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2022/0155

Umsetzung und Betrieb der sozialen Infrastruktur in der Lincoln Siedlung, Baufeld N4 hier: Bürgersaal, Quartiersmanagement, Café, Jugendzentrum, Vertretungsstützpunkt Kindertagespflege

Magistratsvorlage 16.05.2022

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Punkt 35: Umsetzung und Betrieb der sozialen Infrastruktur in der Lincoln Siedlung, Baufeld 
N4 
hier: Bürgersaal, Quartiersmanagement, Café, Jugendzentrum, 
Vertretungsstützpunkt Kindertagespflege 
 (V-Nr. 2022/0155) 
 
Der Vorlage wird zugestimmt. 
 
Stimmenthaltungen: AfD-Fraktion

2022/0155

16634 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
18.05.2022 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat II an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat I 
Dezernat IV 
  Büro für Sozialplanung  
  Jugendamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2022/0155 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 315110, 366010, 362100  
Kostenstelle:  051-000-0001, 051-004-1010, 
051-004-1011, 051-007-1600 
Investitionsnummer:  17051-0001 
Kostenträger:  3156-10, 3660-10, 3612-00, 
3650-71, 3632-20 
Sachkonto: 7128000, 7128670, 6063000,  
6701200, 6701000, 6993000, 0358010  
 
Betreff: Umsetzung und Betrieb der sozialen Infrastruktur in der Lincoln Siedlung, Baufeld 
N4 
hier: Bürgersaal, Quartiersmanagement, Café, Jugendzentrum, Vertretungsstützpunkt 
Kindertagespflege  
 
Vorlage vom: 16.05.2022  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat stimmt der Anmietung eines Bürgersaals in der Lincolnsiedlung, Baufeld N4 
durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt sowie der Bereitstellung der notwendigen 
Haushaltsmittel zu. Die Mittel stehen unter der Kostenstelle 051 -000-0001 zur Verfügung. 
Die Verwaltung des Bürgersaals wird an das Diakonische Werk Darmstadt -Dieburg 
übertragen. 
 
2. Der Magistrat stimmt der Bereitstellung der notwendigen Mittel für die Anmietung der 
Räume für d as Quartiersmanagement zu. Diese werden als Mietkostenzuschuss an den

- 2 - 
Träger Diakonisches Werk Darmstadt -Dieburg ausgezahlt. Die Mittel stehen unter der 
Kostenstelle 051 -000-0001 zur Verfügung.  
 
3. Der Magistrat stimmt der Übertragung der Trägerschaft des Cafés N4 auf die BAFF -
Frauen-Kooperation gGmbH sowie  der Bereitstellung der notwendigen Haushaltsmittel für 
Anmietung und Betrieb des Cafés und der Auszahlung entsprechender Zuschüsse an den 
Träger BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH zu. Die Mittel sollen im Rahmen der 
Haushaltsberatungen 2023 unter der Kostenstelle 051 -000-0001 zur Verfügung gestellt 
werden. Der Magistrat stimmt der Bereitstellung investiver Mittel in Höhe von 50.000 Euro 
für die Bereitst ellung einer Küche für das Café zu. Der Einsatz der kommunalen Mittel 
erfolgt nachrangig zu Drittmitteln.  
 
4. Der Magistrat stimmt der Anmietung eines Jugendzentrums in der Lincoln Siedlung, 
Baufeld N4, durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu. Die Trägersch aft für das 
Jugendzentrum wird ausgeschrieben. Die notwendigen Mittel für den 
Betriebskostenzuschuss an den freien Träger und die Mietzahlungen stehen unter 051-
004-1010 und 051-004-1011 zur Verfügung . Die Mittel für die Erstausstattung und die 
Mietkosten sollen im Rahmen der Haushaltsberatungen 2023 zusätzlich bereitgestellt 
werden.  
 
5. Der Magistrat stimmt der Umsetzung eines weiteren Vertretungsstützpunkts für die 
Kindertagespflege in dem Baufeld N4 un ter der Trägerschaft der Tageseltern -Tageskinder-
Vermittlung (TTV) zu. Die notwendigen Haushaltsmittel für den Betriebskostenzuschuss  
sollen im Rahmen der Haushaltsberatungen 2023 unter 051 -007-1600 zur Verfügung 
gestellt werden.  
 
