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2023/0275

Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics (Förderkennzeichen 16DKV30203)

Magistratsvorlage 16.08.2023

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2023/0275

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- 2 - 
 
 
Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
23.08.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat III 
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt - und 
Tiefbauamt  OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler: 
III 69 
IV 
VI 66 
Stvv 
 
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0275 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
358 
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  066-000-0540 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 6165000 
 
Betreff: Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics 
(Förderkennzeichen 16DKV30203)  
 
Vorlage vom: 16.08.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Verstetigung von DAnalytics bzw. de m Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements  wird 
zugestimmt. 
2. Die hierfür zusätzlich benötigten monetären Ressourcen gemäß datenschutzrelevanter Anlage 
werden im Haushaltsjahr 2023 zur Verfügung gestellt. 
 
 
Anlagen: Anlage 1 Kostenübersicht DVM 2023 - 2025 (datenschutzrelevant)  
Anlage 2 Projektdokumentation DAnalytics (datenschutzrelevant)

- 3 - 
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben: 
Klimarelevanz des Vorhabens:     
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom 30.08.2023 
 
Der Vorlage wird zugestimmt.

- 4 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.08.2023  
 
Der Betrieb bzw. Weiterbetrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in Darmstadt baut 
neben der Entwicklung der Open-Data-Schnittstelle für Verkehrszählwerte und 
Digitalisierungsprojekten im Bereich der Mobilität der Digitalstadt Darmstadt insbesondere 
auf folgenden zwei abgeschlossenen  Förderprojekt en auf:  DAnalytics wurde offiziell am 
31.12.2022 erfolgreich abgesc hlossen. Das Förderprojekt Kooperative Leitzentrale – Reallabor 
Nieder-Ramstädter-Straße wurde am 30.06.2022 abgeschlossen. Beide Projekte wurden 
insgesamt mit rund 4,3 Mio. € (50 % der Gesamtkosten) gefördert.  
 
Zielsetzung von DAnalytics war der Aufbau einer ganzheitlichen Infrastruktur  für eine digitale 
und aktive Verkehrssteuerung, die maßgeblich über eine Echtzeitdatenerfassung der  
etablierten Verkehrs - und Umweltsensorik erfolgt. Die Weiterentwicklung zu einem DVM 
erfolgte auf der Basis der um fangreichen, bestehenden Infrastruktur von DAnalytics. D urch 
das DVM werden die Vorteile von Big Data Analytics im Bereich Verkehrsmanagements nutzbar 
gemacht. Im Förderprojekt ging es insbesondere um die Umsetzung einer umweltsensitiven 
Verkehrssteuerung,  was durch die kritische Schadstoffbelastung, insbesondere NO2, in 
Darmstadt in den letzten Jahren einer der zentralen Fördergründe für die Projekte DAnalytics 
und Kooperative Leitzentrale auf der Basis des Green City Plans Darmstadt von Juli 2018 
darstellte. Um dieses neue digitale Verkehrsmanagement bzw. um die ganzheitliche 
Infrastruktur in Darmstadt zu etablieren, wurde eine Vielzahl von technischen Komponenten 
und Planungen mit Hilfe von Beratungsleistungen über einen Zeitraum von rund vier Jahren zu 
einem Gesamtsystem zusammengesetzt. Dessen Komponenten schließen insbesondere den 
Aufbau einer analytischen Datenplattform  „DAP“, die Einrichtung eines 
Ampelphasenassistent en (APHA), den Aufbau eines Umweltsensornetz es zur umweltsensitiven 
Messung, Konzeption und Umsetzung einer ereignisorientierte n Steuerung des (M)-IV mit Hilfe 
einer adaptiven Software (INES) , Qualitätsmanagement und Umbau von Lichtsignalanlagen 
(LSA) zur Verbesserung der ÖPNV-Beschleunigung sowie Verkürzung der Fahrzeiten durch 
Koordinierung der LSA einer priorisierten Teilstrecke  ein. Im weiteren Verlauf wurde der 
Großteil der verkehrstechnischen Steuerungen durch Standardisierung und Modularisierung 
der Steuerungslogiken auf 22 Koordinierungsstrecken grundlegend überarbeitet und für das 
DVM vorbereitet. Ergänzt wurde dies alles durch Maßnahmen zum Schutz kritischer 
Infrastrukturen und dem Aufbau eines Reisezeitsensornetzes.  
 
Auf der Basis des von der Stadt und HEAG  mobilo genutzten Echtzeit -Verkehrsleitrechners 
wurden in der Nieder -Ramstädter Straße weiterentwickelte Lichtsignalanlagen und 
Ampelsysteme an acht neuralgischen Kreuzungen erprobt und dauerhaft eingesetzt (Kooperative 
Leitzentrale – Reallabor Nieder-Ramstädter-Straße). Hierbei wurden der ÖPNV und motorisierte 
Individualverkehr (MIV) synchronisiert und die Gesamtfahrzeit auf der Strecke für den ÖPNV von 
rund 300 auf 160 bis 180 Sekunden reduziert. Teilstrecken konnten zur Lärmminderung und 
zur Erhöhung der Verkeh rssicherheit auf Tempo 30 (vorher Tempo 50) ausgeschildert werden  
und das ohne Qualitätsverlust für den Verkehr , denn die Reisezeit war zuvor häufig deutlich 
langsamer.  
 
