2014/0292
Betriebliches Mobilitätsmanagement für die Stadtverwaltung Darmstadt Mobilitätsplan und nächste Schritte
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2014/0292
22960 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
17.09.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat III Dezernat I
Dezernat IV
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Straßenverkehrs-
und Tiefbauamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl. Be-
schlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0292
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 5110-60
Kostenstelle: 066-220-1000 / 066-200-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 511061 Sachkonto: 699300 / 6779300
Betreff: Betriebliches Mobilitätsmanagement für die Stadtverwaltung Darmstadt
Mobilitätsplan und nächste Schritte
Vorlage vom: 15.09.2014
Beschlussvorschlag :
1. Der Mobilitätsplan einschließlich des Maßnahmenkonzeptes für die Stadtverwaltung
Darmstadt wird zur Kenntnis genommen.
2. Der Durchführung der Analyse zur Dienstwegemobilität und zum Fuhrpark wird zuge-
stimmt.
3. Der Anschubfinanzierung zum Job Ticket für das Jahr 2015 wird zugestimmt.
4. Der Entwicklung eines gesamtheitlichen Konzeptes für die betriebliche Mobilität der
Stadtverwaltung wird zugestimmt.
- 2 -
Anlagen: Moblitätsplan_BMM-DA
Muster_Fuhrparkerhebung
Beschluss zum BMM
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 15.09.2014
Einführung und Zielsetzung
Die Wissenschaftsstadt hat im Jahr 2011 daran mitgewirkt ein Beratungsprogramm für Unter-
nehmen und Behörden zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement zu initiieren, welches im Jahr
2014 bereits in der vierten Runde erfolgreich durchgeführt wird. Partner der Wissenschafts-
stadt in dem Programm „Südhessen effizient mobil“ sind die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs-
und Mobilitätsmanagement Region Frankfurt RheinMain), die IHK Darmstadt Rhein Main Ne-
ckar, der Landkreis Darmstadt-Dieburg, der Landkreis Groß-Gerau sowie die DADINA. Fachlich
begleitet wird das Programm durch das Planungsbüro Verkehrslösungen aus Darmstadt.
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte als bedeutender Arbeitgeber in der Stadt mit gutem
Beispiel voran gehen und nimmt selbst als einer der ersten Arbeitgeber an dem Programm teil.
Vornehmliche Ziele sind die Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes für die Be-
schäftigten, die Reduzierung verkehrlicher Umweltbelastungen in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt (Luftreinhalteplan, Lärmaktionsplan, Klimaschutzkonzept), Reduzierung von Kosten
für Dienstfahrten inkl. dienstlichen Fuhrpark und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu
leisten.
Inzwischen gewinnt das Thema „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ über Südhessen hinaus
zunehmend an Bedeutung. Die erfolgreiche Arbeit des Netzwerks ist damit positives Beispiel
für andere Projekte in der Region bzw. deutschlandweit. An dem Programm „Südhessen effi-
zient mobil“ haben bisher ca. 30 Arbeitgeber mit insgesamt über 20.000 Beschäftigten teilge-
nommen.
Vorbildcharakter hat auch das Audit „Betriebliches Mobilitätsmanagement“ der IHK Darm-
stadt. Im Rahmen des Audits zeichnet die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar in Kooperation
mit den Netzwerkpartnern Arbeitgeber aus, die sich vorbildlich im Bereich des Mobilitätsma-
nagements engagieren. Das Zertifikat signalisiert Beschäftigten, Kunden und der Öffentlichkeit
einen vorbildhaften Umgang mit der betrieblich erforderlichen Mobilität.
Alle Schritte im Rahmen des betrieblichen Mobilitätsmanagements der Stadtverwaltung Darm-
stadt werden in der ämterübergreifenden Arbeitsgruppe (AG BMM DA) diskutiert und abge-
stimmt.
Zu 1. Mobilitätsplan und Maßnahmenkonzept für die Stadtverwaltung Darmstadt
Aufbauend auf den durchgeführten Analysen (Wohn- bzw. Arbeitsstandortbetrachtung sowie
Beschäftigtenbefragung) ist ein umfassendes Mobilitätskonzept für die betriebliche Mobilität
der Stadtverwaltung Darmstadt entwickelt worden. Die Vorgehensweise, Analysedokumentation
sowie die Maßnahmenentwicklung sind im vorliegenden Mobilitätsplan (siehe Anlage) doku-
mentiert. Die ausführlichen Steckbriefe der sechs Hauptstandorte sind in Kapitel 4 dargestellt.
Die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung und der weiteren Analysen aufgreifend soll mit dem
Maßnahmenkonzept die Mobilität von Beschäftigten vor allem in fünf zentralen Bereichen ge-
fördert und verbessert werden:
• ÖPNV-Förderung,
• Fahrradparken am Arbeitsstandort,
• Fahrgemeinschaftenförderung,
- 4 -
• Fuhrparkmanagement und
• Koordination, Information und Kommunikation.
Die Einzelmaßnahmen sind im Mobilitätsplan in Kapitel 5 ausführlich beschrieben. Hier wird
nach Maßnahmentyp unterschieden, die Maßnahme beschrieben, hinsichtlich der Umsetzbar-
keit beurteilt, der Kostenaufwand qualitativ abgeschätzt sowie die erforderlichen Akteure der
Stadtverwaltung benannt sowie eine Empfehlung zur zeitlichen Umsetzung gegeben.
Die im Mobilitätsplan ausführlich beschriebenen Maßnahmen wurden in drei Prioritätengrup-
pen in Bezug auf den Realisierungshorizont unterteilt.
Maßnahmenkonzept: Erste Priorität – Realisierung 2014/2015
Nr. Maßnahmenbeschreibung
1 ὨCὨC ὨCὨC
Öffentlicher
Verkehr
Jobticket
2 ὨCὨC ὨCὨC
Öffentlicher
Verkehr Innerbetriebliche Informationen zum ÖV-Angebot
3 ὨCὨC ὨCὨC
Öffentlicher
Verkehr
Anreiseinformationen für Besucher
4 ὨCὨC ὨCὨC
Öffentlicher
Verkehr
Betriebsausflug mit öff. Verkehrsmitteln
5 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Verbesserung der Radverkehrsanlagen im Umfeld
6 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Interne Radverkehrswettbewerbe /-kampagnen
7 /auto/auto /auto/autoKfz-Verkehr Umweltstandards für Dienstfahrzeuge
8 ℹ
Information,
Motivation Mobilitätskostenrechner im Intranet
9 ℹ
Information,
Motivation
Informationen im Intranet
10 ℹ
Information,
Motivation Informationsveranstaltungen/Aktionstage
11 ℹ
Information,
Motivation
Individuelle Mobilitätsberatung neuer Beschfätigten
(dauerhaft)
12 /finance/finance /finance/financeOrganisation Kommunikation
weiter so
weiter so
Maßnahmentyp Empfehlung
weiter so
weiter so
weiter so
weiter so
weiter so
weiter so
weiter so
kurzfristig anpacken
weiter so
weiter so
Das JobTicket wurde im Vorfeld bereits zum 1.1.2014 eingeführt. Es gilt die bereits eingeführ-
ten Maßnahmen fortzuführen.
- 5 -
Maßnahmenkonzept: Zweite Priorität – Realisierung ab 2016
Nr. Maßnahmenbeschreibung
13 /finance/finance /finance/financeOrganisation Mobilitätskoordinator/-in
14 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Fahrradleasing für Beschäftigte (z.B. Rad & Tat)
15 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Dienstfahrräder/Dienstpedelec
16 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Einbindung in öff. Fahrradvermietsystem
17 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Informationen zur Fahrradausstattung
18 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Unterstützung bei Fahrradreperaturen
19 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Qualitätsvolle Fahrradabstellanlangen für Beschäftigte weiter so kurzfristig
anpacken
20 Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Qualitätsvolle Fahrradabstellanlagen für Besucher weiter so kurzfristig
anpacken
21 /auto/auto /auto/autoKfz-Verkehr Fahrgemeinschaftenförderung
22 /auto/auto /auto/autoKfz-Verkehr Fuhrparkmanagement
23 /auto/auto /auto/autoKfz-Verkehr Abbau von Vergünstigungen beim Parken
24 /auto/auto /auto/autoKfz-Verkehr Einführung von Stellplatzbewirtschaftung
25 /auto/auto /auto/autoKfz-Verkehr Schulungen zu effizienter Kfz-Nutzung (Spritsparkur s)
26 ℹ
Information,
Motivation
Individuelle Mobilitätsberatung aller Beschfätigten
(einmalig)
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
Maßnahmentyp Empfehlung
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
kurzfristig anpacken
Die Konzeptentwicklung zu Dienstwegemobilität und Fuhrparkmanagement als letzter Baustein
des Programms und Pilotprojekt im Rahmen des Programms „Südhessen effizient mobil“ ist
derzeit in Vorbereitung (siehe Punkt 2 der Magistratsvorlage). Im Rahmen des Gesamtkonzep-
tes soll auch für 2016 geprüft werden, welche Maßnahmen sukzessive umgesetzt werden kön-
nen.
Maßnahmenkonzept: Dritte Priorität – Langfristige Realisierung
Nr. Maßnahmenbeschreibung
27 ὨCὨC ὨCὨC
Öffentlicher
Verkehr
Verbesserung der Haltestellenerreichbarkeit durch
Bike+Ride
28
Ὣ2Ὣ2 Ὣ2Ὣ2 Fahrrad Duschen / Umkleiden
29 /finance/finance /finance/financeOrganisation Interne Mobilitätskostenrechnung
30 ὨCὨC ὨCὨC
Öffentlicher
Verkehr
Verbesserung der Haltestellenerreichbarkeit
durchAngebotsanpassung
mittelfristig anpacken
mittelfristig anpacken
mittelfristig anpacken
langfristig anpacken
Maßnahmentyp Empfehlung
- 6 -
Zu 2. Analyse der Dienstwegemobilität und des dienstlichen Fuhrparks
Das Betriebliche Mobilitätsmanagement in der Stadtverwaltung Darmstadt hat sich zunächst
auf die Mobilität auf dem Arbeitsweg fokussiert. Eine wichtige Maßnahme war hierbei die Ein-
führung des JobTickets. In einem nächsten Schritt muss es nun darum gehen, auch die dienst-
liche Mobilität einzubeziehen. Damit wird auch berücksichtigt, dass Arbeits- und Dienstwege
häufig zusammenhängen: wer beispielsweise darauf angewiesen ist, seinen privaten Pkw auf
Dienstfahrten zu nutzen, ist gleichsam gezwungen, mit dem Pkw zur Arbeit zu kommen.
Die im Zuge des Betrieblichen Mobilitätsmanagement-Prozesses bereits durchgeführten Erhe-
bungen und Analysen zeigen, dass die dienstliche Mobilität der Beschäftigten der Stadtverwal-
tung Darmstadt einen erheblichen Umfang einnimmt und die Vorhaltung entsprechender Res-
sourcen erfordert:
Immerhin knapp die Hälfte (48 %) aller Teilnehmenden an der Beschäftigtenbefragung unter-
nimmt regelmäßig (mindestens ein Mal pro Monat) dienstliche Wege, 13 % sind sogar täglich
dienstlich unterwegs. Für diese Dienstwege werden am häufigsten Dienst-Kraftfahrzeuge ge-
nutzt (28 %), dicht gefolgt vom öffentlichen Nahverkehr (26 %) und von privaten Kraftfahrzeu-
gen (25 %); Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad spielen eine nachgeordnete Rolle (8 % bzw.
9 %).
Für die dienstliche Mobilität werden bei den Ämtern insgesamt knapp 100 Pkw vorgehalten,
mit denen jährlich zwischen 800.000 und 1 Mio. Kilometer zurückgelegt werden. Die für die
Dienst-Pkw aufgewendeten Kosten belaufen sich nach den Ergebnissen der Ämterbefragung in
der Summe auf über 330.000 Euro pro Jahr; die große Spannbreite der aus der Ämterbefra-
gung sich ergebenden Durchschnittskosten je Fahrzeug von rund 1.000 Euro bis rund 8.000
Euro legt jedoch den Schluss nahe, dass die realen Kosten nicht von allen Ämtern vollständig
erfasst werden.
Zusätzlich werden jährlich Fahrten mit Privat-Pkws im Umfang von rund 200.000 km abge-
rechnet, was unter der Annahme des Vorliegens triftiger Gründe für diese Fahrten Kosten in
Höhe von 70.000 Euro entspricht.
Für die Anmietung von 230 Stellplätzen in Tiefgaragen und Parkhäusern wendet die Stadt
Darmstadt jährlich etwa 190.000 Euro auf, wovon auf die Beschäftigten bei Nutzung aller für
sie verfügbaren Stellplätze ein Eigenanteil von rund 86.000 Euro entfällt.
Die bisherigen Erhebungen und Analysen der dienstlichen Mobilität zeigen die Bedeutung die-
ses Themas sowie grundlegende Verbesserungspotenziale auf. Sie reichen aber in Umfang und
Tiefe noch nicht aus, um konkrete Maßnahmen zu konzipieren. Es ist daher erforderlich, die
dienstliche Mobilität vertieft zu untersuchen. Damit sind die Ziele verbunden, Potenziale für
eine nachhaltigere und effizientere Mobilität im Bereich der Dienstwege zu identifizieren (Ziel-
felder Gesundheit, Verkehrssicherheit, Umwelt und Kosten) und ein Gesamt-Maßnahmenpaket
zum Mobilitätsmanagement unter Integration von Arbeits- und Dienstwegen zu schnüren. Bei
der Maßnahmenkonzeption ist stets die Randbedingung zu wahren, dass eine effiziente Erledi-
gung der Dienstgeschäfte gewährleistet sein muss.
- 7 -
Gegenstand und Ablauf der Analyse
Zur Analyse der Dienstwege ist es erforderlich, die nachfolgend genannten Daten und Informa-
tionen zu erheben und auszuwerten:
• Fahrtenbücher aller Dienst-Pkw und aller privaten Pkw, für die eine dauerhafte Nutzungs-
genehmigung im Sinne der Rundverfügung Nr. 36 vom 4.12.2008 besteht.
• Jahreslaufleistung und Treibstoffverbräuche der einzelnen Dienst-Pkw.
• Wegstreckenentschädigungen mit privaten Fahrzeugen, für die keine Fahrtenbücher ge-
führt werden, sowie Kostenerstattungen für ÖPNV-Einzelfahrscheine.
• Angaben zu Dienstreisen (Ziele, Verkehrsmittel, Kosten, …).
• Anzahl ÖPNV-Jahreskarten der Ämter.
Im Sinne der Dateneffizienz und eines raschen Projektergebnisses wird soweit als möglich auf
bereits vorliegende Daten und Informationen zurückgegriffen bzw. auf Daten, die ohnehin er-
fasst werden müssen.
Für einen Acht-Wochen-Zeitraum zwischen September und November 2014 werden gesonderte
Fahrtenbücher geführt und anschließend ausgewertet; damit wird sichergestellt, dass die Fahr-
tenbucheinträge die für die Analysen erforderliche Qualität haben, und es können zusätzliche
Daten zu mitgeführtem Gepäck, Material etc. erhoben werden. Die übrigen Daten und Informa-
tionen (Pos. 2 bis 5) werden direkt bei den Ämtern bzw. beim EAD abgefragt (Fragebogen
und/oder persönliche Gespräche).
Die Verarbeitung der Daten ist mit der Datenschutzbeauftragten abgestimmt. Insbesondere
werden alle personenbezogenen Angaben (Namen, exakte Ziele der Dienstwege) vollständig
pseudonymisiert und die Analyseergebnisse werden so aggregiert, dass kein Rückschluss auf
einzelne Personen möglich ist.
Um eventuelle Informationslücken zu schließen und Verwaltungsabläufe sowie Rahmenbedin-
gungen (Anlässe, dienstliche Sachzwänge) von Dienstwegen zu erfassen, werden ergänzend
Interviews mit Vertretern der Ämter geführt. Hierbei werden auch die Nutzung von Dienstfahr-
rädern bzw. –Pedelecs berücksichtigt. Ferner wird mit fachlicher Unterstützung der Kämmerei
der städtische Haushalt im Hinblick auf die dienstliche Mobilität betreffende Positionen syste-
matisch analysiert.
Mit Hilfe der Erhebungen lässt sich zusammen mit den bereits vorliegenden Informationen ein
differenziertes Bild der Nutzung von Dienst- und Privat-Pkw sowie sonstigen Verkehrsmitteln
auf Dienstwegen sowie deren Kostenstrukturen entwickeln.
Bei einem Start der Erhebungsvorbereitung im September können die Analysen vsl. bis Ende
Januar 2015 abgeschlossen werden. Mit der Vorlage eines verwaltungsintern abgestimmten
Maßnahmenkonzepts ist dann bis Mitte 2015 zu rechnen.
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Erwartete Ergebnisse
Im Ergebnis der Analysen sind belastbare Aufschlüsse darüber zu erwarten, ob der Fuhrpark
effizient genutzt wird, welche Maßnahmen in Organisation und Beschaffung ggf. die Effizienz
des Fuhrparks und der Dienstwege steigern können, ohne dass dienstliche Obliegenheiten be-
einträchtigt werden, und welche Beiträge Fuhrpark und Dienstwege zur Wirtschaftlichkeit des
gesamten Betrieblichen Mobilitätsmanagements bei der Stadtverwaltung leisten können.
Die Analyse und Konzeptentwicklung erfolgt unter Federführung der Abteilung Verkehrsentwick-
lung beim Straßenverkehrs- und Tiefbauamt und wird begleitet durch die stadtinterne Arbeits-
gruppe Betriebliches Mobilitätsmanagement.
Die Durchführung erfolgt im Rahmen eines Pilotprojektes durch das von der ivm GmbH beauf-
tragte Büro Verkehrslösungen. Die Stadt wird mit der ivm GmbH einen Kooperationsvertrag
über die Hälfte der Kosten in Höhe von 18.147,50 Euro abschließen.
(Kostenstelle: 066-200-1000, Sachkonto: 6779300)
Zu 3. Anschubfinanzierung JobTicket für das Jahr 2015
Seit acht Monaten hat die Stadt Darmstadt für ihre Beschäftigten das JobTicket eingeführt.
Obwohl von Monat zu Monat ein kontinuierlicher Anstieg zu verzeichnen ist, haben bisher nur
rund. 28 % aller Berechtigten, d.h
. 830 Beschäftigte (Stand August 2014) ein JobTicket bean-
tragt, Tendenz steigend.
Ein Vergleich mit anderen Unternehmen, die ebenfalls ein JobTicket eingeführt haben, zeigt,
dass die Einführungsphase im üblichen Rahmen liegt und mindestens eine Zeit von ca. 2 Jah-
ren benötigt wird, bis ein JobTicket sich etabliert hat.
Unter diesen Randbedingungen wird die Kostendeckung Ende des Jahres bei ca. 45 % der an
den RMV zu entrichtenden Kosten in Höhe von 530.000,-- Euro liegen, was einem Defizit von
rund 290.000,-- Euro entspricht. Die Anschubfinanzierung kann inkl. der übertragenen Reste
aus den Jahren 2012 und 2013 u. U. ein Defizit von bis zu 8.000,-- Euro aufweisen, in Abhän-
gigkeit der noch möglichen Nutzungssteigerung zum Winter hin.
Um bei unveränderten Randbedingungen eine kostendeckende Ausgabe des JobTickets errei-
chen zu können, wäre eine JobTicketnutzung von ca. 50 % der Beschäftigten erforderlich, was
zeitnah als eher unrealistisch zu bewerten ist. Bei einer Erhöhung des JobTicket-
Ausgabepreises an die Beschäftigten und evtl. Nachverhandlungen mit dem RMV zwecks einer
Reduzierung des Einkaufspreises könnte eine Kostendeckung bei einer Nutzungssteigerung auf
ca. 40 % erreicht werden.
Somit wird deutlich, dass das JobTicket im Jahr 2015 mit einer Anschubfinanzierung von
100.000,--Euro bei unveränderten Randbedingungen nicht kostendeckend sein wird.
Folgende Maßnahmen zur unterstützenden Refinanzierung sind prinzipiell möglich:
• Steigerung der JobTicket-Nutzung durch weitere Beratung, Marketing.
• Einführung eines „Wintertickets“ (z.B. für Radfahrer) bzw. eine zeitlich flexible Nut-
zungsmöglichkeit.
- 9 -
Dieses Angebot ist ohne die Änderung der bestehenden Nutzungsrichtlinien möglich, da
nur im 1. Jahr der Jobticketeinführung (2014) der Vertrag nicht gekündigt werden darf.
Danach ist eine Kündigung bei Einbehaltung einer 2-monatigen Kündigungsfrist jederzeit
möglich. Dies gilt es zeitnah entsprechend zu bewerben.
• Nachverhandlungen mit dem RMV zur Senkung des Einkaufpreises
• Preiserhöhung oder / und Verzicht auf die Mitnahmeregelung
Es wird deutlich, dass die zuvor beschriebenen Maßnahmen sowohl als Einzelmaßnahmen als
auch kombiniert zeitnah nicht zu einer kostendeckenden JobTicket-Finanzierung führen, es sei
denn der Preis würde erheblich angehoben werden. Daher soll das JobTicket nicht isoliert son-
dern als Bestandteil eines gesamtheitlichen betrieblichen Mobilitätsmanagements der Stadt-
verwaltung Darmstadt gesehen werden.
Es wird vorgeschlagen neben weiterer Bewerbung bzw. Beratung zum JobTicket inkl. der Mög-
lichkeit ein befristetes JobTicket („Winterticket“) und einer ggf. durchzuführenden Nachver-
handlung mit dem RMV von einer Preiserhöhung für das Jahr 2015 zunächst abzusehen und
insgesamt 290.000,-- Euro als weitere Anschubfinanzierung bereitzustellen (bisher sind
100.000,-- Euro im Haushalt angemeldet).
Somit sind für das Jahr 2015 weitere 190.000,-- Euro einzustellen. Für das Jahr 2014 sind
für eine Unterdeckung 8.000,-- Euro einzustellen.
(Kostenstelle: 066-220-1000, Sachkonto: 699300)
Im Jahr 2015 soll dann die Aufstellung eines Gesamtkonzepts zum betrieblichen Mobilitäts-
management (siehe Punkt 4) erfolgen, in dem für das Jahr 2016 auch die Bedingungen für das
JobTicket evtl. neu definiert werden müssen.
Weiterhin ist beabsichtigt Anfang 2015 in Zusammenarbeit mit der Abteilung für Statistik eine
Stichprobenbefragung der Beschäftigten zum Thema Nutzung bzw. Nicht-Nutzung des
JobTickets durchzuführen. Hierzu wird es eine gesonderte Magistratsvorlage geben.
Zu 4. Gesamtheitliches Konzept für die betriebliche Mobilität der Stadtverwaltung
Für die Entwicklung eines Gesamtkonzeptes zur Mobilität ist zunächst die Analyse und
Konzepterstellung zur Dienstwegemobilität einschl. Fuhrparkmanagement erforderlich. Da das
JobTicket ein zentraler aber nicht isoliert zu betrachtender Baustein eines gesamtheitlichen
betrieblichen Mobilitätsmanagements der Stadtverwaltung Darmstadt ist, ist es nicht durch
Einzelmaßnahmen zu refinanzieren. Somit ist die Entwicklung eines Gesamtpaketes zum be-
trieblichen Mobilitätsmanagement anzugehen, über das das JobTicket auch mitfinanziert wer-
den kann.