Anlagen: Kostenaufstellung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.05.2022 
 
 
Planerische Grundlage der sozialen Infrastruktur in der Lincoln Siedlung 
 
Die Etablierung einer adäquaten sozialen Infrastruktur ist eine wesentliche 
Gelingens Bedingung bei der Entwicklung neuer Stadtteile. Für die Lincoln Siedlung wurden  
daher bereits im städtebaulichen Vertrag konkrete Festlegungen zu Umfang und  
Ausgestaltung der sozialen Infrastruktur definiert. 
 
§9, Absatz 3 Städtebaulicher Vertrag 
„[...] Die Stadt beabsichtigt [...] ein Quartierszentrum, bestehend aus einer 
Gemeinbedarfseinrichtung und einer Einrichtung für die Kinder - und Jugendarbeit selbst oder durch 
Dritte zu betreiben. Die Gemeinbedarfseinrichtung soll u.a. dazu dienen, Bewohnern der Lincoln-
Siedlung Räume für gesellige und gemeinschaftsbezogene Aktivitäten anzubieten. Die 
Vorhabenträgerin ist verpflichtet, der Stadt für die Gemeinbedarfseinrichtungen eine Nutzfläche von 
ca. 500 m² und für die Einrichtung der Kinder- und Jugendarbeit eine Fläche von 200 m² (im 
Erdgeschoss) zur Miete zu den üblichen Konditionen anzubieten wobei der geforderte Mietzins nur 
kostendeckend sein darf. [...]“ 
 
Der Magistrat sowie die Stadtverordnetenversammlung haben der Magistra tsvorlage  
2017/0254 in ihren Sitzungen am 10.04.2018 und 17.05.2018 zugestimmt. Darin wurde die  
Bauverein AG mit der Errichtung eines Neubaus beauftragt zur Umsetzung des städtebaulichen 
Vertrages. 
 
Mit der Vorlage 2021/0167 wurde darüber hinaus ein Zuschuss im Rahmen der sozialen  
Wohnraumförderung für das Projekt Baufeld N4 durch die Stadtverordnetenversammlung  
genehmigt. 
 
Entsprechend der weiteren Vorgaben aus dem städtebaulichen Vertrag sollen auf dem  
Baufeld N4 neben der Kita zudem ein Bürgersaal, ein Café vorrangig in gemeinnütziger  
Trägerschaft, das Quartiersmanagement sowie der Jugendtreff platziert werden. Mit der  
Fertigstellung des Gesamtkomplexes auf dem Baufeld N4 ist im 2. Quartal 2023 zu rechnen.  
 
Ziel ist es dort einen identitätsstiftenden und barrierefreien Mittelpunkt des Quartiers zu  
schaffen, indem den Bewohnerinnen und Bewohnern Räume zur Verfügung gestellt und 
Begegnungsorte geschaffen werden, um eine aktive und lebendige Nachbarschaft zu 
ermöglichen.  
 
Bürgersaal 
Der Bürgersaal ist eine niedrigschwellige Begegnungsstätte für bürgerschaftliches 
Engagement, kulturelle und soziale Aktivitäten sowie Bildungsangebote. Der Bürgerssaal dient 
Bewohnerinnen und Bewohnern, Initiativen, Vereinen und weiteren Akteurinnen und Akteure auf 
Lincoln als Veranstaltungsraum für bspw. Nachbarschaftsrunden, Vereinssitzungen, aber auch 
private Feiern. Als Ort der Begegnung fördert er die Kommunikation, den Gemeinschaftssinn, 
die Integration und die Vernetzung. Die Nähe zu anderen sozialen Infrastruktur einrichtungen 
ermöglicht vielfältige Kooperationsmöglichkeiten. Der Bürgersaal soll das Quartier stärken und 
die Identität des Stadtviertels fördern. 
 
Dem Bürgersaal zugehörig sind eine Küche sowie weitere Räumlichkeiten (Foyer, Lager, 
Stuhllager, Sanitär). Die dem Bürgersaal zuzurechnende Fläche beläuft sich somit auf insg. ca. 
226 m². Der Saal hat – abhängig der Veranstaltungsform und Bestuhlung – eine Kapazität für 
maximal 156 bis 199 Personen. 
 
