2023/0275
Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics (Förderkennzeichen 16DKV30203)
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anlage 3
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- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
23.08.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat III
Dezernat IV
Amt: Mobilitätsamt - und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
III 69
IV
VI 66
Stvv
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0275
Magistratsbeschluss -Nr.
358
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 066-000-0540 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 6165000
Betreff: Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics
(Förderkennzeichen 16DKV30203)
Vorlage vom: 16.08.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Verstetigung von DAnalytics bzw. de m Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements wird
zugestimmt.
2. Die hierfür zusätzlich benötigten monetären Ressourcen gemäß datenschutzrelevanter Anlage
werden im Haushaltsjahr 2023 zur Verfügung gestellt.
Anlagen: Anlage 1 Kostenübersicht DVM 2023 - 2025 (datenschutzrelevant)
Anlage 2 Projektdokumentation DAnalytics (datenschutzrelevant)
- 3 -
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom 30.08.2023
Der Vorlage wird zugestimmt.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.08.2023
Der Betrieb bzw. Weiterbetrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in Darmstadt baut
neben der Entwicklung der Open-Data-Schnittstelle für Verkehrszählwerte und
Digitalisierungsprojekten im Bereich der Mobilität der Digitalstadt Darmstadt insbesondere
auf folgenden zwei abgeschlossenen Förderprojekt en auf: DAnalytics wurde offiziell am
31.12.2022 erfolgreich abgesc hlossen. Das Förderprojekt Kooperative Leitzentrale – Reallabor
Nieder-Ramstädter-Straße wurde am 30.06.2022 abgeschlossen. Beide Projekte wurden
insgesamt mit rund 4,3 Mio. € (50 % der Gesamtkosten) gefördert.
Zielsetzung von DAnalytics war der Aufbau einer ganzheitlichen Infrastruktur für eine digitale
und aktive Verkehrssteuerung, die maßgeblich über eine Echtzeitdatenerfassung der
etablierten Verkehrs - und Umweltsensorik erfolgt. Die Weiterentwicklung zu einem DVM
erfolgte auf der Basis der um fangreichen, bestehenden Infrastruktur von DAnalytics. D urch
das DVM werden die Vorteile von Big Data Analytics im Bereich Verkehrsmanagements nutzbar
gemacht. Im Förderprojekt ging es insbesondere um die Umsetzung einer umweltsensitiven
Verkehrssteuerung, was durch die kritische Schadstoffbelastung, insbesondere NO2, in
Darmstadt in den letzten Jahren einer der zentralen Fördergründe für die Projekte DAnalytics
und Kooperative Leitzentrale auf der Basis des Green City Plans Darmstadt von Juli 2018
darstellte. Um dieses neue digitale Verkehrsmanagement bzw. um die ganzheitliche
Infrastruktur in Darmstadt zu etablieren, wurde eine Vielzahl von technischen Komponenten
und Planungen mit Hilfe von Beratungsleistungen über einen Zeitraum von rund vier Jahren zu
einem Gesamtsystem zusammengesetzt. Dessen Komponenten schließen insbesondere den
Aufbau einer analytischen Datenplattform „DAP“, die Einrichtung eines
Ampelphasenassistent en (APHA), den Aufbau eines Umweltsensornetz es zur umweltsensitiven
Messung, Konzeption und Umsetzung einer ereignisorientierte n Steuerung des (M)-IV mit Hilfe
einer adaptiven Software (INES) , Qualitätsmanagement und Umbau von Lichtsignalanlagen
(LSA) zur Verbesserung der ÖPNV-Beschleunigung sowie Verkürzung der Fahrzeiten durch
Koordinierung der LSA einer priorisierten Teilstrecke ein. Im weiteren Verlauf wurde der
Großteil der verkehrstechnischen Steuerungen durch Standardisierung und Modularisierung
der Steuerungslogiken auf 22 Koordinierungsstrecken grundlegend überarbeitet und für das
DVM vorbereitet. Ergänzt wurde dies alles durch Maßnahmen zum Schutz kritischer
Infrastrukturen und dem Aufbau eines Reisezeitsensornetzes.
Auf der Basis des von der Stadt und HEAG mobilo genutzten Echtzeit -Verkehrsleitrechners
wurden in der Nieder -Ramstädter Straße weiterentwickelte Lichtsignalanlagen und
Ampelsysteme an acht neuralgischen Kreuzungen erprobt und dauerhaft eingesetzt (Kooperative
Leitzentrale – Reallabor Nieder-Ramstädter-Straße). Hierbei wurden der ÖPNV und motorisierte
Individualverkehr (MIV) synchronisiert und die Gesamtfahrzeit auf der Strecke für den ÖPNV von
rund 300 auf 160 bis 180 Sekunden reduziert. Teilstrecken konnten zur Lärmminderung und
zur Erhöhung der Verkeh rssicherheit auf Tempo 30 (vorher Tempo 50) ausgeschildert werden
und das ohne Qualitätsverlust für den Verkehr , denn die Reisezeit war zuvor häufig deutlich
langsamer.
