1304/2026
Überörtliche Prüfung der Stadt Köln durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW 2024/2025
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Anlage 1_Vorlage 1599-2025 inkl. AN 1065-2025 und Anlagen
880935 Zeichen
Dezernat, Dienststelle
II/202/5
Vorlagen-Nummer
1599/2025
Freigabedatum
20.06.2025
Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung
Betreff
Überörtliche Prüfung der Stadt Köln durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW
2024/2025
Beschlussorgan
Rat
Gremium Datum
Beschluss:
1. Der Rechnungsprüfungsausschuss nimmt den Prüfber icht der Gemeindeprüfungsan-
stalt NRW über die „Überörtliche Prüfung der Stadt Köln 2024/2025“ gem. § 105 Abs.
6 GO NRW zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat, die Stellungnahme der Verwaltung zu
beschließen.
2. Der Rat nimmt den Prüfbericht der Gemeindeprüfun gsanstalt NRW über die „Überörtli-
che Prüfung der Stadt Köln 2024/2025“ zur Kenntnis und beschließt, die Stellung-
nahme wie von der Verwaltung vorgeschlagen gem. § 105 Abs. 7 GO NRW abzuge-
ben.
3. Die Verwaltung wird aufgefordert, die Feststellu ngen und Empfehlungen in die weite-
ren Prozesse der Optimierung der Haushaltswirtschaft, der Aufgabenüberprüfung und
der Verbesserung von Verwaltungsstrukturen und -abläufen einzubeziehen.
Rechnungsprüfungsausschuss 01.07.2025
Rat 03.07.2025
2
Begründung:
Zu den Aufgaben der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpaNRW) gehört die Prüfung des
rechtmäßigen, sachgerechten und wirtschaftlichen Handelns der Kommunen des Landes
NRW. Mit Blick auf die äußerst schwierige Finanzlage der NRW-Kommunen und die gesetzli-
che Verpflichtung, den kommunalen Haushalt stets auszugleichen, ist es insbesondere das
Ziel der gpaNRW finanzwirtschaftliche Spielräume aufzuzeigen, einen Beitrag zur Haushalts-
konsolidierung zu leisten und damit die kommunale Selbstverwaltung zu stärken. Die Metho-
dik der Prüfung beinhaltet als wesentliches Element Vergleiche von interkommunalen Kenn-
zahlen.
Die überörtliche Prüfung durch die gpaNRW findet in regelmäßigen Abständen statt. Die letzte
Prüfung fand mit der Berichterstattung in Rechnungsprüfungsausschuss und Rat im Frühjahr
2020 ihren Abschluss (s. Vorlage 0692/2020). Im aktuellen Prüfungszyklus für die kreisfreien
Städte in NRW hat die gpaNRW die regelmäßige überörtliche Prüfung der Stadt Köln nach
§ 105 GO NRW im Zeitraum von November 2023 bis März 2025 durchgeführt. Es wurden alle
23 kreisfreie Städte geprüft.
Für den interkommunalen Vergleich wurden in großen Teilen Daten des Jahres 2023 heran-
gezogen. Soweit in einzelnen Bereichen keine ausreichende Anzahl an Vergleichswerten zur
Verfügung stand, wurde der interkommunale Vergleich auf Basis des Jahres 2022 vorgenom-
men.
Datengrundlage
Basis in der Finanzprüfung waren die festgestellten Jahresabschlüsse 2019 und 2020, die
aufgestellten Jahresabschlüsse 2021 bis 2023, der Gesamtabschluss 2019 sowie die Haus-
haltsplanung 2025 und 2026 einschließlich der bis 2029 reichenden mittelfristigen Planung.
Neben den Daten früherer Jahre wurden auch aktuelle Entwicklungen und Besonderheiten
der Stadt Köln berücksichtigt, um Aussagen für die Zukunft treffen zu können.
Prüfungsinhalte
Die überörtliche Prüfung der kreisfreien Städte erstreckte sich in diesem Prüfzyklus auf die
Bereiche:
• Finanzen
• Mobilitätsmanagement
• Informationstechnik
• Gebäudewirtschaft – Klimaschutz
• Ordnungsbehördliche Bestattungen
• Kommunales Krisenmanagement
• Hilfe zur Erziehung
• Öffentlicher Gesundheitsdienst
• Bauaufsicht
• gpa-Kennzahlenset
Der Gesamtbericht der Prüfung der Stadt Köln, der nach Abschluss der Beratungen auch auf
der Internetseite der gpaNRW veröffentlicht werden wird, richtet sich an die Verantwortlichen
der Kommunen in Rat und Verwaltung. Er zielt darauf ab, diesen Personenkreis - insbeson-
dere in Haushaltskonsolidierungsprozessen - zu unterstützen und so einen Beitrag zur Siche-
rung der Zukunftsfähigkeit der Kommune zu leisten.
3
Struktur des Prüfberichts
Der Prüfbericht (Anlage 1) besteht aus dem Vorbericht und den Teilberichten:
Der Vorbericht informiert in der Managementübersicht über die wesentlichen Ergebnisse der
Prüfung. Zudem enthält er Informationen zum Prüfungsablauf sowie zur Prüfungsmethodik,
den strukturellen Rahmenbedingungen der Kommune und eine Übersicht über die in der
überörtlichen Prüfung getroffenen Feststellungen und Empfehlungen.
Die Teilberichte beinhalten die ausführlichen Ergebnisse der einzelnen Prüfgebiete. Ergeb-
nisse von Analysen sind im Prüfungsbericht als Feststellung bezeichnet, erkannte Verbesse-
rungspotenziale werden im Prüfungsbericht als Empfehlung ausgewiesen.
Während das Themenfeld "Finanzen" und das sog. "gpa-Kennzahlenset" zu den festen Be-
standteilen der überörtlichen Prüfung zählt, variieren die thematischen Prüfungsschwerpunkte
von Prüfungsturnus zu Prüfungsturnus.
Die Kommune hat nach § 105 Abs. 6 und 7 GO NRW zu allen Feststellungen und Empfehlun-
gen des Prüfungsberichts Stellung zu nehmen. Der Entwurf dieser Stellungnahme in der von
der gpaNRW gewünschten tabellarischen Form ist zur Beschlussfassung des Rates als An-
lage 2 beigefügt.
Wesentliche Inhalte und Ergebnisse der Prüfung:
Finanzen
Im Prüfgebiet Finanzen hat die gpaNRW - wie in den überörtlichen Prüfungen üblich - die Be-
reiche Haushaltssituation und Haushaltssteuerung näher betrachtet und analysiert:
Die Haushaltssituation der Stadt Köln war laut gpaNRW in den betrachteten Jahren 2019 bis
2023 von teils ausgeglichenen, teils fiktiv ausgeglichenen Jahresabschlüssen geprägt. In den
Jahren 2020 und 2021 lagen die Jahresergebnisse über bzw. am oberen Rand des Ver-
gleichskorridors und die Jahresergebnisse 2020 bis 2022 waren auch ohne Isolierung von
Corona- und Ukraine-Belastungen positiv. Positiv hervorgehoben wird auch die Eigenkapital-
ausstattung der Stadt, die im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten (noch) weit überdurch-
schnittlich ist, auch wenn die Höhe Gesamtverbindlichkeiten je Einwohner*in auf Konzern-
ebene überdurchschnittlich hoch ausfällt.
Die gpaNRW weist jedoch darauf hin, dass es ausweislich der aktuellen Entwicklungen zu ei-
ner deutlichen Verschlechterung der Finanzlage kommt und in den Folgejahren ab 2024 von
erheblichen Fehlbeträgen ausgegangen wird, die die Ausgleichsrücklage in 2025 aufzehren
werden. So habe die Stadt Köln die Haushaltssicherungspflicht nur durch eine kombinierte
Anwendung der mit dem 3. NKFWG NRW (Drittes Gesetz zur Weiterentwicklung des Neuen
Kommunalen Finanzmanagements im Land Nordrhein-Westfalen vom 05. März 2024) ausge-
weiteten bzw. neu geschaffenen Instrument des globalen Minderaufwands sowie eines Ver-
lustvortrages abwenden können. Die gpaNRW weist weiter zutreffend darauf hin, dass die Fi-
nanzlage steigende Liquiditätskredite und aufgrund der vorgesehenen Investitionsvorhaben
auch steigende Investitionskredite erkennen lässt.
Hinsichtlich der sich perspektivisch insgesamt verschlechternden Haushaltssituation rät die
gpaNRW dazu, dieser Entwicklung durch weitere Konsolidierungsmaßnahmen entgegenzutre-
ten.
4
Im Rahmen der Haushaltssteuerung hat die gpaNRW das Kredit- und Anlagemanagement ge-
prüft und für angemessen erachtet. Es sei organisatorisch gut aufgestellt und habe konkrete
Vorgaben definiert. Positiv hebt die gpaNRW weiter das sehr gut aufgestellte Fördermittelma-
nagement als einen wichtigen Baustein zur Entlastung des Haushalts hervor. Darüber hinaus
unterstreicht die gpaNRW, dass es der Stadt gelungen sei, die Übertragung von investiven
Mittelansätzen im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten deutlich zu verringern, was auf
eine verbesserte Planung, aber auch darauf zurückzuführen ist, dass es gelungen sei, ge-
plante Maßnahmen auch umzusetzen. Ermächtigungsübertragungen seien (weiterhin) restrik-
tiv zu handhaben. Schließlich empfiehlt die gpaNRW Konkretisierungen für die dezentrale
Pflicht zu Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen sowie bzgl. der Berichterstattung zum Kreditport-
folio.
Nachhaltigkeit als übergeordnetes Steuerungsthema
Die gpaNRW greift erstmals in dieser Prüfung das Thema Nachhaltigkeit auf, da nach ihrer
Ansicht Nachhaltigkeitsprozesse zunehmend nicht mehr als Zusatzaufgabe zum kommunalen
Kerngeschäft, sondern als integraler Bestandteil jeder kommunalen Tätigkeit verstanden wer-
den sollen.
Die gpaNRW hebt insoweit die Anstrengungen der Stadt zur Erreichung einer nachhaltigen
Stadtentwicklung positiv hervor: Verabschiedung der Stadtstrategie „Kölner Perspektiven
2030+“, Implementierung der Nachhaltigkeitsaspekte im wirkungsorientierten Haushalt seit
2019 sowie die finanzielle Verknüpfung von Nachhaltigkeitszielen in Pilotämtern seit 2022.
Laut gpaNRW befindet sich die Stadt auf einem guten Weg zu einem gesamtstädtischen
Nachhaltigkeitshaushalt.
Mobilitätsmanagement
Zur Umsetzung der angestrebten Klimaneutralität im Jahr 2035 hat die Stadt Köln das Maß-
nahmenprogramm „KölnKlimaAktiv 2022“ sowie nachfolgend ein Aktivitätenportfolio beschlos-
sen. Für das eigene innerbetriebliche Mobilitätsmanagement hat sie Angebote zu flexiblem
und mobilem Arbeiten, Jobtickets und Fahrradleasing auf den Weg gebracht. Deren Wirksam-
keit ist aktuell jedoch nicht bewertbar. Die gpaNRW empfiehlt daher, unter Einbeziehung des
dezentral verantworteten Fuhrparks (z. B. Fortschritt bei alternativen Antrieben) eine breitere
Datenbasis zur Bewertung der durchgeführten Maßnahmen zu schaffen. Auch weist sie auf
punktuelle Optimierungsmöglichkeiten, wie z. B. die klimafreundliche Erreichbarkeit der städti-
schen Einrichtungen, die Entwicklung eines Parkraumkonzepts oder Abstellmöglichkeiten für
Fahrräder hin.
Informationstechnik
Die gpaNRW stellt die guten strategischen und organisatorischen Grundlagen für einen ord-
nungsgemäßen und sicheren Betrieb der Informationstechnik bei moderaten Kosten heraus.
Sie lobt die kontinuierliche Weiterentwicklung, die zum einen bei fast allen Teilaspekten zu
besseren Ergebnissen im Vergleich zu anderen kreisfreien Städten führt und zum anderen nur
noch vereinzelt Optimierungsmöglichkeiten beinhaltet. Dabei handelt es sich um das Prozess-
management, wozu aber bereits ein verbindlicher strategischer Rahmen seitens der Stadt
Köln erarbeitet wird. Im Rahmen der ebenfalls als gut eingeschätzten Steuerung der Schul-IT
empfiehlt die gpaNRW zusätzlich, gegenüber den Schulen auf Bereitstellung der Medienkon-
zepte hinzuwirken und eine Harmonisierung des Softwareeinsatzes anzustreben.
Gebäudewirtschaft – Klimaschutz
Die gpaNRW stellt auf die Vorbildfunktion bei der Erreichung der Treibhausgasneutralität bis
5
2035 auch in der Gebäudewirtschaft ab, die insbesondere an der verbindlichen Strategie und
den abgeleiteten Aktivitäten zu erkennen ist.
Aufgrund einer zum Zeitpunkt der Prüfung noch nicht vorliegenden monetären Bewertung des
Maßnahmenumfangs für den städtischen Gebäudebestand hat die gpaNRW eine Modellrech-
nung durchgeführt, wonach die Stadt Köln ihren Finanzmitteleinsatz künftig mindestens ver-
doppeln müsste. Daher erscheint es in den Augen der gpaNRW zumindest unsicher, ob die
Stadt mit den aktuell verfügbaren Ressourcen den erforderlichen Beitrag zur angestrebten
Treibhausgasneutralität für ihre Gebäude bis 2035 erreichen kann.
Positiv stellt die gpaNRW heraus, dass die Stadt mit Treibhausgas-Bilanzierungen, Ener-
giemanagement, Monitoring und einem noch zu optimierenden Bauinvestitionscontrolling be-
reits über gute Steuerungselemente dazu verfügt.
