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2016/0324

Verbesserung der psychosozialen Situation von geflüchteten Menschen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt

Magistratsvorlage 03.08.2016

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2016/0324

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1 
 
Konzept -Entwurf 
Verbesserung der psychosozialen Situation von 
Flüchtlingen in der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
Stand 21.Juli 2016 
 
 
 
Ausgangssituation 
 
Die Zahl der Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Deutschland sind, steigt weiter an. 
In Darmstadt leben ca. 1800 zugewiesene Flüchtlinge.  
 
Es ist davon auszugehen, dass 30% bis 50% * der nach Deutschland geflüchteten 
Menschen als psychisch krank eingestuft werden müssen. Sie haben in ihrem 
Heimatland oder während der Flucht Gewalt erfahren. Langzeitstudien belegen, dass 
traumatisierte Menschen oft langfristig Unterstützung bei der Bewältigung ihrer 
traumatischen Erfahrungen benötigen.  
 
In verschiedenen Arbeitskreisen wird von Hauptamtlichen aus Kindertagesstätten, 
Schulen und Beratungsstellen konstatiert, dass viele Flüchtlinge, Kinder, Jugendliche, 
Mädchen und Frauen Anzeichen von Traumatisierung aufzeigen. Auch die vielen 
Ehrenamtlichen, die sich um Flüchtlinge kümmern, bringen die Problematik zur 
Sprache. 
 
Das reguläre Gesundheitssystem ist Flüchtlingen in Deutschland nur stark 
eingeschränkt zugänglich. Psychosoziale Versorgung für Flüchtlinge bieten fast 
ausschließlich die außerhalb des gesundheitlichen Regelsystems arbeitenden 
Psychosozialen Zentren für Flüchtlinge und Folteropfer an. Das nächste Psychosoziale 
Zentrum befindet sich in Frankfurt. Dessen Kapazitäten sind begrenzt. Außerdem 
werden nur in wenigen Ausnahmen Flüchtlinge, die außerhalb Frankfurts zugeteilt 
wurden, zur Beratung zugelassen.  
Weiterhin treten in der Beratung von Flüchtlingen auch andere Fragestellungen auf, die 
das Thema Gesundheit betreffen, wie zum Beispiel Schwangerschaft und Geburt, 
Gesundheitsprävention für Kinder, Jugendliche und erwachsene Männer und Frauen, 
Suchtproblematik. 
 
 
 
*In einer Studie von Gäbel et al. (2006) in Kooperation mit dem Bundesamt für Migration und  
Flüchtlinge wurde bei 40% der nach dem Zufallsprinzip ausgewählten AsylantragstellerInnen eine  
Posttraumatische Belastungsstörung festgestellt. Eine neuere Untersuchung kam zu dem Ergebnis, dass 
neu aufgenommene Asylsuchende mit einer Prävalenz von 33,2% unter einer Post traumatischen 
Belastungsstörung leiden (Niklewski, Richter & Lehfeld, 2012). Laut der Leitlinie der deutschsprachigen  
Fachgesellschaft für Psychotraumatologie (DeGPT) liegt die Prävalenz der Posttraumatischen 
Belastungsstörung bei Kriegs-, Vertreibungs- und Folteropfern bei 50% (Flatten et al., 2011). 
 
Quelle: Versorgungsbericht Zur psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen und Folteropfern in 
Deutschland, Seite 5 
Bundesweite Arbeitsgemeinschaft der Psychosozialen Zentren und Folteropfer (BAfFe.V.) 2015

2 
 
Der Caritasverband Darmstadt e.V. 
 
Die Beratung von Asylsuchenden, Flüchtlingen und anderen schutzbedürftigen 
Migrant_innen in Deutschland ist ein wichtiges Aufgabenfeld der Caritas. Flucht und 
Migration sind ureigene Themen der Kirche. Die Solidarität mit Fremden und die 
Begegnung mit anderen Kulturen sind Kernbestandteile der christlichen Identität. Der 
biblische Auftrag, allen Fremden Schutz, Gastrechte und Solidarität zu gewähren, ist für 
die Caritas Verpflichtung und Leitbild. 
Der Caritasverband Darmstadt hat ein breites Angebot zur psychosozialen Versorgung 
von Menschen in verschiedenen Lebenslagen, welches auch für Flüchtlinge zur 
Verfügung stehen soll.  
 
