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1958/2023

Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt zur Ablehnung der Nutzung des Rheinparks als Fan Zone zur EM 2024

Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss 20.09.2023

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Nächste Beratung: Sportausschuss, Sitzung am 30.11.2023, TOP 5.1

Anlage 1 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt vom 25.05.2023

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Beschlussvorlage Rat

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Anlage 2 Vorabauszug Rat 07.09.2023

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Anlage 1 Auszug aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt vom 25.05.2023

9649 Zeichen

Geschäftsführung  
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 
Frau Brohl 
Telefon:  (0221) 221-91709 
E-Mail: Andrea.brohl@stadt-koeln.de 
Datum: 22.08.2023 
Auszug 
aus der Niederschrift der 20. Sitzung der Bezirksvertretung 
Innenstadt vom 25.05.2023  
öffentlich 
5.2.3 Ablehnung der Nutzung des Rheinparks als Fan Zone zur EM 2024, gem. 
Antrag Grüne, SPD, Die Linke, KlimaFreunde und Die Partei 
AN/0856/2023 
Herr Fischer, B90/Die Grünen, nimmt Bezug zur Vorstellung des Konzeptes zur EM 
2024 in der Sitzung am 09.03.2023 durch das Sportamt. Es gebe mehrere Orte, wo 
Fanaktivitäten stattfinden sollen, zumeist in der linksrheinischen Innenstadt, aber auch 
im Tanzbrunnen. Auch der Rheinpark sei als Ausdehnungsbereich für Fans zum Fuß-
ballkicken geplant. Er befürchte, dass der Rheinpark dadurch schwersten Schaden 
nehmen könnte, dessen Behebung erheblichen Aufwand und es Jahre dauern könne, 
um den jetzigen Zustand wiederherzustellen. Der Rheinpark sei landschaftsarchitekto-
nisch von höchstem Wert und Landschaftsschutzgebiet. Daher lehne er die Nutzung 
des Rheinparks im Sinne des Konzepts zur EM 2024 ab.  
 
Herr Timmer, Sportamt, hebt hervor, dass während der EM mehrere 10.000 Fans er-
wartet würden. Diese und die Kölner Bevölkerung sollen die Atmosphäre und die 
Gastfreundschaft der Stadt Köln erfahren können. Um dies nicht an einem Punkt zu 
konzentrieren und möglichst zu entzerren, würden verschiedene Bereiche einbezo-
gen, deren Angebote zueinander in einer funktionalen Beziehung stünden. Man wolle 
dort sein, wo sich die Fans bewegen und gesteuerte Angebote unterbreiten, die not-
falls sofort wieder beseitigt werden könnten.  
 
Herr Lange, Sportamt, fasst zusammen, dass an Heumarkt und Tanzbrunnen mit 
gastronomischem Angebot während der gesamten EM 2024 Fußball geschaut werden 
könne. Darüber hinaus soll für den Zeitraum 14.06.-30.06.2024 in der Altstadt lokale 
Kunst- und Kultur und im Rheinpark Sport dar- bzw. angeboten werden. Hiermit soll 
der Jugend- und Breitensport gefördert werden. Der Wunsch auch mit Gästen aus 
ganz Europa zu kicken, sei von den Institutionen an die Stadt herangetreten worden. 
Geplant seien fünf Kleinspielfelder, die markiert, mit Toren und in manchen Bereichen 
mit Gittern als Banden versehen würden. Es sollen Turniere, Trainingseinheiten und 
Workshops für Kinder, Jugendliche Senior*innen, Schiedsrichter*innen, Freizeit- und 
Breitensportler*innen, Fans, Menschen mit Behinderung, Queere Community u.v.m. 
angeboten werden. Der Bereich werde durch eine Turnierleitung (Faltzelt ohne Bo-
den), acht Mitmachaktionen und zwei Soocercourts (auf Asphalt) ergänzt. Alles sei fle-
xibel und könne theoretisch quasi über Nacht abgebaut werden. Es sei ansonsten 
keine Gastronomie oder Toiletten geplant. Das Rheinparkcafé und der Beachclub als 
Anlage

