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2016/0230

////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ / Mobilitätkonzept 2030+

Magistratsvorlage 02.06.2016

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2016/0230

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2016/0230

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
08.06.2016 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
 
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Amt für Wirtschaft und 
Stadtentwicklung  
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2016/0230 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.: 511020 
Kostenstelle:  061-010-1000 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5110-21 Sachkonto: 6779340 
 
Betreff: ////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ / Mobilitätkonzept 2030+  
 
Vorlage vom: 02.06.2016  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat nimmt den Bericht zum aktuellen Prozessstand ////Darmstadt we iterdenken – 
Masterplan 2030+ zur Kenntnis. 
 
2. Der Magistrat stimmt dem weiteren Prozessvorgehen ////Darmstadt weiterdenken – 
Masterplan 2030+ zu. 
 
 
Anlagen:   
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 02.06.2016 
 
Hintergrund 
Darmstadt wächst und entwickelt sich mit zunehmender Geschwindigkeit. Darmstadt zählt zu 
den deutschen Schwarmstädten und zieht eine große Zahl von Talenten an. 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt gehört durch ihre Lage an der Schnittstelle der beiden  
dynamischen Ballungsräume FrankfurtRheinMain und Rhein-Neckar und ihre Anbindung an das 
nationale Verkehrsnetz mit der unmittelbaren Nähe zu einem der wichtigsten Drehkreuze des 
Internationalen Luftverkehrs, dem Frankfurter Flughafen, zu den attraktivsten deutschen  
Städten. Hinzu kommt, dass Darmstadt seiner Stadtgesellschaft einen sehr guten Zugang zu 
Bildung, Entwicklung von Arbeitsplätzen, technischer Infrastruktur sowie einer sozialen und 
medizinischen Versorgung bietet. Darmstadt ist eine Schwarmstadt, was sich deutlich am 
hohen Anteil der 20- bis 35-Jährigen in der Bevölkerung zeigt. Im aktuellen Zukunftsindex 
2030 (Umfrage der Wirtschaftswoche 2015) belegt Darmstadt sogar den Plat z 1 als 
zukunftsorientierteste Stadt Deutschlands. 
Hierdurch ist es nicht verwunderlich, dass sich dies in einem seit Jahren anhaltenden  
Bevölkerungs- und Arbeitsplatzzuwachs widerspiegelt. Laut Hessenagentur ist Darmstadt die 
im Rhein-Main-Gebiet prozentual am stärksten wachsende Stadt. 
Aus dem dynamischen Wachstum ergeben sich natürlich Fragen nach der zukünftigen  
Stadtentwicklung und deren Leistungsfähigkeit in Bezug auf soziale Gerechtigkeit und 
Nachhaltigkeit, auf Stabilität und Identität.  
Es gilt Entwicklungsszenarien und Lösungsansätze zu den vielfältigen Themen einer Stadt und 
ihrer Gesellschaft zu erarbeiten, damit sich eine steigende Flächenkonkurrenz von Gewerbe - 
und Wohnbauflächen nicht negativ auf die Wachstums- und Entwicklungspotenziale der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt auswirken. 
 
Status Quo 
Um diesen planerischen und zivilgesellschaftlichen Fragestellungen konstruktiv und mit einer 
übergeordneten Strategie zu begegnen, hat der Magistrat und die Stadtverordneten- 
versammlung am 12.11.2015 beschlossen, den mehrjährigen großangelegten dialogischen und 
partizipativen  (Planungs-) Prozess ////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ zu 
starten.  
 
Hierbei handelt es ich um ein räumlich-funktionales Zielkonzept, das vorausschauend 
zukünftige Szenarien in umsetzbaren Schritten vorzeichnet, Qualitäten definiert und eine 
Vereinbarung für Darmstadts urbane Zukunft darstellt. Ein solches Planungsinstrument hat 
keinen (bau-) rechtsverbindlichen Charakter, stellt jedoch eine umfassende und politische 
Willensbekundung mit Bindungskraft für dann folgende Planungsschritte dar. 
 
