2015/0068
Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 und Weiterentwicklung des Verfahrens; Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014
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Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 www.da-bei.darmstadt.de Rechenschaftsbericht Stand: 22.01.15 wer denkt was GmbH Robert-Bosch-Straße 7 64293 Darmstadt
wer|denkt|was Rechenschaftsbericht Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 22.01.15, Seite 2 / 2
Einleitung Die Stadt Darmstadt hat im Jahr 2014 die Bürgerinnen und Bürger zum dritten Mal an der Erstellung des öffentlichen Haushalts im Rahmen eines Bürgerhaushalts auf der Online-Plattform www.da-bei.darmstadt.de beteiligt. In den Sitzungen am 17.09.2014 und 01.10.214 beriet der Magistrat über die 24 bestbewerteten Vorschläge des Darmstädter Bürgerhaushalts. Bereits im Oktober 2014 fand ein Workshop mit Bürgerinnen und Bürgern, Verwaltung und Politik zur Weiterentwicklung des Verfahrens statt. Zwischen dem 11.11.2014 und 02.12.2014 wurden die Vorlagen in den Ausschüssen der Stadtverordnetenversammlung beraten. Der Haupt- u n d F i n a n z a u s s chuss beschäftigte sich am 4.12.2014 mit dem Haushalt für das Jahr 2015, die Stadtverordnetenversammlung in der 35. Sitzung am 16.12.2014. Dabei sind die Beratungsergebnisse der 24 bestbewerteten Vorschläge des Darmstädter Bürgerhaushalts in die Beschlussfassung eingegangen. Die Ergebnisse der Beratungen zu den eingereichten Ideen finden sich im Folgenden zunächst in tabellarischer Kurzform. Zur Dokumentation des Verfahrens werden alle eingereichten Vorschläge sowie die zugehörigen Kommentare und Bewertungen abschließend dargestellt.
wer|denkt|was Rechenschaftsbericht Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 22.01.15, Seite 3 / 3
Ablauf Der Bürgerhaushalt startete am 19.03.2014 mit der Auftaktveranstaltung in der Mornewegschule, bei der sich die Bürgerinnen und Bürger einen Überblick über den Darmstädter Haushalt verschaffen und ihre Ideen bereits besprechen konnten. Zudem konnten erste Vorschläge an eigens für die Veranstaltung eingerichteten PCs eingereicht werden. Mitarbeiter der wer denkt was GmbH beantworteten in diesem Zusammenhang Fragen zur Bedienung und Funktionsweise der Internetplattform. Am gleichen Tag begann die bis zum 30.04.2014 andauernde Vorschlagsphase, die im Vergleich zum Vorjahr um zwei auf sechs Wochen verlängert wurde. In diesem Zeitraum brachten die Darmstädter Bürgerinnen und Bürger1 ihre Spar-, Ausgabe- o d e r E i n n a h mevorschläge in acht themenbezogene Foren e i n u n d d i s k u t i e r t e n d i e s e o n l i n e. Zudem war es möglich, Vorschläge postalisch oder per Fax einzubringen, die zeitnah auf der P l a t t f o r m eingestellt wurden. Bei den acht Foren handelte es sich um die an den Produktbereichen orientierten Themen • Innere Verwaltung, • Kultur und Wissenschaft, • Soziale Leistungen, • Kinder-, Jugend- und Familienhilfe, • Sportförderung, • Verkehrsflächen und -anlagen, ÖPNV, • Natur- und Landschaftspflege, • Wirtschaft und Tourismus. Darüber hinaus hatten die Bürgerinnen und Bürger in zwei weiteren Onlineforen die Möglichkeit, ihr Lob sowie ihre Kritik zum derzeitigen Verfahren des Bürgerhaushaltes zum Ausdruck zu bringen und Fragen zum Haushalt zu stellen. Insgesamt wurden im Rahmen der Konsultationsphase 171 Ideen und 219 Kommentare eingebracht. Die Vorschläge wurden in diesem Jahr erstmalig vom eigens eingerichteten Redaktionsteam Bürgerhaushalt bereits während der Vorschlagsphase regelmäßig gesichtet. Das Redaktionsteam bestand aus Vertretern der Dezernate sowie der Moderation und prüfte die Zuständigkeit der Stadt, die rechtliche Durchführbarkeit der Vorschläge sowie Überschneidungen mit bereits laufenden Verfahren. Hinweise dazu wurden zeitnah noch vor der Bewertungsphase auf der Plattform eingestellt. Nach Ende der Vorschlagsphase begann am 01.05.2014 die Abstimmungsphase. In dieser hatten die Bürgerinnen und Bürger bis zum 18.05.2014 Zeit, über die einzelnen Ideen abzustimmen und so über die Top-3 in jedem Themenbereich zu entscheiden. Durch die acht Themenbereiche wurden also insgesamt 24 Top-Vorschläge gewählt. Neue Inhalte konnten zu diesem Zeitpunkt nur noch in den Foren „Lob & Kritik“ sowie „Fragen zum Haushalt“ eingestellt werden. Nach Abschluss der aktiven Beteiligungsphase prüfte die Verwaltung die Top-3-Ideen aus den jeweiligen Produktbereichen. Die fachlichen Einschätzungen wurden a u f d e r O n l i n e-Plattform (www.da-bei.darmstadt.de) veröffentlicht sowie g e m e i n s a m m i t d e n T o p-3-Ideen a l s Magistratsvorlagen an den Magistrat der Stadt Darmstadt weitergeleitet. Nach der Beschlussfassung durch den Magistrat wurden die Vorlagen an die Stadtverordnetenversammlung weitergeleitet.
