit neuen Mobilitätsformen zu sammeln. Mit dem On-Demand-Angebot kommt die KVB den im Nahverkehrsplan festgeschriebenen Anforderungen hinsichtlich der Feinerschließung in den Stadtteilen und Quartieren mit flexiblen Bedienungsformen nach. Die detaillierte Ausgestaltung des Angebotes, welche sich auf die Auswahl und Festlegung der Bedienungsgebiete sowie die Betriebs- zeiten und weitere Parameter bezieht, soll auf Basis der Analysen des NVP, Kapitel 6.1.2 Erreichbar- keit von Haltestellen, im Rahmen des Projektes mit dem Softwarepartner entwickelt werden. Die ab- schließende Ausgestaltung des Angebotes wird zwischen KVB und Verwaltung abgestimmt und an- schließend dem Rat zur Entscheidung vorgelegt. Das geplante Angebot bietet eine flexible Mobilitätslösung in noch festzulegenden Gebieten. Es ist unabhängig von festen Routen und vorgegebenen Fahrplänen und wird auf Nachfrage der Fahrgäste durchgeführt. Dabei teilen sich mehrere Reisende ein Fahrzeug (Pooling) und werden vorzugsweise nach Buchung per App (eine telefonische Bestellung ist ebenfalls möglich) an einer bestehenden oder virtuellen Haltestelle abgeholt und zu ihrem Ziel gebracht. Ein Algorithmus kombiniert die Anfragen, bündelt ähnliche Fahrtwünsche, plant die optimalen Routen und berechnet die individuellen Fahr- und Ankunftszeiten, welche ebenfalls in der App dargestellt werden. Die Fahrzeuge sollen zunächst von einem Fahrer gesteuert werden, jedoch langfristig – bei Verfügbarkeit der Technologie sowie bei ge- klärtem Rechtsrahmen – teilautomatisiert oder vollautomatisiert fahren. Die Kosten werden in einer Größenordnung von ca. 1 Mio. € pro Jahr liegen. Zu dem Projekt wurde ein Förderantrag beim Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gestellt, mit Aussich- ten auf eine Förderzusage in Höhe von 50 % der Kosten für die Jahre 2020 - 2024. Der Eigenanteil ist bereits im Wirtschaftsplan der KVB eingeplant, eine Aufnahme in den Öffentlichen Dienstleistungsauf- trag soll durch den noch vorzunehmenden Ratsbeschluss nach Abschluss der Planungsphase erfol- gen. Gez. Blome

Beratungsverlauf

  1. 10.09.2019

    Verkehrsausschuss

    TOP 7.2.13, Kenntnisnahme (Mitteilung). Ergebnis: Kenntnis genommen

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