2014/0321
Außerplanmäßige Ausgaben gem. § 100 HGO in Verbidung mit 3.4.7 DAH hier: Einnahmeverwaltung OpenProsoz, Statistikmodul OpenProsoz Grundsicherung SGB XII und Lizenzen OpenProsoz Fachdienst Eingliederungshilfe Jugendamt (SGB XII)
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2014/0321
9695 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
09.09.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V Dezernat IV
Dezernat I
an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Amt für Soziales
und Prävention
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0321
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 311600/311300
Kostenstelle: 050-002-1000/051-002-1020 Investitionsnummer: 14050-2004 /10051-2001
Kostenträger: 3116-10/3113-21 Sachkonto: 0241010/6166210
Betreff: Außerplanmäßige Ausgaben gem. § 100 HGO in Verbidung mit 3.4.7 DAH
hier: Einnahmeverwaltung OpenProsoz, Statistikmodul OpenProsoz Grundsicherung
SGB XII und Lizenzen OpenProsoz Fachdienst Eingliederungshilfe Jugendamt (SGB
XII)
Vorlage vom: 08.09.2014
Beschlussvorschlag :
1. Der Magistrat stimmt dem Erwerb der Einnahmeverwaltung OpenProsoz der Firma Prosoz
Herten GmbH zum Kassenprogramm Infoma, sowie der erforderlichen Lizenzen zu.
2. Die Verwaltung wird mit der Umsetzung beauftragt.
3. Die notwendigen Mittel in Höhe von einmalig 28.800,00 Euro im HH-Jahr 2014 werden
unter 050-002-1000, SK 0241010, Invest.-Nr. 14050-2004, KT 3116-10 etatisiert.
4. Die notwendigen jährlichen Kosten des Systembetriebes für Wartung/Pflege ab dem
01.01.2015 in Höhe von 9.000,00 Euro werden unter den Kostenstellen 050-002-1000 KT
3116-10, Sachkonto 6166210 in den HH 2015 ff. etatisiert.
- 2 -
5. Der Magistrat stimmt dem Erwerb eines Statistikmoduls OpenProsoz Grundsicherung
Kapitel 4 SGB XII zu.
6. Die notwendigen Mittel in Höhe von einmalig 15.000,00 Euro im HH-Jahr 2014 werden
unter 050-002-1000, SK 0241010, Invest.-Nr. 14050-2004, KT 3116-10 etatisiert.
7. Der Magistrat stimmt dem Kauf von acht OPEN/Prosoz Lizenzen für den Fachdienst
Eingliederungshilfe des Jugendamtes zu.
8. Die Mittel in Höhe einmalig von 22.110,00 Euro (inkl. Erstschulung und Softwareanpassung
Fallmanagement) werden unter der Kostenstelle 051-002-1020, KT 3113-21, SK 0241010,
Investitionsnummer 10051-2001, im HH-Jahr 2014 bereitgestellt.
9. Die notwendigen Haushaltsmittel für Pflege und Wartung ab dem HH-Jahr 2015 ff. in Höhe
von jährlich 6.600,00 Euro werden unter der Kostenstelle 051-002-1020, KT 3113-21, SK
6166210 bereitgestellt.
10. Als Deckungsmittel für die Punkte 3., 6. und 8. dieser Vorlage (65.910 Euro) stehen die
bislang noch gesperrten Mittel unter 050-000-0001, SK 7128000, KT „Verteilung“ zur
Verfügung. Die Freigabe wird beantragt.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom
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Begründung zur Magistratsvorlage vom 08.09.2014
Einnahmeverwaltung OpenProsoz:
Die Umsetzung der Auszahlung der Sozialhilfeleistungen aus dem SGB XII erfolgt bereits
durch das Programm Openprosoz der Firma Prosoz Herten GmbH. Mit diesem Programm
werden durch die Sachbearbeitung im Amt für Soziales und Prävention die Zahlungen
unmittelbar durch eine Kassenschnittstelle zu Infoma zur Auszahlung gebracht. Ein
effizientes Arbeiten ohne aufwändige manuelle Buchungsabläufe führt seit Jahren dazu, dass
die Berechtigten zeitnah über ihre Sozialhilfeleistungen verfügen. Eine Optimierung dieser
Arbeitsabläufe hat im Bereich der Auszahlungen schon stattgefunden.
