V/0373/2017
Jahresabschluss 2016 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM)
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Beschlussvorlage
4461 Zeichen
V/0373/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Finanzen und Beteiligungen Betrifft Jahresabschluss 2016 der Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH (WPM) Beratungsfolge 17.05.2017 Haupt- und Finanzausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Die Bilanz, die Gewinn- und Verlustrechnung sowie der Lagebricht der Geschäftsführung der WPM für das Geschäftsjahr 2016 (Anlagen 1 – 3) werden zur Kenntnis genommen. 2. Weiter wird zur Kenntnis genommen, dass dem Jahresabschluss 2016 der WPM durch den beauftragten Wirtschaftsprüfer am 28.03.2017 der uneingeschränkte Bestätigung s- vermerk erteilt wurde. 3. Die Stadt Münster ermächtigt ihren Vertreter in der Gesellschafterversammlung der WPM für das Geschäftsjahr 2016 folgende Entscheidungen zu treffen: a) Der von der Geschäftsführung aufgestellte Jahresabschluss der WPM für das G e- schäftsjahr 2016, abschließend in der Bilanz bei Aktiva und Passiva mit 2.272.698,76 € sowie einem in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesenen Jahresfehlbetrag von 374.087,31 € wird festgestellt. b) Der Geschäftsführung wird für das Geschäftsjahr 2016 Entlastung erteilt. c) Die Gewinnrücklagen in Höhe von 175.000,00 € werden aufgelöst. d) Der Bilanzverlust in Höhe von 195.054,50 € wird auf neue Rechnung vorgetragen. Vorlagen-Nr.: V/0373/2017 Auskunft erteilt: Herr Scholz Ruf: 492 20 43 E-Mail: ScholzT@stadt-muenster.de Datum: 27.04.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0373/2017 e) Zum Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 wird die Wirtschaftsprüfungsgesel l- schaft Meier & Kossen GmbH in Wildeshausen bestellt. II. Finanzielle Auswirkungen: Keine Begründung: Die Stadt Münster ist mit 1 % (500 €) am Stammkapital der WPM beteiligt. Nach Ziffer 13.2 des G e- sellschaftsvertrages der WPM i.V.m. § 45 GmbHG fällt die Bes chlussfassung über den Jahresa b- schluss in den Entscheidungsbereich der Gesellschafterversammlung, die gem. Ziffer 13.1 des G e- sellschaftsvertrages auch den Abschlussprüfer bestimmt. Kurzanalyse des Jahresabschlusses 2016 der WPM Die von der WPM im abge laufenen Geschäftsjahr erzielten Umsatzerlöse beliefen sich auf 809 T€ und haben sich damit gegenüber dem Vorjahr (808 T€) nur marginal verändert. Die Erlöse setzen sich hauptsächlich aus den anteiligen Zooeintrittsgeldern (725 T€) sowie den Einnahmen aus dem Museumsshop (67 T€) zusammen. Das Spendenaufkommen (86 T€) hat sich im Vergleich zu 2015 (20 T€) mehr als vervierfacht. Die Personalaufwendungen waren mit 332 T€ (+ 5 T€) nahezu ko n- stant. Der deutlich gestiegene Zinsaufwand (+ 37 T€ auf 81 T€) beinhalt et eine Vorfälligkeitsentschä- digung (vorzeitige Darlehensablösung mit deutlich günstigeren Zinskonditionen) in Höhe von 51 T€. Geprägt ist der Jahresabschluss durch einen drastischen Anstieg der „Sonstigen betrieblichen Au f- wendungen“, die sich um 393 T€ auf 718 T€ erhöhten. Darin enthalten sind einmalige Kosten für die Dachsanierung in Höhe von 382 T€, die nicht aktiviert werden konnten sondern im Geschäftsjahr 2016 in voller Höhe aufwandswirksam verbucht werden mussten. Im Ergebnis führt diese Sonderbe- lastung zu einem Jahresfehlbetrag in Höhe von 374 T€. Das zum 31.12.2015 ausgewiesene Eigenkapital der Gesellschaft (229 T€) ist vollständig aufgezehrt. Die Bilanz zum 31.12.2016 weist auf der Aktivseite einen nicht durch Eig enkapital gedeckten Fehlbe- trag von 145 T€ aus. Die Gesellschaft ist damit bilanziell überschuldet. Aufgrund einer von der G e- schäftsführung aufgestellten positiven Fortführungsprognose muss (derzeit) aber keine I nsolvenz angemeldet werden. Der Wirtschaftspr üfer der WPM hat die Fortführungsprognose , die für die G e- schäftsjahre 2017 und 2018 positive Geschäftsergebnisse vorhersagt, auf Vollständigkeit, Richtigkeit und Plausibilität untersucht und ausdrücklich festgestellt, dass er im Rahmen dieser Prüfung keine Beanstandungen festgestellt hat. - 3 - V/0373/2017 Die zum 31.12.2015 bestehenden Gewinnrücklagen (175 T€) werden vollständig aufgelöst. U nter dem Strich verbleibt ein Bilanzverlust in Höhe von 195 T€, der auf neue Rechnung vorgetragen wird. In Vertretung gez. Reinkemeier Stadtkämmerer Anlagen: Bilanz zum 31.12.2016 Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 01.0.1 – 31.12.2016 Lagebericht zum Jahresabschluss 2016
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Anlage 1 zur Vorlage V/0373/2017
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Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH
Münster
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10.