Der erfolgte Aufbau eines datengetriebenen und umweltsensitiven Echtzeit -Verkehrs-
managements auf Basis von aktuellen Zahlen und Daten sowie die Weiterentwicklung dieses
Verkehrsleitrechners im Sinne eines Digitalen Verkehrsmanagements durch die Verknüpfung mit
neuer Sensorik und neuen IT -Infrastrukturen dient zur operativen Umsetzung von
Verkehrssteuerungsmaßnahmen mit Fokus auf Luftreinhaltung, Lärmvermeidung und
Klimaschutz.
- 5 -
Dadurch wird heute schon die Verarbeitung von Echtzeitdaten für eine übergreifende
Mobilitätslenkung möglich und dient als Entscheidungsunterstützung für die weitere Umsetzung
von Maßnahmen zur Verkehrssteuerung.
Es wird ein ganzheitliches Verständnis für den Verkehr in Darmstadt als Basis für die langfristige
Verkehrsplanung, für ein Mobilitäts management, die Logistiksteuerung und das
Parkraummanagement angestrebt.
Die Erfolge aus den beiden Projekten DAnalytics und Kooperative Leitzentrale sollen durch den
Betrieb des aufgebauten digitalen Verkehrsmanagements verstetigt und für alle Bürger in
Darmstadt erfahrbar gemacht werden.
Neben den bekannten Kosten des DVM, mit denen bei einigen Komponenten durch gegebene
Laufzeiten von Verträgen, die im Rahmen de s Projekts DAnalytics geschlossen wurden, bereits
geplant werden konnte, hat sich herausgestellt, dass es noch zu weiteren Bedarfen im Betrieb
des DVM kommen wird. Die Gründe sind nachfolgenden beschrieben:
Das beschriebene Gesamtsystem bedarf einer organi satorischen Einbettung , die in der
bestehenden Organisation im Mobilitätsamt nur teilweise zur Verfügung steht. Ursprünglich
war es angedacht, dass mit Projektende von DAnalytics das Gesamtsystem vollständig durch
eigene Mitarbeitende des Mobilitätsamts ge tragen wird. Aufgrund des bundesweiten
Fachkräftemangels sowie interner personeller Veränderungen bei der Wissenschaftsstadt
Darmstadt steht aktuell die nötige Personalkapazität nicht zur Verfügung. Durch die
Komplexität des Gesamtsystems und den Betrieb, die Wartung sowie der Weiterentwicklung
der beschriebenen Systemkomponenten entstehen daher weitere Bedarfe in 2023 sowie den
Folgejahren, da Unterstützungsleistungen, Wartungsarbeiten, Systempflege sowie weitere
betriebsrelevante Aufgaben extern beauftrag t werden müssen. Zusätzlich konnten einige
entstehende Aufwände während des Projekts noch nicht abgeschätzt werden, während andere
Komponenten und Dienstleistungen teurer geworden sind.
Im Folgenden soll eine detaillierte Auflistung der einzelnen Komponen ten Klarheit über die
jeweiligen Gründe der Mehrkosten liefern:
Datenanalyseplattform
Aufgabe
Betrieb,
Unterstützung Betrieb und
Systempflege
Begründung:
Die hoch performante Datenanalyseplattform (DAP) ist im Eigentum der Wissenschaftsstadt
Darmstadt. Der Betrieb der Infrastruktur inklusive der Wartung der Betriebssysteme erfolgt
durch einen externen Dienstleister, welcher über eine europaweite Ausschreibu ng ausgewählt
wurde. Die Betriebskosten der DAP waren bereits durch die Ausschreibungen in DAnalytics
bekannt. Der entsprechende Systemservicevertrag mit dem Anbieter läuft mindestens noch bis
31.03.2025
Der Aufwand für den Betrieb des DAP auf Seiten des M obilitätsamts war nicht bekannt,
wodurch zwingend Unterstützungsleistungen von externer Seite notwendig werden. Hierbei
empfiehlt es sich auf einen Dienstleister zurückzugreifen, der bereits mit dem Projekt vertraut
ist und gleichzeitig genug Know -how mit sich bringt, die gestellten Aufgaben pflichtbewusst zu
erfüllen.
- 6 -
Die Unterstützungsleistungen beinhalten unter anderem neben der passgenauen
kontinuierlichen Systemintegration auch die Bereitstellung von Tableau -Lizenzen
(Visualisierungssoftware für Dat enanalysen). Durch diese Unterstützungsleistungen wird die
Arbeitsfähigkeit des zuständigen Sachgebiets „Verkehrsplanung und -management
sichergestellt. Damit ist auch eine Beauftragung eines externen Dienstleister bis mindestens
zum Laufzeitende der DAP s achgerecht und erforderlich.