Im Gegensatz dazu, werden die Rückeinnahmen, wie zum Beispiel Erstattungen des
Rententrägers oder der Krankenkassen, durch manuelle Anordnungen vereinnahmt, mit der
Folge, dass es hier ämterübergreifend längere und verwaltungsaufwändigere Abläufe
benötigt, bis die Einnahmen verbucht sind. Auch eine transparente Zuordnung der
Einnahmen zu den leistungsberechtigten Personen getrennt nach Personenkreisen der
einzelnen Hilfeleistungen ist mit deutlichem Verwaltungsaufwand zwischen dem Amt für
Soziales und Prävention und der Finanzverwaltung verbunden, der über eine
Einnahmeschnittstelle effizienter gestaltet werden kann.
Seit 2014 werden der Wissenschaftsstadt Darmstadt die Transferleistungen der
Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung durch den Bund zu 100% erstattet. Im
Jahr 2014 werden dies voraussichtlich 14 Millionen Euro sein. Diese Leistungen werden
durch das Amt für Soziales und Prävention im Rahmen der Bundesauftragsverwaltung
erbracht und erfordern bei der vierteljährlichen Abrechnung mit dem Bund eine passgenaue
haushaltsrechtlich transparente Aufstellung. Die Ausgaben und Einnahmen müssen zu den
jeweiligen Personenkreisen zugeordnet werden, was derzeit aufgrund der fehlenden
Einnahmeschnittstelle nur mit händischer Ermittlung der Finanzdaten aus dem NSK gelingt.
Um diese erheblichen Einnahmen für die Wissenschaftsstadt gesichert geltend machen und
Revisionsprüfungen des Bundes stand halten zu können, ist es daher erforderlich, die
Einnahmeverwaltung zu optimieren und effizient zu gestalten.
Die Schnittstelle von Openprosoz zu Infoma bietet, ebenso, wie die bereits bestehende
Ausgabeschnittstelle, alle erforderlichen Voraussetzungen, um insbesondere die
Rückeinnahmen transparent zu zuordnen und die Transferleistungen entsprechend der
Anforderungen des Bundes transparent und effizient abrechnen zu können.
- 4 -
Das Personal im Bereich der Leistungssachbearbeitung im Amt für Soziales und Prävention
ist mit dem Auszahlungsprogramm bereits vertraut, so dass sich die Umsetzung der
Einnahmeverwaltung leicht realisieren lässt.
Gleichzeitig wird mit der Umsetzung der Einnahmeschnittstelle der Aufwand an manuellen
Anordnungen im Bereich der Leistungen des SGB XII deutlich reduziert und damit auch die
in diesem Zusammenhang stehenden Kosten. Eine Auswirkung der Optimierungsmaßnahmen
auf die personellen Strukturen in den, mit manuellen Anordnungen befassten Ämtern, ist
nach der Umsetzung zu prüfen.
Die Kassenschnittstelle ermöglicht die unmittelbare Verwaltung und Anpassung der
Einnahmen im Bereich der Leistungsgewährung des Sozialgesetzbuches – zwölftes Buch
(SGB XII). Die Umsetzung erfolgt durch die Software der Firma Prosoz Herten GmbH und die
Schnittstelle von Openprosoz zu Infoma.
Die Schnittstelle ermöglicht die differenzierte Zuordnung der Rückeinnahmen im Bereich der
Leistungsgewährung des SGB XII. Damit kann die Abrechnung mit dem Bund im Rahmen der
Bundesauftragsverwaltung für Leistungen der Grundsicherung im Alter und bei
Erwerbsminderung sichergestellt werden.
