V/0609/2007
Erweiterung des Hansa-Berufskollegs, Hansaring 80, 48155 Münster
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Beschlussvorlage
4406 Zeichen
V/0609/2007
DER OBERBÜRGERMEISTER
Amt für Gebäudemanagement
Betrifft
Erweiterung des Hansa-Berufskollegs, Hansaring 80, 48155 Münster
- Zustimmung zum Auslobungstext -
Beratungsfolge
21.08.2007 Bezirksvertretung Münster-Mitte Anhörung
21.08.2007 Ausschuss für Umweltschutz und Bauwesen Vorberatung
23.08.2007 Ausschuss für Schule und Weiterbildung Vorberatung
28.08.2007 Sportausschuss Vorberatung
29.08.2007 Hauptausschuss Entscheidung
Beschlussvorschlag:
I. Sachentscheidung:
1. Dem Auslobungstext (Anlage 1) mit der Zusammensetzung des Preisgerichts, den gesetzten
Teilnehmern und den Beurteilungskriterien wird grundsätzlich zugestimmt.
II. Kosten/Folgekosten/Finanzierung/Mittelbereitstellung
2. Es wird zur Kenntnis genommen, dass die erforderlichen Mittel zur Finanzierung der o. g.
Sachentscheidung wie folgt veranschlagt sind:
Die Kosten des Wettbewerbsverfahrens in Höhe von 120.000,00 € sind in den Gesamtkosten
enthalten.
Finanzierung Hansa-Berufskolleg
Produktgruppe
Teilfinanzplan/
Maßnahmenziffer
nachrichtlich:
HHST.
2400.940.1230.6
Jahr
bis 2006
Betrag €
2.850
Bemerkung
PG: 0301 Leistun-
gen für
Schulen
Vorlagen-Nr.:
V/0609/2007
Auskunft erteilt:
Herr Methner
Ruf:
492 65 10
E-Mail:
MethnerS@stadt-muenster.de
Datum:
13.08.2007
Öffentliche Beschlussvorlage
- 2 -
V/0609/2007
Maßnahmenziffer:
4060
Erweiterung Hansa-
schule
Auszahlung für
Baumaßnahmen
2007
1.886.150
2008 5.000.000
2009 2.011.010
gesamt 8.900.010
Auszahlung für den
Erwerb von beweg-
lichem Anlagever-
mögen
2007
658.690
PG: 0301 Leistun-
gen für Schulen
Maßnahmenziffer:
0030
Besch. Lehrm. i. R.
investiver Maß-
nahmen
Maßnahmen für den
Erwerb von beweg-
lichem Anlagever-
mögen
2008
354.170
anteiliger Betrag für
das Hansa-
Berufskolleg
Gesamtausgaben 9.912.870
Befristung
Keine
Begründung:
Der Hauptausschuss hat am 10.05.2007 dem Raumprogramm und dem Planungs- und Beschaf-
fungsverfahren zur Erweiterung des Hansa-Berufskollegs zugestimmt.
Damit wurde die Verwaltung beauftragt, einen begrenzt offenen Architektenwettbewerb im Rah-
men eines VOF-Verfahrens zur Erlangung von Vorplanungskonzepten vorzubereiten. Bei der Pla-
nung soll die Möglichkeit bedacht werden, dass die Ausführung alternativ sowohl in konventioneller
Bauweise als auch in Systembauweise umgesetzt werden kann.
Die Grundzüge der Aufgabenstellung und der Wettbewerbsauslobung werden den politischen
Gremien hiermit in einer gesonderten Vorlage vorgelegt.
Der Entwurf des Auslobungstextes ist als Anlage 1 beigefügt und enthält alle erforderlichen Hin-
weise für die Bearbeitung der Aufgabe. Neben allgemeinen Informationen und den zur Verfügung
gestellten Unterlagen wird die Wettbewerbsaufgabe klar beschrieben und die geforderten Unterla-
gen definiert.
Auch die Termine für Versendung, Kolloquium, Abgabe und Preisgericht sind benannt. Ebenfalls
benannt sind die gesetzten Teilnehmer, die Preisrichter, Sachverständigen und Vorprüfer, wobei
das Preisgericht aus der politischen Ebene im Zuge der Beratung der Vorlage noch benannt wer-
den muss.
Nach der Zustimmung zum Auslobungstext wird die europaweite Veröffentlichung des Wettbe-
werbs durchgeführt, die Abgabe der Bewerbungen ist dann bis zum 07.10.2007 möglich. Am
08.10.2007 werden ergänzend zu den bereits gesetzten Architekturbüros weitere 10 Architekturbü-
ros ausgelost.
Das Rückfragenkolloquium ist für den 29.10.2007 geplant. Alle Büros erhalten dann die Wettbe-
werbsunterlagen. Die Abgabe der Arbeiten erfolgt am 03.12.2007.
Das Preisgericht tagt im Anschluss an die Vorprüfung am 10.01.2008 und schlägt die Preisträger
- 3 -
V/0609/2007
vor. Anschließend erfolgt dann das VOF-Verhandlungsverfahren, das Anfang März 2008 abge-
schlossen sein soll.
Kosten:
Für die Erweiterung des Hansa-Berufskollegs sind im Haushaltsplan 2007 insgesamt Mittel in Hö-
he von 9.912.870 € vorgesehen. Davon entfallen auf die Baukosten 8.900.010 €, die Beschaffun-
gen 658.690 € und die Beschaffung von Lehrmitteln 354.170 €.
Die Wettbewerbskosten in Höhe von 120.000 € sind in den Baukosten enthalten.
I. V.
gez.
Bickeböller
Stadtkämmerin
Anlagen:
1. Auslobungstext
Anlage 1 - Deckblatt
473 Zeichen
assmann gruppe Berlin Bonn Braunschweig Dortmund Dresden Hamburg Jena Magdeburg München Münster Stuttgart Moskau Poznan Budapest Assmann Beraten+Planen GmbH Baroper Straße 237 44227 Dortmund Fon 0231.75445.0 Fax 0231.756010 www.assmann-do.de info@assmann-do.de Stadt Münster vertreten durch das Amt für Gebäudemanagement Albersloher Weg 23 48155 Münster Erweiterung Hansa-Berufskolleg Begrenzter Wettbewerb nach RAW 2004 Auslobungsunterlage PN-7575 Dortmund 06. August 2007
Anlage 1 - Auslobungstext
56071 Zeichen
Inhaltsverzeichnis
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbsverfahrens ................................ .................. 3
2. Verfahrensbedingungen................................ ................................ .................. 4
2.1. Auslober und Wettbewerbskoordination ................................ ..............4
2.2. Grundsätze des Vergabeverfahrens gem. VOF ................................ ......4
2.3. Grundsätze des begrenzten Wettbewerbsverfahrens............................ 5
2.4. Zulassungsbereich / Gesetzte Teilnehmer ................................ ..............5
2.5. Teilnahmeberechtigung ................................ ................................ .........6
2.6. Preisgericht, Sachverständige / Berater, Vorprüfung ............................. 6
2.7. Preisgelder ................................ ................................ ....................... 8
2.8. Weitere Bearbeitung................................ ................................ ..............8
2.9. Urheberrecht ................................ ................................ ....................... 9
2.10. Arbeitsunterlagen ................................ ................................ .................. 9
2.11. Login ................................ ................................ ..................... 10
2.12. Beurteilung der Arbeiten ................................ ................................ .....10
2.13. Rückfragen und Kolloquium ................................ ................................ 11
2.14. Abgabe der Arbeiten ................................ ................................ ...........12
2.15. Bekanntgabe des Ergebnisses................................ .............................. 13
2.16. Einsprüche ................................ ................................ ..................... 13
2.17. Terminübersicht................................ ................................ ................... 14
3. Leistungsumfang................................ ................................ ........................... 15
3.1. Angaben zur Darstellung ................................ ................................ .....18
3.2. Angaben zur Abgabe der Arbeiten ................................ ...................... 18
4. Rahmenbedingungen................................ ................................ .................... 19
4.1. Städtebauliche Einordnung ................................ ................................ .19
4.2. Rahmenbedingungen für das Hansa-Berufskolleg............................... 21
4.3. Bestandsgebäude ................................ ................................ ................ 23
4.4. Bau- und Planungsrecht................................ ................................ .......27
4.5. Altlasten / Immissionen / Belastungen / Lasten und Beschränkungen .28
4.6. Denkmalschutz ................................ ................................ .................... 28
4.7. Investitionskosten................................ ................................ ................ 28
5. Ziel, Aufgabe und Programm ................................ ................................ ........29
5.1. Allgemeine übergeordnete Ziele................................ .......................... 29
5.2. Energieeinsparung, Ökologie, Schallschutz ................................ .........29
5.3. Baumschutz ................................ ................................ ..................... 30
5.4. Schulausrichtung des Hansa-Berufskolleg ................................ ...........30
5.5. Wettbewerbsaufgabe ................................ ................................ ..........31
5.6. Raum- und Funktionsprogramm................................ .......................... 33
6. Anlagen ................................ ................................ ................................ .........38
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Ansicht Hansa-Berufskolleg....................................................................... 3
Abbildung 2: Luftbild Wettbewerbsgebiet................................................................... 19
Abbildung 3: Näheres Umfeld /Standort Hansa-Berufskolleg........................................ 20
Abbildung 4: Auszug Stadtplan.................................................................................... 22
Abbildung 5: Ansicht Fertigbauklassen......................................................................... 23
Abbildung 6: Ansicht Einfeldsporthalle ....................................................................... 24
Abbildung 7: Ansicht Bestand (Innenhof) ..................................................................... 24
Abbildung 8: Ansicht Bestand (Schulhof) ..................................................................... 25
Abbildung 9: Nachbarbebauung .................................................................................. 25
Abbildung 10: Wettbewerbsgebiet............................................................................... 31
Abbildung 11: Abbruchplan ......................................................................................... 33
Anlass und Ziel des Wettbewerbsverfahrens
3
1. Anlass und Ziel des Wettbewerbsverfahrens
Das Hansa -Berufskolleg liegt im Kreuzungsbereich Hansaring / Schillerstra ße /
Wolbecker Straße, ca. 10 Gehminuten vom Bahnhof entfernt, in Münster.
