Mandari Insight

2251/2021

Jahresbericht 2020 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln

Mitteilung Ausschuss 30.06.2021

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 31.08.2021, TOP 7.4

Anlage 2 Bericht Förderung

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Ansehen

Mitteilung Ausschuss

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Ansehen

Anlage 1 Jahresbericht

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Ansehen

Anlage 2 Bericht Förderung

7910 Zeichen

Selbsthilfe-Kontaktstelle | Marsilstein 4-6 | 50676 Köln
Stadt Köln
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren
Andrea Kreß
Ottmar-Pohl-Platz 1
51103 Köln
Köln
Marsilstein 4-6
50676 Köln
Telefon: 0221/951542-23
Telefax: 0221/951542-42
www.selbsthilfekoeln.de
selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org 
Rückfragen: Steven Adam
Öffnungszeiten:
MO - DO: 9 - 12.30 + 13-16 Uhr
FR- P - 12 Uhr
17.03.2021
Förderung der nicht unmittelbar über den Ausschuss für Soziales und Senioren und den 
Gesundheitsausschuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich 
Bericht der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
Verwendungsnachweis 2020
Selbsthilfeförderung 2020
2020 standen uns insgesamt 129.651,28 € zur Förderung der Selbsthilfegruppen 
zur Verfügung.
Die Summe setzt sich wie folgt zusammen:
56.004,86 € Übertrag aus der Selbsthilfeförderung 2019 (Amt für Soziales, Arbeit und 
Senioren 22.139,77 €, Gesundheitsamt 33.840,09 €, Selbsthilfe-Kontaktstelle 25,00 €) und 
neu 73.646,42 € Zuwendungen aus 2020 (Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 39.138,80 
€, Gesundheitsamt 34.507,62 €).
Verteilt auf die beiden Ämter standen uns seitens des Amtes für Soziales, Arbeit und 
Senioren insgesamt 61.278,57 € und seitens des Gesundheitsamtes 68.347,71 € zur 
Verfügung.
Von dem uns zur Verfügung stehenden Betrag in Höhe von 129.651,28 € haben wir
89.446,19 € wie folgt verausgabt:
19.088,94 € wurden an 44 Selbsthilfegruppen ausgezahlt.
59.678,86 € wurden für übergreifende Aktivitäten und Anschaffungen verwendet.
10.678,39 € erhielt die Selbsthilfe-Kontaktstelle für ihren Verwaltungsaufwand.
DEUTSCHER PARITÄTISCHER WOHLFAHRTSVERBAND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN E.V.
Loher Straße 7
42283 Wuppertal
www.paritaet-nrw.org
Telefon: 0202|2822-0
Telefax 0202|2822-110
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Wuppertal VR 14 39
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Seite 1 von 3

Zu den Gruppenanträgen im Einzelnen
Es wurden 53 Gruppenanträge aufgenommen. An 44 Gruppen wurden Fördermittel 
ausgezahlt. Bei den 9 nicht geförderten Gruppen haben 8 Gruppen ihren Antrag nicht 
konkretisiert. Hier gehen wir davon aus, dass sie ausreichend andere Fördermittel 
erhalten haben oder der Förderbedarf so gering war, dass er aus Eigenmitteln finanziert 
wurde. Für die übrige Selbsthilfegruppe wurden die gestellten Kosten aufgrund von 
Geringfügigkeit (Kopierkosten) durch die Selbsthilfe-Kontaktstelle übernommen.
29 Gruppen wurden mit einem Betrag bis zu 500 € gefördert, bei 14 Gruppen lag der 
Förderbetrag zwischen 500 € - 1.000 €, 1 Gruppe erhielt eine Förderung zwischen 1.000 
€- 1.900 €.
Die Förderinhalte verteilten sich auf das gesamte mögliche Förderspektrum. 32 Gruppen 
erhielten eine Erstattung der Telefonkosten. 24 Gruppen wurden Mietkosten erstattet. 10 
Gruppen wurden mit Fahrtkosten gefördert, fünf Gruppen mit Portokosten. 8 Gruppen 
erhielten eine Förderung für Büromaterial, drei Gruppen für Kopierkosten. Mit 
unterschiedlichen Inhalten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit wurde eine Gruppe gefördert. 
Eine Förderung für Fachliteratur erhielten drei Gruppen, sowie weitere 4 Gruppen für 
technische Geräte. Mit Kostenerstattungen fürs Internet wurden 6 Gruppen unterstützt. 
Eine Gruppe wurde wie im Vorjahr mit der Übernahme von Kinderbetreuungskosten 
gefördert. Während sich die Eltern trafen, wurden die Kinder gemeinsam parallel betreut.
Zu den übergreifenden Anschaffungen und Aktivitäten
Für das Haus der Selbsthilfe wurden Instandhaltungsmaßnahmen in der Teeküche 
finanziert. Darüber hinaus wurden wie in den Vorjahren Verbrauchsmittel für das Haus 
der Selbsthilfe finanziert, sowie zusätzliche Kosten im Rahmen des notwendigen 
Hygieneschutzkonzepts übernommen.
Für einen Infoabend an der Universitätsklinik Köln wurden Honorare für Schrift- und ein 
Gebärdendolmetscher finanziert. Im Bereich gruppenübergreifende Öffentlichkeitsarbeit 
flössen Mittel in die Aktualisierung zweier Broschüren („Selbsthilfegruppen in Köln von 
A-Z" und „Hürden überwinden - Elternratgeber aus der Selbsthilfe").
Ein Schwerpunkt der übergreifenden Förderung waren neben Fortbildungen die 
Anpassung der Unterstützungsangebote im Bereich der digitalen Selbsthilfe: Neben der 
Fortführung der Datenschutz-Fortbildung aus dem Vorjahr wurden weitere Fortbildungen 
als virtuelle Formate gefördert. Wie in den Vorjahren fanden so auch wieder 
gruppenübergreifende Supervisionen statt.
Um den Selbsthilfegruppen in den Zeiten der sogenannten Lockdowns (Frühjahr sowie 
Winter 2020) die Möglichkeit zum Austausch zu bieten, wurde ein Video­
Konferenzsystem, das an die besonderen Erfordernisse der Selbsthilfegruppen (insb. 
bzgl. des Datenschutzes) angepasst wurde, finanziert.
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Erfahrungen und Fazit der Selbsthilfe-Kontaktstelle
Die Anzahl der Anträge 73 (Vorjahr: 89) war niedriger als im vergangen Jahr. Dies betraf 
ausschließlich die Anträge einzelner Gruppen. So wurden 2020 nur 44 einzelne Gruppen 
(Vorjahr: 58) gefördert. Erstmalig gefördert wurden 7 Gruppen (Vorjahr: 9).
Dies zeigt sich zudem auch in der Summe der an einzelne Gruppen ausgezahlten Mittel. 
So wurden 2020 insgesamt 19.088,94 € im Gegensatz zu 27.916,70 € im Jahr 2019 
verausgabt. Im Detail sieht es so aus, dass die Anzahl der Gruppen, die weniger als 500 € 
erhielt, sich verringert hat: 29 Gruppen in 2020 (Vorjahr: 35). Die Anzahl der Gruppen mit 
einem Förderbetrag zwischen 500-1.000 Euro ist auf 14 Gruppen gesunken (Vorjahr: 17). 
Über 1.000 Euro erhielt nur eine Gruppe (Vorjahr: 6).
Die Anzahl der gruppenübergreifenden Anträge ist in diesem Jahr hingegen gestiegen. 
Dies spiegelt sich in den ausgezahlten Fördermitteln in Höhe von 59.678,86 €, die sich im 
Vergleich zum Vorjahr (2019: 28.917,52 €) mehr als verdoppelt haben, wider. Gründe dafür 
sind, dass Aktivitäten für den Bereich übergreifende Öffentlichkeitsarbeit ausgeweitet 
wurden, um den Kölner Selbsthilfegruppen auf vielfältige Weise während der Covid-19- 
Pandemie Unterstützung zu bieten sowie die Selbsthilfe in der Kölner Bevölkerung 
sichtbarer zu machen.
Wie im Vorjahr haben wir mit mehreren Gruppen die Anträge gemeinsam ausgefüllt. 
Der Unterstützungsbedarf ist insbesondere für neue Gruppen und Personen, die 
erstmalig einen Antrag stellen, hoch. Wir sind Ansprechperson für Gruppen mit eher 
geringem oder schwankendem Förderbedarf, für neue Gruppen und Gruppen in 
besonderen Situationen, wie z.B. die Gruppen, die aktuell nicht in der Lage sind, in 
Vorleistung zu gehen, Anträge auszufüllen, Belege in ordnungsgemäßer Form vorzulegen 
sowie Fristen einzuhalten oder ein Gruppenkonto zu führen. Schwierig ist für uns nach 
wie vor, dass bei wechselnden Ansprechpersonen oft keine interne Übergabe stattfindet.
Die Restsumme in Höhe von 40.205,09 € (Gesundheitsamt 21.877,19 €,
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren 18.302,90 €, Selbsthilfe-Kontaktstelle 25,- €) 
würden wir gerne wieder für übergreifende Aktivitäten im Bereich Öffentlichkeitsarbeit 
sowie Digitalisierung, Fortbildungen und dringend benötigte Anschaffungen und 
Erneuerungen für das Haus der Selbsthilfe verausgaben.
Die geförderten Gruppen und der Sprecher*innenkreis der AG Selbsthilfe im 
Paritätischen bedanken sich ausdrücklich für die Unterstützung durch die Stadt Köln.
Q
'Steven Adam
Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
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Mitteilung Ausschuss