Zum zu entwickelnden Gesamtpaket gehören zu den unter Punkt 3 aufgeführten Maßnahmen
noch folgende Maßnahmen:
• Erhebliche Reduzierung der Stellplatzbezuschussung für Beschäftige in der Innenstadt
(max. ca. 80.000,-- Euro/Jahr):
Gemäß Dienstvereinbarung Nr. 14 können bestimmte Beschäftigtengruppen für die Tief-
garagen in Stadtmitte und in der Frankfurter Straße Zuschüsse von 34,20 Euro beantra-
gen. Eine Abschaffung dieser Bezuschussung setzt zunächst eine Änderung der Dienst-
- 10 -
vereinbarung voraus.
• Einführung von Parkraumbewirtschaftung an anderen Standorten
An den Hauptstandorten Bessunger Straße, EAD und Feuerwehr stehen derzeit Stellplät-
ze in unterschiedlicher Anzahl den
Im Sinne einer Mobilitätskarte erhalten alle Beschäf-
tigte, die einen Stellpatz mieten auch ein JobTicket. Beschäftigten kostenlos zu Verfü-
gung. Eine Bewirtschaftung dieser Stellplätze, z.B. in der Bessunger Straße, könnte eine
Einnahmequelle von ca. 50.000,-- Euro pro Jahr bedeuten. Im Sinne einer Mobilitätskarte
könnten alle Beschäftigte, die einen Stellpatz mieten auch ein JobTicket erhalten.
Eine kurzfristige Realisierung erscheint allerdings nicht zielführend, da durch eine solche
Maßnahme zunächst Verdrängungseffekte in die angrenzenden Wohnquartiere zu erwar-
ten sind; um dort Engpässe zu vermeiden sollte vorher eine Parkraumbewirtschaftung
mit Bewohnerparken eingeführt werden.
• Einsparungen bei der dienstlichen Mobilität und beim Fuhrpark
(siehe Punkt 2)
Eine bereits im Vorfeld teilweise sukzessive Umsetzung einzelner Maßnahmen, wie z.B. Preis-
erhöhung des JobTickets oder eine kurzfristige Einführung von Stellplatzbewirtschaftung wird
voraussichtlich für Unmut bzw. zu geringer Akzeptanz bei den Beschäftigten führen. Ein Ge-
samtkonzept zur nachhaltigen betrieblichen Mobilität, bei dem allen Beteiligen sowohl die Vor-
teile als auch die evtl. Einschränkungen präsentiert werden, verspricht eine angemessene Ak-
zeptanz.
Die Konzeptentwicklung soll bis Mitte 2015 erfolgen, so dass eine Umsetzung des Gesamtkon-
zepts für 2016 entwickelt und beschlossen werden kann. Zu den Kosten der Konzeptentwick-
lung siehe Punkt 2.
Der Gesamtpersonalrat hat bei einer ersten Vorstellung vorbehaltlich Punkt 4, für den noch
Klärungsbedarf besteht, den Punkten 1 bis 3 zugestimmt (siehe beigefügtes Schreiben vom
Gesamtpersonalrat).
Darmstadt, 15.09.2014
III-66/4 Saa-Wg
Nst. 2820
Der Dezernent I Die Dezernentin III Der Dezernen t IV
Jochen Partsch Cornelia Zuschke André Schellenbe rg
Oberbürgermeister Stadträtin Stadtkämmerer
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Gesamtpersonalrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt Darmstadt, Ho 29.August 2014 Nst.: 3381 Herrn Oberbürgermeister Jochen Partsch Dienststellenleiter im Sinne des HPVG Dezernat I Betriebliches Mobilitätsmanagement für die Stadtverwaltung Darmstadt -Mobilitätsplan und nächste Schritte- hier: Ihr Schreiben vom 31. Juli 2014 Bezug: Erörterung mit Herrn Reißer am 14. August 2014 Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Partsch, der Gesamtpersonalrat hat in seiner Sitzung am 14. August 2014 zur oben genannten Maßnahme,nach einvernehmlicher Erörterung mit Herrn Bürgermeister Reißer, wie folgt entschieden: 1. Das Gremium hat den Mobilitätsplan einschließlich des Maßnahmenkonzeptes für die Stadtverwaltung Darmstadt zur Kenntnis genommen. 2. Das Gremium hat der Durchführung der Analyse zur Dienstwegemobilität und zum Fuhrparkzugestimmt. 3. Das Gremium hat der Anschubfinanzi erung zum JobTicket für das Jahr 2015 zugestimmt. Der Punkt 4. Entwicklung eines gesamtheitlichenKonz eptes für die betriebliche Mobilität der Stadtverwaltung wurde zurückgestellt, da es noch Klärungsbedarf zu der Aussage, dass alle Beschäftigten, die einen Stellplatz mieten, auch ein JobTicket bekommen, gibt. Mit freundlichen Grüßen gez. Sabine Holinka Sabine Holinka stellv. Vorsitzende In Kopie Herrn Bürgermeister Reißer, Dezernat II, zur Kenntnis. Sabine Holinka stellv. Vorsitzende
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Südhessen effizient mobil ‐ Mobilitätsmanagement für Unternehmen und Behörden in Südhessen Mobilitätsplan der Stadtverwaltung Darmstadt Bericht für Wissenschaftsstadt Darmstadt Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Abt. Verkehrsentwicklung, Verkehrs‐ und Mobilitätsmanagement Bessunger Straße 125 ‐ 127, Block C 64295 Darmstadt Bearbeiter/in: Dipl. Geogr. Greta Wieskotten Dr. Ing. Volker Blees Datum: April/Juli 2014 Seite 1 von 93 Inhalt Abbildungsverzeichnis............................................................................................................................. 2 Tabellenverzeichnis ................................................................................................................................. 4 1 Ausgangslage und Anlass ................................................................................................................ 5 2 Aufgabe und Vorgehensweise......................................................................................................... 5 3 Analyse für das Betriebliche Mobilitätsmanagement ..................................................................... 6 3.1 Lage und verkehrliche Rahmenbedingungen.......................................................................... 6 3.2 Beschäftigtenstruktur und Wohnortverteilung der Beschäftigten ......................................... 8 3.3 Betriebliche Regelungen zu Mobilität ................................................................................... 12 3.3.1 Allgemeine Angaben zu Regelungen in Bezug auf Mobilität ............................................ 12 3.3.2 Kosten für Stellplätze ........................................................................................................ 15 3.3.3 Dienstfahrzeuge und Dienstwege mit Privat‐Kfz............................................................... 17 3.3.4 Weitere mobilitätsrelevante Infrastruktur........................................................................ 21 3.4 Mobilitätsverhalten der Beschäftigten ................................................................................. 21 3.4.1 Rahmenbedingungen zum Mobilitätsverhalten................................................................ 21 3.4.2 Wie kommen Beschäftigte der Stadtverwaltung Darmstadt zur Arbeit? ......................... 22 3.4.3 Erreichbarkeit der Arbeitsplatzes mit den verschiedenen Verkehrsmitteln..................... 25 3.4.4 Dienstgänge....................................................................................................................... 31 3.4.5 Anregungen der Beschäftigten.......................................................................................... 34 4 Steckbriefe für Einzelstandorte..................................................................................................... 36 5 Maßnahmenplan ........................................................................................................................... 36 5.1 Zentrale Maßnahmen............................................................................................................ 37 5.1.1 Jobticket ............................................................................................................................ 37 5.1.2 Radfahrinfrastruktur am Standort..................................................................................... 40 5.1.3 Fahrgemeinschaftsförderung ............................................................................................ 41 5.1.4 Koordination und Kommunikation.................................................................................... 41 5.1.5 Fuhrparkmanagement....................................................................................................... 43 5.2 Weitere Maßnahmen ............................................................................................................ 43 Anlagen.................................................................................................................................................. 50 Anlage 1: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Neues Rathaus ............................. 51 Anlage 2: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Grafenstraße................................ 58 Anlage 3: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Frankfurter Straße ....................... 65 Anlage 4: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Technisches Rathaus ................... 72 Anlage 5: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Feuerwehr ................................... 79 Anlage 6: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort EAD .............................................. 85 Seite 2 von 93 Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Ablaufplan Betriebliches Mobilitätsmanagement Südhessen ...................................... 5 Abbildung 2: Großräumliche Verkehrsanbindung an das Autobahn‐ und Straßennetz der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: Open Streetmap)........................................... 7 Abbildung 3: Großräumliche Anbindung an den öffentlichen Verkehr der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: Open Streetmap) ........................................................................... 7 Abbildung 4: Wohnorte von Beschäftigten der Stadtverwaltung außerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt...................................................................................................................... 9 Abbildung 5: Wohnorte von Beschäftigten der Stadtverwaltung innerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt...................................................................................................................... 9 Abbildung 6: Wohnsitzkarte der Beschäftigten der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: Vermessungsamt Darmstadt, Januar 2013) ................................................................ 11 Abbildung 7: Entfernung des Wohnorts der Beschäftigten zum Arbeitsort .................................... 22 Abbildung 8: (Fast) täglich genutztes Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit ................................ 23 Abbildung 9: Häufigkeit der Nutzung von Verkehrsmitteln auf dem Arbeitsweg............................ 24 Abbildung 10: Verkehrsmittelnutzung nach zurück zu legender Entfernung .................................... 25 Abbildung 11: Zeitaufwand für den Arbeitsweg................................................................................. 26 Abbildung 12: Genutzte ÖPNV Fahrkarten......................................................................................... 27 Abbildung 13: Möglichkeiten zur Nutzung von Bus und Bahn auf dem Arbeitsweg.......................... 27 Abbildung 14: Bedingungen für die ÖPNV‐Nutzung auf dem Arbeitsweg ......................................... 28 Abbildung 15: Bedingungen für die Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit.................................. 29 Abbildung 16: Möglichkeiten zur Nutzung des Fahrrads ................................................................... 29 Abbildung 17: Gründe für die Pkw‐Nutzung auf dem Arbeitsweg ..................................................... 30 Abbildung 18: Möglichkeiten für die Nutzung von Fahrgemeinschaften auf dem Weg zur Arbeit ... 30 Abbildung 19: Bedingungen für die Nutzung von Fahrgemeinschaften auf dem Weg zur Arbeit ..... 31 Abbildung 20: Häufigkeit von Dienstwegen ....................................................................................... 32 Abbildung 21: Häufigkeit von Dienstwegen und Anzahl der Ziele ..................................................... 32 Abbildung 22: Entfernung dienstlicher Ziele ...................................................................................... 33 Abbildung 23: Verfügbarkeit von Dienstwagen.................................................................................. 33 Abbildung 24: Verkehrsmittelnutzung auf dem Dienstweg ............................................................... 34 Abbildung 25: Anregungen zum Arbeitsweg ...................................................................................... 35 Abbildung 26: Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes .................................................. 35 Abbildung 27: Werbeflyer zur Einführung des Jobtickets .................................................................. 38 Abbildung 28: Mobilitätskostenrechner im Intranet.......................................................................... 39 Abbildung 29: Logo mobimax ............................................................................................................. 42 Abbildung 30: Flyer zur Steigerung der Motivation mit dem Rad zur Arbeit zu fahren..................... 42 Seite 3 von 93 Abbildung 31: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Neues Rathaus) .................................. 52 Abbildung 32: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Neues Rathaus) ..................................................... 53 Abbildung 33: Verkehrsinfrastruktur am Standort Neues Rathaus.................................................... 54 Abbildung 34: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Neues Rathaus ............................... 54 Abbildung 35: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Stadthaus Grafenstraße) .................... 58 Abbildung 36: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Stadthaus Grafenstraße)....................................... 59 Abbildung 37: Verkehrsinfrastruktur am Standort Stadthaus Grafenstraße ..................................... 60 Abbildung 38: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Grafenstraße .................................. 61 Abbildung 39: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Stadthaus Frankfurter Str.)................. 66 Abbildung 40: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Stadthaus Frankfurter Str.) ................................... 66 Abbildung 41 Verkehrsinfrastruktur am Standort Stadthaus Frankfurter Straße ............................. 68 Abbildung 42: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Frankfurter Straße.......................... 68 Abbildung 43: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Technische Ämter).............................. 73 Abbildung 44: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Technische Ämter) ................................................ 73 Abbildung 45: Verkehrsinfrastruktur am Standort Technisches Rathaus .......................................... 75 Abbildung 46: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Technisches Rathaus ...................... 75 Abbildung 47: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Feuerwehr) ......................................... 80 Abbildung 48: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Feuerwehr)............................................................ 80 Abbildung 49: Verkehrsinfrastruktur am Standort Feuerwehr .......................................................... 82 Abbildung 50: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Feuerwehr ...................................... 82 Abbildung 51: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (EAD) .................................................... 85 Abbildung 52: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (EAD)....................................................................... 86 Abbildung 53: Lage des Standorts EAD im Verkehrsnetz ................................................................... 87 Abbildung 54: Verkehrsinfrastruktur am Standort EAD ..................................................................... 88 Abbildung 55: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort EAD................................................. 88 Seite 4 von 93 Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Arbeitszeitmodelle (Quelle: Ämterbefragung).............................................................. 8 Tabelle 2: Anzahl Beschäftigter der Stadtverwaltung Darmstadt nach Standort........................ 12 Tabelle 3: Kosten für angemietete Stellplätze (Quelle: Hauptamt, Personalamt und IDA; Stand: Feb. 2014).................................................................................................................... 16 Tabelle 4: Ämterbezogene Übersicht der Stellplätze Luisencenter (Quelle: Hauptamt; Stand: Februar 2014).............................................................................................................. 16 Tabelle 5: Ämterbezogene Übersicht der Stellplätze Frankfurter Straße (Quelle: IDA; Stand: April 2014) ................................................................................................................... 17 Tabelle 6: Aufstellung der Kraftfahrzeuge des Fuhrparks der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: EAD; Stand: Dezember 2012) ........................................................................ 18 Tabelle 7: Anzahl Dienst‐Pkw (Quelle: Ämterbefragung) ............................................................ 19 Tabelle 8: Einrichtungen und Ämter ohne eigenen Dienst‐Pkw (Quelle: Ämterbefragung) ....... 20 Tabelle 9: Legende zur Maßnahmenübersicht ............................................................................ 37 Tabelle 10: Preise für das Jobticket der Wissenschaftsstadt Darmstadt ab 1. Januar 2014 ......... 38 Tabelle 11: Maßnahmenübersicht................................................................................................. 49 Seite 5 von 93 1 Ausgangslage und Anlass Die Stadtverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt ist mit etwa 3.300 Beschäftigten ein großer Arbeitgeber in Darmstadt. Die Beschäftigten legen täglich ihren Weg zur Arbeit zurück und unter‐ nehmen eine Vielzahl dienstlicher Fahrten. Die Stadtverwaltung ist damit ein großer Erzeuger von Verkehr in der Wissenschaftsstadt Darmstadt. Die Wissenschaftsstadt hat im Jahr 2011 daran mitgewirkt ein Beratungsprogramm für Unternehmen und Behörden zum Betrieblichen Mobilitätsmanagement zu initiieren, welches im Jahr 2013 bereits in der vierten Runde erfolgreiche durchgeführt wird. Partner der Wissenschaftsstadt in dem Pro‐ gramm „Südhessen effizient mobil“ sind die ivm GmbH (Integriertes Verkehrs‐ und Mobilitätsmana‐ gement Region Frankfurt RheinMain), die IHK Darmstadt Rhein Main Neckar, der Landkreis Darm‐ stadt‐Dieburg, der Landkreis Groß‐Gerau sowie die DADINA. Fachlich begleitet wird das Programm durch das Planungsbüro Verkehrslösungen Blees aus Darmstadt. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte als bedeutender Arbeitgeber in der Stadt mit gutem Bei‐ spiel voran gehen und hat selbst als eine der ersten Arbeitgeber an dem Programm teilgenommen. Vornehmliche Ziele der Stadtverwaltung sind die Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes für die Beschäftigten, die Reduzierung von CO2‐Ausstoß in der Wissenschaftsstadt Darmstadt, Redu‐ zierung von Kosten für Dienstfahrten und einen Beitrag zur Gesundheitsförderung zu leisten. 