Umweltsensornetz (44 Umweltsensoren)
Aufgabe
Instandhaltung und Rollierender
Tausch,
Systemservice/Systempflege
und Nachtrag DAnalytics
Erweiterung Umweltsensornetz
Begründung:
Für eine belastbare Entscheidungsfindung ist die Qualität der Messwerte (u.a. NO2, CO“,
Feinstaub) von besonderer Relevanz. Durch ein in DAnalytics erarbeitetes spezielles Verfahren
zum rollierenden Tausch von Umweltsensoren entstehen zusätzliche Aufwände beim
Mobilitätsamt bzw. beim Systemintegrator des Mobilitätsamts, welche zu Projektbeginn nicht
abzusehen waren. Darüber hinaus muss das Sensornetz Instand gehalten werden. Die
letztendliche Höhe der Kosten konnten in der ursprünglichen Schätzung nicht vol lumfänglich
erfasst werden.
In Bezug auf die Systempflege des Umweltsensornetzes sind Restkosten aus dem Projekt
DAnalytics ausstehend, da eine Abrechnung aufgrund des Projektendes am 31.12.2022 nicht
mehr erfolgen konnte. Zudem wurde die zukunftsfähige h erstellerseitige Systempflege des
Umweltsensornetzes in der bisherigen Schätzung neu aufgenommen.
Umweltsensitives Verkehrsmanagement (Verkehrstechnik)
Aufgabe
LSA-Programmwechsel 2023
Umsetzung MTC-Steuergeräte,
Wartungsarbeiten
Verkehrsleitrechner
Systempflege INES (adaptive
Netzsteuerung), Systempflege
LISA (Verkehrsingenieur -
Planungstool)
- 7 -
Begründung:
Ein zusätzlicher Aufwand zum Einspielen der in DAnalytics erstellten Verkehrstechniken
(Software zur Steuerung der Lichtsignalanlage) entsteht, da einige Positionen in DAnalytics
aufgrund von Verzögerungen nicht geleistet oder nicht abgerechnet werden konnten.
Aufgrund der stadtseitig geänderten Reihenfolge beim Umbau von LSA auf den
Koordinierungstrecken konnten nicht alle Steuergeräte entsprechend im Projektzeitraum
umgesetzt werden. Aufgrund dessen kam es zu einem nicht vorhersehbaren Nachtrag. Eine
zusätzliche Programmierung von bestehenden MTC -Geräten war no twendig. Die MTC -Geräte
sind alte LSA -Steuergeräte und die Umprogrammierung bzw. das Umsetzen der
Planungsdateien hat sich als deutlich aufwendiger erwiesen. Der Mehraufwand war in
DAnalytics nicht absehbar und konnte erst nach Projektabschluss beziffert w erden. Durch das
neue digitale Verkehrsmanagement wird es zu zusätzlichen Wartungsarbeiten am
Verkehrsrechner kommen, die bisher nicht berücksichtigt waren, da bisher auch kein
Pflegevertrag für den Verkehrsrechner vorliegt.
Die anfallenden Kosten im Rahme n der Systempflege der Softwareprogramme (adaptive
Netzsteuerung und Verkehrsingenieur -Planungstool) waren geplant, wobei die Kosten des
Verkehrsingenieur -Planungstool bisher nicht dem DVM zugeordnet waren und somit auch in
der Schätzung nicht berücksichti gt waren. Das Programm wir jetzt aber im Rahmen des neuen
DVM genutzt.
Qualitätsmanagement
Aufgabe
Systempflege des Softwaretools
für das Qualitätsmanagement an
LSA
Begründung:
Die Kosten für das Qualitätsmanagement waren geplant und sind unverändert für das Jahr
2023 vorgesehen.
KRITIS (Schutz kritischer Infrastrukturen)
Aufgabe
Systempflege
Begründung:
Die Implementierung und Umsetzung von KRITIS Maßnahmen wurde im Projekt DAnalytics für
die Projektlaufzeit voll abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von
DAnalytics hinaus .
Ampelphasenassistent
Aufgabe
Systempflege, Betrieb
Anwendung und Anpassungen
Ampelphasenassistent
Begründung:
Die Implementierung und Umsetzung des Ampelphasenassistenten (Grüne -Welle-App, auch für
Fahrräder) wurde im Projekt Kooperative Leitzentrale für die Projektlaufzeit voll abgerechnet,
- 8 -
aber der Leistungszeitraum/Betrieb geht über die Laufzeit des Projekts hinaus. Ein Teil der
laufenden Kosten w ar bereits bekannt. Allerdings gab es einen zusätzlichen Aufwand für die
Pflege des Ampelphasenassistenten, die in der ursprünglichen Schätzung nicht berücksichtigt
werden konnte.
Reisezeitsensornetz
Aufgabe
Systemservice / Systempflege
Begründung:
Die Implementierung und Umsetzung des Reisezeitnetzwerks wurde im Projekt DAnalytics für
die Projektlaufzeit voll abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von
DAnalytics hinaus . Es handelt sich um geplante Kosten.
Verkehrssimulation
Aufgabe
Softwarepflege der
mikroskopischen Verkehrsfluss -
Simulation
Begründung:
Die mikroskopische Verkehrsfluss -Simulation war kein Bestandteil von DAnalytics, wird aber
im neuen DVM benutzt.
