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2019/0077

Sachstand der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 04.04.2019

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Punkt 4: Sachstand der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2019/0077) 
- Kenntnisnahme - 
 
  Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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Jugendamt Darmstadt, 22.02.2019
Kinder und Jugendförderung 51/4 JB    Nst.: 3969
Projektplan Weiterentwicklung Schulsozialarbeit
Ziel
Konzepte Schulsozialarbeit, Sachberichte und Rahmenkonzept 
sichten und abgleichen Ende 2018 erledigt
Arbeitsschwerpunkte identifizieren und clustern Ende 2018 erledigt
Bedarfe ermitteln, Abgleich mit anderen Angeboten Jugendhilfe, 
Angebotsermittlung in Sozialräumen/Stadtteilen Ende 2018 erledigt
Vorstellung Ergebnisse Träger Schulsozialarbeit Ende 2018 erledigt
Definition  Grundverständnis Schulsozialarbeit Sommer 2019 Konzepttag 
22.03.
Definition  Erläuterung rechtliche Grundlagen Sommer 2019
Definition Ziele, Methoden und Arbeitsansätze Sommer 2019 Konzepttag 
07.05.
Definition Anforderungen an das Personal Sommer 2019
Definition Anforderungen an das Struktur und Kooperation Sommer 2019
TZ (3) Kooperationsverträge Schule – Träger Ende 2019
TZ (4) Leistungsvereinbarung Träger – Stadt Ende 2019
TZ (5) Controlling Konzept Sommer 2020
Testphase Erfassung Bis Sommerferien 2018 erledigt
Auswertung Testphase September 2018 erledigt
Einführung in neue Datenerhebung September/Oktober 2018 erledigt
Umstellung auf neue  Datenerhebung Ab Herbst 2018 erledigt
Überarbeitung Berichtswesen Schuljahr 2018/19 in Arbeit
Einführung neues Berichtswesen ab Schuljahr 2019/2020 in Arbeit
TZ (6) Berichtswesen/Datenerhebung - ist bereits erfolgt
TZ (2) Erstellung Basiskonzept – Gemeinsame Entwicklung stadtweites Portfolio Schulsozialarbeit
Bis wann Status
Fortschreibung Rahmenkonzept Schulsozialarbeit
TZ (1) Arbeitsschwerpunkte und Ziele ermitteln

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Punkt 5: Sachstand der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
 (V-Nr. 2019/0077) 
 
         Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.

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183 Zeichen

Punkt 25: Sachstand der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
- Kenntnisnahme - 
 (V-Nr. 2019/0077) 
 
Die Stadtverordnetenversammlung nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

2019/0077

19463 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
05.04.2019 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat V an die Stadtverordnete nversammlung 
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0077 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 363100 
Kostenstelle:  051-004-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3631-10 Sachkonto: 7128740 
 
Betreff: Sachstand der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 04.04.2019  
 
Beschlussvorschlag : 
 
Der Bericht zum Sachstand der sozialraumorientierten  Schulsozialarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt  wird zur Kenntnis genommen. 
 
 
Anlagen: Projektplan Weiterentwicklung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 2 - 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.04.2019: 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Jahr 2010 das Rahmenkonzept zur 
sozialraumorientierten Schulsozialarbeit verabschiedet und die Schulsozialarbeit in drei 
Ausbaustufen flächendeckend in Darmstadt eingeführt. Seit dem Schuljahr 2012/13 ist jede 
Schulform von der Grundschule über die weiterführenden Schulen bis hin zu den beruflichen 
Schulen sukzessive mit Personalressourcen ausgestattet worden.  
 
Aktuell wird Schulsozialarbeit sozialraumorientiert an 17 Grundschulen, fünf Gesamtschulen, 
einer Haupt- und Realschule, sieben Gymnasien, vier Förderschulen und sechs Berufsschulen 
umgesetzt. Die Aufgabe in den jeweiligen Sozialräumen und an den beruflichen Schulen wurde 
an anerkannte, freie Träger der Jugendhilfe übertragen. Für die fachliche und administrative 
Begleitung hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit 
im Jugendamt Darmstadt, Abteilung Kinder- und Jugendförderung eingerichtet.  
 
Die Finanzierung wird durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt sichergestellt.  
 
Schulsozialarbeit ist eine wichtige präventive Pflichtleistung der Jugendhilfe. Den rechtlichen 
Rahmen bilden die §§11 und 13 SGB VIII (Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit). Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt bekennt sich zu ihrer öffentlichen Gesamtverantwortung   
allen Kindern und Jugendlichen eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und dem 
gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 
 
Das kommunalpolitische Ziel ist die Herstellung von Bildungsgerechtigkeit und 
Chancengleichheit sowie die Verringerung von Armut und Ausgrenzung. 
Dabei stehen nicht die Bildungs- und Lehrpläne im Mittelpunkt, sondern der individuelle 
Bildungs- und Entwicklungsprozess von Kindern und Jugendlichen.  
 
Schulsozialarbeit ist ein komplexes sozialpädagogisches Angebot der Jugendhilfe im 
Sozialraum und am Ort Schule, das in verschiedenen Feldern verankert ist.  
 
Wichtige Säulen der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind 
Sozialraumorientierung, Prävention und Partizipation. Das Angebot reicht von 
Einzelfallberatung, über Sozialkompetenztraining, Vermittlung außerschulischer Hilfen, bis hin 
zu Projektarbeit. 
 
Im Folgenden wird, exemplarisch anhand je eines Beispiels aus den Sozialräumen, die 
Wirksamkeit von Schulsozialarbeit dargestellt. 
 