Ordnungsbehördliche Bestattungen
Die gpaNRW führt aus, dass eine einheitliche und rechtssichere Bearbeitung der ordnungsbe-
hördlichen Bestattungen bei der Stadt Köln durch eine Handlungsanweisung für die Mitarbei-
tenden gewährleistet ist. Trotzdem konnten die bestattungsrechtlichen Fristen nicht immer ge-
halten werden, so dass die gpaNRW empfiehlt, die Möglichkeit der Fristverlängerung zu nut-
zen. Des Weiteren sollten entstehende Kostenerstattungsansprüche zur Vermeidung von
Fehlbeträgen konsequent geltend gemacht werden, insbesondere auch die Rückstände mit
finanzieller Auswirkung für die Stadt zeitnah bearbeitet werden.
Kommunales Krisenmanagement
Die gpaNRW stellt den kontinuierlichen Aufbau und die Weiterentwicklung des kommunalen
Krisenmanagements als sehr positiv heraus. Mit einem hohen Gesamterfüllungsgrad sei das
Kommunale Krisenmanagement der Stadt Köln im Vergleich zu den meisten anderen kreis-
freien Städten besser aufgestellt. Die relevanten Risiken seien identifiziert und vorbereitende
Maßnahmen entwickelt.
Verbesserungspotential sieht die gpaNRW noch in der Aufbereitung und der Information der
erkannten Risiken an die Beteiligten und politisch Verantwortlichen, bei der ämter- und dezer-
natsübergreifenden Koordination und Umsetzung der bereits geplanten und beschlossenen
konzeptionellen Maßnahmen sowie bei den konzeptionellen Überlegungen zur Einbringung
von Spontanhelfenden und der Krisenstabsversorgung. Ein gut ausgestatteter Krisenstabs-
raum an zentralem Ort ist ebenso wie qualifiziertes Personal vorhanden.
Öffentlicher Gesundheitsdienst
Die gpaNRW hebt positiv hervor, dass die Stadt Köln sowohl über eine Gesamt- als auch eine
Fachstrategie verfügt, empfiehlt aber zur Ableitung von passgenauen Maßnahmen daraus die
ziel- und kennzahlenorientierte Steuerung weiter auszubauen. Die Datengrundlagen für den
zu erstellenden Gesundheitsbericht seien vorhanden.
Angesichts der insbesondere im medizinischen Bereich angespannten Personalsituation hält
die gpaNRW eine systematische Personalbedarfsplanung inklusive ergänzender Maßnahmen
zur Personalgewinnung und -bindung für sehr wichtig. Positiv bewertet die gpaNRW, dass die
Prozesse nahezu vollständig erfasst sind und empfiehlt, die nun in der Digitalisierungsstrate-
gie festgelegten Maßnahmen konsequent umzusetzen, wie z. B. die Kommunikationsprozesse
mit Ärzt*innen, anderen Gesundheitsämtern und die Umsetzung von Angeboten an die Bür-
ger*innen.
6
Hilfe zur Erziehung
Der Schwerpunkt der Prüfung der Hilfe zur Erziehung lag auf dem Bereich der Wirtschaftli-
chen Jugendhilfe. Die Stadt weise eine hohe Falldichte auf, die den Effekt niedriger Fallauf-
wendungen je Hilfefall relativiere. Die gpaNRW thematisiert insbesondere den hohen Anteil
der Aufwendungen für Eingliederungshilfe nach § 35 a SBG VIII.
Die gpaNRW merkt an, dass für den Bereich der Hilfe zu Erziehung zwar Richtlinien und Ar-
beitshilfen entwickelt wurden, diese aber noch nicht in Form eines Qualitätshandbuches zu-
sammengefasst sind. Weitere Optimierungsmöglichkeiten sieht die gpaNRW im Bereich der
Digitalisierung durch die Implementierung des Informationsaustauschs zwischen Allgemeinem
Sozialen Dienst und der Wirtschaftlichen Jugendhilfe über die gemeinsame Fachanwendung
und durch die Forcierung der elektronischen Aktenführung. Die Steuerung könnte durch wei-
tere Optimierungen des Finanzcontrollings und standardisierte prozessintegrierte Kontrollen
durch die Leitungskräfte ausgebaut werden. Positiv hervorgehoben wird, dass die wesentli-
chen Änderungen des SGB VIII durch das Kinder- und Jugendstärkungsgesetz nach Ein-
schätzung der gpaNRW bereits durch die Stadt in die Praxis umgesetzt werden.
Bauaufsicht
Die gpaNRW merkt an, dass die durchschnittlichen Gesamtlaufzeiten der Baugenehmigungs-
verfahren bei der Stadt Köln sehr lang sind. Dies resultiert laut Einschätzung der gpaNRW
auch aus der Tatsache, dass aufgrund weniger Neubaugebiete in Köln häufig Bauanträge mit
komplexen Bauvorhaben im Bestand eingehen, die sehr arbeitsintensiv seien. Trotz guter
Bauberatung gehe noch ein hoher Anteil unvollständiger Bauanträge ein und hindere die An-
tragsbearbeitung. Die Rücknahmefiktion des § 71 BauO NRW wird angewendet.
Die gpaNRW empfiehlt darauf hinzuwirken, teils aufwändige Umplanungen zu vermeiden und
Beteiligungsverfahren zu starten, sobald alle zur Beurteilung notwendigen Unterlagen vorlie-
gen. Positiv hebt die gpaNRW die digitale Antragsannahme bei der Stadt Köln hervor, die bis-
her nur wenige kreisfreie Städte umgesetzt haben. Sie sieht jedoch noch Optimierungspotenti-
ale durch eine weitergehende Digitalisierung. Die vollständige digitale Bearbeitung aller Bau-
anträge befindet sich zum Zeitpunkt der Prüfung in der Umsetzungsphase.
Fazit:
Alle vorliegenden Prüfungsergebnisse wurden im Vorfeld seitens der gpaNRW mit den betei-
ligten Beschäftigten in den betroffenen Organisationseinheiten sowie auf der Ebene der De-
zernate erörtert. Die Prüfberichte und deren Ergebnisse wurden in der Sitzung des Verwal-
tungsvorstandes am 01.04.2025 von Vertreter*innen der gpaNRW vorgestellt.
Aus Sicht der Verwaltung ist die konstruktive Zusammenarbeit und objektive Herangehens-
weise der gpaNRW im Rahmen der Prüfung besonders positiv herauszustellen. Mit den in
Feststellungen und Empfehlungen vorliegenden Prüfergebnissen wird sich die Verwaltung ins-
besondere im Hinblick auf Optimierungspotentiale weiter auseinandersetzen und bereits be-
gonnene positive Entwicklungen weiter forcieren.
Soweit sich aus den Prüfberichten strukturelle oder finanzielle Optimierungspotentiale erge-
ben, werden diese in einem strukturierten Prozess aufgegriffen. Auch vor dem Hintergrund der
herausfordernden Haushalts- und Finanzsituation der Stadt Köln muss dabei ein besonderes
Augenmerk auf mögliche Konsolidierungspotentiale gerichtet werden. Bestehende Aufgaben
und deren Prozesse müssen daher ständig unter Effizienz- und Effektivitätsgesichtspunkten
geprüft und optimiert werden.
7
Für die Prüfung und die Vorlage des Berichtes bedankt sich die Verwaltung bei der gpaNRW
und wird dies bei der Übermittlung der Stellungnahme nach Abschluss des Beratungsverfah-
rens zum Ausdruck bringen.
Gemäß § 105 Abs. 6 GO NRW wird der Prüfbericht dem Rechnungsprüfungsausschuss zur
Beratung vorgelegt. Zu Feststellungen und Empfehlungen, die im Prüfbericht gegenständlich
sind, ist Stellung zu nehmen. Der Rechnungsprüfungsausschuss unterrichtet den Rat über
das Ergebnis seiner Beratungen.
Der Rat beschließt nach § 105 Abs. 7 GO NRW über die gegenüber der gpaNRW und der Be-
zirksregierung abzugebende Stellungnahme. Das Ergebnis aus der Vorberatung im Rech-
nungsprüfungsausschuss kann dabei einbezogen werden.
Der Prüfbericht sowie die Stellungnahme der Verwaltung sind der Beschlussvorlage als Anla-
gen beigefügt.
Anlagen
Anlage 1 – Gesamtbericht
Anlage 2 – Stellungnahme der Verwaltung
Die Anlagen werden digital im Ratsinformationssystem bereitgestellt.
Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Kölner Rat
CDU-Fraktion im Kölner Rat
SPD-Fraktion im Kölner Rat
Fraktion DIE LINKE im Kölner Rat
FDP-Fraktion im Kölner Rat
Volt-Fraktion im Kölner Rat
An die Vorsitzende
des Rates
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 03.07.2025
AN/1064/2025
Änderungs- bzw. Zusatzantrag gem. § 13 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Rat 03.07.2025
Überörtliche Prüfung der Stadt Köln durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW
2024/2025
hier: Änderungsantrag
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Änderungsantrag zu TOP 10.49 auf die
Tagesordnung der kommenden Sitzung des Rates am 03. Juli 2025 zu setzen.
Beschluss:
Punkt 3 wird wie folgt ergänzt:
1. Der Rechnungsprüfungsausschuss nimmt den Prüfber icht der Gemeindeprüfungsan-
stalt NRW über die „Überörtliche Prüfung der Stadt Köln 2024/2025“ gem. § 105 Abs.
6 GO NRW zur Kenntnis und empfiehlt dem Rat, die Stellungnahme der Verwaltung
zu beschließen.
2. Der Rat nimmt den Prüfbericht der Gemeindeprüfun gsanstalt NRW über die „Überört-
liche Prüfung der Stadt Köln 2024/2025“ zur Kenntnis und beschließt, die Stellung-
nahme wie von der Verwaltung vorgeschlagen gem. § 105 Abs. 7 GO NRW abzuge-
ben.
3. Die Verwaltung wird aufgefordert, die Feststellu ngen und Empfehlungen in die weite-
ren Prozesse der Optimierung der Haushaltswirtschaft, der Aufgabenüberprüfung und
der Verbesserung von Verwaltungsstrukturen und -abläufen einzubeziehen und die
entsprechenden Fachausschüsse im 1. Halbjahr 2026 über die jeweiligen Feststellun-
gen und Empfehlungen der Gemeindeprüfungsanstalt NRW und die Stellungnahmen
und Sachstände der Verwaltung zu informieren.
- 2 -
Begründung:
In der Debatte des Prüfberichtes der Gemeindeprüfungsanstalt und der Stellungnahme der
Verwaltung im Rechnungsprüfungsausschuss am 01.07.2025 wurde von verschiedenen Sei-
ten der Wunsch geäußert, dass sich der kommende Rat und seine zuständigen Fachaus-
schüsse nach der Konstituierung nochmals mit dem Vorgang und den aktuellen Sachstän-
den beschäftigen möge, was durch die vorgeschlagene Beschlussergänzung festgehalten
werden soll.
Mit freundlichen Grüßen
Gez. Lino Hammer Gez. Niklas Kienitz
Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgesc häftsführer
Gez. Thomas Breustedt Gez. Michael Weisenstein
SPD-Fraktionsgeschäftsführer Die Linke-Fraktionsg eschäftsführer
Gez. Ulrich Breite Gez. Lucas Sickmöller
FDP-Fraktionsgeschäftsführer Volt-Fraktionsgeschä ftsführer
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Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung
F1
Die Stadt Köln hat einen ausführlichen Leitfaden zu
Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen erarbeitet. Dieser bildet grundsätzlich eine
gute Grundlage um wirtschaftliches Verwaltungshandeln sicherzustellen.
Daneben hat die Stadt bisher keine Wertgrenzen festgelegt, nach denen
gemäß § 13 Abs. 1 KomHVO NRW vor einer Investitionsentscheidung eine
Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchzuführen ist.
E1.1
Die Stadt Köln sollte eine oder mehrere Wertgrenzen nach § 13 Abs. 1
KomHVO NRW festlegen, oberhalb derer ein Wirtschaftlichkeitsvergleich
verpflichtend durchzuführen ist.
Der aktuelle Leitfaden wird derzeit überarbeitet. In diesem Zusammenhang soll auch die Fragestellung
betrachtet werden, inwieweit eine Wertgrenze eingerichtet werden soll.
E1.2
Die dezentralen Organisationseinheiten sollten auf geeignetem Wege auf den
Leitfaden und die Pflicht zur Durchführung von
Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei der Planung von finanzwirksamen
Maßnahmen hingewiesen werden.
Im Rahmen der Überarbeitung des aktuell vorhandenen Leitfadens sollen die Dienststellen nochmals auf
die Pflicht zur Durchführung von Wirtschafltichkeitsuntersuchungen hingewiesen und die regelmäßigen
Informationswege zu den dezentralen Organisationseinheiten festgelegt werden.
F2
Die Stadt Köln hat Grundsätze über Art, Umfang und Dauer von
Ermächtigungsübertragungen getroffen. Sie hat in den vergangenen Jahren
den Anteil der investiven Ermächtigungsübertragungen kontinuierlich
reduziert. Gleichermaßen kann sie die zur Verfügung stehenden investiven
Mittel zu einem höheren Grad abrufen als die meisten Vergleichskommunen.
E2
Die Stadt Köln sollte investive Auszahlungen nur dann in den
Haushaltsplänen veranschlagen, wenn diese im Planungszeitraum
voraussichtlich zu leisten sind. Daneben sollte sie mit
Ermächtigungsübertragungen restriktiv umgehen.
Die Feststellung zeigt, dass die Umstellung des Verfahrens zur Veranschlagung von Investitionen seit
2019 die erwünschte Wirkung erzielt hat und die Stadt Köln damit den Anforderungen des § 13 Abs. 2
KomHVO Rechnung trägt. Die Stadt Köln wird den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen.
F3
Die Stadt Köln hat ein Berichtswesen für das Kreditmanagement etabliert. Die
Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen erhalten regelmäßig
ausführliche und steuerungsrelevante Informationen. Das Berichtswesen wird
den Anforderungen, die sich aus dem Kreditportfolio ergeben, gerecht. Eine
turnusmäßige Information der zuständigen politischen Gremien würde die
Transparenz erhöhen.
E3
Die Stadt Köln sollte die im Rahmen des internen Berichtswesens erhobenen
Kennzahlen zu Informationszwecken in einem geeigneten Turnus auch den
zuständigen Gremienvertretern zur Verfügung stellen.