Der erfolgte  Aufbau eines datengetriebenen und umweltsensitiven Echtzeit -Verkehrs-
managements auf Basis von aktuellen Zahlen und Daten sowie die Weiterentwicklung dieses 
Verkehrsleitrechners im Sinne eines Digitalen Verkehrsmanagements durch die Verknüpfung mit 
neuer Sensorik und neuen IT -Infrastrukturen dient zur  operativen Umsetzung von 
Verkehrssteuerungsmaßnahmen mit Fokus auf Luftreinhaltung, Lärmvermeidung und 
Klimaschutz.

- 5 - 
Dadurch wird heute schon die  Verarbeitung von Echtzeitdaten für eine übergreifende 
Mobilitätslenkung möglich und dient als Entscheidungsunterstützung für die weitere Umsetzung 
von Maßnahmen zur Verkehrssteuerung. 
Es wird ein ganzheitliches Verständnis für den Verkehr in Darmstadt als Basis für die langfristige 
Verkehrsplanung, für ein Mobilitäts management, die Logistiksteuerung und das 
Parkraummanagement angestrebt. 
 
Die Erfolge aus den beiden Projekten DAnalytics und Kooperative Leitzentrale sollen durch den 
Betrieb des aufgebauten digitalen Verkehrsmanagements verstetigt und für alle Bürger in 
Darmstadt erfahrbar gemacht werden. 
 
Neben den bekannten Kosten des DVM, mit denen bei einigen Komponenten durch gegebene 
Laufzeiten von Verträgen, die im Rahmen de s Projekts DAnalytics geschlossen wurden, bereits 
geplant werden konnte, hat sich herausgestellt, dass es noch zu weiteren Bedarfen im Betrieb 
des DVM kommen wird. Die Gründe sind nachfolgenden beschrieben:  
Das beschriebene Gesamtsystem bedarf einer organi satorischen Einbettung , die in der 
bestehenden Organisation im Mobilitätsamt nur teilweise zur Verfügung steht. Ursprünglich 
war es angedacht, dass mit Projektende von DAnalytics das Gesamtsystem vollständig durch 
eigene Mitarbeitende des Mobilitätsamts ge tragen wird. Aufgrund des bundesweiten 
Fachkräftemangels sowie interner personeller Veränderungen bei der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt steht aktuell die nötige Personalkapazität nicht zur Verfügung. Durch die 
Komplexität des Gesamtsystems und den Betrieb, die Wartung sowie der Weiterentwicklung 
der beschriebenen Systemkomponenten entstehen daher weitere Bedarfe in 2023 sowie den 
Folgejahren, da Unterstützungsleistungen, Wartungsarbeiten, Systempflege sowie weitere 
betriebsrelevante Aufgaben extern beauftrag t werden müssen. Zusätzlich konnten einige 
entstehende Aufwände während des Projekts noch nicht abgeschätzt werden, während andere 
Komponenten und Dienstleistungen teurer geworden sind.  
 
Im Folgenden soll eine detaillierte Auflistung der einzelnen Komponen ten Klarheit über die 
jeweiligen Gründe der Mehrkosten liefern:  
 
Datenanalyseplattform    
Aufgabe   
Betrieb,   
Unterstützung Betrieb und 
Systempflege 
  
 
Begründung: 
  
Die hoch performante Datenanalyseplattform (DAP) ist im Eigentum der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. Der Betrieb der Infrastruktur inklusive der Wartung der Betriebssysteme erfolgt 
durch einen externen Dienstleister, welcher über eine europaweite Ausschreibu ng ausgewählt 
wurde. Die Betriebskosten der DAP waren bereits durch die Ausschreibungen in DAnalytics 
bekannt. Der entsprechende Systemservicevertrag mit dem Anbieter läuft mindestens noch bis 
31.03.2025 
Der Aufwand für den Betrieb des DAP auf Seiten des M obilitätsamts war nicht bekannt, 
wodurch zwingend Unterstützungsleistungen von externer Seite notwendig werden. Hierbei 
empfiehlt es sich auf einen Dienstleister zurückzugreifen, der bereits mit dem Projekt vertraut 
ist und gleichzeitig genug Know -how mit sich bringt, die gestellten Aufgaben pflichtbewusst zu 
erfüllen.

- 6 - 
 
Die Unterstützungsleistungen beinhalten unter anderem neben der passgenauen 
kontinuierlichen Systemintegration auch die Bereitstellung von Tableau -Lizenzen 
(Visualisierungssoftware für Dat enanalysen). Durch diese Unterstützungsleistungen wird die 
Arbeitsfähigkeit des zuständigen Sachgebiets „Verkehrsplanung und -management 
sichergestellt. Damit ist auch eine Beauftragung eines externen Dienstleister bis mindestens 
zum Laufzeitende der DAP s achgerecht und erforderlich.  
 