Auf dem Gelände des Hansa -Berufskollegs befinden sich neben dem denkmalge -
schützten Hauptgebäude eine Einfeld -Sporthalle und ein Gebäude in Fertigbauweise.
Letztgenanntes ist auf grund seines Alters und baulichen Zustands abgängig. In der
vorhandenen Sporthalle kann der Sportbedarf nur zu einem geringen Teil gedeckt wer -
den. Da rüber hinaus soll das derzeit vom Hansa -Berufskolleg genutzte Gebäude der
Alten Mauritzschule an der Warendorfer Straße aufgegeben werden.
Aus o.g. Gründen sollen die Turnhalle sowie der Pavillon abgerissen und durch Neu -
bauten ersetzt und ergänzt werden. Das Raumprogramm umfasst insg esamt 2.747,00
m² für die Hauptnutzfläche (Unterrichts -, Fach - und Verwaltung sräume) und für den
Neubau einer Dreifachsporthalle ohne Tribüne 1.694,00 m².
Aufgrund der sowohl funktional als auch architektonisch und städtebaulich anspruch s-
vollen Aufgabe möchte die Stadt Münster die Entscheidung für den optimalen Archite k-
tenentwurf für die Baumaßnahme auf der Basis alternativer Lösungsvor schläge und
unter finanziell kalkulierbaren Bedingungen treffen.
Hierzu findet bis Ende 2007 ein begrenzter Wettbewerb nach den Regeln für die Aus -
lobung von Wettbewerben (RAW 2004) mit EU -weiter Ankündigung und vorge -
schaltetem Bewerbungsverfahren statt.
Abbildung 1: Ansicht
Hansa-Berufskolleg
Verfahrensbedingungen
4
2. Verfahrensbedingungen
2.1. Auslober und Wettbewerbskoordination
Stadt Münster
vertreten durch das Amt für Gebäudemanagement
Albersloher Weg 23
48155 Münster
Tel.: 0251-492-6510
Fax: 0251-492-7942
Ansprechpartner:
Herr Siegfried Methner
e-mail: methners@stadt-muenster.de
Mit der Wettbewerbskoordination ist beauftragt
Assmann Beraten+Planen GmbH
Baroper Straße 237
44227 Dortmund
Tel.: 0231-75445-0
Fax: 0231-756010
Ansprechpartner:
Herr Detlef Nitsch
e-mail: nitsch@assmann-do.de
2.2. Grundsätze des Vergabeverfahrens gem. VOF
Öffentliche Auftraggeber sind verpflichtet, freiberufliche Leistungen (Dienstleistu ngen,
Planungsleistungen etc.) bei Überschreitung der Schwellenwerte (Auftragswert
211.000,00 €) gemäß der Verdingungsordnung für freiberufliche Leistungen (VOF) in
einem Verhandlungsve rfahren EU -weit auszuschreiben. Im Rahmen dieses VOF -Ver-
fahrens können Pla nungsleistungen gem. §§ 20, 25 VOF in einem Wettbe werbsver-
fahren nach einheitlichen Regeln ausgeschrieben werden.
Der Auftraggeber hat sich für die Durchführung eines begrenzten Wettbewerbs gem.
RAW 2004 entschieden.
Im Anschluss an das Wettbewerbsverfa hren erfolgt die Vergabe der Planungsleistungen
in einem Verhandlungsverfahren gem. VOF. Teilnehmer am Verhandlungsverfahren sind
die Preisträger, wie sie in der Verfassererklärung benannt wurden.
Verfahrensbedingungen
5
2.3. Grundsätze des begrenzten Wettbewerbsverfahrens
Der Durchführung dieses Wettbewerbs liegen die „Regeln für die Auslobung von Wet t-
bewerben RAW 2004“ (herunterzuladen im Internet unter
http://www.aknw.de/bauherren_oeffentlichkeit/architektenwettbewerbe/) verbindlich
zugrunde, soweit in einzelnen Punkten dieser Auslobung nichts anderes bestimmt ist.
Sie ist Bestandteil der Auslobung. Die Auslobung wird der Architektenkammer Nord -
rhein-Westfalen vorgelegt. Die Übereinstimmung der Auslobungsinhalte mit den Wet t-
bewerbsregeln soll unter der Registrier-Nummer (...) dokumentiert werden.
Auslober, Preisgericht, Teilnehmer, ggf. hinzugezogene Sachverständige und Berater
sowie die Vorprüfung erkennen durch ihre Teilnahme diese Verfahrensbedingungen als
verbindlich an.
Die Auslobung erfolgt als begrenzter Wettb ewerb nach RAW 2004 mit vorgeschalt etem
Bewerbungsverfahren. 10 Teilnehmer werden per Losverfahren unter Auf sicht des
Rechtsamtes der Stadt Münster ermittelt. Weitere fünf Teilnehmer sind gesetzt.
Der begrenzte Wettbewerb nach RAW 2004 ist anonym.
2.4. Zulassungsbereich / Gesetzte Teilnehmer
Zugelassen sind Teilnehmer aus Mitgliedstaaten des EWR, die die
Teilnahmeberechtigung entsprechend Abschnitt III.1) der Bekanntmachung im EU -
Amtsblatt besitzen. Fünf Teilnehmer wurden vom Auslober gesetzt. Die Auswahl von
zehn weiteren Teilnehmern erfolgte über ein Losverfahren unter juristischer Aufsicht.
Zur Teilnahme am Wettbewerb werden folgende Architekten vorausgewählt und ein -
geladen:
1. Farwick + Grote
Architekten und Stadtplaner
van-Delden-Str. 15
48683 Ahaus
Tel.: 02561-4296-0
Fax: 02561-4296-20
e-mail:
2. Bolles + Wilson GmbH & Co. KG
Hafenweg 16
48155 Münster
Tel.: 0251-48272-0
Fax: 0251-48272-24
e-mail: info@bolles-wilson.com
3. Prof. Dieter Georg Baumewerd
Baumewerd Architekten
Coerdeplatz 12
48147 Münster
Tel.: 0251-3900-390
Fax: 0251-3900-3990
e-mail: info@baumewerd-architekten.de
4. Gatermann + Schossig
Architekten Generalplaner
Bauplanungsgesellschaft mbH & Co. KG
Richartzstr. 10
50667 Köln
Tel.: 0221-925821-0
Fax: 0221-925821-70
e-mail: info@gatermann-schossig.de
5. Peter Bastian
Architekten BDA
Hafenweg 24
48155 Münster
Tel.: 0251-609227-10
Fax: 0251-609227-11
e-mail: peter@bastian.com
Wettbewerbsart
Gesetzte Teilnehmer
Verfahrensbedingungen
6
2.5. Teilnahmeberechtigung
Teilnahmeberechtigt sind: In den EWR -Staaten zum Tage der Auslobung ansässige n a-
türliche Personen, die gemäß Rechtsvorschrift ihr es Heimatstaates am Tage der Aus -
lobung zur Führung der Berufsbezeichnung Architekt(in) berechtigt sind.
Ist in dem jeweiligen Heimatstaat die Berufsbezeichnung gesetzlich nicht geregelt, so
erfüllt die fachliche Anforderung, wer über ein Diplom, Prüfungs zeugnis oder sonstigen
Befähigungsnachweis verfügt, dessen Anerkennung nach der Richtlinie 85/384/EWG
(EG-Architektenrichtlinie) bzw. 89/48/EWG (EG -Hochschuldiplomrichtlinie) gewährleistet
ist.
Juristische Personen, sofern deren satzu ngsgemäßer Geschäftszweck auf entsprechende
Planungsleistungen ausgerichtet ist und einer der Gesell schafter oder einer der bevol l-
mächtigten Vertreter und der Verfasser der Wettbewerbs arbeit die an natürliche Per -
sonen gestellten Anforderungen erfüllt.
Des Weiteren gilt die Teilnahmeberechtigung gem. RAW 5.1.
Die Zusammenarbeit mit Ingenieuren der Fachrichtungen Tragwerksplanung, Freirau m-
planung und Technischer Ausrüstung als Fachberater wird empfohlen. Die eventuelle
Beratungsleistung der g enannten Fac hplaner ist jedoch nicht Gegenstand dieses
Vergabeverfahrens und wird ebenfalls in keiner Weise zur Beurteilung der Arbeiten
herangezogen.
