A-H/0021/2025
Einführung einer "Kummerbank"/"Zuhörbank" an allen Kitas und Schulen im Bezirk
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Einführung einer „Kummerbank“
3840 Zeichen
SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup Annette Ulrich Fraktionsvorsitzende Drachterstraße 3 48153 Mu ̈nster annette.ulrich@spd-muenster.de SPD-Fraktion in der BV-Hiltrup - www.spd-hiltrup.de 25. November 2025 Antrag an die Verwaltung der Stadt Münster Einführung einer „Kummerbank“ / „Zuhörbank“ an allen Kitas und Schulen im Bezirk Beschlussvorschlag: 1. Die SPD-Fraktion fordert die zuständige Verwaltung der Stadt Münster auf, flächendeckend an allen Kitas und Schulen im Bezirk Hiltrup eine sogenannte „Kummerbank“ zu installieren – alternativ auch als „Zuhörbank“ benennbar. 2. Diese Bank soll als niedrigschwelliges Signal für Kinder dienen, die sich traurig fühlen, gemobbt werden oder einfach ein Gespräch benötigen. 3. Schul- und Kitaleitungen sind bei Einführung mit einzubeziehen und sollen durch pädagogische Begleitmaßnahmen flankiert werden, um eine sinnvolle Nutzung sicherzustellen. 4. Die Umsetzung erfolgt zeitnah, spätestens zum neuen Schuljahr 2026 – 2027. Begründung: Jedes Kind hat das Recht, gesehen und gehört zu werden. Doch nicht alle Kinder finden die Worte oder den Mut, um aktiv auf eine Lehrkraft oder Erzieher:in zuzugehen, wenn sie traurig sind, sich ausgeschlossen fühlen oder Probleme erleben. Gerade in frühen Lebensphasen fehlen oft noch die sprachlichen oder emotionalen Mittel zur Selbsthilfe. Eine „Kummerbank“ ist ein sichtbar gekennzeichneter Ort auf dem Schul- oder Kitagelände. Sie bietet hier eine einfache und zugleich kraftvolle Möglichkeit: Kinder setzen sich dort hin und signalisieren damit, dass sie jemanden zum Reden brauchen. Dies ist ein stiller, aber klarer Hilferuf und eine Einladung an Mitschüler:innen und pädagogisches Personal, achtsam zu reagieren. Zahlreiche Studien und Erfahrungen aus der pädagogischen Praxis zeigen, wie wichtig niedrigschwellige Strukturen zur emotionalen Unterstützung von Kindern sind. Die „Kummerbank“ kann ein sichtbares Zeichen für eine empathische Schulkultur sein – und damit Mobbing vorbeugen, Einsamkeit verringern und den sozialen Zusammenhalt stärken. SPD-Fraktion in der BV Münster-Hiltrup Annette Ulrich Fraktionsvorsitzende Drachterstraße 3 48153 Mu ̈nster annette.ulrich@spd-muenster.de SPD-Fraktion in der BV-Hiltrup - www.spd-hiltrup.de Der gesellschaftliche Bedarf ist offensichtlich: Kinder stehen zunehmend unter seelischem Druck, und der Bedarf an psychischer Gesundheitsförderung im Bildungsbereich wird seit Jahren betont. Gerade weil strukturelle Reformen wie der Ausbau der Schulsozialarbeit oft schleppend verlaufen, braucht es pragmatische, schnell umsetzbare Ergänzungen, die im Alltag sofort greifen können. In Zeiten von digitalen Medien und immer höher werdenden Bildschirmzeiten von Kindern, sind reale Kontakte und Gespräche so wichtig, wie noch nie. Kinder brauchen Anreize, um offen über ihre Gefühle und Bedürfnisse in der realen Welt zu sprechen – und das am besten noch am Ort des Geschehens. Die Schulen und die Kitas bieten neben dem zu Hause den Ort, an dem die größten Konflikte im Leben eines Kindes entstehen. Die Maßnahme ist mit minimalem Aufwand realisierbar – ein einfacher Sitzplatz, ein Schild, eine kurze pädagogische Einführung – und zugleich symbolisch stark. Sie sendet ein wichtiges Signal: Kein Kind soll mit seinen Sorgen allein bleiben. Die Stadt Münster versteht sich zurecht als kinderfreundliche Kommune. Mit der flächendeckenden Einführung einer Kummerbank an allen Bildungseinrichtungen und Kitas im Bezirk Hiltrup würde die BV Hiltrup ein sichtbares Zeichen setzen: für ein achtsames Miteinander, für gelebte Solidarität – und für eine Bildungspolitik, die das emotionale Wohl von Kindern genauso ernst nimmt wie ihre Noten. gez.: Annette Ulrich Emily Zlateva Friedhelm Schade
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgezogen
Zur SitzungOrte (1)
- Drachterstraße 3
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Details
- Vorlagen-Nr.
- A-H/0021/2025
- Typ
- Antrag an die BV Hiltrup
- Datum
- 24.11.2025
- Erstellt
- 24.11.2025 16:21