Mandari Insight

2851/2019

Projekt Auszugsmanagement: Erweiterung der Konzeptes

Mitteilung Ausschuss 27.08.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren, Sitzung am 05.09.2019, TOP 9.5

Anlage_1_Konzept_Projekt_Auszugsmanagement

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Mitteilung Ausschuss

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Anlage_1_Konzept_Projekt_Auszugsmanagement

5336 Zeichen

Pilotprojekt  
Erweiterte Unterstützung der ehrenamtlich, freiwillig 
Aktiven durch das Auszugsmanagement  
Ziel und Auftrag 
Die Beratung der ehrenamtlich Aktiven und Tandems (geflüchtete Person mit 
ehrenamtlicher Person) gestaltet sich im Prozess der Wohnungssuche, Wohnungsfindung 
und in der Umzugsphase. Im Prozess der Beratung werden die Bedarfe, Ressourcen  und 
Kompetenzen geklärt und durch Fachwissen der  Berater*innen ergänzt. Die Beratung 
gestaltet sich stets ressourcenorientiert und lösungsorientiert. So werden die Personen  in 
ihrem gesellschaftlich sehr wertvollen Engagement optimal unterstützt. 
Konzeptionell ist die Beratung eingebettet in das Konzept Auszugsmanagement. Der 
Datenschutz ist durch die einzelnen Träger sicherzustellen.  
 
- Die Beratung hat jederzeit aktivierenden und motivierenden Charakter.  
 
- Sie stärkt und unterstützt die ehrenamtlich Aktiven in ihrem Anliegen, eine Wohnung 
für und mit den Geflüchteten zu finden und den Umzug gut zu gestalten. 
 
- Die Beratung stellt die Verbindung im Stadtteil zu weiteren Ressourcen, Vereinen, 
Organisationen und Netzwerken her. 
 
Die  Kooperationspartner*innen des Auszugsmanagements -  Wohnungsamt der Stadt Köln, 
Deutsches Rotes Kreuz , Flüchtlingsrat und Caritas – bieten für ehrenamtlich Aktive und 
Tandems ein Beratungsangebot an.  
Beratungsangebot des Auszugsmanagements für ehrenamtlich Aktive  
 
Zielgruppe 
 
Ehrenamtlich Aktive  und Tandems (geflüchtete Person mit Begleitung)  
 
Beratungsinhalte 
 
1. Informationsvermittlung unter anderem zu den Themen: 
- Aspekte einer zielorientierten Wohnungssuche 
- Aspekte des Asylverfahrensgesetzes AsylVfG, des A ufenthaltsgesetzes AufenthG  
des Sozialhilfegesetzes hinsichtlich Wohnungssuche und Wohnungsmiete  
 2. Beratung zur Vorbereitung für eine Bewerbung auf eine Wohnung: 
- Unterstützung bei der Zusammenstellung der Unterl agen und Formulare    
- Terminplanung bei einer Wohnungsbewerbung  
- Entscheidungskriterien für die Suche : 
3. Beratung nach dem Finden einer Wohnung und nach dem Umzug zu den Themen: 
- Meldeangelegenheiten (BAMF, Verwaltungsgericht, J obcenter, Bundesagentur, 
Ausländerbehörde, Krankenkasse, Rechtsanwält*innen, Ärzt*innen u.a.) 
- Erläutern des Mietvertrages und der Hausordnung  
- Neubeantragung von Leistungen 
- Daueraufträge bei der Bank

- Nachsendungsantrag bei der Post 
- Mitteilungen an Arbeitgeber  
- Ummeldung in Kindergarten und Schule  
- Erste Informationen zur Orientierung im neuen Sta dtteil 
- und weitere Themen 
 
