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A-R/0032/2024

Damit Kinder spielen können: Hitzeschutz für Spielplätze

Antrag an den Rat 11.06.2024

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 19.06.2024, TOP 53.8

A-R-0032-2024

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A-R-0032-2024

4932 Zeichen

Münster, 11.06.2024 
Ratsantrag 
 
Damit Kinder spielen können: Hitzeschutz für Spielplätze 
Der Rat möge beschließen: 
1. Die Stadtverwaltung wird damit beauftragt, Kriterien für klimaresiliente 
Kinderspielplätze auszuarbeiten und die Kinderspielplätze im Stadtgebiet in 
Kooperation mit den Bezirksvertretungen entsprechend anzupassen. Dies gilt 
auch für Neuplanungen sowie geplante Sanierungen. Das Thema 
klimaangepasste Kinderspielplätze wird in den Hitzeaktionsplan aufgenommen. 
Der Kriterienkatalog soll auch im Sinne der Inklusion gemeinsam mit dem Antrag 
A-R/0066/2022 „Spielplätze inklusiv und barrierefrei gestalten - gemeinsames 
Spielen für Kinder mit und ohne Behinderung ermöglichen und fördern“ 
entwickelt und umgesetzt werden. 
2. Die Maßnahmen sind dabei derart umzusetzen, dass Kinder und deren 
Begleitung vor den Auswirkungen hoher Sonneneinstrahlung und Hitze geschützt 
sind und die Plätze ganztägig und ganzjährig nutzbar sind. Dazu werden vor 
allem naturnahe Elemente, schattenliefernde Bepflanzung und entsiegelte 
Flächen eingesetzt („naturnahe Spielplätze“). 
3. Es ist auch zu prüfen, inwiefern Wasserspielbereiche eingeplant werden können.  
4. Die Stadtverwaltung wird mit der Erstellung einer Kostenabschätzung und einer 
Einschätzung des benötigten Personalbedarfs für den klimaresilienten Umbau 
der Spielplätze beauftragt. 
5. Die Bezirksvertretungen, die Bedarf an entsprechenden Umbaumaßnahmen 
haben, werden finanziell so unterstützt, dass die Klimaanpassung von 
Kinderspielplätzen umgesetzt werden kann. 
6. Die Verwaltung wird beauftragt, mögliche Förderprogramme zu identifizieren und 
ggf. Fördermittel zu akquirieren. 
 
Begründung: 
Im Sommer 2023 erlebten wir die heißesten Tage seit Beginn der 
Wetteraufzeichnungen. Grund dafür ist die menschengemachte Klimakrise, die durch 
den weiteren Ausstoß von Treibhausgasen weiter befeuert wird. Da die Anzahl der 
Hitzetage weiter zunimmt und die Temperaturen weiter ansteigen werden, ist es die 
Pflicht von Städten und Gemeinden, besonders verletzliche Gruppen wie Ältere, Kinder, 
Vorerkrankte, Pflegebedürftige, Alleinlebende, Menschen mit Behinderungen und 
Antrag an den Rat Nr. A-R/0032/2024

Obdachlose zu schützen und die Aufenthaltsqualität öffentlicher Einrichtungen und 
Plätze zu wahren.  
Unter anderem die Hitzeprävention auf Kinderspielplätzen rückt hier in den Fokus. Denn 
auf zahlreichen Spielplätzen in Münster fehlt ein geeigneter Hitzeschutz. Oft mangelt es 
an Bäumen oder Sonnensegeln, die Schatten spenden und für kühle Luft sorgen. 
Rutschen und weitere Spielgeräte sind in der Regel aus Metall, das durch 
Sonneneinstrahlung erhitzt und so unbespielbar wird. Insbesondere an Hitzetagen 
werden so viele Spielplätze im Stadtgebiet wortwörtlich zu „Hotspots“. Kinder und deren 
Begleitung werden so enorm gefährdet und den Risiken Überhitzung, Sonnenbrand, 
Dehydrierung, Verbrennung an Spielgeräten ausgesetzt. Insbesondere für die Kleinsten 
besteht ohne ausreichenden Sonnen- und Hitzeschutz langfristig ein erhöhtes 
Hautkrebsrisiko.  
Beim Schutz vor Überhitzung spielt auch das Thema Wasser eine wichtige Rolle. 
Deshalb soll bei jeder Neuplanung bzw. Sanierung auch geprüft werden, inwieweit 
Wasserspielelemente installiert werden können. Hierbei sollte bei der Anlage von 
größeren Sandspielflächen grundsätzlich ein Wasserspielbereich eingeplant werden 
und im Bestand soweit dies möglich ist. 
Trotz fortschreitender Erderhitzung und der damit einhergehenden Zunahme von 
Hitzetagen, sollten Spielplätze weiterhin als wichtiger Bestandteil familiären Lebens 
nutzbar bleiben. Wir beantragen die Aufnahme der Spielplätze in den Hitzeaktionsplan, 
so dass Klimaanpassungsmaßnahmen dort mit dem städtischen Gesamtkonzept in 
Einklang stehen. Das für die Erstellung des Hitzeaktionsplans zuständige 
Gesundheitsamt soll dabei eng mit dem Grünflächenamt und der Stabsstelle Klima 
zusammenarbeiten, um auf deren Expertise zurückgreifen zu können. 
Die Maßnahmen sind so zu treffen, dass der Verlust von Aufenthaltsqualität auf 
Spielplätzen in Zeiten der Klimakrise weitgehend reduziert werden kann. Hierfür 
wünschen wir uns einen Kriterienkatalog, so dass klar ist, was qualitativ hochwertige 
Klimaanpassung im Kontext Kinderspielplätze bedeutet. Spielplätze, die für Familien 
ohne eigenen Garten nochmal einen besonderen Stellenwert haben, sollten zugängig 
bleiben, damit Kinder auch unabhängig vom Einkommen der Familie draußen spielen 
können. Solche Aufenthaltsräume sind schützenswert und sollten so auch behandelt 
werden. Da die Bezirksvertretungen maßgeblich für Kinderspielplätze zuständig sind, 
sind sie finanziell so zu unterstützen, dass die erforderlichen Umbaumaßnahmen 
geleistet werden können und wirken. 
 
gez.    gez.   gez. 
 
Christoph Kattentidt  Lia Kirsch  Martin Grewer 
Sylvia Rietenberg  Hedwig Liekefedt Helene Goldbeck 
Dr. Leandra Praetzel und Fraktion   
und Fraktion

Beratungsverlauf (1)

19.06.2024 Rat
TOP 53.8 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-R/0032/2024
Typ
Antrag an den Rat
Datum
11.06.2024
Erstellt
11.06.2024 19:00