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Pegel Köln 4/2019 Einwohnerentwicklung 2018 Kölns Wachstum setzt sich fort: Gestiegene Zuzüge kompensieren Abwanderungen ins Umland
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Mitteilung Ausschuss
2276 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 01.07.2019 2290/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 04.07.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 Wirtschaftsausschuss 05.09.2019 Integrationsrat 07.10.2019 Pegel Köln 4/2019 Einwohnerentwicklung 2018 Kölns Wachstum setzt sich fort: Gestiegene Zuzüge kompensieren Abwanderungen ins Umland Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln veröffentlicht die Bevölkerungszahlen für das Jahr 2018. Verglichen mit 2017 erhöhte sich die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung um 5 200 Kölnerinnen und Kölner. Mit rund 1 090 000 Einwohnerinnen und Einwohnern (mit Haupt- oder Nebenwohnung, Stand: 31.12.2018: 1 089 984) hält das Bevölkerungswachstum der Stadt weiter an und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verstärkt. Anders als 2017, als die Zuzüge nach Köln und die Fortzüge aus der Stadt nahezu ausgeglichen wa- ren, stieg die Zahl der Zuzüge im Jahr 2018 wieder etwas an. Da sich im gleichen Zeitraum die Fort- zugszahlen leicht reduzierten, bilanzieren sich die Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenze Kölns zu einem Plus von 3 500 Personen. Der Wanderungsgewinn ist auf die internationale Zuwanderung sowie Zuzüge junger Erwachsener zurückzuführen. Ihre Menge reicht aus, um die zunehmenden Abwanderungen von Familien – vor allem in das Kölner Umland – zu kompensieren. Kölns Wanderungsverluste an die Umlandgemeinden haben sich im Zeitverlauf in den unmittelbar angrenzenden Gemeinden intensiviert und gleichzeitig auf weiter außerhalb gelegene Gemeinden ausgedehnt. Neben dem Wanderungsplus resultiert das Bevölkerungswachstum 2018 aus einem Geburtenüber- schuss. Ende des Jahres waren 11 600 Neugeborene in Köln gemeldet. Damit sank die Zahl der Ba- bys gegenüber dem Vorjahr geringfügig, befindet sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Da 2018 rund 10 000 Kölnerinnen und Kölner starben, übersteigen die Geburten die Sterbefälle in der Stadt nach wie vor (Saldo: +1 600). Der Pegel „Einwohnerentwicklung 2018 – Kölns Wachstum setzt sich fort: Gestiegene Zuzüge kompensieren Abwanderungen ins Umland“ vertieft die Trends der Bevölkerungsentwicklung Kölns. gez. Greitemann
Einwohnerentwicklung_2018_Kölns_Wachstum_setzt_sich_fort_EW_PK_4_2019
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Einwohnerentwicklung 2018
Kölns Wachstum setzt sich fort:
Gestiegene Zuzüge kompensieren Abwanderungen ins Umland
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Die wichtigsten Trends der Einwohnerentwicklung
Kölns Einwohnerzahl ist auch 2018 weiter angestiegen
• Ende Dezember 2018 lebten rund 1 090 000 Einwohnerinnen und Einwohner mit Haupt - oder
Nebenwohnung in Kö ln. Verglichen mit dem Vorjahr erhöhte sich die Bevölkerungszahl um
rund 5 200 Kölnerinnen und Kölner. Damit setzt sich die positive Bevölkerungsentwicklung
der vergangenen Jahre fort.
• Anders als 2017, als die Zuzüge nach Köln und die Wegzüge aus der Stadt nahezu ausgegli-
chen waren, stieg im Jahr 2018 die Zahl der Zuzüge mit 59 800 wieder etwas an (2017:
57 800). Da sich gleichzeitig mit 56 300 die Fortzugszahlen im Vergleich zum Vorjahr leicht
reduzierten (2017: 57 200), bilanzieren sich die Wanderungsbewegungen über die Stadtgre n-
zen Kölns auf insgesamt +3 500 Personen und machen rund zwei Drittel des Bevölkerung s-
wachstums aus.
• Der Wanderungsgewinn ist auf die internationale Zuwanderung sowie Zuzüge junger Erwach-
sener zurückzuführen. Ihre Menge reicht aus, um die zunehmenden Abwanderungen von Fa-
milien – vor allem in das immer stärker frequentierte Kölner Umland – zu kompensieren.
• Das verbliebene Drittel des Bevölkerungswachstums 2018 resultiert aus einem Geburtenüber-
schuss. Ende des Jahres waren 11 600 Neugeborene in Köln gemeldet. Damit sank die Zahl der
Babys gegenüber dem Vorjahr geringfügig, befindet sich aber weiterhin auf einem hohen N i-
veau. Da 2018 rund 10 000 Kölnerinnen und Kölner starben, übersteigen die Geburten die
Sterbefälle in der Stadt nach wie vor (Saldo: +1 600).
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Kölns Bevölkerungswachstum setzt sich fort
Auch im Jahr 2018 erhöhte sich die Zahl der Kölnerinnen und Kölner. 1 089 984 Einwohnerinnen und
Einwohner waren zum 31.12.2018 in Köln gemeldet. Verglichen mit dem Vorjahr kamen 5 189 Perso-
nen hinzu, was einem Anstieg um 0,5 Prozent entspricht. Damit wuchs die Zahl der wohnberechtigten
Bevölkerung1 nunmehr zum fünften Mal in Folge.
