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A-R/0011/2010

"Rathaus öffnen: Mehr Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche in Münster"

Antrag an den Rat 26.01.2010

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 03.02.2010, TOP 19.11

Originalantrag

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Originalantrag

6373 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0011/2010 
 
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
 
 
Antrag          23. Februar 2010  
 
„Rathaus öffnen:  
Mehr Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche in Münster“ 
Der Rat möge beschließen: 
 
Die Verwaltung wird beauftragt: 
1. ein Leitkonzept zu entwickeln, wie das Ziel „mehr  Kinderfreundlichkeit“ sinnvoll und nachhaltig 
im Stadtgebiet umgesetzt werden kann. 
2. zu prüfen, in welcher Form Kinder und Jugendliche  stärker in die städtischen 
Planungsprozesse eingebunden werden können.  
3. geeignete Verfahren und Instrumente für die ange messene Partizipation von Kindern und 
Jugendlichen an städtischen Entscheidungsprozessen zu entwickeln. 
 
Begründung:  
Familien und Kinder werden in den kommenden Jahren z unehmend in den Fokus der Städte und 
Gemeinde rücken, um im Wettbewerb der Kommunen und vor dem Hintergrund des demographischen 
Wandels auf der Gewinnerseite zu stehen. Auch die S tadt Münster kann sich dieser wachsenden 
Konkurrenzsituation nicht verschließen. Der 2004 gew onnene Titel „Kinderfreundlichste Stadt 
Deutschlands“ sollte daher weiterhin Ansporn für al le Verantwortlichen sein, Münster auch zukünftig 
kinder- und familienfreundlich zu gestalten. 
Neben „harten“ Standortfaktoren, welche die Zukunfts fähigkeit der Stadt Münster sichern, wirkt sich 
„Kinderfreundlichkeit“ zunehmend auf die Attraktivi tät unserer Stadt aus und fördert Wachstum im 
positiven Sinne. Kinderfreundlichkeit als kalkulier barer Wirtschaftsfaktor auf hohem Niveau ist keine 
Zukunftsmusik nachfolgender Generationen, sondern sp ielt schon heute bei der Beurteilung und dem 
Vergleich der Städte und Gemeinden eine entscheiden de Rolle. Eine kinderfreundliche 
Stadtentwicklung liegt daher nicht nur im Interesse  von Familien und Kindern, sondern im ureigensten 
Interesse der Stadt Münster.  
Bislang lag der Fokus des Ausbaus der „Kinder- und Familienfreundlichkeit“ Münsters vor allem auf 
dem Bereich der Betreuung. So hat Münster in den ve rgangenen Jahren weder Kosten noch Mühen 
gescheut, die Betreuungssituation für Kinder und dr ei Jahren systematisch auszubauen und damit die 
Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. D erzeit liegt Münster mit einer Versorgungsquote 
von knapp 25 Prozent einsam an der Spitze in NRW. B ei der Versorgung mit 
Regelkindergartenplätzen war Münster die erste Stad t überhaupt, in der es für jedes Kind einen 
garantierten Platz gab und auch die Betreuungssituation für Schulkinder wird durch den konsequenten 
Ausbau des offenen Ganztagsangebot systematisch ver bessert. Der Ausbau von Kindertagesstätten 
zu Familienzentren, ein dichtes Netz an Kinder- und Jugendeinrichtungen, die Schaffung eines

CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster 
Fraktionsgeschäftsstelle 
Mauritzstraße 7-8 
.
 48143 Münster 
Telefon (0251) 4 18 43-0 
.
 Telefax (0251) 4 31 36 
e-mail fraktion@cdu-ms.de 
.
 http://www.cdu-ms.de 
 