11.
12.
13.
Anlage 2 zur Vorlage V/0373/2017
Gewinn-. und Verlustrechnung für die Zeit
vom 1. Januar bis 31. Dezember 2016
. Spendeneinnahmen
. Umsatzerlöse
. Sonstige betriebliche Erträge
- davon Erträge aus der Auflösung von Sonderposten
für Investitionszuschüsse: € 101.314,45 (i. Vj. TE 101,3)
. Materialaufwand
. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für
Altersversorgung und für Unterstützung
- davon für Altersversorgung: € 1.982,64 (i. Vj. TE 2,0)
. Abschreibungen auf immaterielle Vermögens-
gegenstände und Sachanlagen
. Sonstige betriebliche Aufwendungen
a) Raum-, Gebäude- und Bewachungskosten
b) Betriebskosten
c) Verwaltungskosten
d) Vertriebskosten
e) Sonstige Kosten
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge
. Zinsen und ähnliche Aufwendungen
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit
Jahresfehlbetrag
Gewinnvortrag
Entnahme aus Rücklagen
Einstellung in Rücklagen
. Bilanzverlust/ Vorjahr Bilanzgewinn
€ €
86.277,50
808.797,48
104.650,67 999.725,65
38.415,90
266.367,75
65.739,46 332.107,21
204.328,75
147.177,97
415.583,90
31.404,56
14.212,43
109.591,78 717.970,64
4,33
80.994,79
-374.087,31
4.032,81
175.000,00
0,00
-195.054,50
Vorjahr
TE
20,0
807,6
107,7
40,0
262,3
65,1
-7,6
86,6
0,0
75,0
4,0
Anlage 3 zur Vorlage \V/0373/2017
Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH
Lagebericht zum Jahresabschluss 2016
A. Darstellung des Geschäftsverlaufs
1. Allgemeine Geschäftstätigkeit
Die konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich im Laufe des Jahres 2016 verbessert. In einem
schwierigen internationalen Umfeld hat die deutsche Wirtschaft zu einem moderaten Wachstums-
kurs zurückgefunden. Das Bruttoinlandsprodukt ist gegenüber dem Vorjahr um1,9 % gestiegen.
Gestützt durch die Binnenwirtschaft dürfte das Bruttoinlandsprodukt in 2016 um 1,2 % zulegen.
Die "Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH" mit Sitz in Münster wurde durch notariellen |
Vertrag vom 17. Oktober 2000 gegründet.
Unternehmensgegenstand der Gesellschaft ist die Förderung, die Einrichtung und der Betrieb
des Westfälischen Pferdemuseums in Münster.
Nachdem im Jahr 2002 die Fertigstellung des Museums und der Einrichtung erfolgte, wurde die
operative Tätigkeit des Museumsbetriebes im Rahmen einer feierlichen Eröffnungsveranstaitung
am 27.10.2002 aufgenommen.
Das Museum wird auf einer Teilfläche des Geländes des Westfälischen Zoologischen Gartens in
Münster (Zoo) betrieben. Zu diesem Zweck wurde mit der Westfälischer Zoologischer Garten
Münster gGmbH im Jahr 2000 ein Erbbaurechtsbestellungsvertrag geschlossen.