 
Ziel des Vorhabens 
 
Oberziel: 
 Verbesserung der psychosozialen Versorgung von geflüchteten Menschen 
 
Unterziele: 
 Einbeziehung von Flüchtlingen in das psychosoziale Netz  
 Unterstützung von Hauptamtlichen und Ehrenamtlichen im Umgang mit 
Flüchtlingen  
 Durchführung von präventiven Angeboten zu gesundheitlichen Themen für 
Flüchtlinge 
 Frühintervention bei psychischen Erkrankungen von Flüchtlingen durch 
ausgebildete Multiplikator_innen 
 Aufbau von Selbsthilfegruppen 
 
 
Umsetzung  
 
Nach Angabe des Sozialdezernats verfügt die Wissenschaftsstadt Darmstadt über ein 
genügend ausgebautes Programm zur Unterstützung von Haupt- und Ehrenamtlichen 
zum Thema Flucht und Traumatisierung. Auch ist die praxisorientierte Begleitung von 
Haupt- und Ehrenamtlichen hinreichend organisiert. 
 
Ein Bedarf besteht darin, Flüchtlinge möglichst schnell in das bestehende 
psychosoziale Netzwerk und in die Regeldienste einzubinden.  
 
Dieses Konzept konzentriert sich deshalb auf die Punkte 
 
 Hinführung von Flüchtlingen zu Institutionen der psychosozialen Versorgung 
 Durchführung präventiver Angebote

3 
 
Hinführung von Flüchtlingen zu Institutionen der psychosozialen Versorgung 
 
Der Zugang zu den Institutionen der psychosozialen Versorgung gelingt durch  
 
 Öffnung der Institutionen für die Belange und Bedürfnisse von geflüchteten 
Menschen 
 Information geflüchteter Menschen über Institutionen der psychosozialen 
Beratung. 
 
Soziale Dienste, Einrichtungen und Kirchengemeinden werden in ihrem Bestreben, sich 
für die Belange und Bedürfnisse von geflüchteten Menschen zu öffnen, beraten und in 
ihrer Praxis begleitet. 
. 
Die Beratung und Praxisbegleitung erfolgt  als Gruppen- oder Einzelgespräch durch 
Besprechung von  
 
 Fragen und Problemfeldern 
 Konflikten 
 Fallbeispielen 
 Möglichkeiten des konkreten Handelns 
 Gestaltung der Beziehung zu den begleiteten Menschen. 
 
 
Die Information geflüchteter Menschen über Institutionen der psychosozialen Beratung 
erfolgt in Gruppengesprächen.  
Der Zugang zu den geflüchteten Menschen erfolgt über die sozialen Dienste, die mit der 
Begleitung von geflüchteten Menschen in Darmstadt beauftragt sind.  
Die Gruppengespräche werden, wenn nötig, in den Herkunftssprachen übersetzt. 
 
Darüber hinaus werden Flüchtlinge  in Einzelberatung in  die bestehenden Strukturen 
und in das Hilfesystem der psychosozialen Versorgung in Darmstadt vermittelt. 
 
In Einzelfällen, in denen die Kostenübernahme geklärt ist, werden geflüchtete 
Menschen mit psychischen Erkrankungen und Traumatisierungen an Einrichtungen der 
psychiatrischen Versorgung vermittelt.  
 
Wenn nötig, findet die Beratung  mit Hilfe von Sprachmittler_innen statt. 
 
 
Durchführung präventiver Angebote 
 
Angebote der Prävention fördern die gesundheitliche Chancengleichheit. Sie stärken 
die Resilienz und beugen psychischen Erkrankungen vor.  
 
Geplant ist die Ausbildung von Multiplikator_innen  (Menschen mit Migrations- oder 
Fluchterfahrung) zur Gruppenleitung. 
 