1 Korrekterweise müsste von Einwohnerinnen und Einwohnern nach §8 HGO gesprochen werden, da keine Altersbegrenzung vorlag. Aufgrund der besseren Lesbarkeit und dem Kontext eines "Bürgerhaushaltes" wird im Text der Begriff der Bürgerinnen und Bürgern verwandt.
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Statistische Auswertung Auf der Plattform des Bürgerhaushalts waren im Jahr 2014 insgesamt 1.507 Nutzer registriert. Im Vergleich zum Jahr 2013 (607 registrierte Nutzer) bedeutet dies eine Steigerung um 248%. Während der Beteiligungsphase waren 1.002 Nutzer tatsächlich aktiv (2013: 469 aktive Nutzer). Insgesamt wurden 171 Ideen eingebracht (2013: 160 Ideen) und 219 Kommentare abgegeben (2013: 275 Kommentare) (siehe Abbildung 1).
Abbildung
1:
Anzahl
der
aktiven
Nutzer,
der
eingebrachten
Ideen
sowie
der
Kommentare,
Bürgerhaushalte
2012,
2013
und
2014
95
170
125
469
160
275
1002
171
219
0
200
400
600
800
1000
1200
Aktive
Nutzer
Eingebrachte
Ideen
Abgegebene
Kommentare
2012
2013
2014
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In der Abstimmungsphase gaben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer 13.813 Stimmen ab (2013: 9.525 Stimmabgaben). Auf die Internetplattform des Bürgerhaushaltes wurde 10.416 Mal zugegriffen (2012: 5.851 Zugriffe) (siehe Abbildung 2).
Abbildung
2:
Anzahl
der
abgegebenen
Stimmen
und
Zugriffe,
Bürgerhaushalte
2013
und
2014
Insgesamt brachten 75 Einzelpersonen ihre Ideen ein, 62 kommentierten die Vorschläge und 379 Personen stimmten über die eingereichten Ideen ab (siehe Abbildung 3).
Abbildung
3:
Aktivitätsprofil,
Bürgerhaushalt
2014
778
9525
13813
3743
5851
10419
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
14000
16000
2012
2013
2014
Abgegebene
Stimmen
Zugriffe
83
58
946
0
100
200
300
400
500
600
700
800
900
1000
Ideen
Kommentare
Abstimmungen
wer|denkt|was Rechenschaftsbericht Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 22.01.15, Seite 6 / 6
Abbildung 4 zeigt die Verteilung der Ideen und Kommentare auf die verschiedenen Themenbereiche. Innerhalb des Themenbereichs Verkehr wurden die meisten Ideen eingereicht und rege diskutiert.
Abbildung
4:
Verteilung
der
Ideen
und
Kommentare
auf
die
Themenbereiche,
Bürgerhaushalt
2014
27
15
12
6
6
48
25
17
12
5
42
13
7
4
4
72
26
15
11
0
0
10
20
30
40
50
60
70
80
Ideen
Kommentare
wer|denkt|was Rechenschaftsbericht Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 22.01.15, Seite 7 / 7
Ergebnisse Der Bürgerhaushalt 2014 d e r W i s s e n s c h a f t s s t a d t D a r m s t a d t h a t h a n d f e s t e E r g e b n i s s e hervorgebracht. Nach Ende der Abstimmungsphase wurden die jeweils drei bestbewerteten Vorschläge eines Themenbereichs, also insgesamt 24 V o r s c h l ä g e z u r w e i t e r e n B e r a t u n g u n d Beschlussfassung an die städtischen Gremien weitergeleitet. Zu den V o r s c h l ä g en w u r d en Magistratsvorlagen erarbeitet, die auch eine fachliche Stellungnahme der Verwaltung beinhalten. Der Magistrat hat fünf dieser Vorlagen zugestimmt (#553, #474, #425, #519, #432) und die übrigen 16 Vorschläge sowie die Stellungnahmen der Verwaltung zur Kenntnis genommen. In den Fachausschüssen wurde für fünf Ideen eine Empfehlung ausgesprochen (#553, #425, #519, #432, #559), während die Stadtverordnetenversammlung zu vier der fünf vom Magistrat beschlossenen Vorlagen ebenfalls einen Beschluss fasste (#553, #425, #519, #432). So wurde der Vorschlag, Kinderspielplätze für Kinder unter 3 Jahren in Wixhausen einzurichten, aufgegriffen: Der Spielplatz in der Hegelstraße sowie der Grünzug entlang B3 in der Nähe des Neubaugebietes Wx 8 sollen nun mit Spielelementen für Kinder unter 3 Jahren ausgestattet werden. Auch wird die Verbesserung der Qualität des Essens in städtischen Kindertagesstätten angestrebt; die Verwaltung wurde beauftragt, die Umsetzung eines Pilotprojektes im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu prüfen. Die Installation von Trinkwasserbrunnen im Stadtzentrum soll ebenfalls über ein Pilotprojekt realisiert werden. Hingegen ist die Verlagerung des HSE-Standortes Dornheimer Weg auf die Knell aus finanziellen Faktoren und aufgrund der Seveso-II-Richtlinie nicht umsetzbar. Ebenso kann die Anzahl der Stadtverordneten nicht verringt werden, da die Aufgaben- und Themenfülle dies nicht zulässt. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Ergebnisse der Beratungen von Magistrat, Ausschüssen und Stadtverordnetenversammlung:
