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2026/0251

Sanierung Mausoleum von Herff, Alter Friedhof

Magistratsvorlage 09.09.2026

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Nächste Beratung: Magistrat der Stadt Darmstadt (nicht öffentlich), Sitzung am 16.09.2026, TOP 301

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Alter Friedhof Darmstadt 
Sanierung Mausoleum von Herff 
                                                                             
 
 
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Baugeschichte / Kulturhistorische Bedeutung 
Datum:  07.09.2026 
 
 
 
Das Mausoleum von Herff wurde in den 1920er Jahren auf dem alten Friedhof in Darmstadt durch 
Balduin von Herff errichtet. Anlass der Errichtung dieser eindrucksvollen Grabstätte, war der frühe 
Tod seines 1902 in New York geborenen Sohnes Balduin von Herff jr. 
Der Sohn starb 1922 mit nur 19 Jahren.  
Der Architekt, selbst Schwiegersohn Balduin von Herffs, beendete sein Studium in Darmstadt 
ebenfalls 1922, ging danach für zwei Jahre nach Chicago. Das Gebäude selbst dürfte 1929 
fertiggestellt sein, wie eine Inschrift des Bildhauers ersichtlich macht. 1930 kam ein ausführlicher 
Artikel in der Zeitschrift „Kunst und Dekoration“ heraus (siehe auch Foto oben), der die Gestaltung 
des expressionistischen Mausoleums besonders poetisch beschreibt.

Alter Friedhof Darmstadt 
Sanierung Mausoleum von Herff 
                                                                             
 
 
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Architekt des Gebäudes war Nicolas Josef Isaac van Taack-Trakranen, dessen Frau Bertha van Taack-
Trakranen eine geborene von Herff war. Beide sind im Hof des Mausoleums bestattet. 
 
Die Familie von Herff stammt ursprünglich aus Belgien, aus Hervé in der Nähe von Lüttich. Im 16. 
Jahrhundert wanderte die Familie aufgrund religiöser Verfolgung nach Deutschland 
aus. Spätestens seit dem 18. Jahrhundert sind Mitglieder der Familie von Herff in 
Darmstadt belegt. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts waren bereits vier unabhängige Familien in 
Darmstadt bekannt. Viele Familienmitglieder bekleideten hohe Ämter in Medizin, Militär und Politik. 
Auch während der NS-Zeit wie das Beispiel Maximilian von Herff zeigt, welcher 
von 1942 bis zu seinem Tod 1945 SS-General und Chef des SS-Personalhauptamtes war, 
und ebenfalls heute im Mausoleum begraben liegt. 
 
Katharina von Herff, geborene Grein, Witwe des Errichters Balduin von Herff starb am 12.11.1949 in 
Darmstadt. Sie ist ebenfalls im Mausoleum beigesetzt und war die letzte von Herff in Darmstadt. 
 
Ferdinand von Herff (geboren 1820 in Darmstadt) ist ein Beispiel für den Mediziner-Zweig der 
Familie. Er studierte Medizin in Bonn, Berlin und Gießen und wanderte 1847 in die nach San 
Antonio, der heutigen Partnerstadt Darmstadts, aus. Er gehörte einer 
Gruppe deutscher idealistischer Sozialisten an und gilt heute als „Vater des texanischen 
Krankenhauswesens“. Ferdinand von Herff starb 1912, und damit vor dem Bau des 
Mausoleums. 
 
 
Mögliche architektonischen Bezüge und Vorbilder 
 
Das Mausoleum der Familie von Herff spricht mit seiner Zweigeschossigkeit, der ausladenden 
Freitreppe, und dem von außen nicht zu erahnendem Gewölbe eine starke, monumentale Sprache. 
Das Mausoleum ist das höchste Gebäude des Alten Friedhofs, was den repräsentativen Charakter 
noch einmal unterstreicht. 
 
Wie auch bei anderen Werken des Architekten wird mit einem Bezug in die Vergangenheit eine 
Überhöhung des Gebäudes und damit auch der beauftragenden Familie angestrebt. 
 