Diese sollen perspektivisch herkunftssprachliche Gruppenangebote durchführen,   
 die die gesundheitliche Situation, Wünsche, Interessen und Themen der 
Flüchtlinge aufgreifen, z.B. Gruppenangebote für Schwangere und junge Eltern, 
 
 die Raum bieten zur Begegnung, Information, Erholung und Reflexion der 
Lebenssituation.

4 
 
 
Perspektivisch soll über diese Maßnahme versucht werden, Selbsthilfegruppen im 
Bereich der migrantischen Population zu initiieren und zu verstätigen.  Eine 
Zusammenarbeit mit Migrantenselbstorganisationen wird angestrebt. 
 
 
 
Genderaspekte 
 
Die Erfahrungen, die Frauen und Männer, Mädchen und Jungen während des Krieges 
und auf der Flucht machen, können sehr unterschiedlich sein. 
Weibliche Flüchtlinge brauchen in Deutschland besondere Hilfesysteme.  Sie brauchen 
Schutz vor Gewalt und vor sexuellen Übergriffen. Gleichzeitig kann Flucht aber auch 
eine ermächtigende Erfahrung sein. Ihre Erfahrungen und der durch die Vertreibung 
verursachte Wandel der Geschlechterrollen können sie dazu befähigen, die 
traditionellen Geschlechterrollen, die sie an ihrer Partizipation in politischen, 
wirtschaftlichen und sozialen Bereichen hindern, aktiv zu hinterfragen.  
 
Obwohl Frauen und Männer Flucht, Konflikte und Gewalt unterschiedlich erfahren, so 
sind sie doch miteinander verbunden. Unabhängig davon, ob es um Gewalt gegen 
Frauen oder ihr Empowerment geht, letztlich bezieht es sich auf die Rolle der Frau, die 
mit der des Mannes verknüpft ist. Wie diese aufeinander bezogenen Rollen gelebt 
werden, wirkt sich wiederum auf die Familien- und sozialen Systeme und insbesondere 
die Kinder aus. 
 
Diese Aspekte werden bei der Konzeption und der Ausführung der verschiedenen 
Elemente immer berücksichtigt. 
 
 
Kooperationen und Vernetzung 
 
Die Kooperation mit allen Institutionen, Diensten, Vereinen und Organisationen, die zur 
Verbesserung der psychosozialen Versorgung von Flüchtlingen  beitragen können, 
steht an zentraler Stelle. 
 
Insbesondere wird die Kooperation angestrebt mit: 
 
 Sozialen Diensten und Einrichtungen  
 Migrationsberatungsstellen und Träger der Flüchtlingshilfe  
 dem Gesundheitsamt und anderen kommunalen Ämtern und Behörden 
 dem Psychiatriebeirat 
 Dienste und Einrichtung der Gesundheitshilfe 
 Migrantenselbstorganisationen 
 Netzwerk Gewaltschutz 
 dem Katholischen Dekanat und den katholischen Kirchengemeinden 
 dem evangelischen Dekanat 
 dem Freiwilligenzentrum Darmstadt 
 Bildungseinrichtungen 
 Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte 
 ehrenamtlich Engagierten und Multiplikatoren 
 Aktiven des Sozialraums.

5 
 
Ziel der Vernetzungsarbeit ist, eine komplexe Sichtweise auf die psychosoziale 
Versorgung von Flüchtlingen zu entwickeln und Handlungsfreiräume zu erschließen. Es 
soll nach Wegen gesucht werden, Asylsuchenden und geduldeten Flüchtlingen 
Integration zu ermöglichen und auszuloten wie die geltenden gesellschaftlichen Hürden 
genommen werden können.  
 