Im Tandem mit dem Masterplan 2030+ soll das Mobilitätskonzept 2030+ erstellt werden, das 
die Ergebnisse des Verkehrsentwicklungsplanes von 2006 in eine moderne und nachhaltige 
Mobilitätsentwicklungsplanung überführt. 
 
Mit dem Prozess ////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ soll gemeinsam mit den 
Bürgerinnen und Bürgern, der Politik und der Verwaltung, moderiert und begleitet durch 
Expertinnen und Experten und Fachplanerinnen und Fachplaner ein übergreifender 
Orientierungsrahmen, für die weitere, alle Ebenen betreffende Entwicklung von Darmstadt, 
angelegt werden. 
 
Auf Grundlage der Erkenntnis der Vorstudie aus dem Jahr 2015, erarbeitet durch das Büro 
Planquadrat, und der Auswertung der Statistiken, die den gesellschaftlichen Wandel belegen, 
ist es Zeit zu handeln. 
 
Vor diesem Hintergrund hat die Wissenschaftsstadt Darmstadt mit ihrer Auftaktveranstaltung 
am 04. und 06. Februar 2016 gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern den Proze ss 
////Darmstadt weiterdenken – Masterplan 2030+ aufgenommen und zu den Themen: 
Wohnliches Darmstadt – Wohnen / Geschäftiges Darmstadt – Gewerbe, Dienstleistung und 
moderne Industrie / Schlaues Darmstadt – Wissenschaft und Bildungslandschaft / Soziales 
Darmstadt – Sozialgerechte Gesellschaft und Durchmischung, sozialräumliche Qualität /

- 4 - 
Umweltbewusstes Darmstadt – Klima, Ökologie, Umwelt, Energie(wende) / Mobiles Darmstadt 
– Mobilität der Zukunft / Lebenswertes Darmstadt – Stadt(bild)qualität und Lebensqualität in 
neuen Wertekontexten / Unser Darmstadt – Image und Identität einen vielfältigen Diskurs 
begonnen. 
Der Auftakt war mit einer regen Teilnahme der Darmstädter Bürgerinnen und Bürgern ein 
großer Erfolg. Die gesammelten Beiträge und Ergebnisse der Auftaktveranstaltung bildeten die 
Basis für die weitere Prozessgestaltung. 
 
Am 03.03.2016 fand die konstituierende Sitzung der dezernats- und ämterübergreifenden 
Projektkoordination PK2030+ statt, die sogleich sehr konstruktiv die Arbeit zum Prozess 
aufgenommen hat. Die PK2030+ tagt in regelmäßigen Abstand von ca. zwei Monaten und wird 
kontinuierlich über den Prozess informiert und beteiligt. Dem Stadtplanungsamt obliegt die 
„Geschäftsstelle“ der PK2030+. 
 
Als Informationsplattform wurde die städtische Homepage um die Rubrik „Masterplan 2030+“ 
ergänzt und wird kontinuierlich gepflegt und ausgebaut.  
Unter www.darmstadt.de/weiterdenken2030 können jederzeit die Informationen rund um den 
Prozess eingesehen werden. Aktuell befindet sich ein Informationsflyer zur ergä nzenden 
Bekanntmachung des Prozesses mit seinen wichtigsten Eckpunkten in der Erstellung. Dieser 
soll im Sommer 2016 veröffentlich werden. 
Der Prozessauftakt hat eine Vielzahl von Aktivitäten in der Stadtgesellschaft angestoßen. Dies 
wird seitens der Wissenschaftsstadt Darmstadt sehr begrüßt. Um die Ergebnisse und 
Anregungen der einzelnen Gruppen, Initiativen, Institutionen u.a. in den gesamtstädtischen 
Prozess einspeisen zu können, ist für den 03.09.2016 eine weitere große Bürgerveranstaltung 
unter dem Arbeitstitel „Markt der Ideen“ geplant. 
 