2.6. Preisgericht, Sachverständige / Berater, Vorprüfung
Für die Beurteilung der abgegebenen Arbeiten der Architekten wir d ein Preisgericht
gebildet, das sich wie folgt zusammensetzt:
1. Herr Siegfried Thielen Dezernent für Planungs- und
Baukoordination
2. Herr Gerhard Löhr Leiter des Amtes für Gebäude-
management
3. Frau Dr. Andrea Hanke Dezernentin für Bildung,
Familie, Jugend, Kultur und Sport
4. Frau Dr. Ing Kristin Ammann-Dejozé Münster
5. Herr Prof. Eckhard Gerber Dortmund
6. Herr Prof. Walter A. Noebel Berlin
7. Herr Prof. Zvonko Turkali Frankfurt (angefragt)
8. (...)CDU
9. (...)SPD
10. (...)FDP
11. (...)Bündnis 90 Die Grünen GAL
12. (...)UWG Münster
Die Preisrichter üben ihre Aufgabe persönlich und unabhängig aus.
Natürliche Personen
Juristische Personen
Preisrichter
Verfahrensbedingungen
7
Stellvertretende, ständig anwesende Preisrichter:
- Herr Jörg Andreas Michel, stellv. Leiter des Amtes für Gebäudemanagement
- Herr Bernd Schirwitz, Leiter des Sportamtes
- Herr Dr. Hans Werner Gummersbach, Leiter des Amtes für Schule u. Weiter-
bildung
- Herr Prof. Peter Schmitz, Köln
- Herr Eckhard Scholz, Senden
- Ludger Watermann, Amt für Schule und Weiterbildung
Berater (ohne Stimmrecht):
- Herr Georg Berding, Schulleiter Hansa-Berufskolleg
- Frau Christina Wienhues, stellv. Schulleiterin
Vorprüfer:
- Frau Gerlinde Haase, Amt für Schule und Weiterbildung
- Herr Jörg Krause, Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung und Verkehrsplanung
- Herr Hans Riemann, Bauordnungsamt
- Herr Gunnar Pick, Städtische Denkmalbehörde
- Herr Michael Willnath, Sportamt
- Herr Thomas Werner, Amt für Gebäudemanagement
- Herr Siegfried Methner, Amt für Gebäudemanagement
- Assmann Beraten+Planen GmbH
Der Auslober behält sich vor, weitere Vorprüfer und Berater zu benennen.
Stellvertreter
Berater
Vorprüfer
Verfahrensbedingungen
8
2.7. Preisgelder
Für die gesamte Aufgabenstellung „Gebäude - und Freianlagenplanung“ stehen fol -
gende Preise und Ankäufe mit insgesamt 34.000,00 € (exkl. Mehrwertsteuer) zur Ver -
fügung.
Folgende Staffelung der Preise ist vorgesehen:
1. Preis 15.000,00€
2. Preis 11.000,00€
3. Preis 8.000,00€
Die Preise und Ankäufe werden nach Entscheidung des Preisgerichts unter Ausschluss
des Rechtsweges zugeteilt. Eine Änderung der Anzahl und Höhe der Preise sowie der
Teilung der Gesamtsumme auf Preise und zusätzliche Ankäufe ist unter Ausschöpfung
der gesamten Summe bei einstimmigem Beschluss des Preisgerichtes möglich.
Mit dieser Zahlung er löschen alle Rechtsansprüche bezüglich Honorarforderungen der
teilnehmenden Architekturbüros gegenüber dem Bauherrn für die in dem Wettbewerb
zu erbringenden Leistungen.
2.8. Weitere Bearbeitung
Der Auslober beabsichtigt, unter Würdigung d er Empfehlung des Preisgerichts, einem
oder mehreren Preisträgern weitere Leistungen nach HOAI gem. RAW 2004 § 8 (4) für
die Hochbauplanung der Erweiterung des Hansa-Berufskollegs zu übertragen,
• sofern kein wichtiger Grund einer Beauftragung entgegensteht,
• sofern der Verfasser nach Auffassung des Auslobers eine fachlich einwandfreie
Durchführung der Aufgabe gewährleistet,
• sofern die Finanzierung des Bauvorhabens sichergestellt ist.
Die Leistungen für die Hochbauplanung werden unter Zugrundelegu ng der Honorar -
zone IV vergütet.
Eine Beauftragung der Leistungen für die Freianlagenplanung kann derzeit nicht
zugesagt werden.
Die Wettbewerbsteilnehmer verpflichten sich mit der Teilnahme an dem Wettbewerb s-
verfahren, im Falle der Beauftragung die v.g. Leistungen der Hochbauplanung zu
erbringen.
Im Falle einer weiteren Beauftragung / Bearbeitung werden durch den Wettbewerb b e-
reits erbrachte Leistungen des Wettbewerbsteilnehmers bis zur Höhe des zuerkannten
Preises nicht erneut vergütet (Verrechnung mit dem zu vergütenden Vorentwurfsho -
norar), wenn und soweit der Wettbewerbsentwurf in seinen wesentlichen Teilen unver -
ändert der weiteren Bearbeitung zugrunde gelegt wird.
Die Beauftragung der Planungsleistungen erfolgt ab Leistungsphase 2, da die für die
Grundlagenermittlung (Leistungsphase 1) zu erbringenden Leistungen durch die Aus -
lobungsunterlage als abgegolten gelten.
Preise und Ankäufe
Leistungsübertragung
Honorarzone
Verfahrensbedingungen
9
Der Auslober behält sich das Recht vor, im Falle einer Beauftragung eines Wettb e-
werbsteilnehmers mit den Architektenleistungen andere a ls ggf. in der Verfasserer -
klärung genannte Sonderfachleute zu beauftragen.
2.9. Urheberrecht
Die Arbeiten werden Eigentum des Auslobers. Das Erstveröffentlichungsrecht liegt beim
Auslober. Das Urheberrecht und das Recht zur Veröffentlichung der Entwürfe bleib t den
Verfassern erhalten.
Der Auslober ist berechtigt, die eingereichten Wettbewerbsarbeiten ohne weitere Ver -
gütung zu dokumentieren, auszustellen und (auch über Dritte) zu veröffen tlichen. Die
Namen der Verfasser werden dabei genannt.
2.10. Arbeitsunterlagen
Den Wettbewerbsteilnehmern stehen folgende Arbeitsunterlagen zur Verfügung:
Auslobungsunterlage mit folgenden Anlagen:
- Verfassererklärung des Wettbewerbsteilnehmers
- Luftbild des Wettbewerbsgebietes
- Übersichtsplan
- Bestandslageplan
- Lageplan mit Eintragung der relevanten Höhenkoten
- einheitlich gelayouteter Lageplan zur zwingenden Verwendung für die Wettbe-
werbsbearbeitung
- Baugrundgutachten
- schalltechnische Untersuchung
- Abbruchplan
- Baumschutzplan
- Bestandspläne
- Fotodokumentation
- Formblatt für den Soll-Ist-Vergleich „Raum - und Funktionsprogramm“
- Formblatt für die Kostenermittlung nach DIN 276
Der Auslober richtet für die Laufzeit der Wettbewerbsbearbeitung bis zum Ende des
Vergabeverfahrens eine Internetplattform ein, auf der die Auslobung und sämtliche
weiteren Unterlagen und Informationen zum Wettbewerb abrufbar sind. Die Teil -
nehmer erhalten zu diesem Zweck eine individuelle Zugangsberechtigung. Eine zusätz -
liche Versendung von Unterlagen durch den Auslober erfolgt nicht.
Verfahrensbedingungen
10
Die Teilnehmer können jedoch die Anlagen zur Auslobung auf einem Datenträger g e-
gen Entrichtung einer Schutzgebühr anfordern.
Die Schutzgebühr bei Anforderung der Wettbewerbsunterlagen auf CD -ROM b eträgt
50,00 €. In diesem Fall ist der verbindlichen schriftlichen Zusage zur Te ilnahme am
Wettbewerbsverfahren ein Verrechnungsscheck beizufügen.
Zum Kolloquium liegt für jeden Teilnehmer eine Modelleinsatzplatte zur Mitnahme
bereit.
2.11. Login
Die Auslobungsunterlage inkl. aller relevanten Anlagen wird nach dem 12.10.2007 auf
der H omepage von Assmann Beraten+Planen für die Teilnehmer unter
http://wettbewerbe.assmann-do.de abgebildet sein.
Alle Teilnehmer erhalten nach rechtzeitiger, recht sverbindlicher Zusage zur Teilnahme
am Wettbewerb eine Mitteilung über die Zugangsdaten.
Im weiteren Wettbewerbsverfahrensablauf werden alle relevanten Unterlagen, wie z.B.
die Protokolle zum Kolloquium und zur Preisgerichtsitzung inkl. Anlagen, auf der o.g.
Internetseite zur Verfügung gestellt.