Während eine Schule des Architekten in Hamburg mit einem Schloss verknüpft wurde und die 
Stadthalle in Hornberg mit einer lokalen Tradition verbunden wurde, scheint van Taack-Trakranen 
das Mausoleum an das Mausoleum eines antiken Königs anzulehnen. Die Ähnlichkeit mit dem 
Mausoleum des Theoderich in Ravenna ist nicht zu verkennen. Das Grabmal des ostgotischen Königs 
ist ebenfalls zweigeschossig mit zwei separaten Eingängen und einem runden Innenraum. Darüber 
hinaus ist vor allem die massive Attika eine direkte Anspielung an den steinernen Helm von 
Theoderichs Grabmal. Ein solches Element griffen viele Grabmäler um 1900 auf.

Alter Friedhof Darmstadt 
Sanierung Mausoleum von Herff 
                                                                             
 
 
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Vorbilder für das ungewöhnlich geformte Gewölbe sind dagegen schwerer zu finden. Statt einer 
Hemisphärenkuppel, findet sich in Darmstadt eine steil ansteigende Kuppel. Sowohl die 
Werksteinoptik als auch die Form der Kuppel wirft Fragen auf. 
 
Die massive, monolithische Deckenplatte bei Theoderichs Mausoleum ist ebenfalls gekrümmt, jedoch 
deutlich flacher. Der dramatische, steile Anstieg der Kuppel im Darmstädter Mausoleum mag vor 
allem repräsentative Zwecke haben. Der Anblick einer solchen Kuppel und die Frage, wie so eine 
Form mit Werkstein ausgeführt worden sein könnte, scheint von dem Architekten beabsichtigt 
worden zu sein. Denn obwohl wir wissen, dass das Gewölbe nicht aus Werksteinen besteht, beweist 
ein Artikel aus dem Jahr 1930, welcher über das Mausoleum verfasst worden ist, dass die 
zeitgenössische Rezeption durchaus von einer „Werksteinkuppel“ ausgingen. 
 
Die Suche nach einem Vorbild für eine steile Werksteinkuppel führt nach Theoderich erneut in die 
Antike. Der Effekt, durch richtig behauene Steine eine steile Kuppel runder erscheinen zu lassen, 
findet sich zum Beispiel im Schatzhaus des Atreus in Mykene. Auch dieses Gebäude ist ein Grabbau 
und könnte dem Architekten bekannt gewesen sein. Die Form scheint ebenfalls ähnlich zu sein, 
allerdings ist das steile Gewölbe in Mykene auf die Konstruktion als Kraggewölbe  zurückzuführen. In 
Darmstadt ist es zudem weniger spitzzulaufend. Dennoch erinnert die Optik in Darmstadt an den 
mykenischen Bau.

Alter Friedhof Darmstadt 
Sanierung Mausoleum von Herff 
                                                                             
 
 
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Bildhauer Muschelkalkreliefs 
 
Der Bauhaus Künstler Johannes Ilmari Auerbach  schuf die vier Reliefs an den Außenwänden des 
Mausoleums. Geboren wurde Auerbach 1899 in eine Familie mit guten Verbindungen u.a. zu Walter 
Gropius. Er gehörte dem ersten Semester der neuen Reformschule in Weimar an und beendete sein 
Studium als einer der ersten Absolventen inmitten namhafter Kommilitonen. Vor den Arbeiten am 
Mausoleum wurde er mit der Gestaltung eines Grabmals des Folkwang-Gründers Karl Ernst Osthaus 
nach Meran eingeladen. 
Seit 1922 wohnte Auerbach mit seiner ersten Frau im Jagdschloss Kranichstein, zog jedoch 1925 
nach Paris. 1932 verließ Auerbach Paris und ging nach Hamburg, wo er 1933 inhaftiert wurde. 
Als deutsch-jüdischer Künstler und aufgrund seiner Mitgliedschaft in der Kommunistischen Partei 
Deutschlands und des antifaschistischen Widerstands wurde er ab 1933 politisch verfolgt. Nahezu 
sein gesamtes bildhauerisches Werk in Deutschland wurde 1933 zerstört. Die Reliefs in Darmstadt 
sind, neben Zweichnungen, eines von zwei erhalten gebliebenen Werken, die diese Zerstörung 
überstanden haben. 1936 musste er mit seiner Familie ins Ausland fliehen.  
1938 erreichte er sein Exil in England und diente während des zweiten Weltkriegs 
in der britischen Armee. 1946 ließ er sich in Oxford nieder und unterrichtete an der City of Oxford 
Education Committee’s Art School bis er 1950 an einem Herzschlag starb.