Die Stadt Köln begrüßt die durch die gpaNRW getätigte Feststellung, dass ein umfangreiches
Berichtswesen für die Entscheidungsträger*innen im Kreditmanagement etabliert ist. Die Empfehlung der
gpaNRW, die zuständigen politischen Gremien turnusmäßig über die Entwicklung des
Kreditmanagements zu informieren, wurde im Rahmen des Vorberichtes zum Haushalt wie auch im
Rahmen der Vorlagen zur Einbringung der Jahresabschlüsse umgesetzt. Die internen Richtlinien zum
Berichtswesen im Kreditmanagement sehen eine weitere Information der politischen Gremien bei Bedarf
durch die Stadtkämmerin vor. Diese erfolgt anlassbezogen über interfraktionelle Gespräche bzw.
Vorlagen im Finanzausschuss.
F1
Die Stadt Köln hat sich verbindliche Ziele zur Klimaneutralität gegeben und
auf dieser Basis konkrete Maßnahmen erarbeitet. Für das innerbetriebliche
Mobilitätsmanagement hat sie dabei noch keine konkreten bzw. messbaren
Ziele benannt oder die Aufgabe fest in ihrer Organisationsstruktur verankert.
E1.1
Die Stadt Köln sollte für ihr innerbetriebliches Mobilitätsmanagement die
Verantwortlichkeit fest in ihrer Organisationsstruktur verankern. Sie sollte sich
messbare Ziele setzen und diese verfolgen, um ihre Vorbildfunktion
hervorzuheben und auch die eigenen Mitarbeitenden zu sensibilisieren.
Entsprechende Umsetzungsvorschläge wurden stadtintern bereits erarbeitet
und sollten weiterverfolgt werden.
Die Stadt Köln wird die Umsetzung von Maßnahmen zum betrieblichen Mobilitätsmanagement unter
Beachtung der bestehenden Ressourcen und der aktuellen Haushaltssituation weiterverfolgen.
E1.2
Die Stadt Köln sollte erheben und regelmäßig fortschreiben, mit welchen
Verkehrsmitteln ihre Mitarbeitenden ihre Dienststellen erreichen. Auf Basis
dieser Erkenntnis sollte sie Maßnahmen entwickeln, die für die eigene
Mobilität sensibilisieren und das Mobilitätsverhalten hin zu klimafreundlichen
Verkehrsmitteln beeinflussen können sowie deren Umsetzungserfolge
messen.
Eine Datenerhebung wird unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der aktuellen
Haushaltssituation geprüft.
F2
Die Stadt Köln hat mit ihrer Dienstvereinbarung „Mobiles Arbeiten“
verbindliche Regelungen zur klimafreundlichen Arbeitsorganisation getroffen,
die den Mobilitätsverkehr in der Stadt durch eingesparte Pendelfahrten
reduziere n können. Inwieweit die geschaffenen Möglichkeiten z. B. zur
flexiblen Arbeit tatsächlich genutzt werden, wertet die Stadt noch nicht aus.
E2
Die Stadt Köln sollte durch weitere Auswertungen eine breitere Datenbasis
schaffen sowie die Wirkungsevaluation vorantreiben, um auf ihrem Weg zur
Klimaneutralität z. B. auch die eingesparten Treibhausgase durch weniger
Pendelverkehr ermitteln zu können.
Mobile Arbeitstage werden bereits systemisch erfasst und können grundsätzlich ausgewertet werden.
Ebenso lässt sich die Zahl der Jobticket-Nutzenden und Parkberechtigungsinhaber*innnen ermitteln.
Über diese Auswertungen hinaus, sind derzeit keine Datenerhebungen beabsichtigt. Da Mobiles Arbeiten
freiwillig ist, hat die Stadt Köln keinen Einfluss darauf, den Pendelverkehr bewusst zu steuern.
F3
Die Stadt Köln informiert ihre Mitarbeitenden digital und persönlich umfassend
z. B. über Dienstreisen und die dazugehörige Richtlinie und
Arbeitsanweisungen. Inwieweit durchgeführte Dienstreisen tatsächlich
klimafreundlich durchgeführt werden, wertet sie derzeit noch nicht aus.
E3
Bei der Umsetzung der digitalen Dienstreiseabrechnung sollte die Stadt Köln
nach Möglichkeit die unterschiedlichen Verkehrsmittel bezogen auf die
abgerechneten Kilometer auswerten, um Verbesserungen der Mobilität mit
Blick auf die Treibhausgasemissionen bewerten zu können.
Mit der aktuell genutzten Software ist eine Auswertung auf die unterschiedlichen Verkehrsmittel nicht
möglich. In 2027 soll eine Umstellung auf eine neue Software erfolgen. Die Stadt Köln wird dabei die
Möglichkeit einer entsprechenden Auswertung prüfen.
Feststellung Empfehlung
Haushaltssteuerung
Mobilitätsmanagement
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F4
Die Stadt Köln wertet noch nicht regelmäßig zentral Daten zu ihrem dezentral
organisierten Fuhrpark aus, so dass sie wesentliche gesamtstädtische
Informationen nicht zeitnah bzw. nicht mit vertretbarem Aufwand verfügbar
machen kann.
E4.1
Die Stadt Köln sollte durch Anforderung der dezentralen Daten zu ihren
Fahrzeugen und Erfassung dieser an zentraler Stelle Kennzahlen zu ihrem
gesamtstädtischen Fuhrpark auswertbar machen, um z. B. den Fortschritt bei
alternativen Antrieben bewerten zu können.
Die Stadt Köln wird die Empfehlung unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und der
aktuellen Haushaltssituation prüfen.
E4.2
Die Stadt Köln sollte ihr Vorgehen bei der Bedarfsermittlung bzw.
Fahrzeugbeschaffung mit dem für sie als Mitgliedskommune kostenlosen
Flottentool des Landschaftsverbandes Rheinland abgleichen, um zentral
Vorgaben für eigene Kriterien der dezentralen Beschaffungsstellen ggf. zu
ergänzen und die Fahrzeugbeschaffung zu optimieren.
Die Stadt Köln wird diese Empfehlung unter Beachtung der zur Verfügung stehenden Ressourcen und
der aktuellen Haushaltssituation prüfen.
F5
Berechtigte Mitarbeitende der Stadt Köln erhalten nach erfolgreicher
Ausschreibung die Möglichkeit eines Fahrradleasings über die Entgelt- oder
Besoldungsumwandlung. Bei den Rahmenbedingungen für eine
Fahrradnutzung bestehen für die Stadt an ihren Dienststellen noch
Optimierungsmöglichkeiten.
E5
Die Stadt Köln sollte durch den weiteren Ausbau sicherer und trockener
Abstellmöglichkeiten in bedarfsgerechter Anzahl sowie die Einrichtung bzw.
den Ausbau bestehender Umkleidemöglichkeiten am Dienstort ihre
Mitarbeitenden weiter zur Fahrradnutzung motivieren.
Bei Neuanmietungen/ Neubauten werden in der Regel immer Fahrradständer sowie
Umkleidemöglichkeiten und Duschen vorgesehen. In 09/2022 hat bereits eine stadtweite Bedarfsabfrage
stattgefunden. Die Stadt Köln prüft in Abhängigkeit von Kosten und Personalressourcen die Umsetzung
und initiiert die Realisierung.
F6
Die Stadt Köln vergibt Parkberechtigungen für ihre Mitarbeitenden aufgrund
von festgelegten Kriterien – allerdings ist ihre Richtlinie für die gezielte
Bewirtschaftung eigener Parkflächen veraltet und befand sich zum
Prüfungszeitpunkt noch in der Überarbeitung. Ein Parkraumkonzept, das z. B.
die Umwandlung von Pkw-Stellflächen hin zur Nutzung als Abstellraum für
klimafreundlichere Fahrräder vorsieht, hat die Stadt für ihre Dienststellen
bislang nicht.
E6
Die Stadt Köln sollte ein Gesamtkonzept zur Parkraumbewirtschaftung
verabschieden, um Regelungen zur Parksituation mit der Förderung
klimafreundlicher Mobilität in Einklang zu bringen und angemessene
Nutzungsgebühren auszuschöpfen.
Die Empfehlung wird im Rahmen der Überarbeitung der Richtlinie zur Parkraumbewirtschaftung
berücksichtigt.
F7
Klimafreundliche Erreichbarkeit ist aufgrund der Rahmenvorgaben aus Köln
klimaneutral 2035 sowie des Mobilitätsplans und z. B. der jeweils aktuelle
Stellplatzsatzung im Fokus – über diese Vorgaben hinausgehende allgemeine
Ziele oder Vereinbarungen gibt es bislang nicht, aber einzelfallbezogen z. B.
bei der Auswahl von Standorten für Dienststellen.
E7.1
Die Standardisierung von Prozessen und Digitalisierung von
Serviceleistungen sollte die Stadt Köln auch mit Blick auf die
Mobilitätsreduzierung vor Ort an den Dienststellen vorantreiben, da die
Vermeidung von Mobilität ebenfalls ein Beitrag zur Klimafreundlichkeit
darstellt.
Köln ist eine der digitalsten Städte Deutschlands. Die Stadt baut ihre Online-Dienste stetig aus und
fördert hierdurch die Mobilitätsreduzierung. Es können beispielsweise Geburts- und Eheurkunden digital
bestellt, der Wohnsitz oder Hund digital angemeldet, das Führungszeugnis oder Wunschkennzeichen
digital beantragt, das Fahrzeug digital umgeschrieben oder der Führerschein digital umgetauscht werden.
E7.2
Um die klimafreundliche Erreichbarkeit ihrer Einrichtungen ohne motorisierten
Individualverkehr weiter voranzutreiben, sollte die Stadt Köln konkrete
Vorgaben machen bzw. Anforderungen definieren, die bei der Auswahl von
Standorten für ihre Dienststellen erfüllt werden sollten.
Für Neuanmietungen und Neubau werden Kriterien wie Erreichbarkeit mit ÖPNV sowie Fahrradstellplätze
bereits berücksichtigt. Konkrete Vorgaben bzw. Anforderungen sind jeweils in Abhängigkeit der
unterschiedlichen Objektnutzung zu definieren und können somit nicht allgemeingültig aufgestellt werden.
F1
Die Stadt Köln hat ihre Strukturen zur IT-Steuerung in den letzten Jahren
positiv entwickelt. Zusammen mit dem Betriebsmodell verfügt sie über sehr
gute Rahmenbedingungen, um ihre IT wirtschaftlich und bedarfsgerecht zu
betreiben. Verbesserungsspielraum besteht nur noch punktuell in der
dezentralen Ressourcenübersicht und im Lizenzmanagement.
E1
Die Stadt Köln sollte die Möglichkeit verbessern, Informationen über
dezentrale IT-Personalressourcen für Steuerungszwecke zentral verfügbar zu
machen. Sie sollte die Absicherung einer rechtssicheren und wirtschaftlichen
Lizenzierung der eingesetzten Softwareprodukte optimieren und die
Beschaffung einer Lizenzmanagementsoftware konsequent vorantreiben.
Die Auswertung über dezentrale IT-Personalressourcen erfolgt bei der Stadt Köln über SAP. Die aktuell
eingesetzte SAP-Version erlaubt keine Auswertungen nach den Tätigkeiten, die auf den einzelnen Stellen
wahrgenommen wer-den. Diese Problematik wurde bereits in der Vergangenheit erkannt und der
stadtinterne IT-Dienstleister mit einer entsprechenden Anpassungsprogrammierung beauftragt. Eine
geänderte Version befindet sich momentan in der Testphase und soll schnellstmöglich in das
Produktivsystem übernommen werden.
Die Stadt Köln führt aktuell zur Absicherung einer rechtssicheren und wirtschaftlichen
Softwarelizenzierung die Beschaffung einer Lizenzmanagementsoftware im Rahmen eines europaweiten
Verhandlungsverfahrens mit Teilnahmewettbewerb durch. Das Verfahren befindet sich bereits in der
Angebotsphase und zur Zeit werden die Erstangebote ausgewertet.
Informationstechnik
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F2
Das Digitalisierungsniveau in fünf exemplarisch betrachteten
Verwaltungsleistungen in der Stadt Köln zeigt deutliche Unterschiede.
Besonders positiv hat sich in den letzten Jahren die Ausgestaltung des
elektronischen Rechnungsworkflows entwickelt.
E2
Die Stadt Köln sollte das Rollout der E-Akte und des DMS mit Nachdruck
weiterverfolgen. Bezogen auf Einzelmaßnahmen der
Verwaltungsdigitalisierung sollte sie die Bedeutung und Rolle des
Prozessmanagements für eine erfolgreiche digitale Transformation stärker in
den Blick nehmen.
Der Roll-out der Allgemeinen E-Verwaltungsakte wird im Dezember 2025 abgeschlossen sein. Alle
städtischen Dienststellen haben im Rahmen des gesamtstädtischen Roll-outs (2022-2025) ihren
Teilaktenplan aktualisiert und somit die Basis für eine strukturierte Schriftgutablage geschaffen. In einem
abgestimmten mehrwöchigen Zeitfenster (Anbindungsblock) wird/wurde es allen Anwender*innen
ermöglicht sich im Schulungssystem mit der Allgemeinen E-Verwaltungsakte und ihren Funktionen
vertraut zu machen. Die Phase der Selbstschulung wird/wurde in der Dienststelle von der jeweiligen
Projektleitung und dem Power-Key-User eingeleitet sowie begleitet. Für Anwender*innen nimmt die
Selbstschulung ca. 8h in Anspruch. Das Schulungsmaterial sowie Benutzerleitfäden stehen im IntraNet
dauerhaft zur Verfügung, so dass auch neuen Mitarbeitenden die Selbstqualifizierung außerhalb des Roll-
out ermöglicht wird. Die Wissensvermittlung via kurzer Videotutorials ermöglicht es den Anwender*innen
zudem bei Bedarf schnell und unkompliziert benötigtes Wissen aufzufrischen.
Das jeweilige Projektteam der Dienststelle wird/wurde vor und während des Roll-outs von Kolleg*innen
vom Amt für Digitalisierung und Kommunikationstechnik (12) sowie Facharchivar*innen vom historischen
Archiv (44) begleitet.