2.12. Beurteilung der Arbeiten
Die eingereichten Arbeiten werden nach folgenden Kriterien beurteilt (keine Rangfolge):
- Wirtschaftlichkeit und Funktionalität des/der geplanten Gebäude/s
- Umsetzung der im Kapitel 5 „Ziele, Aufgaben, Programm“ definierten Vo rgaben
in Bezug auf das Raumprogramm und die allgemeinen funktionalen Vorgaben
- Einhaltung planungs - und baurechtlicher Bestimmungen gemäß Kapitel 4
„Ra hmenbedingungen“ sowie der Eintragung in den beigefügten Lageplan
- Gestaltung, Gebäude- und Freiraumkonzept (Raumqualitä ten, innere und äußere
Erschließung)
- Einfügung in die städtebaulichen Rahmenbedingungen
- Konstruktion und technische Vorgaben (Tragwerk, Fassaden, Dach, Ene rgie, Tech-
nikkonzept)
- Ökologische Qualität und Energieverbrauch
Schutzgebühr
Verfahrensbedingungen
11
2.13. Rückfragen und Kolloquium
Rückfragen können bis zum
24.10.2007, um 12:00 Uhr (Eingang bei Assmann) schriftlich an
Assmann Beraten+Planen GmbH
Baroper Str. 237
44227 Dortmund
e-mail: nitsch@assmann-do.de
gerichtet werden.
Es ist vorgesehen, diese Fragen in einem Kolloquium am
29.10.2007, um 13:30 Uhr
in den Räumlichkeiten des Hansa-Berufskollegs, Hansaring 80, 48155 Münster, gemein-
sam mit dem Auslober und den Teilnehmern zu erörtern.
Die Teilnahme an diesem Termin ist dringend erwünscht.
Das städtebauliche Umfeld sollte im Vorfeld zum Kolloquium von den Teil nehmern in
Augenschein genommen werden.
Das Protokoll des Kolloquiums sowie die Beantwortung der Rückfragen werden inne r-
halb von 7 Tagen nach dem Kolloquium allen Teiln ehmern auf der Homepage im Inter -
net zur Verfügung gestellt. Die Antworten werden Bestandteil dieser Unterlagen.
Sonstige mündliche oder telefonische Anfragen, die sich auf den Inhalt des Wettb e-
werbs beziehen, können nicht beantwortet werden.
Rückfragen
Kolloquium
Verfahrensbedingungen
12
2.14. Abgabe der Arbeiten
Die Arbeiten müssen zwingend bis spätestens zum
03.12.2007, 15:30 Uhr,
das Modell zwingend bis spätestens zum
12.12.2007, 15:30 Uhr
bei
Assmann Beraten+Planen GmbH
Baroper Str. 237
44227 Dortmund
eingereicht werden.
Arbeiten, die durch die Post, Bahn oder andere Transportunternehmen zugestellt wer -
den, gelten als rechtzeitig eingereicht, wenn die Einlieferung unter o.g. Tagesste mpel,
unabhängig von der Uhrzeit, erfolgt.
Der Teilnehmer hat dafür zu sorgen, dass der Tagesstempel auf allen Versandpa pieren
und dem Versandgut einheitlich vermerkt ist. Die Einlieferung muss für den Empfänger
porto- und zustellungsfrei sein.
Ist die Rechtzeitigkeit der Einlieferung nicht erkennbar, weil der Aufgabestempel fehlt,
unleserlich oder unvollständig ist oder de ssen Richtigkeit angezweifelt wird, werden
solche Arbeiten vorbehaltlich des von dem Teilnehmer zu erbringenden Nachweises
zeitgerechter Einlieferung mitbeurteilt.
Rechtzeitig bei einem Versandunternehmen eingelieferte Arbeiten, die später als
14 Tage nach dem Abgabetermin dem Auslober zugestellt werden, sind zur Beurteilung
zunächst nicht zugelassen. Das Preisgericht hat hierüber endgültig zu entscheiden.
Eine Übersendung der Unterlagen per E -Mail ist nicht zulässig und wird nicht als rech t-
zeitig registriert.
Zur Wahrung der Anonymität sind die Wettbewerbsarbeiten in verschlossenem Zu -
stand, mit Kennzahl und ohne Absender oder sonstige Hinweise auf den Verfasser ei n-
zureichen. Als Absender ist die Anschrift des Empfängers einzutragen.
Die Wettbewerbsarbeit ist in allen Teilen in der rechten oberen Ecke mit einer sechs -
stelligen Kennzahl von 1 cm Höhe und 6 cm Breite aus arabischen Ziffern zu ve rsehen.
Die Reihung gleicher Ziffern und die Reihenfolge aufeinanderfolgender Ziffern ist un -
zulässig.
Sämtliche Berechnungsunterlagen sind zusammengeheftet und nummeriert , unter
Benennung der ent sprechenden Kennzahl in der rechten oberen Ecke (nur auf dem
1. Blatt), abzugeben.
Anonymität
Kennzahl
Verfahrensbedingungen
13
Die Verfassererklärung ist in einem mit gleicher K ennzahl versehenen, verschlossenen
und undurchsichtigen Umschlag einzureichen. Die unter Verwendung des beigefügten
Formblattes abzugebende Erklärung hat insbesondere folgende Angaben zu umfassen:
- Anschrift der Teilnehmer sowie beteiligter Mitarbeiter und ggf. hinzugezog ener
Sachverständiger (Fachplaner);
- bei Teilnahme von Partnerschaften, Arbeitsgemeinschaften und juristischen Pe r-
sonen ergänzend: bevollmächtigte Vertreter.
- Die Verfassererklärung ist von dem Teilnehmer zu unterzeichnen, bei Partne r-
schaften, Arbeitsgemeinschaften und juristischen Personen zumindest durch den
bevollmächtigten Vertreter.
- Versicherung, dass der Wettbewerbsteilnehmer geistiger Urheber der Wettb e-
werbsarbeit bzw. zur Einreichung der Wettbewerbsarbeit berechtigt ist, und dass
der Teilnehmer zum Zwecke der weiteren Bearbeitung der dem Wettb ewerb
zugrunde liegenden Aufgabe das Recht zur Nutzung und Änderung der Wett -
bewerbsarbeit sowie zur Einräumung zweckentsprechender, die Änd erungs-
befugnis einschließender Nutzungsrechte an den Auslober besitzt.
- Versicherung, dass der Wettbewerbsteilnehmer gemäß den Wettbewerbsbedi n-
gungen teilnahmeberechtigt, mit einer Beauftragung zur weiteren Bearbeitung
auf der Grundlage der Auslobung einverstanden und zur Durchführung des Au f-
trages auch berechtigt und in der Lage ist.
2.15. Bekanntgabe des Ergebnisses
Das Preisgericht benachrichtigt die Verfasser der ausgezeichneten Arbeiten – unter dem
Vorbehalt der abschließenden Prüfung der Teilnahmeberechtigung – unmittelbar nach
seiner Entscheidung.
Das Erg ebnis wird allen Teilnehmern, Preisrichtern und dem Wettbewerbsausschuss
NRW innerhalb von 14 Tagen durch Einstellung der Niederschrift über die Sitzung des
Preisgerichts auf der Homepage im Internet zur Verfügung gestellt.
Das Wettbewerbsergebnis wird gegebenenfalls in der Fachpresse veröffentlicht.
Alle eingereichten Arbeiten werden gemäß der Vorgaben der RAW 2004 nach A bschluss
des Wettbewerbes öffentlich ausgestellt. Ort und Datum werden noch bekannt ge -
geben.
2.16. Einsprüche
Die Entscheidungen des Preisger ichts sind endgültig und unterliegen nicht einer ge -
richtlichen Nachprüfung.
Die Teilnehmer erkennen die Entscheidung des Preisg erichts an. Einsprüche gegen die
Entscheidung oder die Beurteilung der Rangfolge der A rbeiten sind nicht zulässig, es
gelten jedoch die Festlegungen der RAW 2004.
Die Ausloberin trifft ihre Feststellungen im Benehmen mit dem zuständigen Ausschuss
der Architektenkammer.
Verfassererklärung
Verfahrensbedingungen
14
2.17. Terminübersicht
- Bereitstellung der Unterlagen im Internet
ab 12.10.2007
- Schriftliche Rückfragen bis zum
24.10.2007, 12:00 Uhr
- Kolloquium und Rückfragenbeantwortung
29.10.2007, 13:30 Uhr bis 17:30 Uhr
Ort: Hansa-Berufskolleg
(interne Vorbesprechung: ab 11:00 Uhr)
- Abgabetermin der Arbeiten
03.12. 2007, 15:30 Uhr,
zwischen 8.30 Uhr und 15:30 Uhr (bei pers. Übergabe)
- Abgabetermin des Modells
12.12.2007, 15:30 Uhr,
zwischen 8:30 Uhr und 15:30 Uhr (bei pers. Übergabe)
- Preisgerichtssitzung
10.01.2008
Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben
- Ausstellung der Wettbewerbsarbeiten
Datum und Ort werden noch bekannt gegeben
Leistungsumfang
15
3. Leistungsumfang
Die nachfolgend aufgeführten Leistungen sind von den teilnehmenden Architekten zu
erbringen. Weitere, über die unten genannten Pläne hinausgehenden Erläute rungen /
Darstellungen werden von der Beurteilung ausgeschlossen.
Im Einzelnen werden folgende Leistungen erwartet:
- Figur-Grund-Plan im Maßstab 1:5.000
- Darstellung der Gebäudestruktur
- Lageplan im Maßstab 1:500
Der vom Auslober zur Verfügung gestellte, gelayoutete Lageplan ist zu ver-
wenden und muss folgende Informationen enthalten:
- Umrisse der Bestands- und Neubaukörper
- Dachflächen mit Darstellung von Lichtöffnungen, Dachterrassen etc.
