0510/2018
Umweltbildungskonzept der Stadt Köln
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Beschlussvorlage Rat
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/57/574 Vorlagen-Nummer 0510/2018 Freigabedatum 21.08.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Umweltbildungskonzept der Stadt Köln Beschlussorgan Rat Gremium Datum Beschluss: Der Rat der Stadt Köln beschließt, vorbehaltlich des Inkrafttretens der Haushaltssatzung 2019, das ganzheitliche Kölner Umweltbildungskonzept, in der als Anlage 1 bis 4 dargestellten Fassung. Der Gesamtaufwand im Teilergebnisplan 1401, Umweltordnung, -vorsorge beträgt 374.300 Euro p.a. und wird ab dem Haushaltsjahr 2019 im Haushaltsplan (in den Teilplanzeilen: 11, Personalaufwen- dungen, 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, 15, Transferaufwendungen und 16, sons- tige ordentliche Aufwendungen) und der mittelfristigen Finanzplanung dauerhaft bereitgestellt. Die Mittel für die Maßnahme wurden im Haushaltsplanentwurf 2019 für die Jahre 2019 bis 2022 entspre- chend veranschlagt. Das Stellenbesetzungsverfahren für die einzurichtende Stelle EG13 ist mit dem Zeitpunkt dieses Be- schlusses einzuleiten, damit zum 01.01.2019 mit der Realisierung begonnen werden kann. Für die Zeit bis zum Inkrafttreten des Haushaltes 2019 wird verwaltungsintern eine Verrechnungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Alternative: Der Rat der Stadt Köln verzichtet auf das ganzheitliche Kölner Umweltbildungskonzept und be- schließt, die Umweltbildung in der bisherigen Ausgestaltung durch die Informationsstelle für Umwelt- bildung (Planung und Durchführung von Fortbildungen für Pädagoginnen und Pädagogen) fortzufüh- ren. Ausschuss Schule und Weiterbildung 04.09.2018 Jugendhilfeausschuss 13.09.2018 Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 17.09.2018 Ausschuss für Umwelt und Grün 18.09.2018 Finanzausschuss 24.09.2018 Rat 27.09.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 374.300 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2019 ff. a) Personalaufwendungen 91.500 € b) Sachaufwendungen etc. 282.800 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer sofort Begründung Ausgangslage: Im November 2009 wurde im Rahmen des Bürgerhaushaltes 2010 die Erstellung ei- nes ganzheitlichen Umweltbildungskonzeptes (UBK) vorgeschlagen. In seiner Sitzung am 7. Oktober 2010 beschloss der Rat der Stadt Köln den Antrag zum Bürgerhaushalt. Die Verwaltung wurde beauf- tragt, ein partizipatives Konzept unter Einbeziehung aller Kölner Umweltbildungs-Akteurinnen und - Akteure zu erstellen. Hierzu zählen beispielsweise außerschulische Lernorte, Umweltverbände, pri- vate und öffentliche Bildungsträger, Netzwerke, Initiativen, städtische Dienststellen sowie die Informa- tionsstelle für schulische Umweltbildung. Das nun vorliegende UBK stellt ein Rahmenkonzept dar, innerhalb dessen Umweltbildung in Köln stattfinden und sich kontinuierlich weiter entwickeln wird. So ist das UBK als ein Baustein in der Nachhaltigkeitsarbeit der Stadt Köln zu verstehen, der sich kompatibel und anschlussfähig in einer interaktiven Bildung für nachhaltige Entwicklung, „BNE – Landkarte“ für Köln einbinden lässt. Zu den Inhalten: Das UBK geht zunächst auf die thematischen Schwerpunkte der Umweltbildung, nämlich Naturerfahrung und Biodiversität ein, die Bausteine für Kompetenzentwicklung und BNE sind (s. Vorbemerkungen, Einleitung und Begründung). Dann werden Bedarfsanalysen von Kölner Um- weltinitiativen, Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen und der außerschulischen Natur-Lernorte vorgestellt. Dabei wurde befragt, ob es derzeit Mängel, zu sichernde Bereiche und Ausbaubedarf gibt. Daraus wurde abgeleitet, welche neuen Aufgaben und Schwerpunkte folgen sollen. Im aktuellen Par- tizipationsprozess, 2017-2018 beziehen sich die Umweltbildungsinitiativen und –verbände auf diese festgestellten Bedarfe und äußern detailliert ihre Anliegen, Forderungen und Wünsche für eine nach- haltige Umweltbildungsarbeit in Köln. Weiterhin erläutert das UBK die Maßnahmen der Stadt im Bereich der Umweltbildung und führt die inhaltliche Ausrichtung für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Sinne eines ganzheitlichen Kölner Umweltbildungskonzeptes aus. Es geht auf die Instrumente und Methoden für Kommunikation und effektive Zusammenarbeit in der Kölner Umweltbildung ein und entwirft die Einrichtung einer Ge- 3 schäfts- und Koordinationsstelle „Umweltbildung“ mit dem erforderlichen finanziellen und personellen Gesamtbedarf. Abschließend wendet sich das UBK dem Ausblick mit Perspektiven, Aufgaben und den Zielsetzungen zu. Zu den Beteiligten: Das UBK wurde inhaltlich zu Beginn von der „Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen“ als Projektpartner begleitet und unterstützt. Darüber hinaus wurden städtische Ämter einbezogen sowie im begleitenden Partizipationsprozess die Kölner Umweltbil- dungs-Akteurinnen und –Akteure aktiv u.a. in Workshops eingebunden. Zu den Ergebnissen: Für die nachhaltige Einhaltung der städtischen Ziele zum Umwelt- und Klima- schutz hat die Umweltbildung innerhalb der kommunal vorsorgenden Umweltpolitik eine grundlegen- de Rolle. Bei der Betrachtung und Analyse der Bedarfe für Umweltbildungsarbeit im Rahmen des UBK zeigt sich ein großer Handlungsbedarf für Köln, der sich nicht nur auf die finanzielle Ausstattung bezieht, sondern auch eine Ausweitung der Kapazitäten für Angebote der Umweltbildung und der im Wohnumfeld erlebbaren Naturbegegnung verlangt. Dabei geht es zunächst um die Stärkung der Umweltbildungsarbeit in Köln insgesamt. Eine Koordina- tionsstelle soll eingerichtet werden, um die zivilgesellschaftlichen Umweltbildungsinitiativen und – verbände zu vernetzen. Ein Projektfördertopf soll für deren Vorhaben zur Verfügung gestellt werden. Zudem sollen die außerschulischen Lernorte in Köln weiter ausgebaut werden. Bereits heute besteht dafür eine große Nachfrage seitens Kitas und Schulen. Weiterhin ist die Schaffung und Entwicklung von dezentralen Natur-Erlebnisorten in den Stadtteilen und die Stärkung von Lernräumen (z.B. Schulgärten) erforderlich, um insbesondere Kindern und Jugendlichen die notwendigen Naturerfah- rungen im Alltag erlebbar zu machen, unabhängig davon in welchem Umfeld sie aufwachsen. Eine besondere Rolle kommt der Umwelt- und Naturbildung auch bei der Implementierung der neuen städ- tischen Aufgabe der kinder- und jugendfreundlichen Kommune zu. Das Siegel wurde der Stadt Köln im Februar 2018 verliehen. Für die vier Handlungsfelder „Natur/ Biodiversität“, „Klima“, „Lebensstil und Konsum“ und „Ressourcen“ sollen begleitende Bildungsangebote generationenübergreifend und zielgruppenspezifisch unter besonderer Berücksichtigung von Integration/ Migration und Inklusion für alle Kölner Bürgerinnen und Bürger in Kooperation mit den Umweltverbänden entwickelt werden. Die Wirksamkeit der Umweltbildungsarbeit in Köln lässt sich nur mit diesen konkreten Maßnahmen nachhaltig verankern und sicherstellen. Eine so aufgestellte Umweltbildungsarbeit kann die Heraus- forderungen annehmen und Aufgaben einer wachsenden Stadt effizient und zukunftsfähig begegnen. Nur so können die Stadt und ihre Bürgerinnen und Bürger die ökologischen Strukturen als Lebens- grundlage zukünftiger Generationen und zugleich die Kölner Vielfalt im Bereich der Natur bewahren. Finanzierung: Das beigefügte Konzept sieht für die personelle Ausstattung der geplanten Koordinationsstelle Um- weltbildung eine Stelle EG 13, TVöD (Biologin, Biologe oder vergleichbare Hochschulqualifikation) vor. Der jährliche Personalaufwand beläuft sich auf insgesamt 91.500 Euro p.a. zzgl. 12.800 Euro sonstige ordentliche Aufwendungen. Der Sachaufwand für den Bereich Biodiversität und die „Um- weltbildung Koordination“ wird mit insgesamt 220.000 Euro veranschlagt. Weiterhin werden zur För- derung von Umweltprojekten Transferaufwendungen i.H. v. 50.000 Euro veranschlagt. Demnach sind im Teilergebnisplan 1401, Umweltordnung, -vorsorge, ab dem Haushalt 2019 folgende Mittel dauer- haft bereitzustellen: 91.500 € Teilplanzeile 11, Personalaufwendungen 220.000 € Teilplanzeile 13, Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen, 50.000 € Teilplanzeile 15, Transferaufwendungen und 12.800 € Teilplanzeile 16, sonstige ordentliche Aufwendungen. Zum Stellenplan 2019 wird bei 57, Umwelt- und Verbraucherschutzamt, im Teilergebnisplan 1401 als personelle Ressource für die Realisierung des Umweltbildungskonzeptes 1 Stelle Verwaltungsbe- schäftigte/r (Biologin/Biologe bzw. oder vergleichbare Hochschulqualifikation), EG 13 TVöD mit derzeitigen Personalaufwendungen i.H.v. 91.500 Euro veranschlagt. Das Stellen- besetzungsverfahren ist mit dem Zeitpunkt dieses Beschlusses einzuleiten, damit zum 01.01.2019 mit der Realisierung begonnen werden kann. Für die Zeit bis zum Inkrafttreten des Haushaltes 2019 wird verwaltungsintern eine Verrechnungsmöglichkeit zur Verfügung gestellt. Anlagen 4 1 – Umweltbildungskonzept (UBK) 2 - Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte 3 – Bedarf an Bildungseinheiten 4 – Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln
Sachstandsbericht
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Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
VIII/57/574
___________________________
Vorlagen-Nummer
0510/2018
Stand: 01.04.2022
Sachstandsbericht
Umweltbildungskonzept der Stadt Köln
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Im März 2021 wurde das Netzwerk Umweltbildung gegründet. Das Netzwerk bringt die Kölner Um-
weltbildner*innen zusammen. Es soll vernetzen, Kooperationen und neue Ideen schaffen. Gemein-
same Projekte und Veranstaltung sind in Planung.
Im Januar 2022 haben sich die Netzwerke BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) von Querwald-
ein e.V. und das Netzwerk Umweltbildung zum gemeinsamen BNE Netzwerk Köln zusammenge-
schlossen.
Zudem wurde im Dezember 2021 die weitere Finanzierung des Umweltbildungszentrums vom Rat bis
Ende 2025 beschlossen. Als stadtweite Anlaufstelle für alle Bürger*innen mit Veranstaltungen, Ex-
kursionen, Beratung, Lehrpfaden und Außerschulischem Unterricht soll der Standort weiter erhalten
und sein Angebot ausgebaut werden.
30.01.2022
Nächste Schritte:
Umsetzung weiterer Aufgaben aus dem Umweltbildungskonzept. Geplant für das Jahr 2022 ist die
Umsetzung einer Internetplattform für Umweltbildung / BNE und die Teilnahme Kölns an dem Projekt
BNE Modellkommune des Bundes.
Zudem sollen die Themen Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Kölner
Stadtteile hineingetragen werden. Das Thema Ernährung soll gestärkt werden und weiter in den Fo-
kus rücken.
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
30.01.2023
Anlage 2_Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
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Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Nachfolgend aufgelistete Städte wurden ausgewählt, um beispielhafte Handlungsalternativen für Umwelt- und Naturschutz aus unterschiedlichen
Kommunen in Deutschland darzustellen.
Stadt: Andernach
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
„Essbare Stadt Andernach“ – Urban Gardening in öffentlichen Grünflächen.
Aktionen/Projekte: Mit verschiedenen Maßnahmen arbeitet die Stadt Andernach an einem nachhaltigen Baukastensystem der kommu-
nalen Grünraumplanung, wobei es das Ziel ist, gleichermaßen ökologische, ökonomische und soziale Aspekte zu
integrieren. Wesentliches Element ist hierbei die Integration von Aspekten der urbanen Landwirtschaft in den städti-
schen Grünraum. Mit der Anpflanzung von öffentlichen Gemüsebeeten, die nicht nur jedermann zugänglich sind,
sondern auch von allen Bürgern beerntet werden können, geht die Stadt am Mittelrhein mit 30.000 Einwohnern ei-
nen neuen Weg. Statt „Betreten Verboten“ heißt es hier nun „Pflücken erlaubt“ und öffentliche Grünräume werden
zu neuen innerstädtischen Erlebnisräumen. „Lebensmittel“ werden mitten in der Stadt als „Lebensmittelpunkt“ an-
gebaut, wobei insbesondere auf seltene und regionale Sortenvielfalt geachtet wird. In der Kombination mit einer pe-
riurbanen Permakulturanlage und vielfältigen Aktivitäten in der Stadt ist es das Ziel, öffentliche
Grünräume unter dem Aspekt der schwierigen Haushaltssituation lebendiger zu gestalten und urbane Biodiversität
zu fördern.
Ressourcen/Finanzen: Das Projekt „Essbare Stadt Andernach“ wird unmittelbar von der Stadtverwaltung umgesetzt und betreut. In
besonderem Maße werden Langzeitarbeitslose in die Arbeiten integriert und geschult. Eine Finanzierung findet aus
dem laufenden Etat für Grünflächen statt. Hierbei wird eine Vielzahl von Maßnahmen zusammengestellt.
Ansprechpartner: Amt für Stadtplanung und Bauverwaltung
Dr. Lutz Kosack
Tel. 02632/ 922-180
Fax. 02632/ 922-4-180
E-Mail: lutz.kosack@andernach.de
Stadtverwaltung Andernach
Läufstraße 11, 56626 Andernach
E-Mail: stadtverwaltung@andernach.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Bonn
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Im Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda werden die Themen Naturschutz, Klimaschutz und Lo-
kale Agenda in Bezug auf Bildungsangebote behandelt.
Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda
Die Stadt Bonn vermittelt Angebote Dritter an Kindertagesstätten und Schulen und ist gelegentlich Kooperations-
partner von konkreten Umweltbildungsprojekten.
Aktionen/Projekte: Jährliche Durchführung des Projektes „Paper Angels- Schüler für Recyclingpapier“ in Kooperation mit Oro Verde
und Deutsche Post DHL Group.
Newsletter für Schule und Kindertageseinrichtungen
www.bonn.de/umwelt_gesundheit_planen_
bauen_wohnen/lokale_agenda/newsletter/09715/
index.html?lang=de
Angebot an Anbieter von Umweltbildungsveranstaltungen, ihre Veranstaltungen im Veranstaltungskalender der
Stadt Bonn auf www.bonn.de zu veröffentlichen.
Ressourcen/Finanzen: Die Bereich Umweltbildung ist Teil des Aufgabengebietes des Amtes.
Ansprechpa rtner: Amt für Umwelt, Verbraucherschutz und Lokale Agenda
Claudia Walter
Telefon: 0228 – 77 54 67
E-Mail: claudia.walter@bonn.de
Stadt: Berlin
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Berlin hat als Stadtstaat eine mehrgliedrige Verwaltungsstruktur. Während die Senatsverwaltungen Aufgaben von
gesamtstädtischer Bedeutung und ministerielle Aufgaben des Landes Berlin wahrnehmen, sind die 12
Bezirke der kommunalen Ebene in den Flächenländern der Bundesrepublik vergleichbar, obwohl sie formal
Verwaltungsbehörden sind. Verschiedene Senatsverwaltungen unterstützen im Rahmen ihrer Zuständigkeiten
ebenso umweltpädagogische Projekte, wie auch die Bezirke. Eine Gesamtübersicht liegt nicht vor. Die Ressorts
und beide Ebenen werden jeweils in eigener Verantwortung tätig und handeln nach eigenen Schwerpunktsetzun-
gen bzw. unterstützen gemeinnützige Träger.
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Berlin
Aktionen/Projekte: Unter Einsatz von Landes-, Bundes-, und EU-Mitteln sichert die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und
Umwelt jährlich 300 Plätze für das „Freiwillige Ökologische Jahr (FÖJ)“ ab.
Die Organisation Yisil Cember kümmert sich um die Umweltbildung und -aufklärung von Kindern und Erwachsenen
mit türkischem Migrationshintergrund.
Z. B. Energiemanagement an Schulen Fifty/Fifty, Schüler-Uni, Verkehrserziehung, Architektur und Schule u.a.
„Grün macht Schule“, langjähriges Entsiegelungsprogramm der Schulhöfe/Schulhofsgestaltungsprogramm.
Dabei handelt es sich um gewachsene Projekte, die Umweltbildungslandschaft ist vielfältig, basisdemokratisch ent-
wickelt.
Ressourcen/Finanzen: 1 Stelle beim Senator für Bildung Wissenschaft und Forschung für Umweltbildung.
1 Stelle Schulhofgestaltung.
Die Zahl der FÖJ-Plätze zwischenzeitlich von 300 auf 360 Plätze erhöht, wobei u.a. vorgesehen ist, dass (je nach
Nachfrage) auch Einsätze von Flüchtlingen mit besonderem Betreuungsbedarf angeboten werden.
120.000 € für Schulprojekte.
40.000 € für Schulprojekte aus Spendeneinnahmen aus dem Projekt „Klimafreundlich fliegen“.
Ansprechpartner: Abteilungsleiter
Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt - Abt. IX – Umweltpolitik, Abfallwirtschaft, Immissionsschutz
Michael Thielke
Brückenstraße 6, 10179 Berlin
E-Mail: Michael.Thielke@senstadtum.berlin.de
Tel.: 049 (0)30-9025-2100 / Fax: -2101
Senator für Stadtentwicklung und Umwelt (Andreas Geisel)
Frau Jänsch (persönliche Referentin)
Tel.: 030 9025-1005
E-Mail: katharina.jaensch@senstadtum.berlin.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Bremen
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
In Bremen wurde nach Erstellung einer „Entwicklung einer neuen Organisations-, Finanzierungs- und Förderstruktur
der Umweltbildung im Rahmen der „Wettmittelförderung“ seit Juni 2007 das Koordinationsbüro Umweltbildung Bre-
men unter dem Dach der Bremer Umweltberatung e.V. besetzt und vom Senat der Stadt finanziert. Seit Anfang 2016
hat der Förderverein Umwelt Bildung Bremen e.V. die Trägerschaft übernommen. Das Koordinationsbüro ist Vermitt-
ler zwischen den Bremer Umweltbildungsanbietern und den Nutzern, den Geldgebern und der
Öffentlichkeit. Unterstützt wird es von einem unabhängigen Vergaberat, der die Entscheidungen über die Vergabe
der vorhandenen Fördermittel trifft.
Das Konzept der Bildung für nachhaltige Entwicklung BNE wird in die Bildungsangebote integriert und durch Fortbil-
dungen bei den Akteuren verankert. Dies erfolgt über die finanzielle Förderung von regionalen Umweltbildungsein-
richtungen, Organisation von Netzwerktreffen (1-2 x pro Jahr), Pflege einer Internetseite und Erstellung eines
Newsletters.
Die umweltpädagogische Basisarbeit in Bremen wird perspektivisch gesichert, dadurch, dass die Umweltbildungsak-
teure vernetzt, neue Projekte und Ideen verwirklicht und die erforderlichen Gelder, auch über einen Förderverein,
zusammengetragen werden.
Aktionen/Projekte: Vernetzung der bremischen Umweltbildungseinrichtungen und Koordinierung von Umweltbildungsangebot und
Nachfrage; PR- und Öffentlichkeitsarbeit für die "Umwelt Bildung Bremen"; Geschäftsführung eines Ausschusses zur
Vergabe von Fördermitteln für die stadtteilbezogene Bildungsarbeit; Geschäftsführung eines Ausschusses zur
Vergabe von BINGO!-Projektfördermitteln mit dem Schwerpunkt Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE);
Akquise von Sponsorengeldern und weiteren Drittmitteln; Mittelverwaltung und Mittelvergabe; Qualifizierung und
Fortbildung der Umweltbildner/innen; Kooperation mit den norddeutschen Ländern zur UN-Dekade Bildung für nach-
haltige Entwicklung.
Ressourcen/Finanzen: 0,5 Personalstelle für die Koordinierungsstelle Umwelt Bildung Bremen plus Betriebskostenzuschuss.
240.000 € jährlich für die Förderung regionaler Umweltbildungseinrichtungen.
Ca. 150.000 € jährlich für die Förderung regionaler Umweltbildungsprojekte zum Thema „Umwelt und Entwicklung“
(über 2010 im Land Bremen eingeführtes „Umwelt-Bingo“).
Ansprechpartner: Leitung Koordinierungsstelle Umwelt Bildung Bremen:
Sabine Schweitzer - Tel.: 0421/707017
E-Mail: info@umweltbildung-bremen.de
www.umweltbildung-bremen.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Düsseldorf
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Das Umweltamt fördert die Umweltbildung und führt auch selbst Veranstaltungen durch. Die Düsseldorfer Angebote
– auch anderer Anbieter – sind auf den Internetseiten der Landeshauptstadt www.duesseldorf.de/umweltamt/bildung
und www.duesseldorf.de/umweltamt/uiz dargestellt, sie werden zudem über Pressedienste der
Landeshauptstadt Düsseldorf, Arbeitskreise und Rundbriefe kommuniziert.
Aktionen/Projekte: Das Umweltinfozentrum Rheinufer UIZ ist eine Einrichtung der Landeshauptstadt Düsseldorf und räumliches Zent-
rum der Umweltbildung. Es hat seinen Sitz seit der Eröffnung im April 1996 am Düsseldorfer Rheinufer. Seit Juni
2013 steht es vorwiegend im Dienst des Bildungsprojektes „Haus der kleinen Forscher“. Jugendamt und Umweltamt
vertreten dieses bundesweite Projekt seit 2008 in Düsseldorf. Die beiden Ämter betreuen und schulen mehr als 70
teilnehmende städtische Kindertageseinrichtungen. Auch nichtstädtische Forscher-Netzwerke, die in Düsseldorf ak-
tiv sind, so die Diakonie und die Industrie- und Handelskammer IHK Düsseldorf, nutzen das UIZ. Partner des Um-
weltamtes im UIZ sind neben den genannten Netzwerken weitere städtische Ämter und Tochterunternehmen, die
Verbraucher-Zentrale NRW, Umweltverbände und –initiativen, die das UIZ darüber hinaus für eigene Angebote nut-
zen. Das UIZ wird ausschließlich aus kommunalen Mitteln finanziert.
Ressourcen/Finanzen: Eine weitere Einrichtung, die zu Bildungszwecken genutzt wird, ist der Phänologische Garten mit Wetterstation im
Stadtteil Pempelfort. Das Ensemble auf dem Gelände des städtischen Kinderhilfezentraums dient der Erhebung von
Klimadaten, mit denen auch der Deutsche Wetterdienst und die Humboldt-Universität Berlin beliefert werden.
Informationen: www.duesseldorf.de/umweltamt/klimaschutz/wetterstation garten/
Eine finanzielle Förderung von Umweltbildungsaktivitäten ist im Rahmen der städtischen Umweltprojektförderung
möglich: www.duesseldorf.de/umweltamt/projekte/umweltprojektfoerderung
Ansprechpartner: Umweltamt der Landeshauptstadt Düsseldorf, Umweltinformation, Umweltbildung
Herr Schramm - Tel. 0211-89-25003
E-Mail: ernst.schramm@duesseldorf.de und umweltbildung@duesseldorf.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 6 von 22 Seiten
Stadt: Frankfurt
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Umweltbildung und Bildung für nachhaltige Entwicklung in Frankfurt:
„Klimaschutz und Energiesparen, Natur- und Landschaftsschutz, Lokale Agenda,Green City und Nachhaltigkeit ler-
nen - dies sind die zentralen Zukunftsthemen in Frankfurt am Main. Die Bildungsangebote zu diesen Themen sind
vielfältig.“
Aktionen/Projekte: Die Stadt Frankfurt das Ziel gesetzt, die Kohlendioxid-Emissionen deutlich zu reduzieren und damit ihren Beitrag
zum Schutz des Klimas zu leisten. Zur Senkung des Verbrauchs in städtischen Liegenschaften hat der Magistrat
deshalb auch eine Erfolgsbeteiligung für die Nutzer beschlossen. Unter dem Motto "Energie sparen - Budget stei-
gern" hat das Stadtschulamt bereits 1998 in Zusammenarbeit mit dem Verein Umweltlernen in Frankfurt und dem
Hochbauamt ein Projekt zur Energieeinsparung an Schulen gestartet. Grundlage für die Reduzierung des Energie-
verbrauchs an Schulen ist ein funktionierendes schulinternes Energiemanagement. E-Teams an den Schulen entwi-
ckelt einen Handlungsplan zum Energie- und Wassersparen und organisiert die Umsetzung. Allein im Jahr 2014
haben die über 100 Frankfurter Energiesparschulen den Energieverbrauch um 14 000 MWh reduziert, ohne dass
jemand frieren oder im Dunkeln sitzen musste. 1 300 000 Euro (16%) wurden eingespart, dies noch einmal mehr als
im Vorjahr! Davon kamen 50% den Schulen zugute, die anderen 50% stehen für energiesparende
Investitionen zur Verfügung. Das Energieprojekt nutzt nicht nur den einzelnen Schulen, sondern ist durch die
Verringerung der CO2 Emissionen (4 500 Tonnen im Jahr 2014) auch ein wirksamer Beitrag zum Klimaschutz.