Wirksamkeitsbericht Schulsozialarbeit – Schwerpunktsetzung in den Sozialräumen1  
 
Darmstadt Nord + Waldkolonie (Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V.)  
„Schulsozialarbeit ist präventiv orientiert. Sie wird in erster Linie nicht nachgehend aktiv, wenn 
bereits Not- bzw. Konfliktfälle eingetreten sind. Sie folgt der primären und sekundären Prävention, 
zielt also auf stabile, fördernde Verhältnisse (Schulklima) und bietet vorbeugende Hilfen in 
erfahrungsgemäß belastenden Situationen (z.B. Schulübergänge). Prävention bezieht ihre 
Begründung aber nicht aus der Verhinderung von Krisen und Konflikten, sondern aus eigenem 
Anspruch frühzeitig Kompetenzen bei jungen Menschen und Eltern zu fördern, die eine Gestaltung der 
eigenen Lebensräume ermöglichen und Verwirklichungschancen eröffnen.“  
(Auszug aus dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2010)  
 
                                                
1 Die Berichte zur Wirksamkeit von Schulsozialarbeit aus den Sozialräumen wurden unter Beteiligung der jeweiligen 
Träger erstellt.

- 4 - 
Im Berichtsjahr 2017/18 
haben 2234 Kinder und 
Jugendliche an 86 Angeboten 
teilgenommen.  
Von allen Angeboten haben 
80% für Kinder im 
Grundschulalter 
stattgefunden. 
62% 
38% 
Präventive 
Gruppenangebote  
Regelhaftes
Angebot
Anlassbezogenes
Angebot
Ihre Wirkung entfaltet die Schulsozialarbeit durch ein kontinuierliches, verlässliches und 
voraussetzungsfreies Beziehungsangebot an alle jungen Menschen. Die Fachkräft e der 
Schulsozialarbeit wirken als „relevante andere Erwachsene“ am Ort Schule, zu denen Vertrauen 
aufgebaut werden kann. Kinder und Jugendliche nehmen wahr, dass die sozialpädagogischen 
Fachkräfte eine andere Funktion und Rolle als Lehrer*innen haben. Schulsozialarbeit wirkt zu 
allererst dadurch, dass die jungen Menschen ein erwachsenes Gegenüber am Ort Schule 
haben, das nicht in die Handlungslogik der Schule eingebunden ist. Durch diese enge und 
vertrauensvolle Beziehung kann eine positive Entwicklung angeregt werden. 
 
Schulsozialarbeit mit ihrem ganzheitlichen Blick auf junge Menschen fördert einzelne junge 
Menschen entsprechend ihres individuellen Bedarfes und unterstützt parallel dazu mit einem 
präventiven Ansatz alle Schüler*innen. Dabei beschränkt sie sich nicht darauf, schulische 
Defizite auszugleichen und schulische Konflikte zu lösen. Sie versteht sich als 
sozialpädagogisches Angebot der Kinder- und Jugendhilfe mit einem offensiv präventiven 
Verständnis. Schulsozialarbeit wird nicht erst dann tätig, wenn der Schulerfolg gefährdet ist 
oder, wenn Not- oder Konfliktfälle auftreten. Sie zielt darauf ab, stabile, förderliche 
Verhältnisse in Schulen zu gestalten. 
 
In den Projekten und Förderangeboten lernen die Schüler*innen ihre Stärken und Schwächen 
kennen, werden in ihrer Entfaltung gefördert und zum Anwenden neu erworbener Fähigkeiten 
ermutigt, wodurch ihr Selbstbewusstsein und -vertrauen gestärkt wird. Die verschiedenen 
Gruppenangebote lassen sich unterscheiden in  
 Soziale Kompetenzförderung 
 Themenspezifische Gruppen-(Klassen-)Angebote 
 Offene Treffs und Pausenangebote 
 Klassenrat/Mediation/Streitschlichter*innen 
 
 
Ein Fokus liegt auf Gewaltprävention als die zentrale Präventionsstrategie gegen 
Jugenddelinquenz. Zur Erreichung eines gewaltfreien Schulklimas müssen Schulsozialarbeit 
und Schule, aber auch weitere Partner*innen aus dem Sozialraum eng verzahnt kooperieren.  
 
Ein beispielhaftes Projekt hierzu ist PIT2 (Prävention im Team), welches seit vielen Jahren 
erfolgreich an der Erich Kästner Schule IGS durchgeführt wird. 
Die Kooperation unterschiedlicher Professionen verfolgt dabei folgende Ziele: 
 Teambildung aus Personen von Schule, Polizei und Jugendhilfe 
 Trainings für Schüler*innen 
 Impulse für die Personal-, Organisations- und Konzeptentwicklung 
                                                
2 PiT-Hessen ist das Gewaltpräventionsprogramm der hessischen Landesregierung im „Netzwerk gegen Gewalt“. 
Initiatoren sind das hessische Ministerium des Innern und für Sport, das hessische Kultusministerium und das 
hessische Sozialministerium.

- 5 - 
Innenstadt Nord (Verein Kinder und Jugendarbeit e. V.) 
 
„Um eine wirkungsvolle Jugendhilfeleistung zu gewährleisten sind die Auswahl und Anwendung der 
Methoden, Arbeitsansätze und Techniken ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. 
Die Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt folgt einer klaren Orientierung an der 
jeweiligen Zielgruppe, die sich auch in der Auswahl der geeigneten Methodik niederschlägt.“  
(Auszug aus dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2010)  
 
Im Sinne der Prävention und Sozialraumorientierung liegt ein Schwerpunkt der Arbeit im  
Sozialraum Innenstadt Nord im Angebot des Sozialen Lernens. Das Konzept des Sozialen 
Lernens im Kontext von Schulsozialarbeit soll zum einen Hilfestellungen und Anregungen bei 
der Umsetzung von Sozialem Lernen in der Schule geben, zum anderen Möglichkeiten 
aufzeigen, wie Prävention, Intervention und Kooperation im Schulalltag praktisch und 
strukturell umgesetzt werden können. Die Angebote richten sich nicht nur an die Schüler*innen 
sondern auch an die Schulgemeinschaft. 
 
Im Sozialraum Innenstadt Nord wurde ein Leistungskatalog für die Angebote der 
Schulsozialarbeit entwickelt, welcher bedarfsorientiert für Schüler*innen, Schulen und den 
Sozialraum genutzt werden kann. 
 
