1796/2026
Beantwortung der Anfrage der SPD-Frakton betreffend "Verbesserung der Datengrundlagen für Gender Budgeting"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
6578 Zeichen
Dezernat, Dienststelle II/03 Vorlagen-Nummer 29.06.2026 1796/2026 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 29.06.2026 Beantwortung der Anfrage der SPD-Frakton betreffend "Verbesserung der Datengrundlagen für Gender Budgeting" In der Vorlage AN/0777/2026 bittet die SPD-Fraktion die Verwaltung um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Welche geschlechterdifferenzierten Daten liegen der Stadt Köln derzeit bereits vor, und welche Datengrundlagen fehlen aus Sicht der Verwaltung noch für ein wirksames Gender Budgeting? 2. Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, bestehende Statistiken und Analysen fachbereichsübergreifend für eine gleichstellungsorientierte Haushaltssteuerung nutz- bar zu machen? 3. Wie bewertet die Verwaltung die Einführung eines „Kölner Frauenbarometers“ bzw. vergleichbarer repräsentativer Befragungen als Ergänzung zu bestehenden Verwal- tungsdaten? 4. Welche konkreten Ansätze oder Instrumente aus anderen Kommunen bewertet die Verwaltung derzeit als grundsätzlich geeignet oder übertragbar für die Weiterentwick- lung des Gender Budgeting in Köln? 5. Welche nächsten Schritte plant die Verwaltung, um die Datengrundlagen für Gender Budgeting sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten in Haushalts- entscheidungen weiterzuentwickeln? Antworten der Verwaltung Frage 1: Welche geschlechterdifferenzierten Daten liegen der Stadt Köln derzeit bereits vor, und welche Datengrundlagen fehlen aus Sicht der Verwaltung noch für ein wirksames Gender Budgeting? Antwort Gender Budgeting setzt die Gleichstellungsstrategie Gender Mainstreaming in Bezug zum Haushalt. Gender Mainstreaming ist also die Grundlage für Gender Budgeting. Der Großteil der zur V erfügung stehenden Daten aus personenbezogenen V erwaltungsprozessen sind ge- schlechterdifferenziert auswertbar und werden von der Kommunalen Statistikstelle im Amt für Stadtentwicklung und Statistik für die verwaltungsinterne und -externe Nutzung bereitgestellt. 2 Einen Überblick über die Datenbestände bietet das Statistische Jahrbuch der Stadt Köln (un- ter: https://www.stadt-koeln.de/politik-und-verwaltung/statistik/statistische-jahr-buecher) oder der Statistische Datenkatalog im Offene-Daten-Portal der Stadt Köln (https://www.offeneda- ten-koeln.de/dataset/statistischer-datenkatalog-koeln). Zu berücksichtigen ist hierbei, dass V erwaltungsdaten nur bedingt Lebensrealitäten abbilden. Für die Weiterentwicklung eines wirksamen Gender Budgeting sind daher auch Daten zur Umsetzung von Gender Mainstreaming relevant. Diese folgen der 4R-Methode: - Repräsentation (Quantitative bzw. demografische Daten) - Ressourcen (Finanz- und V erteilungsdaten) - Realisierung (Lebensrealitäten der Bürger*innen (z.B. im Mobilitätsverhalten, Sorgear- beit, zielgruppenspezifische Risikofaktoren) - Recht (Rechtliche und strukturelle Daten, die auf ungleiche rechtliche Auswirkungen auf Personen verschiedener Geschlechter hin untersucht werden) Dies schließt auch Daten zum Nutzungsverhalten städtischer Angebote ein (z. B. Beantragung von Stadtbibliotheksausweisen, Nutzung der Kölner Bäder etc.). Frage 2: Welche Möglichkeiten sieht die Verwaltung, bestehende Statistiken und Analysen fachbereichsübergreifend für eine gleichstellungsorientierte Haushaltssteuerung nutzbar zu machen? Antwort Die V erwaltung sieht grundsätzlich die Möglichkeit, bestehende Datenbestände für die gleich- stellungsorientierte Haushaltssteuerung nutzbar zu machen. Hierfür können von den Fachbe- reichen angefragte Daten, soweit verfügbar und methodisch sinnvoll, grundsätzlich geschlech- terdifferenziert herausgegeben werden. Ziel ist es, relevante Daten aus unterschiedlichen V erwaltungsbereichen geschlechterdifferen- ziert zu betrachten und für strategische Steuerungsprozesse verfügbar zu machen. Frage 3: Wie bewertet die Verwaltung die Einführung eines „Kölner Frauenbarometers“ bzw. vergleichbarer repräsentativer Befragungen als Ergänzung zu bestehenden Verwaltungsda- ten? Antwort Die V erwaltung bewertet repräsentative Befragungen grundsätzlich als geeignetes Instrument zur Ergänzung bestehender V erwaltungsdaten. Während V erwaltungsdaten vor allem Ange- bote und Inanspruchnahmen abbilden, können Befragungen zusätzliche Erkenntnisse über Lebensrealitäten, Bedarfe, T eilhabemöglichkeiten, Sicherheitsempfinden, Diskriminierungser- fahrungen sowie die Wahrnehmung kommunaler Angebote liefern. Eine repräsentative Befra- gung zu den Belangen von Frauen* auf kommunaler Ebene wäre für Köln ein neuer Ansatz. Allerdings bewertet die V erwaltung umfassende repräsentative Befragungen, die belastbare Aussagen zu den Lebensrealitäten verschiedener Subgruppen der Gesellschaft generieren können, aufgrund der schwierigen Haushaltssituation in absehbarer Zeit als nicht umsetzbar. Frage 4: Welche konkreten Ansätze oder Instrumente aus anderen Kommunen bewertet die Verwaltung derzeit als grundsätzlich geeignet oder übertragbar für die Weiterentwicklung des Gender Budgeting in Köln? Antwort Wie bereits in V orlage 0536/2026 berichtet, steht die V erwaltung derzeit und in den kommen- den Monaten im Austausch mit anderen Kommunen, um von erfolgreichen Ansätzen und Er- fahrung zu lernen und eine effiziente und ressourcenschonende Herangehensweise für Köln 3 zu entwickeln. Erkenntnisse hierzu sollen bis Ende 2026 vorliegen. Die Übertragbarkeit einzelner Instrumente ist jeweils vor dem Hintergrund der lokalen Rah- menbedingungen, der V erfügbarkeit von Daten und Ressourcen, sowie der bestehenden Steuerungsstrukturen zu prüfen. Frage 5: Welche nächsten Schritte plant die Verwaltung, um die Datengrundlagen für Gender Budgeting sowie die Berücksichtigung unterschiedlicher Lebensrealitäten in Haushaltsent- scheidungen weiterzuentwickeln? Antwort Die V erwaltung beabsichtigt, die im Rahmen des Gender Budgeting begonnenen Prozesse schrittweise fortzuführen. Hierzu gehören insbesondere die weitere Umsetzung von Pilotpro- jekten mit einzelnen Ämtern bzw. Produkten zur Identifikation relevanter Datenquellen und Er- hebungsinstrumente, die Erprobung geeigneter Kennzahlen und die stärkere V erknüpfung von Fach- und Haushaltsdaten. Die in den Pilotämtern gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem in die Ausarbeitung einer stadtweiten Umsetzungsstrategie für Gender Mainstreaming und Gen- der Budgeting einfließen. Gez. Dr. Diemert
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: vertagt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1796/2026
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 29.06.2026
- Erstellt
- 15.06.2026 09:53