Grafik 1 Entwicklung der Zahl der Einwohnerinnen und Einwohner in Köln seit 2005
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Bevölkerungszunahme durch gestiegene Zuwanderung
Während 2017 die Zahl der Zuzüge nach Köln und die der Fortzüge aus der Stadt nahezu ausgeglichen
waren, konnten 2018 höhere Zuzugszahlen verzeichnet werden ( 59 805 Zuzüge, rund 2 000 mehr als
2017). Gleichzeitig zogen mit 56 288 Personen weniger Menschen aus Köln fort, als das im Vorjahr der
Fall war (rund -900 zu 2017).
Grafik 2 Zuzüge und Fortzüge seit 2005
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
1 Die „wohnberechtigte Bevölkerung“ umfasst alle Kölnerinnen und Kölner, die mit Haupt- oder Nebenwohnung angemeldet sind, somit
Infrastrukturbedarf haben und daher für die Planung relevant sind. Alle vorliegenden Auswertungen beziehen sich auf sie.
3 517
-20 000
-10 000
0
10 000
20 000
30 000
40 000
50 000
60 000
70 000
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Saldo Zuzug Fortzug
*2008: Registerbereinigung (Abmeldungen "von Amts wegen")
*
1 089 984
1 082 904
960 000
980 000
1 000 000
1 020 000
1 040 000
1 060 000
1 080 000
1 100 000
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
wohnberechtigte Bevölkerung Hauptwohnung
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Aus dem Verhältnis der Zuzüge und Fortzüge ergi bt sich für das Jahr 2018 ein moderater Zuzugsg e-
winn von +3 517 Personen (Wanderungssaldo). Dieser Wert übertrifft die Entwicklung im Vorjahr zwar
deutlich, fällt jedoch verglichen mit der jüngeren Vergangenheit – auch vor 2015 und 2016, mit über-
durchschnittlich vielen Zuwanderungen von Schutzsuchenden – gemäßigt aus (siehe Grafik 2). Insge-
samt trägt der positive Wanderungssaldo in 2018 zu zwei Dritteln zum Einwohnerwachstum Kölns bei.
Zahl der Neugeborenen bleibt hoch
Neben den Zuzügen und Fortzügen wird die Bevölkerungsentwicklung eines Kalenderjahres auch
durch die Zahl der Geburten und Sterbefälle beeinflusst. 2018 wurden 11 582 Babys in Köln angemel-
det. Damit sank die Zahl der Neugeborenen gegenüber de n Vorjahren (2016: 11 810, 2017: 11 784)
nur leicht und verbleibt weiterhin auf einem hohen Niveau. Da im selben Jahr 9 976 Kölnerinnen und
Kölner verstorben sind, ergibt sich ein sogenannter „natürlicher“ Saldo von 1 606 Personen, der neben
dem Zuzugsgewinn zu einem Drittel zum Einwohnerwachstum 2018 beiträgt.
Grafik 3 Entwicklung der Geburten und Sterbefälle seit 2005
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
431
0
100
200
300
400
500
600
700
800
0
2 000
4 000
6 000
8 000
10 000
12 000
14 000
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Geburten Sterbefälle Saldo Geburten je 10 000 Frauen
zwischen 15 und 49 Jahre
11 582
9 976
1 606
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Köln profitiert von internationaler Zuwanderung, deutliche Verluste an das Umland
Die Wanderungsbeziehungen 2018 zeigen, dass insgesamt mehr deutsche Einwohnerinnen und Ei n-
wohner Köln verlassen haben als im selben Jahr in die Stadt gezogen sind. Ein anderes Bild ergibt sich
bei Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit: hier überwiegen die Zuzüge deutlich die Weg-
züge. Wanderungsverluste bei deutschen Staatsangehörigen auf der einen Seite, Wanderungsgewi n-
ne bei der ausländischen Bevölkerung auf der anderen Seite stellen in Köln keine Neuheit dar. Ein so l-
ches Verhältnis der Wanderungsbeziehungen besteht in der Stadt seit 2014 und war bereits in den
Jahren 2002 bis 2009 vorhanden.
Grafik 4 Wanderungssaldo nach Nationalität sowie nach Herkunfts- und Zielgebiet 20182
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Wanderungen lassen sich neben der Nationalität der zu- und fortziehenden Personen auch dahing e-
hend betrachten, woher diese gekommen beziehungsweise abgewandert sind. Die räumliche Sicht
zeigt vor allem Abwanderungen in das Umland der Stadt. Im Jahr 2018 zogen im Saldo 4 112 Personen
mehr in die Wohnungsmarktregion als von dort nach Köln gekommen sind. Die Bilanz aus Zu - und
Fortzügen mit den restlichen Landesteilen Nordrhein -Westfalens, dem übrigen Bundesgebiet sowie
dem Ausland fällt indessen positiv aus. Da die 8 814 Personen, die laut Melderegister nach unbekannt
verzogen sind, mit in die Gegenüberstellung einfließen, ergibt sich insgesamt der Saldo aller Wand e-
rungen von +3 517.