Die Angebote sind zielgruppengerecht und lebensweltorientiert konzipiert und ermöglichen 
allen Kindern und Jugendlichen den niedrigschwelligen Zugang zur Schulsozialarbeit. 
Beispielsweise durch die Kennenlernstunde in den ersten Klassen, die 
Streitschlichter*innengruppe, die Sucht- und Drogenprävention, die Mentor*innenausbildung 
u.v.m.. 
 
Im Berichtsjahr 2017/18 konnten 1253 Schüler*innen durch die Angebote des Sozialen 
Lernens erreicht werden.  
 
Soziales Lernen in Schulen setzt multiprofessionelle Zusammenarbeit voraus. Dazu werden in 
den jährlichen Abstimmungsgesprächen mit den Schulen Methodik, Arbeitsansätze und 
Bedarfe ermittelt und entsprechend angepasst.  
 
Ein Beispiel für multiprofessionelle Zusammenarbeit ist die Präventionsrunde, ein fest 
installiertes Gremium bestehend aus unterschiedlichen Fachkräften aus dem schulischen und 
außerschulischen Bereich. Das Ziel der Präventionsrunde ist es, im Vorfeld vernetzt zusammen 
zu arbeiten, um dem Kind und seiner Familie größtmögliche Entwicklungschancen in der 
Schule und in seinem Lebensumfeld / Sozialraum zu bieten.  
 
Innenstadt Süd (CJD Rhein-Main KOMM Beratungsstelle) 
 
Ein wichtiger Aspekt der Schulsozialarbeit ist die Einzelfallberatung. Im Interesse der Kinder 
und Jugendlichen sowie deren Eltern fungiert Schulsozialarbeit als Bindeglied zwischen 
Jugendhilfe, Gemeinwesen und Schule.  
 
Das Angebot wird weitreichend genutzt, im Berichtszeitraum 2017/18  wurden 570 
Einzelfälle in 2037 Beratungsgesprächen  durch den Träger der Schulsozialarbeit begleitet.

- 6 - 
31% 
6% 34% 
13% 
16% 
Beratungsfälle je Schulform in % 
Grundschule
Grundschule/Förderschule
Gymnasium
Haupt- und Realschule
Integrierte Gesamtschule
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 „Den Trägern der Schulsozialarbeit kommt im Rahmen des Kindesschutzes eine besondere Aufgabe 
zu. Sie haben im Rahmen ihrer Tätigkeit die Möglichkeit Veränderungen im Verhalten der Kinder oder 
auch konkrete Anzeichen von Kindeswohlgefährdung zu erkennen und somit frühzeitig die Eltern zu 
beraten und zu unterstützen. Der Schutz des Kindeswohls ist als Bestandteil des Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrages zu sehen (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).“  
(Präambel, Kooperationsvereinbarung zwischen den Trägern Schulsozialarbeit mit der Städtischen Sozialdient der Stadt 
Darmstadt)

- 7 - 
Im Berichtsjahr 2017/18 hat der Träger der Schulsozialarbeit eine Evaluation der Fälle mit 
Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nach §8a SGB VIII vorgenommen. KOMM begleitete 
2017/18 570 Kinder und Jugendliche im Sozialraum, davon bestand in 51 Fällen der Verdacht 
auf Kindeswohlgefährdung.  
 
Ein Ergebnis der Evaluation ist die Einführung von Schutzfaktoren im Kontext 
Schulsozialarbeit. Diese können die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von 
Kindeswohlgefährdung vermindern. Dazu gehören u.a. 
 eine hohe fachliche Sensibilität der Lehrkräfte und Schulleitungen machen schnelles 
und konstruktives Eingreifen möglich 
 die niedrigschwellige Erreichbarkeit von Hilfen 
 kurze Wege (auch für betroffene Kinder) 
 die präventive Arbeit an den Schnittstellen Familie, Schule, Schulsozialarbeit und 
Städtischer Sozialdienst  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Fazit der Evaluation ist, dass die gut gewachsenen Kommunikations- und 
Kooperationsstrukturen zwischen Schule, Städtischem Sozialdienst und Schulsozialarbeit sehr 
wirksam sind im Umgang mit Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung. Darüber hinaus zeigt 
die Evaluation, dass Schulsozialarbeit für Kinder und Jugendliche eine vertrauensvolle 
Ansprechpartnerin ist. 
 
 
Darmstadt Süd (Mobile Praxis gem. GmbH) 
 
„Die Wissenschaftsstadt Darmstadt begreift die Schulsozialarbeit als eigenständiges 
Dienstleistungsangebot der Kinder- und Jugendhilfe am Ort Schule und im Sozialraum.“  
(Auszug aus dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2010)  
 
Im Sozialraum Eberstadt ist die Schulsozialarbeit in vielfältiger und unterschiedlicher Weise 
präsent. Dabei beteiligt sie sich bei vielen Aktivitäten, ist in der Netzwerkarbeit aktiv und 
bietet eigene Angebote an.  
 
Wichtige Faktoren für eine wirkungsvolle Schulsozialarbeit zeigen sich in der täglichen Arbeit 
an der Basis. Eine hohe Präsenz und zeitliche Flexibilität, sowie die Anstrengungen fachlich 
gute Arbeit zu leisten wird durch die konzeptionelle Weiterentwicklu ng der sozialräumlichen 
Arbeit deutlich.

- 8 - 
Die starke Ausrichtung der Schulsozialarbeit auf Kooperation bewegt sich in vorhandenen 
Strukturen und leistet ein breites Spektrum an Maßnahmen im Rahmen der Jugendhilfe. Die 
Weiterentwicklung der Arbeit steht im engen Zusammenwirken mit strukturellen und 
konzeptionellen Veränderungen im Sozialraum als auch am Ort Schule.  
 
