Mandari Insight

A-R/0017/2015

Einkaufsstadt 4.0

Antrag an den Rat 16.03.2015

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 25.03.2015, TOP 33.5

a-r-0017-2015

· application/pdf

Ansehen

a-r-0017-2015

4979 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0017/2015  
 
 
 
 
 
 
 
Antrag 
Münster - Einkaufsstadt 4.0 
 
Die Digitalisierung bietet viele Chancen und Vorteile. Sie ist für die (Innen-)Städte aber auch 
eine Herausforderung. Insbesondere im Einzelhandel vollziehen sich derzeit bereits deutliche 
Veränderungen sowohl auf der Angebotsseite wie auf Seite der Nachfragenden. Damit Münster 
als Einkaufsstadt die hohe Attraktivität behält, müssen die Händlerinnen und Händler unterstützt 
von der Stadt schnell auf die sich ändernden Rahmenbedingungen frühzeitig reagieren.  
 
Vor diesem Hintergrund möge der Rat der Stadt beschließen: 
 
1.  Die Stadtverwaltung wird beauftragt, zusammen mit der Wirtschaftsförderung noch in 
diesem Jahr einen Diskussions- und Konzeptionsprozess zu starten, aus dem eine Strategie 
und ihre Umsetzungsmöglichkeiten für die "Einkaufsstadt 4.0" entstehen. Ziel ist es, eine viel 
stärkere Verknüpfung von Onlinehandel und stationärem Handel zu erreichen, um die 
Vorteile, die der jeweilige Verkaufskanal bietet, zu verbinden, und damit den 
Einzelhandelsstandort Münster nachhaltig zu sichern, neue Potenziale zu erschließen und 
insbesondere die Vielfalt und die kleineren Geschäfte zu stärken. 
 
2.  Die Stadtwerke Münster sollen eng in den Prozess eingebunden werden, um die Chancen, 
die sich für die Nutzerinnen und Nutzern umweltfreundlicher Verkehrsmittel bieten, optimal 
zu nutzen. 
 
3.  In die Konzeption sollen gute Beispiel aus anderen Städten (z.B. "onlineCity Wuppertal") 
einfließen, etwa die Einrichtung einer Plattform für bislang nicht online aktive Händlerinnen 
und Händler, ein Logistik-Konzept für eine innerstädtische "same day"-Lieferung oder eine 
vor- Ort-Präsenz von bislang nur online aktive Händlerinnen und Händler aus Münster. 
 
4.  Die lokalen Akteure (IHK, Einzelhandelsverband, ISI, ISG, Werbegemeinschaften usw.) sind in 
den Prozess einzubinden. 
 
Begründung: 
 
Der Online-Handel gewinnt immer stärker an Bedeutung. Wenn man den Lebensmittelhandel 
außer Acht lässt, steigt der Umsatzanteil, der ausschließlich im Online-Geschäft abläuft, rapide 
an. Zwar kann Münster aufgrund der besonders großen Attraktivität als Einkaufsstadt diese 
Entwicklung teilweise kompensieren. Perspektivisch wird sich dieser Trend aber auch in unserer 
Stadt abbilden. Negative Folgen drohen - städtebaulich, ökonomisch, sozial und fiskalisch.

2 
 
 
 
 
 
Die Kundinnen und Kunden verbinden bereits heute Online- und stationären Handel. Sie 
informieren sich im Vorfeld über unterschiedliche Produkte und kommen gut informiert und 
gezielt ins Geschäft. Oder sie nutzen die Beratungsangebote oder die Anprobe vor Ort und 
vergleichen anschließend die Preise und kaufen online. Dieser Prozess lässt sich nicht aufhalten. 
Durch ein geschicktes Konzept, das die Vorteile, die die unterschiedlichen Kanäle bieten, 
zusammen bindet, kann die Stadt Münster weiterhin die attraktive Einkaufsstadt bleiben, die sie 
ist und zudem neue Kaufkraft gewinnen. 
 
Zu einer solchen Konzeption gehört zum Beispiel, dass Kundinnen und Kunden sich im Netz 
über die Geschäfte und Produkte informieren können, dass sie die Warenverfügbarkeit direkt 
überprüfen können oder das Produkt für die Abholung im Geschäft reservieren können, dass sie 
die Ware beim Kauf im Geschäft ebenso wie beim Onlinekauf am selben Tag in der Stadt 
Münster nach Hause geliefert bekommen oder dass münsteraner Onlinehändler auch vor Ort, 
also offline aktiv werden. 
 
Dies bietet auch neue Chancen für den öffentlichen Verkehr und den Radverkehr. Denn wer sich 
keine Gedanken zu machen braucht, wie die Einkäufe nach Hause kommen, weil diese für ein 
geringes Entgelt noch am selben Tag gebracht werden, wird sich noch eher für die Nutzung der 
umweltfreundlichen Verkehrsmittel entscheiden. 
 
Durch eine stärkere Präsenz bislang nicht online aktiver Händlerinnen und Händler aus Münster 
im Netz kann zudem zusätzliche Kaufkraft in die Stadt geholt werden. Denn der Online-Handel 
ist nicht auf das Stadtgebiet begrenzt. Gerade kleinere Geschäfte scheuen aber den Aufwand, 
der mit einem Online-Shop und der Logistik verbunden ist. Durch einen Zusammenschluss vieler 
Händlerinnen und Händler auf einer Plattform kann der erforderliche Aufwand geteilt und damit 
minimiert werden. 
 
Für den Handel können mit der Strategie "Münster - Einkaufsstadt 4.0" das bestehende Geschäft 
gesichert und zusätzliche Standbeine entstehen. Für die Kundinnen und Kunden wird die 
Einkaufsstadt Münster noch attraktiver.  Das sichert auch in Zukunft eine belebte Stadt - und der 
Stadt die entsprechenden Steuereinnahmen. 
 
 
gez.  
Dr. Michael Jung   Thomas Fastermann   Doris Feldma nn 
Philipp Hagemann   Marius Herwig    Mathias Kerstin g 
Michael Kleyboldt   Marianne Koch   Katharina Köhnk e 
Thomas Kollmann   Gaby Kubig-Steltig   Hedwig Lieke fedt 
Anne Schulze Wintzler   Petra Seyfferth   Ludger St einmann 
Julia Suuck    Beate Vilhjalmsson   Robert von Olber g 
Maria Winkel

Beratungsverlauf (1)

25.03.2015 Rat
TOP 33.5 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0017/2015
Typ
Antrag an den Rat
Datum
16.03.2015
Erstellt
06.10.2020 14:37