2 Zur Wohnungsmarktregion gehören: Bedburg, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bornheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Engelskirchen, Erfts-
tadt, Euskirchen, Frechen, Gummersbach, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Much, Neunkirchen-
Seelscheid, Niederkassel, Nümbrecht, Odenthal, Overath, Pulheim, Rommerskirchen, Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Weilerswist, Wesseling,
Wiehl, Zülpich
Ausländer/innen
- 1 878 + 5 395
Nach Nationalität
- 4 112Wohnungsmarkt-
region²
+ 2 949Übriges NRW + 2 838 Übriges Bundesgebiet
+ 10 656 Ausland
Nach Herkunfts- und
Zielgebiet
- 8 814 Fortzug nach unbekannt
+ 3 517
Deutsche
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Wanderungsgewinn durch junge Erwachsene und Zuzüge der ausländischen Bevölkerung
Auch wenn der Wanderungssaldo der deutschen Bevölkerung insgesamt negativ ausfällt, zeigen sich
in den einzelnen Altersgruppen deutliche Unterschiede. Es sind Bildungs- und Berufseinst eiger zw i-
schen 18 und 30 Jahren, die Köln hinzugewinnen kann. Hier übersteigen die Zuzüge die Wegzüge be-
trächtlich. In allen anderen Altersgruppen der Deutschen überwiegen hingegen die Fortzüge. Dies gilt
insbesondere für Personen in einem Alter, in dem die Familiengründung wahrscheinlich wird und lang-
fristige Wohnstandortentscheidungen an Relevanz gewinnen (30 bis unter 45 Jahre), beziehungsweise
bereits Familien gegründet wurden. Letzteres verdeutlicht ein Blick auf die Gruppe der Kinder und J u-
gendlichen, da diese in der Regel gemeinsam mit ihren Eltern umziehen. Überdies fällt bei der deu t-
schen Bevölkerung der Wanderungssaldo der Jahrgänge in der mittleren Lebensphase (45 bis unter 60
Jahre) in nicht unwesentlichem Maß negativ aus. Ein solches Wanderungsmuster – ausschließlich jun-
ge Erwachsenen mit Wanderungsgewinnen – ist in Köln schon seit Längerem zu beobachten, wie nicht
nur einem Blick auf die Vorjahresentwicklung, sondern auch der 5-Jahres-Durchschnitt (2013 bis 2017)
verdeutlicht (siehe Tabelle 1).
Bei Ausländerinnen und Ausländern verzeichnen ebenfalls die jungen Erwachsenen im Alter zwischen
18 und 30 Jahren die größten Wanderungsgewinne . Anders als unter der deutschen Bevölkerung be-
schränkt sich das Plus jedoch nicht nur auf diese Altersgruppe. Auch die Kinder und Jugendlichen sowie
die 30- bis unter 45-Jährigen weisen jeweils einen positiven Wanderungssaldo auf. Darüber hinaus un-
terscheidet sich die Bilanz aus Zu- und Fortzugszahlen der ausländischen Einwohnerinnen und Einwoh-
ner im Jahr 2018 vom Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre. Vor allem bedingt durch die enormen
Wanderungsgewinne in den Jahren 2015 und 2016, mit ausgesprochen hohen Zuwanderungen von
geflüchteten Menschen, fällt das Plus in den jüngsten drei Altersgruppen bei den Durchschnittswerten
höher aus.
Tabelle 1 Wanderungssaldo nach Nationalität und Alter 2018 und im Zeitvergleich
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Höhere Zuzugszahlen 2018 insbesondere durch Zuwanderung von Ausländerinnen und Ausländern
Der Anstieg der Zuzüge 2018 im Vergleich zum Vorjahr ist nahezu vollständig darauf zurückzuführen,
dass mehr Ausländerinnen und Ausländer nach Köln gezogen sind als das 2017 der Fall war. Von den
rund 2 000 Zuzügen mehr entfallen 1 800 auf ausländische Einwohnerinnen und Einwohner. Das Ve r-
hältnis der zugezogenen Deutschen zu den zugewanderten ausländischen Einwohnerinnen und Ei n-
wohnern hat sich infolge dessen von 60:40 zugunsten der ausländischen Zuwanderer leicht versch o-
ben (siehe Tabelle 2).
2018 2017 Durchschnitt
2013-2017 2018 2017 Durchschnitt
2013-2017
unter 18 -2 673 -2 500 -2 137 1 268 529 2 182
18 b
is unter 30 7 106 6 737 6 890 3 594 2 686 4 589
30 bis unter 45 -3 976 -4 372 -3 681 710 323 1 768
45 bis unter 60 -1 259 -1 380 -1 231 126 5 533
60 bis unter 75 - 639 - 620 - 564 - 200 - 175 - 87
75 und älter - 437 - 508 - 458 - 103 - 101 - 54
zusammen -1 878 -2 643 -1 181 5 395 3 267 8 931
Alter
Deutsche Staatsangehörigkeit Ausländische Staatsangehörigkeit
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Weniger Zuzüge der EU-Bevölkerung, dafür gestiegene Zuwanderung aus dem übrigen Europa
sowie Asien
Sowohl gegenüber 2017 als auch dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre fallen die Zuzüge von
EU-Bürgerinnen und -Bürgern im Jahr 2018 geringer aus. Hierbei ist insbesondere auf den Rückgang
zugezogener Polinnen und Polen hinzuweisen, welche 2018 mit 1 400 zwar immer noch die vier t-
stärkste Zuzugsnation nach Köln darstellen, aber im Vergleich zum Vorj ahr geringer vertreten sind
(-280 Personen). Absolut betrachtet entfallen auf Menschen mit türkischer, rumänischer, italienischer,
polnischer und bulgarischer Staatsangehörigkeit die meisten Zuzüge 2018 nach Köln (siehe auch A n-
hang Tabelle A1).
Tabelle 2 Zuzüge nach Nationalität 2018 und im Zeitvergleich
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Was die Zuzüge von Schutzsuchenden anbelangt, die in den Jahren 2015 und 2016 vor allem aus Syr i-
en, dem Irak, Afghanistan und Iran kamen, knüpft 2018 an die Entwicklung im Vorjahr an. Der deutli-
che Rückgang in dieser Zuwanderungsgruppe, welcher 2017 einsetzte, hat si ch 2018 stabilisiert. Au s-
genommen hiervon sind Iranerinnen und Iraner, deren Zuzugszahlen 2018 zugenommen haben (+330
gegenüber 2017).