Mit den verschiedenen Arbeitskreisen, die sich in Darmstadt mit der Situation von 
Flüchtlingen befassen, den Arbeitskreisen „Migration und Sozialarbeit“ und „Migration 
und Gesundheit“ wurden Gremien gegründet, in denen die Aktiven vernetzt sind und 
kooperieren. Darüber hinaus ist der Psychiatriebeirat ein wichtiges Gremium. 
Handlungsnotwendigkeiten im Bereich Begleitung von Flüchtlingen sind in diese 
Arbeitskreise einzubringen. Optimierende praktische Vorschläge für die Situation in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt sind zu erarbeiten und Handlungsempfehlungen für die 
politisch Verantwortlichen zu formulieren. Auch ist die Sicht auf die Situation im 
Landkreis Darmstadt-Dieburg unerlässlich. Von vielen Problemen sind auch Flüchtlinge 
dort betroffen. Eine Lösung kann möglicherweise nur gemeinsam bewerkstelligt 
werden.  
 
 
Interkulturelle Öffnung 
 
Die Projektstelle ist in den Prozess der Interkulturellen Öffnung des Caritasverbandes 
Darmstadt e.V. eingebunden. 
 
 
Öffentlichkeits- und Lobbyarbeit 
 
Im Auftrag des Trägers und in Abstimmung mit der Wissenschaftsstadt Darmstadt 
werden aktuelle Themen aufgearbeitet und publiziert.  
Ziel ist es, die Öffentlichkeit über die psychosoziale Situation von Flüchtlingen zu 
informieren und für die notwendige Verbesserung der Versorgung zu sensibilisieren. 
 
 
Dokumentation 
 
Die Dokumentation der Arbeit ist wichtige Grundlage für die fachliche Selbstkontrolle die 
Qualitätssicherung der Arbeit und die Erfassung des Bedarfs an ergänzenden 
Angeboten und finanziellen Mitteln. 
 
Dazu werden erstellt: 
 Jahresberichte und Statistiken 
 Ergebnisberichte 
 Leistungsbeschreibungen. 
 
 
Qualitätsmanagement 
 
Die Koordinationsstelle ist in einem Team des Bereichs Soziale Sicherung 
eingebunden.

6 
Regelmäßige Teamsitzungen werden durchgeführt, in denen Arbeitsprozesse, Fälle 
und Kooperationen auch im Hinblick auf interkulturelle Fragestellungen besprochen 
werden.  
Zusätzlich werden in interdisziplinären Besprechungssettings fachübergreifend Fälle im 
kollegialen Kontext vorgestellt und erörtert. 
Regelmäßige Supervision unterstützt in der Reflexion der Beratungsarbeit. 
Regelmäßige fachbezogene interkulturelle Fortbildungen und Fachtagungen dienen der 
Qualitätsentwicklung. 
 
 
Finanzierung und Personal 
 
Das Vorhaben wird auf zunächst zwei Jahre begrenzt.  
 
Eingesetzt wird eine Fachkraft der Sozialpädagogik/Sozialarbeit. 
 
Der Anteil der Stadt Darmstadt beläuft sich auf 25.000 Euro inklusive Sachkosten. 
Von Seiten des Caritasverbandes wird ebenfalls ein Betrag von 20.300 Euro in das 
Projekt eingebracht.  
 
Ein separierter Finanzierungsplan liegt bei. 
 
Standort und Wirkungskreis der Koordinierungsstelle 
 
Das Büro der Koordinierungsstelle wird sich in den Räumen des Caritasverbandes 
Darmstadt e.V. in Darmstadt – Mitte befinden. Der Wirkungskreis erstreckt sich auf das 
gesamte Stadtgebiet. 
 
 
Maria-Antonia Estol 
Stabsstelle Interkulturelle Öffnung 
Caritasverband Darmstadt e.V.

2016/0324

4524 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
31.08.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat IV 
Dezernat II 
Dezernat I  
Amt: Amt für Soziales 
und Prävention   OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0324 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:  
Kostenstelle:  050-000-0001 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  3156-12 Sachkonto: 7288200 
 
  
  
 
Betreff: Verbesserung der psychosozialen Situation von geflüchteten Menschen in der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt “ 
 
Vorlage vom: 03.08.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat und die Stadtverord netenversammlung beschließen, das Projekt des 
Caritasverbandes für geflüchtete Menschen für die Projektdauer von 2 Jahren mit jährlich 
25.000 Euro zu fördern.  
2. Die hierfür notwendigen Mittel werden aus dem bestehenden Budget des Sozialdezernats zur 
Verfügung gestellt 
 
 
Anlagen: 5_Konzept__DA_Flüchtlinge_Gesundheit_20160721 onzept

- 2 - 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom  03.08.2016 
 
Aktuell leben rund 1.800 Asylsuchende in Darmstadt, die neben den Leistungen des 
Asylbewerberleistungsgesetztes durch weitergehende professionelle sozialpädagogische 
Hilfeleistungen, ergänzt  durch umfassendes ehrenamtliches Engagement, in vielen Themen 
des täglichen Lebens unterstützt werden.  
 