wer|denkt|was Rechenschaftsbericht Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 22.01.15, Seite 8 / 8
Zusammenfassung der Ergebnisse Kategorie Vorschlag Beschlüsse 1. Magistrat 2. Ausschüsse 3. StaVo
Ergebnis
Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Kinderspielplätze für Kinder unter 3 Jahren in Wixhausen (#553) 1. Beschluss 2. Empfehlung 3. Beschluss Die Verwaltung wird beauftragt, den Spielplatz Hegelstraße sowie den Grünzug entlang B3 (Lärmschutzlandschaft) in der Nähe des Neubaugebiets Wx 8 mit Spielelementen für Kinder unter 3 Jahren auszustatten. Soziale Leistungen Verbesserung der Qualität des Essens in städtischen Kitas (#474) 1. Beschluss 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Die Verwaltung wird beauftragt, die Umsetzung eines Pilotprojektes im Rahmen der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel zu prüfen. Soziale Leistungen Installation von Trinkwasserbrunnen (#425) 1. Beschluss 2. Empfehlung 3. Beschluss Für ein Pilotprojekt im Stadtzentrum soll ein Sponsor gefunden werden.
Wirtschaft und Tourismus Verlagerung HSE-Standort Dornheimer Weg auf die Knell (#519) 1. Beschluss 2. Empfehlung 3. Beschluss Verlagerung HSE-Standort Dornheimer Weg auf die Knell ist aus finanziellen Faktoren und unter Hinweis auf die dort wirksame Seveso-II-Richtlinie nicht umsetzbar. Innere Verwaltung Stadtverordnetenversammlung verkleinern 1. Beschluss 2. Empfehlung 3. Beschluss Die Zahl der Stadtverordneten ist nicht zu verringern, da die Aufgaben- und Themenfülle bereits jetzt eine hohe zeitliche Belastung darstellt. Innere Verwaltung Fahrzeugpool (für Ämter einrichten) (#473) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Ein umfassendes Mobilitätskonzept wurde 2012 beschlossen. Derzeit wird die Ist-Situation analysiert, bis Mitte nächsten Jahres soll ein entsprechendes Konzept vorgelegt und sukzessive umgesetzt werden. Innere Verwaltung Stadt: Regional einkaufen (#591) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Vorschlag ist vergaberechtlich nicht umsetzbar.
Kultur und Wissenschaft Sanierung des Berufsschulzentrums (#559) 1. Kenntnisnahme 2. Empfehlung 3. Kenntnisnahme Beschlussfassung durch die städtischen Gremien bezüglich des weiteren Vorgehens zur Umsetzung von Baumaßnahmen ist noch für dieses Jahr geplant. Kultur und Wissenschaft Belegung Künstlerhäuser Park Rosenhöhe (transparent machen) (#529) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Es ist Ziel, ein transparentes Vergabeverfahren einzuführen. Dieses wird derzeit ausgearbeitet und dann den städtischen Gremien zur Beschlussfassung vorgelegt.
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Kultur und Wissenschaft Heranführen SchülerInnen an Kultur und Wissenschaft (#534) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Kulturelle Bildung ist ein wichtiges Anliegen der Stadt. Es gibt hierzu ein hohes Engagement der städtischen Kultureinrichtungen. Die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit muss mit dem zuständigen Kultusministerium des Landes Hessen abgestimmt werden, da sie in den Lehrplan der Schule eingreift bzw. zu integrieren ist. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Nachmittagsbetreuung an Grundschulen ausbauen (#491) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Ausbau der Schulkinderbetreuung wurde 2012 vom Magistrat beschlossen. Ausbauplanung sieht Versorgungsquote von 45% bis 2016 vor. Im Schuljahr 2014/2015 können mindestens 189 Betreuungsplätze zusätzlich finanziert werden. Die Stadt ist als Pilotstandort für den "Pakt für den Nachmittag" ausgewählt. Kinder-, Jugend- und Familienhilfe Schulen zu 24/7 Lernzentren ausbauen (#589) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Die Stadt unterstützt Schulen im Ganztagsprogramm des Landes durch das kommunale Förderprogramm "Familienfreundliche Schule". Durch den von der Landesregierung angekündigten „Pakt für den Nachmittag“ wird eine Weiterentwicklung des Ganztagsangebot erwartet. Sportförderung Eintrittspreise für das Arheilger Mühlchen (#433) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Statt einem Kassenautomaten wurde eine Spendenbox eingerichtet.
