SV-2014/0011
Vorschlag des Ortsbeirates Darmstadt-Wixhausen vom 20. Februar 2014 betr. verschobene Studie zu den Auswirkungen einer Streuung der Flugroute 'König kurz' umgehend in Auftrag zu geben
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SV-2014/0011
4341 Zeichen
Vorlage-Nr. SV-2014/0011
Vorschlag des Ortsbeirates Darmstadt-Wixhausen vom 20. Februar 2014 betr.
verschobene Studie zu den Auswirkungen einer Streuung der Flugroute "König kurz"
umgehend in Auftrag zu geben
Der Ortsbeirat
Darmstadt-Wixhausen
Vorschlag des Ortsbeirates Darmstadt-Wixhausen
betr.
Instandsetzung der Gehwege zu den Betonplatten der Brücke über den
Mühlbach in der Brückengasse
Darmstadt, 20.02.2014
Antrag:
Der Magistrat der Stadt Darmstadt wird beauftragt, die bereits am 09.12.2010 von der
Stadtverordnetenversammlung (STAVO) verabschiedete und in der Sitzung der STAVO am
18.12.2012 verschobene Studie zu den Auswirkungen einer Streuung der Flugroute „König
kurz“ umgehend in Auftrag zu geben.
Begründung:
Seit längerer Zeit sind die nördlichen Stadtteile der Wissenschaftsstadt Darmstadt einer
erheblichen Belastung durch Fluglärm ausgesetzt. Insbesondere seit Inbetriebnahme der
neuen Landebahn ist außerdem zu beobachten, dass die tatsächlichen Abflüge weit nördlich
verlaufen und damit bebautes Gebiet schneiden. Dies führt insbesondere für Wixhausen zu
einer steigenden Belastung. Negative Auswirkungen hat der Lärm dabei nicht nur auf die
Bevölkerung – auch die Stadtentwicklung wird im Norden durch die Bauverbote erheblich
beeinträchtigt.
Ein unhaltbarer Zustand in Anbetracht des erheblichen Bevölkerungsdrucks. Deshalb hat die
Stadt Darmstadt bereits vor mehreren Jahren eine Streuung der Flugrouten über dem
Stadtgebiet beantragt.
Am 10.12.2010 stimmte das Stadtparlament mit breiter Mehrheit für die Erstellung einer
eigenen Studie mit städtischen Geldern. Diese Studie sollte Aufschluss über die Auswirkungen
einer Streuung der Flugrouten über dem Stadtgebiet der Wissenschaftsstadt Darmstadt
bringen. Leider wurden mit diesem Antrag keine Geldmittel verabschiedet, so dass zunächst
Gelder innerhalb der Verwaltung angespart werden mussten.
Auch schien es zunächst aus fachlicher Sicht angebracht, das Urteil aus Leipzig bezüglich des
Nachtflugverbots abzuwarten, um mit gesicherten Rahmenbedingungen arbeiten zu können.
Zwischenzeitlich liegt das Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes vor. Aus Sicht des
Antragstellers gibt es deshalb keine sachlichen Gründe weshalb die 50.000 Euro, die laut
Aussage des Kämmerers in der Zwischenzeit durch die Verwaltung aus
Haushaltsausgaberesten angespart wurden, nicht für die Erstellung des Gutachtens verausgabt
werden sollten.
Den Hinweis auf die aktuell durch das Forum Flughafen und Region angestellten Überlegungen
hinsichtlich einer Verschiebung der Flugroute „König kurz“ nach Norden, sehen wir als nicht
maßgeblich an, da sich beide Maßnahmen nicht gegenseitig ausschließen.
Ziel dieser Studie als Prognose sollte, anhand der seit Inbetriebnahme der neuen Landebahn
vorliegenden Daten sein, wie sich eine gleichmäßige Streuung der Abflugrouten über
Darmstadt für die einzelnen Ortsteile bezüglich der Lärmbelastung (+/-) auswirken würde.
Hierzu bedarf es keiner neuen Datenerhebung.
2
Entsprechende Berechnungen von fachkundigen Laien, die sich mit der Auswirkung der
Streuung von Abflugrouten und der damit verbundenen Verteilung des Fluglärms auf die
Region südlich von Wixhausen beschäftigt haben, liegen bereits vor und sollten, dies schlagen
wir vor, bei der Ausarbeitung des Design der neuen Studie nach Prüfung der Verwendbarkeit
berücksichtigt werden.
Das Ergebnis der Studie wird auch die Diskussionsbasis bezüglich der Streuung der
Abflugrouten über Darmstadt für den Magistrat und der Stadtverordneten verbessern, wenn sie
gegenüber den überörtlichen Gremien und der Bevölkerung in den südlichen Stadtteilen von
Darmstadt eine erhöhte Lärmbelastung aufgrund evtl. neu auf sie zukommenden Fluglärms
begründen müssen.
Das Ziel aller Bestrebungen hinsichtlich des Fluglärms muss eine möglichst geringe Belastung
durch den Flughafen der Bevölkerung und eine gleichzeitig zu erfolgende möglichst gerechte
Verteilung der Restbelastung sein. Es ist zu bedenken, dass Bürgerinnen und Bürger aus allen
Stadtteilen den Flughafen nutzen.
Ein einfaches Verschieben nach Norden nach dem derzeit praktizierten „Minimal Noise“ -
Verfahren, wird zwangsläufig neue schwer Betroffene schaffen und wird unserem Anspruch
nicht gerecht.
Moritz Röder
Ortsvorsteher
Beratungsverlauf (2)
Orte (2)
- Brückengasse
- Brücke über den Mühlbach
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- SV-2014/0011
- Typ
- Antrag
- Datum
- 24.02.2014
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00