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Schenkung von Kunstwerken des Künstlers Claes Oldenburg an das Museum Ludwig
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 2851/2020 vom 10.12.2020
Stand: Am 04.02.2021 im Rat ungeändert beschlossen.
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VII/4511 Vorlagen-Nummer 2851/2020 Freigabedatum 23.11.2020 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Schenkung von Kunstwerken des Künstlers Claes Oldenburg an das Museum Ludwig Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat nimmt die Schenkung der Kunstwerke von Claes Oldenburg an das Museum Ludwig mit Dank an. Ausschuss Kunst und Kultur 26.01.2021 Rat 04.02.2021 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung Claes Oldenburg geb. 1929 Stockholm, lebt und arbeitet in New York Mouse Museum – Continued (I), 2016 37 objects; on wood shelf, encased in Plexiglas (top, front, sides) Dimensions variable; on shelf: 84 x 11 x 7/8 in. (213.4 x 28 x 2.2 cm) Copyright 2016 Claes Oldenburg Mouse Museum – Continued (II), 2016 44 objects; on wood shelf, encased in Plexiglas (top, front, sides) Dimensions variable; on shelf: 84 x 11 x 7/8 in. (213.4 x 28 x 2.2 cm) Copyright 2016 Claes Oldenburg Versicherungswert je $45,000 (ca. 76.250 €) Claes Oldenburg zählt zu den international bedeutendsten Vertretern der Pop Art. Seine monumenta- len, an Alltagsgegenständen orientierten Skulpturen im öffentlichen Raum prägen Orte in zahlreichen Metropolen. Den Kölner*innen ist das „Eishörnchen“ auf dem Gebäudedach Ecke Neu- markt/Schildergasse täglich im Blick. In der Pop Art Sammlung des Museum Ludwig ist Claes Oldenburg mit einer Vielzahl wichtiger Werke vertreten. Dazu zählt das legendäre, 1960 entstandene Environment The Street ebenso wie die an Konsumgütern des Alltags orientierten, aus bemaltem Gips geformten Objekte des Store oder die weichen, aus Leinen genähten und weiß getünchten Ghost Versions von Waschbecken und Licht- schaltern, die mit Verfremdungen spielen, denen vertraute Gebrauchsgegenstände durch geänderte Größen und Materialkonsistenzen unterliegen. Oldenburgs berühmtes Mouse Museum erwarb Peter Ludwig 1979 vom Künstler mit der Aussicht, dass es später im geplanten Neubau des Museum Ludwig seinen dauerhaften Ort finden sollte. Nach einer ersten Präsentation in Köln ging es damals als Leihgabe der Sammlung Ludwig an das Museum Moderner Kunst Stiftung Ludwig Wien, 1991 dann schließlich als Schenkung dorthin. In Köln war es seither jeweils nur für einige Gastspiele zu sehen. Das Mouse Museum ist für Oldenburg mehr als eine Ansammlung von Souvenirs, vielmehr dient es der Reflexion von Alltagserfahrung. Er selbst hat es mit der Spielzeugsammlung eines Kindes vergli- chen, das Dinge hortet, die zu gegebener Zeit nützlich erscheinen und eine Modellsituation von Welt darstellen. Sich beim Betrachten dieser Dinge selbst in eine Maus zu versetzen bedeutet, kleine Din- ge riesig, als Skulpturen oder Monumente zu sehen. Das Mouse Museum mit seinen Versatzstücken von Zivilisation ist als Mikrokosmos grundlegender Museumerfahrung gedacht. Mit den in 2016 entstandenen Arbeiten Mouse Museum – Continued (I u. II) greift Claes Oldenburg die beschriebene Idee seines historischen Mouse Museums wieder auf und führt es fort. Er schafft zu dem Thema neue Werke, die sich an der früheren Arbeit, die sich weiterhin in Wien befindet, an- 3 schließen. Darüber hinaus verweist er in spielerischer Form als Institutionskritik auch auf die Ent- scheidungsmacht des Sammlers, sobald der Künstler das Werk aus seinem Besitz entlassen hat. Die Werke waren 2018 als Leihgaben des Künstlers Bestandteil der Ausstellung Wir nennen es Ludwig hier in Köln. Dass sie nun als Schenkung dem Museum Ludwig vom Künstler angeboten werden, stellt eine wunderbare und künstlerisch wie sammlungsgeschichtlich äußerst sinnvolle Ergänzung des bedeutenden Bestandes an Werken von Claes Oldenburg im Museum Ludwig dar. Mit der Annahme der Schenkung ist die Fertigung einer Spendenbescheinigung verbunden. Die Bildrechte obliegen ausschließlich dem Künstler. Eine Abbildung der urheberrechtlich geschütz- ten Werke ist aufgrund dessen nicht möglich.
Beratungsverlauf
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26.01.2021
TOP 6.1, Vorberatung (Fachausschuss). Ergebnis: ungeändert beschlossen
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