Absolut betrachtet sind also die Zuwanderungen geflüchteter Menschen aus Krisen- und Kriegsgebie-
ten deutlich gesunken, gleichzeitig hat sich jedoch das Muster ihrer Wanderungsbewegungen gewan-
delt: Kamen 2015 und 2016 noch mehr als die Hälfte der Syrer/ innen, Iraker/innen sowie Afghaninnen
und Afghanen direkt aus dem Ausland nach Köln, gilt dies nun nicht mehr. Stattdessen zogen in dieser
Personengruppe in den letzten beiden Jahren über 50 Prozent aus dem Inland nach Köln. Iranerinnen
und Iraner stellen diesbezüglich abermals eine Ausnahme dar, da sie gleichermaßen aus dem In - wie
Ausland zuwanderten.
absolut % absolut % ab solut %
Deutschland 35 074 58,6 34 893 60,3 35 972 58,1
Ausland 24 731 41,4 22 956 39,7 25 912 41,9
davon
EU-Ausland 9 640 16,1 10 130 17,5 11 167 18,0
darunter
Rumänien 1 449 2,4 1 335 2,3 1 304 2,1
Italien 1 434 2,4 1 383 2,4 1 488 2,4
Polen 1 400 2,3 1 676 2,9 2 102 3,4
Bulgarien 1 370 2,3 1 458 2,5 1 636 2,6
Türkei 1 641 2,7 1 395 2,4 1 405 2,3
Sonstiges Europa 3 281 5,5 2 388 4,1 2 693 4,4
Asien 6 609 11,1 5 646 9,8 7 335 11,9
darunter
Irak 1 096 1,8 1 078 1,9 1 381 2,2
Syrien 894 1,5 853 1,5 1 621 2,6
Iran 886 1,5 552 1,0 682 1,1
Afghanistan 253 0,4 164 0,3 518 0,8
Afrika 1 733 2,9 1 463 2,5 1 602 2,6
Amerika 1 584 2,6 1 543 2,7 1 387 2,2
Sonstige 243 0,4 391 0,7 322 0,5
Nationalität
2018 2017 Durchschnitt 2013-2017
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Neue Entwicklung: Wanderungsgewinne von mazedonischen Staatsangehörigen, Wanderungsde-
fizite bei Polinnen und Polen
Hinsichtlich der Wanderungsbewegungen unter Hinzunahme der Fortzüge treten 2018 auf Ebene der
Einzelnationen zwei Entwicklungen in Erscheinung:
1) Der Wanderungssaldo fällt je Einzelnation – wie bereits 2017 – deutlich geringer als in der Ve r-
gangenheit aus. Insbesondere bei Einwohnerinnen und Einwohnern syrischer Staatsangehörigkeit
ist dies augenfällig (siehe Tabelle 3).
2) Im Zeitverlauf hat sich die Reihenfolge der Einzelnationen mit dem größten Wanderungsgewi n-
nen geändert. Mit einem Saldo von plus 600 Personen verzeichnen Irakerinnen und Iraker die N a-
tionalitätengruppe mit dem größten Wanderungsgewinn im Jahr 2018. Absolut betrachtet ist ihr
Wanderungsplus allerdings kleiner als im Durchschnitt der letzten fünf Jahre. An zweiter Stelle
sind rumänische Staatsangehörige mit einem Saldo von plus 500 Personen.
Neu ist im Jahr 2018: Bei Iraner/innen und Mazedonier/innen fiel das Wanderungsplus höher als im
Vorjahr sowie dem 5 -Jahres-Durchschnitt aus. Grundsätzlich liegen 2018 höhere Wanderungsge-
winne bei Menschen aus dem Westbalkan vor, insbesondere mit mazedonischer, albanischer und
serbischer Staatsangehörigkeit. Demgegenüber zeigt der Saldo von Bulgarinnen und Bulgaren ein
rückläufiges Ergebnis. Einwohnerinnen und Einwohner polnischer Nationalität erscheinen des
Weiteren gar nicht mehr in der Übersicht . Mit einem Saldo von minus 130 Personen zogen 2018
mehr Polinnen und Polen aus Köln weg, als im gleichen Jahr zuzogen (siehe Anhang Tabelle A1).
Tabelle 3 Wanderungen nach Nationalität 2018 und im Zeitvergleich
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Nationalität Saldo Zuzug Fortzug Nationalität Saldo Zuzug Fortzug
1. Irak 597 1 096 499 1. Syrien 1 169 1 621 452
2. Rumänien 478 1 449 971 2. Irak 941 1 381 440
3. Iran 423 886 463 3. Bulgarien 681 1 636 956
4. Mazedonien 398 671 273 4. Polen 564 2 102 1 538
5. Bulgarien 347 1 370 1 023 5. Rumänien 521 1 304 783
6. Syrien 299 894 595 6. Italien 485 1 488 1 003
7. Italien 267 1 434 1 167 7. Afghanistan 389 518 129
8. Indien 236 772 536 8. Iran 375 682 308
9. Albanien 210 524 314 9. Spanien 260 742 482
10. China (VR) 141 730 589 10. Indien 202 678 476
2018 Durchschnitt 2013-2017
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Erneuter Rückgang der Umzüge in Köln
Seit 2005 geht die Zahl der innerstädtischen Umzüge – mit punktuellen Unterbrechungen – zurück.
Mit insgesamt 68 439 Umzügen im Stadtgebiet wurde 2018 der niedrigste Wert innerhalb der letzten
20 Jahre erreicht. Vor allem bei der deutschen Bevölkerung ist ein kontinuierlicher Rückgang im Zei t-
verlauf zu beobachten. Unter ihnen nimmt seit 2009 die Zahl der Umzüge innerhalb Kölns fortlaufend
ab (siehe Grafik 5).