Im Zusammenhang mit den oftmals traumatischen Fluchterlebnissen treten zunehmend 
Fragestellungen und Bedarfe auf, für die das reguläre Unterstützungs - und 
Gesundheitssystem Flüchtlingen (bis zu ihrer Anerkennung) nur eingeschränkt zugänglich ist. 
Weiterhin werden in Beratungssituationen Gesundheitsthemen , insbesondere im Rahmen der 
Prävention und Suchtproblematik , zunehmend relevant.  
 
Um die Zugänge zu den bestehenden Hilfesystemen zu verbessern und die Vernetzung der 
auf verschiedenen Ebenen bereits vorhandenen Angebote für die geflüchteten Menschen zu  
öffnen, bedarf es einer koo rdinierenden Unterstützung. Nur  wenn alle im System tätigen 
Institutionen u nd Organisationen die Strukturen kennen und aufeinander abgestimmt nutzen, 
können  geflüchtete Menschen möglichst schnell in das bestehende psychosoziale Netzwerk 
und die Regelangebote eingebunden werden. Dies gilt für die Institutionen ebenso, wie in der 
Einzelfall- oder Gruppenberatung Tätige.  
 
Darüber hinaus gilt es, durch Ausbildung von Multiplikator/ -innen und Peers (Menschen mit 
Migrations- oder Fluchterfahrung) als Gruppenleitungen, perspektivisch selbstorganisierte 
Selbsthilfegruppen zu initiieren u nd zu verstetigen.  
 
Eine Kooperation wird insbesondere mit den bestehenden Arbeitskreisen „Migration und 
Sozialarbeit“ und „Migration und Gesundheit“, dem Gesundheitsamt und dem 
Psychosozialen Beirat sowie den MigrantInnen selbstorganisationen vorausgesetz t. 
 
Der Caritasverband Darmstadt e.V. bietet ein breites Spektrum zur psychosozialen 
Versorgung von Menschen in verschiedenen Lebenslagen, welches auch Geflüchteten zur 
Verfügung stehen soll. Die Einrichtung einer auf zwei Jahre begrenzten Projektstelle im  
Umfang einer halben Vollzeitstelle plus Sekretariatsleistungen beim Caritasverband 
Darmstadt e.V., wird zur Hälfte vo m Caritasverband e.V. finanziert und entsprechend der 
folgenden Aufstellung seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt  bezuschusst: 
 
Kosten pro Jahr: 
Personalkosten :    40.600,- Euro 
Sachkosten:      4.700,- Euro 
Gesamtprojektkosten:    45.300,- Euro 
 
Anteil Caritasverband:   20.300,- Euro 
Wissenschaftsstadt Darmstadt:  25.000,- Euro 
 
Mit diesem Projekt kann ein wesentlicher Schritt hin zu dem an gestrebten Ziel der 
Verbesserung der psychosozialen Situation geflüchteter Menschen in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt als weiterer Baustein gelebter Willkommenskultur erreicht werden. Der 
Projektbeginn ist für November 2016 vorgesehen.

- 4 - 
 
 
 
 
Darmstadt, 03.08.2016 
 
Dezernat I  Dezernat II  Dezernat IV   Dezernat V 
 
 
 
 
 
Jochen Partsch  Rafael Reißer  Andre Schellenberg   Barbara Akdeniz  
Oberbürgermeister  Bürgermeister   Stadtratkämmerer  Stadträtin

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Details

Vorlagen-Nr.
2016/0324
Typ
Magistratsvorlage
Datum
03.08.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00