Sportförderung Verwaltung der Hallenzeiten an Vereine in einem Amt (#477) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Alle Schulsporthallen werden seit 2012 durch das Schulamt vergeben, alle „reinen“ Sporthallen durch das Sportamt. Es existiert eine klare Zuständigkeitsregelung. Sportförderung Neue städtische Turnhallen: So pflegen, dass sie erhalten bleiben... (#481) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Die Lehrschaft wird noch einmal gebeten die Kinder darauf hinzuweisen, dass Spülen genauso wichtig ist wie Hände waschen. Die defekte Lüftungsanlage ist wieder in Betrieb und die Lüftungsanlagen können vom Hausmeister eingestellt werden. Verkehrsflächen und -anlagen, ÖPNV Radweg in Nord-Süd-Richtung durchgängig ausbauen (#431) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Der Ausbau des Radwegenetzes ist ein wichtiges Anliegen des Magistrats. Es existieren bereits viele Radrouten, bei denen z.T. Lückenschlüsse oder Instandsetzungen in Planung oder im Bau sind. Verkehrsflächen und -anlagen, ÖPNV 19 EUR pro Einwohner und Jahr für Radverkehr investieren (#457) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Der Ausbau des Radwegenetzes ist prioritäres Anliegen des Magistrats. 3,1 Mio Euro werden 2015 in Radverkehrsanlagen investiert, diese Summe übersteigt den vorgeschlagenen Betrag. Verkehrsflächen und -anlagen, ÖPNV Gratis breitere Gehwege,Beendigung des Gehwegparkens (#458) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Gehwegparken wird nicht generell toleriert. Da der hohe Parkdruck vielerorts aber keine Alternative zulässt bzw. das Parken am Fahrbahnrand sogar zur Behinderung führen würde, hat es sich in diesen Fällen bewährt, das Gehwegparken zu tolerieren. Natur- und Landschaftspflege Friedwald einrichten (#429) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Ausweisung eines Friedwaldes ist nicht vorgesehen, Angebot naturnaher Bestattungen auf dem Waldfriedhof erscheint ausreichend.
wer|denkt|was Rechenschaftsbericht Bürgerhaushalt Darmstadt 2014 22.01.15, Seite 10 / 10
Natur- und Landschaftspflege Ahndung von Verunreinigung durch Hundekot (#465) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme & Prüfung 3. Kenntnisnahme
Verwarngeld in Höhe von 35 €, Kommunalpolizei wird im Rahmen ihrer personellen Möglichkeiten verstärkt überwachen und ahnden.
Natur- und Landschaftspflege Tauben abwehren (#448) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Konzept zur tierschutzgerechten Regulierung der Stadttaubenpopulation wurde 2013 beschlossen. Der Magistrat hat für die Umsetzung und Errichtung von Taubenschlägen Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt, diese wurden für 2014 nochmals erhöht. Das Projekt ist zunächst auf fünf Jahre angelegt, soll aber bei Erfolg als Dauermaßnahme eingerichtet werden. Wirtschaft und Tourismus Ein offen fließender Darmbach - eine Chance für Darmstadt! (#568) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Eine interne Projektgruppe erarbeitet realistische Umsetzungsalternativen. Die Alternativen werden untereinander abgewogen und zur schrittweisen Ausführung vorgeschlagen. Da im Hinblick auf die Abkopplung des natürlichen Wassers vom Klärbetrieb mit Haushaltseinsparungen von ca. 1,7 Mio. Euro pro Jahr gerechnet wird, soll dieser Teil der Maßnahme zeitnah umgesetzt werden. Wirtschaft und Tourismus Mehr öffentliche Toiletten (#512) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Es stehen 15 öffentliche Toiletten im gesamten Stadtgebiet zur Verfügung, davon 6 an Spielplätzen. Weitere Investitionen über das bisherige hinaus sind aufgrund der Haushaltskonsolidierung nicht möglich. Soziale Leistungen Jobcenter: Sinnvolle Förderung in Ausbildung (#480) 1. Kenntnisnahme 2. Kenntnisnahme 3. Kenntnisnahme Im Rahmen der Trägerversammlung für das Jobcenter Darmstadt wird städtischerseits der Impuls aufgegriffen und weiterentwickelt.
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- 2 -
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats-
geschäftsstelle:
26.02.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlung
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss-
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat I
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
OBW bei abschl.
Beschlussfassung Magistrat
Ja
Nein
Internetfähig
Verteiler:
I
IV 20
Stvv
Vorlage-Nr. 2015/0068
Magistratsbeschluss-Nr.
80
Produkt-Nr.: 111700
Kostenstelle: 711-001-1001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1117-13 Sachkonto: 6861000
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 und Weiterentwicklung des Verfahrens;
Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014
Vorlage vom: 19.02.2015
Beschlussvorschlag :
1. Die Verfahrensweise zum Bürgerhaushalt 2015 sowie die Perspektiven zur
Weiterentwicklung des Verfahrens werden zur Kenntnis genommen.
2. Der Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014 wird zur Kenntnis genommen.
Anlagen: Rechenschaft_BHH_DA_2014
Datenschutzrelevante Anlage:
- 3 -
Folgekosten: Ja Nein
Beschluss des Magistrats vom 04.03.2015
Der Magistrat nimmt die Vorlage zur Kenntnis.