Der Bürgersaal steht grundsätzlich allen Bewohnerinnen und Bewohnern zur Verfügung und 
wird für unterschiedliche Nutzungsgruppen ausgerichtet sein. Es wird eine politisch, religiös 
und weltanschaulich neutrale Ausrichtung verfolgt und ist den demokratischen Grundwerten 
verpflichtet.

- 4 - 
Das Gebäude N4 verbleibt im Besitz der Bauverein AG. Die Anmietung des Bürgersaals erfolgt 
durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt. Im Mietpreis abgebildet ist folgende Ausstattung: 
Küche, Vorratsbereich, Schiene + Vorhänge (Raumteiler) und die Lautsprecheranlage. Zur 
Deckung der weiteren Ausstattungskosten für bspw. Möblierung, Technik sowie für laufende 
Kosten sollen soweit möglich Drittmittel eingeworben werden. 
 
Die Verwaltung des Bürgersaals wird an das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg/ 
Quartiersmanagement übergeben und ist in der bereits bestehenden Personalressource 
abgebildet. Es wird ein Nutzungsvertrag zwischen der Stadt und der Diakonie geschlossen. Ein 
Nutzungskonzept wird aktuell erarbeitet. In diesem werden die Grundsätze und 
Rahmenbedingungen der Nutzung (u.a. Veranstaltungsformen, Nutzungszeiten, Modalitäten 
der Anmietung, Mietkonditionen) festgelegt. Die Beteiligung der Bewohner*innen bei der 
Erarbeitung ist vorgesehen. Die Nutzungszeiten enden im Regelfall mit dem Beginn der 
Nachtruhe, um Lärmkonflikte mit der Wohnnutzung in den oberen Bauwerksgeschossen zu 
vermeiden. 
 
Quartiersmanagement / Gemeinwesenarbeit (GWA) 
Mit Beginn der Erschließung des Wohngebiets wurde ein Quartiersmanagement installiert, 
welches durch den Trägerverbund aus Diakonischem Werk und Caritasverband wahrgenommen 
wird. Dem Quartiersmanagement kommt seither eine wichtige Informations- und 
Moderationsrolle in der Lincoln Siedlung zu. Es initiiert und begleitet Projekte für und mit 
Bewohner*innen und koordiniert verschiedene haupt- und ehrenamtliche Gremien. 
Darüber hinaus wird die Quartierswerkstatt, die vorübergehend in der Franklinsstraße 2 
untergebracht ist, für allgemeine Beratungen / Sprechstunden sowie spezifische Angebote wie 
z.B. Migrationsberatung, „Baby Talk“ im Rahmen der Frühen Hilfen sowie ehrenamtliche 
Lernangebote und Hausaufgabenhilfe genutzt. 
 
Die Präsenz im öffentlichen Raum und die niederschwellige Zugänglichkeit sind wesentliche 
Voraussetzungen für eine weiterhin erfolgreiche Arbeit im Quartier. Im Gebäude N4 sind daher 
im Erdgeschoss Räumlichkeiten mit einer Fläche von insg. 177 m² für das 
Quartiersmanagement vorgesehen (u.a. Büros, Gruppenraum, Lager, Sanitär). Die Anmietung 
der Räumlichkeiten erfolgt durch das Diakonische Werk Darmstadt-Dieburg. Die Stadt 
Darmstadt stellt für das Quartiersmanagement Mittel als Betriebskostenzuschuss zur 
Verfügung. Diese sind bereits im Haushalt etatisiert; eine Aufplanung der Mittel ist nicht 
erforderlich. Bis zur Fertigstellung nutzt das Quartiersmanagement weiterhin die 
Räumlichkeiten in der Franklinstraße 2.  
 
Café BAFF  
Das Café Lincoln soll Standort für beschäftigungsfördernde Maßnahmen zur Heranführung und 
Integration in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt für benachteiligte Zielgruppen werden. 
Geplant sind u.a. Arbeitsgelegenheiten zur Heranführung an den Arbeitsmarkt, berufliche 
Grundlagenqualifizierung und inklusive Maßnahmen. Die beschäftigungsfördernden 
Maßnahmen sollen aus Mitteln des Jobcenters, der Arbeitsmarktförderung des Landes sowie 
der kommunalen Beschäftigungsförderung finanziert werden. 
 