ansässige Gastronomien seien in der Lage das Angebot abzudecken. Sollte es einen 
zusätzlichen Bedarf geben, könne der Tanzbrunnen geöffnet werden und das gastro-
nomische Angebot erweitert werden. Toiletten würden in ausreichender Zahl im Be-
reich des Rheinparcafès, des Tanzbrunnen und des Beachclubs zur Verfügung ste-
hen. Es sei keine musikalische Beschallung geplant, maximal eine Box für die Durch-
sage zu den Turnieren. Zusätzliche Müllbehälter würden aufgestellt und bei Bedarf er-
folge eine weitere Reinigung. Die Flächen sollen ab März vorbereitet werden, während 
der Turniere betreut und im Anschluss durch das Sportamt nachbereitet werden. Die 
Beete könnten auf Wunsch eingezäunt werden, der Einsatz eines Wachdienstes sei 
mindestens außerhalb der Öffnungszeiten, bei Bedarf auch darüber hinaus vorgese-
hen.  
 
Herr Nüsser, FDP, hat an die WM 2006 größtenteils negative Erinnerungen bezüglich 
der Auswirkungen in der Altstadt und ist froh, dass Maßnahmen ergriffen würden, um 
dies zu Entzerren. Er fragt, ob an die vorhandenen Plätze auf der Poller Wiese ge-
dacht wurde. Zu den Toiletten bittet er zu berücksichtigen, dass die vorgesehenen 
Planungen große Wege bedeuten und bittet zusätzliche Toiletten aufzustellen. 
 
Herr Timmer betont nochmals, dass die Grundlage des gesamten Konzeptes sei, dort 
zu sein, wo die Fans sind. Am Tanzbrunnen sei Public Viewing und am Jugendpark 
ein Zeltareal, wo Fans übernachten können, geplant. Zwischen diesen Zonen bis zur 
Altstadt werde es zwangsläufig Fußverkehr geben. Auf diesem Weg möchte man die 
Fans abholen und geordnete Angebote schaffen, anstatt sie eigene Spielräume kreie-
ren zu lassen.  
Herr Lange ergänzt, dass zusätzliche Toiletten bei Bedarf kurzfristig zur Verfügung 
stehen würden. Die Sportangebote dort ermöglichen z.B. Siegerehrungen auf der 
Bühne des Tanzbrunnens und ziehen in dem Bereich vielleicht auch internationale 
Gäste an. Dieses besondere Flair sei an der Poller Wiese nicht mehr gegeben.  
 
Herr Schmitz, CDU, bedankt sich und schließt sich den Ausführungen von Herrn Nüs-
ser an. 
 
Herr Cremer, SPD, betont, dass man gerne die Fußballfreunde aus anderen Ländern 
aus Anlass dieses besonderen Ereignisses begrüße, sie auch gebührend empfangen 
und einen entsprechenden Raum geben wolle. Der Rheinpark sei, wie auch die Alt-
stadt, ein Juwel. Die Anwohner würden die Menschenmengen mittragen müssen. In 
der Theorie sei das Konzept richtig, die Realität werde sein, dass sich die Menschen 
über die Angebotsdauer hinaus im Rheinpark aufhalten und diesen möglicherweise 
nicht nur aus familiären Gründen besuchen. Zusätzliche Toiletten seien bei der Pla-
nung dringend notwendig. Der Rheinpark sei die letzte Grünfläche in der Innenstadt, 
die noch familiär und nicht für Partys genutzt werde, was sich schnell ändern könne. 
Seine Sorgen habe die Fachverwaltung nicht entkräften können, daher unterstütze er 
weiterhin den Antrag. 
 
Herr Timmer weist auf ein großes Turnier vor einer Woche auf den Stadionvorwiesen 
hin, wo über 1.300 Mädchen und Frauen Fußball gespielt haben, heute erkenne man 
keine Spur des Geschehens mehr. Auch früher sei im Rheinpark Fußball gespielt wor-
den. Im Rahmen der EM 2024 rede man über einen Zeitraum von 4 Wochen. Um Aus-
wirkungen einzugrenzen, soll es ein kontrolliertes und beobachtetes Konzept geben. 
Irgendeine Sportanlage, die man öffne, werde die Fans nicht anziehen, da die Lauf-
wege klar seien. Die Fans halten sich in der Innenstadt auf und gingen höchstens bei 
einem attraktiven Angebot zum Tanzbrunnen und vom Jugendpark über den Tanz-
brunnen.