Der laufende Museumsbetrieb wird vor allem durch die anteilige Weiterleitung von durch den Zoo
vereinnahmten Eintrittsgeldern der Zoobesucher an die Gesellschaft gesichert. Der Zoo in
Münster und die Gesellschaft erwarten durch einen aufeinander abgestimmten Betrieb ein
steigendes Besucherinteresse und damit steigende Besucherzahlen. Das Westfälische Pferde-
museum ist dazu an dem Projekt "Pferdepark" des Zoos beteiligt. Voraussetzung für den
gemeinsamen Erfolg ist eine enge Zusammenarbeit der Partner, die in einem Kooperations- und |
Zusammenarbeitsvertrag im Jahre 2000 geregelt wurde.
Das Projekt Pferdemuseum umfasste in der ersten Baustufe ein Ausstellungsgebäude mit Foyer, |
Museumsshop und Magazin/Versorgung sowie einen Verwaltungsteil. In einer anschließenden
zweiten Baustufe ist eine Manegenhalle zunächst ohne vollständigen Innenausbau mit zugehörigen
Ställen errichtet worden. Der Ausbau der Manegenhalle in 2006 wurde durch Zuwendungen der
NRW-Stiftung in Höhe von 90 T£ finanziert. Im Jahr 2012 wurde die Arena mit Medientechnik (Beamer,
Projektionsleinwand) und 150 Stühlen ausgestattet.
Die erste Baustufe wurde im Wesentlichen durch Zuschüsse des Landes Nordrhein Westfalen,
der Nordrhein-Westfalen-Stiftung und des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe finanziert.
Die Restbeträge der Zuwendungen wurden im ersten Quartal 2004 ausbezahlt, so dass gegenüber
den Zuwendenden keine Forderungen mehr bestehen.
Des Weiteren wurden Teilbeträge über langfristige Darlehn finanziert. Die vorgezogenen Bau-
tätigkeiten der Managenhalle wurden ebenfalls über ein langfristiges Darlehn finanziert. Restbe-
träge wurden durch Spenden von Wirtschaftsunternehmen und anderen Förderern erbracht.
Nach dem zuletzt vorliegenden Körperschaftsteuerbescheid fördert die Gesellschaft besonders
förderungswürdig anerkannte gemeinnützige Zwecke und ist daher grundsätzlich von der Körper-
schaft- und Gewerbesteuer befreit. Die Steuerbefreiung gilt nicht für wirtschaftliche Geschäftsbe-
triebe. Damit ist die Gesellschaft berechtigt für Spenden, die ihr zur Verwendung für diese Zwecke
zugewendet werden, förmliche Zuwendungsbestätigungen auszustellen.
2. Umsatzentwicklung |
Der Umsatz 2016 zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr relativ konstant bei 809 TE (Vorjahr: 808 TE),
3. Investitionen |
Im Geschäftsjahr 2016 wurden Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 21 T€ getätigt,
die auf Betriebsausstattung, Ausstellungsobjekte, Geschäftsausstattung, geringwertige Wirt-
schaftsgüter und Büroeinrichtung entfallen.
4. Personal- und Sozialbereich
Die Gesellschaft beschäftigte in 2016 im Durchschnitt 17 Angestellte (hiervon durchschnittlich
3 Vollzeitkräfte, 4 Tellzeitkräfte sowie 10 geringfügig Beschäftigte).
Der Personalbestand zum Stichtag des Geschäftsjahres umgerechnet auf Vollzeitkräfte hat sich im
Vergleich zum Vorjahr um 1 Angestellten verändert. Eine Tarifbindung besteht nicht.
B. Darstellung der Lage
Aufgrund von Rundungen können sich geringfügige Differenzen in Höhe von 1 TE ergeben.
1. Vermögenslage
a) Bilanzvergleich
Die Aktivseite der Bilanz (2.273 T€) besteht aus lang- und mittelfristig gebundenem Vermögen
(Anlagevermögen 1.985 TE) sowie kurzfristig gebundenem Vermögen (Vorräte 18 TE, Ford-
erungen und RAP 73 T€ und liquide Mittel 52 TE). Zudem ist ein nicht durch Eigenkapital gedeckter
Fehlbetrag in Höhe von 145 TE auf der Aktivseite auszuweisen.