- 4 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.02.2015:
Mit der Bürgerbeteiligung zum Haushalt wurde in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr
2011 durch eine Bürgerversammlung zum Haushalt 2012 begonnen. Als aktives
Beteiligungsinstrument wurde im Jahr 2012 flankierend zu den
Bürgerinformationsveranstaltungen die Online- Beteiligungsplattform, www.da-
bei.darmstadt.de, eingeführt. Neben der Online-Beteiligung konnten Themenvorschläge und
Beiträge auch auf anderen Kommunikationswegen (telefonisch, per Antwortkarte, durch
Vorsprache, etc.) eingereicht werden.
Der Bürgerhaushalt wurde seit dessen Einführung sukzessive weiterentwickelt. So wurden
beispielsweise die Themenfelder, die zur Diskussion gestellt wurden, erweitert, die Offline-
Beteiligung ausgebaut und gestärkt und auch der Zugang zur Beteiligungsplattform für
sehbehinderte Menschen technisch verbessert.
Die Verfahrensentwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern.
So wurden beispielsweise zwei öffentliche Workshops zur Fortentwicklung des
Bürgerhaushalts durchgeführt und deren Ergebnisse – so weit möglich – in das Verfahren
integriert.
Der Bürgerhaushalt wurde auch von der Öffentlichkeit stark wahrgenommen. So fand im
Oktober 2014 das 10. Netzwerktreffen Bürgerhaushalt als Jubiläumsveranstaltung in
Darmstadt statt mit Beiträgen des Oberbürgermeisters und der Bürgerbeauftragten. Auch die
regionale und bundesweite Presse und die digitalen Medien haben intensiv über den
Bürgerhaushalt berichtet.
Seit Einführung der Beteiligungsplattform sind die Zahlen der Teilnehmerinnen und
Teilnehmer an dem Verfahren kontinuierlich gestiegen. Während in 2012 noch 95 aktive
Nutzerinnen und Nutzer registriert waren, hat sich diese Zahl von 469 in 2013 auf nunmehr
1002 Nutzerinnen und Nutzer gesteigert. Die Zahl der Vorschläge ist indes mit 170
Vorschlägen in 2012, 160 Vorschlägen in 2013 und 171 Vorschlägen in 2014 relativ konstant
geblieben. Insbesondere im Vergleich zu den Erfahrungen aus anderen Kommunen ist dies
als positiv zu bewerten.
Bürgerhaushalt 2015:
Für den Bürgerhaushalt 2015 gilt es die stattfindenden Diskussionen und Ergebnisse aus
dem Leitlinienprozess zur Bürgerbeteiligung mit dem Beteiligungsprozess Bürgerhaushalt
zur verknüpfen. Des Weiteren sind auch die Ergebnisse des zweiten Workshops zum
Bürgerhaushalt 2015 vom 14.10.2014 in die Fortentwicklung des Verfahrens eingeflossen.
So wurde zum Beispiel im zweiten Workshop die Einführung von so genannten Stadteilfonds
diskutiert. Durch die Stadtteilfonds sollte das Einreichen von konkreteren und umsetzbareren
Vorschlägen befördert werden. Im Ergebnis wurde die Idee der Stadtteilfonds grundsätzlich,
insbesondere wegen des Hebens des Stadtteilbezuges, begrüßt. Allerdings wurde auch
erkannt, dass ein solcher Prozess zunächst noch detaillierter auszuarbeiten ist und auch
vorbereitende Maßnahmen, wie beispielsweise der Aufbau von Stadtteilforen, zu treffen sind.
Dieser Prozess findet derzeit statt.
Daneben sollte auch weiterhin eine Vorschlagsmöglichkeit für Ideen gegeben sein, die das
gesamte Stadtgebiet betreffen.
- 5 -
Konkret wird beim Bürgerhaushalt 2015 erstmals eine graphische Darstellung der
Raumbezüge von Vorschlägen erfolgen. Damit wird auf den ersten Blick erkennbar sein, für
welche Orte in der Stadt bereits Ideen eingereicht wurden. Die Zuordnung zu den einzelnen
Stadtteilen erfolgt durch die Person, die die Idee einreicht, kann aber auch nachträglich
durch die Moderation ergänzt werden.
Über dieses neue Angebot wird es zwei Einstiegsmöglichkeiten geben: über die Themen oder
über die Stadtteile.
Auf die Möglichkeit, zu Vorschlägen mit einem „Ablehnung“ zu stimmen, wird verzichtet, da
es ausreichend ist, wenn über eine Zustimmung eine Priorisierung von Vorschlägen erfolgt.
Die bestbewerteten Vorschläge aus jedem Themenbereich werden durch diese Veränderung
einfacher erkennbar sein. Eine Bewertung der Vorschläge wird erstmals auch außerhalb des
Internets möglich sein. Hierzu werden in verschiedenen Einrichtungen der Stadtverwaltung
Ordner mit allen Vorschlägen sowie Formularen zur Bewertung ausgelegt.
Aus den Workshops wird die Anregung aufgegriffen, für jede einzelne der bestbewerteten
Ideen eine eigene Magistratsvorlage zu erarbeiten. Dies wird dazu führen, dass jede einzelne
Idee stark sichtbar wird und nicht wie bisher in Sammelvorlagen bearbeitet wird.
Außerdem wurde in den Workshops deutlich, dass es wichtig ist, dass sich das
Redaktionsteam zukünftig auf die schnelle Vorabprüfung der Kriterien „Zuständigkeit der
Stadt“ und „rechtliche Bedenken“ beschränkt.