Die erfolgreiche sozialraumorientierte Arbeit in Eberstadt macht sich an folgenden Beispielen 
deutlich: 
 
 Die jährlichen Regionalkonferenzen brin gen auf Einladung der Schulsozialarbeit alle 
Kooperationspartner*innen der Schulsozialarbeit zusammen. Hier werden 
Informationen gegeben, aktuelle Themen erörtert, besondere Bedarfe benannt und 
Schwerpunkte für die weitere Zu sammenarbeit festgelegt. Akteur *innen aus dem 
Schul- und Bildungsbereich sowie Vertreter*innen weiterer Institutionen kommen 
zusammen, lernen sich kennen und erweitern ihr Unterstützungsnetz.  
 Eine neuere Entwicklung ist, dass Eltern Unterstützung anfragen, auch wenn diese noch 
keine oder nicht mehr schulpflichtige Kinder haben. Sie werden von befreundeten 
Eltern oder Vertreter*innen aus Institutionen an Schulsozialarbeit verwiesen oder 
nehmen aus eigener Initiative Kontakt auf. Der Zugang zu Schulsozialarbeit im 
Sozialraum gelingt vor allem dann, wenn die Kooperation mit Schulsozialarbeit 
unkompliziert erfolgt. Im Sinne des präventiven Handlungsansatzes sind 
Unterstützungsanfragen von Eltern, deren Kinder noch keine Schule besuchen, als 
Erfolg von Schulsozialarbeit zu bewerten.  
 Einen Schwerpunkt der Sozialraumarbeit sind gezielte und regelmäßige Angebote zur 
Übergangsbegleitung. Diese Angebote haben sich etabliert und sind zu einem 
Standbein der Schulsozialarbeit geworden. Sozialraumweite Aktivitäten, wie das „Sport - 
und Spielfest“ in Eberstadt oder „Schätze vor der Haustür“ sind Beispiele.  
 
Die Gestaltung der Kooperation im Sozialraum hat im Laufe der Jahre an Bedeutung und 
Zuspruch gewonnen. Im Sozialraum Eberstadt wurde im Schuljahr 2015/16 eine Erfassung 
und Bewertung der Kooperatione n durchgeführt, um die Qualität und Wirksamkeit von 
Kooperationen beschreiben zu können.  
  
Schulsozialarbeit übernimmt eine wichtige Brückenfunktion im Sozialraum und nimmt eine 
wichtige Vermittlungs- und Scharnierfunktion zwischen Schule und Gemeinwesen wahr. Im 
Interesse der Kinder und Jugendlichen trägt die Schulsozialarbeit zu einer Vernetzung 
bestehender Angebote und Dienste bei. Schulsozialarbeit versteht sich als Bindeglied zwischen 
Schule und Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Im Ergebnis bestätigt 
die Erhebung, dass ein gemeinsames kooperatives Vorgehen im Sozialraum von allen 
Partner*innen geschätzt wird. Die zeitliche und organisatorische Investition steht einem 
fachlichen, inhaltlichen Gewinn durch die Kooperation gegenüber.   
 
Berufliche Schulen (Internationaler Bund gGmbH) 
 
Die sechs Berufsschulen in Darmstadt sind im Sinne des Rahmenkonzeptes der 
Schulsozialarbeit ein eigenständiger Sozialraum. Das Einzugsgebiet der Schüler*innen der 
beruflichen Schulen ist der gesamte südh essische Raum, sodass nicht nur Jugendliche und 
junge Erwachsene, die in Darmstadt wohnhaft sind, zu den Klient*innen der Schulsozialarbeit 
gehören. Der Hauptfokus liegt jedoch auf den Schüler*innen mit Wohnsitz in Darmstadt.  
 
Um das Angebot der Schulsozialarbeit bekannt zu machen , werden neben dem Besuch aller 
neuen Klassen zum Beginn des Schuljahres im Berufsschulzentrum M itte (Martin-Behaim-
Schule und Peter-Behrens-Schule) regelhaft Beratungstage organisiert.

- 9 - 
Ziel der Beratungstage ist es, zu mehr Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber 
anzuregen, sowie Schüler*innen und Lehrer*innen niedrigschwellig in Kontakt mit Fach - und 
Beratungsstellen aus der Region zu bringen. Solche Tage sind für die Schulsozialarbeit an 
den beruflichen Schulen v on hoher Bedeutung, da die Zusammenarbeit mit externen 
Fachstellen unabdingbar ist. Aufgrund der personellen Ressourcen von 2,25 Stellen für sechs 
berufliche Schulen mit über 10.000 Schüler*innen 3, muss die Schulsozialarbeit in ständigem 
Kontakt mit allen Akteur*innen der Region stehen, um Hilfesuchende an externe 
Beratungsstellen vermitteln zu können.  
 
An den Beratungstagen haben sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen sowie Angestellte 
die Möglichkeit, externe Anbieter *innen in den Bereichen Beratung und Gesundheit durch 
zahlreiche Workshops, Infostände und Ausstellungen im Schulgebäude kennen zu lernen.  
Das Angebot erstreckt sich von Ernährungsvorträgen über Sportangebote bis hin zu 
Gesprächsrunden über Depression, häusliche Gewalt, Sucht und Drogen etc. Teilnehmende 
Kooperationspartner *innen sind unter anderem die AIDS Hilfe, Projekt ANNA, Caritas, 
Darmstädter Bündnis gegen Depression, Diakonie, Kinderschutzbund, Krankenkassen, 
Mäander, profamilia, Vielbunt, Wildwasser - um nur einige zu nennen.  
 
Die Umsetzung der sozialraumorientierten Schulsozialarbeit ist zu einem unverzichtbaren 
Angebot in der Wissenschaftsstadt Darmstadt geworden. Durch die sozialräumliche und 
lebensweltorientierte Ausrichtung ist das Handlungsfeld der Schulsozialarbeit eine 
Bereicherung für das Arbeitsfeld der städtischen Jugendhilfe.  
 
Darüber hinaus gelingt es Schulsozialarbeit die beiden Systeme Kinder - und Jugendhilfe und 
Schule besser zu verzahnen.  Folgerichtig ist nach neun Jahren Umsetzung die Reflexion und 
konzeptionelle Weiterentwicklung des Angebots. Die Umsetzungsschritte sind in der im 
Anhang beigefügten Zeitschiene differenziert dargestellt.  
 
