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2021/0307

1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 Ziffer 3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) 2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor Eintragung in das Denkmalbuch

Magistratsvorlage 01.10.2021

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Kreis: Darmstadt
Ort: Darmstadt
Ortsteil: Hauptbahnhof/Tann
Straße/HNr.: Dornheimer Weg 21
Sachgesamtheit ehem.
Eisenbahn-Ausbesserungswerk,
später Starkenburg-Kaserne
Flur: 37
Flurstück: 100/21
Denkmaltyp: Einzelkulturdenkmal
Denkmalwert: g,k
Sachgesamtheit des ehem. Eisenbahn-Ausbesserungswerkes,
fertiggestellt 1909 nach Plänen des Architekten Friedrich
Mettegang 
Geschichte 
Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts gab es in Darmstadt im
Bereich des Steubenplatzes zwei Bahnhöfe: Die
Main-Neckar-Bahn erhielt 1846 mit dem Main-Neckar-Bahnhof
einen Durchgangsbahnhof an der Verbindung
Mainz-Aschaffenburg mit eigener Werkstatt zur
Fahrzeuginstandhaltung. Der 1858 errichtete Ludwigsbahnhof für
die Hessische Ludwigsbahn zur Verbindung von Mainz und
Aschaffenburg wurde als Kopfbau angelegt. Er erhielt 1873 eine
eigene Wagenwerkstatt, in einiger Entfernung an der Frankfurter
Straße gelegen (sog. „Knell“-Gelände an der Frankfurter Straße).
Mit der Verstaatlichung der Hessischen Ludwigsbahn und
weiterer Privatbahnen im Großherzogtum Hessen und Königreich
Preußen 1897 und der Gründung der Preußisch-Hessischen
Eisenbahngemeinschaft wurde die Ludwigsbahn der „Königlich
Preußischen und Großherzoglich Hessischen Eisenbahndirektion
Mainz“ unterstellt. 1902 ging auch die Main-Neckar-Bahn an die
Direktion Mainz über. 
Aufgrund der beengten Platzverhältnisse und fehlenden
Erweiterungsmöglichkeiten für die zwei bestehenden Bahnhöfe
am Steubenplatz begannen 1907 die Arbeiten an einem
Bahnhofsneubau im Westen der Stadt. Der neue Bahnhof (KD)
wurde 1908-12 nach Plänen von Friedrich Pützer unter der
Leitung von Friedrich Mettegang errichtet. Zum Bauprogramm
zählten neben dem Bahnhofsempfangsgebäude auch 100 km
Gleisanlagen, ein Wasserturm mit Fahrdienstleiterstellwerk an der
Dornheimer Brücke (KD) und ein neues
Eisenbahnausbesserungswerk, 500 m nordwestlich des neuen
Bahnhofs am Dornheimer Weg gelegen. Das
Eisenbahnausbesserungswerk am Dornheimer Weg wurde 1909
fertiggestellt. Architekt war der Mainzer Regierungs- und Baurat
bei der Eisenbahndirektion in Mainz, Friedrich Mettegang
(1854-1913), der als Eisenbahn-Baubeamter die meisten
Luftbild des Darmstädter Hauptbahnhofs vor
dem Zweiten Weltkrieg,
Eisenbahn-Ausbesserungswerk im
rechten Bildhintergrund
Plan des Eisenbahn-Ausbesserungswerks von
1952