Finanzen
:
Einmalig HH-Jahr 2014:
Schnittstelle 18.100,00 Euro
Schulung 3.500,00 Euro
Lizenzen 7.200,00 Euro
Gesamt 28.800,00 Euro
Laufend Wartung/Pflege ab HH-Jahr 2015:
Schnittstelle 4.000,00 Euro
Lizenzen 5.000,00 Euro
Gesamt 9.000,00 Euro
Die Maßnahme befindet sich zurzeit mit der Datenschutzbeauftragten der
Wissenschaftsstadt Darmstadt im Abstimmungsprozess.
- 5 -
Statistikmodul Grundsicherung Kapitel 4 SGB XII:
Durch die Reform der Grundsicherung im SGB XII, welche die Kommunen in
Bundesauftragsverwaltung erledigen, sind die statistischen Meldeerfordernisse ab 2015
deutlich gestiegen und erfordern Anpassungen des Programms OPENPROSOZ der Firma
PROSOZ Herten GmbH für die Datenübermittlung an die statistischen Ämter. Durch das neue
Online-Meldeverfahren eSTATISTIK.core, das den Kommunen ab 2015 vorgeschrieben wird,
sind diese Anpassungen zwingend erforderlich geworden. Die Firma PROSOZ Herten GmbH
stellt ein Statistikmodul bereit, durch die die Zusammenstellung und Lieferung der Daten
automatisiert über eSTATISTIK.core erfolgen kann. Das Modul steuert die korrekte Auswahl der
für die jeweilige Statistik benötigten Daten und wandelt diese in das zur Übermittlung
erforderliche Format um. Ein manuelles Ausfüllen der Fragebögen entfällt, wodurch der
Meldeaufwand erheblich reduziert wird und die in diesem Zusammenhang stehenden Kosten.
Dieses Statistikmodul muss käuflich erworben und implementiert werden.
Die Kosten für das neue Statistikmodul belaufen sich auf geschätzte 15.000 Euro (Mitteilung
der Firma Herten), da der Aufwand der Programmierung bisher noch nicht abschließend
beziffert werden kann.
OpenProsoz Lizenzen für den Fachdienst Eingliederungshilfe Jugendamt:
Mit Schreiben vom 04.11.2013 hat das Hessische Statistische Landesamt über eine Änderung
der Meldeverpflichtung nach § 11a Bundesstatistikgesetz ( BStatG ) hingewiesen.
Nach § 11 a BstatG sind für den Bereich der Hilfen nach dem 3. Kapitel SGB XII zu einer
Bundesstatistik Auskunftspflichtige seit August 2013 zur elektronischen Datenübermittlung
verpflichtet. Da das bisher vom Jugendamt verwendete System ProSoz 14+ nur eine
statistische Erhebung der Fälle nach dem SGB VIII ermöglicht, erfolgte in der Vergangenheit
die statistische Erhebung und Übermittlung der Daten nach dem SGB XII manuell durch
Ausfüllen von Erhebungsbögen. Mit dem Hessischen Statistischen Landesamt wurde für das
Kalenderjahr 2013 und, aufgrund der zeitlichen Verzögerung bei der Umsetzung des Projektes
bei der Stadt, auch für 2014 (Abgabe März 2015) letztmals eine manuelle Erhebung und
Übermittlung vereinbart. Durch den Umstieg vom System ProSoz 14+ auf OPEN/ProSoz kann
den Vorgaben aus dem BStatG ab dem 01.01.2015 Folge geleistet werden.
Darmstadt, 08.09.2014
V/HB
Dezernat I Dezernat IV Dezernat V
Jochen Partsch Andre Schellenberg Barbara Akdeni z
Oberbürgermeister Stadtkämmerer Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0321
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 08.09.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00