Darmstadt, 04.04.2019 
 
Dezernat V  
 
 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin 
                                                
3 Berufsschulzentrum Nord 5612 Schüler*innen davon 23,8%  aus dem Stadtgebiet Darmstadt und 45,6% aus dem 
Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Berufsschulzentrum Mitte + AES 4803 Schüler*innen davon 21,9% aus dem Stadtgebiet Darmstadt und 37,4% aus 
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg 
 
Daten für das Schuljahr 2017/18 nach Auskunft des städt. Schulamtes

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19535 Zeichen

- 2 - 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats- 
geschäftsstelle: 
05.04.2019 
an den Magistrat 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung: 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung 
   OBW zur Befassung 
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung 
   zur abschließenden Beschluss- 
       fassung Fachausschuss 
 
 
Amt: Jugendamt 
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung 
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
II 40 
IV 20 
V 51 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2019/0077 
 
Magistratsbeschluss-Nr. 
161 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 363100 
Kostenstelle: 051-004-1000 Investitionsnummer:       
Kostenträger: 3631-10 Sachkonto: 7128740 
 
Betreff: Sachstand der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt  
 
Vorlage vom: 04.04.2019 
 
Beschlussvorschlag: 
 
Der Bericht zum Sachstand der sozialraumorientierten Schulsozialarbeit in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt wird zur Kenntnis genommen.  
 
 
Anlagen: Projektplan Weiterentwicklung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein

- 3 - 
 
Beschluss des Magistrats vom 10.04.2019 
 
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 04.04.2019: 
 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt hat im Jahr 2010 das Rahmenkonzept zur 
sozialraumorientierten Schulsozialarbeit verabschiedet und die Schulsozialarbeit in drei 
Ausbaustufen flächendeckend in Darmstadt eingeführt. Seit dem Schuljahr 2012/13 ist jede 
Schulform von der Grundschule über die weiterführenden Schulen bis hin zu den beruflichen 
Schulen sukzessive mit Personalressourcen ausgestattet worden.  
 
Aktuell wird Schulsozialarbeit sozialraumorientiert an 17 Grundschulen, fünf Gesamtschulen, 
einer Haupt- und Realschule, sieben Gymnasien, vier Förderschulen und sechs Berufsschulen 
umgesetzt. Die Aufgabe in den jeweiligen Sozialräumen und an den beruflichen Schulen wurde 
an anerkannte, freie Träger der Jugendhilfe übertragen. Für die fachliche und administrative 
Begleitung hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt eine Koordinierungsstelle Schulsozialarbeit 
im Jugendamt Darmstadt, Abteilung Kinder- und Jugendförderung eingerichtet.  
 
Die Finanzierung wird durch die Wissenschaftsstadt Darmstadt sichergestellt. 
 
Schulsozialarbeit ist eine wichtige präventive Pflichtleistung der Jugendhilfe. Den rechtlichen 
Rahmen bilden die §§11 und 13 SGB VIII (Jugendarbeit und Jugendsozialarbeit). Die 
Wissenschaftsstadt Darmstadt bekennt sich zu ihrer öffentlichen Gesamtverantwortung  
allen Kindern und Jugendlichen eine gleichberechtigte Teilhabe an Bildung und dem 
gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. 
 
Das kommunalpolitische Ziel ist die Herstellung von Bildungsgerechtigkeit und 
Chancengleichheit sowie die Verringerung von Armut und Ausgrenzung. 
Dabei stehen nicht die Bildungs- und Lehrpläne im Mittelpunkt, sondern der individuelle 
Bildungs- und Entwicklungsprozess von Kindern und Jugendlichen.  
 
Schulsozialarbeit ist ein komplexes sozialpädagogisches Angebot der Jugendhilfe im 
Sozialraum und am Ort Schule, das in verschiedenen Feldern verankert ist.  
 
Wichtige Säulen der Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt sind 
Sozialraumorientierung, Prävention und Partizipation. Das Angebot reicht von 
Einzelfallberatung, über Sozialkompetenztraining, Vermittlung außerschulischer Hilfen, bis hin 
zu Projektarbeit. 
 
Im Folgenden wird, exemplarisch anhand je eines Beispiels aus den Sozialräumen, die 
Wirksamkeit von Schulsozialarbeit dargestellt. 
 
Wirksamkeitsbericht Schulsozialarbeit – Schwerpunktsetzung in den Sozialräumen1  
 
Darmstadt Nord + Waldkolonie (Sozialkritischer Arbeitskreis Darmstadt e.V.)  
„Schulsozialarbeit ist präventiv orientiert. Sie wird in erster Linie nicht nachgehend aktiv, wenn bereits 
Not- bzw. Konfliktfälle eingetreten sind. Sie folgt der primären und sekundären Prävention, zielt also 
auf stabile, fördernde Verhältnisse (Schulklima) und bietet vorbeugende Hilfen in erfahrungsgemäß 
belastenden Situationen (z.B. Schulübergänge). Prävention bezieht ihre Begründung aber nicht aus 
der Verhinderung von Krisen und Konflikten, sondern aus eigenem Anspruch frühzeitig Kompetenzen 
bei jungen Menschen und Eltern zu fördern, die eine Gestaltung der eigenen Lebensräume 
ermöglichen und Verwirklichungschancen eröffnen.“  
(Auszug aus dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2010)  
                                                
1 Die Berichte zur Wirksamkeit von Schulsozialarbeit aus den Sozialräumen wurden unter Beteiligung der jeweiligen 
Träger erstellt.

- 5 - 
Im Berichtsjahr 2017/18 
haben 2234 Kinder und 
Jugendliche an 86 Angeboten 
teilgenommen.  
Von allen Angeboten haben 
80% für Kinder im 
Grundschulalter 
stattgefunden. 
62% 
38% 
Präventive 
Gruppenangebote  
Regelhaftes
Angebot
Anlassbezogenes
Angebot
 
Ihre Wirkung entfaltet die Schulsozialarbeit durch ein kontinuierliches, verlässliches und 
voraussetzungsfreies Beziehungsangebot an alle jungen Menschen. Die Fachkräfte der 
Schulsozialarbeit wirken als „relevante andere Erwachsene“ am Ort Schule, zu denen Vertrauen 
aufgebaut werden kann. Kinder und Jugendliche nehmen wahr, dass die sozialpädagogischen 
Fachkräfte eine andere Funktion und Rolle als Lehrer*innen haben. Schulsozialarbeit wirkt zu 
allererst dadurch, dass die jungen Menschen ein erwachsenes Gegenüber am Ort Schule 
haben, das nicht in die Handlungslogik der Schule eingebunden ist. Durch diese enge und 
vertrauensvolle Beziehung kann eine positive Entwicklung angeregt werden. 
 
