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A-R/0037/2023

Wohnraumoffensive für Angehörige der Erziehungsberufe

Antrag an den Rat 12.09.2023

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 20.09.2023, TOP 11.2

A-R-0037-2023-CDU-Wohnraumoffensive für Angehörige der Erziehungsberufe

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A-R-0037-2023-CDU-Wohnraumoffensive für Angehörige der Erziehungsberufe

2829 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0037/2023 
  
   
Münster, 12. September 2023 
 
RATSANTRAG 
zur sofortigen Beschlussfassung nach § 3 Abs. 1 der Geschäftsordnung 
 
Wohnraumoffensive für Angehörige der Erziehungsberufe 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:  
Um mehr Fachkräfte zu gewinnen und zu halten, schließt die Stadt Münster mit dem 
Wohnungsunternehmen Wohn- und Stadtbau GmbH eine Vereinbarung, nach der diese ein 
Kontingent an frei vermietbaren und passenden Wohnungen aus dem Wohnungsbestand schafft, um 
diese zuerst der Stadt Münster als Werkswohnungen für Fachkräfte in den Kindertageseinrichtungen 
anzubieten. Dazu zählen in Zeiten der Ausbildung und der ersten Berufsjahre insbesondere auch WG-
geeignete Räume. 
Die Vergabe der Wohnungen erfolgt durch die Stadt auf Grundlage eines zu entwickelnden 
Leitfadens. 
Begründung 
Die Situation in den städtischen Kitas ist prekär: 42 Stellen sind derzeit unbesetzt, und sieben weitere 
werden voraussichtlich bald vakant sein (vgl. V/0290/2023). Die monatlichen Neueinstellungen 
reichen nicht aus, um die Abgänge zu kompensieren. Die Personalsituation in den Kitas ist äußerst 
besorgniserregend und entwickelt sich zu einer gesamtgesellschaftlichen Herausforderung. Die Stadt 
Münster kann schon seit mehreren Monaten das volle Betreuungsangebot nicht mehr 
aufrechterhalten.  
Um den Kita-Betrieb zu sichern, plant die Verwaltung aktuell die schrittweise Umwandlung von 45-
Stunden-Betreuungsplätzen in 35-Stunden-Plätze. Das bedeutet weniger Kinderbetreuung für Eltern, 
die voll berufstätig sind, und weniger Betreuung in Randzeiten. Eine ausreichende Anzahl von 
Betreuungsplätzen ist mittlerweile ein Standortfaktor für Münster und unerlässlich für die 
Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Zusätzlich wird der Ausbau der Betreuungsangebote für Kinder 
unter drei Jahren und der geplante Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung an Grundschulen den 
Bedarf an Erzieherinnen und Erziehern weiter steigern. 
Es ist dringend notwendig, attraktivere Anreize für Erzieherinnen und Erzieher zu schaffen, um sie für 
Münster zu gewinnen. Eine Möglichkeit besteht darin, Wohnraum bereitzustellen, um einen 
attraktiven Arbeitsplatz anzubieten. Andere Kommunen haben bereits spezielle Anreizsysteme 
etabliert, um Fachkräfte zu gewinnen und langfristig zu binden. Zum Beispiel vermitteln Düsseldorfer 
Träger Wohnungen und übernehmen teilweise die Ausbildungskosten durch ein Stipendiensystem. 
Die Stadt München bietet Wohnungen über städtische Wohnungsgesellschaften an, um bei der 
Wohnungssuche zu helfen. Weitere kommunale Anreize sind Mietkostenzuschüsse (wie im Landkreis 
Ebersberg), Sachprämien wie ein Jahresabo für Swapfties, Kostenübernahme für Umzugshilfe, eine 
Jahres-Busfahrkarte oder Fort- und Weiterbildungsgutscheine. 
 
Gez. Stefan Weber und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

20.09.2023 Rat
TOP 11.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0037/2023
Typ
Antrag an den Rat
Datum
12.09.2023
Erstellt
12.09.2023 13:08