Unterstützungsleistungen im technischen Projektmanagement und im
Kompetenzzentrum Datenanalyse
Aufgabe
Unterstützung technisches
Projektmanagement,
Unterstützung im
datenbasierten
Verkehrsmanagement
Begründung:
Das DVM mit den oben aufgeführten Komponenten und Aufgaben bedarf einer umfassenden
Projektsteuerung. Aktuell stehen keine ausreichenden personellen Kapazitäten für eine
Projektsteuerung bzw. für ein technisches Projektmanagement im Mobilitätsamt zur
Verfügung, weswegen diese zwingend extern beauftragt werden müssen. Hierbei muss ein
leistungsfähiger und verlässlicher Partner beauftragt werden, der mit den Projekten der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (insbesondere DAnalytics und Kooperative Leitzentrale)
vertraut. Der Partner sollte neben Kompetenzen im kommunalen Fördermittelmanagement,
insbesondere Kompetenzen im Bereich Big Data Analytics aufweisen, um das datenbasierte
Verkehrsmanagement in dessen Umsetzung kompetent zu unterstützen, die Potenziale
vollumfänglich auszuschöpfen und Weiterentwicklungen anzustoßen.
Die Kosten waren bis zum Projektabschluss von DAnalytics bzw. zum Start des neuen DVM -
Gesamtsystems nicht bekannt und stellen einen dringend benötigten zusätzlichen Aufwand dar.
Etwaige angebotene L eistungen sollten dem festgestellten Bedarf im Sachgebiet entsprechen.
Förderung:
Der Betrieb des digitalen Verkehrsmanagements ist nicht aus den ursprünglichen
Förderprojekten finanzierbar, da diese abgeschlossen sind. Ein Folgeantrag zur Weiterführung
und den Ausbau des DVM (Magistratsvorlage „DAnalytics+“, Nr. 2022/0326) wird frühestens
Ende 2023 beschieden. Somit existiert gegenwärtig keine weitere Förderung.
Finanzierung:
Der notwendige städtische Anteil des laufenden Jahres gemäß datenschutzrelevanter Anlage
1 für die Verstetigung sowie den Betrieb des DVM können über die bereits im aktuellen
Haushaltsjahr 2023 etatisierten Mittel für DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 202 2/0326
gedeckt werden. Wie vorab beschrieben, wird über das Folgeförderprojekt DAnalytics+
- entgegen der Informationen aus dem vergangenen Jahr - frühestens Ende 2023 entschieden.
Insofern werden die etatisierten Mittel lediglich in minimaler Höhe im lau fenden Jahr benötigt.
Die zur Deckung angebotenen Haushaltsmittel sind auf der Kostenstelle 066 -003-7007,
Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6779000 etatisiert und werden auf die Kostenstelle 066 -
000-0540, Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6165000 verlagert.
Zusammenfassung:
Durch verschiedene Faktoren sind die Kosten für den Betrieb bzw. für den Weiterbetrieb und
die Verstetigung des DVM in Darmstadt gestiegen. Die Komplexität bzw. die zu
koordinierenden Teilkomponenten des Gesamtsystems stellen jedoch eine n sehr
zukunftsträchtigen Mehrwert für ein datenbasiertes Echtzeit -Verkehrsmanagement dar,
insbesondere in Bezug auf die notwendige Erweiterbarkeit des Systems und die
umweltsensitive Steuerung (NO2, CO2, Feinstaub). Ohne die beschriebenen Arbeiten ist der
Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements , die geplante Veröffentlichung des
Ampelphasenassistenten , der notwendige Ausbau des DVM durch das Folgeförderprojekt
DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 2022/0326) sowie gegebenenfalls auch die Bewertung des
Mitteleinsatzes für die DAP -Infrastruktur kritisch gefährdet. Bei einer vorzeitigen Einstellung
des Betriebs des DVM bestünde zudem die Gefahr einer Rückforderung der Fördermittel, weil
der ursprüngliche Förderanlass nicht weiterverfolgt würde. Der Betrieb des DVM ist somit
unerlässlich.
Die notwendigen Bedarfe ab dem Haushaltsjahr 2024 wurden seitens des Fachamtes in der
aktuellen Haushaltsanmeldung berücksichtigt.
Darmstadt, den 16.08.2023
Dezernat III Dezernat IV Dezernat VI
i. V.
Hanno Benz
Oberbürgermeister
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Paul Georg Wandrey
Stadtrat
anlage 4
371 Zeichen
Punkt 5: Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics (Förderkennzeichen 16DKV30203) (V-Nr. 2023/0275) - Kenntnisnahme - Der Ausschuss für Mobilität, Bürgerservice, Ordnungswesen, Brand-, Katastrophenschutz und Rettungswesen nimmt von der Vorlage Kenntnis.
2023/0275
17943 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
23.08.2023
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat VI an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Dezernat III
Dezernat IV
Amt: Mobilitätsamt- und
Tiefbauamt OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2023/0275
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.:
Kostenstelle: 066-000-0540 Investitionsnummer:
Kostenträger: 5410-11 Sachkonto: 6165000
Betreff: Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in der Wissenschaftsstadt
Darmstadt im Jahr 2023, auf der Grundlage des BMDV Förderprojekts DAnalytics
(Förderkennzeichen 16DKV30203)
Vorlage vom: 16.08.2023
Beschlussvorschlag :
1. Der Verstetigung von DAnalytics bzw. de m Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements wird
zugestimmt.