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
technischen Zweckbauten im Zuge des Hauptbahnhofneubaus
plante und dabei auf eine ansprechende äußere Gestalt der
Zweckbauten Wert legte. 
Mit dem Übergang der Ländereisenbahnen an das Deutsche
Reich 1920 ging auch eine Neuordnung des Werkstättenwesens
und eine Spezialisierung der Betriebe nach Reparaturaufgaben
einher. Künftig wurde in Lok- und Wagenwerkstätten
unterschieden. Die Werkstatt am Dornheimer Weg wurde als
Hauptwerkstätte zur Wartung von Loks eingerichtet, die Werkstatt
der Ludwigsbahn an der Frankfurter Straße wurde Werkstatt zur
Instandhaltung von Güter- und Personenwagen (Werkstättenamt
I, 2000 stillgelegt, bis 2007 Abbruch der Gebäude und Räumung
des Geländes). 
Das Eisenbahnausbesserungswerk am Dornheimer Weg wurde
bis 1956 durch die Reichsbahn (ab 1949 Bundesbahn) genutzt.
Während des Zweiten Weltkrieges wurde das Werk durch alliierte
Luftangriffe partiell zerstört, wobei die Zahlen zum
Zerstörungsgrad der baulichen Anlagen divergieren (41 %; 30 %).
Bis 1948 jedoch wurde ein Großteil des Komplexes wieder
aufgebaut. Das „Ausbesserungswerk Darmstadt Lokwerk“ der
Deutschen Bundesbahn wurde 1956 stillgelegt und 1957
geräumt. Gelände und Gebäude wurden von der Bundeswehr
übernommen und fortan als Kaserne (Verwaltung;
Starkenburg-Kaserne) und als Heeresinstandsetzungswerk
genutzt. Letzter Nutzer ist die Heeresinstandsetzungslogistik
GmbH (HIL GmbH), die allerdings die historischen Gebäude vor
einigen Jahren geräumt hat. 
Lage 
Die Sachgesamtheit befindet sich westlich anschließend an die
Eisenbahnbrücke Bismarckstraße - Dornheimer Weg und nördlich
des Dornheimer Wegs. Im Osten wird sie begrenzt durch
Gleisanlagen, im Westen schließen sich Siedlungen der
Michaelis- bzw. Rabenaustraße an. Im Norden befinden sich
weitere Gebäude der jüngeren Kasernennutzung und ein großes
Brachgelände. 
Bestandteile 
Sachgesamtheit aus zeitgleich erbauten und nach einheitlichem
Konzept gestalteten Bestandteilen des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes mit Leitung und Verwaltung im
Süden des Geländes aus Aufenthalts- und Speisegebäude
(„Kasino“, Geb. 6), Verwaltungsgebäude (Geb. 2) und
produzierenden Abteilungen im Norden mit Kesselschmiede
(Geb. 10), Lok-Richthalle (Geb. 30), Schmiede mit
Betriebsschlosserei (Geb. 20) und zwei Toilettenhäuschen (Geb.
9 und 19). 
Aufenthalts- und Speisegebäude („Kasino“, Geb. 6) 
Ehem. Speise- und Aufenthaltsgebäude des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes, später auch als „Kasino“
bezeichnet. Das im Grundriss U-förmige, eingeschossige
Gebäude mit tief herabgezogenem Mansarddach unmittelbar am
Dornheimer Weg war schon zur Entstehungszeit des Werkes der
präsenteste und daher am repräsentativsten gestaltete Bau.
Gliederung und Gestaltung der Baumassen durch Schlepp- und
Giebelgauben, verschiedene Fensterformate (liegende und
stehende Rechteckfenster, Segment- und Rundbogenfenster,
ovale Fenster) tragen dieser Funktion Rechnung. Rustikale
Bossenquader aus rotem Sandstein an Sockel und
Gebäudekanten bilden einen wirkungsvollen Kontrast zu den rau
verputzten, hellen Wandflächen. Fenster- und Türöffnungen im
Erdgeschoss werden von exakt bearbeiteten Sandsteinelementen
gerahmt. Durch den nach Süden U-förmigen Grundriss entsteht
Ansicht des Aufenthalts- und Speisegebäudes
(Geb. 6) von Südwesten
Ansicht des Aufenthalts- und Speisegebäudes
(Geb. 6) von Nordosten
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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zur Straße hin eine Hofsituation, die von zwei übergiebelten und
mit diversen Fensterformaten gegliederten Stirnseiten gerahmt
wird. Die Eingangsseite nach Norden wird durch eine
Eingangsloggia im Nordwesten mit vier ornamental geschnitzten
Holzstützen ebenfalls hervorgehoben. 
Im Inneren des Gebäudes befanden sich Küchen-, Ausgabe- und
Aufenthaltsräume, vor allem aber ein großer Speisesaal (35 m
lang, 10 m breit), der durch eine Reihe einheitlicher, großer
Thermenfenster auch von außen ablesbar sein sollte. Trotz
jüngerer Veränderungen (weiterer Eingangsvorbau im Norden, im
Osten ein Thermenfenster zugesetzt, stattdessen weiterer
Eingang hinzugefügt) ist das Gebäude in seiner Grundstruktur,
teilweise bis in Details wie die Kassettierung an der
Schleppgaube im Norden, erhalten. 
Verwaltungsgebäude (Geb. 2) 
Das zweigeschossige, mit tief gezogenem, nochmals
zweigeschossigem Mansarddach versehene ehem.
Verwaltungsgebäude des Eisenbahnausbesserungswerks ist in
der Formensprache an das Speisegebäude angelehnt. Auch
dieser Bau wird durch bossierte Sandsteinquader an Sockel und
Kanten in Kombination mit hellem Rauputz und durch wechselnde
Fensterformate charakterisiert, ist jedoch einfacher gestaltet. 
Kesselschmiede (Geb. 10) 
Ehem. Kesselschmiede des Eisenbahn-Ausbesserungswerkes
zur Wartung und Reparatur der Lokomotivkessel. Zweischiffige
Halle in Ost-West-Ausrichtung mit niedrigerem Seitentrakt im
Süden für Rumpelraum (Kümpelraum) und Siederohrwerkstätte. 
Der Außenbau ist geprägt von dem charakteristischen Wechsel
aus rotem Sandstein und hellen Rauputzflächen. Die westliche
Hauptfassade verfügt über drei große, dreigeteilte
Rundbogenfenster (Thermenfenster), deren kleinteilige
Metallsprossenverglasung erhalten ist. Die gleiche Fensterform
findet sich auch an der Nordseite (in den westlichen Achsen
verändert). Die zum Dornheimer Weg ausgerichtete Südfassade