2 Aufgabe und Vorgehensweise Aufbauend auf dem Programm „Südhessen effizient mobil“ hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt verschiedene Analysen durchgeführt, die in Abbildung 1 als Übersicht dargestellt sind. Rot umrandet sind die Bausteine, die nicht Bestandteil des vorliegenden Konzepts sind, jedoch im Anschluss bear‐ beitet werden. Die Umsetzungsphase hat bereits begonnen, ist jedoch noch nicht abgeschossen. Abbildung 1: Ablaufplan Betriebliches Mobilitätsmanagement Südhessen Seite 6 von 93 Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat die Standard‐Standortanalyse des Programms für eine genau‐ ere Analyse um eine Befragung aller 52 Verwaltungseinheiten (z.B. Ämter, Eigenbetriebe) der Stadt‐ verwaltung bis zum Frühjahr 2013 erweitert. Darin wurden die Beschäftigtenanzahlen sowie Anga‐ ben zu Dienstwegen und besonders wichtige Verkehrsthemen abgefragt. Die Wohnstandortanalyse hat die Stadtverwaltung im Jahr 2013 selbständig durchgeführt. Es wurde analysiert, in welchen Gemeinden bzw. Stadtteilen innerhalb Darmstadts die Beschäftigten wohnen. Kernanalyse war eine im Herbst 2012 durchgeführte Beschäftigtenbefragung zum Mobilitätsverhal‐ ten auf dem Weg zur Arbeit. Bei dieser Analyse, wurde die Wissenschaftsstadt von der ivm GmbH unterstützt. Die ivm hat die Datenverwaltung und die Auswertung der Befragung übernommen. Die Ergebnisse der Analysen sind in Kapitel drei und vier dargestellt. Die Analyseergebnisse münden in ein umfassendes Maßnahmenkonzept, welches in Kapitel fünf erläutert wird. Der Prozess wird von Beginn an von einem internen Fach‐Arbeitskreis begleitet. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, an einer Auditierung der IHK Darmstadt Rhein Main Neckar teil‐ zunehmen und sich als vorbildlich im betrieblichen Mobilitätsmanagement auszeichnen zu lassen. Weitere Analysebausteine im betrieblichen Mobilitätsmanagement werden eine umfassende Fuhr‐ parkanalyse im Jahr 2014 sowie eine von der ivm durchzuführende Potenzial‐ und Wirkungsabschät‐ zung sein. 3 Analyse für das Betriebliche Mobilitätsmanagement Die Analyse für das betriebliche Mobilitätsmanagement umfasst • die verkehrliche Erreichbarkeit und Erschließung der sechs Hauptstandorte der Stadtverwaltung Darmstadt, • die Wohnortentfernungen und Pendelrelationen der Beschäftigten, • die Bestandsaufnahme zu betrieblichen Regelungen zur Mobilität sowie • eine umfassende Beschäftigtenbefragung zum Mobilitätsverhalten auf dem Weg zur Arbeit und zur dienstlichen Mobilität. Die Beschäftigten der Stadtverwaltung verteilen sich auf über 25 verschiedene Standorte (ohne Per‐ sonal an Schulen, Kitas, Betriebshöfen und Außenstellen einzelner Ämter). Die sechs Hauptstandorte mit der höchsten Anzahl an Beschäftigten (Neues Rathaus/Ämter Stadtmitte, Stadthaus Grafenstra‐ ße, Stadthaus Frankfurter Straße, Technisches Rathaus, Feuerwehr und EAD) wurden hinsichtlich ihrer Mobilitäts‐Randbedingungen gesondert analysiert. 3.1 Lage und verkehrliche Rahmenbedingungen Die Wissenschaftsstadt Darmstadt befindet sich im Rhein‐Main Gebiet in Südhessen. Angrenzend liegen der Kreis Groß‐Gerau, der Kreis Offenbach und der Landkreis Darmstadt‐Dieburg. Darmstadt verfügt über eine sehr gute Anbindung an das Autobahnnetz mit der A5 Richtung Frank‐ furt und Mannheim/Heidelberg und der A67 Richtung Mainz und Mannheim/Saarbrücken. Anschlüs‐ se gibt es in Darmstadt‐Eberstadt, am Autobahndreieck Darmstadt und in Weiterstadt. Richtung Os‐ ten führen die L3097, L3094 und die B26, Richtung Süden die B449. Zur Hauptverkehrszeit, wenn ein Großteil der Beschäftigten auf dem Weg zur bzw. von der Arbeit ist, sind die Haupteinfallstraßen stark belastet und zum Teil überlastet. Seite 7 von 93 Innerhalb des Rhein‐Main‐Gebiets und auch im Odenwaldkreis gibt es durch P+R‐Plätze gute Ver‐ knüpfungsmöglichkeiten von Auto und Öffentlichem Verkehr (ÖV). Abbildung 2: Großräumliche Verkehrsanbindung an das Autobahn‐ und Straßennetz der Wissenschafts‐ stadt Darmstadt (Quelle: Open Streetmap) Abbildung 3: Großräumliche Anbindung an den öffentlichen Verkehr der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: Open Streetmap) Mit der Bahn ist die Wissenschaftsstadt Darmstadt aus allen Himmelsrichtungen gut zu erreichen. Einige Verbindungen, wie nach Mörfelden‐Walldorf oder nach Groß‐Umstadt sind jedoch nur über Umwege mit der Bahn angebunden. Neben dem Hauptbahnhof verfügt die Wissenschaftsstadt über noch sieben weitere Bahnhöfe (Nord, Ost, Süd, Eberstadt, Wixhausen, Arheilgen und Kranichstein,). Vom Hauptbahnhof gibt es IC und RE Verbindungen nach Heidelberg, IC, RE, RB und S‐Bahn Verbin‐ dungen nach Frankfurt sowie RB Verbindungen nach Mainz und Aschaffenburg. Von den Bahnhöfen Wixhausen und Arheilgen bestehen S‐Bahn Verbindungen nach Frankfurt und Darmstadt, vom Bahn‐ hof Kranichstein Verbindungen nach Darmstadt und Aschaffenburg, vom Nord‐Bahnhof zusätzlich Verbindungen nach Frankfurt und über den Ost‐Bahnhof nach Bad König, Erbach und Eberbach (O‐ denwald). Seite 8 von 93 Innerhalb des Stadtgebiets verkehren neun Straßenbahnlinien sowie zahlreiche Buslinien im Stadt‐ und Regionalverkehr. Der 15‐Minuten‐ bzw. 7,5‐Minuten‐Takt und die zentralen Verknüpfungspunk‐ te des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) Luisenplatz und Hauptbahnhof ermöglichen eine hohe Erreichbarkeits‐ und Verbindungsqualität. Die Bevorrechtigung des ÖV an den Lichtsignalanla‐ gen trägt ebenfalls zur Qualität bei. Besonders das Stadtzentrum ist mit dem ÖV sehr gut zu errei‐ chen. An den Arbeitsstandorten selbst gibt es Unterschiede in der Erreichbarkeitsqualität. Während einige Standorte, wie die Adressen Luisenplatz sehr gut mit dem ÖV angebunden sind, müssen am Standort EAD Wege von 700 m von der Haltestelle zurückgelegt werden. Die Wissenschaftsstadt verfügt insgesamt über ein gut ausgebautes Radverkehrsnetz, das aber vor allem in der Innenstadt auch Lücken aufweist. Überregional gibt es einige Defizite vor allem bei der Direktheit und dem Ausbau der Wege. Innerhalb des Stadtgebiets sind kaum Steigungen zu überwin‐ den. In Richtung Süd‐Osten gibt es etwa 60 m Höhenunterschied zu bewältigen. Im Landkreis Darm‐ stadt‐Dieburg, in Richtung Roßdorf und Mühltal, gibt es hingegen einige Steigungen. Die Möglichkeit Autos und Fahrräder abzustellen ist von Standort zu Standort sehr unterschiedlich. Von einer guten Verfügbarkeit von teilweise hochwertigen und überdachten Fahrradabstellplätzen am Technischen Rathaus geht es bis zum vollständigen Fehlen von Abstellplätzen am Standort Lui‐ senplatz. Mit den Parkplätzen stellt es sich ähnlich da. An einigen Standorten ist das Parken problem‐ los und kostenfrei auf dem Gelände oder im öffentlichen Straßenraum möglich, während an anderen, innerstädtischen Standorten nur gegen Gebühr geparkt werden kann. Für die sechs Hauptstandorte befinden sich in den Anlagen Detailanalysen zum Parken und Abstellen. 3.2 Beschäftigtenstruktur und Wohnortverteilung der Beschäftigten Im Rahmen der Ämterbefragung, wurden die Arbeitszeitmodelle in den einzelnen Einrichtungen ab‐ gefragt. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 dargestellt. Arbeitszeitmodelle Anteil Beschäftigter Anzahl Beschäftigter Vollzeit mit Gleitzeit 35,3% 984 Vollzeit nach Dienstplan 21,8% 609 Schichtdienst 11,5% 322 Teilzeit (einzelne Tage) 11,3% 314 Teilzeit (halbtags) 15,3% 428 zusätzliche Rufbereitschaft 4,5% 126 Sonstiges, z.B. Telearbeit 0,3% 8 Summe 100% 2.791 Tabelle 1: Arbeitszeitmodelle (Quelle: Ämterbefragung) Durch die gute Autobahn‐ und Bahnanbindung gibt es Pendlerbeziehungen von Wiesbaden und Mainz über Frankfurt, Babenhausen, Aschaffenburg, Groß‐Umstadt bis nach Erbach, Heppenheim und Biebesheim am Rhein. Etwa 54% der Beschäftigten der Stadtverwaltung (1.576) leben nicht in der Wissenschaftsstadt Dar‐ mstadt. Die Wohnorte mit den meisten Beschäftigten außerhalb Darmstadts sind Griesheim, Weiter‐ stadt und Pfungstadt (jeweils über 100 Beschäftigte) (vgl. Abbildung 4). Seite 9 von 93 Abbildung 4: Wohnorte von Beschäftigten der Stadtverwaltung außerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt Innerhalb Darmstadt leben die meisten Beschäftigen in der Innenstadt (949). Davon 316 im Norden, 263 in Darmstadt‐West, 146 in Darmstadt‐ Mitte, 114 in Bessungen und 110 in Darmstadt‐Ost. In den Stadtteilen leben 204 Beschäftigte in Eberstadt, 200 in Arheilgen, 93 in Kranichstein und 48 in Wix‐ hausen (vgl. Abbildung 5). Abbildung 5: Wohnorte von Beschäftigten der Stadtverwaltung innerhalb der Wissenschaftsstadt Darmstadt Seite 10 von 93 Das heißt, der Großteil der Beschäftigten bei der Stadtverwaltung der Wissenschaftsstadt Darmstadt lebt in einem Umkreis von etwa 10 Kilometern zum Arbeitsplatz. Diese Beschäftigten können in der Regel ihren Arbeitsplatz gut mit dem Fahrrad erreichen. Mit dem ÖV ist die Erreichbarkeit unter‐ schiedlich. Innerhalb Darmstadts ist die Erreichbarkeit durchweg sehr gut, wobei es auch hier Quell‐ Zielrelationen geben kann, die durch mehrfaches Umsteigen den ÖV unattraktiv erscheinen lassen. Aus den Nachbargemeinden bestehen durchweg attraktive Direktverbindungen in die Innenstadt mit guten Anschlüssen innerhalb des Stadtgebiets. Mit wenigen Ausnahmen (z.B. Riedstadt, Biebesheim) gilt dies auch für die weiteren Umlandgemeinden. Aus ca. 40 umliegenden Gemeinden kommen jeweils über 10 Beschäftigte der Stadtverwaltung täg‐ lich zum Arbeiten nach Darmstadt. Hier könnten Ämterübergreifende Fahrgemeinschaften die Er‐ reichbarkeit verbessern. In Abbildung 6 sind die Wohnstandorte in einer Karte anschaulich dargestellt. Seite 11 von 93 Abbildung 6: Wohnsitzkarte der Beschäftigten der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: Vermessungs‐ amt Darmstadt, Januar 2013) Seite 12 von 93 In der folgenden Tabelle 2 sind die Summen der Beschäftigten nach Standort aufgelistet. Standort Anzahl Beschäftigte (Stand 2014) Luisenplatz/Carree 289 Grafenstraße 184 Frankfurter Straße 336 Bismarckstraße 208 Bessunger Straße 338 Sensfelder Weg 469 sonstige Standorte 1.357 Summe 3.181 Tabelle 2: Anzahl Beschäftigter der Stadtverwaltung Darmstadt nach Standort An einigen Standorten fallen neben Beschäftigtenverkehre hohe Besucherverkehre an. Die stärksten Besucherströme erhalten die Stadtbibliothek und das Jobcenter mit wöchentlich über 1.000 Besu‐ chern. Standorte wie EAD, Akademie für Tonkunst, Institut Mathildenhöhe, Standesamt, Volkshoch‐ schule erhalten wöchentlich etwa 500 Besucher oder mehr. Für die sechs Hauptstandorte mit den höchsten Anzahlen an Beschäftigten werden in den Standort‐ steckbriefen in Kapitel 4 genauere Angaben zur Beschäftigtenstruktur gemacht. 3.3 Betriebliche Regelungen zu Mobilität Für die dienstliche aber auch die private Mobilität von Beschäftigten sind die Regelungen des Arbeit‐ gebers in Bezug auf Mobilität bedeutsam. Diese können beispielsweise die Nutzung von Dienst‐ und Privatfahrzeugen auf dienstlichen Wegen oder Parkmöglichkeiten betreffen. Wer darauf angewiesen oder sogar verpflichtet ist den privaten Pkw für dienstliche Zwecke zu nutzen, ist quasi gezwungen mit dem eigenen Auto zur Arbeit zu fahren. 3.3.1 Allgemeine Angaben zu Regelungen in Bezug auf Mobilität In diesem Kapitel erfolgt eine Bestandsaufnahme von allgemeinen Angaben zur Regelungen in Bezug auf Mobilität. Diese betreffen die Vereinbarungen zu dienstlichen Fahrten und Reisen, zum Parken von Autos und Fahrrädern, zur ÖV‐Nutzung sowie bestehende Informations‐ und Kommunikations‐ maßnahmen. Seite 13 von 93 Dienstliche Fahrten und Reisen Allgemein Rundverfügung Nr. 36 zur dienstli‐ chen Nutzung von privaten Kraft‐ fahrzeugen vom 4.12.2008 Es kann eine dienstliche Nutzung von privaten Kraftfahrzeu‐ gen für ein Kalenderjahr beantragt werden („Pauschalgeneh‐ migung). Der Antrag muss jedes Jahr neu gestellt werden. Es ist ein Fahrtenbuch zu führen. Die Fahrt mit dem eigenen Kfz wird entschädigt, im Falle von triftigen Gründen im Regelfall mit 0,35 €/km. Triftige Gründe sind z.B. der Transport von Gegenständen, besondere Dring‐ lichkeiten, zwingende persönliche Gründe (z.B. Körperbehin‐ derung) oder wenn das Ziel nicht mit öffentlichen Verkehrs‐ mitteln erreichbar ist. Liegt kein triftiger Grund vor wird die Fahrt mit 0,21€ entschädigt. Dienstfahrzeuge Dienstfahrzeuge sind jeweils den einzelnen Ämtern und Abtei‐ lungen zugeordnet. Der Zugang und die Nutzung werden dort selbstständig geregelt. Es stehen insgesamt etwa 177 Dienstfahrzeuge zur Verfügung, davon sind 98 Pkw, von denen jedoch nur sechs auch privat nutzbar sind. Es gibt 21 Dienstfahrräder, von denen acht Pedelecs sind. Für die Neuanschaffung von Dienstfahrzeugen ist der EAD zuständig. Regelungen für die Verkehrsmittel‐ wahl auf Dienstreisen Dienstreisen sind nach dem Hessischen Reisekostengesetz (HRKG) und den allgemeinen Geschäftsanweisungen (AGA) der Wissenschaftsstadt Darmstadt geregelt. Im HRKG §2 heißt es in Abs. 1, 5.3 […] Es ist insbesondere zu prüfen, […] ob das wirtschaftlichste Verkehrsmittel gewählt wurde […]. Als „wirtschaftlichstes Verkehrsmittel“ gilt: „5.4 Bei der Wirtschaftlichkeitsbetrachtung sind alle kostenrele‐ vanten Faktoren der Dienstreise zu betrachten und gegenein‐ ander abzuwägen. So kann zum Beispiel der Einsatz eines privaten PKW wirtschaftlicher sein als die Benutzung eines Dienstfahrzeugs, wenn dadurch Reisezeit oder andere Kosten gespart werden“. In den AGA wird weiter differenziert. In 4.4 (1) heißt es: „Für erforderliche Dienstfahrten (Dienstreisen) hat die Auswahl der Beförderungsmittel nach den Grundsätzen der Sparsam‐ keit und Wirtschaftlichkeit zu erfolgen, wobei dem öffentli‐ chen Personennahverkehr insbesondere aus verkehrspoliti‐ schen und ökologischen Gründen Vorrang einzuräumen ist“. Zur Nutzung des privaten Fahrzeugs heißt es weiterhin: „(2) Die Benutzung eines privaten Kraftfahrzeuges zur Durchfüh‐ rung einer Dienstreise bzw. eines Dienstganges ist von der für die Anordnung oder Genehmigung zuständigen Stelle vor Antritt zu genehmigen. […].“ Seite 14 von 93 Dienstfahrkarten Rabattierte Jahreskarten für die Ämter über den Gesamtper‐ sonalrat. Im Jahr 2013 wurden 72 dieser Karten ausgehändigt. Diese Regelung entfällt mit der Einführung des Jobtickets zum Jahresbeginn 2014. Kfz‐Stellplätze Allgemein Parkberechtigung Dienstvereinbarung Nr. 14 über das Parken von privaten Kfz der städti‐ schen Beschäftigten in Garagen vom 01.06.1991 Beschäftigte der Ämter und Verwaltungsstellen im Innen‐ stadtbereich (Neuen Rathaus, Stadthaus 1 und 2, Alten Rat‐ haus, Justus‐Liebig‐Haus, Kennedy‐Haus und in der Holzstraße (Familienbildungsstätte und Volkshochschule)) und können unter gewissen Voraussetzungen einen Pkw‐Stellplatz bean‐ tragen: ‐ Schwerbehinderte Beschäftigte, ‐ Beschäftigte mit Wohnsitz außerhalb Darmstadts mit unver‐ hältnismäßig schlechter Anbindung an das öffentliche Ver‐ kehrsnetz und ‐ Beschäftigte, mit dienstlich zugelassenen Kfz unter der Vor‐ aussetzung, dass das Fahrzeug in der Nähe des Arbeitsplatzes verfügbar sein muss. Die Beschäftigen haben einen Anteil von 50% der tatsächli‐ chen Kosten für den Stellplatz selbst zu tragen. Seit 2014 sind dies 34,20 € und für Auszubildende 27,30 € monatlich. Für Schwerbehinderte Beschäftigte ist der Stellplatz kosten‐ frei. Sonstige Parkplätze (auf dem Gelän‐ de, im öffentlichen Straßenraum) An nicht in der Innenstadt gelegenen Standorten stehen in der Regel mehr oder weniger kostenfreie Stellplätze zur Ver‐ fügung oder es kann im öffentlichen Straßenraum geparkt werden. Car‐Sharing Am Standort Bessunger Straße 125‐127 befindet sich auf dem Gelände ein Car‐Sharing‐Standort, welcher jedoch weder für Dienstzwecke noch privat von den Beschäftigten genutzt wird. Fahrradstellplätze, Fahrradnutzung Allgemein Fahrradabstellplätze Abstellplätze sind in unterschiedlicher Anzahl und Qualität vorhanden. Sehr gute Stellplätze gibt es bei der Feuerwehr. Am Standort Bessunger Straße 125‐127 ist das Abstellen von Fahrrädern in einem Gitterkäfig möglich. Wer möchte, kann hierfür einen Schlüssel erhalten. Seite 15 von 93 ÖPNV‐Nutzung Allgemein Information Informationen zum ÖV können Beschäftigte im Internet abru‐ fen. Spezifische standortbezogene Informationsangebote bestehen nicht. Rabattierte RMV‐Fahrkarten Bis zur Einführung des Jobtickets am 1.1.2014 gab es die Mög‐ lichkeit, rabattierte RMV‐Fahrkarten über den Gesamtperso‐ nalrat zu beziehen. Davon haben 203 städtische und 39 EAD Beschäftigte Gebrauch gemacht. Information, Motivation, Organisation Allgemein Information Es gibt wenig direkte Informationen in Bezug auf Mobilität für die Beschäftigten. Für Besucher gibt es auf der Homepage für jedes Amt neben der Adresse Angaben zur nächstgelegene Bushaltestelle. Auf der Homepage der Stadt sind außerdem unter „Verkehr“ Hinweise für die Erreichbarkeit mit verschiedenen Verkehrs‐ mitteln eingestellt. Diese sind ergänzt um Verlinkungen z.B. zum Radroutenplaner Hessen. Motivation Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Jahr 2012 und 2013 am Programm Stadtradeln teilgenommen. 2013 haben 680 Radlerinnen und Radler teilgenommen, davon 62 städtische Mitarbeiter. Insgesamt wurden 124.769 km erradelt und da‐ mit 17.966,7 kg CO2 vermieden. Organisation Für das Betriebliche Mobilitätsmanagement ist das Straßen‐ verkehrs‐ und Tiefbauamt Abteilung Verkehrsentwicklung, Verkehrs‐ und Mobilitätsmanagement zuständig. Außerdem gibt es einen begleitenden Arbeitskreis zur Einführung des betrieblichen Mobilitätsmanagement bei der Stadtverwaltung Darmstadt. Er besteht aus Vertretern des Personalrats, des Gesamtpersonalrats, der Abteilung Statistik, dem Daten‐ schutz, der Finanzabteilung, der Organisationsabteilung, dem EAD sowie der Dezernate 1 und 3. Bei Bedarf, wird der Ar‐ beitskreis um Fachpersonen aus anderen Ämtern ergänzt 3.3.2 Kosten für Stellplätze Im Parkhaus Luisencenter sind Parkplätze zu Sondertarifen angemietet, die über die Dienstvereinba‐ rung Nr. 14 vergeben werden. Davon sind einige von Montag 0:01 bis Freitag 23:59 (5/7) angemietet und andere für alle Tage der Woche (7/7). Letztere sind an Personen vergeben, die auch am Wo‐ chenende Zugang zu den Diensträumen benötigen oder im Rahmen des Schichtdienstes der Kommu‐ nalpolizei auch Wochenenddienste übernehmen. Weitere Stellplätze sind für Dienstfahrzeuge und Seite 16 von 93 Schwerbehinderte zu einem Sondertarif angemietet. In Parkhäusern in der Frankfurter Straße 71 und Bad Nauheimer Straße sind ebenfalls Stellplätze für Dienstfahrzeuge und Beschäftigte angemietet. Die Beschäftigten müssen nach Dienstvereinbarung Nr. 14 einen monatlichen Beitrag von 34,20€ für ihren Stellplatz leisten. Die Anzahl der Stellplätze und die Preise sind in Tabelle 3 dargestellt. Tabelle 3: Kosten für angemietete Stellplätze (Quelle: Hauptamt, Personalamt und IDA; Stand: Feb. 2014) Auf die Ämter sind die Stellplätze im Parkhaus Luisencenter wie in Tabelle 4 dargestellt verteilt. Amt Anzahl Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung 7 Bürger‐ und Ordnungsamt 48 Büro der Stadtverordnetenversammlung 2 Dezernat I 2 Dezernat II 4 Dezernat III 2 Dezernat IV 0 Dezernat V 1 Finanzverwaltung 22 Hauptamt 14 Personalamt 13 Pressestelle 1 Rechtsamt 7 Sozialberatung 1 Standesamt 4 Zentrale Steuerungsunterstützung 2 Gesamt: 130 Tabelle 4: Ämterbezogene Übersicht der Stellplätze Luisencenter (Quelle: Hauptamt; Stand: Februar 2014) Seite 17 von 93 Die Stellplätze am Standort Frankfurter Straße sind wie in Tabelle 5 dargestellt auf die Ämter verteilt. Amt Anzahl Agenda Büro 1 Amt für Soziales und Prävention 15 Amt für Wohnungswesen 8 EB Bürgerhäuser und Märkte 2 Eigenbetrieb Kulturinstitute 1 Hauptamt 4 Interkulturelles Büro 1 Jugendamt 11 Kulturamt 4 Revisionsamt 4 Schulamt 6 Sportamt 1 Gesamtpersonalrat 1 Personalrat 4 Behindertenparkplatz 3 Auszubildende 1 frei Parkplätze 16 Gesamt: 83 Tabelle 5: Ämterbezogene Übersicht der Stellplätze Frankfurter Straße (Quelle: IDA; Stand: April 2014) 3.3.3 Dienstfahrzeuge und Dienstwege mit Privat‐Kfz Dienstwege werden häufig mit verschiedenen Verkehrsmitteln wie dem eigenen Pkw, dem eigenen Fahrrad, Dienst‐Pkw und Dienst‐Fahrrad aber auch mit dem öffentlichen Verkehr unternommen. Die Kfz‐Fahrleistung im Jahr 2011 mit Privatfahrzeugen betrug 185.608 km. Viele Fahrten mit Privat‐ fahrzeugen