Aufgabenstellung / Interessenbekundungsverfahren 
Nach dem Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzt (HVTG) 2016 ist zur Vergabe von 
Dienstleistungen ab 50.000,00 EUR ein zweistufiges Interessenbekundungsverfahren 
durchzuführen. Ziel des Interessenbekundungsverfahrens ist die Beauftragung externer 
Fachbüros für die Bereiche „Steuerung“ und „Beteiligung“ des Gesamtprozesses 
////Darmstadt weiterdenken. 
Das Büro Planquadrat wurde mit der Erarbeitung der integrierten Aufgabenstellung durch das 
Stadtplanungsamt beauftragt (s. Vorlage-Nr. 2015/0408). Die gesammelten Beiträge und 
Ergebnisse der Auftaktveranstaltung sowie die Anregungen der prozessrelevanten Fachämter 
(PK2030+) bilden Basis für die Aufgabenstellungen. Der Masterplan-Prozess und das 
Mobilitätskonzept 2030+ sind in der Aufgabenstellung miteinander verschränkt.  
Ziel des durchzuführenden europaweiten Vergabeverfahrens - Verhandlungsverfahren mit 
vorgeschaltetem Teilnahmewettbewerb - ist die Beauftragung externer Fachbüros für die 
Bereiche Steuerung und Beteiligung des Gesamtprozesses ////Darmstadt weiterdenken.  
  
Im ersten Verfahrensschritt können externe Büros und Bietergemeinschaften ihr Interesse zur 
Begleitung des Darmstädter Prozesses bekunden. Die interessierten Fachplaner werden auf 
ihre Eignung überprüft und anschließend bis zu fünf Büros ausgewählt, die zur 
Angebotsabgabe aufgefordert werden. Grundlage der Angebotsaufforderung ist die Übergabe 
der Aufgabenstellung an die ausgewählten Büros / Bietergemeinschaften.Als Angebot wird von 
den aufgeforderten Büros und Bietergemeinschaften ein Gesamtkonzept zur Durchführung der 
drei Prozess-Phasen erbeten. Der Durchführungszeitraum des Auswahlverfahrens ist für Juli 
bis November 2016 geplant. 
Vor dem Hintergrund der anspruchsvollen Aufgabe, mit dem Ziel das bestpassendste Konzept 
für die Wissenschaftsstadt Darmstadt zu erhalten, sollen die Büros eine pauschale Vergütung 
zur Erarbeitung ihrer Konzepte erhalten. Ziel ist es, so einen möglichst flexiblen, 
mitwachsenden und sich selbst korrigierenden Prozess zu unterstützen. 
 
Umsetzungsstrategie  
Ziel des dialogischen und partizipativen Planungsprozesses ist es, weg von der klassischen 
sektoralen, hin zur integrativen Betrachtungsweise des Gesamten zu kommen.  
 
Der Prozess entwickelt sich in mehreren Phasen:

- 5 - 
Die Einleitungsphase (-1) umfasste den Beschluss durch den Magistrat und die 
Stadtverordnetenversammlung, die Vorbereitung zur Beauftragung der Aufgabenstellung, die 
Konstituierung der dezernats- und ämterübergreifenden Projektkoordination (PK2030+) sowie 
den Start der Bürgerbeteiligung von Beginn an und wurde bereits im März 2016 
abgeschlossen.  
 
Die aktuelle Phase 0 umfasst die Erarbeitung Aufgabenstellung, die Durchführung des 
europaweiten Vergabesverfahrens mit Teilnahmewettbewerb sowie die Fortführung der 
gestarteten Bürgerbeteiligung und soll Ende 2016 mit der Beauftragung externer Büros 
abgeschlossen werden. 
 
Start der Phase 1, die sich primär mit der Bestands- sowie die Erstellung einer SWOT-Analyse 
(Stärken, Schwächen, Chancen, Bedrohungen) beschäftigen wird, ist für Frühjahr 2017 
geplant.  
 
Die Phase 2, ab Herbst 2017, dient nach der umfassenden Analyse der Entwicklung von Ideen 
für die Gesamtstadt. Ab Phase 2 werden weitere externe Beauftragte in den Prozess 
hinzukommen. Je nach Themenfeld können sich Inhalt, Umfang und Ziel ganz unterschiedlich 
darstellen. Auch werden nicht alle Themenfelder gleichzeitig gestartet werden.  
 