1679 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
V/503/1 
 
Vorlagen-Nummer 30.06.2021 
 2251/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 26.08.2021 
Gesundheitsausschuss 31.08.2021 
 
Jahresbericht 2020 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln 
In der Sitzung des gemeinsamen Unterausschusses Selbsthilfegruppen des Ausschusses Soziales 
und Senioren und des Gesundheitsausschusses am 17.09.2015 wurde entschieden, die jeweiligen 
Jahresberichte als Tagesordnungspunkt auch den beiden Fachausschüssen vorzulegen. Dieser kann 
auch unter 
https://www.selbsthilfekoeln.de/progs/sh/shks/koeln/content/e620/e3714/e3720/Jahresbericht_2020_
SHK_P_ger.pdf heruntergeladen werden.  
 
Da eine Mitteilung nicht zugleich öffentlich und nicht-öffentlich sein kann, wurde der nicht-öffentliche 
gemeinsame Unterausschuss Selbsthilfegruppen mit einer separaten Mitteilungsvorlage informiert 
(2252/2021). 
 
Das Format des Jahresberichtes wurde verkleinert. Die Informationen sind kompakter zusammenge-
fasst und mit farblichen Abstimmungen und Diagrammen lassen sich die Informationen ansprechend 
erfassen. 
 
Mit Anlage 1 stellt die Verwaltung den Jahresbericht 2020 der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln zur Ver-
fügung. Besonders hingewiesen sei auf das Virtuelle Haus der Selbsthilfe, ein innovatives Angebot für 
Selbsthilfegruppen (Seite 18). 
 
In Anlage 2 informiert die Kontaktstelle in einem Bericht über die Mittelverwendung hinsichtlich der 
nicht unmittelbar über den Ausschuss Soziales, Seniorinnen und Senioren und den Gesundheitsaus-
schuss geförderten Selbsthilfegruppen im Sozial- und Gesundheitsbereich.  
 
 
Gez. Dr. Rau

Anlage 1 Jahresbericht

39909 Zeichen

Jahresbericht 
    2020

2
Inhaltsverzeichnis
 
S. 03 Einleitung
S. 04 Zahlen und Fakten
S. 06 Öffentlichkeitsarbeit
S. 09 Unterstützungsleistung bei Gruppengründungen
S. 11 In-Gang-Setzer Projekt
S. 12 Allgemeine Unterstützungsleistungen
S. 14 Finanzielle Förderung 
S. 15 Unterstützung in Gruppenform
S. 16 Koordination der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe im Paritätischen Köln
S. 18 Virtuelles Haus der Selbsthilfe
S. 19 Kölner Haus der Selbsthilfe
S. 20 Gremien und Arbeitskreis
S. 22 Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe
S. 24 Fazit und Ausblick

3
Einleitung
Mit dem vorliegenden Jahresbericht der Selbst-
hilfe-Kontaktstelle Köln - die einzige Einrichtung in 
der Stadt, die ein umfassendes Informations- und 
Beratungsangebot rund um das Thema Selbsthilfe 
bereitstellt - wird Ihnen ein Gesamteindruck unse-
rer Tätigkeiten im Jahr 2020 und deren Ergebnisse 
vermittelt.
Seit mehr als 30 Jahren unterstützt die Selbsthilfe-
Kontaktstelle Selbsthilfegruppen bei ihrer Arbeit, 
vermittelt interessierte Bürger*innen an bestehen-
de Gruppen und trägt auf verschiedenen Ebenen 
zu einem selbsthilfefreundlichen Köln bei. 
Das Team der Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln be-
steht aus qualifizierten, hauptamtlichen Fach -
kräften: Vier Frauen und ein Mann haben eine 
Fachausbildung im sozialen Bereich, drei Frauen 
arbeiten in der Verwaltung. Außerdem sprechen 
drei unserer Kolleginnen auch Türkisch.
Daher können wir türkisch-sprachigen Bürger*-
innen unsere Leistungen in ihrer Mutterspra -
che anbieten. Natürlich beraten wir auch  andere 
fremdsprachige Selbsthilfegruppen beim Aufbau 
und unterstützen sie bei weiteren Aktivitäten.
Die Grundlage unserer Arbeit ist folgender Leitge-
danke:
Jeder Mensch verfügt über das Wissen und die 
Kraft, mit einer schwierigen Lebenssituation, 
einer Krankheit oder Behinderung eigenverant -
wortlich und selbstbestimmt umzugehen.
Alle Fähigkeiten, die er dazu benötigt, sind 
bereits in ihm angelegt. Dadurch kann jeder 
Mensch seine Situation selber verändern oder 
verbessern.
Innerhalb einer Gruppe, im Austausch mit 
Gleichgesinnten und anderen Betroffenen, kön-
nen sich eigene Möglichkeiten und Selbsthil -
fe-Potenzial besser entfalten und weiterentwi -
ckeln.
Aus dieser Haltung heraus richten wir den Fokus 
unserer Arbeit auf vorhandene Kräfte und Fähig -
keiten, nicht auf Defizite. Dieser Ansatz gilt für ein-
zelne Ratsuchende genauso wie für Gruppen.
Selbsthilfegruppen sind Partner auf Augenhöhe. 
Die Mitarbeiter*innen der Selbsthilfe-Kontaktstel -
le geben daher ihr professionelles Wissen und Er -
fahrungen an sie weiter, um ihr Selbstengagement 
und ihre Selbstvertretung zu stärken.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln bedankt sich für 
die langanhaltende und vertrauensvolle Unter -
stützung bei allen beteiligten Akteur*innen, ins -
besondere bei der Stadt Köln sowie den Kranken -
kassen/ -verbänden in NRW.