wurde von einer langen Reihe Segmentbogenfenster mit
Bossenquader-Sandsteinrahmung geprägt. Diese Situation ist
heute durch jüngere Anbauten (diese allerdings angepasst durch
Sandsteinsockel und hellen Putz) teils verändert. 
Im Inneren ist die bauzeitliche Stahlfachwerkkonstruktion
erhalten. Die beiden gleich hohen, nördlichen Schiffe von je 14 m
Breite bestehen aus einer Längsbinderkonstruktion, die
gleichzeitig die 30 t-Kranbahn zum Bewegen der schweren
Lokomotivkessel trägt. Der Bereich der Oberlichter wurde in
jüngerer Zeit verändert (einst gab es hier flache Bogenfenster).
Die Dachkonstruktion mit filigranen Bindern und Firstbelichtung
im mittleren Schiff ist erhalten, im nördlichen Schiff wurde sie
durch eine gerundete Glaskonstruktion ersetzt. 
Lok-Richthalle (Geb. 30) 
Ehem. Lok-Richthalle, später Panzer-Reparaturhalle, bis heute
größter und beherrschender Hallenbau des Werkkomplexes
(ursprünglich 148 m Länge, 143 m Breite). Zwei große Hallen
beherbergten 32 Lokomotiv-Richtstände zur Demontage,
Reinigung, Reparatur und Montage der Loks. Der Außenbau ist
wie bei allen Gebäuden mit roten Sandsteinelementen in
Kombination mit hell verputzten Flächen gestaltet; durch
Anbauten bzw. Zerstörungen ist jedoch keine originale
Außenwand sichtbar. Hauptschauseite des mehrschiffigen
Komplexes war die Westseite mit einer vorgeblendeten,
aufwändiger gestalteten Fassade: Wie Aufnahmen aus der
Bauzeit zeigen, wurden die Stirnseiten der Schiffe jeweils mit
geschweiften Giebeln hervorgehoben, die Ortgänge waren durch
Loggia des  Aufenthalts- und Speisegebäudes
(Geb. 6)
Aufriss der Nordfassade des Aufenthalts und
Speisegebäudes („Kasino“, Geb. 6)
Grundriss des Aufenthalts und
Speisegebäudes („Kasino“, Geb. 6)
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Sandstein zusätzlich betont. Ein Wechsel von kleineren
Segmentbogen- und größeren Thermenfenstern rhythmisierte die
Fassade zusätzlich. Bereits bauzeitlich sprang die Westfassade
hinter der fünften Fensterachse um etwa 8 m zurück, vermutlich,
um dort mit Loks direkt in den südlichen Hallenteil fahren zu
können. Der Westteil der Halle ist heute verändert, mit der
Kasernennutzung wurden auf zwei Etagen Verwaltungsräume
eingebaut. Die Konturen sind, wie auch der durchgehende
Sandsteinsockel zeigt, bauzeitlich. 
Beachtlich modern war zur Erbauungszeit die wenig einsehbare
Ostseite der Halle. War die Westfassade
historisierend-repräsentativ gestaltet, zeigte sich die Ostseite mit
großen Metallfenstern und ohne vorgeblendete Giebel schlicht
und funktional. Durch jüngere Anbauten ist diese Situation nicht
erhalten. 
Im Inneren ist trotz jüngerer Einbauten und Ergänzungen die
originale Tragkonstruktion nahezu vollständig erhalten. Von dem
ursprünglichen Komplex aus zwei je dreischiffigen Hallen mit
niedrigerem Verbindungsbau haben sich die südlichen drei
Schiffe, der Verbindungsbau und ein weiteres Schiff im Norden
erhalten. Die dreischiffigen Hallen hatten keinen basilikalen
Querschnitt, sondern höhere Seitenschiffe für die
Lok-Richtstände und niedrigere Mittelschiffe, in denen sich einst
die Schiebebühnen zum Verteilen der Loks auf die Richtstände
befanden. Die erhaltenen Seitenschiffe - zwei im Süden, eines im
Norden -  bestehen aus genieteten, teils geschraubten
Stahlfachwerk-Binderkonstruktionen. Die Fachwerkstützen sind
zugleich Auflager für die ebenfalls erhaltenen Kranbahnen.
Oberhalb der Kranbahnen (30 t?) dienen Oberlichter und flach
geneigte, mit durchgehenden, spitzen Raupen im First versehene
Satteldächer der ausreichenden Belichtung. Das erhaltene
südliche Mittelschiff ist mit 5 m vergleichsweise niedrig, wird aber
über seine fast 20 m Breite stützenlos überspannt. Hier findet sich
die gleiche Stahlfachwerkkonstruktion wie in den Seitenschiffen. 
Der breite, niedrige Verbindungsbau in der Mitte beherbergte die
Dreherei. Die Längsbinder-Konstruktion mit filigranen
Vollwand-Zwischenstützen wird von einem sehr flachen
Satteldach mit querlaufenden Belichtungsraupen überspannt. Die
zentrale Halle der ehem. Dreherei ist durch dünne, mit großen
Metallsprossenfenstern zu zwei Dritteln verglaste Zwischenwände
von den beiden ehem. Richthallen separiert. Von der technischen
Ausstattung des Eisenbahn-Ausbesserungswerkes hat sich bis
auf einige Gleise nichts erhalten (keine originalen Laufkatzen,
Arbeitsgruben o. ä.). Kleinere, teils jüngere Nebenräume und
Anbauten und der gesamte Boden wurden für die spätere
Nutzung als Panzer-Reparaturwerkstatt verändert. 
Schmiede mit Betriebsschlosserei (Geb. 20) 
Hallenkomplex mit ehem. Schmiede des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes. Der südliche Querbau in
Ost-West-Richtung beinhaltete Räderwerkstatt, Kupferschmiede
und Klempnerei. In der nach Norden anschließenden,
zweischiffigen Halle befanden sich Schmiede und
Federschmiede, im kürzeren, abgetrennten östlichen Seitenschiff
waren Gelbgießerei und Modellschreinerei untergebracht. Die
ursprünglich ausgesparte Nordostecke wurde in jüngerer Zeit
ergänzt. 
Der Außenbau wird durch rote Sandstein-Bossenquader am
umlaufenden Sockel und Sandstein-Fensterrahmungen sowie
helle Putzflächen bestimmt. An der Hauptschauseite im Süden
zum Dornheimer Weg sind die fünf großen
Segmentbogenfenster, deren mittleres dreigeteilt und portalartig
vergrößert ist, erhalten, teils mit originaler
Verwaltungsgebäude (Geb. 2)
Ansicht der Kesselschmiede (Geb. 10) von