Aber a uch u nter Ausländerinnen und Ausländern waren die innerstädtischen Umzüge im Zeitverlauf
leicht rückläufig. Diese Entwicklung wurde allerdings in den Jahren 2015 und 2016 unterbrochen, als
vergleichsweise viele Ausländerinnen und Ausländer – vor allem aus Krisen - und Kriegsgebieten – z u-
zogen. Seither reduziert sich die Zahl der Umzüge im Stadtgebiet wieder deutlich.
Grafik 5 Innerstädtische Umzüge nach Nationalität seit 2005
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Wanderungssaldo mit Kölns Umland weiterhin auf hohem Niveau
Die Abnahme der Umzüge innerhalb Kölns dürfte eine Folge des sich anspannenden Wohnungsmar k-
tes sein, der die Möglichkeit für einen Wohnungswechsel erschwert . Denn: Während die innerstädt i-
schen Umzüge weiter zurückgehen, steigen gleichzeitig die Abwanderungen in die Kölner Woh-
nungsmarktregion3: 2017 war der Überschuss an Fortzügen gegenüber den Zuzügen mit rund -4 800
Personen der höchste Wert seit 2000. Im Ja hr 2018 ging dieser Wert zwar leicht zurück, befindet sich
mit -4 112 Personen aber weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau (siehe Grafik 6).
3 Zur Wohnungsmarktregion gehören: Bedburg, Bergheim, Bergisch Gladbach, Bornheim, Brühl, Dormagen, Elsdorf, Engelskirchen, Erfts-
tadt, Euskirchen, Frechen, Gummersbach, Hennef (Sieg), Hürth, Kerpen, Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Much, Neunkirchen-
Seelscheid, Niederkassel, Nümbrecht, Odenthal, Overath, Pulheim, Rommerskirchen, Rösrath, Siegburg, Troisdorf, Weilerswist, Wesseling,
Wiehl, Zülpich
0
10 000
20 000
30 000
40 000
50 000
60 000
70 000
80 000
2005 2006 2007 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Innerstädtische Umzüge Deutsche Innerstädtische Umzüge Ausländer/innen
48 633
19 806
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Grafik 6 Wanderungssaldo mit der Kölner Wohnungsmarktregion seit 2010
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Vor allem Familien ziehen ins Kölner Umland
Das Wanderungsdefizit Kölns mit seinem Umland geht überwiegend auf deutsche Einwohnerinnen
und Einwohner zurück. Unter den rund 4 100 Personen, die Köln 2018 an die Wohnungsmarktreg ion
verloren hat, sind 3 500 Deutsche zu finden. Der Wanderungssaldo der ausländischen Bevölkerung mit
dem Kölner Umland ist demnach nahezu ausgeglichen (Saldo 2018: -600).
Zudem lässt sich ein altersselektives Wanderungsmuster erkennen: Junge Erwachsene zieht es in die
Stadt, im Gegenzug v erlassen Familien vermehrt Köln. Annäherungsweise lassen sich diese über eine
Betrachtung der Altersgruppen der unter 18 -Jährigen sowie 30 - bis unter 45- Jährigen identifizieren
(zusammen: familienrelevante Jahrgänge) . In der Lebensphase zwischen 30 und 45 Jahren erfolgt in
der Regel der Übergang zur Familiengründung. In den bereits gebildeten Familien sind die Kinder und
Jugendlichen vorzufinden, die für gewöhnlich (noch) mit ihren Eltern oder Familienangehörigen u m-
ziehen.
Tabelle 4 Wanderungssaldo nach Alter sowie nach Herkunfts- und Zielgebiet 2018
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Auch im Vergleich zu den übrigen Landesteilen Nordrhein -Westfalens, dem Bun desgebiet und dem
Ausland, treten die h ohen Wanderungsverluste Kölns bei den familienrelevanten Jahrgängen (Kinder
und Jugendliche plus 30- bis unter 45-Jährige) mit der umliegenden Wohnungsmarktregion deutlich in
Erscheinung.
-1 346
-1 832 -1 632
-2 148
-3 428 -3 287
-3 601
-4 789
-4 112
-6 000
-5 000
-4 000
-3 000
-2 000
-1 000
0
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Wohnungsmarkt-
region Übriges NRW Übriges
Bundesgebiet Ausland Unbekannt Insgesamt
unter 18 -1 671 - 745 - 99 2 100 - 990 -1 405
18 bis unter 30 1 267 4 384 3 374 4 727 -3 052 10 700
30 bis unter 45 -2 627 - 349 - 104 2 706 -2 892 -3 266
45 bis unter 60 - 597 - 159 - 61 1 103 -1 419 -1 133
60 bis unter 75 - 241 - 135 - 181 57 - 339 - 839
75 und älter - 243 - 47 - 91 - 37 - 122 - 540
zusammen -4 112 2 949 2 838 10 656 -8 814 3 517
Differenz aus Zu- und Fortzügen (Saldo)
Alter
Pegel Köln 4/2019
Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Wegzugsüberschuss der Familien in das Umland wird tendenziell größer
Bereits 2010 zogen mehr Personen d er familienrelevanten Altersgruppen aus Köln in das Umland als
umgekehrt. Diese Entwicklung hat sich seither verstärkt. Da der Tendenz nach die Zah l der Fortzüge
angestiegen ist, die Zuzugszahlen hingegen abgenommen haben, vergrößerte sich der negative Wan-
derungssaldo im betrachteten Zeitraum.