4
Zahlen und Fakten
Information und Beratung
Im Jahr 2020 hat die Selbsthilfe-Kontakstelle ins -
gesamt 21.597 Kontakte statistisch erfasst. Davon 
waren 3.305 eingehende Kontakte und 18.292 
ausgehende Kontakte. Kontakte an Infoständen, 
Veranstaltungen oder im Bereich der Sozialen Me-
dien sind in diesen Zahlen nicht erfasst.
Die ausgehenden Kontakte setzen sich wie folgt 
zusammen: 
475 ausgehende Einzelkontakte zu Selbsthilfe-
gruppen und 17.817 ausgehende Kontakte  zu 
Selbsthilfegruppen, Bürger*innen oder professio -
nellen Einrichtungen in Form von Einladungen zu 
Treffen, Versand von Protokollen, etc..
Eingehende Kontakte
31,8 %
28 %
39,6 %
0,6 %
1308 (29)  Bürger*innen
925 (14) Selbsthifegruppen
1052 (109) Prof. Einrichtungen
20 (0) Sonstige
2020
(...)  türkischsprachig
189 persönlich
1650 schriftlich
1466 telefonisch
5,7 %
50 %
44,3 %
Es suchten 29 Bürger*innen  die Selbsthilfe-
Kontaktstelle persönlich auf, wenn sie auf der Su -
che nach einer Selbsthilfegruppe waren und 13 
holten allgemeine Selbsthilfe-Informationen ein. 
Die Hauptanliegen der persönlichen Kontakte 
von Selbsthilfegruppen waren organisatorische 
Unterstützung und Austausch aktueller Infos. 
Überwiegend wurde die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
von Kölner Bürger*innen, Selbsthilfegruppen und 
professionellen Einrichtungen kontaktiert: 
2.704 (82 %).
Das Hauptanliegen von Selbsthilfe-Interessierten 
und professionellen Einrichtungen war die Suche 
nach Selbsthilfegruppen. Dazu wurde die Selbst-
hilfe-Kontaktstelle von 1.110 Bürger*innen  und 
von 119 professionellen Einrichtungen  kontak-
tiert. 
Die 1.110 anfragenden Bürger*innen auf der 
Suche nach einer Selbsthilfegruppe verteilten sich 
wie folgt: 
13,1 %
82,3 %
4,6 %
52 in Vertretung
145 Angehörige
913 Betroffene
29,5%
70,4 %
0,1 %
1 Geschlecht unbekannt
327 Männer
782 Frauen

5
Angefragte Themen
Um einen Eindruck zu vermitteln, welche konkreten Anfragen sich hinter den abstrakten Zahlen der 
Anfragestatistik verbergen, ist im Folgenden eine Übersicht der am meisten angefragten Themen 
aufgelistet:
8,1 %
10,4 %
20,7 %
12,8 %
230 Depressionen/ Bipolare Störungen
142 Angst/ Panik / Phobien
115 Gewalt/ Missbrauch - Opfer
90 Ess-störungen
5,0 %
4,2 %
56 Einsamkeit/ Freizeit
47 ADHS
4,0 %
3,4 %
3,2 % 3,0 %
44 Seelische Gesundheit
38 Zwangserkrankungen
36 Borderline-Persönlichkeitsstörung
34 Familien, Eltern, Kind - nicht näher bezeichnet
Grundsätzlich lässt sich feststellen, dass die ein -
gehenden Kontakte im Vergleich zum Vorjahr 
rückläufig waren. Dies hängt eindeutig mit der 
Covid-19-Pandemie und den damit einherge -
gangenen und weiterhin anhaltenden kontakt-
reduzierenden Maßnahmen zusammen. 
Dies zeigt sich insbesondere darin, dass sich die 
persönlichen Kontaktaufnahmen im Vergleich zum 
Vorjahre fast halbiert haben. Zwar bot die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle während der Zeit, in 
welcher keine persönlichen Beratungen aufgrund
von Vorgaben des Arbeitsschutzes möglich waren 
- zusätzlich, neben der Beratung per Telefon und 
E-Mail - Video-Sprechstunden an. Diese Möglich -
keit wurde aber nur sehr zurückhaltend genutzt. 
Die anteilige Erhöhung der telefonischen Kontakt-
aufnahmen im Vergleich zum Vorjahr deutet da -
rauf hin, dass dieses Kontaktmedium bevorzugt 
gewählt wurde, um den persönlichen Kontakt zu 
ersetzen.
5

6
Öffentlichkeitsarbeit
Neben dem Bekanntmachen der Selbsthilfe-
Kontaktstelle Köln ist es das Ziel, dem Begriff  
Selbsthilfe ein positives Image zu geben, den Be -
kanntheitsgrad der Selbsthilfegruppen zu erhö -
hen und den Zugang zu den Selbsthilfegruppen 
zu erleichtern. 
Wie im letztjährigen Jahresbericht dargestellt, war 
das Jahr 2019 geprägt von zwei großen Werbe -
kampagnen. Aufgrund dieser Offensive im Jahr 
2019 waren für 2020 weniger Maßnahmen im 
Bereich der Öffentlichkeitsarbeit geplant. Viele der 
dennoch geplanten Maßnahmen mussten jedoch 
aufgrund der Covid-19-Pandemie und den damit 
verbundenen Maßnahmen zur Reduktion des 
öffentlichen Lebens entfallen. Hiervon waren viele 
Aktionstage, wie etwa der NRW-Tag 2020 oder der 
Aktionstag „gesund & mobil im Alter“ , betroffen.
Bereits nach dem ersten sogenannten Lockdown 
im Frühjahr 2020 zeichnete sich ab, dass sich viele 
klassischen Formate der Öffentlichkeitsarbeit (wie 
Infostände, Informationsveranstaltungen, Vorträ -
ge und Ähnliches) nicht durchführen ließen. 
Daher konzentrierte sich die Selbsthilfe-Kontakt -
stelle auf Projekte, die von den kontaktreduzieren-
den Maßnahmen weniger betroffen sein würden. 
So veröffentlichte die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
aktualisierte Neuauflagen zweier Broschüren, um 
die Kölner Selbsthilfe auch in dieser schwierigen 
Zeit im Bewusstsein der Öffentlichkeit weiter zu 
verankern. 
Zum einen wurde die Broschüre „Selbshilfeg -
ruppen von A – Z“ in einer Auflage von 5.000 
Exemplaren neu aufgelegt. Auf knapp 300 
Seiten stellen sich dort über 230 Selbsthilfe -
gruppen vor. Erstmals wurde diese Broschü -
re auch im barriere-armen PDF-Format auf der 
Internetseite der Selbsthilfe-Kontaktstelle zugäng-
lich gemacht, um so einen Beitrag zur Inklusion zu 
schaffen.

7
Zum anderen wurde die Broschüre „Hürden über -
winden – Elternratgeber aus der Selbsthilfe in Köln“ 
in einer Auflage von 2.000 Exemplaren neu aufge-
legt. Auf 100 Seiten stellen sich u. a. 20 Elterninitiati-
ven aus der Selbsthilfe vor und bieten darüber hin-
aus Orientierungspunkte für vielfältige Fragen von 
Eltern und ihren Kindern. 
Beide gedruckte Broschüren wurden an über 40 
wohnortsnahe Einrichtungen in ganz Köln verteilt 
und können dort von interessierten Bürger*innen 
abgeholt werden.
Weitere Aktivitäten im Bereich 
Öffentlichkeitsarbeit
Ständige Aktualisierung der Internetseite der  
Selbsthilfe-Kontaktstelle (Themenübersicht, 
Gruppengründungswünsche, aktuelle Grup -
pengründungen, Veranstaltungen von und für 
Gruppen etc.); 2020 wurde die Internetseite 
35.404 Mal besucht; 
Ständige Pflege des Facebook-Auftritts im 
Verbund mit „Selbsthilfe südliches Rheinland“;
Aktualisierung und Neuaufnahme von Grup -
pendaten im Internetportal Selbsthilfenetz.de;
Regelmäßige Zusendung von Informations -
materialien an über 130 professionelle Einrich -
tungen zum Auslegen oder zur Weitergabe an 
Interessierte;
Chor der Kölner Selbsthilfe – Auftritte und 
Presseveröffentlichungen. Darüber hinaus 
feierte der Chor sein 10-jähriges Bestehen. Die 
geplante Jubiläumsfeier musste leider verscho -
ben werden;
Auslage und  Aktualisierung von 130  Gruppen -
flyern in den Prospektständern im Eingangsbe -
reich des Hauses der Selbsthilfe;
Regelmäßiges Befüllen der Prospektständer mit 
Infomaterial in Einrichtungen mit Publikums -
verkehr wie z.B. dem Gesundheitsamt der Stadt 
Köln;
7