Die Dezernate für Umwelt und Frauen Gesundheit sowie Integration und Bildung und Frauenhaben das „Land-
schaftsschutzgebiet GrünGürtel“ zu einem Bildungsraum für Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene weiterent-
wickelt.
Es wurden in den unterschiedlichen Landschaftsräumen des GrünGürtels sogenannte GrünGürtel-Lernstationen
eingerichtet (insgesamt sechs), die Möglichkeiten zum Forschen und Experimentieren bieten. Das jährlich erschei-
nende Umweltbildungsprogramm „Entdecken, Forschen und Lernen im Frankfurter GrünGürtel“ bietet ein umfang-
reiches Programm für Schulklassen, Kindergruppen und Familien: z. B. GrünGürtel mit dem Fahrrad erkunden, Ge-
wässer und Artenvielfalt im Niddatal oder im Stadtwald erforschen, Biodiversität am Alten Flugplatz, Vielfalt der
Streuobstwiesen im Jahresverlauf entdecken, Apfelsaft keltern, Sommerwerkstatt in den Ferien, Windfest zu erneu-
erbaren Energien u.m. "Bike im Trend" hat zum Ziel, den Schulweg für Radfahrer sicherer zu
machen und die Attraktivität des Fahrrades zu vergrößern. "Bike im Trend" ist ein Projekt des Stadtschulamtes
Frankfurt und wird in Zusammenarbeit mit Umweltlernen in Frankfurt e.V. durchgeführt. Eine ämterübergreifende
Arbeitsgruppe bearbeitet die festgestellten Gefahrenpunkte und vereinbart Maßnahmen zur Verbesserung der Situ-
ation. In Projektwochen unter Leitung von Umweltlernen in Frankfurt erkundeten die Schülerinnen und Schüler ihren
Fahrrad-Schulweg, kartierten die Gefahrenstellen und machten Vorschläge für die Erstellung eines Schulwegplanes
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 7 von 22 Seiten
Stadt: Frankfurt
für Radfahrer. Die Beteiligung von Schülerinnen und Schülern bei der Schulwegplanung und die Aufarbeitung in der
ämterübergreifenden Arbeitsgruppe hat sich als produktiv erwiesen und zu zahlreichen Verbesserungen der Schul-
wegsituation geführt. "Bike im Trend" ist ein beispielhaftes Projekt für Partizipation im Kontext von nachhaltiger
Stadtentwicklung.
Bildung ist die zentrale Ressource für eine nachhaltige Entwicklung der international orientierten Stadt Frankfurt am
Main. Sie ist Grundlage für eine erfolgreiche wirtschaftliche, soziale und umweltgerechte Stadtentwicklung. Bildung
für nachhaltige Entwicklung hat die Aufgabe, heute Kompetenzen für die Welt von morgen zu vermitteln. Die Stadt-
verordnetenversammlung der Stadt Frankfurt hat deshalb bereits 2008 beschlossen, sich an der UN-Dekade Bil-
dung für nachhaltige Entwicklung zu beteiligen.
Mit dem Projekt „Fit für die Zukunft - Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt” wird ein zukunftsweisendes Netzwerk auf-
gebaut. Es soll helfen, Bildungsangebote im Sinne der Nachhaltigkeit weiter zu entwickeln, Aktivitäten zu bündeln
und Impulse für neue Projekte zu geben. Zielgruppen sind - entsprechend dem Leitbild des lebenslangen Lernens -
die Stadtbewohner in jedem Lebensalter. Aufgefordert zur Mitarbeit sind Akteure von den traditionellen Bildungsin-
stitutionen wie der Schule bis hin zu denen des informellen Lernens wie Vereine, Initiativen oder Unternehmen. Die
Aktivitäten orientierten sich an den Jahresthemen „Wasser", „Energie" „Geld", „Stadt" und „Ernährung". Es berück-
sichtigt ökologische Aspekte ebenso wie wirtschaftliche, soziale und globale. Die Programme sind inzwischen zum
selbstverständlichen Bestandteil der Bildungslandschaft in Frankfurt geworden.
Die Stadt Frankfurt und das Netzwerk „Nachhaltigkeit lernen in Frankfurt“ wurden von Bildungsministerin
Johanna Wanka und der Deutschen UNESCO-Kommission für die herausragende Umsetzung und Verankerung
von Bildung für nachhaltige Entwicklung ausgezeichnet.
Ressourcen/Finanzen: Investive Maßnahmen im Bildungsraum GrünGürtel 200.000€ jährlich; Regelbudget GrünGürtel 114.000; Entde-
cken, Forschen und Lernen im GrünGürtel 100.000 €.
Ansprechpartner: Städtisches BNE- und Umweltbildungsprogramm
Stadtschulamt: Petra Zender - Tel.: 069 212 33816
E-Mail: petra.zender@stadt-frankfurt.de
Umwelttelefon 069/ 212 39100; E-Mail: umwelttelefon@stadt-frankfurt.de
Umweltlernen in Frankfurt e.V.
Herr Schlecht
E-Mail: michael.schlecht@stadt-frankfurt.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 8 von 22 Seiten
Stadt: Freiburg
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
In Freiburg es nicht unter Trägerschaft der Stadt die Umweltbildung aktiviert wird, sondern über ein sog. Zentrum
BNE – Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hier konzentrieren sich nicht nur die Ämter der Stadtverwaltung, z. B.
das Forstamt mit dem Waldhaus oder die Ökostation, sondern auch Initiativen.
Es gibt keine Abteilung Umweltbildung im Umweltamt. In Freiburg hat die Stadt Netzwerkcharakter, die eine Kon-
zepterstellung als Vorlage beschlossen hat, an der sich auch 7 Hauptträger für außerschulische Lernorte beteili-
gen.
Aktionen/Projekte: Die Gemeinderatsvorlage zur Freiburger BNE Strategie, inkl. Beschluss und einer Anlage mit der Auflistung der
sog. "BNE 7".
Im gleichen Kontext steht ein (offenes) "Netzwerk Nachhaltigkeit Lernen" verschiedener Träger außerschulischer
Bildungsangebote zur Nachhaltigkeit.
Und natürlich die regelmäßigen Lernangebote der relevanten städtischen Ämter (hier bes. Umweltschutzamt,
Forstamt) und städtischer Gesellschaften (Energieversorger badenova, Verkehrs AG, Abfallwirtschaft usw.).
Ressourcen/Finanzen: Freiburg hat betreffend Finanzierung einen Fond ins Leben gerufen.
Den Freiburger BNE Fonds finden Sie unter: http://www.oekostation.de/de/themen/freiburger_bne_fonds.htm
Ansprechpartner: Stadt Freiburg im Breisgau Umweltschutzamt
Talstr. 4, 79102 Freiburg
Herr Thomas Dresel - Tel. 0761 / 201-6146 / Fax. -6199
E-Mail: thomas.dresel@stadt.freiburg.de
www.freiburg.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 9 von 22 Seiten
Stadt: Hamburg
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Hamburg hat Vorbildcharakter in vielen Belangen der Bildung für nachhaltige Entwicklung. EU-Umwelthauptstadt
2011.
Im Mai 2005 beschloss der Hamburger Senat zur Unterstützung der UN-Dekade die Initiative "Hamburg lernt Nach-
haltigkeit" (HLN) auf den Weg zu bringen. Sie ist ein Zusammenschluss von Behörden, Institutionen, Verbänden,
Netzwerken und Personen, die auf dem Gebiet Bildung für nachhaltige Entwicklung tätig sind und die Ziele der Initia-
tive HLN unterstützen. Im August 2016 bestätigte der Hamburger Senat die Initiative HLN zur Umsetzung des UNE-
SCO-Weltaktionsprogramms BNE in Hamburg.
Hamburg ist engagiertes Mitglied der Norddeutschen Partnerschaft zur Unterstützung der UN-Dekade BNE (NUN)
und hat gemeinsam mit den Ländern Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern Kriterien zur Qualitätsent-
wicklung und Zertifizierung in der außerschulischen BNE entwickelt, die seit einigen Jahren in der
Praxis angewandt und mittlerweile von anderen Bundesländern übernommen werden.
Hamburg ist einer von weltweit vier Städten Key Partner im UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE (2015-2019) und
ist Co-Chair im Partnernetzwerk 5 (Local level). Darüber ist Hamburg Sprecher des bundesweiten Arbeitskreises der
BNE-Kommunen und gestaltet in unterschiedlichen Fachforen den Nationalen Aktionsplan BNE mit.
Aktionen/Projekte: 16 feste Projekte, u.a.:
• Co-Chair im UNESCO-Global Action Programme Educati on for Sustainable Development
• Sprecher im bundesweiten Partnernetzwerk der BNE-K ommunen
• Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“: Bildung sarbeit für nachhaltige Entwicklung
• Klimateller – klimafreundliche Ernährung in der Ge meinschaftsverpflegung
• Qualitätsentwicklung und Zertifizierung in der auß erschulischen Bildung (NUN-Zertifizierung)
• Klimasparbuch für Hamburger Studierende – Tipps un d Gutscheine für Klimaschutz und Nachhaltigkeit
• „Die Natur braucht dich“ – Biotoppflegeeinsätze mi t Schulklassen
• Hamburger Klimawaage
• Freizeit- und Bildungsführer für die ganze Familie : „Natur erleben und Umweltlernen in Hamburg“.
• Klimaschulen
Ressourcen/Finanzen: Behördenübergreifende Projektgruppe mit Vertretern ausfolgenden Behörden:
Senatskanzlei, BSB, BWVI, BASFI, BWF, BSU
Finanzierung durch jährliche Haushaltsmittel (eigene Titel) für die Initiative HLN sowie für Umweltbildung in der BSU,
Finanzierung weiterer Vorhaben über die anderen Ressorts oder durch Kooperationen mit Partnern, auch durch
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Hamburg
Bundesmittel.
Ansprechpartner: Leitung der Initiative „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“:
Herr Forkel-Schubert - Tel.: 040 428402144
E-Mail: juergen.forkelschubert@bue.hamburg.de
Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU)
Herr Ralf Behrens
E-Mail: ralf.behrens@bue.hamburg.de
Behörde für Umwelt und Energie (BUE)
Stadt: Hannover
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Im Wirtschafts- und Umweltdezernat der Landeshauptstadt Hannover werden sowohl vom Agenda 21- und Nach-
haltigkeitsbüro als auch vom Fachbereich Umwelt und Stadtgrün Bildungsangebote zu den Themen Umwelt und
nachhaltige Entwicklung unterbreitet.
Im Fachbereich Umwelt und Stadtgrün werden die zentralen Anfragen zu Umwelt und Stadtgrün von der Stelle Bür-
ger/Innenservice und Öffentlichkeitsarbeit für die Bereiche mit ihren zahlreichen Programmen, Projekten, Veranstal-
tungen und Führungsangeboten koordiniert.
Weiterhin gibt es das Sachgebiet Umweltplanung und -management. Dort wird fachbereichsintern zu Kampagnen-
planungen für Umweltthemen beraten und gemeinsam mit externen Partnerinnen und Partnern Projekte und Veran-
staltungen durchgeführt.
In der Waldstation im Stadtwald Eilenriede mit rund 18.000 Besuchern pro Jahr werden für die Zielgruppe Schüle-
rInnen, Kitakinder Familien und Multiplikatoren zahlreiche Angebote zum Wald- und Naturerleben angeboten. Ähnli-
che Angebote bietet der Kinderwald.
Das Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro arbeitet mit insgesamt sechs Personen zu Nachhaltigkeitsthemen. Die
Aufgabe der Leitung ist die strategische Ausrichtung sowie die übergeordnete operative Umsetzung und Öffentlich-
keitsarbeit der verschiedenen Handlungsfelder der Nachhaltigkeit. Eine weitere ½ Stelle befasst sich mit dem The-
ma Nachhaltigkeitsindikatoren und -berichterstattung. Der Aufgabenbereich Umweltbildung und Bildung für nachhal-
tige Entwicklung für Schulen, Kindertagesstätten und andere Bildungseinrichtungen wird von einer Person wahrge-
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 11 von 22 Seiten
Stadt: Hannover
nommen. Hier befindet sich mit einer weiteren Stelle die Koordinationsstelle für den Kinderwald Hannover (außer-
schulischer Lernort) und für den Autofreien Sonntag, deren Aufgaben auch Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit bein-
haltet.
Weiterhin werden im Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro bildungsrelevante Projekte, Veranstaltungen und Kam-
pagnen zum Fairen Handel (1/2 Stelle) sowie zu Klimapartnerschaften, nachhaltigen Konsum/Lebensstilen in zahl-
reichen Netzwerken (1 Stelle) umgesetzt. Und schließlich ist im Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro eine FÖJ-
Stelle angesiedelt, die überwiegend mit Aufgaben der Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit betraut ist.
Aktionen/Projekte: Im Rahmen der Bildungsarbeit des Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüros können Schulen, Kindertagesstätten und
andere Bildungseinrichtungen betreute Unterrichtsangebote bzw. Werkstätten buchen. Sie können aus etwa 60 ver-
schiedenen Angeboten wählen, die in der Einrichtung oder in der Natur durchgeführt werden. Das Spektrum ist sehr
vielfältig und reicht von der Erkundung von Wald und Gewässern bis hin zur Diskussion über nachhaltige Verhal-
tens- und Handlungsweisen mit dem SchülerInnen. Für Lehrkräfte und ErzieherInnen gibt es Fortbildungen zu The-
men wie „Giftpflanzen“, „Anlage und Pflege von Beeten“, „Gesunde und nachhaltige Ernährung“, „Vermittlung des
Themas Klimawandel“, „Neue Ideen für die Waldwochen“ etc. Zum Angebot gehören weiterhin Unterrichtsbroschü-
ren und -materialien, Ausstellungen, Aktiv- und Experimentierkisten sowie Erkundungsrucksäcke, die kostenlos er-
hältlich bzw. ausgeliehen werden können. Viele der oben genannten Bildungsangebote sind Teil von Bildungspro-
jekten:
o Unsere Schule handelt fair! (Globale Gerechtigkeit und Fairer Handel).
o Nachhaltige Schülerfirmen
(Berufsorientierung, nachhaltiges Handeln).
o Gutes Klima in Hannovers Schulen (Energie sparen,
klimagerechtes Handeln).
o Versuch macht klug! (Naturwissenschaftliche Grundb ildung zu Energie und Wasser).
o Erfolgreich abfallarm (Ressourcenschutz, Abfallver meidung).
o Papierwende (Ressourcenschutz, Recyclingpapier).
o Ernährung - gesund und nachhaltig (Gesunde Pausenv erpflegung, saisonal, regional und nachhaltig).
Die Bildungsangebote sind ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit verschiedenen verwaltungsinternen und -externen
PartnerInnen. Die Unterrichtseinheiten, Werkstätten und Fortbildungen werden von beauftragten Vereinen und Frei-
beruflerInnen durchgeführt. Dafür steht ebenso wie für die Erarbeitung der Bildungsmaterialien ein Budget zur Ver-
fügung.
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 12 von 22 Seiten
Stadt: Hannover
Der Kinderwald Hannover und die Waldstation Eilenriede halten als außerschulische Lernorte eine große Palette
von Bildungsangeboten für Schulen und Kindertagesstätten bereit.
Ressourcen/Finanzen: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün:
3 Stellen in der Verwaltung
Waldstation Eilenriede. Hier werden 3 Stellen von der Stadt Hannover finanziert, darüber hinaus sind 2 FÖJ im Ein-
satz.
Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro:
4 ganze und 2 halbe Stellen sowie 1 FÖJ.
Es steht ein Budget für die Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit im Bereich nachhaltige Lebensstile für EinwohnerIn-
nen sowie für die Bildungsarbeit an Schulen und Kindertagesstätten zu Verfügung.
Ansprechpartner: Fachbereich Umwelt und Stadtgrün
E-Mail: umweltkommunikation@hannover-stadt.de
Tel.: 0511-168-43801
Frau Czorny - Tel.: 0511-16845028
E-Mail: elisabeth.czorny@hannover-stadt.de
Agenda 21- und Nachhaltigkeitsbüro
E-Mail: agenda21@hannover-stadt.de
Internet: www.hannover-nachhaltigkeit.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Heidelberg
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Vor einigen Jahren hatte Heidelberg eine ähnliche Situation wie Köln, d.h. es gab viele gute Angebote im Umwelt-
bildungsbereich, aber keine übergeordnete Koordination. Im Rahmen Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)-
Offensive wurde ein Runder Tisch BNE gegründet, der weiterhin besteht und ein bis zweimal jährlich mit bis zu 50
Akteuren zusammentritt. Für den Bereich der Umweltbildung in der Natur wurde neben der für BNE zuständigen
Abteilung, innerhalb des Amt für Umweltschutz, Gewerbeaufsicht und Energie zum 01.04.2014 die
Abteilung Lernort Natur, Geo- und Naturpark angesiedelt, die die Umweltbildungsplattform „Natürlich Heidelberg“
koordiniert.
Aktionen/Projekte: Zusammenarbeit mit Schulen (Fortbildungen und Energiesparteams an 20 Heidelberger Schulen) und Kitas (BNE ist
in der Rahmenkonzeption der städtischen Kindertagesstätten festgeschrieben) Kooperationsprojekte mit der Univer-
sität, Weiterführung und Ausbau der Projektarbeit, z. B.:
• Clever unterwegs an Schulen,
• nachhaltiger Konsum,
• Eine-Welt-Projekte,
• Sport-Umwelt-Team-Projekt,
• Weiterentwicklung des verwaltungsinternen Nachhalt igkeitsmanagements (z.B. Beschaffungswesen).
Darüber hinaus bündelt das Umweltbildungsprogramm „Natürlich Heidelberg“ jährlich zwischen 160-200 terminge-
bundene Angebote zur Umweltbildung in der Natur. Weitere zielgruppenorientierte Angebote betreffen Bildungsein-
richtungen, berufliche Weiterbildung, Naturerlebnisgruppen, Multiplikatorenschulungen und Übernahme von Lehrauf-
träge. Über die Plattform werden jährlich zwischen 13.000 und 15.000 Personen zu Themen der Umweltbildung in
der Natur erreicht.
Ressourcen/Finanzen: -
Ansprechpartner: BNE: Kristina Wetzel
E-Mail: kristina.wetzel@heidelberg.de
Natürlich Heidelberg:
Fridrich Kilian
E-Mail: friedrich.kilian@heidelberg.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Landkreis Mayen-Koblenz
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Die Umweltbildung beim Landkreis Mayen-Koblenz hat seinen Ursprung bei der Lokalen Agenda 21 (die hier unter
dem Namen IUB Integrierten Umweltberatung - UB läuft). Seitens der Koordination der IUB bei der Kreisverwaltung
Mayen-Koblenz erfolgt die übergeordnete Koordination der Umweltbildung.
Aktionen/Projekte: Folgende Projekte werden im Schwerpunkt durchgeführt:
1) Umweltbildung an Grundschulen
Hier werden insgesamt 15 halbtägige Unterrichtseinheiten den Grundschulen im Landkreis Mayen-Koblenz kosten-
los angeboten. Externe Referenten führen diese Unterrichtseinheiten an den Grundschulen durch. Die Koordination
des Projektes wurde extern vergeben. Folgende Themen werden hierbei abgedeckt:
Natur, Umwelt und biologische Vielfalt
• Raupenzoo
• Schulausflugscoach
• Expedition Schulgelände
• Abenteuer Wasser
• Lebensraum Streuobstwiese
• Mit Ferdi durch das Gartenjahr
• Fossilien – die ältesten Zeugen der Erde
• Sozialer Wohnungsbau für wilde Tiere
• Woll- und Filzwerkstatt
Abfall, Rohstoffe, Energie und Klimaschutz
• Weniger Müll! Kinder machen mit!
• Papperlapapp: Pappe und Papier – wie viel davon brauchen wir?
• Schöne bunte Kunststoffwelt?
• Tischlein deck dich, Esel streck dich – so wird Mist zu Gold
• Glitzernde Minerale und schwimmende Steine
• Energie-Hits für Power-Kids
2) Umweltbildung an Kitas
Hier werden bisher insgesamt 12 halbtägige Unterrichtseinheiten „Natur- und Umwelterlebnisse für Kita-
Kinder“ angeboten. Externe Referenten führen diese an Kitas durch. Die Koordination des Projektes wurde extern
vergeben. Folgende Themen werden hierbei abgedeckt:
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Landkreis Mayen-Koblenz
• Auf Spurensuche im Wald
• Insektensafari
• Im Insektengarten
• Wasserforscher
• Von Steinbeißern und Erdlurchis
• Mammutzahn, Steinzeit, Römer und Co.
• Nutztiere – Hautnah erleben
• Survival für Kids
• Sonne, Wind und Wasser
• Naturwerkstatt
• Lebensraum Wiese
• Was piept denn da?
3) Weitere Aktivitäten
• Unterstützung eines Netzwerkes Umweltbildung mit Akteuren der Umweltbildung in der Region.
• Puppentheater zum Thema Abfalltrennung und -vermeidung.
Ressourcen/Finanzen: Zu 1) Umweltbildung an Grundschulen : Finanzieller Umfang des Projektes: ca. 11.000 € (5. 000 € aus dem Kreis-
haushalt, 6.000 € Förderung durch Sparkassen).
Zu 2) Umweltbildung an Kitas: Dieses Projekt stellt ein Pilotprojekt dar, welches über die Stiftung Natur und Umwelt
Rheinland-Pfalz gefördert wird. Es läuft über da. 3,5 Jahre mit einem Gesamtvolumen von ca. 100.000 €. Hiervon
sind 75 % Fördergelder.
Ansprechpartner: Bei der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz:
Abteilung Umwelt und Bauen Integrierte Umweltberatung
Bahnhofstr. 9, 56068 Koblenz
Koordinator Integrierte Umweltberatung
Rüdiger Kape - Tel. 0261/108-420
E-Mail: ruediger.kape@kvmyk.de
Lina Kopiske - Tel. 0261/108-417
E-Mail: lina.kopiske@kvmyk.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Leverkusen
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Das städtische “NaturGut Ophoven” ist ein Kompetenzzentrum der Bildung für nachhaltige Entwicklung in der Stadt.
Es ist das größte Umweltbildungszentrum in NRW, seit 2013 Maßnahme der UN-Dekade der Bildung für nachhaltige
Entwicklung und in 2016 als Lernort im Rahmen des UNESCO-Weltaktionsprogramm BNE ausgezeichnet. 2014
wurde das NaturGut Ophoven als Kompetenzzentrum für Klimabildung ausgezeichnet und am 22.10.2015 als zerti-
fizierte Einrichtung BNE-NRW anerkannt.
Aktionen/Projekte: Seit 1988 wurden neben der täglichen Bildungsarbeit vom Kindergarten bis zur Seniorenbildung mehr als 50 größe-
re Projekte für Jung und Alt durchgeführt.
Das NaturGut Ophoven erstellt auch Machbarkeitsstudien und Lehrpfad- oder Ausstellungsentwürfe für andere
Städte oder Umweltbildungsinitiativen.
Ressourcen/Finanzen: Beim Förderverein NaturGut Ophoven sind auf dem 60.000qm großen Gelände 100 Honorarkräfte und 20 ständige
Mitarbeiter beschäftigt. Sie führen die tägliche Bildungsarbeit durch und garantieren den Betrieb des Kinder- und
Jugendmuseums EnergieStadt und des KlimaErlebnisParks.
