AN/0274/2021
Klimawandel und gestiegene Verantwortung der Stadt für Innovation als Marktführerin in der Binnenschifffahrt
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
FDP Anfrage nach § 4
5374 Zeichen
www.FDP-Koeln.de
An die Oberbürgermeisterin
Frau Henriette Reker
An die Vorsitzende des
Ausschusses Klima, Umwelt und Grün
Frau Denise Abè
Rathaus · 50667 Köln
Fon 0221. 221-23830
Fax 0221. 221-23833
fdp-fraktion@stadt-koeln.de
www.fdp-koeln.de
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 19.02.2021
AN/0274/2021
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 04.03.2021
Klimawandel und gestiegene Verantwortung der Stadt für Innovation als Marktführerin
in der Binnenschifffahrt
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
sehr geehrte Frau Vorsitzende,
die FDP-Fraktion bittet Sie darum, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden
Sitzung des Ausschuss für Klima, Umwelt und Grün am 04. März 2021 zu setzen.
Binnenschifffahrt und Bahn sind an sich bereits Beiträge zum Klimaschutz, wenn man sie mit
LKW-Transporten vergleicht. Dennoch investiert die Branche in Forschung und Entwicklung,
um den CO2-Fußabdruck noch weiter zu verringern.
Die Kölner Presse berichtete am 6. Februar 2021, dass NPRC, ein Mitbewerber der HGK,
noch in dieser Ratsperiode Frachtschiffe mit Wasserstoffantrieb in Betrieb nehmen werde.
Die Schiffe seien so gebaut, dass sie auch bei Niedrigwasser hohe Last befördern können.
Das Projekt mit Namen RH2INE wird vom Wirtschaftsministerium des Landes Nordrhein-
Westfalen, der Provinz Zuid-Holland, dem niederländischen Ministerium für Infrastruktur und
Wasserbau und der EU1 gefördert. Bis 2024 werden zwischen Rotterdam und Köln 10 Was-
serstoff-betriebene Schiffe verkehren. Drei Wasserstofftankstellen werden den Treibstoff
bereit stellen2. Auch die BASF lässt bis 2022 ein Niedrigwasser-taugliches Frachtschiff bau-
en. Ein Mitbewerber der HGK, Stolt Tankers, wird es betreiben3. Die Technische Universität
Berlin, die Berliner Lagerhausgesellschaft und die Reederei Hermann Barthel entwickeln
gemeinsam ein Wasserstoff-getriebenes Schubboot. An dem Projekt war die Imperial Ship-
ping beteiligt4. Die Stadt Köln hat das Projekt mit gekauft. Ein anderes Projekt, H2Ships, er-
wartet 58 Schiffe mit Wasserstoffantrieb in den Niederlanden und Belgien für 20325. Der
1 https ://www.electrive.net/2020/02/08/neuer-wasserstoff-transportweg-am-rhein-entlang/
2 https ://www.euwid-energie.de/eu-foerdert-wasserstoff-schiffe-und-tankstellen-auf-dem-rhein/
3 https ://binnenschifffahrt-online.de/2021/01/featured/18563/basf-laesst-tanker-fuer-rhein-niedrigwasser-bauen/
4 https ://binnenschifffahrt-online.de/2020/09/schiffstechnik/16744/
5 https ://www.electrive.net/2019/07/19/projekt-h2ships-testet-wasserstoff-fuer-die-schifffahrt/
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln
- 2 -
www.FDP-Koeln.de
deutschen Binnenhafen DeltaPort in Voerde und Wesel soll im Zuge des Projekts Eco-
Port813 unter anderem auf Basis von Abwärme aus der Aluminiumindustrie zu einem nach-
haltigen Hafenverbund ausgebaut werden6. Klimaschutz funktioniert durch Kooperation und
Innovation.
Aus diesen Entwicklungen allein der letzten 12 Monate bittet die FDP-Fraktion um die Be-
antwortung folgender Fragen:
1. Fossile Energieträger: Welche Kenntnisse hat die Verwaltung über den Verbrauch
an fossilen Energieträgern der HGK (incl. Imperial) zu Wasser und zu Land in den
letzten 10 Jahren sowie zu einem Fahrplan zum Ausstieg daraus bei der HGK und
inwieweit hält die Verwaltung das Tempo bei der HGK als Marktführer auf dem Rhein
im Sinne des „Klimanotstandes“ für ausreichend?
2. Neue Energieträger: Inwieweit sind der Verwaltung eine Innovationsstrategie und
eine mittelfristige Finanzplanung der HGK bezüglich der Verringerung der Emissio-
nen an Klimagasen zu Wasser und zu Land bekannt, insbesondere bei der Dekarbo-
nisierung der Antriebe aber auch bei der Weiterentwicklung von Gastransportern zum
Wasserstofftransport, z. B. durch LOHC7 und andere Technologien?
3. Anpassung an den Klimawandel: Welche Innovationsstrategie und mittelfristige Fi-
nanzplanung der HGK sind der Verwaltung bezüglich der Anpassung von Frachtschif-
fen an den Klimawandel (Hoch- und Niedrigwasser) bekannt und wie soll diese im-
plementiert werden?
4. Ressourcen für F&E: Welche Finanzmittel stehen nach Kenntnis der Verwaltung der
HGK für Forschung und Entwicklung zur Verfügung und wieviel Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter der HGK arbeiten in Forschung- und Entwicklung?
5. Zusammenarbeit zur Erreichung der Ziele (UNO-SDG 17): In welchen öffentlich
geförderten – und damit öffentlich diskutierbaren – Forschungs- und Entwicklungs-
projekten ist die HGK nach Kenntnis der Verwaltung engagiert, was sind die Ziele
dieser Projekte und wie können die Mitglieder des Ausschusses für Klima, Umwelt
und Grün, des Klimarates und der Verwaltung bei einer Beschleunigung von F&E-
Prozessen bei der HGK helfen?
Mit freundlichen Grüßen
Gez. Ulrich Breite gez. Dr. Rolf Albach
Fraktionsgeschäftsführer Umweltpolitischer Sprecher
6 https ://binnenschifffahrt-online.de/2020/02/featured/12793/wasserstoff-und-batterien-fuer-schiffe-am-niederrhein/
7 Flüssige organische Wasserstoffträger – Wikipedia; Vopak, Mitsubishi Corporation, Covestro und AP Ventures investieren
17 Millionen Euro in Hydrogenious LOHC Technologies
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0274/2021
- Typ
- FDP/KSG Anfrage nach § 4
- Datum
- 19.02.2021
- Erstellt
- 16.02.2021 11:15