8
Pressemitteilungen zu Aktivitäten der Selbst- 
hilfe-Kontaktstelle und zu Gruppengründungs -
treffen; 
Einstieg in das Projekt SelbsthilfeNews der 
Krankenkassen/ -verbände NRW; 
2 Veranstaltungen im Rahmen des Selbsthil -
fe-Café-Projekts; 2 weitere geplante Termine  
mussten leider ersatzlos abgesagt werden;
Vortrag über die Arbeit der Selbsthilfe und die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle im Rahmen der Kölner 
Gesundheitstage in Kooperation mit dem 
Gesundheitsamt der Stadt Köln.
Neue Selbsthilfegruppen +++ Workshops +++ Seminare +++ Termine +++ Aktuelles +++ Projekte +++ Erfahrungen
Aktuelles aus der Selbsthilfe
Projekte und Erfahrungen
Neue Selbsthilfegruppen
Workshops und Seminare
T ermine und Veranstaltungen
Selbsthilfegruppen stellen sich vor
MELDEN SIE SICH AN UNTER:
www.selbsthilfe-news.de
6x
IM JAHR BES T E N S I NFORMIERT
Ein Projekt der Krankenkassen/
-verbände in NRW im Rahmen 
der Selbsthilfeförderung 
nach §20h SGB V.
REGELMÄSSIGE NEWSLETTER
aus der Region Köln
8

9
Unterstützungsleistungen bei Gruppengründungen 
Die Unterstützungsleistungen der Selbsthilfe-Kontaktstelle im Bereich Gruppengründung sind vielfältig: 
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle berät Initiator*innen, entwickelt mit ihnen gemeinsam Faltblätter, sammelt 
weitere Interessent*innen in einer Wartekartei und stellt den Kontakt untereinander her. Darüber hinaus 
moderiert die Selbsthilfe-Kontaktstelle erste Gruppentreffen, entwickelt mit Gruppen tragfähige Struk -
turen und unterstützt diese bei der Öffentlichkeitsarbeit sowie der Suche nach einem geeigneten Raum.
2020 hat die Selbsthilfe-Kontaktstelle folgende Gründungen bzw. Gründungsversuche mit unterschied-
lichen Aktivitäten unterstützt: 
Die Gruppengründung "SHG für Ess-Störungen" wurde als Pilotprojekt in der Initialphase durch 
Impulsvorträge einer Therapeutin unterstützt, da vorherige Gründungsversuche zu der Thematik leider 
erfolglos blieben.
1. Angstgruppe für junge Leute
2. Parkinson, junge Leute
3. Verschickungskinder
4. Selbsthilfegruppe für Ess-Störungen
5. Betroffene von narzisstischem Missbrauch
6. Soziale Phobien – Die Marsilianer
7. AMeH – Angehörige von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen
8. Restless legs (mangels Teilnehmende wieder aufgelöst)
9. Clutterers Anonymous
10. Migräne
11. Stimmen hören in Köln und Umgebung
12. Osteoporose – Alternative Behandlungsansätze
13. Keratokonus, Augenerkrankung

10
Gruppen mit folgenden Themen haben sich unabhängig von der Selbsthilfe-Kontaktstelle gegründet 
und sind 2020 in die Vermittlungskartei aufgenommen worden:
Folgende Themen wurde 2020 in die Übersicht „Gruppengründungswünsche“ aufgenommen. Aktive 
Gruppengründungsinteressierte wurden beraten und unterstützt. Die Gruppengründung ist noch nicht 
erfolgt.
Diese Auflistung zeigt wieder ein breit gefächertes Themenspektrum der neu gegründeten bzw. in 
Vorbereitung befindlichen Selbsthilfegruppen.
1. Angstgruppe für junge Leute
2. Parkinson, junge Leute
3. Verschickungskinder
4. Selbsthilfegruppe für Ess-Störungen
5. Betroffene von narzisstischem Missbrauch
6. Soziale Phobien – Die Marsilianer
7. AMeH – Angehörige von Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen
8. Restless legs (mangels Teilnehmende wieder aufgelöst)
9. Clutterers Anonymous
1. Depression – Selbsthilfegruppe Lebenswert
2. Stressbewältigung
3. Anonyme Schuldner
4. PostChemSex
5. OvarSh - Verein Eierstockkrebs Deutschland e.V.
6. Sputnik - Eltern von Kindern mit Beeinträchtigungen (russischsprachig)
7. Overeaters Anonymous (OA) - Sonntagsgruppe

11
In-Gang-Setzer Projekt
Wie im vergangenen Jahresbericht bereits 
mitgeteilt, hat sich die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
seit 2018 am In-Gang-Setzer Projekt beteiligt, um 
Gruppengründungen verstärkt zu unterstützen. 
So sollen mehr Gruppengründungswünsche auf -
gegriffen und bei Bedarf neue Gruppen intensi -
ver begleiten werden. Das Projekt In-Gang-Setzer 
besteht seit über 10 Jahren an mehr als 40 Stand -
orten bundesweit.
In-Gang-Setzer*innen sind ehrenamtliche Mit -
arbeiter*innen der Selbsthilfe-Kontaktstellen. Sie 
kommen i. d. R. aus Selbsthilfegruppen und wer -
den geschult. Sie unterstützen Selbsthilfegruppen 
in Hinblick auf Kommunikation und Organisation 
der Gruppenprozesse. Sie sind keine Ansprech -
person für die jeweiligen Themen der Gruppen. 
In-Gang-Setzer*innen werden bei Bedarf in neu 
gebildeten Selbsthilfegruppen für einen bestimm-
ten Zeitraum eingesetzt. 
Sie werden bei der Tätigkeit kontinuierlich durch 
die Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet und unter -
stützt. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Super -
visionstreffen mit anderen In-Gang-Setzer*innen.
Im 1. Halbjahr erfolgte der Austausch mit den 
Kölner In-Gang-Setzer*innen lediglich per E-Mail. 
Im 2. Halbjahr gab es eine In-Gang-Setzung zum 
Thema Essstörungen (Bulimie/ Magersucht) ohne 
Initiator*in. Teilgenommen haben Mitarbeiter*-
innen der Selbsthilfe-Kontaktstelle zudem an der 
Fortbildung „In-Gang-Setzung ohne Initiator*in“ 
und an einer digitalen Seminarreihe im 2. Halb -
jahr mit mehreren Kolleg*innen aus anderen 
Selbsthilfe-Kontaktstellen.