Ansprechpartner: Herr Dr. Kochanek
E-Mail: zentrum@naturgut-ophoven.de
Stadt: München
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
In München wird BNE als Querschittsaufgabe verstanden und somit unterstützen verschiedene Referate das The-
menfeld Bildung für Nachhaltige Entwicklung (BNE)/Umweltbildung, hierbei v.a. das Referat für Gesundheit und
Umwelt und das Referat für Bildung und Sport. Aber auch weitere städtische Referate sind beim Thema BNE betei-
ligt, wie beispielsweise das Kulturreferat, das Sozialreferat, das Kreisverwaltungsreferat und das Referat für Arbeit
und Wirtschaft.
Aktionen/Projekte: Im Bereich BNE/Umweltbildung gibt es von Seiten der Landeshauptstadt München (LHM) bereits verschiedene An-
gebote und bereit gestellte Fördermittel, so wird innerhalb der LHM an vielfältigen Stellen und zu vielfältigen The-
men BNE/Umweltbildung betrieben. Einen wichtigen Akteur bei der Umsetzung von BNE/Umweltbildung in Münch-
ner Schulen und Kindertagesstätten stellt das Pädagogische Institut des Referats für Bildung und Sport dar. Der
Fachbereich 4 Politische Bildung verzahnt verschiedene inhaltliche Aspekte der Demokratie- und
Menschenrechtsbildung, Schwerpunkte des Fachbereichs liegen in den Bereichen vorurteils- und rassismuskritische
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Nürnberg
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Die Stadt Nürnberg ist Sieger in der Kategorie „Deutschlands Nachhaltigste Großstädte 2016“:
Sie überzeugt mit breitem Nachhaltigkeitskonzept als Zugpferd in der Metropolregion. Eine Vielzahl an Projekten
und Initiativen bringt einen Mehrwert für die soziale und ökologische Nachhaltigkeit in der Stadt, in der Region und
darüber hinaus. Wichtige Themen sind Umweltschutz und Bildung. Die offene Kooperation in der fränkischen Region
gilt als bundesweit vorbildlich. Die Stadt ist BioMetropole, ENERGIEregion und Recycling-Hauptstadt. Ein breit auf-
gestellter Vorreiter in Sachen Zukunft. Die Aufarbeitung der eigenen Rolle im Dritten Reich mit dem Nürnberger
Menschenrechtspreis sensibilisiert auch für die aktuelle Integrationsaufgabe.
Darüber hinaus ist das Engagement von Nürnberg für den Fairen Handel hat eine lange Tradition. Sie trägt seit 2010
den Titel Fairtrade Town und war damit die 22. Stadt in Deutschland mit dieser Auszeichnung.
Auch verfügt Nürnberg (und Fürth) über Urbane Gärten die sich in den letzten Jahren zahlreich auf Brachflächen
Bildung sowie Globales Lernen und Umweltbildung unter der Perspektive der Förderung „nachhaltiger Entwicklung“
(im Sinne der UN-Dekade „Bildung für nachhaltige Entwicklung“ bzw. des Weltaktionsprogramms BNE). Neben der
LHM besteht in der Stadt München eine große Landschaft an Vereinen, Verbände, NGOs, die in der
BNE-Arbeit/Umweltbildung aktiv sind.
(Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).
Ressourcen/Finanzen: Im Pädagogisches Institut des Referats für Bildung und Sport im Fachbereich Politische Bildung ist eine 0,5 Stelle
für den Schwerpunkt Umweltbildung zuständig, im Kommunalen Bildungsmanagement des Referats für Bildung und
Sport ist ebenfalls eine 0,5 Stelle zuständig für die Themen Klimaschutz an Schulen und Kitas/BNE.
Das Referat für Gesundheit und Umwelt beschäftigt sich an vielfältiger Stelle mit dem Thema BNE/
Umweltbildung, so z.B. bei den Themen Klimaschutz, Fairtrade, Biostadt, Nachhaltige Entwicklung etc. und stellt
zudem Fördermittel im Bereich Umweltbildung und lokale Agenda21-Projekte zur Verfügung. Das Referat für Ge-
sundheit und Umwelt fördert weiter den Verein BenE e.V., der die Landeshauptstadt bei der Umsetzung, Veranke-
rung und Weiterentwicklung BNE unterstützt. Das Kulturreferat fördert das Münchner Umweltzentrum (MUZ), wel-
ches zusammen mit der Münchner Volkshochschule das Ökologische Bildungszentrum (ÖBZ) betreibt.
(Diese Aufzählung erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit).
Ansprechpartner: Verschiedene Personen je nach Referat und Thematik.
Stephanie Zethner
Email: stephanie.zethner@muenchen.de
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Nürnberg
angesiedelt haben. Dort kann mehr über den Anbau von alten Obst- und Gemüsesorten erfahren werden.
Aktionen/Projekte: Die vorbildliche regionale Vernetzung Nürnbergs in der nachhaltigen Entwicklung zeigt sich in vielen Projekten, z.B:
o Das Forum „Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung “ setzt dabei zentrale Impulse und fördert die regionale
Kooperation durch gemeinsame Projekte, politische Stellungnahmen und den Austausch von Best-Practices.
o Es hat einen „Klimapakt“ ausgearbeitet, der 2012 v on der Ratsversammlung der Metropolregion Nürnberg be-
schlossen wurde. Ziel ist die Reduzierung der CO2-Emissionen in der gesamten Metropolregion um 80 Prozent
bis zum Jahr 2050. Die Initiativkreise des Forums arbeiten in den Bereichen Wohnen und Energie, Zukunftsfähi-
ge Immobilien, Kraft-Wärme-Kopplung, Erneuerbare Energien/Biomasse, Energieeffizienz in der Wirtschaft so-
wie Faire Metropolregion.
o Am Beispiel der “BioMetropole Nürnberg” zeigt sich das herausragende integrierte Management der Nürnberger
Nachhaltigkeitspolitik. Zur Förderung ökologisch erzeugter Produkte findet eine Kooperation und regelmäßige
Abstimmung mit allen relevanten Referaten und Bereichen in der Stadtverwaltung sowie zentralen externen Akt-
euren statt.
o Auch in der Flächenpolitik setzt Nürnberg auf Bete iligung und Kooperation: die ressortübergreifende Planung
wird über das Forum Stadtentwicklung koordiniert. Die Bürgerinnen und Bürger können in Zukunftswerkstätten
ihre Ideen für die Stadtentwicklung einbringen.
o Im Bereich der Rohstoffwiederverwendung übernimmt die
„Recycling-Hauptstadt“ Nürnberg eine Vorreiterrolle. Bei einer seither konstant bleibenden Abfallmenge ist der
Anteil der eingesammelten Wertstoffe in der
bayerischen Stadt deutlich
angewachsen.
o Einen wichtigen Schwerpunkt wird im Bereich Bildun g und Integration gesetzt. Neben Maßnahmen zur Bildung
für Nachhaltige Entwicklung, wie einem Kindermuseum, das zahlreiche Umweltthemen erlebbar macht, wird eine
Vielzahl an Projekten zu Antidiskriminierung und Menschenrechten umgesetzt, die den Stellenwert der Ausei-
nandersetzung mit der eigenen Historie veranschaulichen. So hat die Stadt bereits seit 1973 einen Rat für In-
tegration und Zuwanderung (vormals Ausländerbeirat). Ferner wird seit 1995 alle zwei Jahre der Internationale
Nürnberger Menschenrechtspreis verliehen. Im Bereich der nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung zielt die Platt-
form „green economy“ auf Forschung und Technologieentwicklung im Hinblick auf einen effizienten Umgang mit
Ressourcen und Energie, den verstärkten Einsatz von Umwelttechnologien in der Wirtschaft und die Profilierung
des Standortes Nürnberg als Zentrum für grüne Technologien.
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Nürnberg
Biodiversität:
o Projekt "Biologische Vielfalt auf der Stadtmauer"
Hier entsteht eine Bienenweide, ein Gärtnerprojekt mit Schülern und Nistkästen für Vögel und Fledermäuse.
o Projekt "Insektenreich"
Im Marienbergpark wird ein artenreicher und insektenfreundlicher Garten mit unterschiedlichen Lebensräumen
realisiert.
o Sonderausstellung "Artenreich Natur" im Bionicum
Mit einer Mischung aus spielerischem Entdecken, anschaulichen Texttafeln und ausgewählten Exponaten ent-
führt "Artenreich Natur" Jung und Alt auf eine Reise in die einzigartige Vielfalt des Lebens. Die Ausstellung be-
leuchtet nicht nur den wissenschaftlichen Hintergrund der Biodiversität, sondern vermittelt anschaulich, warum
ihr Bewahren für unsere Zukunft so wichtig ist. Zu sehen ist "Artenreich Natur" in der Bionicum-Ausstellung im
Tiergarten Nürnberg.
Urbane Gärten:
o stadtgarten von Bluepingu e.V.
o Heilkräutergarten am Hallertor
o Heilkräutergarten in den Hesperidengärten
o Sebalder Hofgärtchen
o Interkultureller Garten Nürnberg Langwasser e.V.
o Interkultureller Garten in Fürth
o Japanischer Garten in Nürnberg
o Nachbarschafsgarten „Schlossplatz“
o Naturnahe Umgestaltung einer Kleingartenanlage am Westpark
o Dein Gemüse Selbsterntegärten e.V.
o Bauerngarten
Ressourcen/Finanzen: In der „Metropolregion Nürnberg“ arbeiten 23 Landkreise und elf kreisfreie Städte zusammen und profitieren vom
gemeinsamen Erfahrungsschatz.
Das Nürnberger Bündnis für Biodiversität besteht aus vielen Organisationen, Vereinen, Behörden und Initiativen, die
sich seit 2010 für den Erhalt der Natur einsetzen. Ziel ist es, die in Nürnberg vorkommenden Tier- und Pflanzenarten
sowie die benötigten Lebensräume in der für den Artenerhalt erforderlichen Größe und Vernetzung zu bewahren, zu
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Nürnberg
sichern und weiter zu entwickeln.
Ansprechpartner: Die Information sind der Homepages entnommen:
- „Deutscher Nachhaltigkeitspreis“ entnommen.
www.nachhaltigkeitspreis.de/2016_staedte_nuernberg_detail/
- „Referat für Umwelt und Gesundheit“
www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/
https://www.nuernberg.de/internet/umweltreferat/biodiversitaet.html
Referat für Umwelt und Gesundheit
Kerstin Stübs - Tel.: 0911 / 231 - 59 02
Stadt: Stuttgart
Organisation/
Aufgabenbeschreibung:
Es gibt kein gesondertes Umweltbildungskonzept der Stadt. Die Aufgaben ergeben sich aus dem Gemeinderatsbe-
schluss, der zur Gründung der Umweltberatung im Jahre 1989 geführt hat. Die Umweltbildung ist ein Bestandteil
des Aufgabenfeldes.
Das Themenfeld Umweltbildung ist beim Amt für Umweltschutz angesiedelt. Zuständig ist das Sachgebiet Umwelt-
planung, Umwelt- und Mobilitätsberatung innerhalb der Abteilung Umweltberatung und Naturschutz.
Aktuell wird von der Kinderbeauftragten der Stadt das Konzept Kinderfreundliches Stuttgart 2015 – 2020 erarbeitet.
Im nächsten Abschnitt, Aktionen/Projekte, finden sich die Themen und Aktionen der Umweltbildung wieder. Konzept
soll im nächsten Jahr vom Gemeinderat verabschiedet werden.
Aktionen/Projekte: Themenschwerpunkte:
o Abfall und Abfallvermeidung
(Derzeit erarbeitet der Abfallwirtschaftsbetrieb der Stadt ein eigenes Konzept für Schulen zum Thema Abfall. Hierfür
ist auch eigenes Personal vorgesehen).
o Naturerfahrung
Exkursionen in den Stadteilen, Schulgarten
o Energie
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
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Stadt: Stuttgart
Thema Energie wird von der Abteilung Energiewirtschaft abgedeckt. Es gibt ein Energiesparprogramm (LESS –
Lukratives Energiesparen in Stuttgarter Schulen) mit Aktionen und Wettbewerben in den Schulen
Aktionen/Projekte im Detail:
Umwelttheater für Kindergärten und Grundschulen zum Themenfeld Abfall und Abfallvermeidung
- ca. 40 Aufführungen pro Jahr
- sowohl Puppentheater (Kita) wie mit Schauspielern (Grundschulen)
Medienverleih
Ausleihe eines Papierschöpfkoffers zur Papierherstellung und eines Sinnespfades sowie von Strommessgeräten
und von LED-Lampenkoffer (vorrangig für Mittel- und Oberstufe).
Angebot von Exkursionen
Exkursionen in den Stadtteilen zu verschiedenen Biotop-Typen (Wald, Wiese, Bach). Die Durchführung erfolgt so-
wohl durch eigenen Personal wie durch externe Umweltpädagoginnen. Insgesamt ca. 45 Termine pro Jahr von April
bis Oktober. Derzeit wird ein spezielles Angebot für Exkursionen in Streuobstwiesen erstellt.
Projekt Klimaheld
Klimaschutzprojekt an Stuttgarter Grundschulen (drei Doppelstunden) mit Experimenten und Spielen zum Klima-
schutz und einem Elternabend. Schwerpunkt ist dabei der umweltfreundliche Schulweg. Finanzierung unsicher, da
Mittel nicht im Haushalt des Amts für Umweltschutz eingeplant sind.
Netzwerk Schulgarten
Zusammenschluss von Städtischen Ämtern (Amt für Umweltschutz, Gartenbauamt, Schulverwaltungsamt) und Gar-
tenbauvereinen mit dem Ziel, die Arbeit der Schulen in den Schulgärten zu unterstützen. Hierfür wurden Lehrerfort-
bildungen durchgeführt (Bodenkunde, Pflanztechniken, Grundlagen des Gärtnerns,) und es findet ein Mal jährlich
ein Erfahrungsaustausch statt.
Die Schulen erhalten zudem vor Ort eine fachliche Beratung durch Mitglieder des Netzwerkes. In Stuttgart haben
ca. 80 Schulen einen eigenen Schulgarten unterschiedlicher Qualität und Größe.
Brotdosenaktion zum Schulbeginn
Jeder Erstklässler erhält bei der der Einschulung eine Brotdose sowie Informationen zum Thema Abfallvermeidung
in der Schule. Dieses Schuljahr wurden 5000 Dosen verteilt.
Vorträge und Projekttage
Auf Anfrage halten wir Vorträge in Schulen und anderen Bildungseinrichtungen zu verschiedenen Themen oder be-
Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivitäten ausgewählter Städte
Anlage 2 zur Ratsvorlage UBK
574/5 11/2016 Seite 22 von 22 Seiten
Stadt: Stuttgart
teiligen uns an Projekttagen (Energie, Abfall, Natur).
Umweltbildung für Erwachsene
Findet nur im geringen Umfang statt. Meist sind es Anfragen von Bildungseinrichtungen, Vereinen etc. zu bestimm-
ten Themen, meist Energiefragen.
Ressourcen/Finanzen: Der Etat der Umweltberatung beträgt 50.000 € pro Jahr, davon wird die Hälfte für Umweltbildungsprojekte und Akti-
onen verwendet.
Personell ist das Sachgebiet mit 3 Stellen ausgestattet, wobei sich ca. 1,5 Stellen dem Thema Umweltbildung wid-
men, vorrangig Organisation und konzeptionelle Arbeit aber auch Naturexkursionen durchgeführt werden.
Ansprechpartner: Amt für Umweltschutz
Peter Bühle
Gaisburgstraße 4, 70182 Stuttgart
Telefon: 0711 216 88718
E-Mail: peter.buehle@stuttgart.de
Anlage 3_Bedarf an Bildungseinheiten
12474 Zeichen
Anlage 3 zur Ratsvorlage UBK
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Bedarf an Bildungseinheiten für NRW an außerschulischen Zentren / Lernorten
und Bedarfseinschätzung für die Stadt Köln
1. Bedarf an Bildungseinheiten für NRW
Bildung für nachhaltige Entwicklung, BNE und Natur- und Umweltschutz an
außerschulischen Zentren – Ermittlung einer Größenordnung
Diesen Bedarf zu errechnen ist sicher ein sehr ambitioniertes Vorhaben. Jedoch
steht inzwischen eine über 25-jährige Erfahrung in der intensiven Arbeit der
Umweltbildung in NRW und die noch viel längere Erfahrung des Bildungsbedarfs der
Bevölkerung von den beiden großen Naturschutzverbänden NABU und BUND in
NRW zur Verfügung. Auf der Basis dieses Erfahrungsschatzes, gepaart mit dem
aktuellen pädagogischen Wissen, kann eine solide Schätzung einer
Größenordnung ermittelt werden.
Hierbei wird es sich, schon allein aufgrund der mehr als 17,8 Millionen Bürgerinnen
und Bürger in NRW, nicht um eine Definition von Werten im kleinen Bereich oder
„hinter dem Komma“ handeln, sondern es werden Größenordnungen ermittelt, die
zur Setzung eines Handlungsrahmens genutzt werden können.
Mit dieser Analyse soll ein Impuls für mehr pädagogische Einheiten in
außerschulischen Lernorten gesetzt werden.
Die Fragestellung:
Wie viele Bildungseinheiten sollten jedes Jahr an außerschulischen Zentren für alle
Bürgerinnen und Bürger in NRW durchgeführt werden, damit diese in Hinsicht auf
den Natur- und Umweltschutz gut informiert, sensibilisiert und in ihrer
Gestaltungskompetenz gefördert sind?
Basiswerte:
1. Bildung zu Natur- und Umweltschutz mit der Methode der BNE (Bildung für
nachhaltige Entwicklung) kann an außerschulischen Zentren sehr effizient
erfolgen. Diese werden von den Zielgruppen gerne angenommen, wie
ständig ausgebuchte Kurse in den vielen aktiven Bildungszentren wie Haus
der Natur in Wuppertal, Gut Bustedt, NaturGut Ophoven oder Waldschule
Cappenberg beweisen. Dies gilt für Bildungseinheiten vom Kindergarten bis
zur Senior/innenbildung.
2. Diese Bildungseinheiten sind immer als impulsgeb end, zusätzlich oder
ergänzend zu denen in den offiziellen Lerninstituten wie Kindergarten,
Schule, Hochschulen etc zu sehen.
3. Lebenslanges Lernen
In jeder Lebensphase sind die Menschen gerne bereit zu lernen. Es ändern
sich dabei die Themen und die Vermittlungsmethoden. Jedoch sind die
Anlage 3 zur Ratsvorlage UBK
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Bürgerinnen und Bürger im Laufe des Lebens an den Einheiten in den
Zentren unterschiedlich interessiert. Ein Jugendlicher in der Pubertät hat z.
B. ein anderes Interesse als Eltern mit Kindern ab 5 Jahren. Dies wird durch
die Einschätzung der wahrscheinlich genutzten Einheiten in der jeweiligen
Lebensphase berücksichtigt.
4. Um Hemmschwellen zu reduzieren, geht die Analyse davon aus, dass die
Kurse für die Nutzer kostenlos und an Orten stattfinden, die gut erreichbar
sind.
5. Eine Bildungseinheit kann unterschiedlich lang s ein (z. B. eine pädagogische
Einheit zum gesunden Essen kann mit 1,5 Stunden sehr effizient sein, aber
auch ein Projekttag, oder Kurse die sich über mehrere Tage erstrecken).
Um Größenordnungen ermitteln zu können wird eine Einheit mit
durchschnittlich drei Zeitstunden definiert. Hier werden nur höchst effektive
Einheiten mit Materialien zur Vor-und Nachbereitung im Unterricht
vorgesehen.
6. 6) Je eine pädagogisch ausgebildete Kraft arbeit et in einer Bildungseinheit
mit 15 Teilnehmenden.
Berechnungsmethode:
Auf der Basis der oben genannten Annahmen wurde die Anzahl der Bevölkerung in
NRW je Lebensphase-Zielgruppe (siehe 3) ermittelt. Die Daten sind der aktuellen
Landesdatenbank NRW Stand 2009/2010 entnommen.
Sodann wurde die Minimal-Anzahl der in dieser Lernphase sinnvollen
Bildungsveranstaltungen definiert. Ein Beispiel: Wir wissen inzwischen, dass
elementare Impulse für ein späteres bewusstes Handeln für den Natur- und
Umweltschutz bereits im Kindergarten gegeben werden müssen. Daher sind in
diesen drei Jahren mindestens fünf Besuche in Außerschulischen Lernorten z. B. zu
den Themen Energie, Klima, Natur, Konsum oder Ernährung sehr sinnvoll.
Die Grundannahmen je Lebens-Lernphase wurden detailliert mit Expertinnen und
Experten diskutiert und im Konsens wie folgt definiert:
Lebensphase Anzahl der Bildungsveranstaltungen/Phase Teilneh mende
an Bildungs-
veranstaltun-
gen/Jahr
Anzahl
Gruppen
à 15
Personen
Kindergarten In den drei Jahren fünf Bildungsverans taltungen 703.735 46.916
Kindertages-
einrichtungen
6-11-Jährige
In den fünf Jahren vier Bildungsveranstaltungen 59. 194
3.946
Grundschule In den vier Jahren drei Bildungsveranst altungen
vormittags und drei im Rahmen des offenen Ganztags
(ist für den oG sehr niedrig geschätzt)
1.067.954
71.197
Sekundarstufe I In den sechs Jahren drei Bildungsveranstaltungen 58 3.667 38.911
Sekundarstufe
II
In den drei Jahren eine Bildungsveranstaltung 90.40 3
6.027
Anlage 3 zur Ratsvorlage UBK
Seite 3 von 5 Seiten
Berufsschule/
Ausbildung
In dieser durchschnittlich 2,5 Jahre langen Phase zwei
Bildungsveranstaltungen
497.928
33.195
Studierende In dieser Phase drei Bildungsveranstalt ungen 234.693 15.646
Zwischensumme Bildungsbereich - vorrangig vormittags 3.237.573 215.838
Zwischensum -
me nach
Sicher-
heitsabschlag
von 25%
Sicherheitsabzug von 25 % von diesen möglichen
Interessenten, für Teilnehmende, die aus räumlichen,
körperlichen oder anderen Gründen z.B.
Deckeneffekte nicht teilnehmen können.
2.428.180 161.879
Eltern mit
Kindern
Während des Alters der Kinder von 3 - 17 Jahren kann
man im Schnitt davon ausgehen, dass mindestens alle
zwei Jahre eine Veranstaltung besucht wird.
3.449.784
229.986
Kinder im
Grundschulalter
Sinnvoll wäre es, wenn diese im Nachmittagsbereich eine
Jugendgruppe in Sachen Natur- und Umweltschutz
besuchen würden - oder mit einer Ihrer Gruppen z.B.
Kirchliche oder Rot-Kreuz solche Bildungseinheiten
nutzen würden.
Dies wird hier nur nachrichtlich aufgeführt, eine
Schätzung würde diese Analyse überfordern.
Jugendliche in
der
Sekundarstufe
Sinnvoll wäre es, wenn diese im Nachmittagsbereich eine
Jugendgruppe in Sachen Natur- und Umweltschutz
besuchen würden - oder mit einer Ihrer Gruppen z.B.
Kirchliche oder Rot-Kreuz solche Bildungseinheiten
nutzen würden.
Dies wird hier nur nachrichtlich aufgeführt, eine
Schätzung würde diese Analyse überfordern.
25 - 34 Jährige Weiterbildungsinteresse durch Wohnu ngsgestaltung,
Entwicklung der Ernährungsgewohnheiten,
Berufsweiterbildung und Multiplikatorenfortbildung etc -
alle drei Jahre Besuch einer Veranstaltung
621.461
41.431
35 - 64 Jährige Hier nur gelegentliche Auffrischung en - alle 6 Jahre
Besuch einer Veranstaltung
1.519.743 101.316
65 - 74 Jährige Rentenzeit - ein neuer Interessensc hub für
Bildungsveranstaltungen - alle drei Jahre eine
Bildungsveranstaltung
587.989
39.199
Zwischensumme Freizeitbereich (eher nachmittags) 6.178.976 411.932
Zwischensum -
me nach
Sicher-
heitsabschlag
von 25%
Sicherheitsabzug von 25 % von diesen möglichen
Interessenten, für Teilnehmende, die aus räumlichen,
körperlichen oder anderen Gründen z. B.
Deckeneffekte nicht teilnehmen können.
4.634.232 308.949
Ermittelt wurden so die Anzahl der Teilnehmenden und die Anzahl der
Bildungseinheiten (je 3 h im Durchschnitt mit je 15 Personen je Lehrkraft). Um auch
diejenigen zu berücksichtigen, die nicht an Bildungseinheiten teilnehmen können
oder wollen, wurde von dieser Zahl ein Sicherheitsabzug von 25 % vorgenommen.