Beratungsform 
 
1. Clearing : Offene Sprechstunde für ehrenamtlich Aktive und Tandems: 
In der offenen Sprechstunde findet eine erste Orientierung beider Seiten statt. Die 
beratende Person macht sich ein erstes Bild von dem Beratungsbedarf der Klient*innen 
Zum Abschluss des Clearing-Gespräches findet bei Bedarf eine Terminvereinbarung 
für ein Beratungsgespräch statt. 
2. Beratungsgespräch für ehrenamtlich Aktive und Ta ndems  
Im Beratungsgespräch werden entsprechend dem Bedarf des*der Klient*en*in die 
wesentlichen Themen (s. oben Themen der Beratung) beraten. Für eine weitere 
Formularbearbeitung findet eine hilfestellende Beratung statt.  Die Möglichkeiten zur 
Vernetzung (Vereine, IK Dienst u.a.) im Stadtteil werden angesprochen.  
3. Telefonische Beratung und Unterstützung bei der Durchsetzung von 
Leistungsansprüchen. 
4. Workshops für ehrenamtlich Aktive und Tandems 
Das Auszugsmanagement bietet stadtteilbezogen bei Bedarf 4 mal pro Halbjahr und 
Träger speziell für die Zielgruppe ehrenamtlich Aktive und Tandems 
zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen an, in denen die ehrenamtlich  
Aktiven ressourcen- und lösungsorientiert informiert und unterstützt werden. 
5. Bei Fragen kann zudem die städtische Koordinatio nsstelle sowohl per Mail als auch 
telefonisch (9-12 Uhr) kontaktiert werden. 
 
Beratungszeiten 
 
1. Für die offene Clearing Sprechstunde stellt jede r Träger ein wöchentliches Zeit-Fenster 
von 2 Stunden, idealerweise nachmittags (Erreichbarkeit für ehrenamtlich Aktive ), zur 
Verfügung. Zu dieser offenen Sprechstunde können interessierte Personen ohne 
Voranmeldung kommen. Es ist ein offener Zugang unabhängig von der Meldung der 
Geflüchteten auf der „Klient*innen-Liste“ des Auszugsmanagements. 
2. Für die fest vereinbarte Einzelberatung stellt j eder Träger zusätzlich ein wöchentliches 
Zeitfenster von weiteren 3 bis 4 Stunden zur Verfügung. Als Orientierungswert pro 
Beratung ist an ein Zeitfenster von ca. einer Stunde pro Termin gedacht. 
  
 
Durchführung 
 
Durch die Träger findet 1mal wöchentlich eine offene Clearing Sprechstunde + bis zu 4h 
wöchentlich eine intensive Einzelberatung nach Terminvergabe statt. 
1. DRK-Kreisverband Köln e.V. : Stadtbezirk Nippes, Boltensternstraße 10, 50735 Köln 
2. Caritasverband für die Stadt Köln e.V., Stadtbezirk Lindenthal, Zülpicher Str. 273b, 
50937 Köln 
3. Kölner Flüchtlingsrat e.V. : Stadtbezirk Innenstadt, Kartäusergasse 9-11, 50678 Köln 
4. Koordinationsstelle Stadt Köln:  Telefon: 0221/221-23397 
auszugsmanagement@stadt-koeln.de  
Evaluation 
 
nach 6 Monaten erfolgt eine Evaluation, in der die Statistik und der erstellte Bericht 
ausgewertet werden. Bei positiver Resonanz kann das Pilotprojekt stadtweit ausgedehnt 
werden. Nach 2 Monaten erfolgt eine erste Zwischenbilanz.