12
Allgemeine Unterstützungsleistungen
Alle Selbsthilfegruppen in Köln können sich jeder-
zeit mit Fragen oder Problemen, die sich aus der 
Selbsthilfearbeit ergeben, an die Selbsthilfe-Kon -
taktstelle wenden. Seien es Schwierigkeiten und 
Konflikte in der Gruppe, Fragen zur Finanzierung, 
Raumsuche, Öffentlichkeitsarbeit, Vereinsrecht 
oder Informations- und Handlungswünsche zu ge-
sundheits- und sozialpolitischen Fragestellungen. 
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bietet den örtlichen 
Selbsthilfegruppen Information, Einzelberatung, 
Erfahrungsaustausch mit anderen Gruppen, Fort -
bildung und Supervision sowie praktische Hil -
festellungen, insbesondere über das Haus der 
Selbsthilfe und das Virtuelle Haus der Selbsthilfe, 
an.
2020 wandten sich Selbsthilfegruppen 925 Mal 
mit folgenden Anliegen (Mehrfachnennungen 
möglich) an die Selbsthilfe-Kontaktstelle:
20,2 %
25,1 %
42,3 %
3,8 %
391 Organisatorische Unterstützung
232 Austausch aktueller Infos
187 Finanzen
101 Öffentlichkeitsarbeit
10,9 %
5,7 %
53 Sonstiges
35 Gremienarbeit, Kooperation, 
Netzwerk
(aufgelistet sind Anliegen ab 20 Kontakten)
116 persönliche Kontakte mit Gruppen hatten fol-
gende Anliegen (Mehrfachnennungen möglich):
71 Organisatorische Unterstützung
20 Austausch aktueller Informationen
16 Finanzen 
16 Sonstiges 
7 Öffentlichkeitsarbeit 
(aufgelistet sind die fünf häufigsten Anliegen)
Zu diesen Zahlen sei angemerkt, dass aufgrund 
der Covid-19-Pandemie und den damit verbun -
denen kontaktreduzierenden Maßnahmen sowie 
Vorgaben zum Arbeitsschutz, die Möglichkeiten 
zum persönlichen Kontakt zeitweise stark einge -
schränkt waren.
Datenbank
Die Aktualität der Datenbank ist eine wichtige 
Grundlage der Informations- und Unterstützungs-
arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle. Die Daten -
bank umfasst aktuell (Anfang 2021) 300 Gruppen. 
Diese Zahl entspricht nicht der Anzahl der Kölner 
Selbsthilfegruppen, da einige Gruppen 20 oder 
mehr Untergruppen haben. Im Rahmen der be -
gonnenen Digitalisierungsmaßnahmen wurde die 
Datenbank weiter angepasst.

13
Informationen
Alle in der Datenbank erfassten Selbsthilfegrup -
pen erhalten den Infodienst mit interessanten 
Neuigkeiten und Informationen zu wichtigen 
Unterstützungsangeboten. Darüber hinaus be -
kommen die Selbsthilfegruppen wichtige Infor -
mationen weitergeleitet, die von professionellen 
Kooperationspartnern oder landes- und bundes -
weiten Selbsthilfevereinigungen an die Selbsthil -
fe-Kontaktstelle gerichtet werden.
Raumkartei
In der Raumkartei, in der sich die Institutionen 
in Köln befinden, die Selbsthilfegruppen Räu -
me kostenlos zur Verfügung stellen bzw. Räume 
vermieten, sind aktuell rund 150 Einrichtungen 
aufgeführt. Es besteht nach wie vor ein hoher 
Raumbedarf, vor allem im Innenstadt-Bereich. Die 
Situation hat sich durch die kontaktreduzierenden 
Maßnahmen in Folge der Covid-19-Pandemie zu -
dem verstärkt, da die zulässigen Teilnehmer*in -
nen-Zahl in den einzelnen Räumen reduziert 
werden mussten. Hierdurch hat sich die Zahl der 
geeigneten Räume weiter reduziert. 
Datenschutz
Die im Mai 2018 in Kraft getretene Datenschutz-
Grundverordnung (DS-GVO) hat anfangs zu 
großer Verunsicherung bei allen Aktiven geführt. 
Da diese weiterhin anhielt, wurde die begonnene 
Fortbildungsreihe auch im Jahr 2020 fortgeführt. 
So wurde eine Fortbildung „Selbsthilfe in der 
digitalen Welt“ zu diesem Thema angeboten, da 
durch die Covid-19-Pandemie Selbsthilfegruppen 
verstärkt auf digitale Angebote umstiegen, um 
ihren Gruppenaustausch während der kontaktre -
duzierenden Maßnahmen sowie der sogenannten 
Lockdowns aufrecht zu erhalten. 
Seit Anfang 2020 stehen zur Datenschutz-Grund -
verordnung eine FAQ-Sammlung sowie weitere 
Hilfestellungen auf der Internetseite der Selbst -
hilfe-Kontaktstelle Köln für die Selbsthilfegruppen 
zum Download bereit. 
Auch die Selbsthilfe-Kontaktstelle hat sich weiter -
hin intensiv mit dem Thema befasst und eigene 
Strukturen angepasst. Im Fokus standen dabei die 
Datenminimierung und die Überarbeitung von 
Einwilligungserklärungen.

14
Finanzielle Förderung
Seit 1996 stellt die Stadt Köln der Selbsthilfe-
Kontaktstelle Fördermittel - den sogenannten 
Selbsthilfetopf - zur Verfügung, den die Selbsthil -
fe-Kontaktstelle gemeinsam mit dem Sprecher*in-
nenkreis der Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe 
verwalten. Der „Topf“ setzt sich aus einem Sockel -
betrag in Höhe von 9.828,80 € und Restförder -
geldern des Amtes für Soziales und Senioren und 
des Gesundheitsamtes zusammen. Das Volumen 
des „Topfes“ ist daher jährlich unterschiedlich. Die 
Verwendung der Fördergelder wird dem Amt für 
Soziales, Arbeit und Senioren und dem Gesund -
heitsamt mit Bericht und Belegen nachgewiesen. 
Durch die Möglichkeit, den „Topf“ nach Bedarf 
- ohne Einhaltung starrer Antragsfristen – in An -
spruch zu nehmen, ist er eine wesentliche Hilfe -
stellung und Stabilisierungsmaßnahme für kleine 
und neue Gruppen, Gruppen mit schwankendem 
Förderbedarf sowie Gruppen in Krisensituationen. 
Aber auch für Gruppen, die es nicht schaffen Fris -
ten einzuhalten, ein Gruppenkonto einzurichten 
oder in Vorleistung der Kosten zu gehen, bietet 
der "Topf" Hilfe. Ohne den „Topf“ würden einige 
Gruppen nicht existieren.
2020 stand der Selbsthilfe-Kontaktstelle mit insge-
samt ca. 129.000,00 € der bislang größte Betrag zur 
Verteilung an Gruppen zur Verfügung. Dadurch 
wurden 44 Gruppen gefördert, davon 7 Gruppen 
erstmalig. Die Summe der insgesamt an einzelne 
Gruppen ausgezahlten Mittel war jedoch geringer 
als im vergangenen Jahr. 
Darüber hinaus konnten mit diesen Mitteln 
verstärkt gruppenübergreifende Anschaffungen 
getätigt und gruppenübergreifende Aktivitäten 
gefördert werden. Besondere Schwerpunkte wa -
ren hier die Öffentlichkeitsarbeit, Fortbildungen 
und Supervisionstreffen sowie die Schaffung des 
Virtuellen Haus der Selbsthilfe und Modernisie -
rungsmaßnahmen im Haus der Selbsthilfe. 
Diese thematischen Schwerpunkte zeigen, wel -
chen hohen Stellenwert die städtische Selbsthil -
feförderung für die Selbsthilfeunterstützung hat 
und ebenso, wie wichtig der Stadt die Selbsthilfe 
ist. 
Alle Selbsthilfegruppen haben Zugang zur städti -
schen Förderung durch das Gesundheitsamt, das 
Amt für Soziales, Arbeit und Senioren und über die 
Selbsthilfe-Kontaktstelle. Darüber hinaus ist eine 
Förderung von gesundheitlichen Gruppen durch 
die Krankenkassen möglich. Auch in 2020 wurde 
wieder eine Informationsveranstaltung des Selbst-
hilfebeirates zum Thema finanzielle Förderung un-
ter Mitwirkung der zuständigen Mitarbeiter*innen 
des Amtes für Soziales und Senioren und des Ge -
sundheitsamtes sowie der Krankenkassen in der 
Uniklinik Köln durchgeführt. Wie in den Vorjahren 
wurde der Einsatz von Schrift- und Gebärden -
sprachdolmetschern*innen aus dem „Selbsthilfe -
topf“ finanziert.