Die Ersteller dieser Analyse waren sich darüber einig, dass die oben ermittelte
Anzahl der Bildungseinheiten nur den minimalen Bedarf für eine flächendeckende
und lebensphasen-übergreifende Angebotsversorgung abdeckt. Und dies unter der
Voraussetzung, dass die bestehenden Bildungseinrichtungen in einem sehr hohen
Anlage 3 zur Ratsvorlage UBK
Seite 4 von 5 Seiten
Maße die Grundlagen für eine Bildung für Natur- und Umweltschutz und für BNE-
Gestaltungskompetenz legen.
Weiterhin sei darauf hingewiesen, dass es sehr wichtig ist, in einer weiteren Analyse
die Deckung des Bedarfs an Bildung im Freizeitbereich von Kindern und
Jugendlichen zu berechnen. Wir wissen, dass hier Angebote sehr gerne
angenommen werden und für eine Bildung für nachhaltige Entwicklung hoch effizient
sind. Dazu gehört auch die Durchführung von Bildungseinheiten in und mit
bestehenden Gruppen wie Kirche oder dem Deutschen Roten Kreuz. Dieser Bereich
wurde in der oben aufgeführten Berechnung nur nachrichtlich aufgenommen.
Personalbedarf
Um den Personalbedarf für die oben ermittelten Bildungseinheiten zu berechnen,
wurden drei Arbeitszeitszenarien durchgerechnet.
1) Lehrerinnen und Lehrer führen durchschnittlich 2 6,5 Pflichtarbeitsstunden pro
Woche an 40 Wochen im Jahr (Mittelwert der wöchentlichen Pflichtstunden
der Lehrerinnen und Lehrer an Grund- und verschiedenen weiterführenden
Schulen) durch.
2) Ein Lehrer/eine pädagogische Fachkraft führt 2 K urse pro Tag an 220
Arbeitstagen/Jahr durch.
3) Ein Lehrer/eine pädagogische Fachkraft führt 1,5 Kurse pro Tag an 220
Arbeitstagen/Jahr durch.
Der Personalbedarf für eine flächendeckende BNE an außerschulischen Lernorten in
NRW wurde nun mit den og. drei verschiedenen Arbeitszeitszenarien ermittelt.
Bereich Anzahl
Gruppen/Jahr
Mittlere
Einsatzdauer
pro Kurs
Anzahl
Kursstunden/
Jahr
zugrundeliegendes
Arbeitszeiszenario
Anzahl
Pädagogen/
Jahr
Formale
Bildung
161.879 3 h 485.636 h 1 *454
Formale
Bildung
161.879 3 h 485.636 h 2 **368
Formale
Bildung
161.879 3 h 485.636 h 3 ***491
Nicht
formale
Bildung
308.949
3 h 926.846 h 1 *874
Nicht
formale
Bildung
308.949
3 h 926.846 h 2 **702
Nicht
formale
Bildung
308.949
3 h 926.846 h 3 ***936
* Basis: 26,75 h/Woche in 40 Wochen/Jahr
** Basis: 2 Kurse/Tag an 220 Tagen/Jahr
*** Basis: 1,5 Kurse/Tag an 220 Tagen/Jahr
Anlage 3 zur Ratsvorlage UBK
Seite 5 von 5 Seiten
Im Mittel werden also für den formalen Bildungsbereich 438 Lehrer und für den nicht
formalen Bereich 837 Erlebnis- und Umweltpädagogen in ganz NRW benötigt.
Dies sind dauerhaft insgesamt ca. 1275 Lehrkräfte (Schwankungsbreite 1070 -
1430).
Die dabei ermittelten Daten wurden in einer Telefonkonferenz am 12. Dezember
2011 analysiert, konkretisiert und dann im Konsens für ein die gesamte Bevölkerung
umfassendes, lebensphasenübergreifendes BNE-Seminarangebot an
außerschulischen Zentren als sinnvoll bewertet. Für die Telefonkonferenz konnten
erfahrene Umweltpädagogen der Arbeitsgemeinschaft Natur- und Umweltbildung,
(ANU) NRW e.V., der Naturschutzverbände und beratend ein Umweltpsychologe
gewonnen werden. Die Teilnehmenden waren:
Martina Schmitt von Boeselager, Vorsitzende der ANU-NRW e.V.
Birgit Eschenlohr, Umweltpädagogin des BUND e.V. und Teilnehmerin des Runden Tisches
der UN-Dekade der Bildung für Nachhaltigkeit
Dr. Michael Christian Göring, Sprecher des NABU Bundesfachausschuss Umweltbildung und
Kommunikation
Dr. Dirk Scheffler, beratender Umweltpsychologe
Dr. Hans-Martin Kochanek, Leiter NaturGut Ophoven
2. Einschätzung des Bedarfes für die Stadt Köln
Die nachfolgenden Schätzungen wurden freundlicherweise im Juli 2014 durch Herrn
Dr. Kochanek (Leiter NaturGut Ophoven, Leverkusen und Mitautor der oben
dargestellten Ausführungen) übermittelt.
1. Unter der Annahme, dass Schülerinnen und Schüler im Alter von 6 bis15
Jahren mindestens drei Umweltbildungseinheiten während ihrer Schulzeit an
Außerschulischen Lernorten bekommen sollten, ergibt dieses bei einer
pädagogisch sinnvollen Gruppen-Größe von 15 Schülerinnen und Schülern:
1.880 Umweltbildungseinheiten pro Jahr in Köln
(ca. 81.000 Schülerinnen und Schüler dividiert durch 15 (Gruppengröße 15
Pers.) ergibt 5.400, dividiert durch drei (weil jedes Kind in seiner Schulzeit
dreimal an einer Bildungseinheit teilgenommen haben sollte) entspricht 1.800)
2. Unter der Annahme, dass Kinder im Kindergartenal ter mindestens eine
Umweltbildungseinheit in den drei Jahren an Natur-Lernorten bekommen
sollten, ergibt dieses bei einer pädagogisch sinnvolle Gruppen-Größe von 15
Kindern:
2.066 Umweltbildungseinheiten pro Jahr in Köln
(ca. 31.000 KiTa-Plätze dividiert durch 15 (Gruppengröße 15 Pers.) ergibt
2.066)
Anlage 1_Ganzheitliches Kölner Umweltbildungskonzept
84751 Zeichen
Seite 1 von 39
Stand: 13.04.2018
Ganzheitliches Kölner Umweltbildungskonzept (UBK)
Auftragslage: Beschluss des Rates vom 07.10.2010 zum Bürgerhaushalt 2010:
„Erstellung eines ganzheitlichen Kölner Umweltbildungskonzeptes unter Einbin-
dung aller bestehenden städtischen sowie gemeinnützigen Kölner Umweltak-
teure inklusive Personal- und Aufgabenerweiterung der städtischen "Informati-
onsstelle für (schulische) Umweltbildung" zur Umsetzung und Koordination des
erarbeiteten Konzepts.“
Anlagen
• Interkommunaler Vergleich zu Umweltbildungsaktivit äten ausgewählter Städte
• Bedarf an Bildungseinheiten
• Übersicht der Umweltbildner, Institutionen, Organi sationen und Vereine in Köln
Seite 2 von 39
Inhalt
Vorbemerkungen 2017 .................................................................................. .........................3
1. Einleitung und Begründung ............................................................................ .................5
2. Umweltbildung, Naturerfahrung und Biodiversität – Bausteine für Bildung für nachhaltige
Entwicklung (BNE) und Kompetenzentwicklung ........................................................... ..........9
3. Partizipation und Mitwirkung der Beteiligten ......................................................... ......... 12
4. Bedarfsanalyse ....................................................................................... ...................... 13
4.1 Bedarfe von Kölner Umweltbildungsinitiativen ........................................................1 4
4.2 Bedarf von Kölner Kindern und Jugendlichen .........................................................18
4.2.1 Außerschulische (Natur-) Lernorte mit städtischer Beteiligung ........................22
5. Maßnahmen der Stadt im Bereich Umweltbildung ...................................................... ...... 25
5.1 Dezentrale Lernorte für Umweltbildung im Bereich Kinder und Jugendliche................25
5.1.1 Das Schulgartenprojekt – „Gärtnern mit Pänz – Pauken Pausen Pastinaken“ ......25
5.1.2 Das KiTa-Projekt: „Die Natur entdecken mit Hubert der Heuschrecke“ .................26
5.2. Generationenübergreifende Umweltbildung ......................................................... ...27
5.2.1 Biodiversität als Grundlage für Wertschätzung im Bereich Natur und Umwelt ......27
5.2.2 VHS und Thurner Hof ............................................................................ ...............29
5.2.3 Konsum und Lebensstile/Ernährungsbildung ....................................................... .30
5.2.4 Aufbau eines Umweltbildungszentrums für Köln ................................................... 30
6. Inhaltliche Ausrichtung für eine nachhaltige Stadtentwicklung .......................................... 31
7. Instrumente und Methoden für Kommunikation und effektive Zusammenarbeit in der
Kölner Umweltbildung ................................................................................. ......................... 35
7.1. Gemeinsame Kommunikation ........................................................................ ............35
8. Geschäfts- und Koordinationsstelle „Umweltbildung“ ................................................... .. 36
8.1 Aufgaben und personelle Ausstattung einer städtischen Koordinationsstelle ........36
8.2 Finanzielle Ausstattung .............................................................................. ............37
9. Finanzieller und personeller Gesamtbedarf ............................................................ ....... 37
10. Bewertung, Aufgaben und Zielsetzungen ................................................................ ...... 37
Seite 3 von 39
Vorbemerkungen 2017
Mit der Konzeption und Realisation des vorliegenden Ganzheitlichen Umweltbil-
dungskonzepts (UBK) für Köln wurde das Umwelt- und Verbraucherschutzamt im
Bereich der Informationsstelle für schulische Umweltbildung betraut, das Rahmen-
konzept liegt nun vor.
Vor dem Hintergrund, dass die Umweltbildung einer starken Dynamik unterliegt, soll
das vorliegende UBK als erster Anstoß für einen weiteren, perspektivischen und dy-
namischen Entwicklungsprozess verstanden werden.
Zusätzlich darf der Titel „Ganzheitliches Umweltbildungskonzept“ auch nicht mit ei-
nem vollständigen Bildung für nachhaltige Entwicklung, (BNE) -Konzept für die Stadt
Köln verwechselt werden, das UBK kann zum aktuellen Zeitpunkt nicht alle kulturel-
len, wirtschaftlichen, sozialen, globalen und bildungsrelevanten Aspekte abdecken.
Die vielfältigen, existierenden Schnittstellen und Netzwerke innerhalb der Kommune
liegen in der Zuständigkeit weiterer Ämter und Dezernate.
Für eine mögliche zukünftige Entwicklung und Fortschreibung ist es daher wesent-
lich, dass das vorliegende UBK als ein Baustein in der Nachhaltigkeitsarbeit kompa-
tibel und anschlussfähig in einer interaktiven BNE-Landkarte für Köln ist.
Der im Juni 2017 veröffentlichte „Nationale Aktionsplan Bildung für nachhaltige Ent-
wicklung“ auf Basis des UNESCO Weltaktionsprogramms fordert, übergreifend die
Implementierung von Bildung für nachhaltige Entwicklung als eine kommunale Auf-
gabe mit konkreten Maßnahmen umzusetzen.
Dazu kommentiert der Deutsche Städtetag, Dezernat Bildung, Kultur, Sport und
Gleichstellung, in seinem Schreiben vom 11.07.2017:
„Die vorliegenden Handlungsfelder und Ziele beschreiben, wie Kommunen, die
sich für mehr Bildung für nachhaltige Entwicklung öffnen, diese strukturell veran-
kern können. Sie zeigen beispielhafte Schritte auf dem Weg zur Verwirklichung
von BNE auf lokaler Ebene. Wie genau dieser Weg aussieht, wird bestimmt vom
bisherigen Engagement sowie der Selbstverwaltungshoheit und Leistungsfähig-
keit jeder einzelnen Gemeinde, jeder Stadt und jedes Kreises unter Beteiligung
der lokalen Bildungsakteure.“
Insgesamt ist die Stadt Köln seit 2016 mit 15 Städten, Kreisen und Gemeinden in
NRW am Modellprojekt „Global Nachhaltige Kommune NRW“ beteiligt. Zudem gehört
die Oberbürgermeisterin dem Gremium „Dialog Nachhaltige Stadt“ an. Diese Ent-
wicklungen, die von der Stadtspitze getragen werden, gilt es zu begleiten.
Wesentliche Bausteine zur Verwirklichung ganzheitlicher Umweltbildung in Köln sind
dabei nicht nur die eigenen Aktivitäten, sondern auch die vielen Projekte, Vorhaben
und Netzwerke, welche dem Engagement der beteiligten Vereine und Initiativen zu
verdanken sind, und auch bei der Stadtverwaltung Köln und den Bezirksvertretungen
auf große Resonanz stießen. Beispielhaft seien genannt: Gemeinschaftsgärten mit
VHS Biogarten, Agora Köln und Essbare Stadt, Tag des guten Lebens und der Er-
nährungsrat Köln. Diese gilt es zukünftig weiter zu unterstützen und in eigenen Pro-
jekten als Kooperationspartner einzubinden.
Im Rahmen von Partizipations-Workshops zur Ergänzung des Umweltbildungskon-
zeptes wurde daher der Bedarf der Umweltbildner abgefragt. Hier wurde vor allem
der Wunsch nach weiterer Vernetzung und die Darstellung der geleisteten Bildungs-
Seite 4 von 39
arbeit in Öffentlichkeit und Medien ausgedrückt. Aber auch eine finanzielle Unterstüt-
zung wird gewünscht. (Siehe auch nachfolgenden Abschnitt)
Anregungen aus den Partizipations-Workshops 2017-2018
Am 29.Juni 2017, 21.September 2017 sowie am 16.Januar 2018 fanden die Work-
shops zur Partizipation für die Erstellung des UBK mit Teilnehmerinnen und Teil-
nehmern aus Kölner Vereinen, Institutionen und Umweltinitiativen statt. Die Umwelt-
akteure begrüßten die Treffen und formulierten den Wunsch nach weiterer Vernet-
zung, nach der Möglichkeit, ihre Bildungs- und Öffentlichkeitsarbeit gezielt zu präsen-
tieren sowie insbesondere nach finanzieller und ideeller Unterstützung ihrer Projekte.
Als ein wichtiges Anliegen wurde auch die Vorbildfunktion der Stadt angesprochen:
Die Stadt selbst solle nach Meinung der beteiligten Vereine und Initiativen glaubwür-
dig sein und eine Vorreiterrolle wahrnehmen, wenn es z.B. um die Umsetzung von
nachhaltigem Handeln bei Biodiversität, Umgang mit Ressourcen sowie die Beschaf-
fung von fair gehandelten, auch regionalen Produkten gehe.
Im Rahmen der Workshops betonten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die be-
sondere Relevanz von BNE auch für dieses Konzept und formulierten über das UBK
hinaus Fragestellungen, wie zum Beispiel:
• Wie wird BNE in der Kommune umgesetzt?
• Position der Stadt Köln zu BNE-Zielen 2030
• Wie wird BNE in den Bereichen Wirtschaft und Sozia les realisiert?
• Wird die Stadt Köln eine gemeinsame Akquise für (E U-Fördermitteln) für die
Umweltakteure umsetzen?
Diese Fragestellungen sollten im Hinblick auf die oben ausgeführten Entwicklungen
und Prozesse zur gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsstrategie Berücksichtigung fin-
den.
Zusätzlich wurden folgende Anregungen gegeben: Die Teilnehmerinnen und Teil-
nehmer bieten ihre eigenen, dezentralen Lernorte in Köln für Schulklassen sowie für
Veranstaltungen von Umweltverbänden an. Sie greifen den Aspekt des Mangels an
naturwissenschaftlichem Unterricht an den Schulen auf, hier sollte auch das Potenzi-
al an Kompensationsmöglichkeiten durch Umweltbildner, Vereine und Initiativen be-
achtet werden.
Auch wünschen sie sich, dass mögliche Freiflächen für partizipative Umweltbildungs-
und Gartenprojekte von der Stadt zur Verfügung gestellt werden. Namentlich sollte
das Grünflächenamt eingebunden werden.
Perspektivisch seien die Themen der Ernährung und des Ressourcenschutzes als
Unterrichtsfächer erforderlich. Auch der Gemüseanbau als Betriebsform des „Gärt-
nern in der Stadt“ könne zur Schaffung von Arbeitsplätzen (Integration/ Inklusion)
dienen. Nicht nur in der Schule, auch im Stadtalltag sollten darüber hinaus Freiräume
in der Stadt geschaffen werden, die als dezentrale Lernorte generationenübergrei-
fend Bürgerinnen und Bürger zum „Selbstentdecken“ anregen.
Als ein weiterer Wunsch sollte der Thurner Hof als außerschulischer Lernort etabliert
werden. Wichtig für die Umweltbildungsarbeit sei auch die Erreichbarkeit von Lernor-
ten, diese sei zu gewährleisten etwa durch Radwege, den ÖPNV oder auch durch
Zuschüsse bzw. den freien Transport analog der „Museumsbusse“.
Seite 5 von 39
Hingewiesen wird insbesondere darauf, dass die Umweltakteure für ihre Umweltbil-
dungsarbeit sowohl eine finanzielle als auch eine fachlich, koordinierende Unterstüt-
zung benötigen, gefordert wird in diesem Zusammenhang eine zukünftige Übernah-
me der Vernetzungs- und Beratungsfunktionen seitens der Stadt Köln. Neben einer
stärkeren Vernetzung der Einrichtungen untereinander durch die Schaffung eines
„Runden Tisches“, der Synergien bündelt und gemeinsame Arbeitsschritte definiert
ist eine gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit erwünscht, auch um die Bedarfe öffentlich
zu machen.
Hierzu sollte das Angebot der Kölner Umwelt-Bildungslandschaft alle gesellschaftli-
chen Gruppen gleichberechtigt erfassen, eine interaktive Karte der Bildungsland-
schaft erstellt und auf einem gemeinsamen Internetauftritt veröffentlicht werden. Zu-
sätzlich sollten statistische Daten, u.a. die Zielgruppen-Erreichung aller Umweltbil-
dungseinrichtungen erfasst und in einer Liste kartographisch dargestellt werden. Dies
vervollständige das Bild der tatsächlich geleisteten Umweltbildungsarbeit in Köln. Auf
dieser Basis sei der finanzielle Unterstützungsbedarf aller außerschulischen Lernorte
in Köln ermittelbar. Die vorhandene Kölner Bildungskonzepte, Sozialraumkoordinato-
ren, die Bereiche Wirtschaft und Soziales, etc. sollten eingebunden werden, wobei
der Fokus nicht nur auf das Kölner Stadtgebiet beschränkt bleiben sondern sich auch
auf das Potenzial des Umlands erstrecken sollte. Eine Koordinationsfunktion wird
auch beim Thema der Schulgärten angeregt, erforderlich sind der weitere Ausbau
und die kontinuierliche Unterstützung seitens der Stadt Köln.
Zusätzlich wird ein Unterstützungsbedarf auch bei Schulungen, Ehrenamt und Mate-
rialien angemeldet.
Zur Finanzierung von Projekten schlagen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer vor,
dass eine Koordinationsstelle als regionales Netzwerk die Aufgabe der Akquise von
Fördermittel für die jeweiligen Umweltakteure übernimmt. Berücksichtigt werden
müsse auch der Wegfall der bisherigen Projektförderung durch die Klimabausteine
des Klimakreises, so sei der geplante Fördertopf zum Umweltbildungskonzept ent-
sprechend durch die Stadt Köln aufzustocken.
Das Umweltbildungskonzept greift diese Anregungen auf und wird sie im weiteren
Fortschritt entsprechend berücksichtigen.
1. Einleitung und Begründung
Der Umwelt- und Klimaschutz stellt uns weltweit vor schwierige Aufgaben. Nicht nur
global sieht es bedenklich aus, sondern auch in Köln haben wir konkreten Hand-
lungsbedarf. Wir müssen neue Wege einschlagen, um den Umwelt-, Natur- und Kli-
maschutz voranzutreiben und Nachhaltigkeit in unserer Stadt zu verankern. Nur so
können die nachfolgenden Generationen und auch wir zuversichtlich in die Zukunft
blicken. Diese Aufgabe kann nicht von Seiten der Stadtverwaltung allein getragen
werden. Es bedarf vielmehr der Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Eine maß-
gebliche Voraussetzung dafür stellt aber das Wissen um die Probleme und mögliche
Lösungen dar. Daher ist Umweltbildung eine wesentliche Zukunftsaufgabe.
Ausschlaggebend für das folgende UBK ist der Antrag einer Kölner Umweltinitiative
zum Bürgerhaushalt 2010. Im Titel „Erstellung eines ganzheitlichen Kölner Umwelt-
konzeptes“ steckt schon der engagierte Gedanke, ein umfassendes Konzept zu ent-
wickeln, das die vielen Kölner Umweltakteurinnen und -akteure einbezieht, um ge-
meinsam eine Strategie zu entwickeln und um Umweltbewusstsein in einem stärke-
ren Maße in das Bewusstsein der Bevölkerung zu tragen.
Seite 6 von 39
Der Rat hat die Verwaltung am 7. Oktober 2010 mit der Erstellung des UBK beauf-
tragt.
Die Entwicklung eines UBK für Kinder, Schülerinnen und Schüler sowie Jugendliche
kann direkt aus der originären Aufgabe der Infostelle für schulische Umweltbildung
abgeleitet werden.
Für Erwachsene ist die Volkshochschule als kommunale Weiterbildungseinrichtung
für die Bildungsangebote zuständig. Im Rahmen des umfangreichen, gesetzlichen
Weiterbildungsangebotes nimmt der Bereich der Umweltbildung auch hier einen
Schwerpunkt ein.
Darüber hinaus wurden seitens des Dezernates V, Soziales, Integration und Umwelt
über 25 städtische Ämter angeschrieben und um Mitwirkung und Zusammenarbeit
bei der Erstellung des Kölner UBK gebeten.
Die Bearbeitung des UBK begann als Sonderaufgabe im März 2011. Für die Bearbei-
tung und Erstellung des Konzeptes wurde ein Zeitraum von drei Jahren mit einer fi-
nanziellen Ausstattung von jährlich 50.000 Euro, unter anderem zur Finanzierung
von Pilotprojekten, bereitgestellt.
Das vorliegende ganzheitliche Kölner UBK will Wege zur Vermittlung von Kompeten-
zen für BNE im Bereich Umwelt aufzeigen und deren Umsetzung in Köln unterstüt-
zen und fördern.
BNE führt verschiedene Bildungsansätze zusammen. Es geht um die Leitidee, heute
so zu wirtschaften, politisch zu handeln und zu leben, dass auch für nachfolgende
Generationen lebenswerte Verhältnisse ermöglicht werden. Bildungsprozesse finden
in allen Lebensbereichen und allen Sozialisationsbereichen, wie Familie, Schule,
Peergroup (Freundeskreis), Medien und Arbeitswelt statt.
Dabei sind bestehende Netzwerke weiter auszubauen, die Aktivitäten übergreifend
zu strukturieren und der Transfer von Best Practice-Beispielen in die Breite und über
die Institutionsgrenzen hinweg zu fördern. Um hierfür bestmögliche Voraussetzungen
zu schaffen, ist es ein wesentliches Element nachhaltiger kommunaler Entwicklungs-
strategien, Menschen dazu zu befähigen, ihre Zukunft aktiv und eigenverantwortlich
zu gestalten. Hier setzt das Kölner UBK mit dem wichtigen Ziel an, durch entspre-
chende Bildungsmaßnahmen die nachhaltige Entwicklung zu stärken.
Das UBK bietet die Basis für eine breit aufgestellte Umweltbildungsarbeit in Köln.
Weitere Ziele sind, die Kölner Vielfalt kennen zu lernen, „das grüne Köln“ schützen
zu wollen und besondere Lebensräume zu entdecken. Darüber hinaus müssen gera-
de im Bereich des Ressourcenschutzes im gemeinsamen Interesse von Umwelt und
Wirtschaft für einen sorgsamen Umgang mit Ressourcen geworben und Alternativen
aufgezeigt werden.
Die UNESCO stellt vier Lernziele heraus: Wissen lernen, Handeln lernen, Zusam-
menleben lernen, Sein lernen (sich im Sein so anzunehmen, wie man ist). Ergänzend
dazu steht die Erziehung zum Frieden und für den Umgang mit kultureller Diversität
im Vordergrund.