Erstmals sollen in diesem Jahr gezielt weiterführende Schulen angesprochen werden um
über Informationen zum Haushalt und zum Beteiligungsangebot des Bürgerhaushaltes an
Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme zu motivieren. Daneben soll verstärkt aufsuchend
an Orten für den Bürgerhaushalt geworben werden, an denen sich viele Menschen aufhalten.
Dies können beispielsweise Feste, Aktionstage, Stadtteilrunden, Treffs etc. sein.
Außerdem ist geplant, alle Materialien - insbesondere den Vorschlagsbogen - auch in leichter
Sprache zur Verfügung zu stellen, um allen Menschen die Teilhabe am Bürgerhaushalt zu
ermöglichen. Ziel ist eine barrierearme Gestaltung des gesamten Bürgerhaushalts, die noch
über den Vorschlagsbogen hinaus geht und stärker mit Bildern und einer einfachen Sprache
in den Erklärtexten arbeitet.
Für die Bürgerbeteiligungsplattform zum Haushalt, die Betreuung der Internetseite und für
Öffentlichkeitsarbeit werden ca. 9.500 € für dieses Jahr benötigt. Die Mittel sind im Haushalt
veranschlagt.
Perspektive
Die Perspektiven für den Darmstädter Bürgerhaushalt liegen vor allem in einem
weiterentwickelten Verfahren, bei dem die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger stärker als
bisher wirksam werden. Es muss zukünftig noch konkreter sichtbar werden, was durch die
Mitwirkung am Bürgerhaushalt für Darmstadt erreicht werden kann.
Sowohl bei der Erarbeitung der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung als auch in den
Rückmeldungen zum Bürgerhaushalt ist deutlich geworden, dass die Bürgervorschläge
Gegenstand der politischen Debatte werden müssen und den Bürgerinnen und Bürgern die
politische Entscheidung ausführlich begründet werden muss. Eine noch stärkere Anbindung
des Bürgerhaushalts an die politischen Gremien ist daher notwendig.
Perspektivisch ist geplant, den Stadtteilbezug auszubauen, um einen niedrigschwelligen Ansatz
zu verfolgen. Hierfür wird ein starker Fokus auf die Gründung weitere Stadtteilforen gelegt, um
einen regelmäßigen Gesprächsrahmen in den Stadtteilen zu haben, an dem Ideen und
Vorschläge aus der Bürgerschaft eingebracht, diskutiert und weiterentwickelt werden können.
Auch in der bundesweiten Diskussion wird viel über die Möglichkeiten zur Verbesserung von
Bürgerhaushalten diskutiert, sowohl hinsichtlich einer stärkeren Berücksichtigung des
Stadtteilbezugs als auch in Bezug auf die Frage, wie man mehr Bürgerinnen und Bürger für
den Bürgerhaushalt erreichen kann.
Die Möglichkeiten zur Verbesserung des Darmstädter Bürgerhaushalts sollen kontinuierlich
und im Trialog zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung weiter erarbeitet und bewertet
werden. Der Weg einer Haushaltsplanung mit einer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
wird fortgesetzt und das Verfahren somit stetig verbessert.
Rechenschaftsbericht
Der Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014 ist dieser Vorlage als Anlage zur Kenntnis
beigefügt. Seit dem 04. Februar 2014 ist der Rechenschaftsbericht auf der online-
Beteiligungsplattform verfügbar, die registrierten Nutzerinnen und Nutzer der
Beteiligungsplattform wurden hierüber per E-Mail informiert.
Neben dem Rechenschaftsbericht sind auf www.da-bei.darmstadt.de sämtliche weiteren
Dokumentationen zu den seitherigen Bürgerhaushalten sowie zu den Workshops verfügbar.
Darmstadt, den 19. Februar 2015
Dezernent I Dezernent IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
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9506 Zeichen
Magistratsvorlage
Eingang Magistrats -
geschäftsstelle:
26.02.2015
an den Magistrat
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
Beteiligt vor
Magistratsbeschlussfassung:
Dezernat an die Stadtverordnetenversammlu ng
OBW zur Befassung
zur Kenntnis
zur Beschlussfassung
zur abschließenden Beschluss -
fassung Fachausschuss
Amt: Dezernat I
OBW bei abschl. B e-
schlussfassung Magistrat
Behandlung in
öffentl. Sitzung
Ja
Nein
Verteiler:
Ja
Nein
Vorlage-Nr. 2015/0068
Magistratsbeschluss -Nr.
Internetfähig
Produkt-Nr.: 111700
Kostenstelle: 711-001-1001 Investitionsnummer:
Kostenträger: 1117-13 Sachkonto: 6861000
Betreff: Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 und Weiterentwicklung des Verfahrens;
Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014
Vorlage vom: 19.02.2015
Beschlussvorschlag :
1. Die Verfahrensweise zum Bürgerhaushalt 2015 sowie die Perspektiven zur Weiterentwic k-
lung des Verfahrens werden zur Kenntnis genommen.
