AN/1462/2025
Verzicht auf Errichtung eines Windrads am Großklärwerk in Köln-Stammheim
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Dringlichkeitsantrag Windrad 2025-12-07
2887 Zeichen
CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
SPD-Fraktion in der Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
Einzelmandatsträger Patrick van den Berg, KSG
51065 Köln - Wiener Platz 2a
Gleichlautend an:
Herrn Oberbürgermeister Torsten Burmester
Rathaus Köln
Herrn Bezirksbürgermeister Vincent Morawietz
Bezirksrathaus Köln-Mülheim
Köln, den 08.12.2025
Antrag zur nächsten Sitzung der Bezirksvertretung,
Verzicht auf Errichtung eines Windrads am Großklärwerk in Köln-Stammheim
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister,
die SPD- und CDU-Fraktion sowie die KSG in der Bezirksvertretung Mülheim bitten Sie,
nachstehenden Antrag auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung der
Bezirksvertretung Mülheim zu setzen:
Beschluss:
Die Bezirksvertretung fordert die Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR /Steb auf, die
Errichtung eines Windrades auf dem Gelände der StEB in Köln Stammheim nicht weiter
zu verfolgen.
Begründung:
Der Ansatz der Stadtentwässerungsbetriebe Köln, AöR (StEB) deren Energieversorgung
umweltfreundlich zu gestalten ist gut, nur passt ein 150m hohes Windrad nicht in die
Siedlungslandschaft von Köln Stammheim und Flittard. Die Bewohner würden durch
die Geräuschentwicklung und den Schattenwurf übermäßig belastet. Immerhin sind
diese Stadtteile durch die Großkläranlage für 80% des Kölner Abwassers durch Lärm,
LKW-Verkehr und Geruchsbelästigung schon stark beansprucht. Zudem liegt östlich die
laute Bahnstrecke und nördlich grenzt das Bayerwerk an die Siedlung. Weiterhin
grenzt östlich ein Naturschutzgebiet an das Klärwerk, wo dann Pflanzen und vor allem
geschützte Tiere gestört werden. Der Schutzbedarf ist sogar so hoch, dass die
Bewohner den Kernbereich des Schutzgebietes bei Strafandrohung nicht betreten
dürfen.
Zudem wird die StEB in wenigen Jahren die geforderte zusätzlich Klärstufe bauen,
wofür weitere Flächen in Anspruch genommen werden müssen. die heute als
Ackerland, Grün- und Naherholungsflächen genutzt werden. Die Stadtteile Stammheim
und Flittard werden somit zukünftig ohnehin noch stärker belastet werden, als heute.
Besonders stark wird dabei auch das Wohngebiet an der Egonstraße belastet. Die dort
zu erwartenden Schallemmissionen überschreiten laut Machbarkeitsstudie der StEB
aller Voraussicht nach die bestehenden Grenzwerte, was die StEB mit der fehlerhaften
Annahme rechtfertigt, dass es sich dort um unzulässige Wohnbebauung handeln
würde.
Es gibt durchaus andere Möglichkeiten für die StEB, ihre Stromversorgung
umweltfreundlich zu gestalten, z.B. durch PPA-Verträge oder aber die Errichtung eines
Windrades in der Nähe der Autobahn A3.
gez. Alexander
Lünenbach
gez. Thomas Portz gez. Patrick van den Berg
Alexander Lünenbach Dr. Thomas Portz Patrick van den Berg
(SPD-
Fraktionsvorsitzender)
(CDU-
Fraktionsvorsitzender)
(KSG)
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1462/2025
- Typ
- Antrag nach § 12 (Dringlichkeitsantrag)
- Datum
- 08.12.2025
- Erstellt
- 08.12.2025 09:13