Die Trägerschaft des Cafés soll der BAFF-Frauen-Kooperation gGmbH übergeben werden. BAFF 
ist eine gemeinnützige Bildungs-, Qualifizierungs- und Beschäftigungsträgerin mit langjährigen 
Erfahrungen auf diesem Gebiet und ist eine anerkannte und bewährte Kooperationspartnerin 
des Sozialdezernats. Das Café wird durch hauptamtliche Mitarbeiterinnen von BAFF betrieben. 
Die Einbeziehung von Bewohner*innen in den Cafébetrieb ist perspektivisch denkbar.  
 
Die Ziele der beschäftigungsfördernden Maßnahme und Funktion des Cafés für die Lincoln 
Siedlung lassen wie folgt zusammenfassen: 
• Bildung, Qualifizierung und Beschäftigung von Teilnehmer*innen;  
• Treffpunkt und Begegnungsmöglichkeit für die Menschen im Quartier; 
• Räumlichkeiten für Sprachkurse oder Beratungen durch BAFF (z.B. Bewerbungscafés 
für 
junge Mädchen, Vermittlung und Ausbildung) 
• Veranstaltungsort für kulturelle Veranstaltungen (z.B. Lesungen, Musik) 
• Angebot eines Mittagstischs für Senior*innen;

- 5 - 
• ggf. Catering für Bürgersaal 
 
Das Café verfügt inkl. Nebenräumen über eine Fläche von rd. 199m². Es können 24 Sitzplätze 
im Innen- und 16 Sitzplätze im Außenbereich bereitgestellt werden. Das Gebäude N4 verbleibt 
im Besitz der Bauverein AG. Die Anmietung des Cafés erfolgt durch die BAFF-Frauen-
Kooperation gGmbH. Die Mittel für das Projekt sollen im Rahmen der Haushaltsberatungen 
2023 als Betriebskostenzuschuss sowie als Mietkostenzuschuss inkl. Nebenkosten eingeplant 
werden.  
 
Um den Ausbildungs- und Cafébetrieb zu ermöglichen, ist eine fachgerechte Ausstattung der 
gastronomischen Räumlichkeiten notwendig. Hierzu sollen kommunale Investitionsmittel bis zu 
einer Höhe von 50.000 Euro für die Bereitstellung einer Küche für das Café im Rahmen der 
Haushaltsberatungen 2023 zusätzlich bereitgestellt werden. Für die weitere Ausstattung des 
Cafés werden soweit möglich Drittmittel eingeworben. Der Einsatz der kommunalen Mittel 
erfolgt nachrangig zu Drittmitteln. 
 
Jugendzentrum 
Mit dem Bau des neuen Jugendzentrums in der Lincoln-Siedlung wird eine Bedarfslücke an 
Angeboten der Offenen Kinder- und Jugendarbeit geschlossen. Der Prozess AG 78 und die 
damit verbundenen Erhebungen und Beteiligungen haben deutlich gezeigt, dass im Sozialraum 
Bessungen keine entsprechenden Einrichtungen vorhanden sind. Die neu entstandene Lincoln-
Siedlung mit rund 5.000 Bewohner*innen erhöht diesen Bedarf zusätzlich.  
Das Jugendzentrum in der Lincoln-Siedlung soll im Frühjahr 2023 seine Türen öffnen und ist 
damit die erste von insgesamt zwei Einrichtungen der Offenen Kinder- und Jugendarbeit, die 
im Sozialraum Bessungen eröffnet werden; eine weitere soll in den kommenden Jahren im 
Ludwigshöhviertel entstehen. 
In den letzten Jahren wurden bereits mobile Angebote für Kinder und ein Interims -
Jugendzentrum in der Lincoln-Siedlung durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt gefördert. Die 
pädagogischen Fachkräfte dieser Angebote und die Bewohner*innen des Quartiers spiegeln 
regelmäßig den hohen Bedarf an festen Strukturen für Kinder und Jugendliche in der Lincoln 
Siedlung, denen mit dem neuen Jugendzentrum Rechnung getragen wird. 
An der inhaltlichen Schwerpunktsetzung sowie der Ausgestaltung der Innenräume werden die 
Kinder und Jugendlichen der Lincoln-Siedlung durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt und die 
bereits vor Ort tätigen Fachkräfte beteiligt.  
In Lincoln betreut der freie Träger Spielmobil e. V. bereits seit 2021 einen offenen Jugendtreff 
in den alten Containern der Quartierswerkstatt. Hierbei handelt es sich um ein 
Interimsangebot, das bis zur Eröffnung des neuen Jugendzentrums im Baufeld N4 geplant ist. 
Die Eröffnung des neuen Jugendhauses ist für Frühjahr 2023 vorgesehen. 
 