Mitteilung Ausschuss

3272 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
V/562/5 
 
Vorlagen-Nummer 27.08.2019 
 2851/2019 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Integrationsrat 02.09.2019 
Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 
Runder Tisch für Flüchtlingsfragen 20.09.2019 
 
Projekt Auszugsmanagement: Erweiterung der Konzeptes 
 
Das Auszugsmanagement ist ein bewährtes gemeinsames Projekt der Stadt Köln mit den lokalen 
freien Trägern Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Köln, Caritasverband für die Stadt Köln und 
Kölner Flüchtlingsrat. Es wurde im Jahre 2011 ins Leben gerufen, um in städtischen Unterkünften 
untergebrachte Geflüchtete mit einer guten Bleibeperspektive eine eigene Wohnung auf dem freien 
Wohnungsmarkt zu verschaffen. Eine eigene Wohnung bedeutet ein erhöhtes Maß an Privatsphäre 
und ist wesentliche Basis für eine fortschreitende Integration.  
 
Inhalt des Projektes ist es, Wohnungsangebote für Geflüchtete aus der Bevölkerung unter anderem 
über ein Meldeportal zu sammeln und an Familien und Einzelpersonen unter den u ntergebrachten 
Geflüchtete zu vermitteln. Außerdem werden Geflüchtete in Schulungen auf zu beachtende Formali-
täten bei der Wohnungssuche und Wohnungsanmietung (u.a. Mieterselbstauskunft, Schufa -
Auskunft, Kaution, Übergabeprotokoll, Ummeldung) in Deutschland aufmerksam gemacht und so 
die Lage versetzt, selbst erfolgreich auf Wohnungssuche zu gehen. 
Die Mitarbeitenden des Projekt begleiten Geflüchtete auch bei Terminen mit Maklern und Vermi e-
tern, um sprachliche Hürden zu überwinden und Mißverständnisse von vo rneherein auszuräumen. 
Außerdem werden Besonderheiten beim Zugang zu Sozialwohnungen großer Wohnungsbaugesell-
schaften (z.B. Beantragung eines Wohnberechtigungsscheins) den Geflüchteten erläutert.  
Derzeit befinden sich 1.696 Personen in der Betreuung des Auszugsmanagements. Dies entspricht 
458 Haushalten und 22 % aller derzeit von der Stadt Köln untergebrachten Geflüchteten.  
 2017 wurden 537 Personen in 189 Wohnungen vermittelt 
 2018 wurden 426 Personen in 144 Wohnungen vermittelt  
 2019 wurden bis zum 30.06. 173 Personen in 53 Wohnungen vermittelt 
Die leicht sinkende Zahl der erfolgreichen Vermittlungen hängt mit der schwierigen Lage auf dem 
Kölner Wohnungsmarkt zusammen. 
 
Um die Zahl der Vermittlungen zu stabilisieren, wurde in den letzten Jahren in der tägl ichen Arbeit 
immer mehr auf die Hilfe und das Engagement Ehrenamtlicher zurückgegriffen, welche häufig gut in 
ihren Stadtvierteln und in der Stadtgesellschaft vernetzt sind und frühzeitig von freiwerdenden Woh-
nungen erfahren. 
 
Zum 1. September 2019 wurde daher von der Stadt Köln mit den freien Trägern und Vertreterinnen 
und Vertretern des Ehrenamtes ein neues Konzept für das Auszugsmanagement ausgehandelt, 
welches die Einbindung der Ehrenamtlichen bei der Wohnungsvermittlung verstärkt und institutiona-
lisiert. Insbesondere sollen die Ehrenamtlichen zukünftig durch Workshops, Beratungen und offene

2 
 
Sprechstunden zum Thema bei ihrer Tätigkeit unterstützt werden. Dabei geht es auch um besonde-
re Formalitäten (Neubeantragung von Leistungen, Ummelden bei der Ausländ erbehörde), die Ge-
flüchtete beachten müssen. 
 
Anlage 1: Überarbeitetes Konzept des Projekts „Auszugsmanagement“ 
 
 
Gez. Dr. Rau

Beratungsverlauf (2)

02.09.2019 Integrationsrat
TOP 5.13 Kenntnisnahme (Mitteilung)
Zur Sitzung
05.09.2019 Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren
TOP 9.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2851/2019
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
27.08.2019
Erstellt
19.08.2019 11:34