Schulsozialarbeit mit ihrem ganzheitlichen Blick auf junge Menschen fördert einzelne junge 
Menschen entsprechend ihres individuellen Bedarfes und unterstützt parallel dazu mit einem 
präventiven Ansatz alle Schüler*innen. Dabei beschränkt sie sich nicht darauf, schulische 
Defizite auszugleichen und schulische Konflikte zu lösen. Sie versteht sich als 
sozialpädagogisches Angebot der Kinder- und Jugendhilfe mit einem offensiv präventiven 
Verständnis. Schulsozialarbeit wird nicht erst dann tätig, wenn der Schulerfolg gefährdet ist 
oder, wenn Not- oder Konfliktfälle auftreten. Sie zielt darauf ab, stabile, förderliche 
Verhältnisse in Schulen zu gestalten. 
 
In den Projekten und Förderangeboten lernen die Schüler*innen ihre Stärken und Schwächen 
kennen, werden in ihrer Entfaltung gefördert und zum Anwenden neu erworbener Fähigkeiten 
ermutigt, wodurch ihr Selbstbewusstsein und -vertrauen gestärkt wird. Die verschiedenen 
Gruppenangebote lassen sich unterscheiden in  
 Soziale Kompetenzförderung 
 Themenspezifische Gruppen-(Klassen-)Angebote 
 Offene Treffs und Pausenangebote 
 Klassenrat/Mediation/Streitschlichter*innen 
 
 
Ein Fokus liegt auf Gewaltprävention als die zentrale Präventionsstrategie gegen 
Jugenddelinquenz. Zur Erreichung eines gewaltfreien Schulklimas müssen Schulsozialarbeit 
und Schule, aber auch weitere Partner*innen aus dem Sozialraum eng verzahnt kooperieren.  
 
Ein beispielhaftes Projekt hierzu ist PIT2 (Prävention im Team), welches seit vielen Jahren 
erfolgreich an der Erich Kästner Schule IGS durchgeführt wird. 
Die Kooperation unterschiedlicher Professionen verfolgt dabei folgende Ziele: 
 Teambildung aus Personen von Schule, Polizei und Jugendhilfe 
                                                
2 PiT-Hessen ist das Gewaltpräventionsprogramm der hessischen Landesregierung im „Netzwerk gegen Gewalt“. 
Initiatoren sind das hessische Ministerium des Innern und für Sport, das hessische Kultusministerium und das 
hessische Sozialministerium.

- 6 - 
 Trainings für Schüler*innen 
 Impulse für die Personal-, Organisations- und Konzeptentwicklung 
Innenstadt Nord (Verein Kinder und Jugendarbeit e. V.) 
 
„Um eine wirkungsvolle Jugendhilfeleistung zu gewährleisten sind die Auswahl und Anwendung der 
Methoden, Arbeitsansätze und Techniken ein entscheidendes Qualitätsmerkmal. 
Die Schulsozialarbeit in der Wissenschaftsstadt Darmstadt folgt einer klaren Orientierung an der 
jeweiligen Zielgruppe, die sich auch in der Auswahl der geeigneten Methodik niederschlägt.“  
(Auszug aus dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstad t Darmstadt 2010) 
 
Im Sinne der Prävention und Sozialraumorientierung liegt ein Schwerpunkt der Arbeit im 
Sozialraum Innenstadt Nord im Angebot des Sozialen Lernens. Das Konzept des Sozialen 
Lernens im Kontext von Schulsozialarbeit soll zum einen Hilfestellungen und Anregungen bei 
der Umsetzung von Sozialem Lernen in der Schule geben, zum anderen Möglichkeiten 
aufzeigen, wie Prävention, Intervention und Kooperation im Schulalltag praktisch und 
strukturell umgesetzt werden können. Die Angebote richten sich nicht nur an die Schüler*innen 
sondern auch an die Schulgemeinschaft. 
 
Im Sozialraum Innenstadt Nord wurde ein Leistungskatalog für die Angebote der 
Schulsozialarbeit entwickelt, welcher bedarfsorientiert für Schüler*innen, Schulen und den 
Sozialraum genutzt werden kann. 
 
Die Angebote sind zielgruppengerecht und lebensweltorientiert konzipiert und ermöglichen 
allen Kindern und Jugendlichen den niedrigschwelligen Zugang zur Schulsozialarbeit. 
Beispielsweise durch die Kennenlernstunde in den ersten Klassen, die 
Streitschlichter*innengruppe, die Sucht- und Drogenprävention, die Mentor*innenausbildung 
u.v.m.. 
 
Im Berichtsjahr 2017/18 konnten 1253 Schüler*innen durch die Angebote des Sozialen 
Lernens erreicht werden.  
 
Soziales Lernen in Schulen setzt multiprofessionelle Zusammenarbeit voraus. Dazu werden in 
den jährlichen Abstimmungsgesprächen mit den Schulen Methodik, Arbeitsansätze und 
Bedarfe ermittelt und entsprechend angepasst.  
 
Ein Beispiel für multiprofessionelle Zusammenarbeit ist die Präventionsrunde, ein fest 
installiertes Gremium bestehend aus unterschiedlichen Fachkräften aus dem schulischen und 
außerschulischen Bereich. Das Ziel der Präventionsrunde ist es, im Vorfeld vernetzt zusammen 
zu arbeiten, um dem Kind und seiner Familie größtmögliche Entwicklungschancen in der 
Schule und in seinem Lebensumfeld / Sozialraum zu bieten.  
 