15
Gemeinsam mit weiteren drei von den für die 
Wahrnehmung der Interessen der Selbsthilfe 
maßgeblichen Spitzenorganisationen benannten 
Selbsthilfegruppen, nimmt die Selbsthilfe-Kon -
taktstelle als beratendes Mitglied an der Vergabe -
sitzung der pauschalen Krankenkassenmittel teil. 
Diese Sitzung findet regelmäßig im April statt, so 
dass die Mittel Ende Mai an die Gruppen ausge -
zahlt werden können.
Das durch die Covid-19-Pandemie geprägte Jahr 
2020 bedeutete für viele Selbsthilfegruppen eine 
außergewöhnliche Belastung und konfrontierte 
sie mit zusätzlichen Herausforderungen. Bereits 
vorhandene Themen innerhalb der Gruppen, wie 
eine hohe Fluktuation von Teilnehmer*innen, Auf-
rechterhaltung von Gruppenstabilität im Kontext 
von Generationswechsel oder die (Über-)Belas -
tung von Gruppenleiter*innen und der Aktiven in 
Gremien erhielten durch die Pandemie ein neues 
Gewicht.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle begleitet die Kölner 
Selbsthilfelandschaft und erarbeitet hierfür neue 
Wege. Der so wichtig gewordene Faktor der Di -
gitalisierung ist deshalb im letzten Jahr zentraler 
Schwerpunkt geworden. Dazu zählen die Bereit -
stellung des zuvor erwähnten Virtuellen Haus der 
Selbsthilfe, niederschwellige Angebote zur Her -
anführung der Gruppen an digitale Austausch -
möglichkeiten sowie gleichsam die Aufklärung in 
Bezug auf Datensicherheit und –schutz. Die Selbst-
hilfe-Kontaktstelle hat ihre weiteren regulären 
Angebote, wie Austauschtreffen oder Fortbildun -
gen schrittweise an die derzeitige Situation ange -
passt und digital angeboten.
Unterstützung in Gruppenform
15

16
  
Koordination der Arbeitsgemeinschaft 
Selbsthilfe im Paritätischen Köln
Die Arbeitsgemeinschaft Selbsthilfe (192 Gruppen 
als Mitglieder; Stand März 2021) ist der Zusam -
menschluss der gesundheitlichen und sozialen 
Selbsthilfe in Köln unter dem Dach des Pari-
tätischen und wird von der Selbsthilfe-Kontakt -
stelle koordiniert. Die AG dient dem Austausch 
und vertritt themenübergreifend die Interessen 
der Selbsthilfegruppen in Köln. Der Arbeitsge -
meinschaft steht ein gewählter Sprecher*innen -
kreis vor. Der bereits im vorangegangenen Jahr 
angestoßene Generationenwechsel vollzog sich 
auch in diesem Jahr weiter, so hospitieren seit Juli 
2020 zwei weitere Vertreter der AG Selbsthilfe im 
Sprecher*innenkreis.
Alle von der Selbsthilfe-Kontaktstelle organisier -
ten Treffen und Fortbildungen für Selbsthilfegrup-
pen im Überblick:
Treffen im Rahmen des Selbsthilfebeirates:
Informationsveranstaltung „Die finanzielle För-
derung der Selbsthilfe in Köln im Jahr 2020“ 
– 1 Treffen.
Treffen im Rahmen der Arbeitsgemeinschaft 
Selbsthilfe:
Sprecher*innenkreis-Treffen - 11 Treffen;
Austauschtreffen der Elterngruppen, -initiativen 
und –vereine - 10 Treffen;
Einführungsveranstaltungen „Virtuelles Haus 
der Selbsthilfe“ – 5 Treffen;
Virtuelle Austauschtreffen – 2 Treffen.
Fortbildungen und Workshops:
„Nichts unter den Teppich kehren – Umgang mit 
Konflikten in der Selbsthilfegruppe“ (Präsenz -
veranstaltung)
29. Januar 2020, 17.00 - 21.00 Uhr
Referentin: Claudia Daubenbüchel, Dipl.- Sozial-
arbeiterin, Supervisorin (DGSv)

17
„Selbsthilfe in der digitalen Welt“ 
(Online-Veranstaltung) 
8. und 15. September 2020, 18.00 - 20.00 Uhr
Referentin: Renate Mitleger-Lehner, Rechtsan -
wältin und Autorin und Florian Gress, GF Com -
puty GmbH & Co. KG
„Texten fürs Web und Social Media (Facebook, 
Twitter, Instagram)“ (Präsenzveranstaltung)
18. September 2020, 10.00 - 17.00 Uhr
Referentin: Florine Callen (VHS)
Supervision (2 Präsenztreffen, 4 virtuelle Treffen
6 Termine: 28. September, 26. Oktober, 23. No -
vember, 14. Dezember, 25. Januar 2021, 22. Fe -
bruar 2021, 17.30 - 20.00 Uhr
Referentin: Anne Behnen, Mitarbeiterin der 
Selbsthilfe-Kontaktstelle Krefeld mit
Weiterbildung in systemischer Therapie und 
Supervision (RGST)
Informationsabend zum Thema: „Suizidalität/ 
emotionale Instabilität - Umgang und Interven-
tionen“ (Präsenzveranstaltung)
15. Oktober 2020, 17.00 - 20.00 Uhr
Referentin: Monika Meyer-Potthoff, Oberärztin 
der Tagesklinik Alteburger Straße, Leitung Ta -
geseinheit für emotional instabile Menschen
„Konflikte in der Selbsthilfegruppe – Störung 
oder Bereicherung?“ (Präsenzveranstaltung)
28. Oktober 2020, 17.00 - 21.00 Uhr
Referentin: Claudia Daubenbüchel, Dipl.-Sozial-
arbeiterin, Supervisorin (DGSv)
Weitere geplante Fortbildungen mussten leider 
gerade in der ersten Jahreshälfte aufgrund der 
kontaktreduzierenden Maßnahmen ersatzlos ab -
gesagt werden.
 
 
.

18
Virtuelles Haus der Selbsthilfe
Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe ist ein Digitalisierungsangebot für Kölner Selbsthilfegruppen. Als 
Reaktion auf die mit der Covid-19-Pandemie einhergehenden Einschränkungen bietet diese Videokon -
ferenz-Plattform Kölner Selbsthilfegruppen die Möglichkeit, sich virtuell auszutauschen. Anders als viele 
kommerzielle Angebote ist diese Videokonferenzplattform datenschutzkonform, kostenlos sowie mög -
lichst barrierearm und an die Bedürfnisse von Selbsthilfegruppen angepasst. Als solches war es das erste 
entsprechende Angebot für Selbsthilfegruppen in ganz Deutschland.
Dem Datenschutz wird dadurch Rechnung getragen, dass zum einen die Open-Source-Software 
„Jitsi-Meet“ verwendet wird. Zum anderen ist der Standort des verwendeten Servers in Deutschland. Mit 
Hilfe von freiwilligen Tester*innen aus dem Sprecher*innen-Kreis der Kölner AG Selbsthilfe wurde dieses 
Angebot mehrere Wochen lang geprüft und die aus dieser Testphase gewonnenen Erkenntnisse genutzt, 
um die Endnutzer-Plattform anzupassen.
Das Virtuelle Haus der Selbsthilfe begann seine Testphase im Juli 2020 und startete für alle Kölner Selbst-
hilfegruppen im September 2020. Begleitet durch Einführungsveranstaltungen für die Selbsthilfeaktiven 
sowie einer ausführlichen Dokumentation nutzen seitdem über 30 Kölner Selbsthilfegruppen (Stand 
Februar 2021) dieses Angebot regelmäßig. 
18

