A-R/0024/2017
Perspektiven der Friedenskultur und -arbeit in Münster weiterentwickeln!
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a-r-0024-2017-Perspektiven der Friedenskultur.docx
3283 Zeichen
Antrag an den Rat Nr . A-R/0024/2017
9.05.2017
Ratsantrag
Perspektiven der Friedenskultur und -arbeit in Münster
weiterentwickeln!
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen:
1. In der zweiten Jahreshälfte 2017 wird ein Workshop realisiert, in dem weitere
Perspektiven der Friedensarbeit in Münster entwickelt werden sollen.
2. Die Kooperation zwischen Universität und Friedensb üro wird weiter intensiviert.
3. Die Zusammenarbeit mit den Schulen wird ausgebaut und verstetigt. Ab dem Jahr
2018 werden Schulprojekte zum Thema „Frieden“ vom städtischen Friedensbüro
stärker unterstützt. Dazu werden die Ressourcen erhöht. (siehe 8.)
4. Das Motto „Frieden durch Dialog“ wird erweitert zu „Frieden schaffen ohne Waffen
durch Dialog“.
5. Die auf dem Gebiet der Friedensarbeit tätigen gese llschaftlichen Gruppen aus der
Zivilgesellschaft werden finanziell, organisatorisch und logistisch bei ihren
Aktivitäten stärker unterstützt.
6. Die Arbeitsgruppe Frieden als Kooperationspartner der Stadtverwaltung wird bei
den jährlichen Friedenskonvokationen von den Akteuren neu gewählt.
7. Die Arbeitsgruppe Frieden entscheidet über die Bew illigung der Fördermittel und
legt über ihre Gründe für oder gegen eine Bewilligung in der jährlichen Konvokation
vor der Neuwahl Rechenschaft ab.
8. Die Zuschusshöhe beträgt maximal 2.000 €. Die Fördermittel werden auf 20.000 €
erhöht.
Begründung:
DIE LINKE. Ratsfraktion Münster
Achtermannstraße 19
48143 Münster
Telefon 02 51 / 9 81 60 51
An den Oberbürgermeister
2/2
2018 jährt sich sowohl der Beginn des 30-jährigen Krieges zum 400ten Mal als auch das
Ende des Ersten Weltkrieges zum 100ten Mal. Diese historischen Marken sollten der Stadt
Münster in ihrem Verständnis als Friedensstadt und als „Stadt des Westfälischen
Friedens“ hinreichend Anlass sein, die bisherige Arbeit des Friedensbüros zu überprüfen
und seine Entwicklungspotenziale auszuloten bzw. zu realisieren. Dabei gilt es, die
Relevanz der Friedensarbeit in allen möglichen gesellschaftlichen Bereichen
herauszuarbeiten, sei es in der Kulturarbeit, der Integrationsarbeit, der Wissenschaft, der
Schulen und KiTas, in der Wirtschaft usw.
Münster als Stadt des Friedens zu profilieren ist zugleich eine Selbstverpflichtung, sich in
besonderem Maße auch in der Zivilgesellschaft praktisch für Friedensarbeit stark zu
machen. Initiativen aus der Stadtbevölkerung sind darum mit besonderem Nachdruck zu
fördern. Öffentliche Symbolpolitik sollte nicht aus dem Budget des Friedensbüros bezahlt
werden.
Allen BürgerInnen soll die Möglichkeit eröffnet werden, unabhängig von ihren jeweiligen
Friedenskonzepten städtische Förderung zu erlangen. Die inhaltliche Prüfung beantragter
Förderung soll ausschließlich gewählten VertreterInnen der Friedensakteure obliegen.
Die Arbeitsgruppe soll demgemäß demokratisch von den Akteuren der städtischen
Friedensszene kontrolliert und regelmäßig bestätigt oder verändert werden, damit ihre
Entscheidungen zur Förderung bestimmter Projekte Ausdruck eines Gesamtwillens
bleiben.
DIE LINKE. Ratsfraktion Münster
Rüdiger Sagel, Fatma Kirgil, Heiko Wischnewski, Ortrud Philipp
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Achtermannstraße 19
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Details
- Aktenzeichen
- A-R/0024/2017
- Typ
- Antrag an den Rat
- Datum
- 09.05.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37