2014/0094
Naturdenkmal Nr. 45 - Jägertoreichen
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2014/0094
4130 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
18.03.2014
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat V an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Umweltamt
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
Vorlage-Nr. 2014/0094
Magistratsbeschluss-Nr.
Produkt-Nr.: 554010
Kostenstelle: 056-010-1000 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5540-11 Sachkonto: 6179200
Betreff: Naturdenkmal Nr. 45 - Jägertoreichen
Vorlage vom: 05.03.2014
Beschlussvorschlag :
Der Magistrat nimmt den Bericht des Umweltamtes zur Kenntnis und beschließt die Fällung der
östlichen Eiche der beiden als Naturdenkmal Nr. 45 ausgewiesenen Jägertoreichen.
Anlagen:
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 05.03.2014
Die als Naturdenkmal Nr. 45 ausgewiesenen Jägertoreichen stehen im Kreuzungsbereich
Kranichsteiner Straße / Jägertorstraße.
Bereits im Jahr 2001 wurde an der östlichen Eiche ein großer Pilzfruchtkörper festgestellt.
Hierbei handelt es sich um den Tropfenden Schillerporling (Inonotus dryadeus). Dieser Pilz
zersetzt die Unterseite der Wurzelanläufe. Im Endstadium führt der Befall aufgrund
ausgedehnter Fäuleschäden im Wurzelbereich zu einer Gefährdung der Verkehrssicherheit.
Mit Magistratsbeschluss vom 5. Dezember 2011 (Beschluss-Nr. 0899) wurde das Umweltamt
beauftragt, entsprechend dem Gutachten von 2001 des Büros Reinartz & Schlag die betroffene
Eiche zu erhalten und in regelmäßigen Abständen die Standsicherheit durch ein Gutachten
erneut prüfen zu lassen.
Nach den Gutachten von 2004 und 2007 kommt das Gutachten des Büros Reinhartz & Schlag
aus dem Jahr 2012 zu folgendem Gesamtergebnis:
„In den letzten Jahren konnte beobachtet werden, dass die Krone der untersuchten Eiche mehr
und mehr abgestorben ist. Fruchtkörper des Tropfenden Schillerporlings sind aufgetreten und
haben die Ursache der Schäden angezeigt.
Nach deutlichen Rückschnitten ist die Rest- bzw. Sekundärkrone zwar relativ belaubt, weist
aber neuerliche Absterbeerscheinungen auf. Das zeigt, dass die Baumvitalität weiter rückläufig
ist. Aus diesem Grund schreitet auch der Holzabbau fort.
Ein Zeichen dafür sind auch die neu aufgetretenen Schäden des Holzkörpers, an denen
abgebautes Holz aus dem Stamm rieselt. Diese neuen Schäden, die wahrscheinlich durch den
Schwefelporling hervorgerufen worden sind, zeigen, dass die im Baum vorhandenen Schadpilze
mittlerweile in der Lage sind, den Splint und das Lambium anzugreifen und von innen nach
außen zu durchwachsen.
Aller Erfahrung nach kann man davon ausgehen, dass die Eiche in der Endphase ihrer
Schädigung angelangt ist, ihre Lebenserwartung begrenzt ist und sich die Ausbreitung der
Schaderreger weiter beschleunigt hat.“
Aktuell hat sich die Vitalität nochmals stark verschlechtert. Die stark geschädigte Jägertoreiche
auf der Mittelinsel ist inzwischen als nicht mehr standsicher einzustufen. Bei einer visuellen
Baumkontrolle am 25. Februar 2014 sind großflächige Rindenablösungen durch eine
inzwischen weiträumige Splintholzzersetzung (Weißfäule, vermutlich durch Hallimaschpilz
ausgelöst) und eine starke Höhlung des Wurzelstocks festgestellt worden.
Des Weiteren bleibt der Fruchtkörper des etwa alle zwei Jahre auftretenden „Zottigen
Schillerporling“ seit ein paar Jahren aus. Dies deutet darauf hin, dass der Pilz „kein Futter“
(gesundes Holz) zur Verfügung hat.
Der „Zottige Schillerporling“ beschränkt sich in seinem Abbau nur auf die Wurzeln und den
unteren Bereich des Wurzelstocks. Dieser dürfte nun fast völlig zersetzt sein; d. h. die
Standsicherheit ist nicht mehr gegeben.
Darmstadt, 5. März 2014
UNB.20.045
Dezernat V
Barbara Akdeniz
Stadträtin
Beratungsverlauf (4)
Orte (2)
- Kranichsteiner Straße
- Jägertorstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2014/0094
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 05.03.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00