Alter Friedhof Darmstadt 
Sanierung Mausoleum von Herff 
                                                                             
 
 
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Bildhauerin Geländer Bronze 
 
Ali Bonte-Lichtenstein , geboren 1897 in Mannheim, war eine Darmstädter Künstlerin, 
Grafikerin und Bildhauerin. Sie studierte unter anderem in Offenbach, Frankfurt und 
München und stellte schon während ihres Studiums Werke in Darmstadt aus. 1921 
beteiligte sie sich an der Darmstädter Sezession. Sie entwarf außerdem Figuren für 
Feinsteingutfabrik und die Zeitschrift „Deutsche Kunst und Dekoration“.  
Ali Bonte-Lichtenstein starb 1986 in Darmstadt.  
Neben den Reliefs im Mausoleum steht in Darmstadt noch ein Kriegerdenkmal von ihr im Prinz-Emil-
Garten. 
 
 
 
 
 
 
Quellen: 
Mausoleum der Familie v Herff – Darmstadt, Otto Fiederling, Mai 1930 
Aus Deutsche Kunst und Dekoration, Illustrierte Monatshefte 
Darmstadt, Verlagsanstalt Alexander Koch 
 
Abschlussarbeit Timo Vössing, Hochschule RheinMain 
HBIM in der Bauforschung und der Denkmalpflege am Beispiel des Mausoleums der Familie von Herff in 
Darmstadt, Wintersemester 2024/2025 
Mausoleum_Herff – Digitale Bauforschung und Archäologiewissenschaften – TU Darmstadt

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Mausoleum von Herff, Anlage 1                                                                                              
 
 
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Beschreibung der Maßnahmen 
Datum:  31.08.2026 
 
 
1. Abschnitt 2024/2025 – Dachsanierung des Mausoleu ms 
Das bei einem Sturm stark beschädigte Kupferdach de s Mausoleums musste gesichert, rückgebaut 
und erneuert werden, um das Kulturdenkmal vor weite ren Schäden durch eindringendes Wasser zu 
schützen. 
Das bestehende Kupferdach war verbogen und durchlöc hert und konnte nicht saniert werden. Der 
Dachaufbau musste bis auf die darunter befindliche Betondecke rückgebaut werden. Das neue 
Dach wurde zusätzlich gegen starke Winde rückverank ert.  
Die Erneuerung des Daches erfolgte in Absprache mit  der Unteren Denkmalbehörde und wurde 
2025 vorbereitet und umgesetzt.

Mausoleum von Herff, Anlage 1                                                                                              
 
 
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Vor und nach der Sanierung des Daches und des obers ten Mauerkranzes 
  
2. Bauabschnitt: Erneuerung der Putzflächen des ges amten Turmschafts, restauratorische 
Arbeiten an den Relieflisenen und Verbesserung der Entwässerung 
 