Für die Trägerschaft des Jugendzentrums wird ein geordnetes Ausschreibungsverfahren durch 
das Jugendamt durchgeführt.  
 
Für die Arbeit des Jugendzentrums stellt die Wissenschaftsstadt jährlich entsprechende 
Haushaltsmittel für Personal-, Honorar und Sachkosten gemäß der Verteilung nach AG 78 
bereits zur Verfügung. Für die Erstausstattung sollen Rahmen der Haushaltsberatungen 2023 
ebenfalls Mittel bereitgestellt werden.  
 
Das Immobilienmanagement wird beauftragt, mit der Bauverein AG einen entsprechenden 
Nutzungsvertrag über die angemieteten Räumlichkeiten für den Betrieb eines Jugendzentrums 
abzuschließen.  
 
Vertretungsstützpunkt Kindertagespflege 
Wie in der MV 2022/0160 angekündigt wurde, soll neben dem ersten Vertretungsstützpunkt 
für die Kindertagespflege in der Hügelstraße 23 ein weiterer Vertretungsstützpunkt in der Kita 
N4 im Jahr 2023 eröffnet werden.  
Zur Umsetzung des gesetzlichen Anspruches der Eltern auf Vertretung für Ausfallzeiten in der 
Kindertagespflege gemäß § 23 Abs. 4 SGB VIII sollen perspektivisch mehrere 
Vertretungsstützpunkte an unterschiedlichen Standorten im Stadtgebiet verortet sein. Mit der 
Implementierung eines Vertretungsstützpunktes in der Kita Lincoln Baufeld N4 ist die 
Versorgung für die Kindertagespflegepersonen und Familien in den Stadtteilen Lincoln,

- 6 - 
Ludwigshöhviertel, Eberstadt und Bessungen gesichert. Die Trägerschaft für diesen 
Vertretungsstützpunkt wird an die TageselternTageskinderVermittlung (TTV) übertragen.  
 
Ziel der Umsetzung des Vertretungskonzeptes in der Kita N4 ist, Eltern künftig bei der 
Erkrankung der eigenen Kindertagespflegeperson eine qualitativ hochwertige Ersatzbetreuung 
zu bieten. Dabei werden alle Akteure (Kinder, Kindertagespflegepersonen, Eltern, TTV, 
Abteilung Kinderbetreuung) eingebunden. Die pädagogische Arbeit und die Schaffung der 
notwendigen Vernetzungsstrukturen in diesem Zusammenhang dienen ebenso als 
gemeinsamer Treffpunkt im Sinne der Gemeinwesenarbeit.  
 
Synergien durch die Kooperation zwischen Kita und Kindertagespflege sind: 
• Vernetzung und Kooperation zwischen den päd. Fachkräften der Kita und den im  
Stützpunkt angestellten Kindertagespflegepersonen  
• Nutzung gemeinsamer Räumlichkeiten (z.B. Turnraum, Außengelände, Sanitärraum) 
• gemeinsame Bildungsangebote für Kinder aus Kita und Kindertagespflege 
 
Die Kosten für den Betrieb des Vertretungsstützpunkts werden im Rahmen der 
Haushaltsberatungen 2023 behandelt und sollen auf der benannten Kostenstelle 051-007-
1600 zur Verfügung gestellt werden. 
 
 
 
Darmstadt, 16.05.2022 
 
 
 
Dezernat I    Dezernat II    Dezernat IV 
 
 
 
 
Jochen Partsch   Barbara Akdeniz   André Schellenberg 
Oberbürgermeister   Bürgermeisterin   Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (5)

TOP 3
TOP 180
TOP 11
TOP 35
TOP 22

Orte (2)

  • Franklinstraße 2
  • Hügelstraße 23

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Details

Vorlagen-Nr.
2022/0155
Typ
Magistratsvorlage
Datum
16.05.2022
Erstellt
29.09.2026 00:00