- Straßen- und Wegeführung auf dem Grundstück inkl. der Grundstücks-
und Gebäudeerschließung
- angrenzende Straßen, Erschließung
- Außenanlagen (Anlieferung, Grün- und Pflanzzonen, Stellplätze etc.)
- transparente Gebäudeschatten, Geschosszahlen
- die vorgegebenen Grenzen des Planungsgebietes und die einzuha ltenden
Abstandflächen müssen sichtbar bleiben bzw. eingetragen sein.
- Grundrisse im Maßstab 1:200
Die Grundrisse sämt licher unter- und oberirdisch geplanter Geschosse inkl. eve n-
tueller Anschlüsse an das Bestandsgebäude sind im Maßstab 1:200 darzuste llen.
Die im Raum - und Funk tionsprogramm ausgewiesenen Funktionsbereiche sind
eindeutig und nachvollziehbar in die Pläne einzutragen.
Wandstärken und Türaufschläge sind darzustellen.
Mindestens in einem repräsentativen Grundrissplan ist das gewählte Konstruk -
tions- und Ausbauraster, ggf. mit Hinweisen zur Systembauweise, einzuzeichnen
und zu vermaßen.
Leistungsumfang
16
- Schnitte und Ansichten
Zur weiteren Erläuterung der vorgeschlagenen Baukörper sind die wesentlichen
Längs- und Querschnitte sowie die Hauptansichten im Maßstab 1:200 darzu -
stellen.
Zum besseren Verständnis ist ein typischer Fassadenschnitt / Fassadenansicht im
Maßstab 1:20 einzureichen.
- Max. 4 erläuternde Darstellungen (Perspektiven, Grafiken, Organigramme etc.)
- Modell im Maßstab 1:500
Das Entwurfsmodell ist als Einsatzmodell auf den im Kolloquium mitgelieferten
Modelleinsatzplatten herzustellen.
- Darstellung der erforderlichen Abstandflächen gem. BauO NW
- Nachprüfbare Berechnungen
- Bruttogrundfläche (BGF) - a und b gem. DIN 277
(getrennt nach Geschossen)
- Bruttorauminhalt (BRI) - a und b gem. DIN 277
(getrennt nach Geschossen)
- Nutzflächenberechnung (NF) gem. DIN 277
(getrennt nach Geschossen)
- Verkehrsfläche (VF) gem. DIN 277
(getrennt nach Geschossen)
- Soll-Ist-Vergleich des Raum- und Funktionsprogramms
(bitte ggf. realisierte Überhangfläche ausweisen)
- Kosten: Es sind Kostenrichtwerte in €/m² (BGF), inkl. MWSt. für die Koste n-
gruppen 300 (Bauwerk/Baukonstruktion) und 400 (Techn ische Anlagen)
gem. DIN 276, November 2006 „Kosten im Bauwesen“ nach Kosten -
gruppen entsprechend beigefügtem For mblatt anzugeben und mit den
ermittelten BGF-Werten zu multiplizieren. Zusätzlich sind die wesentlichen
kostenbestimmenden Materialien und Ko nstruktionen gesondert aufzu -
führen und kurz zu beschreiben.
Der zweite Plansatz (Grundlage für die Vorprüfung) muss die Größen (Au swei-
sung in den jeweiligen Räumen) sämtlicher Räume sowie die einzelnen Verkehr s-
flächen in m² enthalten.
Die geforderten Funktionsbereiche (siehe Kapitel „Ziele, Aufgaben und Pr o-
gramm“) sind zwingend durch eindeutige farbliche Markierung in dem
zweiten Plansatz kenntlich zu machen.
Die einzuhaltenden Fluchtweglängen sind ebenso wie die notwendigen
Brandabschnitte im zweiten Plansatz darzustellen.
Leistungsumfang
17
- Evtl. Ideenskizzen zur Freianlagenplanung für den Schulhof inkl. Stellplätze im
Maßstab 1:500
- Erläuterungsbericht
In einem Erläuterungsbericht muss die Arbeit zum besseren Verständnis gem.
folgender Gliederung beschrieben werden:
- Entwurfs- / Architekturkonzept
- Leitidee
- Beschreibung der Gebäudeform/en, Geschossigkeit/en
- Städtebauliche Einbindung
- Erschließung (Zufahrten auf das Grundstück, Ein-/Ausgänge in das Ge-
bäude, Erschließung horizontal und vertikal im Gebäude)
- Äußere Erschließung
- Zufahrt Feuerwehr
- Innere Erschließung
- Ver- und Entsorgung
- Funktionalität (Organisation von Einheiten etc.)
- Materialien (insbesondere der Fassade)
- Konstruktion, Stützweiten, Ausbausystem, Geschosshöhen, Bauhöhen, ggf.
Hinweise zur Systembauweise
- Evtl. Beschreibung der Freianlagenplanung für den Schulhof inkl. der Stell-
plätze
Das entsprechende Formblatt mit ausgewiesener Maximalanzahl der Zeichen
steht zum Download auf der Internetseite bereit.
- Leitidee
Die Leitidee mit Erläuterungsbericht in Kurzform ist im oberen Bereich auf dem
ersten Präsentationsplan abzubilden.
- Verfassererklärung
Die in der Anlage beigefügte Verfassererklärung ist ausgefüllt, wie unter Punkt
2.14 beschrieben, einzureichen.
Leistungsumfang
18
3.1. Angaben zur Darstellung
Farbig angelegte Pläne zur Verdeutlichung und besseren Lesbarkeit sind gestattet.
In der Darstellung der Ansichten ist eindeutig zwischen verglasten und geschlossene n
Flächen zu unterscheiden.
Alle in den Plänen und in den Erläuterungen ggf. verwendeten Begriffe/Abkürzungen
sind eindeutig zu benennen, Legenden sind zu vermeiden.
Das Modell ist auf der zur Verfügung gestellten Grundplatte als Massenmodell anzu -
fertigen.
3.2. Angaben zur Abgabe der Arbeiten
Alle Planunterlagen sind einheitlich im Hochformat 87 cm breit x 150 cm hoch – ins-
gesamt max. 3 Pläne in zwei Fassungen einzureichen:
- eine Fassung als Grundlage für das spätere Preisgericht (Präsentationspläne)
- eine Fassung für die Vorprüfung (zweiter Plansatz)
Zusätzlich sind zwei Fassungen der Präsentationspläne (maßstabslos) auf DIN A3 -For-
mat verkleinert einzureichen.
Sonstige Unterlagen (Erläuterungsbericht, Berechnungen etc.) sind ebenfalls in zwei
Fassungen im einheitlichen DIN A4-Format abzugeben.
Bei der Anfertigung von CAD-Plänen sind jpg- oder tif- und hochauflösende pdf Dateien
von allen Präsenta tionsplänen auf einem Datenträger mitzuliefern. Die Dateien we rden
ausschließlich in inhaltlich unveränderter For m zur Dokumentation des Verfahrens
verwendet.
Zusätzlich sind die CAD -Pläne aller Grundrisse, Schnitte und Ansichten im plt -Format
ebenfalls auf einem Datenträger abzugeben, die Dateien werden au sschließlich für die
Vorprüfung verwendet.
Der Lageplan und d ie Ansichten sind in zwei Dateien mit der Auflösung 600 dpi (dots
per inch) als jpg-Datei ebenfalls auf dem Datenträger einzureichen.
Der Erläuterungsbericht mit zwingend einzuhaltender, vorgegebener Gliederung ent -
sprechend dem Formblatt (maximale Zeiche nanzahl) ist ebenso wie die Flächenberec h-
nung auf dem vorgenannten Datenträger als Word - bzw. Excel -Datei mitzuliefern. Die
Daten werden ausschließlich in in haltlich unveränderter Form zur Dokumentation des
Verfahrens verwendet.
Rahmenbedingungen
19
4. Rahmenbedingungen
4.1. Städtebauliche Einordnung
Städtebaulich soll die Erweiterung in Abstimmung mit dem Bauordnungsamt und dem
Stadtplanungsamt als Blockrandbebauung unter Sicherung des Baumbestandes und mit
Abrücken des Parkplatzes von der Wohnbebauung geplant werden.
Abbildung 2: Luftbild
Wettbewerbsgebiet
Rahmenbedingungen
20
Aufgrund des Raumbedarfes für die Schulräume ist davon auszugehen, dass eine vie r-
geschossige Bauweise mit Untergeschoss entlang der Schillerstraße erforderlich ist.
Stellplätze und Sporthalle befinden sich dann voraussichtlich im Innenhofbereich.
Quartier:
Prägend ist Blockrandbebauung, überwiegend geschlossen, III – IV-geschossig an der
angrenzenden Wolbecker Straße und an der Schillerstraße, II -geschossig an der Que r-
straße
Baublock:
Nutzung der Blockrandbebauung : überwiegend Wohnen, an der Wolbecker Straße
teilweise in Erdgeschosslage kleinteiliger Einzelhandel,
vor dem Hansa -Berufskolleg am Hansaring und an der Schillerstraße 99 -109 bestehen
begrünte Vorgartenflächen, der Haupteingang der Schule ist am Hansaring.