Die Bearbeitung des in schlechtem Zustand befindlic hen Putzes ist notwendig, um den Innenraum 
des Denkmals zu erhalten. In großen Teilen ist der Bestandsputz, sowohl Ober- wie auch 
Unterputz, bereits in Schollen abgesprungen. Das se it Jahren offen liegende Ziegelmauerwerk ist 
teilweise beschädigt, die Fugen stark ausgeschwemmt . Die eindringende Feuchtigkeit zeigt bereits 
Auswirkungen im Innenbereich im Bereich der Kuppel und auch durch Ausblühungen im 
Sockelbereich der Gruft. Es ist geplant, Ziegel, wo  nötig zu ergänzen. 
Der neue Putzaufbau erfolgt in Absprache mit der Un teren Denkmalschutzbehörde, dem Institut 
für Steinkonservierung und der Restauratorin. Die o berste Putzschicht spielt für die ursprüngliche 
Wirkung des Mausoleums eine wesentliche Rolle. In e inem bauzeitlichen Artikel wird dieser als 
‚heller, silbriger Putz‘ beschrieben, ‚der in ständ igem Wechsel das zarte Farbenspiel von Himmel 
und Laub aufnimmt.‘

Mausoleum von Herff, Anlage 1                                                                                              
 
 
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Die Lisenen mit den Darstellungen von Jugend, Reife  und Alter gliedern den Bau und verleihen dem 
Gebäude seine klare Formensprache und Struktur. Es sind keine statisch relevanten Schäden 
festgestellt worden. An einem der Reliefe sind klei nere Abplatzungen vorhanden, die restauriert 
werden, darüber hinaus bildet die Reinigung der Flä che und der Austausch der Fugen den Kern der 
Überarbeitung der kunsthistorisch bedeutenden Relie fe. 
 
Die Fallrohre entwässern teilweise auf die Terrasse nflächen, was zu einem verstärkten 
Feuchteeintrag in den unteren Sockelschaft führt. H ier ist zu prüfen ob es eine Verbesserung der 
Entwässerungssituation rund um den Sockelbereich ge ben kann, die den Charakter des Gebäudes 
nicht verändert, der baulichen Notwendigkeit jedoch  Rechnung trägt.  
 
Auf der Terrassenfläche der Galerie werden die best ehenden Steinplatten vorsichtig aufgenommen, 
um die darunter befindliche Abdichtung und die Ansc hlüsse zu prüfen und gegebenenfalls zu 
erneuern. Die Bestandsplatten werden wieder verlegt  und verfugt.  
 
Ertüchtigung der Gartenmauern, Ausbesserung / Erneuerung des Putzes und 
Neuverfugung der Abdecksteine im Außenbereich 
 
Die Außenmauer und Treppenanlagen tragen einen wese ntlichen Teil zum imposanten 
Erscheinungsbild des expressionistischen Mausoleums  bei und beherbergen die weitere 
Urnengräber. Größtenteils ist die äußere Anlage in ähnlichem Zustand, wie auch der Rest des 
Gebäudes. Der Putz muss nachgearbeitet, bzw. stelle nweise ausgetauscht werden. Einige 
Brüstungsplatten sind etwas verrutscht oder durch W urzeleinwuchs verschoben und sollen neu 
gebettet und verankert werden. Eine Neuverfugung so rgt auch hier für die notwendige 
Witterungsbeständigkeit für die kommenden Jahrzehnt e. Die Eingangstore sollen gangbar gemacht 
und überarbeitet werden. Keine der Maßnahme hat ein e statische Relevanz. Um dies im Vorfeld 
abzuklären, wurde ein entsprechendes Gutachten erst ellt. 
 
Restauratorische Überarbeitung des Innenbereichs und der Türen 
 
Es sind durch den Feuchteeintrag der vergangenen Ja hre einzelne Risse in der Betonschale 
entstanden, sowie großflächig Feuchteflecken im Rab itzgewölbe und der 
Betonwerksteininnenverkleidung sichtbar. 
Um an die Kuppel zu kommen wird im Innenbereich ein  Gerüst gestellt. Die feine Struktur der 
Werksteinoberfläche in der Kuppel prägt wesentlich den Grabraum in Inneren. 
Die Eingangstüren auf die Galerie des Mausoleums mü ssen überarbeitet werden, sind jedoch 
weitestgehend in gutem Zustand. Einige der bunten F enstergläser wurden im Laufe der Jahre 
ausgetauscht, hier soll der Originalzustand wieder hergestellt werden, um das Lichtspiel auf den 
hellen Innenwänden wieder erfahrbar zu machen. 
 