 
Umweltsensornetz (44 Umweltsensoren)   
Aufgabe   
Instandhaltung und Rollierender 
Tausch, 
  
Systemservice/Systempflege 
und Nachtrag DAnalytics 
Erweiterung Umweltsensornetz  
 
  
Begründung:   
Für eine belastbare Entscheidungsfindung ist die Qualität der Messwerte (u.a. NO2, CO“, 
Feinstaub) von besonderer Relevanz. Durch ein in DAnalytics erarbeitetes spezielles Verfahren 
zum rollierenden Tausch von Umweltsensoren entstehen zusätzliche Aufwände beim 
Mobilitätsamt bzw. beim Systemintegrator des Mobilitätsamts, welche zu Projektbeginn nicht 
abzusehen waren. Darüber hinaus muss das Sensornetz Instand gehalten werden. Die 
letztendliche Höhe der Kosten konnten in der ursprünglichen Schätzung nicht vol lumfänglich 
erfasst werden.  
 
In Bezug auf die Systempflege des Umweltsensornetzes sind Restkosten aus dem Projekt 
DAnalytics ausstehend, da eine Abrechnung aufgrund des Projektendes am 31.12.2022 nicht 
mehr erfolgen konnte. Zudem wurde die zukunftsfähige h erstellerseitige Systempflege des 
Umweltsensornetzes in der bisherigen Schätzung neu aufgenommen.  
 
 
Umweltsensitives Verkehrsmanagement (Verkehrstechnik)   
Aufgabe   
LSA-Programmwechsel 2023    
Umsetzung MTC-Steuergeräte, 
Wartungsarbeiten 
Verkehrsleitrechner  
  
Systempflege INES (adaptive 
Netzsteuerung), Systempflege 
LISA (Verkehrsingenieur -
Planungstool)

- 7 - 
Begründung:   
Ein zusätzlicher Aufwand zum Einspielen der in DAnalytics  erstellten Verkehrstechniken 
(Software zur Steuerung der Lichtsignalanlage) entsteht, da einige Positionen in DAnalytics 
aufgrund von Verzögerungen nicht geleistet oder nicht abgerechnet werden konnten.  
Aufgrund der stadtseitig geänderten Reihenfolge beim  Umbau von LSA auf den 
Koordinierungstrecken konnten nicht alle Steuergeräte entsprechend im Projektzeitraum 
umgesetzt werden. Aufgrund dessen kam es zu einem nicht vorhersehbaren Nachtrag. Eine 
zusätzliche Programmierung von bestehenden MTC -Geräten war no twendig. Die MTC -Geräte 
sind alte LSA -Steuergeräte und die Umprogrammierung bzw. das Umsetzen der 
Planungsdateien hat sich als deutlich aufwendiger erwiesen. Der Mehraufwand war in 
DAnalytics nicht absehbar und konnte erst nach Projektabschluss beziffert w erden. Durch das 
neue digitale Verkehrsmanagement wird es zu zusätzlichen Wartungsarbeiten am 
Verkehrsrechner kommen, die bisher nicht berücksichtigt waren, da bisher auch kein 
Pflegevertrag für den Verkehrsrechner vorliegt.  
Die anfallenden Kosten im Rahme n der Systempflege der Softwareprogramme (adaptive 
Netzsteuerung und Verkehrsingenieur -Planungstool) waren geplant, wobei die Kosten des 
Verkehrsingenieur -Planungstool bisher nicht dem DVM zugeordnet waren und somit auch in 
der Schätzung nicht berücksichti gt waren. Das Programm wir jetzt aber im Rahmen des neuen 
DVM genutzt. 
 
Qualitätsmanagement   
Aufgabe   
Systempflege des Softwaretools 
für das Qualitätsmanagement an 
LSA 
 
  
Begründung:   
Die Kosten für das Qualitätsmanagement waren geplant und sind unverändert für das Jahr 
2023 vorgesehen.  
 
 
KRITIS (Schutz kritischer Infrastrukturen)   
Aufgabe   
Systempflege   
 
Begründung: 
  
Die Implementierung und Umsetzung von KRITIS Maßnahmen wurde  im Projekt DAnalytics für 
die Projektlaufzeit voll  abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von 
DAnalytics hinaus . 
 
 
Ampelphasenassistent   
Aufgabe   
Systempflege, Betrieb 
Anwendung und Anpassungen 
Ampelphasenassistent  
  
 
Begründung: 
  
Die Implementierung und Umsetzung des Ampelphasenassistenten (Grüne -Welle-App, auch für 
Fahrräder) wurde  im Projekt Kooperative Leitzentrale  für die Projektlaufzeit voll  abgerechnet,

- 8 - 
aber der Leistungszeitraum/Betrieb geht über die Laufzeit des Projekts hinaus. Ein Teil der 
laufenden Kosten w ar bereits bekannt. Allerdings gab es einen zusätzlichen Aufwand für die 
Pflege des Ampelphasenassistenten, die in der ursprünglichen Schätzung nicht berücksichtigt 
werden konnte.  
 
 
Reisezeitsensornetz   
Aufgabe   
Systemservice / Systempflege    
 
Begründung: 
  
Die Implementierung und Umsetzung des Reisezeitnetzwerks wurde  im Projekt DAnalytics für 
die Projektlaufzeit voll  abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von 
DAnalytics hinaus . Es handelt sich um geplante Kosten. 
 
 
Verkehrssimulation   
Aufgabe   
Softwarepflege der 
mikroskopischen Verkehrsfluss -
Simulation 
  
 
Begründung: 
  
Die mikroskopische Verkehrsfluss -Simulation war kein Bestandteil von DAnalytics, wird aber 
im neuen DVM benutzt.  
 