2. Die hierfür zusätzlich benötigten monetären Ressourcen gemäß datenschutzrelevanter Anlage
werden im Haushaltsjahr 2023 zur Verfügung gestellt.
Anlagen: Anlage 1 Kostenübersicht DVM 2023 - 2025 (datenschutzrelevant)
Anlage 2 Projektdokumentation DAnalytics (datenschutzrelevant)
Datenschutzrelevante Anlage:
- 2 -
Folgekosten: Ja Nein
Zusätzlich für alle Vorlagen aus dem Bereich des Hochbaus anzugeben:
Klimarelevanz des Vorhabens:
Auswirkungen auf Stadtklima: ja nein
Auswirkungen auf THG -Emissionen: gering1) mittel/groß 2)
Beteiligung Amt f. Klimaschutz & Klimaanpassung: ja nein
Zusätzlich bei Beschlüssen zur Baufreigabe:
Wurden Optimierungspotentiale ausgeschöpft? ja nein
Falls nein, Kompensationsmaßnahmen festgelegt? ja nein
1) bis 10 Tonnen Kohlendioxid-Äquivalente (CO2e) pro Jahr, 2) über 10 Tonnen CO2e pro Jahr.
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 16.08.2023
Der Betrieb bzw. Weiterbetrieb des Digitalen Verkehrsmanagements (DVM) in Darmstadt baut
neben der Entwicklung der Open -Data-Schnittstelle für Verkehrszählwerte und
Digitalisierungsprojekten im Bereich der Mobilität der Digitalstadt Darmstadt insbesondere
auf folgenden zwei abgeschlossenen Förderprojekt en auf: DAnalytics wurde o ffiziell am
31.12.2022 erfolgreich abgeschlossen. Das Förderprojekt Kooperative Leitzentrale – Reallabor
Nieder-Ramstädter-Straße wurde am 30.06.2022 abgeschlossen. Beide Projekte wurden
insgesamt mit rund 4,3 Mio. € (50 % der Gesamtkosten) gefördert.
Zielsetzung von DAnalytics war der Aufbau einer ganzheitlichen Infrastruktur für eine digitale
und aktive Verkehrssteuerung, die maßgeblich über eine Echtzeitdatenerfassung der
etablierten Verkehrs - und Umweltsensorik erfolgt. Die Weiterentwicklung zu einem D VM
erfolgte auf der Basis der umfangreichen, bestehenden Infrastruktur von DAnalytics. D urch
das DVM werden die Vorteile von Big Data Analytics im Bereich Verkehrsmanagements nutzbar
gemacht. Im Förderprojekt ging es insbesondere um die Umsetzung einer umw eltsensitiven
Verkehrssteuerung, was durch die kritische Schadstoffbelastung, insbesondere NO2, in
Darmstadt in den letzten Jahren einer der zentralen Fördergründe für die Projekte DAnalytics
und Kooperative Leitzentrale auf der Basis des Green City Plans Darmstadt von Juli 2018
darstellte. Um dieses neue digitale Verkehrsmanagement bzw. um die ganzheitliche
Infrastruktur in Darmstadt zu etablieren, wurde eine Vielzahl von technischen Komponenten
und Planungen mit Hilfe von Beratungsleistungen über einen Ze itraum von rund vier Jahren zu
einem Gesamtsystem zusammengesetzt. Dessen Komponenten schließen insbesondere den
Aufbau einer analytischen Datenplattform „DAP“, die Einrichtung eines
Ampelphasenassistent en (APHA), den Aufbau eines Umweltsensornetz es zur umweltsensitiven
Messung, Konzeption und Umsetzung einer ereignisorientierte n Steuerung des (M)-IV mit Hilfe
einer adaptiven Software (INES) , Qualitätsmanagement und Umbau von Lichtsignalanlagen
(LSA) zur Verbesserung der ÖPNV-Beschleunigung sowie Verkürzung der Fahrzeiten durch
Koordinierung der LSA einer priorisierten Teilstrecke ein. Im weiteren Verlauf wurde der
Großteil der verkehrstechnischen Steuerungen durch Standardisierung und Modularisierung
der Steuerungslogiken auf 22 Koordinierungsstrecken grundlegend überarbeitet und für das
DVM vorbereitet. Ergänzt wurde dies alles d urch Maßnahmen zum Schutz kritischer
Infrastrukturen und dem Aufbau eines Reisezeitsensornetzes.
Auf der Basis des von der Stadt und HEAG mobilo genutzten Echtzeit -Verkehrsleitrechners
wurden in der Nieder -Ramstädter Straße weiterentwickelte Lichtsignala nlagen und
Ampelsysteme an acht neuralgischen Kreuzungen erprobt und dauerhaft eingesetzt (Kooperative
Leitzentrale – Reallabor Nieder-Ramstädter-Straße). Hierbei wurden der ÖPNV und motorisierte
Individualverkehr (MIV) synchronisiert und die Gesamtfahrzeit auf der Strecke für den ÖPNV von
rund 300 auf 160 bis 180 Sekunden reduziert. Teilstrecken konnten zur Lärmminderung und
zur Erhöhung der Verkehrssicherheit auf Tempo 30 (vorher Tempo 50) ausgeschildert werden
und das ohne Qualitätsverlust für den Verkeh r, denn die Reisezeit war zuvor häufig deutlich
langsamer.