Grafik 7 Wanderungsbeziehungen familienrelevanter Jahrgänge4 mit der Kölner Wohnungsmarktregion seit 2010
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
In Relation zur Menge der familienrelevanten Jahrgänge, die in Köln mit einem Haupt - oder Nebe n-
wohnsitz gemeldet sind, sind im Zeitverlauf immer mehr Familien in die Kölner Wohnungsmarkregion
gezogen als gleichzeitig von dort in die Stadt kamen. Das Wanderungsminus ist im Zeitraum von 2010
bis 2018 nahezu kontinuierlich gewachsen.
4 Berücksichtigt sind ausschließlich Personen im Alter unter 18 Jahren sowie von 30 bis unter 45 Jahren.
-1 975 -2 550 -2 287 -2 782
-3 593 -3 680 -3 733
-4 731 -4 298
-6 000
-4 000
-2 000
0
2 000
4 000
6 000
8 000
10 000
2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018
Saldo Zuzug Fortzug
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Fortzüge von Familien vermehrt aus dem Stadtkern ins Umland
2018 erfolgten besonders viele Wegzüge von Einwohnerinnen und Einwohner n im familienrelevanten
Alter aus dem Kern sowie den westlich und östlichen gelegenen Gebieten der Stadt. Hervorzuheben
sind vor allem die Stadtteile Sülz, Lindenthal, Ehrenfeld, Nippes, Neustadt/Süd und Mülheim. Hier zo-
gen jeweils über 200 Minderjährige sowie Menschen im Alter zwische n 30 und 45 Jahren in die U m-
landgemeinden Kölns (siehe Karte 1).
Im Zeitverlauf hat sich das Ausmaß der Fortzüge verstärkt. Verglichen mit 2010 zogen acht Jahre sp ä-
ter deutlich mehr Familien in die Umlandgemeinden. Etwa im Stadtteil Ehrenfeld erhöhte sich die Zahl
der Fortzüge von 190 in 2010 auf 282 im Jahr 2018. Der generelle Anstieg der Wegzüge wird begleitet
von einer flächenmäßigen Ausweitung: 2018 erfasste die Fortzugsentwicklung ausgehend vom Stadt-
zentrum verstärkt Gebiete im Westen sowie Stadtteile im Nordosten Kölns , die in der Vergangenheit
weniger von Familien-Fortzügen betroffen waren.
Karte 1 Fortzüge familienrelevanter Jahrgänge aus Kölner Stadtteilen in die Umlandgemeinden5
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
5 Hierzu zählen die Nachbargemeinden, auf die sich die Abwanderung der Familien größtenteils konzentriert: Bergheim, Bergisch Gladbach,
Bornheim, Brühl, Dormagen, Engelskirchen, Erftstadt, Frechen, Hürth, Kerpen, Kürten, Leverkusen, Lindlar, Lohmar, Monheim am Rhein,
Much, Neunkirchen-Seelscheid, Niederkassel, Odenthal, Overath, Pulheim, Rösrath, Troisdorf, Weilerswist und Wesseling
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Neben Kölns Nachbargemeinden ist das weitere Umland immer stärker im Trend
Es sind vor allem die unmittelbar an das Stadtgebiet angrenzenden Gemeinden, die aus Köln Einwoh-
nerinnen und Einwohner in den familienrelevanten Altersgruppen hinzugewinnen. Zu nennen sind hier
vor allem Pulheim, Frechen und Hürth im Westen sowie Leverkusen, Bergisch Gladbach und Rösrath
im Osten. Schon 2010 waren diese Gemeinden von zentraler Bedeutung für das Abwanderungsverha l-
ten der Kölner Familien (siehe Karte 2 ). Im Zeitverlauf hat s ich die Dynamik ihrer Wanderungsbew e-
gung in das Umland in zweierlei Hinsicht verändert:
1) Intensivierung:
Das Ausmaß der Wanderungsverluste von Familien hat sich deutlich erhöht. Gegenüber 2010 fiel
das Wanderungsdefizit 2018 weitaus größer aus. Mittlerweile gruppieren sich Bergisch Gladbach
(Saldo 2018: -558), Pulheim (-412), Hürth (-362) und Leverkusen ( -342) in die höchste Abwand e-
rungskategorie ein. Mit Frechen fällt der Wanderungssaldo im Jahr 2018 ( -222) etwas geringer als
2010 (-251) aus. Grundsätzlich kommt Bergisch Gladbach, Pulheim und Hürth eine Schlüsselrolle
für das Wanderungsgeschehen von Familien zu. Über den kompletten Zeitraum von 2010 bis
2018 versammelten sie die weitaus größten Wanderungsdefizite aus Kölner Perspektive. Das
heißt: jährlich zogen beträchtlich mehr familienrelevante Altersgruppen in diese Gemeinden als
von ihnen im Gegenzug nach Köln kamen.
2) Ausdehnung:
Die negative Wanderungsbilanz betrifft 2018 alle betrachteten Umgebungsgemeinden
6. Anders
als 2010 sind keine Wanderungsgewinne aus Kölner Sicht mehr zu verzeichnen. Vor allem an die
Gebiete im Süden Kölns sowie die westlich gelegenen Gemeinden in einem „zweiten Ring“ –
Bergheim, Kerpen und Erftstadt – verliert die Stadt im Zeitverlauf vermehrt Personen im familie n-
relevanten Alter. Waren 2010 im nahen Umland nur sechs Gemeinden zu finden, an die Köln 100
oder mehr Personen im familienrelevanten Alter verloren hat, vergrößerte sich ihre Zahl 2018 be-
reits auf 15 Gemeinden. Unter ihnen besteht mit neun Gemeinden ein leichter Überhang der links-
rheinisch gelegenen Gebiete (siehe Karte 2).7
6 Karte 2 zeigt die 34 Gemeinden der sogenannten Wohnungsmarkregion Köln. Ergänzt wird dieses Gebiet um die direkt im Norden Kölns
angrenzende Gemeinde Monheim am Rhein.
