2851/2019
Projekt Auszugsmanagement: Erweiterung der Konzeptes
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage_1_Konzept_Projekt_Auszugsmanagement
5336 Zeichen
Pilotprojekt Erweiterte Unterstützung der ehrenamtlich, freiwillig Aktiven durch das Auszugsmanagement Ziel und Auftrag Die Beratung der ehrenamtlich Aktiven und Tandems (geflüchtete Person mit ehrenamtlicher Person) gestaltet sich im Prozess der Wohnungssuche, Wohnungsfindung und in der Umzugsphase. Im Prozess der Beratung werden die Bedarfe, Ressourcen und Kompetenzen geklärt und durch Fachwissen der Berater*innen ergänzt. Die Beratung gestaltet sich stets ressourcenorientiert und lösungsorientiert. So werden die Personen in ihrem gesellschaftlich sehr wertvollen Engagement optimal unterstützt. Konzeptionell ist die Beratung eingebettet in das Konzept Auszugsmanagement. Der Datenschutz ist durch die einzelnen Träger sicherzustellen. - Die Beratung hat jederzeit aktivierenden und motivierenden Charakter. - Sie stärkt und unterstützt die ehrenamtlich Aktiven in ihrem Anliegen, eine Wohnung für und mit den Geflüchteten zu finden und den Umzug gut zu gestalten. - Die Beratung stellt die Verbindung im Stadtteil zu weiteren Ressourcen, Vereinen, Organisationen und Netzwerken her. Die Kooperationspartner*innen des Auszugsmanagements - Wohnungsamt der Stadt Köln, Deutsches Rotes Kreuz , Flüchtlingsrat und Caritas – bieten für ehrenamtlich Aktive und Tandems ein Beratungsangebot an. Beratungsangebot des Auszugsmanagements für ehrenamtlich Aktive Zielgruppe Ehrenamtlich Aktive und Tandems (geflüchtete Person mit Begleitung) Beratungsinhalte 1. Informationsvermittlung unter anderem zu den Themen: - Aspekte einer zielorientierten Wohnungssuche - Aspekte des Asylverfahrensgesetzes AsylVfG, des A ufenthaltsgesetzes AufenthG des Sozialhilfegesetzes hinsichtlich Wohnungssuche und Wohnungsmiete 2. Beratung zur Vorbereitung für eine Bewerbung auf eine Wohnung: - Unterstützung bei der Zusammenstellung der Unterl agen und Formulare - Terminplanung bei einer Wohnungsbewerbung - Entscheidungskriterien für die Suche : 3. Beratung nach dem Finden einer Wohnung und nach dem Umzug zu den Themen: - Meldeangelegenheiten (BAMF, Verwaltungsgericht, J obcenter, Bundesagentur, Ausländerbehörde, Krankenkasse, Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen u.a.) - Erläutern des Mietvertrages und der Hausordnung - Neubeantragung von Leistungen - Daueraufträge bei der Bank - Nachsendungsantrag bei der Post - Mitteilungen an Arbeitgeber - Ummeldung in Kindergarten und Schule - Erste Informationen zur Orientierung im neuen Sta dtteil - und weitere Themen Beratungsform 1. Clearing : Offene Sprechstunde für ehrenamtlich Aktive und Tandems: In der offenen Sprechstunde findet eine erste Orientierung beider Seiten statt. Die beratende Person macht sich ein erstes Bild von dem Beratungsbedarf der Klient*innen Zum Abschluss des Clearing-Gespräches findet bei Bedarf eine Terminvereinbarung für ein Beratungsgespräch statt. 2. Beratungsgespräch für ehrenamtlich Aktive und Ta ndems Im Beratungsgespräch werden entsprechend dem Bedarf des*der Klient*en*in die wesentlichen Themen (s. oben Themen der Beratung) beraten. Für eine weitere Formularbearbeitung findet eine hilfestellende Beratung statt. Die Möglichkeiten zur Vernetzung (Vereine, IK Dienst u.a.) im Stadtteil werden angesprochen. 3. Telefonische Beratung und Unterstützung bei der Durchsetzung von Leistungsansprüchen. 4. Workshops für ehrenamtlich Aktive und Tandems Das Auszugsmanagement bietet stadtteilbezogen bei Bedarf 4 mal pro Halbjahr und Träger speziell für die Zielgruppe ehrenamtlich Aktive und Tandems zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen an, in denen die ehrenamtlich Aktiven ressourcen- und lösungsorientiert informiert und unterstützt werden. 5. Bei Fragen kann zudem die städtische Koordinatio nsstelle sowohl per Mail als auch telefonisch (9-12 Uhr) kontaktiert werden. Beratungszeiten 1. Für die offene Clearing Sprechstunde stellt jede r Träger ein wöchentliches Zeit-Fenster von 2 Stunden, idealerweise nachmittags (Erreichbarkeit für ehrenamtlich Aktive ), zur Verfügung. Zu dieser offenen Sprechstunde können interessierte Personen ohne Voranmeldung kommen. Es ist ein offener Zugang unabhängig von der Meldung der Geflüchteten auf der „Klient*innen-Liste“ des Auszugsmanagements. 2. Für die fest vereinbarte Einzelberatung stellt j eder Träger zusätzlich ein wöchentliches Zeitfenster von weiteren 3 bis 4 Stunden zur Verfügung. Als Orientierungswert pro Beratung ist an ein Zeitfenster von ca. einer Stunde pro Termin gedacht. Durchführung Durch die Träger findet 1mal wöchentlich eine offene Clearing Sprechstunde + bis zu 4h wöchentlich eine intensive Einzelberatung nach Terminvergabe statt. 1. DRK-Kreisverband Köln e.V. : Stadtbezirk Nippes, Boltensternstraße 10, 50735 Köln 2. Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Stadtbezirk Lindenthal, Zülpicher Str. 273b, 50937 Köln 3. Kölner Flüchtlingsrat e.V. : Stadtbezirk Innenstadt, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln 4. Koordinationsstelle Stadt Köln: Telefon: 0221/221-23397 auszugsmanagement@stadt-koeln.de Evaluation nach 6 Monaten erfolgt eine Evaluation, in der die Statistik und der erstellte Bericht ausgewertet werden. Bei positiver Resonanz kann das Pilotprojekt stadtweit ausgedehnt werden. Nach 2 Monaten erfolgt eine erste Zwischenbilanz.