2. Der Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014 wird zur Kenntnis geno mmen.
Anlagen: Rechenschaft_BHH_DA_2014
Datenschutzrelevante Anlage:
Folgekosten: Ja Nein
- 2 -
Beschluss des Magistrats vom
- 3 -
Begründung zur Magistratsvorlage vom 19.02.2015:
Mit der Bürgerbeteiligung zum Haushalt wurde in der Wissenschaftsstadt Darmstadt im Jahr
2011 durch eine Bürgerversammlung zum Haushalt 2012 begonnen. Als aktives Beteil i-
gungsinstrument wurd e im Jahr 2012 flankierend zu den Bürgerinformationsveranstaltungen
die Online- Beteiligungsplattform , www.da-bei.darmstadt.de , eingeführt. Neben der Online -
Beteiligung konnten Themenvorschläge und Beiträge auch auf anderen Kommunikationsw eg-
en (telefonisch , per Antwortka rte, durch Vorsprache, etc.) eingereicht werden.
Der Bürgerhaushalt wurde seit dessen Einführung sukzessive weiterentwickelt. So wurden
beispielsweise die Themenfelder, die zur Diskussion g estellt wurden, erweitert, die O ffline-
Beteiligung ausgebaut und gestärkt und auch der Zugang zur Beteiligungsplattform für se h-
behinderte Menschen technisch verbessert.
Die Verfahrensentwicklung erfolgte in enger Abstimmung mit den Bürgerinnen und Bürgern.
So wurden beispielsweise zwei öffentliche Worksho ps zur Fortentwicklung des Bürgerhau s-
halts durchgeführt und deren Ergebnisse – so weit möglich – in das Verfahren integriert.
Der Bürgerhaushalt wurde auch von der Öffentlichkeit stark wahrgenommen. So fand im O k-
tober 2014 das 10. Netzwerktreffen Bürgerha ushalt als Jubiläumsveranstaltung in Darmstadt
statt mit Beiträgen des Oberbürgermeisters und der Bürgerbeauftragten. Auch die regionale
und bundesweite Presse und die digitalen Medien haben intensiv über den Bürgerhaushalt
berichtet.
Seit Einführung der Beteiligungsplattform sind die Zahlen der Teilnehmerinnen und Teilne h-
mer an dem Verfahren kontinuierlich gestiegen. Während in 2012 noch 95 aktive Nutzeri n-
nen und Nutzer registriert waren, hat sich diese Zahl von 469 in 2013 auf nunmehr 1002
Nutzerinnen u nd Nutzer gesteigert. Die Zahl der Vorschläge ist indes mit 170 Vorschlägen in
2012, 160 Vorschlägen in 2013 und 171 Vorschlägen in 2014 relativ konstant geblieben.
Insbesondere im Vergleich zu den Erfahrungen aus anderen Kommunen ist dies als positiv zu
bewerten.
Bürgerhaushalt 2015:
Für den Bürgerhaushalt 2015 gilt es die stattfindenden Diskussionen und Ergebnisse aus
dem Leitlinienprozess zur Bürgerbeteiligung mit dem Beteiligungsprozess Bürgerhaushalt
zur verknüpfen. Des Weiteren sind auch die Ergebn isse des zweiten Workshops zum Bürge r-
haushalt 2015 vom 14.10.2014 in die Fortentwicklung des Verfahrens eingeflossen.
So wurde zum Beispiel im zweiten Workshop die Einführung von so genannten Stadteilfonds
diskutiert. Durch die Stadtteilfonds sollte das E inreichen von konkreteren und umsetzbareren
Vorschlägen befördert werden. Im Ergebnis wurde die Idee der Stadtteilfonds grundsätzlich,
insbesondere wegen des Hebens des Stadtteilbezuges, begrüßt. Allerdings wurde auch e r-
kannt, dass ein solcher Prozess zunä chst noch detaillierter auszuarbeiten ist und auch vo r-
bereitende Maßnahmen, wie beispielsweise der Aufbau von Stadtteilforen, zu treffen sind.
Dieser Prozess findet derzeit statt.
Daneben sollte auch weiterhin eine Vorschlagsmöglichkeit für Ideen gegeben sein, die das
gesamte Stadtgebiet betreffen.
Konkret wird beim Bürgerhaushalt 2015 erstmals eine graphische Darstellung der Raumb e-
züge von Vorschlägen erfolgen. Damit wird auf den ersten Blick erkennbar sein, für welche
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Orte in der Stadt bereits Ideen ein gereicht wurden. Die Zuordnung zu den einzelnen Stadtte i-
len erfolgt durch die Person, die die Idee einreicht, kann aber auch nachträglich durch die
Moderation ergänzt werden.
Über dieses neue Angebot wird es zwei Einstiegsmöglichkeiten geben: über die The men oder
über die Stadtteile.
Auf die Möglichkeit, zu Vorschlägen mit einem „Ablehnung“ zu stimmen, wird verzichtet, da
es ausreichend ist, wenn über eine Zustimmung eine Priorisierung von Vorschlägen erfolgt.
Die bestbewerteten Vorschläge aus jedem Them enbereich werden durch diese Veränderung
einfacher erkennbar sein. Eine Bewertung der Vorschläge wird erstmals auch außerhalb des
Internets möglich sein. Hierzu werden in verschiedenen Einrichtungen der Stadtverwaltung
Ordner mit allen Vo rschlägen sowie Fo rmularen zur Bewertung ausgelegt.