Die Passivseite der Bilanz umfasst den Sonderposten für Investitionszuschüsse zum Anlagever-
mögen (1.047 TE), mittel- bis langfristige Bankverbindlichkeiten (1.046 TE) und kurzfristige |
Fremdmittel (180 TE).
Zum 31.12.2016 wird ein Eigenkapital von -145 T€ (229 T€) ausgewiesen. Zu beachten ist, dass die
im gesonderten Posten passivierten Zuschüsse zum Anlagevermögen (1.047 TE) ebenfalls
zum überwiegenden Teil Eigenkapitaicharakter haben, da aufgrund der vorliegenden Steuerbe-
freiung die Auflösung des Postens in Folgejahren grundsätzlich keine Steuerbelastung her-
vorruft.
Das negative Eigenkapital ist im Wesentlichen durch die Aufwendungen für die durchgeführte
Dachsanierung von 382 T€ verursacht.
Die Bankverbindlichkeiten haben sich im Geschäftsjahr 2016 aufgrund einer Umfinanzierung
um 217 TE erhöht. Diese zusätzlichen Mittel wurden überwiegend zur Finanzierung der Sanierung
des Manegendachs verwendet.
b) Bilanzkennziffern
Die Eigenkapitalquote ist zum Bilanzstichtag negativ (Vorjahr: +9,6 %).
Der Anteil der eigenen Mittel (Eigenkapital + Sonderposten für Investitionszuschüsse
zum Anlagevermögen) an der Bilanzsumme beträgt 42,4 % gegenüber 57,6 % im Vorjahr.
Die Deckungsverhältnisse bezüglich des Anlagevermögens betragen:
(1) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital: -7,3 % (Vorjahr: 10,6 %)
(2) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital und passivierte Sonderposten (Zu-
schüsse): 45,4 % (Vorjahr: 63,5 %)
(3) Deckung des Anlagevermögens durch Eigenkapital, passive Sonderposten (Zuschüsse)
sowie mittel- bis langfristig Fremdmittel: 98,1 % (Vorjahr: 100,9 %).
Der Liquiditätsgrad ist definiert als Differenz zwischen den kurzfristig realisierbaren Vermögens-
werten und den kurzfristig fälligen Verbindlichkeiten.
2016 2015 2014 2013 2012
Kurzfristig
realisierbare
Vermögenswerte 125 204 231 197 166
Kurzfristig fällige
Schuldposten -180 -205 -204 -184 -180
Liquidität I. Grades -55 -1 27 13 -14
Vorräte 18 20 14 10 12
Liquidität II. Grades — 37 ga TE
Die Liquidität I. Grades zum Stichtag 31.12.2016 hat sich gegenüber dem Vorjahr von -1 TE
um -54 TE verschlechtert.
Die Liquidität Il. Grades beträgt nach Hinzurechnung der Vorräte zum 31.12.2016 -37 T€ (19 TE).
2. Finanzlage
Der cash-flow der Gesellschaft, der sich aus dem Jahresfehlbetrag (-374 TE), erhöht um die Ab-
schreibungen (204 TE), gemindert um die Erträge aus der Auflösung von Sonderposten (102 TE),
ermittelt, beträgt im Geschäftsjahr -272 TE gegenüber 99 T€ im Vorjahr. Die Minderung ist im
Wesentlichen auf das schlechtere Jahresergebnis zurückzuführen.
Im Berichtsjahr wurde das alte Darlehn unter Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung abgelöst.
Das neu aufgenommene Darlehn bei der Sparkasse Münsterland Ost wurde im Geschäftsjahr planmäßic
getilgt.
Unter Berücksichtigung des unverändert zur Verfügung stehenden Kontokorrentrahmen wird die Ge-
sellschaft auch zukünftig in der Lage sein, ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen.
Zahlungsausfallrisiken aus der anteiligen Weiterleitung von durch den Zoo vereinnahmten Eintritts-
geldern an die Gesellschaft werden im Wesentlichen durch monatliche Abschlagszahlungen ver-
mieden.
3. Ertragslage
Im Berichtsjahr wurde ein im Vergleich zum Vorjahr um 367 T€ schlechteres Jahresergebnis in Höhe
eines Fehlbetrages von -374 T€ erwirtschaftet.