Süden
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Metallsprossenverglasung, teils zugesetzt. Im Osten – gegenüber
der Schauseite der einstigen Richthalle – ist trotz jüngerer
Veränderungen die Abfolge verschieden großer
Segmentbogenfenster noch ablesbar. 
Im südlichen Querbau ist die genietete
Stahlfachwerk-Dachkonstruktion der Erbauungszeit erhalten, sie
lagert auf den Außenwänden. Die Belichtung erfolgt über die
großen Segmentbogenfenster sowie über die ebenfalls
bauzeitliche, satteldachförmige Belichtungsraupe im Firstbereich.
Erhalten haben sich zudem die Kassettendecke aus gegossenen
Betonelementen (sie setzt sich außen am Dachüberstand fort)
sowie die auf Wandvorlagen liegende Kranbahn. Die Halle der
nördlich anschließenden Schmiede wird durch
Stahlfachwerkträger in zwei Schiffe geteilt. Die filigranen Stützen
bestehen aus vielen kurzen, genieteten Profilen; Kopfbänder
dienen der Längsaussteifung. Auch hier ist die Dachkonstruktion
mit Betonkassetten erhalten. Das mittlere/westliche Schiff wird
über eine durchlaufende, satteldachförmige Raupe belichtet, die
Seitenschiffe verfügen über quergerichtete Raupen. Die
Firstbelichtung des Mittelschiffs ist noch original, die anderen
Oberlichter wurden mit neuen, gerundeten Glaselementen
versehen. Öfen und damit verbundene Kamine der einstigen
Schmiede wurden in der Zwischenzeit entfernt. 
Toilettenhäuschen (Geb. 9 und 19) 
Wie weit der Gestaltungsanspruch des Architekten Mettegang
ging, zeigt sich exemplarisch an den beiden bauzeitlich
erhaltenen Toilettenhäuschen, die die gleichen Formensprache
haben wie die Verwaltungsgebäude und die Hallen. Die
eingeschossigen Satteldachbauten mit weitem Dachüberstand
bestehen zu zwei Dritteln aus Sandstein-Bossenquadern, auf
denen die niedrige, verputzte Fensterzone sitzt. Die Zugänge an
den Schmalseiten verfügen über hölzerne Vorbauten,
vergleichbar der Loggia am Kasino. 
Jüngere Veränderungen 
Veränderungen an den Hallen in Folge der Zerstörungen des
Zweiten Weltkrieges, aber auch der Umnutzung zur
Panzerausbesserung geschuldet, wurden bereits beschrieben.
Ein ebenfalls in der charakteristisch-historisierenden
Formensprache gehaltenes Badehaus (Geb. 1) im Westen des
Areals wurde in jüngerer Zeit abgebrochen. Ebenfalls in jüngerer
Zeit abgebrochen wurde das Kraftwerk (Geb. 26) nördlich der
Schmiede. Ein weiteres Verwaltungsgebäude (Geb. 7) und die
ehem. Tenderwerkstatt (Geb. 36) sind so stark verändert, dass
sie nicht Teil der Sachgesamtheit sind. 
Analyse 
Das im Zuge des Hauptbahnhof-Ausbaus sowohl zeitlich als auch
gestalterisch „aus einem Guss“ entstandene
Eisenbahn-Ausbesserungswerk Darmstadt hat sich in den
wichtigsten Bestandteilen erhalten. Trotz der zwischenzeitlich
erfolgten Nutzungsänderung lassen sich allen Funktionen des
Werkes Gebäude zuordnen. Die einzelnen Stationen von der
Lokaufnahme bis zu deren Reparatur und die dafür
beigeordneten Abteilungen wie die Schmiede für die Räder (Geb.
20) wurden funktional entlang der Arbeitsabläufe angeordnet.
Dabei wurden die „sauberen“ und „leisen“ Betriebsteile wie die
Verwaltung, das Bad und das Kasino zum Dornheimer Weg
positioniert, um eine städtebauliche Proportion am Übergang zur
südlichen Arbeitersiedlung zu gewinnen. 
Architekturgeschichtlich beachtlich ist, dass die um 1900 im
Industriebau eigentlich übliche Aufgabenteilung zwischen
Architekt und Ingenieur bei Friedrich Mettegang durchbrochen
Ansicht der Kesselschmiede (Geb. 10) von
Westen
Ansicht der Kesselschmiede (Geb. 10) von
Norden
Kesselschmiede (Geb. 10), Innenraum nach
Osten
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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wurde. Bei ihm treffen beide Eigenschaften kongenial zusammen
und wurden bei dem Darmstädter Werk zu einem einheitlichen
Entwurf zusammengeführt. Mettegang hat die regional typischen
Baumaterialien (Buntsandstein und Rauputz) im Sinne eines
Reformstils verwendet, der den Jugendstil überwunden hat und
zu einer stärkeren Versachlichung der Architektur beiträgt. Die
Rustizierung der Sandsteinquader und die romanisierenden
Thermenfenster der Werkshallen sind zeittypisch und
entsprechen der beliebten Formensprache des um diese Zeit
beliebten „Zyklopenstils“. 
Zwar hat das Werk durch die Zerstörungen des Zweiten
Weltkrieges und durch jüngere Umbauten Veränderungen
erfahren, besonders, was die größte Halle, die ehem.
Lokomotiv-Richthalle, betrifft. Trotzdem oder gerade deshalb ist
es beachtlich, dass sich in allen drei Hallen die bauzeitliche
Konstruktion aus genietetem Stahlfachwerk größtenteils erhalten
hat. An den aus vielen kurzen schmalen Profilen
zusammengenieteten Konstruktionen lässt sich auch der Stand
der Entwicklung in der Stahlproduktion vor dem Ersten Weltkrieg
ablesen. Für großvolumige Hallen aus der Zeit vor dem Ersten
Weltkrieg in bauzeitlicher Konstruktion wie die Lok-Richthalle gibt
es hessen- und bundesweit nur noch wenige Beispiele, daher ist
der Gebäudekomplex von Seltenheitswert. 
Begründung 
Das ehem. Eisenbahn-Ausbesserungswerk Darmstadt steht
aufgrund seiner Bedeutung für den Eisenbahn-Standort
Darmstadt aus ortsgeschichtlichen Gründen, aufgrund der
bauzeitlich erhaltenen, großvolumigen Hallen aus
technikgeschichtlichen Gründen und aufgrund der konsequenten
Durchbildung der Außenbauten aus künstlerischen Gründen als
Sachgesamtheit nach § 2 Abs. 1 HDSchG unter Denkmalschutz. 
  