Aus den Workshops wird die Anregung aufgegriffen, für jede einzelne der bestbewerteten
Ideen eine eigene Magistratsvorlage zu erarbeiten. Dies wird dazu führen, dass jede einzelne
Idee stark sichtbar wird und nicht wie b isher in Sammelvorlagen bearbeitet wird.
Außerdem wurde in den Workshops deutlich, dass es wichtig ist, dass sich das Redaktion s-
team zukünftig auf die schnelle Vorabprüfung der Kriterien „Zuständigkeit der Stadt“ und
„rechtliche Bedenken“ beschränkt.
Erstmals sollen in diesem Jahr gezielt weiterführende Schulen angesprochen werden um
über Informationen zum Haushalt und zum Beteiligungsangebot des Bürgerhaushaltes an
Schülerinnen und Schüler zur Teilnahme zu motivieren. Daneben soll verstärkt aufsuchend
an Orten für den Bürgerhaushalt geworben werden, an denen sich viele Menschen aufhalten.
Dies können beispielsweise Feste, Aktionstage, Stadtteilrunden, Treffs etc. sein.
Außerdem ist geplant, alle Materialien - insbesondere den Vorschlagsbogen - auch in leichter
Sprache zur Verfügung zu stellen, um allen Menschen die Teilhabe am Bürgerhaushalt zu
ermöglichen. Ziel ist eine barrierearme Gestaltung des gesamten Bürgerhaushalts, die noch
über den Vorschlagsbogen hinaus geht und stärker mit Bildern und einer einfachen Sprache
in den Erklärtexten arbeitet.
Für die Bürgerbeteiligungsplattform zum Haushalt , die Betreuung der Internetseite und für
Öffentlichkeitsarbeit werden ca. 9.500 € für dieses Jahr benötigt. Die Mittel sind im Haushalt
veranschlagt.
Perspektive
Die Perspektiven für den Darmstädter Bürgerhaushalt liegen vor allem in einem weiterentw i-
ckelten Verfahren, bei dem die Vorschläge der Bürgerinnen und Bürger stärker als bisher wir k-
sam werden. Es muss zukünftig noch konkreter sichtbar werden, was durch die Mitwirkung am
Bürgerhaushalt für Darmstadt erreicht werden kann.
Sowohl bei der Erarbeitung der Leitlinien zur Bürgerbeteiligung als auch in den Rückmeldu n-
gen zum Bürgerhaushalt ist deutlich geworden, dass die Bürgervorschläge Gegenstand der
politischen Debatte werden müssen und den Bürgerinnen und Bürgern die politische Entsche i-
dung ausführlich begründet werden muss. Eine noch stärkere Anbindung des Bürgerhaushalts
an die politischen Gremien ist daher notwendig.
Perspektivisch ist geplant, den Stadtteilbezug auszubauen, um einen niedrigschwelligen Ansatz
zu verfolgen. Hierfür wird ein starker Fokus auf die Gründung weitere Stadtteilforen gelegt, um
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einen regelmäßigen Gesprächsrahmen in den Stadtteilen zu haben, an dem Ideen und Vo r-
schläge aus der Bürgerschaft eingebracht, diskutiert und weiterentwickelt werden können.
Auch in der bundesweiten Diskussion wird viel über die Möglichkeiten zur Verbesserung von
Bürgerhaushalten diskutiert, sowohl hinsichtlich einer stärkeren Berücksichtigung des St adt-
teilbezugs als auch in Bezug auf die Frage, wie man mehr Bürgerinnen und Bürger für den
Bürgerhaushalt erreichen kann.
Die Möglichkeiten zur Verbesserung des Darmstädter Bürgerhaushalts sollen kontinuierlich
und im Trialog zwischen Bürgerschaft, Politik und Verwaltung weiter erarbeitet und bewertet
werden. Der Weg einer Haushaltsplanung mit einer Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger
wird fortgesetzt und das Verfahren somit stetig verbessert.
Rechenschaftsbericht
Der Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014 ist dieser Vorlage als Anlage zur Kenntnis
beigefügt. Seit dem 04. Februar 2014 ist der Rechenschaftsbericht auf der online- Beteili-
gungsplattform verfügbar, die registrierten Nutzerinnen und Nutzer der Beteiligungsplattform
wurden hierüber per E-Mail informiert.
Neben dem Rechenschaftsbericht sind auf www.da-bei.darmstadt.de sämtliche weiteren Do-
kumentationen zu den seitherigen Bürgerhaushalten sowie zu den Workshops verfügbar.
Darmstadt, den 19. Februar 2015
Dezernent I Dezernent IV
Jochen Partsch André Schellenberg
Oberbürgermeister Stadtkämmerer
anlage 3
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Punkt 17: Darmstädter Bürgerhaushalt 2015 und Weiterentwicklung des Verfahrens; Rechenschaftsbericht zum Bürgerhaushalt 2014 - Kenntnisnahme - (V-Nr. 2015/0068) Der Ausschuss nimmt von der Vorlage Kenntnis.
Beratungsverlauf (3)
Orte (3)
- Robert-Bosch-Straße 7
- Hegelstraße
- Dornheimer Weg
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Details
- Vorlagen-Nr.
- 2015/0068
- Typ
- Magistratsvorlage
- Datum
- 19.02.2015
- Erstellt
- 29.09.2026 00:00