Innenstadt Süd (CJD Rhein-Main KOMM Beratungsstelle) 
 
Ein wichtiger Aspekt der Schulsozialarbeit ist die Einzelfallberatung. Im Interesse der Kinder 
und Jugendlichen sowie deren Eltern fungiert Schulsozialarbeit als Bindeglied zwischen 
Jugendhilfe, Gemeinwesen und Schule.  
 
Das Angebot wird weitreichend genutzt, im Berichtszeitraum 2017/18  wurden 570 
Einzelfälle in 2037 Beratungsgesprächen  durch den Träger der Schulsozialarbeit begleitet.

- 7 - 
31% 
6% 34% 
13% 
16% 
Beratungsfälle je Schulform in % 
Grundschule
Grundschule/Förderschule
Gymnasium
Haupt- und Realschule
Integrierte Gesamtschule
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 „Den Trägern der Schulsozialarbeit kommt im Rahmen des Kindesschutzes eine besondere Aufgabe 
zu. Sie haben im Rahmen ihrer Tätigkeit die Möglichkeit Veränderungen im Verhalten der Kinder oder 
auch konkrete Anzeichen von Kindeswohlgefährdung zu erkennen und somit frühzeitig die Eltern zu 
beraten und zu unterstützen. Der Schutz des Kindeswohls ist als Bestandteil des Bildungs-, 
Erziehungs- und Betreuungsauftrages zu sehen (§ 22 Abs. 3 SGB VIII).“  
(Präambel, Kooperationsvereinbarung zwischen den Trägern Schulsozialarbeit mit der Städtischen Sozialdient der Stadt 
Darmstadt)

- 8 - 
Im Berichtsjahr 2017/18 hat der Träger der Schulsozialarbeit eine Evaluation der Fälle mit 
Verdacht auf Kindeswohlgefährdung nach §8a SGB VIII vorgenommen. KOMM begleitete 
2017/18 570 Kinder und Jugendliche im Sozialraum, davon bestand in 51 Fällen der Verdacht 
auf Kindeswohlgefährdung.  
 
Ein Ergebnis der Evaluation ist die Einführung von Schutzfaktoren im Kontext 
Schulsozialarbeit. Diese können die Wahrscheinlichkeit des Auftretens von 
Kindeswohlgefährdung vermindern. Dazu gehören u.a. 
 eine hohe fachliche Sensibilität der Lehrkräfte und Schulleitungen machen schnelles 
und konstruktives Eingreifen möglich 
 die niedrigschwellige Erreichbarkeit von Hilfen 
 kurze Wege (auch für betroffene Kinder) 
 die präventive Arbeit an den Schnittstellen Familie, Schule, Schulsozialarbeit und 
Städtischer Sozialdienst  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Das Fazit der Evaluation ist, dass die gut gewachsenen Kommunikations- und 
Kooperationsstrukturen zwischen Schule, Städtischem Sozialdienst und Schulsozialarbeit sehr 
wirksam sind im Umgang mit Verdachtsfällen von Kindeswohlgefährdung. Darüber hinaus zeigt 
die Evaluation, dass Schulsozialarbeit für Kinder und Jugendliche eine vertrauensvolle 
Ansprechpartnerin ist. 
 
 
Darmstadt Süd (Mobile Praxis gem. GmbH) 
 
„Die Wissenschaftsstadt Darmstadt begreift die Schulsozialarbeit als eigenständiges 
Dienstleistungsangebot der Kinder- und Jugendhilfe am Ort Schule und im Sozialraum.“  
(Auszug aus dem Rahmenkonzept Schulsozialarbeit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 2010)  
 
Im Sozialraum Eberstadt ist die Schulsozialarbeit in vielfältiger und unterschiedlicher Weise 
präsent. Dabei beteiligt sie sich bei vielen Aktivitäten, ist in der Netzwerkarbeit aktiv und 
bietet eigene Angebote an.  
 
Wichtige Faktoren für eine wirkungsvol le Schulsozialarbeit zeigen sich in der täglichen Arbeit 
an der Basis. Eine hohe Präsenz und zeitliche Flexibilität, sowie die Anstrengungen fachlich 
gute Arbeit zu leisten wird durch die konzeptionelle Weiterentwicklung der sozialräumlichen 
Arbeit deutlich.

- 9 - 
Die starke Ausrichtung der Schulsozialarbeit auf Kooperation bewegt sich in vorhandenen 
Strukturen und leistet ein breites Spektrum an Maßnahmen im Rahmen der Jugendhilfe. Die 
Weiterentwicklung der Arbeit steht im engen Zusammenwirken mit strukturellen  und 
konzeptionellen Veränderungen im Sozialraum als auch am Ort Schule.  
 
Die erfolgreiche sozialraumorientierte Arbeit in Eberstadt macht sich an folgenden Beispielen 
deutlich: 
 
 Die jährlichen Regionalkonferenzen bringen auf Einladung der Schulsozialarbei t alle 
Kooperationspartner*innen der Schulsozialarbeit zusammen. Hier werden 
Informationen gegeben, aktuelle Themen erörtert, besondere Bedarfe benannt und 
Schwerpunkte für die weitere Zu sammenarbeit festgelegt. Akteur*innen  aus dem 
Schul- und Bildungsbereich sowie Vertreter*innen weiterer Institutionen kommen 
zusammen, lernen sich kennen und erweitern ihr Unterstützungsnetz.  
 Eine neuere Entwicklung ist, dass Eltern Unterstützung anfragen, auch wenn diese noch 
keine oder nicht mehr schulpflichtige Kinder haben. Sie werden von befreundeten 
Eltern oder Vertreter*innen aus Institutionen an Schulsozialarbeit verwiesen oder 
nehmen aus eigener Initiative Kontakt auf. Der Zugang zu Schulsozialarbeit im 
Sozialraum gelingt vor allem dann, wenn die Kooperation mit Schulsozialarbeit 
unkompliziert erfolgt. Im Sinne des präventiven Handlungsansatzes sind 
Unterstützungsanfragen von Eltern, deren Kinder noch keine Schule besuchen, als 
Erfolg von Schulsozialarbeit zu bewerten.  
 Einen Schwerpunkt der Sozialraumarbeit sind gezielte und regelmäßige Angebote zur 
Übergangsbegleitung. Diese Angebote haben sich etabliert und sind zu einem 
Standbein der Schulsozialarbeit geworden. Sozialraumweite Aktivitäten, wie das „Sport- 
und Spielfest“ in Eberstadt oder „Schätze vor der Haustür“ sind Beispiele.  
 