19
Kölner Haus der Selbsthilfe
Das Kölner Haus der Selbsthilfe umfasst 2 Grup -
penräume, eine Teeküche sowie Sanitärräume in 
den Räumlichkeiten der Selbsthilfe-Kontaktstelle 
Köln und steht Kölner Selbsthilfegruppen als 
Unterstützungsleistung zur Verfügung. Einer der 
beiden Räume umfasst zudem eine Büroausstat -
tung für organisatorische Arbeiten der Gruppen. 
Die beiden Gruppenräume werden regelmäßig 
von 60 Kölner Selbsthilfegruppen für Treffen ge -
nutzt.
In Folge des ersten sogenannten Lockdowns 
konnten sich im Frühjahr des Jahres 2020 für eini -
ge Wochen keine Selbsthilfegruppen im Haus der 
Selbsthilfe treffen. In Vorbereitung für eine Wieder-
eröffnung wurde ein Hygienekonzept für die Nut -
zung der Räumlichkeiten erstellt und vom Kölner 
Gesundheitsamt bestätigt. 
Neben allgemein bekannten Sicherheitsmaß -
nahmen und einer Erhöhung der Frequenz der 
Grundreinigung der Räumlichkeiten hatte das 
Hygienekonzept allerdings zur Folge, dass die Teil-
nehmer*innenzahl in den beiden Räumen auf 5 
bzw. 8 Personen limitiert werden musste. 
Zudem wurde die erzwungene Zeit der Schließung 
genutzt, um eine Bestandsaufnahme durchzufüh -
ren. Hierdurch wurden einige Modernisierungs- 
und Instandhaltungsmöglichkeiten erkannt, 
welche nun sukzessiv abgearbeitet werden. So 
wurden zunächst Armaturen und Durchlauferhit -
zer der Teeküche ersetzt. Im Rahmen allgemeiner 
Modernisierungsmaßnahmen wurden zudem im 
Gruppenraum 2 der Fußboden sowie die Wand -
farbe erneuert und damit allergikerfreundlich 
gestaltet. In einem zweiten Schritt soll entspre -
chend auch der Gruppenraum 1 modernisiert 
werden. Die Erneuerung der Fußböden dient auch 
dem späteren Ziel, beide Gruppenräume barriere-
frei erreichbar zu gestalten, da die neuen Böden 
belastbarer und somit geeigneter für Gehhilfen 
aller Art sind. Als letzte Modernisierungsmaßnah -
me wurde geplant, das vorhandene Schließsystem 
durch ein rein digitales zu ersetzen. Hierdurch soll 
nicht nur die Privatsphäre der Besucher*innen 
erhöht werden, sondern auch der Barrierefreiheit 
sowie dem Hygieneschutzkonzept dienen, da 
durch eine Verringerung der physischen Kontakte 
auch das Risiko von Schmierinfektionen gesenkt 
wird.

20
Gremien und Arbeitskreise
Das Ziel der Selbsthilfe-Kontaktstelle ist ein selbst-
hilfefreundliches Köln. In diesem Rahmen verfolgt 
die Kontaktstelle die Stärkung der Selbsthilfe durch 
Vernetzung mit professionellen Institutionen 
sowie der Beteiligung in Facharbeitskreisen und 
Gremien der Stadt Köln. Hierzu unterstützen die
Selbsthilfe-Kontaktstelle beteiligte Vertreter*-
innen von Selbsthilfegruppen durch Informations-
austausch und Fortbildungsangebote.
Die Selbsthilfe-Kontaktstelle bzw. die Arbeitsge -
meinschaft Selbsthilfe sind in folgenden Gremien 
und Arbeitskreisen vertreten:
Anhörungen im Rahmen 
von Planfeststellungs-      
verfahren
Fachausschüsse des Rates
Kommunale Konferenz 
Alter und Pfl  ege
Kommunale 
Gesundheitskonferenz
Stadt AG 
Behindertenpolitik
Gesunde Städte-Netzwerk
Regionalkonferenz im LVR
Ethikkommission der 
Ärztekammer
Wahlausschuss der 
Stadt AG 
Behindertenpolitik
AK BarrierefreiBeratung gemäß § 116                                                                                                                                      
    SH-Kontaktstelle und Selbsthilfe 
vertreten
    AG Selbsthilfe in Vertretung für 
SH-Kontaktstelle Köln
    Selbsthilfegruppen 
vertreten
Gremien
mit Beteiligung der 
SH-Kontaktstelle /
AG Selbsthilfe
Schwerpunkte der Interessensvertretung:
Kommunale Gesundheitskonferenz
Die Kommunale Gesundheitskonferenz bietet den 
Selbsthilfegruppen vor allem über ihre Arbeits -
gruppen die Möglichkeit, ihre Themen und An -
liegen einzubringen. Eine Arbeitsgruppe ist u.a. 
der Selbsthilfebeirat, dessen Vorsitz der Selbsthil -
fe-Kontaktstelle obliegt. Dadurch ist die Selbsthil -
fe-Kontaktstelle auch in den Arbeitsgruppenspre -
cher*innen-Treffen vertreten.
Stadt-AG Behindertenpolitik
Die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik 
vertritt die Interessen der Menschen mit Behinde -
rungen gegenüber politischen Gremien und Ein -
richtungen der Stadt Köln. Mit Beginn der neuen 
Ratsperiode vertritt die Selbsthilfe-Kontaktstelle 
den Paritätischen Köln dort als stimmberechtigtes 
Mitglied. Darüber hinaus ist die Selbsthilfe-Kon -
taktstelle auch vertreten im Wahlausschuss der 
Stadt-AG Behindertenpolitik. Aufgabe des Wahl -
ausschusses ist die Besetzung vakanter Posten in 
der Stadt-AG Behindertenpolitik sowie Nominie -
rung sachkundiger Einwohner*innen in den Aus -
schüssen des Rates der Stadt Köln.

21
Fachliche Einbindung
Wie alle Selbsthilfe-Kontaktstellen des Paritätischen in NRW stehen die Mitarbeiter*innen in fachlichen 
Austausch mit den Kolleg*innen der paritätischen Kontaktstellen sowie mit allen anderen Kontaktstellen 
in NRW.
Die Kolleg*innen der paritätischen Kontaktstellen sind in Planungs- und Arbeitsgruppen organisiert, um 
das Erfahrungswissen zu den Standardaufgaben- und Arbeitsabläufen sowie zu speziellen Tätigkeiten 
in einer Selbsthilfe-Kontaktstelle zu sichern und weiterzuentwickeln. Der Wissenstransfer der Prozess-
inhalte erfolgt NRW-weit und umfasst die Kernprozesse Information und Beratung, Unterstützung, 
Öffentlichkeitsarbeit, Vernetzung sowie Projekte.
Landesarbeitskreis
Selbsthilfe-Kontakstellen NRW
AG Selbsthilfe-Kontaktstellen 
+ Büros im 
Paritätischen NRW
Regionaltreff  en der
 SH-Kontaktstellen
AK IKÖ der 
SH-Kontakstellen in NRW
AG Selbsthilfe in die 
Lehre bringen
Selbsthilfe-Akademie NRW
Fachliche 
Einbindung