werden jedoch von den Fahrern nicht abgerechnet und somit weder mengen‐ noch kos‐ tenmäßig erfasst. Die Kfz‐Fahrleistung mit Dienstfahrzeugen betrug im Jahr 2011 insgesamt 823.661 km. Einige Dienstfahrzeuge werden teilweise von verschiedenen Ämtern genutzt, z.B. stehen die Pkw des Kulturamts auch den EB Kulturinstituten, Denkmalschutz, Stadtarchiv, Jazzinstitut und Internationa‐ les Musikinstitut Darmstadt zur Verfügung; das Amt für Soziales und Prävention kann Dienstwagen über den Fahrdienst 590 anfordern, sie gehören jedoch zum Bestand von IDA. Für die Dienstfahrzeu‐ ge wurden folgende Angaben aus 2011 (z.T. nicht vollständig) erhoben): Seite 18 von 93 Kennzeichen Schadstoffklasse Abteilung Hubraum (cm³) Anschaffung (Baujahr) Fahrleistung in km/Jahr Marke Eigener Stellplatz Modell Kauf/ Leasing Sonderform (z.B. Aufbau) Kosten Leasing, Wartung, Instandhaltung, Kraftstoff Tanken, Steuern, Versicherung, Stellplatz Laut Angaben der EAD sind 320 Dienstfahrzeuge vorhanden, die sich wie in Tabelle 6 dargestellt auf die verschiedenen Institutionen verteilen. Von den 320 Dienstfahrzeugen sind 99 Dienst‐Pkw. 180 Fahrzeuge haben eine grüne Feinstaubplakette. Die 69 Sonderfahrzeuge sind von der Erteilung einer Feinstaubplakette ausgenommen. Neue Dienstfahrtzeuge werde für alle Ämter vom EAD angeschafft. Städtischen Dienststellen Eigenbe‐ triebe Immobilien‐ management (IDA) Bäder Darmstädter Werkstätten und Wohn‐ einrichtungen (EDW) Kultur‐ institute (hier: Stadtbiblio‐ thek) PKW 55 35 4 0 5 0 LKW <3,5 t 35 36 1 1 6 0 LKW >3,5 t 4 83 1 0 2 1 Sonderfahrzeuge (Zugmaschinen) 10 36 2 2 1 0 Summe 104 190 8 3 14 1 Tabelle 6: Aufstellung der Kraftfahrzeuge des Fuhrparks der Wissenschaftsstadt Darmstadt (Quelle: EAD; Stand: Dezember 2012) Seite 19 von 93 In der nachfolgenden Tabelle 7 ist die Anzahl Dienst‐Pkw, Dienstfahrräder und Dienst‐Pedelec nach Standort gemäß den Angaben der Ämterbefragung dargestellt. Standort Ämter/ Einrichtungen am Standort Dienst‐ Pkw/ Standort Dienst‐ fahrrä‐ der/ Standort davon Dienst‐ Pedelec/ Standort Luisenplatz 5 und 5A Hauptamt Allgemeine Verwaltung 2 0 0 Luisenplatz 5A Finanzverwaltung, Hauptamt De‐ zernate I‐V, Hauptamt IT, Presse‐ stelle, Rechtsamt 3 4 4 Grafenstraße 30 Bürger‐ und Ordnungsamt, Haupt‐ amt IT 20 0 0 Frankfurter Str. 71 Agenda Büro, Amt für Soziales und Prävention, Amt für Wohnungswe‐ sen, Datenschutzbeauftragte, EB Bürgerhäuser und Märkte, Frauen‐ büro, IT, Interkulturelles Büro, Ju‐ gendamt, Kulturamt Verwaltung, Revisionsamt, Schulamt, Sportamt, Vergabe‐ und Beschaffungsstelle 3 5 4 Bismarckstraße 86 Feuerwehr 7 1 0 Bessunger Str. 125‐127 Bauaufsichtsamt, Eigenbetrieb Immobilienmanagement, Grünflä‐ chenamt, Stadtplanungsamt, Stra‐ ßenverkehrs‐ und Tiefbauamt, Umweltamt, Vermessungsamt, Kulturamt ‐ Abt. Denkmalschutz 24 9 2 Rheinstraße 67 Amt für Veterinärwesen und Ver‐ braucherschutz 1 0 0 Groß‐Gerauer‐Weg 3 Jobcenter 2 0 0 Heimstättenweg 99 EB Werkstätten und Wohneinrich‐ tungen 1 0 0 Kurt‐Jahn‐Anlage 15‐17 EB Werkstätten und Wohneinrich‐ tungen 4 2 0 Schreberweg 2 EB Werkstätten und Wohneinrich‐ tungen 3 0 0 Sensfelder Weg 33 EAD 28 0 0 Insgesamt 98 21 10 Tabelle 7: Anzahl Dienst‐Pkw (Quelle: Ämterbefragung) Keinen amtseigenen Dienst‐Pkw haben folgende Ämter und Einrichtungen: Seite 20 von 93 Amt/ Einrichtung Standort Bauaufsichtsamt Bessunger Str. 125 Stadtplanungsamt Bessunger Str. 125 Kulturamt ‐ Abt. Denkmalschutz und ‐pflege Bessunger Str. 125‐127 Jazz‐Institut DA Bessunger Str. 88d Bezirksverwaltung Wixhausen Falltorstr. 11 Agenda Büro Frankfurter Str. 71 Amt für Soziales und Prävention Frankfurter Str. 71 Amt für Wohnungswesen Frankfurter Str. 71 Datenschutzbeauftragte Frankfurter Str. 71 EB Bürgerhäuser und Märkte Frankfurter Str. 71 Frauenbüro Frankfurter Str. 71 Interkulturelles Büro Frankfurter Str. 71 Revisionsamt Frankfurter Str. 71 Schulamt Frankfurter Str. 71 Sportamt Frankfurter Str. 71 Vergabe‐ und Beschaffungsstelle Frankfurter Str. 71 Stadtbibliothek Große Bachgasse 2 Volkshochschule Große Bachgasse 2 Bürgerbüro West Heimstättenweg 81b Volkshochschule Holzstr. 7 Stadtarchiv Karolinenplatz 3 Akademie für Tonkunst Ludwigshönstr. 120 Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung Luisenplatz 5 Hauptamt Organisationsabteilung Luisenplatz 5 Personalamt Luisenplatz 5 Finanzverwaltung Luisenplatz 5A Pressestelle Luisenplatz 5A Rechtsamt Luisenplatz 5A Personal‐ und Strukturentwicklung Luisenplatz 6 Standesamt Marktplatz 8 Internationales Musikinstitut Nieder‐Ramstädter Str. 190 Bezirksverwaltung DA‐Eberstadt Oberstraße 11 Institut Mathildenhöhe Olbrichweg 15 Bezirksverwaltung Arheilgen Rathausstr. 1 Tabelle 8: Einrichtungen und Ämter ohne eigenen Dienst‐Pkw (Quelle: Ämterbefragung) Seite 21 von 93 3.3.4 Weitere mobilitätsrelevante Infrastruktur Umkleiden und Duschen, um sich nach dem Radeln frisch zu machen, sind an den Standorten EAD, Neues Rathaus, Jazzinstitut, Institut Mathildenhöhe, Akademie für Tonkunst, Volkshochschule, Feu‐ erwehr, Amt für Veterinärswesen sowie beim Eigenbetrieb Werkstätten und Wohneinrichtungen vorhanden. An den Standorten Stadthaus Frankfurter Straße, Luisenplatz 6, Bezirksverwaltung Wix‐ hausen und Technisches Rathaus sind zumindest Umkleiden verfügbar. An den anderen Standorten stehen keine Umkleiden und Duschen zur Verfügung. 3.4 Mobilitätsverhalten der Beschäftigten Im August und September 2012 hat eine umfassende Befragung der Beschäftigten zu ihrem Mobili‐ tätsverhalten stattgefunden. Von ca. 3.250 angeschriebenen Beschäftigten haben insgesamt 1.741 Beschäftigte an der Befragung teilgenommen, was einer Rücklaufquote von 54% entspricht. Somit hat im Durchschnitt mehr als jeder zweite Beschäftige an der Befragung teilgenommen, wodurch die Ergebnisse einen guten Aufschluss über das Mobilitätsverhalten geben. Eine Verlosung, die durch lokale und städtische Sponsoren ermöglicht wurde, hat mit zur Teilnahme an der Befragung moti‐ viert. Innerhalb der Stadtverwaltung hat jedoch der Rücklauf stark zwischen den Ämtern variiert; er betrug z.B. 36% am Stadthaus Frankfurter Straße und 71% am neuen Rathaus (Luisenplatz und Carree). In der Beschäftigtenbefragung wurden u.a. Fragen zur aktuellen Verkehrsmittelwahl, zu verfügbaren Verkehrsmitteln und zur Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes gestellt. Ein Schwerpunkt der Befragung lag auch auf Verkehrsmittel‐Alternativen für den Weg zur Arbeit und auf Dienstwegen. 3.4.1 Rahmenbedingungen zum Mobilitätsverhalten Laut eigenen Angaben wohnen die Befragten zum größten Teil zwischen 10 und 25 km vom Arbeits‐ ort entfernt. Die Wegeentfernungen variieren jedoch zwischen den Standorten wobei Beschäftigte der Feuerwehr im Durchschnitt die längsten Wege zurücklegen. In der Regel kann etwa die Hälfte der Beschäftigten ihren Arbeitsplatz in maximal 10 km Entfernung auffinden. Welche Verkehrsmittel allein auf Basis der Wohnortentfernungen in Frage kommen, ist in Abbildung 7 dargestellt. Wege bis zu einem Kilometer können bequem zu Fuß zurückgelegt werden. Bis fünf Kilometer ist das Fahrrad im Stadtverkehr in der Regel das schnellste Verkehrsmittel. Auch auf Strecken von fünf bis zehn Ki‐ lometern fahren viele noch gerne mit dem Fahrrad, die Fahrtzeit beträgt dabei etwa 20‐40 Minuten. Mit dem Pedelec können auch Strecken über zehn Kilometer gut zurückgelegt werden. Seite 22 von 93 Abbildung 7: Entfernung des Wohnorts der Beschäftigten zum Arbeitsort Insgesamt besitzen 93% der Beschäftigten einen Pkw‐Führerschein. 78% können jederzeit, weitere 7% gelegentlich über einen Pkw verfügen. Die von den Beschäftigten genutzten Stellplätze sind bis auf die Standorte Neues Rathaus, Stadthaus Grafenstraße und Stadthaus Frankfurter Straße in der Regel kostenfrei nutzbar. Im Neuen Rathaus zahlen 59% für ihren Stellplatz, in der Grafenstraße und in der Frankfurter Straße sind es jeweils 44% und 41%. Der Rest parkt im öffentlichen Straßenraum und somit nicht in unmittelbarer Nähe zum Standort. Ein verkehrstaugliches Fahrrad besitzen 81% der Beschäftigten, jedoch nur 2% ein Pedelec (insge‐ samt 28 Befragte). Am geringsten ist die Verfügbarkeit bei Beschäftigten des EAD, hier verfügen je‐ doch immerhin noch zwei Drittel über ein verkehrstaugliches Fahrrad (68%). Besonders hoch ist die Verfügbarkeit hingegen bei Beschäftigten am Technischen Rathaus (92%). 3.4.2 Wie kommen Beschäftigte der Stadtverwaltung Darmstadt zur Arbeit? Das am häufigsten genutzte Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit ist bei Beschäftigten der Stadt‐ verwaltung das Auto. Rund die Hälfte aller Beschäftigte der Stadtverwaltung kommt damit (fast) täg‐ lich zur Arbeit (55%). Doch auch der ÖV und das Fahrrad werden häufig genutzt: Mit dem ÖV kom‐ men 22%, mit dem Fahrrad 17% und zu Fuß 6% (fast) täglich zur Arbeit. Ein Vergleich mit dem Modal Split der Darmstädterinnen und Darmstädter aus dem Jahr 2008: für 45% aller Wege wird das Auto, für 15% das Fahrrad und für 13% der öffentliche Verkehr genutzt. 27% aller Wege werden zu Fuß gegangen (vgl. Wissenschaftsstadt Darmstadt, Statistische Mitteilungen 1/2011). Allerdings variiert die Verkehrsmittelwahl stark je nach Beschäftigungsstandort (vgl. Abbildung 8). Nur zum Teil sind die Unterschiede mit den Arbeitszeiten und den Erreichbarkeiten zu erklären. Für Wege zur Feuerwehr wird der ÖV nur von 4% der Beschäftigten täglich genutzt, dafür fahren etwa 70% mit dem Auto. Am neuen Rathaus, wo die Parkplätze kostenpflichtig und die ÖV‐Erreichbarkeit sehr gut sind, fährt über ein Drittel (36%) der Beschäftigten mit dem ÖV und immerhin noch 40% mit dem Auto. Beschäftigte des EAD nutzen deutlich weniger das Fahrrad für den Weg zur Arbeit als Be‐ Seite 23 von 93 schäftigte anderer Standorte, obwohl die Erreichbarkeit des Standorts gut ist. Am höchsten ist die Nutzung des Fahrrads bei Beschäftigten der Feuerwehr und der technischen Ämter. Beschäftigte der Feuerwehr kommen überdurchschnittlich häufig (14%) in Fahrgemeinschaften zum Arbeitsplatz. An den anderen Standorten liegt der Anteil nur zwischen 1% am Stadthaus Grafenstraße und 5% am Standort Technische Ämter. Abbildung 8: (Fast) täglich genutztes Verkehrsmittel für den Weg zur Arbeit Viele Beschäftigte variieren innerhalb der Woche ihr Verkehrsmittel. So fahren 12% nur 1‐3 Tage in der Woche mit dem Pkw zur Arbeit. 12% nutzen das Fahrrad nicht täglich, dafür jedoch 1‐3 Tage in der Woche (vgl. Abbildung 9). Seite 24 von 93 Abbildung 9: Häufigkeit der Nutzung von Verkehrsmitteln auf dem Arbeitsweg Für viele ist die Entfernung bis zum Arbeitsort entscheidend für die Verkehrsmittelwahl. So sind die Anteile der Beschäftigten, die zu Fuß gehen und mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren, erwartungsge‐ mäß auf kurzen Distanzen am höchsten. Auf kurzen Strecken bis zu 3 km kommt über die Hälfte der Beschäftigten zu Fuß oder mit dem Rad. Für viele Beschäftigte ist das Fahrrad auch für Distanzen bis zu 10 km noch die erste Wahl. Bei weiteren Strecken steigen die Pkw‐ und ÖV‐Anteile. Aber auch auf kurzen Wegen von 3 bis 5 Ki‐ lometern Entfernung (ca. 10 – 20 Minuten mit dem Fahrrad) fahren bereits 42% aller Befragten mit dem Auto, obwohl hier kaum ein Zeitgewinn zu erwarten ist. Das Auto wird sogar von Einigen (13%) täglich für Weg unter einem Kilometer genutzt (vgl. Abbildung 10). Seite 25 von 93 Abbildung 10: Verkehrsmittelnutzung nach zurück zu legender Entfernung Auf die Frage, wie die Verkehrsmittelwahl mit den Erreichbarkeiten mit verschiedenen Verkehrsmit‐ teln zusammenhängt und welche Alternativen den Beschäftigten für eine nachhaltigere Mobilität zur Verfügung stehen, kann die Befragung wichtige Ergebnisse liefern. 3.4.3 Erreichbarkeit der Arbeitsplatzes mit den verschiedenen Verkehrsmitteln Insgesamt können Beschäftigte den Arbeitsplatz am schnellsten mit dem Pkw erreichen, 80% in einer halben Stunde. In der gleichen Zeit können nur 40% den Arbeitsplatz mit dem ÖV oder dem Fahrrad erreichen (vgl. Abbildung 11). Seite 26 von 93 Abbildung 11: Zeitaufwand für den Arbeitsweg 3.4.3.1 Erreichbarkeit mit dem öffentlichen Verkehr Die meisten Beschäftigten haben es nicht weit bis zur nächsten ÖV‐Haltestelle. Wie die Umfrage er‐ gab, wohnen 40% der Befragten in einem Umkreis von bis zu 200 Metern zur nächstgelegenen ÖV‐ Haltestelle. Über die Hälfte (73%) wohnen in einem Umkreis von bis zu 500 Metern. Nach dem Nah‐ verkehrsplan 2006 der Wissenschaftsstadt Darmstadt gelten Entfernungen von bis zu 300 m zu Hal‐ testellen als gute Erschließung mit öffentlichen Verkehrsmitteln (vgl. Nahverkehrsplan 2011‐2016 des Landkreises Darmstadt‐Dieburg und der Wissenschaftsstadt Darmstadt, S. 21). Für 40% der Beschäftigten ist der Arbeitsplatz in maximal 30 Minuten Fahrtzeit mit dem ÖV zu errei‐ chen. Mehr als zwei Drittel (70%) aller Beschäftigten müssen dabei maximal einmal umsteigen. Etwas mehr als ein Drittel aller Beschäftigten müssen überhaupt nicht umsteigen. Mehr als zwei Umstiege werden erfahrungsgemäß von Berufspendler kaum noch akzeptiert. Am besten ist die Verbindung in die Innenstadt. Ein Viertel aller ÖV‐Nutzer besitzt eine Dauerkarte für den ÖV (Wochen‐, Monats‐ oder Jahreskarte). Weitere 9% beziehen die rabattierte Jahreskarte über den Gesamtpersonalrat (bis Ende 2013 verfüg‐ bar). Über die Hälfte (59%) aller ÖV‐Nutzer benutzten jedoch Einzelfahrscheine oder Tageskarten. Das lässt darauf schließen, dass Busse und Bahnen von vielen nicht als tägliches Verkehrsmittel ge‐ nutzt werden (vgl. Abbildung 12). Seite 27 von 93 Abbildung 12: Genutzte ÖPNV Fahrkarten Insgesamt gibt nur etwas mehr als ein Viertel (27%) der Beschäftigten an, den Arbeitsplatz nicht mit Bus und Bahn erreichen zu können. Über die Hälfte (60%) könnte laut eigener Angabe mit dem ÖV zur Arbeit kommen, für viele von ihnen müssten aber bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein (vgl. Abbildung 13). Abbildung 13: Möglichkeiten zur Nutzung von Bus und Bahn auf dem Arbeitsweg Als Bedingungen, unter denen die ÖV‐Nutzung für den Weg zur Arbeit denkbar wäre, werden in ers‐ ter Linie finanzielle Aspekte wie günstigere Tickets genannt. Weitere Bedingungen sind eine bessere Seite 28 von 93 ÖV‐Verbindung, kürzere Fahrzeiten sowie Einflüsse wie schlechtes Wetter oder der Ausfall anderer Verkehrsmittel (vgl. Abbildung 14). Abbildung 14: Bedingungen für die ÖPNV‐Nutzung auf dem Arbeitsweg 3.4.3.2 Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Die Hälfte aller Befragten kann in maximal 30 Minuten Fahrzeit mit dem Fahrrad den Arbeitsplatz erreichen. So ist es nicht verwunderlich, dass auch die Hälfte aller Beschäftigten durchaus eine Mög‐ lichkeit sieht, mit dem Fahrrad zur Arbeit zu kommen. Einige knüpfen jedoch bestimmte Bedingun‐ gen an die eigene Fahrradnutzung. An erster Stelle steht für viele Befragte gutes Wetter als Voraus‐ setzung. Aber auch das Vorhandensein von Duschen, Umkleiden und Spinden spielt neben einer si‐ cheren Radverkehrsinfrastruktur und kurzen Wegen eine wichtige Rolle. Weitere genannte Voraus‐ setzungen sind der Besitz eines Fahrrads oder eines Pedelecs, die Möglichkeit, das Rad im ÖV mit zu nehmen oder qualitätsvolle Fahrradabstellanlagen (vgl. Abbildung 15). Die Diskrepanz zwischen der Angabe, mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren zu können, und es auch wirklich zu tun, ist bei Beschäftigten der EAD am größten (vgl. Abbildung 16). Seite 29 von 93 Abbildung 15: Bedingungen für die Fahrradnutzung auf dem Weg zur Arbeit Abbildung 16: Möglichkeiten zur Nutzung des Fahrrads 3.4.3.3 Erreichbarkeit mit dem Auto Die Erreichbarkeit mit dem Auto ist für die meisten Beschäftigten gut. 80% können den Arbeitsplatz in maximal 30 Minuten Fahrtzeit mit dem Auto erreichen. Für die Pkw‐Nutzung spricht für die meis‐ ten die längeren Reisezeiten mit Bus und Bahn, Materialtransport, die Preise für den ÖV und die ei‐ gene Bequemlichkeit (vgl. Abbildung 17). Seite 30 von 93 Abbildung 17: Gründe für die Pkw‐Nutzung auf dem Arbeitsweg Fahrgemeinschaften machen lediglich einen Anteil von 3% an allen Fahrten vom Wohnort zur Arbeit aus. Für fast drei Viertel (72%) kommen Fahrgemeinschaften nicht in Frage. Der Anteil derer, die angeben, mit einer Fahrgemeinschaft zur Arbeit fahren zu können, ist bei Beschäftigten der Feuer‐ wehr und der EAD am höchsten (23 und 21%) (vgl. Abbildung 18). Je größer die Entfernung vom Wohnort zum Arbeitsort ist, desto höher auch ist die Bereitschaft zur Bildung einer Fahrgemein‐ schaft. Abbildung 18: Möglichkeiten für die Nutzung von Fahrgemeinschaften auf dem Weg zur Arbeit Seite 31 von 93 Als Bedingungen für das Fahren in Fahrgemeinschaften werden der gleiche Weg und die gleiche Ar‐ beitszeit aufgeführt. Weitere Bedingungen sind die Flexibilität und Zuverlässigkeit der Mitfahrer, die Zusicherung von festen Stellplätzen und eine Mobilitätsgarantie seitens des Arbeitgebers (vgl. Abbildung 19). Abbildung 19: Bedingungen für die Nutzung von Fahrgemeinschaften auf dem Weg zur Arbeit 3.4.4 Dienstgänge Je nach Standort werden unterschiedlich häufig Dienstwege zurückgelegt. Insgesamt nur Wenige legen mehrmals täglich Dienstwege zurück, an vielen Standorten werden Dienstwege nie oder selte‐ ner als 1‐3‐mal im Monat unternommen (vgl. Abbildung 20). Seite 32 von 93 Abbildung 20: Häufigkeit von Dienstwegen Etwa ein Drittel der Dienstwege werden von den Beschäftigten zu ein bis drei gleichen Zielen zurück‐ gelegt. Beschäftigte die mehrmals täglich oder (fast) täglich Dienstwege zurücklegen, sind die Ziele zum größten Teil unterschiedlich (vgl. Abbildung 21). Abbildung 21: Häufigkeit von Dienstwegen und Anzahl der Ziele Auf alle Standorte betrachtet, sind etwa drei Viertel der dienstlichen Wege maximal fünf Kilometer lang. 12% sind sogar unter einen Kilometer lang. Auf die einzelnen Standorte verteilt sind die Fallzah‐ len leider sehr klein, so dass kaum Aussagen getroffen werden können (vgl. Abbildung 22). Seite 33 von 93 Abbildung 22: Entfernung dienstlicher Ziele Insgesamt 75% haben angegeben, keinen Dienstwagen zur Verfügung zu haben. Am Neuen Rathaus verfügen nur 5% über einen Zugang zu Dienstwagen (vgl. Abbildung 23). Abbildung 23: Verfügbarkeit von Dienstwagen Für dienstliche Wege werden jedoch beinah gleich häufig immer der Dienstwagen (Pkw oder Kfz), der private Pkw oder der Nahverkehr genutzt. Häufig wird auch mit dem privaten Fahrrad gefahren. Dienstfahrräder spielen kaum eine Rolle in der dienstlichen Mobilität (vgl. Abbildung 24). Seite 34 von 93 Abbildung 24: Verkehrsmittelnutzung auf dem Dienstweg In der Befragung wurde danach gefragt, ob auch andere Verkehrsmittel als der Pkw für den Dienst‐ weg in Frage kämen. Darauf haben insgesamt 18% geantwortet, dass es nicht denkbar sei, wobei es für Beschäftigte der Feuerwehr 41% und bei Beschäftigten der EAD 36% waren. Von den Beschäftig‐ ten am Neuen Rathaus und dem Stadthaus Frankfurter Straße können sich 42 bzw. 44% vorstellen, für die Mehrheit ihrer dienstlichen Wege umweltfreundliche Verkehrsmittel zu nutzen. Dabei kommt für die meisten am ehesten der Nahverkehr in Frage. Hier könnten also durch die Einführung eines Jobtickets und eine Favorisierung der ÖV‐Nutzung, Kosten für Dienstwege gespart werden. Zudem sind viele Wege kürzer als drei Kilometer. Mit Dienstfahrrädern bzw. Dienstpedelecs wären Beschäf‐ tigte hier schnell, flexibel und gesund unterwegs. 