A-R/0011/2010
"Rathaus öffnen: Mehr Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche in Münster"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Originalantrag
6373 Zeichen
Antrag an den Rat Nr. A-R/0011/2010
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8
.
48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0
.
Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de
.
http://www.cdu-ms.de
Antrag 23. Februar 2010
„Rathaus öffnen:
Mehr Mitbestimmung für Kinder und Jugendliche in Münster“
Der Rat möge beschließen:
Die Verwaltung wird beauftragt:
1. ein Leitkonzept zu entwickeln, wie das Ziel „mehr Kinderfreundlichkeit“ sinnvoll und nachhaltig
im Stadtgebiet umgesetzt werden kann.
2. zu prüfen, in welcher Form Kinder und Jugendliche stärker in die städtischen
Planungsprozesse eingebunden werden können.
3. geeignete Verfahren und Instrumente für die ange messene Partizipation von Kindern und
Jugendlichen an städtischen Entscheidungsprozessen zu entwickeln.
Begründung:
Familien und Kinder werden in den kommenden Jahren z unehmend in den Fokus der Städte und
Gemeinde rücken, um im Wettbewerb der Kommunen und vor dem Hintergrund des demographischen
Wandels auf der Gewinnerseite zu stehen. Auch die S tadt Münster kann sich dieser wachsenden
Konkurrenzsituation nicht verschließen. Der 2004 gew onnene Titel „Kinderfreundlichste Stadt
Deutschlands“ sollte daher weiterhin Ansporn für al le Verantwortlichen sein, Münster auch zukünftig
kinder- und familienfreundlich zu gestalten.
Neben „harten“ Standortfaktoren, welche die Zukunfts fähigkeit der Stadt Münster sichern, wirkt sich
„Kinderfreundlichkeit“ zunehmend auf die Attraktivi tät unserer Stadt aus und fördert Wachstum im
positiven Sinne. Kinderfreundlichkeit als kalkulier barer Wirtschaftsfaktor auf hohem Niveau ist keine
Zukunftsmusik nachfolgender Generationen, sondern sp ielt schon heute bei der Beurteilung und dem
Vergleich der Städte und Gemeinden eine entscheiden de Rolle. Eine kinderfreundliche
Stadtentwicklung liegt daher nicht nur im Interesse von Familien und Kindern, sondern im ureigensten
Interesse der Stadt Münster.
Bislang lag der Fokus des Ausbaus der „Kinder- und Familienfreundlichkeit“ Münsters vor allem auf
dem Bereich der Betreuung. So hat Münster in den ve rgangenen Jahren weder Kosten noch Mühen
gescheut, die Betreuungssituation für Kinder und dr ei Jahren systematisch auszubauen und damit die
Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. D erzeit liegt Münster mit einer Versorgungsquote
von knapp 25 Prozent einsam an der Spitze in NRW. B ei der Versorgung mit
Regelkindergartenplätzen war Münster die erste Stad t überhaupt, in der es für jedes Kind einen
garantierten Platz gab und auch die Betreuungssituation für Schulkinder wird durch den konsequenten
Ausbau des offenen Ganztagsangebot systematisch ver bessert. Der Ausbau von Kindertagesstätten
zu Familienzentren, ein dichtes Netz an Kinder- und Jugendeinrichtungen, die Schaffung eines
CDU-Fraktion im Rat der Stadt Münster
Fraktionsgeschäftsstelle
Mauritzstraße 7-8
.
48143 Münster
Telefon (0251) 4 18 43-0
.
Telefax (0251) 4 31 36
e-mail fraktion@cdu-ms.de
.
http://www.cdu-ms.de
Jugendrates sowie die konsequente Ausweitung des Ki nderschutzes sind weitere Maßnahmen, mit
denen Münster seinen Anspruch als „Kinderfreundlichste Stadt Deutschlands“ untermauert hat.
