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A-R/0040/2010

Kinder und Jugendliche wirken an der Gestaltung ihrer Lebenswelt mit - Partizipation und Partizipationsformen für Kinder und Jugendliche in der Stadt Münster altersgerecht ausbauen und weiterentwickeln

Antrag an den Rat 20.04.2010

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 28.04.2010, TOP 25.2

Originalantrag

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Originalantrag

4184 Zeichen

	


 
 
 
 
Ausgangslage 
Partizipation ist eine gesetzliche Verpflichtung, u.a. normiert im Kinder- und 
Jugendhilfegesetz (SGB VIII) und im Kinder- und Jugendfördergesetz des Landes NRW. 
Das Gesetz sieht Beteiligung auf allen Ebenen und für alle Altersgruppen vor. 
Wenn Politik sich mit der Beteiligung von Kindern und Jugendlichen beschäftigt, verengt 
sich der Blick schnell auf parlamentarische Formen. Die Shell-Studie zeigt, dass sich 
Kinder und Jugendliche vielfältig in ihren Lebenswelten und zu aktuellen gesellschaftlichen 
Themen engagieren und einbringen (Shell-Studie 2002, s.a. 12. Kinder und 
Jugendbericht).  
Es ist sinnvoll, den Blick auf die Möglichkeiten der Partizipation zu erweitern und überall 
da, wo Kinder und Jugendliche leben, Lernen und ihre Freizeit verbringen, Partizipation in 
unterschiedlicher Form  zu praktizieren. 
Daher möge der Rat beschließen: 
Die Verwaltung wird beauftragt, 
1. Im Rahmen dieser Zielsetzung ein „Partizipations “-Konzept zu entwickeln, das die 
Erfahrungen mit dem bestehenden Jugendrat/den bestehenden Jugendforen 
berücksichtigt, 
2. bestehende Beteiligung und Beteiligungsformen we iter zu entwickeln und neue 
Beteiligungsmöglichkeiten zu eröffnen. Diese sollen alle  Kinder und Jugendlichen 
unterschiedlicher sozialer Herkunft, mit und ohne Zuwanderungsgeschichte, Jungen 
und Mädchen, ansprechen. 
Begründung : 
Partizipation ist nicht nur ein Thema der Kinder- und Jugendhilfe. Auch in anderen 
Politikbereichen, bei Fragen der Wohnungspolitik (z.B. Wohnformen), der Umweltpolitik, 
der Generationen und Geschlechtergerechtigkeit geht es um Beteiligung. Die Kinder- und 
Jugendpolitik hat als Interessenvertretung eine besondere Verpflichtung, die 
Partizipationsmöglichkeiten zu entwickeln und zu fördern. 
Partizipation im Sinne des Erlernens von Demokratie darf dabei nicht in erster Linie 
verstanden werden als ein Hineinwachsen in das politische System, sondern als im Alltag 
praktizierte Mitsprache und Mitbestimmung, gewissermaßen als Alltagsdemokratie. Es 
Bündnis 90/Die Grünen/GAL 
Ratsfraktion Münster 
Windthorststr. 7 
48147 Münster 
Fon: 0251 / 8 99 58 10 
Fax: 0251 / 8 99 58 15 
ratsfraktion@ gruene-muenster.de 
www.gruene-muenster.de 
Antrag 
„Kinder und Jugendliche wirken an der Gestaltung 
ihrer Lebenswelt mit - Partizipation und 
Partizipationsformen für Kinder und Jugendliche in der 
Stadt Münster altersgerecht ausbauen und 
weiterentwickeln 
“ 
12.04.2010

geht hier um Mitreden, Mitmachen, Mitplanen und Mitbestimmen. Kinder und Jugendliche, 
die sich selbst als aktiv gestaltend erfahren und - möglichst zeitnah - auch Ergebnisse 
ihres Engagements sehen, werden sich auch als Erwachsene eher an der Gestaltung ihrer 
Umwelt, ihres Gemeinwesens beteiligen. Mädchen und Jungen, die vielfältige Lern- und 
Erfahrungsmöglichkeiten in ihrer unmittelbaren und weiteren Umwelt haben und die 
Demokratie positiv erfahren, haben das notwendige Verständnis für das Gemeinwesen. 
Aus den bisher gemachten Erfahrungen mit dem Jugendrat lassen sich 
Veränderungsbedarfe ableiten, die den Kindern und Jugendlichen mit ihren Interessen und 
Bedürfnissen eher gerecht werden, u.a.: 
• Der Jugendrat soll die Themen, mit denen er sich b eschäftigen will, selbst bestimmen, 
die Arbeitsformen ebenso (z.B. Arbeitsgruppen, Workshops, Aktivitäten, Projekte etc.) 
mit Unterstützung durch die hauptamtliche Kraft. 
• Die Einmischung der Erwachsenen sollte sich darauf  beschränken, möglichst wenig 
Formalitäten und ein ganz kleines Regelwerk zu empfehlen, ansonsten entwickeln die 
Kinder und Jugendlichen ihre „Geschäftsordnung“ eigenständig. 
 
Der Jugendrat ist nur eine Beteiligungsform. Für die jüngeren Kinder müssen andere 
Beteiligungsformen entwickelt bzw. ausgebaut werden, die ihrem Entwicklungsstand 
entsprechen und in ihrer Lebenswelt durchgeführt werden und somit einen 
sozialräumlichen Bezug haben – wie wir dies bereits in unserem Ratsantrag „Kinder und 
Jugendliche gestalten ihre Lebenswelt mit - Beteiligung und Beteiligungsformen für Kinder 
und Jugendliche in Münster“ - eingebracht am 09.11.2005 - gefordert haben. 
Jutta Möllers 
und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

28.04.2010 Rat
TOP 25.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Windthorststraße 7

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0040/2010
Typ
Antrag an den Rat
Datum
20.04.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37