 
Unterstützungsleistungen im technischen Projektmanagement und im 
Kompetenzzentrum Datenanalyse  
 
Aufgabe   
Unterstützung technisches 
Projektmanagement, 
Unterstützung im 
datenbasierten 
Verkehrsmanagement  
  
 
Begründung: 
  
Das DVM mit den oben aufgeführten Komponenten und Aufgaben bedarf einer umfassenden 
Projektsteuerung. Aktuell stehen keine ausreichenden personellen Kapazitäten für eine 
Projektsteuerung bzw. für ein technisches Projektmanagement im Mobilitätsamt zur 
Verfügung, weswegen diese zwingend extern beauftragt werden müssen. Hierbei muss ein 
leistungsfähiger und verlässlicher Partner beauftragt werden, der mit den Projekten der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (insbesondere DAnalytics und Kooperative Leitzentrale) 
vertraut. Der Partner sollte neben Kompetenzen im kommunalen Fördermittelmanagement, 
insbesondere Kompetenzen im Bereich Big Data Analytics aufweisen, um das datenbasierte 
Verkehrsmanagement in dessen Umsetzung kompetent zu unterstützen, die Potenziale 
vollumfänglich auszuschöpfen und Weiterentwicklungen anzustoßen.  
Die Kosten waren bis zum Projektabschluss von DAnalytics bzw. zum Start des neuen DVM -
Gesamtsystems nicht bekannt und stellen einen dringend benötigten zusätzlichen Aufwand dar. 
Etwaige angebotene L eistungen sollten dem festgestellten Bedarf im Sachgebiet entsprechen.

Förderung: 
Der Betrieb des digitalen Verkehrsmanagements ist nicht aus den ursprünglichen 
Förderprojekten finanzierbar, da diese abgeschlossen sind. Ein Folgeantrag zur Weiterführung  
und den Ausbau des DVM (Magistratsvorlage „DAnalytics+“, Nr. 2022/0326) wird frühestens 
Ende 2023 beschieden. Somit existiert gegenwärtig keine weitere Förderung.  
 
 
Finanzierung:  
Der notwendige städtische Anteil des laufenden Jahres gemäß datenschutzrelevanter Anlage 
1 für die Verstetigung sowie den Betrieb des DVM können über die bereits im aktuellen 
Haushaltsjahr 2023 etatisierten Mittel für DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 202 2/0326 
gedeckt werden. Wie vorab beschrieben, wird über das Folgeförderprojekt DAnalytics+  
- entgegen der Informationen aus dem vergangenen Jahr - frühestens Ende 2023 entschieden. 
Insofern werden die etatisierten Mittel lediglich in minimaler Höhe im lau fenden Jahr benötigt.  
Die zur Deckung angebotenen Haushaltsmittel sind auf der Kostenstelle 066 -003-7007, 
Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6779000 etatisiert und werden auf die Kostenstelle 066 -
000-0540, Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6165000 verlagert.    
 
Zusammenfassung:  
Durch verschiedene Faktoren sind die Kosten für den Betrieb bzw. für den Weiterbetrieb und 
die Verstetigung des DVM in Darmstadt gestiegen. Die Komplexität bzw. die zu 
koordinierenden Teilkomponenten des Gesamtsystems stellen jedoch eine n sehr 
zukunftsträchtigen Mehrwert für ein datenbasiertes Echtzeit -Verkehrsmanagement dar, 
insbesondere in Bezug auf die notwendige Erweiterbarkeit des Systems und die 
umweltsensitive Steuerung (NO2, CO2, Feinstaub). Ohne die beschriebenen  Arbeiten ist der  
Betrieb des Digitalen  Verkehrsmanagements , die geplante Veröffentlichung des 
Ampelphasenassistenten , der notwendige Ausbau des  DVM durch das Folgeförderprojekt 
DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 2022/0326) sowie gegebenenfalls auch die Bewertung  des 
Mitteleinsatzes für die DAP -Infrastruktur kritisch gefährdet. Bei einer vorzeitigen Einstellung 
des Betriebs des DVM bestünde zudem die Gefahr einer Rückforderung der Fördermittel, weil 
der ursprüngliche Förderanlass nicht weiterverfolgt würde. Der Betrieb des DVM ist somit 
unerlässlich. 
 
Die notwendigen Bedarfe ab dem Haushaltsjahr 2024 wurden seitens des Fachamtes in der 
aktuellen Haushaltsanmeldung berücksichtigt.  
 
Darmstadt, den 16.08.2023  
 
Dezernat III Dezernat IV Dezernat VI 
i. V. 
 
 
  
Hanno Benz 
Oberbürgermeister  
André Schellenberg 
Stadtkämmerer  
Paul Georg Wandrey  
Stadtrat

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371 Zeichen

Punkt 5: Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics 
(Förderkennzeichen 16DKV30203) 
 (V-Nr. 2023/0275) 
- Kenntnisnahme - 
 
Der Ausschuss für Mobilität, Bürgerservice, Ordnungswesen, Brand-, 
Katastrophenschutz und Rettungswesen nimmt von der Vorlage Kenntnis.