22
Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe
Die Gesprächskreise für pflegende Angehörige 
fanden nach Ausbreitung der Covid-19-Pande -
mie 2020 nur begrenzt oder gar nicht statt. Daher 
war es den Mitarbeiterinnen des Kontaktbüros 
Pflegeselbsthilfe ein besonderes Anliegen, für 
die pflegenden Angehörigen erreichbar zu sein. 
So wurde die zweistündige Sprechstundenzeit 
wöchentlich ausgedehnt, sodass das Kontaktbüro 
Pflegeselbsthilfe täglich erreichbar war.
Um den pflegenden Angehörigen in der schwie -
rigen Zeit eine Freude zu bereiten und der 
Isolation entgegen zu treten, organisierte das 
Team des Kontaktbüros während des ersten Lock-
downs die Verteilung von “Wundertüten” (Masken, 
Desinfektionsmittel, Rätselhefte, Tee sowie an -
dere kleine Überraschungen). Zur Weihnachts -
zeit wurden kleine Weihnachtspräsente an 
die Gruppenleiter*innen versandt, die diese 
an die einzelnen Teilnehmer*innen verteilten.
Neben dem Kontakt zu den Gesprächskreisen 
fanden auch regelmäßige digitale Austausch
treffen mit unterschiedlichen Akteuren, wie mit 
dem Kuratorium Deutsche Altershilfe und dem 
Regionalbüro Alter Pflege und Demenz sowie mit 
den Kolleg*innen der Kontaktbüros NRW statt. 
Im September und Oktober fanden die 8. Kölner 
Demenzwochen statt. 
Die Mitarbeiterinnen des Kontaktbüros haben an 
verschiedenen Veranstaltungen teilgenommen, 
um unter anderem das Projekt vorzustellen und 
den Kontakt zu Kollegen*innen und interessierten 
Menschen zu pflegen.
Zum August gab es einen Mitarbeiterwechsel: 
Frau Martini verabschiedete sich in den Ruhe -
stand. Seitdem vertreten Johanna te Kronnie mit 
10 Stunden und Elisabeth Igelmund-Schmidt mit 
9,75 Stunden das Kontaktbüro für Pflegeselbsthil -
fe. Einhergehend mit dem Mitarbeiterinnenwech -
sel war auch eine Ausweitung des Stellenumfangs 
der Mitarbeiterinnen, bedingt durch eine Aus -
weitung der finanziellen Förderung des Projekts, 
möglich.
Die Neuauflage der Broschüre „Selbsthilfegruppen 
in Köln von A - Z“ im Herbst 2020 bot zudem den 
Gesprächskreisen für pflegende Angehörige die 
Möglichkeiten, ihr Angebot vorzustellen.

23
Anfang des Jahres 2021 gab es 32 Gruppen zu folgenden Thematiken:
Pflegende Angehörige (die einen Menschen wegen einer körperlichen Erkrankung oder einer Demenz  
pflegen): 13 Gruppen
Pflegende Angehörige: Yoga und Austausch: 1 Gruppe
Pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz: 15 Gruppen
Angehörige von Menschen mit Frontotemporaler Demenz: 1 Gruppe
Angehörige von Menschen mit Demenz in stationärer Pflege: 1 Gruppe
Menschen mit beginnender Demenz (Betroffenengruppe): 1 Gruppe
23

24
Fazit und Ausblick
Das vergangene Jahr stand klar unter dem Einfluss 
der Covid-19-Pandemie und den damit verbun -
denen Einschränkungen des gesellschaftlichen 
Lebens. Dies betraf und betrifft auch die Selbst -
hilfe und wird auch im folgenden Jahr noch von 
Bedeutung sein. 
Durch die genannten Auswirkungen, vor allem 
durch die beiden „Lockdowns“ im Frühjahr so -
wie im Winter des Jahres 2020, konnten Treffen 
von Selbsthilfegruppen nicht oder nur mit star -
ken Einschränkungen stattfinden. Viele Selbst -
hilfegruppen entschieden sich im Frühjahr daher 
ganz pragmatisch, virtuelle Austauschmöglich -
keiten wahrzunehmen. Die Selbsthilfe-Kontakt -
stelle Köln entwickelte daher frühzeitig ein eige -
nes datenschutzrechtlich konformes Angebot, um 
den Austausch von besonders sensiblen Inhalten 
zu ermöglichen. Aus diesem Projekt entstand mit 
Unterstützung des Paritätischen Landesverband 
NRW sowie der Stadt Köln das Virtuelle Haus der 
Selbsthilfe. Dieses Videokonferenzsystem war 
deutschlandweit das erste seiner Art für Selbsthil -
fegruppen.
Eine weitere Herausforderung war es, das Fort- 
und Weiterbildungsangebot für Selbsthilfegrup -
pen an die veränderten Bedingungen anzupas -
sen. Da die maximalen Teilnehmer*innenzahlen 
aufgrund der Coronaschutzverordnung und den 
daraus abgeleiteten Hygieneschutzkonzepten be-
schränkter als zuvor waren und auch hinsichtlich
der dynamischen Entwicklung der Covid-19-Pan -
demie keine langfristige Planung möglich 
erschien, entschied sich die Selbsthilfe-Kontakt -
stelle Köln, ihr Angebot beginnend mit dem 
Herbst 2020 verstärkt auf rein virtuelle Angebote 
umzustellen. Die erste virtuelle Veranstaltung fand 
Anfang September 2020 statt und es ist geplant, 
virtuelle Veranstaltungsformate bis zum Frühsom-
mer 2021 beizubehalten, bis eine mittelfristige 
Planung Präsenzveranstaltung wieder in einem 
akzeptablen Rahmen zulässig erscheinen lässt.
Damit einhergehend ist im vergangenen Jahr die 
Digitalisierung verstärkt in den Fokus der Selbst -
hilfe-Landschaft gerückt. Neben unterstützenden 
Schulungen für das Personal der Selbsthilfe-Kon -
taktstelle sowie der ausgebauten Unterstützungs-
angebote durch den Paritätischen Landesverband 
NRW und der verstärkten Nutzung von öffentlich -
keitswirksamen digitalen Verbreitungskanälen 
(u. a. Facebook, Newsletter und erstmals digital 
bereitgestellten Materialien der Öffentlichkeits -
arbeit, wie der Broschüre „Selbsthilfegruppen in 
Köln von A- Z“), hat sich dies auch auf die weite -
ren Angebote für die ehrenamtlich-aktiven Selbst-
hilfegruppenvertreter*innen niedergeschlagen. 
Dieser Schwerpunkt wird auch im Jahr 2021 die 
Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle begleiten.

25
Eine weitere Entwicklung, die die Arbeit der 
Selbsthilfe-Kontaktstelle im vergangenen Jahr 
geprägt hat, ist die personelle Zusammensetzung. 
Im Frühjahr 2020 hat Steven Adam die 
Leitung der Selbsthilfe-Kontaktstelle der lang -
jährigen Leiterin Yvonne Oertel übernommen. 
Daraufhin folgte auf Kornelia Martini, Johan -
na te Kronnie. Im Sommer endete auch die 
Tätigkeit von Gabriela Miller-Staudt, die als
geringfügig Beschäftigte die Selbsthilfe-Kontakt -
stelle in der Fachberatung unterstützte. Ende des 
Jahres 2020 ging Marina Kollmann in Elternzeit 
und wird in der Zwischenzeit von Kristin Maletz 
vertreten. Durch diese personellen Veränderungen 
ging zwangsläufig ein großer Erfahrungsschatz 
verloren, jedoch bietet dies auch die Chance, die 
inhaltliche Arbeit der Selbsthilfe-Kontaktstelle neu 
auszurichten und so an die neuen Erfordernisse 
anzupassen.
März 2021

Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln
Montag bis Donnerstag, 9.00- 16.00 Uhr
und Freitag 9.00- 12.30 Uhr
Marsilstein 4-6, 50676 Köln
0221 95 15 42 23
selbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org
www.selbsthilfekoeln.de
Telefonische Informationen
zu Selbsthilfegruppen
0221 95 15 42 16
Montag und Donnerstag, 9.00- 12.30 Uhr
Mittwoch, 14.00- 17.30 Uhr
Türkische Information
0221 95 15 42 56
Kontaktbüro Pflegeselbsthilfe Köln
0221 95 15 42 33
Mittwoch 10.00- 12.00 Uhr
pflegeselbsthilfe-koeln@paritaet-nrw.org
Persönliche Beratung nach Vereinbarung

28
Impressum
Herausgegeben von:
Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln im Paritätischen
Marsilstein 4-6, 50676 Köln
v.i.S.d.P . Steven Adam
Druck: 
Wir machen Druck, Backnang-Waldrems
Auflage: 100
Bildnachweis Titelbild:
Alex_Life / pixabay.com
Köln, März 2021

Beratungsverlauf (2)

26.08.2021 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 12.8 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
31.08.2021 Gesundheitsausschuss
TOP 7.4 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2251/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
30.06.2021
Erstellt
09.06.2021 14:00