Der erfolgte Aufbau eines datengetriebenen und umweltsensitiven Echtzeit -Verkehrs-
managements auf Basis von aktuellen Zahlen und Daten sowie die Weiterentwicklung dieses
Verkehrsleitrechners im Sinne eines Digitalen Verkehrsmanagements durch die Verknüpfung mit
neuer Sensorik und neuen IT -Infrastrukturen dient zur operativen Umsetzung von
Verkehrssteuerungsmaßnahmen mit Fokus auf Luftreinhaltung, Lärmvermeidung und
Klimaschutz.
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Dadurch wird heute schon die Verarbeitung von Echtzeitdaten für eine übergreifende
Mobilitätslenkung möglich und dient als Entscheidungsunterstützung für die weitere Umsetzung
von Maßnahmen zur Verkehrssteuerung.
Es wird ein ganzheitliches Verständnis für den Verkehr in Darmstadt als Basis für die langfristige
Verkehrsplanung, für ein Mobilitätsmanagement, die Logistiksteuerung und das
Parkraummanagement angestrebt.
Die Erfolge aus den beiden Projekten DAnalytics und Kooperat ive Leitzentrale sollen durch den
Betrieb des aufgebauten digitalen Verkehrsmanagements verstetigt und für alle Bürger in
Darmstadt erfahrbar gemacht werden.
Neben den bekannten Kosten des DVM, mit denen bei einigen Komponenten durch gegebene
Laufzeiten von Verträgen, die im Rahmen des Projekts DAnalytics geschlossen wurden, bereits
geplant werden konnte, hat sich herausgestellt, dass es noch zu weiteren Bedarfen im Betrieb
des DVM kommen wird. Die Gründe sind nachfolgenden beschrieben:
Das beschriebene Ge samtsystem bedarf einer organisatorischen Einbettung , die in der
bestehenden Organisation im Mobilitätsamt nur teilweise zur Verfügung steht. Ursprünglich
war es angedacht, dass mit Projektende von DAnalytics das Gesamtsystem vollständig durch
eigene Mitar beitende des Mobilitätsamts getragen wird. Aufgrund des bundesweiten
Fachkräftemangels sowie interner personeller Veränderungen bei der Wissenschaftsstadt
Darmstadt steht aktuell die nötige Personalkapazität nicht zur Verfügung. Durch die
Komplexität des G esamtsystems und den Betrieb, die Wartung sowie der Weiterentwicklung
der beschriebenen Systemkomponenten entstehen daher weitere Bedarfe in 2023 sowie den
Folgejahren, da Unterstützungsleistungen, Wartungsarbeiten, Systempflege sowie weitere
betriebsrelevante Aufgaben extern beauftragt werden müssen. Zusätzlich konnten einige
entstehende Aufwände während des Projekts noch nicht abgeschätzt werden, während andere
Komponenten und Dienstleistungen teurer geworden sind.
Im Folgenden soll eine detaillierte Auf listung der einzelnen Komponenten Klarheit über die
jeweiligen Gründe der Mehrkosten liefern:
Datenanalyseplattform
Aufgabe
Betrieb,
Unterstützung Betrieb und
Systempflege
Begründung:
Die hoch performante Datenanalyseplattform (DAP) ist im Eigentum der Wissenschaftsstadt
Darmstadt. Der Betrieb der Infrastruktur inklusive der Wartung der Betriebssysteme erfolgt
durch einen externen Dienstleister, welcher über eine europaweite Ausschreibung ausgewählt
wurde. Die Betriebskosten der DAP waren bereits durch die Ausschreibungen in DAnalytics
bekannt. Der entsprechende Systemservicevertrag mit dem Anbieter läuft mindestens noch bis
31.03.2025
Der Aufwand für den Betrieb des DAP auf Seiten des Mobilitätsamts war ni cht bekannt,
wodurch zwingend Unterstützungsleistungen von externer Seite notwendig werden. Hierbei
empfiehlt es sich auf einen Dienstleister zurückzugreifen, der bereits mit dem Projekt vertraut
ist und gleichzeitig genug Know -how mit sich bringt, die ges tellten Aufgaben pflichtbewusst zu
erfüllen.
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Die Unterstützungsleistungen beinhalten unter anderem neben der passgenauen
kontinuierlichen Systemintegration auch die Bereitstellung von Tableau -Lizenzen
(Visualisierungssoftware für Datenanalysen). Durch d iese Unterstützungsleistungen wird die
Arbeitsfähigkeit des zuständigen Sachgebiets „Verkehrsplanung und -management
sichergestellt. Damit ist auch eine Beauftragung eines externen Dienstleister bis mindestens
zum Laufzeitende der DAP sachgerecht und erfor derlich.