Dem Projektteam wurde jeweils ein Template in cProject übergeben, welches alle erforderlichen Arbeiten
für den erfolgreichen Anschluss der Dienststelle bzw. der Anwender*innen beinhaltet.
Neben dem Schaffen der technischen Voraussetzungen fördern die bereitgestellten Informationen und
Vorlagen den Projektleitungen adressatengerechtes Changemanagement zu betreiben.
Die Begleitung des Veränderungsprozesses durch die jeweiligen Führungskräfte haben großen Einfluss
auf das Nutzungsverhalten der Mitarbeitenden und Akzeptanz der Anwendung.
Der gesamtstädtische Roll-out der Allgemeinen E-Verwaltungsakte läuft weiterhin im Zeitplan und kann -
wie in 2022 angedacht - im Dezember 2025 erfolgreich abgeschlossen werden.
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F3
In der Stadt Köln bestehen grundsätzlich günstige organisatorische und
personelle Voraussetzungen für ein erfolgreiches Prozessmanagement. Es ist
eines der Ziele des laufenden Projektes zur stadtweiten Prozessmanagement-
Einführung, einen strategischen Rahmen und damit Orientierung und
Verbindlichkeit für die operative Umsetzung zu schaffen.
E3
Die Stadt Köln sollte durch strategische Vorgaben sicherstellen, dass ein
verwaltungsweites Prozessmanagement als Voraussetzung für erfolgreiche
Digitalisierung etabliert wird. Sie sollte die in Teilen der Verwaltung bereits
bewährten Prozessmanagement-Strukturen als Orientierung für die
flächendeckende operative Implementierung nutzen. Generell sollte sie eine
enge Kooperation des Prozessmanagements und der IT-Steuerung
gewährleisten.
In Zusammenarbeit von Dezernat I (11 – Personal- und Verwaltungsmanagement) und IX (12 –
Digitalisierung und IT) wird das Prozessmanagement in den neuen IT-Planungsprozess integriert. Dabei
sind unter anderem folgende Integrationsmechanismen vorgesehen:
- Abfrage der Soll-Prozesse in den Projektanträgen
- Ende-zu-Ende-Digitalisierung und Effizienzsteigerung als explizite strategische Ziele definiert
- Bewertung der Wirtschaftlichkeit des IT-Einsatzes in den Projekten (z.B. durch Effizienzsteigerung in
den Prozessen) explizit gefordert
- Prüfung auf dezernatsübergreifende Synergien und Prozessoptimierungen im Rahmen der
Projektbewertung und -priorisierung, sowie der Portfoliobalancierung
Auf Basis der oben aufgeführten Einbindung des Prozessmanagements wurden konkrete operative
Maßnahmen abgeleitet, die bereits abgeschlossen sind bzw. sich in Umsetzung befinden. Dies sind die
Folgenden:
1. Abgeschlossene Maßnahmen
- Freigabe / Entscheidung des Verwaltungsvorstandes zur Umsetzung des neuen IT-Planungsprozesses
- Zusammenarbeit mit den Digitalen Lots*innen aller Dezernate etablieren
2. Maßnahmen in Umsetzung
- Kooperation Prozessmanagement (11 – Personal- und Verwaltungsmanagement) und IT-
Planungsprozess (12 – Digitalisierung und IT) etablieren
- Berücksichtigung der Vorgaben des zentralen Prozessmanagements (Modellierungskonventionen,
Prozessmanagement-Handbuch) als Planungsprämissen für den IT-Planungsprozess
- Einfordern, dass im Rahmen des Projektantrags für alle Digitalisierungsvorhaben eine Prozessanalyse
und Sollprozessbeschreibung erfolgt
- Einbindung des Prozessmanagements in alle Phasen des IT-Planungsprozesses (Standardplanung und
Masterplanung)
- Priorisierung der Prozessoptimierungsmaßnahmen über die Bewertung der Digitalisierungsvorhaben
Der Abschluss der oben aufgeführten Maßnahmen in Umsetzung ist für das Kalenderjahr 2025 geplant.
F4
Die Rahmenbedingungen für eine sachgerechte örtliche Prüfung der IT sind
in der Stadt Köln nach wie vor sehr gut. Um die Methodenkompetenz adäquat
an künftig steigende Anforderungen anzupassen, besteht teilweise
Qualifizierungsbedarf.
E4
Die Stadt Köln sollte sicherstellen, dass die örtliche Rechnungsprüfung auch
bei steigenden Anforderungen an das Prüfen der IT und mit IT leistungsfähig
bleibt. Qualifizierung und Fortbildung sollte sie darauf ausrichten, innerhalb
der vorhandenen Personalressourcen eine stärkere Professionalisierung und
Spezialisierung für verschiedene Prüfschwerpunkte zu entwickeln.
Das Rechnungsprüfungsamt trägt den steigenden Anforderungen an das Prüfen der IT und mit IT bereits
Rechnung. Durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen und fachliche Fortbildungen muss die notwendige
Professionalisierung und Spezialisierung systematisch gefördert werden. Dabei wird insbesondere darauf
geachtet, innerhalb der vorhandenen Personalressourcen Kompetenzen für verschiedene technische,
rechtliche und ethische Prüfschwerpunkte – einschließlich Künstliche Intelligenz, eAkten und
Datenanalyse – auszubauen. Die kontinuierliche Weiterentwicklung des Personals – auch über die IT-
Prüfung hinaus - ist fester Bestandteil der strategischen Personalplanung. Im Zuge dieser Entwicklung
muss auch die Stellenbewertung kritisch hinterfragt werden, um die gestiegenen Anforderungen sowie
die zunehmende fachliche Tiefe und Verantwortung einzelner Tätigkeiten angemessen abzubilden.
F5
Es bestehen insgesamt gute Rahmenbedingungen für die Digitalisierung der
Schulen in Trägerschaft der Stadt Köln. Teilweise bestehende Lücken bei den
Medienkonzepten erschweren allerdings die schulübergreifende
Medienentwicklungsplanung. Zudem besteht Optimierungsspielraum in der
Ausgestaltung des Supportprozesses.
E5
Die Stadt Köln sollte gegenüber den Schulen auf Bereitstellung der
Medienkonzepte hinwirken, damit die Aktualisierung der
Medienentwicklungsplanung vollzogen werden kann. Sie sollte mit den
Schulen gemeinsam Möglichkeiten zur Harmonisierung der
Softwareausstattung prüfen und die Rolle des Schulträgers im First-Level-
Support kritisch erörtern.
Die Medienkonzepte (der Schulen) sind grundsätzliche antragsbegründende Unterlagen für die digitale
Ausstattung der Schulen. Sie sind die Voraussetzung für die Initiierung einer Beschaffung und ihre
inhaltliche Begründung. Erstellung und Aktualität ist die Aufgabe der Schule und ihrer Leitung. Dies ist
den Schulen bekannt.Die Möglichkeiten zur Harmonisierung der Softwareausstattung werden durch den
Schulträger mit der Einführung der id-Broker-Strategie umgesetzt und sukzessive im Rahmen der Rolle
als Schulträger gem. § 79 SchulG NRW fortgesetzt. Der bestehende Prozess wird von den Schulen sehr
gut angenommen. Die Grenze der Möglichkeiten setzt aber das freie Recht einer Schule, über die Wahl
der Lehrmittel - im Rahmen der geltenden Lehrpläne und Richtlinien – zu entscheiden.Die Rolle des
Schulträgers im 1st Level Support -und damit die eigentliche Zuständigkeit des Landes- wird durch den
Schulträger bereits seit geraumer Zeit gegenüber den Ansprechpartnern des Landes kommuniziert.
Leider bis heute ohne einen konkreten Erfolg.
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F1
Der Konzern Stadt Köln verfügt mit dem Aktionsplan Klimaschutz über ein
umfangreiches Maßnahmenpaket zur Umsetzung und Realisierung der THG-
Neutralität bis 2035. Um die Umsetzung des Aktionsplanes zielorientiert zu
steuern, hat die Verwaltung eine digitale Controlling-Plattform etabliert.
E1.1 Die Stadt Köln sollte bei der Umsetzung des Aktionsplanes Klimaschutz die
Zielvorgaben der CO2-Minderung mit aufnehmen.
Der Aktionsplan Klimaschutz enthält bereits Zielvorgaben für die CO2-Minderung der Maßnahmen, bei
denen es anhand der Datenlage zum Zeitpunkt der Erstellung des Aktionsplans möglich war. Im Rahmen
des Auf- und Ausbaus des Monitorings werden Indikatoren zur Wirkungsmessung (Ausbaustude 2) und
die Wirkungsmessung selbst (Ausbaustufe 3) bis Q1 2026 erweitert umgesetzt sein. Die Stadt Köln
wurde zur Entwicklung von zwei DIN Specs für Klimaschutz-Monitoring eingeladen und beteiligt sich aktiv
an der Entwicklung von Standards für kommunales Klimaschutz-Monitoring.
E1.2
Die Stadt Köln sollte den Finanzmittelbedarf für das Erreichen eines THG-
neutralen Gebäudebestandes beziffern und die entsprechenden Mittel in ihrer
langfristigen Finanzplanung berücksichtigen.
Für die Bestandsimmobilen im Sondervermögen der Gebäudewirtschaft werden die energetischen
Maßnahmen bewertet und entsprechend der möglichen Finanzrahmen im Wirtschaftsplan berücksichtigt.
F2
Die Stadt Köln hat Ihre Treibhausgasemissionen auf der Grundlage der
Endenergieverbräuche und dem Territorialprinzip dargestellt. Der
Entwicklungspfad und damit die Erfolgskontrolle zur Zielerreichung werden
somit transparent.
E2
Wird absehbar, dass die THG-Neutralität für die Stadt Köln bis 2035 nicht
erreicht wird, sollte die Stadt frühzeitig weitere Maßnahmen initiieren oder das
Zieljahr anpassen.
Das Klimaschutz-Monitoring dient dazu die beschlossenen Maßnahmen zu überwachen. So können auch
entsprechende Maßnahmen ergriffen werden, sollte dies erforderlich sein. Link: https://www.klimaschutz-
monitoring.koeln/)
F3
Die Stadt Köln hat ein Bauinvestitionscontrolling (BIC) installiert. Zusätzlich
bestehen städtische Projektmanagementstandards, die bei der Umsetzung
größerer Bauvorhaben Anwendung finden. Ein zentrales Gremium, das für
die dezernatsübergreifende Planung und Steuerung von Baumaßnahmen
zuständig ist, besteht nicht verbindlich.
E3
Die Stadt Köln sollte im Rahmen der Projektorganisation eine
Projektkategorisierung verbindlich einfordern und die Mitwirkung eines
Lenkungskreises, je nach Einstufung der Projekte, verbindlich voraussetzen.
Die Stadt Köln setzt etablierte Projektmanagementstandards ein und nutzt zur Projektabwicklung ein
Projektmanagement-Tool (cProject). Städtische Projekte werden im sogenannten Arbeitsprogramm
geführt und nach festgelegten Kategorien eingestuft.
Festgelegte Projektkategorien und Entscheidungsgremien:
'-Dezernatsübergreifende Projekte -> Lenkungskreis
'-Zielvereinbarung OB und BG -> Verwaltungsvorstand
'-Zielvereinbarung Dienststelle BG -> Amtsleitungsrunde
Das quartalsweise Ablage von Projektstatusberichten ist Pflicht.
F1 Die Stadt Köln bearbeitet die ordnungsbehördlichen Bestattungsfälle nicht
immer fristgerecht. E1 Die Stadt Köln sollte konsequent die rechtlichen Möglichkeiten zur
Fristverlängerung gemäß § 13 Abs. 3 BestG nutzen.
Entsprechende Fälle wurden schon im Rahmen der Prüfung angesprochen. Seitdem werden die
rechtliche Möglichkeit zur Fristverlängerung konsequent genutzt und das Ermessen gemäß § 13 Abs. 3
S. 3 BestG NRW pflichtgemäß ausgeübt. Die Entscheidung zur Fristverlängerung wird dokumentiert.
F2 Die Stadt Köln macht etwaige Kostenerstattungsansprüche nicht zeitnah und
konsequent geltend. Hier sieht die gpaNRW Handlungsbedarf. E2
Die Stadt Köln sollte zukünftig die Kostenerstattungsansprüche zeitnah und
konsequent geltend machen, um die Erträge der ordnungsbehördlichen
Bestattungen weiter zu erhöhen und damit den Fehlbetrag zu verringern.
Die Zahl an ordnungsbehördlichen Sterbefällen in der Zuständigkeit der Stadt Köln ist in den letzten
Jahren stark angestiegen. Grundsätzlich handelt die Stadt Köln vorrangig als zuständige
Ordnungsbehörde gemäß § 8 Abs. 1 S. 2 BestG NRW im Rahmen der ihr übertragenen Pflichtaufgabe
und veranlasst die Bestattung. Die Ermittlung von Angehörigen bis zur Bestattung und die Bestattung der
Verstorbenen haben immer Priorität vor den weiteren Verfahrensschritten. Aufgrund der gestiegenen
Fallanzahl in Verbindung mit dem derzeitigen Personalbestand im zuständigen Fachbereich, kann die
nachrangige Bearbeitung der Kostenansprüche nicht vollumfänglich erfolgen und es bestehen
Rückstände, die wegen der anhaltend hohen Zahl an neuen Fällen nicht abgearbeitet werden können.
F1 Die Stadt Köln bearbeitet die ordnungsbehördlichen Bestattungsfälle nicht
immer fristgerecht. E3
Die Stadt Köln sollte ihren Personaleinsatz unter Einbeziehung der
Fallzahlenentwicklung regelmäßig analysieren. Insbesondere die bestehenden
Rückstände mit finanzieller Auswirkung sollte die Stadt zeitnah bearbeiten.
Aufgrund der gestiegenen Anzahl an ordnungsbehördlichen Sterbefällen und den festgestellten
Rückständen wurde im Jahr 2024 der Personaleinsatz im zuständigen Fachbereich analysiert. Der
berechnete Stellenmehrbedarf wurde noch im Jahr 2024 über den Dienstweg bei den zuständigen
Dienststellen angemeldet.