Literatur 
Historisch-genetische Rekonstruktion. Starkenburg-Kaserne
Darmstadt und Dienstgebäude Kreiswehrersatzamt Darmstadt,
erstellt durch Mull und Partner Ingenieurgesellschaft mbH,
Hannover 2008. 
Eva Reinhold-Postina, Denkmalschutz in Darmstadt. Der
Hauptbahnhof und seine Baugeschichte, Darmstadt 1993. 
Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland –
Kulturdenkmäler in Hessen, Eisenbahn in Hessen, Teil 1,
Eisenbahngeschichte und –baugattungen 1829-1999, bearb. vom
Volker Rödel, Wiesbaden 2005. 
Ernst Spiro, Ueber die Wirtschaftlichkeit der zur Zeit
gebräuchlichsten Hebezeuge in Lokomotiv-Werkstätten der
Eisenbahn-Verwaltung, Berlin 1914. 
Horst Troche, Aus der Geschichte des
Bundesbahn-Ausbesserungswerkes Darmstadt-Lok, in:
Jubiläumsschrift des Heeresinstandsetzungswerkes 850,
Koblenz/Bonn 1983, S. 14-18. 
Heinrich Steinberger, Die neue Eisenbahnwerkstätte zu
Darmstadt, in: Der Industriebau 1914, S. 80-87.
Kesselschmiede (Geb. 10), Innenraum nach
Westen
Grundriss der Kesselschmiede (Geb. 10)
Foto aus der Erbauungszeit des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes (um 1910)
mit Blick auf die lange Westfassade der Lok
Richthalle, im Vordergrund die
Belichtungsraupen der Schmiede
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Foto aus der Erbauungszeit des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes (um 1910),
rechts die Lok Richthalle, links die Schmiede
Foto aus der Erbauungszeit des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes (um 1910),
Fassaden Detail der Lok-Richthalle
Foto aus der Erbauungszeit des
Eisenbahn-Ausbesserungswerkes (um 1910),
Blick in ein Seitenschiff
der Lok-Richthalle
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Schnitt und Grundriss der Lok-Richthalle
(Geb. 30)
Lok-Richthalle (Geb. 30), heutige
Südwestansicht
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Lok-Richthalle (Geb. 30), südliches
„Mittelschiff“, Blick nach Westen
Lok-Richthalle (Geb. 30), mittlerer
Verbindungsbau (ehem. Dreherei) mit
querlaufenden Oberlichtern
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Lok-Richthalle (Geb. 30), n ördliches
„Seitenschiff“, Blick nach Westen
Schmiede (Geb. 20), Ansicht von Südosten
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Schmiede (Geb. 20), südlicher Querbau,
ehem.
Räderwerkstatt
Schmiede (Geb. 20), südlicher Querbau,
ehem.
Räderwerkstatt
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Schmiede (Geb. 20) mit Stahlfachwerkträgern
Schmiede (Geb. 20) mit Stahlfachwerkträgern
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Schmiede (Geb. 20), Detail der Firstraupe
Grundriss der Schmiede (Geb. 20)
Schnitt der Schmiede (Geb. 20)
Schnitt der Schmiede (Geb. 20)
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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Auszug aus dem Denkmalverzeichnis des Landes Hessen vom 10.03.2021 11:45
Toilettenhäuschen (Geb. 9)
Toilettenhäuschen (Geb. 9)
Darmstadt - Darmstadt - Hauptbahnhof/Tann - Dornheimer Weg 21

