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3493/2023

Grundwasserschaden durch Gaswerksrückstände in Nippes

Mitteilung Ausschuss 17.11.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 30.11.2023, TOP 10.2.10

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

3568 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
VIII/57 
 
Vorlagen-Nummer         17.11.2023    
 3493/2023 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 23.11.2023 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 30.11.2023 
 
Grundwasserschäden durch Gaswerksrückstände in Nippes 
Durchführung einer Sanierungsuntersuchung 
Ausgangslage 
 
Im Stadtbezirk Nippes im Bereich der Geldernstraße und Osteratherstraße existieren Grund-
wasserbelastungen mit Cyaniden und polycylischen aromatischen Kohlenwasserstoffen, die 
durch den Betrieb und die Abfallentsorgung von Gaswerken verursacht wurden. Das Gaswerk 
an der Geldernstrasse wurde von ca. 1860 bis in die 30er Jahre des 20sten Jahrhunderts be-
trieben. Gaswerkstypische Reststoffe sind einerseits auf dem ehemaligen Gaswerksgelände 
an der Geldernstraße in den Untergrund gelangt und andererseits in der näheren Umgebung 
in alten Gruben abgekippt worden. Nach dem Bundesbodenschutzgesetz sind verschiedene 
Parteien für die Sicherung und Sanierung der Schäden verantwortlich, unter anderem auch 
die Stadt Köln. 
 
Die Sicherung der Grundwasserverunreinigungen wird seit Jahren durch die betriebliche 
Brauchwasserförderung auf dem Molkereistandort an der Geldernstrasse aufrechterhalten. 
Auch nach der nun erfolgten Einstellung des Molkereibetriebes ist eine hydraulische Siche-
rung der Grundwasserschäden erforderlich. Die verantwortlichen drei Eigentümer der betroffe-
nen Grundstücke an der Geldernstraße und der Osteratherstraße haben sich zum weiteren 
Vorgehen abgestimmt. Im Ergebnis wird das Ziel verfolgt, die Grundwasserförderung solange 
aufrecht zu erhalten und zu verhindern, dass Schadstoffe in bisher unbelastete Bereiche ab-
strömen, bis für jeden einzelnen Grundwasserschaden eine geeignete Sicherung oder Sanie-
rung erfolgt ist. 
 
Es wird ein Vertrag abgeschlossen, der den weiteren Pumpbetrieb für ein Jahr sicherstellt. 
Der Vertrag sieht vor, dass die Kosten in Höhe von ca. 210.000 €, die in diesem Zusammen-
hang entstehen, zu gleichen Teilen (jeweils ein Drittel) getragen werden. 
 
Weitere Vorgehensweise der Stadt Köln 
 
Bei den von der Stadt Köln zu verantwortenden Flächen an der Osterather Straße handelt es 
sich um Teile einer alten Abgrabung, welche zur Gewinnung von Kies und Sand genutzt 
wurde. Die Grube wurde anschließend mit Boden, Bauschutt und anderen bodenähnlichen 
Abfällen verfüllt. Auch cyanidhaltige Produktionsrückstände (sog. Gasreinigermassen) wurden 
dort abgelagert.  
Heute wird ein Teil der Fläche gewerblich genutzt, ein anderer Teil ist eine verpachtete Grabe-
landfläche.

2 
 
 
Die Abgrabung wird im Altlastenkataster der Stadt Köln unter der Bezeichnung „ehemalige 
Grube F“ geführt. Im Abstrom der Grube F ist das Grundwasser mit Cyaniden belastet. Der 
Grundwasserschaden breitet sich in nordöstlicher Richtung aus. 
 
Durch die oben beschriebene vertraglich geregelte Grundwasserentnahme an der Geldern-
straße wird auch der Schaden im Abstrom der Grube F weiterhin temporär hydraulisch gesi-
chert. 
 
Danach sind Sanierungsmaßnahmen hinsichtlich des Wirkungspfads Boden - Grundwasser 
erforderlich, damit auch dauerhaft keine Gefahren, erhebliche Nachteile oder Belästigungen 
für den Einzelnen oder die Allgemeinheit entstehen. Im Rahmen einer Sanierungsuntersu-
chung werden eine geeignete und angemessene Maßnahme oder Maßnahmenkombinationen 
ermittelt. Eine Ausschreibung der Sanierungsuntersuchung ist bereits erfolgt. 
 
Das Ergebnis der Sanierungsuntersuchung wird unter Beachtung der Zuständigkeitsordnung 
vorgestellt. 
 
 
gez. Wolfgramm

Beratungsverlauf (2)

23.11.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.17 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
30.11.2023 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 10.2.10 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
3493/2023
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
17.11.2023
Erstellt
30.10.2023 13:15