Gebäudewirtschaft - Klimaschutz
Ordnungsbehördliche Bestattungen
Kommunales Krisenmanagement
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F1
Die Stadt Köln betreibt eine kontinuierliche Risikoermittlung und ist im Bereich
der Prävention und der Erkennung von Risiken grundsätzlich gut aufgestellt.
Verbesserungspotenzial sieht die gpaNRW in der Aufbereitung und der
Information der erkannten Risiken an die Beteiligten und politisch
Verantwortlichen.
E1.1
Die Stadt Köln sollte die Erkenntnisse aus der Lenkungsgruppe
Katastrophenschutz zentral aufbereiten und in Berichtsform
zusammenfassen. Die Weitergabe an alle Beteiligten sollte sie
dokumentieren.
Aufgrund wachsender Aufgaben und Herausforderungen der Stadt Köln im Bereich Bevölkerungsschutz
und Zivile Verteidigung wird die Lenkungsgruppe Katastrophenschutz derzeit zur Lenkungsgruppe
Bevölkerungsschutz und Zivile Verteidigung (LG BZV) umorganisiert. Eine Geschäftsordnung, die u.a.
Informations- und Meldewege berücksichtigt, befindet sich in der Erstellung. Perspektivisch werden die
Teilaufgaben im zukünftigen Katastrophenschutzbedarfsplan zusammengeführt.
E1.2
Die Stadt Köln sollte die wesentlichen Risiken im Rahmen der
Katastrophenschutzplanung zur politischen Bewertung durch die
entsprechenden Gremien beschließen lassen.
Durch die angedachte personelle Struktur der LG BZV auf Dezernentenebene wird ein politischer
Blickwinkel sichergestellt. Ergebnisse der LG BZV können in einem politisch zu beschließenden
Katastrophenschutzbedarfsplan münden.
F2
Die bisherigen konzeptionellen Maßnahmen zur Bewältigung möglicher
Krisenereignisse ist gut geeignet, um die Verwaltung schnellstmöglich bei der
Rückführung in den Normalzustand zu unterstützen. In einigen Teilbereichen
sowie in der finalen Umsetzung geplanter Maßnahmen sieht die gpaNRW
noch Optimierungspotenzial.
E2.1
Die Stadt Köln sollte die bereits geplanten und beschlossenen Maßnahmen
ämter- und dezernatsübergreifend koordinieren und entsprechend umsetzen.
Die Planungen zur Aufrechterhaltung der bedeutendsten Aufgabenbereiche in
Bezug auf die Daseinsvorsorge innerhalb der Stadtverwaltung sollte sie
verbindlich finalisieren.
Für die ämter- und dezernatsübergreifende Koordination sowie die Finalisierung der Planungen wird auf
die LG BZV verwiesen.
E2.2
Die Stadt Köln sollte ihre interne Dienstanweisung zum Krisenmanagement,
wie geplant, um die Regelungen zum Vorhalten und zur Sicherstellung der
Kommunikationsmittel ergänzen.
Derzeit befindet sich die Verfahrensanweisung Katastrophenschutz in der Überarbeitung. Sie wird in eine
Dienstanweisung Krisenmanagement überführt, die auch die Kommunikationssicherstellung
berücksichtigt.
E2.3
Die Stadt Köln sollte ein Konzept zur Einbindung von Spontanhelfenden in
Krisensituationen erstellen, um das mögliche Potenzial koordiniert nutzen zu
können.
Ein Konzept zur Einbindung von Spontanhelfenden ist zurzeit nicht vorhanden. In den vergangenen
Jahren wurden hauptsächlich Spontanhelfende mit speziellen Fähigkeiten eingesetzt (z.B. Dolmetscher).
Da es sich um ein gesamtstädtisches Thema handelt, sollte dieses Thema in die LG BZV verwiesen
werden.
F3 Die Stadt Köln hat die Versorgung der Krisenstabsmitglieder konzeptionell
bisher noch nicht separat erfasst. E3
Die Stadt Köln sollte individuelle Regelungen zur Versorgung des
Krisenstabes verbindlich festlegen, damit auch in Ausnahmesituationen der
Krisenstab versorgt und somit konzentriert handlungsfähig bleiben kann.
Derzeit befindet sich die Verfahrensanweisung Katastrophenschutz in der Überarbeitung. Sie wird in eine
Dienstanweisung Krisenmanagement überführt, die auch die Versorgung des Krisenstabs berücksichtigt.
F4
Die Stadt hat den Prozess zur Aktivierung des Krisenstabes klar strukturiert.
Verbesserungspotenzial sieht die gpaNRW in der Überprüfung der aktuellen
Regelungen zur Rufbereitschaft.
E4
Die Stadt Köln sollte prüfen, ob die bestehenden Regelungen zur
Rufbereitschaft in Bezug auf die Alarmierung des Krisenstabes dem
tatsächlichen Bedarf entsprechend anzupassen ist.
Wurde bereits umgesetzt. Es wurde dauerhaft je eine Rufbereitschaft für die Leitung der
Koordinierungsgruppe Krisenstab (KGS) und die Leitung Innerer Dienst KGS eingerichtet.
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F1
Die Stadt Köln kann die Fallzahlen und Erträge aus Kostenerstattungen nicht
den einzelnen Kostenerstattungsarten zuordnen. Auch die Gesamtsumme
der Erträge aus Kostenerstattungen und die Fallzahlen insgesamt sind nicht
auswertbar. Dadurch ist kein Überblick über die Kostenerstattungsansprüche
vorhanden und deren Steuerung erheblich eingeschränkt.
E1
Die Stadt Köln sollte die Erträge aus Kostenerstattungsansprüchen als
Gesamtsumme und differenziert nach Kostenerstattungsarten erfassen und
regelmäßig auswerten. Dies kann die Steuerung deutlich verbessern und für
die Haushaltsplanung verwendet werden.
Die in der Wirtschaftlichen Jugendhilfe eingesetzte Software LMG beinhaltet auch ein Modul für die
Einnahmeverwaltung. Die Einführung dieses Moduls ist in Planung. Über den Einsatz dieses Moduls ist
es dann möglich, den Forderungen Rechnung zu tragen.
F2
Im Jugendamt der Stadt Köln werden unterschiedliche Module einer
Fachanwendung im Bereich der WiJu und dem ASD eingesetzt. Der
Datenaustausch ist erschwert. Der Informationsaustausch zwischen ASD und
WiJu erfolgt aktuell noch überwiegend auf dem Papierweg.
E2
Die Stadt Köln sollten den Datenaustausch zwischen ASD und WiJu über die
Fachanwendung optimieren. Gemeinsame Stammdaten, Nachrichten bei
Änderungen relevanter Falldaten, Einsicht in den Bearbeitungsstand, ein
schneller Informationsfluss sowie hinterlegte Vordrucke sollten dabei
berücksichtigt werden. Die elektronische Aktenführung sollte vorbereitet und
vorangetrieben werden.
Der Softwarehersteller hat die Prüfung einer integrierten Lösung für das Jugendamt zugesagt. Außerdem
werden mit den kommenden beiden Updates Änderungen erwartet, die hier zumindest erste
Optimierungen versprechen. Sobald die nächsten Updates implementiert sind, wird geprüft, ob eine
Anbindung der Mitarbeitenden der Wirtschaftlichen Jugendhilfe an die ASD-Software eine Verbesserung
verspricht. Damit könnten auch für beide Fachbereiche Vordrucke implementiert werden. Die Einführung
der elektronischen Aktenführung befindet sich in der verwaltungsinternen Prüfung.
F3
Die Stadt Köln hat bereits einige Instrumente im Rahmen des
Finanzcontrollings geschaffen. Die unterjährige Steuerung erfolgt
hauptsächlich auf Basis von Fallzahlen und Aufwendungen. Das
bezirksspezifische Controlling für die neun Jugendamtsbezirke befindet sich
noch im Aufbau.
E3
Die Stadt Köln sollte das Finanzcontrolling noch weiter ausbauen. Sie sollte
Zielwerte für die erhobenen Kennzahlen bilden und wie geplant das
bezirksspezifische Controlling aufbauen und umsetzen. Die Stadt sollte
außerdem auch Ansprüche aus Kostenerstattungen, Fallabgaben und -
übernahmen sowie weitere Erträge einfließen lassen.
Das Fachcontrolling im Amt für Kinder, Jugend und Familie baut aktuell das bezirkliche Controlling aktiv
auf. Die ersten drei Bezirke wurden bereits im ersten Quartal 2025 über das Fachcontrolling spezifisch
betrachtet. Die übrigen Bezirke werden in Tranchen noch in 2025 analysiert. Voraussichtlich ist die
Analyse Ende des Jahres 2025 abgeschlossen. Daran anschließend, werden die Bezirksjugendämter,
auf Basis der Ergebnisse der Analysen, bei der Entwicklung geeigneter Maßnahmen im Rahmen der
Fallzahl- und Kostenentwicklung gezielt unterstützt. Die Bildung von weiteren Zielwerten (Ansprüche aus
Kostenerstattungen, Fallabgaben und -übernahmen sowie weitere Erträge), im Einklang mit zusätzlichen
Finanzpositionen, wird verwaltungsintern geprüft.
F4
Die Stadt Köln hat für den Bereich der erzieherischen Hilfen schriftliche
Verfahrensstandards in Form von Richtlinien und Arbeitshilfen entwickelt.
Eine Zusammenfassung aller Regelungen in Form eines
Qualitätshandbuches gibt es bislang nicht.
E4
Die Stadt Köln sollte die verschiedenen Richtlinien und Arbeitsanweisungen in
einem Qualitätshandbuch bündeln. Dabei können neben textlichen
Ausführungen kurze Prozessbeschreibungen mit Ablaufschemata die
Übersichtlichkeit verbessern.
Es existiert ein Infoportal, auf das alle Mitarbeiter*innen Zugriff haben, was aus technischen Gründen
jedoch absehbar nicht mehr zur Verfügung steht. Hier sind alle relevanten Richtlinien, Vordrucke,
Arbeitshilfen etc. abgelegt. Zukünftig wird daher das bisherige Infoportal durch die eVerwaltungsakte und
Share-Point abgelöst. Ziel ist es weiterhin alle notwendigen Informationen den Mitarbeitenden digital zur
Verfügung zu stellen. Ablaufschemen werden aus der Fallmanagement Software (FMG.jug) generiert
und in der eVerwaltungsakte den Richtlinien zugeordnet abgelegt.
F5
In der Stadt Köln erfolgt die Zuständigkeitsprüfung im ersten Schritt durch die
Mitarbeitenden des ASD. Bestehen bei dieser ersten Zuständigkeitsprüfung
Zweifel, wird die WiJu direkt eingebunden. In der Regel erfolgt die
Zuständigkeitsprüfung durch die WiJu aber erst spät, nach der kollegialen
Beratung.
E5 Die WiJu der Stadt Köln sollte in jedem Fall die Zuständigkeitsprüfung vor der
kollegialen Beratung durchführen.
Entsprechend der vorgeschlagenen Vorgehensweise werden die Arbeitsschritte im
Genehmigungsprozess überarbeitet und die betreffende Richtlinie zum § 36 Hilfeplanung angepasst. Bei
einer gemeinsamen Nutzung der Fallmanagement Software (FMG.jug) kann die Zuständigkeitsprüfung
über die Aufgaben-Funktion vom ASD an die Wirtschaftliche Jugendhilfe weitergegeben werden.
F6 Die Stadt Köln hat Regelungen für Fallübernahmen verschriftlicht. Für
Fallabgaben gibt es bisher keine verschriftlichten Standards. E6 Die Stadt Köln sollte auch die Arbeitsschritte für die Bearbeitung von
Fallabgaben verschriftlichen.
Die Empfehlung wird umgesetzt werden. Die hierfür relevante Richtlinie zur Hilfeplanung § 36 SGB VIII
wird im internen Abstimmungsverfahren entsprechend angepasst.
F7
Die WiJu und der ASD der Stadt Köln nutzen unterschiedliche Module einer
Fachanwendung. Ein transparenter und schneller Datenaustausch fehlt. Dies
erschwert ein schnittstellenarmes Arbeiten und einen schnellen
Informationsfluss.
E7
Die Stadt Köln sollte die Vereinfachung der Schnittstellen zwischen ASD und
WiJu vorantreiben und umsetzen. Gemeinsame Stammdaten, aktuelle
elektronische Benachrichtigungen bei Änderungen und gegenseitige
Leserechte können einen schnellen und umfassenderen Informationsfluss
sowie einen engeren Austausch zwischen ASD und WiJu gewährleisten.
Auf die Ausführungen zu E2 wird verwiesen. Bei einer gemeinsamen Nutzung der Fallmanagement
Software (FMG.jug) können Aufgaben oder Informationen über die Wiedervorlage- oder die Aufgaben-
Funktion zwischen ASD und Wirtschaftliche Jugendhilfe transportiert werden. Eine gute Lösung kann
auch hier die angefragte, integrierte Jugendamtslösung bringen. Mit der übernächsten Version wird es
bereits eine zentrale Personen-ID geben, mit der auch Stammdaten erfasst werden. Diese gilt dann für
alle Module. Die elektronische Benachrichtigung kann derzeit nur innerhalb der Fallmanagement Software
(FMG.jug) erfolgen. Auch hier wäre die integrierte Jugendamts-Software die Lösung.
F8
Die eigene Innenrevision des Jugendamtes führt prozessunabhängige
Kontrollen durch. Es finden keine standardisierten und regelmäßigen
prozessintegrierten Kontrollen in der WiJu durch die Leitungskräfte statt.
E8
Die Stadt Köln sollte zusätzlich zu den prozessunabhängigen Kontrollen in der
WiJu standardisierte prozessintegrierte Kontrollen durch die Leitungskräfte
implementieren. Hierfür sollte es Standards, Checklisten und
Dokumentationspflichten geben.
Es wird geprüft, inwieweit prozessintegrierte Kontrollen installiert werden können.