3.4.5 Anregungen der Beschäftigten Die Beschäftigten hatten zum Ende des Fragebogens die Möglichkeit, Anregungen zum Arbeitsweg zu geben. Die höchste Anzahl Nennungen gab es zu günstigeren ÖPNV‐Tickets sowie dem Jobticket. Danach ist die Verbesserung des Radwegenetzes die am häufigsten genannte Anregung (vgl. Abbildung 25). Seite 35 von 93 Abbildung 25: Anregungen zum Arbeitsweg Bei den konkreten Wünschen nach Verbesserungen für die Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes wurde das Jobticket am häufigsten genannt. Danach kamen mehr und günstigere Parkplätze sowie Optimie‐ rungen beim ÖPNV (vgl. Abbildung 26). Abbildung 26: Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Seite 36 von 93 4 Steckbriefe für Einzelstandorte Für die sechs Hauptstandorte mit der größten Anzahl an städtischen Beschäftigten (Neues Rathaus, Stadthaus Grafenstraße, Stadthaus Frankfurter Straße, Technisches Rathaus, Feuerwehr, EAD) wur‐ den gesonderte detaillierte Standortanalysen vorgenommen. Die Ergebnisse sind in einzelnen Steck‐ briefen zusammengefasst. Die Steckbriefe enthalten folgende Details für den jeweiligen Standort: • Anzahl der Beschäftigten am Standort, • Anzahl der Kundenverkehre, • Arbeitszeitmodelle, • Ergebnisse zur Beschäftigtenbefragung, • Analyse der verkehrlichen Anbindung des Standorts mit dem Pkw, dem ÖV, dem Fahrrad und zu Fuß, • Analyse der Verkehrsinfrastruktur am Standort sowie • Ableitung des Handlungsbedarfs, Potentiale und sinnvolle Maßnahmen nach Verkehrsmittel dargestellt. Die Informationen sind angereichert mit Grafiken, Karten und Fotos. Die einzelnen Steckbriefe befin‐ den sich in den Anlagen zum Bericht. 5 Maßnahmenplan Die Wissenschaftsstadt Darmstadt greift die Ergebnisse der Beschäftigtenbefragung und der weiteren Analysen auf und möchte die Mobilität von Beschäftigten vor allem in fünf zentralen Bereichen för‐ dern und verbessern: • ÖV‐Ticket, • Fahrradparken am Arbeitsstandort, • Fahrgemeinschaftenförderung, • Fuhrparkmanagement und • Koordination und Kommunikation. Dabei folgt die Wissenschaftsstadt den Anregungen der Beschäftigten zu Verbesserung der Erreich‐ barkeit, ermittelten Mängeln an den Arbeitsplatzstandorten und erkennbaren Effizienzpotentialen bei der dienstlichen Mobilität. Neben den fünf zentralen Bereichen, gibt es einzelne Maßnahmen im Bereich Kfz‐Verkehr, Öffentli‐ cher Verkehr, Radverkehr, Fußverkehr, Organisation sowie Information, Motivation und Beratung, die für die Wissenschaftsstadt Darmstadt empfehlenswert sind. Nachfolgend werden zunächst die zentralen Maßnahmen genau beschrieben (Kapitel 5.1). Anschlie‐ ßend werden die weiteren Maßnahmen (Kapitel 5.2) in tabellarischer Form dargestellt. Der Vollstän‐ digkeit halber, sind auch die zentralen Maßnahmen kurz in tabellarischer Form zusammengefasst. Seite 37 von 93 Für die Darstellungen in den Tabellen werden folgende Symbole verwendet: Maßnahmentypen Empfehlung p Kfz‐Verkehr „weiter so“: die Maßnahme wird bereits umgesetzt und soll – ggf. modifiziert – weiter geführt werden Y Öffentlicher Verkehr „kurzfristig anpacken“: die Maßnahme erscheint sehr gut geeignet und sollte zeitnah realisiert werden. E Fahrrad „anpacken“: die Maßnahme erscheint gut geeignet und sollte realisiert werden. b Fuß „mittelfristig anpacken“: die Maßnahme besitzt Potenziale, aber zunächst keine Priorität L Information, Motivation, Beratung „langfristig anpacken“: die Maßnahme besitzt Po‐ tenziale, aber zunächst keine Priorität q Organisation Tabelle 9: Legende zur Maßnahmenübersicht 5.1 Zentrale Maßnahmen 5.1.1 Jobticket Die Stadtverwaltung Darmstadt hat für ihre Beschäftigten bereits zum 1. Januar 2014 ein Jobticket einführen. Dieses kann sowohl für den Weg von und zur Arbeit als auch auf dienstlichen Wegen ge‐ nutzt werden. Mit einer Berechnungsgrundlage von ca. 3.250 Beschäftigten (einschließlich EAD, Stand Ende 2012) liegt ein gutes Angebot des RMV vor mit Gesamtkosten von ca. 500.000 Euro im Jahr. Die Preisgestal‐ tung für den einzelnen Beschäftigten obliegt der Stadtverwaltung Darmstadt. Es wurde ein Preismodell angestrebt und entwickelt, bei dem möglichst alle Beschäftigten eine Ver‐ günstigung von mindestens 50% zum regulären Jahresticket des RMV angeboten wird. Bei der Preis‐ gestaltung wurden die Tarifzonen des RMV und die Wohnstandortverteilung der Beschäftigten be‐ rücksichtigt. Dabei wurde für jeden Standort kalkuliert, mit welcher Abnahme minimal oder maximal zu rechnen ist. Sollten nur wenige Beschäftigte das Jobticket abnehmen, steigen die Kosten für die Stadt. Die aktuellen Kosten für das Jobticket für die Beschäftigten sind in der folgenden Tabelle 10 darge‐ stellt. Seite 38 von 93 Tabelle 10: Preise für das Jobticket der Wissenschaftsstadt Darmstadt ab 1. Januar 2014 Erstmalig wird eine Mitnahmeregelung wie bei der RMV‐Jahreskarte auch beim Jobticket eingeführt. Beschäftigte der Wissenschaftsstadt Darmstadt können Werktags nach 19 Uhr sowie am Wochenen‐ de und an Feiertagen ganztags eine Erwachsenen und beliebig viele Kinder mitnehmen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat zur Einführung des Jobtickets Informationstage an drei Stand‐ orten (Justus‐Liebig‐Haus, Technisches Rathaus und EAD) durchgeführt. Hierzu waren alle Beschäftig‐ ten eingeladen. Nach einer Einführung vom Oberbürgermeister Partsch oder der Baudezernentin Lindscheid wurde über das Jobticket informiert und im Anschluss eine persönliche Beratung angebo‐ ten. Hierbei haben die HEAG, die DADINA, der RMV und die ivm unterstützt. Erläutert wurden u.a. die Fragen: Welche Tarifzone bzw. Preisstufe gilt für mich? Wann, wo und wie häufig gibt es ÖPNV‐ Verbindungen für meine Relation? Gibt es Park+Ride‐Anlagen in der Nähe meines Wohnortes? Wie viel Zeit bzw. wie viele Kosten kann ich sparen? Außerdem wurde das Jobticket im Intranet, durch Flyer und Plakate beworben. Abbildung 27: Werbeflyer zur Einführung des Jobtickets Seite 39 von 93 Empfehlung Y Jobticket weiter so Beschreibung Mit vergünstigten ÖV‐Tarifen durch ein Jobticket kann bei vielen Mitarbeitern die Hürde zur ÖPNV‐Nutzung abgebaut werden. Beurteilung Angesichts der guten ÖV‐Erreichbarkeit der meisten Standorte, erscheint das Jobticket als eine gute Möglichkeit die Beschäftigten zur Nutzung des ÖPNV zu motivieren. Kostenaufwand Hoch; administrativer Aufwand; die Kosten werden durch die Einnahmen z.T. refinanziert. Akteure Mobilitätsberater, Personalabteilung Ein Fahrtkostenrechner im Intranet ermöglicht es den Beschäftigten, für sich zu berechnen, wieviel die Fahrt zur Arbeit mit dem Pkw und mit dem Jobticket kostet. Abbildung 28: Mobilitätskostenrechner im Intranet Empfehlung L Mobilitätskostenrechner im Intranet weiter so Beschreibung Ein Fahrtkostenrechner im Intranet ermöglicht es den Beschäftigten, für sich zu berechnen, wieviel die Fahrt zur Arbeit mit dem Pkw und mit dem Jobticket kostet. Beurteilung Dieses Informationsangebot wird seit Einführung des Jobtickets angeboten. Kostenaufwand Gering Akteure Mobilitätsberater, IT‐Abteilung Seite 40 von 93 5.1.2 Radfahrinfrastruktur am Standort An einigen Standorten der Stadtverwaltung, wie am Technischen Rathaus oder der Feuerwehr gibt es bereits hochwertige Fahrradabstellanlagen, die es ermöglichen, das Fahrrad mit Rahmen und Vorder‐ rad anzuschließen. Im besten Fall ist die Abstellanlage auch überdacht und abschließbar. Dort, wo Defizite ermittelt wurden, sollen in den nächsten Jahren Verbesserungen erfolgen. Verbesserungsbedürftig sind z.B. die Abstellmöglichkeiten für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Stadtmitte, am Luisenplatz und im Carree, wo das Abstellen von Fahrrädern fast nicht möglich ist und Räder daher zum Teil mit in das Gebäude genommen werden. Am Stadthaus Frankfurter Straße und in der Bessunger Straße stoßen die Abstellmöglichkeiten für Beschäftigte an ihre Kapazitätsgren‐ zen. Vom Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt, Abteilung Planung und technische Verwaltung werden derzeit Standards entwickelt, wie und in welcher Qualität das Fahrradparken in der Wissenschafts‐ stadt Darmstadt generell organisiert werden soll. Ein solcher Leitfaden ist für 2014 geplant. Empfehlung E Qualitätvolle Fahrradabstellanlagen für Beschäftigte weiter so/ kurzfristig anpacken Beschreibung Wettergeschützte, eingangsnahe Fahrradabstellanlagen, die ein standsicheres und diebstahlsicheres Abstellen der Räder erlauben, tragen zur Attraktivität des Radfahrens bei. Beurteilung Die vorhandenen Fahrradabstelmöglichkeiten für Beschäftigte werden dem Bedarf angepasst und erweiteret. Kostenaufwand Mittel Akteure IDA, Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt, Ämter Duschen und Umkleiden sind an wenigen Standorten für alle Beschäftigte verfügbar. Bei Aus‐ und Neubauten soll die Installation dieser Angebote berücksichtigt werden. Wenn möglich, soll auch im Bestand geprüft werden, ob Duschen und Umkleiden z.B. der Nachbarabteilung mit genutzt werden können. An regnerischen Tagen ist es vor allem notwendig nasses Regenzeug zum Trocknen aufhän‐ gen zu können. Hierfür reicht ggf. auch ein Trockenraum oder ein verfügbarerer leer stehender Raum. Empfehlung E Duschen/Umkleiden anpacken Beschreibung Duschen und Umkleiden bieten Radfahrern die Möglichkeit, auch bei schlechtem Wetter oder nach körperlicher Anstrengung einen angenehmen Arbeitstag zu verbringen. Zudem kann spezielle Kleidung während des Arbeitstags gelagert werden. Beurteilung Bei Aus‐ und Neubauten soll die Installation dieser Angebote berücksichtigt werden. Auch im Bestand soll geprüft werden, ob Duschen und Umkleiden z.B. der Nachbarabteilung mit genutzt werden können. An regnerischen Tagen ist es vor allem notwendig nasses Regenzeug zum Trocknen aufhängen zu können. Hierfür reicht ggf. auch ein Trockenraum oder ein verfügbarerer leer stehender Raum. Kostenaufwand Hoch Akteure IDA Ein weiterer Baustein für die Verbesserung der Infrastruktur und Angebote für Radfahrer am Stand‐ ort sind Reparatursets. Diese können z.B. beim Pförtner oder Hausmeister hinterlegt sein. Bei einer Panne oder kleineren Schäden, können Beschäftigte Ihre Räder vor der Heimfahrt wieder fit machen. Seite 41 von 93 Empfehlung E Unterstützung bei Fahrradreparaturen kurzfristig anpacken Beschreibung Die Vorhaltung von Reparaturwerkzeug und häufig benötigtem Material hilft Radfahrern bei allfälligen Pannen. Beurteilung Diese einfache Maßnahme soll bei allen Standorten realisiert werden. Kostenaufwand Gering Akteure Ämter 5.1.3 Fahrgemeinschaftsförderung Aus der Beschäftigtenumfrage und der Wohnstandortverteilung ergeben sich Potentiale für Fahrge‐ meinschaften. Viele Beschäftigte mit ähnlichem Wohnort oder gleichen Wegeachsen haben keine gute ÖV‐Anbindung, arbeiten jedoch nicht im gleichen Amt oder am gleichen Standort. Dadurch wird das Finden eines Mitfahrers erschwert, weil „Kollegen“ nicht bekannt sind. Eine gute Möglichkeit Fahrgemeinschaften zu fördern stellt z.B. das Angebot der Flinc AG mit Sitz in Dieburg da. Es bietet die Möglichkeit, ein eigenes virtuelles Netzwerk zu gründen, in dem sich aus‐ schließlich Beschäftigte der Stadtverwaltung online anmelden und Fahrtangebote und ‐gesuche ein‐ stellen können. Die Vorteile sind ein Vertrauensnetzwerk welches Sicherheit für die Beschäftigten schafft und motiviert sowie ein eigenes Branding und Individualisierung durch den geschlossenen Unternehmensbereich. Flinc unterscheidet sich von anderen Mitfahrportalen durch die flexible Nut‐ zung. Es erfolgt eine adressgenaue Vermittlung, nicht nur von Ort zu Ort. Die Vermittlung erfolgt automatisch, also ohne eigenes Durchsuchen von Listen. Außerdem unterstützt Flinc bei der Einfüh‐ rung des Netzwerks durch gezieltes Marketing, Reporting, Statistiken und Empfehlungen. Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte Fahrgemeinschaften fördern und als Ergänzung zur Fahr‐ radförderung und zum Jobticket anbieten. Außerdem soll beim Fuhrparkmanagement eine Imple‐ mentierung des Fuhrpark‐Pools in das System geprüft werden. Hierbei ist auch die Möglichkeit einer Mobilitätsgarantie für Beschäftigte zu prüfen. Mit einer Mobilitätsgarantie wird sichergestellt, dass Beschäftigte, auch bei „verpassen“ ihrer Mitfahrgelegenheit, günstig nach Hause kommen. Empfehlung p Fahrgemeinschaftenförderung kurzfristig anpacken Beschreibung Die Bildung von Fahrgemeinschaften und damit die effizientere Nutzung von Pkw kann durch eine Vermittlungsbörse, durch aktive Ansprache von Mitarbeitern, durch Parkbevorrechtigungen und durch Heimweg‐Garantien (Mobilitätsgarantien) gefördert werden. Beurteilung Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte Fahrgemeinschaften fördern und als Ergänzung zur Fahrradförderung und zum Jobticket anbieten. Außerdem soll beim Fuhrparkmanagement eine Implementierung des Fuhrpark‐Pools in das System geprüft werden. Hierbei ist auch die Möglichkeit einer Mobilitätsgarantie für Beschäftigte zu prüfen. Kostenaufwand Mittel Akteure Mobilitätsberater, IT‐Abteilung 5.1.4 Koordination und Kommunikation Vor allem die Initiierung und Umsetzung, aber auch die dauerhafte Pflege von Maßmahmen und Angeboten des Mobilitätsmanagements bedarf eines "Kümmerers", der innerhalb der Stadtverwaltung alle Aktivitäten koordiniert. Seite 42 von 93 Die Wissenschaftsstadt möchte als übergreifende Maßnahme sicherstellen, dass Informationen zu bestehenden und neuen Angeboten auf die Zielgruppe, die Beschäftigten, abgestimmt sind und über verschiedene Kanäle an die Zielgruppe herangetragen werden. Ein Mobilitätskoordinator/ eine Mobi‐ litätskoordinatorin soll die interne Diskussion leiteten und für die externe Kommunikation sorgen. Das Mobilitätsmanagement ist im Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Abteilung Verkehrsentwicklung Verkehrs‐ und Mobilitätsmanagement verortet. Frau Samaan ist derzeit als Mobilitätskoordinatorin Ansprechpartnerin für Belange des Mobilitätsmanagements. Das Vorhgehen und die Maßnahmen werden mit dem internen Arbeitskreis, bestehend aus Vertretern des Personalrats, des Gesamtper‐ sonalrats, der Abteilung Statistik, dem Datenschutz, der Finanzabteilung, der Organisationsabteilung, dem EAD sowie der Dezernate 1 und 3., vor‐abgestimmt. Empfehlung q Mobilitätskoordinator/ Mobilitätskoordinatorin weiter so Beschreibung Vor allem die Initiierung und Umsetzung aber auch die dauerhafte Pflege von Maßmahmen und Angeboten des Mobilitätsmanagements bedarf eines "Kümmerers", der alle Aktivitäten koordiniert. Beurteilung Ein Mobilitätskoordinator/ eine Mobilitätskoordinatorin soll die interne Diskussion leiteten und für die externe Kommunikation sorgen. Das Mobilitätsmanagement ist im Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Abteilung Verkehrsentwicklung Verkehrs‐ und Mobilitätsmanagement verortet. Kostenaufwand Mittel Akteure Mobilitätsberater Für eine professionelle Kommunikation, hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Logo und Slogan – „mobimax – umsteigen lohnt sich!“ (vgl. Abbildung 29) – entwickelt, mit dem alle Maßnahmen des Mobilitätsmanagements kommuniziert werden. Abbildung 29: Logo mobimax Nach den Flyern und Plakaten für das Jobticket sollen weitere zum Thema Radfahren entstehen: Abbildung 30: Plakate zur Steigerung der Motivation mit dem Rad zur Arbeit zu fahren Außerdem wird die Homepage weiterentwickelt und um weitere Mobilitätsinformationen ergänzt. Seite 43 von 93 Empfehlung q Kommunikation weiter so Beschreibung Für den Erfolg von neuen Maßnahmen ist es bedeutend, diese gut zu kommunizieren. Beurteilung Für eine professionelle Kommunikation, hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Logo und Slogan – „mobimax – umsteigen lohnt sich!“ – entwickelt, mit dem alle Maßnahmen des Mobilitätsmanagements kommuniziert werden. Außerdem wird die Homepage weiterentwickelt und um weitere Mobilitätsinformationen ergänzt. Kostenaufwand Mittel Akteure Mobilitätsberater 5.1.5 Fuhrparkmanagement Das Thema Fuhrparkmanagement hat eine hohe Bedeutung für die Stadtverwaltung. Viele Dienstwe‐ ge werden derzeit mit privaten Pkw unternommen. Das verursacht hohe Kosten und Aufwände bei der Kostenerstattung. Dienstwagen sind einzelnen Abteilungen zugeordnet, ohne Transparenz über Nutzungen und Auslastungen. In einem eigenen Konzept soll der Fuhrpark mittels Fahrtenbücher umfassend analysiert werden. Darauf aufbauend können Über‐ und Unterkapazitäten bei den Dienst‐ fahrzeugen ermittelt und Optimierungen mittels Car‐Sharing und Dienstfahrrädern herausgearbeitet werden. Zu berücksichtigen ist auch die mögliche Nutzung des Jobtickets für Dienstwege. Es wird zunächst eine Magistratsvorlage erarbeitet, um im Jahr 2014 eine umfassende Fuhrparkana‐ lyse beauftragen zu können. Empfehlung p Fuhrparkmanagement kurzfristig anpacken Beschreibung Mit Hilfe eines Fuhrparkmanagements können Über‐ und Unterkapazitäten beim Fuhrpark aufgedeckt und abgebaut werden. Der Fuhrpark lässt sich so effizienter ges‐ talten und Kosten verringern. Beurteilung In einem eigenen Konzept soll der Fuhrpark mittels Fahrtenbücher umfassend analy‐ siert werden. Darauf aufbauend können Über‐ und Unterkapazitäten bei den Dienst‐ fahrzeugen ermittelt und Optimierungen mittels Car‐Sharing und Dienstfahrrädern herausgearbeitet werden. Zu berücksichtigen ist auch die mögliche Nutzung des Jobti‐ ckets für Dienstwege. Kostenaufwand Mittel Akteure Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt 5.2 Weitere Maßnahmen Einen abgeschlossenen Maßnahmenkatalog des Mobilitätsmanagements gibt es nicht. Es hat sich aber ein Repertoire an typischen Maßnahmen gebildet, die häufig und mit Erfolg eingesetzt werden. Nachfolgend werden diese Maßnahmen im Überblick kurz beschrieben und es wird an Hand der Ana‐ lysen in den vorangegangenen Abschnitten eine Beurteilung und eine Empfehlung bezüglich der An‐ wendung für die Stadtverwaltung abgegeben. Seite 44 von 93 Empfehlung p Umweltstandards für Dienstfahrzeuge weiter so Beschreibung Durch Umweltstandards kann die Effizienz der Fahrzeugflotte verbessert werden. Beurteilung Es findet bereits eine Umrüstung des städtischen Fuhrparks statt. Seit dem Magsitratsbeschluss vom17.08.2005 werden nur noch Fahrzeuge nach dem neusten Stand der Technik (mind. Euro IV Abgasnorm) gekauft. Weitere Möglichkeiten werden im Rahmen des Fuhrparkmanagements berücksichtigt. Kostenaufwand Gering; administrativer Art Akteure EAD, Fuhrparkmanagement . Empfehlung p Schulungen zu effizienterer Kfz‐Nutzung mittelfristig anpacken Beschreibung Mit Spritsparkursen kann Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern effizientes Autofahren praktisch vermittelt werden. Beurteilung Ein obligatorisches Eco‐Fahrtraining für alle Beschäftigten, die zum Führen eines Dienstfahrzeugs berechtigt sind sowie Eco‐Fahrtraining für alle übrigen Beschäftigten ggf. gegen Kostenbeteiligung, sind bei dem Fahrtenaufkommen sinnvoll. Kostenaufwand Ca. 50 bis 150 € pro Mitarbeiter/in, je nach Anbieter. Akteure Ämterintern, nach Magistratsbeschluss. Empfehlung p Abbau von Vergünstigungen beim Parken mittelfristig anpacken Beschreibung Eine Bewirtschaftung des Parkraums ‐ beispielsweise durch eine Beschränkung der Zufahrt und die differenzierte Erhebung von Parkgebühren ‐ erhöht die Motivation, andere Verkehrsmittel zu nutzen. Beurteilung Der Abbau von Vergünstigungen beim Parken zur Erhöhung der Attraktivität des Jobti‐ ckets und ggf. zu dessen Refinanzierung kann durch eine Bewirtschaftung am Standort Technisches Rathaus sowie durch die Abschaffung der Bezuschussung des Parkens in der Stadtmitte (Parkhaus Luisencenter und Frankfurter Straße) erreicht werden. Eine einheitliche Regelung für alle Standorte wird schwierig, ist jedoch auch aktuell nicht gegeben. Kostenaufwand Hoher organisatorisch‐administrativer Aufwand bei der Einfpührung. Aufwand für laufenden Betrieb wird durch Einnahmen aus Parkraumbewirtschaftung gedeckt. Akteure Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Empfehlung Y Verbesserung der Haltestellenerreichbarkeit durch ÖV‐ Angebotsanpassung langfristig anpacken Beschreibung Je nach örtlicher Situation können Veränderungen des ÖPNV‐Angebots (neue Haltestellen, veränderte Linienwege, angepasstes Fahrtenangebot) die Erreichbarkeit und die Akzeptanz von Bus und Bahn deutlich