Frau Wienke, Die Linke, entgegnet, dass das Turnier vor einer Woche nur an einem 
Tag stattgefunden habe. Sie spricht sich gegen eine Eventisierung und Überwachung 
aus. Spiele würden sich ergeben. Sie wünscht eine Verbesserung und Aufwertung der 
Plätze und Möglichkeiten für Spiele in der Stadt im Rahmen der EM 2024. Die Poller 
Wiesen oder der Kirmesplatz seien laufmäßig erreichbar. Sie bittet dies zu prüfen und 
davon abzusehen, die Grünflächen zu zerstören.  
 
Herr Fischer erklärt, dass die Ausführungen der Fachverwaltung keine neuen Erkennt-
nisse gebracht hätten und die Bedenken nicht ausgeräumt werden konnten. Er be-
grüßt den Vorschlag von Herrn Nüsser, die Poller Wiesen zu bespielen oder auch die 
Stadionvorwiesen. Herr Roters als Vorsitzender des Fördervereins des Rheinparks 
spreche sich ebenfalls strikt gegen die Pläne zur Nutzung des Rheinparks aus.  
 
Dr. Groth, Bürgergemeinschaft Altstadt, betont, dass sich die Bürgergemeinschaft 
frühzeitig mit einer großen Dokumentation bezüglich der EM-Planungen beschäftigt 
habe. Er kritisiert, dass die Altstädter nicht mitgenommen wurden. Das Verfahren sei 
vollkommen intransparent. Es würden gesetzliche Grundlagen wie Bebauungspläne, 
Landesimmisionsschutzgesetz, Wohnraumschutzsatzungen oder Landschaftsschutz-
satzungen mit einer Nonchalance zur Seite geschoben, die einen atemlos mache. 
Man sei extrem gegen eine Eventisierung. Er spricht sich für einen sanften Fußball-
tourismus aus, der nicht über den Alkohol und Bierbuden definiert werde. Er unter-
stütze den vorliegenden Antrag und würde sich freuen, wenn die Platznutzungskon-
zepte eingehalten würden.  
 
Herr Bezirksbürgermeister Hupke lobt den Einsatz von Herrn Timmer und Herrn 
Lange für den Sport und die Vereinsarbeit. Der Rheinpark sei das einzige Garten-
baujuwel, was sich mit anderen Großstädten in Größe und Geschichte vergleichen 
lasse, er stehe unter Landschaftsschutz und Denkmalschutz. Dieses Konzept sei in 
anderen Ländern nicht denkbar. Durch Einladung von Stars könnten die Poller Wiesen 
auch Publikumsmagnet werden.   
 
Herr Nüsser unterstützt die Absicht der Entzerrung. Er erklärt, dass man im Gegen-
satz zum angesprochenen Fußballfest auf den Stadionvorwiesen von einem anderen 
Zeitraum und anderen Besuchern rede. Die Menschen würden bewusst in den Ju-
gendpark und Tanzbrunnen gezogen und nun damit begründet, dass der Rheinpark 
genutzt werden soll. Er sieht im Konzept erhebliches Verbesserungspotential.    
 
Beschluss: 
 
In der Sitzung vom 09.03.2023 stellte die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt 
das Konzept zur Fußball-EM 2024 vor. Dieses sieht neben Stationen in der Altstadt 
und im Tanzbrunnen auch die Nutzung des Rheinparks als Fan Zone vor. Aufgrund 
des unschätzbaren landschaftsarchitektonischen und ökologischen Wertes des Tanz-
brunnens lehnt die Bezirksvertretung Innenstadt eine Nutzung des Rheinpark-Gelän-
des im Rahmen der Planungen zur Fußball-EM 2024 ab. Sie bittet die Oberbürger-
meisterin, die entsprechenden Planungen der Verwaltung unverzüglich zu stoppen 
und den Rat der Stadt Köln, dies durch einen entsprechenden Beschluss zu unterstüt-
zen. 
 
Abstimmungsergebnis: 
 
Einstimmig zugestimmt bei Enthaltung der FDP.

Beschlussvorlage Rat

2295 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
I/02/02-1 
 
Vorlagen-Nummer 
 1958/2023 
Freigabedatum 
28.08.2023  
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung 
Betreff 
Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt zur Ablehnung der Nutzung des 
Rheinparks als Fan Zone zur EM 2024  
Beschlussorgan 
Rat 
Gremium Datum 
 
Beschluss: 
Der Rat nimmt die Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt aus ihrer Sitzung am 
25.05.2023, TOP 5.2.3 (Anlage 1) zur Kenntnis. 
 