Umweltsensornetz (44 Umweltsensoren)
Aufgabe
Instandhaltung und Rollierender
Tausch,
Systemservice/Systempflege
und Nachtrag DAnalytics
Erweiterung Umweltsensornetz
Begründung:
Für eine belastbare Entscheidungsfindung ist die Qualität der Messwerte (u.a. NO2, CO“,
Feinstaub) von besonderer Relevanz. Durch ein in DAnalytics erarbeitetes spezielles Verfahren
zum rollierenden Tausch von Umweltsensoren entstehen zusätzliche Aufwände beim
Mobilitätsamt bzw. beim Systemintegrator des Mobilitätsamts, welche zu Projektbeginn nicht
abzusehen waren. Darüber hinaus muss das Sensornetz Instand gehalten werden. Die
letztendliche Höhe der Kosten konnten in der ursprünglichen Schätzung nicht vol lumfänglich
erfasst werden.
In Bezug auf die Systempflege des Umweltsensornetzes sind Restkosten aus dem Projekt
DAnalytics ausstehend, da eine Abrechnung aufgrund des Projektendes am 31.12.2022 nicht
mehr erfolgen konnte. Zudem wurde die zukunftsfähige h erstellerseitige Systempflege des
Umweltsensornetzes in der bisherigen Schätzung neu aufgenommen.
Umweltsensitives Verkehrsmanagement (Verkehrstechnik)
Aufgabe
LSA-Programmwechsel 2023
Umsetzung MTC-Steuergeräte,
Wartungsarbeiten
Verkehrsleitrechner
Systempflege INES (adaptive
Netzsteuerung), Systempflege
LISA (Verkehrsingenieur -
Planungstool)
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Begründung:
Ein zusätzlicher Aufwand zum Einspielen der in DAnalytics erstellten Verkehrstechniken
(Software zur Steuerung der Lichtsignalanlage) entsteht, da einige Positionen in DAnalytics
aufgrund von Verzögerungen nicht geleistet oder nicht abgerechnet werden konnten.
Aufgrund der stadtseitig geänderten Reihenfolge beim Umbau von LSA auf den
Koordinierungstrecken konnten nicht alle Steuergeräte entsprechend im Projektzeitraum
umgesetzt werden. Aufgrund dessen kam es zu einem nicht vorhersehbaren Nachtrag. Eine
zusätzliche Programmierung von bestehenden MTC -Geräten war no twendig. Die MTC -Geräte
sind alte LSA -Steuergeräte und die Umprogrammierung bzw. das Umsetzen der
Planungsdateien hat sich als deutlich aufwendiger erwiesen. Der Mehraufwand war in
DAnalytics nicht absehbar und konnte erst nach Projektabschluss beziffert w erden. Durch das
neue digitale Verkehrsmanagement wird es zu zusätzlichen Wartungsarbeiten am
Verkehrsrechner kommen, die bisher nicht berücksichtigt waren, da bisher auch kein
Pflegevertrag für den Verkehrsrechner vorliegt.
Die anfallenden Kosten im Rahme n der Systempflege der Softwareprogramme (adaptive
Netzsteuerung und Verkehrsingenieur -Planungstool) waren geplant, wobei die Kosten des
Verkehrsingenieur -Planungstool bisher nicht dem DVM zugeordnet waren und somit auch in
der Schätzung nicht berücksichti gt waren. Das Programm wir jetzt aber im Rahmen des neuen
DVM genutzt.
Qualitätsmanagement
Aufgabe
Systempflege des Softwaretools
für das Qualitätsmanagement an
LSA
Begründung:
Die Kosten für das Qualitätsmanagement waren geplant und sind unverändert für das Jahr
2023 vorgesehen.
KRITIS (Schutz kritischer Infrastrukturen)
Aufgabe
Systempflege
Begründung:
Die Implementierung und Umsetzung von KRITIS Maßnahmen wurde im Projekt DAnalytics für
die Projektlaufzeit voll abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von
DAnalytics hinaus .
Ampelphasenassistent
Aufgabe
Systempflege, Betrieb
Anwendung und Anpassungen
Ampelphasenassistent
Begründung:
Die Implementierung und Umsetzung des Ampelphasenassistenten (Grüne -Welle-App, auch für
Fahrräder) wurde im Projekt Kooperative Leitzentrale für die Projektlaufzeit voll abgerechnet,
aber der Leistungszeitraum/Betrieb geht über die Laufzeit des Projekts hinaus. Ein Teil der
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laufenden Kosten w ar bereits bekannt. Allerdings gab es einen zusätzlichen Aufwand für die
Pflege des Ampelphasenassistenten, die in der ursprünglichen Schätzung nicht berücksichtigt
werden konnte.
Reisezeitsensornetz
Aufgabe
Systemservice / Systempflege
Begründung:
Die Implementierung und Umsetzung des Reisezeitnetzwerks wurde im Projekt DAnalytics für
die Projektlaufzeit voll abgerechnet, aber der Leistungszeitraum geht über die Laufzeit von
DAnalytics hinaus . Es handelt sich um geplante Kosten.