Um der besonderen Bedeutung von Kindern und Familie n für die Sicherung der Zukunftsfähigkeit der
Stadt Münster gerecht zu werden, ist es an der Zeit, einen weiteren Baustein zur „Kinderfreundlichkeit“
Münsters hinzuzufügen, indem Politik und Verwaltung Kindern und Jugendlichen mehr Mitsprache bei
der Stadtentwicklung und Stadtplanung einräumen. Be i allen Planungs-, Entscheidungs- und
Umsetzungsschritten im Stadtgebiet sollen die Bedür fnisse und Interessen von Kindern und
Jugendlichen zukünftig Berücksichtigung finden. Zentraler Voraussetzung dafür ist die Beteiligung von
Mädchen und Jungen an eben diesen Prozessen. Modell kommunen in Deutschland, in denen Kinder
und Jugendliche bereits stärker an der Gestaltung d er urbanen Lebenswelt mitwirken, haben die
Erfahrung gemacht, dass die jüngeren Einwohner ihre Wohnquartiere und Stadtteile meist besser
kennen als Erwachsene und dementsprechend präzisere Vorschläge und Ideen zur Verbesserung des
Wohnumfeldes unterbreiten. In Münster haben die Mit glieder der Jugendforen und des Jugendrates
bereits erheblich dazu beigetragen, die Interessen ihrer Generation auf städtischer Ebene
durchzusetzen. Auch die Einbeziehung von Kindern be i der Spielplatzgestaltung hat sich in unserer
Kommune als durchweg positiv erwiesen.
Die geplante stärkere Einbindung der Kinder und Jug endlichen in die Stadtplanung und -entwicklung
zielt zum einen auf die bereits oben dargelegte Bed eutung der Kinderfreundlichkeit als Standortfaktor
im Wettbewerb der Städte ab, zweitens soll die Stad t Münster als Ganzes wieder für Kinder erlebbar
werden. Breite Straßen, Verkehrslärm, das Fehlen ver kehrsgeschützter Plätze usw. machen es
unseren Kindern derzeit schwer, sich eigene Freiräume im Stadtgebiet zu schaffen.
Der natürliche Bewegungsraum für Kinder wird dadurc h eingeschränkt. Viele kennen ihre täglichen
Wege oftmals nur noch vom elterlichen Auto aus, ans tatt mit dem Fahrrad oder zu Fuß selbstständig
in der Stadt unterwegs zu sein. Daraus resultieren häufig Bewegungs- und Koordinationsstörungen
bei Kindern, die sie auch in ihrer geistigen, körperlichen und emotionalen Entwicklung beeinträchtigen.
In Einzelfällen kann es auch zu sozial auffälligem Verhalten führen. Um dieser Entwicklung
entgegenzuwirken und die Lebensqualität für Kinder und Jugendliche, deren Familien und somit
letztlich für alle Generationen nachhaltig zu verbe ssern, soll die Stadt Münster bei der Stadtplanung
neue Wege der Zusammenarbeit der Generationen beschreiten.
gez.
H.-Dieter Sellenriek
Gilbert Aldejohann
Frank Baumann
Sybille Benning
Georg Berding
Dieter von den Berg
Meik Bolte
Heinz-Georg Buddenb äumer
Olaf Dre ßen
Edgar Dr üge
Wolfhard Ediger
Dr. Dietmar Erber
Walter von G öwels
Gilbert Hartmann
Horst Kisnat
Rolf Klein
Bruno Kleine Borgmann
Karl Kleine-Wilke
Marliese Kosmider
Franz-Pius Graf von Merveldt
Andreas Nicklas
Jürgen Ohm
Robert Otte
Karin Reismann
Josef Rickfelder
Stefan-Alexander Roth
Florian Steinforth
Barbara Stober
Stefan Weber
Helga Welker
Simone Wendland
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Mauritzstraße 7
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- A-R/0011/2010
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 26.01.2010
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37