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Projektpartner
Die Erstellung des ganzheitlichen UBK wurde inhaltlich von der „Stiftung Umwelt und
Entwicklung des Landes Nordrhein-Westfalen“ begleitet und unterstützt.
Für Köln hat diese Stiftung das ganzheitliche UBK in eine Gesamtübersicht zur
Nachhaltigkeitsarbeit eingebettet (vgl. Tabelle 1).
Blau markiert sind die Bereiche, die in das UBK eingeflossen sind. Hellgrau sind bei-
spielhafte Bereiche, die durch Vernetzung in der BNE für „Kölns gute Zukunft“ vor-
stellbar sind.
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Tabelle 1: Einbettung eines „ganzheitlichen UBK“ in die Nachhaltigkeitsarbeit
(„Kölns gute Zukunft“), Analyse der Stiftung Umwelt und Entwicklung (SuE)
Han d-
lungs-
bereiche
Erläuterung Sektoren/ Themenfelder der Nachhaltigkeitsarbeit
Umwelt/
Naturschutz
Klima Verbraucher -
schutz/
Konsum
Wirtschaft Soziales Interkultur /
Integration
Eine Welt
Bildung
für nach-
haltige
Entwick-
lung
Aktivitäten in
allen Sektoren
des formalen
und informellen
Bildungssystems
Umwelt- und
Naturschutz-
bildung
Bildung zu
Klima-
schutz und
Klima-
anpassung
Verbraucher-
schutzbil-
dung/
Konsum-
erziehung
Bildung zur
Wirtschafts-
kompetenz
Bildung zu
sozialen
Themen
Bildung zur
inter-
kulturellen
Kompetenz
Globales
Lernen/
entwick-
lungs-
politische
Bildung
Prakti -
sches
bürger-
schaftli-
ches
Engage-
ment
Vorhaben der
praktischen
Nachhaltigkeits-
arbeit
Praktischer
Umwelt- und
Naturschutz/
Biodiversität
etc.
Prakti-
scher
Klima-
schutz/
Aktivitäten
zur Klima-
anpassung
Praktischer
Verbrau-
cherschutz/
Praktische
Konsum-
veränderung
Aktivitäten zur
Durchsetzung
von Nachhaltig-
keitsaspekten
bei Wirtschafts-
unternehmen
Aktivitäten
zum sozi-
alen
Zusam-
menhalt/
zur sozia-
len Ge-
rechtigkeit
in Köln
Aktivitäten
zur Integra-
tion mittels
Interkulturel-
lem Ansatz
Partner-
schafts-
arbeit/
Fairer Han-
del
Politik/
Verwal-
tung
Verankerung von
Nachhaltigkeits-
kriterien in Politik
und Verwaltung
Verpflichtung
auf Umwelt-
und
Naturschutz-
ziele/
Rechen-
schaftslegung
Verpflich-
tung auf
Ziele des
Klima-
schutzes
und der
Klimaan-
passung/
Rechen-
schafts-
legung
Verpflichtung
auf Verbrau-
cherschutz-
ziele/öko-
logische und
soziale
Kriterien in
der Beschaf-
fung/
Rechen-
schaftsle-
gung
Verpflichtung auf
die Förde-
rung/Unter-
stützung nach-
haltigen Wirt-
schaftens/der
Unternehmens-
verantwortung/
Rechenschafts-
legung
Verpflich-
tung auf
soziale
Gerechtig-
keit,
Armutsver-
meidung,
Inklusion/
Rechen-
schafts-
legung
Verpflichtung
auf Integrati-
on und res-
pektvollen
Umgang mit
kultureller
Diversität/
Rechen-
schafts-
legung
Verpflichtung
auf weltweite
Gerechtig-
keit, Armuts-
bekämpfung
und Ent-
wicklung/
Rechen-
schafts-
legung
Wissen -
schaft
(For-
schung,
Lehre)
Verankerung von
Nachhaltigkeits-
arbeit in For-
schung und
Lehre/Erfor-
schung von
offenen Nach-
haltigkeitsfragen/
wissenschaft-
liche Begleitung
der Nachhaltig-
keitsarbeit
Umwelt- und
Naturschutz-
forschung
und -lehre
For -
schung
und Lehre
zu Klima-
schutz
und
Klimaan-
passung
Forschung
und Lehre
zu Verbrau-
cherschutz
Forschung und
Lehre zu nach-
haltiger Wirt-
schaft/
Unter-
nehmensverant-
wortung/
volkswirtschaftli-
chen und
globalwirtschaft-
lichen Fragen
Forschung
und Lehre
zu sozialer
Arbeit
Forschung
und Lehre zu
Interkultur
und Integra-
tion
Forschung
und Lehre
zur Ent-
wicklungs-
politik
Unte r-
nehmen
und In-
dustrie
Umsetzung von
nachhaltigen
Umweltmanag-
mentsystemen
In Betrieben
Ökoprofit
Durch das ganzheitliche UBK wird die Anschlussfähigkeit von Angeboten und Bil-
dungsveranstaltungen im Umweltbereich an die anderen Bereiche eines ganzheitli-
chen Nachhaltigkeitsmodells gewährleistet.
Das UBK stellt somit einen wichtigen Baustein in der komplexen Nachhaltigkeitsar-
beit der Stadt Köln dar.
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2. Umweltbildung, Naturerfahrung und Biodiversität – Bausteine für
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und Kompetenzent-
wicklung
In der Umweltbildung geht es um Kopf und Herz, nämlich im Kopf Bewusstsein zu
schaffen und im Herzen Engagement zu vermitteln. Dass dies notwendig ist, zeigen
die Erfahrungen von Umweltpädagogen und -pädagoginnen, die von Kindern berich-
ten, die nicht wissen, woher die Milch kommt oder Kartoffeln auf Bäumen pflücken
wollen 1. Zoopädagogen und -pädagoginnen beklagen: Kinder kennen den Unter-
schied zwischen einem afrikanischen und indischen Elefanten, aber wissen nicht,
dass in Köln auch Fledermäuse leben.
Der Leitsatz „Du schützt nur das, was du kennst und du siehst nur das, was du
weißt“ trifft für die Umweltbildung in starkem Maße zu. Umweltbildung ist Bildung für
eine nachhaltige Entwicklung. Sie vermittelt Handlungskompetenz, das heißt Fähig-
keiten, Kenntnisse und Wertvorstellungen, um die Zukunft selbstbestimmt und offen
gestalten zu können und einen Wandel im ökologischen, ökonomischen, sozialen
und kulturellen Bereich möglich zu machen.
Das beinhaltet unter anderem die Fähigkeiten
- zum interdisziplinären Lernen,
- zur Selbstreflexion
- zum weltoffenen und sozialen Denken,
- zum vernetzten und zukunftsorientierten Planen
- zum engagierten und auf das Gemeinwohl ausgericht eten Handeln
- zur interkulturellen Kompetenz
Umweltbildung führt dazu, dass sich das Mensch-Natur-Verhältnis umgestalten kann,
indem Antworten auf gesellschaftliche Veränderungen gefunden werden und ein kul-
tureller Bewusstseinswandel eintritt. Ein solcher Wandel ist nur möglich durch das
Erlangen von Kompetenzen und Engagement vieler Menschen.
„Deshalb sind wir in der Pflicht, ein nachahmungsfähiges Modell nachhaltiger Le-
bens- und Wirtschaftsformen zu entwickeln, welches einen Gegenentwurf zu der
sich globalisierenden Leitkultur der Verschwendung und Verschmutzung liefert.“
2
In diesem Zusammenhang ist es besonders wichtig, dass Kinder und Jugendliche
Natur im unmittelbaren Lebensumfeld erleben können. Um dies zu erreichen, ist die
Förderung der Biodiversität auf dem gesamten Stadtgebiet unabdingbar. Denn nur
durch die unmittelbare Begegnung mit Natur direkt vor Ort kann ein entsprechendes
Bewusstsein geschaffen werden. Neben dem Umweltbildungsaspekt erfüllt die Ar-
tenvielfalt darüber hinaus wichtige Funktionen im Zusammenhang mit der Stabilisie-
rung der Biotope und trägt damit zu einer Steigerung der Ökosystemdienstleistungen
bei. Dass eine Reduktion dieser Leistungen dabei nicht auf die Schutzgebiete be-
schränkt bleiben darf, hat im Jahr 2017 auch Umweltministerin Hendricks herausge-
stellt. Sie betonte den Wert der Stadtnatur, da nicht nur dem Klimawandel und der
Schadstoffbelastungen von Boden und Luft durch stabile Ökosystemen besser ent-
1 7. Jugendreport Natur 2016, Universität zu Köln
2 aus Harald Welzer/Klaus Wiegang (Hrsg.): Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung. Wie die
Welt im Jahr 2015 aussieht – und warum man darüber reden muss. S. 7 - 13
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gegengewirkt werden kann, sondern auch dem Wert der Natur hinsichtlich des
menschlichen Wohlergehens ein immer größeres Gewicht zugemessen wird.
Nicht zuletzt ist der Erhalt der Arten auch aus moralischen Verpflichtungen von gro-
ßer Bedeutung. Die Wichtigkeit der Thematik wurde von Seiten der Stadt Köln be-
reits in 2010 durch die Unterzeichnung der Deklaration „Biodiversität in Kommunen“
bekundet, die dazu verpflichtet, die Belange der Biodiversität bei allen Plänen und
Programmen zu berücksichtigen. Mit der Beteiligung am Wettbewerb „Bundeshaupt-
stadt Biodiversität“ in 2011 wurde jedoch durch die Platzierung (Platz 79 von 124)
offensichtlich, dass in Köln ein großer Handlungsbedarf in Bezug auf diese Thematik
besteht. Das größte Defizit lag dabei mit Rang 109 von 124 im Bereich „Natur in der
Stadt“. Diesem Handlungsbedarf muss daher unter anderem im Rahmen des UBK
begegnet werden. Die Umsetzung verschiedener Pilotprojekte hat schon zu einer
Verbesserung der Artenvielfalt in der Stadt beigetragen und Wege aufgezeigt, wie
dieser Aspekt sinnvoll berücksichtigt werden kann. Die Auszeichnung zwei dieser
Projekte als UN-Dekade-Projekte Biodiversität zeigt den überregional erzielten Er-
folg.
Zur weiteren Intensivierung der Aktivitäten ist es zukünftig jedoch erforderlich, weite-
re städtische Ämter einzubeziehen und zu sondieren, welcher Beitrag hier zur Ver-
besserung der Artenvielfalt geleistet werden kann. Zusätzlich ist es sinnvoll, von den
Erfahrungen anderer Kommunen zu profitieren. Ein erster Schritt hierzu war der Bei-
tritt zum Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“ im Frühjahr 2017. Dies
ermöglicht nicht nur den interkommunalen Ideenaustausch, sondern auch die Stär-
kung einer überregionalen Zusammenarbeit und damit der Öffentlichkeitswirksam-
keit.
Die im Rahmen der verschiedenen Ansätze gewonnenen Erfahrungen können zu-
sammen mit einer Analyse des Ist-Zustandes genutzt werden, um eine kommunale
Biodiversitätsstrategie zu erstellen. Der Prozess soll dabei unter Partizipation von
Akteuren aus dem Umweltbereich, der Wissenschaft, der Verwaltung und der Politik
erfolgen. Ziel ist es, Defizite aufzuzeigen und Lösungsansätze zu entwickeln, die zu
einer Stabilisierung der Artenvielfalt in Köln beitragen.
Über die Naturschutzaspekte hinaus vermittelt Umweltbildung im Kontext der BNE
über die Schritte des Erkennens, Bewertens und Handelns aber auch weitere Kom-
petenzen, siehe nachfolgende Tabelle.3
Die Komplexität der verschiedensten Themenbereiche und das interdisziplinäre, ver-
netzte Denken der Umweltbildung tragen zusätzlich dazu bei, Wissen zur vieldisku-
tierten MINT-Thematik (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) an-
schaulich begreifbar zu machen. Die Beobachtung des Lebens im Teich, die Bewe-
gung eines Greifvogels in der Luft oder die Aufzucht und Ernte von Gemüse im
Schulgarten vermitteln naturwissenschaftlich-technische Aspekte und sind dafür gute
Beispiele.
3 Kultusministerkonferenz, Globale Entwicklung, 2007.
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Tabelle 2: Komplexität und interdisziplinäres, vernetztes Denken in der
Umweltbildung
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3. Partizipation und Mitwirkung der Beteiligten
Im Titel „Erstellung eines ganzheitlichen Kölner Umweltbildungskonzeptes“ steckt der
engagierte Gedanke, ein umfassendes Konzept unter Partizipation und Mitwirkung
der vielen Kölner Umweltakteurinnen und -akteure zu entwickeln. Bei der Umsetzung
sollten möglichst alle bestehenden städtischen sowie privaten Kölner Umweltakteure
eingebunden werden.
Die Situation der Umweltbildung in Köln stellt sich so dar, dass sie über ein breites
Spektrum von engagierten Initiativen mit großem Potential verfügt. Dies ist sehr posi-
tiv. Die Kölner Umweltinitiativen decken dabei vielfältige und unterschiedliche Hand-
lungsbereiche ab. Entsprechende Erfahrungen haben auch Stiftungen und Förderer
der Kölner Umweltszene zurückgemeldet.
Die Kölner Umweltinitiativen wenden sich mit hohen Erwartungen an die Stadtverwal-
tung. Diese muss auch in absehbarer Zukunft mit knappen personellen und finanziel-
len Ressourcen haushalten. Daher wird die Ausrichtung des UBK insbesondere das
verwirklichen, was möglichst vielen in der Umweltbildung tätigen Personen und Ver-
einen nutzt. Die Interessen und der entsprechende Unterstützungsbedarf wurden in
einem umfangreichen Partizipationsprozess ermittelt.
Zur verwaltungsinternen Abstimmung wurden neben der Einbindung der Umweltiniti-
ativen auch Besprechungen zum UBK mit den beteiligten Ämtern durchgeführt.
Verlauf des Beteiligungsprozesses
Die Beteiligung der in Köln tätigen Umweltverbände und -institutionen sowie die Mit-
wirkung der städtischen Abteilungen und Ämter fanden von 2011 - 2018 auf folgende
Art statt:
• Onboarding-Workshop „Umweltbildungskonzept“
mit externer Moderation mit Beteiligung von über 30 Personen (Stadthaus,
Konferenzsaal, 13.10.2011)
• Ist-Analyse „Umweltbildung in Köln“
Erstellung eines Fragenkatalogs, Befragung und Auswertung von mehr als 80
Fragebögen der Kölner Umweltbildungseinrichtungen (2011 - 2012)
• Konferenz „Auf dem Wege zum ganzheitlichen Kölner Umweltbildungskon-
zept“, Rautenstrauch-Joest-Museum, 12.03.2012
mit Oberbürgermeister Jürgen Roters, Gastdozenten und Arbeitsgruppen und
mehr als 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern.
• Drei Gesprächsrunden mit Umweltbildnern und -bildn erinnen zur Realisierung
einer Internet-Plattform (2012 - 2013)
• Im Jahr 2013 wurde ein gemeinsames Internetangebot auf dem lokalen Bil-
dungsportal www.bildung.koeln.de realisiert. Eine Informationsveranstaltung
zur Nutzung dieser Datenbank fand im Stadthaus, Konferenzsaal am
23.09.2013 statt.
• Konzeption des Kölner Naturführers „Natur erleben und Umweltbildung in
Köln, unter inhaltlichen Einbindung von mehr als 50 Umweltinstitutionen in
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Köln und Umgebung. Die Broschüre wurde mit einer Auflage von 20.000 Stück
Ende 2013 veröffentlicht.
• Städtischer Runder Tisch zum Umweltbildungskonzept : „Erörterung des Ent-
wurfs des ganzheitlichen Kölner Umweltbildungskonzeptes, Stadthaus, Konfe-
renzsaal, 05.02.2014
• 1.Partizipationsworkshop mit allen interessierten Umweltbildnern, 29.06.2017
im Stadthaus
• 2. Partizipationsworkshop mit allen interessierten Umweltbildnern, 21.09.2017,
Kölner Neuland e.V.
• 3. Partizipationsworkshop mit allen interessierten Umweltbildnern, 16.01.2018,
im Stadthaus
4. Bedarfsanalyse
Im Rahmen des UBK mussten folgende Fragestellungen erarbeitet und anhand von
Zahlen aus Recherchen, statistischen Bevölkerungsdaten der Stadt Köln sowie von
Studien belegt werden:
• Wo sind Mängel der Umweltbildungspraxis, die wir t hematisieren und als Her-
ausforderung begreifen müssen?
• Was sind wertvolle Bereiche, die wir sichern und a usbauen müssen?
• Welche neuen Aufgaben und Schwerpunkte sollten wir für die Kölner Umwelt-
bildung aufgreifen?
Die Bedarfsanalyse stellt sich der Fragestellung zur Ist- und Soll-Situation in der Köl-
ner Umweltbildung. Hierzu gehen Zahlen aus Interviews und Fragebogen, aus Work-
shops und Arbeitsgruppen mit den Beteiligten, Expertenschätzungen sowie aus der
Statistik zur Kölner Bevölkerung mit ein.
Die Ergebnisse der Soll-Ist-Analyse benennen Bedarfe, Defizite und Mängel in der
Kölner Umweltbildung.
Darüber hinaus bietet das UBK die große Chance und Herausforderung, dass neue
Ziele und Schwerpunkte gesetzt, sowie innovative, kreative Aufgaben entwickelt und
nach Beschluss umgesetzt werden. Der folgende Aufbau der Bedarfsanalyse gibt
keine Rangfolge wieder.
• Kölner Umweltinitiativen: Ausgehend vom Antrag zum Bürgerhaushalt wird
der Bedarf der Kölner Umweltinitiativen erläutert.
• Kinder und Jugendliche: Die Bedarfsanalyse für Kin der und Jugendliche in
Köln erhält einen großen Stellenwert, da diese als Zielgruppe von größtem
Einfluss auf die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft ist und die Umweltbil-
dung im Rahmen der BNE dabei wertvolle Investitionserfolge für die Zukunft
gewährleistet.
• Erwachsene: Bedarf einer nachhaltigen und generati onenübergreifenden
Umweltbildung.
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4.1 Bedarfe von Kölner Umweltbildungsinitiativen
In Köln sind mehr als 100 Umweltbildungsverbände und -initiativen mit unterschiedli-
chen Strukturen aktiv, Stand 2017. 4
Mit Beginn der Erstellung des UBK wurde eine Befragung im Jahr 2011 - 2012
durchgeführt. Hierzu wurden mehr als 80 Adressaten von Kölner Umweltverbänden,
-initiativen und -institutionen gewählt. Die Rückmeldung lag bei über 40 ausführlichen
Antworten und Stellungnahmen. Die Ergebnisse der Befragung von 2011 - 2012 sind
als Diagramme dargestellt.
Die nachfolgenden Auszüge einiger Diagramme vermitteln einen Eindruck von der
Vielfalt der Themenbereiche, die durch die Umweltinitiativen in Köln angeboten wer-
den. Das Spektrum der Zielgruppen umfasst Kinder, Jugendliche und Erwachse-
ne/Senioren und Seniorinnen aus den Bereichen der frühkindlichen Bildung, Schule
sowie beruflichen Bildung/Weiterbildung.
• 4 siehe Anlage, Übersicht der Umweltbildner, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln
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Hemmnisse und Herausforderungen der Umweltbildungsarbeit sind begründet in der
Komplexität einer Großstadt mit mehr als 100 beteiligten Institutionen. Die Vereine
und Initiativen sind unterschiedlich strukturiert, verschieden programmatisch aufge-
stellt und ihre personellen und finanziellen Kapazitäten weichen weit voneinander ab.
Viele Personen engagieren sich in der Kölner Umweltbildung und wollen für ihre Or-
ganisation das Bestmögliche erreichen, was wiederum mit der programmatischen
Ausrichtung von anderen Initiativen kollidieren kann und dadurch die Zusammenar-
beit und gemeinsame Ausrichtung zum Erreichen von Zielen erschwert.
Die Umfrage, an der mehr als 40 Kölner Umweltbildungsinstitutionen teilnahmen,
ergab folgende Unterstützungsbedarfe:
• Finanzen/Personal 52 %
• Öffentlichkeitsarbeit 17 %
• inhaltliche Unterstützung 7 %
• Vernetzung 15 %
• Verwaltung und Bürokratie 14 %
Um Teile dieser Bedarfe insbesondere im Bereich der Öffentlichkeitsarbeit zu kom-
pensieren, wurden folgende Maßnahmen angeregt und umgesetzt:
- eine Umwelt- und Naturbildungsbroschüre zur Unter stützung der Öffentlich-
keitsarbeit für Kölner Umweltbildner und
- die Einrichtung eines Internet-Portals für Kölner Umweltbildungsinitiativen. 5
Die „Stiftung Umwelt und Entwicklung des Landes NRW“ hat sich als Projektpartner
an der Erstellung dieses Konzeptes beteiligt. Sie verfügt über umfassende Kenntnis-
se der Kölner Umweltszene, weil sie mittels des eigenen Förderprogramms in den
vergangenen Jahren hohe Beträge für Kölner Umweltinitiativen aufgewendet hat.
Während der Kölner Umweltbildungskonferenz in 2012 stellte die Geschäftsführung
der Stiftung fest, dass Parallelarbeit, Doppelstrukturen und oft wenig abgestimmtes
Handeln für die Arbeit der Kölner Umweltbildner und -bildnerinnen Reibungsverluste
und mangelnde Effizienz zur Folge haben. Die Stiftung formulierte ihre Erwartungen
an das UBK, dass eine koordinierende Funktion der Stadt Köln eine Strukturierung,
umsichtiges Handeln und Synergieeffekte in der Kölner Umweltbildungslandschaft
gewährleisten sollte, das sich wiederum auf die geförderten Projekte positiv auswir-
ke.
Festgestellter Bedarf für eine Koordinationsstelle
Eine Koordination von Umweltbildungsaktivitäten unter der Leitung der Stadt Köln hat
den Vorteil der Neutralität und Unabhängigkeit. Die Koordinationsstelle muss jedoch
auch ausreichende personelle und finanzielle Kapazitäten besitzen, um dieser Funk-
tion und Aufgabe gerecht zu werden und die in sie gesetzten Erwartungen zu erfül-
len. Um eine sinnvolle Koordination leisten zu können, sind zwei Stellen zusätzlich
erforderlich. Die Ausstattung mit auskömmlichen Sachmitteln sollte 100.000 Euro pro
Jahr betragen.
5 „Bildung.Koeln.de“, zertifiziertes Bildungsportal in NRW mit Beteiligung der Stadt Köln
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Das Engagement der vielen privaten und ehrenamtlichen Träger und Trägerinnen
von Umweltbildungsarbeit in Köln verdient besondere Anerkennung – auch seitens
der Politik und Verwaltung. In vielen anderen Städten wird dieses Engagement ge-
zielt durch jährlich alternierende Projektthemen und zweckgebundene Zuschüsse
gefördert. 6 Nur so können die vielfältigen, innovativen Umweltaktivitäten dieser Ver-
bände und Vereine aufrechterhalten werden.
Die Errichtung eines Projektfördertopfes (in Höhe von 50.000 Euro pro Jahr) zur di-
rekten finanziellen Förderung dieser Aktivitäten wird vorgeschlagen. Mittel aus die-
sem Fördertopf sind über die Koordinationsstelle für gemeinsam abgestimmte Pro-
jekte und für Jahres-Arbeitsthemen nach definierten Kriterien einzusetzen und zu
verwenden. Förderkriterien, wie sie in manchen Städten bereits Anwendung finden,
sind für die Umweltbildung zu entwickeln und die Mittelvergabe ist zu dokumentieren.
4.2 Bedarf von Kölner Kindern und Jugendlichen
Gemäß den Leitsätzen „Aufstieg durch Bildung – die Qualifizierungsinitiative
Deutschland“
7 sind die MINT-Fächer zu stärken. Kinder und Jugendliche sollen stär-
ker für Mathematik, Informatik, Natur- und Technikwissenschaften begeistert werden,
um die für die Zukunft bevorstehende Lücke an Fachkräften in Deutschland schlie-
ßen zu können.
Umweltbildung deckt diesbezüglich viele Aspekte ab; hervorgehoben seien der inter-
disziplinär-naturwissenschaftliche sowie der emotional-soziale Aspekt durch das un-
mittelbare Naturerleben mit allen Sinnen:
- Die naturwissenschaftliche Umweltbildung eröffnet Bildungschancen für alle
Kinder und Jugendliche.