Verkehrssimulation
Aufgabe
Softwarepflege der
mikroskopischen Verkehrsfluss -
Simulation
Begründung:
Die mikroskopische Verkehrsfluss -Simulation war kein Bestandteil von DAnalytics, wird aber
im neuen DVM benutzt.
Unterstützungsleistungen im technischen Projektmanagement und im
Kompetenzzentrum Datenanalyse
Aufgabe
Unterstützung technisches
Projektmanagement,
Unterstützung im
datenbasierten
Verkehrsmanagement
Begründung:
Das DVM mit den oben aufgeführten Komponenten und Aufgaben bedarf einer umfassenden
Projektsteuerung. Aktuell stehen keine ausreichenden personellen Kapazitäten für eine
Projektsteuerung bzw. für ein technisches Projektmanagement im Mobilitätsamt zur
Verfügung, weswegen diese zwingend extern beauftragt werden müssen. Hierbei muss ein
leistungsfähiger und verlässlicher Partner beauftragt werden, der mit den Projekten der
Wissenschaftsstadt Darmstadt (insbesondere DAnalytics und Kooperative Leitzentrale)
vertraut. Der Partner sollte neben Kompetenzen im kommunalen Fördermittelmanagement,
insbesondere Kompetenzen im Bereich Big Data Analytics aufweisen, um das datenbasierte
Verkehrsmanagement in dessen Umsetzung kompetent zu unterstützen, die Potenziale
vollumfänglich auszuschöpfen und Weiterentwicklungen anzustoßen.
Die Kosten waren bis zum Projektabschluss von DAnalytics bzw. zum Start des neuen DVM -
Gesamtsystems nicht bekannt und stellen einen dringend benötigten zusätzlichen Aufwand dar.
Etwaige angebotene Leistungen sollten dem festgestellten Bedarf im Sachgebiet entsprechen.
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Förderung:
Der Betrieb des digitalen Ver kehrsmanagements ist nicht aus den ursprünglichen
Förderprojekten finanzierbar, da diese abgeschlossen sind. Ein Folgeantrag zur Weiterführung
und den Ausbau des DVM (Magistratsvorlage „DAnalytics+“, Nr. 2022/0326) wird frühestens
Ende 2023 beschieden. Som it existiert gegenwärtig keine weitere Förderung.
Finanzierung:
Der notwendige städtische Anteil des laufenden Jahres gemäß datenschutzrelevanter Anlage
1 für die Verstetigung sowie den Betrieb des DVM können über die bereits im aktuellen
Haushaltsjahr 2023 etatisierten Mittel für DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 202 2/0326
gedeckt werden. Wie vorab beschrieben, wird über das Folgeförderprojekt DAnalytics+
- entgegen der Informationen aus dem vergangenen Jahr - frühestens Ende 2023 entschieden.
Insofern werden die etatisierten Mittel lediglich in minimaler Höhe im lau fenden Jahr benötigt.
Die zur Deckung angebotenen Haushaltsmittel sind auf der Kostenstelle 066 -003-7007,
Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6779000 etatisiert und werden auf die Kostenstelle 066 -
000-0540, Kostenträger 5410 -11, Sachkonto 6165000 verlagert.
Zusammenfassung:
Durch verschiedene Faktoren sind die Kosten für den Betrieb bzw. für den Weiterbetrieb und
die Verstetigung des DVM in Darmstadt gestiegen. Die Komplexität bzw. die zu
koordinierenden Teilkomponenten des Gesamtsystems stellen jedoch eine n sehr
zukunftsträchtigen Mehrwert für ein datenbasiertes Echtzeit -Verkehrsmanagement dar,
insbesondere in Bezug auf die notwendige Erweiterbarkeit des Systems und die
umweltsensitive Steuerung (NO2, CO2, Feinstaub). Ohne die beschriebenen Arbeiten ist der
Betrieb des Digitalen Verkehrsmanagements , die geplante Veröffentlichung des
Ampelphasenassistenten , der notwendige Ausbau des DVM durch das Folgeförderprojekt
DAnalytics+ (Magistratsvorlage Nr. 2022/0326) sowie gegebenenfalls auch die Bewertung des
Mitteleinsatzes für die DAP -Infrastruktur kritisch gefährdet. Bei einer vorzeitigen Einstellung
des Betriebs des DVM bestünde zudem die Gefahr einer Rückforderung der Fördermittel, weil
der ursprüngliche Förderanlass nicht weiterverfolgt würde. Der Betrieb des DVM ist somit
unerlässlich.
Die notwendigen Bedarfe ab dem Haushaltsjahr 2024 wurden seitens des Fachamtes in der
aktuellen Haushaltsanmeldung berücksichtigt.
Darmstadt, den 16.08.2023
Dezernat III Dezernat IV Dezernat VI
i. V.
Hanno Benz
Oberbürgermeister
André Schellenberg
Stadtkämmerer
Paul Georg Wandrey
Stadtrat
Beratungsverlauf (2)
Orte (1)
- Nieder-Ramstädter Straße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2023/0275
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 16.08.2023
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00