Die Gestaltung der Kooperation im Sozialraum hat im Laufe der Jahre an Bedeutung und 
Zuspruch gewonnen. Im Sozialraum Eberstadt wurde im Schuljahr 2015/16 eine Erfassung 
und Bewertung der Kooperationen durchgeführt, um die Qualität und Wi rksamkeit von 
Kooperationen beschreiben zu können.  
  
Schulsozialarbeit übernimmt eine wichtige Brückenfunktion im Sozialraum und nimmt eine 
wichtige Vermittlungs- und Scharnierfunktion zwischen Schule und Gemeinwesen wahr. Im 
Interesse der Kinder und Jugendlichen trägt die Schulsozialarbeit zu einer Vernetzung 
bestehender Angebote und Dienste bei. Schulsozialarbeit versteht sich als Bindeglied zwischen 
Schule und Lebenswelt von Kindern, Jugendlichen und deren Familien. Im Ergebnis bestätigt 
die Erhebung, dass ein gemeinsames kooperatives Vorgehen im Sozialraum von allen 
Partner*innen geschätzt wird. Die zeitliche und organisatorische Investition steht einem 
fachlichen, inhaltlichen Gewinn durch die Kooperation gegenüber.  
 
Berufliche Schulen (Internationaler Bund gGmbH) 
 
Die sechs Berufsschulen in Darmstadt sind im Sinne des Rahmenkonzeptes der 
Schulsozialarbeit ein eigenständiger Sozialraum. Das Einzugsgebiet der Schüler*innen der 
beruflichen Schulen ist der gesamte südhessische Raum, sodass nicht nur Jugend liche und 
junge Erwachsene, die in Darmstadt wohnhaft sind, zu den Klient*innen der Schulsozialarbeit 
gehören. Der Hauptfokus liegt jedoch auf den Schüler*innen mit Wohnsitz in Darmstadt.

Um das Angebot der Schulsozialarbeit bekannt zu machen , werden neben dem Besuch aller 
neuen Klassen zum Beginn des Schuljahres im Berufsschulzentrum M itte (Martin-Behaim-
Schule und Peter-Behrens-Schule) regelhaft Beratungstage organisiert.   
Ziel der Beratungstage ist es, zu mehr Achtsamkeit sich selbst und anderen gegenüber 
anzuregen, sowie Schüler*innen und Lehrer*innen niedrigschwellig in Kontakt mit Fach - und 
Beratungsstellen aus der Region zu bringen. Solche Tage sind für die Schulsozialarbeit an 
den beruflichen Schulen von hoher Bedeutung, da die Zusamm enarbeit mit externen 
Fachstellen unabdingbar ist. Aufgrund der personellen Ressourcen von 2,25 Stellen für sechs 
berufliche Schulen mit über 10.000 Schüler*innen 3, muss die Schulsozialarbeit in ständigem 
Kontakt mit allen Akteur*innen der Region stehen, u m Hilfesuchende an externe 
Beratungsstellen vermitteln zu können.  
 
An den Beratungstagen haben sowohl Schüler*innen als auch Lehrer*innen sowie Angestellte 
die Möglichkeit, externe Anbieter *innen in den Bereichen Beratung und Gesundheit durch 
zahlreiche Workshops, Infostände und Ausstellungen im Schulgebäude kennen zu lernen.  
Das Angebot erstreckt sich von Ernährungsvorträgen über Sportangebote bis hin zu 
Gesprächsrunden über Depression, häusliche Gewalt, Sucht und Drogen etc. Teilnehmende 
Kooperationspartner*innen sind unter anderem die AIDS Hilfe, Projekt ANNA, Caritas, 
Darmstädter Bündnis gegen Depression, Diakonie, Kinderschutzbund, Krankenkassen, 
Mäander, profamilia, Vielbunt, Wildwasser - um nur einige zu nennen.  
 
Die Umsetzung der sozialraumorientie rten Schulsozialarbeit ist zu einem unverzichtbaren 
Angebot in der Wissenschaftsstadt Darmstadt geworden. Durch die sozialräumliche und 
lebensweltorientierte Ausrichtung ist das Handlungsfeld der Schulsozialarbeit eine 
Bereicherung für das Arbeitsfeld der städtischen Jugendhilfe.  
 
Darüber hinaus gelingt es Schulsozialarbeit die beiden Systeme Kinder - und Jugendhilfe und 
Schule besser zu verzahnen.  Folgerichtig ist nach neun Jahren Umsetzung die Reflexion und 
konzeptionelle Weiterentwicklung des Angebots. D ie Umsetzungsschritte sind in der im 
Anhang beigefügten Zeitschiene differenziert dargestellt.  
 
Darmstadt, 04.04.2019 
 
Dezernat V  
 
 
 
 
 
 
Barbara Akdeniz 
Stadträtin 
 
                                                
3 Berufsschulzentrum Nord 5612 Schüler*innen davon 23,8%  aus dem Stadtgebiet Darmstadt und 45,6% aus dem 
Landkreis Darmstadt-Dieburg 
Berufsschulzentrum Mitte + AES 4803 Schüler*innen davon 21,9% aus dem Stadtgebiet Darmstadt  und 37,4% aus 
dem Landkreis Darmstadt-Dieburg 
 
Daten für das Schuljahr 2017/18 nach Auskunft des städt. Schulamtes

Beratungsverlauf (5)

TOP 5
TOP 14
TOP 4
TOP 161
TOP 25 zur Kenntnis

Details

Vorlagen-Nr.
2019/0077
Typ
Magistratsvorlage
Datum
04.04.2019
Erstellt
29.09.2026 00:00