- Der emotional-soziale Aspekt hat insbesondere für die Kinder und Jugendli-
chen, die unter erschwerten Bedingungen leben und aufwachsen, einen posi-
tiven Effekt. Eine Förderung in jungen Lebensjahren ist grundlegend für alle
weiteren Bildungserfolge und eine pädagogisch qualifizierte Betreuung kann
die Bildungschancen von Kindern erheblich verbessern.
Den Kindern und Jugendlichen wird durch eine Benachteiligung nicht nur der sichere
Zugang zum Arbeitsmarkt verwehrt, sondern sie werden darüber hinaus emotional
von der Gesellschaft verlassen und sozial ausgegrenzt.
Aus dem Statistischen Jahrbuch der Stadt Köln geht hervor, dass 2015 insgesamt
105.434 Kinder und Jugendliche in Köln zur Schule gingen. Von diesen Schülerinnen
und Schülern besuchten 7.617 Schulen mit Förderbedarf, die im Rahmen der Inklu-
sionsbestrebungen im Umbruch sind.
25 % dieser Kinder und Jugendlichen leiden an Lernstörungen, 27 % an emotionalen
und sozialen Entwicklungsstörungen.
8
Es liegen Studien vor, die der Umweltbildung eine herausragende Rolle für Kinder
und Jugendliche mit Förderbedarf zuschreiben. Das ganzheitliche, die Sinne för-
dernde Naturerleben im Rahmen der Umweltbildung ist insbesondere für diese Schü-
lerinnen und Schüler „Balsam auf die Seele“. 9
6 ausführliche Darstellung s. Anlage 1
7 Qualifizierungsinitiative von Bund und Ländern, Oktober 2008
8 Statistisches Jahrbuch der Stadt Köln 2015
9 Presseartikel Kölner Stadtanzeiger, 14.10.2013
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Das für die Umweltbildung sehr wichtige Alter von 6 bis 15 Jahren haben in Köln
80.945 Kinder und Jugendliche (Stand 2015).
Aus den Zahlen der fünf Außerschulischen Natur- Lernorte (Schulbiologisches Zent-
rum Freiluga, Grüne Schule Flora, Finkens Garten, Waldschule, Zooschule) geht
hervor, dass beinahe nur jedes zweite Kind im Alter von 6 bis 15 Jahren einmal im
Jahr kostenlos im Rahmen der schulischen Umweltbildung „draußen lernen“ kann.
(
Besuchszahlen 41.372 Schülerinnen und Schüler, Stand: 2015/2016)
Fachexperten und -expertinnen fordern in einer Studie, dass Kinder und Jugendliche
in diesem Alter viel häufiger Umweltbildung „draußen“ brauchen: 10
• Im Kindergarten sollte jedes Kind in den drei Jahr en fünf Bildungsveranstal-
tungen an außerschulischen Zentren besuchen
• In Kindertageseinrichtungen sollten 6 bis 11-Jähri ge in den fünf Jahren an vier
Bildungsveranstaltungen teilnehmen
• Während der Grundschulzeit sollten Kinder an minde stens drei schulischen
Bildungsveranstaltungen vormittags und an drei Veranstaltungen im Rahmen
des offenen Ganztags teilnehmen
• In der Sekundarstufe I sollten während der sechs J ahre drei Veranstaltungen
besucht werden
Dabei ließe sich das Angebot der außerschulischen Natur-Lernorte sehr gut durch
zusätzliches Lehrpersonal, durch räumliche Ausweitung und Nutzung der schuleige-
nen Grundstücke als Naturgelände ausweiten und dadurch für den Schulunterricht
mehrfach verdoppeln.
Einkommensarmut
Die ökonomische Situation vieler Familien wirkt sich auf den Zugang zur Bildung und
Teilhabe am gesellschaftlichen Leben aus.
In Ehrenfeld, Nippes, und Porz wächst mehr als jedes zehnte Kind zwischen 6 und
15 Jahren an der Armutsgrenze auf, in Kalk, Mülheim und Chorweiler ist jedes dritte
Kind inzwischen von Armut betroffen und erhält Leistungen nach SGB II.
11
Armut und Barrieren durch fehlende Sprachkenntnisse erschweren die Lebenssitua-
tion von Menschen. Zahlreiche Studien belegen, dass diese Kinder und Jugendlichen
in ihrer schulischen Entwicklung nicht die gleichen Startchancen haben wie Gleichalt-
rige in hinsichtlich Vermögen und Sprachkompetenz besseren Lebenslagen.
Wenn städtische Mittel für Bildungsaufgaben ausgegeben werden, dann sollten sie
insbesondere auch den Kindern und Jugendlichen zu Gute kommen, die erschwerte
Bildungschancen haben und nicht in der Lage sind, aus eigenen Mitteln Bildungsan-
gebote in Anspruch zu nehmen.
10 Dr. Hans-Martin Kochanek, 2011
11 Statistisches Jahrbuch der Stadt Köln 2015
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Festgestellter Bedarf an kostenlosen Angeboten für Umweltbildung
Die Finanzierung für die Teilnahme an Klassenfahrten und für die Anfahrt zu außer-
schulischen Lernorten ist immer wieder ein Problem für viele Kinder und Jugendliche.
Eine kostenlose Teilnahme an Umweltbildung in außerschulischen Lernorten sowie
die Kostenbefreiung für die Anreise sollten in Köln selbstverständlich werden. Inso-
fern wird im Rahmen dieses Konzeptes vorgeschlagen, Modalitäten zu schaffen, so-
dass Kinder kostenlose Angebote für Umweltbildung nutzen können.
Kinder mit Anspruch auf SGB II-Leistungen im Stadtgebiet
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Kinder mit Migrationshintergrund im Stadtgebiet
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4.2.1 Außerschulische (Natur-) Lernorte mit städtis cher Beteiligung
Im Rahmen dieses Konzeptes ist zu gewährleisten, dass allen Kölner Kindern und
Jugendlichen kostenlose Angebote für Umweltbildung zur Verfügung gestellt werden.
Köln verfügt mit mehr als 20 städtischen und nichtstädtischen Umwelt-Lernorten über
ein breites Angebot, das sich wie ein Netz über das Kölner Stadtgebiet legt. Dazu
zählen auch die nachfolgenden sechs Außerschulischen (Natur-)Lernorte, die eine
städtische Beteiligung haben, wobei fünf Einrichtungen mit abgeordneten Lehrkräften
(Landespersonal) ausgestattet sind. Die umweltpädagogische Arbeit der Lehrkräfte
widmet sich der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen für die Naturerfahrung im
Umgang mit Pflanzen, Tieren, Wald und der Ressource Wasser:
• Schulbiologisches Zentrum, Städtische Freiluft- un d Gartenarbeitsschule, Frei-
luga 12
• Grüne Schule der Flora im Botanischen Garten
• Finkens Garten
• Waldschule im Gut Leidenhausen
• Wasserschule Köln (Klärwerk Stammheim, Wasserwerk Köln-Westhoven)
• Zooschule, Zoopädagogik
Die sechs (Natur-) Lernorte sind in der Zuständigkeit von unterschiedlichen städti-
schen bzw. stadtnahen Trägern: Amt für Kinder, Jugend und Familie, Amt für Land-
schaftspflege und Grünflächen und Förderverein, Schutzgemeinschaft Deutscher
Wald e.V., AG Zoologischer Garten sowie Stadtentwässerungsbetriebe Köln AöR
und RheinEnergie Köln. Mit ihrem Unterrichtsangebot konnten diese 6 Lernorte
knapp 51.000 Schülerinnen und Schüler erreichen (Stand: 2016/2017).
Viele Schulen bemühen sich um Termine für Schulklassen vor allem im Bereich Pri-
marstufe und Sekundarstufe I. Alle Außerschulischen (Natur-) Lernorte sind jedoch
auf lange Zeit ausgebucht. Es bestehen lange Wartelisten. Es lässt sich leicht aus-
rechnen, wie viele Klassen ein Lernort aufnehmen kann und wann die Grenze für
einen qualitativ guten Unterricht erreicht ist. Der Anspruch, dass alle Schulkinder
einmal in ihrem Schulleben einen außerschulischen Lernort besuchen können, ist
damit nur für einen Teil der Schulkinder zu realisieren.
Die Nachfrage ist nahezu dreimal größer. Die Besucherzahlen und abgelehnten An-
fragen von Kölner Schülerinnen und Schülern im Alter von 6 bis 15 Jahren nehmen
seit Jahren deutlich zu und belegen das stetig steigende Interesse an Umweltbildung
in diesen Altersklassen. Dass das vorhandene Umweltbildungsangebot dieser Nach-
frage nicht ausreichend entspricht, liegt nicht am Engagement der Lehrkräfte. Diese
bekräftigen immer wieder, dass mehr Lehrkräfte und mehr Raum zur Verfügung ge-
stellt werden müssen, dann wäre viel mehr gute und der Nachfrage entsprechende
Umweltbildungsarbeit in Köln möglich.
12 Inspiriert von den Ideen der Reformpädagogik und der Gartenschulbewegung entstanden in den
1920er Jahren vielerorts Freiluftschulen. Die 1925 gegründete Freiluft- und Gartenarbeitsschule der
Stadt Köln (Freiluga) wurde 1931 auf dem 2. Internationalen Kongress der Freiluftschulen in Brüssel
als eine der schönsten und größten Anlagen dieser Art in Deutschland bezeichnet. Heute ist sie mit 92
Jahren vermutlich die einzige – auch in ihrer Funktion und Bestimmung erhaltene – Anlage aus dieser
Zeit in Deutschland.
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Festgestellter Bedarf für Außerschulische (Natur-) Lernorte mit städtischer Be-
teiligung
Alle außerschulischen Lernorte weisen einen bislang nicht gedeckten Bedarf an wei-
teren Angeboten auf. Fehlende Kapazitäten sind besonders stark in Finkens Garten
einzustufen. In Köln gibt es etwa 31.000 Kölner Kita-Plätze für Kinder im Alter von 3
bis 6 Jahren (Elementarstufe). Aber keine ausreichenden personellen Kapazitäten
am hierfür prädestinierten Natur-Lernort. Bisher finanziert werden Stellenanteile, die
– unterstützt durch den Förderverein und ehrenamtliche Mitarbeit – Angebote für
jährlich etwa 2.500 KiTa-Kinder und ungefähr 500 Kinder in Schul-Ferienprogramme
ermöglicht. Dringend erforderlich ist die Implementierung einer Vollzeitstelle durch
die Stadt Köln in Finkens Garten. Das Naturgelände dort ist groß genug, dass noch
mehr Kinder an Naturerlebnis und Umweltbildung heranführt werden können.
Die Waldschule im Gut Leidenhausen wurde mit einer weiteren halben Lehrerstelle
besetzt, was jedoch die Nachfrage immer noch nicht gänzlich abdeckt.
Die Freiluga ist
durch die Neuordnung der Abordnung/ seitens der Bezirksregierung
Köln seit Sommer 2017 nur noch mit 1,86 Stellen besetzt. An einem Wochentag
kann die zweite Besucherklasse in der Freiluga nicht mehr unterrichtet werden.
Somit ist das Angebot, das derzeit in Köln existiert, bei weitem nicht ausreichend. Die
Infrastruktur und die großen Naturerlebnisflächen der jeweiligen Einrichtungen sind
vorhanden und könnten durch zusätzliches Personal ohne weitere Zusatzkosten hö-
her ausgelastet werden.
Die Außerschulischen (Natur-) Lernorte benötigen daher einerseits eine Bestandga-
rantie, andererseits eine bedarfsgerechte Aufstockung der Fachkräfte und Anpas-
sung der Räumlichkeiten, um der Nachfrage nach dem Umweltbildungsunterricht ge-
recht zu werden.
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5. Maßnahmen der Stadt im Bereich Umweltbildung
5.1 Dezentrale Lernorte für Umweltbildung im Bereich Kinder und
Jugendliche
Die Stärkung der Außerschulischen Natur-Lernorte alleine kann jedoch den Bedarf
im Bereich der Umweltbildung nicht decken. Zum einen sind viele Schulen und Kin-
dergärten aufgrund finanzieller und personeller Ausstattung nicht in der Lage außer-
schulische Angebote zu nutzen. Zum anderen kann eine nachhaltige Verankerung
der Umweltbildungsaspekte nicht ausschließlich über Ausflüge erzielt werden. Viel-
mehr ist hier ein täglicher Umgang mit der Thematik erforderlich. Daher gilt es zu-
sätzlich, auch ein umfassendes Angebot an dezentralen Natur-Lernorten zu schaf-
fen.
Dafür eignen sich insbesondere die einrichtungseigenen Grundstücke, die sich bei
entsprechender Gestaltung zu vielseitigen Erfahrungsräumen umgestalten lassen.
Um den Einrichtungen entsprechende Unterstützung bei der Anlage und Nutzung
solcher dezentralen Bereiche zu bieten, wurden zwei Pilotprojekte gestartet.
5.1.1 Das Schulgartenprojekt – „Gärtnern mit Pänz – Pauken Pausen
Pastinaken“
Schulgärten sind Lebensraum für Pflanzen, Tiere und Menschen. Sie dienen dem
Naturschutz, der biologischen Vielfalt und wirken sich positiv auf das lokale Klima in
der Stadt aus. Als Lernorte eröffnen sie ein breites Spektrum an Bildungsmöglichkei-
ten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie sind Übungsfeld für nachhaltiges
Wirtschaften und bieten auch Raum für Entschleunigung im Schulalltag. Zudem sind
Schulgärten „Freiland-Labore“ für die MINT-Fächer Mathematik, Informatik, Natur-
wissenschaften und Technik.
Dieses ökologische Potenzial soll daher genutzt werden mit dem Ziel der weiteren
Förderung unter den Aspekten:
- Vermittlung ökologischer Zusammenhänge
- BNE
- Lernen von Ernährungssouveränität
- Erfahrung von Selbstwirksamkeit
- Inklusion und Begegnung der Kulturen
Mit dem im Jahr 2015 konzipierten Projekt „Gärtnern mit Pänz – Pauken, Pausen,
Pastinaken“ vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt sollen an Kölner Schulen dau-
erhaft ökologisch und pädagogisch hochwertige Orte geschaffen und dort, wo bereits
vorhanden, nachhaltig gestärkt werden. Dabei geht es in erster Linie darum, Schul-
gärten für den Einsatz im Schulalltag neu anzulegen, wiederzubeleben und zu för-
dern. Auf diese Weise unterstützt das Projekt den naturnahen Schulunterricht „vor
Ort“. Wichtig bei der Fortentwicklung ist die weitere Einbindung der Schulen.
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Mit folgenden Maßnahmen werden Kölner Schulen unterstützt:
• Städtische Online-Plattform 13
Mit umfangreichen Basis-Informationen für Lehrkräfte, OGS-Mitarbeiterinnen
und -Mitarbeiter und Interessierte. Angeboten werden Themen wie: Schulgar-
tenplanung, Biologisches Gärtnern im Schulgarten, Schulgartenunterricht,
Schulgartenmanagement, Aktionen und Maßnahmen zum Spatzen- und Wild-
bienenprojekt sowie Informationen zu Veranstaltungen, lokalen Akteuren und
Fachliteratur.
• regelmäßige Netzwerktreffen mit Kölner Schulgarten -Aktiven in den jeweiligen
Schulen, Schulgärten
• E-Mail-Rundbriefe „Gärtnern mit Pänz“ mit den neus ten Informationen rund
um das Gärtnern, Aufbau und Pflege einer Kontaktdatenbank
• Modell-Schulgärten
Seit 2016 unterstützt das Umwelt- und Verbraucherschutzamt mit seinem Pro-
jekt insgesamt zehn Modellschulgärten an Schulen unterschiedlicher Schul-
formen im gesamten Kölner Stadtgebiet. Schulgarten-Experten und -
expertinnen erstellen zusammen mit Lehrkräften, Schulsozialarbeitern und -
sozialarbeiterinnen oder OGTS-Mitarbeitern und -Mitarbeiterinnen Konzepte
für die Schulgartenplanung und befördern die praktische Umsetzung. Langfris-
tiges Ziel ist es, die beteiligten Schulen stärker zu vernetzen, das Engagement
der Einzelnen zu stärken und das ökologische Potenzial der Schulgärten in
Köln zu beleben. Zusätzlich wird ein Netzwerk aller interessierten Schulen
aufgebaut mit dem Ziel des regelmäßigen Austausches und der gegenseitigen
Hilfestellung.
• Unterstützung von weiteren Schulen bei der Verbess erung der Biodiversität
auf dem Schulgelände und Implementierung der damit verbundenen Artenviel-
falt in den Unterricht.
5.1.2 Das KiTa-Projekt: „Die Natur entdecken mit Hubert der Heuschrecke“
Um den Erhalt der Natur zu forcieren ist es wichtig, schon in jungen Jahren die Kin-
der an dieses Element heranzuführen, da Neugier und Wissensdrang im Elementar-
bereich besonders stark ausgeprägt sind. Im Jahr 2013 hat das Umwelt- und Ver-
braucherschutzamt daher ein Projekt für Kindertagesstätten konzipiert und umge-
setzt. Über eine Kiste mit Utensilien zur ökologischen Aufwertung des KiTa-Geländes
sollten die Einrichtungen motiviert werden, naturnahe Bereiche zu schaffen und diese
mit den Kindern zu erforschen. Ein Begleitbuch mit kindgerechten Anleitungen gibt
den Erzieherinnen und Erziehern dabei Hilfestellung bei der Umsetzung.
Ziel war, das Interesse der Kinder an der Natur zu wecken und gleichzeitig einer Rei-
he von heimischen Tierarten einen Lebensraum zu bieten. Über Natursafaris und
Sinnesspiele sollte darüber hinaus die motorische, kognitive und emotionale Entwick-
13 www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/gaertnern-mit-paenz-pauken-
pausen-pastinaken
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lung der Kinder gefördert werden. Um die Informationen für alle KiTas zugänglich zu
machen, wurde eine Internetseite erstellt. 14
Die Rückmeldungen aus beiden Projekte zeigen, wie groß das Interesse und der Be-
darf an dezentralen Naturerlebnisbereichen ist, da diese in großem Umfang zu einer
nachhaltigen Wissensvermittlung und sozialen Entwicklung beitragen. Allerdings be-
darf die Umsetzung vielfacher, vor allem personeller Ressourcen, die den Einrichtun-
gen nicht immer zur Verfügung stehen. Im Rahmen des UBK gilt es daher, diese An-
sätze, auch unter Einbezug der Umweltbildner freier Träger, weiter auszubauen.
5.2. Generationenübergreifende Umweltbildung
Umweltbildung fokussiert sich nicht nur auf die Bereiche von Kita, Schule und Natur-
spielpädagogik sondern ist generationenübergreifend auch in der Erwachsenenbil-
dung verankert. Denn Umweltbildung ist schon immer von engagierten Personen,
Vereinen und Verbänden, aus ethischer, religiöser und philosophischer Weltan-
schauung, sowie verbunden mit einer großen Wertschätzung der Natur und der
Schöpfung, praktiziert worden. Daneben ist das Interesse an Umweltbildungsthemen
für die Zielgruppe der Erwachsenen während der letzten Jahrzehnte auch gesell-
schaftspolitischen Bestrebungen und Diskussionen gefolgt. Lebensmittelskandale,
Mahnungen nach Chemie-Unfällen sowie die Klimaerwärmung verdeutlichen zum
Beispiel die Notwendigkeit, ein klimafreundlicheres Verhalten durch Bewusstseins-
veränderung zu entwickeln. Über eine lange Zeit blendeten die Verbraucherinnen
und Verbraucher aus, dass der Wohlstand hier zu Lasten der Weltbevölkerung geht,
und dass die Umwelt nicht unendlich geduldig mit Verschmutzung und Raubbau an
Ressourcen sein kann.
Diese Initiativen gilt es im weiteren Prozess zu unterstützen und zu fördern.
5.2.1 Biodiversität als Grundlage für Wertschätzung im Bereich Natur und
Umwelt
Der Mensch neigt dazu, nur das zu schützen, was er kennt. Aus diesem Grund soll
dem Themenbereich der Biodiversität (Artenvielfalt) im Rahmen des UBK ein we-
sentlicher Stellenwert zukommen. Um eine Nachhaltigkeit zu gewährleisten, soll da-
bei nicht nur informiert werden, sondern über eigene Projekte Natur zurück in die
Stadt geholt werden. Über die direkte Begegnung vor Ort kann Naturerleben auf die-
se Weise wieder zum integralen Bestanteil der Lebensumwelt mit all den zu erwar-
tenden positiven Effekten für die Artenvielfalt werden.
Durch eine Partizipation von verschiedensten Akteuren und Akteurinnen aus Natur-
schutz, Wissenschaft und Bildung soll das Wissen und Erleben hinsichtlich Natur-
und Artenschutz durch umsetzungsorientierte Ideen in der Bürgerschaft verbessert
und nachhaltig gesichert werden.
Um die Wirksamkeit verschiedener Ansätze zu prüfen, wurden im Rahmen der Er-
stellung des UBK bereits einige Pilotprojekte umgesetzt:
• Naturforscherkiste „Die Natur entdecken mit Hubert der Heuschrecke“ 15
14 www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/die-naturforscherkiste
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• „Ganz Köln im Spatzenfieber“ 16
• Naturkalender für Köln: „Spatzenkalender“ (2016), „Wilde Tiere in der Stadt“ (2017),
Wildbienen (2018)
• ökologische Gestaltung des Außengeländes in einer Sozialsiedlung in Zusammenar-
beit mit 56/Amt für Wohnungswesen
• Einbringen der Biodiversitätsaspekte in das Schulg artenprojekt „Gärtnern mit Pänz“ 17
• Wildbienenschutz aktiv - ganz Köln macht mit 18
Die Auszeichnung zweier der Projekte als UN-Dekadeprojekte Biodiversität („Natur-
forscherkiste“, 2012, und „Spatzenprojekt“, 2016) zeigt dabei die auch überregionale
Anerkennung der Wirksamkeit. Zusätzlich zeigen die Rückmeldungen aus der Bevöl-
kerung den Erfolg der Vorhaben.
Über die Projekte wurde mit dem Aufbau eines Netzwerkes verschiedenster Akteu-
rinnen und Akteure begonnen. Ziel ist es, diese Kooperation weiter auszubauen. Zur
Sicherung der Nachhaltigkeit wird in diesem Zusammenhang auch der Aufbau eines
Umweltbildungszentrums erfolgen.
19 Hier lassen sich bei entsprechender Konzepti-
on Kräfte sinnvoll bündeln und über die Anschauung vor Ort Natur und ökologische
Zusammenhänge nachhaltig allen Bevölkerungsschichten vermitteln. Zusätzlich soll-
ten folgende Maßnahmen umgesetzt werden:
• Verstetigung der laufenden Projekte zum Thema Biod iversität (Schulgartenpro-
jekt, Spatzenprojekt, Naturforscherkiste, Wildbienenprojekt)
• Konzeption und Umsetzung weiterer Projekte im Bere ich Biodiversität (z. B. wei-
tere stadtteilbezogene Leitartenkonzepte, Schaffung von Naturerlebnisräumen,
Anlage von Wildnis-Bereichen) unter Einbeziehung verschiedenster Institutionen,
die mit der jeweiligen Thematik befasst sind.
• Schaffung der Möglichkeiten zur Naturerfahrung vor Ort z. B. durch die Entwick-
lung ökologisch gestalteter Grünbereiche im Wohnumfeld,
• Aufbau und Pflege einer Internetplattform zur Dars tellung aller biodiversitätsrele-
vanten Projekte der Stadt
• Austausch von Ideen und Aufbau einer überregionale n Zusammenarbeit über das
Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“
• Austausch von Ideen und Aufbau einer überregionale n Zusammenarbeit über
das Bündnis „Kommunen für biologische Vielfalt e.V.“
15 ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biodiversität 2014: www.stadt-koeln.de/leben-in-
koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/die-naturforscherkiste
16 ausgezeichnetes Projekt der UN-Dekade Biodiversität 2016: www.stadt-koeln.de/spatz
17 www.stadt-koeln.de/leben-in-koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/gaertnern-mit-paenz-pauken-
pausen-pastinaken
18 www.stadt-koeln.de/wildbienen
19 Kapitel 3.4 „Aufbau eines Umweltbildungszentrums für Köln“
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• Erstellung und Umsetzung einer Kölner Biodiversitä tsstrategie über einen partizi-
pativen Prozess unter Einbindung weiterer Ämter der Stadtgesellschaft sowie der
Umweltakteure in freier Trägerschaft.