2023/0275

17943 Zeichen

Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
23.08.2023 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
Dezernat III 
Dezernat IV 
 
Amt: Mobilitätsamt- und 
Tiefbauamt  OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2023/0275 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:  066-000-0540 Investitionsnummer:        
Kostenträger:  5410-11 Sachkonto: 6165000 
 
Betreff: Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics 
(Förderkennzeichen 16DKV30203)  
 
Vorlage vom: 16.08.2023  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Verstetigung von DAnalytics bzw. de m Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements  wird 
zugestimmt. 
2. Die hierfür zusätzlich benötigten monetären Ressourcen gemäß datenschutzrelevanter Anlage 
werden im Haushaltsjahr 2023 zur Verfügung gestellt. 
 
 
Anlagen: Anlage 1 Kostenübersicht DVM 2023 - 2025 (datenschutzrelevant)  
Anlage 2 Projektdokumentation DAnalytics (datenschutzrelevant)  
 
Datenschutzrelevante Anlage:

- 2 - 
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:  
Klimarelevanz des Vorhabens:    
Auswirkungen auf Stadtklima:   ja  nein 
Auswirkungen auf THG -Emissionen:   gering1)  mittel/groß 2) 
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung:   ja  nein 
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:    
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft?   ja  nein 
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt?   ja  nein 
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr. 
 
Beschluss des Magistrats vom

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Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.08.2023 
 
Der Betrieb bzw. Weiterbetrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in Darmstadt baut 
neben der Entwicklung der Open -Data-Schnittstelle für Verkehrszählwerte und 
Digitalisierungsprojekten im Bereich der Mobilität der Digitalstadt Darmstadt insbesondere 
auf folgenden zwei abgeschlossenen  Förderprojekt en auf:  DAnalytics wurde o ffiziell am 
31.12.2022 erfolgreich abgeschlossen. Das Förderprojekt Kooperative Leitzentrale – Reallabor 
Nieder-Ramstädter-Straße wurde am 30.06.2022 abgeschlossen. Beide Projekte wurden 
insgesamt mit rund 4,3 Mio. € (50 % der Gesamtkosten) gefördert.  
 
Zielsetzung von DAnalytics war der Aufbau einer ganzheitlichen Infrastruktur  für eine digitale 
und aktive Verkehrssteuerung, die maßgeblich über eine Echtzeitdatenerfassung der  
etablierten Verkehrs - und Umweltsensorik erfolgt. Die Weiterentwicklung zu einem D VM 
erfolgte auf der Basis der umfangreichen, bestehenden Infrastruktur von DAnalytics. D urch 
das DVM werden die Vorteile von Big Data Analytics im Bereich Verkehrsmanagements nutzbar 
gemacht. Im Förderprojekt ging es insbesondere um die Umsetzung einer umw eltsensitiven 
Verkehrssteuerung, was durch die kritische Schadstoffbelastung, insbesondere NO2, in 
Darmstadt in den letzten Jahren einer der zentralen Fördergründe für die Projekte DAnalytics 
und Kooperative Leitzentrale auf der Basis des Green City Plans Darmstadt von Juli 2018 
darstellte. Um dieses neue digitale Verkehrsmanagement bzw. um die ganzheitliche 
Infrastruktur in Darmstadt zu etablieren, wurde eine Vielzahl von technischen Komponenten 
und Planungen mit Hilfe von Beratungsleistungen über einen Ze itraum von rund vier Jahren zu 
einem Gesamtsystem zusammengesetzt. Dessen Komponenten schließen insbesondere den 
Aufbau einer analytischen Datenplattform  „DAP“, die Einrichtung eines 
Ampelphasenassistent en (APHA), den Aufbau eines Umweltsensornetz es zur umweltsensitiven 
Messung, Konzeption und Umsetzung einer ereignisorientierte n Steuerung des (M)-IV mit Hilfe 
einer adaptiven Software (INES) , Qualitätsmanagement und Umbau von Lichtsignalanlagen 
(LSA) zur Verbesserung der ÖPNV-Beschleunigung sowie Verkürzung  der Fahrzeiten durch 
Koordinierung der LSA einer priorisierten Teilstrecke  ein. Im weiteren Verlauf wurde der 
Großteil der verkehrstechnischen Steuerungen durch Standardisierung und Modularisierung 
der Steuerungslogiken auf 22 Koordinierungsstrecken grundlegend überarbeitet und für das 
DVM vorbereitet. Ergänzt wurde dies alles d urch Maßnahmen zum Schutz kritischer 
Infrastrukturen und dem Aufbau eines Reisezeitsensornetzes.  
 
Auf der Basis des von der Stadt und HEAG  mobilo genutzten Echtzeit -Verkehrsleitrechners 
wurden in der Nieder -Ramstädter Straße weiterentwickelte Lichtsignala nlagen und 
Ampelsysteme an acht neuralgischen Kreuzungen erprobt und dauerhaft eingesetzt (Kooperative 
Leitzentrale – Reallabor Nieder-Ramstädter-Straße). Hierbei wurden der ÖPNV und motorisierte 
Individualverkehr (MIV) synchronisiert und die Gesamtfahrzeit auf der Strecke für den ÖPNV von 
rund 300 auf 160 bis 180 Sekunden reduziert. Teilstrecken konnten zur Lärmminderung und 
zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Tempo 30 (vorher Tempo 50) ausgeschildert werden  
und das ohne Qualitätsverlust für den Verkeh r, denn die Reisezeit war zuvor häufig deutlich 
langsamer.  
 