Hilfe zur Erziehung
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F9 Eine Verhandlungsdatenbank mit auswertbaren Kostenentwicklungen
insgesamt und zu den einzelnen Trägern gibt es bislang nicht. E9
Die Stadt Köln sollte Leistungsbeschreibungen, Kostenpositionen und
Verhandlungsergebnisse trägerspezifisch in einer Verhandlungsdatenbank
zusammenführen.
Alle Leistungsvereinbarungen, Konzepte und Leistungsbeschreibungen sind digital abgelegt und können
vom ASD / Wirtschaftliche Jugendhilfe im Intranet abgerufen werden. Die Höhe der aktuellen
Leistungsentgelte ist im Rahmen einer hinterlegten Excel-Tabelle für den ASD / Wirtschaftliche
Jugendhilfe einsehbar. Bei jedem dort aufgelisteten Leistungsangebot der Träger ist ein Stammblatt
verknüpft, aus dem die Höhe der Leistungsentgelte der letzten Jahre hervorgeht. Insoweit kann für jedes
Leistungsangebot separat eine Kostenentwicklung dargestellt werden. In jeder Verfügung zur
Leistungsvereinbarung wird der Umfang der Steigerung zur vorherigen Vereinbarung aufgegriffen und
erläutert. Die Implementierung einer Datenbank, in der die trägerspezifisch relevanten Daten erfasst sind,
befindet sich in einer abschließenden Planung. Inzwischen wurden in dieser Datenbank bereits alle Daten
der Kölner Träger mit ihren Leistungsangeboten erfasst. Mit der für die notwendige Software
verantwortlichen Firma finden aktuell finale Abstimmungen statt, um den Betrieb aufnehmen zu können.
ASD und Wirtschaftliche Jugendhilfe werden dann an die Datenbank ANDA angebunden, um auf die zur
Verfügung stehenden Daten zugreifen zu können. Aktuell wird mit der Firma noch abgestimmt, inwieweit
die Datenbank eine schnelle Auswertung der Kostenentwicklung jedes Trägers ermöglicht. Die Historie
der Leistungsentgelte wird auch hier bei jedem Leistungsangebot der Träger dargestellt.
F10
Ein hoher Anteil an Hilfefällen und Aufwendungen der erzieherischen Hilfen
fällt in Köln auf den Bereich der Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII. Im
Jahr 2023 bildet die Stadt die höchste Falldichte im interkommunalen
Vergleich ab.
E10
Die Stadt Köln sollte im Rahmen des geplanten bezirksspezifischen
Controllings einen besonderen Fokus auf die Aufwendungen und Fallzahlen
der Eingliederungshilfe legen, um negative Entwicklungen frühzeitig aufzeigen
und rechtzeitig Maßnahmen zur Gegensteuerung entwickeln zu können.
Im Rahmen des bereits laufenden Prozesses des bezirklichen Controllings nimmt die Entwicklung der
Aufwendungen und Fallzahlen der Eingliederungshilfeleistungen gem. § 35a SGB VIII, unterteilt in
ambulante (insb. Schulbegleitungen als besonderer Faktor) und stationäre Maßnahmen, eine besondere
Stellung ein. Es werden stetig Optimierungsoptionen in der Steuerung mit den Bezirksjugendämtern
erarbeitet.
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F1
Die Stadt Köln verfügt sowohl über eine Gesamt- als auch eine Fachstrategie
für den ÖGD. Begleitend hierzu hat sie konkrete, messbare Ziele definiert,
deren Zielerreichung sie mit Grund- und Kennzahlen nachvollzieht. Um
daraus passgenaue Maßnahmen abzuleiten, sind die Kennzahlen weiter zu
ergänzen. Die Datengrundlagen für die Erstellung einer
Gesundheitsberichterstattung sind vorhanden.
E1.1
Die Kennzahlen des Gesundheitsamtes Köln sollten so gestaltet werden,
dass aus ihnen fundierte Maßnahmen abgeleitet und deren Fortschritte
evaluiert werden können. So lässt sich die Gesundheitsstrategie der Stadt
Köln nachhaltig stärken.
Die vorhandenen Kennzahlen werden weiter entwickelt. SAC wird derzeit eingeführt.
E1.2
Die Gesundheitsberichterstattung gehört zu gesetzlichen Aufgaben des ÖGD.
Daher sollte das Gesundheitsamt Köln auf Grundlage der vorhandenen
Datenbasis einen Gesundheitsbericht über die gesamtgesundheitliche Lage
der Stadt Köln erstellen.
Die Erstellung des 2. Kölner Lebenslagenberichts durch das ISG (Institut für Sozialforschung und
Gesellschaftspolitik GmbH) ist beauftragt.
F2
Die Aufgaben und Prozesse werden schrittweise im Gesundheitsamt erfasst.
Die Stadt Köln verfügt über verbindliche Verfahrensstandards.
Optimierungspotenzial besteht jedoch noch bei der vollständigen Erfassung
aller relevanten Prozesse im Wiki.
E2
Das Gesundheitsamt Köln sollte die Prozesserfassung fortführen. Die
geplante E-Verwaltungsakte sollte zeitnah eingerichtet werden, da die
Arbeitsabläufe verbessert und Medienbrüche vermieden werden können.
Die Prozesserfassung wird kontinuierlich neben den Kernprozessen auch für Unterstützungs- und
Managementprozesse fortgeführt. Dabei wird kontinuierlich eine Prozesslandkarte erstellt und Aspekte
einer Clusterung und Hierarchisierung miteinbezogen. Die E-Verwaltungsakte wird in den Abteilungen bis
Ende 2025 eingeführt.
F3
Das Gesundheitsamt Köln erhebt Grunddaten und Kennzahlen. Ein
Fachcontrolling befindet sich im Aufbau. Eine Verknüpfung der Fach- und
Finanzdaten findet nicht statt.
E3.1 Das Gesundheitsamt Köln sollte ein Fachcontrolling aufbauen, Finanzdaten
integrieren und das Prozessmanagement einbeziehen
Ein Fachcontrolling befindet sich im Aufbau. Inwieweit eine Anbindung des Finanzcontrollings möglich
sein wird, kann derzeit noch nicht gesagt werden.
E3.2
Die Stadt Köln sollte das Trägercontrolling fachbereichsübergreifend gestalten
und in das Fachcontrolling integrieren, um eine effektive
Ressourcensteuerung sicherzustellen.
Im Rahmen des Fachcontrollings soll ein Trägercontrolling mit Wirkungsorientierung integriert werden.
Erste Förderbescheide mit Vorgaben zu Wirkungsnachweisen sind erstellt.
F4
Die Stadt Köln hat keine systematische Personalbedarfsplanung. Die
Stellenbeschreibungen werden bedarfsorientiert durch das Gesundheitsamt
überprüft bzw. neu erstellt. Aufgrund der Personalsituation und Anzahl von
befristeten Stellen aus dem Pakt ÖGD gibt es noch
Verbesserungsmöglichkeiten für eine zielgerichtete Personalgewinnung.
E4.1
Die Stadt Köln sollte eine umfassende Personalbedarfsplanung entwickeln,
um den aktuellen und zukünftigen Personalbedarf im Gesundheitsamt zu
sichern.
Eine Organisationsberatung durch PD (PD - Berater der öffentlichen Hand) zur zukunftsfähigen
Neuausrichtung findet bis März 2026 statt. Dabei wird der Fokus auf den Einfluss von Digitalisierung auf
Kernprozesse gelegt.
E4.2 Das Gesundheitsamt Köln sollte möglichst alle Stellenbeschreibungen
aktualisieren und darin notwendige Qualifikationen aufnehmen.
Die Stellenbeschreibungen werden derzeit aktualisiert. Dies wird allerdings bis ca. Ende 2025 andauern.
E4.3
Die Stadt Köln sollte die Bemühungen zur Personalgewinnung im
Gesundheitsamt durch zielgruppenorientierte Ansprache über Social Media,
altersgerechte Sprache und Kampagnen verstärken.
Geplant ist ein Maßnahmenkatalog für die Gewinnung von Fachkräften und Optimierung der
Personalakquise.
E4.4
Das Gesundheitsamt Köln sollte prüfen, inwieweit auch Programme für
Rückkehrer oder Quereinsteiger die Gewinnung von Mitarbeitenden für den
ÖGD unterstützen können.
Geplant ist ein Maßnahmenkatalog für die Gewinnung von Fachkräften und Optimierung der
Personalakquise.
F5
Das Gesundheitsamt Köln hat aktuell die Fortbildungsbedarfe ermittelt. Erste
Ansätze im Ausbau der Mitarbeiterpartizipation und beim
Wissensmanagement sind vorhanden. Bei beiden Punkten gibt es noch
Verbesserungsmöglichkeiten.
E5.1
Das Gesundheitsamt Köln sollte die Mitarbeitenden intensiver einbinden.
Dazu zählen beispielsweise Feedbacksysteme und projektorientierte
Aufgaben.
Ein Personalentwicklungskonzept wird derzeit erstellt, welches auf die Bedürfnisse des Amtes und seiner
Mitarbeiter*innen zugeschnitten ist. Die Umsetzung und Evaluation findet dann im Anschluss statt. Ein
gestuftes Schulungskonzept ist im Aufbau. Die Durchführung ist abhängig von den vorhandenen
Ressourcen.
E5.2
Das Gesundheitsamt Köln sollte das Wissensmanagement durch das Wiki
und die praktische Umsetzung der bereits existierenden Konzepte zum
Wissenstransfer und zur Einarbeitung weiter ausbauen.
Dies erfolgt bedarfsweise.
F6
Die Stadt Köln hat eine gesamtstädtische Digitalisierungsstrategie. Das
Gesundheitsamt entwickelt über den Pakt für den ÖGD eine digitale
Fachstrategie. Die aus der Strategie definierten Maßnahmen befinden sich in
der Umsetzung.
E6
Das Gesundheitsamt Köln sollte die in der Digitalisierungsstrategie
festgelegten Maßnahmen konsequent umsetzen, um die digitale Reife weiter
zu steigern.
Die aus der Digitalisierungsstrategie definierten Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung. Sie
unterliegen dem gesamtstädtischen Modus der Auswahl und Terminierung.
Öffentlicher Gesundheitsdienst
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F7
Die digitalen Services für die Bürgerinnen und Bürgern können noch
ausgebaut werden, um die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten und die
Kommunikation zu verbessern.
E7
Das Gesundheitsamt Köln sollte die Möglichkeiten und den Nutzen einer
digitalen Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten und Krankenhäusern
prüfen, um die Arbeitsabläufe effizienter zu gestalten.
Die internen Prozesse und Arbeitsabläufe werden soweit möglich digitalisiert. Die digitalen Szenarien
werden durch die Organisationsberatung der PD gemeinsam mit den Mitarbeitenden im Gesundheitsamt
herausgearbeitet.
F8
Die Pandemie hat die Zusammenarbeit mit anderen Gesundheitsämtern
gefördert. Der gegenseitige Austausch bietet noch Potenzial für eine weitere
Intensivierung.
E8 Das Gesundheitsamt Köln sollte die überregionale Kommunikation und den
Wissensaustausch mit anderen Gesundheitsämtern weiter ausbauen.
Die Netzwerkarbeit mit anderen Institutionen erfolgt ständig. Das Gesundheitsamt nimmt teil an
Austauschrunden auf Leitungs- wie auf Arbeitsebene, z.B. in Fachbeiräten, Ausschüssen und
Arbeitssitzungen.
F9
Die Stadt Köln hat umfassende Informationen zu den Dienstleistungen des
Gesundheitsamtes online verfügbar. Die Digitalisierung der Dienstleistungen
für die Bürgerinnen und Bürger ist ausbaufähig.
E9
Die Stadt Köln sollte die digitalen Dienstleistungen weiter ausbauen, darunter
Online-Formulare, die Ausweitung der Online-Terminvergabe, ein
Feedbacksystem sowie Services in leichter und Gebärdensprache.
Die aus der Digitalisierungsstrategie definierten Maßnahmen befinden sich in der Umsetzung.
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder
Antwort der Verwaltung Feststellung Empfehlung
F1 Die Stadt Köln bietet bei den von der gpaNRW betrachteten Aspekten der
Rechtmäßigkeit nur geringe Ansatzpunkte für Verbesserungen. E1.1
Die Stadt Köln sollte Daten zur Einhaltung der Fristen für die
Vollständigkeitsprüfung systematisch erfassen und auswerten. Die Kenntnis
über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgabe dient der rechtmäßigen
Bearbeitung und ist zur Steuerung des Personaleinsatzes erforderlich.
Die Erfassung der Fristen für die Vollständigkeitsprüfung nach § 71 Abs. 1 Satz 1 BauO NRW 2018 ist im
Projektplan 'Kenndaten' enthalten und wird umgesetzt.
E1.2
Die Stadt Köln sollte durch organisatorische Maßnahmen bei den zu
beteiligenden internen Stellen einen fristgerechten Rücklauf der
Stellungnahmen sicherstellen.
Nach BauO NRW 2018 darf den zu beteiligender interner Stellen für die Stellungnahmen eine Frist von
zwei Monaten gewährt werden. Die Stadt Köln setzt den internen Stellen eine Frist von drei Wochen.
Nach Ablauf dieser Frist werden die internen Stellen in der alle zwei Wochen stattfindenden
Ämterbesprechung angemahnt. Wenn den internen Stellen vollständige Unterlagen zur Prüfung
vorliegen, erfolgt die Stellungnahme in der Regel in der Frist von zwei Monaten. Fristüberschreitungen
sind in der Regel durch unvollständige Unterlagen für die internen Stellen begründet.
F2
Der Prozess des vereinfachten Baugenehmigungsverfahrens ist klar
strukturiert. Er bietet jedoch noch Möglichkeiten zur Verbesserung. Die
Beteiligungsverfahren werden erst nach Erstellung eines internen
Prüfvermerks gestartet und der Umgang mit nicht genehmigungsfähigen
Bauanträgen belastet die Bauantragsbearbeitung.
E2.1
Zur Verkürzung der Gesamtlaufzeit sollte die Stadt Köln die
Beteiligungsverfahren starten, sobald alle zur Beurteilung notwendigen
Unterlagen vorliegen.