Jugendrates sowie die konsequente Ausweitung des Ki nderschutzes sind weitere Maßnahmen, mit 
denen Münster seinen Anspruch als „Kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“ untermauert hat.  
Um der besonderen Bedeutung von Kindern und Familie n für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der 
Stadt Münster gerecht zu werden, ist es an der Zeit, einen weiteren Baustein zur „Kinderfreundlichkeit“ 
Münsters hinzuzufügen, indem Politik und Verwaltung  Kindern und Jugendlichen mehr Mitsprache bei 
der Stadtentwicklung und Stadtplanung einräumen. Be i allen Planungs-, Entscheidungs- und 
Umsetzungsschritten im Stadtgebiet sollen die Bedür fnisse und Interessen von Kindern und 
Jugendlichen zukünftig Berücksichtigung finden. Zentraler Voraussetzung dafür ist die Beteiligung von 
Mädchen und Jungen an eben diesen Prozessen. Modell kommunen in Deutschland, in denen Kinder 
und Jugendliche bereits stärker an der Gestaltung d er urbanen Lebenswelt mitwirken, haben die 
Erfahrung gemacht, dass die jüngeren Einwohner ihre  Wohnquartiere und Stadtteile meist besser 
kennen als Erwachsene und dementsprechend präzisere Vorschläge und Ideen zur Verbesserung des 
Wohnumfeldes unterbreiten. In Münster haben die Mit glieder der Jugendforen und des Jugendrates 
bereits erheblich dazu beigetragen, die Interessen ihrer Generation auf städtischer Ebene 
durchzusetzen. Auch die Einbeziehung von Kindern be i der Spielplatzgestaltung hat sich in unserer 
Kommune als durchweg positiv erwiesen.   
Die geplante stärkere Einbindung der Kinder und Jug endlichen in die Stadtplanung und -entwicklung 
zielt zum einen auf die bereits oben dargelegte Bed eutung der Kinderfreundlichkeit als Standortfaktor 
im Wettbewerb der Städte ab, zweitens soll die Stad t Münster als Ganzes wieder für Kinder erlebbar 
werden. Breite Straßen, Verkehrslärm, das Fehlen ver kehrsgeschützter Plätze usw. machen es 
unseren Kindern derzeit schwer, sich eigene Freiräume im Stadtgebiet zu schaffen.  
Der natürliche Bewegungsraum für Kinder wird dadurc h eingeschränkt. Viele kennen ihre täglichen 
Wege oftmals nur noch vom elterlichen Auto aus, ans tatt mit dem Fahrrad oder zu Fuß selbstständig 
in der Stadt unterwegs zu sein. Daraus resultieren häufig Bewegungs- und Koordinationsstörungen 
bei Kindern, die sie auch in ihrer geistigen, körperlichen und emotionalen Entwicklung beeinträchtigen. 
In Einzelfällen kann es auch zu sozial auffälligem Verhalten führen. Um dieser Entwicklung 
entgegenzuwirken und die Lebensqualität für Kinder und Jugendliche, deren Familien und somit 
letztlich für alle Generationen nachhaltig zu verbe ssern, soll die Stadt Münster bei der Stadtplanung 
neue Wege der Zusammenarbeit der Generationen beschreiten.  
 
       
gez. 
H.-Dieter Sellenriek 
Gilbert Aldejohann 
Frank Baumann 
Sybille Benning 
Georg Berding 
Dieter von den Berg 
Meik Bolte 
Heinz-Georg Buddenb äumer 
Olaf Dre ßen 
Edgar Dr üge 
 
 
Wolfhard Ediger 
Dr. Dietmar Erber 
Walter von G öwels 
Gilbert Hartmann 
Horst Kisnat 
Rolf Klein 
Bruno Kleine Borgmann 
Karl Kleine-Wilke 
Marliese Kosmider 
Franz-Pius Graf von Merveldt 
 
 
Andreas Nicklas 
Jürgen Ohm 
Robert Otte 
Karin Reismann 
Josef Rickfelder 
Stefan-Alexander Roth 
Florian Steinforth 
Barbara Stober  
Stefan Weber 
Helga Welker 
Simone Wendland

Beratungsverlauf (1)

03.02.2010 Rat
TOP 19.11 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Mauritzstraße 7

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0011/2010
Typ
Antrag an den Rat
Datum
26.01.2010
Erstellt
06.10.2020 14:37