Nutzung des Blockinnenbereichs:
Die Fläche des Hansa -Berufskollegs einschließlich Schulhof beträgt etwa 40% des Ba u-
blocks Wolbecker Straße - Querstra ße - Schillerstraße. Die Freiflächen der privaten
Grundstücke, von denen etwa die Hälfte an den Schulhof angrenzen, sind überwiegend
begrünt und dienen vorwiegend dem privaten Aufenthalt; ein geringer Teil der rüc k-
wärtigen Grundstücksflächen ist gewerblic h genutzt. Die im Blockinnenbereich er -
richteten Wohngebäude Wolbecker Straße 92 a und 94 a grenzen unmittelbar mit ihrer
rückwärtigen Brandwand an den eingeschossigen Eingangsflur der bestehenden Tur n-
halle an.
Abbildung 3: Näheres
Umfeld /Standort
Hansa-Berufskolleg
Rahmenbedingungen
21
4.1.1. Schulhoffläche
Die Schulhoffläche ist weitestgehend versiegelt, es gibt aber einen bedeutsamen Bau m-
bestand. Teile der Fläche werden zum Parken von Pkw genutzt. Der vorhandene Tur n-
hallenbau, angrenzend an die Wohngebäude Wolbecker Str aße 92 a und 94 a sowie die
Pavillons an der Schillerstraße sollen abgerissen werden.
4.1.2. Erschließung
Die Zufahrt zum Schulhof erfolgt von der Schillerstraße aus.
Eine etwa 3 m breite öffentliche, den Blockinnenbereich querende Wegeverbi ndung von
der Schillerstraße zur Querstraße tangiert das südliche Schulgelände.
4.2. Rahmenbedingungen für das Hansa-Berufskolleg
Das Schulgebäude des Hansa -Berufskollegs am Hansaring 80 wurde in den Jahren
1928/29 für Zwecke der Städt. Handelslehranstalten errichtet. Durch kontinuierlich ste i-
gende Schülerzahlen wurde am 01.08.1969 eine Teilung in Handelslehranstalten I und II
vorgenommen. Die Handelslehranstalten I, die seit dem 01.09.1979 den Namen
“Ludwig -Erhard-Schule” tr agen, haben im Oktober 1981 den Neubau an der Straße Gut
Insel bezogen.
Die im Schulgebäude am Hansaring verbliebe nen Handelslehransta lten II wurden am
01.09.1979 in “Hansaschule” umbenannt. Seit Anfang 2007 führt die Schule den
Namen „Hansa -Berufskolleg“.
Der Rat der Stadt Münster hat in seiner Sitzung am 04.05.1994 beschlossen, das G e-
bäude des Hansa -Berufskollegs zur langfristigen Sicherung der Gebäude - und Ver -
mögenssubstanz grundlegend zu sanieren und durch U mbauarbeiten in seiner Funktion
und Wirtschaftlichkeit zu verbessern.
Die Umbau- und Renovierungsmaßnahmen wurden in den Jahren 1995 -2000 nach den
Plänen de s Architekturbüros Grahl in Zusammenarbeit mit dem Amt für Gebäude -
management (damals Hochbauamt), der Unteren Denkmalschutzbehörde, dem Amt für
Schule und Weiterbildung (damals Schulamt) und unter Beteiligung des eigens dafür
eingerichteten Bauausschusses des Hansa-Berufskollegs durchgeführt.
Bereits zum Zeitpunkt der Sanierung des Schulgebäudes stand fest, dass trotz der im
Rahmen der Sanierung zusätzlich geschaffenen Fachräume der Raumbedarf des Hansa -
Berufskollegs nicht komplett gedeckt werden kann. D as Raumdefizit e rhöht sich durch
Abgängigkeit der Fertigbauklassen und der Aufgabe des Gebäudes der Alten Maurit z-
schule als Standort des Hansa-Berufskollegs.
Rahmenbedingungen
22
Der Rat der Stadt Münster hat daher in seiner Sitzung am 04.05.1994 die Verwa ltung
beauftragt, unter Hinweis auf den abgängigen Pavillon und bei Aufgabe der Alten
Mauritzschule bei der Bezirksregierung Münster zu beantragen, für die nach Fertig -
stellung der Umbauarbeiten noch fehlenden Kla ssen- und Fachräume und für den Neu -
bau einer Dreifach -Sporthalle (27 m x 45 m) den Raum - und Baubedarf anerkennen zu
lassen.
Der Antrag wurde im Juni 1994 gestellt. Im Dezember 1995 hat die Bezirksregi erung
erklärt, dass das Verfahren nach den im Juli 1995 neu gefassten Richtlinien a bgewickelt
werden sollte und deshalb keine Anerkennung des Raum - und Baubedarfs mehr er -
forderlich sei.
In den Folgejahren wurde zunächst die Sanierung des Hauptgebäudes abg eschlossen.
Darüber hinaus wurde in den Jahren 1998 f f. die Weiterentwicklung der Beruf skollegs
beraten und eine qualitativ orientierte Schulentwicklungsplanung für B erufskollegs
aufgestellt.
Abbildung 4: Auszug
Stadtplan
Rahmenbedingungen
23
4.3. Bestandsgebäude
Neben dem Schulgebäude des Hansa -Berufskollegs am Hansaring befinden sich auf
dem Wettbewerbsgelän de eine Sporthalle (18 m x 33 m) und ein Gebäude in Ferti g-
bauweise. In diesem 1971 errichteten Gebäude sind 8 Unte rrichtsräume vorhanden. Das
Gebäude ist aufgrund seines Alters und baulichen Zustands längst abgängig. Aus di e-
sem Grund ist es dringend erfo rderlich, die Fertigbauklassen abzureißen und Ersat z-
räume zu schaffen.
In der vorhandenen Sporthalle kann der Sportstundenb edarf nur zu einem geringen Teil
gedeckt werden.
Darüber hinaus nutzt das Hansa -Berufskolleg das Gebäude der Alten Maurit zschule an
der Warendorfer Straße. Dort sind 14 Unterrichtsräume und ein Verwaltungsb ereich
vorhanden. Die an diesem Standort fehlenden Fachräume und das ständige Pendeln der
Schüler und Lehrer zw ischen 2 Standorten ist mit erheblichen org anisatorischen und
pädagogischen Problemen verbunden. Deshalb soll das Gebäude als Lernort des Hansa -
Berufskollegs aufgegeben werden.
Abbildung 5: Ansicht
Fertigbauklassen
Rahmenbedingungen
24
Abbildung 6: Ansicht
Bestand (Innenhof)
Abbildung 7: Ansicht
Einfeldsporthalle
Rahmenbedingungen
25
Abbildung 8: Ansicht
Bestand (Schulhof)
Abbildung 9: Nachbar-
bebauung
Rahmenbedingungen
26
Die folgenden Höhenangaben sind überwiegend aus Schnittzeich nungen der
Bauakten abgegriffen und deshalb nur Ca.-Angaben.
Bestandsgebäude Hansa-Berufskolleg:
VI-geschossig, Satteldach, Walm zur Schillerstraße
Firsthöhe: 25,50 m
Traufhöhe: 17,00 m
Turnhalle:
Höhe Anbau: 2,75 m
Höhe Halle: 7,00 m
Angrenzende Bebauung Schillerstraße:
- Haus Nr. 94/96
III-IV-geschossig, Satteldach, traufständig
Firsthöhe: 15,70 m
Traufhöhe: 11,00 m
- Haus Nr. 98-106
III– IV-geschossig, Mansarddach, traufständig
Firsthöhe: 19,20 m
Traufhöhe: 11,00 m
- Haus Nr.:99-109
III-geschossig, Satteldach, traufständig
Firsthöhe: 14,60 m
Traufhöhe: 8,40 m
Angrenzende Bebauung Querstraße:
Haus Nr. 12-16
II– geschossig, Satteldach, traufständig
Firsthöhe: 12,90 m
Traufhöhe: 7,00 m
Angrenzende Bebauung Wolbecker Straße:
Haus Nr. 92 a, 94 a
Satteldach, Traufe in Ost-West-Richtung
südliche Wand ist als Brandwand hergestellt
Firsthöhe: 10,80 m
Traufhöhe: 7,80 m
Angrenzende Bebauung Wolbecker Straße:
Haus Nr. 90– 98
III-VI-geschossig, Satteldach, traufständig
Rahmenbedingungen
27
4.4. Bau- und Planungsrecht
Das Grundstück liegt nicht im Geltungsbereich eines Bebauungsplans,
es gilt die Erhaltungssatzung Ostviertel, Aussagen der Unteren Denkmalbehörde zum
Denkmalstatus sind beigefügt,
Beurteilung der Bauvorhaben nach § 34 BauGB
Abstandflächen zum südlichen Flügel des Hansa-Berufskollegs:
Mindestabstand 6,00 m zwischen den Gebäuden.
Ein Anbau ans Schulgebäude Schillerstraße ist nicht erwünscht.
Maximale First- und Traufhöhe an der Schillerstraße:
Die Höhenentwicklung eines Neubaus an der Schillerstraße soll zwischen dem B e-
standsgebäude Hansa-Berufskolleg und den Wohnhäusern Schillerstraße 99 ff. ver-
mitteln:
max. Höhe Neubau (OK Attika) = Firsthöhe Wohngebäude Schillerstr. 99 ff = 14,60 m.
Staffelgeschosse sind möglich.
Maximale Anbauhöhe an Gebäude Wolbecker Straße 92 a und 94 a:
entsprechend der vorhandenen Firsthöhe: ca. 7,80 m.
Sollte kein Anbau erfolgen, ist für den Neubau bei einem Abstand < 2,50 m eine
Brandwand vorzusehen.