Zum Abschluss soll eine Überarbeitung der gärtneris chen Außenanlage erfolgen, die vom 
Grünflächenamt in Eigenregie umgesetzt wird. Damit ist dieses in vielerlei Hinsicht besondere 
Gebäude auf dem Alten Friedhof für die Öffentlichke it wieder erlebbar.

Mausoleum von Herff, Anlage 1                                                                                              
 
 
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Innenraum

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
09.09.2026 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
 
Amt: Grünflächenamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2026/0251 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 553010 
Kostenstelle:  067-060-2000 Investitionsnummer:  27067-5110 
Kostenträger:  5530-20 Sachkonto: 0953010, 3618010  
 
Betreff: Sanierung Mausoleum von Herff, Alter Friedhof  
 
Vorlage vom: 09.09.2026  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Umsetzung der notwendigen Sanierung des Mausoleums von Herff  auf dem Alten 
Friedhof wird zugestimmt.  
2. Der Beauftragung der hierfür notwendigen Leistungen wird zugestimmt.  
3. Die für die Umsetzung nötigen Haushaltsmittel sind i m Haushaltsjahr 202 7 vorgesehen 
bzw. beantragt . 
 
 
Anlagen:  AF_Anlage 1_Erläuterung der geplanten Maßnahmen  
AF_Anlage 2_Baugeschichte  
AF_Anlage 3_Grobe Kostenschätzung  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 09.09.2026 
 
 
Hintergrund 
 
Auf dem Alten Friedhof in Darmstadt steht das in den 20er Jahren des vorigen Jahrhunderts 
von Balduin von Herff errichtete Mausoleum. Das Mausoleum ist ein besonderes Beispiel 
expressionistischer Architektur der späten 1920er Jahre und war die Hauptgrableg e der 
weitverzweigten Familie von Herff.  
Die Familie von Herff ist urkundlich seit dem 18. Jahrhundert in Darmstadt belegt. Viele 
Familienmitglieder bekleideten hohe Ämter in Medizin, Militär und Politik.  
Sowohl der Errichter Balduin von Herff, wie auch se ine Ehefrau Katharina von Herff, geborene 
Grein, sind wie viele weitere Familienmitglieder im Mausoleum bestattet.  Katharina von Herff 
starb am 12.11.1949 in Darmstadt und war die letzte von Herff in Darmstadt.  
Ferdinand von Herff (geboren 1820 in Darmstad t) studierte Medizin und wanderte 1847 nach 
San Antonio, der heutigen Partnerstadt Darmstadts, aus  und gilt dort als Begründer des 
texanischen Krankenhauswesens.  
 
Das Mausoleum befindet sich prominent auf der Hauptachse des Alten Friedhofs und bildet 
das Gegenüber der historischen Trauerhalle.  
 
Nach Ablauf der Liegezeiten der Gräber durch die Nachfahren der Familie, ging das Gebäude 
2023 in das Eigentum der Wissenschaftsstadt Darmstadt über.  
 
Das Gebäude ist in einem schlechten Zustand. Ein Sturm hatte 2023 das Kupferdach des 
Gebäudes abgerissen . Bis zur Klärung der Eigentumsverhältnisse war nur eine Sicherung mit 
Hilfe von Gurtbändern möglich.  
Im Jahr 2024/25 wurde das Dach, als Notmaßnahme erneuert. Dies war nötig, um weitere 
Beschädigungen des Gebäudes zu verhindern.  
Im Zuge dieser Dacherneuer ung erstellte Timo Vössing (Hochschule Rhein -Main), mit 
Unterstützung der TU Darmstadt und städtischen Ämtern (Untere Denkmalbehörde, 
Vermessungsamt und Grünflächenamt) eine Masterarbeit zu dem Gebäude. Diese beleuchtet 
nicht nur den gesamten bauhistorisch en Hintergrund des Kulturdenkmals, sondern 
untersuchte das gesamte Gebäude mittels HBIM (Heritage Building Information Modeling) 
und erarbeitete ein vollständiges, digitales, dreidimensionales Gebäudemodell.  
Das Landesamt für Denkmalpflege übernahm die vol lständige restauratorische Befundung 
sowie die Beprobung der Materialien durch das Institut für Steinkonservierung, ein statisches 
Gutachten erfolgte wurde stadtseitig erstellt.  
 