• Stärkere Anpassung der Grünplanung/Grünpflege an d ie Erfordernisse der Arten-
vielfalt gegebenenfalls durch die Festlegung von Standards; hier soll auch eine
Prüfung erfolgen, inwieweit die vom BUND entwickelten Standards berücksichtigt
werden können
• Beratung der planenden und bauenden Ämter sowie ex terner Bauherren zur Be-
rücksichtigung ökologischer Belange bei der Gestaltung von Freiflächen und Ge-
bäuden entsprechend dem Projekt „Öko-Nischen im Wohnumfeld“
Festgestellter Bedarf für generationenübergreifende Umweltbildung in Bezug auf
Biodiversität
Für die Umsetzung ist ein entsprechendes Budget erforderlich. Hierfür sind 120.000
Euro jährlich (ohne Berücksichtigung der Kosten für ein Umweltzentrum) in Ansatz zu
bringen.
5.2.2 VHS und Thurner Hof
Als kommunale Weiterbildungseinrichtung ist die Volkshochschule für die Bildungs-
angebote für Erwachsene zuständig. Im Rahmen des umfangreichen, gesetzlich vor-
geschriebenen Weiterbildungsangebotes nimmt der Bereich der Umweltbildung ei-
nen Schwerpunkt ein.
Darüber hinaus werden auch von anderen Trägern der Weiterbildung Veranstaltun-
gen im Bereich der Umweltbildung angeboten. Bestehende Kooperationen und Ver-
netzungen im Bereich der Weiterbildung werden hier zukünftig sicherlich zu weiteren
konzeptionellen Überlegungen und Umsetzungen von Angeboten genutzt werden
können.
Im Rahmen des „Lebenslangen Lernens“ sind für die Zielgruppe der Erwachsenen
unterschiedliche zeitliche Intervalle für die Teilnahmebereitschaft an Veranstaltungen
der Umweltbildung zu beschreiben.
20
Für die vier Handlungsfelder „Natur/Biodiversität“, „Klima“, „Lebensstil und Konsum“
und „Ressourcen“ sind im Rahmen der Weiterbildungsarbeit entsprechend der Nach-
frage und auf der Basis der Kölner Bevölkerungsstruktur Weiterbildungsprogramme
für Erwachsene durch die Volkshochschule weiter zu entwickeln. Die Nutzung des
ökologischen Lernortes „Thurner Hof“ soll hierbei eine zentrale Rolle spielen.
Die Volkshochschule Köln betreibt seit vielen Jahren in ihrer Außenstelle Köln-
Dellbrück den Lernort „Thurner Hof“. Bestehend aus einem Herrenhaus aus dem 16.
Jahrhundert, das als Unterrichtsgebäude und Büro genutzt wurde, wurde das Haus
einer Generalsanierung unterzogen. Umgeben ist das Gebäude von einem Bauern-
/Biogarten, einer Streuobstwiese, Imkerei und von Biotop-Projekten, die durch eine
Arbeitsgemeinschaft betrieben werden. Hier werden Erwachsene praxisorientiert an
die Thematik der Ernährungsbildung und der Artenvielfalt herangeführt. Allerdings ist,
20 Dr. Hans-Martin Kochanek, Daten Naturgut Ophoven, Leverkusen, 2011.
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da die Kurse nicht kostenfrei angeboten werden, das Angebot nicht für alle gleicher-
maßen zugänglich.
5.2.3 Konsum und Lebensstile/Ernährungsbildung
Neben den Naturschutzbelangen darf aber auch die Wertschätzung unserer eigenen
Lebenswelt(en) nicht in Vergessenheit geraten. Dabei stellt die Ernährung einen
wichtigen Aspekt dar. So richtet sich der Fokus der Aktivitäten der „Informationsstelle
für schulische Umweltbildung“ seit 2011 insbesondere auf das Thema der Wert-
schätzung von Lebensmitteln. Unter dem Motto „Schad dröm – gegen die Lebensmit-
telverschwendung“ führte die Stadt Köln Aktionstage und Konferenzen durch und
erhielt für den gleichnamigen Videoclip für Jugendliche, die Auszeichnung „Nachhal-
tige Kommune“. Im Auftrag des Landesministeriums NRW erstellte die Universität
Paderborn Online-Module für nachhaltige Ernährungsbildung für alle Schulformen.
An der dreimonatigen Pilotphase im Oktober 2012, unterstützt durch das Umwelt-
und Verbraucherschutzamt, beteiligten sich Kölner Schulen. Die Materialien „Wert-
schätzung und Verschwendung von Lebensmitteln“ mit 26 Bausteinen für den Unter-
richt, Sekundarstufe I und Sekundarstufe II stehen allen Schulen auf der Internetseite
der Verbraucherzentrale NRW zur Verfügung.
21
Ziel dieser Aktivitäten sind Änderungen von Konsumgewohnheiten, die zur Ressour-
censchonung und zum nachhaltigen Umweltschutz beitragen. Jedoch bedarf es zur
Sicherung der Nachhaltigkeit einer weiteren Unterstützung von zielgerichteten Pro-
jekten.
Im März 2016 wurde der „Ernährungsrat für Köln und Umgebung“ gegründet und von
Seiten der Stadtspitze begrüßt. Auf lokaler und regionaler Ebene beschäftigt sich das
Gremium in verschiedenen Arbeitsgruppen mit der Entwicklung eines nachhaltigen
regionalen Ernährungssystems, das zu einer ökologischen, ökonomischen und sozial
nachhaltigen Nahrungsmittelversorgung beitragen soll. Diese Entwicklung wird durch
das Umwelt- und Verbraucherschutzamt von Anfang an begleitet und soll durch Bei-
träge und Maßnahmen zur Ernährungsbildung gefördert werden
.
Eine Zusammenarbeit mit dem Ernährungsrat für Köln und Umgebung wurde bereits
begonnen und soll in den kommenden Jahren fortgesetzt werden.
5.2.4 Aufbau eines Umweltbildungszentrums für Köln
Für eine Großstadt wie Köln, die hinsichtlich des sozialen Status eine sehr heteroge-
ne Bürgerschaft aufweist, ist es aus den oben genannten Gründen erforderlich, ein
entsprechend angepasstes, umfangreiches Angebot an Umweltbildung anzubieten.
Vor allem infolge der zunehmenden Naturentfremdung erscheint es dringend gebo-
ten, besonders in diesem Themenschwerpunkt tätig zu werden.
Dies soll über den Aufbau eines Umweltbildungszentrums auf Gut Leidenhausen er-
folgen. Der Ratsbeschluss von November 2017 stellt dabei die finanzielle Grundlage
sicher.
21 www.verbraucherzentrale.nrw/wertschaetzung
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Inhaltlich soll die Umsetzung in enger Abstimmung mit dem Umwelt- und Verbrau-
cherschutzamt der Stadt Köln erfolgen und folgende Ziele beinhalten :
• Beratung in Umweltfragen
• Erarbeitung von Materialien zur Naturerfahrung im direkten Umfeld (Lehrpfad,
Erlebnisheftchen)
• Erarbeitung von Materialien zu anschaulichen Umwel t-Experimenten
• Durchführung von Workshops zu Umwelt- und Naturthe men
• Projektkonzeption im Bereich der Artenvielfalt mit Umsetzungsmöglichkeiten
für jedermann (angelehnt an das Spatzenprojekt und das Wildbienenprojekt
der Stadt Köln)
• Perspektivisch Seminarbetrieb zu bestimmten und ak tuellen Umweltthemen
• Ausstellungskonzeption zu verschiedenen Thematiken und Darstellung in den
eigenen Räumlichkeiten
• Fundraising zur Finanzierung von Projekten
Gut Leidenhausen wurde als geeigneter Standort ermittelt, da mit der Waldschule,
dem Heideportal, der Greifvogelschutzstation, dem Bienenschaukasten, dem Obst-
museum und dem „Haus des Waldes“ bereits geeignete Umweltbildungsangebote
existieren, die auch jetzt schon intensiv von der Bevölkerung genutzt werden. Zu-
sätzlich ist ein Café vorhanden und in den benachbarten Flächen ermöglichen Ge-
hege mit Hirschen und Wildschweinen die direkte Begegnung mit Waldtieren. 22
Für den Aufbau des Umweltbildungszentrums wurde bereits ein Konzept erstellt, das
der Rat in seiner Sitzung am 14. November 2017 beschlossen hat. Das Zentrum soll
in freier Trägerschaft entwickelt werden und inhaltlich vom Umwelt- und Verbrau-
cherschutzamt geleitet und in städtische Projekte einbezogen werden. Als Träger-
verein wird der Heideportalverein fungieren.
6. Inhaltliche Ausrichtung für eine nachhaltige Stadtentwicklung
Die inhaltliche Ausrichtung des UBK wurde im Rahmen des Partizipationsprozesses
durch einen „Onboarding-Workshop“ im Oktober 2011, durch die Ergebnisse der Be-
fragung (2011 - 2013) sowie durch die Arbeitsgruppen der Konferenz im März 2012
gemeinsam mit den Umweltinitiativen und städtischen Beteiligten erarbeitet und ent-
wickelt.
Das ganzheitliche Kölner UBK nimmt diese Ergebnisse als inhaltliche Ziele und Visi-
onen mit auf:
• Vermittlung von Fähigkeiten und Kompetenzen zur Ge staltung eines nachhal-
tigen Mensch-Natur-Verhältnis‘
• Festigung, Sicherung und Etablierung der Umweltbil dungsarbeit von Initiativen
und von Außerschulischen Lernorten
• Förderung der Umweltbildungsarbeit für alle Zielgr uppen
22 Zum Beispiel die Wahner Heide
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• Unterstützung, Umwelt und Natur in Köln mit allen Sinnen zu erfahren
• Etablierung der Stadtverwaltung in ihrer Vorbild-F unktion für umweltbewusstes
Handeln
• Vermittlung von Bewusstseinsbildung und Wertschätz ung von Ressourcen
• Vermittlung von Kompetenzen für einen nachhaltigen Umgang mit Ressourcen
durch Abfallvermeidung, Recycling und Schutz von Umwelt und Natur
• Förderung von Mobilitätserziehung und Sensibilisie rung für Nahmobilität
• Vermittlung von Wissen und Anleitung zu klimafreun dlichem Verhalten
• Stärkung der Naturerfahrungsmöglichkeiten insbeson dere für Kinder durch
Naturerlebnisräume
• Vermittlung von Kompetenzen für die Schaffung ökol ogisch gestalteter Grün-
bereiche auch im Wohnumfeld, in KiTas und in Schulgärten
• Sensibilisierung für nachhaltigen Konsum
• Vermittlung von Kompetenz zur Selbstversorgung
• Förderung von Sensibilität für ökologische Kreislä ufe
• Bewusstseinsbildung für den Erhalt und die Stärkun g der Artenvielfalt
• Wertschätzung und nachhaltiger Umgang von Lebensmi tteln
• Kunst und Kultur als ein Zugang zur Umweltbildung
Das ganzheitliche Kölner UBK will dem Nachhaltigkeitsgedanken in der Stadt Ge-
wicht verleihen. Im Rahmen einer nachhaltigen Stadtentwicklung und der Festlegung
von BNE – angelehnt an „Hamburg lernt Nachhaltigkeit“ – soll es:
- Schlüsselthemen wie Biodiversität und Natur in de r Stadt, Ernährung, Kon-
sum, klimafreundliches Verhalten, Ressourcen und Verteilungsgerechtigkeit
aufgreifen und behandeln. Dabei soll es in seinen Modulen zu den sozialen,
kulturellen und wirtschaftlichen Aspekten der Nachhaltigkeit anschlussfähig
sein,
- bei den Aktivitäten sowohl die Geschlechtergerech tigkeit, als auch die interkul-
turelle und generationsübergreifende Perspektive miteinbeziehen,
- den Gedanken der inklusiven Pädagogik durch Werts chätzung und Anerken-
nung der Unterschiedlichkeit und Vielfalt verwirklichen. Jeder Mensch soll die
Möglichkeit haben, in vollem Umfang an der Gesellschaft teilzuhaben,
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- die verschiedenen Zieldimensionen der nachhaltige n Entwicklung miteinander
verknüpfen,
- sich auf lokale oder globale Nachhaltigkeitsdefiz ite beziehen und hierzu Lö-
sungswege aufzeigen und mitgestalten,
- Nachhaltigkeitsstrategien wie z. B. Effizienz, Su ffizienz, Subsidiarität und Par-
tizipation erlebbar und nachvollziehbar machen,
- Kompetenzen fördern, die auf ein zukunftsfähiges und ressourcen-
freundliches Mensch-Natur-Verhältnis ausgerichtet sind, so dass die Men-
schen an einer nachhaltigen Gesellschaftsentwicklung mitwirken können,
- Methoden einsetzen, die selbst organisiertes Lern en und die Beteiligung an
Entscheidungsprozessen ermöglichen,
- zukunftsfähige Leitbilder entwickeln und transpor tieren helfen,
- die Bildungseinrichtungen umfassend zum Lernort u nd Vorbild der Nachhaltig-
keit und zum Gegenstand des Lernprozesses machen,
- die innerstädtische Zusammenarbeit und die Zusamm enarbeit für die Umwelt-
bildung mit Verbänden und Institutionen, Hochschulen und Wirtschaftsunter-
nehmen intensivieren,
- Patenschaften und ehrenamtliches Engagement förde rn,
- bei Verwaltungsvorhaben immer auch dem Gedanken d er Umweltbildung
Rechnung tragen,
- den gemeinsamen Nutzen für Umweltbildung und Maßn ahmen der Stadtent-
wicklung und -planung, z. B. „Grüngürtel-Konzept“, herausstellen und diese ef-
fizient zusammenführen und
- zu einer umweltgerechteren Stadtstruktur beitrage n.
Für das „operative Geschäft“ und die Umsetzung in der Kölner Umweltbildung ist es
erforderlich, das Wertvolle zu bewahren und zu sich ern, Mängel zu erkennen und wo
möglich abzustellen, sowie neue Ziele, Schwerpunkte und Aufgaben aufzugreifen.
Das UBK definiert die Aufgaben, Strukturen und Koor dination von Kölner Umweltbil-
dungsaktivitäten. Dies bedeutet für die nächsten Schritte:
• Die Verwaltung nimmt diese Koordinationsfunktion w ahr, baut eine konstrukti-
ve und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Beteiligten auf bzw. führt die-
se auf Basis des Partizipationsgedankens weiter,
• städtische und nichtstädtische Beteiligte entwicke ln gemeinsam bedarfsorien-
tiert für bestimmte Zielgruppen und Zeiträume Projekte und Jahresthemen,
• so konkret wie möglich werden innovative, struktur ell wichtige und mittelfristig
realisierbare Projektideen entwickelt, an der möglichst viele Umweltbildungs-
akteure und -akteurinnen mitwirken,
• kurzfristig wirksame Maßnahmen werden erstellt, di e möglichst zügig und oh-
ne großen Aufwand realisiert werden können und
• auf der Grundlage einer effektiven Kommunikationss truktur werden Angebote,
Aktivitäten und Tätigkeiten strukturiert, die die Umweltbildungsakteurinnen und
-akteure in eigener Verantwortung durchführen oder planen können.
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Folgende Projekte wurden bereits seitens des Umwelt- und Verbraucherschutzamtes
durchgeführt:
Natur / Biodiversität
• Naturforscherkiste
• Kölner Spatzenprojekt
• Wildbienenprojekt
• Natur- und Garten AG Kottenforststraße
• Schulgartenprojekt „Gärtnern mit Pänz“
Klima
• Module zum Thema „Strom sparen“
Lebensstil und Konsum
• Schulprojekt „Schad dröm“
Ressourcen
• Städtisches „Klasse-Projekt“ (Dezernat IV, AWB Gmb H)
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7. Instrumente und Methoden für Kommunikation und effektive Zu-
sammenarbeit in der Kölner Umweltbildung
Das UBK stellt zunächst einen Rahmen dar, innerhalb dessen Umweltbildung statt-
finden soll. In enger Zusammenarbeit mit den externen Akteuren wird dieser weiter
präzisiert und so sichergestellt, dass der partizipative Prozess fortentwickelt wird. Um
die Umweltbildung weiter voranzubringen, ist es von großer Bedeutung, die Umwelt-
bildner mit freier Trägerschaft in die Prozesse einzubinden und auch darüber hinaus
zu unterstützen.
7.1. Gemeinsame Kommunikation
Für eine gute Zusammenarbeit zwischen der Stadtverwaltung und den freien Um-
weltakteuren ist dabei zunächst eine wertschätzende Kommunikation erforderlich.
Um dies zu erreichen, ist ein regelmäßiger Austausch unabdingbar. Hierzu sollen die
folgenden Maßnahmen beitragen:
• regelmäßiger Erfahrungsaustausch und Vernetzung de r Beteiligten
• Aufbau einer gemeinsamen Internet-Plattform
• jährliche Konferenz
• regelmäßige Treffen in Arbeitsgruppen und zu Works hops insbesondere zu den
Themen aus 1. Umwelt/ Natur/ Biodiversität, 2. Klima, 3. Lebensstil und Kon-
sum und 4. Ressourcen, sowie weiteres unter Mitwirkung von externen Dozen-
tinnen und Dozenten
Über eine Verstetigung dieser Prozesse soll eine vertrauensvolle Zusammenar-
beit aufgebaut werden, mit dem Ziel der Intensivierung einer gegenseitigen Un-
terstützung im Rahmen von Projekten.
Darüber hinaus sollen die Umweltverbände aber auch in die Umweltbildungspro-
jekte der Stadt Köln unmittelbar über Kooperationen einbezogen und bei eigenen
Projekten finanziell unterstützt werden. Hierzu sollen folgende Maßnahmen die-
nen:
• Festlegung von Projektthemen zu festzulegenden Fra gestellungen und Bereit-
stellung von Mitteln für die Durchführung von Projektelementen durch Vereine
und Initiativen im Kölner Umweltbildungsbereich. Gute Beispiele von Kooperati-
onsprojekten stellen bereits das Spatzenprojekt und das Wildbienenprojekt dar.
Hier sind eine ganze Reihe der freien Umweltbildner involviert, um themenge-
bunden die Bürgerinnen und Bürger über die Notwendigkeit von Artenschutz-
maßnahmen aufzuklären und zur Umsetzung eigener Projekte zu motivieren.
• Hilfe bei Fundraising und bei Behördenangelegenhei ten
• Einsatz von Medien, PR, gemeinsame Öffentlichkeits arbeit
• gemeinsame Informationsveranstaltung und Ausstellu ngen für die Kölner Bür-
gerinnen und Bürger planen und durchführen
• Gemeinsame Newsletter/Infobriefe zu speziellen The men
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• Einrichtung eines Fördertopfes zur Finanzierung ei gener, stadtunabhängiger
Projekte. Dieser ist zunächst in einer Höhe von 50.000 Euro /Jahr geplant.
• Partizipation bei der Entwicklung strategischer Ko nzepte, wie z.B. einer Bio-
diversitätsstrategie
8. Geschäfts- und Koordinationsstelle „Umweltbildung“
Um die Berücksichtigung möglichst vieler Bedarfe zu gewährleisten, ist eine Koordi-
nationsstelle erforderlich.
8.1 Aufgaben und personelle Ausstattung einer städtischen
Koordinationsstelle
Um die Zusammenarbeit mit den Verbänden und Umweltakteuren zu realisieren
und durch gute Koordination und Öffentlichkeitsarbeit eine höhere Wirksamkeit der
einzelnen Maßnahmen zu erreichen, ist die Erweiterung der personellen Kapazitä-
ten im Bereich der Umweltbildung eine wesentliche Voraussetzung.
Als erforderlich wird eine Stelle mit wissenschaftlicher Ausbildung (höherer Dienst,
Naturwissenschaften und Pädagogik) angesehen:
Stellenprofil „Wissenschaftliche Ausbildung“
• Begleitung des UBK in der Umsetzung
• ständige konzeptionelle Weiterentwicklung des UBK
• Vernetzung der in der Kölner Umweltbildung Beteili gten und Kontaktaufnahme
zu weiteren Institutionen
• Entwicklung eines geeigneten, partizipativen Kommu nikationsprozesses im
Bereich Umweltbildung
• Aufbau und Erweiterung der Internet-Plattform
• inhaltliche Gestaltung von Newsletter/Infobriefen
• Aufbau eines Fortbildungsangebotes für die Beteili gten mit vierteljährlichen
Veranstaltungen
• inhaltliche Vorbereitung von Jahreskonferenzen, Ve ranstaltungen und Work-
shops
• Organisation eines jährlich stattfindenden „Runden Tisches“ für die städti-
schen Beteiligten
• Einführung von Qualitätssicherung mit Kriterien fü r Umweltbildungsangebote
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• inhaltliche, konzeptionelle Arbeit zur weiteren Ve rankerung der Bildung für
nachhaltige Entwicklung in Köln für die Handlungsfelder
o Biodiversität und Natur
o Klima
o Ressourcen
o Lebensstil und Konsum
• Kooperation mit den Außerschulischen Lernorten „Fi nkens Garten“,
„FreiLuGa“, Zooschule, Grüne Schule, Waldschule,
• Aufbau einer Arbeitsgruppe für alle Außerschulisch en Lernorte in Köln (unter
Beteiligung von AWB, Odysseum, Wasserschule, Schulstelle Rheinenergie,
Wissenschaftsscheune Max-Planck-Institut, DLR-Schülerlabor usw.
8.2 Finanzielle Ausstattung
Die finanzielle Ausstattung erfordert 50.000 Euro pro Jahr für Konferenz, Workshops,
Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Internet-Plattform und 50.000 Euro zur
Durchführung eigener Pilotprojekte. Sowie 50.000 Euro für den Projektfördertopf für
die externen Umweltbildner.
9. Finanzieller und personeller Gesamtbedarf
Für die Umsetzung des UBK werden folgende personelle und finanzielle Bedarfe
veranschlagt:
Personeller Bedarf im Sachgebiet Umweltbildung:
1 Stelle (EG13, Biologin, Biologe bzw. oder vergleichbare Hochschulqualifikation)
Finanzausstattung:
Projektmittel Biodiversität 120.000 Euro pro J ahr
Projektmittel Koordination Umweltbildung 150.000 E uro pro Jahr,
inklusive Projektfördertopf für die Umweltbildner (50.000 Euro pro Jahr)
10. Bewertung, Aufgaben und Zielsetzungen
Umweltbildung ist eine fundamentale Säule der kommunalen vorsorgenden Umwelt-
politik und ist daher von höchster Priorität. Der Ausschuss Umwelt und Grün (AUG)
und der Stadtvorstand haben hierzu beschlossen, dass sich die Positionierung des
Umweltschutzes in Leitzielen wiederspiegelt. Im AUG wurde der Beschluss am 23.
November 2000 getroffen.
Nur durch die zielführende, effiziente Strukturierung der Umweltbildungsarbeit kön-
nen die vorgegebenen Stadtziele für die nachhaltige Gestaltung von Umwelt- und
Klimaschutz erreicht werden. Da Umweltbildung Bildung für eine nachhaltige Ent-
wicklung darstellt, ist das UBK ein wichtiger Baustein in der komplexen Nachhaltig-
keitsarbeit der Stadt Köln und definiert die Aufgaben, Strukturen und Koordination
von Kölnern Umweltbildungsaktivitäten. Nur durch die zielführende, effiziente Struk-
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turierung der Umweltbildungsarbeit können die vorgegebenen Stadtziele für die
nachhaltige Gestaltung von Umwelt- und Klimaschutz erreicht werden.
Wir alle können zu einem guten Gelingen beitragen, indem wir die Initiativen der zi-
vilgesellschaftlichen Akteure und Akteurinnen stärken und Kooperationen zwischen
kommunalen und nichtstaatlichen Einrichtungen fördern und unterstützen. Lebens-
werter wird unsere Stadt auch, indem Umweltbildung das Bewusstsein der Kölner
Bürgerinnen und Bürger nachhaltig verändert. Wer die entsprechenden Kenntnisse
hat, geht anders mit seiner Umwelt um.
Das UBK bietet die Basis für eine breit aufgestellte Umweltbildungsarbeit in Köln.
Natur und Naturerfahrung sind in einer Stadt nicht einfach zu vermitteln. Umso wich-
tiger ist es, Naturräume erlebbar zu machen und Menschen für ihre Umwelt und die
Natur Kölns zu begeistern. Ziel der Umweltbildungsarbeit in Köln ist es, die Kölner
Vielfalt kennen zu lernen und zu vermitteln, die Kölner „Inseln“ schützen zu lernen
und besondere Lebensräume zu schaffen und für die zukünftigen Generationen zu
bewahren.