Mitteilung Ausschuss
3272 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/562/5 Vorlagen-Nummer 27.08.2019 2851/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Integrationsrat 02.09.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 20.09.2019 Projekt Auszugsmanagement: Erweiterung der Konzeptes Das Auszugsmanagement ist ein bewährtes gemeinsames Projekt der Stadt Köln mit den lokalen freien Trägern Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Köln, Caritasverband für die Stadt Köln und Kölner Flüchtlingsrat. Es wurde im Jahre 2011 ins Leben gerufen, um in städtischen Unterkünften untergebrachte Geflüchtete mit einer guten Bleibeperspektive eine eigene Wohnung auf dem freien Wohnungsmarkt zu verschaffen. Eine eigene Wohnung bedeutet ein erhöhtes Maß an Privatsphäre und ist wesentliche Basis für eine fortschreitende Integration. Inhalt des Projektes ist es, Wohnungsangebote für Geflüchtete aus der Bevölkerung unter anderem über ein Meldeportal zu sammeln und an Familien und Einzelpersonen unter den u ntergebrachten Geflüchtete zu vermitteln. Außerdem werden Geflüchtete in Schulungen auf zu beachtende Formali- täten bei der Wohnungssuche und Wohnungsanmietung (u.a. Mieterselbstauskunft, Schufa - Auskunft, Kaution, Übergabeprotokoll, Ummeldung) in Deutschland aufmerksam gemacht und so die Lage versetzt, selbst erfolgreich auf Wohnungssuche zu gehen. Die Mitarbeitenden des Projekt begleiten Geflüchtete auch bei Terminen mit Maklern und Vermi e- tern, um sprachliche Hürden zu überwinden und Mißverständnisse von vo rneherein auszuräumen. Außerdem werden Besonderheiten beim Zugang zu Sozialwohnungen großer Wohnungsbaugesell- schaften (z.B. Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins) den Geflüchteten erläutert. Derzeit befinden sich 1.696 Personen in der Betreuung des Auszugsmanagements. Dies entspricht 458 Haushalten und 22 % aller derzeit von der Stadt Köln untergebrachten Geflüchteten. 2017 wurden 537 Personen in 189 Wohnungen vermittelt 2018 wurden 426 Personen in 144 Wohnungen vermittelt 2019 wurden bis zum 30.06. 173 Personen in 53 Wohnungen vermittelt Die leicht sinkende Zahl der erfolgreichen Vermittlungen hängt mit der schwierigen Lage auf dem Kölner Wohnungsmarkt zusammen. Um die Zahl der Vermittlungen zu stabilisieren, wurde in den letzten Jahren in der tägl ichen Arbeit immer mehr auf die Hilfe und das Engagement Ehrenamtlicher zurückgegriffen, welche häufig gut in ihren Stadtvierteln und in der Stadtgesellschaft vernetzt sind und frühzeitig von freiwerdenden Woh- nungen erfahren. Zum 1. September 2019 wurde daher von der Stadt Köln mit den freien Trägern und Vertreterinnen und Vertretern des Ehrenamtes ein neues Konzept für das Auszugsmanagement ausgehandelt, welches die Einbindung der Ehrenamtlichen bei der Wohnungsvermittlung verstärkt und institutiona- lisiert. Insbesondere sollen die Ehrenamtlichen zukünftig durch Workshops, Beratungen und offene 2 Sprechstunden zum Thema bei ihrer Tätigkeit unterstützt werden. Dabei geht es auch um besonde- re Formalitäten (Neubeantragung von Leistungen, Ummelden bei der Ausländ erbehörde), die Ge- flüchtete beachten müssen. Anlage 1: Überarbeitetes Konzept des Projekts „Auszugsmanagement“ Gez. Dr. Rau
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2851/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 27.08.2019
- Erstellt
- 19.08.2019 11:34