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443 Zeichen

Punkt 9: 1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 
Ziffer 3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) 
 
2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor 
Eintragung in das Denkmalbuch 
 (V-Nr. 2021/0307) 
 
Der Ausschuss für Umweltschutz und Nachhaltigkeit empfiehlt der Stadtverord-
netenversammlung, der Vorlage zuzustimmen. 
 
Stimmenthaltungen: Fraktionen Die Linke. und UFFBASSE

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398 Zeichen

Stadt Darmstadt - Nacherfassung des Denkmalbestandes 2021 
 
Liste B 
 
 
Eingetragenes Objekt 
 
Adresse Flur; Flurstück 
Korrektur Sachgesamtheit ehem. 
Lokomotivausbesserungswerk - Ergänzung 
einzelner Hallen und Nebengebäude 
Dornheimer Weg 21 37; 100/21 
   
Korrektur zum Hauptgebäude - Ergänzung des 
Nebengebäudes der ehem. Großherzoglichen 
Landwirtschaftskammer 
Rheinstraße 62 17; 64/291

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378 Zeichen

Punkt 21: 1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 
Ziffer 3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) 
 
2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor 
Eintragung in das Denkmalbuch 
 (V-Nr. 2021/0307) 
 
Der Haupt- und Finanzausschuss empfiehlt der Stadtverordnetenversammlung 
einstimmig, der Vorlage zuzustimmen.

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519 Zeichen

Punkt 23: 1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 
Ziffer 3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG) 
 
2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor 
Eintragung in das Denkmalbuch 
 (V-Nr. 2021/0307) 
 
Die Fraktion UWIGA/WGD beantragt getrennte Abstimmung der Punkte 1 und 2 
des Beschlussvorschlages. 
 
Dem Punkt 1 des Beschlussvorschlages wird einstimmig zugestimmt. 
 
Dem Punkt 2 des Beschlussvorschlages wird zugestimmt. 
 
Gegenstimmen: UWIGA/WGD

anlage 4

1481 Zeichen

BAU- UND  
KUNSTDENKMALPFLEGE 
   
 
 
 
 
 
 
 
Landesamt für Denkmalpflege  poststelle.baudenkmalp flege.wi@lfd-hessen.de 
Hessen https://lfd.hessen.de 
Schloss Biebrich / Westflügel  T +49 611 6906-0 
65203 Wiesbaden F +49 611 6906-140 
Landesamt für Denkmalpflege Hessen    Schloss Biebrich    65203 Wiesbaden 
   
Wiesbaden, 28.06.2021 
 
Nebengebäude der ehem. Großherzoglichen Landwirtschaftskammer,  
Rheinstraße 62, 64295 Darmstadt, Fl. 17, Flst. 64/291 
- Denkmalwert 
 
 
Das zweigeschossige Nebengebäude mit Walmdach und Fledermausgaupen steht im 
Zusammenhang mit dem Hauptgebäude der ehem. Großherzoglichen 
Landwirtschaftskammer, Baujahr 1914. Es diente vermutlich als Wohnhaus für die 
Hausverwaltung und als Remise. Seine Architektur ist wesentlich schlichter gehalten als 
die des neubarocken Hauptgebäudes, aber dennoch anspruchsvoll gestaltet. Die in die 
Putzfassade eingeschnittenen, regelmäßig angeordneten, hochrechteckigen 
Fensteröffnungen sind mit Holzsprossenfenstern verschlossen. Einige Holzklappläden 
und die zentral platzierte Hauseingangstür sind noch erhalten. Die Garagentore 
scheinen aus der Entstehungszeit zu stammen. Eine architektonische Besonderheit ist 
die Feuerschürze über den Garagenzufahrten, die über dem Hauseingang als Vordach 
dient. 
Das Nebengebäude der ehem. Großherzoglichen Landwirtschaftskammer ist 
gemeinsam mit dem Hauptgebäude gemäß § 2 Abs. 1 aus geschichtlichen und 
künstlerischen Gründen als denkmalwert erkannt.

2021/0307

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Magistratsvorlage 
 
Eingang Magistrats - 
geschäftsstelle:  
18.10.2021 
an den Magistrat  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
 
Beteiligt vor 
Magistratsbeschlussfassung:  
Dezernat III an die Stadtverordnetenversammlung  
   OBW zur Befassung  
   zur Kenntnis 
   zur Beschlussfassung  
   zur abschließenden Beschluss - 
       fassung Fachausschuss  
 
 
Amt: Stadtplanungsamt  
 OBW bei abschl. 
Beschlussfassung Magistrat  
Behandlung in  
öffentl. Sitzung  
Ja 
 
Nein 
 
Verteiler:  
 
 
Ja 
 
Nein  
 
Vorlage-Nr. 2021/0307 
 
Magistratsbeschluss -Nr. 
  
 
Internetfähig     
 
Produkt-Nr.:       
Kostenstelle:        Investitionsnummer:        
Kostenträger:        Sachkonto:       
 
Betreff: 1. Systematische Erfassung der denkmalwerten Bausubstanz gemäß § 5 Abs. 2 Ziffer 
3 und 4 Hessisches Denkmalschutzgesetz (HDSchG)  
 
2. Benehmensherstellung mit den Gemeinden gemäß § 11 Abs. 1 HDSchG vor 
Eintragung in das Denkmalbuch  
 
Vorlage vom: 01.10.2021  
 
Beschlussvorschlag : 
 
1. Der Magistrat nimmt die Liste A der nacherfassten Denkmäler in Darmstadt zur Kenntnis.  
Das erforderliche Benehmen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem 
Landesamt für Denkmalpflege Hessen gemäß § 10 Abs. 3 Hessisches 
Denkmalschutzgesetz (HDSchG) ist für die in der Liste A ben annten Objekte hergestellt.  
 