Die nun anstehenden weiteren Arbeiten dienen zum allergrößten Teil der Sanier ung der 
Außenhülle und damit der Verhinderung von weiterem Wassereintrag in das Gebäude.  
Ca. 50 % der Putzfläche sind inkl. Grundputz abgebrochen, so dass die Klinker freiliegen und 
bei Starkregen nach wie vor Wasser eindringt. Es ist zu erwarten, dass di e Sprengkraft des 
Wassers im Bereich der Hülle und der inneren Kuppel mittelfristig zu weiteren Schäden 
führen wird. 
 
Die äußeren Urnengräber, die Umgebungsmauern und Treppenanlagen sind statisch nicht 
gefährdet. Eine Erneuerung der zerstörten Putzoberfläc hen, die Erneuerung der Verfugung 
und Wiederherstellung der Zugänglichkeit würde es ermöglichen, die Anlage der 
Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

- 4 - 
Ziel 
Der Alte Friedhof feiert im Jahr 2028 sein 200jähriges Jubiläum, zeitgleich wird das 
Mausoleum rund 100 Jahre alt. Aufgrund der bereits sehr ausführlichen restauratorischen 
Befunde ist es realistisch die Arbeiten am Mausoleum bis zu diesem Zeitpunkt 
fertigzustellen.  
Die Sanierung des Mausoleums ermöglicht die Verwendung des Gebäudes im kul turellen 
Kontext, sowie eine wieder hergestellte Anlage für potentielle Urnengräber im Außenbereich 
des Mausoleums.  
 
 
Berücksichtigung des Klimavorbehalts im Bereich Hochbau (Magistratsvorlage 2023/0097)  
Die reine Nutzung als Grab und Sakralbau lässt die E inbindung von klimatischen 
Maßnahmen als nachrangig erscheinen. Das Gebäude verfügt weder über Strom noch über 
Wasser. Durch den Denkmalwert sind Veränderungen des Erscheinungsbildes nur in sehr 
enger Absprache zulässig.  
 
Die Maßnahmen werden unter bereit s erfolgter Genehmigung und in Abstimmung mit der 
Unteren Denkmalschutzbehörde ausgeführt. Das Amt für Klimaschutz und Klimaanpassung 
wurde eingebunden.  
 
Finanzierung 
 
Die Mittel für die bevorstehende Sanierung sind im HH Jahr 2027 beantragt. Die beantragt e 
Summe soll vor allem den notwendigen Anteil zum Erhalt der Bausubstanz decken. Die 
weiteren Mittel, um das Mausoleum wieder in seiner bauzeitlichen Präsenz für die 
Öffentlichkeit erfahrbar zu machen, wurden bei der Deutschen Stiftung Denkmalschutz 
beantragt.  
 
Bei vollständiger Sanierung ist mit keinen weiteren Arbeiten zu rechnen.  
Die Wartungsarbeiten beschränken sich auf die Reinigung der Dachrinnen und 
Terrassenflächen und die Pflege der Grünanlage.  
Genaue Zahlen können der datenschutzrelevanten Anlage entnommen werden.  
 
Die Sanierung wird durch das Dezernat III für das Grünfläch enamt betreut.  
 
 
 
Dezernat III    Dezernat IV 
 
 
 
 
Michael Kolmer    André Schellenberg  
Stadtrat    Stadtkämmerer

Beratungsverlauf (1)

16.09.2026 Magistrat der Stadt Darmstadt (nicht öffentlich)
TOP 301
Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
2026/0251
Typ
Magistratsvorlage
Datum
09.09.2026
Erstellt
29.09.2026 00:00