7 Dass Köln als wachsende Großstadt nicht ohne ihre umliegenden Gemeinden zu betrachten ist, drückt sich auch in regionalen Kooperatio-
nen aus, die immer stärker an Stellenwert gewinnen.
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Karte 2 Wanderungssaldo familienrelevanter Jahrgänge von Köln mit umgebenden Gemeinden
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Abwanderung von Familien 2018:
Leverkusen, Kerpen, Bergheim und Wesseling profitieren besonders stark
Verglichen mit dem Durchsch nitt der vergangenen fünf Jahre wanderten familienrelevante Jahrgänge
im Jahr 2018 verstärkt nach Leverkusen (Saldo 2018: - 342), Kerpen (-249), Bergheim (-234) und Wes-
seling (-180) ab (siehe Grafik 8).
Anders als Bergisch Gladbach, Pulheim, Hürth oder Frechen – diese Gebiete stellen bereits seit einigen
Jahren attraktive Abwanderungsziele für Familien dar – kam Leverkusen erst ab 2017 eine vergleichba-
re Bedeutung zu. In diesem Jahr stieg der negative Saldo für Köln sprunghaft an und hat sich 2018
noch einmal leicht vergrößert. Bei Kerpen und Bergheim vollzog sich in etwa die gleiche Entwicklung:
Kölns Wanderungssaldo der familienrelevanten Jahrgänge mit beiden Gemeinden war von 2010 bis
2013 relativ stabil, stieg dann ab 2014 (Kerpen) beziehungsweise 2015 (Bergheim) kontinuierlich an
und verfestigte sich 2018 auf dem Niveau des Vorjahres. Zahlenmäßig verlor Köln an Wesseling ve r-
gleichsweise wenige Familien in den Jahren 2010 bis 2017. Gegenüber dem Vorjahr wuchsen die Ve r-
luste der familienrelevanten Jahrgänge allerdings beträchtlich (Saldo 2017: -81, 2018: -180).
Grafik 8 Wanderungssaldo familienrelevanter Jahrgänge mit Kölner Umlandgemeinden 2018 und im Fünfjahre s-
durchschnitt (2013 bis 2017)
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Die Wanderungsverluste Kölns an Einwohnerinnen und Einwohnern im familienrelevanten Alter stellen
gleichzeitig Wanderungsgewinne für die jeweiligen Umlandgemeinden dar. Die Attraktivität dieser
Wohnorte für Familien spiegelt sich auch im dortigen geringeren Mietpreisniveau wider. Laut P reis-
spiegel 2019 liegen die Wohnungsmieten etwa in Kerpen (6,10 €/m²), Leverkusen (6,20 €/m²) oder
Euskirchen (6,50 €/m²) allesamt unter 7,00 Euro. 8 In den Gemeinden , an welche Köln in der Verga n-
genheit bereits verstärkt Familien verloren hat und die in unmittelbarer Nachbarschaft zu der Stadt
liegen, sind die Wohnungsmieten erwartungsgemäß höher . In Pulheim liegt der Preis bei 8,50 Euro in
Bergisch Gladbach sogar bei 9,00 Euro. Im Vergleich hierzu wird für Köln ein Quadratmeterpreis für
Wohnungsmieten in mittleren Lagen von 10,80 Euro ausgewiesen.
Auch bei Neubauwohnungen führen sich die Unterschiede fort. So müssen in den Gemeinden Bergisch
Gladbach, Dormagen und Frechen Mietpreise von jeweils 10,00 Euro/m² bezahlt werden. Für Köln wird
hingegen eine durchschnittliche Netto-Kaltmiete von 13,30 für eine Neubauwohnung mit mittlerem
Wohnwert im Jahr 2019 angegeben.
8 Preisspiegel 2019 Wohnimmobilien NRW, Immobilienverband IVD West e.V. für Nordrhein-Westfalen. Es handelt sich hierbei um durch-
schnittliche Quadratmeterpreise (Netto-Kaltmiete) für Wohnungen, die nach 1948 fertiggestellt wurden.