Das Beteiligungsverfahren kann erst gestartet werden, wenn auch der Prüfvermerk von 23 vorliegt. Mit
23 wurde inzwischen vereinbart, dass der Prüfvermerk in zwei Stufen erstellt wird. In der ersten Stufe
werden die für das Beteiligungsverfahren erforderlichen Daten vorab, wenige Tage nach Antragseingang,
zur Verfügung gestellt werden, so dass das Beteiligungsverfahren zukünftig wesentlich früher gestartet
werden kann.
E2.2
Zur Reduzierung ihrer Rückstände sowie zur Entlastung der Beschäftigten
sollte die Stadt Köln auf komplexe Umplanungen im Zuge des
Baugenehmigungsverfahrens verzichten.
63 begrüßt diese Empfehlung. Die Umsetzung würde zwar eine Abkehr von der bislang
kundenfreundlichen, großzügigen Umgehensweise mit Fristverlängerungswünschen der
Antragstellenden bedeuten, die zunächst zu Beschwerden führen dürfte. Jedoch dürfte die dadurch
mögliche drastische Verkürzung der durchschnittlichen Laufzeiten, kurzfristig zu einer breiter gestreuten
Kundenzufriedenheit führen.
F3
Im Vergleichsjahr 2023 stand der Bauaufsicht Köln mehr Personal zur
Bearbeitung der neuen Falleingänge zur Verfügung als den meisten anderen
kreisfreien Städten. Eine hohe Fluktuation, nicht besetzte Stellen und ein
hoher Anteil unerledigter Bauanträge belasten die Bauantragsbearbeitung.
E3
Die Stadt Köln sollte insbesondere den Bestand der unerledigten Bauanträge
zum 01. Januar nachhalten und die Aufgabenverteilung bei einer steigenden
Tendenz anpassen, damit die Fälle abgearbeitet und Überlastungen
vermieden werden können.
In 2023 war der Höhepunkt des zumeist altersbedingten Ausscheidens von Mitarbeitenden.
Glücklicherweise konnten trotz Fachkräftemangels mit Hilfe vom Bewerbercenter insgesamt 20
Ingenieur*innen im Rahmen eines konzertierten Nachbesetzungskonzeptes eingestellt werden.
Durch den inzwischen erfolgten Abbau befristeter Mehrstellen für die Digitalisierung des
Baugenehmigungsverfahrens im Stellenplan, steht der Bauaufsicht Köln inzwischen nicht mehr
überdurchschnittlich mehr Personal zur Bearbeitung neuer Falleingänge zur Verfügung. Im Übrigen
weisen die Bauvorhaben in der Großstadt Köln einen höheren Komplexitätsgrad auf.
Durch den Aufbau eines prozessorientierten Kennzahlensystems sind deutliche Verbesserungen bei der
Aufgabenverteilung festzustellen und zu erwarten.
F4
Die durchschnittliche Gesamtlaufzeit für das vereinfachte und das normale
Baugenehmigungsverfahren liegt bei der Stadt Köln deutlich über der
Orientierungsgröße der gpaNRW. Nach Vollständigkeit des Bauantrages sind
die Laufzeiten im vereinfachten Verfahren kürzer, sie bilden den Median im
interkommunalen Vergleich.
E4
Zur Erhöhung der Transparenz sollte die Stadt Köln das Datum der
Vervollständigung der Bauanträge auch für die normalen
Genehmigungsverfahren in ihrer Software hinterlegen und auswerten.
Die Laufzeiten des Baugenehmigungsverfahrens in Köln liegen im Median des interkommunalen
Vergleichs. Baugenehmigungen sind nur für vollständige und mängelfreie Planungen möglich. Der
durchschnittliche Wert für die Gesamtlaufzeit liegt über dem Orientierungswert der gpaNRW, wegen des -
jedoch nur scheinbar kundenfreundlichen - großzügigen Umgangs mit Umplanungen in laufenden
Baugenehmigungsverfahren. Auch
für das normale, d.h. das nicht vereinfachte, Genehmigungsverfahren, werden die Kenndaten in Kürze
erhoben. Mehr als zwei Drittel der Baugenehmigungsverfahren laufen im vereinfachten
Genehmigungsverfahren.
Bauaufsicht
Überörtliche Prüfung der Stadt Köln
ERGEBNISSE
Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses am 01. Juli 2025
Frank Breidenbach
Michael Neumann
Robert Pawelczyk
Britta Schwermer
THEMEN
2Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
gpa-Kennzahlenset Nachhaltigkeit
THEMEN
3Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
HAUSHALTSSITUATION
Jahresergebnis je EW* in Euro 2019 bis 2023
*Einwohnerin bzw. Einwohner
x Schwankende Ergebnisse im Betrachtungszeitraum
4Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
…ohne außerordentlichen Ertrag NKF-CUIG 2020 bis 2023
HAUSHALTSSITUATION
Eigenkapitalquote 1 in Prozent 2023
x Ergebnisse 2020 bis 2022 auch ohne außerordentliche Erträge nach
dem NKF-CUIG positiv
x Haushalte im Betrachtungszeitraum grundsätzlich genehmigungspflichtig
x Doppelhaushalt 2025/2026 aufgrund Verlustvorträgen ebenfalls
genehmigungspflichtig
5Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Gesamtverbindlichkeiten Konzern je EW in Euro 2018
Empfehlungen
HAUSHALTSSTEUERUNG
6Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Wertgrenzen für Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen festlegen
x Dezentrale Einheiten auf Pflicht zu Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen hinweisen
x Ermächtigungsübertragungen restriktiv handhaben
x Investive Auszahlungen nur veranschlagen, wenn im Planungszeitraum leistbar
x Politische Gremien in Berichtswesen zu Kreditmanagement einbeziehen
x Nachhaltigkeitsaspekte in wirkungsorientierten Haushalt
aufgenommen
x Nachhaltigkeitsziele mit Finanzressourcen in Pilotämtern verknüpft
x Kredit- und Anlagemanagement angemessen gestaltet
x Gut ausgestaltetes Fördermittelmanagement vorhanden
THEMEN
7Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
Empfehlungen
MOBILITÄTSMANAGEMENT
8Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Ziele für innerbetriebliches Mobilitätsmanagement definieren
x Maßnahmen zentral evaluieren und Umsetzungserfolge messen
x Fuhrpark-Daten, Verkehrsmittel bei Dienstreisen und zur Erreichung der Dienststellen
x Gesamtkonzept zur Parkraumbewirtschaftung zeitnah verabschieden
x Digitalisierung von Serviceleistungen vorantreiben
Anteil flexible Arbeitsplätze im Produktbereich Innere Verwaltung in Prozent 2023
THEMEN
9Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
INFORMATIONSTECHNIK
x IT-Profil 2024
x Moderate IT-Kosten
x Überwiegend gut bis sehr gut ausgeprägtes IT-Profil mit Optimierungs-
möglichkeiten beim Prozessmanagement und Digitalisierungsniveau
10 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Empfehlungen
INFORMATIONSTECHNIK
11 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Strategie und Steuerung ausbauen
x Strategischen Rahmen des Prozessmanagements weiterentwickeln, bewährte
Prozessmanagement-Strukturen als Orientierungshilfe nutzen
x Strukturen und Vorgaben verbessern
x Informationen über dezentrale Ressourcen zentral besser verfügbar machen
x Rollout der E-Akte und des DMS mit Nachdruck weiterverfolgen
x Rechtssichere und wirtschaftliche Lizenzierung optimieren
x Beschaffung einer Lizenzmanagementsoftware vorantreiben
x Sicherheit und Rechtskonformität sichern
x Qualifizierung und Fortbildung der örtlichen Rechnungsprüfung auf stärkere
Professionalisierung und Spezialisierung in IT-Themen ausrichten
THEMEN
12 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
GEBÄUDEWIRTSCHAFT - KLIMASCHUTZ
Zieljahre der kreisfreien Städte zur Erreichung der Treibhausgasneutralität
x Strategie „Klimaneutrales Köln 2035“
x THG-Emissionen
x Kommunale Einrichtungen mit geringem Anteil
x Kommunaler Gebäudebestand (508 Gebäude) mit Vorbildfunktion
13 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
GEBÄUDEWIRTSCHAFT - KLIMASCHUTZ
Finanzmitteleinsatz und Finanzmittelbedarf im Gebäudemanagement in Mio. Euro
x Finanzmitteleinsatz im Durchschnitt bei 355 Mio. Euro pro Jahr
x Finanzmittelbedarf rund 854 Mio. Euro bis 2035 (Modellrechnung)
x Ziel der THG-Neutralität 2035 regelmäßig überprüfen und
gegebenenfalls anpassen
14 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Empfehlungen
GEBÄUDEWIRTSCHAFT - KLIMASCHUTZ
15 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x CO 2-Minderung auf Basis zu ermittelnder Einsparpotenziale als
Zielvorgaben im Gebäudebestand aufnehmen
x Finanzmittelbedarf für klimafreundliche Bestandssanierung ermitteln
und nach Möglichkeit in Finanzplanung berücksichtigen
x Bauinvestitionscontrolling mit verbindlicher Projektorganisation
verbinden
THEMEN
16 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
Empfehlungen
ORDNUNGSBEHÖRDLICHE BESTATTUNGEN
Bestattungsquote Ordnungsbehörde in Prozent 2023
17
x Möglichkeit der Fristverlängerung nutzen
x Kostenerstattungsansprüche zeitnah und konsequent geltend machen
x Personaleinsatz regelmäßig analysieren und bedarfsorientiert ausrichten
Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
THEMEN
18 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
Empfehlungen
KOMMUNALES KRISENMANAGEMENT
19 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Politische Gremien über wesentliche Risiken informieren
x Planungen zur Aufrechterhaltung der Aufgaben in Bezug auf die
Daseinsvorsorge finalisieren
x Dienstanweisung um Vorhaltung von Kommunikationstechnik ergänzen
x Einbindung Spontanhelfende regeln
Erfüllungsgrad Krisenmanagement in Prozent 2024
THEMEN
20 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
Empfehlungen
ÖFFENTLICHER GESUNDHEITSDIENST
21 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Personalwirtschaftliche Maßnahmen entwickeln
x Kennzahlen weiterentwickeln und Zielerreichung messen
x Gesamtgesundheitliche Lage in Gesundheitsbericht darstellen
x Fachcontrolling aufbauen und Finanzdaten integrieren
x Digitalisierungsvorhaben konsequent umsetzen
Vollzeit-Stellen ÖGD je 100.000 EW 2023
THEMEN
22 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
HILFE ZUR ERZIEHUNG (HZE)
Fehlbetrag HzE je EW von 0 bis unter 21 Jahre in Euro 2022
x Höchster Anteil ambulanter Hilfefälle, daher niedrige Aufwendungen je Hilfefall
x Hohe Falldichte relativiert den Effekt niedriger Fallaufwendungen
x Stationäre Hilfen: Anteil an Vollzeitpflegefällen gering
x Hoher Anteil Aufwendungen für Eingliederungshilfe nach § 35a SGB VIII
23 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Empfehlungen
WIRTSCHAFTLICHE JUGENDHILFE (WIJU)/ LQE
24 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Controlling im Bereich der Kostenerstattungen aufbauen
x Finanzcontrolling um bezirksspezifisches Controlling erweitern
x Zuständigkeitsprüfung durch WiJu vor der kollegialen Beratung
durchführen
x Informationsfluss zwischen ASD und WiJu optimieren
x Prozessintegrierte Kontrollen installieren
x Leistungsbeschreibungen, Kostenpositionen und
Verhandlungsergebnisse trägerspezifisch in Verhandlungsdatenbank
zusammenführen (Leistungs-, Qualitäts- und Entgeltvereinbarungen)
THEMEN
25 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
Empfehlungen
BAUAUFSICHT
Gesamtlaufzeit von Bauanträgen in Kalendertagen vereinfachtes/ ….normales Genehmigungsverfahren 2023
26 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
x Beteiligungsverfahren früher starten und Rücklauffristen reduzieren
x Datum der Vervollständigung immer dokumentieren
x Auf komplexe Umplanungen im laufenden Verfahren verzichten
x Abbau der Rückstände vorantreiben
THEMEN
27 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
NACHHALTIGKEIT
28 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Kontextindikatoren Demographie
Anteil der EW 0 bis unter 21 Jahre an der Gesamtbevölkerung in Prozent 18,64 19,07 18,21 19,47 20,35 20,75 22 ,29
Anteil der EW ab 80 Jahre an der Gesamtbevölkerung in Prozent 4,42 5,80 5,80 6,55 6,95 7,36 8,30
Bildung und Betreuung
Schulabgehende allgmeinbildende Schulen mit höherem Schulabschluss in Prozent 43,63 46,44 28,64 39,91 41,46 45,41 55,91
Betreuungsquote der unter 3-Jährigen in Prozent 16,92 26,25 11,28 16,70 18,40 23,71 29,46
Fläche
Neu erstellte Wohngebäude je 10.000 EW 8,88 4,01 1,37 2,59 3,74 5,70 9,32
Mobilität
PKW-Dichte (zugelassene PKW je 1.000 EW) 433 458 458 503 527 553 592
Pendelndensaldo je 100 EW 12,83 16,54 -9,25 -2,24 1,05 9,09 30,27
Kommunale Finanzen
Steuereinnahmekraft je EW in Euro 1.365 2.398 965 1.333 1.487 1.688 3.581
Gesellschaftliche Teilhabe / Armut
Mindestsicherungsquote in Prozent 13,20 13,60 8,40 11,70 13,60 16,40 22,10
Arbeit und Wirtschaft
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort am 30.06. 357.444 447.146 44.028 68.232 99.770 138.290 4 47.146
Arbeitslosenanteil in Prozent 12,31 10,96 6,63 9,98 10,96 13,31 17,87
Gesundheit
Sterbefälle von Personen unter 65 Jahren je 100.000 EW 162 153 122 161 182 203 231
Themenbereich / Indikator Köln 2012 Minimum 1.
Viertelwert Köln aktuell 3.
Viertelwert Maximum
2.