Bebauung zu westlichen Grundstücksgrenzen Querstraße 4– 12:
Abstandflächen zur rückwärtigen Grundstücksgrenze Querstraße: 0,8 H
(wenn die Außenwand nicht länger als 16 m ist: 0,4 H).
Als Baugrenze zur Schillerstraße sollte die Bauflucht der Bestandsbebauung
Schillerstraße 99 ff gegenüber den öffentlichen Verkehrsflächen unterschritten werden.
Bauordnungsrechtlich sind die BauO NW, die Schulbaurichtlinie sowie ggf. die Ve r-
sammlungsstättenverordnung einzuhalten. Darüber hinaus sind die Unfallverhütung s-
vorschriften für Schulen des Gemeindeunfallsverbandes (GUV) zu beachten.
Rahmenbedingungen
28
4.5. Altlasten / Immissionen / Belastungen / Lasten und
Beschränkungen
Der Auslobung liegt eine „Schalltechnische Untersuchung zum Wettbewerbsverfahren“
(Stand September 2006) bei. Die Daten sind auf der Internetplattform des Wettbe -
werbes erhältlich.
Aus heutiger Sicht sind für das Grundstück Hansaring 80 keine Altlast -Verdachtsflächen
bekannt. Darüber hinaus liegen auch keine Kenntnisse vor, ob der Schulhofbelag
Schadstoffe enthält.
4.6. Denkmalschutz
Das Hansa -Berufskolleg, ein eindrucksvoller viergeschossiger Gebäudekomplex (erbaut
1928/29, Stadtbauamt/Sittel), bildet einerseits die östliche Platzwand des Hansaplatzes,
andererseits schließt sie eindrucksvoll – mit raumleitenden Flügelansätzen – den Ba u-
block Wolbecker Straße, Hansaring, Schillerstraße, Querstraße.
Der massige Ziegel bau mit Fensterbändern in Werkstein gehört eindeutig zu den wic h-
tigen, noch erhaltenen expressionistischen Bauten in Münster.
Das Hansa -Berufskolleg wurde Ende der 90er Jahre/Anfang 2000 umfangreich und
außerordentlich denkmalgerecht saniert/renoviert und stellt sich in gutem Erhaltungs -
zustand dar.
Der blockrandschließende Gebäudekomplex ist in seinem Erscheinungsbild und seiner
Wirkung so dominant und „selbstbewusst“, dass ein zusätzlicher Neubau / eine Erweit e-
rung kaum beinträchtigen kann ( § 9b DSCHG NW).
Dennoch sollte eine Erweiterung nicht direkt an die historische Bausubstanz ange -
koppelt werden, sondern eher als eigenständiger, solitärer Baukörper (z.B. Schillerstraße
begleitend – als Ersatz der z.Zt. vorhandenen Container).
Falls eine Anbindung a n das Altgebäude notwendig ist, wäre ein „transparentes G e-
lenk“ - ggf. in Form einer Brücke (Durchfahrt zum Schulhof) - durchaus denkbar. Hi n-
sichtlich des Außenmaterials werden bewusst keine Anforderungen gestellt; eine
zwanghafte Anpassung/Anbiederung - in Material und Duktus an das historische G e-
bäude - sollte allerdings vermieden werden!
4.7. Investitionskosten
Für die Investitionskosten sind für die Koste ngruppen 300 (Bauwerk/Baukonstruktion)
und 400 (Techn ische Anlagen) gem. DIN 276, November 2006 „Kos ten im Bauwesen“
ca. 5.800.000,00 € (netto) im Haushalt vorgesehen. Es wird um Vorschläge gebeten, die
in diesem Kostenrahmen zu verwirklichen sind
Ziel, Aufgabe und Programm
29
5. Ziel, Aufgabe und Programm
5.1. Allgemeine übergeordnete Ziele
Der künftige Gesamtkomplex des Hansa -Berufskollegs soll aus den Bestandteilen des
bereits sanierten Bestandes und des Neubaus sowie der Dreifachsporthalle bestehen.
Das bestehende Gebäude ergibt in Verbindung mit der Wettbewerbsplanung das neue
Hansa-Berufskolleg.
Die neu zu erstellenden Räumlichke iten sollen die Möglichkeit interner Vernetzung und
Multifunktionalität bieten.
Es soll ein funktioneller Gesamtkomplex geschaffen werden, der energetische, bau -
physikalische, ökologische und hygienische Aspekte angemessen berücksichtigt.
Die Planung soll des Weiteren eine lebenszyklusorientierte Betrachtung einb eziehen, so
dass ein wirtschaftlicher Gebäudebetrieb resultiert.
Bei der Planung soll die Möglichkeit bedacht werden, dass die Ausführung alternativ
sowohl in konventioneller als auch in Systembauweise verwirklicht werden kann.
Konstruktive und bauunterhaltungsarme Details werden gewünscht mit dem Ziel, g e-
ringe Bauunterhaltungs- und Betriebskosten zu ermöglichen.
In dieser Hinsicht können auch anwendbare Lösungen oder Teillösungen in Syste m-
bauweise vorgeschlagen werden.
Normen und Vorschriften sind kostenbewusst zu handhaben.
5.2. Energieeinsparung, Ökologie, Schallschutz
Die folgenden Zielsetzungen sollen bei der Planung Berücksichtigung finden:
- Energiesparende, wirtschaftliche Bauweise und bauliche Funktionalität bedeuten
konkret eine Begrenzung des Jahresheizwärmebedarfes als Zielsetzung für den
Energiebedarf von unter 50 KWh/m2/a in Bezug auf die BGF.
- Nutzung regenerativer Energien, speziell Solarenergienutzung
- Angemessenes Verhältnis von Fenster- und geschlossenen Wandflächen
- Außenliegender Sonnenschutz
- Einsatz von „ Wasser-Spar-Produkten“
- Der Schalleinwirkung von außen (Verkehr etc.) und aus dem Schulbetrieb soll
durch geeignete entwurfliche und bauliche Maßnahmen entgegengewirkt wer-
den.
- Die Verwendung umweltverträglicher Baumaterialien ist zu bevorzugen (einfache
Entsorgung, biologisch abbaubar, nachwachsend, schadstofffrei).
- Die Erschließungsfläche ist zu minimieren.
Ziel, Aufgabe und Programm
30
5.3. Baumschutz
Im Plangebiet befinden sich erhaltenswerte Bäume. Soweit diese von dem neuen Schul-
komplex in ihrem Bestand gefährdet sind, d.h. gefällt werden müssten, sind ent -
sprechende Ersatzpflanzungen im Bereich des künftigen Schulhofes vorzunehmen. Der
vorhandene Baumbestand ist der in den Anlagen befindlichen Planunterlage zu en t-
nehmen.
Städtebaulich wünschenswert ist in jedem Fall die Erhaltung der prägenden Groß-
bäume. Die Baumreihen entlang der Hausgärten und des Fuß-/Radweges sollten mög-
lichst weiterhin für einen begrünten optischen „A bstand“ sorgen.
Von den 34 vorhandenen Bäumen sind 27 Bäume gesund und somit erhaltenswert.
5.4. Schulausrichtung des Hansa-Berufskolleg
Das Hansa-Berufskolleg ist auf das Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung ausgerichtet.
In der Berufsschule (duales System) wurden im Schuljahr 2006/2007 insgesam t 3.288
Berufsschülerinnen und -schüler unterrichtet. Neben den Fachklassen für Auszubilde nde
in Münster sind am Hansa -Berufskolleg auch Bezirksfachklassen eingerichtet, in denen
Schülerinnen und Schüler aus dem benachbarten Münsterland unterrichtet werden . In
der Berufsschule werden u.a. Auszubildende der Branchen Banken, Versicherung,
Logistik/Spedition, Medizin ische Fachangestellte in differenzierter Ausrichtung unter -
richtet.
In sog. Vollzeit- und Teilzeitbildungsgängen wurden im Schuljahr 2006/2007 i nsgesamt
435 Schülerinnen und Schüler unterrichtet. Eine Detailsicht stellt sich wie folgt dar:
Bildungsgang
Schuljahr
2006/2007
Berufsgrundschuljahr Wirtschaft und Verwaltung Vollzeit 38
Zweijährige Berufsfachschule: Erweiterte Berufliche
Kenntnisse und Fachhochschulreife (Höhere Handels-
schule)
Vollzeit 134
Dreijährige Berufsfachschule: Berufsabschluss und Fach-
hochschulreife, kaufm. Assistent/in
Vollzeit 96
Fachschule für Wirtschaft Teilzeit 167
435
Im Berufsgrundschuljahr wird eine berufli che Grundbildung vermittelt. Absolventen der
Höheren Handelsschule erwerben erweiterte berufliche Kenntnisse und die Fachhoc h-
schulreife. Die Absolventen der dreijährigen Berufsfachschule erwerben zusätzlich zur
Fachhochschulreife eine schulische Berufsaus bildung nach Landesrecht als Kauf -
männische/r Assistent/in in den Fachrichtungen Betriebswirtschaft oder Informations -
verarbeitung. Die Fachschule ve rmittelt als Weiterbildung den Abschluss „staatlich ge -
prüfte/r Betriebswirt/in“.
Im Schuljahr 2006/07 wur den am Hansa -Berufskolleg insgesamt 3.455
Schüler/innen in Teilzeit und 268 in Vollzeit unterrichtet.