Im Laufe des Jahres 2018/2019 wird in der Phase 3 auf Basis der gesammelten Erkenntnisse 
ein umfassendes städtebauliches Leitbild und vielfältige Leitprojekte erarbeitet werden. Es wird 
durch das ausgewählte Konzept – durch die externen Beauftragten und durch die Verwaltung –  
sichergestellt, dass alle Phasen kontinuierlich von den Bürgerinnen und Bürgern begleitet 
werden und die Bürgerinnen und Bürger durch unterschiedliche Beteiligungsformate 
angesprochen und zur Mitarbeit aktiviert werden. 
 
Auch wenn scheinbar die Phasen -1 bis 1 sich über einen zeitlich langen Zeitraum erstrecken, 
stellt diese vermeintliche Langsamkeit einen intelligenten und beabsichtigten Planungsprozess 
dar. Durch Bedachtsamkeit und Überlegtheit wird ein stabiles Fundament für den weiteren 
Planungsprozess geschaffen. In den späteren Prozessphasen wird diese anfängliche 
„Langsamkeit“ wieder durch die Parallelität der Themenbearbeitungen aufgeholt. 
 
Ziel des Prozesses ////Darmstadt weiterdenken 
Die Wissenschaftsstadt Darmstadt möchte mit dem Prozess ////Darmstadt weiterdenken das 
Gleichgewicht zwischen den Bedürfnissen der Stadtgesellschaft mit den Kapazitäten und 
Ressourcen der Stadt sichern.  
Hierzu gehört auch die eigene Identität zur besseren Profilierung des Standorts in der Region 
sowie national und international weiter herauszuarbeiten und so das städtische Image weiter 
zu präzisieren. 
Von hoher Bedeutung zur erfolgreichen Umsetzung und tiefgreifenden Verankerung in 
Darmstadt ist die Ansprache aller Bürgerinnen und Bürger, vor allem der jungen Generation.  
Die Prozesstransparenz und eine Beteiligung von Beginn an werden schon jetzt umgesetzt und 
langfristig durch die Prozessgestaltung sichergestellt. Denn nur gemeinsam ist eine 
nachhaltige und faire Entwicklung unserer Stadt möglich.  
 
Kosten 
Die anfallenden Kosten zur Umsetzung der Prozessphase 0 (Erarbeitung Aufgabenstellung, 
Durchführung Verfahrensmanagement, Honorierung der Angebote/Konzepte, begleitende 
Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung) im Jahr 2016 i. H. v. ca. 120.000,00 EUR stehen 
beim Stadtplanungsamt unter der Kostenstelle 061-010-1000, Sachkonto: 6779340 zur 
Verfügung. 
 
Für die Beauftragung der Rahmenbeauftragten aus Steuerung und Beteiligung für den 
Masterplan 2030+ und das Mobilitätskonzept 2030+ sind voraussichtlich jährlich mit Kosten 
von ca. 100.000,00 EUR zu planen. Hinzu kommen Kosten zur Durchführung von begleitender 
Öffentlichkeitsarbeit und Bürgerbeteiligung sowie die Fortführung der Prozesskampagne 
////Darmstadt weiterdenken von ca. 100.000,00 EUR, die ebenfalls jährlich einzuplanen sind.

- 6 - 
 
 
Weiteres Vorgehen 
Mit dem Vergabeverfahren soll unmittelbar nach der Beschlussfassung durch den Magistrat 
und der Stadtverordnetenversammlung begonnen werden. Dem Magistrat und der 
Stadtverordnetenversammlung wird das ausgewählte Konzept der Arbeitsgemeinschaft aus 
Steuerung und Beteiligung vor der Auftragserteilung zur Beschlussfassung vorgelegt. 
Beschrieben wird darin auch das finanzielle und zeitliche Volumen des zu erteilenden Auftrags.  
 
Darmstadt, 02.06.2016 
61.1/tr         Nst. 26 11 
 
Dezernat I       Dezernat III 
 
 
 
Jochen Partsch     Cornelia Zuschke 
Oberbürgermeister      Stadträtin

Beratungsverlauf (5)

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Details

Vorlagen-Nr.
2016/0230
Typ
Magistratsvorlage
Datum
02.06.2016
Erstellt
29.09.2026 00:00