Der erfolgte  Aufbau eines datengetriebenen und umweltsensitiven Echtzeit -Verkehrs-
managements auf Basis von aktuellen Zahlen und Daten sowie die Weiterentwicklung dieses 
Verkehrsleitrechners im Sinne eines Digitalen Verkehrsmanagements durch die Verknüpfung mit 
neuer Sensorik und neuen IT -Infrastrukturen dient zur  operativen Umsetzung von 
Verkehrssteuerungsmaßnahmen mit Fokus auf Luftreinhaltung, Lärmvermeidung und 
Klimaschutz.

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Dadurch wird heute schon die  Verarbeitung von Echtzeitdaten für eine übergreifende 
Mobilitätslenkung möglich und dient als Entscheidungsunterstützung für die weitere Umsetzung 
von Maßnahmen zur Verkehrssteuerung. 
Es wird ein ganzheitliches Verständnis für den Verkehr in Darmstadt als Basis für die langfristige 
Verkehrsplanung, für ein Mobilitätsmanagement, die Logistiksteuerung und das 
Parkraummanagement angestrebt. 
 
Die Erfolge aus den beiden Projekten DAnalytics und Kooperat ive Leitzentrale sollen durch den 
Betrieb des aufgebauten digitalen Verkehrsmanagements verstetigt und für alle Bürger in 
Darmstadt erfahrbar gemacht werden. 
 
Neben den bekannten Kosten des DVM, mit denen bei einigen Komponenten durch gegebene 
Laufzeiten von Verträgen, die im Rahmen des Projekts DAnalytics geschlossen wurden, bereits 
geplant werden konnte, hat sich herausgestellt, dass es noch zu weiteren Bedarfen im Betrieb 
des DVM kommen wird. Die Gründe sind nachfolgenden beschrieben:  
Das beschriebene Ge samtsystem bedarf einer organisatorischen Einbettung , die in der 
bestehenden Organisation im Mobilitätsamt nur teilweise zur Verfügung steht. Ursprünglich 
war es angedacht, dass mit Projektende von DAnalytics das Gesamtsystem vollständig durch 
eigene Mitar beitende des Mobilitätsamts getragen wird. Aufgrund des bundesweiten 
Fachkräftemangels sowie interner personeller Veränderungen bei der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt steht aktuell die nötige Personalkapazität nicht zur Verfügung. Durch die 
Komplexität des G esamtsystems und den Betrieb, die Wartung sowie der Weiterentwicklung 
der beschriebenen Systemkomponenten entstehen daher weitere Bedarfe in 2023 sowie den 
Folgejahren, da Unterstützungsleistungen, Wartungsarbeiten, Systempflege sowie weitere 
betriebsrelevante Aufgaben extern beauftragt werden müssen. Zusätzlich konnten einige 
entstehende Aufwände während des Projekts noch nicht abgeschätzt werden, während andere 
Komponenten und Dienstleistungen teurer geworden sind.  
 
Im Folgenden soll eine detaillierte Auf listung der einzelnen Komponenten Klarheit über die 
jeweiligen Gründe der Mehrkosten liefern:  
 
Datenanalyseplattform    
Aufgabe   
Betrieb,   
Unterstützung Betrieb und 
Systempflege 
  
 
Begründung: 
  
Die hoch performante  Datenanalyseplattform (DAP) ist im Eigentum der Wissenschaftsstadt 
Darmstadt. Der Betrieb der Infrastruktur inklusive der Wartung der Betriebssysteme erfolgt 
durch einen externen Dienstleister, welcher über eine europaweite Ausschreibung ausgewählt 
wurde. Die Betriebskosten der DAP waren bereits durch die Ausschreibungen in DAnalytics 
bekannt. Der entsprechende Systemservicevertrag mit dem Anbieter läuft mindestens noch bis 
31.03.2025 
Der Aufwand für den Betrieb des DAP auf Seiten des Mobilitätsamts war ni cht bekannt, 
wodurch zwingend Unterstützungsleistungen von externer Seite notwendig werden. Hierbei 
empfiehlt es sich auf einen Dienstleister zurückzugreifen, der bereits mit dem Projekt vertraut 
ist und gleichzeitig genug Know -how mit sich bringt, die ges tellten Aufgaben pflichtbewusst zu 
erfüllen.

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Die Unterstützungsleistungen beinhalten unter anderem neben der passgenauen 
kontinuierlichen Systemintegration auch die Bereitstellung von Tableau -Lizenzen 
(Visualisierungssoftware für Datenanalysen). Durch d iese Unterstützungsleistungen wird die 
Arbeitsfähigkeit des zuständigen Sachgebiets „Verkehrsplanung und -management 
sichergestellt. Damit ist auch eine Beauftragung eines externen Dienstleister bis mindestens 
zum Laufzeitende der DAP sachgerecht und erfor derlich. 
 