Ziel, Aufgabe und Programm
31
5.5. Wettbewerbsaufgabe
5.5.1. Allgemeine Aufgabenstellung
Zentrale Wettbewerbsaufgabe ist, das vorgegebene Raumprogramm in einem Ensemble
aus Bestand und Neubau auf der Fläche des gekennzeichneten Wettbewerbsg ebietes zu
realisieren.
Das künftige Hansa -Berufskolleg soll gestalterisch unter Berücksichtigung der Aspekte
des Denkmalschutzes eine „Einheit“ bil den. Es ist jedoch planerisch wünschenswert, die
Gebäudeteile getrennt zu belassen. Bei der Planung soll die Möglichkeit bedacht we r-
den, dass die Ausführung alternativ sowohl in konventioneller als auch in System -
bauweise verwirklicht werden kann.
Abbildung 10: Wett-
bewerbsgebiet
Ziel, Aufgabe und Programm
32
5.5.2. Äußere / Innere Erschließung und Stellplätze
Die für den Erweiterungsbau notwendigen Stellplätze sind nachzuweisen.
Auf dem Wettbewerbsgebiet sind insgesamt 64 Stellplätze anzuordnen.
Fahrradstellplätze sind für 99 Fahrräder zu berücksichtigen.
Bei der ebenerdigen Anordnung der Stellplätze ist eine Bepflanzung vorzusehen
(1 Baum / 6 Stellplätze).
Die verkehrliche Anbindung der Stellplätze soll wie bisher über die Schillerstraße er -
folgen. Die Wegeverbindung Querstraße/Schillerstraße als Fuß-/Radweg ist zu beachten.
Das neu zu errichtende Gebäude ist barrierefrei zu planen.
5.5.3. Schulhof
Im Hansa-Berufskolleg werden 3.455 Schülerinnen und Schüler in Teilzeitform und 268
Schülerinnen und Schüler in Vollzeitform unterrichtet, täglich benutzen ca. 1500
Schülerinnen und Schüler den Schulhof.
Die verbleibende Schulhoffläche bestimmt sich aus der Umsetzung der Entwurfsauf -
gabe sowie den Wettbewerbsgrenzen.
Die Gestaltung des Schulhofs ist nicht Bestandteil der Wettbewerbsaufgabe. Konzep -
tionelle Vorschläge der Gesamtgesta ltung des Außengeländes, auch und insb esondere
unter dem Aspekt der Funktionalität der Erschließung, sind gewünscht.
5.5.4. Umgang mit dem Gebäudebestand
Der Anschluss des Neubaus an den Gebäudebestand ist nicht Aufgabe des Wettbe -
werbes.
Gemäß der Stellungnahme des Denkmalschutzes ist ein eigenständige solitärer Bau -
körper zu entwickeln.
Der Gebäudebestand und auch das vorhandene Raumprogramm bleiben unverändert.
Ein überdachter offener Verbindungsgang ist wünschenswert.
vgl. Punkt 4.6:(„...sollte eine Erweiter ung nicht direkt an die historische Bausu b-
stanz angekoppelt werden, sondern eher als eigenständiger, solitärer Bau -
körper...“).
Ziel, Aufgabe und Programm
33
5.6. Raum- und Funktionsprogramm
5.6.1. Zusammenfassung Raumprogramm
Aus den Flächenvorgaben des Raum- und Funktionsprogramms ergibt sich eine zu real i-
sierende Programmfläche (ohne die Flächenanteile ohne Flächenvorgabe) von insg e-
samt 2.747,00 m² für den Neubau und für die Dreifachsporthalle von 1.694,00 m².
Abbildung 11: Abbruch-
plan
Ziel, Aufgabe und Programm
34
Sonstige Nutzflächen (NF 7) und Verkehrsflächen (VF)
Allgemeine Nebennutz - (hier: Sanitärflächen) und Ver kehrsflächen sind im Raumpro -
gramm teilw. nicht gesondert ausgewiesen bzw. mit einer Flächenvorgabe versehen, da
sich ihre Anzahl und ihr Raumbedarf zum größten Teil erst aus der architektonischen
Umsetzung des Raumprogramms und der einschlägigen Richtlinien ergibt.
Technische Funktionsflächen (TF)
Sämtliche Räume für betrieb stechnische Anlagen (Heizungs - und Lüftungszen tralen,
Versorgungsschächte etc.) sind im Raump rogramm in Form von Flächenvorgaben
erfasst.
Technische Funktionsflächen sind im Bestand vorhanden, über die Angaben im
Raumprogramm hinaus (siehe Punkt 5.6) sind keine weiteren Flächen im Neubau
notwendig.
5.6.2. Raumprogramm Neubau und Bestand
5.6.2.1. Unterricht
Raum-
Nr. Raumart Anzahl Einzelfläche Fläche
m² m²
1.1 Unterrichtsräume 26 65,00 1.690,00
1.2 Lehrmittelräume (stockwerksbezogen) 4 15,00 60,00
Summe Unterricht 1750,00
Ziel, Aufgabe und Programm
35
5.6.2.2. Räume für den Fachunterricht
Raum-
Nr. Raumart Anzahl Einzelfläche Fläche
m² m²
2.1 Fachräume
2.1.1 Datenverarbeitung 2 80,00 160,00
2.1.2 Textverarbeitung 1 80,00 80,00
2.1.3 Lernbüro 1 80,00 80,00
2.1.4 Chemie / Physik / Biologie 1 80,00 80,00
2.1.4.1 Vorbereitung Fachraum Naturwissenschaft
(für Chemie / Physik / Biologie) 1 30,00 30,00
2.2 Mediothek 1 300,00 300,00
2.3 Serverraum 1 15,00 15,00
Summe Fachräume 745,00
5.6.2.3. Verwaltung
Raum-
Nr. Raumart Anzahl Einzelfläche Fläche
m² m²
3.1 Lehrerzimmer (Erdgeschoss) 1 80,00 80,00
3.2 Verwaltungsräume (je ein Raum pro Geschoss) 4 20,00 80,00
3.3 Teeküche / Kopierraum / Aktenraum / Vorraum
mit Postfächern (dem Lehrerzimmer zuzuordnen) 1 30 30
3.11
Summe Verwaltung 190,00
Ziel, Aufgabe und Programm
36
5.6.2.4. Dreifachsporthalle
Raum-
Nr. Raumart Anzahl Einzelfläche Fläche
m² m²
4.1 Dreifachsporthalle 1 1.215,00 1.215,00
4.2 Eingangshalle 1 65,00 65,00
4.3 Garderobe 1 7,00 7,00
4.4 WC Herren 1 8,00 8,00
4.5 WC Damen 1 8,00 8,00
4.6 Umkleiden Herren 3 14,00 42,00
4.7 Umkleiden Damen 3 14,00 42,00
4.8 Duschen Damen 3 15,00 45,00
4.9 Duschen Herren 3 15,00 45,00
4.10 Sportraumtoiletten 3 2,00 6,00
4.11 Behindertentoilette (gem. DIN 18024) 1 4,00 4,00
4.12 Sportlehrraum / Regie 3 14,00 42,00
4.13 Geräteraum (mind. 4,50 m tief) 3 41,00 123,00
4.14 Technikraum (nach Erfordernis) 1 25,00 25,00
4.15 Putzmittelraum 1 5,00 5,00
4.16 Magazinraum 1 12,00 12,00
Summe Dreifachsporthalle 1.694,00
Ziel, Aufgabe und Programm
37
5.6.2.5. Sonderbereiche
Raum-
Nr.
Raumart
Anzahl
Einzelfläche
m²
Fläche
m²
5.1 Hausmeister / Technik im Eingansbereich 1 10,00 10,00
5.2 Putzmittelraum (mind. einer pro Etage) 4 4,00 16,00
5.3 Lagerflächen (außen) 1 10,00 10,00
5.4 Lagerflächen (innen) 1 10,00 10,00
5.6 Haustechnikflächen (Fernwärme) 1 12,00 12,00
5.7 WC Flächen
5.7.1 WC-Anlagen Lehrkräfte* (im Bereich Lehrerzimmer)
5.7.2 Stunden-WCs* (je Etage D: 2 WCs / H: 1 WC, 1 Urin.)
5.7.3 WC-Anlage Sporthalle
(siehe unter 5.6.2.4)
5.7.4 Behinderten-WC 1 4,00 4,00
5.7.5 WC-Anlage Eingangsbereich Schulhof*
5.7.6 WC-Anlage Pausenhof*
Summe Sonderbereiche 62,00
Viel Erfolg bei der Bearbeitung!
*Flächen gemäß
Planung der Wettbe-
werbsteilnehmer!
Anlagen
38
6. Anlagen
Die Unterlagen (Auslobungsunterlage inkl. Anlagen) sind durch die Assmann
Beraten+Planen GmbH zum downloaden (http://wettbewerbe.assmann -do.de/) bereit
gestellt worden. Von der Assmann -Homepage gelangen Sie über folgende Links zur
Auslobungsunterlage:
Beratungsverlauf (5)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (8)
- Wolbecker Straße 92a
- Warendorfer Straße
- Schillerstraße 99
- Albersloher Weg 23
- Hafenweg 16
- Coerdeplatz 12
- Querstraße 4
- Gut Insel
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0609/2007
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 02.08.2007
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37