Die Umsatzerlöse sind im Vergleich zum Vorjahr um 1 T€ gestiegen. Hierzu wird auf die Angaben
zur Umsatzentwicklung hingewiesen.
Die geringfügige Zunahme des Personalaufwandes um 5 TE ist auf regelmäßige
Lohnerhöhungen zurückzuführen.
Die Zunahme der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 393 T€ resultiert hauptsächlich aus
den Kosten für die Dachsanierung von 382 T€. Zudem erhöhten sich auch die Kosten für Sonder-
ausstellungen.
Das Betriebsergebnis hat sich um -396 T€ auf -379 TE (Vorjahr: 17 TE) verschlechtert.
2016 2015
Umsatzerlöse 809 808
Sonstige betriebliche Erträge 4 7
813 815
Materialeinsatz/Bestandsveränderung -39 -40
Personalaufwand -332 -327
Nettoabschreibungen 7 2 -106
‚Sonstige betriebliche Aufwendungen - -325
g g =
Das Finanzergebnis hat sich um 37 T€ auf -81 TE (Vorjahr: -44 TE) verschlechtert. Dies liegt im
Wesentlichen in der Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung in Höhe von 51 TE im Rahmen einer
Umfinanzierung begründet.
€. Chancen und Risiken der künftigen Entwicklung
Durch monatlich erstellte betriebswirtschaftliche Auswertungen können insbesondere Preisänderungs-,
Ausfall- und Liquiditätsrisiken frühzeitig erkannt sowie ggfs. geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Da im laufenden Betrieb die Einnahmen wesentlich von der jährlichen Gesamtbesucherzahl des
Zoos in Münster abhängen, liegt ein grundsätzliches Risiko in abnehmenden Besucherzahlen.
Es ist derzeit aber nicht abzusehen, dass die den Kalkulationen zu Grunde liegenden Besucher-
zahlen unterschritten werden. Steigende Besucherzahlen würden entsprechend zu höheren Ein-
nahmen führen.
Für die Geschäftsjahre ab 2017 wird ein Nachtrag zum Kooperations- und Zusammenarbeitsvertrag mit
der Westfälischer Zoologischer Garten Münster GmbH verhandelt, nachdem sich eine geänderte
Vergütungsstruktur ergeben wird. Es wird mit jährlichen Mindereinnahmen in Höhe von rund 100 T£ p.a.
gerechnet.
Als Gegenmaßnahmen sind Kosteneinsparungen vorgesehen, insbesondere im Personalbereich und im
Bereich der Sonderausstellungen.
Zum 31.12.2016 weist die Gesellschaft ein negatives Eigenkapital in Höhe von 145 T€ aus. Trotz der
bilanziellen Überschuldung liegt eine insolvenzrechtliche Überschuldung nicht vor, weil durch die Geschäfts-
führung eine positive Fortführungsprognose erstellt worden ist. Voraussetzung für den Fortbestand der
Gesellschaft ist, dass die prognostizierten Werte der Geschäftsführung auch eintreffen.
Die Westfälisches Pferdemuseum Münster gGmbH unterhält seit Eröffnung am 27.10.2002 einen
steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb {Museumsshop / Kaffee- und Eisautomat).
Verluste im steuerpflichtigen wirtschaftlichen Geschäftsbetrieb sind grundsätzlich gemeinnützigkeits-
schädlich. Solche Verluste sind innerhalb des Folgejahres auszugleichen.
Innerhalb der nächsten Jahre muss die Lüftungsanlage im gesamten Pferdemuseum ausgetauscht werden.
Der Investitionsrahmen wird ausweislich eines vorliegenden Angebots rund 250 T€ betragen.
D. Sonstige Angaben
1. Vorraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft
‘Die voraussichtliche Entwicklung der Gesellschaft wird grundsätzlich positiv gesehen.
Im Rahmen einer Fortführungsprognose rechnet die Geschäftsführung in den kommenden Jahren
mit folgender Entwicklung
- 2017 2018
Umsatzerlöse \ 709 TE 709 TE
Jahresüberschuss 9 TE 27 TE
2. Forschung und Entwicklung sowie bestehende Zweigniederlassungen
Auf dem Gebiet der Forschung und Entwicklung finden keine Aktivitäten statt, Zweignieder-
lassungen werden nicht unterhalten.
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Sybill Ebers
Geschäftsführerin Geschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0373/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 27.04.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37