Nach Beschluss des ganzheitlichen UBK sind weitere Aufgaben durchzuführen:
• die Umsetzung des UBK mit den Themenschwerpunkten Natur/Biodiversität,
Klima, Lebensstil und Konsum, Ressourcen in der BNE der Stadt Köln durch
eine Evaluation zu begleiten
• die Qualität der Umweltbildungsangebote für Köln d urch Einführung eines
Qualitätsmanagementsystems sicherzustellen
• Zielgruppen mit besonderem Förderbedarf zu identif izieren und Bildungsauf-
gaben umzusetzen unter Berücksichtigung von Integration und Inklusion
• die Mitwirkung und Zusammenarbeit am ganzheitliche n Kölner UBK auf Köl-
ner Unternehmen und Hochschuleinrichtungen auszuweiten
Wir wollen alle Kölnerinnen und Kölner auf den Weg zu einer zukunftsfähigen Stadt
mitnehmen. Ein ganzheitliches Kölner UBK schließt alle ein und schafft ein Miteinan-
der, das auch dem sozialen Frieden dient. Wir alle können noch viel über Nachhal-
tigkeit lernen, unabhängig von Alter und Lebenssituation. Daher muss Umweltbildung
bereits im Elementarbereich ansetzen. In den Kindertageseinrichtungen sollen Kom-
petenzen in den Bereichen „Naturwissenschaften“ und „Gesundheit‘ erlernt werden,
die Kindern dann als Basis für ein „Lebenslanges Lernen“ in diesen Bereichen die-
nen. Ein besonderes Augenmerk ist der Natur- und Umweltbildung von Kindern- und
Jugendlichen zu widmen, denn das was sie in der Jugend erlernen, setzen sie im
Erwachsenenalter um. Diesem Gedanken hat sich die Stadt Köln im Februar 2018
mit dem Siegel der kinder- und jugendfreundlichen Kommune verpflichtet.
Über Abfragen bei den bislang in Köln tätigen Umweltinitiativen ergab sich für die
Stadt ein großer Handlungsbedarf nicht nur hinsichtlich der finanziellen Ausstattung,
sondern auch bei den quantitativen Angeboten und der vor Ort vorhandenen Mög-
lichkeiten der unmittelbaren Erlebbarkeit von Natur. Letztere sind jedoch unabding-
bar, da es in der Umweltbildung um Kopf, Herz und Hand geht, nämlich im Kopf Be-
wusstsein zu schaffen, im Herzen Engagement zu vermitteln und mit der Hand zu
(be-)greifen. Hierfür ist es erforderlich, Natur im direkten Lebensumfeld vorzufinden.
Somit stellt die ökologische Stadtgestaltung einen wesentlichen Aspekt für den Erfolg
der Umweltbildung dar.
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Insgesamt sind folgende Aktivitäten erforderlich:
• Für die vier Handlungsfelder „Natur/Biodiversität“ , „Klima“, „Lebensstil und
Konsum“ und „Ressourcen“ sind im Rahmen der Bildungsarbeit entsprechend
der Nachfrage und auf der Basis der Kölner Bevölkerungsstruktur Weiterbil-
dungsprogramme für Kinder, Jugendliche und Erwachsene u.a. unter Einbe-
zug der örtlich tätigen Umweltverbände zu entwickeln.
• Die außerschulischen Lernorte sind dem Bedarf ents prechend auszuweiten.
• Neben den zentralen Umweltbildungseinrichtungen si nd dezentrale Erlebnisor-
te für das Themenfeld Natur im unmittelbaren Lebensumfeld zu schaffen bzw.
zu stärken. Hierbei ist der Einbezug verschiedenster weiterer städtischer Äm-
ter erforderlich.
• Über den Aufbau eines Umweltbildungszentrums und die Stärkung von Lern-
räumen vor Ort (u.a. Schulgärten) soll möglichst vielen Bürgerinnen und Bür-
gern der Zugang zur Umweltbildung ermöglicht werden.
• Durch eigene Projekte soll die Umweltbildung zusät zlich gestärkt werden.
• Zur Unterstützung der Aktivitäten der in Köln täti gen Umweltinitiativen ist die
Einrichtung eines Fördertopfes sinnvoll. Die Gelder sollen nach definierten Kri-
terien hinsichtlich der Verwendung über die Koordinationsstelle verteilt wer-
den.
Diese Aktivitäten bringen unserer Stadt dem Ziel näher, die ökologischen Strukturen
als Lebensgrundlagen zukünftiger Generationen zu verbessern und die Kölner Viel-
falt im Bereich Natur erlebbar zu machen. Darüber hinaus wird damit im gemeinsa-
men Interesse von Umwelt und Wirtschaft für einen sorgsamen Umgang mit Res-
sourcen geworben. Um hier die erforderliche Resonanz zu erreichen, ist Aufklärung
dringend geboten. Dies gelingt jedoch nur durch umfangreiche Bildungsarbeit. Eine
Erhöhung der Akzeptanz wird das UBK mittels der beschriebenen Aktivitäten, insbe-
sondere durch Partizipation mit der Kölner Stadtgesellschaft erzielen.
Anlage 4_ Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen Institutionen Organisationen und Vereine in Köln (2)
17464 Zeichen
Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 1 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Amt für Schulentwicklung, KLASSE-Projekt "Klima Aktion Schulen Sparen Energie" Willy-Brandt-Platz 3 50679 Köln 0221/ 221- 39245 AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH Beratungsangebote zu den Themen Abfallvermeidung, Wertstoffsammlung und Stadtsauberkeit Maarweg 271 50825 Köln 0221/ 922 22 88 www.awbkoeln.de/beratungsangebote AVG Köln mbH, (Wissen für Kinder und Jugendliche, Fortbildungen für Pädagogen) Geestemünder Straße 23 50735 Köln 0221/ 7170155 www.avgkoeln.de Berufsfortbildungswerk des DGB GmbH Gottesweg 54 50969 Köln 0221/ 3400445 http://weiterbildung.jumpforward.de/Bildu ngsanbieter/Berufsfortbildungswerk-des- DGB-GmbH-bfw-1966.html DLR_School_Labs, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt e.V. (DLR) in der Helmholtz-Gemeinschaft Linder Höhe 51147 Köln 02203/ 601- 3930 www.dlr.de Finkens Garten Friedrich-Ebert-Str. 49 50996 Köln 0221/ 2857364 www.stadt-koeln.de/leben-in- koeln/freizeit-natur-sport/parks/finkens- garten www.finkensgarten.org Flora und Botanischer Garten Köln Amsterdamer Straß e 34 50735 Köln 0221/ 560890 www.botanischergarten-koeln.de Forstbotanischer Garten und Friedenswald Schillings rotter Str. 100 50996 Köln 0221/354325 http://www.stadt-koeln.de/leben-in- koeln/freizeit-natur- sport/parks/forstbotanischer-garten Grüne Schule Flora im Botanischen Garten Amsterdame r Straße 34 50735 Köln 0221/ 56089- 23 www.stadt-koeln.de/leben-in- koeln/freizeit-natur-sport/parks/gruene- schule-flora HÖVI-Land An St. Elisabeth 5 51103 Köln www.hoevi-land.de Kölner Waldlabor an der Bachemer Landstraße, Ecke Stüttgenweg / Amt für Landschaftspflege und Grünflächen Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln 0221/ 221 - 25151 www.koeln-waldlabor.de Kölner Zoo, AG Zoologischer Garten Riehler Str. 173 50735 Köln 0221/ 7785-0 www.koelnerzoo.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 2 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Lernende Region Netzwerk Köln e.V. /Geschäftsstelle Julius-Bau-Straße 2 51063 Köln 0221/ 9908290 www.bildung.koeln.de Museumsdienst der Stadt Köln, Museumspädagogik Leon hard-Tietz-Str. 10 50676 Köln www.museenkoeln.de/museumsdienst Odysseum Corintostr. 1 51103 Köln 0221/ 69068200 www.odysseum.de RheinEnergie AG , Schule und Bildung Parkgürtel 24 50823 Köln 0221/ 1784660 oder 0221/ 1784343 www.rheinenergie.com/bildung Schulbiologisches Zentrum Freiluga (Städtische Freiluft- und Gartenarbeitsschule) Belvederestr. 159 50933 Köln 0221/ 5109610 www.schulbio-freiluga.de Umwelt- und Verbraucherschutzamt, Biodiversität, schulische Umweltbildung Willy-Brandt-Platz 2 50679 Köln 0221/ 221- 22770, 221- 24677 http://www.stadt-koeln.de/leben-in- koeln/umwelt-tiere/umweltbildung/ Universität zu Köln Institut für Biologie und ihre Didaktik Albertus-Magnus-Platz 50923 Köln 0221/ 470-2329 www.biologiedidaktik.uni-koeln.de Universität zu Köln Koordinierungsstelle Wissenschaft +Öffentlichkeit, Geschäftsführung Köln Kinder Uni Albertus-Magnus-Platz 50923 Köln 0221/ 470-6831 www.kinderuni.uni-koeln.de Verbraucherzentrale NRW, Beratungsstelle Köln Frankenwerft 35 (Eingang Mauthgasse) 50667 Köln 0221/ 84618801 www.vz-nrw.de/bildung VHS-Biogarten Thurner Hof Mielenforster Str. 1 51069 Köln 0221/221- 95353 www.biogarten-thurnerhof.de Waldschule / Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. Gut Leidenhausen 51147 Köln 02203/ 39987 www.sdw-nrw-koeln.de Wasserforum Köln e.V. c/o StEB Köln Egonstr. 51061 Köln 0221/221- 22407 www.wasserforum-koeln.de Wasserschule Köln / Lernort Villa Öki, Großklärwerk Köln- Stammheim Egonstr. 51061 Köln 0221/ 6780-129 www.wasserschule-koeln.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 3 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Wasserschule Köln / Lernort Wasserwerk Köln-Westhoven Porzer Ringstr. 1 51149 Köln- Porz- Westhoven 0221/ 6780-129 www.wasserschule-koeln.de Wildgehege Königsforst Köln-Brück Forstrevier Dünnwald, Forsbacher Str. 51109 Köln- Brück WissenschaftsScheune WiS; Max-Planck-Institut für Pflanzenzüchtungsforschung Carl-von-Linné-Weg 10 50829 Köln 0221/5062100 www.wissenschaftsscheune.de Zooschule Köln Riehlerstr. 173 50735 Köln 0221/7785 116 www.koelnerzoo.de/zooschule Betriebe, Organisationen, Vereine adfc Köln und Umgebung e.V. Mauritiussteinweg 11 50676 Köln www.adfc-koeln.de BUND, Kreisgruppe Köln c/o Alte Feuerwache Melchio rstr. 3 50670 Köln www.bund-koeln.de ConAction e.V. Karl-Berbuer-Platz 1 50769 Köln 0221/ 471 95 69 www.conaction-koeln.de Der Kölner Bio-Bauer (Bio-Bildungslandschaft) Poll- Vingster Str. 215 51105 Köln 0221/ 838537 www.koelner-bio-bauer.de Dünnwalder Wald und Wildpark / Förderverein Dünnwalder Wald und Wildpark e.V. Dünnwalder Mauspfad 51069 Köln 0221/ 16949764 www.wildpark-duennwald.de Greenpeace e.V. Arndtstr. 12 50676 Köln www.greenpeace.de/koeln Greifvogelschutzstation Gut Leidenhausen, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. Gut Leidenhausen 51147 Köln 02203/ 39987 www.sdw-nrw-koeln.de Haus des Waldes im Gut Leidenhausen, Freundeskreis Haus des Waldes Köln e.V. Gut Leidenhausen 51147 Köln 02203/ 39987 www.sdw-nrw-koeln.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 4 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Heideportal Gut Leidenhausen e.V. Gut Leidenhausen 1 51147 Köln 02203/ 357651 www.gut-leidenhausen.de HonigConnection c/o Kölner Imkerverein von 1882 e.V. Leyendeckerstr. 18 50825 Köln 01520/ 4924665 und 0151/18332243 https://www.koelner- imkerverein.de/umweltbildungsinitiati ve/ Jugendfarm Wilhelmshof e.V. Bergheimer Weg 27 50737 Köln 0221/ 599 2926 www.jugendfarm-wilhelmshof.de Katalyse Institut für angewandte Umweltforschung e.V. Volksgartenstr. 34 50677 Köln 0221/ 9440480 www.katalyse.de Kölner Imkerverein von 1882 e.V. Leyendeckerstr. 1 8 50825 Köln 0214/ 7079697 www.koelner-imkerverein.de Kölner Jägerschaft e.V., Rollende Waldschule - Waldjugendspiele Gut Leidenhausen 1a 51147 Köln 02203/ 1023437 www.koelner-jaegerschaft.de Lindenthaler Tierpark / Verein der Freunde und Förderer des Lindenthaler Tierpark e.V. Kitschburger Str. 50935 Köln 0221/ 43 34 96 www.lindenthaler-tierpark.de NABIS e.V., c/o Ottmar Lattorf Mannsfelderstr. 17 50968 Köln 02234/ 2093550 www.nabis.de NABU - Naturschutzstation Leverkusen-Köln e.V Talst r.4 51379 Leverkusen www.nabu-station-l-k.de NABU Stadtverband Köln e.V. Alteburger Str. 60 50678 Köln 0221/ 7902889 www.nabu-koeln.de Natur & Kultur – Institut für Ökologische Forschung und Bildung / Träger: Netzwerk e.V. – Soziale Dienste und Ökologische Bildung Longericher Str. 136 50739 Köln 0221/ 888 996- 30, -31, -21 www.net-sozial.de Natur bewegt e.V., Waldpädagogische Klassenfahrten Barbarastr. 3-9 50735 Köln 0221/ 1707053 www.naturbewegt.org Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 5 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Naturfreunde Köln Honschaftsstr. 330 51061 Köln www.naturfreunde-koeln.de NaturGut Ophoven e.V. mit Kinder- und Jugendmuseum EnergieStadt Talstr.4 51379 Leverkusen 02171/ 73499-0 www.naturgut-ophoven.de neues lernen Herwarthstr. 22 50672 Köln 0221/ 514020 www.neues-lernen.info Obstmuseum Gut Leidenhausen, Schutzgemeinschaft Deutscher Wald Köln e.V. Gut Leidenhausen 51147 Köln 02203/ 39987 www.sdw-nrw-koeln.de oikos Köln e.V. c/o Joscha Ruoff Schallstr. 10 5093 1 Köln http://oikos-cologne.org Querwaldein e.V. Sülzburgstr. 218 50937 Köln 0221/ 2619986 www.querwaldein.de Robin Wood, Regionalgruppe Köln, c/o Alte Feuerwache Melchiorstr. 3 50670 Köln www.robinwood.de/koeln TEMA Stiftung für den Naturschutz Silcherstr. 13 50 827 Köln www.temastiftung.de Umweltzentrum Köln West gGmbH Niehler Str. 254 507 35 Köln www.umweltzentrum-koeln.de VCD c/o Alte Feuerwache Melchiorstr. 3 50670 Köln www.vcd-koeln.de Gärtnern in Köln BürgerGarten Auf dem Sandberg 51 51105 Köln www.garten.ideentausch.org Bunkergarten Körnerstr. 101 50823 Köln www.bunkergarten.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 6 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Der kleinen Horrorgarten/ Frau Anja Klein Krüthstr. 40 50733 Köln http://der-kleine-horror-garten.de/ eva e.V. Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung Herbrandstr. 10 50285 Köln 0221/ 506092- 40 www.eva-ev.de F.I.N.K. Interkultureller Gemeinschaftsgarten für Geflüchtete und Kölner BürgerInnen Akazienweg 199 50829 Köln www.finken-koeln.de Gartenglück Gemüse SelbstErnte in Köln Klefhof /Kle fhaus 10 51491 Overath www.klefhof.de Gartenpiraten gartenpiraten.net Gartenwerkstadt Ehrenfeld e.V. Eingang Vogelsanger Str. 231 www.gartenwerkstadt-ehrenfeld.de Kölner NeuLand Gemeinnütziger e.V. Koblenzer Str. 1 5 50968 Köln www.neuland-koeln.de Kräuterkauz/ Diego Gardón, Daniel Baier Im Brücker Bruch/Ecke Opladener Str. 51109 Köln www.kräuterkauz.de Kreisverband Kölner Gartenfreunde e.V., Lehrgarten Müngersdorf Siegburger Str. 514 51105 Köln 0221/ 831050 http://www.kgv-koeln.de/ Netzwerk "Bürger für Bäume" http://buergerfuerbaeume.sharepoint. com Netzwerk Gemeinschaftsgärten Köln www.gemeinschaftsgaerten-koeln.de Pflanzstelle grenzenlos gärtnern e.V. Neuerburgstr. 51103 Köln pflanzstelle.blogsport.eu Stadtwinzer www.stadtwinzer.net Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 7 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Konsum und Lebensstile, Ernährung, Nachhaltigkeit Agora - Tag des guten Lebens Vogelsanger Str. 187 50825 Köln www.agorakoeln.de BioGourmetClub Kochschule & Event GmbH Venloer Str. 59 50672 Köln 0221/ 95299622 www.biogourmetclub.de Bureau gruen., ökoRAUSCH Festival für Design und Nachhaltigkeit Sömmeringstr.21 50823 Köln 0221/5796076 www.oekorausch.de/bureau-gruen/ Colabor Raum für Nachhaltigkeit GbR Vogelsanger St r. 187 50825 Köln 0221/ 2909106 www.colabor-koeln.de Ernährungsrat Köln und Umgebung , c/o Taste of Heimat e.V. Marsiliusstraße 36 50937 Köln htpp//ernährungsrat-köln.de ecosign/Akademie für Gestaltung Vogelsanger Str. 25 0 50825 Köln 0221/ 5461332 www.ecosign.net foodsharing e.V. Marsiliusstr. 36 50937 Köln www.foodsharing.de Jecke Fairsuchung e.V. Volksgartenstr. 34 50677 Köln 0221/ 3310887 www.jeckefairsuchung.net KölnAgenda e.V. Volksgartenstr. 34 50677 Köln 0221/ 3310887 www.koelnagenda.de Kölle global: Der konsumkritische Stadtrundgang www.koelle-global.de Netzwerk "Eine-Welt Stadt Köln", Stadt Köln, Referat für internationale Angelegenheiten 50667 Köln 0221/ 221- 21822 www.stadt-koeln.de/politik-und- verwaltung/internationales/eine-welt- stadt/ Ökomarkt, Argrarkonzept GmbH Hertzstr. 9 50859 Köln 02234/ 2093550 www.oekomarkt.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 8 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Labor gruen. GbR, das gute Leben im Veedel Sömmerin gstr. 21 50823 Köln 0221/ 5796076 www.laborgruen.de Slowfood Deutschland e.V., Convivium Köln Rodderweg 48 50999 Köln 0151/ 17524082 www.slowfood.de/slow_food_vor_ort/koel n Tante Olga Unverpackt Berrenrather Str. 40 50937 Köln 0221/ 94600076 Taste of Heimat e.V. Marsiliusstr. 36 50937 Köln www.tasteofheimat.de The Good Food Körnerstr. 221 50823 Köln www.the-good-food.de TransFair - Verein zur Förderung des Fairen Handels in der Einen Welt Remigiusstr. 21 50937 Köln 0221/ 9420400 www.fairtrade-deutschland.de Veedelskrämer Ehrenfeld unverpackt Venloer Str. 270, Eingang Körner Straße 50823 Köln 0221/ 16893806 www.veedelskraemer.de Adressen rund um Köln Ackerdemia e.V. GemüseAckerdemie, A.Bartmer, Regionalmanagerin NRW 0176/40492741 http://www.gemueseackerdemie.de/ Erlebnisbauernhof Gertrudenhof GmbH Lortzingstr. 16 0 50354 Hürth 02233/ 72816 http://erlebnisbauernhof-gertrudenhof.de Haus der Natur - Biologische Station im Rhein-Kreis Neuss e.V. Kloster Knechtsteden 13 41540 Dormagen 02133/ 50 23 - 0 www.biostation-neuss.de Heideportal Turmhof Kammerbroich 67 51503 Rösrath 02205/ 9477800 www.turmhof.net INFOzentrum Wahner Heide Flughafenstr. 33 Troisdorf- Altenrath 02205/ 9477803 www.heideterrasse.net Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 9 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website KennenLernenUmwelt Burgallee 1 53840 Troisdorf 0179/ 9495132 www.kennenlernenumwelt.de Klefhof, naturpädagogisches Angebot Klefhof /Klefha us 10 51491 Overath www.klefhof.de Landesbetrieb Wald und Holz NRW Regionalforstamt Rhein-Sieg- Erft Krewelstr. 7 53783 Eitorf 02243/ 9216-0 www.wald-und-holz.nrw.de LVR-Freilichtmuseum Kommern Auf dem Kahlenbusch 53894 Kommern www.kommern.lvr.de LVR-Freilichtmuseum Lindlar Lindlar-Steinscheid 51789 Lindlar 02234/ 9921- 555 www.freilichtmuseum-lindlar.lvr.de LVR-Industriemuseum/Papiermühle Alte Dombach Alte D ombach 51465 Bergisch- Gladbach www.industriemuseum.lvr.de metabolon / Entsorgungszentrum Leppe Am Berkebach 51789 Lindlar 0800/ 805 805 0 www.metabolon.de Naturpark Rheinland > Haus der Natur An der Waldau 50 53127 Bonn 0228/ 28 51 07 www.bonn.de Naturpark Rheinland > Naturparkzentrum Gymnicher Mühle Gymnicher Mühle 1 50374 Erftstadt- Gymnich 02237/ 65 74 38 www.naturparkzentrum- gymnichermuehle.de Naturpark Rheinland > Naturparkzentrum Himmeroder Hof Himmeroder Wall 6 53359 Rheinbach 02226/ 23 43 www.naturpark-rheinland.de Naturpark Rheinland > Umweltzentrum Friesheimer Busch Friesheimer Busch 1 50374 Erftstadt 02235/ 95 94 50 www.umweltzentrum-erftstadt.de Naturschule Aggerbogen Stadt Lohmar 53797 Lohmar- Wahlscheid 02206/ 2143 www.naturschule-aggerbogen.de Naturschutzzentrum Bruchhausen Bruchhauser Str. 47- 49 40699 Erkrath 02104/ 797989 www.naturschutzzentrum- bruchhausen.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 10 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website Naturzentrum Eifel Krausstraße 2 53947 Nettersheim www.naturzentrum-eifel.de Portal Steinhaus c/o Regionalforstamt Bergisches Land, Steinhaus 1 51429 Bergisch Gladbach 02204/ 830720 www.wahnerheide-koenigsforst.de, www.wald-und-holz.nrw.de Wahner Heide Portal Burg Wissem Burgallee 1 53840 Troisdorf 02241/ 900425 www.heideportal-burgwissem.de WaldPädagogikZentrum Eifel im LVR-Freilichtmuseum Kommern Eickser Str. 53894 Kommern 02443/ 9980- 124 www.kommern.lvr.de Weitere Institutionen, Stiftungen, Organisationen, Vereine Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung Deic hmanns Aue 29 53179 Bonn 0228/ 6845-0-0 www.ble.de HIT Umwelt- und Naturschutz Stiftungs-GmbH Martinst r. 22 53909 Zülpich 02252/ 8366-72 www.hit-umweltstiftung.de Historische Straßenbahn Köln e.V./Straßenbahn-Museum Thielenbruch Otto-Kayser-Str. 2c 51069 Köln 0221/ 2834771 Kölner Verkehrs-Betriebe AG Scheidtweilerstr. 38 50933 Köln www.kvb-koeln.de Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen Nevinghof f 40 48147 Münster 0251/ 23760 www.landwirtschaftskammer.de Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Schwannstr. 3 40476 Düsseldorf 0211/ 4566-0 www.umwelt.nrw.de OroVerde - Die Tropenwaldstiftung Kaiserstr. 185-19 7 53113 Bonn 0228/ 242900 www.oroverde.de Übersicht der Umweltbildungseinrichtungen, Institutionen, Organisationen und Vereine in Köln Anlage 4 zur Ratsvorlage UBK 11 Hinweis: Die Liste erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit Name Straße PLZ + Ort Telefon Website SK Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn Im Mediapark 7 50670 Köln 0221/ 88895-0 www.sk-kultur.de Stiftung Rheinische Kulturlandschaft Rochusstr.18 53123 Bonn 0228/ 9090721- 0 www.rheinische-kulturlandschaft.de Stiftung Umwelt und Entwicklung Nordrhein-Westfalen Kaiser-Friedrich-Str. 13 53113 Bonn 0228/ 243350 www.sue-nrw.de Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung NRW, Verbraucherzentrale NRW Mintropstr. 27 40215 Düsseldorf 0221/ 73809- 288 www.schulverpflegung.nrw.de Wissenschaftsladen Bonn e.V. Reuterstr. 157 53113 Bonn 0228/ 201610 www.wilabonn.de
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert empfohlen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0510/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
- Datum
- 07.09.2018
- Erstellt
- 15.02.2018 11:00