 
Umweltsensornetz (44 Umweltsensoren)   
Aufgabe   
Instandhaltung und Rollierender 
Tausch, 
  
Systemservice/Systempflege 
und Nachtrag DAnalytics 
Erweiterung Umweltsensornetz  
 
  
Begründung:   
Für eine belastbare Entscheidungsfindung ist die Qualität der Messwerte (u.a. NO2, CO“, 
Feinstaub) von besonderer Relevanz. Durch ein in DAnalytics erarbeitetes spezielles Verfahren 
zum rollierenden Tausch von Umweltsensoren entstehen zusätzliche Aufwände beim 
Mobilitätsamt bzw. beim Systemintegrator des Mobilitätsamts, welche zu Projektbeginn nicht 
abzusehen waren. Darüber hinaus muss das Sensornetz Instand gehalten werden. Die 
letztendliche Höhe der Kosten konnten in der ursprünglichen Schätzung nicht vol lumfänglich 
erfasst werden.  
 
In Bezug auf die Systempflege des Umweltsensornetzes sind Restkosten aus dem Projekt 
DAnalytics ausstehend, da eine Abrechnung aufgrund des Projektendes am 31.12.2022 nicht 
mehr erfolgen konnte. Zudem wurde die zukunftsfähige h erstellerseitige Systempflege des 
Umweltsensornetzes in der bisherigen Schätzung neu aufgenommen.  
 
 
Umweltsensitives Verkehrsmanagement (Verkehrstechnik)   
Aufgabe   
LSA-Programmwechsel 2023    
Umsetzung MTC-Steuergeräte, 
Wartungsarbeiten 
Verkehrsleitrechner  
  
Systempflege INES (adaptive 
Netzsteuerung), Systempflege 
LISA (Verkehrsingenieur -
Planungstool)

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Begründung:   
Ein zusätzlicher Aufwand zum Einspielen der in DAnalytics  erstellten Verkehrstechniken 
(Software zur Steuerung der Lichtsignalanlage) entsteht, da einige Positionen in DAnalytics 
aufgrund von Verzögerungen nicht geleistet oder nicht abgerechnet werden konnten.  
Aufgrund der stadtseitig geänderten Reihenfolge beim  Umbau von LSA auf den 
Koordinierungstrecken konnten nicht alle Steuergeräte entsprechend im Projektzeitraum 
umgesetzt werden. Aufgrund dessen kam es zu einem nicht vorhersehbaren Nachtrag. Eine 
zusätzliche Programmierung von bestehenden MTC -Geräten war no twendig. Die MTC -Geräte 
sind alte LSA -Steuergeräte und die Umprogrammierung bzw. das Umsetzen der 
Planungsdateien hat sich als deutlich aufwendiger erwiesen. Der Mehraufwand war in 
DAnalytics nicht absehbar und konnte erst nach Projektabschluss beziffert w erden. Durch das 
neue digitale Verkehrsmanagement wird es zu zusätzlichen Wartungsarbeiten am 
Verkehrsrechner kommen, die bisher nicht berücksichtigt waren, da bisher auch kein 
Pflegevertrag für den Verkehrsrechner vorliegt.  
Die anfallenden Kosten im Rahme n der Systempflege der Softwareprogramme (adaptive 
Netzsteuerung und Verkehrsingenieur -Planungstool) waren geplant, wobei die Kosten des 
Verkehrsingenieur -Planungstool bisher nicht dem DVM zugeordnet waren und somit auch in 
der Schätzung nicht berücksichti gt waren. Das Programm wir jetzt aber im Rahmen des neuen 
DVM genutzt. 
 
Qualitätsmanagement   
Aufgabe   
Systempflege des Softwaretools 
für das Qualitätsmanagement an 
LSA 
 
  
Begründung:   
Die Kosten für das Qualitätsmanagement waren geplant und sind unverändert für das Jahr 
2023 vorgesehen.  
 
 
KRITIS (Schutz kritischer Infrastrukturen)   
Aufgabe   
Systempflege   
 
Begründung: 
  
Die Implementierung und Umsetzung von KRITIS Maßnahmen wurde  im Projekt DAnalytics für 
die Projektlaufzeit voll  abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von 
DAnalytics hinaus . 
 
 
Ampelphasenassistent   
Aufgabe   
Systempflege, Betrieb 
Anwendung und Anpassungen 
Ampelphasenassistent  
  
 
Begründung: 
  
Die Implementierung und Umsetzung des Ampelphasenassistenten (Grüne -Welle-App, auch für 
Fahrräder) wurde  im Projekt Kooperative Leitzentrale  für die Projektlaufzeit voll  abgerechnet, 
aber der Leistungszeitraum/Betrieb geht über die Laufzeit des Projekts hinaus. Ein Teil der

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laufenden Kosten w ar bereits bekannt. Allerdings gab es einen zusätzlichen Aufwand für die 
Pflege des Ampelphasenassistenten, die in der ursprünglichen Schätzung nicht berücksichtigt 
werden konnte.  
 
 
Reisezeitsensornetz   
Aufgabe   
Systemservice / Systempflege    
 
Begründung: 
  
Die Implementierung und Umsetzung des Reisezeitnetzwerks wurde  im Projekt DAnalytics für 
die Projektlaufzeit voll  abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von 
DAnalytics hinaus . Es handelt sich um geplante Kosten. 
 