 
 
Alternative: 
Der Rat nimmt die Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt aus ihrer Sitzung am 
25.05.2023, TOP 5.2.3 (Anlage 1) zur Kenntnis, verweist die Angelegenheit zur Beratung in 
den Sportausschuss sowie den Ausschuss Klima, Umwelt und Grün und bittet die Verwaltung 
um Stellungnahme. 
 
 
 
 
Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün 21.09.2023 
Sportausschuss 28.09.2023 
Rat  07.09.2023 
26.10.2023

2 
Haushaltsmäßige Auswirkungen 
 Nein 
Auswirkungen auf den Klimaschutz 
 
  Nein    
  Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung)  
  Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung)  
 
 
Begründung: 
Die Bezirksvertretung Innenstadt hat in ihrer Sitzung vom 25.05.2023 unter TOP 5.2.3 dem 
gemeinsamen Antrag von Grüne, SPD, Die Linke, Klimafreunde und Die Partei 
(AN/0856/2023) einstimmig bei Enthaltung der FDP zugestimmt: 
 
Beschluss: 
In der Sitzung vom 09.03.2023 stellte die Verwaltung der Bezirksvertretung Innenstadt 
das Konzept zur Fußball-EM 2024 vor. Dieses sieht neben Stationen in der Altstadt 
und im Tanzbrunnen auch die Nutzung des Rheinparks als Fan Zone vor. Aufgrund 
des unschätzbaren landschaftsarchitektonischen und ökologischen Wertes des Tanz-
brunnens lehnt die Bezirksvertretung Innenstadt eine Nutzung des Rheinpark-Gelän-
des im Rahmen der Planungen zur Fußball-EM 2024 ab. Sie bittet die Oberbürger-
meisterin, die entsprechenden Planungen der Verwaltung unverzüglich zu stoppen und 
den Rat der Stadt Köln, dies durch einen entsprechenden Beschluss zu unterstützen. 
 
Ein Auszug aus der Niederschrift ist als Anlage beigefügt. 
 
Die Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt wird gemäß § 38 Absatz 13 der Geschäftsord-
nung des Rates und der Bezirksvertretungen der Stadt Köln dem Rat vorgelegt. 
 
Anlage: Auszug aus der Niederschrift der Sitzung der Bezirksvertretung Innenstadt vom 
25.05.2023

Anlage 2 Vorabauszug Rat 07.09.2023

909 Zeichen

Geschäftsführung  
Rat 
Frau Lange 
Telefon:  (0221) 221-22058 
Fax:   (0221) 221-26570 
E-Mail:  maria.lange@stadt-koeln.de 
Datum: 08.09.2023 
Auszug 
aus dem Entwurf der Niederschrift der 27. Sitzung des Rates vom 
07.09.2023  
öffentlich 
3.2.1 Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt zur Ablehnung der Nutzung 
des Rheinparks als Fan Zone zur EM 2024 
1958/2023 
Änderungsantrag von RM Zimmermann (GUT Köln) 
AN/1572/2023 
 
Beschluss über die ergänzte Alternative: 
Der Rat nimmt die Anregung der Bezirksvertretung Innenstadt aus ihrer Sitzung am 
25.05.2023, TOP 5.2.3 (Anlage 1) zur Kenntnis, verweist die Angelegenheit mit dem 
Änderungsantrag von RM Zimmermann (GUT Köln), AN/1572/2023 aus der Sitzung 
des Rates vom 07.09.2023 zur Beratung in den Sportausschuss sowie den Ausschuss 
Klima, Umwelt und Grün und bittet die Verwaltung um Stellungnahme.  
Abstimmungsergebnis: 
Einstimmig zugestimmt.

Beratungsverlauf (3)

07.09.2023 Rat
TOP 3.2.1 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: verwiesen in nachfolgende Gremien (ohne Rücklauf)

Zur Sitzung
23.11.2023 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.1.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: ohne Votum in nachfolgende Gremien

Zur Sitzung
30.11.2023 Sportausschuss
TOP 5.1 Vorberatung (Fachausschuss) Entscheidung

Beschluss: endgültig abgelehnt

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Heumarkt

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Details

Aktenzeichen
1958/2023
Typ
Beschlussvorlage Rat bzw. Hauptausschuss
Datum
20.09.2023
Erstellt
12.06.2023 14:51