A-M/0010/2026
Den Apostelgarten jetzt zum kühlen Aufenthaltsort machen
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Antrag A-M-0010-2026
4884 Zeichen
in der Bezirksvertretung Münster-Mitte Münster, 07.09.2026 Antrag Den Apostelgarten jetzt zum kühlen Aufenthaltsort machen Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: Die Verwaltung wird beauftragt, bis zum Frühjahr 2027 • den Parkplatz am Apostelgarten aufzuheben und hier im Vorgriff auf die geplante Umgestal- tung einen Aufenthaltsort zu schaffen, der vor allem an Hitzetagen mit entsprechenden Sitz- gelegenheiten einen beschatteten konsumfreien Aufenthalt in der Altstadt ermöglicht, • die dortigen Bewohnerparkplätze an Standorte in der Altstadt zu verlagern, die heute noch per Parkscheinautomat bewirtschaftet werden (Rosenstraße, Schlaunstraße u.a.), und dort ausschließlich Bewohnerparken und Laden/Liefern zuzulassen, • für die übergangsweise Gestaltung des Apostelgartens auch die Evangelische Apostel -Kir- chengemeinde, den Kiepenkerl e.V. und die Initiative Starke Innenstadt Münster e.V. zu be- teiligen. Begründung: Die zunehmende Hitze mit den entsprechenden Belastungen für Menschen, die in den Städten in Dachgeschosswohnungen leben oder im Freien unterwegs sind, erfordert kurzfristiges Handeln, welches auch die Gestaltung und Nutzung des öffentlichen Raums betrifft. Da Baumaßnahmen in der Regel mit langen Planungsprozessen und hohen Kosten verbunden sind, bietet es sich an, für Kurzfristmaßnahmen vorhandene Potenziale aktiv zu nutzen. Eine konkrete Möglichkeit, in der In- nenstadt einen kühlen Aufenthaltsort zu schaffen, ist der Apostelgarten an der Neubrückenstraße. Dieser soll spätestens im Frühjahr 2027 der Öffentlichkeit mit entsprechenden Sitzgelegenheiten zur Verfügung stehen. Im Sommer 2024 wurde mit dem partizipativen Planungsprozess zur Umnutzung und -gestaltung des heutigen Parkplatzes an der Neubrückenstraße, dem sogenannten Apostelgarten, begonnen. In der Vorlage V0620/2025 heißt es: „Das Vorhaben ‚Apostelgarten‘ ist eine Teilmaßnahme der Städ- tebauförder-Gesamtmaßnahme ‚Zukunftsgerechte Innenstadt-Plätze‘. Mit Antrag vom 30.09.2024 hat die Stadt Münster hierfür einen Städtebauförderantrag beim Land NRW eingereicht, der im Sommer 2025 bewilligt wurde. Damit wurde der Stadt M ünster die grundsätzliche Förderung der Gesamtmaßnahme bestätigt und ein erster Anteil an Fördergeldern gewährt. Die Städtebauförder- richtlinie NRW sieht vor, dass nun bis zum Sommer 2027 die Planungen für die Umgestaltung der fünf „Zukunftsgerechten Innenstadtplätze“ auszuarbeiten sind (bis Leistungsphase 6 HOAI, Vorbe- reitung Vergabe Bauleistungen).“ Der heutige Parkplatz an der Apostelkirche ist von hohen alten Bäumen umgeben und im „Coolen Stadtplan für heiße Tage“ der Stadt Münster als kühler Ort ausgewiesen. Bislang parken hier ca. 35 Antrag Nr. A-M/0010/2026 Pkw von Bewohnenden. Da der Planungsprozess zur Umgestaltung des Apostelgartens noch einige Jahre in Anspruch neh- men wird (eine Umgestaltung ist frühestens 2029 zu erwarten), sollte hier zeitnah für die kommen- den Sommer eine Übergangslösung geschaffen werden, um der Bevölkerung diesen kühlen Ort wirk- lich als Aufenthaltsort zur Verfügung zu stellen. Vorbild dafür kann die Umgestaltung des Domplatzes 2023 sein. Auch der Domplatz soll im Rahmen der Städtebauförder -Gesamtmaßnahme „Zukunftsgerechte Innenstadt -Plätze“ umgestaltet wer- den. Auch hier wurde nach Aufhebung des Parkplatzes und nur durch das Aufs tellen von Sitzgele- genheiten kurzfristig ein Ort geschaffen, der aktiv insbesondere an heißen Tagen genutzt wird. Ebenfalls gilt dies für die „Domplatz“ -Oase, die zeigt, dass man mit mobiler Bestuhlung zur Aufent- haltsqualität deutlich erhöhen kann. Im Beteiligungsprozess wurde wiederholt auf die Frage verwiesen, wie die durch die Maßnahme wegfallenden Bewohnerparkplätze kompensiert werden könnten. Eine Verlagerung der Parkplätze ist kurzfristig in der Altstadt möglich, z.B. an die Rosenstraße und die Schlaunstraße oder im weite- ren Verlauf an den Verspoel oder die Klosterstraße. Dies entspricht auch dem 2024 beschlossenen Integrierten Parkraumkonzept. Die bisherigen weiterhin per Parkschein bewirtschafteten Flächen in der Altstadt können sukzessive aufgehoben werden, da es in räumlicher Nähe am Theater ein Park- haus gibt bzw. auch auf die weiteren Altstadtparkhäuser verwiesen werden kann. Der Plan für den Apostelgarten „Umgestaltung und -nutzung des bisherigen Parkplatzes hin zu ei- nem neuen, vielfältigen Aufenthaltsort mit Quartiersidentität“ kann mit einer vorübergehenden und provisorischen Umnutzung vorweggenommen werden. Im bisherigen P rozess waren bereits der Kiepenkerlverein, die Apostelkirchengemeinde sowie die ISI aktiv beteiligt. Sie sollten auch bei einem vorgezogenen Prozess beteiligt werden. Dr. Ulrich Kathöfer Dr. Didem Ozan und Fraktion Marvin Seidemann Dr. Ulrike Heidecke Annika Robohm Antrag Nr. A-M/0010/2026
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungOrte (8)
- Rosenstraße
- Schlaunstraße
- Neubrückenstraße
- Klosterstraße
- An der Apostelkirche
- Kiepenkerl
- Domplatz
- Verspoel
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-M/0010/2026
- Typ
- Antrag an die BV Mitte
- Datum
- 08.09.2026
- Erstellt
- 07.09.2026 14:02