verbessern. Beurteilung Das ÖPNV‐Angebot ist weitestgehend gut. Zum Teil, z.B. am Standort EAD, sind die Wege zwischen Haltestelle und Arbeitsstandort sehr lang, hier soll auf eine Verbesserung des Angebots hingewirkt werden. Im Rahmen von ÖV‐Planungen sollen Verbesserungsoptionen berücksichtigt werden. Kostenaufwand Je nach Maßnahme Akteure Ämter, HEAG Mobilo Seite 45 von 93 Empfehlung YE Verbesserung der Haltestellenerreichbarkeit durch B+R im Nachlauf kurzfristig anpacken Beschreibung Bei Standorten in größerer Entfernung von Bahnhöfen können B+R‐Einrichtungen für den Weg zwischen Bahnhof und Standort die kombinierte ÖPNV‐ und Radnutzung erleichtern. Beurteilung Abstellmöglichkeiten von Fahrrädern am Nord‐ und Südbahnhof würden für eine Verbesserung von B+R im Nachlauf sorgen. Kostenaufwand Mittel Akteure Stadtplanungsamt, IDA Empfehlung Y Innerbetriebliche Information zum ÖV‐Angebot weiter so Beschreibung Durch Aushänge, eine exponierte Darstellung der Fahrplanauskunft im Intranet, Inhouse‐DFI und andere Maßnaßmen können die Aufmerksamkeit für den ÖPNV und die Informiertheit verbessert werden. Beurteilung Die Einführung des Jobtickets, wird durch eine gezielte Marketingkampagne mit individueller Verbindungsauskunft für jeden Beschäftigten ergänzt. Im Intranet werden Informationen zu Mobilitätskosten und Verbindungsauskünfte zur Verfügung gestellt. Außerdem wird ein Mobilität‐Infopaket für neue Beschäftigte mit personalisierten Anreiseinformationen entworfen. Kostenaufwand Gering Akteure Mobilitätsberater, IT‐Abteilung Empfehlung Y Anreiseinformationen für Besucher weiter so Beschreibung Durch entsprechende Anreiseinformationen kann versucht werden, Besucher auf den ÖPNV zu lenken. Beurteilung Die Anreiseinformationen für Besucher sind bereits im Internet angegeben. Kostenaufwand Gering Akteure IT‐Abteilung Empfehlung Y Betriebsausflug mit öffentlichen Verkehrsmitteln weiter so Beschreibung Bei innerbetrieblichen sozialen Aktivitäten kann durch Nutzung von Bus und Bahn deren Eignung praktisch demonstriert werden. Beurteilung Auflüge mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu unternehmen wird angestrebt. Kostenaufwand Gering/Mittel Akteure Ämter Seite 46 von 93 Empfehlung E Qualitätvolle Fahrradabstellanlagen für Besucher weiter so/ kurzfristig anpacken Beschreibung Wettergeschützte, eingangsnahe Fahrradabstellanlagen, die ein standsicheres und diebstahlsicheres Abstellen der Räder erlauben, tragen zur Attraktivität des Radfahrens bei. Beurteilung Das Parken von Fahrrädern soll für Besucher an jedem Standort möglich sein. Dies ist derzeit z.B. am Standort Arbietsamt nicht möglich. Jeder Standort mit Besucherverkehren wird auf seine Fahrradabstellmöglichkeit hin untersucht. Es werden interne Standards für das Fahrradparken entwickelt. Kostenaufwand Mittel Akteure IDA, Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt, Ämter Empfehlung E Unterstützung bei Fahrradreparaturen kurzfristig anpacken Beschreibung Die Vorhaltung von Reparaturwerkzeug und häufig benötigtem Material im Betrieb hilft Radfahrern bei allfälligen Pannen. Insbesondere Luft‐/Standpumpen sind hier sinnvoll. Beurteilung Diese einfache Maßnahme soll bei den größeren Standorten realisiert werden. Wichtig ist dann auch eine Kommunikation darüber, dass entsprechendes Equipment vorhanden ist. Kostenaufwand Gering Akteure Im Rahmen des Fuhrparkmanagements geeignete Orte finden, Hausmeister Empfehlung E Verbesserung der Radverkehrsanlagen im Umfeld weiter so Beschreibung Die Radverkehrsanlagen im Zulauf auf den Unternehmensstandort müssen attraktiv und sicher sein. Beurteilung Es konnten keine Mängel bei den separat untersuchten Hauptstandorten festgestellt werden. Rückmeldungen von Radfahrern zum Radverkehrsnetz, z.B. durch die Meldeplattform Radverkehr sollen jedoch aktiv eingeholt und in die Arbeiten zur Verbesserungen des Netztes integriert werden. Ein grundsätzlicher Ausbau der Fahrradwege sowie die kontinuierliche Verbesserung dieser ist geplant. Kostenaufwand Je nach Maßnahme Akteure Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Empfehlung E Fahrradleasing kurzfristig anpacken Beschreibung Durch betriebliche Leasingmodelle können mit Hilfe des steuerfreien Sachkostenzuschus Beschäftigten kostengünstig hochwertige Fahrräder für den Arbeitsweg zur Verfügung gestellt werden. Beurteilung Es wird geprüft, ob eine Nachfrage bei den Beschäftigten für ein betriebliches Leasingmodell, ähnlich dem Angebot von HEAG Mobilo und HSE, besteht. Kostenaufwand Mittel/Hoch Akteure Mobilitätsberater, Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Seite 47 von 93 Empfehlung E Dienstfahrräder/ Dienstpedelecs weiter so/ anpacken Beschreibung Dienstfahrräder können vor allem auf kurzen Strecken die dienstliche Kfz‐Nutzung ersetzen. Beurteilung Der Ausbau des Dienstfahrrad‐Angebots für die kürzeren Dienstwege wird überprüft. Pedelecs können einen zusätzlichen Anreiz schaffen, Dienstwege mit dem Fahrrad zurück zu legen. Diese Möglichkeit wird im Rahmen des Fuhrparkmanagements berücksichtigt. Kostenaufwand Mittel/Hoch Akteure Ämter, Fuhrparkmanagement Empfehlung E Einbindung in öffentliches Leihradsystem mittelfristig anpacken Beschreibung Sofern ein öffentliches Leihrad‐System am Standort vorhanden ist, kann eine Teilnahme an dem System für Dienstfahrten und Arbeitswege sinnvoll sein. Beurteilung Sollte die Wissenschaftsstadt Darmstadt ein Leihfahrradangebot erhalten, wird der Einsatz für dienstliche Wege geprüft. Kostenaufwand Gering Akteure Mobilitätsberater, Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt Empfehlung E Interne Radfahrwettbewerbe und –kampagnen weiter so Beschreibung Mit Wettbewerben und Kampagnen kann die Aufmerksamkeit für das Radfahren und seine Akzeptanz gesteigert werden. Beurteilung Es wird weiterhin an der Aktion "Stadtradeln" teilgenommen. Kostenaufwand Gering Akteure Agendabüro, Mobilitätsberater Empfehlung E Information zur Fahrradausstattung kurzfristig anpacken Beschreibung Eine moderne technische Ausstattung des Fahrrades selbst sowie des Zubehörs (Taschen, Kleidung, …) überwindet viele Nutzungshemmnisse. Über die bestehenden Möglichkeiten sollten die Beschäftigten informiert werden. Beurteilung Informationen zur Fahrradausstattung sollen im Rahmen von Aktionstagen o.ä. vermittelt werden. Kostenaufwand Gering Akteure Je nach Veranstaltung, z.B. betriebliches Gesundheitsmanagement Seite 48 von 93 Empfehlung L Individuelle Mobilitätsberatung aller Beschäftigte (einmalig) anpacken Beschreibung Durch eine einmalige Mobilitätsberatung aller Beschäftigten können die einzelnen Personen gezielt angesprochen werden und es können ggf. individuelle Ansätze zu effizienterer Mobilität vermittelt und diskutiert werden. Beurteilung Die Einführung des Jobtickets wird um Informationstage und eine individuelle Mobilitätsberatung der Beschäftigten ergänzt. Kostenaufwand Gering; administrativer Art Akteure Mobilitätsberater Empfehlung L Individuelle Mobilitätsberatung neuer Beschäftigter (dauerhaft) kurzfristig anpacken Beschreibung Neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden bereits frühzeitig ‐ bevor sie sich mit Arbeitsantritt auf ein Verkehrsmittel festlegen ‐ über Fahrmöglichkeiten zum Standort informiert. Beurteilung Eine Infopaket für neue Beschäftigte ist einfach zu realisieren und soll Bestandteil des Personalwesens werden. Kostenaufwand Gering Akteure Mobilitätsberater, Personalabteilung Empfehlung L Mobilitätsinformationen im Intranet weiter so Beschreibung Durch exponiert platzierte Mobilitätsinformationen im Intranet kann die Aufmerksamkeit für effiziente Mobilitsangebote gesteigert werden. Beurteilung Dieses Informationsangebot kann aufwandsarm umgesetzt werden. Besonders im Zusammenhang der Einführung eines Jobtickets, soll die Informationen verbessert werden. Kostenaufwand Gering Akteure Mobilitätsberater, IT‐Abteilung Empfehlung L Informationsveranstaltungen/ Aktionstage weiter so Beschreibung Mit Hilfe von Informationen über Mobilitätsangebote kann durch Schwerpunktaktionen die Kenntnis über effiziente Mobilitätsmöglichkeiten verbessert werden. Beurteilung Die Informationsveranstaltung könnte ähnlich wie beim Jobticket im Herbst 2013 erfolgt, durchgeführt werden. Ggf. kann an bereits existierende Informationstage, Gesundheitstage oder (Sommer)feste angeknüpft werden. Kostenaufwand Mittel Akteure Je nach Veranstaltung Seite 49 von 93 Empfehlung q Interne Mobilitäts‐Kostenrechnung ggf. mittelfristig anpacken Beschreibung Durch eine Erfassung von mobilitätsbezogenen Kosten ‐ von Dienstreisen bis hin zum Unterhalt von Stellplätzen ‐ kann das gesamte Mobilitätswesen eines Unternehmens effizienter gesteuert werden. Beurteilung Über kurz oder lang soll eine Mobilitäts‐Kostenrechnung als Managementinstrument realisiert werden. Diese Möglichkeit ist im Zusammenhang mit dem Fuhrparkmanagement zu prüfen. Kostenaufwand Mittel Akteure Mobilitätsberater, Fuhrparkmanagement Tabelle 11: Maßnahmenübersicht Seite 50 von 93 Anlagen Seite 51 von 93 Anlage 1: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Neues Rathaus Grunddaten Standort Luisenplatz 5, 5a, 6, Im Carree 1 Anzahl Mitarbeiter insgesamt 267 (37 Hauptamt IT, 7 Organisationsabteilung, 25 Hauptver‐ waltung, 27 Dezernate I‐V,15 Rechtsamt, 41 Personalamt, 19 Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, 4 Pressestelle, 4 Personal‐ und Strukturentwicklung, 88 Finanzverwaltung) Anzahl Mitarbeiter am Standort 251 (22 Hauptamt IT, 7 Organisationsabteilung, 25 Hauptver‐ waltung, 27 Dezernate I‐V,15 Rechtsamt, 40 Personalamt, 19 Amt für Wirtschaft und Stadtentwicklung, 4 Pressestelle, 4 Personal‐ und Strukturentwicklung, 88 Finanzverwaltung) Anzahl Kunden/Besucher je Woche ca. 1.182 Arbeitszeitmodell 188 Vollzeit (Gleitzeit), 75 Teilzeit, 3 Schichtdienst Sonstiges Am Standort Neues Rathaus (Luisenplatz/ Carree) haben von 294 angeschriebenen Beschäftigten 209 an der Befragung teilgenommen, was einem Rücklauf von 71% entspricht. Mobilitätsverhalten1 Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Arbeit Durch die gute ÖV‐Anbindung fahren ein Drittel der Beschäftigten (36%, 78 Befragte) mit Bus und Bahn zur Arbeit. 6% (13 Befragte) nutzen dafür Park&Ride oder Bike&Ride. 42% (91 Befragte) kom‐ men trotz kostenpflichtiger Parkplätze (rund 60% geben an, für ihren Stellplatz zu zahlen) mit dem Auto zur Arbeit, davon 7% als Mitfahrer oder in einer Fahrgemeinschaft. Mit dem Fahrrad kommen 15% (33 Befragte) und zu Fuß 7% (13 Befragte) zur Arbeit. Innerhalb der Woche steigen einige für einzelne Tage auf das Fahrrad um oder kommen als Mitfahrer im Auto zur Arbeit (vgl. Abbildung 31). 1 Die Anzahl Befragter variiert je nach Frage und Antwortmöglichkeit, da nicht immer alle Befragten auch alle Fragen beantwortet haben. Die genaue Anzahl der Befragten ist daher immer mit angegeben. Seite 52 von 93 Abbildung 31: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Neues Rathaus) Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Mit dem Pkw können die Beschäftigten am schnellsten ihren Arbeitsplatz erreichen. Der Unterschied zu Bus und Bahn ist jedoch nicht so groß wie an anderen Standorten. Auffällig ist, dass die meisten Beschäftigten sich mit den Wegezeiten auseinandergesetzt haben und Aussagen dazu treffen kön‐ nen. Etwa ein Viertel der Beschäftigten kann den Arbeitsort in 20 Minuten mit dem Fahrrad errei‐ chen. Hier scheint eine Steigerung der Nutzung gut möglich, denn 81% (169 Befragte) besitzen ein verkehrstaugliches Fahrrad (vgl. Abbildung 32). Weitere 4% (7 Befragte) besitzen sogar ein Pedelec. Seite 53 von 93 Abbildung 32: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Neues Rathaus) Bei der Nutzung mit Bus und Bahn müssten 63% (129 Befragte) gar nicht umsteigen, nur 4% (8 Be‐ fragte) müssen mehr als zweimal umsteigen. Für 82% (167 Befragte) der Beschäftigten ist es denkbar, den Arbeitsort mit dem ÖV zu erreichen. Voraussetzung sind für 28% (58 Befragte) dabei vor allem günstigere Tickets. Daher wundert es auch nicht, dass sich bei der Freitexteingabe die meisten Ver‐ besserungswünsche auf ein Jobticket beziehen. Beinahe ebenso viele wünschen sich preisgünstigere Möglichkeiten zum Parken. Rund ein Viertel der Beschäftigten (54 Befragte) geben an, mit Fahrgemeinschaften zur Arbeit kom‐ men zu können. Dabei wäre es für einige ein Anreiz, wenn feste Stellplätze garantiert würden. Für die Hälfte (99 Befragte) wäre Radfahren eine Möglichkeit zur Arbeit zu kommen. Darunter müss‐ ten für 14% (28 Befragte) einige Bedingungen wie gutes Wetter und eine gute Radfahrinfrastruktur am Standort gegeben sein. Gründe für die Pkw‐Nutzung Gründe für die Pkw‐Nutzung sind für die Hälfte (61 Befragte) der Beschäftigten der Materialtransport für 45% (55 Befragte) Bequemlichkeit. Weitere Gründe sind zu hohe Preise und zu lange Fahrtzeiten im ÖV. Dienstfahrten Dienstfahrten werden laut Ämterbefragung von allen Ämtern mit dem ÖV unternommen, sowie ‐ je nachdem, ob Dienstfahrzeuge vorhanden sind ‐ auch mit dem Dienstwagen oder dem privaten Pkw. Zum Teil werden Dienstwege mit dem Fahrrad zurückgelegt. Insgesamt sind fünf Dienst‐Pkw am Standort vorhanden, von denen drei auch privat genutzt werden. Außerdem gibt es vier Dienstpede‐ lecs. Seite 54 von 93 Infrastruktur am Standort2 Abbildung 33 gibt einen Überblick über die Verkehrsinfrastruktur am Standort Neues Rathaus. Veror‐ tet sind u. A. die Zugänge zum Gebäude, Park‐ und Abstellmöglichkeiten, ÖV‐Haltestellen sowie Stell‐ plätze für Dienstfahrzeuge. Abbildung 33: Verkehrsinfrastruktur am Standort Neues Rathaus Abbildung 34 veranschaulicht, wo sich im Umfeld des Standorts Car‐Sharing Stationen befinden. Die‐ se können von den Beschäftigten ggf. für Dienstwege genutzt werden. Abbildung 34: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Neues Rathaus 2 Erhebung: 23. Mai 2013, bedeckt, regnerisch, ca. 10 Grad. Seite 55 von 93 Erreichbarkeit mit dem Pkw Zufahrt Zufahrtsmöglichkeiten über Cityring (Rheinstraße, Zeughausstraße) zum Park‐ haus Luisencenter und zum öffentlichen Straßenraum. Über das Parkhaus Lui‐ sencenter direkter Zugang ins Gebäude. Autobahnanschluss am Autobahndreieck Darmstadt (A5 und A67) in etwa 4 km Entfernung. Stellplätze Nutzer Ort Anzahl Auslastung Beschäftigte Parkhaus Luisencenter 129*1 (4 Beh.) unbekannt Dienstfahrzeuge Parkhaus Luisencenter, ohne feste Stellplatzzuwei‐ sung, 2 Kleinbusse im sepa‐ ratem Käfig 11*2 Unbekannt Besucher Parkhaus Luisencenter 824 Unbekannt Beschäftigte Öffentlicher Straßenraum (v.a. Mollerstadt, Marien‐ platz)*3 unbekannt Unbekannt *1 Plätze werden über die Dienstvereinbarung Nr. 14 vergeben. Kosten Stadt insg.: 6.700€/Monat, 224€/Monat für Schwerbehinderte. Eigenanteil der Beschäftigten: 26,60€/Monat pro Stellplatz.(Stand 2013) *2 Kosten Stadt insgesamt.: 1.320€/Monat. *3 Der öffentliche Straßenraum wird in absehbarer Zeit durchgängig kostenpflichtig. Stellplatznutzung laut Beschäftigtenbefragung: 53% Parkhaus Luisencenter/ Carree, 37% im öffentlichen Straßenraum, 9% Sonstiges. Rund 60% der befrag‐ ten Pkw‐Nutzer geben an, einen kostenpflichtigen Stellplatz zu nutzen. Handlungsbedarf Keiner, es sind ausreichend (kostenpflichtige) Parkplätze in näherer Umgebung und im Parkhaus vorhanden. Potentiale Reduktion der Kosten für Beschäftigte durch die Erhöhung des Anteils von Fahrgemeinschaften durch Hilfe bei der Mitfahrervermittlung über Abteilungen hinweg. Bild Box für Dienstbusse im Parkhaus Luisencenter Seite 56 von 93 Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr Zugang Direkt und gut einsehbar Haltestelle Haltestelle Linien Entfernung zm Betriebsgelände Zugang Luisenplatz 2,4,5,6,7,8,9 F, H, L Bus 673, 682, 675, K55, 751, 5513 100 m Nicht Barrierefrei (e‐ benerdig, jedoch kein Hochbord) Handlungsbedarf Die Erreichbarkeit des Standorts mit dem ÖV ist sehr gut. Die Nutzung ist mit 36% Wegeanteil bereits relativ hoch. Potentiale Weitere Steigerung der Nachfrage durch ein Jobticket. Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten des Standorts durch den Randbereich der Fußgän‐ gerzone. Abstellanlagen Abstellanlage Zugang Anzahl Qualität Belegung Luisenplatz Direkt auf dem Platz (öffentlich) 50 Bügel, nicht überdacht 70 4. Stock im Innen‐ hof von Gebäude Luisenplatz 5 Durch Eingangstür, engen Flur, Aufzug, Flur, Stufen 10 Felgenklemmer, nicht überdacht 4 Carree (vor dem Lieferantenzugang Gebäude Centralstation) Ebenerdig, am Eingang Gebäude Luisenplatz 5a vor‐ bei 6 Felgenklemmer, nicht überdacht 3 • Die Abstellanlage auf dem Luisenplatz ist überfüllt. • Im Carree werden Räder an Geländern wild abgestellt. • Räder werden mit in die Gebäude genommen und dort im Flur oder Büro abgestellt. Der Zugang ist über die Eingangstür, Treppenstufen und Aufzug sehr umständlich und beschwerlich. Anschließen ist nicht möglich. • Dienstpedelecs stehen in den Büros des Oberbürgermeisters und der De‐ zernenten. Duschen und Umkleide Keine Handlungsbedarf Dringender Ausbau sicherer Abstellmöglichkeiten für Beschäftigte nötig. Seite 57 von 93 Potentiale • Bei Verbesserung der Infrastruktur am Standort sind Steigerungen beim Radverkehr zu erwarten. • Prüfung von Flächen vor dem Eingang Luisenplatz 5a. Prüfung einer Möglichkeit, auch im Parkhaus Fahrräder in Boxen/Käfigen abzustellen, unter Berücksichtigung der Zugangsmöglichkeiten mit dem Aufzug. Bilder Im Carree, vor dem Eingang Lui‐ senplatz 5a. Durch Lieferverkehr kaum Potentiale für Abstellanlagen Potentialfläche für Abstellanlage Im Gebäude Luisenplatz 5a im Flur abgestellte Räder Im Gebäude Luisenplatz 5a im Flur abgestellte Räder Am Gebäude Luisenplatz 5 im Innen‐ hof im 4. Stock abgestellte Räder Zugang zum Innenhof durch en‐ gen Flur, Aufzug und Stufen Seite 58 von 93 Anlage 2: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Grafenstraße Grunddaten Standort Grafenstraße 30 Anzahl Mitarbeiter insgesamt 203 (37 Hauptamt IT, 166 Bürger‐ und Ordnungsamt) Anzahl Mitarbeiter am Standort 163 (14 Hauptamt IT, 149 Bürger‐ und Ordnungsamt) Anzahl Kunden/Besucher je Woche Sehr viele Arbeitszeitmodell 85 (39%) Vollzeit mit Gleitzeit, 39 (18%) Vollzeit nach Dienst‐ plan, 39 (18%) Schichtdienst, 33 (15%)einzelne Tage, 25 (11%) halbtags Sonstiges Von den 179 angeschriebenen Beschäftigten am Standort Grafenstraße haben 92 an der Beschäftig‐ tenbefragung teilgenommen, was einem Rücklauf von 51% entspricht. Mobilitätsverhalten3 Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Arbeit Für den Weg zur Arbeit nutzt etwa die Hälfte der Befragten (46 Befragte) den Pkw, davon nur 4% (4 Befragte) täglich in einer Fahrgemeinschaft. Rund 30% (29 Befragte) kommen täglich mit dem ÖV zur Arbeit. Der Radverkehrsanteil liegt bei 15% (14 Befragte), nur 2% (2 Befragte) laufen zur Arbeit. Gele‐ gentlich wird innerhalb der Woche für 1‐3 Tage vom Pkw und ÖV umgestiegen und stattdessen bei anderen mitgefahren bzw. als Fahrgemeinschaft gefahren (vgl. Abbildung 35). Abbildung 35: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Stadthaus Grafenstraße) 3 Die Anzahl Befragter variiert je nach Frage und Antwortmöglichkeit, da nicht immer alle Befragten auch alle Fragen beantwortet haben. Die genaue Anzahl der Befragten ist daher immer mit angegeben. Seite 59 von 93 Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Mit dem Pkw sind die Beschäftigten am schnellsten am Arbeitsplatz, 85% (74 Befragte) in 30 Minu‐ ten. Die Hälfte kann den Standort in dieser Zeit auch mit dem Fahrrad erreichen, 20% (17 Befragte) sogar in nur 20 Minuten. Mit dem ÖV können rund die Hälfte (44 Befragte) den Arbeitsplatz in 30 Minuten erreichen (vgl. Abbildung 36). Abbildung 36: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Stadthaus Grafenstraße) Bei Fahrten mit dem ÖPNV müssten 86% (77 Befragte) der Beschäftigten maximal einmal umsteigen, 57% (51 Befragte) sogar überhaupt nicht. Die ÖV‐Nutzung kommt laut eigener Angabe für immerhin 83% (75 Befragte) der Befragten grundsätzlich in Frage, wobei 34% (30 Befragte) daran Bedingungen wie günstigere Tickets oder eine bessere Verbindung knüpfen. Fahrgemeinschaften können sich knapp ein Drittel (30 Befragte) vorstellen zu nutzen, 8% (7 Befragte) jedoch nur unter der Voraussetzung, feste Pkw‐Stellplätzen zu bekommen. Über die Hälfte der Beschäftigten (56%, 50 Befragte) gibt an, nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit kom‐ men zu können, die andere Hälfte kommt entweder schon mit dem Fahrrad oder könnte es tun. 84% besitzen ein fahrtüchtiges Fahrrad (76 Befragte). Die Möglichkeit der Angabe, was der Arbeitgeber zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeits‐ platzes noch tun könnte, haben 18 Beschäftigte genutzt. Davon wünschen sich 9 preisgünstigere Parkplätze und Vergünstigungen im ÖV. Gründe für die Pkw‐Nutzung Als Grund für die Nutzung des Pkw für den Weg zur Arbeit wird an erster Stelle von knapp der Hälfte der Befragten (30 Befragte) die lange Reisezeit mit Bus und Bahn angegeben. Der am zweithäufigsten genannte Grund ist die eigene Bequemlichkeit: sie ist für 41% (26 Befragte) ausschlaggebend für die Pkw‐Nutzung. Seite 60 von 93 Dienstfahrten Dienstfahrten werden laut Ämterbefragung flexibel mit Dienstwagen, eigenem Pkw, Fahrrad oder dem ÖV unternommen. Es stehen 20 Dienst‐Pkw zur Verfügung, jedoch keine Dienstfahrräder. Infrastruktur am Standort 4 Abbildung 37 gibt einen Überblick über die Verkehrsinfrastruktur am Standort Grafenstraße. Verortet sind u. A. die Zugänge zum Gebäude, Park‐ und Abstellmöglichkeiten, ÖV‐Haltestellen sowie Stell‐ plätze für Dienstfahrzeuge. Abbildung 37: Verkehrsinfrastruktur am Standort Stadthaus Grafenstraße Abbildung 38 veranschaulicht, wo sich im Umfeld des Standorts Car‐Sharing Stationen befinden. Die‐ se können von den Beschäftigten ggf. für Dienstwege genutzt werden. 