 
Verkehrssimulation   
Aufgabe   
Softwarepflege der 
mikroskopischen Verkehrsfluss -
Simulation 
  
 
Begründung: 
  
Die mikroskopische Verkehrsfluss -Simulation war kein Bestandteil von DAnalytics, wird aber 
im neuen DVM benutzt.  
 
 
Unterstützungsleistungen im technischen Projektmanagement und im 
Kompetenzzentrum Datenanalyse  
 
Aufgabe   
Unterstützung technisches 
Projektmanagement, 
Unterstützung im 
datenbasierten 
Verkehrsmanagement  
  
 
Begründung: 
  
Das DVM mit den oben aufgeführten Komponenten und Aufgaben bedarf einer umfassenden 
Projektsteuerung. Aktuell stehen keine ausreichenden personellen Kapazitäten für eine 
Projektsteuerung bzw. für ein technisches Projektmanagement im Mobilitätsamt zur 
Verfügung, weswegen diese zwingend extern beauftragt werden müssen. Hierbei muss ein 
leistungsfähiger und verlässlicher Partner beauftragt werden, der mit den Projekten der 
Wissenschaftsstadt Darmstadt (insbesondere DAnalytics und Kooperative Leitzentrale) 
vertraut. Der Partner sollte neben Kompetenzen im kommunalen Fördermittelmanagement, 
insbesondere Kompetenzen im Bereich Big Data Analytics aufweisen, um das datenbasierte 
Verkehrsmanagement in dessen Umsetzung kompetent zu unterstützen, die Potenziale 
vollumfänglich auszuschöpfen und Weiterentwicklungen anzustoßen.  
Die Kosten waren bis zum Projektabschluss von DAnalytics  bzw. zum Start des neuen DVM -
Gesamtsystems nicht bekannt und stellen einen dringend benötigten zusätzlichen Aufwand dar. 
Etwaige angebotene Leistungen sollten dem festgestellten Bedarf im Sachgebiet entsprechen.

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Förderung: 
Der Betrieb des digitalen Ver kehrsmanagements ist nicht aus den ursprünglichen 
Förderprojekten finanzierbar, da diese abgeschlossen sind. Ein Folgeantrag zur Weiterführung 
und den Ausbau des DVM (Magistratsvorlage „DAnalytics+“, Nr. 2022/0326) wird frühestens 
Ende 2023 beschieden. Som it existiert gegenwärtig keine weitere Förderung.  
 
 
Finanzierung:  
Der notwendige städtische Anteil des laufenden Jahres gemäß datenschutzrelevanter Anlage 
1 für die Verstetigung sowie den Betrieb des DVM können über die bereits im aktuellen 
Haushaltsjahr 2023 etatisierten Mittel für DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 202 2/0326 
gedeckt werden. Wie vorab beschrieben, wird über das Folgeförderprojekt DAnalytics+  
- entgegen der Informationen aus dem vergangenen Jahr - frühestens Ende 2023 entschieden. 
Insofern werden die etatisierten Mittel lediglich in minimaler Höhe im lau fenden Jahr benötigt.  
Die zur Deckung angebotenen Haushaltsmittel sind auf der Kostenstelle 066 -003-7007, 
Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6779000 etatisiert und werden auf die Kostenstelle 066 -
000-0540, Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6165000 verlagert.    
 
Zusammenfassung:  
Durch verschiedene Faktoren sind die Kosten für den Betrieb bzw. für den Weiterbetrieb und 
die Verstetigung des DVM in Darmstadt gestiegen. Die Komplexität bzw. die zu 
koordinierenden Teilkomponenten des Gesamtsystems stellen jedoch eine n sehr 
zukunftsträchtigen Mehrwert für ein datenbasiertes Echtzeit -Verkehrsmanagement dar, 
insbesondere in Bezug auf die notwendige Erweiterbarkeit des Systems und die 
umweltsensitive Steuerung (NO2, CO2, Feinstaub). Ohne die beschriebenen  Arbeiten ist der  
Betrieb des Digitalen  Verkehrsmanagements , die geplante Veröffentlichung des 
Ampelphasenassistenten , der notwendige Ausbau des  DVM durch das Folgeförderprojekt 
DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 2022/0326) sowie gegebenenfalls auch die Bewertung  des 
Mitteleinsatzes für die DAP -Infrastruktur kritisch gefährdet. Bei einer vorzeitigen Einstellung 
des Betriebs des DVM bestünde zudem die Gefahr einer Rückforderung der Fördermittel, weil 
der ursprüngliche Förderanlass nicht weiterverfolgt würde. Der Betrieb des DVM ist somit 
unerlässlich. 
 
Die notwendigen Bedarfe ab dem Haushaltsjahr 2024 wurden seitens des Fachamtes in der 
aktuellen Haushaltsanmeldung berücksichtigt.  
 
Darmstadt, den 16.08.2023  
 
Dezernat III Dezernat IV Dezernat VI 
i. V. 
 
 
  
Hanno Benz 
Oberbürgermeister  
André Schellenberg 
Stadtkämmerer  
Paul Georg Wandrey  
Stadtrat

Beratungsverlauf (2)

TOP 5
TOP 358

Orte (1)

  • Nieder-Ramstädter Straße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2023/0275
Typ
Magistratsvorlage
Datum
16.08.2023
Erstellt
29.09.2026 00:00