Viertelwert
(Median)
e 100.000 EW 162 153 122 161 182
12, 31 10,96 6,6 6,6 6,6 6,6 333333333 9,98 10, 96
am Wohnort am 3 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 0.0 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 6. 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 357 .444 447.146 44. 028 028 028 028 028 028 028 028 028 028 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 68. 232 232 232 232 232 232 232 232 232 232 232 232 99. 770
13,20 13,60 8,4 8,4 8,4 00000 11,70 13, 60
1.3 65 2.3 98 965 965 965 965 965 965 965 965 965 965 1.3 33 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 1.4 87
12, 83 16, 54 -9, 25 25 25 25 25 -2, 24 1,0
EW) 433 458 458 458 458 458 458 458 458 458 458 458 503 527
8,88 4,01 1,3 1,3 1,3 1,3 7777777 2,59 3,7
ozent 16,92 26,25 11, 11, 11, 28 28 28 28 28 28 28 28 28 28 16,70 18, 40
mit höherem Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc Sc hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul hul abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs abs chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl chl uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss uss in in in in in in in in in in in in in in in in in Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr Pr oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze oze nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt nt 43,63 46,44 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 28, 64 64 64 64 64 64 64 64 64 64 39, 91 41, 46
bevölkerung in Prozent 4,42 5,80 5,8 5,8 5,8 00000 6,55 6,9
Gesamtbevölkerung in Prozent 18,64 19,07 18, 21 19,47 20, 35
THEMEN
29 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Finanzen Informationstechnik
Hilfe zur Erziehung Öffentlicher
Gesundheitsdienst
Kommunales
Krisenmanagement
Mobilitäts-
management
Gebäudewirtschaft/
Klimaschutz
Bauaufsicht
Ordnungs-
behördliche
Bestattungen
Nachhaltigkeit gpa-Kennzahlenset
x Kontinuierlicher Vergleich der Kommunen in Kernbereichen der
Verwaltung
x Frühzeitig Entwicklungen erkennen und ggf. gegensteuern
x Geeignet für Übernahme in kommunalen Haushalt
x Regelmäßige Fortschreibung auf www.gpa.nrw.de
gpa-KENNZAHLENSET
30 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Handlungsfelder /
Kennzahlen
Köln
2017/2018
Köln
aktuell
Mini-
mum
1. Viertel-
wert
2. Viertel-
wert
(Median)
3. Viertel-
wert
Maxi-
mum
Anzahl
Werte
Vergleichs-
jahr
Zahlungsabwicklung
Einzahlungen je Vollzeit-
Stelle Zahlungsabwicklung
33.751 35.426 23.730 27.522 35.426 39.142 63.379 21 2023
Straßenbegleitgrün
Aufwendungen je qm in Euro 3,02 3,89 1,13 1,85 2,98 4,06 6,01 18 2023
x Oberbürgermeisterin legt Prüfungsbericht Rechnungsprüfungs-
ausschuss vor und nimmt Stellung zu allen Feststellungen und
Empfehlungen
x Rechnungsprüfungsausschuss unterrichtet Rat über Ergebnisse
x Rat beschließt über Stellungnahme
x Innerhalb vorgegebener Frist
x In öffentlicher Sitzung
x Abgabe der Stellungnahme an gpaNRW sowie Aufsichtsbehörde
x Veröffentlichung des Berichts sowie der Stellungnahme auf der
Homepage der gpaNRW
VERFAHREN NACH § 105 ABS. 6 UND 7 GO NRW
31 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
MEHRWERT FÜR KOMMUNEN
32 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
Veröffentlichung aller gpa-Prüfungs-
berichte auf unserer Homepage!
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www.gpa.nrw.de
Beratung u. a.
zu Organisation und
Wirtschaftlichkeit
Jahresabschlussprüfung
von Kommunen und
Eigenbetrieben
Zulassung und
Zertifizierung von
IT-Fachprogrammen
Beratungs- und
Koordinierungsstelle
IT
VIELEN DANK FÜR IHRE
AUFMERKSAMKEIT
Projektleitung
33 Ergebnisse der überörtlichen Prüfung der Stadt Köln - 4. Prüfungsrunde
e frank.breidenbach@gpa.nrw.de
i www.gpa.nrw.de
Mitteilung Ausschuss
4662 Zeichen
Dezernat, Dienststelle II/202/5 Vorlagen-Nummer 01.06.2026 1304/2026 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Finanzausschuss 29.06.2026 Überörtliche Prüfung der Stadt Köln durch die Gemeindeprüfungsanstalt NRW 2024/2025 Mit Beschlussvorlage 1599/2025 (Anlage 1) und Änderungsantrag 1064/2025 vom 03.07.2025 hat der Rat beschlossen, den Prüfbericht der Gemeindeprüfungsanstalt NRW (gpa NRW) über die „Überörtliche Prüfung der Stadt Köln 2024/2025“ zur Kennt- nis zu nehmen und die Stellungnahme, wie von der Verwaltung vorgeschlagen, gem. § 105 Abs. 7 GO NRW abzugeben. Des Weiteren wurde die Verwaltung aufgefordert, die Feststellungen und Empfehlungen in die weiteren Prozesse der Optimierung der Haushaltswirtschaft, der Aufgabenüberprüfung und der Verbesserung von Verwal- tungsstrukturen und -abläufen einzubeziehen und die entsprechenden Fachaus- schüsse im 1. Halbjahr 2026 über die jeweiligen Feststellungen und Empfehlungen der Gemeindeprüfungsanstalt NRW und die Stellungnahmen und Sachstände der Verwaltung zu informieren. Die Kämmerei betreffen die nachfolgenden Feststellungen und Empfehlungen, zu de- nen entsprechend Anlage 2 Stellung genommen worden war: Haushaltssteuerung Ziffer Inhalt F 1 Die Stadt Köln hat einen ausführlichen Leitfaden zu Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen erarbeitet. Dieser bildet grund- sätzlich eine gute Grundlage, um wirtschaftliches Verwaltungshan- deln sicherzustellen. Daneben hat die Stadt bisher keine Wert- grenzen festgelegt, nach denen gemäß § 13 Abs. 1 KomHVO NRW vor einer Investitionsentscheidung eine Wirtschaftlichkeits- untersuchung durchzuführen ist. F 2 Die Stadt Köln hat Grundsätze über Art, Umfang und Dauer von Ermächtigungsübertragungen getroffen. Sie hat in den vergange- nen Jahren den Anteil der investiven Ermächtigungsübertragungen kontinuierlich reduziert. Gleichermaßen kann sie die zur Verfügung stehenden investiven Mittel zu einem höheren Grad abrufen als die meisten Vergleichskommunen. F 3 Die Stadt Köln hat ein Berichtswesen für das Kreditmanagement etabliert. Die Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen 2 erhalten regelmäßig ausführliche und steuerungsrelevante Infor- mationen. Das Berichtswesen wird den Anforderungen, die sich aus dem Kreditportfolio ergeben, gerecht. Eine turnusmäßige In- formation der zuständigen politischen Gremien würde die Transpa- renz erhöhen. E 1.1 Die Stadt Köln sollte eine oder mehrere Wertgrenzen nach § 13 Abs. 1 KomHVO NRW festlegen, oberhalb derer ein Wirtschaftlich- keitsvergleich verpflichtend durchzuführen ist. E 1.2 Die dezentralen Organisationseinheiten sollten auf geeignetem Wege auf den Leitfaden und die Pflicht zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei der Planung von finanzwirk- samen Maßnahmen hingewiesen werden. E 2 Die Stadt Köln sollte investive Auszahlungen nur dann in den Haushaltsplänen veranschlagen, wenn diese im Planungszeitraum voraussichtlich zu leisten sind. Daneben sollte sie mit Ermächtigungsübertragungen restriktiv umgehen. E 3 Die Stadt Köln sollte die im Rahmen des internen Berichtswesens erhobenen Kennzahlen zu Informationszwecken in einem geeigne- ten Turnus auch den zuständigen Gremienvertretern zur Verfü- gung stellen. Die Feststellungen (F) und Empfehlungen (E) 2 und 3 sind wie folgt umgesetzt: Bereits mit der Beschlussvorlage 1599/2025 konnte zur Feststellung und Empfehlung 2 festgehalten werden, dass die Stadt Köln den Anforderungen des § 13 Abs. 2 KomHVO NRW Rechnung trägt und den eingeschlagenen Weg weiterhin konsequent verfolgt. Die Empfehlung 3, dass im Rahmen des internen Berichtswesens erhobene Kennzahlen für das Kreditmanagement zu Informationszwecken in einem geeigneten Turnus den zuständigen Gremienvertretern zur Verfügung gestellt werden sollte, wurde erstmalig am 11.05.2026 mit der Vorlage des Jahresschuldenberichts (1151/2026) im Finanzausschuss umgesetzt. Für die Umsetzung der Empfehlungen 1.1 und 1.2 zur Überarbeitung des Leitfadens zu Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen wird derzeit eine neue Richtlinie für die Durchfüh- rung von Wirtschaftlichkeitsberechnungen entwickelt. Eine Veröffentlichung ist für das 2. Halbjahr 2026 vorgesehen. Mit einer Richtlinie soll das wirtschaftliche Verwaltungs- handeln gestärkt und die von der GPA empfohlene Festlegung von Wertgrenzen ver- bindlich umgesetzt werden. Die Richtlinie soll allen Mitarbeitenden über die Finanzwis- sensplattform der Stadt Köln zugänglich gemacht werden. Gez. Prof. Dr. Diemert Anlagen Anlage 1 – Vorlage 1599-2025 inkl. AN und Anlagen Anlage 2 – Stellungnahme der Verwaltung Amt 20
Anlage 2_Stellungnahme der Verwaltung Amt 20
3715 Zeichen
Zusammenstellung der Feststellungen und Empfehlungen der gpaNRW zur überörtlichen Prüfung 2024/2025 – Handlungsfelder Antwort der Verwaltung Stand: 2026 F1 Die Stadt Köln hat einen ausführlichen Leitfaden zu Wirtschaftlichkeitsbetrachtungen erarbeitet. Dieser bildet grundsätzlich eine gute Grundlage um wirtschaftliches Verwaltungshandeln sicherzustellen. Daneben hat die Stadt bisher keine Wertgrenzen festgelegt, nach denen gemäß § 13 Abs. 1 KomHVO NRW vor einer Investitionsentscheidung eine Wirtschaftlichkeitsuntersuchung durchzuführen ist. E1.1 Die Stadt Köln sollte eine oder mehrere Wertgrenzen nach § 13 Abs. 1 KomHVO NRW festlegen, oberhalb derer ein Wirtschaftlichkeitsvergleich verpflichtend durchzuführen ist. Der aktuelle Leitfaden wird derzeit überarbeitet. In diesem Zusammenhang soll auch die Fragestellung betrachtet werden, inwieweit eine Wertgrenze eingerichtet werden soll. E1.2 Die dezentralen Organisationseinheiten sollten auf geeignetem Wege auf den Leitfaden und die Pflicht zur Durchführung von Wirtschaftlichkeitsuntersuchungen bei der Planung von finanzwirksamen Maßnahmen hingewiesen werden. Im Rahmen der Überarbeitung des aktuell vorhandenen Leitfadens sollen die Dienststellen nochmals auf die Pflicht zur Durchführung von Wirtschafltichkeitsuntersuchungen hingewiesen und die regelmäßigen Informationswege zu den dezentralen Organisationseinheiten festgelegt werden. F2 Die Stadt Köln hat Grundsätze über Art, Umfang und Dauer von Ermächtigungsübertragungen getroffen. Sie hat in den vergangenen Jahren den Anteil der investiven Ermächtigungsübertragungen kontinuierlich reduziert. Gleichermaßen kann sie die zur Verfügung stehenden investiven Mittel zu einem höheren Grad abrufen als die meisten Vergleichskommunen. E2 Die Stadt Köln sollte investive Auszahlungen nur dann in den Haushaltsplänen veranschlagen, wenn diese im Planungszeitraum voraussichtlich zu leisten sind. Daneben sollte sie mit Ermächtigungsübertragungen restriktiv umgehen. Die Feststellung zeigt, dass die Umstellung des Verfahrens zur Veranschlagung von Investitionen seit 2019 die erwünschte Wirkung erzielt hat und die Stadt Köln damit den Anforderungen des § 13 Abs. 2 KomHVO Rechnung trägt. Die Stadt Köln wird den eingeschlagenen Weg konsequent fortsetzen. F3 Die Stadt Köln hat ein Berichtswesen für das Kreditmanagement etabliert. Die Entscheidungsträger und Entscheidungsträgerinnen erhalten regelmäßig ausführliche und steuerungsrelevante Informationen. Das Berichtswesen wird den Anforderungen, die sich aus dem Kreditportfolio ergeben, gerecht. Eine turnusmäßige Information der zuständigen politischen Gremien würde die Transparenz erhöhen. E3 Die Stadt Köln sollte die im Rahmen des internen Berichtswesens erhobenen Kennzahlen zu Informationszwecken in einem geeigneten Turnus auch den zuständigen Gremienvertretern zur Verfügung stellen. Die Stadt Köln begrüßt die durch die gpaNRW getätigte Feststellung, dass ein umfangreiches Berichtswesen für die Entscheidungsträger*innen im Kreditmanagement etabliert ist. Die Empfehlung der gpaNRW, die zuständigen politischen Gremien turnusmäßig über die Entwicklung des Kreditmanagements zu informieren, wurde zum einen im Rahmen des Vorberichtes zum Haushalt und den Vorlagen zur Einbringung der Jahresabschlüsse sowie zum anderen durch die Vorlage eines jährlichen Schuldenberichtes umgesetzt. Die internen Richtlinien zum Berichtswesen im Kreditmanagement sehen eine weitere Information der politischen Gremien bei Bedarf durch die Stadtkämmerin vor. Diese erfolgt anlassbezogen über interfraktionelle Gespräche bzw. Vorlagen im Finanzausschuss. Feststellung Empfehlung Haushaltssteuerung
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1304/2026
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 01.06.2026
- Erstellt
- 30.04.2026 14:30