- 600
- 500
- 400
- 300
- 200
- 100
0
Bergisch Gladbach
Pulheim
Hürth
Frechen
Leverkusen
Rösrath
Kerpen
Bergheim
Niederkassel
Brühl
Erftstadt
Troisdorf
Dormagen
Bornheim
Wesseling
Overath
Lohmar
Weilerswist
Odenthal
Monheim am Rhein
Kürten
Lindlar
Neunkirchen-Seelscheid
Engelskirchen
Much
Durchschnitt 2013-2017
2018
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Einwohnerentwicklung 2018: Kölns Wachstum setzt sich fort
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Anhang
Tabelle A1 Die 25 Nationalitäten mit den meisten Zuzügen 2018
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Tabelle A2 Wanderungen nach Altersgruppen
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Nationalität Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo
Türkei 1 641 1 914 - 273
Rumänien 1 449 971 478
Italien 1 434 1 167 267
Polen 1 400 1 530 - 130
Bulgarien 1 370 1 023 347
Irak 1 096 499 597
Syrien 894 595 299
Iran 886 463 423
Indien 772 536 236
China (VR) 730 589 141
Mazedonien 671 273 398
Republik Serbien 619 484 135
Spanien 591 496 95
Albanien 524 314 210
Kroatien 494 358 136
Russische Föderation 427 361 66
Frankreich 414 321 93
Griechenland 408 349 59
USA 405 433 - 28
Bosnien und Herzegowina 364 370 - 6
Brasilien 346 237 109
Ungarn 306 297 9
Großbritannien 302 216 86
Ukraine 299 211 88
Marokko 267 209 58
2018 2017 Durchschnitt
2013-2017 2018 2017 Durchschnitt
2013-2017 2018 2017 Durchschnitt
2013-2017
unter 18 5 680 5 353 6 553 7 085 7 324 6 508 - 1 405 -1 971 45
18 bis unter 30 31 925 31 268 32 286 21 225 21 845 20 807 10 700 9 423 11 479
30 bis unter 45 14 629 13 931 15 174 17 895 17 980 17 087 -3 266 -4 049 -1 913
45 bis unter 60 5 290 5 135 5 638 6 423 6 510 6 336 -1 133 -1 375 - 698
60 bis unter 75 1 516 1 499 1 559 2 355 2 294 2 209 - 839 - 795 - 651
75 und älter 765 663 674 1 305 1 272 1 187 - 540 - 609 - 513
zusammen 59 805 57 849 61 884 56 288 57 225 54 134 3 517 624 7 750
Alter
Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo
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Tabelle A3 Wanderungen nach Herkunfts- und Zielgebieten 2018
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Tabelle A4 Die 25 stärksten Herkunftsgebiete in Deutschland 2018
Quelle: Stadt Köln – Amt für Stadtentwicklung und Statistik
Gebiet Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Sal do
Rhein-Erft-Kreis 4 247 6 369 -2 122
Rhein-Sieg-Kreis 2 430 3 062 - 632
Rheinisch-Bergischer Kreis 2 352 3 251 - 899
Bonn 1 646 1 253 393
Düsseldorf 1 201 1 263 - 62
Berlin 1 008 1 438 - 430
Aachen (Stadt) 998 633 365
Oberbergischer Kreis 937 729 208
Rhein-Kreis Neuss 929 1 074 - 145
Leverkusen 911 1 261 - 350
Kreis Düren 676 772 - 96
Kreis Euskirchen 671 871 - 200
Hamburg 618 678 - 60
Münster 609 351 258
Kreis Mettmann 564 532 32
Essen 533 403 130
München 520 570 - 50
Frankfurt am Main 467 419 48
Wuppertal 404 345 59
Kreis Siegen-Wittgenstein 391 235 156
Dortmund 383 277 106
Duisburg 374 294 80
Aachen (Städteregion o. Stadt) 302 260 42
Mönchengladbach 301 249 52
Kreis Wesel 294 205 89
Gebiet Zuzug nach Köln Fortzug aus Köln Saldo
Wohnungsmarktregion 10 181 14 293 -4 112
übriges NRW 16 346 13 397 2 949
übriges Bundesgebiet 14 781 11 943 2 838
Ausland 18 497 7 841 10 656
unbekannt* - 8 814 -8 814
zusammen 59 805 56 288 3 517
*8 814 Personen sind nach unbekannt verzogen
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ISSN 1869-070X (Internet)
Nachdruck (auch auszugsweise) nur mit Quellenangabe
13/15/200/7.2019
Mitteilung Ausschuss (1)
2248 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/15/153 153/1 Vorlagen-Nummer 01.07.2019 2290/2019 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Stadtentwicklungsausschuss 04.07.2019 Ausschuss Soziales und Senioren 05.09.2019 Wirtschaftsausschuss 05.09.2019 Pegel Köln 4/2019 Einwohnerentwicklung 2018 Kölns Wachstum setzt sich fort: Gestiegene Zuzüge kompensieren Abwanderungen ins Umland Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik der Stadt Köln veröffentlicht die Bevölkerungszahlen für das Jahr 2018. Verglichen mit 2017 erhöhte sich die Zahl der wohnberechtigten Bevölkerung um 5 200 Kölnerinnen und Kölner. Mit rund 1 090 000 Einwohnerinnen und Einwohnern (mit Haupt- oder Nebenwohnung, Stand: 31.12.2018: 1 089 984) hält das Bevölkerungswachstum der Stadt weiter an und hat sich gegenüber dem Vorjahr leicht verstärkt. Anders als 2017, als die Zuzüge nach Köln und die Fortzüge aus der Stadt nahezu ausgeglichen wa- ren, stieg die Zahl der Zuzüge im Jahr 2018 wieder etwas an. Da sich im gleichen Zeitraum die Fort- zugszahlen leicht reduzierten, bilanzieren sich die Wanderungsbewegungen über die Stadtgrenze Kölns zu einem Plus von 3 500 Personen. Der Wanderungsgewinn ist auf die internationale Zuwanderung sowie Zuzüge junger Erwachsener zurückzuführen. Ihre Menge reicht aus, um die zunehmenden Abwanderungen von Familien – vor allem in das Kölner Umland – zu kompensieren. Kölns Wanderungsverluste an die Umlandgemeinden haben sich im Zeitverlauf in den unmittelbar angrenzenden Gemeinden intensiviert und gleichzeitig auf weiter außerhalb gelegene Gemeinden ausgedehnt. Neben dem Wanderungsplus resultiert das Bevölkerungswachstum 2018 aus einem Geburtenüber- schuss. Ende des Jahres waren 11 600 Neugeborene in Köln gemeldet. Damit sank die Zahl der Ba- bys gegenüber dem Vorjahr geringfügig, befindet sich aber weiterhin auf einem hohen Niveau. Da 2018 rund 10 000 Kölnerinnen und Kölner starben, übersteigen die Geburten die Sterbefälle in der Stadt nach wie vor (Saldo: +1 600). Der Pegel „Einwohnerentwicklung 2018 – Kölns Wachstum setzt sich fort: Gestiegene Zuzüge kompensieren Abwanderungen ins Umland“ vertieft die Trends der Bevölkerungsentwicklung Kölns. gez. Greitemann
Beratungsverlauf (4)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2290/2019
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 06.09.2019
- Erstellt
- 25.06.2019 15:36