4 Erhebung: 23. Mai 2013, bedeckt, regnerisch, ca. 10 Grad. Seite 61 von 93 Abbildung 38: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Grafenstraße Seite 62 von 93 Erreichbarkeit mit dem Pkw Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten über Rheinstraße, Neckarstraße und Hügelstraße. Autobahnanschluss am Autobahndreieck Darmstadt (A5 und A67) in etwa 4 km Entfernung. Stellplätze Nutzer Ort Anzahl Auslastung Besucher Vor dem Haupteingang 5 Behind. Ca. 50% Beschäftigte Kommunalpolizei, körperlich einge‐ schränkte Innenhof 6 + in und vor den 6 Garagen, wenn die Dienstfahrzeuge unterwegs sind Ca. 80% Dienstfahrzeuge Garagen im Innenhof 3 + 6 in Garagen Beschäftigte Parkhaus Luisencenter, Marienplatz, öffentlicher Straßenraum Nicht bekannt Nicht be‐ kannt Stellplatznutzung laut Beschäftigtenbefragung: 37% Parkhaus Luisencenter/ Carree, 47% im öffentlichen Straßenraum, 16% Sonstiges. 44% der Beschäftig‐ ten geben an, einen kostenpflichtigen Stellplatz zu nutzen. Handlungsbedarf Beim Wegfall des Marienplatzes als Parkplatz könnte es zu Parkraumproble‐ men kommen. Potentiale Entlastung der Parkraumnachfrage durch die Erhöhung des Anteils von Fahr‐ gemeinschaften (derzeit 6% Wegeanteil) über Abteilungen hinweg, z.B. über das Bewerben von Pendlerportalen. Bild Abstellmöglichkeiten im Innenhof Seite 63 von 93 Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr Zugang Durch die Fußgängerzone und dann über „Schleichweg“ bis zur Toreinfahrt. Haltestelle Haltestelle Linien Entfernung zum Betriebsgelände Zugang Luisenplatz Straßenbahn 2,4,5,6,7,8,9 F, H, L Bus 673, 682, 675, K55, 751, 5513 350 m Nicht Barrierefrei (e‐ benerdig, jedoch kein Hochbord) Handlungsbedarf Gute Anbindung des Luisenplatzes, wenn auch etwas weiter weg. Potentiale Erhöhung des Anteils der Bus‐ und Bahnfahrer von derzeit knapp ein Drittel durch ein Jobticket. Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten des Standorts. Abstellen im Innenhof, direkter Zugang in das Gebäude. Abstellanlagen Abstellanlage Zugang Anzahl Qualität Belegung Innenhof Æ Beschäftigte wenn das Tor offen ist (6:00‐18:30 bzw. Fr. bis 16:00 Uhr) oder per Chip 14 Bügel, nicht überdacht 5 Innenhof Æ Beschäftigte wenn das Tor offen ist (6:00‐18:30 bzw. Fr. bis 16:00 Uhr) oder per Chip 7 Bügel, über‐ dacht 7 Vor dem Haupteingang Æ Besucher Direkt, ohne Barriere 12, davon 6 nutzbar Klemmen, nicht überdacht, kein Anschließen 4 Neben dem Haupteingang In der Fußgängerzone 10 Bügel, nicht überdacht 5 Duschen und Um‐ kleide Nur für Beschäftigte der Kommunalpolizei, Flur im 4. Stock nur über Schlüssel zugänglich. Handlungsbedarf Nein Potentiale Erhöhung der Fahrradnutzung von derzeit 15% durch Motivationsmaßnah‐ men. Bei steigender Nachfrage Ausweitung des Stellplatzangebots im Innenhof möglich. Seite 64 von 93 Bilder Abstellplätze für Besucher Abstellplätze im Innenhof Seite 65 von 93 Anlage 3: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Frankfurter Straße Grunddaten Standort Frankfurter Straße 71 Anzahl Mitarbeiter insgesamt 986 (37 Hauptamt IT, 2 Datenschutzbeauftragte, 15 Kultur‐ amt, 4 Interkulturelles Büro, 15 Revisionsamt, 85 Schulamt, 80 Sportamt, 555 Jugendamt, 80 EB Bäder, 4 Agenda Büro, 4 Vergabe‐ und Beschaffungsstelle, 23 EB Bürgerhäuser und Märkte, 59 Amt für Soziales und Prävention, 20 Amt für Woh‐ nungswesen, 3 Frauenbüro, 10 Gesamt‐ u. Personalrat) Anzahl Mitarbeiter am Standort 323 (1 Hauptamt IT, 2 Datenschutzbeauftragte, 10 Kulturamt, 4 Interkulturelles Büro, 15 Revisionsamt, 19 Schulamt, 12 Sportamt, 155, Jugendamt, 9 EB Bäder, 4 Agenda Büro, 4 Ver‐ gabe‐ und Beschaffungsstelle, 6 EB Bürgerhäuser und Märkte, 59 Amt für Soziales und Prävention, 20 Amt für Wohnungswe‐ sen, 3 Frauenbüro, 10 Gesamt‐ u. Personalrat) Anzahl Kunden/Besucher je Woche ca. 900 Arbeitszeitmodell 104 Vollzeit (Gleitzeit), 8 Vollzeit, 109 Teilzeit, 77 Schicht‐ dienst Sonstiges 5 + 2 (30 Std.,32 Std.), 4 (25‐35 Std.) Von den 588 angeschriebenen Beschäftigten am Standort Frankfurter Straße haben 201 an der Be‐ schäftigtenbefragung teilgenommen, was einem Rücklauf von 36% entspricht. Mobilitätsverhalten5 Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Arbeit Für den Weg zur Arbeit nutzt gut die Hälfte der Beschäftigten den Pkw (51%, 99 Befragte), davon jedoch nur 6% (11 Befragte) täglich in einer Fahrgemeinschaft. Rund ein Viertel kommt täglich mit dem ÖV zur Arbeit (46 Befragte). Der Radverkehrsanteil liegt bei 18% (34 Befragte), 5% (9 Befragte) laufen zur Arbeit. Gelegentlich wird innerhalb der Woche für 1‐3 Tage vom Pkw auf den ÖV, das Fahrrad oder ein motorisiertes Zweirad umgestiegen (vgl. Abbildung 39). 5 Die Anzahl Befragter variiert je nach Frage und Antwortmöglichkeit, da nicht immer alle Befragten auch alle Fragen beantwortet haben. Die genaue Anzahl der Befragten ist daher immer mit angegeben. Seite 66 von 93 Abbildung 39: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Stadthaus Frankfurter Str.) Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Mit dem Pkw sind die Beschäftigten am schnellsten am Arbeitsplatz, 82% (165 Befragte) in 30 Minu‐ ten, rund ein Drittel (68 Befragte) sogar in 15 Minuten. In 15 Minuten können auch 22% (42 Befragte) den Arbeitsplatz mit dem Fahrrad erreichen, die Hälfte (80 Befragte) können in maximal 30 Minuten zum Arbeitsplatz radeln. Mit dem ÖV können rund ein Viertel (91 Befragte) den Arbeitsplatz in 30 Minuten erreichen. (vgl. Abbildung 40). Abbildung 40: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Stadthaus Frankfurter Str.) Seite 67 von 93 Bei Fahrten mit dem ÖPNV müssen drei Viertel der Beschäftigten (153 Befragte) maximal einmal umsteigen, rund ein Viertel (50 Befragte) häufiger. Ein Viertel (52 Befragte) kann den Arbeitsplatz ohne Umsteigen erreichen. Die ÖV‐Nutzung kommt laut eigener Angabe für immerhin für 84% (172 Befragte) in Frage, wobei 34% (70 Befragte) Bedingungen wie günstigere Tickets oder eine bessere Verbindung daran knüpfen. Fahrgemeinschaften können sich rund 20% (44 Befragte) der Befragten vorstellen zu nutzen, 12% (27 Befragte) jedoch nur unter Voraussetzungen wie feste Stellplätze, Mobilitätsgarantien6 oder gleichen Arbeitszeiten. Rund die Hälfte der Beschäftigten (106 Befragte) gibt an, mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen zu können oder es bereits zu tun. Als Bedingungen für eine Nutzung werden von einigen gutes Wetter, gute Radverkehrsverbindungen und sanitäre Einrichtungen wie Duschen und Umkleiden genannt. 86% (178 Befragte) besitzen ein fahrtüchtiges Fahrrad, davon 2% (5 Befragte) ein Pedelec. Bei den Wünschen, was der Arbeitgeber zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes tun könnte, haben 52 Befragte eine Angabe gemacht. Von diesen hat sich 18 für günstigere ÖV‐ Fahrkarten (z.B. Jobticket) ausgesprochen. Weitere Angaben beziehen sich auf preisgünstigere Park‐ plätze, den Wunsch nach Dienstfahrrädern sowie gesicherten, überdachten Fahrradabstellanlagen und auf Möglichkeiten zum Duschen und Umkleiden. Gründe für die Pkw‐Nutzung Als Grund für die Nutzung des Pkw für den Weg zur Arbeit wird an erster Stelle von 64% (89 Befragte) der Befragten, der Materialtransport angegeben. Der am zweithäufigsten genannte Grund sind die langen Reisezeiten mit Bus und Bahn: dies ist für rund die Hälfte ausschlaggebend für die Pkw‐ Nutzung. Rund 40% (54 bzw. 57 Befragte) finden außerdem Bus und Bahn zu teuer oder nennen die eigene Bequemlichkeit als Motiv zur Autonutzung. Dienstfahrten Dienstgänge werden laut der Ämterbefragung vor allem mit dem Pkw und ÖV, aber auch mit dem Fahrrad unternommen. Es sind drei Dienst‐Pkw vorhanden. Dienstfahrten werden jedoch auch mit privaten Pkw unternommen. Dienstfahrräder gibt es fünf, von denen sind vier Pedelecs. 6 Garantie seitens des Arbeitgebers, dass man auf jeden Fall nach Hause kommt, auch wenn die Fahrgemeinschaft z.B. durch längere Arbeitszeiten verpasst wird. Seite 68 von 93 Infrastruktur am Standort7 Abbildung 41 gibt einen Überblick über die Verkehrsinfrastruktur am Standort Frankfurter Straße. Verortet sind u. A. die Zugänge zum Gebäude, Park‐ und Abstellmöglichkeiten, ÖV‐Haltestellen sowie Stellplätze für Dienstfahrzeuge. Abbildung 41 Verkehrsinfrastruktur am Standort Stadthaus Frankfurter Straße Abbildung 42 veranschaulicht, wo sich im Umfeld des Standorts Car‐Sharing Stationen befinden. Die‐ se können von den Beschäftigten ggf. für Dienstwege genutzt werden. Abbildung 42: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Frankfurter Straße 7 Erhebung: 15. Mai 2013, bedeckt, trocken, ca. 10 Grad. Seite 69 von 93 Erreichbarkeit mit dem Pkw Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten über Frankfurter Straße. Autobahnanschluss Weiterstadt (A5) in etwa 4 km Entfernung. Stellplätze Nutzer Ort Anzahl Auslastung Beschäftigte Parkhaus 79*1 4‐5 frei Dienstfahrzeuge Parkhaus 5*2 ‐ Beschäftigte Parkhaus Bauverein Bad Nauheimer Str. 8*3 unbekannt Besucher Parkhaus Bauverein Bad Nauheimer Str. *4 402 unbekannt Beschäftigte Straßenraum, Messplatz ungekannt *1 Kosten insgesamt.: 3.916€/Monat, Plätze werden über die Dienstvereinbarung Nr. 14 an Beschäftigte vergeben. Anteil Beschäftigte 26,60€/Monat je Stellplatz (Stand 2013) *2 2 Sozialamt, 1 Kulturamt, 1 Jugendamt, 1 Hausmeister *3 Kosten insgesamt.: 248€/Monat. Vergabe an Beschäftigte für 26,60€/Monat je Stell‐ platz. *4 je angefangene Std.: 0,50€ Stellplatznutzung laut Beschäftigtenbefragung: 36% Parkhäuser Frankfurter Straße, Bad Nauheimer Str., 54% im öffentlichen Straßenraum, 11% Sonstiges. 41% der Beschäftigten geben an, einen kostenpflichtigen Stellplatz zu nutzen. Handlungsbedarf Prüfen, ob eine vergünstigte Vergabe von Stellplätzen in dieser Anzahl nötig ist. Potentiale Erhöhung des Anteils von Fahrgemeinschaften (derzeit 6% Wegeanteil) über Abteilungen hinweg, z.B. über Vergünstigungen beim Parken und das Bewer‐ ben von Pendlerportalen. Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr Zugang Direkter Zugang, Querung der Frankfurter Straße signalgesteuert Haltestelle Haltestelle Linien Entfernung zum Betriebsgelände Zugang Rhönring Straba. 4,5,6,7,8 200 m Barrierefrei (ohne Treppen und Stufen) Handlungsbedarf Die Anbindung der Haltestelle Rhönring aus den Stadtteilen Arheilgen, Wixhau‐ sen, Kranichstein und Eberstadt ist ebenso wie die Verbindung zum Haupt‐ bahnhof., Nordbahnhof und Innenstadt sehr gut. Potentiale Erhöhung des Anteils der Bus und Bahn Fahrer von derzeit 24% z.B. durch ein Jobticket. Seite 70 von 93 Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten des Standorts vom Radweg an der Frankfurter Str. Abstellanlagen Abstellanlage Zugang Anzahl Qualität Belegung Vor dem Ge‐ bäude Direkt vom Radweg 11 Nicht über‐ dacht, Bügel, eng 15 An der Frank‐ furter Straße Direkt vom Radweg 11 Nicht über‐ dacht, Bügel 0 Innenhof Vom Radweg, an der Tiefgarageneinfahrt vorbei, versteckt, enges Gelände, Hin‐ tereingang 15 Überdacht, anschließen teilweise mög‐ lich 13 Innenhof Vom Radweg, an der Tiefgarageneinfahrt vorbei, versteckt, enges Gelände, Hin‐ tereingang 10 Nicht über‐ dacht, Bügel 4 Dienstfahrräder Garageneinfahrt, durch Tür, Rampe 8 Klemmen, abge‐ schlossener Raum 6 Duschen und Um‐ kleide Keine. Nachfrage ist da, Platz fehlt jedoch. Handlungsbedarf Ausbau weiterer sicherer und qualitativ hochwertiger Abstellmöglichkeiten für Beschäftigte. Potentiale Flächen für weitere Abstellanlagen hinter dem Gebäude, wo die Mülltonnen untergebracht sind und vor dem Gebäude, wo die Mülltonnen untergebracht sind. Bilder Abstellanlage Eingangsnah im Innenhof Abstellanlage überdacht aber eng und nur wenige Möglichkeiten zum an‐ schließen Seite 71 von 93 Flächenpotential für Erweite‐ rung der Abstellanlage Raum für Dienstfahrräder Überfüllte Abstellanlage vor dem Haupteingang Ggf. Flächenpotential für eine Erweite‐ rung der Abstellanlage Abstellanlage in der Nähe des Haupteingangs Seite 72 von 93 Anlage 4: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Technisches Rathaus Grunddaten Standort Technisches Rathaus, Bessunger Straße 125‐127 Anzahl Mitarbeiter insgesamt 553 (15 Kulturamt, 10 Umweltamt, 148 Grünflächenamt, 26 Bauaufsichtsamt, 101 Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt, 25 Stadtplanungsamt, 197 IDA, 31 Vermessungsamt) Anzahl Mitarbeiter am Standort 335 (4 Kulturamt, 10 Umweltamt, 36 Grünflächenamt, 26 Bauaufsichtsamt, 92 Straßenverkehrs‐ und Tiefbauamt, 25 Stadtplanungsamt, 111 IDA, 31 Vermessungsamt) Anzahl Kunden/Besucher je Woche ca. 500 Arbeitszeitmodell 247 Vollzeit (Gleitzeit), 205 Vollzeit (Dienstplan), 90 Teilzeit Sonstiges Es haben 232 von 548 angeschriebenen Beschäftigten am Standort Technisches Rathaus an der Be‐ schäftigtenbefragung teilgenommen, was einem Rücklauf von 52% entspricht. Mobilitätsverhalten 8 Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Arbeit Für den Weg zur Arbeit nutzt über die Hälfte der Beschäftigten den Pkw (64%, 133 Befragte). 7% (14 Befragte) fahren dabei täglich in einer Fahrgemeinschaft oder als Mitfahrer. 21% (44 Befragte) kom‐ men täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Nur wenige (8%, 16 Befragte) kommen mit dem ÖV zur Ar‐ beit, 6% (13 Befragte) laufen. Gelegentlich wird innerhalb der Woche für 1‐3 Tage vom allein gefah‐ renen Pkw auf Fahrgemeinschaften, das Fahrrad oder den ÖV umgestiegen (vgl. Abbildung 43). 8 Die Anzahl Befragter variiert je nach Frage und Antwortmöglichkeit, da nicht immer alle Befragten auch alle Fragen beantwortet haben. Die genaue Anzahl der Befragten ist daher immer mit angegeben. Seite 73 von 93 Abbildung 43: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Technische Ämter) Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Mit dem Pkw sind die Beschäftigten am schnellsten am Arbeitsplatz: fast 90% (191 Befragte) in 30 Minuten, zwei Drittel (145 Befragte) sogar in 20 Minuten. Mit dem ÖV kann nur knapp ein Drittel (71 Befragte) den Arbeitsplatz in 30 Minuten erreichen, 40% (78 Befragte) brauchen mehr als 45 Minuten bis zur Arbeit. Mit dem Fahrrad ist der Arbeitsplatz für rund ein Viertel (57 Befragte) in 20 Minuten erreichbar. 40% (85 Befragte) können ihn in 30 Minuten erreichen (vgl. Abbildung 44). Abbildung 44: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Technische Ämter) Seite 74 von 93 Bei Fahrten mit dem ÖPNV müsste ein Drittel (73 Befragte) der Beschäftigten nicht umsteigen, weite‐ re 37% (82 Befragte) maximal einmal. Die ÖV‐Nutzung kommt laut eigener Angabe für rund 70% (153 Befragte) in Frage, wobei 36% (80 Befragte) Bedingungen wie schnellere Fahrtzeiten oder günstigere Tickets daran knüpfen. Fahrgemeinschaften nutzen bisher nur 4% (8 Befragte), 26% (58 Befragte) können sich jedoch vorstellen sie zu nutzen. Dabei spielen gleiche Arbeitszeiten eine wichtige Rolle. 56% (125 Befragte) der Beschäftigten geben an, mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen zu können, 18% (41 Befragte) tun es bereits. Als Bedingungen für eine Nutzung werden von einigen gutes Wetter oder infrastrukturelle Bedingungen genannt. 92% (212 Befragte) besitzen ein fahrtüchtiges Fahrrad, davon 2 ein Pedelec. Bei der Möglichkeit zur Angabe, was der Arbeitgeber zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Ar‐ beitsplatzes noch tun könnte, werden vor allem günstigere ÖV‐Fahrkarten (z.B. Jobticket), bessere ÖV‐Verbindungen sowie eine Verbesserung des Radwegenetzes genannt. Gründe für die Pkw‐Nutzung Als Gründe für die Nutzung des Pkw für den Weg zur Arbeit werden an erster Stelle von 62% (109 Befragte) der Befragten die langen Reisezeiten mit Bus und Bahn sowie der Materialtransport ge‐ nannt. Weitere Gründe sind die eigene Bequemlichkeit sowie die als hoch empfundenen Bus‐ und Bahnpreise. Dienstfahrten Dienstgänge werden laut der Ämterbefragung mit dem Dienst‐Pkw, dem eigenen Pkw, dem ÖV oder mit dem Fahrrad unternommen. Es sind 24 Dienst‐Pkw sowie 9 Dienstfahrräder am Standort vorhan‐ den. Seite 75 von 93 Infrastruktur am Standort9 Abbildung 45 gibt einen Überblick über die Verkehrsinfrastruktur am Standort Technisches Rathaus. Verortet sind u. A. die Zugänge zum Gebäude, Park‐ und Abstellmöglichkeiten, ÖV‐Haltestellen sowie Stellplätze für Dienstfahrzeuge. Abbildung 45: Verkehrsinfrastruktur am Standort Technisches Rathaus Abbildung 46 veranschaulicht, wo sich im Umfeld des Standorts Car‐Sharing Stationen befinden. Die‐ se können von den Beschäftigten ggf. für Dienstwege genutzt werden. Abbildung 46: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Technisches Rathaus 9 Erhebung: 29. Mai 2013, bedeckt, regnerisch, ca. 10 Grad. Seite 76 von 93 Erreichbarkeit mit dem Pkw Zufahrt Zufahrtsmöglichkeiten über Bessunger Straße auf das eigene Betriebsgelände. Autobahnanschluss am Autobahndreieck Darmstadt (A5 und A67) in etwa 4 km Entfernung. Stellplätze Nutzer Ort Anzahl Auslastung Beschäftigte Parkplätze Innenhof Ca. 55 Ca. 90% Dienstfahrzeuge Vor den Gebäuden im In‐ nenhof verteilt 28 ‐ Dienstfahrzeuge Garage 8 Ca. 30‐70% Besucher Parkplatz Innenhof 23*1+4 Behind. Ca. 80% Beschäftigte Ehemaliges EAD Gelände*2 Ca. 50 Ca. 50% Beschäftigte Parkplatz Niersteiner Str. 30 Ca. 90% *1 werden auch von Beschäftigten mit genutzt. *2 Parken temporär geduldet. Stellplatznutzung laut Beschäftigtenbefragung: 56% im Innenhof, 34% Im öf‐ fentlichen Straßenraum, 9% EAD Betriebsgelände. Die Beschäftigten müssen nicht für die Stellplätze bezahlen. Handlungsbedarf Es sind ausreichend Parkplätze in näherer Umgebung vorhanden. Handlungs‐ bedarf ggf. wenn das EAD Betriebsgelände als Parkplatz wegfällt. Potentiale Reduktion der Stellplatznachfrage durch die Erhöhung des Anteils von Fahrge‐ meinschaften über Abteilungen hinweg. Bild Parken im Innenhof Seite 77 von 93 Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr Zugang Die Haltestellen sind etwas weiter entfernt. Der Zugang erfolgt direkt entlang von Straßen. Haltestelle Haltestelle Linien Entfernung zm Betriebsgelände Zugang Bessunger Str. 1,6,7,8 400 m Barrierefrei (keine Treppen oder Stufen), Kreuzung von drei Stra‐ ßen und zwei Ampeln Südbahnhof R65/66, RB60; Bus H, R 600 m Nicht barrierefrei durch Treppen am Bahnhof Handlungsbedarf Die Erreichbarkeit des Standorts mit dem ÖV ist durch die Entfernung der Hal‐ testellen nur wenig attraktiv. Potentiale Steigerung der Nachfrage durch ein Jobticket sowie ggf. durch die Einführung von B+R Angeboten am Südbahnhof möglich. Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten des Standorts. Dezentrale Abstellanlagen vor den Gebäudeeingängen verteilt. Abstellanlagen Abstellanlage Zugang Anzahl Qualität Belegung Westseite Ge‐ bäude A Über Bessunger Str. in den Innenhof 10 Box mit Bügel, überdacht 6 Nordseite Ge‐ bäude A Über Bessunger Str. in den Innenhof 14 Bügel 7 Ostseite Ge‐ bäude B Über Bessunger Str. in den Innenhof 5 Bügel, über‐ dacht 6 Ostseite Ge‐ bäude C Über Bessunger Str. in den Innenhof 12 Klemmen 10 Ostseite Ge‐ bäude C Über Bessunger Str. in den Innenhof 7 Bügel 3 Südseite Ge‐ bäude D Über Bessunger Str. in den Innenhof 7 Bügel, über‐ dacht 8 Westseite Ge‐ bäude F Über Bessunger Str. in den Innenhof 13 Bügel, über‐ dacht 13 Vor der Kantine Über Bessunger Str. in den Innenhof 16 Bügel, über‐ dacht 9 • Duschen und Um‐ kleide Nur für Beschäftigte IDA vorhanden. Seite 78 von 93 Handlungsbedarf Erweiterung des Angebots von sicheren und überdachten Abstellmöglichkei‐ ten für Beschäftigte nötig. Potentiale Flächen für weitere Abstellmöglichkeiten vor den Gebäuden sind vorhanden. Auf dem ehemaligen EAD Gelände sind Duschen vorhanden. Die Möglichkeit diese für die die Beschäftigten zugänglich zu machen, sollte geprüft werden. Bilder Überdachte Fahrradabstellanlagen mit Bügeln und in abschließbarer Box Seite 79 von 93 Anlage 5: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort Feuerwehr Grunddaten Standort Bismarckstraße 86 Anzahl Mitarbeiter insgesamt 164 Anzahl Mitarbeiter am Standort 164 Anzahl Kunden/Besucher je Woche ‐ Arbeitszeitmodell 19 Vollzeit (Gleitzeit), 144 Schichtdienst, 1 Teilzeit Sonstiges Am Standort der Feuerwehr in der Bismarckstraße sind zeitgleich etwa 20 Beschäftigte aus der Ver‐ waltung und dem technischen Dienst sowie etwa 50 Beschäftigte in Alarmbereitschaft anwesend. Es haben 105 Beschäftigte der Feuerwehr an der Beschäftigtenbefragung teilgenommen, was einem Rücklauf von 64% entspricht. Mobilitätsverhalten10 Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Arbeit Für den Weg zur Arbeit nutzt weit über die Hälfte der Beschäftigten den Pkw (68%, 50 Befragte). Insgesamt 17% (12 Befragte) fahren dabei täglich in einer Fahrgemeinschaft oder als Mitfahrer. 22% (17 Befragte) kommen täglich mit dem Fahrrad zur Arbeit. Nur sehr wenige (4%, 3 Befragte) kommen mit dem ÖV zur Arbeit. Zu Fuß kommt nur ein Befragter. Gelegentlich wird innerhalb der Woche für 1‐3 Tage vom allein gefahrenen Pkw auf Fahrgemeinschaften oder ein motorisiertes Zweirad umge‐ stiegen (vgl. Abbildung 47). 10 Die Anzahl Befragter variiert je nach Frage und Antwortmöglichkeit, da nicht immer alle Befragten auch alle Fragen beantwortet haben. Die genaue Anzahl der Befragten ist daher immer mit angegeben. Seite 80 von 93 Abbildung 47: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (Feuerwehr) Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Mit dem Pkw sind die Beschäftigten am schnellsten am Arbeitsplatz, rund 80% (84 Befragte) in 30 Minuten, knapp 40% (40 Befragte) sogar in 15 Minuten. Mit dem ÖV kann ein Drittel (30 Befragte) den Arbeitsplatz in 30 Minuten erreichen. Knapp ein Viertel (21 Befragte) können zur ÖV‐Reisezeit jedoch keine Angaben machen: sie haben offenbar bisher noch nie nachvollzogen, wie sie mit dem ÖV zur Arbeit kommen können. Mit dem Fahrrad ist der Arbeitsplatz für 17% (17 Befragte) in 20 Mi‐ nuten erreichbar. Rund 40% (18 Befragte) können ihn in 30 Minuten erreichen (vgl. Abbildung 48). Abbildung 48: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (Feuerwehr) Seite 81 von 93 Bei Fahrten mit dem ÖPNV müssten 30% (30 Befragte) der Beschäftigten nicht umsteigen, weitere 31% (32 Befragte) maximal einmal. Die ÖV‐Nutzung kommt laut eigener Angabe für 73% (75 Befrag‐ te) in Frage, wobei 42% (43 Befragte) Bedingungen wie günstigere Tickets oder eine bessere Verbin‐ dung daran knüpfen. Fahrgemeinschaften nutzen bereits 16% (16 Befragte). Weitere 35% (35 Befrag‐ te) können sich vorstellen sie zu nutzen. Für die Hälfte (50 Befragte) kommen sie laut eigenen Anga‐ ben nicht in Frage. Zwei Drittel (70 Befragte) der Beschäftigten geben an, mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen zu kön‐ nen, 28% (29 Befragte) tun es bereits. Als Bedingungen für eine Nutzung werden von einigen gutes Wetter oder passende Dienstzeiten genannt. 91% (95 Befragte) besitzen ein fahrtüchtiges Fahrrad, davon drei ein Pedelec. Als Vorschläge, was der Arbeitgeber zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes noch tun könnte, werden vor allem günstigere ÖV‐Fahrkarten (z.B. Jobticket) und bessere ÖV‐Verbindungen genannt. Gründe für die Pkw‐Nutzung Als Gründe für die Nutzung des Pkw für den Weg zur Arbeit werden an erster Stelle von rund der Hälfte (43 Befragte) der Befragten die teuren Bus‐ und Bahnpreise genannt. Danach folgen der Mate‐ rialtransport sowie die eigene Bequemlichkeit als am häufigsten genannte Gründe. Dienstfahrten Dienstgänge werden laut der Ämterbefragung mit dem Dienst‐Pkw, dem eigenen Pkw, dem ÖV oder mit dem Fahrrad unternommen. Es sind sieben Dienst‐Pkw vorhanden, von denen zwei auch privat nutzbar sind. Ferner steht ein Dienstfahrrad zur Verfügung. Seite 82 von 93 Infrastruktur am Standort11 Abbildung 49 gibt einen Überblick über die Verkehrsinfrastruktur am Standort Feuerwehr. Verortet sind u. A. die Zugänge zum Gebäude, Park‐ und Abstellmöglichkeiten, ÖV‐Haltestellen sowie Stell‐ plätze für Dienstfahrzeuge. Abbildung 49: Verkehrsinfrastruktur am Standort Feuerwehr Abbildung 50 veranschaulicht, wo sich im Umfeld des Standorts Car‐Sharing Stationen befinden. Die‐ se können von den Beschäftigten ggf. für Dienstwege genutzt werden. Abbildung 50: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort Feuerwehr 11 Erhebung: 15. Mai 2013, bedeckt, trocken, ca. 10 Grad. Seite 83 von 93 Erreichbarkeit mit dem Pkw Zufahrt Zufahrtsmöglichkeiten über Bismarckstraße in den Innenhof. Der Autobahnanschluss ist über das Autobahndreieck Darmstadt (A5 und A67) in etwa 3,5 km Entfernung oder die Ausfahrt Weiterstadt (A5) in etwa 5 km Entfernung gegeben. Stellplätze Nutzer Ort Anzahl Auslastung Beschäftigte Parkfläche im Innenhof 10 Ca. 200% Beschäftigte Parkfläche im Innenhof 11* Ca. 200% Beschäftigte Parkflächen vom DRK zur Verfügung gestellt, Zufahrt über Feldbergstraße, Zugang über Sportplatz 4 100% Dienstfahrzeuge Parkfläche im Innenhof 10 Besucher Parkfläche vor dem Gebäu‐ de, an der Straße 4 25% Beschäftigte Öffentlicher Straßenraum Ca. 80% * Fläche fällt nach Umgestaltung teilweise weg. • Weitere private Pkw werden auf den freien Flächen im Innenhof abgestellt. • Das Tor auf der Ostseite wird im Zuge des laufenden Umbaus geschlossen. Die zweite Einfahrt erfolgt dann durch das Tor im Norden. • Stellplatznutzung laut Beschäftigtenbefragung: 72% „Sonstiges“ (vermut‐ lich Innenhof), 37% im öffentlicher Straßenraum. Die Parkplätze sind für die Beschäftigten kostenfrei. Handlungsbedarf Die vorhandenen Stellplätze sind bereits voll ausgelastet oder überlastet. Nach den derzeitigen Umbaumaßnahmen sind weitere Stellplätze erforderlich. Potentiale Entlastung der Parkraumnachfrage durch ‐ die Förderung von Fahrgemeinschaften z.B. durch gesicherte Stellplätze. ‐ Prüfung der Nutzung von weiterem Parkraum auf der benachbarten Fläche vom Deutschen Roten Kreuz (DRK). Bilder Jede freie Fläche wird zum Parken genutzt. Seite 84 von 93 Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr Zugang Direkt, auf der gleichen Straße wie der Haupteingang. Haltestelle Haltestelle Linien Entfernung zm Betriebsgelände Zugang Feldbergstraße Straba. 3, K‐Bus, Bus: 671, 681, 678, 693, 55, 56, 85 100 m Barrierefrei (ebenerdig) Handlungsbedarf Durch Alarmbereitschaft, Schichtdienst und aus Kostengründen kommen nur wenige Beschäftigte mit dem ÖPNV zur Arbeit. Durch ein Jobticket könnten die Beschäftigten zur Nutzung des ÖV motiviert werden. Potentiale Knapp drei Viertel der Befragten geben an, grundsätzlich mit dem ÖV zur Arbeit kommen zu können. Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Zufahrt Die Bismarckstraße ist ohne Radverkehrsinfrastruktur im Bereich Bahnhof – Feuerwehr12. Zufahrtsmöglichkeiten des Standorts über benachbarte Straßen. Abstellanlagen Abstellanlage Zugang Anzahl Qualität Belegung Auf dem Be‐ triebsgelände Durch das bewachte Tor, direkt am Ein‐ gang, über Rampe zu erreichen 22 Bügel, über‐ dacht, sehr gute Qualität 13 • Duschen+Umkleide 20 Männer, 1 Frauen Handlungsbedarf Nein Potentiale Bei Anstieg der Nachfrage ist Fläche für Erweiterung vorhanden. Bilder Einfahrt zum Gelände, Fahrradabstellanlagen direkt neben der Schranke 12 Die Bismarckstraße wird 2014 mit umgestaltet und mit einer Radverkehrsinfrastruktur ausgestattet. Seite 85 von 93 Anlage 6: Betriebliches Mobilitätsmanagement am Standort EAD Grunddaten Standort EAD, Sensfelder Weg 33 Anzahl Mitarbeiter insgesamt 626 Anzahl Mitarbeiter am Standort 469 Anzahl Kunden/Besucher je Woche ca. 500 Arbeitszeitmodell 66% Vollzeit, 31% Teilzeit, 3% Schichtdienst Sonstiges 100 Personen zusätzliche in Rufbereitschaft Von den 469 Beschäftigten am Standort EAD haben 242 an der Beschäftigtenbefragung teilgenom‐ men, was einem Rücklauf von 52% entspricht. Mobilitätsverhalten13 Verkehrsmittelnutzung auf dem Weg zur Arbeit Für den Weg zur Arbeit nutzen zwei Drittel (160 Befragte) der Befragten den Pkw, dabei nur 4% (11 Befragte) als Mitfahrer in Fahrgemeinschaften. 13% (34 Befragte) fahren mit dem ÖV, 11% (26 Be‐ fragte) mit dem Fahrrad und nur 3% (7 Befragte) laufen zur Arbeit. Gelegentlich wird innerhalb der Woche für 1‐3 Tage vom Pkw und ÖV auf Motorrad/Roller oder das Fahrrad umgestiegen (vgl. Abbildung 51). Abbildung 51: Verkehrsmittelnutzung auf dem Arbeitsweg (EAD) 13 Die Anzahl Befragter variiert je nach Frage und Antwortmöglichkeit, da nicht immer alle Befragten auch alle Fragen beantwortet haben. Die genaue Anzahl der Befragten ist daher immer mit angegeben. Seite 86 von 93 Erreichbarkeit des Arbeitsplatzes Mit dem Pkw sind die Beschäftigten am schnellsten am Arbeitsplatz, über 80% (170 Befragte) in 30 Minuten. Ein Drittel (40 Befragte) kann den Standort in dieser Zeit auch mit dem Fahrrad erreichen. Mit dem ÖV können hingegen nur 20% (28 Befragte) den Arbeitsplatz in 30 Minuten erreichen. Je‐ doch geben viele Beschäftigte an, keine Beurteilung zu den Wegedauern mit Bus und Bahn oder dem Fahrrad abgeben zu können: sie haben anscheinend bisher noch nie nachvollzogen, ob sie auch mit anderen Verkehrsmitteln zur Arbeit kommen könnten. Mit den Zeitaufwänden lassen sich die geringen Nutzungszahlen des ÖV teilweise erklären, jedoch nicht die des Radverkehrs (vgl. Abbildung 52). Abbildung 52: Zeitaufwand für den Arbeitsweg (EAD) Bei Fahrten mit dem ÖPNV müsste ein Viertel (58 Befragte) der Beschäftigten nicht umsteigen, ein weiteres Viertel (59 Befragte) nur einmal. Für 15% (34 Befragte) ist die Fahrt mit drei oder mehr Um‐ stiegen eher unattraktiv. 9% (21 Befragte) können hierzu keine Aussage machen. Die ÖV‐Nutzung kommt laut eigener Angabe für über die Hälfte (120 Befragte) der Beschäftigten in Frage, für Viele jedoch nur unter den Voraussetzungen, dass der Preis günstiger und die Verbindung besser werden. Fahrgemeinschaften kommen laut eigenen Angaben für rund ein Drittel (81 Befragte) der Beschäftig‐ ten in Frage, davon für 12% (29 Befragte) jedoch nur unter der Bedingung, dass es eine Mobilitätsga‐ rantie14 oder feste Stellplätze gibt. Etwas über die Hälfte der Beschäftigten (53%, 122 Befragte) gibt an, nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit kommen zu können, die andere Hälfte (109 Befrage) kommt entweder schon mit dem Fahrrad oder könnte es tun. Ein Fahrrad besitzen gut zwei Drittel (68%, 159 Befragte) der Beschäftigten. 14 Garantie seitens des Arbeitgebers, dass man auf jeden Fall nach Hause kommt, auch wenn die Fahrgemeinschaft z.B. durch längere Arbeitszeiten verpasst wird. Seite 87 von 93 Die Möglichkeit der Angabe, was der Arbeitgeber zur Verbesserung der Erreichbarkeit des Arbeits‐ platzes noch tun könnte, haben 42 Beschäftigte genutzt. Davon wünschen sich 11 mehr Parkplätze und acht ein Jobticket. Gründe für die Pkw‐Nutzung Als Gründe für die Nutzung des Pkw für den Weg zur Arbeit werden an erster Stelle von der Hälfte (77 Befragte) der Befragten die langen Reisezeiten mit Bus und Bahn angegeben. Der an zweiter Stel‐ le am häufigsten genannte Grund sind die Preise von Bus und Bahn (42%, 56 Befragte). Für viele sind jedoch auch der nötige Materialtransport und die eigene Bequemlichkeit oft genannte Gründe (37%, 57 Befragte und 34%, 52 Befragte). 22% (34 Befragte) geben an, aus Gewohnheit mit dem Pkw zur Arbeit zu fahren. Dienstfahrten Dienstfahrten werden laut Ämterbefragung mit dem Dienstwagen oder dem ÖV unternommen. Es stehen 28 Dienst‐Pkw zur Verfügung, davon einer auch zum privaten Gebrauch. Infrastruktur am Standort15 Abbildung 53 und Abbildung 54 geben einen Überblick über die Verkehrsinfrastruktur am Standort EAD. Verortet sind u. A. die Zugänge zum Gebäude, Park‐ und Abstellmöglichkeiten, ÖV‐Haltestellen sowie Stellplätze für Dienstfahrzeuge. Abbildung 53: Lage des Standorts EAD im Verkehrsnetz 15 Erhebung: 23. Mai 2013, bedeckt, regnerisch, ca. 10 Grad. Seite 88 von 93 Abbildung 54: Verkehrsinfrastruktur am Standort EAD Abbildung 55 veranschaulicht, wo sich im Umfeld des Standorts Car‐Sharing Stationen befinden. Die‐ se können von den Beschäftigten ggf. für Dienstwege genutzt werden. Abbildung 55: Car‐Sharing Standorte im Umfeld zum Standort EAD Seite 89 von 93 Erreichbarkeit mit dem Pkw Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeit über Otto‐Röhm‐Straße, Carl‐Schenck‐Ring, Pallas‐ wiesenstraße und Sensfelderweg. Autobahnanschluss Weiterstadt (A5) in etwa 3,5 km Entfernung. Stellplätze Nutzer Ort Anzahl Auslastung Besucher Auf dem Betriebsgelände, eingangsnah 10 Ca. 50% Beschäftigte Vor dem Betriebsgelände im Straßenraum Æ fallen vor‐ aussichtlich beim Bau eines Baumarkts weg Ca. 50 Ca. 90% Beschäftigte Auf dem Betriebsgelände, auf Freiflächen am Rand oder den freien Flächen der Müll‐ und Betriebswagen (nicht ausgewiesen, aber geduldet) Ca. 100 Ca. 80% Abteilungs‐ und Fachgebietsleiter Garage 41 davon 19 für Dienstwa‐ gen 22 für Füh‐ rungskräfte (ca. 2‐3 Stellplätze pro Abtei‐ lung) Ca. 50%, da die Dienst‐ wagen tags‐ über unter‐ wegs sind Stellplatznutzung laut Befragung: 68% EAD Betriebsgelände, 28% im öffentli‐ chen Straßenraum. Die Stellplätze sind für die Beschäftigten kostenfrei. Handlungsbedarf Aufzeichnen von legalen Stellflächen auf dem Betriebsgelände, wo vom Platz her möglich. Entwicklung eines Parkraumkonzepts zur Regelung der Parkraumnachfrage und Legalisierung von Parkflächen. Potentiale Entlastung der Parkraumnachfrage durch ‐ die Erhöhung des Anteils von Fahrgemeinschaften von derzeit nur 2% durch Informations‐ und Motivationsmaßnahmen, ‐ die Doppelnutzung der Tiefgarage, wenn die Dienstfahrzeuge unterwegs sind und ‐ die Prüfung der Anmietung von Freiflächen vor dem Betriebsgelände (z.B. Fläche zwischen Geländeeingang und Carl‐Schenck‐Ring, derzeit jedoch an‐ derweitig vermietet). Seite 90 von 93 Bilder Parken auf freien Flächen auf dem Gelände Parken im Straßenraum Parkhaus Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr Zugang Je nach Haltestelle unterschiedlich gut (siehe Abbildung 54). Haltestelle Haltestelle Linien Entfernung zum Betriebsgelände Zugang Nordbahnhof Straba. 6,7,8 R Bus RB75, R65 680 m (Straba.) bzw. 780 m (Bahnhof) Ampel, gut ausgebauter Gehweg Bahnhof nicht barriere‐ frei (Treppen) Rhönring Straba. 4,5,6,7,8 930 m Entlang der Frankfurter Straße ist der Gehweg durch den wasserge‐ bundenen Belag unatt‐ raktiv, Umweg erfor‐ derlich Carl‐Schenck‐ Ring R Bus 370 m Ampel, gut ausgebauter Gehweg16 Im Tiefen See Bus 751,5515,5516 830 m Gut ausgebauter Geh‐ weg Handlungsbedarf Verbesserung der Anbindung des Standorts durch Wegeverkürzung zur Halte‐ stelle Rhönring und Nordbahnhof. 16 Die Halltestelle wurden in 2013 aus der Otto‐Röhm‐Str. in den Carl‐Schenck‐Ring verlegt. Seite 91 von 93 Potentiale Verbesserung der Erreichbarkeit mit dem Öffentlichen Verkehr durch ‐ die Öffnung des Tors im Nord‐Osten des Betriebsgeländes zur Verkürzung der Wegeentfernung zum Nordbahnhof auf ca. 550 m., ‐ die Prüfung einer Öffnung des HSE Geländes zur Verkürzung der Wegeent‐ fernung zur Haltestelle Rhönring auf ca. 450 m., ‐ die Verbesserung von B+R am Nordbahnhof. Bild Tor im Nord‐Osten des Betriebs‐ geländes Abstellmöglichkeiten am Nordbahnhof Erreichbarkeit mit dem Fahrrad Zufahrt Gute Zufahrtsmöglichkeiten: ‐ Sensfelderweg ÆFahren mit dem regulären Straßenverkehr ‐ Car‐Schenck‐Ring, Pallaswiesenstr., Kasinostr., Frankfurter Str. Æ Radweg Abstellanlagen Abstellanlage Zugang Anzahl Qualität Belegung Haupteingang Direkt, ohne Barriere 10 Bügel, nicht überdacht 3 Hintereingang Auf Betriebsgelände, ohne Barriere 10 Bügel, nicht überdacht 4 Hintereingang Auf Betriebsgelände, ohne Barriere 7 Bügel, nicht überdacht 4 Auf dem Be‐ triebsgelände Auf Betriebsgelände, ohne Barriere 10 Bügel, nicht überdacht 2 Garage Ab 6 Uhr mit eigener Zulassung, ohne Bar‐ riere (Rampe) ~30 Felgenklemmen, kein Anschlie‐ ßen, überdacht 13 Duschen und Um‐ kleide In Ausreichender Anzahl vorhanden. Handlungsbedarf Erhöhung der Fahrradnutzung durch Motivationsmaßnahmen. Verbesserung der Abstellsituation in der Garage Æ Anschließen ermöglichen, Abstellen ordnen Seite 92 von 93 Potentiale Nach eigenen Angaben kann die Hälfte der Beschäftigten mit dem Rad zur Arbeit kommen. Bisher tun es jedoch nur 11%. Bei steigender Nachfrage ist eine Ausweitung des Stellplatzangebots in der Garage und auf dem Betriebsgelände durch vorhandene Flächen gut möglich. Bild Abstellanlage Eingangsnah auf dem Betriebsgelände Abstellanlage im Parkhaus
anlage 2
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Anlage 2 Muster‐Entwurf des Fahrtenbuchs Datum Beginn der Fahrt Ende der Fahrt Tag Monat Name des Fahrers/der Fahrerin Alias‐Name (wird vom Amt ausgefüllt) Stunde Minute Stunde Minute km‐Stand am Ende der Fahrt gefahrene Kilometer Ziel(e) der Fahrt1 Anzahl Mitfahrer Mitgeführtes Gepäck/Material: A – Keines B – Bis zu zwei Aktentaschen o.ä. C – Mehr 1 Bei Wegeketten bitte alle Ziele angeben. Bei Wegen zu Standorten der Stadtverwaltung bitte diese angeben (z.B. Stadthaus Frankfurter Straße“), sonst Stadtteil/Stadtbezirk angeben (z.B. „Eberstadt Mitte“, „Heimstättensiedlung“)
Beratungsverlauf (4)
Orte (30)
- Frankfurter Straße 336
- Bessunger Straße 125
- Grafenstraße 184
- Bismarckstraße 208
- Holzstraße 7
- Bad Nauheimer Straße 8
- Rheinstraße 67
- Falltorstraße 11
- Große Bachgasse 2
- Oberstraße 11
- Rathausstraße 1
- Zeughausstraße
- Feldbergstraße
- Pallaswiesenstraße
- Kasinostraße
- Luisenplatz 5
- Heimstättenweg 99 E
- Schreberweg 2 E
- Karolinenplatz 3
- Marktplatz 8
- Olbrichweg 15
- Rhönring
- Sensfelderweg
- Niersteiner Straße 30
- Neckarstraße
- Hügelstraße
- Wiesenstraße
- Im Tiefen See
- Am Nordbahnhof
- Im Carree 1
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0292
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 15.09.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00