2. Der Magistrat nimmt die Liste B der nacherfassten, Denkmäler in Darmstadt zur Kenntnis.  
Die in der Liste B aufgeführten Objekte (Hallen der Starkenburgkaserne und 
Nebengebäude der ehem. Großherzoglichen Landwirtschaftskammer) w erden vorerst 
zurückgestellt und sollen bei einem gemeinsamen Ortstermin mit dem Landesamt für

- 2 - 
Denkmalpflege Hessen und den städtischen Beteiligten hinsichtlich der Belange und 
städtischen Einwände geprüft werden.  
 
 
Anlagen: Anlage1_ListeA  
Anlage2_ListeB  
Anlage3_Dornheimer -Weg-21_Denkmalwert  
Anlage4_Rheinstr -62_Denkmalwert Nebengebäude  
 
Datenschutzrelevante Anlage:   
 
Folgekosten:    Ja    Nein 
 
Beschluss des Magistrats vom

- 3 - 
Begründung zur Magistratsvorlage vom 01.10.2021 
 
Zu 1.: 
Das Landesamt für Denkmalpflege Hessen hat gemäß § 4 Abs. 3 und 4 Hessisches 
Denkmalschutzgesetz (HDSchG) die denkmalwerten Bausubstanzen systematisch zu 
erfassen und ein Denkmalbuch zu führen. Das Denkmalbuch ist ein nachrichtliches 
Denkmalverzeichnis, in dem Objekte, die die gesetzlichen Merkmale eines Kulturdenkmals 
erfüllen, gelistet sind. Die Unteren Denkmalschutzbehörden und die Gemeinden führen für 
ihr Gebiet Auszüge aus dem Denkmalbuch. Die Aufnahme in das Denkmalverzeichnis der 
unterschutzgestellten Kulturdenkmäler kann von Amts wegen oder auf Antrag erfolgen. 
Antragsberech tigt sind der Eigentümer des Kulturdenkmals, die Gemeinde, in der das 
Denkmal gelegen ist sowie der Denkmalbeirat nach § 3 Abs. 3 HDSchG. Vor Aufnahme in das 
Denkmalbuch ist gemäß § 10 Abs. 3 HDSchG das Benehmen mit der Gemeinde herzustellen.  
 
Seit 1994 liegt mit der Denkmaltopographie der Stadt Darmstadt eine umfassende 
Dokumentation des Denkmalbestandes in Darmstadt vor. Dabei handelt es sich einen 
Bestand, der sich durch neue Erkenntnisse und die geänderte Bewertung abgeschlossener 
Bauepochen dynamisch w andelt. Nach rund 25 Jahren wurde dieser Bestand daher einer 
Revision unterzogen, sowie auf der Grundlage von Recherchen und Begehungen um 
systematisch erfasste Baudenkmäler ergänzt. Zu einem Teil der in diesem Rahmen 
überprüften Objekte wurden bereits Eig entümerbenachrichtungen verschickt.  
 
Die auf der aktualisierten hier beigefügten Liste A aufgeführten Objekte wurden auf ihren 
Denkmalwert hin überprüft. Die Überprüfung hat ergeben, dass sie die Kriterien eines 
Kulturdenkmals gem. § 2 Abs. 1 bzw. 3 des He ssischen Denkmalschutzgesetzes (HDSchG) 
erfüllen. Ihre Eintragung in das Denkmalverzeichnis des Landes Hessen ist daher 
vorzunehmen.  
Das erforderliche Benehmen zwischen der Wissenschaftsstadt Darmstadt und dem 
Landesamt für Denkmalpflege Hessen gemäß § 10  Abs. 3 Hessisches Denkmalschutzgesetz 
(HDSchG) ist für die in der Liste A benannten Objekte hergestellt. Die Beteiligung der Stadt 
dient der Abstimmung der erfassten Kulturdenkmäler, um abschließend beurteilen zu 
können, ob ggf. noch Korrekturen vorzunehm en sind. 
 
Zu 2.: 
Die in der Liste B angeführten Objekte (Hallen der Starkenburgkaserne und Nebengebäude 
der ehem. Großherzoglichen Landwirtschaftskammer in der Rheinstraße 62) wurden im 
Rahmen der Ämterbeteiligung hinsichtlich ihrer Auswirkung auf städtisc he Belange kritisch 
beurteilt.  
Die in der Liste B angeführten Objekte (Hallen der Starkenburgkaserne und Nebengebäude 
der ehem. Großherzoglichen Landwirtschaftskammer in der Rheinstraße 62) werden 
zurückgestellt. Diese sollen zu einem späteren Zeitpunkt b ei einem gemeinsamen Ortstermin 
mit Vertreterinnen und Vertretern der Stadt Darmstadt und dem Landesamt für 
Denkmalpflege besichtigt und hinsichtlich der Belange und städtischen Einwände geprüft 
werden. 
 
 
Dezernat III 
 
 
Michael Kolmer  
Stadtrat

anlage 1

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Stadt Darmstadt - Nacherfassung des Denkmalbestandes 2021 
 
Liste A 
 
 
Eingetragenes Objekt Adresse Flur; Flurstück 
Kilometerstein (Berliner Meilenstein) Berliner Allee zw. 6 und 8 17; 64/166, 64/237, 
64/235, 64/238, 64/45, 
64/167, 64/195 
   
Wohnhäuser Neue Künstlerkolonie Rosenhöhe Edschmidweg 23 und 25, 
Ludwig-Engel-Weg 1-15 
10; 6/4, 6/3, 6/15 
   
Erich-Ollenhauer-Promenade Mathildenhöhe 2; 1517, 44/2, 51/1, 
1544/2 
   
Gemeindezentrum Bartningstr. 38/40/42 99; 21/102, 21/101 
   
Gesamtanlage Fasanerie – Erweiterung um die 
Flurstücke 1/1 und 2 (Weg) 
Dieburger Str. 255, 270 82; 1/1, 2 
   
Wasserturm auf dem Gelände der Fa. Merck Frankfurter Str. 250 32; 1/5 
   
Korrektur zum Hauptgebäude – Ergänzung des 
Hintergebäudes (Saalanbau) 
Heidelberger Landstr. 218 1; 21/5 
   
Grabmal Römheld, Alter Friedhof Herdweg 107 8; 208 (Grab Römheld) 
   
Vorbauten/Intarsien (Sachteil) am Mitteltrakt 
des Robert-Piloty-Gebäudes 
Hochschulstr. 10 3; 77/4 
   
Gesamtanlage TU Elektrotechnik Landgraf-Georg-Str. 2-6 1; 197/23 
   
Gesamtanlage Johannesviertel – Erweiterung 
um die Flurstücke 1273/1, 1276, 1275/2, 1277, 
1278 
Landwehrstr. 35-39 3; 1273/1, 1276, 
1275/2, 1277, 1278 
   
Korrektur Gesamtanlage Luisenplatz – 
Erweiterung um den Bereich Wilhelminenstr. 1-
3, Luisenplatz 1, 4, 6, 7, Rheinstr. 7, 9 
Luisenplatz 4; 1249, 1277, 1248/3, 
1262, 1276/2, 433/15, 
1250/2, 1251, 1263, 
1275/9, 1253, 1264/5, 
1278/5, 1258/4, 1246, 
1250/1, 1274/12 
   
Korrektur Gesamtanlage Steubenplatz – 
Einbeziehung des Objekts Rheinstraße 63 (ohne 
Anbau). Das Objekt Rheinstraße 65 ist nicht 
Bestandteil der Gesamtanlage. 
Rheinstr. 63 16; 17/8

Scheune des Forsthauses Kranichsteiner Str. 258 102; 8/1 
   
Wohnhaus Küchlerstr. 19 6; 1008/8 
   
Michaeliskirche mit Gesamtanlage 
Gemeindebauten 
Liebfrauenstr. 12-14 mit Nr. 6-
10, Schuknechtstr. 42 
3; 568/3 
   
Wohn- und Pfarrhaus Prinz-Christians-Weg 11 2; 72 
   
Gehweg mit doppelter Baumreihe Martinspfad 6; 1459/1 
   
Wohnhaus Mendelssohnstr. 11 6; 876/1 
   
Verwaltungsbau Neckarstr. 8-10 4; 535/4 
   
Sporthalle Böllenfalltor Nieder-Ramstädter-Str. 170 b 24; 31/2 
   
Verwaltungsbau der ehem. Idiotenanstalt Nieder-Ramstädter-Str. 185 23; 167/10 
   
Wohnhaus Osannstr. 14 7; 290/3 
   
Betriebsgebäude Eberstädter Friedhof Palisadenstr. 5 - 7 6; 1/18 
   
Wohnhausgruppe (wird vom 
Gesamtanlagenobjekt gemäß 
§ 2.3 zum Kulturdenkmal gemäß § 2.1 HDSchG) 
Roßdörfer Str. 56 - 68 9; 125/1, 135/2 
   
Mauerstück im Bereich der Straße Am 
Waldfriedhof, Waldfriedhof 
Am Waldfriedhof 41; 6 
   
Wohn- und Geschäftshaus Wilhelminenstr. 15 4; 704

Beratungsverlauf (5)

TOP 6
TOP 9
TOP 23
TOP 21
TOP 354

Orte (32)

  • Rheinstraße 62
  • Frankfurter Straße 250
  • Rabenaustraße
  • Berliner Allee
  • Dieburger Straße 255
  • Heidelberger Landstraße 218
  • Hochschulstraße 10
  • Landwehrstraße 35
  • Liebfrauenstraße 12
  • Schuknechtstraße 42
  • Roßdörfer Straße 56
  • Dornheimer Weg 21
  • Steubenplatz
  • Ludwig-Engel-Weg 1
  • Luisenplatz 1
  • Am Waldfriedhof 41
  • Erich-Ollenhauer-Promenade
  • Landgraf-Georg-Straße 2
  • Wilhelminenstraße 1
  • Kranichsteiner Straße 258
  • Prinz-Christians-Weg 11
  • Mendelssohnstraße 11
  • Nieder-Ramstädter Straße 170b
  • Palisadenstraße 5
  • Bismarckstraße
  • Bartningstraße 38
  • Küchlerstraße 19
  • Neckarstraße 8
  • Osannstraße 14
  • Edschmidweg 23
  • Herdweg 107
  • Martinspfad 6

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
2021/0307
Typ
Magistratsvorlage
Datum
01.10.2021
Erstellt
29.09.2026 00:00